KrarrPrinWn irtum der ßarmstadt raße 35. ton schmerz- R unb Tante, m Dank Körber. hiiii • Stiem aber stau JM8 Uhr. 56^5993 Nltmbtr: t eina. )et freuitbli^} ein istwirlh. G. anb^ aWnn »le 13 «W** MS flttT600T ie Modenveli. WstrirteMWM loilette unbNb: irbeiten. Me W ine Kummer. PmS ieiteljährlich - 75 Kr. Jährl^ rfdi einen: . MMemmüTor- itenu.H°nd°rbckZ haltend ßefleii2000 Mdungennn,^ a nanze Gebiet her Mftr W >5Ä LsZ S-xL« rpebft I Opern- g. $ien b stersr Donners« a) SÜnftltrfd)uk. 0) Vorbereitung- . fcitrUtjrtT u. tgenbe Unterrichte k des ClavierspielS, : Unterricht zu vtt- ^Fom, geistiger In: ^rung), Chorgesang, efthetik 11. Literatur- el imit Violine und ’.50 Diertelj. durch Verwalter 5986 ireftor: tin Wallenstein, ammervinuos. )a8 verbreitetste aller -bauvt^autzerdeul er- Fin zvöls fteivdea als. Zwett-S Blatt. Sonntag den 14. September 1834 siebener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für dm Kreis Gießen. Schulstraße 7. Gießen, 13. September. Die bevorstehende Monarchen - Begegnung in Skieruiewice bildete schon in der abgelausenen Woche den eigentlichen Mittelpunkt der politischen Discussion und wird dies auch in der kommenden Woche sein, da nach den bisherigen Dispositionen in den ersten Tagen derselben die Zusammenkunft zwischen den Kaisern von Oesterreich und Rußland erfolgen soll. Heber die Theilnahme Kaiser Wilhelms an derselben ist auch jetzt noch nichts Bestimmtes bekannt und dürfte von dem Gesundheitszustände des greisen Monarchen alles Weitere nach dieser Richtung hin abhängen. Die Zahl der Versionen über die Zwecke und die Bedeutung der Kaiser-Zusammenkunft ist Legion und es wäre em vergebliches Bemühen, sie alle hier zufammenzuzählen, jedenfalls wird sie aber dazu beitragen, das Vertrauen der Völker auf den ftiedlichen Zustand der Dinge in Europa zu stärken und zugleich das Einvernehmen Deutschlands und Oesterreich-Ungarns mit Rußland aller Welt ad oculos zu demonstnren. lieber die Abreise des Kaisers zu den großen Manöoern am Rhein scheinen ebenfalls noch keine bestimmten Dispositionen getroffen zu sein. Dagegen verlautet jetzt mit einer gewissen Entschiedenheit, daß aus ärztliches Anrathen der oberste Kriegsherr in diesem Jahre den Kaiser-Manövern nicht in ihrem vollen Umfange folgen, sondern nur die Paraden über die beiden hierbei betheiligten Armee-Corps, das 7. und 8., abnehmen wird. Dagegen gedenkt der Kaiser den ihm zu Ehren von den rheinischen und westfälischen Ständen geplanten Fesilichkeiten beizuwohnen, von denen namentlich das Ständesest in Düsseldorf und das von der Stadt Münster gebotene Kaiserdiner durch die als gewiß geltende Betheiligung des Reichskanzlers Fürsten Bismarck und der meisten Mitglieder des preußischen Ministeriums eine besondere Bedeutung tragen werden. Zwei Versammlungen von ganz verschiedenem Charakter haben in dieser Woche stattgefunden: In Breslau tagte die 8. Versammlung der Katholiken Schlesiens und in Wiesbaden die 38. General-Versammlung des Gustav-Adolf-Vereins. In der Breslauer Versammlung wurde stark m Wahl- und Social-Politik gemacht und dabei ganz energisch gegen die „Versumpfung des Culturkampses" losgezogen. Aehnliche Erörterungen lagen natürlich dem Charakter der Wiesbadener Versammlung durchaus fern; mit vollem Herzen kann man aber dem Telegramm beistimmen, welches die Versammlung an den Se. Maj. den Kaiser gerichtet hat und welches wörtlich lautet: „Am Fuße des Niederwaldes, den Ew. Majestät für immer dem deutschen Volke zur herzerhe- benden Wallfahrtsstätte gemacht hat, bringt soeben die 38. Hauptversammlung des Gesammtvereins der Gustav-Adolf-Stiftung, Männer aus Alldeutschland und weiter her, dem allgeliebten und alloerehrten Kaiser aus tiefstem patriotischem Herzen ein begeistertes Hoch und gestattet sich, ihren ehrfurchtvollsten Gruß zu den Füßen des erhabenen Protektors der Gusiav-Adolf-Sache niederzulegen." Aus West.Afrika find in dieser Molche zwei Nachrichten schr verschiedenen Inhalts zu verzeichnen. Die eine betrifft die Zerstörung deutscher Flaggenstangen an der Goldküste durch englische Agenten und Neger, sowie die Jnsultirung des provisorischen Vertreters der deutschen Regierung in Cameruns- land, Dr. Buchner, durch Eingeborene, welche Vorgänge sämmüich eine strenge Ahndung heischen. Die andere Nachricht besteht in der erhebenden Mitthellung, daß durch das Kriegsschiff „Möoe" ein weiteres großes Territorium in Süd- west-Asrika, nördlich von Angra-Pequena, unter deutschen Schutz gestellt worden ist. rr m . . Nachdem in Oesterreich die lang ausgedehnte Landtagswahl-Penode kürzlich mit den Salzburger Wahlen chr Ende erreicht hat, sind am Dienstag die Landtage Böhmens, der Steiermark, Krains und Schlesiens zu ihrer regel* mäßigen Jahres-Session zusammengetreten. Das meiste Interesse wendet sich dem böhmischen Landtage zu, aus welchem sich Deutsche und Czechen schroff gegenüberstehen; doch ist vorläufig von Zwischenfällen aus der Prager Laud- siube noch nichts zu berichten. — Bemerkenswerth erscheint eine Rede, welche Vermischtes Sranffstt a M-, 9. September. Der deutsch- Rosen,üchter-Beeeta wirb sich dahier am 20. b. M. Im Wintergarten ,u einem Die hie- figen Bicker Haden am Mittwoch die Biodtoxe ermißigt und die Brodsttdriken find am I Freitag diesem guten Beispiele gefolgt der ungarische Ministerpräsident, Herr Tisza, dieser Tage vor seinen Wählern in Großwardein gehalten hat. Dieselbe enthält gewissermaßen das künftige Regierungs-Programm des Herrn Tisza, aus welchem folgende Punkte hervorzuheben sind: Herstellung des Gleichgewichts im Staatshaushalte, außerordentliche Maßregeln gegen nationale, confessionelle und socialistische Wühlereien, Reform des Oberhauses innerhalb bestimmter Grenzen und Verlängerung der Mandats- dauer der Abgeordneten aus 5 Jahre- In Bezug auf die auswärtige Politik versicherte Tisza, daß nach menschlicher Voraussicht der europäische Friede dauernd gesichert sei; da der unganfäe Mtmüerprdrtbent her Jschter Kaiser-Begegnung beigewohnt hat, so entbehrt feine Versicherung nicht eines gewissen Gewichtes. lf . .. r _ x Hebet den sranzosisch-chinesischen Confltct lag in dieser Woche wenig Neues vor. Daß indessen die Chinesen, nach wie vor hartnäckigen Sinnes sind, beweist die Nachricht, daß die Chinesen die Operationen für Absperrung der Einfahrt des Woosung - Flusses bereits durch Versenken von Kähnen, die mit Steinen gefüllt sind, begonnen haben. In Frankreich herrscht eine ziemlich mißmuthige Stimmung und sieht man mit besonderer Hngeduld den weiteren Meldungen des Admirals Courbet entgegen. _ L. ,c Aus England liegt als wichtige Nachricht zur Zeit die Ernennung des britischen Botschafters in Konstantinopel, Lord Dufferin s, zum Vicekömg von Indien vor. Derselbe wird sich am 16. d.M. nach London begeben und im December in Calcutta eintreffen. Die Ernennung Lord Duffenns zum Vicekönig von Indien scheint darauf hinzudeuten, daß m der Verwaltung dieser größten aller überseeischen Besitzungen Englands einschneidende Veränderungen bevorstehen. r . ~ . - ->n Italien beherrscht die Cholera-Calamität völlig das Tagesmtereffe. Wahrend der letzten acht Tage waren die Blicke des Landes vorzugsweise nach Neapel gerichtet, welches in ganz besonderer Weise von der furchtbaren Seuche heimgesucht wird. König Humbert hat während seiner mehrtägigen An- Wesenheit in Neapel immer neue Beweise eines seltenen hohen moralischen Muthes gegeben, und wurde er überall, wo er sich zeigte, nut begeisterten Hochrufen empfangen. Im Hebrigen geben die Nachrichten aus der schwer heim- gesuchten Stadt ein erschütterndes Blld der durch die Cholera hervorgerusenen 3Ußm®at clericale Cabinet Malou in Belgien hat, nachdem die Schulaesetzvorlage nun auch vom Senat ganz in der Fassung der Deputaten- kammer angenommen worden ist, mit dem Zustandekommen des neuen Schul- gesetzes einen entschiedenen Triumph über seine liberalen Gegner gefeiert. Der Wiederholung ähnlicher Vorgänge, wie der Brüsseler Exceffe, soll durch verschiedene legislatorische Maßnahmen vorgebeugt werden. , Der Besuch des russischen Karserpaares rn Warschau ist bis jetzt in der gelungensten Weise verlaufen. Die Bevölkerung der polnischen Hauptstadt bringt dem kaiserlichen Paare entschieden Sympathie entgegen und begrüßt dasselbe bei jedem Anlaß auf s Herzlichste. Man darf demnach erwarten, daß der Czar und seine Gemahlin nur bte angenehmsten Eindrücke von Warschau hinwegnehmen werden. , Die Vertrauenspersonen des englischen Cabinets, Lord Northdrook und General Wolseley, sind am Dienstag in Kairo eingetroffen. Lord Northdrook wurde am Mittwoch vom Khedive empsangen, dem der Lord seine Beglaubigung als Obercommissar Englands überreichte und wobei er bte eqvptische Regierung um ihre Unterstützung seiner Mission, namentlich was die Regelung der finanziellen Schwierigkeiten anbelange, bat. Der Khedive sprach sich nach der Audienz sehr befriedigt über bte Erklärungen Rorth- brook's aus. ______________________ ___________________— Betreffend: Die Verwendung der bei der Landes-Waiseu-Anstalt eingehenden milden Gaben zum Vortheil der Waisen. _ «rrii vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit vrtngerlahn Erscheint tx^liÄ ont xwneyne be5 Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 56 Pf. HÄ in'l882-83 22“” «u‘ >»-- '» »>->-» ««« anftalt ^^Waisenkmd, melfr &W5 beb"e SS?fen''unb °ander? V°rgänge lassen daraus schließeu daß jene bereit früher veröffentlichte Anordnung ?m Publikum immer noch nicht die wünfchenSwerthe Verbreitung gefunden hat und bringen wir dieselbe daher — Die Deutsche Gesellschaft für Rettung Schiffbrüchiger versendet ihren Jahresbericht welcher Zeugmß ablegt von der erfolgreichen Wirksamkeit diese« unter dem Protektorate des Kaisers stehenden gemeinnützigen Unternehmend, sowie von dem zunehmenden Interesse, welches ihm allerorts tm Reiche zugewandt wird. Die Zahl der von der Gesellschaft errichteten Rettungsstationen beläuft sich jetzt auf 88 (41 an der Nordsee und 47 an der Ostsee). Durch dieselben sind tm vergangenen Jahre in vierzehn Fällen 88 Personen gerettet worden. Die Gesammtzahl der Personen, welche der Gesellschaft die Rettung ihres Lebens verdanken, belief sich bis Ende März 1884 aut l^^ermershelm, 4. September. Eine schreckliche Scene spielte sich heute Mittag auf dem Bahnhofe zu Bellheim ab. Ein von Straßburg kommender Zug mit Reservisten aus dem Elsaß führte einen Mann mit sich, der in etwas angetrunkenem Zustande Skandal machte, so daß der Feldwebel den Ruhestörer pflichtgemäß zurecht- wieS. Sofort zog der Zurechtgewiesene einen Dolch, versetzte dem Feldwebel zwei Stiche in die Herzgegend und nahm Reißaus. Seine Kameraden eilten ihm noch, fingen ihn ein, banden ihn mit Stricken und prügelten ihn dermaßen, daß seine Gesichtszüge nicht mehr erkenntlich waren. Nachdem dem unglücklichen Feldwebel ein Nothverband angelegt war, ging der Transport weiter hierher; es wurde der Gestochene in's MtlitärhoSpttal verbracht und erlag am Abend seinen tödtlichen Wunden. Der Thäter wurde durch die Militärbehörde daselbst verhaftet. Wiesbaden, 8. September. Der Wein-Consum in der Festhalle unter den Eichen während deS 15. Mittslrheinischen Turnfestes beziffert sich nach der jetzt end- giltig festgestellten Abrechnung auf: a. 4180 Flaschen und 809 halbe Flaschen Niersteiner, 4586 Flaschen und 837 halbe Flaschen Turnerwein, b. 377 Flaschen und 252 halbe Flaschen Rüdesheimer Rottland und 47 Flaschen Bordeaux, c. 383 Flaschen und 239 halbe Flaschen rother Ober-Ingelheimer. Im Ganzen sind also (außer Selterswasser, Champagner, Cognac re.) 9573 ganze und 2137 halbe Flaschen Wein in der Feftballe getrunk-n worden. Der Gesammterlös aus den Weinen beziffert sich auf 19 517.15 Mark- An Bier wurden auf dem Fefiplatze während der sechs Festtage über 300 Hectoliter consumirt. Soweit fich bis jetzt das Gesammtverhültniß aller Einnahmen zu allen Ausgaben übersehen läßt, dürfte dos Fest einen Emnahme- Ueberschuß von etwas über 9000 Mark ergeben. Bon diesem Ueberschusse erhält nach getroffener Uebereinkunft der ältere Turnverein 3/6» der Männer.Turnveretn %, die Turngeskllschaft Vs* Greiz, 7. September. Als der regierende Fürst Reuß ä. L- gestern Abend im Begriff war, nach Schloß Waidhaus zur Jagd zu fahren, wurde das Gefähtt des Fürsten im Walde von zwei jungen Leuten angefallen, welche den Pferden in die Zügel fiele« und auf Kutscher und Leibjäger mit ihren Stöcken etnschlugeu; der Kutscher wehrte sich -war so gut es ging mit der Peitsche, doch trug er immerhin ganz erhebliche Verletzungen im Gesicht und auf dem Kopfe davon. Schließlich drohte der Fürst, von seinem Jagdgewehr Gebrauch zu machen, worauf die Vagabunden in den Wald entflohen. Dieselben wurden heute Vormittag in dem früheren Reitknecht Geßner und dem Kutscher Günther entdeckt und zur Haft gebracht. — Zwei der Landwehrlmte, welche sich kürzlich bet der Landwehrübung weigerten, in einem Viehwagen zu fahren und sich dteserhalb telegraphisch an den Kaiser wendeten, sind zu je 8 Jahren Festung verurtheilt worden. Die Bestrafung des dritten, des Rädelsführers, ist roch nicht erfolgt. Hamburg, 8. September. Die „Hamb. Börsenhall'" meldet nach via Liverpool eingegangenen Berichten, daß die von Dr. Nochtigal an der Goldküste aufgepflanzten neuen deutschen Grenzpfähle am 6. August umgehauen und zerbrochen seien, einer durch einen englischen Beamten, ein zweiter durch einen Neger. Dasselbe Blatt meldet, Doctor Buchner, der als provisorischer Gouverneur in Kamerun zurückgclassen war, sei von den Negern insulttrt. Er erreichte unverletzt eine deutsche Factorei. — Herr Lüderitz warnt wiederholt vor übereilter Auswanderung nach Angra Pequena. An den Redacteur der „Colontalzeitung" schreibt Herr Lüderitz unterm 13. August: „Die Zeitungsnachricht, wonach ick beabsichtigen soll, eine Farm in Bethanien zu errichten und tüchtige Landwtrthe dafür zu engagiren, ist nicht von mir ausgegang-n. Es beruht diese Nachricht daher auf einem Jrrthum. An eine Colonisation meines Besitzthums in Südwestafrika «st vorläufig nicht zu denken, da ich erst damit beschäftigt bin, das Land nach jeder Richtung hin durchforschen zu lassen. Später soll dann mit Bergbau begonnen und die Anlage von Verkehrswegen, Bohrungen auf Trinkwasser rc. in Angriff genommen werden. Wenn dies so weit gekommen, läßt sich nach und nach dann eine Colonisation ins Werk setzen." Lambrecht. 7. September. DaS 10jährige Töchterchen deS TagnerS Langen, bacher auS Neidenfels war gestern mit dem Femrschüren beschäftigt und hatte zur Förderung des Feuers Erdöl htnetngegosseu. Plötzlich schlug die Flamme zur Ofen» thüre heraus, erfaßte die Kleider deS Mädchens und tm Augenblick stand das arme und allein tm Hause befindliche Kind in Flammen. Da unglücklicher Wesse auf das Geschrei desselben hin nicht sogleich Jemand zu Hilfe kam und sie selbst k.'in Er- stickungsmtttel des Feuers wußte, wurde sie von der Flamme derart zugerichtet, daß keine Spur von Haut mehr, sondern nur daS nackte Fletsch und schwere Brandwunden an ibr zu sehen waren. Das^arme Kind ist seinen schmerzvollen Wunden heute ftüh um 5 Uhr erlegen. - (Größenverhältnisse von Fefisälenss Durch mehrere Zeitungen ging jüngst wieder eine Mitthetlung über die Größenverhältnssse einer Reihe von Sälen Deuisch- lands und wurde dabei die Stadlhalle in Mainz mit 1337 OMeter als größter Saal bezeichnet. Dem ist jedoch nicht so. Der größte Saal Süddeutschlands ist die Stuttgarter Gewerbe- und Festhalle, die einen Raum von 3094 lü Meter umfaßt. Dieser folgt die Karlsruher Festhalle mit 1629 Q Meter und dann kommt in 3. Lmie erst die Mainzer Stadthalle mit 1457 LH Meter. Handel und Verkehr. - Falsche Fünfzigmarkscheine scheinen in größeren Mengen verbreitet zu sein, wenn sie auch namentlich im Königreich Sachsen zur Ausgabe gelangt sind. Die Nachbildung ist eine äußerst kunstfertige und das ficherste Merkmal, die Echtheit der Scheine zu erkennen, ist folgendes: Das starke mit einem Faserstreifen versehene Papier der echten Scheine ist durch Aufeinanderkleben zweier Papierblätter in der Weise nachgeahmt, daß ein Blatt gewöhnlichen Schreibpapiers an der betreffenden Stelle blau angetuscht, mit Fasern und Haaren bestreut und bann mit einem zwetten Blatt feinen Seidenpapiers überklebt ist. Die beiden zusammengeklebten Diätter lösen sich durch Befeuchtung mit lauwarmem Wassrr von einander und kann die Fälschung daher durch Eintauchung einer Ecke des Scheines in lauwarmes Wasser sehr leicht erkannt werden. Berlin, 10. September. In den seit einiger Zeit jährlich im Arbeits-Mini- stcrium stattfindenden Conserenzen der Eismbahn-Verwaltungen über Maßnahmen zur weiteren Erhöhung der Sicherheit des Eisenbahnbetriebes ist auch wiederholt di« Frage erörtert worden, wie am besten die Verbindung zwischen den Reisenden und dem Zugpersonal eines in der Fahrt begriffenen Eisenbahnzuges herzustellen sei. Da die Erfahrung bewiesen hat, daß von allen bisherigen Einrichtungen sich durchgehende Zugleinen, die seitwärts an den Außenseiten der Wagen angebracht sind, am beste« bewähren, so hat der ArbeitSminister in einer Verfügung bestimmt, daß btS October d. I. alle schnellfahrenden Züge und bis October 1885 alle übrigen Personenzüge der Hauptbahnen mit der normalen seitlichen Zugleine ausgerüstet sein müssen. Die mit der Dampfpfeife der Locomolive in Verbindung zu setzende Leine ist auf der in der Fahrtrichtung rechiS gelegenen Seite anzubringen. Das Vorhandensein dieses Nolhsignals soll durch Anbrtngen von Plakaten in d-n Coupäs angezeigt werden. Stuttgart, 4. September. sAllgemeiner Deutscher Versicheruvgsvereinss Im Monat Juli 1884 wurden 448 Schabenfälle angemeldet und zwar 321 äußere Der, lktzungen und 54 innerliche Erkrankungen. Von den Unfällen hatten 5 den sofortigen Tod und 27 eine gänzliche oder theilweise Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekasse starben im Monat Juli 20. Neu ausgenommen in den Verein wurden in diesem Monate 1838 Personen. Alle vor dem 1. Mai 1884 eingetretenen Schäden incl. der Todes- und Jnvaliditätsfälle find bis auf die von 23 noch nicht genesenen Personen vollständig regulirt. — Im Monat August 1884 wurden 443 Schadenfälle angemeldet und zwar 396 äußere Verletzungen und 43 innerliche Erkrankungen. Von den Unfällen hatten 6 dm sofortigen Tod und 26 eine gänzliche oder theilweise Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekasse starben tm Monat August 21. Neu ausgenommen in den Verein wurden in diesem Monate 3338 Personen. Alle vordem 1. Juni 1884 eingetretenen Schäden incl. der Todes- und Jnvaliditätsfälle sind bi« auf die von 28 noch nicht genesenen Personen vollständig regulirt. 5974 Dienstag d. 16.1. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, sollen im alten Rathhause versteigert werden: «X Erd- und Planierarbeit, veranschlagt zu 1205 Maurerarbeit, veranschl. zu 400 Steinhauerarbeit, „ „ 808 Schlofferarbeit, „ „ 189 Basaltsteinlieferung, „ „ 255 Steinfuhrlohn, „ „ 852 Chaussirarbeit, „ „ 504 Pflästererarbeit, „ „ 1903 Gießen, den 11. September 1884. Kroßh. Bürgermeisterei Gießen. 5934 A. Bramm. IeikgeSotmes. Neue ZTSaOheringe^Z 84. Fang, in schönster Waare versendet das Postfaß von ca. 10 Pfund von 40 bis 50 Stück aarantirt, zu 3 Mark franco Postnachnahme. P. Brotzen, Cröslin a/d. Ostsee, 5543 Regbz. Stralsund. I» neues GriinKorn pr. Pfund 33 Pfg., bei größerer Abnahme billiger. H. F. Nassauer, 5938 Kreuz 6. Meidinger Mllofen gebrarrcht,billig abzugeben bei 5813 Martin Scheel. Allgemeiner Anzeiger. 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