Piston, i) Ax, iGL Dienstag den 15. Juli 1884 ü 'M MH, ^F^jl M H M -A MH? 11Y|ijn 1 iT 1 r i O PT W£r IrFJVf rrr V ^yl r r Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. f, ■ hos Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bnngerlohn. Bureatt r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Avsvahme des MontagS. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. 1.50. 4614 Ahnung in btn ^uvemiethen. : Familienioohn- J*bt_15 'ade« misLogi? ^vermirthcn. wnenroeg 11. lch für Lager ge- ^reuzplatz 10. nebst Wohnung ^NrstWwr, ler faöm nebst Wohnung, u vermiethen bei ;«ltus Buch. lnzeigen. auSbursche per affstädt. brik u. Gießerei. tung 'kauf. Bad Mar i dafM ge- Radehaus Hütel enthält ts- und Logier- Amigen Wirtb- rten und liegt bürg, ist aut ,nb Waldungen tat kann N '■ leMuI« d. Bl.»JJ 40(1 guslvll^' ys&* , “ffl lbst eine ng, iauä, Schi«. ;5 Acker Las nalität auf ifen. i beide an mngen ß der Bertrnz trator Z<^ "°Ärliih »•‘Ja V" eii. d. 4611- Ur: udwigsp^131 Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. Montag den 21. l. Mt-.. Bormittag- 10 Uhr. findet in dem Regierungsgebäude dahier eine Provinzialtag«» der Provinz Oberheffen statt. 1 Tagesordnung: öffentliche Sitzung de» 1) SyeftfteCunq des Voranschlags für 1884/85. , 2) Antrag des Kreistages des Kreises Alsfeld in Gemäßheit des Art. 88, pos. 13 der Kreisordnung die Halste der dem Kreise Alsfeld pro 1882/83 zur Last fallenden Unterhaltungskosten der Kreisstraßen mit X 22904,25 auf die Provinzialkasse zu übernehmen. 3) Prüfung der Rechnung der Provinzialkasse für 1882/83. 4) Erstattung des Rechenschaftsberichtes für 1882/83. 5) Wahl eines Mitgliedes der Ober-Ersatz-Commission foiüie eines Stellvertreters. Gießen, am 12. Juli 1884. Der Vorsitzende des Provinzialtages. Dr. Boekmann. - Nr. 19 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 9. d. M., enthält: ?Nr 1553a G^sc^betEend^d^Feststellung eines zweiten Nachtrags zum Reichshaushalts-Etat für das Etatsjahr 1884/85. Vom 7. Juli 1884. Gießen, den 14. Juli 1884. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. _________________________________ Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat der Hagelversicherungs-Gesellschaft „Borussia" zu Berlin die Erlaubniß zum Geschäftsbetriebe im Großherzogthum Hessen ertheilt. Gießen, den 11. Juli 1884. ■ Großherzogliches Kreisamt Großen. Dr. Boekmann. ... Deutschland. Darmstadt, 12. Juli. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben iLllergnädigst geruht: , w Am 15. Juni in Folge Aufhebung der betr. Dienststellen mit Wirkuntz vom 1. August d. Js. an die delegirten Kreisärzte Geheime Medicinalrath Dr. Friedrich Bode zu Bad Nauheim, Dr. Ludwig Müller zu Pfeddersheim, Dr. Gustav Prinz zu Nidda, Dr. Wilhelm Wagner zu Osthofen, Dr. August Föppl zu Höchst unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste, sowie den delegirten Kreisarzt Dr. Ludwig Leopold Weh sarg zu Wörrstadt — in den Ruhestand zu versetzen; am 4. Juli dem delegirten Kreisarzt Geheimen Medicinalrath Dr. Friedrich Bode zu Bad Nauheim das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienst-Ordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen; an dems. Tage dem Großh. Kreisarzt Dr. Ludwig Müller zu Pfeddersheim den Charakter als „Medicinalrath" zu verleihen. Darmstadt, 12. Juli. Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat durch heute an die Großh. Kreisämter ergangene Verfügung Maß- nahmen gegen die Verbreitung epidemischer Krankheiten angeordnet und sind die -Großh. KreiSgesundheitsämter mit entsprechender Weisung versehen worden. Mainau, 12. Juli. Der Kaiser unternahm gestern Abend eine Dampfer- fahrt nach der Konstanzer Bucht, wo er vom Verdeck aus der auf der Seestraße spielenden Regimentsmusik zuhörte. Eine dichte Volksmenge auf der Seestraße und die Massen zahlloser Gondeln, welche das Schiff umschwärmten, brachten dem Kaiser begeisterte Ovationen dar. — Die von den Osficieren arrangirte kostümirte Jagd ist äußerst glänzend verlaufen. Der Kaiser traf um 6V2 Uhr mit den Großh. Herrschaften auf dem Festplatze ein. In dem benachbarten Walde verließ er den Wagen und unterhielt sich mit bei dem Feste mitwirkenden Herren und Damen und dankte für die ihm bereitete Ovation. Berlin, 12. Juli. Der „Germania" zufolge steht die Publication des Actiengesetzes binnen Kurzem bevor; der Reichskanzler habe dasselbe bereits unterzeichnet und soll es nächster Tage dem Kaiser unterbreitet werden. Karlsruhe, 12. Juli. Der Grobherzog empfing auf der Insel Mainau in Gegenwart des Staatsministers Turban den Gesandten v. Eisendecher zur Ueber- reichung der Accreditive. Hamburg, 12. Juli. Bei der internationalen Alster-Regatta gewann der Londoner Thames-rowing-Klub den großen Hammonia-Preis. Im vierten Rennen siegte der Berliner Ruderklub mit dem Boote „George" und im sechsten mit dem Boote „Sporn." Frankreich. Paris, 12. Juli. Der vom „Fran^ais" gebrachten Nachricht gegenüber, daß in der Rue des St. Pöses ein Cholera-Tovesfall vorgekommen, con- statirt die „Agence Havas", daß es sich um einen Fall der sporadischen Cholera handle, welcher ein der Unmäßigkeit ergebener alter Mann erlegen, und Krankheitsfälle dieser Art jeden Sommer hier vorkommen. Die heutigen Journale versichern ebenfalls, daß es sich lediglich um einen Fall der sporadischen Cholera handle. Paris, 12. Juli. Im Elysöe fand ein Ministerrath statt, wobei Grövy mehrere Strasmllderungen für politische Vergehen unterzeichnete. Louise Michel, Krapotkin und Gautier wurden hierbei nicht berücksichtigt. — Der erste Secretär der diesseitigen Botschaft in Berlin, Baron v. Plancy, ist'zum Officier der Ehrenlegion ernannt worden. Paris, 12. Juli. Deputirtenkammer. Revillon uno Laguerre begründeten ihren Antrag auf Erlaß einer allgemeinen Amnestie für alle wegen poli- tischer Verbrechen Verurtheilte. Der Minister des Innern, Waldeck-Rousseau, erklärte, es sei nicht statthaft, Individuen zu begnadigen, welche sich der Aufreizung zur Plünderung, Brandstiftung und zum Morde rc. schuldig gemacht hätten. Das seien keine politischen Vergehen. Die Regierung sei geneigt, den Jrregeführten gegenüber Nachsicht zu üben, nicht aber den Führern der Anarchisten gegenüber. Der Amnestie-Antrag wurde schließlich mit 283 gegen 123 Stimmen abgelehnt. — Der Minister des Innern beantragte sodann die Bewilligung eines Kredits von 2 Millionen für die von der Cholera heimgesuchten Städte. Für diesen Antrag wurde die Dringlichkeit beschlossen, die Berathung soll am Schluß der heutigen Sitzung stattfinden. — Der Conseilpräsident legte den am 6. Juni zwischen Frankreich und Anam geschlossenen Vertrag vor. — Deputirtenkammer. Der beantragte Kredit von 2 Millionen für die von der Cholera heimgesuchten Städte wurde einstimmig genehmigt, ebenso ein weiterer Kredit von 600,000 Frcs. zur Bestreitung der durch die Epidemie verursachten Kosten. Im Lause der Debatte erklärte der Deputirte für Marseille, Clovis Hugues, die Nachrichten über die Cholera in Marseille seien übertrieben, die Cholera trete in einer milden Form auf, es würden von derselben nur Personen betroffen, welche Früchte und Wasser im Uebermaß genössen. — Nach dem heute veröffentlichten Bericht über den Gesundheitszustand in Paris während letzter Woche sind 1105 Personen gestorben gegen 991 in der vorhergegangenen Woche. Die Zunahme ist indessen nur durch die zahlreichen Todesfälle von Kindern unter 2 Jahren hervorgerufen. Bisher ist hier kein Cholerasall constatirt worden. , r c _ . — Heute Vormittag ist in Lyon ein Cholera-Todesfall vorgekommen. Geheimrath Dr. Koch befindet sich gegenwärtig in Lyon. — In dem Zeitraum von gestern Abend bis heute Abend sind in Marseille im Ganzen 63, in Toulon 22 Personen an der Cholera gestorben. — Geheimrath Dr. Koch besuchte heute die Hauptstadttheile von Lyon. Marseille, 12. Juli. Seit heute früh starben hier 8 Personen an der Cholera. c f n , — Die Zahl der seit gestern Abend hier an der Cholera gestorbenen Personen beträgt 30. Toulon, 12. Juli. Seit gestern Abend sind hier 17 Personen an der Cholera gestorben. England. London, 12. Juli. Lord Wemyß beabsichtigt am Montag eine Resolution im Oberhause einzubringen, in welcher die Ansicht ausgesprochen wird, daß die Berathung der Wahlreformbill im Oberhause fortgesetzt werden mußte, um die Annahme 'derselben noch in der gegenwärtigen Session zu ermöglichen. Ferner soll in der Resolution betont werden, daß eine Adresse an die Komgin gerichtet werden müsse mit der Bitte, das Parlament im Oetober zusammen^ Seit gestern Abend sind hier 28 Cholera-Todesfälle vor- Seit gestern Abend kamen hier 21 Cholera - Todesbrecher zur Ausführung ihres Planes am geeignetsten. Wie und wann sie es fertig gebracht haben, das Dynamit in diesen Graben htnetnzubekommen, wissen wir nicht; aber es ist einerlei; am Tage deS Festes ward die Mine von Rupsch gelegt. Die etwa neun Meter lange Zündschnur führte, vom Gesträuch verdeckt, hinein in den Wald, wo Küchler des Augenblickes harrte, sie zu entzünden. Und er entzündete sn auch. Weiter und weiter glimmte der Faden, langsam, aber sicher. Minute auf Minute verrann, erneuter Jubel dort oben verkündete dem waldetnwärtS fliehenden Küchler, daß das Fest zu Ende, die von Mund zu Munde sich fortpflanzenden Hochrufe, daß der Kaiser auf dem Rückwege sei. Doch was war daS! Noch immer kein Knall f Weiter, immer weiter eilt Küchler querbuschetn hinab nach Rüdesheim, um dort mit Rupsch zasawmenzutreff.n. Dort trifft bald darauf auch der Festzug ein, daS Attentat ist mißglückt. Der Himmel hatte eS anders gefügt. I« der Brust des Rupsch hatte das letzte Fünkchen eines besseren Menschen den Sieg davongetragen; rasch wie der Blitz, daß nur Küchler es nicht merke, hat er die Zündschnur unter dem Gewölbe etwa 2 Meter ab von der Patrone entzwei geschnitten. Nun aber, nachdem der Plan also gescheitert, überkam ihn die Angst vor seinen Auftraggebern. Um den Schein des Verdachts von sich abzuwenden, half er am Nachmittage eifrig mit an den Vorbereitungen zu jenem Attentat an dem einen der Restaurationszelte. Die plausible Ursache aber, warum die Mine oben auf dem Berge nicht gesprungen war, war für die anderen der Regen. So ungefähr stellt Rupsch selber den Fall dar. Küchler bestreitet diese Darstellung, hingegen steht der OrtSbefund den Aussagen Rupsch's nicht im Wege. Und jedenfalls liegen die tm Prozesse aufzuklärenden Zweifel nicht bet der Thatsache des Altentatsplanes selber, sondern bet der Thäterschafl rc., denn die That- sache selbst steht einfach schon deshalb fest, weil jetzt unter den Augen des Elb-rfelder Gerichts genau auf der von Rupsch bezeichneten Stelle etwa 12—13 Pfund Dynamit aus dem Graben herauSgeschafft wurden. Der Graben ist an dieser Stelle 3>/z Fuß tief und überwölbt mit einer Mauer, welche sammt dem daraufliegenden Erdreich ebenfalls noch 2Vr Fuß dick ist. Rupsch, was noch erwähnt sein mag, ist in BreSlau zu Hause. Küchler lebte die letzte Zett vor seiner Verhaftung in Elberfeld. Gleichzeitig mit der Ortsaufnahme, über welche ein genauer Plan skizzirt wurde, verband die GerichtScommtssion das Verhör mehrerer Wtrthe und sonstiger Personen hier, sowie in Aßmannshausen und vielleicht noch anderwärts. Um 3 Uhr 45 Min. gestern Nachmittag hat das Gericht sich nach Elberfeld zurückbegeben. Damit dürfte dann wohl die letzte nachträglich nothwendig gewordene Erhebung in dieser Untersuchungssache erfolgt sein; bisher war also, wie wir zur Zeit aus Elberfeld berichteten, die Untersuchung noch nicht abgeschlossen. berufen, um den Entwurf der Reorganisation der Wahl-Kollegien zu berathen, welchen das Cabinet vorzulegen versprach, sobald die Wahlresormbill die königliche Sanction erhalten habe. Die Abendblätter besprechen die Chancen des CompromiffeS zwischen dem Oberhause und dem Unterhause und halten ein Arrangement für möglich. t m London, 12. Juli. Die „St. James Gazette" will wissen, der Regierung sei die Nachricht zugegangen, daß Osman Digma sich des 60 Meilen von Suakim entfernten Fort Asis am Rothen Meer bemächtigt habe. Telegraphische Depeschen. Wolff'S teleer. Eorrespondem-Burs-rrr. - Mainau, 13. Juli. Die Abreise Sr. Maj. des Kaisers nach Gastein ist auf morgen Vormittag 103/4 Uhr festgesetzt. Frankfurt a. M., 13. Juli. Nach einem Telegramm der „Franks. Zeitung" aus Metz von gestern Abend ist der Trierer Schnellzug zwischen Mon- tigny und Metz auf einen Güterzug gefahren, von welchem 4 Wagen zertrümmert wurden. Der Zugführer ist leicht verletzt, sonst aber Niemand beschädigt. Elberfeld, 13. Juli. Der heute hier aogehaltcne, außerordentlich zahlrelch besuchte Parteitag der Nationalliberalen deS Rheinlandes hat folgende Resolution angenommen : „3m Einklänge mit dem Parteiprogramm vom 29. Mat 1881 und der am 23. März d. I. tn Heidelberg erfolgten Kundgebung unserer Parteigenossen schließt sich die Versammlung der Berliner Resolution vom 18. Mat d. I. mit voller Zustimmung an. Sie erklärt ihre Ueberetnstimmung mit der Haltung der national-liberalen Fraktion des Reichstags, insbesondere auch bet der Beschlußfassung deS Unfallversicherungs-Gesetzes. Ste begrübt mit Freude die tn der Rede des Reichskanzlers Fürsten Bismarck entwickelten Grundzüge einer deutschen Colonialpoltttk und beklagt die engherzig verschleppende Behandlung, welche der hochwtchttgen Postdampfer-Vorlage im Reichstage zu Theil geworden ist. Mit gleicher Entschiedenheit glaubt ste indessen gegen den preußischen Entwurf einer Geschäftssteuer Verwahrung einlegen zu müssen, da seine Annahme eine schwere Benachteiligung und Belästigung des soliden Warengeschäfts zur Folge haben würde. Sie verpflichtet ihre Mitglieder, tn ihren Wahlkreisen eine dauernde Organisation der nationalliberalen Partes herbeizuführen und fordert sie zu hmgebender Thätigkett bet den nächsten Wahlen auf, damit der begeisterte Aufschwung, der alle national und liberal gesinnten Kreise unseres Vaterlandes mächtig ergriffen hat, seinen thatsächl'chen Ausdruck finde." — An dem heute hier abgehaltenen nationalliberalen Parteitag des RheinlandeS nahmen gegen 2500 Personen Theil. D'e Versammlung wurde durch den Gymnasial- bkector Dr. Jäger (Köln) eröffnet, Landgerichtsrath Schmieding überbrachte die Grüße der Parteigenossen in Westfalen. Die Redner in der Versammlung waren die Land- ragsabgeordneten Dr. Ennecerus und Dr. Graf, der Retchstagsabgeordnete v. Eynern und der Generalsecretär der Partei, Jerusalem. Die vorstehend gemeldete Resolution wurde einstimmig angenommen. Direktor Dr. Jäger brachte darauf ein Hoch auf den Kaiser auS, in welches die Versammlung begeistert und unter Abstngung der Nationalhymne einfttmmte. Unter den Thetlnehmern an der Versammlung befanden sich die Landtagsabgeordneten Dr. Cuny, vom Heede und Rumpff, sowie die früheren Retchs- tagsabgeordneten Dr. v. Schulte und Dr. Ernst (Siegen). Wie«, 13. Juli. Das Kriegsmintstertum hat die Einberufung zu den Waffrn- Übungen betreffs derjenigen Urlauber und Reservisten, welche sich in Frankreich aufhalien, aus Anlaß der in Südfrankreich herrschenden Cholera - Epidemie für dieses Jahr fifttrt. Petersburg, 13. Juli. Der Minister des Innern hat anläßlich des Auftretens der Cholera tn Südfrankreich unterm 28. Juni und 1. Juli er. die Erneuerung der Maßregeln angeordnet, welche tm vorigen Jahre gegen die Einschleppung der Cholera von Egypten her auf dem Seewege getroffen worden sind. Demzufolge sind alle aus choleraverdächtigen Oertltchketten Frankreichs kommenden Schiffe tn den Häfen des Schwarzen Meeres einer zwetwöchentlichen Quarantäne zu unterwerfen. In die bal-r tischen Häfen dürfen solche Schiffe nicht etnlaufen, wenn sie nicht ein Certtfikat über eine tm Auslande bestandene Quarantäne vorweisen. Am 2. Juli fand dann eine Lokales. Gieße«, 14. Juli. Nach lange anhaltender tropischer Hitze wurden wir heute Nacht und Morgen durch einen kräftigen Alles erquickenden Regen erfreut. — In der Lahn oberhalb der Sauerbier'schen Mühle wurde heute Vormittag die Leiche eines seither hier tn Dienst gestandenen Knechtes au8 Nteder-Ohmen geländet. — Ein auf dem SelterSweg dienendes Mädchen wurde gestern Morgen tn der Neuen Anlage unter Umständen aufgefunden, welche darauf schließen ließen, daß sie sich mittelst Oleum vergiften wollte. Das Mädchen wurde, schwer verbrannt, nachher Klinik verbracht und dürfte kaum Hoffnung vorhanden sein, das gefährdete Leben zu retten. Berathung deS Ministeriums des Innern mit demjenigen der Wege und Communi- kationen wegen sofortiger Ergreifung prophylaktischer Maßnahmen auf den Eisen- bahnen, insbesondere den Südwestbahnen statt, tn Folge deren den Behörden die Befolgung der Bestimmungen etvgeschärft worden ist, welche in dem tm vorigen Jahre erlassenen Circular deS Medicinaldepartements, betreffend das Verfahren bet dem Auftreten der Cholera oder choleraähnlichen Krankheiten getroffen worden sind. Chicago, 13. Jult. Dte demokratische National-Convention hat sich, nachdem sie Hendricks zum Candidaten für die Vtcepräsidentschaft erwählt hatte, vertagt. Toulon, 13. Jult. C • " ----- — —- gekommen. Marseille, 13. Juli, fälle vor. Kairo, 13. Juli. Aus Suakim wird gemeldet, das englische Kanonenboot „Woodlark" sei gestern von Rawaya und Agig zurückgekehrt und berichte, an beiden Orten habe Ruhe geherrscht. New-Uork, 13. Juli. Nach Meldungen aus Cuba haben die dortigen Behörden gegenüber den aus dem Mittelmeer, sowie von Afrika und Asien kommenden Schiffen der Cholera wegen Vorsichtsmaßregeln angeordnet. — Telegramme hiesiger Blätter melden aus Mexiko, mit der dortigen nationalen Bank sei durch einen Agenten der englischen Bondholder vor einigen Tagen eine Vereinbarung über die Convertirung der englischen Schuld abgeschlossen worden. Das Niederwald-Attentat. AuS Rüdesheim, den 8. Juli, wird dem „Hamb. Corr." geschrieben: Der erste Staatsanwalt des Landgerichts tn Elberfeld, Herr Lützeler und der Landrichter Herr Schäfer, in Begleitung eines Gerichtsschreibers, eines zugezogenen Geometers und des Gefangenen Rupsch (dieser unter Bedeckung eines Polizeimeisters auS Elberfeld), sowie mehrerer Sicherheitsbeamten besichtigten am SamStag und Sonntag den Ort der That am Denkmal und die Stelle hier unten bei Rüdesheim, wo auf dem vor- lährigen Festplatze nachher noch jene kleine Explosion erfolgte, welche damals in dem “nßc&5rt verhallte. Zugelassen zu den OrtSaufnahmen wurde selbstredend Niemand, in einem Umkreise von je 40 Metern war das Terrain jedeSmal abgesperrt. Und Niemand von den Besuchern des Denkmals, Keiner der Vorübergehenden mochte ahnen, btS tn welche Details da ein Verbrechen aufgedeckt wurde das wenn eS nicht abgewendet worden wäre, die ganze civtlisirte Welt mit Entsetzen erfüllt haben würde Was man darüber hört, ist Folgendes- Als der Plan gefaßt war, wurde Reinsdorff mit der Ausführung desselben beauftragt. Er hatte nach jeder Richtung hin Vorbereitungen zu treffen und insbesondere auch die ihm geeignet er- Ueinenden Leute aus den vom ExemtiocomitS bezeichneten Persönlichkeiten auszuwählen. Sei Sn?1 SJenfmal galt der Anschlag, auf den kaiserlichen Zug war er berechnet. Eine Mine mußte gelegt werden an einer Stelle möglichst nahe dem Platze deS Denkmals, am Wege, den der kaiserliche Zug zu passiren hatte und doch weit genug ab, um unbemerkt von der Menge daS Attentat vollführen zu können. Die ^nhefriife der Festtheilnehmer sollten kaum verhallt, der kaiserliche Train sich"kaüm tn Bewegung gc,fc&t baden, da sollte daS Schreckliche sich vollziehen. Wer die That verübet sollte^ überließ ReinSdorff, nachdem er selbst alle Vorbereitungen getroffen batte hem QnnR Küchler und der Sattler Rupsch marines'welchen die Ausgabe zufiel'. Rupsch, .welcher wie gesagt, geständig ist, wurde später in Naumburg verhaftet und ist nun in Elberfeld inhaftirt. Ueberlistet von einem Beamten, hat derselbe alsbalh ohne Umschweife vollends bekannt. Zu beiden Seiten der Fahrstraße zum Niederwalde laufen Fußwege her und neben diesen, ebenfalls zu beiden Seiten, liegen übermauerte weiter unten redoch wieder freiliegende Gräben. Links und rechts von der Straße tritt Der Wald bis dicht an die Gräben heran, den südlichen der Gräben hieltendie Ve" Temperatur am 14* Juli (Mittags zwischen 11 und 12 Uhr) Wafierwarme der Lahn 19« R. - Luftwärme 20° R. J Rübsamen. Vermischte-. Homberg, 13. Juli. [13. Turnfest deS Gaues Hessen.) Bei dem heutigen Wettiurnen, woran sich 91. Turner bctheiligten, wurden 29 Preis<. auögegeben und ver- theilen sich dieselben wie folgt: Gießen erhielt 8 Preise, Gg. Balser den 2., Stud. Hof den 5., H. Wenzel den 11, Ed. Tasche den 14., Alf. Sanner den 18-, Stud. Corn» Gunlrum den 21, Jos. Geck den 22., Hugo Krieb den 23. AuS unserem Nachbarverein Wieseck erhielt Carl Christ den 6-, L. Daubert den 9, H. Blerau den 19. Preis. L. Weinrich und H. Kümmel von Lollar erhielten den 14. und 15. Preis. Weiter erhielt Marburg 5 Preise, darunter den 1., Hanau 6 Preise, darunter den 3-, Wetzlar 2 Preise, Bad-Nauheim 2 Preise, Nidda 1 Preis. Mainz, 11. Juli. Das Mainzer Polizeiamt erläßt folgende Bekanntmachungr „Da bet Vernachlässigung der erforderlichen sanitätspolizeilichen Maßregeln in der gegenwärtigen heißen Jahreszeit epidemische Krankheiten leicht zu befürchten sind, sc> richten wir an das Publikum daS pflichtgemäße Ersuchen, alles zu vermeiden, was die Reinlichkeit und öffentliche Salubrttät beeinträchtigen könnte; speriell wird untersagt» Unrath, unreine Flüssigkeiten, Blut rc. in den Straßengossen oder auf die Dächer auszuschütten und dte Straßenecken und Reuls zu verunreinigen. Den Inhabern solcher Etablissements, welche durch ihre Ausdünstungen die Anwohner besonders belästigen (Schlächtereien, Metzger-, Wildpret- enb Geflügel - Läden, Knochen-, Lumpen- und Häutehandlungen, Fettsiedereien rc.) wird die öftere Reinigung der ßocalüfiten und die genaueste Beobachtung der durch ihren Gewerbebetrieb bedingten sanitätSpolizeilichen Vorschriften zur Pflicht gemacht. Sämmtliche Wirthe und Hotelbesitzer werden auf- gesordert, Die mit wenig Mühe und Kosten verbundene, tm öffentlichen Gesundheitsinteresse aber dringend wünschenSwerthe Desinfection der Aborte mittelst Effenvitriol oder Carbolsäure und zwar so lange die heiße Witterung andauert, täglich zweimal zu veranlassen. Der Verkauf unreifen Obstes auf den Märkten wird streng controlirt und dasselbe unnachsichtlich confiScirt werden. Die Schutzmannschaft ist angewiesen, den Befolg dieser Anordnungen durch häufige Revisionen genau zu überwachen und Zu- widerhandlungen zur Anzeige zu bringen; wir glauben jedoch von der Einsicht De& Publikums erwarten zu dürfen, daß dasselbe die Ausführung dieser sanitätspolizeilichen Maßregeln welche in seinem eigenen Interesse liegt, selbst in die Hand nimmt und e- eines polizeilichen Einschreitens kaum bedürfen wird." a V' c1L ^ne Deputation, bestehend aus einigen Mitgliedern vom Centtal-Comite des Rhein-MaiN'Verbands deutscher Gastwirtde hatte gestern bei den Herren Ministerialprästdenten Finger, Ministerialpräsidevt Schleiermacher und ^rialrath Müller Audienz, um Namens der Vereine Darmstadt, Mainz Gießen Offenbach, Worms, Bingen, Alzey rc. eine umfangreiche Denkschrift zu überreichen' worin die Unzuträglichkeiten und Einseitigkeiten der hessischen Weinsteuer dargelegt Sinne dngereW werdm" 2anbta0e foCl ctnc eingehend motivirte Petitton in diesem Handel und Verkehr. Grünberg, 12. Juli. lFruchtpreise.l Weizen J4 19.60 Korn JL 17 60 Gerste JL 16 60, Hafer JL 17.50, Erbsen 00.00, Linsen J4 00 00 Lein oo'oo' Samen Jt. 24.20, Kartoffeln Jt 4.40, Wicken 5.00. ' teln ** M 2 5O1 3WfUärA2- 2Ul9 7n311qnnemn-6eUtißCn Aarkt kostete der Gentner Heu » Stroh 2.70—3.00, Eier das Hundert Ji. 4 60 5 00 1. Qualität 0.90, 2. Qualität JL 1.10, Kartoffeln per Centner al 2 25 2 50 Kohlrabi 4-6 A pr. St., Erbsen 100Sa. 19.00-27.50 MotÄpr IM Poularden M 0-0 Huhn^ 1.50-2.20, 1 Ente JL 3,00-4 f Taube 60-00 Z" Hahn JL 1.70—2.00, Gans JL 4—0.00, Welsche JL 7—12.— UDe 0U Repertoir der vereinigten Stadttheäter?u^ankfurt aV M. 1 Dienstag den 15. Juli: Mi^on^^* "XiÄ’s.’.'.'S!;,'“ «-»■»— Sonntag den 20. Juli: Der Prophet. D^nstaa den 15. Juli: Minna^vo^B^nheim SÄeÄ ■ ftniton den 18. Juli: Der KönigSlieutenant. Sißcun“™81118 6en 19' 3UII: Gat0 Don Glftn. Hieraus: Neu einstudirt; Der Sonntag den 20. Juli- Neu einstudirt: Ultimo. Arl Srfiitn । ®ci" lief' soll die ÄzL ^Nen k fcrrt,eq 46-87 ' den 12. c Donnerstag b Bvmitta Men aus hiesig, verzeichnete Arbeit gegeben werben. !. An ber *| -DitiurerQrbeit, Simmerorbeit, SBeißbitiberatbeit, lf' A« btt Riri Maurerarbeit, J« draimtrarbeit ®Wne«tbtit, yfferatieit, «setßbinberarbeit, M°rar!i!,^ ®«6binberarbeit, Maurerarbeit mit ca. iuuv d Offerten llIlj < % DerlN6! rtfN "Ä «t d-r gMjfei d-rSM »rÄ^d-s gießen, ben $)er 6t|ie M @* g Zii'E Mnnl Die Lieferung Metern Buä - guter Cual Centnern St' hiesige Hastlocal jorbemben uerge Schriftliche C sprechender Auff> 28. Juli d. einzureichen. Lich, den 9.: Die Gerichtssch Zlmtsgi Arbeit, Steinkohlen liefcrung. Die Lieferung der für das Großh. Provinzial - Arresthaus dahier für die Zeit vom 1. Juli 1884 bis 1. April 1885 erforderlichen Steinkohlen mit ca. 1000 Gentner, soll im Sub- mifsionswege vergeben werden. Offerten sind bis zum 30. Juli l. I. verschlossen und mit bezüglicher Aufschrift versehen bei dem Unterzeichneten einzureichen. Die betreffenden Bedingungen können täglich während der Bureaustunden auf der Eanzlei der Staatsanwaltschaft (Zimmer Nr. 44 des Justizgebäudes) eingesehen werden. Gießen, den 4. Juli 1884. Der Erste Staatsanwalt am Großh. Landgericht der Provinz Oberhessen. ______Zimmermann. 4562 Bekanntmachung. Die Lieferung von 8 Raummetern Buären - Scheitholz — guter Qualität — und 100 Centnern Steinkohlen für das hiesige Hastlocal soll an den Wenigst- fordernden vergeben werden. Schriftliche Offerten sind, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 2S. Juli d. I. dahier verschlossen einzureichen. Lich, den 9. Juli 1884. Die Gerichtsschreiberei Großherzogl. Amtsgerichts Lich. ___Will.________4622 Arbeits- Versteigerung. Donnerstag den 17. Juli l. I., Vormittags 10 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause nachverzeichnete Arbeiten öffentlich inAccord gegeben werden. I. An der Pfarrhosraithe: Maurerarbeit, veranschl. zu X. 14,70 Zimmerarbeit, „ „ „ 26,25 Weißbinderarbeit, „ „ „ 97,25 II. An der Kirche und deren Um» gebung. Maurerarbeit, veranschl. zu 403,— Zimmerarbeit, „ „ „ 135,— Schreinerarbeit, „ „ „ 253,— Schlofferarbeit, „ „ „ 19,70 Weißbinderarbeit, „ „ „ 22,80 III. Am Friedhof: Maurerarbeit, veranschl. zu «X 65,— IV. An Schulgebäuden: Schlofferarbeit, veranschl. zu^. 108,— Weißbinderarbeit, „ „ „ 21,75 Maurerarbeit, „ „ 65,— V. Unterhaltung der Straßen, Brucken und Wege: Chaussirarbeit, veranschl. zu «X 313,50 Pflasterarbeit, „ „ „ 135,— Maurerarbeit, „ „ „ 192,— Schreinerarbeit, „ „ „ 5,50 VI. Erbauung von Straßen: Chaussirarbeit, veranschl. zu 260,— Pflasterarbeit, „ „ „ 680,— Allendorf a/Lda., am 12. Juli 1884. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a/Lda. ___________Bieber._______4705 Ernte-Versteigerung. Mittwoch den 16. Juli, Nachmittags 3 Uhr, soll die Ernte des Herrn Georg Lenz in Wieseck, bestehend in Weizen, Korn u. Erbsen, circa 4Va Morgen, an den Meistbietenden versteigert werden. An- fang am Mittelweg am Trieb. Gießen, den 12. Juli 1884. 4687 I. A-: Mütter. Das Unfallversicherunqs- Gesetz Preis JL 0,50 traf soeben ein. 4719 Ferber'sche Univ.-Buchhandlung. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Anmeldungen wegen Berücksichtiaung bei Vergebung der Zinsen des Vermächtnisses des Christian Gerhard Hast für das Jahr 1884 haben bis zum 19. d. MtS. einschließlich aus dem Bürgermeisterei-Bureau zu geschehen. Gießen, den 7. Juli 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________________A. Bramm.___________________4619 Wegen Localveränderung welche am 15« August erfolgt, verkaufe von heute an eine Parlhie Strümpfe und Socken, Schürzen in schwarz und farbig, Damcn- und Kinderkragen, Tücher u. s. w. zu und unter dem Selbstkostenpreis. Robert Haas, 4479________________________________________Seltersweg 57._____________ Psandbrief-Verloosung Ser -frankfurter Hypothekenbank. In Folge der heute vor Notar und Zeugen vorgeuommenen Verloosuug sind von unseren 40/oigcn Markpfandbriefen (Serie XII.) die nachfolgenden, mit einfacher Schrift aufgeführten Nummern zur Rückzahlung gekündigt worden, während die mit fetter Schrift aufgeführten Nummern aus früheren Verloosungen noch rückständig sind. Lit. H (Mk 5000.) Nr. 318. 341. 445. 508. 613. 705. 764. 771. „ N. (Hk. «OOO.) Nr. 116. 239. 249. 396. 508. 515. 563. 656. 871. 934. 961. 975. 1169. 1353. 1704. 2039. 2461. 2637. 3263. 3293. 3357. 3606. 3619. 4259. 4275. 4475. „ 0. (Ulk. 1OOO.) Nr. 29. 184. 231. 299. 436. 505. 781. 792. 884. 954. 1012 1031. 1069. 1158. 1304. 1313. 1452. 1691. 1711. 1874. 1969. 2008. 2058. 3059. 3257. 3595. 3733. 4635. 4726. 5092. 5123. „ P. (Ulk. 500) Nr. 35. 47. HO. 365. 418. 517. 654. 674. 682. 733. 746 792. 847. 946. 1066. 1124. 1297. 1538. 1625. 1739. 1995. 2230. 2240. 2279. 2585. 2595. 3075. 3422. 3873. 4088. 4330. 4389. 4457. 4470. „ R. (tnk. 300 ) Nr. 67. 247. 318. 334. 346. 759. 769. 800. 841. 907. 947. 1100. 1107. 1152. 1232. 1465. 1783. 2084. 2095. 2163. 2195. 2216. 2247. 2360. 2413. 2525. 2553. 2852. 2993. 3067. 3306. 3424. 3442. 3839. 3863. 3904. „ ü. (IRk. 200 ) Nr. 97. 167. 248. 355. 399. 451. 482. 504. 543. 563. 571. 788. 792. 900. 1013. 1057 1083. 1299. 1313. 1414. 1440. 1596. 1695. 1757. 1954. 2046. 2064. 2223. 2586. 2885. 2981. 3480. 3686. 3692. 3782. 4094. 4519. 4538. 4677. 4702. 4777. Gleichzeitig werden unsere ^VzO/oigen Frankenpfandbriefe hierdurch sämmtlich zur Rückzahlung gekündigt. Die Rückzahlung dieser Pfandbriefe erfolgt von heute ab mit Zinsberechnung bis zum Rückzahluugstag, längstens aber bis zum 1. Oktober 1884. Auf diejenigen Stücke, welche erst nach dem 31. October 1884 zur Einlösung gelangen, wird für die Zeit vom 1. October 1884 ab ein 2o/oiger Depositalzins vergütet. Den betreffenden Pfandbriefinhabern stellen wir frei, in der Zeit von jetzt bis Ende Juli d. I in Umtausch gegen die gekündigten Stücke neue 4 %ige Markpfandbriefe al pari zu beziehen. Wir machen gleichzeitig wiederholt darauf aufmerksam, daß unsere ^VzO/vigen Markpfandbriefe (Serie IX.) soweit sie nicht mit Wirkung vom 1. October 1886 ab in 4°'0ige abgestempelt worden oder aus älteren Verloosungen rückständig sind, bereits am 23. April 1884 sümmtlich gekündigt wurden, daß deren Einlösung seit jenem Tage erfolgen kann und die obligationsmäßige Verzinsung spätestens am 1. August d. I. endigt. Die 41/? %igen Markpfandbriefe Serie Vli (Jahrgänge 1874 und 1875), die sämmtlichen Guldenpfandbriefe und die 5%igen Pfandbriefe der verschiedenen Währungen sind bereits in früheren Jahren gekündigt worden- Die Einlösung der gekündigten Stücke und bezw- deren Umtausch erfolgt bei unserer Gaffe (Junghofstraße 12) wie auch durch Vermittlung unserer auswärtigen Einlösungsstellen, insbesondere in Darmstadt bei Herrn Moritz WolfSkehl, „ Gießen bei Herrn 21. Heichelheim, 1, Mainz bei Herren Schmitz, Heidelberger 8t Co., n Worms a. Rh. bei Herrn Ed. Herz und Herren F. SfC. Risch» mann. Die Controls über Verloosungen und Kündigungen unserer Pfandbriefe übernehmen wir auf Antrag kostenfrei; die desfallsigen Formulare, aus welchen die Bedingungen ersichtlich sind, können an unserer Kasse, sowie bei unseren Einlösungsstellen bezogen werden. Frankfurt a. M., den 25. Juni 1884. Die Direrlion. 4361_____________________________Br. Haag. BAD WILDUNGEN. Gegen Stein, Gries, Nieren- und Blasenleiden, Bleichsucht, Blut- armuth, Hysterie 2c. sind seit Jahrhunderten als specifische Mittel bekannt: Georg- Victor-Ouelle und Helenen-Ouelle. Wasser derselben wird in stets frischer Füllung versendet- — Anfragen über das Bad, Bestellungen von Wohnungen im Bade- logirhause und Europäischen Hofe 2c. erledigt: 2773 RI» Inapection d. Wllduiiger frllneralg.-AetiengeBellachaft. lB§Os. 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