415 §rau. nseres guten 416 N $ «out 426 Wagen mit Fedkm ijrm, MM. plan mber an). Ziehen t* 5^, 6», 8«*, 11«, 50, j 953t U« 120t, i 12» 4» bis Betzdorf). 3»* 1?, 4", TV Weilburg). ,5,W 15 4«, 7«. Ziehen m: 99* 11", 1^,2«, 10« 1218*- hi« 4«,«5*.1!? iur».W«lbm)^ K ; 4», 10. ,6*. iüiitW für.' »pner,, SS-ff „k, Neustadt W soorMr- °sr» tzoorste^k« rontfurt^'1. Nr. 15. Freitag den 18. Januar 188< Amts- und Anzeigeblstt für den Kreis Gießen. BimaU t Schulfiraße 7. Erscheint täglich mit Slusnahme des MontagS. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. iwiMirrwagMwwiiwiwa'HFwaBas u-mufJiaiwMMraMnmufli.g Politische Ueberstcht. Gießen, 17. Januar. In der kirchenpolitischen Frage verlautet jetzt von abermaligen Zugeständnissen der preußischen Negierung. Die mehrstündige Sitzung, welche das preußische Staatsministerium am vorigen Samstag abhielt, soll sich der Hauptsache nach mit einem eingelausenen Schreiben des Fürsten Bismarck beschäftigt haben, das angeblich in kirchenpolitischer Hinsicht von großer Wichtigkeit ist und besonders die bevorstehende Begnadigung des Bischoss von Münster betroffen hat. Ferner hat der Cultusminister, Herr v. (Soßler, die Regierung in Bromberg angewiesen, die Verfügung betreffs der Wiederherstellung der EtaatS- leistungen in dem zur Diöcefe Culm gehörigen Dekanat Fordon schleunigst zu erlaffen. Es bedeutet dies die Fortsetzung der von Preußen neuerdings der römischen Kurie gegenüber eingeschlagenen Politik der GratiS-Concessionen; von einem besonderen Entgegenkommen von Seiten der Kurie hört man aber nicht» und die Präsentirung des Vicars Prinzen Edmund Radziwill al» Coadjutor für die Diöcefe Posen-Gnesen beweist nur, wie wenig Eindruck die versöhnliche Politik der preußischen Negierung in den maßgebenden vatikanischen Kreisen gemacht hat. Im preußischen Abgeordnetenhause hat am Dienstag die Generaldiscussion über die beiden Steuervorlagen begonnen. Ueber die Annahme oder Ablehnung derselben laßt sich im Voraus noch wenig sagen, jedenfalls dürsten aber die Rücksichten auf die kommenden Reichstagswahlen hier auch ein Wort mitsprechen. Der Statthalter von Elsaß-Lothringen, Feldmarschall Freiherr v. Manteuffel, hat jüngst mit einigen elsässischen Herren eine Unterredung über sein Wirken in den Rnchslanden gehabt. Den Anlaß hierzu gab eine von Baron Zorn v. Bulach jun., einem angesehenen elsässischen Grundbesitzer, gegen den Statthalter gehaltene Rede, in welcher Herr v. Manteuffel scharf angegriffen wurde. Derselbe äußerte seine Betrttbniß über die Rede ynch sprach im Weiteren mit; der ihm eigenen Offenheit seine Meinung über bas. reichs- ländijche Beamtenthum, die Notabeln und verschiedene specielle Vorkommniffe der jüngsten Zeit aus. Er glaube nicht, daß eine Opposition der höheren Beamten gegen ihn bestehe, er müßte dann ja an der Menschheit verzweifeln, da keiner von ihnen ihm in amtlichen Berichten und im persönlichen Verkehr je Vorstellungen über den Gang seiner Politik gemacht habe. Entschieden wies der Statthalter die Insinuation zurück, als ob er versucht habe, durch Höflichkeit und Nachgiebigkeit die elsässischen Notabeln zu gewinnen und daß er unter deren Einfluß stehe; er habe bei feinem Handeln stets nur seiner eigenen Ueberzeugung gefolgt und thue dies auch in seiner jetzigen Stellung. Nachdem sich Herr v. Manteuffel poch über die Demission des Bezirkspräsidenten von Lothringen, v. Flottwell, und über die Strafversetzung des Oberförsters Mang ausgelaffen, äußerte er schließlich noch, daß fein Verbleiben an der Spitze der reichsländischen Verwaltung und sein Dienen lediglich vom Willen des Kaisers abhänge. Der Bund der ungarischen Magnaten mit den österreichischen hochadeligen Herren, die auch im Pesther Oberhause Sitz und Stimme haben, kann seinen ersten parlamentarischen Sieg über das Ministerium Tisza feiern. Mit 9 Stimmen Majorität hat das ungarische Oberhaus die Mischehen-Vorlage zum zweiten Male abgelehnt und diese ausschlaggebenden Stimmen gehörten den österreichischen Kavalieren an, welche in den antisemitischen und sonstigen oppositionellen ungarischen Journalen nun in den schmeichelhaftesten Ausdrücken gefeiert werden. Politische Folgen wird die Ablehnung des Mischehen-Gefetzes einstweilen nicht haben, da Herr v. Tisza sich im Unterhause auf eine starke Majorität stützen kann, aber der Sieg der adeligen Coalition im Oberhause beweist, daß es in Ungarn eine starke, zielbewußte Partei giebt, welche aus den Sturz des liberalen Regimes Tisza hinarbeitet und diese Partei kann später doch dem gegenwärtigen ungarischen Cabinet gefährlich werden. Im Abgeordnetenhause wird die zweite Berathung des Mischehen-Gesetzes sofort nach Beendigung der Specialdiscussion über das Budget beginnen, in welche das Haus am Dienstag eingetreten ist. Die kurze Ruhepause, welche nach der Einnahme von Sontay auf dem tongkingnesifchen Kriegstheater eingetreten war, scheint schon wieder zu Ende zu sein. Piraten und „Schwarz-Flaggen" lassen den Franzosen keine Ruhe und unternehmen fast jeden Tag Angriffe gegen diese oder jene französische Position. So griffen Piraten in den Nächten des 1. und 2. Januar Maindink unter Verlust mehrerer Tobten und Verwundeten an und am 4. Januar griff eine Abtheilung „Schwarz-Flaggen" Batang bei Hanoi an, doch wurden die Feinde ebenfalls mit Verlusten auf ihrer Seite zurückgeworsen. Aus Hongkong meldet dagegen Admiral Meyer, daß in dieser Stadt eine befriedigende Stimmung herrsche und daß die Seeräuber, auf welche energisch Jagd gemacht würde, aus dem Delta allmälig zu verschwinden begännen. Daneben treffen rcictey beunruhigende Nachrichten über den Fortgang der chinesischen Rüstungen ein; die Behörden der Provinz Kwangtung sollen ernstliche Kriegsvorbereitungen treffen und weiter heißt es, daß chinesische Truppen aus der Provinz Quangsi im Anmarsch auf Bacninh begriffen seien, um die dortige Garnison zu verstärken. In Paris legt man indessen diesem kriegerischen Gebühren Chinas wenig Bedeutung bei, da man der Meinung ist, daß die chinesische Regierung hiermit weiter nichts beabsichtigt, als Frankreich einzuschüchtern. So sehr der national-russische Exclusivismus in unserem östlichen Nachbarreiche auch auf politischem Gebiete überhand genommen haberr mag, so sehr bleibt er auf volkswirthschaftlichem Gebiete im Hintertreffen. Hier behauptet nach wie vor ausländische Wissenschaft, ausländische Geschästskenntnist und ausländisches Kapitol den Vorrang. Es giebt nur ganz vereinzelte Industriezweige, in welchen die Russen etwas Selbstständiges leisten, dagegen eine ganze Reihe, die ausschließlich ober fast ausschießlich in nichtrussifchen Händen liegen. Dahin dürfte mit in erster Linie das lediglich von Deutschen betriebene Brauereigewerbe zu rechnen sein. Obwohl bei den Russen zu allen Zeiten Bier consumirt wurde, sind doch die Brauereibesitzer und Brauereibedienstete fämmt- lich Deutsche resp. Deutsch-Oesterreicher; alle Brauereien des weiten Reiches sind von Deutschen erbaut und eingerichtet. Natürlich sind auch die Maschinen ins- gesammt deutschen Ursprungs, sogar die in der Brauerei verwendeten Rohmaterialien: Gerste (Malz) und Hopfen werden aus Deutschland (Bayern) resp. Oesterreich bezogen. Und bei allen Tiraden über die Schädlichkeit des Deutschthums läßt sich der Russe das deutsche Bier trefflich munden. Die egyp tische Regierung hat den Kriegsminister mit der schwie* rigen Ausgabe beauftragt, die beschlossene Räumung des Sudan und speciell ier Hauptstadt Khartum zu leiten. In etwas wird diese Aufgabe wenigstens- dadurch erleichtert, daß es der Regierung gelungen ist, mit mehreren der bisherigen aufständischen Beduinenstämme in der Nähe von Suakim ein freundschaftliches Einverständniß zu erzielen, so daß von dieser Seite aus der Rückzug der egyptischen Truppen, welcher aus Suakim geht, nicht mehr bedroht erscheint. Hesterrcich. Wien, 16. Januar. Die Polizei verhaftete in Gaudenzdorf einen Vagabunden Namens Töpper, welcher bestimmt für den dritten Mordgesellen in der Affaire Eifert gehalten wird. Derselbe verweigert bisher jede Auskunft. Frankreich. Paris, 15. Januar. Nach telegraphischen Meldungen des AdmiralL Courbet aus Hanoi vom 8. und 9. d. Mts., hat sich seit Der Einnahme von Sontay die Zahl der Seeräuber in den Umgebungen von Hanoi und Haiphong vermindert. Die „Schwarz-Flaggen" haben am linken Ufer des Schwarzen Flusses mehrere Dörfer in Brand gesteckt und haben zahlreiche Recognoscirungen in dieser Gegend stattgesunden. Die Seeräuber bedrohen noch immer die Provinz Namdinh, zahlreiche Colonnen sind nach allen Richtungen zu ihrer Ver-- folgung ausgesandt. Telegraphische Depeschen. WoM'S teLegr. EorresporrderrL-Brrrearr. Berlin, 16. Januar. Ein für die Trauerfeier Lasker'S unter Ehrenvorsitz des Reichstags-Präsidenten Levetzow gebildetes Comitä, dem Forckenbeck, Straßmann, Bamberger, die Justizräthe Meyer und Makower, Kammergerichtsrath Schröder, Director Schrader und Dr. Kahn angehören, beschloß, eine würdige Ueberführung der Leiche vom Bahnhofe nach der Synagoge zu veranstalten und in letzterer am 28. Januar eine Trauerfeier abzuhalten, wobei außer dem Prediger auch ein Parteigenosse Lasker's reden wird. — Der Statthalter v. Manteuffel ist hier eingetroffen. Der Kaiser hatte Nachmittags eine längere Conserenz mit Hatzfeldt. München, 16. Januar. Die Kammer nahm den Antrag Gabler, den Postschalterdienst an Sonn- und Festtagen von acht auf vier Stunden zu beschränken, an. Wien, 16. Januar. Bei Linz nächst Hallstadt ist ein Lawinensturz erfolgt. Durch den Walo, der verheerend über Den Bahnkörper gestürzt wurde, ist die Bahnverbindung auf 300 Meter unterbrochen. Die Lawine lagert 15 Meter doch. Paris, 16. Januar. Ein Telegramm des Gouverneurs von Cochinchina aus Saigon vom 16. Januar meldet, die Besetzung Huö's sei im Princive beschlossen, die Freibeuterbanden von Anam seien zerstreut, ihre Führer bestraft. Paris, 16. Januar. Grevy empfing gestern den Botschafter Hohenlohe, welcher heute ftd) nach Berlin begibt und am morgigen Diner im Elysee nicht thetlnimmt. — Der bisher in Clairvaux gefangen gehaltene Fürst Krspotktn wurde nach hier überführt. London, 16. Januar. Zufolge einer Meldung des „Bureau Reuter" aus Suakrm oom 11. ds. ist Baker Pascha von Massauah nach SuaklM zurückgekehrt. ES heißt, daß es sich darum handle, b e Operattonsbasis von Suakim nach Massauah zu. verlegen. — In einer gestern Abend in Newcastle ftattqebabten Versammlung erinnerte Chamberlain an die wiederholten Zusicherungen der Regierung, die britischen Truppen aus Egypten zurückzuziehen, sobald die Ordnung daselbst hergeftellt sei. Die Cbolern und die Niederlage Hicks Pascha'S hätten di- Ausführung dieser Zusagen verzögert: die Regierung könne Egypten nicht der Anarchie pretsgeben, die Regierung werde und dürfe aber keine ihrer Zusicherungen zurückztehen. Die Aufgabe der Regierung sei schwieriger als angenommen werde und werde mehr Zeit erfordern, als vorausgesetzt sei, aber nichts sei eingetreten, das ihn glauben ließe, diese Aufgabe könne mit Zett, Geduld und Klugheit nicht vollständig gelöst werden. Madrid, 16. Januar. In der Kammer hob gestern Castelar den Einfluß hervor den die in Frankreich jeweilig herrschenden monarchischen oder demokratischen Prtncipieu auf Frankreich ausübten, und sprach sich gegen die Reise des Königs nach Deutschland aus. Spanien bedürfe der Ruhe und müsse sich jeder Einmischung in die Angelegenheit anderer Länder enthalten. Veja de Armijo erwiderte, eS gebe kein Dokument, wonach Spanien e'ne Allianz mit einer fremden Macht emgegangen sei. Die Reise des Königs hatte keine Alltanzzwecke. Deutschlands Verhalten Spanien gegen- über sei schon feit Jahren ein äußerst freundliche? gewesen. Anlangend die Vorgänge bei der Ankunft des Königs in Paris am 29. October habe dre Negierung nach den dem König Alfons vcn Grevy gemachten Erklärungen weitere Erklärungen nicht verlangt Der Minister des Innern erklärte bezüglich der inneren Lage, das Cab inet werde, wenn die Majorität die vorgeschlagene Transaktion accepttre, demissioniren, damit der König mit der alten Majorität und der ministeriellen Linken ein neues Cabinet bilden könne. Petersburg, 16. Januar. Laut Hosansage findet am 6./18. Januar ein Wafferweihfest im Winterpalais mit der üblichen Auffahrt der Hofstaaten, der Staatswürdenträger, des diplomatischen Corps, der Generalität und des Officier-Corpö statt. Kairo, 16. Januar. Oberst Zohrab begab sich nach Konstantinopel, um 1000 Albanesen für die egypttschc Armee anzuwerben. Lokales. Gießen, 17. Januar. Musik. (Fortsetzung.) Wir wollen zur Erläuterung für die Concenbesucher einiges anführen, was uns aus fachkundiger Feder überliefert wurde: Die „Italienische Suite" ist eine nach den berühmten „Capricen" von Nicolo Paganini frei bearbeitete Violiw Composition. Wilhelwj hat dem Paganint'schen Materiale seine volle Eigenthümlichkett bewahrt und überhaupt nur insoweit geändert, als es die von ihm gewählte Form der „Suite" und der moderne Concenoortrag erforderte. Manches mußte dadurch erweitert, Anderes hinwiederum gekürzt oder ganz neu geschaffen werden; in letzterer Hinsicht erscheint vornehmlich der Einleitungssotz, der „Air" ziemlich eigenartig. Betreffs der einzelnen Theile der „Suite" bleibt zu erwähnen, daß der „A>r" der großen, breiten Cantilene gewidmet ist, worin der Solist vor Allem noble Empfindung und machtvollen Ton zu erweisen hat, während der „Marsch" eine originelle Vereinigung tonaler Fülle und äußerst prägnanter Rhythmik bietet, deren Effect durch ein reizendes Spiel der schwierigsten Doppelgriffe und Arpeggien und durch den bewegten, ausschließlich auf der 0-Saite zu spielenden charakteristischen Mcktelsatz gesteigert wird. Die „Barcarole" mit ihren grac-ösen chromatischen Doppclklängen, sowie die schöne »Romanze" mit ihrem poesievollen Gesänge in den höheren Chorden bilden in ihrer Art interessante Gegensätze. Der Finalsatz der „Suite" hat ein äußerst wirksames, humorvolles „Perpetuum mobile“ zum Objecte. — Das Accompagnement der „Suite" ist natürlich durchweg neu; u A- ist in dem „Moto perpetuo“ (ähnlich, wie in Gounod's „Meditation" zu dem Joh- Seb. Bach'ichen „Präluvium") zu dem Paganint'schen Geigensatze ein neues markantes Thema hinzugedtlvet. Die „Parsifal-Paraphrase" hat wegen ihrer originalen formellen Behandlung?- weise der Themata von sich reden gemacht. Franz Liszt schreibt darüber u. A. wörtlich: «Richard Wagner's Motive, richtig und wirksam auf einem Instrument zu fasten, ist Leine leichte Aufgabe. Wilhelms hat dies gelungenst vermocht und ich zolle ihm gerne unverfälschtes Lob." Die „Parsifal-Paraphrase" beginnt mit dem „Paisffol-Motiv", bringt dann für das Solo-Instrument zuerst das „Glaubens-Motiv" (in Gis-Moll), gebt tpäter in die wunderbar-innige Weise des „Charfreitags-ZauberL" (H-Dur, dann D-Dur) über, diese Prachtscene des „Bühnenweihfestspieles" ziemlich ganz verfolgend (Uebergang nach D-Dur, Anklang des „Gral-MotiveS" rc.) und endet mit dem die Wagnee'sche Schöpfung beschließenden „Glaubens-Motiv" als „Erlösungs-Motiv" im 6/<*£ac(e, dessen Klänge Jedem, der sie in Bayreuth vernommen, unvergeßlich sind. „Air Ungherese“. Capellmeister Hans Wellner schreibt über diese Cowposition: „Das „ungarische Concertstück" besteht aus vier nur äußer lick mit einander verbundenen Sätzen, deren erster in Cis-Moll einen einfachen, später fast mit dramatischer Steigerung Wiederkehrenden Gesang enthält, während der zweite (A-Dur) etwas an den bekannten „ungarischen Tanz" von Brahms (Joachim'sche Bearbeitung B-Dur; erinnert; der dritte Theil, ein einschmeichelndes Cantabile in F-Dur, zeigt neben größter Einfachheit wirkliche Originalität der melodischen Struckur; beschlossen wird die im Ganzen äußerst werthvolle Composition durch em lebhaftes charakteristisches Finalsätzchen «aUa 21ngara“. Die Mittel- und Zwischenglieder dieser Composition, meist selbst schon ganz beachtens- werthe Motive, sind mit großer theoretischer Gewandtheit und großem Scharfblick in Betreff der praktischen Verwendung, Gruppirung, Harmonisirung, Rhythmus, Klang- colorit rc. behandelt." Gießen, 17. Januar. (Theater.) Diejenigen, w-lche glaubten, das Genre ©er Operette sei mit dem Tode Offenbachs gefährdet gewesen und habe mit den Supps'schen und Strauß'schen Arbeiten einen Höhepunkt erreicht, von dem es nur noch «m Herabgleiten geben könne, hat der unverwüstliche „Bettelstab ent" des Wieners Millöcker widerlegt. Den ausnahmsweise günstigen Erfolg, den diese Operette auf allen Bühnen errungen, verdankt sie nicht bloß der gefälligen Musik, auch das verständige, ungemein geschickt gearbeitete Libretto hat mindestens den gleichen Anthetl daran. Die Herren Zell und Millocker haben in erfreulicher Weise den bisher von den Verfassern der ^retten-Texte breit getreten en Weg vermieden, sie haben eine wirkliche Handlung, nM bloß ein Konglomerat possenhafter, mit Zweideutigkeiten und Zoten gewürzter Scenen geliefert, — die Herrschaft der Hosenrollen scheint enbgiltiß gebrochen zu sein. . , Das nach einer alteren französischen Oper „le guitarrero“ gearbeitete Sujet ist einfatf, aber es gibt ungezwungen Anlaß zu zahlreichen heiteren Scenen. Die Fabel in Krakau im Jahre 1704 unter der Regierung August II. des Starken von Sachsen. Der Gouverneur der Stadt, der sächsische Oberst Ollendorf, ein aufschneideri- ^cher Bramarbas das Seitenstück zu Suppäs General Kantschukoff, wurde von der schönen Comtesse Laura Nowalska auf einem Balle schwer beleidigt. Sie gab ihm Säc^er einen <5^ auf bie gßange, weck er es gewagt hatte, sie auf die 8U ^llbudorf beschließt, sich an der stolzen Laura schwer zu rächen. Zu diesem 8ebufe befreit er Symon Rymanowtcz, einen armen Studenten (einen logenannten Bettelstudenten), aus dem Gefängniß, stattet ihn reich aus und stellt ibn uJtb deren Mutter, die ihre Töchter um jeden Preis zu verheirathen In? 8 unb ??!?ionär vor; ein anderer Bettelstudent, Jan Janicki, wird i^cretär des angeblichen Fürsten eingeführt. Die Sache des Obersten gelingt M?a*s Ss A!,»»"' 'de GaSfMk M eWl Ilnterbttchmi der i deS veranlasienden >de Privatperson our icherhe't leisten und von den genannten ä-§8; «'SZ.L -> 'B ^»5 «rS? %- o g on Wir NW der tot* ^rmlt 5" 5 Stadt-Theater. BEaa.den in. Januar 1884» Bei festlich erleuchtetem Hause, ^rur Gedächtnisfeier der Proklamation des Deutschen Kaiser-Keichs. ■4. Vorstellung im 5. Abonnement. Fest-Ouverture. Tableau, »ewonnene Bi erzen, oder Nord und Süd. Volksstück mit Gesang in 3 Akten von Hugo Müller. Anfang 7j/2 Uhr. — Ende 10 Uhr. __Brantlecht PROGRAMM. 1) Sonate (opus 27, No. 2, cis-moll) für Klavier h. Adagio. b. Allegretto. c. Finale (presto agilato). 2) Italienische Suite nach Nicolo Paganini für die Violine . . • a. Air. b. Marsch. c. Barcaroie. d. Romanze. e. Moto perpetuo. (Zum ersten Male.) 3) Der Wanderer (für Baryton) 4) a. Gavotte (Nr. 2, g-moll) für Klavier . . b. Variationen (E-Dur) 5) Parsifal-Paraphrase für die Violine . . . 6) a. Impromptu (in Fis-Dur) für Klavier . . b. Concertwalzer für Klavier 7) a. Zwei venetianische Lieder (für Baryton) b. Wanderlied.......... 8) „All’ Ungherese“, Concertstück für Violine . 137 Ein Famtlienlogis zu vermiethen. Seltersweg _15. 385 Ein Stübchen mit Bett zu vermiethen bei Wwc. Zörb, Mausburg. 338 Möbl. Zimmer mit Cabinet. 9teue Baue 17, 1. Stock. Ein Logis, bestehend aus 4"Iimmern, Küche 2C. zu vermiethen. 238 W. Loever, Brandgaffe 202 Der 3. Stock meines Hauses ist per 1. Juli ds. Js. anderweitig zu ver- miethen. Carl Petri, Marktplatz. 89 Ein freundliches Familienlogis, 6 Zimmer nebst Zubehör, zu vermieth"» Westanlage 4. >••*1 Drittes <'eurert (im 92. Vereinsjahr) am Sonntag den 20. J anuar 1884 Abends präcis 5 Uhr im Saale des Grsellschaftsvrrrins unter gefälliger Mitwirkung des Herrn Professors August Wilhelm] (Violine), des Herrn Pianisten Rudolph Niemann und des Herrn Opernsängers Dr. Franz Krückl. .£■&&■ ** g s 3 Todes - Anzeige Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Anzeige bei£rJCUt^ 2 Uhr erfolgten Tode unserer lieben unvergeßlichen Frau und Mutter Elise Wetz,' geb. Alles. Um stille Theilnahme bitten r r c . Fritz Wetz und Kinder. Kettermuhle bei Munzenberg, den 16. Januar 1884. mittags®iei®r,eMm9 *** Freitag den Januar, Nach- Der Concertflögel ist aus der Hof-Pianofortefabrik des Herrn Robert Seitz in Leipzig. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der R i ck er’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der W. R udo 1p h’schen Musi— kalienhandlung ä 2,50 (Sperrsitz ä «X 3,50) zu haben.401 Jagd-Verpachtung Freitag, d. 1 Februar d. I. 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