Mr 17 Zweites Blatt Sonntag dm 20. Januar 1SSM Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ' flRrcid vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringer lohn. Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar! 50 Pf. ‘' gsnseggtrnao— 11n ir ..... ■ HheiL Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1884. Bekanntmachung. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Frühjahr hierdurch ausqefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meldung des ■ späteste»» bte zum 188« üattfindenden rubr. Prüfung zu «»terziehen, werden Ausschlusses von dieser Prüfung 1. Februar 1884 reugnih beizulegen. mit des aus Den c. ein Uubescholtenheitszeugniß, welches von der Polizei-Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist; d. einen selbstgeschriebenen Lebenslauf; Zu pos. d wird noch besonders darauf hingewiesen, daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, dah er in der Lage sei, den Freiwilligen während des einjährigem Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf und daß die Unter* schrist des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein muß. 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (Französisch, Englisch, Lateinisch oder Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtenheiks- 1 Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur daun anzubringen, wenn der sich Meldende im Grotzherzogthum Hessen feinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2 . Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 3 Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst grfchrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4 . Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeugniß; b Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormnudes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Speelellen das Folgende bemerkt: Gieße«, 19. Januar. Der Brennpunkt der Verhandlungen des preußischen Abgeordnetenhauses in dieser Woche — und vielleicht auch für die ganze gegenwärtige Session — bildete die große Steuerdebatte, die am Dienstag ihren Anfang nahm. Die Discussion über die beiden Steuervorlagen, — über die Reform der Einkommensteuer und über die Einführung einer Kapitalrentensteuer — war vereinigt worden und hatten sich im Ganzen 31 Redner zum Worte gemeldet, von ihnen die übergroße Mehrzahl gegen die Vorlage. Am ersten Tage der Debatte sprachen außer dem Finanzminister nur drei Redner, vom Centrum Herr v. Schorlemer-Alst, von den Conservativen Herr v. Rauchhaupt und end- sich der Führer der Fortschrittspartei, Herr Eugen Richter. Der Centrums- Adgeordnete erklärte seine Sympathie mit der Kapitalrentensteuer-Vorlage, sprach sich aber bezüglich der Einkommensteuer-Vorlage gegen die Aushebung der dritten und vierten Steuerstufe aus und empfahl dagegen eine Reform der Communalbesteuerung; schließlich beantragte er die Ueberweisung der Vorlagen an eine besondere Commission. Herr v. Rauchhaupt, das Haupt der confer« Datwen Fraktion, sprach im Allgemeinen seine Zustimmung zu den in Rede stehenden Gesetzentwürfen aus, während der fortschrittliche Führer über die- selben eine vernichtende Kritik fällte und an ihnen, so zu sagen, kein gutes Haar ließ. Der Finanzminister, Herr v. Scholz, bemühte sich in längerer Rede, die Angriffe Richter's zu pariireu und man muß gestehen, daß ihm dies mit ziemlicher Geschicklichkeit gelang. Viel bewegter gestaltete sich die Debatte am Mittwoch und traten die Gegensätze in der Stellung der einzelnen Redner zu den beiden Vorlagen sowohl als auch in ihrer Auffassung der Steuerfrageu überhaupt schärfer hervor. Der Redner der Freiconservativen, Abg. Frhr. v. Zedlitz aus Neukirch, beurteilte die Steuergesetze in wohlwollender Weise, der ihm folgende nationalliberale Redner, v. Hobrecht, bekämpfte dagegen die Vorlagen in ver- schiedeuen Punkten und wandte sich namentlich gegen die Deklarationspflicht. Abg. Wagner (cons.) plaidirte warm für die Regierungs-Entwürfe und mißbilligte nur die Besteuerung der Actiengesellfchasten, da hierdurch die Actionäre doppelt besteuert würde». Von den übrigen Reden ist noch diejenige des Abg. Windthorst hervorzuheben, welcher vor Allem betonte, es handle sich zu»ächst um einen Anfang zu einer Steuer-Reform, nur müsse man hierbei das allzuscharfe Anziehen der Steuerschraube vermeiden; im klebrigen ließ sich Herr Windthorst vom Finanzmiuister noch einmal bestätigen, daß an eine Beseitigung der sog. FranckensteinsschenClausel bezüglich der Matrikular-Besträge von Seiten der Regierung nicht gedacht werde. Den Beschluß der Debatte biloete eine lange Reihe persönlicher Bemerkungen, die zum Theil sehr scharf zugespitzt waren und von Der Erregung zeugten, welche die Discussion allmälig in den Gemüthern erzeugt hatte. Die Steuer-Debatte schloß am Donnerstag der Ueberweisung der Vorlagen an eine 28glicberige Commission. Die bayerische Abgeordnetenkammer hat einen Antrag Abg. Gabler, den Postschalterdienst an Sonn- und Feiertagen von acht vier Stunden zu beschränken, angenommen, eine Einrichtung, welche für Winterdienst im deutschen Reichspostgebiet schon längst besteht. Der bevorstehende Befuch des russischen Ministers des Auswärtigen, v. Giers, in Wien, gelegentlich seiner Rückreise von Montreux nach Petersburg (Herr v. Giers hat Montreux am Mittwoch verlassen und gedenkt sich auch in Stuttgart aufzuhalten) erregt die Aufmerksamkeit der politischen Welt. Man wird sichrer scharsen Worte erinnern, mit welchen Gras Kalnoky sich in der ungarischen Delegation s. Z. gegen Rußland und namentlich gegen bas Treiben der russischen panslavistischen Presse wendete und ihnen gegenüber erscheint die Anwesenheit des leitenden russischen Ministers in Wien ist einem besonderen Lichte. Es läßt sich hieraus der Schluß ziehen, daß man sowohl österreichischer- wie mssischerseits eine aufrichtige Verständigung wünscht, an deren Gelingen nicht zu zweifeln ist unb auch in Berlin wird man diese An- Näherung zwischen Oesterreich und Rußland nur mit Genugthuung bemerken. Herr v. Tisza, der ungarische Ministerpräsident, wird diese Woche gerade nicht rokh in seinem politischen Kalender anstreichen können. Sie hat ihm im Oberhause die bedenkliche Niederlage in der Mischehen-Angelegenheit gebracht und außerdem sind bei den unerhörten Scandalscenen in der Agramer Landstube Ausdrücke gegen die ungarische Regierung gefallen, wie solche sich wohl fein anderes Parlament der Welt erlauben würde, selbst die französische Deputirtenkammer nicht ausgenommen. Man weiß wirklich nicht zu ^gen, ob Herrn Tisza und seiner Regierung von den oppositionellen ungarischen Magnaten oder von den radikalen Scanoalmachern des kroatischen Landtages mehr Unge- legenbeiten drohen. Erstere streben den Sturz Tisza's und seines ganzen liberalen Regimes an, letztere arbeiten unverfroren auf d>e völlige Losreißung Kroatiens von Ungarn hin und Herr Tisza wird bald alle Hande voll zu thun haben, um nach beiden Seiten hin Front machen zu können. Uebrrgens hat sich die Majorität des kroatischen Landtages doch noch dazu aufgerafft, den Hauptscandalmache^ Starcevics einstweilen von den Sitzungen auszuschließen, doch wird ihn dies schwerlich bessern. In Paris sieht man ungeduldig dem Eintreffen der erwarteten Sieges- Nachricht von Bacninh entgegen. Während man bisher annahm, daß der Sturm der französischen Truppen auf Bacninh aus verschiedenen Kunden Richt vor Mitte Februar werde stattfindeu können, fignalifiten neuere Depeschen den bevorstehenden Angriff auf Bacninh, ohne daß man indessen bls letzt auchnur von dem Vormarsch Admiral Courbet's gegen diese von chinesischen Regulären stark besetzte Position gehört hätte. Einstweilen wird nur von verschieden Scharmützeln gemeldet, welche die Franzosen mrt den „Schwarz.Flaggen und Piraten in der letzten Zeit gehabt haben und die überall zu Gunsten der Franzosen ausgefallen sind. Mit dem neuen Herrscher von Anam, Kienphuc, haben sich jetzt die Franzosen in ganz gutes Einvernehmen gesetzt. Jüngst empfing der junge König den französischen Gesandten und versicherte demselben seiner aufrichttgsten Ergebenheit gegen Frankreich, wobei er nur den Wunsch aussprach, daß Die französischen Bedingungen etwas gemildert werden mochten. Uebei die ägyptischen Wirren liegt aus dieser Woche eine Erklärung des englischen Handelsministers vor, welche erkennen laßt, daß man auch im Schooße des englischen Cabineks bte schwierige Aufgabe erkennt, die England in Egypten übernommen hat. Mr- Chamberlatn, welcher auf einem und zu verpflegen; zeugnitz veizuiegeu. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werbengibt die Prüfungs-Ordnung (Aul. 2 zur Ersatz-Ord. — I. Theil der 2Bet)r= örbn. °o^8.^Septbr^l87S^- Reg.-Vb Nr^ °^°n^l875) Ausschluß.Prüfung staktfindet, erfolgt en. weitere Bekanntmachung; auf fpecieüe Ladung kann nichts 8°^^ werden.^^ Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. ' Der Vorsitzende: Gros. __________________ <* ;i L** 1- -t Hi i) 2) 5) (L. 8.) Allgemeiner Anzeiger Warme Bäder Flügel, Harmoniums. Wo in diesem Vertrage, wie z. B. in SS 5, 8, 10, 19 rc. bald die Bestimm» ung, bald die Genehmigung deS Gemetnderaths als maßgebend bedungen worden ist, bleibt selbstverständlich der Regierungsbehörde eine Modifictrung oder Abänderung dieser Entschließung Vorbehalten und sind die Unternehmer dieser unterworfen. ad § 7. Wenn der Stadtvorstand und die Unternehmer sich zeitweise über die Person des Aufsehers nicht einigen können, so ist derselbe provisorisch durch die Regierungsbehörde zu bestellen. ad § 15. Der nach diesem § zu ernennende Chemiker wird amtlich durch die Regierungsbehörde ernannt. ad § 28. In jeweiliger Ermangelung einer Bevollmächtigung hat die Regierungsbehörde Namens der betreffenden Contrahenten die Bevollmächtigten zu bestellen. 9() Am-Kmonatl. Abzahl, ung ohne Anzahlung. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. Küchler. 3) 4) Meeting in Newcastle sprach, äußerte sich u. A. auch dahin, daß die englische Regierung Egypten der Anarchie nicht preisgeben könne, anderseits aber auch die von ihr gemachten Zusicherungen nicht zurückziehen dürfe- Der Minister sprach schließlich die Hoffnung aus, daß England mit der Zeit und bei Geduld und Klugheit seine Aufgabe in Egypten werde lösen können, über ein eventuelles Einschreiten Englands ließ er sich jedoch nicht vernehmen. Die Krisis in Spanien harrt noch immer der Entscheidung. Dieselbe kennzeichnet sich durch erregte Debatten in der spanischen Deputirten- kaMmer über die innere und auswärtige Politik Spaniens; besonderes Aufsehen erregte eine Rede, welche Castelar am Dienstag in der Kammer gehalten hat und in welcher der Führer der Liberalen sich entschieden gegen die Reise des Königs Alfonso nach Deutschland erklärte. Es heißt sogar, Castelar habe sich bis zu einer Beleidigung Kaiser Wilhelms verstiegen, infolge dessen ihm vom Präsidenten Sagasta das Wort entzogen worden sei. Mit Spannung sieht man der Abstimmung über den Adreßentwurf entgegen, durch welche sich das Schicksal des Cabinets Posada de Herrera entscheiden muß und geht jetzt die allgemeine Annahme dahin, daß diese Entscheidung gegen das Ministerium aus- sallen wird. Die von der egyptischen Negierung beabsichtigte Räumung des Sudans hat in den Handelskreisen Kairos und Alexandriens eine lebhafte Protestbewegung gegen diesen Entschluß hervorgebracht. Dieselbe soll in einer Petition der einheimischen wie der europäischen Kaufleute ihren Ausdruck finden, in welcher darauf hingewiesen werden soll, daß noch 15,000 Europäer und 40,000 Egypter sich im Sudan aufhalten, daß dessen Export und Import ganz bedeutend sei und egyptische wie europäische Kaufleute zahlreiche Handelshäuser im Sudan besitzen. Die egyptische Regierung ist in Folge dieser Einwendungen in ihrem Entschlüsse wieder wankend geworden und erwägt nun die Mittel, welche es ermöglichen würden, den Sudan zu halten. Die Entsendung eines egyptischen Obersten nach Konstantinopel behufs Werbung von 1000 Albanesen hängt wahrscheinlich hiermit zusammen. Gasbeleuchtungs-Vertrag der Stadt Gießen. (Schluß.) § 28. Sammtverblndlichkeiten und Wohnsitz der Unternehmer. Die Herren ^Gebrüder Benkißser in Pforzheim, Ludwig August Rtedinger in Bayreuth And John Tebay Zur Zeit in Darmstadt, Übernehmen für Die Erfüllung dieses Vertrags solidarische Haftbarkeit dergestalt und also, daß Emer für Alle und Jeder für das Ganze zu haften verspricht, unter ausdrücklicher Verzichtleistung auf die Einrede der Theilung und der Vorausklage. Insofern dieselben oder einer von ihnen die Stadt Gießen nicht zum Wohnsitz wählen sollte, haben sie einen dort wohnenden Bevoll« mächtigten zu ernennen, welchem die Ermächtigung zu ertheilen ist, die Unternehmer in allen die Erfüllung dieses Vertrags bdrtffenben Angelegenheiten zu vertreten. 8 29. Convmtionalstrafen. Sollte der Ar fang oder bte Vollendung der Gasbeleuchtungsanlage vertragswidrig verzögert werden, so haben die Unternehmer eine Conveniionalstrafe von 100 fl. für jede wöchentliche Verzögerung zu bezahlen- Wenn burch Nachlässigkeit oder Versäumniß der Unternehmer eine Unterbrechung in der öffentlichen Beleuchtung stattfindet, so verfallen dieselben in eine Strafe von 100 fl. pr. Tag so lange, als jene Unterbrechung andauert. Im Falle, daß das Gas die vertragsmäßig bedungene Qualität nicht besitzt, haben die Umernchmer, nachdem die Mangelhaftigkeit des Gases amtlich constatirt worden, für die Dauer der Zeit, In welcher mangelhaftes Gas geliefert worden, täglich eine Strafe von 50 fl. zu bezahlen. Für jede öffentliche Laterne, die durch Nachlässigkeit oder Versäumniß der Unternehmer nicht nach den in den §8 9 und 10 getroffenen Bestimmungen des Gemeinde- raths angezünoet wird oder benutzt werden kann, oder welche bte vorgeschriebene Lichtstärke nicht besitzt, haben bte Unternehmer täglich eine Strafe von 5 fl. so Lange zu bezahlen, bis die betreffende Laterne in einen brauchbaren Zustand gesetzt Morden ist. B Die sämmtlichen hier bedungenen Conoentionalstrafen fallen der hiesigen Stadt- We anhetm und werden von den an die Unternehmer zu leistenden menatlichen Zahlungen in Abzug gebracht. 8 30. Schlichtung der Streitigkeiten. Sollt>-n während der Dauer dieses Ver- tragS über dessen Auslegung, Erfüllung ober Auflösung oder in irgend einer andern Richtung Rechtsirrungen entstehen, so sind dieselben durch ein Schiedsgericht zu schlichten zu welchem jede der contrahirenden Parteien, sowie das Großherzogliche Kreisamt einen, und bei gegenseitiger Einrichtung mehrere Schiedsrichter zu ernennen hat. Gegen Den Ausspruch des so constituirten SchicdSgerichts findet keine Appellation statt. Die Kosten des Schiedsgericht trägt der unterliegende Theil. $31 Vertretung der Privaten. Insoweit der-gegenwärtige Vertrag das Pri- Vatinteresse der hiesigen Einwohner berührt, erkennen die Unternehmer den Gemeinde, rath der ©tobt Gießen als deren Vertreter und Geschäftsführer sowohl bei gegen- Märtigem Vertragsabschlüsse als auch später bei den über die Vertragserfüllung sich etwa ergebenden Differenzen dergestalt an, daß der Gemeinderath und in beffen 9luh mA?** G»?Mrrogliche Bürgermeister auf gegebene Veranlassung nach Maßgabe der Vertragsbestimmungen einzuschreiten befugt fein soll. 0CT _ Betheiligung der Stadtgemeinde bei der Anlage. $ 32. Die Stadtgemeinde verpflichtet sich, behufs der Herstellung der GaSanlaae fl; vorzuschießen, daß, wenn vorerst von den Unter* W/rk nachgewiesenermaßen verwendet worden, q18» u t zu demselben Zwecke eine Abschlagszahlung von 15,000 fl. mach " den Unternehmern baar zur Verfügung stellen wird und nachdem lodanndie Unternehmer wiederum nachgewiesen haben, daß sie ihrerseits unbmi« wette" ^nmme ’»«WOO t Tbas inX“ M n fo Ä b" @,abt iu "U'ch-M Z-e-k- »« unt£ .rBU» b?.öffentliche Straßenbeleuchtung vollständig eröffnet und diese für aelunaen St?bttfleme°inbhl.nhiP^Ur ^«llellung des fraglichen Darlehens von'Ho,000 fl. wird der E Allem, was dazu gehört, zur ersten Vorhypothek gerichtlich verpfändet, bis zur Errichtung dieser Hypothek aber der fötnht an gedachtem Objecte ein Privatpfandrecht eingeräumt. W ’ Stadt mm und Amortisation des städtischen Darlehens. Die Verzinsuna dem Tag- bet jebcSmaligen Einzahluua be?Än £SS.!Se. Anno- Di-s- Zinsen werben an den sür bie öff-ntliL- Uuchtung^entrichtenben monatlichen Zahlungen jebesmal In Abzug gebracht. $ St' ad $ 30. Sowohl bte Einrichtung als die Verhandlungen deS Schiedsgerichts sind von der Regierungsbehörde zu leiten. Gießen, den 19. Februar 1856. Gingejandr. In der zu Hungen am 14. d. M. abgehaltenen Versammlung der Interessenten an Erbauung einer weiteren Zuckerfabrik in Oberhessen ist eine sehr erhebliche Anzahl von Actien gezeichnet und noch die Zeichnung einer weiteren Serie in sichere Aussicht gestellt worden, so daß in der nach Beschluß der Actienzeichner am Donnerstag den 24. d. M-, Vormittags 9 Uhr, in Hungen abzuhaltenden weiteren Versammlung die dtfinitive Constttuirung der Gesellschaft wird ftattfinden können. Es würde ein solches Resultat um so sicherer erzielt werden, wenn diejenigen, welche jetzt noch mehr locale Interessen verfolgen, zum allgemeinen Besten sich dem Beschlüsse anschließen wollten, der nunmehr als Ort der zu erbauenden Fabrik die Nähe von Hungen, speciell die Gemarkung Trais-Horloff bestimmt hat, weil an diesem Orte nach Lage der Sache die besten Bedingungen für die Anlage gegeben sind. So nahe es auch liegt, daß Jeder zunächst für sich selber zu sorgen bestrebt ist und so sehr es auch erklärlich ist, daß die Büdinger Gegend den Wunsch hat, die Fabrik nach Stockheim zu bekommen und Echzell und Umgegend bestrebt ist, aus nicht anzu- feindenden Gründen dieselbe in der Gemarkung Echzell erbaut zu sehen, so muß aber auf ber anderen Seite doch auch nachgegeben werden, daß unter den gegebenen Ver- hältniffen keme Lage sich so zur Erbauung der geplanten Fabrik eignet, als gerade die oben bezeichnete bei Hungen. . „Gegen Stockheim spricht die unzureichende Zahl wirklich rübenfähigen Bodens, der Mangel an Orten mit reicheren Landwirthen, die einigermaßen bedeutende Actien- beträge zeichnen fflnnten, die allzu nahe Lage an dem Gebiete der Fricdbergkr Fabrik, der Mangel an Ausdehnungsfähigkeit nach dem Vogelsberge hin. Gegen die Wahl von Echzell spricht die allzu wette Entfernung von der Bahn, die vor der Hand noch gttignetemb Waffe^^^^^^^' dne tn nächster Zeit zu erhalten, der Mangel an Ur die Nähe von Hungen aber und namentlich für die Gemarkung TraiS-Horloff spricht die Nahe der Oberhessischen Bahn, die bereits vorhandene und gegen ent* ^n?nCn2Cnu^b;are ^^enbahn nach der der Vollendung nahen Briquett- V 8 "Vügl che, reine und reichliche Wasser, die Lage in Mitten einer großen «^ent£$e? Straßen, die Möglichkeit, an Ort und Stelle einen großen Theil des Heizungsmaterials zu erhalten, die ringsum sich öffnenden Thäler mit gutem Laßere Wohlhabenheit der Gegend gegen diejenige Ä «^ßerer Güter, weiter das saft nie fehlgehende allgemeine AÄA' Gegend von Hungen nach Friedberg durch daS reiche Horloffrhal doch endlich einmal eine Bahnverbindung erwachsen müsse, weil alle einschläaiaen Radaren zwingend mit der Zeit dahin drängen und endlich die mit dem sicheren Blicke des ' ^k?Utr0elcÄS^ene ber Directoren der Waghäuseler Fabrik daß einzig ttchtig nur die Ausführung des Projectes bei Hungen 1IB.M c verschiedenen auf Errichtung einer Zuckerfabrik gerichteten Bestreb- uicht vereinigen können, sollte die unglückliche Lösung dahin geben daß ießt SÄÄ'ti ää ».ns ä sä&SS ”nmirtr"nnmü§™'nn fiC ^m-rhlnnochgenüg-nbbleibenwtrb, unmbltchschSbtgenb Bettfedern, Daunen und Rosthaar bester Qualttät empfiehlt zu bMgen Preisen ... Andr, Euler, Nordanlage 5 Eaglrch rm Wruter geöffnet «d ÄBWMÄ Ä“' Abonnements werden jederzeit angenommen. Die Unternehmer verpflichten sich, das von der Stadt empfangene Darlehen während der Dauer dieffs Vertrags zu amorhftren und zwar dergestalt, daß die Amortisation erst mit dem Ende des 5 (fünften) Vertrogsjahres beginnt und von da biS zum Ende deS fünfzehnten Vertragsjahres jährlich 1000 fl. — in den nächsten weiteren zehn Jahren aber jährlich 2000 fl. an die Stadtkasse zurückbezahlt werden, wonach die ganze Schuld als getilgt zu betrachten ist. „ , t r, r § 34. Anschaffung des Bauplatzes. Die Stadigemeinde verpfl chtet sich, von ihrem Grund und Boden unmittelbar vor dem Neuenwegerthor auf der linken Seite der nach Grünberg führenden Chaussee den Unternehmern das zur Errichtung der Gas« fabrik nöthige Gelände entweder zu 2 fl. pr. Klafter käuflich zu überlassen oder zu 8 fl. pr. 100 Klafter jährlich auf die Dauer des Vertrags zu verpackten. Sollte jedoch die Errichiung der Gasfabrik auf dem fraglichen Platze pol zeilich nicht gestattet werden, so ist es Sacke der Unternehmer, ba§ Gelände zur Gasfabrck auf ihre Kosten ander- weit zu erwerben. 8 35. Vollziehbarkeit des Vertrags. Der vorstehende Vertrag soll, nachdem er beiderseits unterzeichnet worden, für die contrahirenden Theile dergestalt btnd-nd sein, daß, wenn die kreisamtliche Genehmigung eriheilt worben ist, derselbe sofort in Vollzug gesetzt werden kann und soll. So geschehen Gießen, den 17. September 1855. Der Gemeinderath: D. Ebel, Großh. Bü^germeisier. Hch. Werber. PH. Mllmann. G. Fulda. Hch. Kühn. PH. Möhl. C. Nagel. Cwil Pistor. G. Plan». Gg. Reiber. D. Rosenberg. B. Bogt. Daniel Wirth. <5. Weidig. C. Wolf. Die Unternehmer: John Tebay. Gebrüder Benkiffer. L. A. Riedinger. Vorstehender Vertrag wird unter nachstehenden Bedingungen hiermit genehmigt: Herrn. Aug. Müller, Seinen«, Wäsche« und Betlwaaren«Geschäst, -------—- __________Seltersweg 18. Gcschäftshftus Piflnsiifls m bester Lage der Stadt zu vertanen 1 HlUlllUö 4Ä.-1 *•z -4- «-s «taa-yrsssF» 341 3öo) Fabriken, Berlin, Leipzigerstr. 30. ® gtiii 438 •685 Ä- 12,3! giabe 23,45 91abi 10,84 wirb, EinR-llwag-l Md ein eirlspäri Pferdegeschirr, < Häckselmaschine, Kgge, ein Schlitt malwaage,einiso presse rc. zu oerfai Cai 344 ’ Spieffl, de« Gr. Bürgel 467.___| w »’tS M ->«derW 92,4 Setober) 71JP“ iÄiMe unb 2 60-80 Mm- « mb ju Werkhch meiftbietenb oertai Die Sebingung1 mine bekannt gern Marburg, den Der Mist Bri Stck.Eich» Bemerkt hch am B°r««" fgmint. Die Kre täglich bei August § 7*rft j 128 MAi ,NnC6‘b* reinei CA feinster Qualität Be Fabrikanten C, J, < Weesp in hn,-e,n fa ^n n- ^■-Ulonialwaare LaM°n-Ko.aM. zi Ko. U.0.95, pr, Eichene Gt *6l«6t6tn bei !ür Bau ^auunte . Jä9 btS«w«e« liefert J -150 S sOaar Iler, .„.GksMi'- larkinöjwi a fi «S.F/ pjanof°rt» 0 der Interessenten ir erhebliche Anzahl ' tn sichere Aussicht m Donnerstag dm i Versammlung dte wenn diejenigen, n Besten sich dem ueaden Fabrik die al, weil an diesem geben finb. sorgen bestrebt ist ch hat, dte Fabrik aus nicht anzu- en, so muh aber n gegebenen Ver- ,et, als gerade die mfLhtgen BodenS, bedeutende Actten- Zriedberger Fabrik, Gegen die Wahl vor der Hand noch n, der Mangel an funa TratS-Horloff le und gegen ent» na nahen Brtquett- Men einer grosim stelle einen großen -n Thäler mit gutem [enb gegen diejenige lachende allgemeine icheHorloffthal doch lsLISgtgen Foctorm i ftitrtn!Bit* W M-ln Mik, Ms -erlchttw ibftt aifctti, dsß D jrbentU* berartleerSiMito sich bebwtenb »«* ,n bet gntereff«’*'" KW ;-?Äg n«.‘ ©tÖ** »• C. ffioif!6"1 'luget. «'N-iAzj. «ffiSg dj*J'itwelfe über bcrfdbt provisorisch ’b ^tlich durch die ^ung hat die Re« lie Bevollmächtigten ;R8?n deö Schied-, ftiä* ' n7chs,°°"d!; ,6,e Holz-Versteigerung. Montag, den 21. d. MtS., Vormittags von 9 Uhr an, sollen in dem Beuerner Gemeindewald in verschiedenen Districten nachverzeichnete Holzsortimente versteigert merken, als: 11 Stck. Eichen-Stämme mit 3,2t Fm. 259 „ Nadel- „ „90,75 „ 138 Stück Eichen - Derbstangen mit 12,35 Fm. 438 „ Nadel - Derbstangen mit 23,49 Fm. 685 „ Nadel - Reisstangen mit 10,88 Fm. Bemerkt wird, daß das Stangenholz am Vormittag zur Versteigerung kommt. Die Zusammenkunft ist in Fünfhausen. Benern, den 17. Januar 1884. Gr. Bürgermeisterei Beuern. 467__Nans t__________ Pappel-Verkauf. Donner-tag, den 24. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen an der Frankfurter Straße von Stations-Nr. 92,4—93,0 (Gittelberger Geländer) 71 Pappeln, darunter 60 italienische und 2 Silberpappeln von 60—80 Ctm. unterem Durchmesser und zu Werkholz geeignet, öffentlich meistbietend verkauft werden. Die Bedingungen werden im Termine bekannt gemacht. Marburg, den 7. Januar 1884. Der ständische Baumeister. Brüning. 331 Ieilgeöotenes. Ein Rollwagen, zwei zweispännige und ein einspänniger Kastenwagen, Pferdegeschirr, Sattel, Ketten, eine Häckselmaschine, ^egmühle, Pflug, Egge, ein Schlitten, sowie eine Deei- malwaage, ein Comptoirpnlt, Copir- presse re. zu verkaufen bei Carl Lony, Gießen, 344_______________Neuenweg 15.______ Kreppe? täglich bei 327 August Noll im Stern. Van Houten’s reiner löslicher C AC AO feinster Qualität Bereitung „augenblicklich“. £ Fabrikanten C, J. V3N Houteil & Zoon, * Weesp in HOLLAND. Zu haben in den meisten feinen Dclica- tess-, Colonialwaaren- u. Droguenbandlg’. in Dosen 1 - Ko. ä M. 330, */< Ko. k M. 1.80 u. V6 Ko. ü M.0.95. Preise bitte zu beachten. Eichene Gartenpfosten abzugeben bei 332 Jacob Rinn XV., Heuchelheim. Für Bauherren u. Bauunternehmer! Fertig behauene wetterfeste Sandsteine liefert billigst Balthaser Brück, 450 Hassenhausen. Blau emaill. Wafsereinger, auf dem Transport leicht beschädigt, »erkaufe äußerst billig. 2. 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