Lokales. G. Gießen, 15. October. (Sterblichkeit in Gießens Die Sterblichkeit war wahrend der Woche vom 5. bis 11. October eine sehr geringe, da sich überhaupt nur 2 Todesfälle ereigneten: Es wurden zwei Frauen betroffen, von denen die eine an Blutarmuth, die andere am Ktndbettfieber starb. Vermischte S. Grün berg, 10. October. Heute Abend kurz nach 5 Uhr zog ein von starkem Hagel begleitetes Gewitter über hiesige Gegend. In der Nähe der unteren Ziegelhütte wurde ein Baum vom Blitze getroffen. Vom Feldberg tm Taunus, 13. October, wird geschrieben: Hier haben wir bereits etwa Vr Fuß Schnee und 5 Grad Kälte. In Folge dessen ist die Wirtschaft vom 15. d. M. nb für die Nacht geschloffen. Vom 15. d. M. ab wird auch die Poft geschloffen, womit der Verkehr hier ganz aufhört. Frankfurt a- M, 13. October. Robert Flegel's jüngste Rückkehr auf heimischen Boden nach mehrjährigen Forschungen in Central-Afrika ist ein freudiges Ec- etgniß für alle Kreise, deren Streben darauf gerichtet ist, daß mit der Erschließung deS dunkeln Erdtheils Deutschland nun auch den ihm für alle seine Opfer gebührenden Antheil an der wtrthschastlichen Ausbeute Afrikas erhalle. Der berühmte Reisende hatte die Häuptlinge in dem vor ihm noch von keinem Europäer betretenen, reich gesegneten Lande Adamaua gebeten, ihm Vertreter zur Begleitung zu geben; um die Freundschaftsdienste erwidern zu können, die er dort genossen. Die beiden dazu Erwählten waren die treuesten Gefährten des Reisenden auf seinen gefahrvollen inner- afrikanischen Wegen. Es sind Maidugu Mohamman dan Mohamman mai gazin baki (Prinz Mohammed, der Sohn des Mohammed, der Bärtige) und Mohamman dan Abubeki dan Tambari (Mohammed, der Sohn des Abubekr, Sohn des Tambart); — in ihrem phantastischen Costüm, einem wetten blauen Burnus, rotheu Pumphosen und mächtigem Turban aus weißem Wollzeug mit farbigen Kanten bilden sie in ihrer würdigen Haltung prächtige Typen der Söhne deS tropischen Afrikas. In ihrer Begleitung fand Robert Flegel ein begeistertes Willkommen am 2. October in einer solennen Sitzung der Geographischen Gesellschaft zu Hamburg, wo er Über seine Reife- Erlebnisse berichtete, — zwei Tage darauf ward ihm in der Berliner Gesellschaft für Erdkunde nach seinem dort ebenfalls erstatteten Bericht die hohe Auszeichnung der Ernennung als Ehrenmitglied zu Thetl. Auch Frankfurt a. M. wird in den nächsten Tagen die Freude haben, unfern gefeierten Landsmann mit seinen afrikanischen Begleitern zu begrüßen. Auf Einladung deS Deutschen Colontal-VeretnS wird Robert Flegel nächsten Donnerstag den 16. d. M. im kleinen Concertfaale deS Saalbaues einen Vortrag über seine letzte Forschungsreise hatten, in welchem er insbesondere die Bedeutung deS Niger- und KamerunaebtetS, sowie -oeS zwischenliegevdeo, auf unser« Karten bisher nur als „weißer Fleck" erscheinenden Innern für Deutschlands überseeische Jntereffen eingehend behandeln wird. Wie es Flegel's Absicht ist, seinen getreuen Begleitern ein Bild der europäischen Einrichtungen und der Macht der Civilisation zu geben, damit sie ihrem Volke davon erzählen und dasselbe dadurch für fernere Handelsuuternehmungen günstig stimmen, so zeichnet Flegel vor vielen unserer Afrika- forscher ein hoher nationaler praktischer Gesichtspunkt aus, den er erst tm Sommer 1883 in einem öffentlichen Schreiben an die deutsche Nation dargelegt hat, nämlich den, daß endlich einmal die b!8 dahin der ganzen Welt zu Gute gekommenen geographischen Leistungen unseres Volkes auch kolonisatorische Früchte für unser Vaterland zeitigen sollen. M a i n z, 14. Oct-, 9 Uhr Abends. (Die Feier zur Eröffnung de« Mainzer Centralbahn- hofs.j Während schon am Tage in dm Straßen ein festliches Wogen und Treiben herrschte und viele Häuser, besonders der Neustadt, tm Flaggeuschmuck prangten, Ist fett zwei Stunden der dem Bahnhof zunächst gelegene Thetl der Neustadt durch eine prachtvolle Illumination in ein wahres Lichtermeer verwandelt. Das Boulevard und die sich daranschlteßenden Straßen und Plätze sind mit Gutrlanden und Tausenden von Lampions durchzogen, unter welchen bet den Klängen dreier Musikchöre eine ungeheure Menschenmenge auf- und ntederwogte. Der Bahnhofsplatz, durch electrtsches Licht tageshell erleuchtet, bot einen prächtigen Anblick. Die in gerader Linie zum Bahnhofe führende Stcaßr ist mit einem riesigen Triumphbogen überspannt, der mit seinem reichen Wappen- und Flaggenschmuck und dichtem Waldesgrün gewiffermaßen die Ehrenpforte zum neuen Bahnhof bildet. Von den vielen prachtvoll illuminirten Gebäuden sei nur das HauS des Unternehmers der Bahnumführungsbautm, Herrn Arnoldi, erwähnt. Wohl an 2000 Lampen in farbigen Gläsern, beleuchten die HauS- facade. Das Portal des Tunnels glänzt in schönster Beleuchtung. Rechts und links entsteigen demselben die Göttinnen der Kunst und des ReichthumS, überragt von Merkur. Mitten aus dem schwarzen Tunnelmundloch entschweben demselben zwei Genien mit dem Ftrmazeichen der Hessischen Ludwigsbahn. Ein Wort der Anerkennung für das ganze großartige Arrangement verdient Herr Baumeister Zulehner. (F. Z.) Wackernheim, 10. October. Heute Nachmittag war in hiesiger Gemarkung Ernst Krebs von Heidesheim auf der Jagd. Bei dieser Gelegenheit sah er einen schon älteren Mann, Namens Joh. Esch, für einen Hasen oder ein Wild an und feuerte einen Schuß auf denselben ab. Esch stand nämlich in gebückter Haltung und füllte seinen Saatkorb. Der größte Theil der Ladung ging in den Saalkorb und Esch erhielt Schrote in den Oberschenkel deS Beines und die Hand, welche schwer beschädigt ist und wodurch ein starker Blutverlust etntrat- Berlin, 10. October. Das neueste industrielle Unternehmen, welches unserer Stadt bevorsteht, ist da« einer Regenschirmverleih - Gesellschaft. Durch dasselbe soll allen Denen, dir ihren Regenschirm vergessen haben und vom Regen überrascht werden, geholfen werden. Eltville, 12. October. Heute Nachmittag um Vz5 Uhr wurde, wie dem „Rh. Cur." geschrieben wird, der Taglöhner Michael Rieth von hier unterhalb der früher Blomberg'schen Villa nahe dem Leinpfade ermordet aufgefunden. Ein in der betreffenden Gegend mit Rohrschneiden beschäftigter Mann aus Niederwalluf berichtete, daß Rieth vor zwei Verfolgern, von denen der eine mit einem Todtschläger, der andere mit einem langen Messer bewaffnet war, flüchtend hinter ihm Schutz gesucht habe, beim Herannahen derselben aber weiter geeilt sei, während er selbst beim Angriff der ungestümen und wüthevden Menschen das Weite gesucht habe. Rieth'S Leiche, welche hierher verbracht wurde, zeigt einen tiefen, klaffenden Stich, der, zwischen den Rippen hindurchgehend, die Lunge traf. Hoffentlich gelingt eS, die beiden Mörder, deren Persönlichkeiten dem Handwerker aus Niederwalluf wohl eingeprägt sein dürften, alSbald dinafest tu machen- - Der .Magdeb. Zig.' schreibt man au8 GoSIar: Die regenreichen Tage del neuen OctobermonatS begünstigen besonders den KrammetSvogelfang in unseren Harzforsten, da bei trüber Zeit dieser Bogel bekanntlich am leichtesten in die Schlinge fällt. Unter den KrammetSvögeln, welche bei uns gefangen werden, versteht man im Zungen. jÄenwo^nung zu Hf. ^Kornblumengasse 3, — Htdr. Liam«, ;is zu vermiethH^- Erjagt, Kaplansgafse, oblitte Zimmer zu vef _ Nord-Anlage 28, Wittes Ammer, geräumig. 9 zwei rrch'ge Herren in _ Dr Weber, 5 Zimmer mit Gabinet Inij, C'ltersweg 37. Wohnung im 2. Stock, rGr, an ruW Lrntr, vnmirM. übtb Bahnhojstr, 33. Nw zu vermiethen. n Baue 17,1 Tr. hoch. -e-Logi's, 3 Zimmer mit mielhen. > jsrankfurterstraße 76. Junggesellen-Wohnunz iöbel zu vermiethen. Maße 62,2 Treppen. ÄS SÄ' DW 1 1 I, g out moblirtt Zimmer zu । icenstraße 19, parterre- e gut möblirte Zimmer, Änla und Anatomie ge-! Lage, zu vermiethen. 8,3 WM 12. ,=*$'*»»" ■ j[. mederzulegel^^^ t-rh-a^ 1C HepfeM« EÄ" „ •SÄ fffä *>*ffV* *" tk Ml» chtiaes braves Mädchen, n häuslichen Arbeiten be-1 ich kochen kann, geiM. er Srpeb- d- Bl- ^ismarckstraße 6-_ Rr. 24i2. Erstes Blatt. Donnerstag dm 16. October 1S84 Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. 7. WW «MW we M Darmstadt, 14. Octbr. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 7. Octbr. den Landrichter bei dem Landgerichte der Provinz Ober- heffen August Haller zum Landgerichtsrathe bei diesem Gerichte zu ernennen. — Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 12. Octbr. dem katholischen Pfarrer zu Sprendlingen, im Kreise Alzey, Franz Joseph Reuter das Ritterkreuz 2. Klaffe des Ludewigs-Ordens zu verleihen. ligte Personen hat heute begonnen. Dieselbe findet bei verschloffenen Thüren statt und wird voraussichtlich zwei Wochen dauern. Telegraphische DepesHm. SMfP» tslegr. C.oreesvondrnZ-'Brrreais« Berlin, 14. October. Kronprinz Rudolf von Oesterreich trifft bereits morgen hier ein und nimmt im königliche Schlosse Wohnung. Prinz Wilhelm kommt morgen Vormittag von Potsdam zum Empfange des Kronprinzen hierher und begiebt sich Abends mit demselben nach Jbenhorst zur Elchwild-Jagd. — Wie verlautet, soll die erste Sitzung des Staatsraths am 25. d. Mts. unter dem Vorsitze Sr. K. K. Hoheit des Kronprinzen im königlichen Schlöffe stattfinden. Baden-Baden, 14. October. Se. Maj. der Kaiser nahm heute Vormittag die Vorträge des Mllitär- und Civilkabinets entgegen und besuchte Nachmittags die Ateliers der Maler Amberger, Corrodi, Welsch und Weiser im Künstlerhause, sowie das Atelier des Bildhauers Kopf. Das Diner nahm Se. Majestät heute mit den Großh. Herrschaften bei der Herzogin von Hamilton ein. Soweit bis jetzt bestimmt ist, gedenkt Se. Majestät am 20. d. Mts. von hier nach Sigmaringen abzureisen. Die Ankunft in Berlin dürste am 23. d. Mts. erfolgen. Frankfurt a. M., 14. October. Die hiesige Handelskammer hat beschlossen, an den Reichskanzler Fürsten Bismarck eine Eingabe zu richten mit der Bitte, dahin wirken zu wollen, daß die Verletzung des egyptischen Liquidations-Gesetzes, sowie eine finanzielle Schädigung der egyptischen Gläubiger verhindert und weiteren Eingriffen in die Rechte der zahlreichen deutschen Gläubiger Egyptens vorgebeugt werde. — Die Handelskammer beschloß ferner, dem § 3 der Börsenordnung folgenden Zusatz zu geben: „Ausgeschloffen von den Börsenversammlungen werden Diejenigen, welche auf Täuschung berechnete Mittel, falsche Nachrichten rc. anwenden, um aus die Course einzuwirken." Braunschweig, 14. October. Nach heute hier vorliegenden Meldungen war das Befinden des Herzogs gestern wiederum etwas besser. Stuttgart, 14. October. Wie der „Staats-Anz." meldet, befindet sich der König in Behandlung des Wildunger Badearztes Marc, welcher sich in Friedrichshafen aufhält. Die Kur sei von vorzüglichem Erfolge begleitet und es lasse sich hoffen, daß mit Durchführung derselben die gründliche Wiederherstellung der Gesundheit des Königs erzielt werde. Paris, 14. October. Das heute auSgegebene Gelbbuch enthält unter anderem eine Note oes Fürsten Bismarck an den Botschafter Baron Comcel vom 13. September, in welcher in Bezug auf die Besttzverhältniffe an der Westküste Afrikas bemerkt wird, Deutschland verfolge daS Ziel, für den deutschen Handel freien Zutritt in Afrika an solchen Gegenden zu haben, die noch von europäischer Herrschaft unabhängig sind. Die Note konstatirt das Einvernehmen der beiden Regierungen Über die wichtigsten Pritt- cipicn für dm afrikanischen Handel. Frankreich wie Deutschland seien in gleicher Weise von dem Wunsche geleitet, auf den Congo und Niger dieselben Principien anzuwenden, wie sie In Betreff der Donau zur Anwendung gelangt seien; eS sei außerdem nützlich, sich über die Formalitäten zu verständigen, die nöthig seien, damit die neuen Erwerbungen an der afrikanischen Küste als effektive angesehen werden könnten. Es erscheine endlich wünschenSwerth, daß beide Regierungen ihre Gesichtspunkte durch einen Notenaustausch in identischer Weise feststellen, und daß sie die übrigen an dem afrikanischen Handel intereffirten Cabinete einladen, sich über die getroffenen Stipulationen zu äußern. Baron Courcel antwortete hierauf in einer (nach dem heutigen „Figaro" mitgetbeilten) Note vom 29. September- In einer Note vom 30. September konstatirt Fürst Bismarck die Jdemität der Gesichtspunkte Frankreichs und Deutschlands über die verschiedenen Punkte, die in der Note vom 13- September hervorgehoben waren; es erscheine nunmehr nützlich, mit den Einladungen unverzüglich vorzugehen, damit die Conferenz noch im Laufe des October zusammentreten könne. Als die an dem afrikanischen Handel interessirten Mächte werden bezeichnet: England, Holland, Belgien, Spanien, Portugal und die Vereinigten Staaten Nord-Amerikas. Um eine allgemeine Zustimmung zu den Beschlüssen der Conferenz zu sichern, wird vorgeschlagen, außerdem alle Großmächte und die skandinavischen Staaten zur Conferenz einzuladen. Eine Note deS Baron Courcel vom 2. October spricht sich in völlig zustimmender Weise über die in den Depeschen des Fürsten BiSmarck enthaltenen Gesichtspunkte und Vorschläge au6. — Die Sitzungen der Kammern sind heute ohne weitere Feierlichkeit wieder eröffnet worden. In der Kammer der Deputirten brachte der Marinemintster, Vice- Admiral Peyron, die Creditsorderung für Tongking im Betrage von 11 Mill. Francs ein. Die Vorlage wurde einer besonderen Commission Überwiesen. — Der KriegS- minister General Carnpenon, legte den Gesetzentwurf, betreffend die Organisation von Colonialtruppen, vor. — Die Berathung über die Interpellation deS Deputirten DeS Roys über dte WirthschaftSpolitik der Regierung ist auf den nächsten SamStag festgesetzt. Petersburg, 14. October. Der Kaiser und die Kaiserin sind gestern Nachmittag nach Gatschina übergesiedelt. — Die Gerüchte von bevorstehenden Veränderungen in der Besetzung höherer Staatsämter, insbesondere des Kriegsministeriums und des General- Gouvernements von Warschau, entbehren gutem Vernehmen nach jeglicher Begründung. Rischny-Nowgorod, 14. October. Die kriegsgerichtliche Verhandlung gegen 72 an den Ausschreitungen gegen die Juden in Kunawino bethei- ■ < »J sich in folgender Weise auf die 1 Tonnengehalt: 1 Leinen- Ein grchr 5 V- ! < In für die sgj GIcili rmpM feit W«hn>, Zchl schränke o Jeilf Ein slhi wit Sintergeb M) P M Nihlils ®i .)'«>> i o le,den d Allgemeinen die große Fomilte der Drosselvögel, eine über 80 Arten zählende Gattung Sie nähren sich von Insecten, Gewürm und Walddceren und ergötzen uns mit ihrem lieblichen Gesänge. Ihres wenigen — aber schmackhaften — Fleisches wegen werden die armen Thterchen von den Förstern, deren Monopol der Drosselfaug ist, auf ihren Reisen nach dem Süden auf grausame Weise geiödtet. oft zu Tode gemartert. Das schmackhafteste Fletsch soll die-Roth- oder Weindrossel haben. Sie nistet tm Norden vnd wird dort ihres schmetternden Gesanges wegen die norwegische Nachtigall genannt; bet uns erscheint ihr Gesang freilich nicht der Art- Dieser „Weinvogel", wie er hier genannt wird, ist auf seiner Wanderung nach Süden auch schon bei uns angelangt. Die Misteldrossel, auch Ziemer, Schnarre oder großer Krammetsvogel, welcher in Deutschland nistet, wird bet uns am meisten gefangen; aber auch andere Drosselarten entgehen hier den Schlingen nicht. Große Schaaren, die hier dem Tode entgehen, fallen im Süden den Feinschmeckern zum Opfer. So verliert unser deutscher Wald von Jahr zu Jahr mehr und mehr den lieblichen Vogelsang; dieser wird schließlich gänzlich aufhören, wenn nicht bald ein Gesetz „die Sänger der Lüfte" in Schutz nimmt. Bern, 7. October. Bet der letzten eidgenössischen Truppenzusammenztehung war die Parole „Tessin" „Träge" auSgegeben worden, was von den Tessinern als eine absichtliche Beleidigung ausgenommen wurde und zu vielen Auslassungen in der Presse Anlaß gegeben hatte. Heute liest man in einem Walliser Blatte folgendes zur Aufklärung hierüber: „Der Grund, warum die Tessiner Truppen am letzen Truppen- Zusammenzuge ihre Pflichten nicht erfüllt, Apathie und Widerwillen gezeigt, ist leicht zu erkennen, wenn man bedenkt, daß sie einer aus Deutschen und Romanen bestehenden Division zugetheilt sind. Nun ist es oller Welt bekannt, daß zwischen den Graubündnern und Tessinern eine tiefe Abneigung besteht; sie trat während des Truppenzusammenzuges hauptsächlich im Kample bet Jgis so stark zu Tage, daß darüber kein Zweifel mehr herrschen kann. Die Tessiner waren beordert, sich zurückzuziehen, nachdem zwei Graubündner Bataillone ihr Feuer auf sie gerichtet. Aber statt sich zurückzuziehen, wurden die Tessiner, den Befehlen ihrer Offiziere nicht mehr gehorchend, mit den Graubündnern handgemein und es hätte wen'g gefehlt, daß nicht ein blutiger Kampf daraus entstanden wäre. Die Hauptursache dieses bedauerlichen Standes der Dinge liegt in der allzu großen Vertraulichkeit, die selbst tm Dienste zwischen Offizieren und Soldaten besteht. Andererseits beklagen sich die Tessiner bitter über ihre deutschen Mit-Etdgenossen. Es gebe keine Plackerei, keinen Schimpf, sagen sie, den man ihnen nicht zufüge. Die tessimschen Gutden u. a. sollen dem BundeSrathe eine Beschwerde- schrtft eingeretcht hoben, worin sie sich unter allen Umständen weigern, „künftig mit Deutschen zusammen Dienst zu thun". Auch null der betreffende Correspondent des Walliser Blattes aus dem Munde eines Tessiner Offiziers mit eigenen Ohren die Worte gehört haben: „Unsere Straßen, unsere Flüsse gehen nach Italien; eS bedarf nur wenig und wir gehen auch!" Hamburg. DaS Bureau „Veritatz" hat ein Verzeichntß der im Jahre 1884 vorhandenen Segelschiffe und Dampfschiffe aufgestellt. Danach waren vorhanden *he sich ,, ElÖg ft L Im Ganzen 8,433 6,675.023 In vorstehenden Verzeichnissen haben nur solche Segler, welche einen Tonnen- gehalt von mindestens 50 besitzen, und Dampfer von mindestens 100 Tonnen Aufnahme gefunden. Parts, 12. October. In der landwirthschaftltchen Wohlthatigkeits-Anstalt Satnt-LoutS (Gironde) setzte die barmherzige Schwester, welche mit den Küchengeschäften betraut ist, einer Abthetlung von 13 jungen Leuten eine Schüssel von Schwämmen vor, die sie selbst gepflückt hatte und von denen sie auch ein wenig genoß. In der Nacht erkrankten sie alle, die Schwester mit inbegriffen und bisher sind schon zehn oer Zöglinge der Vergiftung erlegen. — sEude eines Räuberführers.) Aus Fotscha, 3. b-, wird der „Bosn. P." berichtet: Gestern wurde durch den Pandur Vejo, einen ebenso verläßlichen als muthigen Mann, in der Sutjeskaschlucht der Räuberchtf Jl'.ja Jlic erschossen. Vejo war allein und fand sich plötzlich der fünf Mann starken Bande dieses Räuberführers gegenüber. Ehe Jlic indeß Zett gewann, sein bereits gespanntes Gewehr abzudrücken, traf ihn aus unmittelbarer Nähe der Schuß Vejo's, worauf die htnzueilenden Genossen auf den Panduren, der schnell ins Gebüsch sprang und Deckung suchte, vier Schüsse abfeuerten, ohne zu treffen. Vejo dürfte ein Taglta von hundert Dukaten erhalten. Die Kameraden des Räubers nahmen dem todtlich getroffenen Jlic alle Werthsachen ab und flüchteten; al« eine Patrouille unter Führung Vejo's an den Thatort zurückkam, lebte der Räuber noch und wurde anher ttansportiri, in einem Zustande, der stündlich das Hinscheiden des herkulisch gebauten, kaum 28jährigen Mannes erwarten läßt. — [Sin russischer Gyrnnafiallehrer-Kneipwirth.) Im St. Petersburger „Herold" lesen wir: Ein Skandal, der den Bewohnern Twers viel zu reden gab, hat unlängst dm einzig richtigen Abschluß dadurch gefunden, daß der Urheber desselben aus dem Theater. _ . c Gießen, 15. October. _ Heute Mittwoch soll deS neueste Lustspiel des bekannten Feuilletonisten und Kritikers OSkar Blumenthal: „Der Probepfeil" auf unserer Bühne aufgeführt werden. Das Stück hat bei seinen ersten Aufführungen großes Aufsehen erregt und der Umstand, daß es noch jetzt ständiaeS Repertoirstück aller besseren Bühnen ist (es wurde z. B. erst am Sonntag im Frankfurter Stadttheater zum so und so vielten Male wiederholt aufgeführt), gibt uns mehr als alle Reclame Bürgschaft dafür, daß Dir eS hier wirklich mit etwas Vorzüglichem zu thun haben. ES verdient entschieden noch besonderer Anerkennung, daß Herr Director Herrmann diese Novität bei dm gewohnten niederen Preisen und im Abonnement gibt. — Wir glauben, daß dies den gewünschten Eindruck auf unser Theaterpubltkum nicht verfehlen und das Interesse dem Unternehmen noch mehr zuwenden wird. »"Ä tz'S und W ßM str-uE «* itw“' WB »fi&f i*L°t 950 um einer E Offerten Montag > 11 Mr Morges Crosdorf, ain^ 6761 x V fr Dienst entlassen wurde. Den „Ruff. Wedom." schreibt man hierüber: Einer der Lehrer der alten Sprachen an dem hiesigen klassischen Gymnasium verfiel auf den höchst unklassischen Gedanken, eine — Bierbude anzulegen; dabei sollte das Geschäft in der Weise markirt werden, daß die Bierbude angeblich der Frau gehöre. Die völlige Ua- vereinbarkeit eines derartigen Geschäfts mit dem Lehrerberuf mußte die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich lenken und es braucht kaum erst noch erwähnt zu werden, daß der Director des Gymnasiums sofort darüber an den Curator des Lehrbezirks nach Moskau berichtete. Aus Moskau traf denn auch bald ein vom Curator abcommandirter Beamter zur Untersuchung des ganz unerhörten FalleS^ein. Das für den sonderbaren Lehrer der altklassischen Sprachen offenbar sehr unbequeme Finale deS Falles war seine Entlassung aus dem Dienste. — (Was ist des Deutschen Vaterland?) Diese Frage ist für die Bewohner Münchens nicht so leicht zu entscheiden. Es erscheinen nämlich dort folgende Journale: Erstens: „Das bayerische Vaterland". Es ist das bekannte preußenfttsserisch-klerikale Blatt des Herrn Sigl. Zweitens: „Das deutsche Vaterland". Es bezeichnet sich selbst alS Organ der Kunst, Wissenschaft, Hebung der Gast, oaornie und deS höheren klassischen Blödsinns. Drittens: „DaS andere Vaterland". Dasselbe tst ein gegen Herrn Sigl gegründetes Organ, welches aber ebenfalls antiliberale Tendenzen verfolgt. Viertens: „Das ganz andere Vaterland". Der Inhalt ist gegen die Ultramontanen gerichtet- Fünftens endlich: „Das wahre Vaterland", welches lediglich localen Interessen zu dienen scheint. Fünf Vaterländer, sämmtlich von gleichem Format, in der nämlichen Stadt erscheinend! Die Frage, welches Vaterland er wählen solle, ist also für den Münchener Bürger trotz der Verträge von 1871 eine brennendere, als jemals. — Die insektenfressenden Pflanzen, über welche in neuerer Zeit viele Untersuchungen angestellt worden sind, entwickeln manchmal eine recht bedeutende „Gefräßig- kett". So beobachtete, wie man der „W. Z." mittheilt, Herr A. Baiding in Wisbech kürzlich, daß der bekanntlich zu diesen Pflanzen gehörende Sonnenthau, Drosera rotundi- foUa, selbst so große Thiere wie Libellen fängt und verdaut. Auf einem 1 Quadrat- >uß großen Fleck wurden 6 Pflanzen gezählt, welche außer kleineren Insekten auch mehrere Exemplare dieser Thiere gefangen hatten. Eine Pflanze hatte sich zweier L'bellen bemächtigt, von denen eine bereits zum Theile verdaut, die andere erst kürzlich gefangen war. Die jungen Drosercipflanzen hatten in einigen Fällen eine geringere Ausdehnung als ihre Opfer, deren Körper etwa IV-Zoll lang ist, während die Breite bei misgespannten Flügeln 2 Zoll beträgt. Die Thiere, die von den glänzenden Drüseo- kopfchen der Blatthaare angezogen werden, schweben circa eine Sekunde in einer Entfernung von 3—4 Fuß über den Pflanzen, stürzen dann auf dieselben los und werden sogleich gefangen. — In der ersten JnstructionSstunde gibt ein Untcrofficier den Rekruten Belehrungen über die Honneurs, welche sie allen Vorgesetzten beim Begegnen zu erweisen haben. Als er soeben erklärt hatte daß man den Lieutenant an seinem Portepee erkennen könne, bemerkt er, daß ein Rekrut sehr thetlnahmlos zur Decke steht und will ermitteln, ob dieser daS Gehörte auch begriffen hat. Unterofficier: „Sie, Hirsebeutel, woran erkennen sie einen Lieutenant?" — Hirsebeutel (der daS richtige Wort nicht treffen kann): „An sein Porte-monnäh, Herr Unterofficier!" t — sEin großartiger Schwindel ) Zur Eröffnung der Turiner Ausstellung war daselbst auch ein Vertreter der italienisch-afrikanischen Colonie Assab, Emir Abdallah, mit seiner Familie und einem Gefolge von Kriegern und Dienern eingetroffen. Die italienische Regierung betrachtete den Emir als ihren Gast und logtrte ihn mit seinem Gefolge in dem vorzüglichsten Hotel Turins ein. Der Emir besuchte dann auf Staatskosten noch einige andere Städte Italiens, wo er überall mit fürstlichen Ehren aufgenommen wurde. Zuletzt wurde derselbe mit seiner Gemahlin Chadidscha auch vom italienischen Königspaare empfangen, das sie auch reichlich beschenkte. Wie man indeß Dtzt aus Assab an italienische Blätter berichtet, war das Ganze nur ein von einigen Theilnehrnern an der Ausstellung inscenirter Schwindel, um für dieselbe einen Magnet zum Herbeilocken der Besucher zu besitzen. Der Emir und seine Gemahlin sind nämlich ganz einfache Sclaoen aus Assab, die man in fürstliche Gewänder gesteckt und mit einem großen Gefolge umgeben hatte. — ^Interessantes Gesuch.) In einer Berliner Zeitung lesen wir folgendes Inserat: „Gesucht ein jüngerer Gelehrter, der geeignet und im Stande ist, einem Industriellen wöchentlich Vortrag zu halten über die hauptsächlichsten Vorgänge in Volks- wtrthschaft, Politik und Gesetzgebung. Gefällige Offerten unter sub E. D. 247 an Haasenstein u. Vogler in Berlin S.-W/ Sollte sich der Mann wohl zum Reichstags- Abgeordneten auf diesem für'S Erste allerdings noch etwas ungewöhnlichen Wege ausbilden wollen? Warschau, 8. Octobcr. In Strzemieszyce an der Warschau-Wiener Bahn verunglückte dieser Tage nach der „L.Z." der zur Besichtigung der daselbst befindlichen Wachs- und Kerosinfabrik anwesende Generaldirector der Gesellschaft, der Belgier H. van der Hächt. auf schauerliche Weise. Bei der eingehenden Prüfung der Einrichtungen und Maschinerien der Fabrik fiel Herr Hächt durch Unvorsichtigkett in einen großen, mit kochendem Wasser angefüllten Kessel, in welchem er, da sein Hilferuf zu keines Menschen Ohr gelangte, mehr als zehn Minuten unter den gräßlichsten Qualen verblieb. Erst nach Verlauf dieser Zeit kamen Leute herbei und zogen den Unglücklichen fast leblos heraus. Als Herr Hächt nach einer Stunde zur Besinnung kam, erklärte er den anwesenden Aerzten, daß alle ihre Mühen vergebens seien, da er sich dem Tode nahe fühle. Leider mußten die Aerzte die Worte des Kranken bestätigen. Herr van der Hächt erfreute sich großer Sympathien in den Kreisen der Industriellen und Kaufleute. ____ 777 tHumor der amerikansschen Wahl-Campagne.) Eine Wittwe in Detroit, Mich., Besitzerin einer Bierwirthschaft und eines kleinen Materialwaaren-LadenS, ließ, um Kunden anzulockm, eines Abends in letzter Woche vor ihrem Hause eine Flaggenstange aufrichten, um ein politisches Banner an demselben zu befestigen. Als die Stange eingegraben war und sich eine große Volksmenge vor dem Hause ang sammelt hatte, welche zu wissen verlangte, ob ein republikanisches oder demokratisches Banner an derselben emporgezogen werden würde, kletterte ein kleiner dicker Deutscher auf eine Kiste und machte in schauderhaftem Englisch folgenden originellen „Stump Speech": „Meine Freunde, der Pfahl ist aufgerichtet. Das Banner weht über einem freien Volke. Dies ist ein großes Land und dieser Pfahl kostet mehr als acht Dollars. Wir haben eine freie Regierung und das Banner kostet mehr als zwei Dollars. Wir können in diesem Lande einige Steuern bezahlen und in Politik machen, sowie Vergnügen anderer Art haben und die Besitzerin dieser Wirthschaft schenkt das beste Bier in Detroit aus. In diesem Lande tst Einer dem Andern vollständig gleich und diese Wittwe solltet Ihr patronistren. wenn Ihr Materialwaaren zu kaufen wünscht. Die Wittwe hat sich sowohl für Cleveland wie für Blaine, Butter und Tom Collins erklärt, denn sie ist tn politischer Beziehung liberal gesinnt und sie verkauft für 10 Cents mehr Klammern zum Wäsche-Aushängen als irgend eine andere Person in der Stadt. Die Wahl-Campagne ist eröffnet und jeder Patriot ist aufgeregt wie das Ungewisser. Indem ich meine Ansprache beende, will ich Euch noch missheilen, daß man bei der Wittwe für fünf Cents ein so großes Glas Lagerbier bekommt, wie nirgends sonst." — Der Druckfehler-Kobold bat einem rheinischen Blasse einen schönen Streich gespielt. Dasselbe brachte in der letzten Sonntagsnummer eine humoristische Erzählung, in welcher die Folgen einer Heiratsannonce geschildert werden. Der heirathSlustige Inserent bestellt die Reflectantin zu einem Rendez-vous in einer Conditorei, wobei eine rothe Rose bas Erkennungszeichen sein soll. Der Setzer hat aus diesem Schluß des billet-doax Folgendes gemacht: „Mein gnädiges Fräulein! .... Als Erkennungszeichen gilt eine rothe Nase .... Ganz ergebenft Ihr Unbekannter." Dieses Erkennungszeichen würde wohl auf das gnädige Fräulein etwas abkühlend gewirkt haben. |M$ BESSER DE LINCK'S ^SGHUTZW [ STUTTGART, mit naohgeahm Zu hab Gebr. Ada V Brückir Ferd, Dre S. Elsoffe Emil Fiscl in 44,734 Segelschiffe und 8,433 Dampfschiffe, welche einzclnen Länder vertheilen: Segelschiffe. Anzahl: England .... 15,384 4752029 Vereinigte Staaten 6 344 2,161,490 Norwegen .... 4,056 1415,795 Italien .... 3,037 890,422 Deutschland .... 2,471 864,661 Rußland .... 2,139 467,740 Frankreich .... 2,343 431,495 Schweden .... 1,965 406,583 Spanien .... 1,502 299,340 Holland .... 965 280,880 Griechenland 1,358 266,804 Oesterreich .... 511 207 325 Dänemark .... 1,158 188,733 Süd-Amerika 378 140,687 Portugal .... 374 81,533 Türkei .... 421 68,058 Asien..... 125 39,535 Central-Amerika . 118 29,956 Hawai..... 24 9,793 Belgien .... 30 8,859 Rumänien .... 20 3494 Afrika ..... 7 2,521 Tahiti..... 3 697 Verkauft .... 1 439 Im Ganzen 44,734 13,0108,79 Dampfschiffe. Anzahl: Tonnengehalt: England .... 5 090 4,247,748 Frankreich .... 403 490,559 Deutschland .... 488 397,573 Vereinigte Staaten 350 347,682 Spanien .... 301 224,254 Italien..... 143 120,633 Holland..... 145 128,693 Rußland .... 204 103,504 Norwegen .... 243 91,898 Dänemark .... 160 82,673 Oesterreich .... 99 85,663 Schweden .... 292 81,830 Asien..... 106 48,864 Belgien .... 53 64,614 Süd-Amerika 118 55,757 Griechenland 52 31,684 Egypten .... 28 20,126 Portugal .... 24 15.489 Censsal-Amerika 20 13,815 Türkei..... 13 7,166 Hawai ..... 8 2,333 Rumänien .... 2 919 Zanzibar .... 1 720 Tunis..... 1 726 iftrtr S „regt und he- W&tn ist (eS b ^en *f0 vielt-« jvlN ft « dafür, daß Mö^LteütsL'eden 6i oerd«enl /'"'tz.j ben Ibtf ß, 1118"S7° täsfe® Seg-n a ,^erfolgt ^ACigi ?aD1°ntnen7ttn8: l°c°len J tet. bä: Ä-Äft SufetaemTV01^- [t'neren ^K'drii- avze hL'Un auch te«»* Sfai bcn 106 und werden Lbm Rekruten Be. drgegnen zu erweisen ? er- 'W'W und will iS N^eutel, ® "chtige Wort nicht S”? ^^ellung war lll°b, Emir Abdüllah. crn etngetroffm. Die »e ihn mit seinem mann auf Staats, iJWtdjen Ehren aus- 1 ^hadidscha auch vom cv'te. Ne man indeß « M rM von einigen otesetbe einen Magnet Gemahlin find nämlich iader gesteckt und mit 'sm wir folgendes In- Stande ist, einem Inen Vorgänge In Vollster sub E, D. 247 an NI Kelchs,agS, >Wm Wege aus- nfchau-Wlenn Bahn :x dasM defiMchev MM. der Belgier .en Prüfung der Eip- Invorfichtigkeit in einen er, da sein Hilferuf zu )en gräßlichsten Qualen id zogen den Unglück- de zur Besinnung kam, ebrns setm, da er sich bei Kranken bestätigen, weisen der Industriellen ine Wittme in D-troit, ialwaaren-Ladens, ließ, m Hause eine Flaggen, zu befestigen. Als die dem Hause ar.g-sammelt ' demokratisches Banner dicker Deutscher auf eine elllN -Stump Speech : itbt über einem fretm 118 att$onarl. » (ItlBorB. Wrk»°°m mH bis d-»- * “ itobis İS* ,#8ffÄsS £S.ä -SZ- ns’sis •S»' Allgemeiner Anzeiger. Perpachlung fiskalischer «rundfiücke. Montag den 20. October, Nachmittags 3 Uhr, werden in dem Gasthaus zur Weltersburg bei Wieseck zwei Aecker in der Lichtenau, Gemarkung Gießen, und fünf Aecker auf dem Akuppen- strauch, Gemarkung Wieseck, öffentlich verpachtet. Gießen, am 14. October 1884. Großherzogliche Oberförsterei Gießen. I. V.: 6762 Koehler, Forstaccessist. Brunnen mit Pumpe. Die Herstellung des Brunnens im hies. Bürgermeisterei - Hofe, veranschl.: Vertiefung 5 m = 100 genau zu achten, weil minderwerthige Producte •mit nachgeahmter Packung im Handel sind. Zu haben in Giessen bei den Herren: Gehn Adami J. Brückmann Ferd. Drebes 8. Elsoffer Emil Fischbach Fritz Flimm E. Hainbach R. Hecker Carl Hoffmann L. Kalkhoff Fn Leo P. J. Moebs W. Seuling in Friedberg bei Herrn F. Hilbrecht’s Wwe. , Wieseck bei Herrn M. Löwenstein H. Volzel II. , G r ü n b e rg bei Herrn Carl Schmierer. 1894 für die Wtnterfaison find eingetroffen und empfehle solche billigst Gleichzeitig bringe mein frisch affortirtes Lager in Knöpfen und Besatzartikeln in empfehlende Erinnerung. 6688 ________Fr. Zülch Wwe. IVon vorzüglichstem Erfolge gegen alle catarrhallschen Leiden de* Kehlkopfes, Machen«, Magens u. s. w. ist die Emser Victoriaquelle, welche sich vor allem durch ihren bedeutenden Gehalt an Kohlensäure auszeichnet — also für den häuslichen Gebrauch besonders empfehlens- werth ist. — Emser Fastillen Emser Quellsalz mit Bleiplombe. in flüssiger Form. Zu beziehen durch die bekannten Mineralwasser-Handlungen und Apotheken. 1427 König Wilhelm’s Felsenquellen, Bad Ems. 6768 8— Rationales prachimerli! V ersteigeramgen 5436 Th.- Drüelr^Schloßqasse 16. 6633 MttüSerlr^eues Aaörikat zum Stärke» der Wäsche. J. Rothenberger, Gerichtlich bestellter Taxator Tagesordnung: Rechnungsvorlage und Rechenschaftsbericht. Ergänzungswahl des Vorstandes. Lang-Göns, den 14. October 1884. Für die Spar- und Leihkasse zu Lang-Göns (E. G.): A* Henrich, ' Director. von Bremen nach Amerika abgehenden Dampfer des Norddeutschen Lloyd schließt ab 2726 Fr. Seibel in Gießen. Spar- und Nihkasse pi I'ang-Göno. (Eingetragene Genossenschaft ) General - Versammlung auf dem Gemeindehaus zu Lang-Göns Somiteeg den 19» <» JBT., Nachm. 3 Uhr. Im Verlag von Gressner & Schramm in Leipzig erscheint und ist durch jede Buchhandlung zu beziehen: X Kaiser Wilhelms g Jugendzeit. g Von X Mas: Hermann Gärtner. X Erscheint in 16 Lieferungen ä 2 Bogen großen Formats zum Preise © von 1 «A für die Lieferung. Mit zahlreichen Holzschnitten nach ö Zeichnungen von H. Lüders und Facfimiles gleichzeitiger Holzschnitte, £5 Kupferstiche und Gemälde. © 36®' Wird im October 1884 vollständig vorliegen. 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Indem wir für die Beiträge herzlich danken, die im vorigen Jahre gespendet wurden und die ansehnliche Summe von 640 Mark ergaben, welche theils für nothleidende evangelische Gemeinden in Hessen, theils für solche in Preußen, Oesterreich und im Morgenland willkommene Verwendung fanden, bitten wir uns auch in diesem Jahre mit freundlichen Gaben zu bedenken. Gießen, den 14. October 1884. Im Auftrag des Vorstandes des Frauenvereins der Gustav-Adolf-Stiftung: Vigelius, Schriftführer. Erwiderung. In Nr. 241 der „Oberhessischen Nachrichten" befindet fich ein Artikel „0. T.", der die Annahme rechtfertigt, die Witzblätter sollten Zuwachs erhalten. Es befinden sich in diesem nur 28 Zeilen enthaltenden, zur nationalliberalen Wahlagitation beitragen sollenden Artikel folgende „Schlagworte", welche beispielsweise in der „Frankfurter Latern" nicht auffallen würden, nämlich: „Firma, Handelsregister, Kundschaft, Cigarren- und Weinreisender, Preisgebot, Abnehmer, Aufkleben, Etiquetts, Verpackung, windige Waare, appetitlich, serviren, Programmbraten, Dachhase, Tunke, Gaumen, Lampe, Manöver, Bankerotterklärung, Blendscheibe, Feuermelder, neufortschrittlich, Dumme, plump, Schlaglicht, Kniffe". Zu diesem Artikel bemerkt die Redaction der „Oberh. Nachr.": („dieselben Kniffe würden auch angewendet in gleicher Weise von den Deutschfreisinnigen Gießens und ihrem Candidaten Dr. Gutfleifch"). Ist es nicht geradezu empörend, solchen Vorwurf in dem Organe einer Partei zu lesen, welche sowohl im eigenen Wahlaufruf, wie in den von ihren Vertretern bisher gehaltenen Reden, die Ehrenhaftigkeit, Charakterfestigkeit des Herrn Dr. Gutfleisch rühmt! Wollte sich doch die Redaction einmal mit ihren eigenen Agitatoren beschäftigen und nachfragen, welcher Mittelchen diese sich bedienen. Es sind Fälle bekannt (ohne Namen zu nennen, wird die Wahrheit nicht bezweifelt werden), daß auf dem Lande die Agitation von einzelnen Herren der sog. nationalliberalen Partei im bekannten und verwerflichen Style der Bürgermeisterwahlen betrieben wird. Der Landbewohner wird unter irgend einem Vorwand in ein Wirthshaus gerufen, mit Bier rc. rc. regalirt und jetzt schon zur provisorischen Stimmabgabe für die Reichstagswahl gepreßt. Ist es bis jetzt irgend Jemand eingefallen, dem Herrn Buderus hieraus einen Vorwurf zu machen? Wer so etwas einem Candidaten, welcher einen Wahlkreis im Reichstag vertreten soll, nachsagt, sucht demselben die Ehre abzuschneiden. Als Motiv kann nur zweierlei gedacht werden: entweder ist die Redaction sich selbst der Tragweite ihrer Auslassungen nicht bewußt, oder der Geldbeutel hat den Sieg über etwaige Bedenken, nicht gegen die Moral zu sündigen, davongetragen. Billigen die Herren Vertreter des nationalliberalen Comit^'s solche Schreib- und Handlungsweise? — Man muß dies annehmen, da diese Herren ja die „Oberhessischen Nachrichten" schon zu lesen scheinen, bevor sie gedruckt sind (vgl. Antwort auf die Erklärung des Herrn Dr. Gutsleisch in Nr. 239 *% d. O. N.). Würde die Redaction und deren Correspondenten nicht nobler handeln, die Leser mit derartigen faden, unwahren und beleidigenden Ausdrücken zu verschonen? — Was der in der oben cit. Nr. 241 befindliche ** Artikel besagen soll, ist unverständlich und kann man in demselben nur ein Zugeständniß dessen erblicken, was er wahrscheinlich bestreiten will. Was anders bezweckt er denn als Erzeugung einer judenfeindlichen Stimmung und somit Verschärfung con- fessioneüer Gegensätze? Liefert er nicht den Beweis, wie der der Nationalliberalen Partei gemachte Vorwurf mit Recht am Platze ist? — Ja, „man lese und staune!" Wenn Glaubensgenossen sich gegenseitig mittheilen, daß es für sie von Interesse sei, Abgeordnete in den Reichstag zu wählen, die jeden nach seiner Fa^on selig werden lassen, wer Anders kann dann wohl hieraus einen Agitationsartikel zusammenphantasiren als ein . . . Correspondent für den Heidelberger Aufschwung. 6775 Mehrer© Wähler. D Kaufmännische Formulare 2] aller Art ul werden elegant und rasch bei billigsten Preisen angefertigt. B »Wie Druckerei (Fr. dir. Pietsch) Verlag und Expedition des Giessener Anzeigers. Herzogi/ Baugewerkschule Holzmindegl § damit verbunden MaschineiHMüliIenbau- u. MüllerschuleJI K 1 Wintere 4. Hov. Vorauf. 6. Oct Pensionat Dir.: G. 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Man b Herbert Bim Rammen. 7 inbefcn W nach England wie man von vordere einig, es hei lands und £ Handschreibe! und Portuga Der L Vetter des s Regierung^ Sik ü«1 Krim W ’S Sie eit«” \ A» bm MW)616 ® in Mischt 8»° zu einer Qu Frage ber V Mischer Eröv Halsten der ’ ligen Erkranl von Vieh QUi verboten. Di Hebung der E Kurz darauf Mgeslanden u WberM Snnern b Wüften WM K oie weitere i I^och wirb a schieden n unberufen. »Die ve'ilon zusa W intereffai ^rvärtige 9 Neu. Der RHinefifd noch Mi« K I Ä?