Donnerstag den 17. Juli -rr. 164 1882 re euer nzerge Amts- und Anzeigeblatt für dm Kreis Gießen Dureanr Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Berlin, den 14. Juli 1884. vorläufig Mtlhelmftraße 74. Berlin, den 14. Juli 1884. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. DaS Reichsversicherungsamt: Bödtker. Der Reichskanzler. I. V.: Eck. Politische Ueberficht. Gießen, 16. Juli. Der Reichskanzler scheint noch immer nicht gesonnen zu sein, die Behaglichkeit seines Landaufenthaltes in seinem Pommerischen Tusculum Varzin mit dem Leben und Treiben der Bäder, sei es Kissingen, sei es Gastein, zu vertauschen. Wenigstens kommt aus Varzin noch immer keine bestimmte Kunde über Beginn und Ziel der diesjährigen Badereisen des Fürsten Bismarck, dagegen wird versichert, daß sein Befinden ein zufriedenstellendes sei und daß der stille Landaufenthalt in Varzin auf ihn sehr günstig wirke. Es läßt diese Meldung vermuthen, daß der Kanzler einstweilen noch nicht gesonnen ist, aus der Stille seiner ländlichen Zurückgezogenheit sobald wieder hervorzutreten und so werden vorläufig auch alle Mittheilungen über die Reisepläne des Kanzlers eben nur Conjecturen bleiben. Jedenfalls liegt in dieser Abgeschlossenheit von allen politischen Geschäften — es ist bekanntlich nicht gestattet, den Kanzler in Varzin mit Actenstücken und Angelegenheiten nicht dringlicher Natur zu belästigen — ein gewisses beruhigendes Moment; man kann hieraus folgern, daß der politische Horizont rein ist und daß in keiner Frage der hohen Politik augenblicklich Verwickelungen zu besorgen find. Auch die inneren Angelegenheiten sind nicht darnach angethan, die Aufmerksamkeit des leitenden Staatsmannes in besonderem Maße in Anspruch zu nehmen, zumal die durch die Colonial-Frage verursachte Bewegung allmälig wieder kleinere Kreise zieht. Vielleicht wird aber die Colonial-Frage zur Abwechslung wieder einmal durch die Staatsraths- Angelegenheit abgelöst werden, da in den jüngsten Berathungen des preußischen Staatsministeriums, wie die „Magdeb. Ztg." hört, auch die Frage der Berufung des Staatsrathes zu seiner ersten Sitzung in Erwägung gezogen worden ist. Es ist dafür der October-Monat in Aussicht genommen und es wird diese erste Sitzung nicht, wie früher beabsichtigt war, nur eine constituirende sein, sondern der Staatsrath wird sich sofort mit wichtigen gesetzgeberischen Angelegenheiten für den Reichstag zu beschäftigen haben. Die Mittheilung, daß mit der Reacti- virung des Staatsrathes der Volkswirthschaftsrath eingehen werde, hat für sich viel Wahrscheinliches, ein Beschluß in dieser Richtung ist aber bisher noch nicht gefaßt worden, wohl auch deshalb nicht, weil man erst abwarten will, wie die Thätigkeit des Staatsrathes sich gestaltet. Unrichtig ist aber die Nachricht, daß der Landtag sich doch noch mit der Staatörathssrage zu beschäftigen haben werde, da die Bildung eines besonderen Bureaus zu einer Position im Etat führen würde. Es steht die Bildung oder Errichtung eines neuen Bureaus nicht in Aussicht; die notwendigen schriftlichen Ausfertigungen werden von den Arbeitskräften im Staatsministerium, bezw. von den einzelnen, bei jeder besonderen Frage behelligten Ressort-Ministerien beschafft werden. Auch die Localfrage für die Sitzungen des Staatsrathes dürfte keine Kosten verursachen, da dieselben, wie man vernimmt, im königlichen Schlosse abgehalten werden sollen. Die Cholera-Epidemie im Süden Frankreichs breitet sich in localer Beziehung bedenklich aus. Vom Freitag Abend bis Samstag Abend starben in Marseille 63 Personen und in Toulon 22 Personen an der. Chalera; es ist dies bis jetzt die höchste gemeldete Zahl und leider steht wegen der gegenwärtig herrschenden Hitze zu befürchten, daß auch diese Zahl noch überschritten werden wird. Schon hat aber auch die Seuche einen Sprung vorwärts nach Norden zu gethan, da aus Lyon vom Samstag ein Cholera-Todesfall gemeldet wird und die Hoffnung, daß es sich hierbei nicht um cholera asiatica, sondern nur um cholera nostras handle, steht auf recht schwachen Füßen. In Paris sind in der verflossenen Woche 1105 Personen gegen 991 Personen in der vorvorigen Woche gestorben. Doch ist die Zunahme lediglich durch die zahlreichen Todesfälle von Kindern unter zwei Jahren hervorgerufen worden; ein Cholerafall wurde bislang in Paris nicht constatirt. Von der Deputirtenkammer ist am Samstag der von der Regierung beantragte Kredit von 2 Millionen für die von «der Cholera heimgesuchten Städte einstimmig bewilligt worden. Der Deputirte für Marseille, Clovis Hugues, erklärte hierbei, daß die Mittheilungen über die Cholera übertrieben seien und daß sie daselbst in einer milden Form auftrete; diese Aeußerungen contrastiren allerdings seltsam mit der obigen Meldung. Durch den Verlaus der Wahlreform-Angelegenheit ist in England die auswärtige Politik in's Hintertreffen gekommen. Alle Welt ereifert sich über die ablehnende Haltung des Oberhauses gegenüber der Wahlreformbill und die erregten Scenen, welche diese Angelegenheit am Freitag in Leiden Häusern des englischen Parlamentes hervorrief, zeugen genugsam von dem Einfluß, den dieselbe plötzlich auf das politische Leben jenseits des Kanals genommen hat. Für Mr. Gladstone aber hat diese ganze Affaire das Gute, daß sie das Interesse des englischen Publikums von den auswärtigen Angelegenheiten und namentlich von der egyptischen Frage ablenkt und der englische Premier kann also in letzterer jetzt ungestört seine seltsamen Kreise ziehen. — Die französischen finanziellen Beigeordneten zur Conferenz haben sich entschieden gegen die Reduction der Zinsen der egyptischen Schuld erklärt. Der römische Correspondent der „Neuen Fr. Presse" stellt dem italienischen Parlamentarismus folgendes wenig schmeichelhafte Zeugniß aus: „Mit dem Parlamentarismus in Italien geht es abwärts. Das leere Phrasengebimmel, womit man sich gegenseitig die Ohren kitzelt, die Redereien und Gastereien, mit denen man sich berauscht und das Gefühl für die Wirklichkeit tobtet, schaffen kein gesundes politisches Leben. Das Volk übt auf das Parlament keinen Einfluß aus, es ist von dem Werthe desselben überhaupt nicht Dieser Bekanntmachung ist gleichzeitig eine Anleitung beigegeben, der wir nachfolgende Stellen entnehmen: 1) Die Anmeldungspfltcht erstreckt sich auf alle ver- sicherungspflichtigen, d. h. unter den S 1 des Unfallversicherungsgesetzes fallenden Betriebe. Zu diesen gehören: a. Bergwerke, Salinen und Aufbereitungsanstalten, d. Stetnbrüche, Gräbereien (Gruben), Werfte und Bauhöfe, c. Fabriken aller Art und Hüttenwerke. AIS Fabriken gelten Insbesondere — auch wenn dies nach dem Sprachgebrauche unzweifelhaft sein sollte — alle Betriebe, In welchen die Bearbeitung oder Verarbeitung von Gegenständen gewerbsmäßig ausgeführt wird und zu diesem Zwecke mindestens 10 Arbeiter regelmäßig beschäftigt werden. Hiernach muß z. B. ein Bäcker, welcher in seinem Bäckerbetriebe mindestens 10 Arbeiter regelmäßig beschäftigt, diesen Betrieb anmelden; d, alle Betriebe, in welchen Dampfkessel oder durch elementare Kraft (Wind, Wasser, Dampf, Gas, heiße Luft u. s. w) bewegte Triebwerke zur Verwendung kommen. Hiernach muß z. B. ein Schneider, welcher mit einem Gasmotor und einem Lehrling arbeitet, seinen Betrieb anmelden; e. Betriebe, in welchen Explosivstoffe oder explodirende Gegenstände gewerbsmäßig erzeugt werden; f. jeder Gewerbebetrieb, welcher sich auf eine der nachstehend bezeichneten Arbeiten: Maurer-, Zimmer-, Dachdecker, Steinhauer-, Brunnen- oder Schornsteinfegerarbeiten erstreckt. 2) Nichtver- sicherungSpflichttg und daher auch nicht anzumelden sind Betriebe aller Art, in welchen der Unternehmer allein und ohne Gehülsen, Lehrlinge oder sonstige Arbeiter thättg ist. Sodann fallen nicht unter das Gesetz: a. die Land, und Forstwirthschaft, einschließlich der Gärtneret, des Obst- und Weinbaues, die Viehzucht und Fischerei. Die Benutzung einer feststehenden oder transportablen Kraftmaschine (Locomobile) u. s. w. zu land- wtrthschaftlichen Arbeiten, z. B. zum Pflügen, Mähen, Dreschen, zur Bedienung einer Entwässerungsanlage macht den landwirthschaftlichen Betrieb nicht versicherungspflichtig; land- und forstwtrthschaftliche Nebenbetriebe, d. h. gewerbliche Anlagen, zur Verarbeitung der in der Land- und Forstwirthschaft gewonnenen rohen Naturproducte, wie Brennereien. Ziegeleien, Stärkefabriken u. L w. sind nur dann anzumelden, wenn sie unter den § 1 Abs. 1 oder 4 des Gesetzes fallen, insbesondere also, wenn sie nach der Art und dem Umfang des Betriebes als Fabriken anzusehen sind. Hiernach sind die Brennereien auf großen Gütern als Fabriken zur Anmeldung zu bringen, nicht dagegen die als land- wtrthschaftliche Nebengewerbe vorkommenden kleinen HauSbrennereten und Brauereien, welche den sog. Haustrunk bereiten oder nur in ganz geringem Umfang betrieben werden. Getreide-, Oel- und Walkmühlen, welche, zu einem Gute gehörig, in der Hauptsache gegen Entgeld für Dritte arbeiten und daneben den Bedarf des Gutsbesitzkrs und seiner Leute mitdecken, sind anzuwelden. NiLtversicherungSpflichtig ist ferner: b. das Handwerk, soweit nicht die unter 1 c bis 5 bezeichneten Merkmale für den Betrieb zutreffen. Außerdem ist zu beachten, daß handwerksmäßige Betricbsanlagen, welche wesentliche Bestandtheile eines der unter S 1 bezeichneten Betriebe sind, z. B. eine Schlosseret in einer Baumwollspinnerei, mit dem Hauptbetriebe versicherungspfltchttg find. Endlich sind nicht versicherungspflichtig das Handels- und Transportgewerbe, sowie die Gast- und Schankwirthschaft, Eisenbahn- und Schifffahrtsbetriebe i-doch, we -e wesentliche Bestaadtheile eines der unter S 1 bezeichneten Betriebe sind, z. B. ein Eiienbahnbetrreb auf einem Hüttenwette, fallen mit dem Hauptbetttebe unter das UnfallversicherungsL st *11 hE'-M W. Ä ! ■’J & ! Bekanntmachung, betreffend die Anmeldung der unfallversicherungspflichtigen Betriebe vom 14. Juli 1884. In Gemäßheit deS $ 11 deS Unfallversicherungsgesetzes vom 6. Juli 1884 (ReichSgesetzblatt Sette 69) hat jeder Unternehmer eines unter den $ 1 dieses Gesetzes fallenden Betriebes den letzteren unter Angabe deS Gegenstandes und der Art desselben, sowie der Zahl der durchschnittlich darin beschäftigten Personen bet der unteren Verwaltungsbehörde binnen einer vom Reichsversicherungsamt zu bestimmenden Frist an- zumelden. Diese Frist wird hiermit auf die Zett bis zum 1. September ds. Js. einschließlich festgesetzt. Im Uebrigen wird wegen der Anmeldung auf den nachstehenden Auszug aus dem genannten Gesetze, sowie auf die beigefügte Anleitung hmgewiesen. tabliffementi Mr BWe n Geschäfts- ichtigen Fach' >r mit W pital gesucht. ; Bl.____4729 öntbindungS» ohlener Haus« lritt_geW__ $ Machergeselle mg bei iann,^Lollar^ stmävchen ge- Zestanlage_l0^. iger Jun/ von usbursche M | ffstädt, , >rik u. Gießerei. 4 Mieden lthorstraßeH- ochenUM^ 12 ches mit Kinder» : v in hausliüeil irdFsiA- nischten-M^ TS durchdrungen, sondern LS betrachtet den Abgeordneten als ein Medium zur Gr» languckg von allerlei ungerechtfertigten Begünstigungen. Bei solchen Umständen ist es kein Wunder, wenn die Meisten der Abgeordneten an Alles eher denken, als an das ernste Amt, das sie auf sich genommen. Haben sie nur einmal die unbescheidensten ihrer Wähler befriedigt, dann suchen sie auf jede mögliche Weise ihr Interesse zu wahren. Ihre Thätigkeit bringt also im Allgemeinen keinen Segen, sie zeitigt vielmehr den Cynismus." Während sich die Schaaren der Sudan - Rebellen unaufhaltsam den Grenzen des eigentlichen Egyptens nähern und zunächst Wadi Halfa bedrohen, beunruhigt auch die an der Küste des Rothen Meeres operirende Abtheilung der Aufständischen unausgesetzt die englisch-egpptische Macht in Suakim. So hat sich vor einigen Tagen Osman Digma des etwa 60 englische Mellen von Suakim entfernten Port Asis durch einen kühnen Handstreich bemächtigt und bedroht nun von hier aus die Engländer in Suakim. Ob sich Osman Digma in Port Asis wird lange halten können, ist freilich eine andere Frage, da der Platz unter den Kanonen der englischen Kriegsschiffe liegt. Einstwellen kann aber die Einnahme desselben das Selbstvertrauen der Aufständischen nur steigern und diese Thatsache ist nicht zu unterschätzen. Darmstadt, 15. Juli. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 4. Juli den Districtseinnehmer der Districtseinnehmerei Ulrichstein, Joh. Philipp Reitzel, in die Districtseinnehmerei Schotten und den Districtseinnehmer der Districtseinnehmerei Ortenberg, Joh. Meyer, in die Districtseinnehmerei Oppenheim zu versetzen; sowie an oems. Tage den Finanzaspiranten Georg Keutzer aus Frischborn zum Districtseinnehmer der Districtseinnehmerei Ulrichstein zu ernennen. Berlin, 14. Juli. Der.Reichsanzeiger" veröffentlicht folgende Bekanntmachung, die Unfallversicherung betreffend. Auf Grund deS UnfallversicherungSgesetzeS vom 6. Juli 1884 (Reichsgesetzblatt Seite 69) ,ritt LaS ReichSversicherungSamt mit dem heutigen Tage in Thätigkeit. Zum Präsidenten deffelben ist der bisherige Geheime Regierungsrath und vortragende Rath im Reichsamt deS Innern, Böotker, ernannt worden. Die Geschäftsräume befinden sich IIT "Capelle au$se. 10 Pfg. ____4732 lkellner wirb Bl. । in Wen Hamen durch und mir ha# iorene Sprach- i. Für diese Herrn Koch 8. Juli 1884. leubflu^ )e Geburt eines freut ib und Frau Sperling. l. Juli 1884. ,000 Perwnen verließen die Stadt seit dem Austreten der Cholera. Die Arbeitslosigkeit bedrohe die Arbeiterbevölkerung. Morgen beabsichtigen die Minister nach Toulon zu reisen. London. 15. Juli. Die finanziellen Beigeordneten der Conferem hatten heute Nachmittag im Foreign Office Sitzung. Vermischte». Darmstadt, 14. Juli. Bet dem heftigen Gewitter, das sich heut- Morgen über unsere Stadt entlud, schlug her Blitz tn eine prachtvolle Elche auf der Mathllden- höh- und zersplitterte den herrlichen Baum. Ebenso schlug der Blitz tn dem Herren- garten ein. — Heute Nacht machte ein löjähriger Kürschnerlehrling, der in letzterer Zeit an Schwermuth gelitten, seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Lauterbach, 11. Juli. Gestern tobte dahier 3 Stunden lang ein Gewitter, wie man e8 seither nur selten erlebte. Der dadurch in Lauterbach und Umgegend angerichtete Schaden ist um so größer, weil das Gewitter teilweise mit Schloßen nieder- ging welche die Pflanzen und Feldfrüchte beschädigten. Von den Bergen stürzten ungeheure Wasserströme, auf ihrem Wege Alles vernichtend, nach den Thälern, die ®ä$e traten aus den Ufern und zerstörten manche Hoffnung auf eine gute Ernte. 3M ^"gersdach war der Bahnverkehr gehemmt und mußte während der Nacht vom 10. auf bsn ". ununterbrochen an der Herstellung der beschädigten Strecke gearbeitet werden. 3n Angersbach schlug der Blitz in den Kirchthurm, zündet- zwar nicht, zerstört- ober einen bebeutenben Spell der Thurmspitz- und des HolzwerkS, suhr durch den Thurm In den Chor Kirche und richtete auch hier nicht unbelrSchtlichen Schaden an. sAnnmMmm.”4 n cln ft-in-rn-s Cruc>fix und warf mehrere S JaSL Ucbetaa 6abtn SBerSierungen durch dos Gewitter stattgesunden. m herb-ig-sührte starke Regen war dagegen dem Landmann sehr 6ädet””tte.' b b 8t°6e 6 b" lefeten 2'a8e ben ®oben fafi °°llständ,g ver- 9 11 k ? m?,?1,8, ,14" äuIi' ®e* **em Gewitter in vergangener Nacht^schWg^aegen n damit In der Räbe des zweiten Bahnwärterhäuschens zwischen eine etunbeb|ro ^"alkn“ $labutt $er ®aum brannte sofort und hat das Feuer über Offenbach, 14. Juli. sSturm und Gewitter s Vergangene Nacht um 2 Uhr brauste em. orkanartiger Sturm über unser- Stadt weg, dem zwischen 3 ü”b 4 Uhr Morgens ein MhgeS ©ewittcr mit starkem Regen folgte, welches endlich die ersehnte Abkühlung brachte. Zweimal erfolgte Blitz und Schlag fast gl-ichmäß? so dast angenommen werden muß, daß es in der Nähe eiffgefchlagen ha - Wie wir soeben «f°hr-n, fott e§ in dem nahen Bürgel eingeschlagen haben 5 wir von en'f;fo^ffn,Ä'm54ben“en nai6f,e6enb6S E'n°-sandt, welchem auch D,. fnKerr*ntll®or™Ita8 b-gegnet- uns ein Brie,träger bei Ausübung seines Beruf». b^eses'°nichfs^L^hnllch7" 50186 b6t trOP*tocn H'b- 6ani entkräftet. Es 'ist ko« ^and punkt der Satubrität aus ist es aber jedenfalls unaewöbnlicb baft aeben m wird, bei großer Hitze einige Rockknöpfe zu öffnern Wir wwwJf £ V ?l0e2 Bedenken zu erheben sind; aber dürfte in diesem Falle rückt et?pr^Th schaffen werden können, wenn nachgegeben würde, daß die Briefe dürfen? b°* aud) Menschen sind , Drillichröcke von uniformem' Schnitte tragen schon oft im Winter die Bitte erschallen lassen - (Sehenfef her *p. theu'rer Stephan, denke billig. Sei menschlich, hülfreich, edel, gut, 8a| $)etne Boten geh'n tn Drillich, Zn Anbetracht der großen Glnih. Wenn Du so rennen solltest feste, °b, Haus ein, HauS ans, Du zögest sicher Rock und Weste und, was weiß ich, noch weiter aus!" Jtuoerciu6 und die Rudergesellschaft Germania (zwei Boote); 2) im zwei^derism Lokales. G. Gießen, 16. Juli. (Sterblichkeit in Gießen.) Die Zahl der Todesfälle verminderte sich in der Woche vom 6. bis 12. Juli bis auf 6. Von 4 erwachsenen Personen starb eine an Lungenschwindsucht, eine an Lungenschlag, eine an Bauchfellentzündung, eine an RÜckenmarkentzündung. Ein Kind tm Alter von einigen Wochen starb an Krampfen, bei einem 3 Jahre alten Kinde war Tuberculose des Gehirns die Todesursache. — Gießen, 16. Juli. Auch bei dem gestrigen, zweiten Bilse-Concert war der Wenzel'sche Garten überfüllt. Das Programm bot des Interessanten genug: wir heben nur den Marsch aus Tannhäuser, die Ouvertüre zu Sakuntala von Goldmark,. Wotans Abschied aus der Walküre und die Ouvertüre zu den lustigen Weibern hervor- Alle Nummern wurden mit bewundernswerther Sicherheit und Accuratesse gespielt, ja bei den Streichinstrumenten konnte man Dank^ der günstigen Temperatur eine erhöhte Reinheit der Stimmung wahrnehmen. An stelle der Liszt'schen Tarantella war das Tongedicht von „Isoldens Liebestod" eingeschoben, das schon am vorhergehenden Tage eine bezaubernde Wirkung ausgeübt hatte. Von Solisten machen wir die Herren Cornelis Liägeois (Cello), Charles Mols (Piccolo-Flötes Hugo Türpe (Cornet » Piston) und Tivadaz Nachöz (Violine) namhaft. Sie zeigten sich als in allen Erfordernissen außerordentlich versirte Künstler. Herr Nachöz insbesondere bewahrte das Sprichwort, daß der Ungar seine Geige schon bei der Geburt mit auf die Welt bringe, so vertraut waren seine Beziehungen zu seinem Instrument. Das Wetter konnte für ein Garten-Concert nicht schöner sein. Die Gesammt- zahl der Besucher an beiden Concerttaaen beziffert sich auf 2800 Personen. Wie wir hören, wird Herr Musikdirector Bilse, der seine besondere Freude am Gießener Publikum gehabt hat, hier noch ein Concert, und zwar am 31. August, veranstalten. — Bet der anhaltenden großen Hitze machen wir die Bewohner -der Stadt darauf aufmerksam, daß nach einem Localreglement die Straßen täglich zweimal und zwar Morgens zwischen 6 und 8 Ubr und Nachmittags zwischen 12 und 2 Uhr mit reinem Wasser begossen werden müssen. Es empfiehlt sich das öftere Begießen schon im eigenen gesundheitlichen Interesse. — Gestern Nachmittag wurden mehrere Knechte zur Anzeige notirt, welche mit ihren Pferden den Fußpfad auf der Schoor nach der Nordanlage ritten. fielet iseiten Für 6enK Lczboo Di *VSi' eerein, W ofif «ii( üri ** § welche mit •ute Morgen c Mathilden? dem Herren» ^^beioiec jSS** der TodeS- ^vachsenen n Bauchfell- fßtn Wochen Gehirns die mcert war genug: wir l Goldmark,, bern hervor, ch'e gchieli. ihr eine er- rantella war am vorher- i machen wir ilöte', Hugo Sie zeigten. Nachez ins- i der Geburt .Instrument. >ie Gesammt- m. Wie wir im Gießener veranstalten. t 'der Stadt zweimal und d 2 Uhr mit gießen schon Seitens Kch bis ' Anhänge jemanden schritt ein, 1 welche in Ob alsdann letzterer Zeit ein Gewitter, lmgegenb an- hlotzeu nieder- ergen stürzten i Thälern, die le Ernte. SM t vom 10- aus cbeitet werden. zerstörte ober ch den Thucm .öden an. wotf mehrere stattgefunden, andmann sehr ^ständig ver- lN- H. /schlug gegen b«93** icht um 2 M 13 und 4 Wj ich biettf* ia so daß B^e wir foeJCT ®fl4em «»ü felnti 8.4 äftet- ®81’ Sitt« K* ST*’ gefiern eine '^liebet c?te hielte» betw, der 'Naus eiN Nicht outrtaaeb Raceboote: Rudergesellschaft Germania; 3) im vierruderigen outrigget Raceboot ohne Steuermann: Frankfurter Ruderverein und Rudergesellschaft Germania. Fürs sechSrudertge intrigged Raceboot liegt keine Meldung vor und fällt daher diese Race, sowie die unter Nr. 2, zu welchem nur ein Boot gemeldet ist, aus. Den Schluß bilden zwciruderiae inrtgged Raceboote für JuniorS; hier sind gemeldet: Bonner Ruderverein Kasteler Rudergesellschoft, Hanauer Rudergesellschaft und Germania Frankfurt. Für den zweiten Tag. 10. August, sind sieben RaceS vorgesehen. 1) Achtruderiges outrigged Raceboot. Gemeldet: Rudergesellschaft Germania (zwei Boote); Frankfurter Ruder-Verein, Offenbacher Ruder-Gesillschaft Undine. 2) Vterrudertges outrigged Raccboot' Frankrurter Ruder,Verein, Offenbacher Ruder-Gesellschaft Undine. Germanta- Hamburg und German a Frankfurt. 3) Im vterrudertgen outrigged Raceboot für Humors haben gemeldet: Koblenzer Ruderclub. Koblenzer Rudergesellschaft, Gießener Rudergesellschaft, Frankfmt-r Ruderverein, Mannheimer Ruderclu'o und Oberräder Rudergesellfchcst. 4) Einruderige Outrigged-Raceboote für Juniors: Frankfurter Ruder- verein Haßfurter Ruderverein. Münchener Ruderclub, Nordiska Roodfouentng Zürich und Seeclub Zürich. 5) Vierrudertge Inrtgged-Raceboote: Koblenzer Ruderclub, Koblenzer Rudergefellschaft. Gießener Rudergesellschaft, Oberräder Rudergesellschaft, Off nbacher Ruderverein und Germania Frankfurt. 6) Vterruderige Jnrtgged-Race» boote für Juniors: Heilbronner Rudergesellschaft Schwaben, Ludwigshafener Ruder- verein Frankfurter Rudergesellschaft Sachsenhausen und Germania. Auf zweiruderige Jnrtgged-Raceboote hat sich nur die Kasteler Rudergesellschaft gemeldet. — Der Appetit mancher Vögel ist außerordentlich. Eine Drossel verzehrt auf einmal die größte Schnecke. Ein Mann würde in demselben Verhältniß eine ganze Rmdskeule zum Mittagbrot) essen. Auch das Rothkehlchen ist höchst gefräßig. Man hat ausgerechnet, daß, um ein Rothkehlchen bet normalem Gewicht zu erhalten, eine Menge thiertscher Kost täglich erforderlich ist, die einem 14 Fuß langen Regenwurm gletchkommt. Nimmt man einen Menschen von gewöhnlichem Gewicht und vergleicht man seine Masse m-t der deS Rotkehlchens, so läßt sich berechnen, wieviel Nahrung er in 24 Stunden verbrauchen würde, wenn er in demselben Verhältniß wie der Vogel ißt. Gesetzt eine Wurst. 9 Zoll im Umfange, stellte den Regenwurm dar, so würde der Mensch 27 Fuß von solcher Wurst alle 24 Stunden verzehren. Es ist also erstaunlich, welche Thättgkeit von den insictenfressenden Vögeln entwickelt wird. Temperatur am 16. Juli (Mittags zwischen 11 und 12 Uhr). Wasserwärme der Lahn 2u° R. — Luftwärme 24° R. Rübs amen. AuS Oberhessen, 10. Juli. Die gegenwärtigen Nachrichten über die Choleragefahr und die allenthalben dagegen getroffenen Vorsichtsmaßregeln rufen bei und eine recht heitere Reminiscenz wach. Vor einer Reihe von Jahren trat in verschiedenen. Ortschaften de« Großherzogthums eine ruhrarttge Krankheit epidemisch auf und wurden deshalb die Bürgermeistereien von den Großh. Kreisämtern aufgefordert, über den Gesundheitszustand in ihren Gemeinden zu berichten. Ein biederes Ortsoberhaupt, welches eine poetische Ader in sich verspürte, that dies nun in folgender origineller Weise, indem es an das Kretsamt zu X. auf einem amtlichen Formular berichtete: „In unserem ---elau, He-rscht keine Cholerau. TieS berichten soll Der Bürgermeister Stoll." Der Herr Kreisratb. ein sehr jovialer Herr, welcher aber im Dienst sehr genau war, remtttirte sofort die Eingabe, nachdem er darunter geschrieben: „Im Dienst, da gilt kein Spaß, Es kost' 1 Thaler Knaß!" wodurch der poetische Bürgermeister von seiner Reimlust gründlich curirt worden sein soll.lN. H. D.) Verkäufe und Verpachtungen, Betheiligungen, Stetten-Vakanzen re. werden am sichersten durch Annoncen in zweckentsvrcchenden Zeitungen zur Kenntniß der bez. Reflektanten gebracht; die einlaufenden Offerten werden den Inserenten im Original zugesandt. Nähere Auskunft ertheilt die Annoncen-Expedition von Rudolf Mofse, Frankfurt a. M-, Roßmarkt Nr-3. Vertreter in Gießen: Heinrich Wallach, Marktplatz 8. 3975 TI» — J TT ü Pract Arzt in Frankfurt ä.M früher Assist. Dr. med. H, Gensch, V- Ricord’s, Paris, heilt rasch, gründl.u. u . „ Ll .. , Ä 7 ohne grosse Kosten alle Nerven-, Frauen-, *144 Haut- u. Geschlechtskrankheiten (Syphilis) nach eigener Methode. Sprechstunden 10—1 und 3—5. StiftRtriese 22 I. Auswärts brieflich Allgemeine Donnerstag den 17. Juli, Mittags 2 Uhr, .forlfetjiuio unö Schluß dcr Versteigerung des Mobiliars aus dem Nachlaß der Frau Ziegelstein. Es kommt dabei der Rest des Weißzeugs, 2 vollständige Betten, Weißzeugschrank mit Glasaufsatz, Küchenschrank mit Glasaufsatz, antiker 2thüriger Kleiderschrank, Secretär, Tische, Stühle 2c. zum Ausgebot. Hoffmann, Ortsgerichtsmann.4752 Vergebung von Zimmerarbeiten Für unsere in unmittelbarer Nähe der Station Stockhausen zu erbauende eiserne Brücke über die Lahn beabsichtigen wir das hölzerne Montagegerüst an einen leistungsfähigen Zimmermeister in Accord zu vergeben. Die Material-Lieferung ist veranschlagt zu 5820 der Arbeitslohn zu 3080 J