Um 'A3 Uhr k erew-igten mit ® Sterbehaus, 26®. Mittwoch dm 12. November 188L Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. « r, , . ewdttei-i, keil *>ew4**A V*»** uirntijuyniu# L zriun .jv mu otingcrw^x Sch«kOr«ße 7. Erscheint tL-ttH tmt WettUfl#. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Wart M Ps. HIHI 1 «M»W»WMv»WDD«^««om«mWilW-D ID«e?1,'ll'I.!«WDD«>«I r.J)^ An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Bezirks. Die auf Martinitag dieses Jahres fälligen Domanialgelder, als: 1) Landsiedel-, Lebens- und Zeitpächte der Oberförstereien Gießen, Schiffenberg, Lich und Treis a. d. Lda.; 2) Holz- und Grummetgrasgelder der Obersörstereien Schiffenberg und bezw. Gießen; 3) Beiträge zu den Forstdienerbesoldungen; find bis zum 25. d. Mts. — bei Meidung der Mahnung — anher zu bezahlen. Sie wollen Ihren Gemeindeangehörigen hiervon in geeigneter Weise Kenntniß geben. Gieren, den 10. November 1884. Großherzogliches Rentamt Gießen. verstummen. Nachdem die Cholera in Südfrankreich erloschen, tauchte fie plötzlich im Norden des Landes, in der Umgegend von Rouen, auf, setzte dann nach dem Westen, nach Nantes, über, wo sie noch Opfer fordert und hat nun auch ihren Einzug in die Hauptstadt selbst gehalten. Bis Ende voriger Woche wurden in Paris etwa 40 Cholerafälle constatirt, von denen die Hälfte einen tätlichen Ausgang nahm. Die Polizei hat die Desinficirung sämmtlicher Häuser der Stadt angeordnet, auch soll zweimal täglich ein ofsicielles Bulletin ausgegeben werden. Ein am Donnerstag schleunigst zusammengetretener Ministerrath beschäftigte sich mit den zu treffenden Gesundheits-Maßregeln und sind alle Vorbereitungen getroffen, um einem Umsichgreifen der Epidemie entgegenzutreten. Die Aerzte drücken die Hoffnung aus, daß es gelingen werde, der Epidemie bald Herr zu werden, namentlich in Hinblick auf die eingetretene kältere Jahreszeit und man kann nur aufrichtig wünschen, daß die Aerzte sich in dieser Annahme nicht täuschen. Der Epidemieherd scheint in der Straße Saint Mar- guerite zu sein, in dem Quartier Saint Anton, wo die Bevölkerung unter ui^ünstigen sanitären Verhältnissen zusammengedrängt ist. In England hat das unerwartete Himcheiden des dortigen General- Postmeisters Fawcett allseitig die größte Teilnahme hervorgerusen. Die Verdienste Fawcett'S um die Hebung und Vervollkommnung des englischen Post- wesens sind hervorragender Art und namentlich hat er in Bezug aus die technische Vervollkommnung und volkswirtschaftliche Nutzbarmachung des Post- wesens viel geleistet. In der Unterhaussitzung vom 6. November gab North- cote, der Führer der Conservativen, dem Bedauern über das Hinscheiden Fawcett'S aus, wofür der Marquis v. Hartington dankte. Namens der irischen Partei sprach Justin Macarthy die Theilnahme derselben aus. Die Pforte beginnt jetzt in der Angelegenheit der Orientbahnen einzulenken. In Folge persönlicher Intervention des Sultans ist die der Eisenbahn-Gesellschaft für die Orientbahnen angedrohte Sequestration unterblieben. Der Sultan hat der Pforte (Gesammt-Ministerium) den Auftrag ertheilt, mit der Eisenbahn-Gesellschaft von Neuem in Verhandlung zu treten. Diese Schwenkung der türkischen Regierung in der Orientbahnfrage dürfte wohl zum guten Theile auf eine von Oesterreich ausgeübte Pression zurückzu- sühren sein. Die Nachrichten über den Ausfall der Wahlmänner-Wahlen in der nordamerikanischen Union lassen noch immer nicht erkennen, ob der demokratische oder der republikanische Präsidentschasts Candidat den Sieg davongetragen hat. Allerdings meldete eine New-Yorker Depesche, daß Cleoeland, der Candidat der demokratischen Partei, im ausschlaggebenden Staate New-Dark gegenüber seinem republikanischen Gegner Blaine eine Majorität von 1000 Stimmen erhalten habe, so daß Cleveland als gewählt anzusehen sei und hiermit stimmen biß Berichte sämmtlicher republikanischer Journale überein. Dagegen bleibt die republikanische „Tribüne" bei ihrer Behauptung, daß Blaine gewählt sei, und zwar habe er, und nicht Cleveland, in New-York eine Majorität von 1000 Stimmen erhalten; es müssen also noch weitere Meldungen abgewartet werden. Jedenfalls wird aber die Majorität, sei es für Blaine, sei es für Cleveland, nur eine sehr geringe sein. Giessen. Darmstadt, 9. November. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 1. November den Staatsminister i. P. Wirkl. Geheimenrath Julius Rinck Freiherrn v. Starck, den Ministerial-Präsidenten i. P. Wirkl. Geheimenrath August Schleiermacher, sowie den Commerzienrath Stephan Karl Michel zu Mainz zu lebenslänglichen Mitgliedern der ersten Kammer der Stände zu ernennen. nYfv — Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 29. October den Brückenwärter Johannes Heiles zu Offenbacy auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treugeleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. November d. Js. ab in den Ruhestand — und den Kreisbauaufseher bei dem Kreisbauamt Dieburg Hemrich Fischer in gleicher Diensteigenschaft an das Kreisbauamt Bensheim — zu versetzen. Darmstadt, 10. November. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: M , Am 31. Ottober den Hauptsteueramts-Assistenten 2. Klaffe bei dem Hauptsteueramte Mainz Leonhard Petry zum Steueramts-Controleur bei dem Steueramte Bensheim — . in den Finanzaspiranten Ludwig Seitz aus Nidda zum Hauptsteueramts- Assistenten 2. Klaffe bei dem Hauptsteueramte Mainz — zu ernennen; den Hauptsteueramts-Assistenten 1. Klasse bei dem Hauptsteueramte Offen- rÄ* *** C. Mach, Miktstr. (Bettete. !| Mte Meigm. pW- b-J-L—" -KZ **$}**$ sM tet . kleines für eine litt; i tu vermeiden mi> itztzr.TM, NenenmeA. ,n Mi inMrieS Simmet in h«i M vernckthen. nnWSmHmiettzch!»»-! i™ 8 D.Rühl üi kl. $amilienl09i8 tennitW WMsrlir. tiU MblirteS Zimmer j» »etM° Politisch- U-b-rflcht. GieHeu, 11. November. Der Kaiser hat die Folgen seiner jüngsten Unfalles nahezu vollständig und jedenfalls soweit überwunden, daß die Aerzte ihm eine Ausfahrt am Freitag Nachmittag gestatten konnten. Auch das Allgemeinbefinden des greisen Monarchen wird als ein vortreffliches bezeichnet, wenngleich auch seine Stimmung durch die notwendig gewordene Abänderung des festgestellt gewesenen Jagd-Programmes eine leite Beeinträchtigung erfahren hat. Dem Aufenthalt bei der Gras Stol- berg'schen Familie in Wernigerode, den dortigen Jagden, sowie der am Freitag bei Springe stattgesundenen Hofjagd hatte der Kaiser mit besonderer Erwartung entgegengesehen. Seit Donnerstag stehen rott mitten m der Aera der Stichwahlen, deren Ausfall man allseitig mit kaum geringerer Spannung entgegensieht, als Bem der Wahlen vom 28. October. Wie bei diesem, so scheint auch bei dem weiten Wahlgange der relative Ersolg der Socialdemokraten das hervorstechendste Charakteristikum bilden zu wollen. Elberfeld, Frankfurt a. M., Offenbach und die beiden Breslauer Wahlkreise haben sich bereits für die socialisti- ithen Candidaien entschieden und ohne Zweifel werden die weiteren Stichwahlen di- Zahl oer socialdemokratischen Mandate noch vermehren. Es find dies die Früchte des blinden Partei-Fanatismus und der gegenseitigen Verbitterung und eä erscheint leider noch sehr fraglich, ob die staatserhaltenden Parteien dis bitte« len Lehren der diesjährigen Reichstagswahl-Campagne für die Zukunft beher- siflpn werden. Weitere bis jetzt bekannte Stichwahl-Resultate sind: Darmstadt, wo der nationalliberale Ulrich, Mainz, wo Rackä (Zentrum) gewählt wurden, Hanau wo Hellwig (conservativ) seinen socialistischen Gegner Frohme schlug, der 9 württembergische Wahlkreis, wo Schwarz (deutschfreifinnig) gegen Burk« bard (nat -liberal) gewählt wurde; ferner der 2. Wahlkreis des Regierungsbezirks Wiesbaden, in welchem Schenck (deutschfreisinnig) gewählt wurde. Weiter wurde in Mannheim - Schwetzingen der Demokrat Köpfer gegen den nationalliberalen Eckhard gewählt; in Alzey «Bmgm ist Bamberger (deutsch- freifinnia) gegen den nationalliberalen v. Schaub gewählt worden. In Köln sollen die Socialdemokraten geneigt fein, für den nationalliberalen Candidaien Len-ndecker gegen den Centrums-Candidaien einzutreten, da es heißt, daß in Hannover bei der Stichwahl zwischen dem Welfen Bruel und dem Social- Demokraten Meister dis Nationalliberalen für Letzteren stimmen wurden. Wir geben diese Nachricht unter aller Reserve wieder, da es uns nicht glaublich erscheinen will, daß man auf nationalliberaler Seite, wo inan doch stets gegen Stimmenschacher und Tauschgeschäfte bei den Wahlen geeifert hat, nun selbst ein solches entriren will. Jedenfalls würde aber alsdann die stolze Bemerkung der „Nationalllb. Correfp.", daß die Nationalliberalen auch °u« den Stichwahlen mit reinem Schild hervorgehen würden, eine eigenthumliche Illustration erhalten. Der König von Sachsen empfing am Freitag den braunschweigischen Kammer-Nräsidenten v. Hantelmann zur Entgegennahme von Mittheilungen in der braÜnschroeigffchen Erbschasts-Angelegenhest. Wie bekannt ist König Albert von dem verstorbenen Herzog von Braunschweig zum Erben der Allodral- *TSSÄÄ....»«w.1 istu A auch die Entscheidung über die Bremer Zollanschluß-Angelegenheit ge- Men Der Bremische Bevollmächtigte hatte unter der Voraussetzung, daß der an Bremen zu zahlende Reichsbeitrag reichsgesetzlich genehmigt werde, beantragt, den AnMuß Bremens an das Zollgebiet zu beschließen. Dieser Antrag sand le ne Erledüiung durch die Annahme des von den Ausschüffen gestellten Antra- ne«,V die von den Ausschüffen für den Vollzug des ZollanschluffeS von Bremen vorgesehenen Modalitäten zu genehmigen. Doch soll dieser Beschluß erst nach reichsgesetzlicher Genehmigung des erwähnten Reichsbeitrages in Wirkiam- teit treten. Erklärungen, welche jüngst Graf Kalnoky im Subgeb Ausscbuffe über die auswärtigen Beziehungen Oesterreich-Ungarns abgegeben bat und die wegen ihrer Offenheit überall berechtigtes Aussehen erregt haben, f-nb in bemselben Ausschüsse Auseinandersetzungen bes ReichSfinanzmmlsters b Kalnokn über die Lage in den occupirten Provinzen gefolgt. Aus den Dar- stellungen des Herrn v. Kalnoky, welcher bekanntlich auch Minister sür Bosnien nnb hie Serz-aowina ist, erhellt, daß das Räuberunwesen aufgehort hat, daß das R krusirunasgeschä t glatt von Statten geht und daß Montenegro sich loval verhält Auch die wirthschaftlichen Verhältniffe bet occupirten Provinzen entwickeln sich nach den Darstellungen Kallay's in günstigster Wei , mie Ebolera ist in Paris! Dieser SchreckenSrus laßt m Frank- . aeich selbst die Erörterungen über den Streit mit China für den Augenblick | — Mehrere Abendblätter, namentlich „Journal' Paris", heut: Ferry, an der der Commission keine nach der Unterredung Von der st Schissenderger Mischen Gi die Mnu 1884/85 Sawsta, Vor auf dem öffentlich Der Gießen, d ^roßherzogl. — Den Abendblättern zufolge sollen seit Mittag 3 Choleratodesfälle vorge- kommen sein. Rom, 10. November. In dem heute abgehaltenen geheimen Consistorium wurden die bereits gestern gemeldeten Ernennungen vollzogen. Der Papst hielt hierbei eine kurze Allocutton, in welcher er von der peinlichen Loge und den Heimsuchungen der Kirche sprach, gleichzeitig aber auch die Ausbreitung des katholischen Glaubens betonte. Der Papst wies namentlich auf Amerika hin, wo zur Zeit ein Bischofsconcil stattfinde, erwähnte Australiens, Indiens, des Orients, endlich auch Afrikas, wo der Btschossttz von Karthago wiederhergestellt worden sei. Rom, 10. November. In der Allocutton im heutigen geheimen Consistorium sagte der Papst über die Ausbreitung deS katholischen Glaubens in Afrika Folgendes: Die Verdienste eines der Mitglieder ihres illuftren Collegiums, Lavtgarta, sind insbesondere hervorragender Art gewesen, denn von Eifer für das gemeinsame Heil der Völker Afrika« hat er in einigen Jahren Dank seiner Ausdauer und seiner Anstrengungen viel ausgezeichnete Werke zu Ende geführt. Auch sind wir von der lebhaftesten Sorgfalt für das Wohl dieser Gegend beseelt und während man sich in Europa gerade in diesen Tagen damit befaßt, Handel und Civiltsation an den afrikanischen Küsten zu fördern, bemühen wir uns, in einer noch heilsameren Absicht die Leuchte deS Evangeliums zu verbreiten. Genf, 10. November. Die Wahlen für den Großen Rath ergaben eine conservative Mehrheit; die Abordnung in den Schweizer Ständerath wird daher eine conservative sein. Kopenhagen, 10. November. Bei der bisherigen vereinigten Linken des Folkethings ist gestern eine Spaltung eingetreten, etwa die Hälfte der Mitglieder derselben unter der Führung Berg's, des Präsidenten des Folkethings, hat sich den Gemäßigten angeschlossen, die andere Hälfte hat eine neue Partei unter der Führung Hörup's gebildet. Paris, 10. November. Von Mitternacht bis heute Mittag sind in der Stadt und den Hospitälern 55 Erkrankungen und 22 Cholera-Todesfälle vorgekommen, von denen 17 auf das Hospital in der Avenue Breteuil entfallen. Aus Nantes werden von gestern 3 und aus Toulon 2 Cholera-Todesfälle gemeldet. Mittwoch , . Vo AderBram (Neustadt 55) 3 neue Mühlen n a Urnenofen üegei AM-!,, 'Nen, den 7431 bach Karl Schmidt in gleicher Diensteigenschaft an das Hauptsteueramt Mainz — und den Hauptsteueramts-Assistenten 2. Klasse bei dem Hauptsteueramte Mainz Philipp Spiegel in gleicher Diensteigenschaft an das Hauptsteueramt Offenbach — zu versetzen. Homburg, 10. November. Im Wahlkreise Usingen-Idstein ist nach dem amt. Wen Ergedmtz oer Stichwahl Oeconom Mohr (dfr.) mit 9330 St. gegen AeSlC (Centr.), welcher 8532 St. erhielt, gewählt worden. 0 ö $ "ler » 10* November. Im Wahlkreise Brteg-Namslau erhielten nach amilickei- Feststellung «° bteäjäWse W,nt°r-S°Iso-> unter B-eIh°--n'fch-n Klängen ihren Em.ualn unserem Concert-Sanle hielt; es war die prachtvolle G-moU Sonate für Clavier und di- dos Concert eröffnete. Die Ausführung durch Herrn R en ckiC-llo) und Herrn Parlow Mavler) war gut; Herr Renck zeichnet sich aus durch feelen- volles, warmes Spiel; von reckt anerkennenswerther Technik legte auch die aßiebers Zabe der Popper'schen Tarantella Zeugniß ob. Das Lied „Du bist die Ruh« von Schubert hören wir lieber von einer gefühlvollen Altstimme. 9 on , , . beiden Damen verfügen über recht gut geschulte Stimmen; das bewiesen besonders die pünktlich und verständnißvoll vorgetragenen Duette; namentlich Fräulein Helene Hoffmann verdient wegen ihrer vorzüglichen Text-Aussprache hervorgehoben zu werden, wahrend andererseits grade bet ihrer Stimme sich eine gewisse Herbheit nicht verkennen laßt. Der Concertarte, die in manchen Einzelheiten sehr gut gesungen wurde, ermangelte am Anfänge eine gewisse Dramatisirung des Bortrags; in letzterem Sinne war ekht künstlerisch der Vortrag der Loreley von Liszt, einer Composition b” Ebings in einem sonst so gediegenen Programm besser durch ein L-ed von BrabmS oder Rubinstein ersetzt worden wäre. v f*mleri8C ®t8,eitUn0 fÜ6tti Setr d"l°w mit _r Darmstadt, 10. November. Nach dem amtlichen Ergebnisse der Stich- wahl in dem Wahlbezirk Darmstadt-!Groß - Gerau erhielten Brauereibesitzer JusluS Ulr'ch zu Pfungstadt (natltb.) 10,587, Bildhauer Philipp Müller, Darmstadt (Soc), 7535 Stimmen. m „Bingen, 10.'RoDember. AmfliweS Ergebnis der Stichwahl im 8. hessischen Wablkreife ^Bsngen-Alz'y). Bamberger (dsrels) mit 8680 bl.reise Offenbach. Dieburg erhiel en Schriftsteller Liebknecht in BorSdorf (Soc.) 10,505, HandelSkammer-Secretär Schloßmacher in Offenbach (nailib.) 8759 St. „ ,, ^oinz, 10. November. Nach dem amtlichen Ergebnisse der Stichwahl im «reffe Mainz-Oppenheim wurde Landtagsabgeordneter Josef Ra-kL (Centrum) in Mainz mit 7974 Stimmen gewählt- v. Bollmar (Soc.) in München erhielt 7888 ötimmen. Univerfitäts - Chronik. — Die Jmmatnrulationen an der Berliner Univ-rsität sind am Mittwoch be. worden Die Zahl der Jmmairikulirien biläntt sich auf ungefähr 1800 und über- ,0t ,*)er, oo'izcn Winter Jmmatrikultrten um 200. Die Freguenz der Universität Berlin ffi seit 1877 in fortlaufendem Steigen begriffen und die Zahl der S udirenden Hai sich von 2000 auf 5500 gehoben. Während noch 1867 Leipzig die al5U8elpft)lgUn 0"ri 6 ®eulf$IanbS roar- Berlin jetzt gegen 2500 Siudtrende mehr 5- November haben die regelmäßigen Immatrikulationen an der Uni, verstiat GottIngen für diese« Semester aufgehort. ES sind im Ganzen eingeschrieben fi,ubr.eS 64 Zör°I°9te- 68 Rechtswissenschaft, 56 Medicin, 1 Philo- Philologie, 12 neuere Sprachen. 6 Geschichte, 15 Mathematik. 17 Ratur- Ißumeralta, 3 Landwirthschast, 8 Pharmacie. Unter den 277 sind 2l6, Deutsche, 5 Ungarn, 3 Russen, 11 Amerikaner, 2 Engländer, 1 Türke, 1 Italiener 1 Asiate, 5 Schweizer, 1 Franzose, 1 Oesterretcher. „ Operationssaale der Berliner Chariiö, wo Freitag Mittag 12 Ubr Herr dwkessor Or Schweninger seine erste Vorlesung über Hautkrankheiten halten sich lange vor der festgesetzten Zeit über 200 Studenten etngefunden, unvernchtrter Sache sich wieder entfernen mußten, da Herr Schweninger "tchEerschienen war. Die lärmenden Kundgebungen, welche das Ausbleiben des Herrn Professors hervorrief, legten sich erst, als ein Student darauf aufmerksam gemacht hatte, daß man sich in einem Krankenbause befinde. E. wähnt sei noch, daß Herr Professor Dr. Westphal schon vor etwa 3 Wochen für dieselbe »eit fn demselben Auditorium ein Colleg angekündigi hatte. Ohne sich mit diesem Herrn in Verbindung zu setzen, hatte Herr Schweninger ohne Weiteres sein Colleg ebendaselbst angezeigt. Herr Professor Westphal sah sich in Folge dessen genörhigt, ein anderes Auditorium noch in letzter Minute zu wählen. $ Cev '"'ch entgeh Fei Paris, 10. November. Courcel reist am Mittwoch mit den technischen Bei- räthen für die Congocoaferenz, Ballay, Desbutssons und Eng lhard nach Berlin ab. — Der Präsident der Tongkingcommission Leroy ersuchte ' Commissionssitzung theilzunehmen. Ferry erwiderte, er habe Mittheilung mehr zu machen Leroy wurde für Chauoeau, der mit Ferry seine Stelle niederlegte, zum Berichterstatter ernannt. — Mehrere Abendblätter, namentlich „Journal", „Paris", mclden: Die Gerüchte über die Friedensverhandlungen mit China hätten an Bestand gewonnen, die Unterhandlungen sollten in London durch die Vermittelung Granville's mit Tseng lebhaft fortgesetzt werden- ÄS «»"St w Ä« teil । Sigfaivr w $*• SS* ihre *l6od?60 imb M flflr erl S-trönü eia» J Wahle» Mitt tu dein Wahl unllöM Ao^aplivkt iß 1 in den onden unfoflen steuern Berlin. Si-dM ®ol Bran'hla, wtW Mvtstadi hei ZSMiUtone - Eine firelbt: »E8 Parteien bet d Köln, Hause am Kltr Jahrbüchern \ andern Straf dann überfiele wurden alle 4 Kindern, j ®r \ Mciic für la' miieri l^frän N F. vorni Frankfurt a. M., 10. November. Man schreibt uns von dort: Zwei Selbst, morde, die aber untereinander in gar keiner Beziehung stehen, haben gestern und heute zwei hochangesehene Familien unserer Stadt in die tiefste Trauer versetzt. Gestern Abend gegen 7 Ubr erschoß sich der etwa 36 Jahre alte Sohu eines Bankiers und Consuls auf der Langestraße, nachdem er erst am Tage zuvor seine Verlobung mit der Tochter eines Commerzienrathes im Kreise der ©einigen gefeiert hatte, und heute Morgm entleibte sich einer der Inhaber eines großen CafLS auf der Allerheiltgenstrabe gleichfalls durch einen Pistolenschuß. Als derselbe heute früh in seiner Wohnung geweckt werden sollte, fand man ihn nicht zu Hause. Auf seinem Schreibtisch lag e n Brief, in welchem er von seinen Angehörigen Abschied nahm und ihnen mittbeilte, daß er sich auf dem Grabe seines Vater« daS Leben nehmen werde. Man eilte sofort nach dem Friedhof und fand dort wirklich die Leiche des Unglücklichen. Ein seltsamer Zufall muß es genannt werden, daß beide Selbstmörder den gleichen Namen führen DaS Motiv zu dem ersten Selbstmord ist zur Zeit noch für Jedermann ein Räthsel' da der Verstorbene unmittelbar vor der Tyat noch an seinem VerlobungSessen Theil nahm, sich noch während desselben vom Tische entfernte und die unselige That in einem abgelegenen Raume seines elterlichen Hauses ausführte. — Der andere junge Mann war eine hier allgemein beliebte Persönlichkeit. Er scheint in letzter Zeit mit seiner Familie in Zwistigkeiten gerathen zu sein, die ihn fchließltch sogar zu einem so ver- hängnißvollen Schritte trieben. Nachdem er schon vor einiger Zeit auf den Ankauf des CasS de Paris reflectirt hatte, schloß er vor Kurzem einen anderen Vertrag ab, wegen dessen ihm von seiner Familie die heftigsten Vorwürfe gemacht wurden. O K. Mainz, 7. November. Heber die unruhigen Sceven am gestrigen Wahltag berichtet die „M- Z." noch folgendes Nähere: Der gestrige Wahltag hat in unserer Stadt, besonders aber in dem südöstlichen Stadtbezirk große Aufregung hervorgervfev. Die Anhänger v. VollmarS, die nach dem Resultat, welches die Wahlen in der Stadt ergaben — eine Majorität von 2300 Stimmen — einen glänzenden Sieg erwarteten, waren über die Resultate, welche aus allen Theilen des Kreises einliefen, sehr enttäuscht; jede Nachricht von dort verringerte die Majorität VollmarS, so daß bis um 11 Uhr deS Abends, nm welche Zeit der ^Frankfurter Hof" geschlossen wurde, auf Herrn Rackö 7534 Stimmen und auf Vollmar 7795 Stimmen gefallen waren, mithin letzterer nur noch 261 Stimmen voraus war; dabei fehlten noch einige Orte, wie Edersheim rc., so daß der Sieg Rackes sehr wahrscheinlick erschien. Während der Verkündigung des Wahlresultates im „Frankfurter Hof" hatte sich auf der Augustinerstraße eine unabsehbare Menschenmenge, darunter sehr viele unreife Jungen, eingefunden, mit der Absicht, in den „Frankfurter Hof" einzudringen und ununterbrochen brüllte es bald hier, bald dort aus hunderten von Kehlen: „Hoch Vollmar!" Die Polizei war infolgedessen genötbigt, alle verfügbaren Mannschaften herbeizuschaffen, um grobe Ausschreitungen zu verhüten; die Polizei selbst wurde verhöhnt und schließlich derart hart bedrängt, daß das Milttär requirirt werden mußte. Vor dem »Frankfurter Hof" wurde ein Doppelposten mit aufgepflanztem Bajonnett aufgestellt. Aber auch dies hinderte die Ruhestörer nicht, fortwährend zu skandaliren. Nunmehr wurde abermals eine Abtheilung Militär requirirt und die Augustinerstraße theils durch Polizei, theilS durch Soldaten geräumt, so daß der Eingang vor dem „Frankfurter Hof" frei wurde. DaS Militär hatte mit aufgepflanztem Bajonnett an der Leichhof- stratze und die Polizei an der Liebfrauenkirche Aufstellung genommen, so daß nur TklMaphische Depeschm. Wolff'» ßelesr. Berlin, 10. November. Der .Reichsanzeiger" meldet: Der Kaiser hat unter Bestätigung des bezüglichen Cowmissionsbeschlusses von einer Zuerkennung deS Schiller- Preises an ein einzelnes der von 1881 bis 1883 oorgelegten Werke deutscher dramatischer Dichtkunst abgesehen, dagegen den Dichtern Paul Heyse (München), Ernst v. Wildenbruch (Berlin) je 3000 JL verliehen in Anerkennung ihrer auch in den letzten drei Jahren bewährten Verdienste um die deutsche dramatische Dichtkunst. — Dem Vernehmen nach wird Der Reichskanzler die westafrikanische Conferenz eröffnen. Deutsche Vertreter auf der Conferenz werden außerdem fein: Staatssrcretär Hatzfeld, Unterstaatssecretär Busch, Geh. Legationsrath v. Kusserow. Das Bureau wird gebildet auS dem deutschen Vicekonsul in Petersburg, Schmidt und dem französischen LotschaftSrath Raindre. Berlin, 10. November. Se. K. K. Hoheit der Kronprinz und der Reichs« kanzler Fürst Bismarck wohnten der heutigen ÄbtheilungSsitzung des Staatsrathes bei. Donnerstag findet eine Plenarsitzung statt. — Zur Theilnahme an der Congo-Conferenz find der englische Beirath Mr. Crowe und der spanische Bttrath Coello hier eingetrsffen. — Die ^Nordd. Allg. Ztg." schreibt, der Grund dafür, daß b'e Einberufung deS Reichstags noch nicht erfolgt fei, ist darin zu suchen, daß noch viele Stichwahlen ausstehen. Die „Norddeutsche" kann für das lanue HtnauSschieben der Stichwahlen keinen Grund absehen. Wenn es auch mit dem Gesetze vereinbar ist, daß die Stichwahlen bis zum 15. b. M. hinausgesetzt werden, so hätte es doch dem öffentlichen Interesse mehr entsprochen, wenn die Wahlcommissarien die ihnen offenstehende Frist möglichst abgekürzt hätten. — Die „Norddeutsche" publicirt den Wortlaut d»s vom Herzog von Cumberland am 4. ds. Mts. an die deutschen Fürsten, mit Ausnahme des Kaisers, und der deutschen freien Städte gerichteten CirculärS, worin er die mit dem Staatsministerium in Braunschweig betreffs der Contrastgnirung der Publikat'on feines Regierungsantritts-Patents geführte Correspondenz mtttheilt. Die Ausübung seiner Regierung in Braunschweig sei hierauf auf Schwierigkeiten gestoßen; sein Thronfolgerecht stehe aber nach Landesverfassung fürstlicher Familtenordnung fest. Die Versagung seiner An, erfennung, die Hinderung seiner Regierung als Herzog Braunschweigs sei von Reichswegen nicht möglich ohne Eingriff in die Reichsordnung, worauf das deutsche Reich selber beruhe. Die Reichsverfassung enthalte feine Bestimmung, die zu Eingriffen in die durch Landes? und Fürstenrecht des Einzelstaats begründete fürstliche Erdfolge vvn ReichSwegen berechtige. Art. 71 der Reichsverfassung, betr. Verfassungsstreittgkeiten, treffe hier nicht zu; auf Art. 11 und 17 der ReichUverfassung (vom Machtbefugnisse deS Kaisers handelnd) könne daS Recht des Reichs zur Entscheidung von Fragen der Erbfolgeordnung in einzelnen BundeSstasten nicht gegründet werden. — Dem englischen Botschafter Malet find außer dem Attache für Handels- augelegenheiten Mr. Crowe als Beiräthe zur Congo Conferenz befgegeuen der Unters staatssecretär im Colonialamte Mr. Meade und der Vorstand des afrikanischen Departements im auswärtigen Amte Mr. Perey Anderson. 'M sind an MittwoL fo >«f WesShr 1800 und über- omM Dir gitquen» du begchev und die Zahl du hrend noch 1867 Leipzig die Mn 2500 Ctudirende wch vatiikulationen an der Unii flö Im Ganzen eingeschrieben M, 56 Rebicin, 1 M- 15 WatiuMtlt, 179imur( weit. Unter den 277 finb Dbtr, 1 Türte, 1 Wiener, i Freitag Mittag 12 Uhr der Hautkranlhetteu hatten M Studrntm etngetunden, Ittn, ba Hm Schweninger Kundgebungen, weiche da? fi, als eia Student daraus ^enhauie befinde. E.wähui i 3 Wochen für dieselbe Zeil Ohne fich mit diesrin Heini Iteres sein Colleg ebendaselbst deffea gevöihtgt, ein anderer lg btt «Weitet, Äft1* ? Und Wilk/s Hofs- auf. Wir k?m aohv klängen ihr,M ^uen uni, Sonate fürGiä1“0 ln durch Hrrrg m Lavier unb sSS^ft 8 beS iBortraaV^n örJ.?9£n m'äsxS J führte Herr Parlow mit Atin io 1 933» St"“« b,e , . et fleget,“’mt. “ Wltlt,. 6|f» «men. (neun, tretf? uns von botl: B«’1*®!1* ■bet, babm g*n n«‘ ifte Inner ««seht. M™ jeSobn eine« Sanfter! ui wor feine SWM mit I n,fdint hatte, und hlvie KdnWML»-ii t. Mb n leimt»«»”* f nem Slteiitif» l-,-' Ä(bwi«lWll!t'W -r-L" N°7S #14 sssgfes: wi't HfAfb« A-!--! ffletcenanbetw" 0 t MetnaWO“ S:,n ffiabM iHflt Wohitoö ^prgervfeo. WÄ tobe ^flbl issr&M Immen Aa eMe E, >S"“S Ä^'nschafteu ^,2 schließt S-xK- 'SS As äs."?-1' dierenigen die Augustinerstraße passiren konnten, welche ruhig ihres WegrS gingen. Sinter der Poltet und dem Mtlttäc standen zahlreiche Gruppen, welche ununterbrochen unter wüstem Geschrei, Drohungen und Hochrufen auf Vollmar ihrer Mißstimmung Ausdruck gaben. Wie ur.S mitgetheilt wird, bemächtigte sich der Arbeiter, als ihr Mißerfolg vorauSzuschen war, eine furchtbare Aufregung, und wenn die Polizei nicht mit aller Energie etngeschrttten wäre, so hätten sie den „Frankfurter Hof" gestürmt. Außer dem Militär war auch die Gendarmerie im Dienste. DaS Gebrüll der Massen in der Augustinerslraße war entsetzlich. In anderen Straßen wurden ruhig deS WepeS gehende Bürger insulttrt. besonder« solche, die durch ihre Kleidung katholischen Geistlichen ähnlich sahen. AlS Herr Rackö nach Hause fuhr, wurde sein Wagen in der Bauerngasse von einem Trupp Leuten unter Hohnrufen verfolgt; eS kam darauf zwischen ,wei hiesigen Bürgern, die sich dies verbaten und den Heranftürmenden zu einem Kampf aber in demselben Moment kam eine Militärpatrouille und nahm verschiedene der Skandalmacher fest. Während der ganzen Nacht waren die gesammte Polizet- mannschast und Militärpatrouillen beordert, die Straßen zu passiren, auch stand eine Abthetlung vom 117. Infanterie-Regiment marschbereit in der Caserne. — sWahlkosten-l Ein Berliner Blatt schreibt: Wählen und Wählen war die Signatur der letzten Wochen. Was eine solche Wahl wohl kostet? Diese Fragen baden wir von nachdenkenden Leuten oft aufwerfen hören. Leider aber gibt es darüber keine Statistik. Um eine solche herzustellen, müßten sämmtltche Wahl-Comitäs ihre Ausgaben die Buchdrucker, Schreiber, Briefboten, die ReichSpoft, die Wirthe und Saal- vermiether und wer sonst noch im deutschen Reiche mit den Wahlen zu thun gehabt, Ihre Einnahmen daraus feststellen. Und daS geht nicht. AuS einzelnen Vorgängen kann man nur auf die immense Summe der Wahlkosten schließen. Für einen etnziaen Abgeordneten der Berliner freisinnigen Partei wurden noch in letzter Stunde 60,000 Girlulare in 60.000 Couverts mit 5 x 60,000 Pfg. Port» beftebt auSgegeben, zu welcher Expedition ca. 50 Arbeiter nothtg waren. Das war.nur eine kleine nachträgliche Manipulation für ca. 3500 JL zu dem Zwecke, dem Publikum zu sagen: wählt nicht Diesen, wählt mich! Könnte man die Zahl der Circulare, Plakate, Flugschriften und nun gar erst der ZettungSarttktl auf einem Haufen erblicken, so würde dieser wohl eine Kirchthurmhöhe erreichen, nicht minder würden die bei den Wahlzwecken genossenen Gettänke einen ansehnlichen Teich füllen. Alles in Allem kann man die Kosten der Wahlen zum Reichstage gewiß auf viele Millionen Mark schätzen, aufgewendet lediglich zu dem Zwecke, den Gegen-Candidaten tu den Augen der Menge herabzufetzen und seine Wahl unmöglich zu machen. DaS schöne Geld! wird mancher ausrufen. Doch der Kostenpunkt ist im Grunde nicht so schlimm, denn das Geld geht nur auS einem Topf tn den andern und bleibt doch wenigstens auf deutschem Boden unb zu den Wahlunkosten steuern nur solche bei, die es machen können. Berlin. Eine der reichsten Erbinnen ist die junge Gemahlin des Prinzen Radziwtll, SohneS des General,Adjutanten des Kaisers, eine geborene Gräfin Branitzka, welche derselbe zum Sckmerz vieler Bewerber au« Parts nach der preußischen Hauptstadt hetmführte. Man schätzt ihr Eingebrachtes auf die Kleinigkeit von 35 Millionen Mark. K — Einen guten Witz machte ein Berliner Blatt, »Die Wahrheit", indem es schreibt: „Es werden einige gute Haare gesucht, welche sich die verschiedenen Parteien bet den Wahlen noch übrig gelassen." Köln, 7. November. Vergangene Nacht wurde im hiesigen Männer-Arrest- Hause am Kltngelpütz ein schändliches Verbrechen vollführt. Der berüchtigte, tn den Jahrbüchern deS kölnischen VerbrecherthumS vtelgenannte Jerusalem brach mit zwei andern Strafgefangenen zwischen drei und vier Uhr aus dem Schlafzimmer aus, dann Überfielen sie den Aufseher Arnold und erwürgten ihn. Durch die Wache wurden alle drei festgenommen. Der Ermordete war verheiratbet und Vater von 4 Kindern. Heute Vormittag stellte die Staatsanwaltschaft den Thatbeftand fest. — Neber einen recht höflichen Banknotenfälscher wird auS Lemberg be- richtet: Bei der Posthauptkaffe wurde dieser Tage eine falsche Zehnguldennote beanstandet, bei welcher an dem unteren Theile, wo sonst alS Text der auf Notenfälschung bezügliche PassuS auS dem Strafgesetzbuch- sich befindet, folgende Inschrift angebracht ist: »Verzeihung, wenn ich hier nicht die Worte, wie sie im Originale zu lesen sinn, anbrtnge. Doch würde mir dies besondere Schwierigkeiten machen, da ich doch nicht alle Sätze in so kleiner Schrift hätte schreiben können. Zum Drucke aber fehlt mir der Apparat. Ich bitte deßhalb wegen dieser kleinen Unregelmäßigk-tten um Verzeihung. Gleichzeitig zeige ich an, daß diese Note einen höheren Werth aI8 den sonst üblichen habe, weßhalb ich auch nicht viel machen kann. Aber drei habe ich doch schon. 12 Uhr. Krakau 1884." SchissSuachrichten. Bremen, 10. November. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Ems. Capt. Chr. Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 30. October von Bremen und am 31. October von Southampton abgLgangeu war, ist gestern 9 Uhr Morgens wohlbehalten tn Newyork anaekommen. handel und Verkehr. Gieß en, den 11. Nooeinber. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfund Jü 1.00—0(0, Hühnereier pr. Stück 7—8 H, Käse St. 4—9 Käsematte 2—3^, Erbsen pr. Liter *20 Linsen 26 Tauben per Paar 0,50—0,60 H, Hühner ver Stück vtL 0.90—1.50, Hahnen pr. Stück JL 0.70-1.30, Enten per Stück JL 1.40—1.70, Gänse per Pfund 36—54 H, Welsche Jü 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfund 68—70 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Schweinefleisch 54—60 Hammelfleisch 60—70 H, Kalbfleisch 56—60 Kartoffeln per 100 Kilo ,/M 300—4.40, Milch per Liter 12—16 H, Zwiebeln ver Ctr. A 4.00—5.00, Weißkraut pr. Stück 3—7 H. Frankfurt, 10. Noumbr. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger und Wetterauer JL 17—17' fremder JL 17, Roggen eff. hies. „M 157a—3/<, fremd. Jü 1574-16, Gerste eff. hies. u. Wetterauer JL 17V,—I8O2, fremde JL 18—1972, Hafer eff. hies. JL 1372—3/j, fremder Jt 137?—141,4. — Nüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. JL 30. Branntwein eff. ohne Faß JL 42. Frankfurt, 10. Novmbr. Der heutige Viebmarkt war stark befahren. Angetrieben waren 366 Ochsen, ca. 22 Bullen, ca. 240 Kühe und Rinder, ca. 308 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 68—70, 2. Qual. «A 62—65, .Kühe und Rinder l.Qual. .X 55 —60, 2. Qual. X 42—50, Kälber 1. Qual. -^L 60—00, 2. Qual. JL 52—54 per 100 Pfund Schlachtgewicht. ßnr geft. BeochtunG, Schriftliche Anfragen wegen Austtinftsercheilung über Inserate rc. ksnnrar w*t mir dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für bk Rückantwort beigelcgß ist. lieber Inserate bezüglich deren Offerten einzuretchen sind, ist die Gx^dttion :a> keinerlei Auskunftserthenungen befugt. Offrrtenbrktze sind — soweit keine befämm^p oeaentheifiaen Abmachunaen getroffen wurden — in der Expedition abrubol-"' Herzog! Baugewerkschuie Holzminden® § damit verbunden Maschinen-,Mühlenbau- u.MüllerschuleJ ” gg Winters 4. Nov. Vorunt. 6. Oct. Pensionat. Dir.: G. Haarmann. WW Bekanntmachung. Von der städtischen Sandgrube am Schiffenbergerweg und von einem städtischen Graben am Leifertsrod soll die EiSnutzung für den Winter 1884/85 _ Samstag den 13. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, auf dem Bürgermeisterei - Bureau öffentlich versteigert werden. Gießen, den 11. November 1884. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 7463 Mittwoch den 12. d. Ms., Vormittags 11 Uhr, in der Br amm'schen Hofraithe zu Gießen (Neustadt 55) werden: 3 neue Decimalwaagen, 2 Farbmühlen und 1 noch wenig gebrauchter Urnenofen öffentlich gegen Baar versteigert. Die Bersteigeruug findet bestimmt statt. Gießen, den 8. November 1884. Engel, 7431 Gr. Gerichtsvollzieher. Aeikgeöolenes. Gothaer Cervelatwurst in vorzüglicher Qualität soeben wieder frisch eingetroffen bei 7486 Ferd. Drehes, vorm. Gy. Wilh^Weidiy L Wolle ff babcn bei vrnst Wallcnfcl». Neue türhifdjc Zmetschrn, la. amerik. Apfelspatten, neue fräiik- Brunelle«, Edeldirnc«, sowie la. Eiergcmnsenudeln empfiehlt billigst Ferd. Drebea, 7314 vorm. Gg. Wilh. Weidig- Allgemeiner Anzeiger. Die Mitglieder des „Vereins hessischer Lehrerinnen" sowie Alle, welche den Zwecken desselben (Gründung eines Heimes rc.) ihre wohlwollende Theilnahme gewähren, werden hierdurch auf Mittwoch den 19. November, Nachmittags V23 Ahr, zur allgemeinen Versammlung in den oberen Räumen des Nathhauses zu Darmstadt eingeladen. Tagesordnung: Vorlage des Vereins-Statuts, Wahl des Vorstandes. Darmstadt, im November 1884. Für den einstweiligen Vorstand: 7476 L. Pfnor, Pfarrer._____________ Generalversammlung des Gesellschaftsvereins. Die ordentlichen Mitglieder des Gesellschastsvereins werden in Gemäßheit der Bestimmung im § 38 der Statuten zu der im Gesellschaftssaale Mittwoch den 19* November, Abends 6 Uhr stattfindenden ordentlichen Generalversammlung mit dem Anfügen ergebenst eingeladen, daß die Tagesordnung in dem Lese- und Spielzimmer zur Einsicht offen gelegt ist. Gießen, den 8. November 1884. Der erste Director. 7475 __________________________________Engisch. Zur Berichtigung: Nachdem ich in Erfahrung brachte, daß mein Name bei Wahlaufrufen für Herrn Dr. Gutsteifch, tetr. Neichstagswahl, mißbraucht wurde, erkläre ich hiermit, daß ich diese Wahlaufrufe nicht unterzeichnete, und ich hier von unberufener Seite, gegen meinen Willen, vertreten wurde. A. S5ei!sti*ens 7484 Obbornhofen. Iliickskiiis iiiiil MuiM empfehlen in großer Auswahl 7359 Gebrüder Scheel, Neustadt. Aechte Franks. Würstchen, la. Hellerlinsen sowie alle übrigen Hülsensrüchte empfiehlt 7487 Ferd. Drehes. ___vorm. Gg. Wilh. Weidig. Echten Emmenthaler vollsaftigen Schweizerkäse, sowie vorzüglichen Hand-, Limburger und Rahmkäse empfiehlt billigst 7057 Chr. Bieker. | Swagatlo i I Zahnschmerz-Paste. * Diese geruchlose, mMädliche, milde ♦ unb feste Substanz beseitigt den ♦ ♦ Schmerz hohler Zähne bei Kindern ♦ <$• und Erwachsenen sofort, conservirt ♦ ♦ die Zahnmasse und desinficirt Me ♦ ♦ Mundhöhle. 7300 ♦ ♦ Zu haben in der ♦ 3 Drogerie von ♦ ♦ Otto Schaaf, ♦ । Seltersweg 25. T Nußkohlen. Melierte Kohlen, Hessenbrück. Braunkohl. Braunkohlen-Briketls (Grube Friedrich), Kleingemachtes Hol? empfiehlt 7470 __ZJmilJLote« Reij ed ecken empfehlen 7482 Gebe. Scheel. Schellfische in vorzüglicher Eispackung treffen Dienstag und Donnerstag Abend ein bei 7462 /’errf. DrebeS) vorm. 6g. Wilh. Weidig. Nester in schweren und halbschweren BuckS- kiuS empfehlen bedeutend unter Preis Gebrüder Scheel, 7481___________Neustadt.____________ Gebrannten, wirklich reinschmeckenden Caffee ä «X 0.98, 1.20, 1.40, 1.60 und 1.80 per Pfund, empfiehlt Eberb. Metzger, 7460_________Neustadt 8.__________ Aechten TokayerZusbruch flechten JRnfoga sowie mein Lager in allen übrigen medicinischen und Tischweinen bringe in empfehlende Erinnerung. Ferd. Drebes, 7355 vorm. Gg. Wilh. Weidig. von der Großherzogl. Saline Bad-Nanhelm aus gradirtcr Soole dargestellt, ausgezeichnet durch seine Schärfe und Leicht- löslichkeit, Kochsalz, Viehsalz, Badesalz, Eissalz, Mutterlauge, letztere in Salinenkannen, alles bester Qualität, wie allaemein anerkannt, ist stets vorräthig und zu den billigsten Preisen zu beziehen bei Herrn Kaufmann J, 6*. D« auf dem Markt in Gießen. Grossh. Salinen- und Bergamt Bad-Nauheim. 7480 Eine Frau zum Wollspinner: gesucht. Karl Euler, Hammstraße 5. 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Bieber (Eingetr. Genossenschaft). Gemäß der Statuten (§ 33) Ergebniß der Rechnung für 1883 zur I. Actlva« Ji. a) Ausgeliehene Kapitalien 141060,69 b) Werthpapiere . . . 29000,— c) Ausstehende Güterkaufgelder 17783,45 d) Mobilien 328,65 e) Ausstand an Zinsen . 1112,78 f) Kaffevorrath . . . 21866,95 211152,52 bringen wir hiermit nachstehend das öffentlichen Kenntniß: II. Passiva» a) Aufgenommene Kapitalien (Einlagen) . . . 200999,85 b) Guthaben d. Mitglieder 4294,— c) Reservefonds und Ueber- schuß 5867,67 211152,52 Passiva pos. c mit Mk. 5867,67 zerlegt sich: a) Seitheriger Reservefonds 1030,— b) Zu demselben lt. Beschluß der Generalversammlung vom 16. October 1884 1535,— c) An Dividende pro 1883 2960,— d) „ Gratificationen 120,— e) Zu milden Zwecken ...... 222,67 5867,67 Rodheim a. d. Bieber, den 10. November 1884. Der Controleur: Der Rechner: 7472 Bender. Heymann. Markt 16 Fr. Teipel Markt 16 en. gros en detail empfiehlt zur Saison in großer Auswahl: Tücher, Hauben, Cachenez, Shawls, Hosen, Damen- und Herrcu-Westcn, Röcke, Kleidchc», Gamaschen, Normal-Hemden, -Jacke» und -Hosen z-g,-), Waschleder-, Glace- nild Tricot - Handschuhe, Strümpfe, Socken, Bciulüngcn re., zu äußerst billigen Preisen. 7m Die Färberei und chemische Waschanstalt von Adolf Vogt Sorrnenstraße 14, vis-a-vis dem Gejellschastshause empfiehlt sich im Färben und Waschen von Dsmen» und Herren- Garderoben, Pelz, Möbel- und Vorhanftstoffen. NB. Verblaßte Herbst- und Winter-Ueberzieher werden schön in allen Modefarben aufgesärbt zu billigen Preisen. 7346 Freunden und Verwandten theilen wir tiefbetrübt mit, daß heute Abend 5 Uhr unser lieber Gatte und Vater Carl NeMliax Königlich Preußischer Mersörster i. P., nach kurzem schwerem Leiden sanft entschlafen ist. 7464 Gießen, den 10. November 1884. Lifette Neuenhagen, geb. Bohn. Ludwig Neuenhagen. Die Beerdigung findet Mittwoch den 12. November l. I., Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause (Nord-Anlage 1157) aus statt. 7484 Ein z. Gärtnerei geeignetes Grundstück wird zu pachten gesucht. Offerten erb. an F. Finkh, Mönchen- berg 30, Cassel. 7161 Gefunden 25 Säcke. W. Schwall II , Rodheimerstr. 49. Eine junge Frau, welche der franz, und engl. Sprache mächtig, früher mit der Leitung eines Geschäfts betraut war, in Handarbeiten bewandert ist, sucht unter bescheidenen Ansprüchen eine passende Stelle, wenn möglich als Verkäuferin. 7429 Gefl. Offerten bef. die Exped. d. Bl. ßf j? Die Nr. 6 enthält: Verrechnet. (Fortsetzung.) Roman von L. Bernhardt. — Beim letzten Herzog von Braunschweig. Erinnerungen an Si- byllenort. Von H. Vogt. — Der nette Student. (Schluß.) Eine lustige Geschichte von Hans Arnold. — Der Afrikareisende E. Robert Flegel. Mit Porträt, Bildnissen seiner zwei Begleiter und Karte. — Am Familientische: Das westafrikanische Geschwader. Mit Illustration. — Der künftige Förster. Zu dem Bilde auf S. 85. — Zur Geschichte der deutschen Publizistik. — Gesundheitsrath. — Röschen im Moose. Bild von Oskar Pletsch. — In unserer Spielecke. Mit zwei illustrierten Beilagen: Dre Welfengruft im Dom zu Braunschweig. — Umschau auf gewerblichem Gebiete. Redaction: N. Sch'eyda. — Druck und Verlag der Brübl'scben Druckerei iFr Kdr. Vtetsch) in Gießen. Die heutige Nummer! enthält 1 Blatt und 1 Beilage. Nettes!' «It Ein große Wir forbein Sie < Gießen. Ar sehr lat und erst der ton ES läßt stch vahe mit den Stichwal schon jetzt sagen, I Breslau West ur und weitere Ersc Wahlkreise ohne vornherein die s sreistnnigen in noch ein weitere! maßen den Ausst werden. Die N gehabt, nur Da fallen, von den s oir Volkspartei ; finnigen Schmidt Dem Vui Wellung eines N zugegangen. Es i Dmyslmkasse sü In der Mutern Küste im Gebiete Firmen mit der Syndikat gebilde der ersteren vorn eines Gouverneu und für denselben barkasse für den als nothwendig müssen. Der dem Composite-C Mden. 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