Mx. MO. Donnerstag den 19. Juni 188M Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. h.a «StA«*»**. Prei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinaerlohn. W-KV-chUr Schuler«ße 7. Erscheint t^Lich mit Abnahme des MsntagS. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark & Pf. «ese Nacht kein Auge schließen dürfen. Man fängt jetzt an, über die Ursachen nachzudenken, welche ein so schnelles Umsichgreifen des Brandes ermöglichten. Wer demselben von Anfang an beigewohnt bat, der muß sich sagen, daß das Böttinger'sche und das Kahlert'sche Haus am LudwigS- platz, in denen, wie in dem Schäfer'schen Vorderhause der ganze Dachstuhl und das darunter liegende Stockwerk durchgängig ausgebrannt find, während die tiefer liegendem Etagen durch Wasser sehr gelitten haben, hätten gerettet werden können. Der Umstand, daß man sich seitens der Feuerwehrleitung noch längere Zeit der Hoffnung hingab, das Magazin der Schäfer'schen Handlung selbst retten zu können, mag dazu betgetragen haben, daß sich der Brand im Vorderhause so rasch entwickelte. Man folgte hier dem. Feuer, statt ihm entgegenzugeheo. Außerdem reicht unseres Erachtens das Feuerwehrpersonal bei Weitem nicht aus für eine Stadt, die mit Bessungen über 50,000 Einwohner zählt, wenngleich auch größere Brände in derselben vkrhältnißmäß'g zu den Seltenheiten zählen, ebensowenig ist das Hülfsmaterial genügend. Eine Dampfspritzs haben wir nicht, ja, wir haben nicht einmal Pferde vor den Wagen, diese müssen vielmehr von der Bedienung selbst gezogen werden. Kaum ein halbes Dutzend Schläuche können zudem zugleich in Anwendung gebracht werden. In Anbetracht dieser Unzulänglichkeit der Mittel unserer Feuerwehr und der dadurch verzehnfachten Mühe und Anstrengung, welche die Löschmannschaft in schlimmen Fällen aufzubieten gezwungen ist, erscheint es fast als ein Wunder, daß man einen Brand wie den heutigen überhaupt und in relativ noch kurzer Zeit zu bewältigen vermochte. Aber wir meinen, daß es dem gegenüber städtischerseits dringend geboten erscheint, eine große Organisation in'S Leben zu rufen, die vermöge ihrer menschlichen wie sachlichen Kräfte im Stande ist,, jedem Bewohner die Furcht vor einem Brande zu benehmen, die gegenwärtig bet unseren ziemlich primitiven Löschvorrichtungen nur zu natürlich ist. — Der Schaden, den die Firma Schäfer durch die vollständige Vernichtung ihrer kostbaren Maaren- vorräthe erlitten, ist ungeheuer, läßt sich aber vorläufig noch nicht annähernd beziffern. Ihm gegenüber erscheinen jedenfalls die Verluste an Mobilien rc., welche die Bewohner zu beklagen haben, als Kleinigkeiten, obwohl sie meist ärmere Leute betreffen. Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen; einige Feuerwehrmänner haben sich indessen in Ausübung ihrer opferfreudigen Thättgkeit Brandwunden zugezogen. (F. Z.) Darmstadt, 16. Juni. Heute früh lieferte die Gensdarmerie einen Burschen auS Waschenbach hier ein, welcher der Brandstiftung in dem Droguengeschäst der Firma Schäft dringend verdächtig ist. Derselbe war am Samstag wegen Unregelmäßigkeiten entlassen worden und hatte dabei öffentlich Drohungen ausgestotzen, daß er etwas an* richten werde. Darmstadt. sJubiläums - Sttpendien - Stiftung.] Die alljährlich an drei Studirende des Großherzogthums Hessen aus fraglicher Stiftung zu vergebenden Zinsen wurden für das laufende Jahr überwiesen an den stud. med. Gustav Landmann von Gießm, den stud. phil. Ernst Neeb von Mainz und den stud. theoL Fr. Zach. Schwally von Groß-Gerau. AuS Oberbessen, 15. Juni. Die aus Starkenburg bereits gemeldete Rost» kcankheit des Kornes bat sich auch leider bei uns eingestellt, was auf einen ganz ge ringen Körnerertrag schließen läßt. Im Jahre 1846 hat sich dieselbe Erscheinung gezeigt und es gab einen Ausdrusch pro Fuder zwischen 1 und l1/» Malter bei geringer Ge» bundzahl. — Zu unserer Beruhigung stehen aber die übrigen Frldgewächse gut, was wegen der großen Trockenheit in 1846 nicht der Fall war. In jenem Jahre waren die Kartoffeln zur Hälfte auSgeblieben, der Stand der Gerste war kaum Vs, es gab gar kein Obst und war Futtermangel sehr fühlbar. Der Fortschritt in unserer Landwirth- schäft ist nicht zu verkennen. Trockenheit und Näss« werden durch die bessere Bearbeitung des Bodens abgeschwächt und durch die Einführung entsprechender Bodengewächse und durch die vom landwirthschaftlichen Verein in die Wirksamkeit geführte Drainage er* möglickte frühere und bessere Ausstellung halten manchen Ausfall fern. Rüdesheim, 14. Juni, lieber einen Vorfall auf der Zahnradbahn wird der „Europ. Corresp " von hier Folgendes mitgetbdlt: Am letzten Sonntag fuhr der von oben zu Thal gehende Zug pünktlich um 11 Uhr 23 Minuten ab, als ihm plötzlich von unten auf demselben Geleise ein anderer Zug entgegenkam. Es gelang allerdings noch im letzten Moment, beide Züge zum Stehen zu bringen und so wurde ein entsetzliches Unglück verhütet. Aber die Bestürzung der in beiden Zügen sitzenden In- fassen war begreiflicher Weise groß, alles stürzte entfttzt auS den Wagen und in die Gebüsche hinein, der obere Zug mußte zurückfahren, die Passagiere mußten in den unteren steigen, um an ihren Bestimmungsort zu gelangen. Hätten die Züge sich eine Strecke tiefer an der gefährlichsten Steigung getroffen, so wäre der Unfall unvermeidlich- gewesen und beide Züge wären über und untereinander die Anhöhe hinuntergestürzt- Hoffentlich wird die Sache auf das Strengste untersucht. Köln, 16. Juni. Ein gräßliches Verbrechen fitzt hier alle Gemüther in Aufregung. H-rr Rechtsanwalt Justizrath Carstanjen von hier weilte seit Kurzem mit feiner ganzen Familie auf seinem Gute in Oberkassel am Siebengebirge. Am Frohn- leichnamstage machte die Familie Morgens 10 Uhr einen Spaziergang nach Heisterbach; da aber Nachmittags Gäste erwartet wurden, trat Frau Carstanjen früher als die Anderen dm Rückweg an und zwar ganz allein. Seit dem Augenblicke war dieselbe verschwunden und erst nach dreitägigem Suchen sand man ihre beraubte Leiche im Walde. Unzweifelhaft liegt hier ein Mord vor. Bonn, 17. Juni. Die „Bonner Ztg." meldet: Der Mörder der am Donnerstag bei Oberkaffel erdrosselten Frau Justizrath Carstanjen ans Köln ist verhaftet und geständig. die That und dm Mord vollsübrt zu haben. Es ist der 28jährige Taglöhner Peter Dahlhausen aus Vinxel bet Oberkaffel. Frankfurt a. M-, 16. Junt. Die Singhalesen im zoologischen Garten wurden vom 8. bis 14. Juni von 52,983 Personen, darunter 17,815 Schüler und Schülerinnen, besucht. Für Eintritts-BilletS in den Garten und die Ausstellung wurden X 23,250.70 vereinnahmt. Der Schluß der Ausstellung ist auf den 18. Juni Abends festgesetzt. — Gestern Mittag wurde unweit deS SandhofS am Main liegend ein anständig gekleidetes Frauenzimmer sterbend aufgefunden. Dasselbe hielt noch eine Flasche mit dem Rest einer Flüssigkeit in der Hand, mit welcher eS sich vergiftet hatte. In dem Portemonnaie befanden sich noch 31 X. Frankfurt a. M., 14. Juni Gestern Vormittag erhängte sich ein vrrs heiratheter Schuhmacher, Vater von 8 Kindern, in Gegenwart seines 4jährigm Sohnes an der Zimmertbüre seiner in der V—straße zu Bornheim belegenen Wohnung. Die Frau war ausgegangen. Der Knabe rief seine Geschwister zu Hülse. Da sie aber auch zusammen noch nicht im Stande waren, Hülse leisten zu können, so liefen sie zu ihrer in der Nähe wohnenden Tante. Als endlich Leute kamen, war eS zu spät. Nahrungssorgen sollm, nach dem ^Jntell. - Bl.", dm Mann zu seinem verzweifelten Schritte getrieben habm. — Die „Franks. Ztg." schreibt in ihrer MontagS-Ausgabe: Wie wir auS bester Quelle erfahren, wird das „Frankfurter Journal" am 1. Juli in die Hände einer „Actim-Gesellschaft" übergehen, dte au8 einigen 30 Herren von der nationalliberalen Partei besteht. Pfungstadt, 15. Juni. Zwei gräßliche Unglücksfälle haben sich gestern dahier zugetragen. Gestern früh geriehen zwei Arbeiter tn der Lederfabrik in Wortwechsels wobei der eine einen sogen. Scheerdegen nach dem andern warf und diesen so unglücklich traf, daß die Spitze des DegenS am Fußgelenk in den Knöchel eindrang, wodurch dieser ganz zersplittert wurde und der Unglückliche wahrscheinlich amputtrt werden muß. — Gestern Nachmittag war Küfermeister R. mit Faßbinden beschäftigt, wobei derselbe eine Maschine verwendete, an welcher die ©(bwunglder abbrach und, da die Versicherung nicht vor, dem Küfermeister mit solcher Gewalt ins Gesicht schlug, daß das Stirnbein Über der rechten Augenhöhle, das Nasenbein, der Backen und die Oberlippe entzwei geschlagen sind. London, 14. Juni. In England und Wafis wurden im verflossenen Jahre 23 Personen wegen Verübung von Morden zum Tode verurthrilt. Achtzehn Todes- urthetle wurden vollstreckt und fünf tn lebenslängliche Zuchthausstrafe umgewandelt. Im Jahre 1882 betrug die Zahl der Todesurtheile 22, von denen 14 vollstreckt wurden, und 188 t wurden von 24 zum Tode verurtheilten Personen 11 hingerichtet. — jMrichlsfirim.s Die Gerichtsferien beginnen mit dem 15. Juli und dauern bis zum 15. September. Eilige Sacken, Einklagung von Forderungen, w-lche vor ihrem Verjährungstermin stehen rc., müssen, wenn sie vor den Ferien zur Erledigung gelangen sollen, schleunigst bei den zuständigen Gerichten anhängig gemacht werden, worauf wir hierdurch besonders aufmerksam machen. — Die electrffcheBeleuchtung gewinnt in Berlin immer mehr an Ausdehnung. So wird vom 15. Juli ab das bekannte Cafe Bauer Unter den Linden mit Edison-LtchL. erleuchttt werden. s%r. Handvoll SÄ* •Aw tetir <611 S’s*E! im vorigen M der vorigen M bahnl-nien sind los. Als alle $ entschloß -nan Es düi sie dies Dnjkp^brücke, ff 2« 4 Mionen Rechnungen der Ä« 3um Geriosi unterzeichneten gender Eintrag Aus den' des Spar- Daudrin^ durch's Lo 7. Mai 18t Ludtvi Wilde und gewähli Ludwi Wilde von D Gießen, den ®:o$er^lid)e 2 Hch-V der Kömgl Brau' In den fis des Schutzbezir l'urgerheck 19 Verweigerung Donnerst, Vormi 25 Rm. En 67. Hundert 11. Cl. | _ spitzen). Wnboberrt *"’>•« i<> ^onnittaztz das dieH den dem a sehenden circa den Gema U"dAer-BG hnfSet Ansmg Wan oer ®t bett 12 — [5BaS jede Hausfrau wissen sollte!) Gegen rauhe Hönde gebrauche Eitronen- saft. — Mit warmer Milch und Wasser kann man Oeltuch ohne Seife reinigen. — Eme heiße Schaufel über Möbel gehaltcn, nimmt weiße Flecken davon weg. —- Streue Sassaftasriude unter getrocknete Früchte, um Würmer davon zu halten. — Eine Handvoll Hm mit Wasser in einen neuen Eimer gethan, nimmt den Geruch der Farbe fort. — Tintenflecken auf Seiden-, Wollen- und Baumwollenstoffe lassen sich mit Terpentin entfernen. — Mache saure Gurken nie in einen Topf ein, in welchem Schmolz gewesen ist. — Eine Mischung von Bienenwachs und Salz macht alle Bügeleisen so glatt wie Glas. — Fische lassen sich viel besser abschuppen, wenn man sie einen Augenblick in heißes Wasser hält. — ZäheS Fleisch kocht ebenso weich wie anderes, wenn man dem Wasser ein wenig Essig zufügt. — Um daS Weiße von Eiern schnell zu schlagen, thue eine Messerspitze voll Salz hinein; je kühler die ©ter find, desto schneller geben sie Schaum. — sRehobll tuung im Reichsanzeiger.) Wer im Wege des Wiederaufnahmeverfahrens tizie Freisprechung erzielt, hat das Recht, zu verlangen, daß die Aufhebung Les früheren Urtheils durch den „Rctchsanreiger" bekannt gemacht werde. Nach dem Ermessen des Gerichts knnn die Bekanntmachung auch durch andere Blätter erfolgen. Von dieser Bestimmung der Strafproceßordnung <$ 411) wird, wahrscheinlich weil sie den Freigesprochenen in der Regel unbekannt >st, fast gar kein Gebrauch gemocht. In einer letzten Nummern des .Reichöanzeigerö" wird indeß ein Uriheil des Land- gerkchis zu Aachen veröffentlicht, burcü welches ein früherer Nachtwächter daselbst, der im vorigen Jahre wegen Mißhandlung in Ausübung seines Amtes verurtheilt worden war, im Wege der Wiederaufnahme freigesprochen ist. — sRussische ©tsenbahnbauten) ©ine der originellsten Commissionen ist seit der vorigen Woche in Rußland in Thättgkclt. Auf einer der dortigen größten Etsm- bahnlir-.isn sind in den letzten Wochen rtnipe Dutzend WaggonS verschwunden — spur los. Als alle Nachforschungen nach dem Verbleib derselben völlig fruchtlos auksi len, entschloß man sich, eine ©ommrssion emzusttzkri, die dirses Wunder aufzuklären hat. Es büffte dies ebenso schwer sein, w!e die Vrrificirungen der Rechnungen für die neue Dnjepibrücke, welche dem Lande sehr theuer zu sieben kommen wird. Nicht weniger als 4 Millionen hat schon die Krone für diesen Bau ausgeben müssen. Von den Rechnungen der Erbauer erhält man einen Begriff, wenn man erfährt, daß ein Char- kower Meister für das Anstreichen der Eisentheile allein sich 40,000 Rubel auSzahlen Uetz- Der brave Meister hat, wie eine Enquete jetzt hcrausgefundcn, außer den Eisen- thetlen auch die Krone selbst angestrichen. Leider hat der Bau der Dnnprbrücke, welche die drittgrößte in Europa ist, noch andere Opfer gefordert. In den 3 Jahren der Ausführung dieses Rtesenbaues sind dabet 100 Menschenleben verunglückt. Die Ursachen dieser Unalücksfälle lagen entweder in der Nachlässigkeit der Arbeiter oder in dem sträflichen Eigennutz der Beamten, die aus schnöder Gewinnsucht es Unterlasten hatten, die einfachsten Vorsichtsmaßregeln zu trrffm. m ~n In Enaland ist ein neuer Dociortitel eingeführt. Das englische Patent Nr. 3988 „Verbesserungen an Schornsteinaufsätzen, V-uttlattonsrohren 2C.e ist an Thomas Wbltehead, Practical Doctor of Smoky Chimneys (praktischer Arzt für rauchende Schornsteine) ertheilt worden. Dr. med. H. Genseh, F 2142 7 ohne gross p kosten alle Mor e ■- F au in- *1» Haut- u Gaschlachtskrankhelten (Syphilis) nach eigener Meihode. tiprcclistunden 0—> 'ind • -b. ■'t'tt r •fr'o- 22 i. Au'wä'-ts bri .-flieh Zsrr geO. WenchtnnA. Schriftliche Anfragen wegen AuskunstserchLfluug über Inserate rc. körmen wtzr nur dann beantworten, wenn derselben eine Freimarke, für die Rückantwort beigeleg- tsi. lieber Inserate bezüglich deren Offerten einzu reichen sind, ist die Expedition zu keinerlei Auskunftsertheiluugen befugt. Offertenüriese sind — soweit kerne befiimmis» aegentbeiliaeu Abmachungen gt'troffen wurden — in der Expedition abAuboten Wafferwärme der Lahn. Am 18. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: 130 R. — Luftwärme HVz® R. Rübsamen. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Zum Genossenschafts-Register des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: Aus dem erweiterten Vorstand des Spar- und Vorschuß-Vereins Daubringen sind statutengemäß durchs Loos ausgeschieden am 7. Mai 1884: Ludwig Vogel UNd Wilhelm Weimer III. und gewählt am 10. Mai 1884. Ludwig Bogel und Wilhelm Albach von Daubringen. Gießen, den 14. Juni 1884. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Müller. 4163 Holz-Versteigerung in der Königlichen Oberförsterei Vrandoberndorf. In den fiscalischen Walddistrikten des Schutzbezirks Cleeberg, Westerburgerheck 19 und 20 kommen zur Versteigerung Donnerstag den 26. Juni, Vormittags 10 Uhr: 25 Rm. Eichen Schäl-Knüppel, 67. Hundert Eichen Schäl - Wellen II. Ct. (ohne Ast- und Zweigspitzen). Vrandoberndorf, den 16. Juni 1884. Der Königliche Oberförster. 4159 Bender. Heugras- Versteigerung. Freitag den 20. Juni d. I., Vormittags 8 Uhr anfangend, soll das diesjährige Heugras von den dem Marienstift Lich zustehenden circa 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Nieder- und Ober-Bessingen versteigert werden. Der Anfang ist hinter dem Kirchhof an der Straße nach Grünberg. Lich, den 12. Juni 1884. Winhc' n. 4138 Meugsras- V ersteigerung. Das diesjährige Heugras von den hiesigen Gemeindewiesen soll Freitag den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr anfangend, an Ort und Stelle versteigert werden. Utphe, am 15. Juni 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Utphe. Filsinger. 4137 BefEutmasmug. Wir bringen hiermit zur Kenntniß, daß das seither durch Arbeiten im Thurm unterbliebene 5-Uhrläuten des Morgens von morgen ab wieder beginnt. Gießen, den 18. Juni 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramnn 4174 gemerbebank zu fließen (eingetragene Genossenschaft). Die Mitglieder der Gewerbebank zu Gießen, e. G., werden zu der Montag den 23. Juni c., Abends 8 Uhr im großen Saale des Cafe Leib dahier abzuhaltenden 25. ordenll. General-Versammlung ganz ergebens! eingeladen. Tagea-Qrd.iav.ng. 1. Erstattung des Geschäftsberichts pro 1883. 2. Ersatzwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrathes. (Siehe § 11 des Statuts und am Schluffe des gedruckten Geschäftsberichts). 3. Beschlußfassung über die Genehmigung der Jahres-Rechnung und über die dem Vorstande und Aufsichtsrathe zu erthellende Decharge. 4. Vertheilung des Reingewinnes. 5. Ausschluß einiger Mitglieder. 6. Vergütung von Zinsen an einen Bürgen, dessen Einlage-Capital zur Tilgung einer Bürgschuld herangrzogen wurde. Gießen, den 18. Juni 1884. Der Vorsitzende des Aufsichtsrathes. 4170 I. Haustein. Preis 5 Mark pro Quartal bei allen Reichspostanstalten. Infetfialinnns5 ©man aller Stände unter Mitwirkung von mehr als mindert der bedeutendsten Schriftsteller und Gelehrten Deutsch ands herausgegeben von Friedlich Woöensteöt. Erscheint täglich (mit Ausnahme der auf die Sonn- und Feiertage folgenden Tage) mit täglicher Unterhaltungsbeilage. 4052 Einen braven Jungen in die Lehre sucht M. Römer, Schreiner in Wieseck. Wb werden gegen lehr gute <5*1 Sicherheit zu leihen Zeucht. Näheres in der Exp. d. Bl. 4173 Heugras- Versteigerung. Samstag den 21. d. M. soll das Heugras von den hiesigen Gemeindewiesen, und zwar von denjenigen bei Wieseck Vormittags 9Va Uhr im Dorfeld'schen Garten und von denjenigen bei der Badenburg Nachmittags um 5 Uhr auf der Badenburg versteigert werden. Wieseck, am 16. Juni 1884. Großherzogl. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 4129 Donnerstag den 19. Juni, Nachmittags 2 Uhr: werden im Hause der Frau B. Kann Wittwe an der Frankfurter Straße * sehr rein gehaltene Damenkleider, Leibwäsche, Hausmöbel, dabei 2 neue Ovalspiegel mit Goldrahmen, 1 runder Tisch und Küchengeräthe öffentlich gegen Baarzahluna versteigert. Gießen, den 15. Juni 1884. 4114 I. A.: Müller, Ortsgerichtsmann. Keilgeöotenes. Prima Schweizer!«, feinst. Limburger Käse empfiehlt billigst W. TJie Wittlich, 4169 _______Marktstraße 32._______ Fussboden- Anstrich. Fußbodenlack, sofort trocknend, Fußbodenlackfarbe, in wenigen Stunden mit schönem Glanz trocknend, Leinölfieeatif, zum Einölen, Fußbodenwichse, Parquetbodenwichfe, Oelfarbe, in allen Sorten, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden, empfiehlt 1714 Hmil Fischbach. 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Juni, Abends 8 Uhr, unsere theure, unvergessliche, innigstgelicbte Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Wenzels Garten. Donnerstag den 19. Juni 1884: 3. Abonnemente - Concerti Vermischte Anzeigen. 4165 Auf dem Kreuz oder am Markt oder in sonst lebhafter Geschäftsgegend wird ein kleiner Laden mit einem oder auch zwei Schaufenstern, wenn möglich auch mit Cabinet zu miethen gesucht. Es könnte auch eine kleine Parterrewohnung sein, in welcher der Wirth die Erlaubniß zum Ausbrechen eines Schaufensters er- theilen würde. Gefl. Offerten werden mit Preisangabe sub H. L. 100 postlagernd Wetzlar erbeten.______________ Blitzableiter bewährtester Construction liefert und stellt auf Carl Noll II., 3949 Schlosser, Gießen, Flügelsgasse 6. Ankauf von Lumpen, Knochen, Papier und alten Akten. Louis Rothenberger, 1791 Neuenweg 22. Geschäfts-Empfehlung. Die Liste liegt an der Kasse offen. 4175 Hausse, Capellmeister. Turnverein, Dienstag den 24. Juni ISSa, Abends 8Vz Uhr: Ordentliche Hauptversammlung im Restaurant Schnell. Tagesordnung: 1) Berichterstattung. 2) 38 jähriges Stiftungsfest. 4157 3) Gau- und Kreisfest. Der Vorstand. Hiermit zeige ich den geehrten Einwohnern Giessens und Umgegend ergebenst an, dass ich vom heutigen Tage das von Herrn Ferdinand Orches betriebene Colonial- und Manufaclurwaaren-Gescliäft weiterführen werde. Durch billige, reelle und aufmerksame Bedienung hoffe ich allen Wünschen eines geehrten Publikums gerecht werden zu können und bitte um recht zahlreichen Zuspruch. Giessen, den 16. Juni 1884. 4144 Hochachtungsvoll Eberb» $Ieti5ener, ___ITewstadt S. _____ Ueberfahrtsverträge für die von Bremen nach Amerika abgehenden Dampfer des Norddeutschen Lloyd schließt ab 2726 Fr. Seibel in Gießen. Restauration Duill, Mieseck. Am 22. Juni: ■ 4166 Concert und Tanzmusik. Maschinenstrickerei von C. Pietsch n. 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Die Böde' und theilweise felb1 ihren E'michtungel Cmlis und zwar schaß besorgt diel S(i ist auf Ko Die Iri Men und BediNl geschieht also onen worden iß. Um 3 den belgischen Bah Schritte eingeleitei Frachtermäßigung Besorgung aller K zum 15. Ülpdl 188; a) bte (Stupft b) BerrMell c) daS Wegs d) die Unter' der Ausf e) Wiederbei O das Weg g) die Mede Um das We> nach ben non dem DieAuGlle ihrer Erzeugnisse, ei Die Wiedernerpackl Weise und muß no der Maschinen soll am 1. Februar 18! noch nicht verpackt Aussteller unterge! Alle Gegen öffentlich r verfügt werden. , Bezüglich de d-r SWfMer mit f” d-rin Stfotgun Ä? ,UB,enb«i Wabigangen uflUe verantwortlich -SÄ <000 g 4150 l^'e für Fi Bü-j Beilage zu Nr. 140 des „Gichener Anzeiger". Handel und Verkehr. — Nackstchenb theilen wir einige für die vom Mai bis Ociober 1885 stattfindende Antwerpener Weltausstellung Platz greifende Verfügungen mit: Die Jndustriehallen und die Maschinengallerie werden aus Eisen construirt und mit Zink gedeckt. Besondere, im Park zu errichtende Bauten werden Ziersträucher, Pflanzen und Produkte oufnehmen, welche für die Hauptgebäude nicht bestimmt sind- Die fremden Regierungen werden gebeten, sich durch Commissionen officiell vertreten zu lassen. Diese Commissionen melden baldmöglichst mit dem ausführenden Cowit6 in Verbindung treten und haben sich bei demselben durch einen Delegirten. welcher mit der Erledigung der seine Landesangehörigen interessirrnden Fragen beauftragt ist, — besonders bezüglich der Vertbetlung des für das betreffende Land reservirten Platzes — vertreten zu lasten. Die fremden Aussteuer können mit dem ausführenden Comit6 nur durch Vermittelung ihrer respectwen Commstsionen oder deren Delegirte in Verbindung treten. Diejenigen Fremden, welche jedoch nicht durch osficielle Commissionen oder Abgeordnete vertreten sind, wenden sich dtrect an das aussührende Comitä. Letzteres gibt bett fremden Commissionen oder deren Delegirten die erforderlichen Auskünfte und wird sie mit den Reglements, nach welchen sie sich richten wollen, bekannt machen. Die Erzeugnisse werden in Sectionen, Gruppen und Klassen, nach einem allgemeinen Classifications-System eingetbeilt. In demselben wird eine summarische Aufzählung der Product« jeder Klasse aufgeführt. Diese Classification dient als Basis bri der Vrrtheilung der Erzeugnisse in jedem den Ausstellern eitler Nation zugetheilten Raume. Das ausführende CowitS wird einen in methodischer Weise abgefaßten vollständigen, die Erzeugnisse aller Nationen, die Namen der Aussteller, die Gattung der Waaren, den Productionsort (Hüttenwerke 2c.) erwähnenden officiellen Katalog anfertigen lasten. Die erforderlichen Notizen für die Redaction dieses Katalogs sind von den Ausstellern und zwar auf ihre Verantwortung, zu beschaffen. Die Regierung hat zum Schutze derjenigen in der Ausstellung sich befindenden Erfindungen, welche voraussichtlich patentr. G. Schmidt's Gehor-Oel. Das wegen seiner schnellen und gründlichen Beseitigung von temporärer Taubheit, Schwerhörigkeit, Ohrensausen, Ohrenfluß, Ohreustechen und Ohrenkatarrh berühmte unübertroffene 4070 Gehör Oel vom Oberstabsarzt und Pbysikus Dr. G. Schmidt ist nur echt mit Schutzmarke. Preis der Flasche mit Gebrauchs-Anweisung 3 50 4. Haupt-Depot für Süddeutschland s In Stuttgart in der Hirsch-Apotheke v. Apoth. Zahn & Seeger. Central-Depot bei Theod. Jac»bi in Görlitz I. Panama-Hähne Quillaya-Rinde oder Seifenholz, bestes Waschmittel zur Reinigung seidener und wollener Stoffe resp. zur Erhaltung und Wiederherstellung des Farbeglanzes derselben, insbesondere Stickereien, Shawls, Tischdecken, Kleiderstoffen u. s. w. In Packeten mit Gebrauchsanweisung ä 1.10, 60 40 25 und 10 H zu haben in der Drogerie von Otto Schaaf, 3952 Seltersweg 25. Cafe Leib. 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