^NtStki^ .rx ' tP':Lic- SBebcr, f drin Canbe (p. p ‘§birei‘or. üfipji«) SiSft ?Mnralh Cbtrboi- W). Abends 8 W IfLrlnb^.*una W Die Retour, WM« mir ISJJ® Bureau eoskarkn a 3 Rk. an al'Comite. lsn-Klie sslva. * tu . . 1641.57 Mgl. . 2288.— . . . 2000— iS 125.72 927.45 5 0i3.11 MA.74 io. »bea. <* 1 die Mitgl. . . . . 3344.— ** Gratifica- , . 1150.— ag . ■ 59'17 - 5053.17 »trug A 51713.12 i 88 Mitglieder, iber 1884. in-M-M isenschast. .J inlü*n- hie Mer «W M mt dm Pitz« S&eg lUKjinUn^*11®- 184. tw^* 1881 Doimirstag den 18. September Rr. 218. Äießenrr AuzeWc Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ___________________ _ —————— drei» vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit Brivgeriotza. —--------- HrfchEmt täglich mit A««ahme M «ontckg». Durch die Poft bezogen vrerteljührlicb 2 Marl 50 Pf. »■«•*. «»uistr-b« 7. ______ 111 * --------- Am 1 lich«r Hh - il. Am ver genialer Staatsmann Fürst Bismarck krönen vas Enoe igitt Gebeimeratb Dr. Heinrich Stüber iVtiebensreerf, welches den Glanz ihrer Kriegsthaten ch ^brdienst-Ordens Philipps des Großmüthig Tage durch ein ? Wergnädigst geruht: Z>ev1schlcmd. Darmstadt, 16. Septbr. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnadig^g-mht : P^-nt-n des Landgerichts der Provinz Starken, bürg. Geheimerath Dr. Heinrich Stüber, auf M NaMch-nJ* JjJ* erkennung seiner langjährigen treuen und .zur vollsten ^usr.edenhnt g-t-rM n Dienste, bis zur Wiederherstellung ferner Gesundheit, in Den nuyezrano äu überstrahl^ Frankreich lange geh egte Hoffnung, daß die Unter* riehmung gegen Fu-tscheu den Trotz der chinesischen Regierung gebrochen und mgetrden^ n ber Politiker von ganz Europa richten sich zur -Qeit auf den kleinen Flecken Erde in Russtsch'Polen, wo die Zusaimnenkunst Der drei mächtigsten Herrscher unseres Erdtheils stattgefunden hat. Das alte und gleichzeitig in modernem Style renovirte Schloß Skiermewlce wird zu emer bistorischen Berühmtheit werden, zumal es nicht dem geringsten Zweifel unter, liegt daß di- drei Herrscher, begünstigt durch außerordentliche glückliche Berhalt- niffe m Europa, im Schloß Skierniewice einen Friedensbund besiegelten,dr ibrem Namen zum Ruhme und ihren Völkern zum Heile gereichen wird. Kaiser Dke^R ed7n"dH Minister"s Gladstone in Edinburgh haben bte Lianen der Reform der Wahlgesetzes und der Umgestaltung des Oberhauses & Mbaster in Fluß gebracht Conseroative und liberale Volksver^amm. L! n Mn sich in den verschiedensten Theilen d-S Königreiches ab Ob der ., B . x, fflpift hpr in tetiteren sich geltend macht, der liberalen Sache schroff r^ika^ Geist , der in letzteren nqge >k unb General Wolseley gft Lypten LNoffen um dort Ordnung zu schaffen. Das anhaltende ballen des Nils durchkreuzt jedoch Wolseley's Feldzugsplan nach dem Sudan. Ein Versuch einen Dampfer durch den zweiten Catarakt zu bnngen. mißlang und ttidete mst einn"erheblichen Beschädigung der Maschine Man nimmt deshalb iekt von Debbab an die Wüsten-Ebene in Aussicht, während man früher ganz ta sm« VÄi“ ÄÄÄ“ »ä,.. ».M .rfu«h«n., kiIin 61#,t|igllll anb f. M M Linderung der Cholera-Calamität in Neapel beigetragen hat, ist am Sonntag Ld ans der Unglücksstadt nach Rom zurückgekehrtDer K^mg der durch iS Motorisches Unterkommen berestet biS si^^ DWUWMÄ^- SiSsSäS» I Monaten über dem Golfe von Neapel lagert. -«swjähWÄ» w Bekanntmachung. Wn Vornahme von Bauarbetten an bem unterm Lenz'schen Felsenkeller gelegenen Viaburt ber Main.Wefer.Bahn wirb ber unter bem Viabuct herziehend^ Außweg bis auf Wettere^g-sp-rU. Großherzogliches^ Polizeiamt Gießen. samnilunqen im Hinblick aus bie vevorneyenoe m(i nalliberale Partei veranstaltete em- solche m Erbach für ben W«“®“ J erba* Der Landtaqs-Abgeorbnete und Bürgermeister Kredel von MicheMad s?e"m2 NtbemsEalßzeme^^^ st-tt Der C-nbi^t der Par^, Major a. D. Hintze, entwickelte, nachbem der R-ichstagS-Abg- Schrader $ SiSSM-NS I s 2 3S? ** - Vorsitzender «tat St fen . berufene Versammlung, in welcher hältniffe Frankreichs zu Deutschland, das jetzt nahezu em freundschastliches sei, --------- । bieMbe ,ur Annahme der von der sranzösischen Regierung gestern Forderungen Politische U-berficht. I geneigt gemacht haben n?erbe, hnben sich 0 • Är.A_*p: nhdin Kmae- Gießen, 17. September. ? oet f?of von Peking sich dem Einfluß der Knegrpartel völlig hinge SLE--ND-W GS-WWMMW noch hält der französische Ministerpräsident Ferry an ber Annahme fest, daß eine förmliche Kriegserklärung von Seiten Chinas nicht erfolgen werde, so daß zu einer beschleunigten Einberufung der Kammer kein Grund völlige. Gleich leitia bat auch Admiral Courbet den Auftrag, andere chinesische Hafenstadt- zu bombardiren wenn die chinesische Regierung die französischen Forderungen nicht fiominint • her AllSaana des französisch * chinesischen Constiets ist baher ein IM bÄenMaß- Lnklche geworden'- Ein Conflict der französifchen Regie- -ä ww* »*«»0 L Am 12. Septbr. den Director bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg Luowig Machenhauer, zum Präsidenten dieses Gerichtshofes, ' den Landgerichtsrath bei dem Landgerichte der Provinz Starkenburg, Christian Wey land, zum Director bei diesem Gerichtshöfe, den Oberamtsrichter bei dem Amtsgerichte Beerfelden, Michael Bauer, zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgerichte Bad Nauheim, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts feines Dienstnachfolgers, den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Groß-Umstadt, Gustav Cella- rius, zum Landrichter bei dem Landgerichte der Provinz Starkenburg, den Gerichtsaccessisten Heinrich Becker zu Groß-Umstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Groß-Umstadt zu ernennen. «Holland. Haag, 15. September. Heute sind die Generalstaaten, und zwar wegen des Ablebens des Prinzen von Oranten, in königlichem Auftrage eröffnet worden. Ja der Eröffnungsrede werden die Beziehungen der Niederlande Mm SluSlande als fepr freundschaftliche bezeichnet. Die Entwürfe, betreffend die Reo sion der:Verfastung, werden in nahe Aussicht gestellt; die Berathung deS Entwurfs zur Revision des Art. 198. welcher die AbSnverung der Verfassung wahrend einer Regentschaft zuläßt, wird als dringend bezeichnet und soll sogleich beginnen. Obgleich die Drficils sich verringert hätten, werde die Regierung doch ihre Anstrengungen^zuc Herbeiführung d.S Gleichgewichts in den Finanzen fortsetzen. Der Zustand deS Landes Jet v-tttedtgend, btt Ernte eine gute, auch die Lage tn Ntederländisch-Jndren nicht ungünstig. Dank dem Aufhören der Epidemien auf Java seien energische Mahregeln ergriffen worden, um tn Atchln einen Zustand der Dmge herbeizuführen, welcher es möglich machen werde der Armee und Marine ihre Dienste, welche dieselben bisher mit so viel Muth und Energie geleistet, zu erleichtern. Wußland. Skierniewice, 15. Sept. Nach Begrüßung der Mitglieder des Kaiserhauses nahm der Kaiser Franz Josef, nachdem derselbe mit freundlichem Gruß und Handschlag aus Giers und Lobanow zugegangen war, von General Panmtm, welchem der Kaiser gleichfalls die Hand reichte, den Rapport entgegen und schritt sodann zur Rechten des Kaisers Alexander die Front der Ehrenkompagnie ab. Inzwischen eilte. Graf Kalnoky der in malerischer Husarenuniform alle Blicke auf sich zog, mir die Minister Gi r und L°b°n°w zu, dieselben in berzlichster Weise begrüßend. Bei der f-dann folgenden Vorstellung der russischen Suite durch den Ämter Alexander entwickelte Ämter Franz Josef den ganzen ihm eigenen Zauber, reichte redem Vorgestellten die Hand und sprach längere Zeit mit den Generälen v- Werder, Gurko,.Tfcherewm, Woronzow und dem Minister Grafen Daschkow. Darauf stellte der Ämter Franz Josef dem Kaiser Alexander die österreichische Suite von Der Ämter Alexander war gleichfalls von äußerster Freundlichkeit und bot jedem ihm Vorgestellten die Hand. Nachdem noch die Damen der Kaiserin durch Ihre Majestät und die österreichischen Herren durch Kaiser Franz Josef der Kaiserin vorgestellt worden, verließen die .Herrschaften den Perron und fuhren ins Schloß. In dem ersten von prachtvollen, ftabellfarbenen Schimmeln gezogenen Wagen fuhren Kaiser Franz Josef und dle..Kafterin dann folgten Kaiser Alexander mit Großfürstin Maria Paulowna, Großfürst Wladimir der Großfürst- Thronfolger mit dem Prinzen Georg, sowie die Großfürsten Nikolaus und Peter Bald nach Beendigung des Empfanges bezog die Ehrenkompagnie des 3. Regiments der 3. Gardedivision zu Fuß, dessen Inhaber Kaiser Wilhelm ist, unter den Klangen der „Wacht am Rhein" den Bahnhof. Alsbald war dmelbe glanzende Gesellschaft versammelt, wie kurz zuvor, diesmal aber mit preußischen Ordensbändern und Dekorationen. Kaiser Alexander, welcher die Uniform seines preußischen Regiments angelegt hatte, wurde wieder mit Hurrahs und dem Rufe: „Gott schütze den.KaMr!" begrubt . Derselbe trug das Band des schwarzen Adlerordens, der Großfurst-Thronfolger dieselbe Uniform, das gleiche Ordensband, ebenso die anderen Großfürsten. Käfter Franz Josef hatte preußische Generalsuniform mit dem schwarzen Adlerordcn angelegt, welche Dekoration auch die Minister Giers und Kalnoky trugen. Schlag 4 Uhr fuhr der deutsche Separattrain ein. Da der Salonwagen nicht genau vor dem Perron hielt, so eilten der Kaiser Alexander, die Kaiserin, Kaiser Franz Josef, die Großfürsten einige Schritte entgegen. Kaiser Wilhelm, in russischer Uniform, mit dem Bande des Andreasordens und des Georgsordens geschmückt, stieg mit bewundernswerter Leichtigkeit und Sicherheit aus, begrüßt von den Klängen des Hohenfriedberger Marsches und „Hell dir im Siegerkranz". Kaiser Alexander entblößte das Haupt beide Monarchen umarmten und küßten sich dreimal herzlich. Hierauf küßte Käfter Wilhelm der Kaiserin mehrmals die Hand, begrüßte herzlich die Großfürstin Maria Paulowna, feine Großnichte aus dem Hause Mecklenburg, und küßte jeden Großfürsten zweimal. Hieraus umarmten und küßten Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Josef sich dreimal herzlichst. Dicht hinter dem Kaiser schritt Fürst Bismarck in preußischer Uniform mit dem Bande des Andreasordens. Von allen Seiten richteten sich die Blicke der Anwesenden aus den deutschen Reichskanzler; neben demselben ging Graf Kalnoky. Nach gegenseitiger Vorstellung der Suiten fuhren die Herrschaften nach dem Schlosse, im ersten Wagen Kaiser Wilhelm mit der Kaiserin, im zweiten der Kaiser Alexander und Kaiser Franz Josef, im dritten und vierten die Großfürsten mit dem Fürsten Bismarck und dessen beiden Söhnen. Herrlichstes Wetter begünstigte die den Zuschauer überaus Mselnden Enftifangs- seierlichkeiten. Es machte einen überwältigenden Eindruck, als die Beherrscher der drei mächtigsten Monarchien des Festlandes zu einer Gruppe vereint bei einander standen- Anwesende Photographen verewigten die historische Scene. - Der Grotzsürn-Lbronfolger und Großfürst Georg sind bereits nach Petersburg abgereist, wetl der Urlaub der Prinzen beendet und die Theilnahme am Empfange der kaiserlichen Gäste nur als eine außerordentliche Vergünstigung ihnen gestattet war. Um 7 Uhr wurde tn dem als Bahnhof für das Pala s dtenenden Grbäude das Hofdiner servtrt, etwa 90 Personen waren geladen. Schlag 7 Uhr traten die drei Monarchen und dte Kaiserin ein. Kaiser W-lhelm bot der Kaiserin den Arm und führte dieselbe mit allgemein bemerkter Elasticität dte Estrade htnauf, welche den Vor- raum bildet, der Kaiser Franz Josef und der Kaiser Alexander, letzterer in österreichischer Uniform, folgten, auch die Großfürsten Wladimir und Nicolaus waren in österreichischer Uniform. Die Tafel war hufeisenförmig gedeckt und prächtig decortrt. Auch tn den Settensälen waren Tafeln gedeckt. Die Kaiserin nahm Platz in Mitte der Breitseite und zur Rechten der Kaiserin saß Kaiser Franz Josef, zur Linken Kaiser Wilhelm, dann je eine Hofdame. Kaiser Franz Josef und Kaiser Wilhelm trugen russische Uniform; gegenüber der Kaiserin saß deren Gemahl, zur Rechten derselben die Großfürstin Maria Paulowna, dann Fürst Bismarck, links die Fürstin Kotschubei, dann Graf Kalnoky. Fürst Bismarck trug preußische Kürassier-, Graf Kalnoky österreichische Husarenuniform. Toaste wurden nicht auSgebracht, aber auf Anregung des deutschen Kaisers tronten die drei Kaiser einander zu. Die Tafelmusik besorgten vbwechselnd die Kapellen der Infanterie-Regimenter, deren Inhaber Kaiser Wilhelm Belgien. Brüssel, 15. September. In der heutigen Sitzung des GemeinderathS wurde der Bericht oes BürgeimeisterS über die jüngst vorgckommemn Ruhestorunaen erstattet. In demselben gibt der Bürger meister dem Bedauern über die Excffl- vom 7. dsö Mts. Ausdruck und hebt hervor, daß die Polizei, die Bürgergarde und die GenSdarmerie ihr Möglichstes gethan hätten um d'e Ordnung aufrecht zu erhalten- es sei dies aber angesichts etner so großen Menschenmasse unmöglich gewesen. Der Gemeinderath beschloß darauf einstimmig, dem Bürgermeister, der Bürgergarde: und der Polizei für die Festigkeit, mit welcher sie bei den letzten Agitationen ihre Pflicht erfüllt hätten, seinen Dank auszusprechen. Italien. Rom, 15. September. Der Papst ist gutem Vernehmen nach mit der Durchsicht etner Encyklika über dm wahren und falschen Oberallsmus unserer Epoche beschäftigt, welche von hervorragenden Prälaten verfaßt ist und welche den Satz aufstellt, daß die Kirche den wahren Liberalismus nicht bekämpfe. In Betreff der Bemerkungen, welche der päpstliche Nuntius tn Pans gegen das Ehescheidung8ges?tz gemacht halte, wird weiter gemeldet, daß diese Angelegenheit hiermit erledigt fei und daß der Papst auf dieselbe weder tn einer Encyklika noch tn etner Consistorial-Allokution zurück kommen werde. und Kaiser Franz Josef sind. Morgen findet ein kleines Diner im Schlosse Skierniewice selbst statt. _______________________ Telegraphische Depesche«. Wolff'1 telezr. Torrefponderrr-Brrrearr. Koblenz, 16. September. Ihre Majestät die Ka.serin und Königin verläßt heute Koolenz und tr.fft über Köln, wo ein kurzer Aufenthalt genommen wird, in Schloß Benrath ein, wo Ihre Majestät die Ankunft Seiner Majestät deS Kaiser« erwartet. Danzig, 16. September. Das deutsche Panzergeschwader traf, von Swine- münde kommend, heute Nachmittag 3 Uhr vor Danzig ein, um ein Angnffsmaröoer auf dte diesige Hafenbefestigung auszuführen und begann nach einem heftigen Gefecht mit der Kanonenboot-Division, wllche gefechtsbereit demselben sofort entgegengedampft war, ein Bombardement auf Ncufahrwasser. Alle Küstenfortß sind armirt. D-r com- mandtrende General deS 1. Armeekorps, Generallieutenant v. Gottberg, ist hier eingetroffen und hat sich sofort nach dem Hafen begeben. Die Manöver werden auch sowie über' ein Bataillon Jäger'statt.' Nachmittags 1 Uhr wurde tm Swierzynicer Thiergarten eine Jagd auf Damwild abgehalten, an welcher die 3 Monarchen, Graf Wielpolski, Graf Wolkenstein, der deutsche Botschafter v. Schweinitz, die Generäle o. Werder und v. Albedyll, sowie FML. v. Monde! und der österreichische Militärattache Oberstlieutenant Klepsch Thetl nahmen. Während deS JagdausflugS der drei Monarchen traten Fürst Bismarck, Graf Kalnoky und der Minister v. GierS zu einer morgen und übermorgen fortbauern. Wien, 16 September. Der „Poltt. Gorrefp.* wird avS Scierntcvice von heute gemeldet: Heute Vormittag fand eine Paradereoue Über je 1 Bataillon der den Namen deS deutschen Kaiser« und deS österreichischen Kaisers führenden Regimenter, Unterrebuna zusammen. Petersburg, 16. September. Der „Reg -Anz." berichtet au8 Skierniew'ce vom 15. d. M . Abends: Auf der Fahrt vom Bahnhof zum PalatS saßen Ihre Majestäten der deutsche Kaiser und dte Kaiserin von Rußland tn dem ersten, die Kaiser von Oester- reich und von Rußland in dem nächsten Wagen. Der Kaiser und die Kaiserin von Rußland haben die linke Seite der oberen Etage detz großen PalatS zur Wohnung genommen; ebendaselbst zur Rechten wohnt Se. Mas. Kaiser W lhelm. Die untere Etage rechts hat der Kaiser Franz Joseph inne. Im dem ersten Flügel deS PalatS haben Wohnung genommen: Fürst Bismarck nebst Beglettung, Graf Kalnoky, Herr v. Giers, General v. Schweinitz, General v. Werder, Fürst Radziwill, Graf Lehndorff, General v. Albedyll, Graf Lambsdorff, Fürst Lobanow-Rostowsky, tn dem zweiten Flügel sind untergebracht Graf Woronzoff - Daschkoff, General v. Tscherewin, Graf Wolkenstein und andere hochgestellte Persönlichketten. Die übrigen zu den Sutten ge- borenben P-rsonen sind thetlS in der Stadt, thetlS auf dem Landgute Lowitsch ein- auartirt. Die Stadt Skierniewice ist sehr belebt und mit Flaggen und Transparenten estltch qeschmückt. DaS Wetter ist prachtvoll. Skierniewice, 16. September. Nach dem gestrigen Diner hielten die Kaiserin und die drei anwesenden Monarchen Cercle, bei welchem sämmtliche geladenen Personen oorgestellt wurden. Die Kaiserin war von bezaubernder Liebenswürdigkeit. Später wurde bei der Kaiserin im engsten Kreise der Thee genommen. — Se. Majestät der Kaffer Wilbelm wird seine Abreise von hier so einrichten, daß er mit bcm Reichskanzler Fürsten Bismarck und den übrigen Herren se'neS Gefolges am Mittwoch Abend 8 Uhr in Berlin wieder eintreffen kann. DsS Befinden des Kaisers ist ein vortreffliches. Der Kaiser von Oesterreich beabsichtigt, die Rückreise Mittwoch Vormittags anzutreten. m t t Ä , — Heute Vormittag 11 Uhr stellten sich je ein Bataillon der dem Kaiser Wilhelm und dem Kaiser Franz Josef gehörigen russischen Regimenter zur Parade auf. Dte drei Kaiser schritten zuerst die Front des Bataillons von dem den Namen des Kaiser» Franz Josef führenden Negimente und sodann die Front deS Bataillons vom Regt- mente des deutschen Kaisers ab, hierauf führte Kaiser Franz Josef daS Bataillon seines Regiments und sodann Kaiser Wilhelm das Bataillon deS ihm gehörigen Regiments in Parade vor. Petersburg, 16. September. Das „Journal de St. Petersbourg" schreibt' Die Vorgänge in Skierniewice beherrschen im Augenblick die ganze Situation; der Kaiser, begleitet von der Kaiserin, dem Erben des Thrones und mehreren Mitgliedern der kaiserlichen Familie, hat die Souveräne von Deutschland und Oesterreich-Ungarn als seine Gäste empfangen. Alle drei Monarchen sind von ihren ersten Rathgebern begleitet. Kaiser Franz Josef benutzt den Aufenthalt unserer .kaiserlichen Familie tn der Nähe der Grenzen seiner Monarchie, um unserem Kaiser feit dessen Thronbesteigung einen ersten Besuch zu machen; dieser Akt freundschaftlicher Courtoisie ist eine neue Bekräftigung der ausgezeichneten Beziehungen zwischen beiden Hofen und Regierungen. Kaiser Wilhelm hat trotz seines hohen Alters die Anstrengungen emer langen Refte nicht gescheut, um den Besuch zu erwiedern, welchen der Käfter Alexander in Danzig seinem ehrwürdigen Großoheim, dem mächtigen, allgemein geliebten und verehrten Herrscher^ gemacht hat. Der Aufenthalt dieser Souveräne bei innerem Käfter kennzeichnet sich als die Begegnung dreier Monarchen, die eng verbunden sind durch die Bande der Freundschaft und einer gemeinsamen Politik, einer Politik des Friedens nach Innen und nach Außen, einer Politik der allgemeinen Beruhigung. Die Begegnung der drei Kaiser, welche begleitet sind von den Staatsmännern, denen das Vertrauen der Souveräne die Leitung der auswärtigen Angelegenheiten ihrer Reiche übertragen hat, wird nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt als das begrüßt werden, was sie in Wirklichkeit ist, nicht als der Ausgangspunkt einer neuen Situation, sondern als die Weihe eines glücklicherweise bereits bestehenden Zustandes, als die Bezeugung vollständigen Einvernehmens in Bezug auf alle großen Fragen, welche die öffentliche Meinung beschäftigen und als eine neue Garantie beg allgemeinen Friedens. Es handelt sich weder um formelle Allianzen, noch selbst um Spezialab- machungen im Hinblick auf bestimmte Ziele, sondern — wir wiederholen es — um die Weihe eines bereits zwischen den drei Höfen bestehenden Einvernehmens, damit fortan jede Frage, welche sich außerhalb des gegenwärtigen ggo erhebt, die Monarchen nicht isolirt und von einander getrennt findet, sondern vereinigt in dem Cnt. schlutz, gemeinsam zu handeln, wo ihre Interessen übereinstimmen und ihre Interessen in Einklang zu bringen, wo dieselben bioergiren, bergeftalt, daß das hohe Jntereye der Ordnung, des Rechts und des Friedens in folidarffcher Weife gewahrt wird. Dank der Eintracht, die bafirt ist auf der Achtung vor den Vertragen und der Auttechter- haltung des europäischen Status quo, jener Eintracht, welche Friede unb Verhöhnung iUm Lsiveck hat, als bestes Mittel für bas Wohlergehen ber brei Nationen, welche nur verlangen, in ben Kämpfen ber Arbeit für bie moralftche unb materielle Entwicklung zu wetteifern — Dank ber Hcberernftimmung zwischen den drei Völkern, welche heute in Skierniewice in ber Person ihrer Souveräne vertreten sinb — tauschen biese Völker unter einander aus die Pfander der Sicherheit und des Gedeihens, welche die Eintracht der Monarchen und die herzlichen Beziehungen der Freundschaft und guten Nachbarschaft, die in fo.erfreulicher Weise zwischen ben brei Reichen bestehen, ihnen gewahren- Dank bieher Eintracht unb diesem Einvernehmen werben auch bie anderen Völker Europas unb der ganze« civilisirten Welt in ber Begegnung ber brei Kaiser ein neues kostbares Zengins dieser Politik bes Friebens sehen, welche in gewissenhafter Weife bie Rechte Anberer anerkennt unb nur verlangt, baß sich eine vollstänbige Gegenseitmkeit überall int Sinne ber Versöhnung unb Beruhigung befestige, einer Politik, welche gleichzeitig eut wachsames Auge hat auf bie im Verborgenen schleichenbe Arbeit der Verächter der bestehenden öffentlichen Ordnung, auf jene Störenfriede der Ruhe, für welche Anarchie und Vernichtung aller Institutionen, die seit Jahrhunderten mU Ehrfurcht betrachtet werden, das letzte Wort sind. Mit diesen Geftihlen wird die russische Nation, roerbeit die beiden benachbarten Reiche und die gelammte Welt die Begegnung ber brei Käfter bCÖrUßSonton, 16. September. Die „Times" meldet n etner zweiten Ausgabe au8 Shanghai vom 16. d. M, daß heute eine Versammlung von Ang-hörig'n der Fremben- Colonie stattfinde, um Protest zu erheben gegen die Verlängerung der nEindseligketten zwischen Frankreich und China, welche den Handel schäbigen und um die bezügltchm Regierungen aufzufordern, eine Vermittelung heibetzufübren. Neapel, 16 September. Nach dem Cbollra-Berichte der Mun cipoliiät sind von gestern Mitternacht bis heute Mitternacht 470 Personen erkrankt und 240 Personen 8£fi0ttlCsiom, 16. September. Cholerabertcht. In sämmil'chrn tnfidrten Vrovlnien kamen gestern 613 Erkrankungen und 351 Todesfälle vor, hiervon entfallen 470 Ere Gi. Abend fta Partei bes Dr. Guts sammlung Mc Tagen iai einer nahe zurück mH Ausenthal! Händen u Mc mit mir Di rW W FE gegen vor dm S In Aussicht «eiche ders Mete W N\ mit l x» •» »etter * 6‘ unb I»®# 8etiler®eJen wN1"“ Wbinörder v jWhllchev ItsiL^ Dte schon lMfia ' reifende Mal lMtung m Ihdltn durch ach der hei nur ein Tro; Strolche soll Ein 5 teil gegen d sehr bald H mchung bei ganze gegen: neu zu regel der wcnben großen Mas ein die Pers werden von ousgegrtsfen. Wett so MilM selben aus dieser ßari dte Eonnn tröffen. te SfÄ der g j. .1] n ZA in Gi« bewerbe übstamtni m von Gj Akt SM Mi. 'M 5 Procent. Bekarmtmachrmg. 5908 Loose znr Mainzer Kirchenbau-lotlerie 6081 Nm neue N-hmaMe M**««”*'** ur amerikanische Singer, ist billig zu verlausen. Näheres zu erfragen m der Exped. d. Bl.___0,)l „ 6068 Eine gut empfohlene Zwett- ftillende Amme sucht Engagement. Näheres in der Exped. d- Bl. 6076 Mehrere Wagen Mist abzugeben. Hammftraße 7. Temperatur am 11. September (Mittags zwischen 1t und 12 Uhr). P Waffen-ärme bet Lahn 14° R. - Lustwärme 20° R. 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Im September, lieber b'e Grähe unb Leistungsfähigkeit der Krupp sthen Etablissements bei Esten enthält ein kärzllch vervsienMchter «encht solgenbe Angaben Im Jahre 1860 betrug bie Zahl der m Esten beschäftigten Arbeiter 1764, bt» 18TO war bie Zahl derselben auf 7084 gestiegen, während heute ungefähr 2 VHMV »rbetl hnfrlhft ihr «rob verdienen D'e Zahl ber Famttienglieder der tm Etablissement oc- XaMtaMitl 45,776^etnfchlleßlich ISE Schulkindes s- aß also m Ganzen 65,381 Pe-fonen auf d.u Werken täten Unterhalt . 731) Leber 41, HSh. der Korten, oder mehre Zeitungen verursacht, wird man eic “ T >* vermischtes. «TOrtini 11 September. Das „Mainzer Tagbl" schreibt: Vor einigen «WZ wlst«?Fälle'vd7g?fehemwe'lche'7ämmtOch wob! Mit Ausschluß ber Oeffentlichkeit verhandelt werden dürsten. (O. Z)— Frankfurt. Der Verband mUtdrfrdntftitrBilbun^oertineDfthfrdt Circular: .Der Ausschuß hat den seitherigen Vorstand wiedcrgewählt. Derselbe besteht auS den Herren Franz Wirth (1- Vorsitzender), Rector L'ermann Vor. sitzender und Bibliothekar), Rector Ebun (Schrtflführer), Dtrector ThorwaN (Rechnung«, führer) und Dr. Modell. — Die Vorträge in den Veretnm, für welche die ^avns- versammlung 350 Jt bewilligt hat. sollen tm October beginnen. Um .eine rtchttge Auswahl zu tnffcn, bitten wir die VeremSoorstände, unS möglichst rasch ihre ^un'che bez. der R°dner und Stoffe mitzuthellea. In Aussicht genommen sind Vorträge Uder wtrtbschaffltche und gewerdllche TageSsragen (Colon.sation, Electrotechnck, die Eboiero, den Main-Canal, Obstbau, (ScsundhettS-Pstrge). Die Zahl der VorNäge-wird'sich nach der Betheiligung und den Zuschüssen, welche die Derem«- leisten, bemeffen. Vor« auSgesetzt wird, daß große Vereme, indem sie auch Nichtmiiglteder gegen tnisprechende- Eintrittsgeld zulaffen, die Kosten der Vorträge ganz aufdringen und ke'.nen Zuschug vom Verband beanspruchrn. Die kleineren aber werden je nach Kräften einen al0»eren oder kleineren Betrag Iciftm. Wir bitten unS die Höhe desselben und'die Zahl der Vorträge, welche gewünscht werden, anzugeben, desgleichen Tag und stunde. >Lv. Vorträge sind zum Thetl mit Exvertmenien und Benutzung des SkioptikonS verbunden. Äe Honorare sind an unseren RechnungSführer^ D.rec.or Thorwart dah'er zu ^nber welcher mit den Vortragenden abrechnct. Die B-tträge müssen mh!btften6 dm Betrag der Reisekosten erreichen, weil sonst nur eine geringe Anzahl von Vorträgen veranstalttt werden könnte. - Die beiden Wunder-B'bl'otheken, wovon lebe andere> Werk^; enlhält. stehen wieder zur Verfügung und auf Wunsch werden denselben °u ,^^reinv-l lebk. welche in den vorhandenen VolkSbibltotheken feh en. DaS Verzeichnttz der Bücher^wird gedruckt und demnächst an die Vereine verthcilt. — Wir w Uder holen, daß unsere , Brbliothekm auch an solche Orte abgegeben werden, die noch mchi Mitglieder unsere I Verbandes sind, um dieselben für unsere Bestrebungen zu pewinn-m An-Orte.die eine VolkSbtbliothek gründen wollen, werden die Wanderbtbliothiken.> um den^ersten S^ck dazu zu bilden, auch käuflich adgrgeben. Die Benützung geschieht unentgeltlich. W r ersuchen die Veretns-Vorsiände dieserhalb namentlich mit den Lehrnn ihrer Nachbarorte in Verbindung zu treten. — Das Skwptckon ist wieder durch eine Zahl»neuer Bilder bereich.rt worden und sicht bm Mitgliedern ttet -ur ®;;’ünflUnfl\R®lnbl® n zetchniß der B lder wird dem nächsten Rundichretben betgefügt werden- W-r bitt , uns fortgesetzt über alle Vorkommnis- in Jhrcm Verein zu unterricht n namentl Ä auch den Tag Ihrer Jahresversammlung mttzutheilcn und daS Interesse für unsere Sache in der Pr.sse wachzubalten, auf die (Sewmnung persönlicher Mitglieder b-daLr xu Mn unb keine Gelegenheit zu versäumen, welche der Förderuna unserer Zweckdienlich fein kann. Der Vorstand ist gern bereit, bei Gründung von Volksbiblioihtken I Leseveretnen und anderen ßcmemnübtßin VeranstaUungen den Vere.nen an H der Prootnz^Rooigo ^wurden^ einig?^ ch?LL8W kige Fälle gemeldet, die Stadt Rom ist cholerafret. — Ein^ Mort über das Uagabundenwesen. „ ( r^u.x h,m hie nacksiebenben Zetten gelten sollen, ist kein neue« in der DaS Capttel, dem die nächst y umstünde mit sich, daß man immer wieder Preffe; leider, leider brwaen- e Landstreicherwisen, oder eigentlich besser gesagt, daraus zurückkomuuu «uß. den d°8 Bürger und für die einzelnen Gemeinwefen Umoesen, birgt nicht nur Mr dm e nzem « Gefahren auch für das Gesammt- grofie Belästigungen In M,Mb« an b'efer fodalen Krankheit - nm wohl- 16? den Staat ©««U ^eunw^ unb Stramerthum - taüglen telne treffrabere 8 J B^ariänber, namentlich aber kur, nach bem franjä: perbältisthmäblg mehr w.e '"ne verhängnthaoll geworbenen „mtUiarbenfegena stl»-n Kriege, jur Se«• b« L’“r0^l£bl;8 wtrttifdbaftlrdjen SRadgangtS b-s deutschen R-tch- uod der b«anf folg«-ben P« B-Mer, Stromer unb was sonst in diese Kategorie erreichte bie 8ahl d" , etn, flQn. kolossale Höhe unb wenn auch seit bem nrbeil5fd>euer Menschm g b , bl,(t8 NatwnaMbelS zu conRatlren Ist, so wirb J-Hee l87O eine langsam Deutsch anb burchretsenblN verkommenen Jnbiolbuen d'e «nzahi derq W^Xe’r nod) auf 200,000 geschätzt, eine Ziffer, bte vielleicht -hernach °-"'w>lch' eine erschr-ckenbe Zahl unb weich' eine ®Um?^'n^bft.1 unb'0ffVlTb\eb^tablt6biV\,um<15laubm?rb1,repreäiemt\t ?n »idiet,b'wr b’efer .armen Relsenben" schnorrt boch täglich mtnbeflen8, aber aller, sie v^Wt ^eve fln. verschiebene Lehm- uno lei* «egen & ' ’“^f*rami ar ae ter ® Ü6te ?Üen G melnben bte strengste Ueber- Sanbgruben uno St-mb üchr. In ben Abtbeilungen Nr. 1 bl» 5 Pnb «egenmärtig m fehr balb zusammenschrumpfen, bem Staate enbllch hätte eS vbzuliegen, baS betrieb 11 Hochöfen, 1542 anbete Oefen oerfttebener Art, 439 Damp kesir , -1 “40 ‘w ***** Ä”=^= der wandernden Arbeiter IN «n mawr g ü Legitimation haben oder nur großen Masten ^ben iebt solche getttffen, g ArbeltSzeugnlh. Schließlich v7n'°allen'ÄV°!ganm fast tagtäglich Personen mit gesälschlen Zeugniffen Lokale-. «i.ken 17. September. Wie man un? mittheilt, ist In einer am Montag sammlung unterbreitet werden- — ~ v pract. Arzt in Frankfurt a.M.,r früher Ageist. Dr. med. H. Gensch, "iS* 2142 Haut« u. Geschlechtskrankheiten (Syphilis) nach eigener Methode. Sprechstunden 10-1 und 3-6. Stiftstraaae 22 I. Auswärts brieflich. empsiehlt die Expedition des „Giefiener^Anzeiger".^ - mein Leinen- und Wäschegeschäft ein junges Mädchen in die Lehre, em 2lug. Mütter. ObrrhMche Eisenbahnen. Die Ausführung von Anstreicherarbeiten auf der Strecke Gießen-Grün- berg soll öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen sind auf Station Groß-Buseck einzusehen. Angebote sind an den Unterzeichneten, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 21. d. Mts., Abends 6 Uhr, einzusenden. Gießen, den 16. September 1884. Der Eisenbahnbaumeister. 6L66_____________Ltegmayer.______ Montag den 22. d. Mts., Nachmittags von 2 Uhr an, sollen 78 leihfällig gewordene Trieb- viertel, ein Acker in der Schwarzlach und ein Acker am Steinbacher-Weg anderweit auf 6 Jahre verpachtet werden. Zusammenkunft am Neuenweger- Thor. Gießen, den 17. September 1884. Großh. Bürgermeisterei Gießen. €079 A. Bramm.________ Donnerstag den 30 Dctober, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Immobilien des Konrad Beppler II- Flur 1/1194 12 Meter Hofraum Miststätte in der Neustadt, Flur 1/1198 44 Meter Hofraum mit Stall daselbst, Flur 1/1200 44 Meter Hofraithe daselbst meistbietend versteigert werden. Gießen, den 16. September 1884. Großh. Ortsgericht. 6067_________________Müller. Obst-Versteigerung. Nächsten Montag den 22. d. Mts., Vormittags 10 Uhr anfangend, soll das der Gemeinde Ostheim gehörige Obst, ca. 500 Maller Aepsel, 5 Ctr. Spei- erlinge und einige Bäume Birnen und Kastanien, sowie das der Pfarroacanzkasse daselbst zustehende Obst, ca. 20 Maller Aepfel, einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Die vorzügliche Qualität dieses Obstes ist allgemein bekannt und steht dasselbe unter Aufsicht von besonders angestellten Wächtern bis Ende dies. Monats. Ostheim, den 15. September 1884. 6069 Schneider, Bürgermeister. Donnerstag den 18. d. M., Nachmittags 3 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht das den Erben des Gg. PH. Fillrnanu gehörende Grundstück Flur XXVI Nr. 263 — 450 Meter Acker am untersten Riegelpfad einer letztmaligen Versteigerung ausgesetzt werden. Gießen, den 13. September 1884. Großhcrzogliches Ortsgericht. 6014____________LüdekiNg._________ Dienstag den 7. Drtober l. I., Vormittags 10 Uhr, wird das in schönster Lage und in der Mitte Groß-LindenS stehende, zur Bäckerei eingerichtete Löh rasche Hatt* worin früher Wirtschaft, Bäckerei und Specerei-Handlung betrieben wurde, öffentlich auf hiesigem Nathhause versteigert. Groß-Linden, am 9. Septbr. 1884. Großh. Ortsgericht Groß-Linden. Leun. 5885 Dienstag den 23. September, Nachmittags 2 Uhr, wird auf Weidigs Hardt das durch den Einsturz der Wirthshalle entbehrlich gewordene Baumaterial und Wirth- schaftsgerüthe, bestehend in theilweise noch brauchbarem Bauholz, Dachsparren, Tuffsteinen, Ziegeln u. Brettern, Wirths- tischen, wobei runde mit eisernem Fuß, eisernen Klappstühlen, Bänken rc., versteigert. Im Auftrag 6074 I. Rothenberger. Apfelmost bei Georg Schäfer 6071__________Kaplansgaffe.________ 6065 Junge Mädchen, welche eine hiesige Lehranstalt besuchen wollen, finden freundl. Aufnahme. Näheres in der Expedition d. Bl. Redaction: Statt jeder besonderen Anzeige die traurige Mittheilung, dass gestern Mittag 1/24 Uhr unser lieber Gatte und Vater der Grossh. Oberförster Ludwig Lang nach zweitägigem Kranksein im fast vollendeten 72. Lebensjahre ruhig entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die Hinterbliebenen. Giessen, den 17. September 1884. Die Beerdigung findet Donnerstag den 18. September, Nachmittags 5 Uhr vom Sterbehause (Frankfurter Strasse 12) statt. 6078 Alice-Schule für Frauerrbttdurrg und Erwerb zu G-iesaen eröffnet am 6. Oktober d. I. das 13. Semester mit 1) einem methodischen Kursus int Weißnähen, Anfangsunterricht, 2) im Wäsch e- zuschueiden und Maschinennähen, 3) einem StickkursuS, 4) im Kleidermachen, 5) in der Buchführung, 6) im Putzmachen, 7) einem Lehrerinnenkursus. Programme verabfolgt und Anmeldungen nimmt entgegen der Vorstand und Fräulein Müller, Lehrerin an der Aliceschule, für den Kursus 7 nur bis zum 29. September. Gießen, im September 1884. 6070 ___ Der Borstand. Gelesenste Zeitung Deutschlands. NtrlimrKLgMaH Im täglichen Feuilleton finden Theater, Kunst, Literatur und Wiffenschaft sorgfältige Beachtung; ferner bringt dasselbe die Romane unserer ersten Autoren, im nächsten Quartal erscheint der neueste Roman Hans Hopfen ______unter dem Titel: »Zum Guten".____________________ Der Abonnementspreis auf das »Berliner Tageblatt" nebst „ULK.*6, »Deutsche Lesehalle", ..Mittheilungen über Landwirthschast, Gartenbau und Hauswirthschast" und »Industrieller Wegweiser" beträgt nur 5 Mk. 25 Pf. pro Quartal bei allen Reichs-Postanstalten. Probenummern gratis und franco. 5980 Zx Zur gest. Seadjtung. Z. M. Schulhof 6075 Wegen hoher Feiertage bleibt mein Geschäft von Freitag Abend bis Sonntag Abend geschloffen. Neue holl. Vollhäringe, feinste marinirte Häringe, Berliner Rollmöpse, Huss. Kron-Sardinen, Sardinen in Oel, Sardellen,Capern, feinste Tafelfenfe, Corned beef, Kron-Hummer, 6077 Champignons, empfiehlt, als frisch eingetroffen, billigst Ferd. llrebes, vorm. Gg. Wilh. Weidig. Wohnungs- Veränderung. Mein Commisfions Geschäft befindet sich jetzt Grünbergerstraße Nr. 7. Bestellungen für mich können auch abgegeben werden bei Herrn Aug. Schultheis jun., Seltersweg 21, I. K. Schmidt, Bahnhofstraße 48, sowie in der „Stadt Kassel". 6082__________J, Blitz. 6080 Ein Bursche, welcher mit einem Pferd umzugehen weiß, wird für ein Flaschenbiergeschäft gesucht. Zu erfragen in der Exped. ds. Bl- 6037 Für einen Schüler märe noch Logis mit Pension abzugeben. Näheres Neustadt 28. Fermietyungen. 6072 Möblirte Zimmer mit 1 auch 2 Betten sofort zu oermiethcn. ___________________4 Mänsburg 4. 4486 Zwei fein möblirte Zimmer zu vermiethen._____________Ludwigsplatz 8. 5331 Ludwigsstraße 12, unterer Stock, 5 Zimmer rc., zu vermiethen. __________________H. Bepler. 6085 Nähe der Lehranstalten möbl- Zimmer zu vermiethen. Ludwigstr. 64. 5500 Eine Stube mit Küche zu Derrn, bei Jakob Dörr, Mühlgasse 10. Vermischte Anzeigen. MetaUdrucker gesucht. F. Habenicht, 1084 Lampenfabrik. Ein Wort an Alle, welche Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch oder Russisch wirklich spreche« lernen wollen. Gratis und franko zu beziehen durch die Stoserlttzal'sche Verlagshandlung in Leipzig. Aepfel kaust 6054 L. Herbert^ n~iriiTHi(iMM r tibt immmmi— Geld - Gours. «X *3, 20-Francs-Stücke . . . 16 22—00 do. in Vs . 16 21—00 Englische Souvcreigns 20 35—00 Russische Imperiales . . 16 77-00 Ducaten ...... 9 65—00 Dollars in Gold . . . 4 21—OG A- Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Vietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage.