1884 Samstag den 15. November Nr. 268. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Preis vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit »ritigrrMtl Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar? SS» M Erscheint tftglig mit ««Snchme M MO«i«sS Schuttirakr 7. ;uvtv< Sk, *5> LadL„-- lW [' g M ein Conflict ausgebrochen ist, der aus Differenzen zwischen dem Mimster-Präsi- denten und deln Referenten Frank Chanveau zurückgesührt rotrb, in Folge deren ersterer es abgelehnt hat, ferner in der Commission zu erscheinen. — Die neuesten Cholera-Bulletins aus Paris lasten noch immer eine Zunahme der Seuche erkennen. So kamen am Montag in der Stadt und den Hospitälern 83 Chol-ra-TodeSsälle vor, während zugleich 119 Cholerakranke in bte ®o4pt< tüler eingeliesert wurden und befanden sich in ihnen außerdem 190 Cholerakranke in ärztlicher Behandlung. In ver Londoner Guildhall hat am Montag das Lordmayors. Banket stattgefunoen, das deshalb eine besondere Bedeutung besitzt, weil sich bei dieser Gelegenheit die theilnehmenden R-gierungs-Bertreter über die schwebenden politischen Fragen zu verbreiten pflegen. Dieser Aufgabe unterzog sich diesmal Lord Granville, der Minister des Auswärtigen, welcher sich über Den frdnjolild;. chinesischen Conflict, die egyptische Frage und die Congo-Conferenz aussi-ß. Be- züalich ersterer Angelegenheit betonte Granville die Nothwendlgkeit der Wiederherstellung des Friedens zwischen Frankreich und China, wobei er durchblicken ließ, daß die Vermittelung Englands nicht den gewünschten Erso g gehabt habe und zugleich aus Nordamerika und Deutschland, als die geeignetsten Vermittler, hinwies. Anlangend di- egyptische Frag-, so bemerkte der Minister, es werde dem General Wolseley hoffentlich nicht nur gelingen, Kordon zu befreien, son- dern auch eine dauerhafte Regierung im Sudan einzurichten; dagegen vermied er es, nähere Mittheilungen über Die Ergebnisse der egyptijchen Mission Lord Rorthbrook's zu machen. In Bezug auf die Congo-Conferenz endlich constattrte der Minister die Uebereinstimmung Deutschlands mit England. Aus die inneren politischen Angelegenheiten ging dagegen Lord Granville nicht näher ein. ^n Gens, wo das radikale Element von jeher vorherrschte, hat daffelbe bei den Wahlen zum Großen Rath wiederum die Majochat gehabt. Wie amtlich festgestellt worden ist, wurden in den Großen Rath 51 Radikale und 49 Conservative gewähtt. ,, . Die belgische Kammersession ist am Dienstag ohne Thronrede eröffnet worden. Der Senat wählte das frühere Bureau wieder, zum Prasi- denten Aüethan, zu Vicepräsidenten Merode und Kind. Aus New -Jork meldet man". Die officiellen Berichte über die Waylmännerwahl für die Präsidentenwahl, welche nunmehr aus " Graf- schäften des Staates New-York vorliegen, wetsert fast durchweg daMbe Zahlen- ergebniß auf, das in den bisherigen nichtamtlichen Berichten zu Gunsten der Wahl Cleveland's angeführt wurde. Politische Ueberfkcht, Gießen, 14. November. Der Kaiser ist von seinem jüngsten Unfall, durch Den er sich übrigens •n xeiner Weise in der gewohnten Erledigung der lausenden Negierungsgeschäste und Entgegennahme von Meldungen und Vorträgen hat stören lasten, nunmehr wieder vollständig hergestellt. Nachdem der hohe Herr seit einigen Tagen feine reaelmäßmen Ausfahrten wieder aufgenommen hat, steht auch seine Betheiligung an einer der nächsten Hosjagden zu erwarten. Aus Koblenz wird gemeldet, daß sich die Kaiserin des besten Woblbefindens erfreue. Die jetzt osficiell bekannt gegebene Einberufung des neuen Reichstages aus Donnerstag den 20. November hat allen hieraus bezüglichen Fragen und Vcrmuthungen ein Ende gemacht. Der Reichstag wird bei seinem Zusammentritt bereits genügendes Material zur Beschäftigung vorsmden, denn außer dem Etat werden ihm gleich nach seinem Zusainmentntt die Dampfer- Subventions-Vorlage, das Postsparkaffen-Gesetz und die Novelle zum Unfallversicherungs-Gesetz zugehen. Diese Vorlagen sollen aber erst die Genehmigung des Bundesraches erhalten. Nachdem indesten die Entwürfe bekanntlich dem preußischen StaatSrath vorgelegt worden sind, hält es der Bundesrath für an» gezeigt, erst besten Begutachtung abzuwarten. In Regierungskreisen hofft man, daß die Gesetze nach so gründlicher Durchberathung und Durchuebung eine derartig vollendete Gestalt gewonnen haben werden, daß die Arbeiten des Reichs- taaes dadurch erheblich erleichtert und abgekürzt werden. Denn diese Absicht war für Fürst Bismarck, als er das Wiederaufleben des Staatsrathesm Vorschlag brachte, mit eine leitende, und man darf sich wohl der Hoffnung hmgeben, daß Die Arbeiten des Staatsrathes die parlamentarischen Schwierigkeiten vermindern und die Ausdehnung der bevorstehenden Session nicht unerheblich ver- rmgern^werden.b Physiognomie des neuen Reichstages anbelangt, so muffen erst die Resultate der noch ausstehenden Stichwahlen abgewartet werden, ebe sich hierüber ein endgültiges Urtheil fällen läßt. Doch kann man jetzt schon erkennen, daß einentheils die rechte Seite des Hauses eine nicht unbedeutende Verstärkung ausweisen wird, während anderntherls auch bie linke Seite durch die Abnahme der Deutschsreisinnigen und die Zunahme der Socialdemokraten ein verändertes Aussehen gewonnen hat. Letztere haben überhaupt, wie schon im ersten Wahlgange, so auch bei den engeren Wahlen im Verhältmß zu ihrer bisherigen Stärke im Reichstage das beste Geschäft gemacht. .Elberfeld-Barmen, »ranffurt a M Offenbach, die beiden Breslauer Wahlkreise, Solingen und nunmehr auch Berlin Vsi ergänzen di- sociald-mokratischen Erfolge vom 28 October und die Leiter der socialdemokratischen Bewegung dürfen mit diesem Erfolge vorläufig zufrieden sein. Dagegen haben die Stichwahlen den National, liberalen manche Enttäuschungen gebracht und es ist kaum mehr daran zu denken, daß die Nationalliberalen es im Reichstage aus 60 Sitze bringen werden, wie von ihnen nach dem für sie relativ günstigen Ausgange der Hauptwahl-n erwartet wurde. Alt- Wahlkreise, wie Kehl-Off-nburg und Kaiserslautern, find den Nationallib-ralen verloren gegangen und die leise Hoffnung, andere Wahl, kreise zu erobern, wie z. B. Köln, hat sich ebenfalls nicht erfüllt. Immerhin werden aber die Nationallib-ralen im Verein nut den Freiconservatlven stark genug sein, um den Einfluß der Mittelparteien im neuen Reichstage m hmlang. sicher Weise zur Geltung zu bringen. . Der Herzog von Cumberland hat sich durch fern, von der „NoU>d. Mg Qtg." veröffentlichtes Rundschreiben vom 4. November .an ine deutschen «Dürften nochmals mit seinen Ansprüchen aus den braunschweigischen Thron m Erinnerung ' gebracht. An dieser neuesten Kundgebung des welfischen Thron- Prätendenten ist nur das Eine bemerkenswerth, daß sie eben in dem genannten osficiösen Blatte abgedruckt wird, trotzdem der von Cui^erland, wie er selbst betont, dem Kaiser, dezw. dem König von Preußen, das Schriftstück nicht geschickt hat. Man wird also wohl die Veröffentlichung desselben durch das Organ des Reichskanzlers als Antwort der übrigen deutschen Bundesfursten zu ^^^D'ie^we'stafrikanische Conserenz tritt nunmehr bestimmt am 15. Noaemb-r in Berlin zusammen. . , Aus Oesterreich ist nur zu melden, daß die Berathungen der in Pesth versammelten Delegationen beider Reichshälsten einen raschen Fortgang nehmen. Der Budg-t-Ausschuß der österreichischen Delegation hat bis jetzt das Orbinatium und das Extra.Orbinarium des Budgets des H-ereS und d-r Kriegs, marin- durchgängig nach den R-gi-rungS.Vorschläg-n erledigt Am Mittwoch hielt die österreichische Delegation eine Plenarsitzung ab, in welcher das Budget des Auswärtigen und der Occupations-Kredit zur Beraihung standen. Da sich »wischen den beiderseitigen Delegationen voraussichtlich ferne wesentlichen Dfffe- renseri Herausstellen werden, so dürfte der Delegationsschluß tn nächster Woche eriotgen. ^^zösisch-chinesisch- Affair- ist, sowohl was die kriegerischen Vorgänge in Ostasien als auch die diplomatische Seite bet Affaire anbe- lanqt zur Reit in ein gewisses Dunkel gehüllt, in welches erst bte bevorstehende Tonqking'Dchatte in der sranzösischen D-putirtenkammer Licht bringen wird. <.n Devutirlenkr-isen herrscht ein begreiflicher Unmuth darüber, daß sich[ bie UÄSeÄdt fo in bie Länge zieht und man sieht deshalb Sei ens der Regierung der Tongking-D-batte nicht ohne Besorgniffe entgegen. Dieselben w-rdm no?°ab»rch °-rm-hrt, daß zwischen F-rry und bet Tongking-Comm.ssion Äijungen. JU vermiethen. ichloßBe 9.3, Stock, »5b ober Lagerboden lermietben im __Rheinischcn Hof. nilienlofliS zu vermieth Plank Wolkengassr, rW. L 1 miblirtes Zirnrncr mit ^cembtr zu verrniethen. Kircbenplotz 8. nilienlogis zu verrnichen. iüller, Steiusttaße 48. . :ines rnöblirles Zimmer Nordemlage 19. e Wohnungen, sowie kleine '■ tflen zu oermiethen bei itzenstein, Marktplatz^ ines Familien - Logis zu r ßaplan^afft 18. ines Zimmer, miMer trmict^n bti is, Sabnbofstraße^, m Pordnhausi ist tu ÜuWt vrrMÜyen. £___ , WohMNtz im 2. Mot, an ruhige M Äel^Bahnhosstr. 33. Men-LogtS nit ©arten, äußerst angk. d, per sofort zu vem» ,cr (?XPgb- b. Bl.______ obl. Zimmer mit SIM duard^Mustabt.^ Löhnung M 2-3ZM insch mit Küch > 'ttS Silbtl« lhflU-VJrtenim$e eir'! ir BahnhoMe Darmstadt, 13. November. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allerg^digst geruhter Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Zwingers erg, Eduard Seriba, zum Landrichter bei dem Landgerichte der Provinz Star- k-nbu^n"d-msii-Tag- d-n Staatsanwalt bei bem Landgerichte d-r Provinz Oberhessen, Dr. Hermann Lahr, zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Zwm- genberg_-^8U^mnnen^^t @t0^erj0g haben Allergnädigst geruht. Am 8. November den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Groß-Umstab , Ernst Wickel, zum Oberamtsrichter bet dem Amtsgerichte Ulrichstein, nut Wirkung vom 1. D-c-mber l. Is., zu ernennen. , , , . Gera, 13. November. Der Zoologe Dr. Adolf Brehm (auch in Gießen durch seine belehrenden Vorträge rühmlichst bekannt) ist in R-nth-nborf bei Gera geftotben._____________ _ Telegraphische Depeschm. sr?nnember Rum Besten eines für Karl Maria von Weber in seiner @Sab? 6u?in”u errl^nben, an dessen ^tj-hrig-m^GebuNstag^u SSSSSS» 161 ^°aiİ13^N^ö"mb°r'^Camtvi sprach bei der heutigen Jnspicirung der Brigg 5Rooe*ib«n au b=rf”bm befindlichen Osfizi-r-n und Mannschaften der a-ftb-ft-tt-n ^Undine- für ihr braa-S Verhalten die kaiserltche An-rk-nnung auS. Ein Osfizter und zwei M°tt°s°n wurd-n^c°rirn Cvusistor.um leisteten di- neuen KardinSl- rMWZMHWMW sich d-r italienische Vertreter an TungUgan-n --rlang-n d ß n Staates Seitens der be8 itaÄeD1360Smber. Gestern sind in Dran zwei, in Toulon ein Cholera- todeSfall vorgekommen. ' 8a'IUS’sehe ' hiiek okenkassen-; Bücher Mitang dazu empfiehlt >apierhandlung. _ 7299 ^0^ — Der Bericht der Seine-Präfectur covstatirt, daß gestern 81 Choleratodesfälle, ron denen 20 in der Stadt und 61 in den HoSpttälern, ferner heute von Mitternacht bis Mittag 33 Todesfälle, von denen 14 in der Stadt und 19 in den Hospitälern, vorgekommen seien; 84 neu erkrankte Personen find gestern in die Hospitäler ein- gebracht worden. — Der Cabinetsrath sprach sich heute Vormittag im Principe für daS Listen- Skrutinium aus. — Ferry theilte dem Ministerrath Depeschen mit, welche melden, daß Gordon auf der Fahrt von Chartum nach Berber erschossen worden ist. — In Besseges, Departement Gard, explodirte vergangene Nacht eine Dynamitpetarde, welche vor die Fenster des von dem Ingenieur der dortigen Etsen-Kohlengruben bewohnten Hauses böswillig niedergelegt wurde. Durch die Explosion wurde großer Schaden an den Gebäuden angerichtet. Personen wurden keine verletzt. Dongola, 13. November. (Reutermeldung.) Ein heute von der Armee des Mahdi in Berber angekommener Deserteur berichtet, die Einwohner Berbers seien dem Gouverneur feindlich gesinnt und würden durch Gordon's Dampfer stark beunruhigt; bet Ankunft englischer Truppen würden sie sich sofort unterwerfen; Lebensmittel und Munition seien in Berber knapp. London, 13. November. Unterhaus. Fitzmaurlce theilt mit, die Regierung habe keine Bestätigung des Gerüchts von Gordons Niedermetzelung erhalten. Die einzige Information ist von dem französischen Consul, welcher Baring gestern rntt- theilte: „Erfahre über Halloewa und Suaklm, daß Khartum gefallen, Gordon massacrirt." Dies scheine aber nur die Wiederholung eines früheren Gerüchtes zu fein. Hartington beantragt einen NachtragScredit für die N-lexpedition, Wolseley wird womöglich eine Abtheilung durch die Wüste von Debbah nach Khartum senden. Der Hauptzweck der Expedition sei der Entsatz Gordon's, aber nichts verhindere Wolseley, in Khartum Schritte zu thun, um eine geregelte Regierung dort zurück- zulassen. Maa glaubt, die Kosten der Expedition würden den geforderten Credit nicht sehr überschreiten- Im Laufe der Debatte verliest Hartington die bereits heute gemeldeten Telegramme aus Kairo und Dongola über Gordon und fügt Briefe desselben, datirt Khartum, 24. und 26. August, hinzu, welche besagen, derselbe sei noch für fünf Monate vrrprovianiirt. Maa beabsichtige. Stewart als französisch-englischen Consul zum Entsätze Tongola'S nach der Zerstörung von Berber zu entsenden. Somit seien Stewart's Genossen wahrscheinlich ermordet. Der Credit für die Nil xpedttion wurde hierauf mit 73 gegen 17 Stimmen angenommen. Kairo, 13. November. Dem Khedive find heute mehrere von gestern batte Depeschen des Mudirs von Dongola zugegangen, unter denen sich eine Depesche des Unter-Gouverneurs von Merawi befindet, die die Ankunft eines Bolen aus Khartum meldet. Der gedachte Bote berichtete dem Unter-Gouverneur von Merawi, General Gordon habe bei Omderman ein Gefecht mit dem Mahdi gehabt, in Folge defien der Mahdi sich nach der 8 Stunden nördlich von Khartum gelegenen Ortschaft Elmargatt zurückgezogen habe. Die Stadt Khartum sei fortgesetzt auf allen Seiten von Aufständischen umgeben. Berlin, 13. November. (Stichwahl.) Im 6. Kreise, wo die Fortschrittler Stimmenthaltung proclamirt hallen, wurde Hasenclever fast einstimmig gewählt. Im 2. siegte Virchow mit 23.800 über Stöcker mit 15,875, im 3. Munckel mit 13,220 über Brecher mit 9107, im 5. Richter mit 10,968 über Cremer mit 7890 Stimmen. Kiel, 13. November. (Stichwahl.) Bis jetzt erhielt Hänel 8494, Heinzel 8276 Summen. Da nur für Hänel noch günstige Landbezirke fehlen, ist dessen Wahl gesichert. Zittan, 13. November. (Stichwahl ) Buddeberg (F.) gewählt. Die Be- thetligung war um ein Viertel stärker als bei der ersten Wahl. Kassel, 13. November. Nach dem amtlichen Ergebniß der im 2. Kasseler Wahlkreise (Kastel,Melsungen) stattgehabteu Stichwahl erhielt Dr. Lotz (cons.) 7876 St. Pfannkuch (Soc.) 7782 St. Berlin, 13. November. (Stichwahl.) Im Wahlkreise Altenü-Jserlohn wurde Lavgerhaas (F.) gewählt gegen Colsmann (natl.). Gotha, 13. November. (Stichwahl.) Bock (Soc.) mit 4060 Stimmen gewählt. Barth erbuit 3406 St. Eisenach, 13 November. Im 2. Weimarschen Wahlkreise (Eisenach-Kreuzburg) ist in der Suchwahl Parisius (dfr.) mit 7384 St. gewählt worden. Getbel (natl) erhielt 7057 St. BenSheim, 13 November. Im 6. hessischen Wahlkreise (BenSheim-Erbach) ist in der Stichwahl Scipio (natl.) mit 8776 St. gewählt worden. d'Olville (dfr.) erhielt 8537 St. Hannover, 13. November. Im 8. Hannoverschen Wahlkreise (Amt und Stadt Hannover) erhielten in der Stichwahl bis jetzt Meister (Soc.) 12149, v. Brüel (Welfe) 11,321 Sr. Es fehlen noch die Resultate von 13 Landbezirken, doch scheint die Wahi Meistert gefiebert. Halberstadt, 13. November. Amtliches Ergebniß der Stichwahl im 8. Mägde- burgische« Wahlkreise (Aschersleben, Halberstadt, Wernigerode) gewählt v. Bernuth, Minister a. D. zu Berlin (natl.), mit 8056 St.; Gegenkandidat Graf Stolberg-Wernigerode (cons) 6222 St. Kiel, 13. November. Im 4. schleSwig-holsteinschen Wahlbezirk (Husum-Tondern) erhielten in der Stichwahl bis jetzt Francke (natlib.) 5107, Richter (dfr.) 4751 St. Die Resultate von 30 Bezirken fehlen noch. Franckc'S Wahl wird als sicher angesehen. Elbing, 13. November. Bei der Reichstags-Stichwahl im hiesigen Wahlkreise ist v. Puttkamer (cons.) mit einer Majorität von 938 Stimmen gegen Dlrtchlet (dfr.) gewählt worden. Naumburg, 13. November. Im hiesigen Wahlkreise für die ReichStagS-Stich- wahl find bisher für Rohlaud (dfr.) 4665 St. und für Barth (cous) 2073 St. gezählt worden. Lokales. Gießen, 14. November. Die Leistungen unserer, eben 42 Köpfe starken RegimentSmusik sind derart vollendete, daß dieselbe sich getrost an die Seite jeder anderen RegimentSkapelle stellen kann. Um so befremdender muß es erscheinen, wenn gerade diese künstlerischen Genüsse, welche uns z. B. in den Abonnement S-Conccrten geboten werden, einen so äußerst mangelhaften Erfolg aufzuweifen haben. Woran mag hier die Schuld liegen? Noch vor 2 Jahren, als in Wenzel'S Garten der Palmensaal eingerichtet war, konnte der etwas später kommende Besucher kaum einen Stuhl erhalten und heute — ist der Saal fast menschenleer! Wir sollten denken, unsere Musikfreunde, welcher gesellschaftlichen Stellung sie auch angeboren mögen, hätten doch ein klein wenig Verpflichtung, unsere Kapelle auf der Höhe der Jetztzeit zu erhalten und dies kann nur geschehen, wenn die AbonuementS-Coucerte, welche ja hauptsächlich klasfische Musik pflegen, zahlreicher besucht werden alS cs biS dato geschehen ist. Auch unsere besser fituirtrn bürgerlichen Kreise dürften mehr aus ihrer Passivität heraustreten und ihren Familien öfters einen genußreichen Abend bieten; das Opfer, welches sic bringen, ist ja kein so großes, spornt aber die Leistungen unserer Kapelle zu immer Besserem und Vollendeterem an. - Heute Abend wird zu Ehren des Herrn Professor Dr. Gottschick, welcher einen ehrenvollen Ruf an die Universität Heidelberg abgelehnt hat, ein großer Comm erü in Wenzel s Saalbau abgebalten, welchem sich morgen früh großer Frühschoppen anreiht. Univerfitäts - Chronik. - Der Privatdrcent Dr. W. Holtz ist zum außerordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Universität Greifswald ernennt. — Bon der Universität Göttingen werden Vorbereitungen getroffen, den hundertjährigen Geburtstag Jakob Srtmm'S (4. Januar 1885) feierlichst zu begehen. — Der Kaiser hat der Universität Göttingen die Annahme eines ihr von dem »erstorbene« Gymnastaldirector Lorenz vermachten Legats von 12,000 JL gestattet. — Professor Heinrich Kiepert, der bekannte Kartograph und Ordinarius der Geographie der Berliner Universität, begeht demnächst fein fünfundzwanzigjähriges Profesioren-Jubiläum. Er wurde im Herbst 1859 nach dem Tode Carl Rttter's zum außerordentlichen Professor der Erdbeschreibung berufen, nachdem er einige Jahre zuvor Mitglied der Akademie der W ssrnschasten geworden war. Vermischte-. Elberfeld, 7. November. (Eisenbshnhumoc.) Selbst die trockenen Mynheers von Holland können Humor entwickln, wie folgende, in's Deutsche übersetzte Bekanntmachung zeigt, welche der Schreiber dieses vor einigen Monaten zwischen Rotterdam und Haag in einem E srnbshnwagen angeschlagen fand: „3n dm Coupä's zweiter Klasse ist das Rauchen gestattet mit Ausnahme derjenigen CoupäS, tn welchen daS Rauchen verboten ist." Ebenso drollig hat übrigens, wie ich vir einigen Tagen auf einer Fahrt zwischen Steele und Vohwinkrl bemerkte, die königliche Eisenbahndirection zu Elberfeld die Rauch-Coup4s erster Klosse bezeichnet. An einer Glasscheibe des CoupSs hängt nämlich, von außen lesbar, ein Schild: »Für Raucher"; da nun aber im Innern desselben Coup48 nach alter Gewohnheit angeschlagen steht: „DaS Tabak? rauchen in der ersten Wagenklasse ist nur unter ausdrücklicher Zustimmung aller in demselben Coup6 Mitreisenden gestattet. Königliche Eisenbahndirection", so hat die Direction tn finniger Wrise diesen Conflici dadurch gelöst, daß sie in dem Coupö ein drittes Schild oufgrhängt hat, dessen Aufschrift lautet: „Das tn diesem Csupö angebrachte Plakat, wonach daS Rauchen nur unter Zustimmung aller in demselben Mitreisenden gestattet ist, hat keine Gültigkeit." So zu lesen im Coupö erster Klasse deS Wagens 141, Berg. Märk. — (Hartglas.) Der bekannten Siemens'schen Glasfabrik ist es gelungen, Hartglas so zäh und fest herzustellen, daß es dem Gußeisen nicht nachsteht. Der Hauptvorzug deS Hartglases dieser Art besteht in dessen größerer Leichtigkeit und rn der Unempfindlichkeit gegen Temperaturunterschiede. Die genannte Fabrik beabsichtigt, auS HartglaSkrystall Straßenlaternen - Pfosten, Geländer, Treppen, sowie auch Gas- unb Wasserleitungsröhren zu erzeugen. Berechnungen ergaben, daß Hartglas dieser Qualität sich um 30 Procent billiger stellt alS Gußeisen. Sprciell für bte Brau- Industrie und Branntweinbrennerei würde die Verwendung deS Hartglases zu Gähr- bottigen einen wesentlichen Fortschritt bedeuten. München, 8 November. Einer hiesigen Firma wurde, wie das „M. Fr. Bl." berichtet, von einem GeschäftSconcurrenten folgender „Spatz- zugefügt. In der Woche kam auS dem Condttoretgeschäft von Kustermann tn der Sendlingerstraße ein Bediensteter mit einer angeblich zu einer HochzeltSffter bestellten Torte, am Abend brachten mehrere Frauen auß Blumengeschäften bestellte Todtenkränze (natürlich wurde in beiden Fällen die Annahme verweigert). Zur Nachtzeit fand sich nahezu jede Stunde eine andere Hebamme ein, die angeblich gerufen war und aöarmirte baß ganze Haus. Am nächsten Morgen rückten Schlag 9 Uhr eine grobe Anzahl Droschkenführer an, um Brautleute zum Standesamts abzuholen. Kurz nachdem auch diese Bestellung mit Entrüstung zurückgewiesen war, kamen bte Sesselttäger, um einen Irren abzuholen. Die höchste Leistung war aber die von gestern Morgen. Genannter Geschäftsmann lag noch ruhig tn seinen Federn, als die Hausglocke ging, und nach Orffnung ber Thüre präfenthte sich dem verblüfften Mann eine 28 Mann starke Pfründnerschaar vom Heiliggeist, und Johannspital unter Führung einer Klosterschwester, welche von einem Unbekannten hierher bestellt waren, um anläßlich der Hochzeitsfeier des Geschäftsmannes ein Freimahl zu erhalten. SSmmtltche waren mit Schüsseln und Löffeln bewaffnet« Nun sollte aber daS Verblüffisetn auf Seite der Pfründner sein, denn der genannte Geschäftsmann, die Situation schnell erkennend, drückte, verbindlich lächelnd, Jedem feine GeschäftSkarte nebst Preiscourant in die Hand. Dem Anstifter ist man bereits auf der Spur. — Ein Lebensmüder au8 dem gesegneten Mecklenburger Land, ber trotz der bereits recht empfindsamen Novemberkälte vor Kurzem seinem Leden durch einen Sprung in's Wasser ein vorzeitiges Ziel setzen wollte, wurde an diesem seinem Vorhaben zu seinem größten Verdruß durch einen in der Nähe pflügenden Bauern verhindert, der ihn bereits zum zweiten Male dem feuchten Element wieder entrissen hatte. WÜthend über den unwillkommenen Retter rennt der LebenSüberdiüssige wie besessen zum nächsten Scheunenthor und knüpft sich ohne viel Umstände daran auf. Nach einer halben Stunde kommt der Gutsherr deS Wegs und ist nicht wenig erschrocken, am Thor seiner Scheune einen leibhaftigen Menschen baumeln zu sehen. Schnell durchschneidet er den Strick, allein eß ist zu spät, der Lebensmüde batte seinen Zweck erreicht. „He, Jochen Schult", ruft ber Gutsherr, beß pflügenden Bauern ansichtig werdend, „heft nich stehn, bat hei sich uphängt bfib? Warum hest em nich asknüppt?" — „Je, Herr", sagt Jochen Schult, und kratzt sich beim Anblick des tobten ManneS bedenklich den Kopf, „ick h?bb em all zweimal ut bet Wasser tute treckt, un nu hew ick glöwt, weil het so klitschnaß war, hei hängt sich ’n befen tn be Sonne zum Afttockmn." - (Ein Granatsplitter ) Aus Wittenberg wird vom 5. November geschrieben: In ber Schlacht bei Mars-la-Tour wurde ber jetzige Bürgermeister von Seyda, Herr Ganzert, durch eine crepitenbc Granate so schwer, namentlich an den Armen verwundet, daß die Nothwendigkett ber Amputation beider Arme geboten erschien und ber Verwundete nur durch seinen energischen Protest sich vor der furchtbaren Verstümmelung schützen konnte. Die zerschmetterten Arme heilten denn auch sehr langsam, stießen aber in der ganzen Zett nicht weniger als 35 Knochensplitter heraus. Dieser Tage schien sich unter großen Schmerzen wieder ein Knochensplitter zu melden, als aber der Patient nun den htestgen Arzt um Hilfe bat, zoa dieser nicht einen Knochen-, sondern einen Granatsplitter aus dem Arm. den der Verwundete vierzehn Jahre lang mit sich herum- getragen hat. Newyork, 1. November. Von Denver, Colorado, wird unterm 30. October gemeldet, daß ungefähr 30 Meilen westlich von Georgetown, Col., 17 Viehdlebe von einem Vigilanz-Comite atretirt und sofort aufgehängt worben sind. — In Mitchell, Dakota, hat sich, wie die „N.-A. H.-Zig." meldet, bei einer kürzlich stattgehabteu Feuersbrunst der dort reichlich vorhandene Kreidestein als ein vollständig feuerfestes Baumaterial erwiesen. Die aus Kreibestein erbaute „Bank of Dakota" leistete nicht nur dem Weitergreifen des Feuers erfolgreichen Widerstand, so baß der HauptgeschäftS- theil der Stadt gerettet werden konnte, sondern ihre Mauern, deren Außenseite einer furchtbaren Hitze auSgesetzt waren, fühlten sich von innen vollkommen kühl an. Nraukfurtor Stadttheater. In Folge vielfacher an die Intendanz gelangten Wünsche wird Sonntag den 16. d. M. im Schauspielhause statt ber angesetzt gewesenen Vorstellung „Krieg im Frieden" Blumenthal'S Lustspiel „Die große Glocke" gegeben. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. G o t t e s d i e n st. 23. Sonntag nach Trinitatis, 16. November. Vormittags 9Vz Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Beichte und heiliges Abendmahl im Nachmittagsgottesdienft. Kinderkirche, 9tachmittags 2 Uhr, Pfarrer Dingeldey. Montag, den 17. November, Abends 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinder- schule, Apestelgcsch. Kap. 17. Pfarrer Dr. Nauman n. Am Sonntag den 23. November feiern wir das Todtenfest, an diesem Tage wird der Vormittagsgottcsdienst in der Stadtkirche, der Nachmittagsgottesdienft aber um 2 Uhr in der Friedhofkapelle gehalten. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 16. bis 22. November besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. 24. Sonntag nach Pfingsten. Von 7 Uhr an: Beichte. 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl. Eommu- nion. VzlO Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Sakramentalische Andacht. GMerdienst in der Synagoge. Freitag Abend 4‘5 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 510 Uhr. KMIÜ »SÄ- Bernden 7^ , ve«'b-r l. Ä> M, de» W , @eriNr Elt W® K Aldm M M W sollen an einen Uni werden. DieAedingunger vember ab au! < Düdelsheim bei . sehen, auch » M 21. S reichen. Montag brn Vormitt' soll aus dahiesigeir raitfie der Fritz F Flur 1/63 250 . Neust „ 1/64 350 5 „ 1/65 294 ■ „ 1/66 337 S meistbietend nerftei Gießen, den 18. Großber 6856 M Montag -en 11 Marge läfet btr Untcrjtidjnc Korn-, Weizen-11 steigern, dann solle zwei schwere Äüh Kalb, die andere t Rinder. Obermühle dei $ 7534 M« Ach; Wintei für Damen, j Damen] 70 P ifinften Sorten t Ä. G Filiale bet ÄsJ w«**.. ‘ ’ i g bas Äi lAg," ”*«3, voran Gg, ArtlllifJ OUM, •’Hta,'‘»'M flL^wÄL"* U‘y-«te 'n ftebt;’ ybttectlon« {$ KUit ‘6 tn bieftmK0 p,etlD aller in drms^ ^ 6«et tenti’" *• ®« °°»N "■ daß 4>«ttglgg y.j' 6 Hartglas,, jg ' lvie das sr «,. W 3n der Wojl Eingerstraße ein B„ -vNe, SD Abend btaitro Änt-?UcetnbribtD Ä ltbe ^nde eint ^e vaL Me Haus. An UchkenWer an, u„ dtrse Wellung mit Evi, ” 3”en abzuholen. Die Inlet-®J^W»ann loi Mfr19 ber * Pfründnttschaar von Wt, welche von einem feier deS GeschAmmez . und Löffeln bewaffnet, fein, denn der genanctt rbindlich lächelnd, 3tbm llvstister ist man berdli rgtr Land, der trotz kr eben durch einen gprcj sein seinem Vorhaben st Bauern vtthiobert, btt Mm hatte. Whend ult Mm iiim ridifim if. Äach einer halben erschroiken, am Thor Schnell dmch^Mei n Zwrä nnlchV „bd werdend, ,hef> h a'lnW?“ - ,3t MUn ManmS bedenk' U titdt, un nu hm Id •{tu tn de Sonne juu n 5. November geschrieben meisttt von S* an den Amen verw'Wii n erschien und der Ben rchtbaren Verstümmel! sehr langsam. stichn M auS- DM Tage W eiben, als aber der Pa «ett Knochen-, sondern s ahre lang ml fich M mird unterm 30. Octobn iäM Ägss n^mmenküblo^-- bl**®S!S» Vorstellung,»n,B ^aeber^ -—“ a-t Gießen ovember- iimann- * ntir *" l22 gioö* bis **• öt. Äi** inentai"^ sO %#.='•“ i Bekanntmachung. Die Lieferung, einschließlich Anfuhr, von 60 Centnern Steinkohlen - Nußkohlen I. Sorte - für Großh. Amtsgericht Lich soll an den Wenigst- sordernden vergeben werden. Schriftliche Angebote sind bis zum 20. November l. I. dahier einzureichen. Lich, den 13. November 1884. Die Gerichtsschreiberei Großherzogl. Amtsgerichts Lich. Will.7538 Submission. Die zur Chaussirung eines ca. 500 m langen und 3 m breiten Fahrweges nöthigen Arbeiten, inclusive Steintransport aus einem am Ende des Weges liegenden Basaltbruche sollen an einen Unternehmer vergeben werden. Die Bedingungen sind vom 16. November ab aus dem „Basaltwerk Düdelsheim" bei Büdingen einzusehen, auch sind daselbst die Offerten bis zum 24. November einzureichen. 7535 iUontag hrn 24. November, Vormittags 11 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- raithe der Fris; Fürst Wwe. Flur 1/63 250 Meter Hofraithe in der Neustadt, „ 1/64 350 Meter Grabgart eu das. „ 1/65 294 Meter Hofraithe das-, „ 1-66 337 Meter Grabgarten das meistbietend versteigert werden. Gießen, den 18. October 1884. Großberzogliches Ortsgericht. 6856_____________Mütter.__________ Versteigerung. Montag den 17. November 1884, Morgens 9 Uhr, läßt der Unterzeichnete ca. 60—70 Firder Korn-, Weizen- nnd Haferstroh verweigern, dann sollen versteigert werden: zwei schwere Kühe, eine Holländer mit Kalb, die andere hochträchtig, und vier Rinder. Obermühle bei Königsberg. 7534 Georg Witt. Jeikgeöotenes. Große Auswahl in Winterfchnhen, für Damen, Herren u. Kinder, Damenpantoffeln das Paar 70 Pfg. bis zu den hochfeinsten Sorten empfiehlt 7536 M« Grünebaum, Filiale der Mech. Schuhfabrik, __________ Kirchenplatz 9.________ Frische- --Schellfischen treffen nächsten Dienstag und Donnerstag Abend wieder ein. Um n^-ine verehrten Kunden zufrieden stellen zu können, bitte ich, mir Bestellungen hierauf jetzt fcbon zugehen zu lassen. 7542 fterd. Dretses, vorm. 6g. Wilh. Weidig. Äechte Franks. Würftchrn, la. Hkllrrlinsc» sowie alle übrigen Hülsenfrüchte empfiehlt 7487 Feed. Drehes, vorm. G g. Wilh. Weidig. 7007 Tannen- und Buchen-Scheit- cholz ist billig abzugeben bei Caspar Jung, Mein-Linden. Bekanntmachung. Nächsten Sonntag den 16. d. Mts. soll das neu erbaute Srfjufijaus ,» aofenöorf a. i). Lahn eingeweiht werden. — Die Feier beginnt um iy2 Uhr Nachmittags. Allendorf a. d. Lahn, am 12, November 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lahn. Volk. 7537 Nr Weihnachtsgeschenke = empfehle in reichhaltigster und elegantester Auswahl Herren-, Damen- und Kinder-Hemden, Nachtjacken, Hosen, Röcke und Schürzen re. re. Gleichzeitig offerire einen Posten Herren-Hemden ä Mk. 2.50, Damen-Tuchhemden „ „ 2.—, „ Hosen „ „ 1.50, „ Jacken „ „ 120 Kinder-Hemden von Mk. —.50 an, Betttücher u. Bettbezüge v. 8 Mk. an. Herrenhemden naek Maß werden unter Garantie für vorzügliches Sitzen und anerkannt guten Stoffen zu äußerst billigen Preisen angesertigt. Joseph Mark, Wäsche- und Weißmaaren Geschäft 7411 Schulstraße S Cokes. Gegenwärtiger Preis in der Gasfabrik: Stückcokes .........Mk. -.95 pr. Ctr-, Nußcokes für Stubenhchung. zerkleinert „ 1.05 „ „ Der Transport an das Haus erfolgt von der Gasfabrik aus bei Abnahme von mindestens 5 Centner, von Herrn Cmil Pistor auch in kleineren Quantitäten. 7025 Neuheiten in Namenkleiderstossen. neuester racon empfiehlt in grossartiger Auswahl Ae Dorier Selterswee* 57. dem Hotel PRIM CARL gegenüber. Maass-Anfertigung nach Original- Model en. Regenmäntel für Damen und Mädchen, ß Ist. Host. Rahmkäse, Edamer Käse, Volllast. Emmenthaler u. la. Kimburger Käse empfiehlt geneigter Abnahme 7376 Ferd. Drehes, vorm. Gg. Wilh. Weidig. Neistdecken empfehlen 7482 Gebr. Scheel. Aecht. Iranklurter Würstchen frisch eingetroffen bei 6656 L. Kalkhof. Neue Hülsenfrüchte gut kochend, empfiehlt äußerst billig Wilh. Th. Wittlich, 7375 Marktstraße 32. Wahl billigst 7529 ö Wilh. Herbert, Marktplatz. WiDterscliulie für Herren, Damen «fc Kinder empfiehlt in größter AuS- DO-I Dr. Gallus’sche Orts- u. Bttriebs- Kraukenkasscn- Bücher nebst Anleitung zur Führung derselben empfiehlt zu Fabrikpreisen 1340 P!i. Lüdeklng. J. K. D. BARST empfiehlt: Amerikanische Oefen von Buderus, Regulier-Füll:, Wormser und Kochöfen, Patent-Herde in Guß und Blech von Jung und Röder. Steinkohlesrkastenu.Gimer Steinkohienlöffel, Stoch« eisen und Schippen, Ofenschirme, Ofenvorsetzer, Schirm- und Feuergeräthe- ständer Steinkohlen, melirte Nuß- u. Stückkohlen für Haus- und Küchenbrand, Anthracitkohlen für Amerikaner und Regulierfüllöfen, in ganzen und getheilten Waggons und in einzelnen Centnern. 6913 ftsifcilik Verehrtem Publikum empfehle mein Flaschenbier aus der Aktien-Brauerei Gießen: pr. Flasche Exportbier 23 Pf. Lagerbier 18 „ Gütige Bestellungen werden frei in die Wohnung geliefert. Daniel Heil, 3124_________Lindenplatz._______ ■. Bergmann’® li Inder-Wasch- und Bade-Seife, mildeste Seife zum Baden kleiner Kinder, unverfälscht, ohne Schärfe, 3 St 50 H, bei Georg Petri Wwe., 6260 Friseur-Geschäft. HMel Bellevue (Wentzel’s Garten) 7545 Aiafamg 1|.4»> Uhr iH'l 7476 statt. 7543 MW 195 eX 40 7544 Sonntag den 16. ITovsmber: Gutbesetzte Tanzmusik, J, Hauss, wo,^u ergebenst einfübct Weller*bMrg» Üt Sonntag den 16. Hovember 1884: Pb. Weller wozu ergebenst einladet ^r. Leo, Gießen. Irische Schctlßsche empfiehlt Emil Fischbach^ 6118 Möblirte Zimmer zu vermieden. Löberstraße 3, II. Stock- Gesund Sieh! Büffel nach nebenstehender Zeichnung . . Bettstellen 7546 Mein vollständig von innen und außen hergerichtetes alleinstehende» Wohnhaus im Garten ist zu ver° miethen und sofort beziehbar. W. Wenzel. Eilher. Darmstal (Nr. 1570, Wir W P' nerotbnen auf ®i was folgt: Der Neichi men}utaten, und Mhigm Vordere Mündlich ierlichen Jusiegel Gegedeu $ Fabrikanten, Geschäftsleuten n. Bauunternehmern empfiehlt sich ein erfahrener Kaufmann zur Einrichtung und Unterhaltung von Geschäftsbüchern. . Ebenso übernimmt derselbe die Ord- nung vorhandener Geschäftsbücher für alle Fälle unter strengster Verschwiegenheit. Meldungen unter K. 105 bei der Expedition d. Bl- 7113 14/11. 8 «hr ©bl. Sons. 1 I. Gr. 14/11. 9 »Ihr Cons. Ball III. Gr. 7iU S-.eaactwn: A- Dcheuda. — Druck und Verlag der Brühl'srben Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gieheu. , Eisverem. Die statutenmäßige (SttlCTßlVCTfQttltlllUit^ ^det Montag den 17. November, Abends 6 Uhr, im Cafe Ebel i»Äii Suisse. Laden § mit oder ohne Logis auf sofort zu ver- miethen. Ludw. Orth, Neuen-Bäue. MerMiel^uNgen. 7539 Ein Stübchen mit Belt zu ver- miethen. Lindcngassc I. Die Mitglieder des „Vereins hessischer Lehrcriniien" sowie Alle, welche den Zwecken desselben (Gründung eines Heimes 2C.) ihre wohlwollende Theilnahme gewähren, werden hierdurch auf Mittwoch den 19. November, Nachmittags V23 Uhr, ur allgemeinen Versammlung in den oberen Nällmen des Nathhauses zu Darmstadt eingeladen. Tagesordnung: Vorlage des Vereins-Statuts, Wahl des Vorstandes. Darmstadt, im November 1884. Für den einstweiligen Vorstand: L. Pfnor, Pfarrer. Tagesordnung: Nechnungsablage, Vorstandswahl. Die Mitglieder wollen sich durch ihre Jahreskarten^legitimiren^^^ von Ernst IjoIz Stalin, 1 eingetroffen und m der Vorsitzende der Ttuttgar BchMnntz, deren jozen, wate vom letzten Woche bur festigurig der ®e' milderes und gesi deshalb am 18, abreisen. Brüssel, und andern Mt conffalirt worden Arüffel nicht ein' heitszustand hierse BreAen, Gesellschaft zur R Aalk „Hoffnung" Drei Personen du c L H^gen, 1 'der Züge roil9tb( ,e W°g°g b-sch 'st verletzt. w . Bern, 14 5* der qu ^dSrath bp; Ä 6 Ult °,?"eh bent in.!* 48 b«i di, Z der h-i bet( N bürf Die Grebe and Briketl-Fabrlk Friedrich bei Huttgew empfiehlt |um Mmlerbedars Braunkohlenbriketts. Die Braunkohlenbriketts, für alle Arten von Feuerung-anlagen der Industrie beS Hauses und der Küche paffend, sind nut den Beugen rhrer atoften Seiztrasl, ihrer Sauberkeit und Bequemlichkeit bet der Verwendung bas anerkannt beste unb billigste Brennmaterial. Die Briketts haben sich mit biesen Eigenschaften tn kurzer Zett bte allgemeine Beliebtheit gegenüber den anderen Brennmaterialien erworben. Jede Auskunft ertheilt bereitwilligst b7Ub v Dte Direktion. Vermischte Anzeigen. 7527 Ein braves, zuverlässiges und reinliches Mädchen, welches kochen kann und die Hausarbeit gründlich versteht, wird gegen 160 Lohn auf Weihnachten zu miethen gesucht. Zu erfragen bei Frau Baerrri, Flügelsgasse.__________________ ä 15 von u« ~ Zu haben bei Herren H. Kinkel, <5l,r. Kraemer, Haslieferant, Carl Dchwaab, Soxmtag den 16. November 1884: GROSSES CONCERT (AmchmA) ausgeführt von der Kapelle des Grossherzoglich Hessischen II. Infanterie-Regiments Nr. 113, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn C. K r a u s s e. Eiet ree ZO S*fg« ---GMcht ™2 ein Mädchen für Küche und Hausarbeit. Wo — sagt die Erped. d. Bl.________ 7512 Ein tüchtiges Mädchen, das kochen kapn, wird gegen hohen Lohn auf sogleich oder auf Weihnachten gesucht. Nordanlage 5. 7540 Eine durchaus zuverlässige Kran zur Wartung eines kleinen Kindes gesucht. Kirchenplatz'11. 6851 Ein möblirtes Stübchen zu ocr; miethen. Ludw. Orth, Neuen Bäue 11. ~7335 Ein Logis im Hinterhause zu ver- miethen bei D. Rühl Wwe. 6125 Liebigsftraße 63 ist der Parterrestock, bestehend aus 4 Zimmern, Mägdekammer u. Zubehör, zu vermiethen. 6936 Familicnlogis, 4—5 Zinuner, Garten rc., sogleich beziehbar. Seltersweg 31. 7478 Eine^kleine Wohnung ist zu vermiethen und sofort zu beziehen. __________Neuenweg 33. 7217 Eine größere Wohnung fbql etsge) bestehend aus 7 Zimmern und allem Zubehör, sowie Gartenantheil per f. April event. 1. Januar 1885 zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl- Hülsenftnchle. Neue geschälte Dietoria- Erbsen, Heller - Linsen, Thüringer Bohnen, s'ehr gut kochend, empfiehlt Cltr. Hielter, 6702_________Neuen Bäue 5.____ liöterjackeiht Hosen gestrickt und gewebt in allen Größen und Qualitäten Normal-Hemden, Jacken und Hosen (System Professor Dr. Jäger), sowie Beinkleider für Damen und Kinder empfiehlt äußerst billig 6606 Julius Schulze, Sonnenstraße 20. Kreuz, Ecke der Mäusbiirg Uhren und fioldwaaren mit Sprungfebermatratzen . . Patent-Ausziehtisch mit brei Einlagen..... '* Bücher spinden mit Nickelbeschlag Uebernabme vollständiger Zimmrretnrtcht ungen sowie ganzer Ausstattungen zu er. mäßigten Preisen.__— —----™ ( ßmversal-Satarrh u. Husten-Konlions >,S‘„ E. 0. Moser & Cie' Stuttgart. 7145 Gut möblirtes Zimmer mit Ka- binet zu vermiethen; auf Wunsch mit Pferdestall und Burschenstube. Gartenstraße 29. 6890 2 möblirte Zimmer mit oder ohne Cabinet am Markt Nr. 9._________