ich hr. 8 M hrml rvirter Plätze n. Ier- Näheres bei >_ Klnn-Linden. welchem tin flott ä lrwamMesMt- 'V Wohnung zu 11 der Exp. d. A. ^zeigen. m u. Tapezier» 1 Arbeit treten, ftiebel, r, Bahnhofstr. 33. Zr atiscli t Mainz. verbreitetste alter upt; auherdm rr- l dreizehn frmdcn t A Moderrwelt. trirteZeitmigmr litt uvd han'd- M- MeUTage Nummer. Preis telzahM,^ A J5 fit. Jährlich d) einen: tnnnnert mrtw mu.H«nd«rbM haltend gegen M» biltmngen titt $ > § gange Gebiet der wie tür ta§ jartett i ebenso bie Leib, ^aiibarbdienin srs- :ber>ei"«- 'lunS^SisV Wer Ä w. g»tS" fapfa \ üiiiw tfür: renner, giW Krst-h-r^ Ä^'V24' Kvorste^' w\^tA‘ y' LNotv^ 1- 1884 WWW Buren... Schulstraße 7. ie Prüfungen für den Staatsdienst im Medicinalfach Abänderungen -intreten zu lassen, haben Wir verordnet und verordnen unter Aushebung Unserer Verordnung vom 10. Februar 1860, wie folgt: « 1 Die Befähigung zur Anstellung im Medicinalfache, insbesondere al« ärztliches Mitglied der Abtheilung für öffentliche Gesundheitspflege, als Kreisarzt oder Kreisassistenzarzt an einer Irrenanstalt , Director einer Sntbin- dungsanstalt, als Arzt am Landeszuchthause oder an einem Gefängnisse, ist durch das Bestehen einer besonderen Staatsprüfung nach Maßgabe der gegenwärtigen Verordnung nachzuweisen. , . Dem Bestehen dieser Prüfung kann durch Entschließung Unseres Mrm- fteriums des Innern und der Justiz bei Aerzten, welche Angehörige eines anderen deutsche« Bundesstaates sind, die Erfüllung der dort für die Bekleidung ähnlicher Stellen erforderlichen Vorbedingungen als gleichwerthig erachtet werden, wobei es dem Ermessen des Ministeriums anheimgegeben bleibt, im einzelnen Mk noch da» Gutachten der Prüfungs-Commission einzuhol-n. - In dem letzte, ren Falle kann die Prüsungs'Commifsion ihre Information durch ein mit dem Nachsuchenden abzuhaltendes Colloquium ergänzen. $ 2. Zur Prüfung werden nur Solche Melassen, welche 1) die Apvrobation als Arzt innerhalb des deutschen Reichsgebiets erlangt; 2) mindestens 2 Jahre lang, nach erfolgter Approbation, die Heilkunde in der Privatpraxis, in einem Krankenhause oder im Militärdienst praktisch ausgeübt; 3) die Doctorwürde bei der medicinischen Fakultät einer deutschen Um- versität aus Grund einer besonderen, von der ärztlichen getrennten mündlichen Prüfung und einer gedruckten Dissertation erworben haben. Von dem Ersorderniß ad 3 kann Unser Ministerium des Innern und der Justiz dispensiren, wenn der Candidat durch anderweite fachliche Publicationen den Nachweis geliefert hat, daß er sich selbstständig wissenschaftlich beschäftigt habe. 8 3. Die Prüfungen finden vor der von Unserem Ministerium des Innern und der Justiz hierzu bestellten PrüsungS-Commission und zwar alljährlich einmal in den Herbstmonaten statt. Außerordentliche Prüfungen können im Bedürfnißsalle durch Unser Ministerium des Innern und der Justiz ausgeschrieben werden. 8 4. Die Gesuche der Candidaten um Zulassung zur Prüfung find längstens bis zum 1. September bei Unserem Ministerium einzureichen. Den Gesuchen sind beizulegen: 1) ein von dem Candidaten selbst geschriebener Lebenslauf; 2) der Approbatisnsschein; 3) beglaubigte Zeugnisse über die Erfordernisse des § 2 Ziffer 2; 4) das Doctordiplom und die Jnaugural - Dissertation, eventuell andere fachwissenschaftliche Publicationen. Die Zulassung zur Prüfung und der Termin derselben werden den Candidaten durch den Vorsitzenden der Commission mitgetheilt. § 5. Die Prüfung erstreckt sich auf das ganze Gebiet der Heilkunde, einschließlich ihrer Hülfswissenschaften, in ihren steten Beziehungen zur Gesundheitspflege und gerichtlichen Medicin. Der zu Prüfende soll erweisen, daß er neben seiner allgemein fachlichen Bildung und Geschicklichkeit auch die dem SanttätSbeamten und Gerichtsarzte nothwendigen besonderen Kenntnisse und Fertigkeiten sich erworben habe, und daß er namentlich auch mit den einschlägigen organischen Gesetzen und den -besonderen Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften des deutschen Reichs und des GroßherzogthumS bekannt sei. Die Prüfung zerfällt in eine schriftliche, praktische und mündliche. 8 6. In der schriftlichen Prüfung haben die Candidaten unter Censur I. auf Grund eines ihnen mitgethellten Sections-Protokolls und bestimmter Fragestellung ein gerichtsärztliches Gutachten auszuarbeiten; II. eine Anzahl von Fragen aus dem gesammten Prüfungsgebiet zu beantworten. Die Fragen werden jedesmal einer von der Commission angelegten Sammlung durch das Loos entnommen und um* ' fassen im Wesentlichen folgende Fächer: 1) allgemeine Hygiene (Boden, Wasser, Luft, Licht und Wärme); 2) specielle Hygiene (Nahrungsmittel, Wohnräume, Gewerbe und Verkehr, Schulen, Krankenhäuser, Gefängnisse); 3) Medicinal-Statistik; 4) Seuchen und vorherrschende Krankeitsformen; 5) Organisation des Sanitäts- und MedicinalwesenS, sanitäts- und ruedi- cinal-polizeilichr Vorschriften und Einrichtungen; 6) Veterinärpolizei und Thierseuchen; 7) gerichtliche Medicin im Allgemeinen und in ihren speciellen Beziehungen zur innern Medicin und Toxikologie, Chirurgie; Geburtshülfe, Gynäkologie und Psychiatrie, unter ständiger Berücksichtigung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen. Jede Frage ist in zusammenhängender Darstellung und durchschnittlich in zwei Stunden zu bearbeiten. (Schluß folgt). Berlin, 12. Januar. Nach den „Berl. Polit. Nachr." tritt der Volks- wirthschaftsrath am 22. Januar zur Berathung der Grundzüge der Unfallversicherungs-Vorlage zusammen. Es sei nicht ausgeschlossen, daß er auch über eine Abänderung der Maß- und Gemichtsordnung ein Gutachten abzugeben habe. — Der Abg. v. Ludwig ist Mittags in Neuwaltersdor f bei Habelschwerdt gestorben. — Bei dem heutigen Gottesdienste in beiden Synagogen wurde des Todes LaLk'r'ü in wärmster Weise gedacht. Halle, 12. Januar. Der Universitäts-Professor Ulrici ist gestern Abend gestorben. Halberstadt, 12. Januar. In dem benachbarten Osterwieck brach Nachts 1 Uhr Feuer aus, welches in Folge der starken Westwindes schnell um sich griff. Mehr als 30 Häuser sind niedergebrannt, darunter die großen Oeconomien von Hertzer und Fischer. Bedeutende Vorrüthe sind verbrannt. Die benachbarten Feuerwehren wurden telegraphisch zu Hülfe gerufen. Am Mittag war die größte Gefahr beseitigt. Frankreich. Paris, 12. Januar. Der Botschafter Hohenlohe geht am 15. ds. nach Berlin, um dem Kapitel des Schwarzen Adlerordens beizuwohnen. ArraS, 12. Januar. In dem Kohlenbergwerk Ferfay fand eine Explosion schlagender Wetter statt. 7 Todte und 12 Verwundete wurden bereits zu Tage gebracht; 5 andere werden für verloren gehalten. England. London, 12. Januar. Nach Meldung des „Reuter'schen Bureaus" aus Haiphong vom 7. Januar verlautet, Courbet wolle, ohne Verstärkung ab» zuwarten, gegen Bacninh vorrücken. Spanien. Madrid, 12. Januar. In der Deputirtenkammer appellirte der ehemalige Minister und Vorsitzende der Adreß-Commission, Becerra, im Interesse des Gedeihens und der Ruhe des Landes an die versöhnliche Gesinnung der Monarchisten und Liberalen und sagte, Alfons XII. that mehr für die Freiheit Spaniens al» die gesammten Liberalen. Rußland. Petersburg, 12. Januar. Die kaiserliche Familie ist heute in das hiesige Anitschkom-Palais übergesiedelt. Aegypten. Kairo, 12. Jan. Eingeborene Truppen unter Zebehr Pascha schifften sich heute von Suez nach Suakim ein, um die Garnisonen von Tokkar und Sincat zu unterstützen. Sobald diese Operation beendigt ist, sollen sämmtlrche Streitkräfte mit der Expedition Baker Pascha's nach Kairo zurückkehren. — Nach einer Meldung der „Agence Havas" ist der Besehl erthellt worden, Khartum von den egyptischen Truppen zu räumen; die Kanonen sollen vernagelt, die Pulvervorräthe in's Wasser geworfen werden. Wie verlautet, sind alle Anstrengungen auf die Vertheidigung Maffauahs und SuakmiS gerichtet. Amerika. New »Bork, 12. Januar. Der Dampfer „Neckar" ist heate mit der Leiche Lasker's von hier abgegangen. Kigränr- empfieblt Krep ich bei ZuMNok Ab-^ “‘Wflk.i teil* ®f'< »h S'Sfofilcn 'W &*»? ’'11 Äm 28 Dbl-Nfir bi ; $;£$»" E iS^SAt"t. ®'«il iJür« «ti taÄs SSStfö NB^and- bI^d)u larfen^^JL, Der gegen . flt zWÜä) fflitl der Wohnung SLenlS t Bette ab. - Mr . einer Verbrechen einen dingfest gemachten Mat tauffacher bei der Auszählung der (stimmen ausdrücklich conftatirt: Es ist -m Mehr von zwanzig gegen zwölf, so müssen doch zweiunddreißig Theilnehmer aus der Bühne stehen. Wir glauben vor dem Verdachte einer unfreundlichen Gesinnung gegen unser Stadttheater durch unsere bisherige Haltung geschützt zu sein, wir äußern unsere Be- . denken die wir um viele vermehren könnten, nur darum, weil wir die Direction fit ihrem und des Publikums Interesse vor Aufführungen - großartiger Dramen rvarnerr möchten, soviel an uns ist. Was wir wünschen, ist ein gutes Lustspiel und allenfalls, eine gute Posse. Das Haus war dicht besetzt. Gietzen, 14- Januar. Der Gießruec Turnverein feie: te am vergangenen Samsiag im großen Saale des Wenzel's Garten sein Winterfest. SämmtlicheLocalttäten waren bis aut den letzten Platz dicht besetzt. Punkt 8 Uhr wurde das Concert mit dem Tuiner- marsch (1883) von Capellmeister Krauße eröffnet, es wechselten Musikstücke, die Ansprache deS ersten Sprechers Herrn Uhl, sowie Gesangsauffübrungen der Sängn der Bürgergesellschaft mit einander ab. Unter den sonstigen Aufführungen heben wir besonders hervor: Variationen für V oline von David, vorgetragen von Herrn Franz. Bauer die Bergstimme, Doppelqusrtett von V. E. Neßler, Traumbilder, Fantasie mit Esther-Solo von Lumby, Potpourri aus der Operttte „Der Bettelstudent" von Millöcker, sowie Sckmetterlmg, Chor von Solle, welche alle äußerst erheiternd wirkten. Nach einer sehr reichhaltigen Verloosung begann der Tanz, welcher Jung und Alt bis zum frühen Morgen zusammenhirlt, wo man sich mit dem Bewußtsein trennte, ein von ächt turnerischem Geiste beseeltes Fest gefeiert zu haben. Gut Heil! — Wie aus dem Jnseratentheil zu ersehen, sollen die am Samstag Abend in der Garderobe des Wenzel's Garten vertauschten Garderobengegenstände morgen Dienstag Nachmittag in Wenzel's Garten umgetauscht werden. Gießen, 14. Januar, lieber einen in der Nacht vom Freitag zum Samstag auf dem Sclttrtzberg stattgehabten Raubanfall erfahren wir nachstehende zuverlässige M-ttheilungen : Em Bewohner des Seltersbergs begab sich 2V» Uhr Nachts, von einer kleinen Feier heimkchrend-, nach seiner Wohnung. Ja der Nähe d-s Or. Dteffenb a ch- schen Hauses eih'elt der ruhig seines WegS gehende Mann plötzlich von einer vor ihm ouftauchenden Gestalt einen Fauftschlag tn das Gesicht, so daß ihm heftig die Nase blutete. Erschrocken über solches Gebahren, fragte der Angefaüene, was solchrs zu bes deuten habe? Es wurde ihm von dem Strolch, denn als ein solcher stellte sich der Kerl heraus, die Antwort: Sie stehen auch auf meiner List, Sie sind zwar der Schlimmste noch nicht, Sie haben aber Geld und müssen mir solches geben. Der An- gefallene versuchte zu pailamenttren und zu verhandeln, um Zeit zu gewinnen, bam!t er event. eintrefsinde Hülfe erwarten könne. Ec gab dem Strolch ein Fünfmarkstück mit dem Bemerken: Habe ich solches um Euch verdient, daß Ihr mich auf offener Straße anfallt? Doch dieser erflade nach Erhalt des Geldes unter Bedrohung mst einem offenen Taschenmesser: es schickt naui! Nach Erhalt eines 2. Fünf- markstücks wutde von lhm. die Bemerkung laut: es schickt als noch naut! Nun überkam den Angefallenen der Zorn und er packte ftinen Gegner an der Halsbinde, dieser desgleichen, beide sich würgend, der Angefallene laut um Hülfe rufend. Diese wurde ihm denn auch tn Person eines eben heimkehrenden jungen Mannes, welcher in der Nachbarschaft wohnt. Der Strolch entwand sich den Händen feines doch stärkeren Partners und sprang durch den Hof des Rhein-Hofs nach der Hollergasse zu. — Nach sofort am andern (Samstag) Morgen eingelesteten Recherchen konnte der Strolch in der Person eines seither bei einem hiesigen Kohlenhändler beschäftigten Arbeiter mir Namen Martin Wagner aus Geilshausen gebürtig ermittelt und am Samstu'g Abend zur Haft gebracht werden. Die gegen denselben z-ugenden Judicien sind zu gravtrend, daß nicht an dessen Authenticstät gezweifelt werden kann. Wenn wir am Samstag nicht schon die M.ttheilung von vorstehendem Raubanfall brachten, so geschah dieses in der Absicht, erstens ganz Genaues mitzuthetlell und zweitens auch der Untersuchung durch unnützes Vorgreifen nicht zu schaden. Wenn wir ferner über diverse Disbstahlgeschichten, welche bisher in der Stadt curfieten^ Stillschweigen beobachteten, so geschah solches auch nur in der Absicht, unsere Leser nicht unnöthig zu beunruhigen und auch auf der anderen Seite durch etwaiges Aus- plauschen nicht zu schaden. Wir theilen dies als Antwort auf verschiedene an uns gestellte Anfragen mit. Vermischte-. Wien, 11. Januar. sDer Raubmord in der Wechslerftube.l Noch beschäftigte die Entdeckung des Mörders Schenk und der von ihm begangenen Scheußlichkeiten das- Publikum, als die Kunde von einer neuen Schreckensthat die Stadt durcheilte. Gestern Abend um 6 Uhr wurde in der Mariahilferstraße 55, in der Wechselstube von Heinrich Eifert eine schändliche Blutthat verübt. Um halb 6 Uör Abends, es brannte das Gaslicht allenthalben, kamen zwei Männer tn die Wechselstube des Herrn H. Efferts vormals Eifert und Brunn, unb der Eine fragte Herrn Eifert, wie er Rubel nehme? Eifett nannte den Kaufpreis unb der Fremde griff nach der inneren Seitentaschr, als wollte er feine Brieftasche herausnehmen. Eifert sah ibn an und der Fremde warf- ihm eine handvoll Staub unb Sand in die Augen. „Räuber!" schrie der Wechsler und flüchtete nach rückwärts links gegen die Glasthüre, die tn ein kleineres Neben- 06^10(0 führte, wo sich eine alte, beinahe achtzigjährige Dame eben mit den zwei Söhnchen des Bankiers befand, die sie im Französischen unterrichtete. Einer der Männer stürzte dem Flüchtenden nach, holte ihn aber erst tin, als er sich schon außerhalb der Thüre und des Nebengemaches in der Einfahrt innerhalb des Hausthores am Hof- raume befand. Hier schlug her Räuber mit einem Hammer auf den Unglücklichen los, £*?lÄra? ber Schläfe, dann auf den Schädel, schlug ihm das linke Auge unb ein - an der Oberlippe heraus, bis der Wechsler „Mörder! Mörder!" stöhnend niederflürzte. Das Blut quoll ihm über den Kopf unb aus dem Munde. Der Räuber ließ ihn liegen und eilte zurück in das kleine Gemach, mit dem Riegel von innen die spür verschließend. schlug auf die Kinder unb auf die alte Französin mit dem Hammer blindwüthend, wie ein Rasender, los. Der eine Knabe, Rudolf, 9 Jahre alt, erhielt einen Schlag auf den Kopf, daß ihm das quadratische Eisen den Schädel zerschmetterte und er fast augenblicklich tobt blieb, das andere Kind Heinrich. 11 Jahre E/ erhielt einen oder zwei Schläge, die ihn — wahrscheinlich tödtlich — verletzten, ehe es ihm gelang, den Riegel zurückzuschieben unb zu seinem unglücklichen Vater hinauszutaumeln; auch die alte Frau erhielt einen Streifschlag an der linfen Stirn- K Ä-U Moment besinnungslos machte Der Wechsler hatte eine kurze Weile zuvor die alte Bedienerin der Familie, die kleine, noch rüstige 60jährige Frau mnnt?a99irTa r?e2LÄ^er ^s^t nach einem Kistchen, weil er Einsiedegläser versenden nm?die entsetzlich hingestreckten Gestalten und wollte ^Ortdeutnf ftLanftar*e?b' naä) tbr «riff und murmelte: h?r fffnfnhrt griff um sich und an der gelben Wand unter Örj:)& und deutlich der blutige Abdruck seiner Hand sichtbar, wie er sich aufrichten wollte. Die Bedienerin vermochte den großen, etwas mnnnw n Und eilte zum Thor gegen die Gasse, umdenDienst- mann zu Hilfe zu rufen, der dort zu stehen pflegt. In diesem Auaendlick«» fnm der Geschäftsführer der Wessely'schen Etuifabrik und gleich nach ihm ein Agent, Färber, Telegraphische Depeschm, telegr. Corrrspondenr-Brrrea«. London, 13. Januar. Ein Telegramm des „Reuter fchen Bureaus aus Kanton von heute sagt, die Behörden der Provinz Kwangtung trafen ernstliche Kriegsvorbereitungen, zwischen Kanton und der Grenze von Dongktng werde eine telegraphische Verbindung hergestellt, nad) garnn würben betra4t[i4e Truppenoerstärkungen geschickt. Eine Proklamation des Vicekünigs^ fordere dte Bevölkerung auf, sich auf den Krieg vorzubereiten und einen Angriff der Franzosen zurückzuweisen, der Ausruf gedenke schließlich des freundschaftlichen Verhältnisses zu den andern Nationen. , _ „ , Sofia, 13. Januar. Die Minister Stoiloff unv Maschevttsch haben ihre Entlaffung gegeben; wie es heißt, wären Dr. Pamenoff für das ^^6” feutfle der Justiz. Sarafoff für das der^Finanzen designirt. Ein'Mörder von Profession? Wien, 9. Januar. In später Nachtstunde wurde hier eine von der Polizei 0^0^ ®^bhe^“naofHbne/ kannt, welche die höchste Aufregung hervorgeiufen hat unb aUe ©emütber beschäftigt. Wir haben die Verhaftung eines gewissen Hugo Schenk schon gemewct undthestrn nunmehr aus den soeben eingetroffenen Wiener Blättern ausführliche Einzelhetten mit Wie schon berichtet, steht der hier verhaftete Schenk tn dem dringenden Verdacht, den Mord von Dienstmädchen, die er unter Versprechen der Hrirsth on stch -u locken wußte, zu dem Zwecke professionell betrieben zu haben, um sich ^brer Eisparrnffe zu bemäch tigen. Er befolgte die Methode, vorzugsweise die Bekanntschaft älterer Mädchen, von denen er oorauSsetzen durfte, daß sie während einer läneeren zurückaelegt hätten, aufzusuchen und -war zumeist auf dem Wege deS Z^ungSinserates. Wie viel Mordthaten der Unmensch auf seinem Gewissen hat, P ^^„^^ch nicht festgestellt, dagegen besteht bezüglich dreier von ihm begangener Verbrechen anscheinend kein Zwetfel mehr, während zwei weitere Mordthaten ihm ebenfalls zugeschoben WCtt)enaeber die einzelnen Verbrechen ist bis jetzt Folgendes bekannt: Im August 1883 verschwand auf gehetmnißoolle Weise die tn einem angesihenen Hause dienende Köchin Theresia Ketterl, während ihre Dienstherrschait auf Reisen war. D-e Ketteri, eine durchaus solide und verläßliche Frauensperson, hatte ihre säwmtlichcn Piet'-oftn von nicht geringem Werthe und zwei Sparkassenbücher mit 1200 fl. Einlage mitgenommen. Angestellte Nachforschungen ergaben, daß sie auf dem Wege des Inserats dte Bekanntschaft eines Mannes gemacht hatte, der auch in den letzten Tagen vor ihrem Verschwinden mit ihr gesehen worden war; am 4. August 1883 verließ sie das Hous, wie sie angab, um eine Vergnügungsreise zu machen. Sie kehrte nicht mehr zurück. Die Polizei konnte wohl das Signalement des Menschen erlangen, den man mit ihr zusammen gesehen hatte, seiner Person indeffen nicht habhaft werden. Em Lichtstrahl tn die dunkle Gefch chie fiel durch eine Anzüge, welche am 20. December v- I. dem Rossauer Polizei-Commissariat erstattet wurde. Katharina Limas, Köchin, 47 Jahre alt, und deren Nichte Josephine (nach anderen Angaben Katharina) Ttmal, StubenmädchLn, 33 Jahre alt, seien tm Sommer 1883 mit einem gewissen Hugo Schenk, angeblich Bahningenier, nach Krakau abgerefft und hätten ihren Angehörigen bisher keine Nachricht gegeben. Die Anzeige wurde von den Schwestern der jüngeren Timal in Rossau erstattet. Die Aufmeiksamkett deS Polizei'atbs Breitenfeld lenkte sich nun sofort auf den Fall Ketterl und er brachte beide Affairen miteinander in Verbindung. Es wurde bezüglich der beiden Timal Folgendes ermittelt: Bei der Privaten Frau Winkllmann in der Ungargasse stand seit geraumer Zeit die Katharina T'mal, ein sehr hübsches Mädchen, als Stubenmädchen tm Dienste. Neben ihr diente als Extramadchen die ebenfalls hübsche Marte Grausam. Die beiden Mädchen hatten eines Tages den unglücklichen Einfall, ein Inserat in ein hiesiges Journal etnzurücken, in welchem sie angaben, daß sie einige Ersparnisse bei Seite gelegt hätten und sich zu verheirathen wünschten. Aus diese Annonce hin lief ein Antrag des Hugo Schenk ein unb zwar entschloß er sich für die ältere Katharina Timal. Er gab sich für einen led'gen Ingenieur au5, der tm Begriffe sei, einen besseren Posten tn der Provinz anzutreten und sich verheirathen wolle, weil das GasthauSleden zu theuer zu stehen komme. Da Schenk angab, daß er schnell httrathen müsse, mirbt schon nach einem zweiten Briefe desselben der erste Besuch verabredet. Schenk kam das erstemal Anfangs Mai zu Timal, hielt sich jedoch nur sehr kurze Zeit bei ihr auf. Er kam nur noch einmal wieder, aber da blieb er nur bei der Thüie stehen und machte dann einen Spaziergang mit der Timal. Es wurden bann gewisse Zusammenkunftsorte bestimmt, an welchem die Timal den Schenk oufsuchte Schmk schrieb auch unter dem Namen Hamann Siegel an den Budweiser Pfarrer einen Brief m LT-i,i Berner sft* II d« ton ft"> I "'n Stift«; ' gSSSsF ttbtn.romil9 9t«'« &** r°LL ?N^.Samslag pocaliföten waren At dem Tmn.'r, £n9en der SSng-r Pulken heben wir von Herrn Fran» Fantasie BeMlftudentt von t erhelternd lvi.ktin. . 3ung und Alt b!L ,"n trennte, ein von Samstag Abend In vc morgen Dienstag eitag zum SamStag iMenbc zuvrrlSssize )f Nacht?, von einer Or. Dtefsrnbach- i von einer vor ihm Ihm heftig die Nase wa3 solches zu der sicher Hellte sich der Sie find zwar der es gebm. Der An- zu gewinnen, bamt ein Fünfmarksiüik ■ mich auf offener unter Bedrohung ’t eines 2. Füni- als noch naui: i Gegner cm bd t um Hülse rufend, n Manne?, welcher Eine« doch stärkeren ergasse zu. - Nach > der Strolch in du Arbeiter mit Namen ^amsttg Abend zur d zu gravirenb, datz vorstehendem Raub'- genaues mltzutheilen cht zu schaden. Wem der Stadt cursieien, W, durch etwaiges W verschiedene an w. i-l Noch btschMe>' ot durcheilte, g Sä ü-ä $ »SS »-&!* te 5ra^n RudL AM f iisen den SK töbtW.J,, »I- '/,Kr, SM$, Stet «-L-1 ÄS ’Sä'?* XJKEE® Kirchliche Anzeigen der evsngel. Gemeinde. Heute, Montag, Abend 8 Uhr in der Kleinkinderschule: Bibelstunde Apostelgesch. 5, 1—16, Pfarrer Dr. Nauman n. reff lben Etablissements. Beide hatten kaum einen Gedanken über diefich huen bietende Scene gefaßt, als sie durch die Einfahrtsthüre eilten, welche zur Wechselstube führt. Sie laben btr. tobten Knaben, die alte Frau und durch das Glasfenster der inneren Tt-lUe die in den Laden führt, die beiden Räuber. Der Eine raffte eben Gold- und Srlbermünzcn, ein Pocket mit Einser-, eineß mit Fünfer- und Zrhnernoten zusammen, der andere harte aus dem aufliegendm Geschäftsbuche Blätter gertssrn, die er eben an ber Gasflamme über dem Vetkaufsttsche Derbrennen wollte, wahrscheinlich, um dte eingetragenen nachweisenden Consignationszisiern der geraubten Papiere zu vernichten. D'e beiden Obengenannten wollten nun durch die Thüre in das Geschästölokal dringen, allein die Thüre war von den Räubern versperrt worden, welche nunmehr rasch durch den Haupteingang die Flucht auf die Straße ergriffen. Im Spital, wohin man alsbald die Verwundeten brachte, wurde Herrn Eifert das in Folge eines Axthiebes zer- ftörte Auge herausgenommen Auch die Leiche deS Kindes wurde behufs Vornahme der gerichtlichen Obbuction tn das Allgemeine Krankenhaus gebracht. — Nach Angabe der Polizei, welche sich u. 81. auf eine Vernehmung EffeitS stützt, sollen dres Personen an dem Attentate bclh-tstgt g.wesen sein, von denen einer bet der Thüre aus der Straße Wach- stand. Einer der THSIer, ungesühr 24 b S 28 Jahre alt, ist groß, hat s-stutzt-n Backenbart, ist brestschultertg, trug dunklen Wmterrock und entfloh in der Richtung gkgm Sechsbaus. Der Zweite, ungeiLhr 25 bl« 28 Jahre alt, der Erscheinung nach mittelgroß, hat ziemlich volles G-sicht. rothdlonde« Saar Anflug von blondem Schnurrbart, trug da? Haar In die Sstrne gekämmt und war mit blau-grauem, lichten Wmterrock und kleinem, mit schwarzer Krimpe versehenen Hut bekleidet. Er hatte Ringe an den Kingern, sprach den Wiener Dialrct und machte den Eindruck eine« K-lln-rS. Von dem dritten Eompl cen fehlt j-d- Personenbeschretbung. Daß die Mörder -ntkomm-n konnten, gehört za jenen Rätbs-in, die alle größeren Cr>mtnalbegeb-nh-tt'n aufzuwelsen vstea'N Männer, di- über und über mit dem Blute ihrer Opfer besudelt sind, deren blutbefleckte« A-uher- mit G-wchb-tt -rrgthen läßt, daß etwaS Außerord-ntttch.S geschehen sei, können in Wum um 6 Uhr AdendS, zu einer Zeit «Iso, wo die Pulse des össentlich'N Verkehres am lebhaftesten schlagen, eine volkbel-bt- Straße passtren, ohne daß sie Jemand anhiellk, ohne daß Jemand eine Frage an sie rtStetr. Ob man In der Tbat in Wien bezw. In Stuttgart die frechen Raubmörder ergriffen hat, muß sich noch erwetsen. Dte Polizei hat die folgende Kundmachung etlaffen: ES wird zur K-nntniß gebracht, daß In der Wechselstube des Heinrich Effert nachv-r,-,chn-t- Staats- reiv. Banknoten geraubt wurden: 10 Stück d 10 fl., 16 Stück d 50 fl,16 Stück L 100 fl. und wahrscheinlich 100 Stück i> 1 fl , ferner fehlen diverse Silber- und Kupfermünzen. (Fr- Zig ) — [Der Mädchenmorder Schenk.) In Bezug auf den Gang der Ermittelung des Raubmörders Schenk ist noch Folgendes nachzutragen: Der eiste glückliche Griff der Polizeibehörde bestand darin, daß sie die Anzeige von dem Verschwinden der Katharina und Josefin- Tims! (w