Nr. 89, «rstes Blatt Donnerstag dm 17. April 1884 ießener Anzeiger Amts- und Anzeigettatt für dm Kreis Gießen. Bnreaur Schulstr ah e 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. ae Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. erst morgen mit der Brigade Zusammentreffen. Die Brigade Briere ist auf dem rechten Ufer des Schwarzen Fluffes vereinigt Aus dem anderen Flußufer sind einige feindliche Abtheilungen bemerkt worden. Zwischen beiden Kolonnen, ist durch einen optischen Telegraph Verbindung hergestellt. Die Anamiten sagen, Honghoa sei geräumt. Pari-, 13. April. Aus Sontay vom 11. ds. wird gemeldet: Die. Brigade Negrier bombardirte am Mittwoch das vor Honghoa gelegene Dorf. Der Feind begann darauf, die Stadt zu räumen, nachdem er Feuer an dieselbe gelegt hatte. Die Brigade Briere passirte während des Rückzuges des Feindes den Schwarzen Fluß, um Honghoa von der Seite der Berge her zu umgehen. Dieselbe wird morgen in Honghoa einrücken. Die Chinesen fliehen in der Richtung aus Phulang. Pari-, 14. April. (Telegramm der „Agencs Havas.") Nach den jüngsten hier eingegangenen Nachrichten aus Shanghai findet die Meldung, daß die Kriegspartei daselbst die Oberhand gewonnen und Prinz Kung in Ungnade gefallen sei, durchaus keine Bestätigung, vielmehr wird versichert, daß die friedlichen Bestrebungen bei der chinesischen Regierung noch vorherrschen. Paris, 14. April. Gestern fand tn Montauban ein Banket statt, bei welchem der Minister Der öffentlichen Arbeiten erklärte, daß die Regierung im Sinne der Polttie Gambetta's fortfahre, nach Außen hm eine Politik des Friedens zu verfolgen, aber nicht eine der Entsagung, denn Frankreich wolle seine Interessen verthetdtgen. Die Regierung sei bemüht die Republik im Innern stark und fest zu machen. — Der Ministerpräsident Ferry, der Kriegsminister Campenon und andere hervorragende Personen sind gestern Abend in 6at)or§ eingetroffen und von der Bevölkerung mit Beifall begrüßt worden. Heute findet die Enthüllung des Standbildes Gambetta's statt, wöbet der Miwsterpräsident Ferry die Rede halten wird. Cahors, 14. April. Der Ministerpräsident Ferry und die Übrigen mit demselben etngetroffenen M tglieder des Cabinets empfingen heute die Spitzen der Behörden. Der Bischof, umgeben von der Getstlichkeii, betonte den Vertretern der Regierung gegenüber seine Ergebenheit für die letztere und hob hervor, die ihm unterstellte Geistlichkeit gehöre der republikanischen Partei an. Ferry dankte und sprach den Wunsch aus, das Coueordat, das Band, welches die Kirche mit dem Staate verbinde, aufrecht zu erhalten. Italien. Rom, 11. April. Die Nachricht, daß die italienische Regierung Ge- nugthuung verlangt habe wegen der Execution zweier auf einem italienischen Schiffe ergriffenen Insurgenten in Port-au-Prince wird unterrichteterseits als unrichtig bezeichnet mit dem Bemerken, daß die beiden Insurgenten im Gegen- theil in Folge der Schritte des italienischen Vertreters sofort freigelassen worden seien. England. London, 14. April. Dem „Reuter'schen Bureau" wird aus Shanghai gemeldet-in amtlichen Kreisen verlaute, daß die chinesischen Gesandten Marquis Tseng und Li-Fong-Pao ubberufen werden sollen. — Nach hier eingegangener Meldung aus Loando vom 17. März ist der Asrikareisende Dr. Pogge gestorben. London, 13. April. Dem „Observer" wird aus Kairo vom heutigen Loge gemeldet, daß nach dort etngelaufenen Berichten die Verbindungen von Berber zu Lande und zu Wasser unterbrochen seien. Die Rebellen hätten bedeutenden Zuzug erhalten und machten Einfälle in die Stadtumgebung. Der Gouverneur rufe die Hülse englischer Truppen an. ,L _ Birmingham, 11. April. Em Individuum, welches sich Denman nannte, dessen wahrer Name aber Daly ist, wurde heute in Birkenhead verhaftet. In seinem Besitze wurden 3 Bomben und mehrere Flaschen gefunden, deren Inhalt Nitroglycerin sein soll. Daly wohnte seit 6 Monaten in Birmingham, wo er unausgesetzt polizeilich überwache wurde, da die Behörden Grund zu der Annahme hatten, daß er ein Abgesandter der irischen Dynamitparter sei. Am verflossenen Mittwoch war Daly nach Birkenhead gereist, wohin ihm Detektioes folgten, die ihn heute früh verhafteten. Abends wurde ein zweites Individuum, Namens Egan, bei dem Daly gewohnt hatte, als Mitschuldiger verhaftet. In der Wohnung desselben, wurden ebenfalls Explosionsstoffe vorgefunden. t Liverpool, 12. April. Die Höllenmaschinen, welche bei dem m Birkenhead verhafteten Daly gefunden wurden, finD identisch mit denjenigen, die bei den Explosionen auf dem Victoria-Bahnhofe und auf anderen Londoner Bahnhöfen aufgefunden wurden.. Die Polizei schließt daraus, daß Daly an diesen Explosionen betheiligt gewesen ist. Halifax, 12. April. Die Untersuchung über den Untergang des Dampfers „Daniel Steinmann" ist vorläufig geschloffen worden. Schweiz. Bern, 14 April. Das eidgevöisische Justizdepartement fordert die Regierung von Bern und Neuenburg^jauf, weitere Störungen der Salutisten - Versammlungen zu verhindern. Serbien. Belgrad, 14. April. Die gestrige Gedächtnißfeier der Befteiung Serbiens durch Mtlosch Obrenovics verlief programmmäßig; der König und dte Königin empfingen die Hohenwürdentrager, später fand eine Parade über die Truppen statt. Abends war die Stadt glänzend erleuchtet. Aegypten. Kairo, 11. April. Wie aus Suakim vom heutigen Tage gemeldet Deutschland. Darmstadt. 15. April. Ihre Maj. die Königin Victoria und Ihre Königl. Hoheit die Prinzessin Beatrice von England haben ihre Abreise nach Darmstadt um einen Taa verschoben und werden nunniehr Donnerstag den 17. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, hier eintreffen. Berlin, 12. April. Die Besserung des Kaisers schreitet in erfreulicher Weise fort. Se. Majestät konnten bereits wieder längere Vorträge entgegennehmen, dursten jedoch noch nicht das Zimmer verlaffen. — Die ,,Germania" veröffentlicht eine Zuschrift des Fürsten Bismarck, durch welche alle von der „Germania" über ein zu strenges Verfahren Oesterreichs in Triest, die Agitation der Wiener Nunciatur gegen Italien rc. gebrachten Nachrichten für unrichtig erklärt werden. Der Botschafter v. Keudell habe eine derartige Besprechung mit den, Ministerpräsidenten de Pretis niemals gehabt, habe Letzteren auch am 21. März d. Js. weder gesprochen noch gesehen. Köln, 14. April. Der heute im Gürzenich stattgehabte rheinische Katholikentag war von eiwa 4000 Personen besucht. Dr. Braubach eröffnete die Versammlung und erklärte, dieselbe sei aus eigener Initiative zusammengekommen, nicht nur aus Veranlassung der Centrumsfractton, um den Wünschen und Beschwerden der Katholiken in gerechten Forderungen Ausdruck zu geben. Freiherr v. Lohe Übernahm den Vorsitz. Nach dreistündigen Vrrhandlungen wurden einstimmig folgende vier Resolutionen beschlossen: Erstens erkennt dte Versammlung den von ihr getrennt lebenden Erzbischof Melchers als ihren rechtmäßigen Oberhtrten an und bleibt ihm treu und ergeben. Zweitens erneuert die Versammlung den Protest gegen den Culturkampf, verlangt die Zurückberufung der Erzbischöfe von Köln, sowie von Posen und Gnesen und weist auf dte verwaisten Seelsorgerstcüen und daS stetige Anwachsen der gesperrten Gehälter. Drittens fordert die Versammlung auf, so lange im heiligen Kampfe für dte Freiheit der Kirche auszuharren, bis wieder erfüllt sei, was ein feierliches Königswort bet der Besitzergreifung der Rheinlande verhieß. Viertens spricht die Versammlung den Mitgliedern der Centrumsfractton des Reichs- und Landtages für ihren bisherigen un- erschütt-rlichen Muth ihren wärmst-n Dank und freudige Anerkennung aus. Kaiserslautern, 12. April. In Weitersweiler feuerte gefreut Nachmittag während des israelitischen Gottesdienstes ein Geisteskranker, Namens Blum, mehrere Nevolverschüffe in der Synagoge ab, wodurch drei der Anwesenden schwer verwundet wurden. Neustadl a. d. Haardt, 14. April. Die heutige Versammlung der süd- und südwestdeutschen Nationalliberalen war äußerst zahlreich besucht. Oberbürgermeij^r Miquel auS Frankfurt a. M. sprach in längerer, vielfach mit lang anhaltendem Beifall aufgenommener Rede über die Heidelberger Erklärung bezüglich der Zoll- und Steuer-, sowie der Socialpolttik, Eckard (Mannheim) behandelte die allgemeinen politischen Verhältnisse, Dr. Buhl die Arbeiter-Versicherung. Schließlich wurde einstimmig eine Resolution angenommen, in welcher die Versammlung erklärt, der Heidelberger Erklärung beizutreten und den Landesparteien zu empfehlen, sich der Organisation der nationalliberalen Partei des Reiches anzuschließen. Hamburg, 12. Avril. Der frühere Affecuranz-Director ist vom hiesigen Landgericht heute wegen Betrugs in 44 einzelnen Fällen zu dreijährigem Gesängniß, sowie zum Verluste der Ehrenrechte auf 3 Jahre verurtheilt, von der wegen Unterschlagung und Untreue erhobenen Anklage aber freigesprochen worden. Lübeck, 12. April. Die Leichenfeierlichkeit für Emanuel Geibel fand heute Vormittag 9 Uhr in der Marienkirche statt, in deren Mitte der mit Blumen und Kränzen bedeckte Sarg aufgestellt war. Die Kirche mar von zahlreichen Deputationen und Vereinen dicht gefüllt. Die Feier begann mit einem allgemeinen Gesang, nach welchem von dem Hauptpastor Trümmer, einem Schwager des Verstorbenen, die Trauerrede gehalten wurde. Nach dem Gebet wurde der Sarg unter Gesang und Orgelspiel von dem Kriegerverein aus der Kirche getragen. Den Zug eröffneten mehrere Vereine, dann folgte der Leichenwagen, hinter welchem die Familie des Verstorbenen und die übrigen Leidtragenden, darunter mehrere Schriftsteller, wie Lindau, Hopfen, Groth, Deputationen von dem Senat und der Bürgerschaft, das Officier-Corps, Gelehrte, gewerbliche Vereinigungen, Turn- und andere Vereine, sowie zahllose Wagen folgten. Der fast eine Stunde lange Zug bewegte sich durch die mit Flaggen decorirten Straßen unter dem Geläute aller Glocken nach dem Kirchhofe, wo der Sarg durch das von den Gewerken gebildete Spalier nach der Gruft getragen und unter Trauermusik und Gesang in diese hinabgesenkt wurde. Pastor Lindenberg aus Neisse hielt die Grabrede, welcher zum Schluß das Gebet folgte. Das kronprinzliche Paar, die Großherzogin-Mutter Alexandrine von Mecklenburg-Schwerin und der Reichskanzler Fürst Bismarck hatten Kränze auf den Sarg niederlegen laffen. Metz, 12. April. Der Gouverneur von Metz, General von Schwerin, ist gestern Abend von einem Schlaganfall betroffen woroen, sein Zustand soll >r „Lothr. Ztg." zufolge bedenklich sein. Metz, 14. April. Der Gouverneur von Metz, General von Schwerin, ist gestern Abend gestorben. Hesterreich, Wien, 12. April. Wie das „Fremdenblatt" vernimmt, hat der Kaiser zur Herstellung eines zweiten Gebäudes für das deutsche Landestheater in Prag 10,000 Fl. aus seiner Privat-Chatulle gespendet. KrarrLreich. Pari-, 12. April. Aus Sontay vom 10. ds. wird gemeldet, daß die Brigade Negrier durch ihre Artillerie aufgehalten wurde, welche mit großen Schwierigkeiten in Dschunken stromaufwärts befördert wird. Dieselbe dürste wirb, ist ein Bataillon egypüscher Truppen in der Stärke von 827 Mann mit 7 englischen und 32 egyptischen Osficieren eingetrosftn, um Suakim zu besetzen. 500 Mann englische Marine-Infanterie werben von Alexandrien erwartet, sobald dieselben eintreffen, werden die übrigen englischen Truppen abmarschiren. Kairo, 14. April. Die englische Reg'eruug har den Mächten Vorschläge zur Lösung der finanziellen Schwierigkeiten Egyptens gemacht- In derselben wird auch bte Entlassung der Armee des General Wood proponirt. Telegraphische Lepescher«. tsLsgr. Lsr-re?p-otLdrKL°DWLe.Lrr» Berlin , 15. April. Se. Maj. der Kaiser nahm heute Vormittag Vorträge, sowie eine große Zahl militärischer Meldungen entgegen und empfing den Erbprinzen von Meiningen, welcher sich vor dem Antritt eines dreimonatlichen Urlaubs vom Kaiser verabschiedete. Nachmittags censerirte Se. Majestät mit dem Ches der Admiralität, Generallieutenant v. Caprivi, und arbeitete mit dem Generallieutenant v. Albedpll. Berlin, 15. April. Die „N- A. Z." bezeichnet die Nachrichten, welche von den Zeitungen über Verhandlungen mit dem Oberbürgermeister Miquel wegen dessen Eintritts in das Ministerium gebracht wurden, ausnahmslos für eine Erfindung. Der Fürst Reichskanzler habe den Oberbürgermeister M quel bet dessen letzter Anwesenheit in Berlm zu sehen gewünscht, dieser Wunsch habe sich ober nicht verwirklichen lassen, weil der Oberbürgermeister M'quel bereits vor Empfang der Einladung Berlin verlassen gehabt habe. Fürst Bismarck könne umMiquel's Persönlichkeit willen, wie auch wegen dessen hervorragender Stellung in einer angesehenen Fraktion und wegen dessen Eigenschaft als Oberbürgermeister Frankfurts das Bedürfnttz zu einem Verkehr mit M quel haben, ohne datz man daraus auf eine Mintsterkxise oder auf Verhandlungen über Besetzung wcht vakanter Stellen schließen dürfe. c K — Die „N- A. Z." erblickt in der Ausnahme der russischen Eisenbahnanleihe einen charakteristischen Umschwung gegen früher. Diese Maßnahme werde mit vollem Vertrauen als ein Schritt zur Consoltdirung der inneren Verhältnisse des Czarenreichs angesehen und dieser Eindruck werde noch.verstälkt durch die Thctlnahme der preußischen Seehandlung an der Finanzirung. BreSlau, 15. April. Die „Schles. Volks-Ztg." will wissen, Ledochowski verzichtete aus das ErzbisLhum Posen-Gnesen. Der Papst habe die Resignation angenommen. Paris, 15. April. Eine Depesche Millot's aus Houghoa vom Heutigen bestätigt die Occupation der Stadt. Er meldet, die Citadelle sei durch eine combinirte Action genommen worden, indem die erjte Brigade den Feind umging, die zweite ein Bombardement von der Front aus mit schweren Geschützen eröffnete. Der niedrige Wafferstand verhinderte die Mitwirkung des größeren Theiles der Flotte. Nur zwei Kanonenboote konnten an dem Angriffe Theil nehmen. — Ein Telegramm aus Honghoa vom 12. April meldet: Millot sei Mittags ohne Kampf in die Stadt eingezogen, die gänzlich geräumt war. Die Artillerie war sortgeschafft, die Häuser waren zum Theil zerstört. Paris, 15. Avril. Auf dem gestrigen Banket in Cahors toastete Ferry auf die Einigkeit der republ kanischen Partei. — Nachrichten aus Anzin sagen: Die St mmung her Strikenden ist erheblich günstiger und die Wiederaufnahme der Arbeit m größerem Maßstabe demnächst zu erwarten. Cahors, 15. April. Bei der Enthüllung der Statue Gambetta's drückte Feny seinen Schmerz über das frühe Hinscheiden Gambetia's aus, das eine nicht auszu- füllende Lücke gerissen habe. Gambetta's Andenken werde nicht erlöschen, weil es verknüpft sei mit den tiefen Schmerzen des Vaterlandes; es könne nur noch wachsen in der Unparteilichkeit der Geschichte. Die Liebe zu Frankreich sei die ihn bebuschende Leidenschaft gewesen, für Frankreich habe Gambetta in 12 Jahren mehr Kräfte aufgewendet als sonst in einem langen Leben möglich sei. Der Kriegsminister brachte Gambetta die Huldigung der Armee dar. Gambetta habe die nationale Vertheidigung organisirt, niemals verzweifelt an der Rettung des Vaterlandes. Tie Liebe zu Frankreich habe Gambetta zu guter Stunde belehrt, daß eine Natron in der Welt nur unter der Bedingung mitzähle, daß sie stark und jederzeit bereit sei, die Rechte anderer zu respektiren, aber auch ihr Blut zu vergießen für die Veribeidigung ihrer Heimath und Hrer Ehre. Die Armee werde Gambetta^ niemals v-rg-ssen. Nom, 15. April. Dem Vernehmen nach wird in der nächsten Zeit eine päpstliche Encyklika gegen das Freimaurerthum erscheinen, in welcher zugleich die Entwickelung des Religionsunterrichts in den katholischen Vereinen und Arbeiter-Vereinen empfohlen wird. Petersburg, 15. April. Durch kaiserlichen Ukas vom 8. April (27. März) erfolgte die Ernennung des bisherigen Gesandten in München, v. Staal, zum Botschafter in London. — Wie die deutsche „Pctersb. Ztg." erfährt, hat die Juden-Commission einen Theil ihres Programms erledigt, nämlich die Sammlung und Sichtung aller in Groß- Rußland, Kleinrußland und Liithaurn erlassenen Gl setze über die Juden auS dem 17. unb 18. Jahrhundert. Nunmehr werden die modernen Gesetzesbestimmungen, welche in Rußland sowohl wie in den übrigen Ländern Europas erlassen sind, zusammen- aestellt und den dritten Theil der Aufgabe der Commission bilden und dann die Be- reuchtung und Begutachtung des gefammten Materials, sowie die Begründung der zu empfehlenden Maßregeln. Eharrghai, 15. April. Das „Bureau Reuter" meldet: Der Dtceköni- verr Canton ist wegen Nichtbefolgung der ihm ertheilten Befehle öffentlich degradirt worben. — Chinesische Ofsiciere, die verantwortltch für den Verlust von Bacnivh angesehen werben, wurden zur Enthauptung verurtheilt. — In der Administration werben wichtige Veränderungen erwartet. Eine allgemeine Rekrutirung für die chinesische Armee ist angeordnet. — Der Gouverneur von Zunnan ist nach Peking beschieden, woselbst derselbe tMBmBBBMB—W111 IIIIII Bill IIIHlJiilllllUh'iill —H Lokales. G. Gießen, 16. April. (Sterblichkeit in Gießen.) Die Sterblichkeit war während der Woche vom 6. bis 12. April wieder eine geringere, da sich im Ganzen nur 6 Todesfälle ereigneten, darunter einer bei einem vierjährigen Kinve von auswärts, welches dem Scharlach erlag. Von den erwachsenen Personen starb je eine an Altersschwäche, Schlagfluß, organischer Herzkrankheit, Bauchfellentzündung, Krebs. zur Verantwortung gezogen werden soll. Man hält die augenblickliche Situation in Peking für kritisch- m . — Der Vtcrkönig von (Santon anerkennt sein Vergehen unb verlangt Bestrafung. Die Kaiserin hat als Zeichen der Gnade den Unhetlsspruch verschoben und daS Departement für Civilangelegenheiten angewiesen, Untersuchungen über bte Führung des Vicekönigs anzuftellen. Inzwischen wird der Vicrköntg auf seinem Posten verbleiben. Prinz Chun, Vater des jetzigen Kaisers, ist zur Leitung der auswärtigen Angelegenheiten in Verbindung mit dem großen Rathe des Reichs ernannt worden, bis Der Kaiser selbst die Regierung übernehmen wird. Vermischte-. Mainz. (Zehntes mittelrheinisches Musikfest.) Nachdem die sämmt- lichen Commissionen für das vom 6. dis 8. Juli d. I. hier ftattfcndende Musikfest gebildet sind und ihre Thätigkeit begonnen haben, sind folgende Mittheilungen wohl von allgemeinem Interesse. Allem voran ist zu bemerken, daß noch kein mittelrheinisches Musikfest einen so starken Chor aufzuwetfen hatte. Derselbe besteht aus 1060 Damen und Herren und vertheilt sich auf die einzelnen mitwirkenden Vereine folgendermaßen: 263 202 247 348 Diesem Chor wird sich ein aus den Theaterkaprllen von Mainz, Mannheim, Darmstadt und Wiesbaden zusammengestelltes Orchester von 140 Personen zugestllen. Ebenso wird ein Orgelwerk von 30 Registern für diesen Zweck aufgestellt. Als Solisten sind engagirt: Frau Sachse-Hofmeister aus Berlin (Sopran), Fräulein Spies aus Wiesbaden (Alt), Herr E- Götze aus Köln (Tenor) und Herr I. Standigl aus Karlsruhe (Baß). Der Festdirigent ist Herr Kapellmeister Fr. Lux in Mainz. Zur Aufführung gelangen folgende Werke: Am erstm Tage: 1. Ouvertüre „Zur Weihe des Hauses" von Beethov n. 2. „Messias", Oratorium von Händel. Am zweiten Tage: 1. Eine Faustouverture von R. Wagner. 2. Der 23. Psalm, für Frauenchor, von Franz Schubert. 3. Coriolan, dramatifche Scene für Männerchor, von Friedrich Lux. 4. Symphonie (B-dur) von Rod. Schumann. 5. Triumphlied, für Stimmigen Ehor, Orchester und Orgel, von Joh. Brahms. Am dritten Tage: Vorzugsweise Soliften-Concert, eingerahmt von Chören auS den Hauptwerken der beiden ersten Tage. Zugleich wird die Feier deS fünfzigjährigen Bestehens der Mainzer Liedertafel stattfinden unb daS ganze Fest Abends mit einem großen Festballe in der Stadthalle beschlossen werden. Sopran Alt Tenor Baß 1. Bingen, Cäcilienverein 22 14 8 14 2. Darmstadt, Musikoerein 38 40 14 20 „ Mozartverein — — 20 30 3. Gießen, Akademischer Gesangverein 36 30 16 32 4. Mainz, Liedertafel und Damen-Gesangverein 70 50 32 68 „ Männergesangverein — —— 46 46 „ Lieberkranz — 43 39 „ Sängerkranz — — 22 20 5. Mannheim, Musikverein 32 13 2 6 6. Offenbach, Sängerverein 20 20 18 28 7. Wiesbaden, Cäcilienverein 20 20 10 20 8. Worms, Musikgesellschaft unb Liedertafel 25 15 16 25 Handel und Verkehr. Frankfurt, 15. April. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Angetrieben waren 500 Ochsen, ca. 30 Bullen, ca. 500 Kühe und Rinder, ca. 415 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. OuaL 68—00, 2. Qual. JL 58—64, Kühe und Rinder 1. Qual. .^L 60 —65, 2. Qual. JL 50—55, Kälber 1. Qual. 60—00, 2. Qual. 52—54 per 100 Pfund Schlachtgewicht. Grünberg, 12. April. iFruchtpreise.) Weizen 00.00, Korn JL 00.00, Gerste JL 16.00, Hafer 18.00, Erbsen dt 19.50, Linsen «M. 17.00, Lein 00.00, Samen JL 00.00, Kartoffeln Jk 4.00, Wicken 00.00. Kepertoir der vereinigten Stadttheater;u Frankfurt a. M. OpernHsus. Donnerstag den 17. April: Die Maccabäer. Freitag den 18 April: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Wilhelm Tell (Schauspiel). Außer Abonnement. SamStag den 19. April, Nachmittags 3Vr Uhr: Struwwelpeter. Außer Abonnement. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Die lustigen Weiber. Sonntag den 20. April: Loh eng rin. Lohengrin: Herr William Müller vom Hoftheater in Berlin als Gast. Schauspielhaus. Donnerstag den 17. April geschloffen. Freitag den 18. April: Der Blitz. Samstag den 19. April: Freund Fritz. Hierauf: So sein se! Anfang 7 Uhr. Sonntag den 20. April: Der Probepfeil. Montag den 21. April: Zum ersten Male wiederbolt: Harold. Gottesdienst in der Synagoge. Osterfest: Mittwoch Abend 735 Uhr, Donnerstag Morgen 8 0 Uhr, Donnerstag Mittag 3 Uhr, Donnerstag Abend 7i0 Uhr. Freitag Abend 615 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 750 Uhr. Allgemeiner Anzeiger. MEorHeruug, einen verlorenen Versicherungsschein betreffend. Der von der hiesigen Lebensversicherungsbank f. D. auf das Leben des Pfarrers Herrn Ludwig Christian Gustav Cigenbrodt zu Steinbach ausgestellte Versicherungsschein Nr. 119953 vom 2. Februar 1867 über 1000 Thlr. (3000 Mark) ist abhanden gekouuuen und bis jetzt nicht aufzufinden gewesen. Der etwaige Inhaber dieses Scheins wird deshalb hiermit aufgefordert, sich vor Ablauf der Verjährungsfrist, d. h. bis spätestens den 9. Mai 1884 unter Einreichung des Versicherungsscheins bei uns zu melden, indem Ansprüche, welche erst nach jenem Termin auf die fragliche Versicherungssumme und die Äamit verbundenen Dividenden gemacht werden, keine Berücksichtigung finden .önnen. Gotha, den 7. April 1884. 2655 Das Dnreau der Lebensversicherungsbank f. D. Zter Saison empfehle in reichhaltiger Auswahl Unterjacken und Unterhosen, sowie Unterröcke, Strümpfe, Sommerhandschuhe in verschiedenen Qualitäten, Glacehandschuhe, Herren- und Damen-Kragen und -Manschetten, Halsbinden, Taschentücher, Uwhängetücher, Krausen re. Ebenso mache auf das Neueste in Knöpfen und Besatzartikeln aller Art, sowie auf mein Lager in wollenen und baumwollenen Garnen aufmerksam. — Billigste Preise. 2690 Jean Boeck, WMhorflrasie 18. Pensionäre 2674 2669 Ein braves Mädchen vom Lande finden Aufnahme bei einem Beamten, ge- wird als Kindermädchen gesucht tm wiffenh. Aufsicht. Wo? sagt d. Exp. d. Bl. Darmstadter Ha-us- offerirt 2678 2675 Ebel. 2651 Ml. Eichen-Stämme mit 4% Fstrn. 2650 Die Zusammenkunft ist auf dem 2682 Wagner. flirt a. M. fiehlt 1164 Papierhandlung u. Buchbinderei. Amendt, Oberförster. 2681 rold. 2680 Der Vorstand. 10,000 4000 3000 2000 1000 36,000 G-corg Noll, Gärtner, Licher-Straße. Berathung. 2660 18 113 597 580 74 44 186 4700 3400 16 28 Streitwaldswasen am Weg von Geilshausen nach Weitershain. Bemerkt wird noch, daß das Bau-, Werk- und Nntzholz Zuerst zur Versteigerung kommt. Geilshausen, am 14. April 4 884. Großh. Bürgermeisterei Geilshausen. Wilhelm Teil oelpeter. M« Weiber. jMm Müller m Dreis a. L-, den 15. April 1884. Großherzogliche Oberförsterei Treis a. L. Am end t. beiafyxn. Ange- ca. 415 Kälber. M4, Me uiib 60-09, 2. OuaL Koni X 1-0.00- 0, Lein X 00.00, von Beethov n. 2-®er23.$falB, - für Männerchor, 5. Trtumphlied, von Chören an? 1 lünhigfahrigen bends mit einem .V zusammen „ Dienstag den 22. d. M., Nachmittags gegen 1 Uhr, werden im Distrikt Niederseilbach, Privatwald des Großherzogl. Oberstallmeisters Freiherrn von Nordeck zur Rabenau, 2800 Wellen gemischtes Laubholz- Reisig versteigert. Treis a. d. Lda-, den 15. April 1884. . ^nr tnb Mannheim, °i;n Wollen, teilt. (Sopran), ^or) und Hm n Kapellmeister auf 60,000 —äs liOöSC 1 Mk. per Stück Moritz Strauss jun. in Mainz Alleiniger Geueraldebitaire. N u 20 30 32 68 46 39 . 20 6 28 20 25 Gießen, den 15. April 1884. Großherzogliche Realschul-Direktion. Soldan. Akademischer Gesangverein. Montag, den 21. April er., Abends 7V2 Uhr, werden die Proben für das 10. urittelrdeiniscke Mufikfest in der kleinen Aula fortgesetzt. Von den bis jetzt in Mainz angemeldeten 114 Mitgliedern unseres Vereins werden nur diejenigen zur Mitwirkung zugelassen, welche von nun. an regelmäßig die noch näher zu bestimmenden Proben besuchen. 2668 Der Vorstand. Hotz-Versteigerung. Mittwoch den 23. April d.I., Vormittags 8 Uhr anfangend, kommt im Geilshäuser Gemeindewald nachstehendes Holz zur Versteigerung: Grosse Lotterie der Kriegerkameradschast „Hasfia" zur Unterstützung hilfsbedürftiger Kameraden. Verloosung am 15. Mai d. Js. Der Ziehungstermin wir- nicht verlegt. Gewinne in Werthgegenstllndcn von gediegenem == Silber etc. ===== und zwar von MttS Hohversteigerung irr Gräflicher Dberförsterei Baubach. Zum Ausgebote kommen: I, Montag den 21 April d. I. in den Distrikten 1) Hirschroth bei Villingen: 398 rm Buchen-Scheitholz L El., 157 rm -Prügel, 2) Biberloh bei der Friedrichshutte (unvorgezeigt): 78 rm abständig Buchen-Prügelholz, 2 rm Fichtenstangen, sowie Kohtreiser und Lesholz abtheilunasweise. II. Mittwoch den 23. April d. I. im Distrikte Eselskops bei Zaubach: 200 rm Buchen-Scheitholz, 300 rm -Stammprügel. Zusammenkunft jedesmal um 10 Uhr Vormittags, am ersten Tage im Wendergrund zunächst der „Försterecke", am zweiten aus der Schottener Chaussee bei der neuen Brücke im Eselskopf. 2659 Laubach, den 8. April 1884. Gräfliche Fvrstvyrwaltung, o r > r-j J'O Uhr, DonnerM tag Mitt«« 4 * 2tnor 8 14 20 16 32 46 43 22 2 18 10 16 Großh. Realschule!. und II. Ordnung Giessen. Anmeldungen werden am 21. April von 8—12 Uhr und 2—4 Uhr im Schulgebäude entgegengenommen. Die Aufnahmeprüfung findet am 22. April start. Der Unterricht beginnt am 23. April, Vormittags 7 Uhr. Holzversteigerzmg. Es werden versteigert: I. Dienstag den 22. d. Mts. in den Districken Ober-und Niederseilbach, Neuerwald und Aspenstrauch: 161 Nm. Buchen- und 1 Rm. Eichen-Scheiter; 34 Nm. Buchen- und 87 Nadel-Knüppel; 640 Nm. Buchen- und 390 Nm. Nadel- und Aspen-Reiser; 72 Nm. Buchen-Stöck. Die Versteigerung beginnt Morgens um V29 Uhr im District Ober- Seilbach, auf dem Fahrweg von Treis a. L. nach Alt-Buseck. II. Mittwoch den 23 dS. Mts. in den Districten Buchwald, Altunner, Todtenberg, Holzgeschirr und Fortbachseck: 37 Eichstämme — 11,49 Cbm; 28 Nadelstämme =? 5,70 Cbm.; 1 Buchenstamm — 0,50 Cbm.; 128 Eichen-, Buchen- und Nadel-Derb- und Reisstangen — 1,90 Cbm.; 48 Rm. Buchen- 25 Nm. Eichen- und 6 Rm. Nadel-Scheiter; 68 Rm. Buchen-, 30 Nm. Eichen- und 2 Rm. Aspen-Knüppel; 385 Rm. Buchen-, 125 Rm. Eichen- und 10 Rm. Aspen- Neisig, sowie 4 Rm. Eichen-Stöcke. Die Versteigerung beginnt Morgens um V29 Uhr im District Buchwald neben der Chaussee bei Treis a. L. mit Eichenstammholz. Esiifirmmiden- Anzüge in größter Auswahl zu äußerst billigen Preisen empfiehlt 2063 M. Thierschutz Verein. Die statutenmäßige findet Montag den 5. Mai, Abends 8 Uhr, im Cafe Schwinn statt. Tagesordnung: 1. Rechenschafts-Bericht, 2. Rechnungs-Ablage, 3. Feststellung der Statuten, 4. Wahl. Nach den Statuten kommen alle Anträge, welche mindestens 8 Tage vor der Generalversatnmlung dem Vorstand eingereicht find, in derselben zur l6ih«ll«nln 'Den nJW kV Cm Comptoir-Utensilien in großer Auswahl, Buchdruck-Arbeiten aller Art in feinster, billigster Ausführung em- Unb Werten uuö Höhere Mädchenschule ju Gießen. Die Aufnahme für die höhere und erweiterte Mädchenschule findet Montag den 21. April, von 9 Uhr an, im Conferenzzimmer statt. Die sechsjährigen Kinder werden im Lokal Nr. 10 (zu ebener Erde, rechts vom Eingang) aufgenommen, ebenfalls Morgens zwischen 9 und 12 Uhr. Erforderlich ist für solche, die noch keine Schule besucht haben, die Beibringung eines Impfscheins, sowie die genaue Angabe des Geburtstages des Kindes wie des Namens und Standes des Vaters oder Pflegers, bei auswärts geborenen Kindern die Vorlegung des Geburtsscheins. Kinder, die schon die Schule besucht haben, bringen ein Zeugniß über den seitherigen Schulbesuch bei und, wenn sie über 12 Jahre alt sind, eine Bescheinigung über geschehene zweite Impfung. Das Schulgeld der höheren Mädchenschule beträgt für Klasse X, IX und VIII: 32 .A, für Klasse VII, VI und V: 48 Jt., für Klasse IV und 111: 60 JL, für Klaffe II und I: 72 «A Das Schulgeld der erweiterten Mädchenschule beträgt für die drei unteren Klaffen, die für beide Schulen gemeinsam sind, 32 «A., für die fünf oberen Klaffen, also vom Alter von 9—14 Jahren, 40 JL In beiden Schulen ermäßigt sich das Schulgeld für das zweite Kind derselben Familie um ein Drittel, bei jedem folgenden um die Hälfte und zwar auch dann, wenn Kinder die eine und die andere Schule besuchen. Für begabte, und brave Kinder unbemittelter Aeltern sind von dem Staotvorstand Freistellen bis zu 5 Procent der Gesammtzahl jeder der beiden Schulen bewilligt worden. Die Gesuche um solche Freistellen sind an die Direction der höheren Mädchenschule zu richten. Gießen, den 16. April 1884. 2697 Die Großh. Direction der höheren Mädchenschule: Bigelius.: S»«’* II 12?. Nadel- „ „ 39J/2 Fichten-Derbstangcn, „ -Reisslängen, Rm. Buchen-Scheitholz, „ „ -Knüppelholz, „ Nadel-Knüppelholz, Buchen-Wellen, Nadel-Wellen, Nm. Nadel-Stöcke und -fl Vuchcn-Stöcke. Großherzogl. Gymnasium zu Gießen. Anmeldung neuer Schüler: Montag, 21. April, Vorm. 8—10 Uhr, im Conferenzzimmer des Gymnasialgebäudes. Aufnahme- und Nach-Prüfungen: Montag, 21. April, von Vorm. 8 Uhr ab, in den betreffenden Klassenzimmern. Anfang des Unterrichts: Dienstag, 22. April, Vorm. 8 Uhr. Bis zum Eintritte wärmerer Witterung beginnt der Unterricht um 8 Uhr, für die unterste Vorschulklasse um 10 Uhr. 2664 Die Direktion. Dienstag den 22. April, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die dem Daniel Weller V. gehörigen Grundstücke Flur VI1/228 1625 Meter Acker auf der großen Weide. „ XIII 388/1 162 Meter Acker in der Kropbach, „ XVI11/272 88 Meter Acker in der .Nropbach, die Wingert, „ XV/275 2950 Meter Acker auf der kleinen Weide meistbietend versteigert werden. Gießen, den 15. April 1884. Großherzogliches Ortsgericht. 2672_____________Müller._________ 2666 Früh-Rosen-Kartoffel verkauft ________Fischer, Große Mühlgasse 4. Hochstämmige llolen und Wencse, sowie Früh- geMÜfe-Bflanzen, Sellerie u. Ümurib, tedende Mrärrze und Bouquets WerhelM KWbchne«. Die unter II C des Locsl-Güter-Tarifs, bezw. in dein Tarif für die Nebengebühren bei Nr. Hl 2 mit 1 A 50 vorgesehene Gebühr für das Verwiegen von Wagenladungen wird vom 20. April d. I. ab auf 1,00 A pro Wagenladung herabgesetzt, mit der weiteren Maßgabe, daß dieselbe auch für die auf 2 Schemelwaaen ruhenden Ladungen mir einfach zur Gr- Hebung gelangt. 2663 Gießen, den 10. April 1884. Grotzherzogliche Direction. Bekanntmachung. Die auf Donnerstag den 24. 1. M. und Freitag den 2S. l. M. in den Distrikten Noll, bezw. Mühlberg, Hörncs und März- acker ausgeschriebenen Holz- versteigernrrgen finden wicht an genannten Tagen, sondern Monläg Srn 28. I. Mls., bezir. Dienstag den 29. l. Mts. statt. Papiermühle, Post Londorf, am 14. April 1884. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. tiartenmöhei in Eisen und Holz in neuer Auswahl. 229$ Emil Eistor. -- - ----------------- ------ ... . , ... , ■ -m» 2687 2673 2689 WirMafts-Erötag and Empfehlung 2616 Giessen, 14. April 1884. 2656 2685 Gießen, den 16. April 1884. MUD Den im 65. Lebensjahre so plötzlich erfolgten Tod unserer lieben Gattin, Mütter, Schwiegermutter und Tante die Nr aus Die Beerdigung findet Donnerstag den 17. ds. Mts., Nachmittags 3 Uhr, statt. Auswanderer nach Amerika Indem ich streng reelle und solide Bedienung zusichere, sehe ich recht zahlreichem Besuche entgegen und zeichne Namens des Lehrer-Collegiums: Soldan. Buchner. durch die in Norddeutschen Lloyd über Bremen sowie den billigeren Post-Dampfern über Hamburg, Antwerpen, Rotterdam und Liverpool befSrdert zu gleichen Preisen, wie an den Hasenplätzen 1240 Ihr. Wallenfels Freitag den 18. April: Monats-V ersammlung Abends 8*/a Uhr bei Schwinn. Das liberale Wahlcomite der Reichstsgswahi von 1881. Vermischte Anzeigen. 2677 Ein Stud. b- Nass. Philologie sucht Wohnung geg. Erthlg. von Unterricht. Off. 8- A A. 19 a. d. Exp. d. Bl Darmstadt, den 1. April 1884. Hochachtungsvoll •StoktoSB Mauk Unser Reichstagsahgwdmter Herr Dr. Gutfleisch wird Sonntag de« 20. April, Nachmittags 4 Uhr, im Saale von Wenzel s Garten ;u Gießen Bericht über die letzten Reichstagssessionen erstatten, wozu wir alle Mähler ein- laden. Redaction: II. Schcyda. - Druck und Verlag der BrShl'schen Druckerei (Kr^C.br^M^ch) in 2 Blätter. Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mit Heutigem früher fiiessmanii’sclie WlrtEsschaft, „Schlotzgraben 15", übernommen habe und empfehle ein vorzügliches Glas Bier der Brauerei Oberpollinger von Schäfer & Heitzig in Offenbach a. M., sowie kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Guten Mittagstifch von 30 Pfg. an. Tlioniasiiie Lohmann, geb. Docke zeigen allen Freunden und Bekannten tiefbetrübt an D. H- Lohmann und, Familie, Ein Mädchen Tags über zu einem Kinde gesucht. 2695 H. Kiefer, Neuenweg, 2683 Gefunden ein Spazierstock, gez. Robert. Abzuholen Liebigstraße 63. "Lehrling sucht I. Renfchling, I 2667 Photograph, Wetzsteing. 40. Die Schüler der Großh. Realschule werden hiermit dringend eingeladen zur Theilnahme an der Beerdigung des verstorbenen Herrn Pedellen Link. Versammlung: Donnerstag Mittag im Realschulhof. Kriegerverein Giessen. D Donnerstag den 17. April: Beerdigung des Kameraden Link. Zusammenkunft präcis IV- Uhr Nachmittags bei Schwinn. Arbeitsvermittelung. Arbeit gesucht für: Handarbeit, Lausdienst. Ph. Jung, Ludwigsplatz 13, 69 Bezirksvorsteher. Todes Anzerge Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nach^ richt, daß unser innigstgeliebter Sohn und Bruder Friedrich in verflossener Nacht nach kurzem, schwerem Leiden fanst dem Herrn entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Moritz Kraemer nebst Frau und Kinder. Aernüetyungen. 2696 Der untere Stock, Ludwigsstraße 12, zu vermicthen und am_15. Juli zu beziehen. "2694 Ein möb'lirtcs Zimmer mit oder ohne Cabinet zu vermiethen. , Ludw. Orth, Neuen Baue 11. 2693 Ein Stübchen mit 2 Betten zu vermiethen bei Philipp Teuscls-Lustgartchen 26. 2692 Ein Stübchen mit 2schl.,Bett zu vermiethen. Löwengasse 2686 - Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer zu vermiethen. , LouiS Petri Ww., Neuen-Baue^ 2658 Ein kleines Familienlogis im Hinterhause an ruhige Leute zu vermiethen _____________________ iln „Löwen . 2657 Ein schöner Lagerraum nebst Zubehör ist zu vermiethen. Wo? sagt die Exped^d^Bl. “2698 Ein LogiS von fünf Zimmern (Neuen Baue 37) ist an eine ruhige Familie alsbald zu vermiethen. 2699 Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Alicenftraße 22. 2671 Ein möbl. Zimmer mit Kost zu vermiethen. Liudenplatz 7. "2503 Das von Herrn Postsekretär Werner bewohnte Logis, 4 Zimmer, Küche rebst Zubehör, ist zu vermiethen. Frankfurterstraße 69. 2679 Ein tüchtiges Dienstmädchen mit guten Zeugnissen wird gegen guten Lohn gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. Krise Anfrage. Warum sind schon bei drei dunklen Abenden in Steinbach die Lampen nicht angezündet worden? Liegt es daran, daß wir eben keine angestellte Polizei baben, oder an der bevorstehenden zweiten Burger- meisterwahl a. d. 17. d M. ? 2684 Steinbach. Mehrere Bürger. 2670 Für mein Flascbenbier-Gcschäst suche einen zweiten Burschen, welcher alsbald eintreten kann. Textor°im Darmstädter Hans. "~2662—einen Lehrling sucht Louis Schultze, Maschinen- und Waagenbauer. ________Wallthor 53.________ 2676 Ein bis zwei tüchtige Schlosser- gesellen können dauernde Beschäftigung bekommen bei H. Müller, Schlossermeister in Marburg, Steinweg Nr. 31 Provinz Heffen-Kasfel. Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten theilen wir mit, daß unsere liebe Mutter Eimire Oeser • geb. Wendeberg am 12. d. M. im Alter von 66 Jahren nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist. Gießen, am 14. April 1884. Rudolf Oeser, Osthofen. Heinrich Oeser, New-Dork. Lina Oeser, Gießen. Hermann Oeser, Karlsruhe. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche und traurige Nachricht, daß unsere liebe Gattin und Mutter Fran Reallehrer Dietz heute Morgen um 4 Uhr nach längerem Leiden verschieden ist. Beerdigung findet Freitag den 18. ds. Mts., Vormittags um 10 Uhr, vom Sterbehause, Löberstraße Nr. 3, statt. 2688 Gießen, den 16. April 1884. Die tieftrauernden Hinterbliebenen.