C. 188 R Donnerstag den 13. November Nr. 266 Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Marl 56 VvrvG«r «chuk^raße 7. Politische Ueberficht. GieHen, 12. November. Nur sehr langsam vervollständigt sich das Tableau der Stichwahlen und erst der kommende Samstag wird uns den Abschluß derselben bringen. Es läßt stch daher noch gar nicht sagen, welche Partei am meisten Ursache hat, mit den Stichwahlen zufrieden zu sein. Nur die Socialdemokraten können Dies schon jetzt sagen, leider, leider; Elberfeld, Offenbach, Frankfurt a. M., Breslau Ost, Breslau West und Solingen find ihnen in der engeren Wahl bereits zugefallen und weitere Erfolge sind ihnen sicher, wie z. B. Hafenclever , im 6. Berliner Wahlkreise ohne Frage durchdringen wird, zumal da hier die Fortschrittler von vornherein die Flinte in's Korn werfen wollen. Bis jetzt haben die Deutsch- freisinnigen in den engeren Wahlen etwa ein Dutzend Sitze errungen, ob sie noch ein weiteres Dutzend dazu bekommen werden, um so wenigstens einigermaßen den Ausfall im ersten Wahlgange zu decken, muß freilich erst abgewartet werden. Die Nationalliberalen haben dagegen bis zur Stunde wenig Glück gehabt, nur Darmstadt, Karlsruhe, Bruchsal und Duisburg sind ihnen zugefallen, von den sechs pfälzischen Wahlkreisen haben sie einen, Kaiserslautern, an die Volkspartei verloren. In Siegen ist Stöcker gegenüber dem deutschfrei, sinnigen Schmidt gewählt worden. e Dem Bundesrathe ist soeben der Entwurf eines Gesetzes, betr.^rr Feststellung eines Nachtrags zum Reichshaushalts-Etat für das Etatsjahr 1884/85, ruqeganaen. Es werden 180,000 JL zum Bau eines KüstendampferS und einer Dampfbarkaffe für den Gouverneur in dem Gebiete von Kamerun gefordert. In der Erläuterung heißt es: „Für den Verkehr der an der westasrikanischen Küste im Gebiete von Kamerun Handels-Niederlassungen besitzenden deutschen Firmen mit der Vertretung des Reichs ist aus diesen Firmen in Hamburg ein Syndikat gebildet worden, durch deffen Vermittelung die Wünsche und Anträge der ersteren vorgetragen werden sollen. Dieses Syndikat hat die Einsetzung eines Gouverneurs für das unter deutschen Schutz gestellte Gebiet von Kamerun und für denselben die Beschaffung eines Küstendampfers, sowie einer Dampfbarkasse für den Flußdienst als wünschenswerth bezeichnet, Maßregeln, welche als nothwendig zur Ausübung des kaiserlichen Schutzrechts anerkannt werden muffen. Der Küstendampfer soll, den localen Verhältniffen entsprechend, nach dem Composite-System (Eisenspanten mit Holzbeplankung, gekupfert) hergestellt werden. Die Kosten eines solchen Dampfers sind aus 150,000 JL, die einer Dampfbarkaffe auf 30,000 zu veranschlagen. Die unverbosfte Energie und Selbstständigkeit, welche der französische Senat bei der Berathung des Wahlgesetzes entwickelt hat, erregt baß Verwunderung. Der Senat hat nämlich die bisher geltende Bestimmung, daß 75 Senatoren durch den Senat selbst zu wählen seien, beibehalten, nur mit der Einschränkung, daß deren Mandate nur auf 9 Jahre, nicht wie bisher, auf Lebenszeit, gelten sollen. In Folge dieses Votums muß der ganze Gesetz- entwurf umgeändert werden und ist er deshalb an die Commission zurückverwiesen worden. Es erscheint indeffen nicht glaublich, daß die erwähnte Bestimmung, selbst mit der vom Senate beschloffenen Einschränkung, die Zustimmung der Deputirtenkammer finden wird, da sich auch in den Kreisen der gemäßigten Republikaner große Abneigung gegen das seitherige Cooptationsrecht des Senats kund giebt. Es wird daher dem Senate nichts übrig bleiben, als auf dieses Recht zu verzichten, wenn er nicht einen Conflict der allerschwersten Art her- vorrufen will. Bei der am Samstag fortgesetzten Berathung des Wahlgesetzentwurfs lehnte der Senat einen Antrag Naquet's auf directe Wahl der Senatoren nach dem Listenscrutinium unter Anwendung des allgemeinen Wahlrechts ab. — Die Cholera macht in Paris bedenkliche Fortschritte; so wurden in der Zeit von Freitag Nachts 12 Uhr bis Samstag Nachts 12 Uhr 70 neue Cholerafälle, davon 8 mit tödtlickem Ausgange, gemeldet. Diese im Verhältniß zu den Erkrankungen niedrige Ziffer der Todesfälle würde allerdings auf einen ziemlich gutartigen Charakter der Seuche hindeuten. Uebrigens werden auch aus der Umgegend von Paris, z. B. aus Montreuil, Cholerafälle gemeldet. Lord Northbrook ist zur Stunde von seiner egyptischen Mission wieder in London eingetroffen. Was er indeffen mit der Regierung des Khe- dive vereinbart hat, ist noch in ein gewisses Dunkel gehüllt und sind alle hierüber coursirenden Mittheilungen mehr oder weniger als Gerüchte zu betrachten Der „Obssrver" will wissen, daß Lord Northbrook vorschlagen werde,' der egyptischen Regierung einen Vorschuß von 8 Mill. Pfd. Sterl. zu gewähren den Tilgungsfonds zu suspendiren, den Zinsfuß der im Besitze Englands befindlichen Suezkanal-Actien herabzusetzen, die Kosten für die Occupations- Armee theilweise auf England zu übertragen und dem erwähnten Darlehn den Vorrang vor den bestehenden Anleihen, ausgenommen die Domanial-Anleihe, Betreffend: Die Einsendung der Sterbsallszählkarten. An die Grostherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises Wresten. Ein großer Theil von Ihnen fiat die Sterbsallszählkarten und Todeszeugnisse aus den Monaten September und October noch nicht hierher abgegeben. Wir fordern Sie auf, dieselben alsbald einzusenden. „ , ra. , Gießen, den 12. November 1884. Großherzogluhes Kreis-Gesundheitsamt Gießen. ■ vr. Glasor. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint tSOttch mit »«Snchme «»ntchsS. ......IW lf einzuräumen. Nun, dar wären ja im Allgemeinen recht vernünftige Vorschläge zur Linderung der egyptischen Finanzmisöre! In den leitenden Pariser und Londoner Kreisen beschäftigt man sich eifrig mit der bevorstehenden westasrikanischen Conserenz. Die fran- zösische Politik möchte vor Eröffnung der Conserenz-Verhandlungen eine Ver- ständigung über die Abgrenzung der Territorien Frankreichs und des Besitzes der internationalen afrikanischen Gesellschaft im Congobecken herbeiführen, und würden dem „TempS" zufolge zu diesem Zwecke in dieser Woche im Pariser auswärtigen Amt mit den Vertretern der Congo-Gesellschaft Besprechungen gepflogen werden. — Dem englischen Unterhause demonstrirte aut Freitag der Unterstaatssecretär Fitzmaurice, daß die Frage des Handels im Nigerbecken nicht in die Zahl der Verhandlungs-Gegenstände der Berliner Conferenz einbe- griffen ist. , Nach den letzten Kabeldepeschen unterliegt es keinem Zweifel, daß Mr. Cleveland, der demokratische Candidat, als künstiger Präsident der Ver- einigten Staaten gelten kann. Cleveland hat bereits 219 Electoral-Stimmen. im Gegensatz zu Blaine, welcher bis jetzt nur 182 hat. Da zur Wahl des Präsidenten mindestens 201 Stimmen der Vertreter der einzelnen Unionsstaaten erforderlich sind und Cleveland diese Zahl schon um 18 Stimmen überschritten hat, so ist an feiner Wahl nicht mehr zu zweiseln. Berlin, 10. November. Das von der „Nordd. Allg. Zlg." mitge- theilte Cirkular, welches der Herzog von Cumberland an all- deutsche Fürsten, den Kaiser ausgenommen, und an die freien Städte gerichtet hat, lautet wie folgt: Eurer.... habe Ich Mich beehrt, durch Mein Schreiben vom 18. p Mts den Antritt der Regierung des Mir zugefallenen HerzogthumS Braun- schweig anzuzeigen, unter Beilegung einer Abschrift des Patentes, mittelst deffen Ich diesen Regierungsantritt rechtsförmlich erklärt habe. Das Patent hatte Ich dem Staatsministerium in Braunschweig zur Contrasignirung und Publikation zugesendet. „ . .. Aus den in Abschrift beigelegten Aktenstücken, einer Erwiderung des Staalsministeriums an Mich de dato 22. v. Mts., der darin in Bezug genom- menen Kundgebung des preußischen Generalmajors Freiherr v. Hilgers de dato 18. v. Mts. und Meinem Erlasse an das Staalsministermni vom 2. d. Mts. bitte Ich Eure .... gefälligst entnehmen zu wollen, daß und wiefern es in Braunschweig Anstand gefunden hat, Meinen Auftrag der Contrasignirung und Publikation Meines Patents vom 18. October d. Js. zu vollziehen und was Ich dem Staatsministerium in Braunschweig daraus weiter zu erkennen gegeben habe. , , m . ,n c- Die Ausübung Meiner Regierung im Herzogthum Braunschweig ist hiernach zur Zeit aus Hindernisse gestoßen. , t„ .. Das Recht aber Meiner Thronfolge steht nach Landesverfaffuug und fürstlicher Familienordnung fest und ist von keiner Seite angefochten.. Ebensowenig steht Meiner persönlichen Thronfolgefähigkeit irgend welches rechtliche Bedenken entgegen. Die Versagung Meiner Anerkennung und bie Hinderung Meiner Regierung als Herzog von Braunschweig würde daher von Reichswegen nicht ohne einen Eingriff in die Rechtsordnung, auf welcher das deutsche Reich selbst be- ruht, möglich sein, einen Eingriff, zu welchem die Reichsversassung keine Ermäch. tigung giebt und welcher um so bedeutender und gefährlicher fern würde, als er mit der Beeinträchtigung Meines souveränen Fürstenrechts zugleich das souve- räne Recht aller Mitglieder des deutschen Reichs gefährden würde. Das. souveräne Recht und die Unabhängigkeit der Mitglieder des deutschen Reichs ist durch die Reichsverfassung und die Verträge, auf welcher diese Ver- fassung sich gründet, nur soweit beschränkt, als es in den Verträgen und der Verfassung besonders bestimmt ist. Vergeblich aber würde darin nach einer Bestimmung gesucht werden, welche zu Eingriffen in die nach Landes- und Fursien- recht des Einzelstaates wohl begründete fürstliche Erbfolge von Reichswegen berechtigte. Selbst diejenige Zuständigkeit, welche nach Art. 76 der Reichsver- fassung im Absatz 2 für den Bundesrath und die Reichsgesetzgebung in „Ver- fassungS-Streitiqkeiten" begründet ist, trifft vorliegenden Falls nicht zu. Demi unächst fehlt es schon mit Rücksicht aus den § 231 der braunschweigischen Landschastsordnunq vom 12. October 1832 an den Voraussetzungen, an weAe diese Zuständigkeit des Reiches gebunden ist. Und sodann fallen unter den Begriff der Verfassungs-Streitigkeiten nicht auch Streitigkeiten Über Thronfolgerecht und Thronfolgefähigkeit, wie auch die Verhandlungen des Reichstages bei Berathung des entsprechenden Artikels der Versaffung des Norddeutschen Bundes im Jahre 1867 unzweideutig bestätigen. ft" **’” ’ iieä *™Nu9aa' blivthek 150 JL pro ©emefltr. b 11 an dir EM «ngen, bis m de Vermischte S. Frankfurt a. M, 10. November. Die Delegirten der Großherzogltch hessischen Feuerwehren tagten gestern hier unter Vorsitz des Herrn Branddtrector JustuS aus Darmstadt. In Hessen bestehen jetzt 118 Feuerwehren. Der Antrag deS vorjährigen Verbandstages, es möge der Ausschuß einen Gesetzesentwurf über die R^gelur g des Feuerlöschwesens ausarbeiten, konnte in dieser Form nicht zur Ausführung gelangen; dagegen wurde eine Denkschrift an das Großh. Ministerium eingereicht, welche die Nothwendtgkeit einer gesetzlichen Regelung darthar. Die Antwort darauf steht noch aus. Inzwischen sucht man durch Localreglements, welche mit den betreffenden Ver- waltungsdeamten, den Kreisräthen und KretsanSschüssen vereinbart weiden, Abhilfe zu schaffen. Dte Angelegenheit der Unterstützungskaffe wurde in dem Großherzogthum in allgemein befriedigendkr W-ffe gelöst. H ssen besitzt nur die von der Aachen-Münchener FeuerocrsichkrunaSgesellschaft gesttstete Kasse und die LandeSunterstützungSkasse. Die letztere besitzt 1700 JL wozu die Regierung 500 gegeben hat. Man beabsichtigt, einen Reservefonds zu bilden; der Ausschuß wurde beauftragt, bet der Regierung Schritte zu thun, daß die Beiträge für die LandeSunterstützungSkasse für dre nächstfolgenden Jahre derartig erhöht würden, daß em namhafter Reservefonds angeschafft würde, um bet eintretenden UnglückSfällen die fn den Statuten zugesichertcn sofortigen Unterstützungen leisten zu können. Falls Großh. Ministerium glauben sollte, darauf nicht eingeben zu können, soll daffelbe ersucht werden, die Veranstaltung einer zur Erreichung des genannten Zweckes dienenden Lotterte von Werthgegenständen unter gleichzeitiger Befreiung der Kosten für Stempel ;u gestatten. AuS der Debatte ergab sich, daß die größeren Städte des Landes, wie Darmstadt, Gießen, WormS roch besondere Versicherungskosten für die Feuerwehr haben und Mainz die Feuerwehr versichert hat ferner wurde über den Stand des LöschwesenS in den einzelnen Provinzen durch die Delegirten referirt. In der Provmz Starkenburg bestehen 59 freiwillige Feuerwehren; nur drn Orte gibt eS noch, d.e tine Wehr besitzen. Anders sicht es in Rhe nh-ssin- In letzter Zeit sind auch hier noch einige freiwillige Feuerwehren ins Lcdtn gerufen worden, ober sie fehlen z. B. noch in den Städten Älziy und Oppenheim, lieber btt । Pioo.nz Oberh-ssen wurde bemerkt, daß sie in Bezug auf Feuerwehren gegen btt beiden anderen P ovinzen noch wett zurück sei. Man hofft, durch das obeuc-wähvtt G setz einen vollständtgen Umschwung herbetzuführen. Sobonn wurden die Erfahrungen über die Hanfschläuche. Lederschläuche unb gummirten Hanfschläuche auSgetauscht und dabei von einer Wehr das Gummi-Material der hiesigen Firma Ptt rs besondere lobend erwähnt. Man gelangte nach sehr eingehender Besprechung zu der Ansicht, bot bet dem Stande der heutigen Technik gummirte Hinfschläuche jedem anderen Materialc vorzuziehen seien. Die Stadt Frankfurt hat wieder 1000 Meter derartiger Sckläucht ausgeschrieben, worauf 10 Fabrikanten Anerbietungen aemackt haben: das billigste in 2,49 JL pro Meter. — Von den Vertretern der Wahren zu Mainz und Worms wurden sodann sehr zweckmäßig construirte Fahrzeuge zum Transport von Lettern, W rkzeugen und Geräthschaften in photographischen Abbildungen vorgelegt. Die Fechenheim" Feuerwehr führte ihre Mannschaftswagen vor. — Die Delegirten besuchten die hiesig- Centralfeuerwehrstation, woselbst verschiedene Exrrc tien am Steigthurm und mit dec großen Schtcbleiter ausgeführt wurden. Mit großem Interesse nahmen die Vertreter Einsicht von den Einrichtungen der freiwilligen Feuerwehr: namentlich sprachen fie nj sehr befriedigt darüber aus, daß dieselben nicht blos Lösch-, sondern auch esanttäls- zwecken dienen. Den Schluß bildete ein unoermutheter Alarm, welcher den Gästen dir Schlagfertigkeit der hiesigen Wehr zeigte. (u- B ) Hanau, 10. November. Schon mehrfach wurden in letzter Zeit Vermuthungea ausgesprochen, daß einzelnr Strecken in unserem Kreise Petroleum enthalten. Diese totale** G. Gießen, 12. November. sSterbltchkeit in Gießens Die Sterblichkeit war auch während der Woche vom 2. bis 8. November wieder eine geringe. Cs starben tm Ganzen 6 Personen, darunter 2 Kinder. EinS derselben, nur 14 Tage alt, starb an Krämpfen, das andere, 2 Jahre alt, an Diphtheritis. Von den 4 Erwachsenen starben 2 Personen an AlterSichwäche, eine an BronchtenentzÜndung, eine an Herzkrankheit. Gießen, 12. November. sTurnerisches.] Die gestern Abend tmRestaurant Schnell abgeyaltene Generalversammlung deS hicsigen Turnvereins erfreute sich einer sehr großen Betheiligung von Setten der ordentlichen Mitglieder. Der Tu- noerein dürfte seit seinem Bestehen eine solche stark besuchte Versammlung noch nicht erlebt haben. ES gibt diese Thatsache den klaren Beweis, daß, um mit den Worten des Vorsitzenden, Herrn Philipp Uhl, zu sprechen, der Sinn für die Turnsache bet unserer Einwohnerschaft ein sehr reger zu nennen ist. Nach Erstattung des Rechenschaftsberichts wurde zur Vorstandswadl geschritten und im Ganzen 160 btS 165 Stimmen abgegeben. Das Resultat dieser Wahl ist folgendes: Michelstadt, 11. November. Stichwahl. d'Orville (F.) hat 7562, Sc'pio (natlib.) 6181 Stimmen erhalten. a mc . , Kassel, 11. November. Stichwahl im Kreise Kassel-Melsungen. Pfannkuch (Soc ) tat dttz jetzt 4236, Lotz (cons ) 3114 St. erhalten. — Im 6. Kasseler Wahlkreis — Hersfeld-Rothenburg — ist in der Stichwahl Seyffarth (cons.) mit bedeutender Majorität gewählt worden. Hamburg, 11. November. Stichwahl. Gesammtrefultat: Woerrmann (natl.) 15,417, Hetnzel (Soc.) 14,617 Stimmen. Woermann mit 800 Stimmen Majorität gewählt. | Dresden, 11. November. Stichwahl. Der Antisemit Hartwig siegte mit 13,793 St'mmtn über Bebel, der 11,105 erhielt. Eisenach, 11. November. Stichwahl. In den 20 größten Orten erhielt Vartsiu«' (F ) 4344, Geibrl (natl) 2969 Stimmen. München, 11. November. Stichwahl. München I. Sedlmayr (natl) 9226, Ruppert (Centr.) 7202 St. — München II. In der Stadt und einigen Landbezirkm b s j-tzt v. Vollmar 13 900, Wesiermsyer 9800. Die ausstchmden Lar.dbezirke haben voraussichtlich überwiegend ultramoutan gewählt, doch ist der Vorsprung o. Dollmar's zu groß und daher seine Wohl wahrscheinlich. Nürnberg, 11. November. Stichwahl. Grillenberger erhielt 14,384, Crämer 12 565 St. Zwei roch fehlende Bezirke ändern nichts am Ergebniß. ' 2-ürth, 11. November. Sichtwahl. EL erhielten tn Fürth [Stabt] Stauffenberg 3181 Sn, Schauß 1334; in Erlangen Stauff-nberg 1447 St., Schauß 459. Bts jetzt sind 3700 Stimmen für Stauffenberg, 2600 für Schauß abgegeben. Die I Volkspartet und die Socialdewokratcn wählten Etauffenberg, welcher unstreitig ge- ! wählt ist Wiesbaden, 11. November. Amtliches Ergebniß der Stichwahl tm zweiten nassauischen Wahlkreise (Wiesbaden) Es wurden im Ganzen 16,076 Stimmen abgegeben; davon ->rhirlt Friedrich Schenck, Anwalt der deutschen Genossenschaften tn Berlin (bfreif.) 10,701 St. und Philipp Wasserburg, Schriftsteller tn Mainz (Centr) 5375 St. Lörrach, 11. November. Nach dem amtlichen Ergebniß der Stichwahl im vierten badischen Wahlkreise erhielt Markus Pflüger (bfreif.), Landwirth in Lörrach 7657 St., Hermann Blankenborn, Landwirth tu Müllheim (natl) 7080 St. Karlsruhe, 11. November. Amtliches Ergebniß der Stichwahl in dem zehnten Wahlkreise des Großherzogthums Baden (Karlsruhe-Bruchsal) Medicinalralh Leopold Arnsperger in Karlsruhe (natl) erhielt 10,175, der katholische Pfarrer PH. Gerber in Friesenheim (Ctr.) 8448 St. Mannheim, 11. November. Amtliches Ergebniß der Stichwahl im 11. badischen Wahlkreise [Mannheim-Schm^tzinaen] Köpfer, Kaufmann (Demokrat), erhielt 9596, Eckbordt, Barikdttector (natl), 7563 St. Solingen, 11. November. Nach dem amtlichen Ergebniß der Reichstags- Stichwahl tm 3. Düsseldo fev Wohl? e s Solingen sind 14,141 e>t. abgegeben worden; hiervon erhielt Gg. Schumacher, Lekerhündler tn Solingen (Soc.), 8734 und Ed. Fuchs, Kaufmann tn Köln (Ctr.) 5317 St. Marienwerder, 11. November. Bei der Stichwahl im 2. Marienwerder Wahlkreise — Raienberg-Löbau — ist Graf Dohna (cons.) gewählt worden- BreSlau, 11. November. Amtliches Ergebniß der Stichwahlen im Wahlkreise Breslau, östlicher Thetl. Haserclever (Soc.) erhielt 8807, Dirichlet, Gutsbesitzer (dfr.), 5909 St. — Westlicher Tbeil. Julius Kräcker (Soc) 8936, Julius Friedländer, Stadt- richter *. D. (dfr.), 7377 St. — In Waldenburg [Schlesien] siegte der Freisinnige v. Winckelmann mit großer Majorität über den Fürsten v. Pleß (C) Stuttgart, 11. November. In dem 1. württemb. Wahlkreise [Stuttgart] ist bet der Stichwahl Schott (Bolksp.) gewählt worden. Lübeck, 11. November. Stichwahl. Stiller (F.) erhielt 5440 St-, Fehling (natl) 5090. 6 Landbeztrk^ fehlen noch- ‘ ~ ' Stichwahl. Heine (Soc.) mit 12,304 St- ge- ft*** Ä ®tak" offs JN«". Wt Cro^ogl. sk&i ater ““4 Sui eineo Wdltt W; Herste co® WM »stfwe letzt adetrt uno vlelteE (jrwonn/i ES »egt, -Kops • * ’ Dienst' ®aan MDd 1 «sr-s um gd)if W® D-ichdr» q?aibe® daS Boot LikaodllNg nahe gekl aQd) um ' Qubem wat eS ganz fommen. DaSungl anberung deS Mndi ab unb tn den Can< ttlöf-ten, füllte ein« trieben wir doch dei In Sicherheit dringi Das Rettung Schiffe war nichts bedeckten unb noch Leichen sind an der Srefahrtsbuche naci Es thut un§ olles Mögliche zur wte am 26. Octobi ost machtlos. neu gewählte Vorstand die Interessen und fördern werde und stets dem Wahlspruch getreu Stichwahl. Möller (F.) erhielt 9018, Godau (Soc.) 6327 St. Möller ist gewählt. Die Conservattven hatten Wahlenthaltung be- schloffen. Die Socialdemokraten werden wegen Wahlbeeinflussung einen Protest 2. * I.Schristwart „ . 2. w 1. Turnwart „ ii 2. * H „ Zeugwart w Gegenschreiber Zu Beisitzern wurden i'S,“" r. ill £, n ®lefen, Sch«; «ikn Vl* Nar tWlefer ÖÄ . en 10 werden kann. , . Vertrauensvoll gebe Ich Mich der Hoffnung hm, daß jebe vom deutschen Reiche ausgehende Hinderung Meiner Thronfolge und Regierung im Herzog- thum Braunschweig baldigst werde beseitigt rverden und Eure.....ersuche Ich angelegentlich, bundessreundlich hierauf hinwirken zu wollen, indem Ich die Versicherung voller Erwiderung bundesfreundlicher Gesinnung gegen alle Mitglieder des Reichs von Meiner Seite wiederhole. Ich schließe mit dem Ausdrucke Meines lebhaften Bedauerns, daß Ich nach der Ablehnung Meines Rotificationsschreibens vom 18. v. Mts. seitens Seiner Kaiserlichen und Königlichen Majestät des Deutschen Kaisers und Königs von Preußen leider Bedenken habe tragen müssen, zur Zeit ein diesem entsprechendes Schreiben auch an Allerhöchstdenselben zu richten. Gmunden, den 4. November 1884. ß^rnft Auaust I sind neu eingtschrttden 275 ©fubtrenbe, unb zwar bet" der kvangelisch-thkologtschm . ' V ' . * ,£ 9 . \ c Fakultät 23, ver katholisch-theologischen 11, bet der juristischen 101, bet der medlcimschen Berlin, 11. November. Nachdem Serbien von den Dcachten tm Jahre gg unb bet der philosophischen 104 (letztere zerfallen tn 46 Philologen unb Historiker, 1882 als Küniareick anerkannt worden und durch Abschluß eines Handels« und 23 Mathematiker und Naturwiffenschaftler, 26 Oekonomen, 9 Pharmaccutm. Der 916= Beüebunaen aetreten ist wird die pang vom vorigen Semester beläuft sich bis jetzt auf 370, woraus sich gegen das letzte Consular-Vertrages zu Deutschland m engere -oez ey 9 9 » » Sommersemester die im Winter gewöhnliche Abnahme in der Zahl unserer Studirenden deutsche Mission in Belgrad zum Range einer Gesandtschaft erhoben und en Don etn)fl 100 ergibt. Da indessen tn Bezug auf den Besuch unserer Universität immer bei allen königlichen Höfen bestehenden deutschen Missionen formell gleichgestellt, nur bte Sommersemester für sich und die Wintersemester für sich tn Vergleich gezogen -----1 werden können, so baben wir gegen das vorige Wintersemester wiederum einen Zuwachs von etwa 50 Studirenden zu »erzetchnen, und damit wird daö laufende Winter- “«»ft. ' ($j ’WhÄ 7N-"-» KL rS*» M u wa& «* etb..n A ÄS.S tn ttwa zwei Wochk, D/e Eterblichkeit m zertW. @§ totnlc ^rb« 4Ermchs-nen ftartn ne an HttjkraHiit. n ^tnb tm Restaviaü «‘Hl erfreute fi(^ dnn Eber- Der Suruoeretn °lung noch nicht ttW. un nut den Worten für btt Tmnsache M nsiandswM ßeschiitjin efultat dieser Wahl iß : 146 Stimmen gesU 127 , 140 , 99 , 119 , 78 , 127 , 184 , 117 u 63 , h 53 h » fitn unUttt Tmvsich! rm MWruch fldm inbblrtdot 3«#”L* Sntrat W •’JK rf über ble ass am Schiffenbergerweg und von einem städtischen Graben am Leisertsrod soll die EiÄnutzung für den Winter 1884/85 Samstag den 13 d. Mts., Vormittags 11 Uhr, auf dem Bürgermeisterei - Bureau öffentlich versteigert werden. Gießen, den 1t. November 1884. Großßerzogl. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 7463 Steckbrief. Gegen den Taglöhner Friedrieb Viemer aus Mendorf a b. Ulm, zuletzt in Gießen, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Vergehens gegen §§ 242, 263, 123, 74 Str -G.-B. verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Gefängnis zu Wetzlar abznliefern. 7500 Wetzlar, den 10. November 1884. Königliches Amtsgericht. Allgemeiner Anzeiger. Wetisels Donnerstag den 13. November 2. Abonnements - Concert. Anfang V Uhr. Entree 50 Pt. Neu: Aenuchen von Tharau in neuem Gewände, Bearbeitung von Schulz. „ Melodienkranz nach beliebten Compositionen von Thomas Koschat. NB. Die Liste liegt noch an der Kasse offen. 7510 Krauss®, Capellmeister. FHgehe Schellfische, „ Hecht, „ Oabliau, empfiehlt Carl Schwaab's 7509 Delikatessenhandlung. Irische Schellfische empfiehlt 7504 jL, Kalkhof. Portralu in Lebensgrosse nach Photographien (Kreidezeichnungen) werden angesertigt von 7491 W. Victor (Feldschlößchen). Für Ähnlichkeit und sorgfältige Ausführung wird garantirt. Agenten. Eine sehr leistunasfähige, große bayer. Malzfabrik sucht überall tüchtige Agenten gegen gute Provision. Offerte unter c. 5893 befördert Rudolf Moffe in München.741-3 Vertreter gesucht. 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Dtöbius. M sowie eine große Auswahl Badewannen, Badeöfen, Closets, Wandbecken emailltrt und in Porcellan, Douche Apparate rc. rc., - Drm- und Berfa« »er B:.MPg ‘ÄfflBI«« und 1 Beilage. 20-Francs-Stücke . . do. in in Englische Souvereigns Russische Imperiales . Ducaten I DollarsinGo^^^» auf dem Wege der Submission vergeben werden. Die Angebote sind pro km längstens bis Montag den 24. November 1884, Vormittags 11 Uhr, m welcher Zeit die Eröffnung erfolgt, verschloffen mit der Aufschrift. „Gebot für Fichten-Stammholz bei der unterzeichneten Stelle einzureichen. . , Der Freiherr!. Forstwart Rabenau zu Londorf zeigt das Hol» auf Verlangen vor. Papiermühle, am 5. November 1884. , , * Freiherrliche Oberförsters: Rabenau. 7405 Ebel. Todes-Anzeige Allen Verwandten und Bekannten statt besonderer Anzeige die traurige Mittheilung, daß unser lieber Gatte und Bruder Herr Jracoto Brauer nach langem schwerem Leiden in ein besseres Jenseits abberusen wurde. Gießen, den 11. November 1884. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittags 2 7492 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Weidengasse 6- 7503 Ein möblirtes Stübchen zu vermieden.^ Kotharinengafse 17. 7498" Ein kleines, sowie ein größeres sreundl. Familien-Logis im Hinterhause zu vermiethen- H. Schassstäbt, _ Bahnhofstraße 24. 7501 Ein Familienlogis zu vermiethen- W. Müller, Steinstraße 48. Danksagung Für die uns in so reichem Maße erwiesene Theilnahme bei dem uns durch den Tod unseres lieben Bruders und Schwagers, des Herrn Kaufmann „ W Klöpper, betroffenen Verluste sagen herzlichsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. in reicher und einfacher Ausstattung: Gaslustrss, Ampeln, Dyras, Wand- Doppalarme der renommutesten Fabriken. Mein Z»stallationsgeschäft >» Gas-, Wafscrlkitungs- uitii Pumpm-Anlagm etc. erlaube mir gleichzeitig in empfehlende Erinnerung zu bringen. Bitte bei Bedarf um recht zahlreichen Zuspruch und zeichne Hochachtungsvoll II» Sciuaffsttoedtt 24 Bahnhofstraße. 24 Herrnischte Anzeigen. W 7507 Einen Drechsler und einen I ™ Stuhlmacher sucht auf sofort Häuser, Drechsler u. Stuhlmacher Ba — Neuenweg 58. kg " 7506'-S)ie-änonpmen, jedoch bekannten W Schreiber der Briefe vom 9. u. 11. No- M vember (aus der Nachbarschaft) erkläre SS ich hiermit öffentlich als gemeine W Schufte. Robert Henrich, M Neuenweg 22. 1 Bbs 19-00 17-00 38-00 73-00 61-00 21-00 qmm;; macht werdenden Bedingungen zu versteigern. Voranschlag und Zeichnungen können schon vorher bei Unterzeichnetem em- gesehen werden. ■ Grünberg, den 9. November 1884. I. A.t Marin ff er, 7496 Bez.-Bauaufseher. Ardeitsvermittelung. Arbeit gesucht für: Handarbeit, Laufdienst. Ph. Jung, Ludwigsplatz 13, 69 Bezirksvorsteher. Stadt-Theater Freitag den 14. November 1884. Wb Im Abonnement. 2. Gastspiel des Frl. Adele Belgard. Novität! Zum ersten Male: Novität! Harun al Raschid oder Der Khalif in tausend Aengsten. Lustspiel in 4 Akte, von 6. v Moser- Rosa Ducombier, Kunstreiterin: Frl. Adele Belgard als 2. Gastrolle^ Aufgebot. I Heinrich Schmitt und Peter «g Hierdurch erlaube mir die ergebene Mittheilung zu machen, daß ich in meinem neuerbauten X ' litt, mit unbekanntem Aufent- S Hause M abwesende Söhne bet verstör- «*| ' DA BahnhOfst^aSS© 24 X I Fichten Stammholz Verkauf. dem Umbau eines, gedachter Religions- Aus der 1884/85er Holzernte sollen aus dem District „Nabengemeinde gehörigen, Gebäudes zu köpfchen" (ca. 15 Kilom. von den Bahnstationen Lollar und Grunverg Reiskirchen erforderlichen: entfernt) „ r o;. d veranschl. zu Ca. 600 Fichten-Stämme von 16—45 cm Dchm. und 7—23 m Lange, mit rund 300 cbm Inhalt, Ein gespieltes, aber noch gut erhaltenes 7440 Fianino wird zu kaufen gesucht. Gest. Offerten ^fördert die Exped. d. Bl. Ein Wort an Alle, welche ArarrrSstsch, « « glis Italienisch, Spanisch oder Nussisch wirklich Sa&L sprechen lernen wollen. Gratis und franko zu beziehen durch die Assenthal'sche Verlugsha^inng in Leipzig. ßr» d-r >° einUM**'S Als b»/ 20. November 1 Die braun Gegenstand eingetyi das Ärkular gegev MD, mit Ausni Del hat. Dassel Arte LorrespoM lichung seines beka in dem Cirkular, t Kit aus hindern? hjer Familienord nicht in seine Erb aus welche die R Herzog widerspric VersassnngS-Strei aus Art. 11 und handelnd, das R ordnung oder Ei werden könne. A nach Ablehnung Kaiser habe Beder an de» Kaiser zu man in Anbetrach Rechtsfragen gefpai Der Herzo wolle von England Letzterem der brai indessen ein ablchv allem Vorbehalt v Die AuSi Delegationen nehi der hohen Politik Am Samstag erl Ordinarium des i Etat. Der Mari gehendem Exposö Verteidigung bei Eelte hierauf | dernih von 3/ < ergriff auch dec' Montag fortgesetzt. ZudenSc Ferry die ^inefifcE neuerdings au abermalige SBerroid ^hrere ffanzösG dafür geä 52 ». ’W « E'« SrLi s££6Q“fc« MjU ®eget