1.50. .... _____4614 «WS Wö. b. Siattsä __4"24 - Anstalt ikerei 2550 ecke e 17 »ortommenbffl tütn beflens. IQOOOOO er § Loose. 8 25. Septbr.ö von 9600 Jlx :bet die Gene-8 4624 x r, Worms, g erkäufer. X ntn ohnende Be- |Q\t VM Hess, : 2. n in ähnlichem , erhalten den 4692 Anweisung Rötung von _ UCllt mit uffl jo J beseitigen^ $ C.RtöüftWl meine Erfolge e: i Iwnderh geriet jsachreiben-»*« tenfll. y u. Wohmame 6 gr. Site miet. Sägtutn guW.U'i’ ml, 1.** nhaus tn W Wist°nl°L^ chmMSc!«"" HtborH^L d»e«E" äeltcrSnitg *. ,Ä«4* Ks. er» „ Lehranstalt •» Mathe"iä^kli. Jesu* baldig egt d docli ol”' , Z«,UD. Vol*' enstem 1 ^5f$ Ich- *ftrf ;bj< irbO^- Erscheint täglich mit Ausn«hme des MontagS. Dttreau: Schulstraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Telegraphische Depeschen. Wolff'» telegr. Eorresponderrr-Brrrea«. Maina« , 14. Juli. Se. Maj. der Kaiser machte geftern Nachmittag eine Rundfahrt auf dem Ueberlinger See, gestern Abend wurde Sr. Maj. von dem Sänger- kranz „Bodan" auS Constanz eine Serenade dargebracht. Bet der heute Vormittag 10% Uhr erfolgenden Abfahrt nach Lindau werden der Großherzog und die Frau Großherzogin mit den übrigen Mitgliedern der Großherzoglichen Familie dem Kaiser bis Friedrichshafen das Geleit geben, wo Se. Maj. dem König von Württemberg einen Besuch abzustatten beabsichtigt. , Berlin, 14. Juli. Der „Retchsanzelger" publickrt die Ernennung des Gehetw- raths Bödiker zum Präsidenten des Retchsversicherungsamts, meldet, daß das RetSS- versicherungsamt mit dem heutigen Tag tn Thätigkeit tritt und veröffentlicht die Be- kanntmackung, betreffend die Anmeldung der unfallversicherungdpflichttgen Betriebe^ welche bis zum L September erfolgen muß. Politische Ueberficht. Gießen, 15. Juli. Von der Insel Mainau wird berichtet, daß das Befinden des Kaisers "fortgesetzt ein vortreffliches ist. Am 15. Juli, Nachmittags, trifft er, über Rosenheim und Kufstein reisend, zur Nachkur in Gastein ein und gedenkt sich der hohe Herr hier ca. 14 Tage aufzuhalten. An den Aufenthalt in Gastein schließt sich die Zusammenkunft mit Kaiser Franz Josef in Ischl an und wird ols Tag derselben der 9. August genannt. Die deutsche Reichsregierung wendet jetzt der Cholera-Epidemie im Süden Frankreichs erhöhte Aufmerksamkeit zu, nachdem ihr von Geheimrath Dr. Koch aus Toulon die osficielle Nachricht zugegangen ist, daß die Epidemie die cholera asiatica sei. Das Reichsamt des Innern hat sich bereits mit den Bundesregierungen behufs Ergreifung und Durchführung der zunächst erforderlichen Gegenmaßregeln in Verbindung gesetzt und vom Reichskanzler sind die französischen Hafenplätze des Mittelmeeres als der Cholera verdächtig erklärt worden. Zugleich hat er die Bundesregierungen ersucht, in Erwägung zu nehmen, inwiefern ein Theil derjenigen Einrichtungen, welche die im vorigen Monat zusammengetretene Cholera-Commission für den Fall des Fortschreitens der Cholera in Frankreich empfohlen hat, schon jetzt vorzubereiten sein möchten. Es läßt dies auf ein gemeinsames Vorgehen der Bundesregierungen gegen die Choleragesahr schließen, während außerdem die See-Uferstaaten, also neben Preußen die Hansestädte Mecklenburg und Oldenburg noch besondere Maßregeln behufs Verhinderung einer directen Verschleppung der Seuche über die See treffen werden. Der Hamburgische Senat ist hierin bereits vorgegangen, indem er für alle aus dem Mittelmeere und speciell aus Toulon und Marseille kommenden Schiffe Quarantäne in Cuxhaven angeordnet hat. Im Uebrigen werden sich die Vorkehrungen der Bundesregierungen gegen die Choleragesahr auf die Untersuchung der aus dem Westen kommenden Eisenbahnzüge, Desinfection, Ein- fetzung von Cholera-Comitös, welche die Aufgabe haben, die sanitären Zustände ber einzelnen Orte zu prüfen, die Beobachtung der sanitätspolizeilichen Vorschriften zu überwachen, Einrichtungen von Cholera-Lazareth-Stationen u. s. w. erstrecken. Sperrmaßregeln sind nicht beabsichtigt. Mit nächstem Samstag, den 19. Juli, nimmt in Leipzig das achte deutsche Bundesschießen seinen Anfang. Es sind zu demselben überaus zahlreiche Anmeldungen von Schützen aus allen Theilen Deutschlands, aus Oesterreich, der Schweiz u. s. w. eingegangen und wird sich darum das achte deutsche Bundesschieben schon durch die Zahl seiner Theilnehmer zu einer bedeutsamen Feier gestalten. Die Feststadt selbst hat die großartigsten Vorbereitungen getroffen, um der Feier einen ebenso glänzenden wie würdigen Charakter zu verleihen und man darf darum schon jetzt die Hoffnung aussprechen, daß das Fest in den Herzen aller Theilnehmer eine nur angenehme Erinnerung zurück- laffen wird. Der Eröffnung des Festes wird die Anwesenheit des sächsischen Landesherrn einen besonderen Glanz verleihen, da König Albert die an ihn gerichtete Einladung des Fest-Comit^ zum Besuche des Bundesschießens angenommen hat und am 19. Juli in Leipzig einzutreffen gedenkt. Bei der am 10. Juli in Stuttgart stattgefundenen Wahl eines Abgeordneten in die zweite württembergische Kammer wurde gewählt der Candidat der Volkspartei, Rechtsanwalt Tafel — für den auch die Socialdemokraten stimmten — mit ca. 4100 Stimmen, während der Candidat der Conservativen und eines Theiles der Nationalliberalen, v. Wächter/ nur ^a. 3200 Stimmen erhielt. Der Ausgang der Wahl ist charakteristisch für das Anwachsen des demokratischen Elementes in Süddeutschland. Die Nachricht, der Bevollmächtigte Hamburgs zum Bundes rathe, Senator Vers mann, habe aus Gesundheitsrücksichten seine Demission eingereicht, bestätigt sich nicht. Die Wahlen des niederösterreichischen Großgrundbesitzes zum Landtage haben, wie in der Städtegruppe, durchweg den Sieg der deutsch- liberalen^ Partei ergeben. Sämmtliche 15 Abgeordnete, durch welche der Großgrundbesitz im niederösterreichischen Landtage vertreten ist, gehören der ver- faffungstreuen Partei an, was um so bemerkenswerther erscheint, als die Liberalen das ihnen von den Conservativen angebotene Compromiß, demzufolge die letzteren den Liberalen zehn Mandate überlasten wollten, um selbst fünf zu erhalten, abgelehnt hatten. Die Frage, ob die französische Nationalfeier am 14. Juli trotz der Cholera im Süden Frankreichs begangen werden solle, ist von dem Pariser Gemeinderathe in bejahendem Sinne entschieden worden. Der Gemeinderath der französischen Hauptstadt hat hiermit alle Warnungen der medicinischen Autoritäten, welche ein Zusammenströmen so großer Menschenmaffen, wie es die Feier des Nationalfestes in Paris mit sich zu bringen pflegt, Angesichts der Choleragefahr als höchst bedenklich erscheinen lasten, in den Wind geschlagen und wird nun die Verantwortung für seinen Entschluß tragen müssen. Auch das Beispiel der Regierung, welche die für den 14. Juli geplant gewesene große Truppen-Revue hat fallen lassen, ist für die Pariser Stadtvertretung nicht maßgebend gewesen und ebensowenig hat ihn die lebhafte Campagne der Presse gegen die Feier des Nationalfestes in seinem Entschlüsse beirrt. (Wie aus einer Meldung unter den telegraphischen Nachrichten zu ersehen ist, hat am gestrigen Tage die Nationalfeier in Paris stattgefunden und ist auch dabei wieder eine Deutschenhetze gemacht worden. Red.) — In Paris ist das Gerücht von dem erfolgten Bombardement eines chinesischen Küstenplatzes durch das Geschwader des Admirals Courbet verbreitet. In England ist der legislatorische Faden durch das Scheitern der Wahlreformbill im Oberhause plötzlich abgeschnitten worden. Mr. Gladstone wird denselben erst im nächsten Herbste wieder anzuknüpsen versuchen, indem alsdann eine neue. Session eröffnet und in derselben dem Parlamente die Wahlreform-Vorlage wiederum vorgelegt werden soll. Das ablehnende Votum des Oberhauses in Sachen der Wahlreform hat bei der liberalen Unterhaus- Majorität stark verschnupft und auch in wetteren Kreisen des englischen Volkes giebt sich aus diesem Anlaß eine tiefe Verstimmung gegen die Pairs kund und dieselben dürften wohl sehr bald inne werden, daß sie mit ihrer negirenden Haltung der Sache der Tories keinen besonderen Dienst erwiesen haben. Was die Conferenz betrifft, so sind deren finanzielle Beiräthe noch immer mit ihren Vorbereitungen beschäftigt, nach deren Beendigung das Plenum wieder Zusammentritt. In der bulgarischen Hauptstadt Sofia ist der Sturz des bisherigen liberalen Cabinets Zankoff erfolgt, welcher der Coalition der Conservativen und Radikalen zuzujchreiben ist, die zum ersten Male bei den Neuwahlen zur bulgarischen Sobranje oder Nationalversammlung hervortrat. Der neue Kammerpräsident, Karaveloff, ist vom Fürsten Alexander mit der Bildung des neuen Ministeriums beauftragt worden, welches jedenfalls im Sinne dieser Coalition ausfallen wird. — König Karl von Rumänien gedenkt dem serbischen Hose im Laufe des nächsten Monats einen Besuch abzustatten und ist die Ankündigung hiervon in Belgrad mit großer Genugthuung ausgenommen worden. Der Mahdi hat seiner Sache einen neuen einflußreichen Freund gewonnen. Der Mudir von Dongola, dessen Treue gegen die egyptische Regierung schon längst von verdächtiger Farbe war, hat sich nun offen für den Mahdi erklärt und soll gesonnen sein, gegen Wadi Halsa, an der Grenze Ober-Egyptens, vorzurücken. Darmstadt, 14. Juli. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 4. d. Mts. den Professor Dr. Schmitt zum Director der technischen Hochschule für das Studienjahr 1884—1885 zu ernennen geruht. Berlin, 12. Juli. In der jüngsten Sitzung der Berliner Medicinischen Gesellschaft verlas der Vorsitzende. Geh. Rath Rudolf Virchow, eine an ihn gerichtete Zuschrift, in welcher Namens vieler jüngerer Aerzte der Vorstand ersucht wird, etne Choleradebatte veranlassen zu wollen, tn welcher die älteren Berliner Aerzte. welche frühere Cholera-Eptdemieen durchgemacht haben, ihre Erfahrungen darüber mitthellen können und überdies Herrn Geh. Rath Koch zu bitten, der Gesellschaft einen Vortrag über seine Forschungsergebnisse zu halten. Profeffor Virchow konnte darauf erwidern, daß der Geh. Rath Koch gleich nach seiner Rückkehr aus Indien von dem Vorstand ersucht wurde und auch zugesagt habe, in der Medicinischen Gesellschaft einen Vortrag über die Cholera zu halten, daß er aber bisher mit seinen Cholerapräparaten, die er dabet demonstriren wollte, noch nicht fertig geworden sei. Sobald Herr Koch auS Frankreich wohlbehalten zurückkehren werde, wolle der Vorstand nicht verfehlen, denselben an sein Versprechen zu erinnern und allenfalls tn den Sommerferten eine außerordentliche Sitzung anberaumen. Prof. Virchow benutzte diese Gelegenheit, um ebenfalls vor übertriebenen Befürchtungen zu warnen und der Hoffnung Ausdruck zu geben, daß es den energischen Bestrebungen unserer Regierung gelingen werde, den Einbruch eines solchen Seuchenzuges von unseren Grenzen abzuhalten. — Die »Berl. Polit. Nachr." bezeichnen die Mittheilung, der Bundesrath werde demnächst zusammentreten, um sich über gemeinsam zu ergreifende Maßregeln zur Abwendung der Cholera schlüssig zu machen, für falsch: die neulich hier versammelt gewesene Choleracommission beendete ihre Arbeiten endgültig und faßte Beschlüsse, behufs deren Durchführung in den Bundesstaaten jetzt Schritte geschehen seien. Unzweifelhaft werde so eine einheitliche Behandlung aller auf die Cholera bezüglichen Vorkehrungen tm deutschen Reiche erzielt werden. — Das große Flottenmanöver vor Danzig ist beendet. Die einzelnen Schiffe haben die Rhede verlassen, nur noch die vier Panzer - Corvetten liegen auf der Zoppoter Außenrhede. Soweit man hört, ist das Manöver auf's Glänzendste und Zufriedenstellendste verlaufen; insbesondere sollen die Leistungen der Torpedoboote die Erwartungen übertroffen haben. So schreibt die „Danziger Zeitung": Die Treffsicherhitt der Geschütze der großen Schiffe bleibt bei dem hornissenartigen Umkreisen dieser winzigen und doch so hochgefährlichen Gegner thatsächlich eigentlich nur auf Zufalltreffer beschränkt. Die in den Settenwänden der neuen Boote enthaltenen Wasserkasten, die durch eine eigenartige Vorrichtung tm Augenblick mit Wasser gefüllt werden können, gestatten, dieselben tm Gefecht, ohne daß dadurch ihre Fahrgeschwindigkeit einer bemerkenswerthen Behinderung unterließt, bis nahezu zur Bordhöhe in’3 Wasser zu versenken. Bei der Schnelligkeit der Bootsbewegung kann dem entsprechend von einer Zielnahme für die Geschützwirkung die Rede nicht fein, und eS steht wegen des Aufschlagens der Geschäfte auf die den eigentlichen Bootsrumpf einhüllende Wasserfläche selbst von dem Kartätschenhagel der neuen Revolvergeschütze nur eine sehr zweifelhafte Wirkung zu gewärtigen. Str. 163. Mittwoch den 16. Juli 1884 ichener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. den inzwischen wieder eingetretenen Regen nicht zur Durchführung gebracht werden. — AbendS bt8 gegen 7 Uhr war für die meisten auswärtigen TheilvrMtr daS beendet und traten dieselbe» unter Musikbegleitung die Heimreisean.- Bemerkt sei hier noch, daß die VorbereUungen und Arrangement« zu diesem Feste nichts r» wünschen, übria ließen, und dürfte sich daS 13. Turnfest deS Gaues Hessen seinen Vorgängern ebenbürtig zur Seite stellen und möge eS noch reckt lange S?er thetltgten bleiben. Der Feststadt Homberg a. d. O- aber noch ein e@ut Heil I - Gestern wurde ein in der Lahn, in der Nähe der Badeanstalten sich badender junger Mann, welcher in eine Untiefe gerochen, vom Schwimmlehrer der Rüb- samen'schen Badeanstalt vom Tode des Ertrinkens gerettet. - Gestern Nachmittag gegen 5 Uhr zog ein sehr schwer^«duadm mit Hagel und wolkenbruchartigem Regen über unsere Stadt. Der heftige Wind richtete an Bäumen rc. empfindlichen Schaden an. - Heute Morgen erschien ein zugereister Handwerksbursche in -stiem Laden der Wolkengasse und da er grade Niemand anwesend fand, suchte er diese günstige Gelegenheit zu einem kühnen Griff m die Ladenkaffe auszuuutzen, wurde aber dabet von dem Etgenthümer erwischt und dingfest gemacht. Lokales. Gießen, 15. Juli. Die Lufttemperatur ist in Gießen am 13. Juli im Schatten auf 27.50 N. gestiegen, was seit dem Anfang der Beobachtungen (1852) nur einmal vorgekommen ist, nämlich 1865. = Gießen, 15. Juli. Das gestrige erste Bilse-Concert in Wenzels Garten hatte ein nach vielen Hunderten zählendes Elite-Publikum von hier uud auswärts angezogen. Durch die Besetzung deS Orchesters (20 Violinen, 6 Violen, 6 Celli, 5 Contra- bässe rc) läßt sich natürlich eine Wirkung erzielen, die jeder andern, noch so gut geleiteten Capelle verschlossen bleibt. Das Programm bildeten neben populären, erfolgsicheren Arrangements werthvollere und rassische Compositionea, wie das Vorspiel und Isoldens Ltebestod aus der Oper „Tristan und Isolde", die dritte Ouvertüre zur Over Leonore und die Freischütz- Ouvertüre. Die Interpretation und Ausführung sämmtlicher Nummern riefen die Bewunderung und stürmisch; Beifallsbezeugungen der Zuhörer hervor. Daß der klassische Geist eines Werkes durch Meister Btlfe nie eine Alteration erfahren wird, damit ist wohl Niemandem etwas Neues gesagt. Die Vorträge des Herrn CharlesMolä (Flöte) und Herrn Hugo Türpe (Cornet ä Piston) ließen erkennen, über welche vorzüglichen Solokräfte Hof-Musik-Dtrector Bilse verfügt. Der ungnädige Himmel trieb daS Publikum in die Säle und erst nach einer Stunde konnte das Concert seinen programmmäßigen Verlauf im Garten nehmen. Gieße«, 15. Juli. [13. Turnfest des GaueS Hessen.) Wie vorauSzusehen, hat das Turnfest deS Gaues Hessen, welches in den Tagen vom 12.—14. Juli er. in Homberg a. d. Ohm abgehalten wurde, einen recht würdigen Verlauf genommen. AlS Einleitung zu demselben gestaltete sich am SamStag Nachmittag der Turntag und die Bildung und Sitzung des Preisgerichts, welches die Grundzüge des Wettturnens für den folgenden Tag festftellte; AbendS war ein geselliges Zusammensein auf dem Festplatz. Durch Böllerschüsse und Weckruf am stützen Morgen am Sonntag aus dem Schlafe geweckt, bereitete man sich zum Empfange der eintreffenden Turner vor, welche von einer Abthetlung des Feftcomtl^s nebst Musikkapelle nach dem Empfangslocal geführt wurden. Präcttz 2Va Uhr Nachmittags setzte sich der Festzug in Bewegung; durch einen Wald von Bäumen, überragt von unzähligen Fahnen, gelangte man gegen 31/» Uhr auf den Kestplatz; voran eine Abthetlung Festretter und Feuerwehrleute, dann ein Musikchor, hinter welchem die Ehrengäste mit dem Festausschuß und den Festdamen etnherschrttten. Die Vereine deS GaueS waren alphabetisch geordnet, die Feststadt Homberg zuletzt. Erwähnt sei noch, daß die Gesangvereine und der Krtegerverein von Homberg sick mit einer sehr stattlichen Zahl von VereinSmitgltedern und ihren Fahnen am Feftzug be- thetligten. — Auf dem Festplatz angelangt und nachdem die Veretnsfahnen auf der Musikbühne aufgesteckt waren, begrüßte Herr Bürgermeister Schild Wächter die nach Tausenden zählende Festversammlung und hielt Herr Tasch6, nachdem daS Lied „Ein Ruf ist erklungen" gesungen war, die von Begeisterung getragene, feines Ver- ständntß für daS Wesen der Turnkunst bekundende, beifällig aufgenommene Festrede. — AlSdann wurden die von dem Gauturnwart sehr schön auSgewählten Freiübungen durchgeturnt und konnte man gegen 41/« Uhr mit dem Wettturnen beginnen. Turnen, Concert und die Freuden des TanzeS ließen die Stunden schnell verlaufen, btS AbendS um 9Vs Uhr die Vertheilung der Preise an die Sieger durch den Gauturnwart die Aufmerksamkeit in Anspruch nahm. — Es betheiligtcn sich 91 Turner und wurden 29Preise audgegeben. welche sich wie folgt vertheilen: Gießen 8 Preise Hanau 6, Marburg 5 Preise, Wteseck 3 Preise, Bad Nauheim, Lollar und Wetzlar je 2 Preise und Nidda einen PretS. Den ersten erhielt Marburg, den zweiten Gießen den dritten Hanau. — Bis dahin hatte es Jupiter Pluvius gut mit und gemeint' von da aber öffnete er seine Schleußen derart, daß der turnerische Theil des Festes mit dem Wettturnen sein Ende erreicht hatte. ü 1 Am Montag Morgen wurde ein gemeinschaftlicher Spaziergang nach dem schön Lelegenen Schlosse gemacht und der auf Nachmittags festgesetzte Festzug konnte durch Vermischtes. Darmstadt, 11. Juli. Zur Ermöglichung eines gleichmäßigen Verfahrens bet Unterstützung von Feuerwehrleuten und deren Hinterbliebenen aus Großh. LandeS- BrandversicherungSkaffe finden dermalen auf frühere Veranlassung Erhebungen statt, welche Kopfzahl die freiwilligen Feuerwehren repräsenttren, waS aus der Mitte der letzteren selbst zur Unterstützung oder zu Versicherungszwecken jährlich aufgewendet wird und waS in dieser Beziehung Seitens der Gemeinden geschieht. Castel, 11.Juli. Gestern hat sick hier ein bedauernSwertherUnfall zugetragen- An dem Rheinufer wurde den Trommlern der Garnison ein UedungSplatz angewiesen, während gleichzeitig ganz in der Nähr Schießübungen vorgcnommen wurden. Als- gestern Nachmittag eine Abthetlung der Trommler ihre Uebungen machte, stürzte plötzlich einer der Leute mit einem lauten Schmerzensschrei zu Booen. Derselbe war vvn> einem Fehlschuß, welcher auf dem Schteßstand abgefeuert worden, getroffen und schwer verletzt. Die Kugel war ihm in die Schulter gedrungen und hatte sich tief in den Körper gewühlt. Der Unglückliche wurde in das Mtlttärlazareth nach Mainz gebracht. Es wäre sehr wünschendwerth, wenn der Schießplatz verlegt würde, denn eS soll schon öfter vorgekommen sein, daß Spaziergängern am Rhein Kugeln um die Ohren fi»Euften., ^en Berichten deS „Reichsanzeigers" über den Stand der Saaten und Feldfrüchte entnehmen wir Folgendes: Provinz Hessen-Nassau: 1) Regierungsbezirk Kassel: Roggen und Wetzen haben schwer unter dem Rostpilz zu leiden. Das Stroh des WtntergetreideS zeigt überall eine ungewöhnliche Lange. Die Frühlingsbestellung ging gut von Statten und läßt Ver Stand des Sommergetreides nichts zu wünschen übrig. Die Futterernte fällt sehr reich autz. Die Wiesen geben eine Fülle guten Grases. Auch die Kleefelder versprechen hohe Erträge. Der Stand der Kartoffeln ist ein ausgezeichneter. Die Rübenfelder zeigen einen vielversprechenden Stand. Die Blüthe der Obstbäume hat durch Spätfröste gelitten unfr fällt in Folge dessen die Obsternte gering aus. . » 2) Regierungsbezirk Wiesbaden: Der Stand des Winter- und Sommergetreides ist durchweg ein günstiger, in Halm und Frucht eine reiche Ernte versprechend. Weniger günstig ist der Stand und die zu erwartende Ernte des Rapses. Die meistens begonnene Heuernte ergibt einen reichlichen Ertrag. Kartoffeln stehen durchweg recht gut und berechtigen zu den schönsten Hoffnungen. Der Klee hat nur hin und wieder einen guten Ertrag geliefert. Von Obst ist nur in einigen Gegenden an Aepfeln eine gute Ernte zu erwarten. Der Weinstock stand bis Anfang Juni vorzüglich mit zahlreichen und vollen Gescheinen. Der kalte und nasse Verlauf hat aber die Erwartung, auf eine besonders gute Weinernte sehr herabgestlmmt. Die Viehpretse sind zieme lich hoch. — [Blitzschläge.) AuS Bonn, 11. Juli, wird berichtet: Gestern Nachmittag und Abend sind verschiedene Gewitter über unsere Stadt hinweggezogen. Ein Blitz verletzte den Schornstein der neuen Husarenkaserne vor dem Kölnerthor; ein zweiter traf einen Mann, der in der Thür seines Wohnhauses auf dem Rheindorfer Felde stand und nach dem Gewitter ausschaute, an der Schulter und seinen in der Nähe sich auf- haltenden Knecht an den Beinen. Beide wurden gleichzeitig betäubt- Als sie wieder zur Besinnung kamen, blickten sie sich nach etwaigen Beschädigungen in ihren Behausungen um und fanden dabei in einem Stalle ein Schwein tobt. In dem benachbarten Dorfe Hersel fuhr ein Blitzstrahl in ein Haus und betäubte einen darin befindlichen Arbeiter derart, daß er erst nach mehreren Stunden und nur mit Hülfe eines aus Bonn herbeigerufenen Arztes wieder zum Bewußtsein gebracht werden konnte. Würzburg, 9. Juli. Dem „Fränk. Kur." berichtet man: Vorgestern Vor- mittag kam etu Amerikaner in einen hiesigen Handfchuhladen und kaufte sich Manschetten- Einige Zeit nach seinem Weggang bemerkte man ein Päckchen liegen, dessen Inhalt in Werthpapieren von 50,000 «X und in einer Schiffskarte bestand, aus welcher ersichtlich, daß sie in Cincinnati gelöst worden ist. Trotz aller Recherckeu konnte der Besitzer des Päckchens bis zur Stunde nicht ermittelt werden; derselbe scheint abgereist zu sein, ohne seinen Verlust bemerkt zu haben. München, 10. Juli. Auf Grund eines gestern Abend vom Landgericht München I. gefaßten Beschlusses ist der Redacteur des „Vaterland", Herr Dr. Sigl. nach Erlag einer Cautton von 20,000 C« Ä JÄ. 'uttnder Interesse erweckend sind die einzelnen und Karten der Republik Guatemala, mit schwarzem Druck auf hellgelbem Pa- knnf' mH hÖ1Trnten v* ober^n der Vorderseite ein Medaillon mit Frauen- mlJL ku Umschrift. „Vtquartallo real!“ welches mit Blattranken umgeben ist und worunter die Slnmerrung: „CartaB poatales de la Republik de Guatemala“ sich befindet- D°"n bte Postkarten von Helgoland mit ihrer geschmack- noütn Zeichnung auf der Adreßsei.e und der in gothischen Lettern, welche tn’8 Meer zu PotSdaw, 14. Juli. Ihre Königs. Hoheit die Prinzessin Wilhelm isi heute Nachmittag 2 Uhr 45 Minuten von einem Prinzen glücklich entbunden worden. . . 1. Elberfeld, 14. Juli. Bei dem gestrigen Wettrennen in dem Circus Krembjer auf den Höfen bei Rittershausen wurden, wie die „Elberf. Ästung meldet, bei einem gegen 5 Uhr hereinbrechenden Unwetter durch Butzschlag 11 Personen betäubt und 4 getödtet; dieselben befanden sich außerhalb der Se. Maj. der Kaiser traf heute Nachmittag l3/4 Uhr von Mainau hier etn und wurde bei der Ankunft ton der zahlreich oersammelten Volks» menae mit enthusiastischen Kundgebungen begrüßt. Nach kurzem Aufenthalt setzte Se. Mai die Reise nach Rosenheim mittelst Extrazugs fort. _ _ _ , , . L München, 14. Juli. Se. Maj. der Kaiser ist auf der Reise nach Gastein heute Abend ku.z nach 6V* Uhr auf dem äußeren Babnhofe eingetroffen und hat nach er- folßtem M°sch^-nw-ch!-I alübalb die R-is- nach Rosenbclm ior g-s-tz ^ D-r ön gUch rr-utzisch- Gesandte Gros v. W-rth-rn-B-,chl«ng-n und der kontgltch preutztsche MMtLr- attadie, Oderstlteutenant d. PanwIS, hallen sich ,ur Begrüßung des Katsers am Bahnhof elnaesunden und gaben Sr. Maj. nach Rosenheim das Geleit. * Paris, 14. Juli. Nach einem Telegramm der „Havas verlief die Feier des Nationalteftes wie in den Vorjahren. Den Truppenrevuen und der Revue der Schüler- bataillone auf dem Stadihausplatze wohnte eine zahlreiche Volksmenge bei. Dor dem Hotel Continental würbe die Feier gegen Mittag durch einen Zwischenfall Mört« Mehrere Schüler des CollegS gewahrten eine deutsche Fahne und forderten durch Rufen und Sckreien zum Zurückziehen derselben auf. Hinzukommende Gamins zerrissen die Fahne und schlugen die Fensterscheiben an der EiugangSthüc zum Hotel Rue Castiglioue etn. Die Polizei zerstreute die Ruhestörer. Alexandrien, 14. Juli. Nach einer „Reutermeldung" sind heute hier 3 Cholera- Erkrankungsfälle vorgekommen, einer davon verlief tödtlich. — Nack einer weiteren „Reutermeldung" fand nur eine Erkrankung an Cholera und zwar an sporadischer Cholera und kein Todesfall statt. . r . Bern, 14. Juli. Geheimrath Professor Dr. Koch ist, einer Einladung Seitens des Vundesrathes folgend, gestern hier eingetroffen. Heute conferirte derselbe mit der Cholera-Commission. — Die italienische Regierung hat den Dampfschiffverkehr auf dem Lago- Maaaiore zwischen den schweizerischen und den italienischen Ortschaften untersagt. Marseille, 14. Juli. Die Zahl der von gestern Abend bis heute früh an der Cholera Gestorbenen beträgt 32. Toulon, 14. Juli. Seit gestern Abend bis heute früh starben 11 Personen an der Cholera. , Fiume, 14. Juli. Der im hiesigen Petroleum-Hasen Benzin ladende deutsche Dampfer „Octav" gerieth heute früh in Brand. Die Mannschaft der hier gegenwärtig ankernden österreichisch-ungarischen Flotte eilte sofort nach dem brennenden Schiff, machte dasselbe los und bugsirte es mittelst Remorqueurs in das offene Meer, so daß weiterer Schaden verhütet wurde. — Der Dampfer „Octav" hatte bei dem Ausbruch des Brandes, dessen Ursache noch unbekannt ist, bereits 2500 BarileS Benzin geladen. Ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen, weil die Mannschaft bei Ausbruch deS Feuers sich in den Docks befand; nur zwei Matrosen erlitten Verletzungen. London, 14. Juli. (Oberhaus.) Wemyß kündigt für Donnerstag den bereits gemeldeten Antrag an. Salisbury protestirt und glaubt, das Oberhaus könne den Antrag nicht annehmen, bis der Beschluß, nicht zur zweiten Lesung zu schreiten, annullirt sei. Granville erklärt, die Regierung sei bereit, den Antrag Wemyß zu unterstützen und im November eine Bill wegen Neu-Eintheilung der Wahlbezirke vorzulegen, wenn die Reformbill noch in der jetzigen Session erledigt werde. — ^Unterhaus.) Dilke erklärt, daß weder in London, noch in Gesammt- England ein Fall von asiatischer Cholera vorgekommen sei. Gießen, AL 0.90-1.00, f et. 4-9 B Paar 0,60—0,80^ Enten per Ä. Ochsenffeisch per \ 52—58 X Kumm AL 5.0M.W, Mi W13-25 4- mW1 J j" ftihf f Ul'« i. Bll M („bir $ s>»° M-P. tfWS um Kto D-I SitlyJn mW« -iS«» butä biefdbi" Mr Wo«b«8 biiürirr «itoainiii ™b ■ » ji’juKi«« l‘l »WlH b't!te 81 t«nit iw4 finfc, M .W‘M“ gegepständtü für gc H - [Sacante Unfall Postagrniu geltzuschuß. Dentz md 60 * Wohn önjünber und lafl Offenbach (Main), gildzuschuß. Stei und 60 JL Wohm Mdich und 72 J kriW n Donnerstag soll in der L b Ichiffenbei Maid, das nche Tchalholz mß, 1 Stamm mit 392 Derbstangen 85 Reisstangen 85,2 Rm. Knüpr W hundert V 31 Rin. Stocke. . 3üsainnlenkunst ^ikbsjchlag. ■ am 10, ■f’erd 9? ! ^althbr,' W 2 N V'j'« Ä °?K Serben. r ^onn ®’c&en, den ii < 47U jetzt in « ohne je \X bracht, --.• kann, t vorräthig in der Möbelfat mM ÜOs (B^unbtn i Stand der nmngetrckeS versprechend. Die meistens U'chweg recht i und wieder Aepfeln eine ich mit zahl- ? Erwartung t sind zieme "Laden der 'N«« btt vH- LandeS- Wn statt, r Mitte der vrndet wird r dem Rost- nliche Länge, es Cowmer- Die Wiesen nträge. Dn n einen viel- gelitten llnd- 1 tugrtragen. angewiesen, Mden. AIS fliritt xitz- lbe war von und schwer tief in dm Mainz ge» de, denn eS Idn um dte 96r*Wld;. sei hin. 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Wasserwärme der Lahn 2U° R- — Luftwärme 22° R. RÜbsamen. tavchm scheinen, auSgeführten Aufschrift „Heligoland“. Darüber steht »Union poetele nniTereeUe* und links in der oberen Ecke das helgolündifche Wappen mit einem Wimpel, welche den Werthstempel von 5 farthinge trägt. Daß der Werthstempel in der oberen I nfen Ecke steht, findet man sonst nur noch bei den Briefkarten von Italien und der Schweiz. Bet denjenigen von Euba, Guatemala, Pmtorico und Spanien befindet er sich oben in der Mitte. Alle anderen Briefkarten sind in der rechten oberen Ecke gestempelt. Betreffs der Postkarten mit Antwort ist noch erwähnenSwerth, daß diejenigen von Finnland und Schweden sich von denen anderer Länder dadurch unterscheiden, daß sie nicht an der breiten, sondern an der schmalen Seite gespalten sind. Berlin, 10 Juli. ^Turnunterricht der weiblichen Schuljugend.) Das neueste Heft der von dem Geh. Ober-Mediclnal- und vortragenden Rath in dem Ministerium der Medicinal-Angelegenheiten, Dr. Eulenburg, unter Mitwirkung der wissenschaftlichen Deputationen für daS Medicinalwesen herausgegedenen Vierteljahresschrift enthält einen Aufsatz über Vorsichtsmaßregeln bei dem Turnunterrichte der weiblichen Schuljugend. Der Verfasser hebt hervor, daß die Aufsicht beim Mädchenturnen sich auch auf die Kleidung zu erstrecken hat. Es sei das um so nöthiger, als man sich in Deutschland feit Sp eß mit der gewöhnlichen Tracht der Mädchen, in der sie die Schule besuchen, begnüge. Zusammendrückende Kleidungsstücke sind bei dem Turnunterricht zu verbannen. Unter den vielen sonstigen Uebelständen und für das ganze Leben nachthetligen Folgen der b-’n Mädchen jetzt schon so früh angelegten, den Körper über den Hüftknochen und der Magengegend fichtl'ch einpreffenben Schnürmieder liegt für das Mädchenturnen am nächsten, daß sie die Uebungen des Rumpfes in erheblicher Weise beeinträchtigen und dte unentbehrlichen Beugungen desselben vor-, seit- und rückwärts zum Theil ver- eileln können. Der Schuir fehle bt3 j tzt die Macht, gegen die Beseitigung der Schnürmieder aus der Turnstunde und som t dem Unterrichte überhaupt mit Erfolg anzu- fampfen. Das sei umsomehr zu beklagen, „als die Schädigungen der Unterleibsorgane durch dieselben sehr erheblich find und erst neuerdings zu den schon früher nachgewiesenen besonders die Leber betreffenden Beschädigungen noch Verschiebungen der rechten Niere, die unzweifelhaft unter Mitwirkung des Druckes der Schnürmieder entstanden waren, hinzu- aekommen find". Die Kleider dürfen nicht zu tief ausgeschnitten fein, auch find lange, fliegende Kleider auSzuschließen weil sie, abgesehen vom Staubaufwirbeln, durch daS Hangenbleiben bei entstehenden R ssen und durch Umknickungen der Füße bei falschen SchrtttstellUngen Unfällen Vorschub leisten. DaS Schuhwerk turnender Mädchen erfordert niedrige, breite Absätze. Der Verfasser wünscht schließlich, daß die Sache des Mädchen- turnenS die noch fehlenden Anhänger erhalte und gibt Mittel an, wie sie zu erlangen sind, um „bte vollständige Gleichstellung des MädchenturnenS mit den übrigen Lehrgegenständen für gani und gar spruchreif zu erklären-. — sVacante Stellen für Militäranwärter im Bereiche deS 11. Armee-Corps.) Einsal, Postagentur, Landbriefträger, 600 X Gehalt jährlich und 60 X WohnungS- geldzuschuß. Deutz (Westfalen), Postagentur, ßanbbrieftrager, 600 X Gehalt jährlich und 60 X Wohnungsgeldzufchuß. Meschede, Stadtvorsteher, Flurschütz, Laternenanzünder und Tagearbeiter, 600 X jährlich, Nachtwächter, 108 X Gehalt jährlich. Offenbach (Main), Postamt, Stadtpostbote, 750 X Gehalt jährlich und 108 X WohnungS- geldzuschuß. Steinbach-Hallenberg, Postamt, ßanbbriefträger, 450 X Gehalt jährlich und 60 X Wohnungsgeldzuschuß. Vilbel, Postamt, Landbriefträger, 550 X Gehalt jährlich und 72 X Wobnungsgeldzuschuß. Frankfurt, 14. Juli. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger und Wetterauer X 21—2tVi, fremd. X 19V2—201/?, Roggen eff. hies. X I6V2—17, fremb. X I6V4 bi§ 17, Gerste eff. hies. u. Wetterauer X 17—18, fremde X 18—19, Hafer eff. hiesiger X 152/4—16^/4, fremder X 153/<—17. — Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. X 37. Branntwein eff. ohne Faß X 42. Frankfurt, 14. Juli. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Ange- trreben waren 400 Ochsen, ca. 25 Bullen, ca. 400 Kühe und Rinder, ca. 400 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Cual. X 66—00, 2. Qual. X 58—60, Kühe und Rinder l.Qual. „<62—63,2. Qual. X 50—00, Kälber 1. Qual. 60—00, 2. Qual. X 40—50 per 100 Pfund Schlachtgewicht. - Neuerer Bestimmung zufolge müssen allen Fahrpostfendungen nach Oesterreich- Ungarn und Liechtenstein, deren Inhalt nicht in Papiergeld, sowie allen denjenigen Briefpostsendungen dahin zum Gewichte von 25 Gr. und darüber, welche zollpflichtige Maaren enthalten, besondere Inhaltserklärungen betgcgeben werden. Sämmtliche nach Oesterreich.Ungarn selbst bestimmten, sowie im Durchgänge durch diese Staaten zu befördernden Waff.nsendungen müffen außerdem von einem Begleitschein derjenigen Bezirkshauptmannschaft versehen fein, in deren Bereich dte österreichische Eingangsstation belegen ist. Ferner dürfen Sendungen mit Tabak und Cigarren nur gegen eine Ein- bez. Durchfuhrbewilligung in O-sterreich-Ungarn eingeführt beziehentlich tm Durchgänge durch letztere Staaten befördert werden, doch sind die dortfettigen Grenzpostanstalten ermächtigt, die Bewilligungen im Namen der Parteien einzuholen. Feuerwerks-Cigarren find von der Ein- und Durchfuhr ausgeschlossen, Jod und sog. Stech- avfelcigarren bürfen nur mit Bewilligung einer Landtsfinanzbehörde und auf Grund amtlich bestätigten ärztlichen Zeugnisses eingeführt werden. Den Sendungen mit Kochfalz und Salzpräparaten muß eine Bewilligung des österreichischen Finanzministeriums betgegeben sein. Die Einfuhr ausländischer Klossenlotterieloose ist verboten, letztere unterliegen der Beschlagnahme. Getrocknete und künstlich gefäibte Früchte, irdene Gefäße und Tassen mit grünlichem Goldglanze, mit schädlichen Farben bemalte Kinderspielzeuge, mit arsenikhaltigen Farben gefärbte oder bestreute künstliche Blumen, mit arsenikhaltigen Farben gefärbte oder bedruckte Stickereien und Gewebe, weiße Schminke, präparitte und kosmetische Heilmittel, wenn sie nicht für Apotheker bestimmt sind, eingemachte Kapern, Früchte und Gemüt? (Mixed Pickles), verbotene Bücher, amerikanisches Schweineschmalz und auS Amerika herrübrende Kartoffeln dürfen nur mit Bewilligung der Statthalterei, in deren Gebiet der Empfänger wohnt, eingeführt werden; die Einfuhrbewilligung ist vom Empfänger einzuholen. — Nach M ttheilungen, welche dem Reichspostamt selt.-nL der betheiligten Verwaltungen zugegangen sind, ist der Austausch von Postpacketen (C0U3 postanx) und von sonstigen Packelsendungen mit und ohne Werthangabe mit Sardinien und ©teilten fett dem 1. Juli gänzlich eingestellt. Packetsendungen nach den genannten Inseln find daher bis auf Weiteres von der Annahme ausgeschlossen.__ Schi ffs nachrichten. Bremen, 10. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Rhein. Capt. Th. Jüngst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 28. Juni von Bremen abgegangen war, ist gestern 12 Uhr Nachts wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 12. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Em8, Capt. Ehr. Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 2. Juli von Bremen und am 3. Juli von Southampton abgegangen war, ist gestern Mittag wohlbehalten in Newyork angekommen. Donnerstag den17.d.M. soll in der O Herförsterei Schiffenberg, Tistrict Fran- zenwald, das nachverzeichnete Eichen- Schälholz versteigert werden: 1 Stamm mit 0,27 Fm., 392 Derbstangen mit 7,37 Fm., 85 Reisstangen mit 0,36 Fm., 85,2 Rm. Knüppel, darunter 3 Rm. — 3 Mtr. lange Knüppel, 114,9 Hundert Wellen, 31 Rm. Stöcke. Zusammenkunft Vormittags 8 Uhr auf der Grenzschneise zwischen Franzen- wald und Lützellindener Wald am Abtriebsschlag. .Gießen, am 10. Juli 1884. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. I. V.: 4644 Walther, Forstaccessist. Mittwoch den 16. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofraithe dahier mehrere Kleiderschräuke, 1 Nacht- tischchen, 2 Nähmaschinen, Sopha, Kommode, 3 Wirthstische, 2 Bänke, 1 Real, 1 Wanduhr, 1 Stoßkarrcn, 1 Cylinderbureau, 1 Parthie Holz, — 19 Bohlen u. 2 Schwarten, Eichen-, Buchen-, Pappel- u. Lindenholz, — sodann aus meinem Bureau r 6 Bände Brehm's Thierleben, neu, (3 Bände Säugethiere, 3 Bände Vögel) öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Bücher können bei mir eingesehen werden. Gießen, den 14. Juli 1884. Geißler, 4717 Gerichtsvollzieher. Prima neue holl. VoKhäringe eingetroffen. Ferd. Drebes, 4647 vorm. Gg. Wilh. Weidig. n n Bieber. 4705 Maurerarbeit, Schreinerarbeit, Mendorf a/Lda., am 12. Juli 1884. Gr. Bürgermeisterei Mendorf a/Lda. Schreinerarbeit, Schlosserarbeit, Weißbinderarbeit, verkauft 4738 VI. Erbauung von Straßen: Chaussirarbeit, veranschl. zu X. 260,— Ein gut erhaltenes 63/4 octavigeS Tafelklavier Sellin, Lehrer in Climbach bei Mendorf a. d. Lda. „ 680,- „ „ 135, „ „ 192,- „ » 5,50 Pflasterarbeit, „ V. Unterhaltung der Straßen, Brücken und Wege: Chaussirarbeit, veranschl. zu «X. 313,50 Pflasterarbeit, Maurerarbeit, veranschl. zu X. 403,— Zimmerarbeit, III. Am Friedhof: Maurerarbeit, veranschl. zu JL 65,— IV. An Schulgebäuden: Schlosserarbeit, veranschl. zu-^. 108,— Weißbinderarbeit, „ „ „ 21,75 Maurerarbeit, „ „ „ 65,— „ „ 135, „ „ 253,— „ „ 19,70 „ „ 22,80 Arbeits Versteigerung. Donnerstag den 17,Juli l. I., Vormittags 10 Ubr, sollen auf hiesigem Nathhause nachverzeichnete Arbeiten öffentlich inAccord gegeben werden. I. An der Pfarrhofraithe: Maurerarbeit, veranschl. zu X 14,70 Zimmerarbeit, „ „ „ 26,25 Weißbinderarbeit, „ „ „ 97,25 II. An der Kirche und deren Um« gebung: Schwing’s gebrannte Java-Kaffees I. II. 4290 Beinr• Wallach. 4; Wegen gänzlicher Aufgabe meiner Schuhwaaren verkaufe solche zu enorm billigen Preisen 4t 4551 A. Docter reell, ohne jeglichen Zusatz, gebrannt. In goldlackirten Büchsen ä 1 Pfd. Netto-Inhalt: ä X. 1.50, 1.60, 1.70, 1.80, 1.90, 2.-, 2.10, 2.20, 2.50. In Holz-Cartons ä J/2 Pfd. Netto-Inhalt: ä 55, 60, 65, 70, 75, 80 und 85 per V2 Pfd. Die Preise verstehen sich mit der Verpackung. Büchsen werden ä 10 zurück genommen. In Gießen nur ächt zu haben bei Neu! Neu! . S?.ÄL 1« $* empfiehlt sehr billig 4516 II. F. Nassauer. Stets 4656 Mainzer Kirchenbau-Lotterie. Die Loose IV. Elaffe sind eingetroffen und können bis zum 16. Juli in Empfang genommen werden in der Expedition des Gießener Anzeigers. sind unter günstigen Bedingungen zu verkaufen durch 4594 W. Krämer. 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