Mr. 116. Erstes Blatt. Sonntag den 18. Mai 1884 Gießener Anzeiger l Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. 346 t ien. rasse 41, den 3. Stil), W AnzeißkL HandlungWrstelle iß 1 jungen Mann offen Kanffmann & Cie., Lampenfabrik. etslar, alioii zur Bit Mittagstiscb ,hr, zu 60 M fe fowie en s. la car,= jeher Tageszeit. A. Meier, lormate C- Waldschmiä S. I. j Nr. 11 "M 30134 , » A 30139 » 7166 lS.Mai), Abends 10 Uf! sommers, FichtenO^ 7167 7168 7169 7170 L J3 >A ’6 n $ 19 ' B iriinWI-S SÄ® je 53, Wider dll N» rinlifitlrmiMti* wbigte M***: iojnitt deichte M« * ; -Windel treiben. *■ ÄgÄich-r «-r-n W eften!_____—-i ALS & rw 1 ■rnastädtst , ,r°8»M MerMWt „H* bet "et»«*- .1 M RÄ 5iT'g$ •«««"> Schulstr-ß-7. Erscheint .»«'ich mit Ausnahme Monta«». Md^P°Mg°n L-ljih-lfch 'dV-o«»»» !! IIJII,» '«!u^tb,t«, ihimi imj i _i_i______■■■■■■ ■r™g!L... .' Amtlicher Hl-ei l. Betreffend: Den Gebrauch des Doppeljochs. Gießen, den 16. Mai 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf die Verhandlungen des landwirthschaftlichen Bezirksvereins vom 14. März l. I. (siehe das Protokoll im Anzeiger Nr. 113) Hetzen wir Ihrem Bericht binnen 8 Tagen darüber entgegen: 1) Wie viele Doppeljoche in Ihren Gemeinden noch im Gebrauche sind? 2) Wie viele Besitzer von solchen zur Anschaffung von einfachen Jochen einer Unterstützung bedürftig wären? Dr. Boekmann. Gefunden: 2 leinene weiße Herrnhemden, 2 weiße Taschentücher, 1 Signalpfeife mit Denkmünze, 1 Muff, 1 Gesangbuch, 1 ledernes Schurzfell, 2 blaue Mützen (in der Stadt Kassel hängen geblieben), 1 blaue Perlenkette, 1 Portemonnaie mit Inhalt, mehrere Schlüssel. Gießen, den 17. Mai 1884, Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Berlin, 14; Mai. Der Kaiser, der sich unausgesetzt des besten Wohlseins erfreut, hat nunmehr seine Reife nach Wiesbaden, auf der er von fast 70 Personen seines Hofstaates begleitet werden sollte, gänzlich aufgegeben, und ist bereits der „Dienst" zurückberusen worden. Trotzdem die Leibärzte des Monarchen diesem eine Luftveränderung vorgeschlagen, konnte der Kaiser sich doch nicht entschließen, Berlin zu verlassen, da er die feste Absicht hat, die große Parade über die Berliner und Spandauer Garnison am 29. d. Mts., die über die Potsdamer Garnison am 30. Mai im Lustgarten zu Potsdam abzuhalten. Das Gardecorps wird bei dieser Gelegenheit an Stelle des beurlaubten — und wie es heißt — demnächst in Ruhestand tretenden commandirenden Generals, Generaladjutant Graf Brandenburg der Divisionär, Generallieutenant v. Kleist, befehligen. Auch hat der Kaiser nunmehr angeordnet, daß noch im Laufe dieses Monats, voraussichtlich am 28. Mai, der Grundstein zum neuen Reichstagsgebäude gelegt wird. Zu diesem Behufe wird für den Kaiser und den Hof ein prachtvoller Fürsten-Pavillon nach Den Entwürfen des Hoftapeziers Fischer auf Dem Königsplatz errichtet und ist der Hofkupferschmied Otto beauftragt, die Kapsel für die Documente, Zeitschriften rc., die in den Grundstein eingemauert werden soll, baldmöglichst fertig zu stellen. Der Kronprinz kommt mit seinen Söhnen morgen (Donnerstag) von Potsdam nach Berlin, um der heute eröffneten zehnten Mastvieh - Ausstellung einen eingehenden Besuch abzustatten. Telegraphische Depeschen. WE's Meße. Eorrrspoudsm-BVees«. Berlin, 16. Mai. Seine Majestät der Kaiser empfing heute Nachmittag den Finanzminister v. Scholz zum Vortrag und unternahm hierauf eine Spazierfahrt. Später konfertrte Allerhöchstderselbe noch mit dem Fürsten Bismarck. — Seine Königliche Hoheit der Prinz Wilhelm überbringt dem Großfürsten Thronfolger von Rußland den Schwarzen Adlerorden mit dem en santoir zu tragenden Großkreuze des Rothen Adlerordens. — Unsere gestrige Correspondenz ist dahin zu berichtigen, daß die Kaiserin von Rußland nicht am 20. Juni, sondern am 20. Mat tn Berlin erwartet wird. — Unter dem Vorsitz Bismarck's fand Nachmittags eine Sitzung des Staats- Ministeriums statt. Wien, 16. Mai. Heute Nachmittag gegen 5 Uhr brach im Innern des Stadttheaters eine Feuersbrunst aus. welche noch fortdauert. — Die Feuersbrunst im Stadttheater gelangte auf der linken Seite der Gallerte zum Ausbruch; die Entstehungsursache hat bis jetzt nicht ermittelt werden können. Um !■' 5^2 Uhr stürzte das Dach mit dem Kronleuchter zusammen, der Zuschauerroum brennt jetzl lichterloh, das ganze Theatergebäude wird für verloren gehalten. Die Feuerwehren der Stadt und der benachbarten Orte sind in angestrengtester Weise bemüht, die anstoßenden Gebäude zu retten. Ein Verlust von Menschenleben ist bis jetzt nicht zu beklagen. — DaS Stadttheater ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Der Brand entstand im 3. Stock des Zuschauerraums. Angeblich vergaßen Arbeiter, welche mit der Ausbesserung des Gasrohrs beschäftigt waren, dort den Löthofen. Der Zuschauer- raum war tn 20 Minuten in hellen Flammen. Nachdem die Plafonds etngestürzt, Wurde auch die eiserne Courtine, welche wetßglühend geworden, mttgertssen, worauf das Feuer sich auf die Bühne verbreitete. Der Schaden wird auf etwa eine halbe Mill. fl. geschätzt. Alles verbrannte: Coulissen, Garderobe, Bibliothek; nur einige Möbel wurden gerettet Etwa 20 Unglücksfälle sind vorgekommen. Viele Menschen fielen in Ohnmacht. Die benachbarten Häuser sind gerettet- — Um 10 Uhr brach neuerdings Feuer auf dem 'Bühnenraum des Stadt- cheaters aus. Nach zwei Stunden war dasselbe gelöscht. Das ganze Theater ist verloren; die Privatwohnvngen sind intakt, theilwetse jedoch durch das Wasser von den Spritzen beschädigt. Es gab gegen 20 Verletzte. Man befürchtet binnen Kurzem den Einsturz des Plafonds; bisher sind der^Zuschauerraum und die Requisitenkammer ein geäschert. — Die erste Meldung aus dem Stadttheater signalisirte Zimmerfeuer. Um Uhr brannte der Dachstuhl, die Gallerien und das Parterre. Als der Dachstuhl rinstürzie, begann die Zinketnfassung zu schmelzen und bald darauf stürzte die Courtine zusammen, welche Vormittags nach den Proben hinabgelassen worden. Mittlerweile schlug der Wind um und trieb die Flammen gegen die Schellinggasse. Die dortselbst gelegene Requisitenkammer war alsbald vernichtet. Die Nachbarhäuser schwebten in größter Gefahr; das Palais des Grafen Aspenperg-Traun wurde ununterbrochen be- « spritzt. Auf der Brandstätte erschienen die Erzherzoge Albrecht, Wilhelm und Eugen, mite Minister Taaffe, Bylandt-Rhetdt und Ptno, der Polizeipräsident und viele Gemeinde- rrthe. Der Kaiser wurde seit dem Ausbruch des Brandes von Viertelstunde zu Viertelstunde benachrichtigt. Die benachbarten Sttaßen wurden durch Milttär-Sicherhettswachen abgesperrt. Es he ßt. der Brand sei in dem Maleratelier durch Unvorsichtigkeit aus- gebrochen. Em Wachmann Ist verletzt. Berlin, 16. Mai. Das Abgeordnetenhaus begann heute Vormittag 11 Uhr seine Sitzung, in welcher die Gesetze über die Stempelsteuer und den Nachtragscredtt ohne Dtscussion in dritter Lesung unverändert angenommen wurden. Nachdem sodann die Wahl des Abgeordneten Behrend für gültig erklärt worden war, mußte die Sitzung wegen Beschlußunfähigkeit des Hauses bis 1 Ubr vertagt werden. — In der neuen Sitzung kamen noch einige Wahlprüfungen zur Erledigung. — Für morgen wurde der Antrag des Abgeordneten Windthorst, betreffend die organische Revision der Matgesetze, auf die Tagesordnung gesetzt. — In der heute vom Herrenhause abgehaltenen Sitzung war der Reichskanzler Fürst Bismarck anwesend. Das Andenken mehrerer verstorbener Mitglieder des Hauses wurde in üblicher Weise durch Erheben von den Sitzen geehrt. Sodann erklärte das Haus, daß die Rechenschaft über die Ausführung des Gesetzes, betreffend die Bewilligung von Staatsmitteln zur Beseitigung der durch das Hochwasser des RhetnS angertchteten Verheerungen, durch die Vorlegung der Denkschrift als geführt zu erachten sei. Der den Betrieb des Hufbeschlagsgewerbes behandelnde Gesetzentwurf gelangte debattelos nach den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses in einmaliger Schlußberathung zu.^ArMhme, und ebenso wurde auch der Gesetzentwurf über die weitere Verstaat- ltchung7öon Eisenbahnen dem von der Commission erstatteten Bericht gemäß erledigt. Für die auf morgen 12 Uhr anberaumte Sitzung wurden das Communalsteuergesetz, das Gesetz, betreffend die Unterbringung verwahrloster Kinder rc. auf die Tagesordnung gesetzt. — Die Commission des Reichstages für die Pensionsgesetze beendete gestern Abend in Gegenwart des Kriegsmtnisters die Berathung über das Relictengesetz. Es wurde hierbei der Antrag des Abgeordneten Richter (Hagen), nach welchem über die Vermögensbestände der Milttärwittwenkassen, nach Erfüllung der ihnen obliegenden Verpflichtungen, durch den Reichshaushaltsetat Bestimmung getroffen werden soll, angenommen. Der Regierungscommissar, Director Aschenborn, hegte vom finanztechnischen Standpunkte aus kein Bedenken gegen den Antrag, behielt jedoch die bezügliche Entschließung der Reichsoerwaltung vor. Die Commission nahm sodünn mit großer Mehrheit das ganze Gesetz, welches am 1. Juli 1884 in Kraft treten soll, an. Die sämmtltchen in der Commission anwesenden Parteiführer erklärten jedoch, daß sie ihre Abstimmung in der Commission nicht für bindend im Plenum halten würden. — Die „Nordd. Allg Ztg." empfiehlt dem deutschen Handelsstande die Bildung von Exvortgesellschaften, indem sie auf das Beispiel der österreichischen Industriellen hinwetst, welche eine Expedition mit Mustern nach Indien sandte, wodurch überall befriedigende, theilwetse sogar überraschend günstige Erfolge erzielt wurden. Leipzig, 16. Mai. Proceß Kraszewski und Hentsch. Heute um 9 Uhr begannen die Plaidoyers. Reichsanwalt Treplin beantragte das Schuldig gegen Kraszewski und Hentsch im Sinne Der Anklage in vollem Umfange, bat bei Hentsch mildernde Umstände auszuschließen und beantragte gegen Hentsch 10 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust, gegen Kraszewski 5 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. — Rechtsanwalt Samter als Vertheidiger des Angeklagten Hentsch plai- dirt für Nichtschuldig seines Clienten, mit Ausnahme zweier Fälle; Justizrath Saul beantragt Freisprechung Kraszewski's, eventuell Annahme mildernder Umstände. Ober-Reichsanwalt v. Seckendorf hält die Anklage aufrecht; es komme nicht auf die absolute, sondern auf die relative Geheimhaltung der betr. Nachrichten an. Das Urtheil wird Montag Mittag 12 Uhr verkündet werden. München, 16. Mai. Der Statistiker Georg Kolb ist gestorben. Stuttgart, 16. Mai. Der König ist heute früh hier wieder eingetroffen. Wie Der „Staatsanz. für Württemb." meldet, ist der Gesundheitszustand befriedigend und läßt derselbe hoffen, Daß der Zweck des Aufenthalts in Italien bei Fortsetzung der immer noch gebotenen Schonung und Ruhe erreicht werde. Karlsruhe, 16. Mai. Die zweite Kammer hat bei der heutigen Ve- rathung über die landwirthschaftliche Enquete alle auf Minderung der Gerichtskosten, der Anwaltskosten und der Kaufvertrags-Taxen gerichteten Anträge angenommen. Stockholm, 16. Mai. An Stelle des nunmehr definitiv von seinem Posten zurückgetretenen Staatsministers Thyselius ist der bisherige Chef des Departements der Finanzen, Themptander, zum Staatsminister ernannt worden. New-Uork, 16. Mai. Die Besserung in der Stimmung der Fonds-- börse hielt an, bis die Zahlungseinstellung von Fisk u. Hatsch bekannt wurde, was etwa 10 Minuten vor dem Schluß der Börse erfolgte und eine große Aufregung und von Neuem ein starkes Weichen der Course hervorrief. — Sency hat die Präsidentschaft der Metrapolitan-Bank niedergelegt, —. Der Schatzkanzler. geboren den 9. April. Beerdigte Rübsamen. der Bäcker 2 2 1 zu Gießen. Eheschließungen. 2 1 Knispel zu Gießen. 2 Geborene 2 3 3 bei Gg. Müller, Konrad Haas, L. Schneider, Louis Keil, Fr-W. I Hartmann........66 l 2497 Prospekte daselbst gratis im Zapf 3431 Das in 3233 3 1 (4 (2 (4 (6 (2 (4 (6 Verlag vor Mit einer Sani! Mai: 4. Dem Fuhrmann Philipp Böcher eine Tochter. 4. Eine Tochter von auswärts, Emma. 6. Dem Metzgermetster Ludwig Christian Vogt eine Tochter. 9 Dem Tapezier Wilhelm Bobltng ein Sohn, Karl. 10. Dem Diener im physikalischen Cabinet Wilhelm Weis eine Tochter. 10. Dem Maurer Philipp Lang eine Tochter. 11. E ne Tochter von auswärts, Anna Margarethe. 11. Eine Tochter von auswärts, Elisabeths. 11. Eine Tochter von auswärts, Charlotte. 12. Dem Kaufmann Ignatz Pfeffer eine Tochter, Minna. 12. Eine Tochter von auswärts, Emilie. 13. Dem Wagen-Revisor Johannes Volk eine Tochter, Margarethe Eltsabethe. 14. Dem Taglöhner Friedrich Weber ein Sohn, August Emtl. 15. Dem Schreiner Heinrich Sauer eine Tochter, Marte Dorothea. Mai: 14. Kaufmann Karl Theodor Georg Ludwig Philipp Stieber mit Susanne Marie Eltsabethe Knispel, Tochter des verstorbenen Hofchtrurgen Johann Jacob Friedrich Dm 12. Mai. Emilie Pfannmüller, ledige Tochter des verstorbenen Hofgerichts- Advokaten Georg Pfannmüller, alt 54 Jahre, starb zu Frankfurt a. M. den 10. Mat. Den 13. Mai. Eltsabethe Mank, geb. Schmidt, Ehefrau des Taglöhners Hartman» Mank, alt 51 Jahre, starb den 11. Mai. Denselben. Heinrich Eisenbrand, Taglöhner, alt 48 Jahre, starb den 12. Mai. Den 14. Ma«. Anna Elise Dauvpert, ledige Tochter des Schneiders Konrad Daupprrt II., alt 54 Jahre, starb den 13. Mai. Heuenweg empfehlen zur ( Kinder-Wäs das Neueste und Kindersc NB. He, lchns in fürje Gestorbene. „ Mai: 11. Ein Sohn von auswärts, Heinrich, 2 Monate alt. 11. Eltsabethe Mank, geb. Schmidt, 51 Jahre alt, Ehefrau des Taglöhners Hartmann Mank. 12. Taglöhner Johann Heinrich Etsenbrand, 48 Jahre nlt. 13. Anna Elisabethe Dauppert, 54 Jahre alt. 13. Eva Margarethe, 1 Jahr alt, Tochter des Büchsenmachers Heinrich Engel II. 13. Scrtbent Heinrich Dehate, 65 Jahre alt. 14. Auguste, 7 Monate alt, Tochter des Bahnarbetters Johannes Lemp. 15. Franziska Amalie Kretz, geb. Grämlich, 79 Jahre alt, Wittwe des Kaufmanns Peter Kretz. 15. Ein Sohn von auswärts, Jacob, 1 Jahr alt. 16. Elisabethe Herrmann, geb. Wilhelm, 51 Jahre alt, Ehefrau des pensionirten Feldwebels Johann Adam Herrmann. Minder- filbmte ( 2U Weckern! aHe Tchy folger hat die Zahlung aller in der 125., 126. und 127. Serie einbegriffenen Bonds bis zum 1. Juni mit den Zinsen angeordnet. — Die Unionsbank in Quincy (Illinois) hat ihre Zahlungen eingestellt. — Aus Boston werden zwei Fallissements gemeldet, bei dem einen derselben werden die Passiven auf 500,000 Dollars angegeben.... Restauration Bramm. Vorziigl. IlnrstorfiT lepfMIo Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 14. Mai. Carl Theodor Georg Ludwig Philipp Stieber, Kaufmann zu Gießen und Susanne Marie Eltsabethe Knispel. ledige Tochter des verstorbenen Hof- chtrurgen Johann Jakob Friedrich Knispel zu Gießen. Getaufte. Den 26. April. Dem Bureau-Hllfsarbetter Carl Schmidt eine Tochter, Hedwig Helene Clara Elisabeth, geb. zu Marburg den 6. Februar. Denselben. Dem Schreiner meister Heinrich Demuth ein Sohn, Carl Max Heinrich Emil, geboren den 4. April. Den 10. Mat. Dem am 19. Februar 1884 gestorbenen Apothekenbesitzer Hermann Collmann ein Sohn, Hermann Otto Paul, geboren den 4. Mat. Den 11. Mat. Dem Weichenwärter Ludwig Körbächer ein Sohn, Carl Wilhelm, geboren den 5. April. Denselben. Dem Schuhmacher Adam Kraft eine Tochter, Maria Elisabeth, geboren den 14. April. Denselben. Dem Küfer Eberhard Carl eine Tochter, Marie Wilhelmine, geboren den 9. April. Denselben. Dem Metzger Hermann Euler eine Tochter, Marte Sophie, geboren den 15. Marz. Denselben. Dem Feldwebel Theodor Gönner ein Sohn, Clemens Philipp Jakob Paul, geboren den 11. April. Denselben. Dem Telegraphengehilfen Carl Schneider eine Tochter, Helene Katharine, geboren den 8. Februar. Denselben. Dem Schloffer Wilhelm Carl August Schultz ein Sohn, August Emil, geboren den 19. October 1883. Den 16. Mai. Dem SchreinZrmetster Carl Schäfer ein Sohn, Carl Ludwig, Doctor berühmtes Mage«eltxir empfehlen Fischbach, C. G Kleinhenn, H. Lind Gg. Wilh. Weidig. 1 Kgr. 2 „ 1 „ vc liefern in neuesten Zeichnungen, Besch PH. AM Altkatholische Gemeinde. An Christi Himmelfahrttage, Vormittags 11 Uhr, wird in der Stadtkirche Altkatholischer Gottesdienst stattfinden. Soeben erft Bäc M Wasserwärwe der Lahn. Am 17. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: 13° R. — ßuftroarme 17V? R. Unrund W in Bt ’ ) Schwarzbrod 1. Sorte 50 bei Hch. Rain 44 ) Schwarzbrod 1. Sorte — ) Schwarzbrod 2. Sorte 22 bei Hch. Rain 21 ) Schwarzbrod 2. Sorte 44 bei Hch. Rain 42 ) Schwarzbrod 2. Sorte 66 731) Ueber die Hb*he des Kosten, welche die Elnrticktmg einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, von der Annoncen - Expedition von i» Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hindohts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Bath ertheilt Broöpeeise vom 18. Mai bis 1. Juni 1884. Maschinen- »iid Waagenfabrik von LsOuIb Schultze Gießen, Wallthor 53. Specialität: D.cimalbriickenwaagen von 1—50 6tr., Walwaagen, Nrttter- und Schnellwaagen in allen Größen. Karo ""^Auch halte mich bei Reparaturen an Dampf- und> landwirthschast- lichen Maschinen, für Mühlenbau und sonstigen in das Maschmensach M schlagenden Artikeln bestens empfohlen. 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 28 bei M. Lenz u. C. Steinberger 27 (4 Pfd.) Weißbrod .... 56 bei M- Lenz u. C. Steinberger 54 (2 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 25 bei M. Lenz u. C. Steinberger 24 (4 Pfd.) 1. Sorte 50 bei M. Lenz u. C. Steinberger 48 (2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 22 bei M. Lenz, u. C. Steinberger 21 (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 44 bei M. Lenz u. C. Steinberger 42 (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen Aufgebote. Mat: 10. Bauunternehmer Kaspar Kockerbeck zu Gießen mit Theodore Anna Alwine Drees, Tochter des verstorbenen Schlossermeisters Ferdinand Drees zu Berlin. 10. Lackirer Johann Karl Emil Philipp Lang mit Elisabethe Luise Oßwald, Tochter des Gastwirths Balthasar Oßwald zu Gießen. 12. Stations-Aspirant Wtlhel^August Rusag zu Kassel mit Justine Müller, Tochter des Möbel-Transporteurs "Ph^pp Müller zu Gießen. 14. Packmeifter Johann Georg Seltgwann mit der Haushälterin Marte Prüssing, Tochter des verstorbenen Maurers Wilhelm Prüssing zu Kassel. 14. Taglöhner Emtl Lotz zu W-eseck mit Margarethe Katbarme Etff, Tochter des verstorbenen Harten Ludwig E>ff zu Gießen. 16. Graveur Heinrich Adolf Schneider mit Marie Luise Pitz, Tochter des Schneidermeisters Johannes Pitz, zu Gießen. 16. Schriftsetzer Georg Heinrich Theodor Ludwig Loos mit Katharine Karoltne Susanne Auguste Emilie Löber, Tochter des verstorbenen Schuhmachermeisters Philipp Wilhelm Löber Gießen, den 17. Mai 1884. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Remagen. Ein Mittel gegen die Vagabondennoth, welches hier miii Erfolg in Anwendung gebracht worden ist, dürfte sich bet geeigneter Gelegenheit zur Nachahmung empschlen. Wir bauen hier eine Wasserleitung, was ganz interessant anzusehen ist und so zugeht: In der Mittellinie der Hauptstraße arbeitet eine der erste hackt in Grabenbreite das Pflaster auf, der zwecks s^ufelt Grimd hinter ihm aus, der dritte schaufelt schon tiefer, die folgenden steckm immer tiefer im Graben, bis man kaum noch ihre Köpfe sieht; hinter diesen Grundarbettern versenken die Rohrleger die Ltttuvgsrohre, nach diesen endlich kommen die Zuwerfer, hte den ®raben wieder ausfüllen und die Straße wieder ebnen. I» dieser Weise zieht sich die Schlange langsam durch den Ort. Man arbeitet fleißig, aber es fehlt manchmal an Leuten. Da werdet nun unser Lerr Bürgermeister ein gutes Mittel zu deren Vermehrung an. In dasBureau E ein wandernder Handwerksbursche. ,,WaswollenSie?" redete ihn der Bürgermeister an. „Sie wollen wohl Arbeit Hachen? „Eigentlkch rttcht, erwidttt etwas unsicher der Stromer, „ich wollte nur einen Zehrpfenntg - "Was? herrscht ibn der Bürgermeister an, „Sie wollen betteln, Sie wollen nicht arbeiten. <£)eir Sergeant!" — der Polizeisergeant erscheint in Eile — „fort mit dem Kerl in die Wafferleitung!" Der Sergeant packt den Stromer am Wickel und führt ihn zur Arbeitsstelle. Dort wird ihm liebevoll eine Hacke in die Hand gedrückt und nun muß er Lacken backen so fle'ßig wie die Anderen, denn wenn er langsam macht, so hackm ihm die Nachfolgenden in die Fersen. Anfangs mit sauersüßer Miene, dann ziemlich munter, arbeitet er den Tag über, empfängt Abends seinen Lohn und verschwindet dann m't einem Segenswunsche für Remagen- Das hat geholfen! So lange wir an der Wasserleitung schaffen, werden wir keine Stromer mehr sehen; schon bei Sinz.g verlassen sie, links adbiegend, die Heerstraße, umgehen unfern Ott in weitem Bogen und kommen erst wieder auf die Straße an einem Orte rheinabwarts, wo keine Wasserleitung gebaut wird Probatum est! Handel und WrrEehr. Gießen, den 17. Mai. Auf dem heuttgen Martt kostete: Butter per Pfund JL 0.85-0.95, Hühnereier pr. Stück 4-5 Enteneier pr. Stuck 5-0 A Ganse- der pr. St- 10-00 Käse St. 4-9 Käsematte 2-3 H, Erbsen pr. Ltter 20 Linsen 30 Tauben per Paar 0,50—0,80 Hühner per Stiick -^1-00—1.50, Hahnen pr Stück «X 1.40—1.80, Enten per Stück X 2.30—2.80, Welsche X 11 12, Ochsenfleisch per Pfund 66—70 Kuh- und Rindfleisch 50—60 H, Kalbfleisch 40-50 Schweinefleisch 54—60 Hammelflestch 64—70 Kartoffeln per IGO Kilo X 3.75—4 50, Milch per Ltter 13—18 Zwiebeln per Ctr. X 18—00, Kirschen per Pfund 60 Rüsche«, Damen- unö Rinöerürugen, weiße u. Lröme-8pitzen, Manschelken, Larselten unö Schürzen, Mahair Tüchern unö Echarpes, rMHSÄS J. H. Fahr, Sonnenstraße 25, der Brodverkäufer H (2 Pfd.l Weißbrod .... 28 ) „ 56 ) Schwarzbrod 1. Sorte 25 bei Hch. Rain 22 IeikseS (ernte 3476 P-V» 3173_—-— MMriW Wie M Schlei in imüStttM 2,00 t«v ZiAretner- W_» lliiopf-il ,M'Ss Stiebet t '**485# “***< °6MmN6N !l"s* Misita -**s*mi 1