RV. LS8. Dienstag den 17. Juni 1884 iehener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. B*rt**t Schulstrahe 7. Erscheint tL-lich mtt Nvsnahme des traam Amtlicher Hheit. Preis vierteljährlich 2 Mark BO Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Lehrer-Conferenz des Conferenz-Bezirks Gieße»r Samstag den 21. Juni, Vormittags 9 Uhr, in Gießen. des Conferenz-Bezirks Grümberg: Mittwoch den 2 5. Juni, Vormittags 9 Uhr, in Gruuberg. _ Gießen, den 16. Juni 1884. ________ Büchner, Kreisschulmipector. ~ “ Edie talladung. Nachdem wider den nachstehenden im Bezirk der 49. Infanterie-Brigade ausgehobenen Rekruten Wilhelm Zeiß, geboren am 11. November 1862 iu Lolzheim, Kreis Gießen, der förmliche Desettionsproceß eröffnet worden ist, wird derselbe hiermit aufgefordert, sich wieder zu gefteUen, spätestens aber in dem auf Freitag den 31. Setober 1883, Vorwittag« 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Termm zu erschemen, widrigenfalls die wider ihn eingeleitete Untersuchung geschlossen, er in contumaciam für fahnenflüchtig erklärt und er m eine Geldstrafe von 150 des 3000 Mark verurthelttwerden Mrd. $uni lgg^ Großh. Gericht der Großh. Hess. (25.) Division. Aeutschlaud. Darmstadt, 14. Juni. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 14) enthält: 1. Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen, den Locomotw- Betrieb aus dem Material-Transport-Geleise von dem Bahnhof Alt-Offenbach nach der städtischen Gasanstalt zu Offenbach a. M. betreffend. 2. Ueberstcht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz für das Etatsjahr 1884/85 zur Erhebung genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Büdingen. 3. Ueberstcht der für das Jahr 1884 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse in den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Heppenheim. c 4. Ueberstcht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz für das Etatsjahr 1884/85 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Corn- In veir isvaetmscyen Religions-Gemeinden des Kreises Gießen. 5. Ordensverlechungen. 6. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. 7. Namensveränderungen. 8. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft: Am 29. Mai wurde der Gerichtsaccesstst Jacob Becker aus Rodau bei dem Amtsgerichte Zwingenberg als Rechtsanwalt zugelaffen; an dems. Tage wurde der Gerichtsaccesstst Hermann Katz aus Gießen bei dem Landgericht der Provinz Oberheffen als Rechtsanwalt zugelassen. 9. Militärdienstnachrichten: Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 9. Juni Se. Königl. Hoheit den Erbgroßherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein zum Seconde-Lieutenant ä la suite des 1. Jnfanterie-(Leibgarde-) Regiments Nr. 115 zu ernennen. 10. Dienstnachrichten: Am 19. Mai wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Hüttenthal Georg Fröhlich von der ihm übertragenen Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kirtorf auf sein Nachsuchen enthoben und bis auf Weiteres auf seiner bisherigen Stelle belassen; an dems. Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Philipp Rupp aus Bechtheim die erledigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hangen- Weisheim übertragen; an dems. Tage wurde der Aufseher am Gefängniß zu Darmstadt Heinrich Weinheimer zum Beschließer an demselben ernannt; an dems. Tage wurde der von dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau aus die erledigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Stockheim präsentirte Schulynts- aspirant Philipp Hartmann aus Groß-Zimmern sür diese Stelle bestätigt. 11. Charakterverl eihungen. 12. Concurrenzeröffnungen: Erledigt sind: Eine Lehrerstelle an der evang. Schule zu Nierstein mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemessenden Gehalt von 1000 bis 1350 eX Mit der Stelle ist die Hälste des Organistendienstes verbunden. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Lais mit einem Gehalt von 900 J-t. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Zwei mit kath. Lehrern und eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu Alzey mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemessenden Gehalt von je 1000 bis 1600 «M. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Flensungen mit einem Gehalt von 900 JL Mit der Stelle ist Kirchendienst verbunden. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dienheim mit einem Gehalt von 900 Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rembrücken mit einem Gehalt von 900 Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Berlin, 13. Juni. Der „Reichs-Anz." veröffentlicht das Gesetz gegen den verbrecherischen und gemeingefährlichen Gebrauch von Sprengstoffen. Es wird vielfach bedauert, daß § 8 desselben durch einen Milderungs-Antrag verschlechtert ist. Es wäre wohl das Beste gewesen, daß Jeder, welcher ohne einen obrigkeitlichen Erlaubnißschein im Besitz von Sprengstoffen betroffen wird, mindestens mit Gefängniß nicht unter einem Jahre bestraft würde. Das Nebel, welches bekämpft werden soll, ist so groß, ja, entsetzlich, daß die strengsten Strafen angezeigt sind. Neber das Dynamit-Attentat bei dem Niederwaldfeste wird nun bald die gerichtliche Untersuchung die Wahrheit an's Licht bringen. So viel erfährt man von gut unterrichteter Seite, daß es sich wirklich um eine von New-Iork aus geleitete Verschwörung gehandelt hat. Unrichtig ist es, daß das Denkmal oder das Kaiserzelt unterminirt gewesen sei. Der Mordversuch sollte gegen den Kaiser und dessen Umgebung aus dem Zuge nach dem Denkmal unternommen werden. Es haben sich auf dem Wege mit Dynamit gefüllte Wafferröhren gefunden und die zuerst von Herrn Eugen Richter gebrachte Ent- hüllung hat sich demnach im Wesentlichen bestätigt. Berlin, 14. Juni. In der unter dem Vorsitze des Staalsmivtsters v. Bötticher am 13. Juni abgehaltenen Plenarsitzung des Bundesraths wurde die Rechnung der Kaffe des Rechnungshofes für 1882/83 dem zuständigen Ausschüsse zur Vorberathung überwiesen. Dem Entwürfe eines Gesetzes, betreffend die Abänderung des Zolltarifgesetzes vom 15. Jult 1879, ertheilte die Versammlung mit einigen Abänderungen die Zustimmung. Durch diese Beschlußfassung wurde eine Eingabe, betreffend die Erhöhung deS Eingangszolle« auf Kakaopulver, für erledigt erklärt. Ablehnend beschieden wurden die Eingaben, betreffend den zollfreien Einlaß älterer Werke der Kunst und des Kunst- gewerbes; bie Zolltarifirung von Lederpappe; bte Zolltarifiruog von Kirschen-Zahn- pasta; die Zolltarifirung von Schteferblöcken. Die Versammlung genehmigte die am 13. Mat d. I. in Haag unterzeichnete Ltterarkonvention mit den Niederlanden und wählte für die Verhandlungen im Reichstage mehrere Comm-ssarien. Schließlich wurde über die geschäftliche Behandlung zweier Eingaben von Privaten Beschluß gefaßt. 14. Juni. Seine Majestät der Kaiser ist heute Vormittag hier eingetroffen. Allerhöchstderselbe wurde am Bahnhofe von dem Oberpräsidenten v. Bardeleben, dem Regierungspräsidenten v. Wurmb, dem Badecommtssarius v. Lepel-Gnitz, dem Landrath Rolshovcn und dem Bürgermeister Spangenberg empfangen. Außerdem waren die Geistlichkeit, die Generalität aus Koblenz, hier anwesende disttnguirte Badegäste und der Kriegerverein zur Begrüßung erschienen. Se. Majestät sah sehr wohl aus und fuhr, von der zahlreich Herbetgeströmten Bevölkerung mit begeisterten Hochs begrüßt, nach dem Kurhause. Das Wetter ist sehr schön. Karl-ruhe, 14. Juni. Die Thronrede, mit welcher der Landtag heute vom Großherzog geschloffen worden ist, weist auf die langen und mühevollen Arbeiten des Landtags und auf die treue und erfolgreiche Pflichterfüllung deffel- ben hin, giebt der Befriedigung über die Erfüllung der Erwartungen Ausdruck, die bei der Eröffnung des Landtags in Bezug auf die Ausbildung der öffentlichen Einrichtungen und die Förderung der geistigen und materiellen Interessen des Volks ausgesprochen worden seien und dankt den Ständen für ihre Einsicht, ihren patriotischen Sinn und ihre stete Bereitwilligkeit zum Zusammenwirken unter sich, wie zum Zusammenwirken mit der Negierung. Fast alle dem Landtag gestellten Aufgaben hätten eine befriedigende Lösung gefunden und den mannigfaltigen Bedürfnissen und Wünschen des Landes sei Rechnung getragen, insbesondere in Betreff der erweiterten Ausgestaltung der Rechtsordnung des Staatswesens, der inneren Organisation und der Selbstverwaltung der großen Communalver- bände. Die Beratungen über die landwirthschaftliche Enquete seien von großem Nutzen gewesen, die Regierung werde die bezüglichen Vorschläge und Anregungen unter Mitwirkung sachkundiger Kräfte einer abschließenden Behandlung entgegenführen. Eine gleiche Thellnahme und Fürsorge würden die Interessen des Kleingewerbes finden. Durch die Steuerreform auf dem Wege der Besteuerung des Einkommens sei die Grundlage für eine gerechtere Vertheilung der Lasten gewonnen worden; die Verhältnisse aller Staatsdiener hätten durch das Relicten- gesetz eine befriedigende Lösung erfahren. Am Schluffe heißt es, der Großherzog begleite die Abgeordneten mit dankbarer Gesinnung und mit treuen Wünschen in ihre Heimath, er hoffe, daß zu den Früchten der andauernden Arbeit auch der Segen des Himmels trete und daß eine reiche Ernte den Fleiß des Volkes belohne. Oesterreich. Wie«, 14. Juni. Nach einer Mittbeiluvtz der „Presse" ist bei den Konferenzen, zu denen bte am Verkehr der Nord- und Ostseehäfen beteiligten österreichischen Bahnen mit den betreffenden deutschen Bahnen am 11. und 12. d. M. in Antwerpen zusammengetreten waren, eine Revision, resp. Neuherstellurig M Verbandtarifs in Be- rathung gezogen worden. Schweiz. Bern, 14. Juni. Der „Bund" tischt an hervorragender Stelle seinen Lesern folgende Schauermähr aus: Von durchaus glaubwürdiger Seite wird uns aus Berlin geschrieben: Als zufälliger Ohrenzeuge eines Gesprächs deutscher Officiere erfuhr ich, daß die diesjährige Uebungsreise des Großen Generalstabs an unserer Grenze zwischen Basel und Schaffhausen sich abspieleu soll. Diese Reise sand voriges Jahr am Main bei Bamberg und Würzburg statt, es ist deshalb ein politischer Hintergedanke nicht nachweisbar. Ganz unzweifelhaft aber muß diese militärische Hebung in unseren benachbarten Cantonen Beunruhigung Hervorrufen und wird der Widerhall derselben in der Localpreffe auch in weitere Kreise getragen. Hat die Hebung also keinen politischen Hintergrund, so soll der Generalstab eine Gegend wählen, in welcher er ein Nachbarvolk, mit welchem das deutsche Reich int besten Einvernehmen leben zu wollen vorgiebt, nicht beunruhigt. Bon diesem Gedanken ausgehend, kann es also dem Vertreter der Eidgenossenschaft nur ein Wort kosten, um die Abänderung des Programms zu veranlassen, und (wenn dies auch nicht seine Sache ist) es kann ihm doch auch von anderer Seite der Dank mcht fehlen — ich meine von unseren bavischen Nachbarn. Die „Schweizer Grenzpost" bemerkt zu diesem kläglichen Angstruse sehr verständig: Der furchtgepeinigte Ohrenzeuge des „Bund" scheint von der Ansicht auszugehen , daß Generalstabs-Reisen wie etwa Turnübungen nur die Entwickelung der persönlichen Fähigkeiten der damit beauftragten Ofsiciere zum Zwecke haben, daß sie somit, wie jene, in irgend welchem beliebigen Locale vorgenommen werden können. Er hat keine Ahnung, daß die Resultate solcher Reisen gesichert und gesammelt werden und bleibendes Material für die Vorbereitung ber Lan- desvertheidigung bilden. Hnd natürlich werden von jedem Generalstabe ganz vornehmlich die Landesgrenzen, sowie das Gebiet des Nachbarn selbst einem sorgfältigen Studium unterworfen. Auch unser schweizerischer Generalstab hat sich von jeher die Erforschung der Landesgrenze zur besonderen Aufgabe gestellt, und noch vor wenigen Wochen konnte man in allen Blättern von einer derartigen Reise im waadtländischen Jura lesen, ohne daß unseres Wissens Herr Arago Namens der französischen Regierung unter Androhung des Ultimatums das Verlangen gestellt hätte, daß die schweizerischen Generalstabs-Reisen sich künftighin auf den unpolitischen Hintergrund der Thuner allmend zu beschränken haben. Wir hätten von der Meldung des „Bund" keine Notiz genommen, wenn wir nicht voraussehen müßten, daß dieselbe von der gesammten schweizerischen Localpreffe — welche bekanntlich mit vogelstraußlichem Appetit Hosenknöpfe als Knödel verschluckt — gierig ausgegriffen werden wird. Um so bedauerlicher ist es, daß ein ernsthaftes und im Ausland als officiös geltendes Organ sich zur Verbreitung solchen Unsinns hergiebt. (K. Ztg.) ßngtand. London, 14. Juni. Der Prinz und die Prinzessin von Wales sind heute Nachmittag hier eingetroffen. Spanien. Madrid, 14. Juni. Sieben Mitglieder der „Schwarzen Hand" sind heute früh in Xeres hingerichtet worden. Rußland. Petersburg, 14. Juni. Heute Nachmittag 2 Uhr hat der feierliche Einzug der Prinzessin Elisabeth von Hessen fiattgefunden. Die großfürstliche Braut fuhr mit der Kaiserin tn einer mit 8 Pferden bespannten Galakutsche, welcher der Kaiser, der König von Griechenland, der Großherzog von Hessen und die hier anwesenden Großfürsten zu Pferde, die Prinzessin Irene und Alix von Hessen und die Großfürstinnen tn Galakutschen folgten. Die Newsky-Perspective, welche der Zug passirte, war überaus prächtig geschmückt, Truppen bildeten Spalier und die zahlreich zusammengeströmte Bevölkerung begrüßte die Braut, den Kaiser und die Kaisern mit enthusiastischen Zurufen. Aegypten. Kairo, 14. Juni. Der Gouverneur von Dongola meldet heute, daß Berber gefallen sei. — Der deutsche Generalconsul wird mit dem nächsten Brindisi-Dampfer nach Berlin abreisen. Telegraphische Depeschm. WsW'S UU«t» Eorresporrdsm-Nrrreav. Grus 15. Juni. Se. Maj. der Kaiser hat heute Morgen die Brunnen- Kur begonnen und eine Promenade am Brunnen gemacht. Gestern waren mit Einladungen zum Diner bei Sr. Majestät der Oberpräsident v. Bardeleben, der commandirende General des 8. Armee-Corps, General-Lieutenant v. Loö, der Chef des Generalstabes des 8. Armee-Corps, Generalmajor v. Sobbe, der Regierungspräsident v. Wurmb und der Bade-Commissär, Kammerherr v. Lepel- Knitz, beehrt worden. Nach dem Diner unternahm der Kaiser eine Spazierfahrt nach Nassau. Warschau, 15. Juni. Heute Mittag brach im hiesigen Großen Theater Feuer aus, das aber bald gelöscht wurde. Der Schaden ist unbedeutend; nur ein Theil der Garderobe ist durch das Feuer zerstört. Ein wiedergcsundener Zweig der germanischen Eiche. Abgesandte der Boers sind in der deutschen Reichshauptstadt gewesen und haben bet Deutschland Freundschaft und Protection gefunden. Wie wird durch diese einfache Thatsache nicht der glückliche Wechsel der Zetten und der Fortschritte des deutschen Reiches tn allen Machlkreisen bewiesen! Vor zwanzig, ja, vor vierzehn Jahren noch zuckte man im Ausland über Deutschland die Achseln und die ausländischen germanischen Stämme wollten nichts von ihrer Gemeinsamkeit mit der großen germanischen Eiche wissen, die seit Jahrtausenden hauvtsächltch in Deutschland Wurztt geschlagen hat und Aeste und Zweige treibt. Nun ist es nahezu plötzlich ganz anders geworden. Deutschland, das Aschenbrödel von ehemals, ist eine stolze, siegeS- und kraftbewußte kaiserliche Maid geworden, die man erst beneidete, dann bewunderte und schließlich mit FreundschastSbewerbungen überhäuft. Ein verdienter Ruhm, durch nationale Thaten, ein riesenstarkes Heer, eine impontrende Flotte, ein im stetigen Wachsthum begriffener Welthandel haben dem deutschen Volk die «hm gebührende Stellung im Rathe der Völker gegeben und wie unter des Adlers schirmenden Fittigen finden sich schon vergessene germanische Stämme unter der deutschen Eiche ein. Wer hat vor zwanzig Jahren in Deutschland au die Boers, jenen urkräftigen, aus holländischen und deutschen Elementen entstandenen Stamm Südafrikas gedacht, und schwerlich hat auch damals kein Boer sich Deutschlands Namensverwandschaft ernsthaft erinnert. Nun sind sie plötzlich nach Berlin gekommen, der Präsident Krüger, der General Smith und andere Abgesandte der Transvaalrepublik haben dem Kaiser Wilhelm ihre Ehrfurcht bezeugt und mit dem stammverwandten Deutschland einen Freundschafts- und Handelsvertrag abgeschlossen. Gerade jetzt, wo sich Deutschland« Colonialpolitik mit Eifer nach Südweftafrika richtet, wird man diese Thatsache um so höher zu schätzen wissen. Zur Ehre der Boers wollen wir aber unfern Lesern Einiges aus deren Geschichte zurückrufen. Die Boers wohnten früher in Natal in Südafrika. Dort weideten sie ihre Heerden und erfreuten sich der vollkommensten germanischen Freiheit. Da drangen in den vierziger Jahren vom Capland her die Engländer in Natal ein und wollten den Abkömmlingen der alten holländisch - deutschen Ansiedler ihre Herrschaft aufzwingen. Die Boers dachten aber, Afrika sei groß genug, um den Rothröcken auszuweichen und wanderten hinüber in das fruchtbare Gebiet der heutigen Transvaal-Republik, die sie gründeten. Nicht lange ließ jedoch England die vor ihm zmückgewichenen Boers in Ruhe. Gierig nach dem Besitze ber kräftig Heranwachsenden Republik, hetzte die englische Regierung daö streitbare Negervolk der Zulus gegen die Boers und benützte die schwere Zeit, welche Über die Letzteren hereinbrach, um Transvaal zu annectiren. Es war ein Landraub, wie er nicht schmählicher gedacht werden kann; nicht auf einen Schatten von Recht vermochten sich die Engländer zu stützen. Die BoerS protestirten in London, wo man ihrer spottete. Wohl sind sie die besten Schützen und Retter der Welt und ein wetterhartes, kawpffrohcs Geschlecht; aber waS könnte das Häuflein gegen eine Großmacht auSrichten? So dachte man in England und trat ihr Recht mit Füßen. Die Boers aber, echte Germanen, warteten geduldig und zähe, biS die Stunde kam, in der str mit Aussicht auf Erfolg losschlagen durften. Da zogen sie muthig zu Felde, wie einst ihre Vorfahren gegen die Spanier, besiegten dr gab's - '8 Landes, heilen des r Sprend- mbvention ^Tewerbe- ür 1884/85 vereine an, ■10.9M nterhaltung kfachen und Mette und der Hand- mßge frier 'rjjvSerait ÄuiyuiUlU, ist prompt ;gc lewere t*ä» Ben 5)te 5' in bet toe, wie Ln wct Machten thUnb llch btefeier, eh-vber- ^Dttector A Amtes chn Weise ° 6ab ber inen gehen, ne antbro, Klasse« hrer diesen a Humbug, Gelegenheit n 7 Preise, t von Salat Der Boden shalb nahezu welche riesige Sch ff xW 60,000 W 2-3 F de- rab. Es ist \W' ind SrbeitS- der Schule r stüdtlschen Wien W Bei einem Met ange- tm Verzüge ib die Schule ?unb Kleid» । sich auch bei Strsskauuner- raehens gegen ■e« b-I»"W •« “E Aiarkemem fec WÄ fast yH M, «L w $rellt und — Dos Belgische Consulat in Frankfurt a- M hat im Auftrag des Belgischen Ministeriums m;t Schreiben vom 5. ds. der Kammer die Bedingungen und Documente über die im Jahre 1885 in Antwerpen stattfindende Weltausstellung Übermacht und die Ausstellung der besonderem Rücksichtnahme empfohlen. Bet der Wichtigkeit einer Beschickung der beregten Ausstellung seitens deutscher Aussteller sollen die oben erwähnten Bedingungen u. s. w. zur Kenntniß des hiesigen Bezirks mittelst VerLffent- ltchung gebracht werden. Wafferwärure der Lahn. Am 16. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: 14« R. — Luftwärme 12° R- Rübsamen. Schiffsnachrichten. Bremen, 12. Juni. [$er transatlantischen Telegraph.) Der Poftdampfer Habsburg, Cavt. Fr. Pfeiffer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 29. Mai von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten in Battimore angekommen. Bremen, 13. Juni. [93er transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer General Werder, Capt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 31. Mai von Bremen abgegangen war, ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. ____ _____ Repertoir der vereinigten Stadttheater;u Frankfurt a. M. Opernhaus. In der Zett vom 20. bis incl. 30 Juni: Ensemble-Gastspiel der Mitglieder des Königl. Theaters am Gärtnerplatz in München, unter Leitung des König!, bayr. Hofschauspielers Herrn Mox Hofpauer. Zur Aufführung gelangen: „Der Herrgott- schnitzer", „Prozeßhansel", „Im Austragstüberl". christlicher Religion ist und nach österreichischem Gesetz die Verheirathung zwischen Angehörigen dieser beiden Religionen verboten ist, hat die 13. Civilkammer hiesigen Landgerichts I. uuterm 24. Mai er. dahin entschieden, daß die Verschiedenheit der Religion innerhalb des deutschen Reichsgebiets kein Hinderniß zur Verheirathung sei, auch wenn die Brautleute im Auslande staatszugehörig sind, wo ein solches Verbot existirt. — Erft kürzlich ist wieder ein Transport von 163 Mann Angeworbener, bestehend aus 71 Holländern, 76 Deutschen, 7 Schweizern rc. nach Atchtn abgegangen. Es wartet ihrer etn trauriges Loos im fernen Lande, der Tod im Kampfe gegen den Feind, gegen das verderbliche Klima, gegen Stechthum und Krankheit. Die meisten Opfer lassen sich durch das Handgeld von 300 fl. ködern; hiervon haben sie 100 ft. dem Seelenverkäufer abzugeben, der sein Geschäft unter dem Deckmantel der Aus- kunftsertheilung über Auswanderung nach Amerika betreibt. Berlin, 9. Juni. Oberingenieur Frischen zeigte gestern den Mitgliedern der polytechnischen Gesellschaft eine Busennadel, in deren Mitte sich, von einem Kranz von Perlen umgeben, eine kaum erbsengroße elektrische Glühlampe befindet, die durch Druck auf den Knopf eines in der Hosentasche oder sonstwo verborgenen Akkumulators entflammt wird. Aehnliche Glühlampen werden bekanntlich bereits seit einiger Zett bei Ballets und dergleichen verwendet, um magische Beleuchtungseffekte hervorzurufen; die Lampen hatten dort aber immer noch die Größe einer Hasselnuß und der Akkumulator, den man mit sich führen mußte, etn Gewicht von 2Vz Kilogramm. Nunmehr ist e8 jedoch gelungen, das Gewicht des Akkumulators auf Vz Kilogramm zu verringern und ihm eine Form zu geben, die etwa einer Brieftasche gleicht, während die Lampe, wie schon erwähnt, kaum erbsengroß ist. Der Akkumulator muß selbstredend in gewissen Zwischenräumen, alle 8 Tage, neu geladen werden. Es macht einen überraschenden Eindruck, wenn man einem Herrn gegenübersteht, dessen Busennadel plötzlich in hellstrahlendem Lichte erglänzt. Das Licht, das natürlich nur so lange anhält, als man den Knopf ntederdrückt, ist so intensiv, daß man wohl im Stande ist, dabei zu lesen^ ^QCQnte Wellen für Milttäranwärter im Bereiche des 11. Armee-Corps.) Stationsort wird bei der Einberufung bestimmt, Kgl. Eisenbahnbetriebsamt Altena, 8 Schaffneraspiranten, je 65 X Remuneration, monatlich steigend. Frankfurt a. M., Oberlahnstein und Limburg, Bezirk des Kgl. Eisenbahnbetriebsamt Wiesbaden, Rangir- meisteraspiranten, anfänglich je 75 X, monatlich steigend. Cassel, Postamt, Packtt- träger, 700 X Gehalt jährlich und 180 X WohnungSgeldzuschuß. Blankenhain, Directorium des Karl-Friedrich-Hospitals, Htlfswärter bet Geisteskranken und Siechen 220 X jährlich und freie Station. Orantenftetn, Commando des Cadeltenhauses, 2 Revieraufwärter, 720 «X Gehalt jährlich, freie Wohnung, Feuerung und Licht für eine Familie. ______ Handel und Werkshr. Grünberg, 14. Juni. (Fruchtpreise.) Weizen X 19.20, Korn X 17.90r Gerste X 16.60, Hafer X 16.60, Erbsen .X 18.00, Linsen X 28.00, Lein X 30.00, Samen «X 00.00, Kartoffeln -X 3.90, Wicken 00.00. Frankfurt, 14. Juni. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu X 2.50—3.40, Stroh X 2.80—3.00, Eier das Hundert X 460—5.00, Butter 1. Qualität X 1.00, 2. Qualität X 1.10, Kartoffeln per Centner X 2.00—2.25, Kohlrabi 6-8 H pr- St, Erbsen 100 Kg. 19.50—27.50 X, Rothkraut pr. St. 00—00 Poularden X 0—0, Huhn X 1.50—2.20, 1 Ente X 3.00—4.00, 1 Taube 60-00 Hahn X 1.70—2.00, Gans X 0—0.00, Welsche X 7-12.— Gießen, 16. Juni. (Antwerpener Weltausstellung, Mai bis Octobec 1885.) Am 2. Mai 1885 wird in Antwerpen eine Weltausstellung eröffnet werden, deren Dauer wenigstens fünf Monate betragen wird. Sie umfaßt alle industriellen Erzeugnisse, sämmtltche Waaren, welche zu Handelsverkehr Veranlassung geben könnten, sowie alle Gegenstände und Werkzeuge, die irgend etn Interesse für die Schifffahrt bieten. Das Programm umfaßt die folgenden fünf großen Abthetlungen: Section L Unterrichtswesen; freie Künste und Kunstgewerbe; Sectton II. Industrie; Section IIL Seewesen und Handel; Fischerei und Fischzucht; Section IV. Electrtcttät; Sectton V. Acker- und Gartenbau. Dieselben zerfallen wieder in Gruppen und Klassen. Mit der Weltausstellung soll eine Ausstellung von Kunstwerken verbunden werden, zu welcher die SocietS Royale d'Enoouragement des Beaux-Arts die Künstler aller Länder ein» laden wird. Die Ausstellung nimmt einen Flächenraum von 220,000 Quadratmeter (22 Hectare) ein; etn Theil des „bassin de batelage“ wird für die Schifffahrt-Ab- thetlung reservtrt. Die Heugras- VerfteLgerrmih der cameralstscalischen Wiesen der Gemarkung Alten ' Buseck, Gießen und Wtpsk»ck findet statt: 1. In der Gemarkung Alten-Bufeck von 7 ha Donnerstag den 19. Juni, des Morgens 9 Uhr, bei Wirth Rabenau daselbst. 2. In der Gemarkung Wieseck von 41 ha Freitag den 2v. Juni, des Morgens 10 Uhr, bei Wirth Lenz daselbst, und 3. In der Gemarkung Gießen an demselben Tage, des Machmittag° 2 Uhr, bei Wirth Leib am Philosophenwald. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Credit bis zu 100 Mark gegeben. Gießen, den 12. Juni 1884. Großherzogl. Oberförsterei Gießen. Lang. 4039 Heugras- Versteigermig. Freitag den 20. Juni d. I., Vormittags 9 Uhr, soll das diesjährige. HeugraS der Gemeinde Königsberg von circa 90 Morgen auf den: Nathhaus daselbst meistbietend versteigert werden. Königsberg, den 14. Juni 1884. I. V. d. Bürgerm.: Scherer, 4113 Gemeinde-Einnehmer. Donnerstag den 19. Juni, Nachmittags 2 Uhr: werden im Hause der Frau B. Kann Wittwe an der Frankfurter Straße sehr rein gehaltene Damenkleider, Leibwäsche, Hausmöbel, dabei 2 neue Ovalspiegel mit Goldrahmen, 1 runder Tisch und Küchengeräthe -öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 15. Juni 1884. 4114 I. A.: Müller- Ortsgerichtsmann. 4110 Frische Erdbeeren bei C. 6. Kleinhenn. 4103 Großh. Ortsgericht. Müller. Keikgeöotenes. 4167 Hwei neue Fenster mit steinernen Bänken billigst abzugeben. Grünberger Straße 4. Farbige und schwarze Seidesisammet - Rester sind wieder eingetroffen bei 4109_____________Angnste Frieffe. Aycerm- Schweftlmilch-Seift (prämiirt 1882) aus der Kgl. B- Hof-Parfümeriefabrik D. Wunderlich, Nürnberg hat sich seit 21 Jahren enormen Ruf erworben zur Erlangung eines schönen sammetartigen weißen Teints und zur Beseitigung von Hautschärfen, Hautaus- schlägen, Sommersprossen, Flechten, Juckender Haut u. s. w- a 35 bei Herrn 4102 Hch. Wallach. Markts Dienstag den 24. Juni, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Orthgericht die Grundstücke des Christian Horeyseck Flur XIX/165 506 Meter Acker am Mittelweg, „ X1X/166 500 Meter Acker daselbst, „ XIX 167 300 „ . „ XIX/168 1137 „ M XXIX/79 2875 Meter Wiese am Erdkauterweg meistbietend versteigert werden und wird mit dem Zuschlag die Genehmigung er- theilt. Gießen, den 16. Juni 1884. Dienstag den 17. Juni, Nachmittags 2 Uhr, sollen Schiller st raße 9 parterre verschiedene Möbel, als: 3 Sopha's, Tische, Stühle, Kommode, eiserne und Holzbettstellen, 1 vollst. Gesindebett, 1 Schaukelpferd und sonstige Gegenstände versteigert werden. Im Auftrag: 4091 Müller, Ortsgerichtsmann. Allgemeiner Anzeiger. Gelnhausen. 3974 Gutes trockenes kleingespalteues Prima Brennholz (zerschnitten in Laugen von 20—95 Ctm.), die Waggon- ladung von 10000 Kilo franko Waggon Nidda zu!05 Mk., 5000 Kilo zu 54 Mk., liefert gegen Baarzahlung die Jirma J. Himmelsbach. Das Holz kann eingesehen werden auf der Dampfsäge in Eichelsdorf bei Nidda. Kauflustige belieben sich zu wenden an 4108 in allen Größen empfiehlt billigst OhristfitoBi Kosenberg, Ocean zu Dcean. Eine Schilderung des Weltmeeres und seines Lebens. Von A. v. Schweiger-Lerchenfeld. Mit 200 Illustrationen. Mit 12 Karbendruckbilderu, 15 rolorirteii Karte» und 30 Plänen im Tert. Erscheint in genau 30 Lieferungen ä 30 Kr. = 60 $ = 80 Cts. — 36 Kop. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen. -------Prospeete gratis. — Seinem Programme gemäß wird das Werk in nachfolgende Hauptabtheilungen zerfallen : 1. Das Meer (Physik des Meeres), 2. Die Oceane (Küsten und Inseln' Topographie der Oceane), 3. Die Organismen im Meere (Pflanzen- und Thierleben), 4. Das Leben auf dem Meere (Ethnographie, Fischer- und Schifferleben), 5. Das Meer im Eultnrleben (Kosmogonie, Geschichte und Sage, Handel und Seereisen, die Poesie des Meeres). A. Hartieben’s Verlag in Wien, I. Wallfischgasse I. __Seltersweg 3. lion ™ 1840 Bjl MM M WT TÄ Das bewährteste und am leichtesten zu w* MM JlBL Lw vertragende aller abführenden Mineralwässer, von den bedeutendsten Aerzten wie Bamberger, 6er- J m hardt, Immermann, Kussmaul, Kunze, Leube, Landen- V EJ JBy JBj berger, Nussbaum, Scanzoni, Spiegelberg, Winkel ete. empfohlen bei Verstopfung und deren Folgenübeln, WS ISESjft MW bei Leberleiden, Gallenstein, Hämorrhoiden, Magen- pj W B MM, und Darmkatarrh, bei Frauenkrankheiten, Congestionen zum Kopfe u. e. w. Broschüren etc gratis in den W Bl Apotheken und Mineralwasser-Depöts (in Giessen bei Hch. Wallach). 1840 Die Versendungs-Direction in Budapest. WENZEL’s «ARTEN (IIAtel Bellevue). Dienstag tlen 19. Juni 1884 t Grosses Kunstler-Concert ausgesührt von dem CorneL-QuarteLt des Frankfurter Opernhaus-Orchesters unter Mitwirkung des Solo-Flötisten Herrn Günther. PROGRAMM. 1) Das ist der Tag des Herm 2) a. Verlaffen . d. Jetzt gang' i an's Brünnele . 3) Serenade für Mte und Altcornet 4) Brautlied aus der Oper „Lohengrin" 5) Der frohe Wandersmann 6) Andante und Mazurka für Flöte . . C. Kreutzer. . Koschat. . Silcher. . Tit'l. . Wagner. . Mendelssohn. . Doppler. 7) Aennchen von Tharau .... 8) Czardas (nach Brahms) . . 9) An den Sonnenschein 10) In einem kühlen Grunde .... 11) Die Nachtigall, Fantasie-Polka für Flöte-Piccolo 12) Volkslieder-Potpourri Entree 35 Pfennig. — Anfang V Uhr. ryggr Bei ungünstiger Witterung findet das Concert im Saale statt. Entree 50 Pfennig. W . Silcher. . Müller. . Lachner. . Glück. . Mollenhauer. . Schreiner. 4094 Li&bqv 4124 t Uhrfeder-Corset's 4106 Ausgeführte Anlagen in Gießen: Fabrik-Neubau des Herrn 6g. Hch. Schirmer n. Fabrik-Neubau des Herrn IQmgspor. ----— “ ~ —___ r.,. - ... .... /r,. ___ 2550 von — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Redactton: A- Scheyda. Das Wundeebuch (6. u. 7. Buch Mosis) enth. Geheimnisse früherer Zeiten, sowie das vollst- siebenmal versiegelte Buch versendet für 5 Mark 3943] R- Jacobs Buchhandl., Magdeburg. 4119 Ein Mädchen, im Kochen und Hausarbeit geübt, mit guten Zeugnissen, wird gesucht. Neuen Baue 43, II. Etage. Mermiethungen. 4101 Ein kleines Logis und ein einzelnes Zimmer vermiethet Carl Euler II., Neustadt 52. Carl Stuckratln Möbelfabrik. Abfrage an Frau Wittwe Itouise Graf, wohnhaft im Hause des Herrn Daniel Schmall, Ludwigsplatz, in Giessen. Warum erhalten wir trotz unserm wiederholten Gesuch von Ihnen nicht einmal eine Empfangsanzeige über die haaren Mark SOO, die wir Ihnen vor zwei Monaten als Unterstützung sandten? # 4105 Die Verwandten in der Schweiz. Lony's Bierkeller. Die Wirthschafts-Eräffnung auf meinem Brerkeller zeige hiermit ergebenst an. Hm Md Grummktgras verkaufe von meinen Wiesen. 4021 H. Becker, Südanlagc 7. 4111 Auf sofort tüchtige Grdarbeiter gesucht von Albrecht Stein am Schoorgrabenbau, Ostanlage. €)• Keittecke Neuen-Bäue 17 empfiehlt sich in allen vorkommenden lithographischen Arbeiten bestens. Blilsableiler-Anteaget» werden billigst ausgeführt unter Garantie für theoretisch und technisch richtige Construction und vorzügliche Leitungsfähigkeit von der dyyu Mechanischen Werkstätte Herrn. Susis, Marburg. SW“ Cement von Dyckcrhosf Söhne in Amöneburg, W Sandsteinplatten, Treppentritte, Thonröhren, Tuffsteine und Kaminröhren, Thonplatten zu Flur- u. Küchen- belag, empfiehlt ß Hmi! Pistoar, 4104 Eine asteinstehende anständige Frau wird gesucht, die gegen freieKoft und Wohnung die Hausarbeit in einem kleinen Haushalte übernimmt. Wo? sagt die Expedition d. Bl. "4122 Dienstmädchen gesucht. „Stadt Mainz . Geschäfts-Verlegung. Hiermit die ergebene Anzeige, dass ich nunmehr noch 21 Wallthorstaasse 21 ein Ladengeschäft meines reichhaltigen Möbel-Ingers errichtet habe, welches ich bei geschmackvollster Auswahl und billigsten Preisen hiermit bestens empfohlen halte. Hochachtungsvoll empfiehlt seine Hand- Rasen-Mähmaschinen und liefert solche unter Garantie zu billigsten Preisen. 3199 Wiederverkäufer gesucht 4022 Zum Nähen und Flrcken empfiehlt sich eine Frau noch für einige Tage. Marktplatz 22 III. 4078 Eine gesunde Amme gesucht. Von wem? sagt die Exped- d- Bl. WermWIe Anzeigen. 4073 Ein tüchtiges Dienstmädchen wird zum 1. Juli bei gutem Lohn gesucht * Ludwigsstraße 52, Erdgeschoß. Tüchtige Vf eisabinder- und I/acKirer-GehilfeiM finden dauernde Beschäftigung gegen hohen Lohn bei Willi. Krauskopf 4097 in Betzdorf. Whographische Anstalt und Steindruckerei 4050 Alle Sorten Gemüse« u. Dickwurz. Pflanzen billigst zu verk. Carl Steinberger 3517 Ein flottes Spezereigeschäft verbunden mit Wirthschast, in frequenter Lage hiesiger Stadt, ist wegen vorgerücktem Alter des Eigentümers billig zu verkaufen durch 3* Blitz. P. L. Ellinger. Badetücher empfiehlt 4088 J, Cb. Retter. 4120 Ein sehr schönes Familienlogis von 3 Zimmern, Küche-, abgeschlossenem Corridor rc- sofort zu vermiethen. __W. Seulirrg. 4112 Große geräumige Scherrer zu vermiethen.________________Neustadt 41. 4125 Eine Wohnung von 4 Zimmern mit allem Zubehör zu vermiethen- ________________Chr. Schopbach. 4126 Der zweite Stock meines Hauses ist bis zum 1. September zu vermiethen, auf Wunsch auch früher. _____________Georg Noll, Gärtner. 3940 Westanlage 26 möblirtes Zimmer, zu ebener Erde, mit besonderem Eingang, zu vermiethen. 3880 Eine Stube miOtuche an em einzelnes Frauenzimmer zu vermiethen. ________Frau PH. Schlatter. _ 3995 Zwei gut möblirte Zimmer zu vermiethen. Louis Petri III. 2329 Das von Herrn Professor Kaltenbach bewohnte Haus an der Grünbergerstratze ist ganz oder getrennt, bis zum 1. Auli 1884, event. auch später beziehbar, zu vermiethen. 1475 Ein Logis zu vermiethen bei F. Fürst Wwe-, Neustadt 11- 3897 Laden mit Logis pr. sofort zu vermiethen. „ Isaac Strauß, Wallthorstraße 15. mit angrenzender Stube, sebr gut. Keller und Logis, sowie Laden mit Logis vr. sofort zu vermiethen. Ludwig Laug, 251 Marktstr. (Wetterg. 5). 4127 Unterm 23. Januar 1880 wurde mir für einen Keil 60 H und für einen Riesterstecken 2 20 in Summa 2 «A 80 berechnet. Ich frage hiermit die Wagner in Wieseck, zu welchem Preise mir ein ganz neues Riesterbrett geliefert werden kann. Philipp Krailing X., 4127 gen. Witt. 4128 Ein tüchtiger Spengler findet Beschäftigung. Habenicht, Lampenfabrik. 4118 Ein Kaufmann, militärfrei, mit besten Referenzen, sucht dauernde Stellung auf dem Comptoir eines hiesigen Fabrik = oder en-gros - Geschäfts. Gefl. Offerten befördert die Exped. d. Bl. 4121 Ein Schreinergesette gesucht- W. Müller, Steinstraße 48- la. Afric. Hartgries (Waizengries) ist wieder eingetroffen. 4117 H F. Raffauer. 4123 Die Friedrich Fürst's Wwe. beabsichtigt ihre Hofrarthe, Neustadt, Ecke des Tiefenwegs, bestehend aus großem Complex von Gebäuden, mit Laden, Wirtschaft rc-, sowie Lagerräumen, großem Garten an der Straße, zu jedem größeren Geschäftsbetrieb geeignet, aus freier Hand zu verkaufen- Die Gebäude können auch getrennt verkauft werden. Näheres bei ______Hoffmann, Ortsgerichtsmann. Ein für Fischer geeigneter alter Nachen zu verkaufen. Anzusehen in der Militär-Schwimmanstalt. 4115 Auskunft ertheilt die Erp, d. Bl. Alleinige Niederlage der berühmten 3027 4089 Ein Fafselochse zu verkaufen auf der Liebigshöhe. Das Gras von den Wiesen der H. M. Jughardt's Eheleute ist zu verkaufen. 1288 Klftr. Wiese auf der Hohleiche, 178 Klftr. Wiese am Gleiberger Weg. 4077 1 GrrmmibauM 2,70 Mtr. hoch, mit über 40 Blättern, abzugeben. Angebote vermittelt die Exped. d. Bl. 4055 Trockene Zimmerfpähne vr. Wagenladung billigst in die Stadt geliefert, empfiehlt Phil. Krauskopf, 4042 Rodheim a/Bieber. Jul. Diebhardt, Maschinenfabrik, Barmen, w (Nr. (Nr. Gie^ Graf des sogenannt« anftalten. $ von GervinW Der - Gieß Seit i Bad Ems, machen. Spä Badereisen an Fragen, theil diesjährigen $ drei Wochen t Quellen des 5 bringen! — eine 3ujammei dem Änige do Der al am vorigen Sa Vorlage eingeb läge über die nannte Vorlao aber die Frei hinziehende De Etat für das sehr scharfen Allgemeinen al zumal gegenüb freisinnigen AI Regierung, de Geh. Ober-Ju ichweifige M em, indem er Commifßon zm welche bau 1879/80 und W weitere Ar! ^?lheiten noc Mmehr von t Melbe den Ent ^"bder iännnD bu oefürrootUn ssnngße ftw fettige ’n d>r!-n Lagei S, Die Q, et N« mit ^mmenetnöeit. !«6eit3?<5 ei: Sy» £' » feit 51 •*8’