stück Sonntag den Z2. October 1881 Erstes Blatt Str. 239 Erscheint tLslich mit «-»n-hme ie« Msnt.gK, ®*t«**t Schukstc-ß- 7. Gross- LanDeshangewerkfchule Darmstadt ens der ren Geistlichen dringend empfehlen, daß sie die fraglichen Gegenstände jeder Zeit ernstlich im Auge behalten, sie in der Predigt sowohl als in der Katechin muslehre und im SLul- und Confirmanden-Unterricht fleißig und eindringlich behandeln uno jede Gelegenheit benutzen, um nach beiden Richtungen die Forderungen christlicher Welt- und Lebensanschauung, sowie den Segen christlicher Lebenshaltung und die schweren Gefahren, welche unvermeidlich sind, sobald die christlichen Grundlagen des Volkslebens in's Wanken gerathen, ihren Gemeinden zum Bewußtsein zu bringen. Nr. XX enthält Ausschreiben, betr. die an den evang. Centralkirchenfonds abzuliefernden Ueberfchüffe der Pfarrstellen. Darmstadt, 10. Octbr. Se. Konigl. Hoheit der Großherzog werden voraussichtlich zu Ende der nächsten Woche Schottland verlassen und nach einem kurzen Aufenthalt in London zu Anfang der daraus folgenden Woche wieder hier eintreffen. — In Betreff des deutschen Geschwaders, welches demnächst in See stechen und sich nach der westafrikanischen Küste begeben wird, hören wir, daß dasselbe voraussichtlich zum 20. ds. segelsertig sein wird und dann unverzüglich seine Reise antritt. Dieselbe wird direct und ohne noch irgendwelche andere Häfen anzulausen, zunächst nach dem genannten Bestimmungsort führen. Wie lange der Aufenthalt dort dauern wird, darüber besteht bis jetzt noch keine Bestimmung, doch glaubt man nicht, daß das Geschwader sobald schon die westafrikanischen Gewässer verlassen wird. Darmstadt, 9. October. Das Amtsblatt Großh. Oberconsistoriums Nr. XVIII enthält Ausschreiben, betr. Schenkungen und Vermächtnisse für evangelisch kirchliche Zwecke. Nr. XIX enthält Ausschreiben, betr. die Erziehungs- und Eidespredigten. Dasselbe lautet: Durch ältere Vorschriften (von 1774, 1809 bezw. 1828) ist angeordnet, daß alljährlich an bestimmten Sonntagen eine sog. Schulpredigt und eine Predigt über die Heiligkeit des Eides in allen Gemeinden des Landes gehalten werden solle. Die festgesetzten Termine sind außer Uebung gekommen, auch die Vorschrift selbst wird nicht mehr allgemein und regelmäßig beobachtet. Wir halten indessen für angezeigt, aus die hohe Bedeutung der jenen Vorschriften zu Grunde liegenden Intentionen und die fortdauernde Pflicht, denselben in zeitgemäßer Form und Weise gerecht zu werden, aufmerksam zu machen. Die frühere Schulpredigt wird sich gegenwärtig zu einer Predigt über christliche Kindererziehung gestalten; der Eidespredigt bleibt nach wie vor die Ausgabe, die Gewissen zu schärfen und das Gefühl der unentrinnbaren Nähe des allmächtigen und allwissenden Gottes bei jedem Worte, das geredet wird, und zumal beim Schwure, lebendig anzuregen. Von welcher hohen Wichtigkeit beide Gegenstände, die christliche Kinderzucht und die Heilighaltung des Eides, gerade in der Gegenwart für das gesammte religiöse und sittliche Volksleben sind, bedarf keiner Auseinandersetzung. Wir wollen es dem Ermessen der einzelnen Geistlichen überlassen, ob sie es nach dem Bedürfniß ihrer Gemeinden angemessen finden, den beiden genannten Gegenständen besondere Predigten in regelmäßiger Wiederkehr zu widmen, oder dieselben im Zusammenhänge von Predigt-Cyclen, wie sich solche namentlich für die festlose Zeit des Kirchenjahres sehr wohl eignen, z. B. über die 10 Gebote, die Haustafel, den christlichen Hausstand, zu besprechen, oder sie in anderer Weise sehr nahe zu bringen. Jedenfalls müssen wir erwarten und allen unse- Bureaulocalitäten der Bibliothek und der technischen Mustersammlung des Gr. Gewerbvereins, sodaß die letzteren von den Schillern besucht und geeignet benutzt werben können. Bedingungen zur Aufnahme find: 1. Für die untere Abtheilung, die erste Klasse: In der Regel werden nur solche Schüler ausgenommen, welche eine mindestens rinjährtge Beschäftigung in einem technischen Gewerbe nachweisen können; Ausnahmen hiervon werden nur in besonderen Fällen gestattet. Dagegen wird von den Aufzunehmenden nur der Nachweis der Kenntnisse verlangt, welche den von der Oberklaffe einer Volksschule entlassenen zukommen sollen, damit Zedern strebsamen Handwerker die Anstalt zugänglich werde. 2. Für die obere Abtheilung, die zweite Klaffe, muß außerdem der Nachweis ausreichender Kenntniß der niederen Arithmetik, einer angemessenen Fertigkeit im Freihand- und geometrischen Zeichnen, sowie in der Lösung einfacher Aufgaben der darstellenden Geometrie und der Befähigung, sich im Deutschen gehörig schriftlich verständlich machen zu können, geliefert werden. Das Schulgeld beträgt für die ganze Unterrichtszeit 30 Mark und ist beim Beginn des Cursus voraus zu bezahlen. Anmeldungen zur Ausnahme wolle man möglichst frühzeitig und längsteuH biH zum 31. October 1. I. schriftlich bei der unterzeichneten Stelle oder auch mündlich auf dem Bureau derselben — Neckarstraße Nr. 3 im 3. Stock — bewirken, da die Zulassung der Schüler nur nach Maßgabe der vorhandenen Unterrichtslocalitäten erfolgen kann. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlvin, Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 P. Die Landesbaugewerkschule zu Darmstadt beginnt ihren neunten Jahres-Curfus am 17. November 1. I., welcher bis zum 14. März 1885 andauert. Dieselbe soll, zwischen Handwerkerschule und technischen Hochschule die Mitte haltend, insbesondere Bauhandwerkern, sowie Maschinen- und Mühlenbauern Gelegenheit bieten, sich die für einen selbstständigen Gewerbebetrieb erforderlichen theoretischen Kenntnisse und die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen und Entwerfen von Plänen für die practische Ausführung zu erwerben. Auch soll die Baugewerkschule zur Ausbildung von Werkmeistern, Parliren, Vauaufsehern rc. dienen. Der Unterricht wird an den Werktagen während der ganzen Tageszeit von folgenden Herren erthellt: Architect Professor Hermann Müller, Architect Kuhlmann, Bildhauer Fölix, Handelslehrer Peters, Ingenieur G. Wagner, Ingenieur Esselborn, Bibliothekbeamter Göttmann und Neallehrer Dr. Wiederhold. Die Schule umfaßt 2 Klassen mit folgenden Unterrichtsgegenständen: Freihand- und geometrisches Zeichnen, darstellende Geometrie (einschließlich Schattenconstruktionen und Perspective), Bauconstruktionslehre (einschließlich Stabilitäts- und Festigkeitsberechnungen), Elemente der Maschinenconstruktionen, Fachzeichnen, Entwerfen von Bauanlagen, kunstgewerbliches Zeichnen, technisches Rechnen, Algebra, Geometrie, Feldmeßkunst (einschließlich Trigonometrie und Planzeichnen), gewerbliche Buchführung, Theile der Bauführung, insbesondere Materialienkunde und Anfertigung von Kostenvoranschlägen, Grundlehren der Physik und Mechanik, Modelliren in Thon, Holz rc., sowie Uebung in der Rundschrift. Die Unterrichtslocale befinden sich Neckarstraße Nr. 3, unfern von den Gefunden: 1 Hundemaulkorb, 1 Handschuh, 1 Halstuch, 1 weißes Taschentuch, 1 wollenes Halstuch, 1 Kindergewehr, mehrere Schlüssel. Gießen, den 11. October 1884. Großherzogliches Poltzeiamt Gießen. Fresenius. TelrgraMcht DepeMm. WoM'S tslegc. «orrssvorrderrr-Srurearr. Berlin, 10. October. Nach den Aufstellungen des Magistrats beträgt die Zahl der hier eingetragenen Reichstagswähler 283,818. Die auögelegte Wählerliste wurde von 84,955 (ca. 12,3 pCt) etngesehev. _ lo , — Am gestrigen Tage hielt der Bundesrath unter Vorsitz des StaatsmintsterS v. Bötticher eine Plenarsitzung ab. Nach erfolgter Mittheilung über die Bildung der Ausschüsse für das Landheer und die Festungen und für daS Seewesen durch den Vorsitzenden, fand die Neuwahl der Ausschüsse für Zoll- und Steuerwesen, für Handel und Verkehr, für Eisenbahnen, Post und Telegraphen, für Justtzwesen, für Rechnungswesen, für auswärtige Angelegenheiten, für Elsaß-Lothrtnaen, für die Verfassung und für die Geschäftsordnung statt. Eine Vorlage, betr. den Antrag Preußens wegen Aufnahme der Anstalten zur Verarbeitung von Theer und Theerwasser unter die genehmigungspflichtigen Gewerbeaulagen, wurde dem Ausschuß für Handel und Verkehr überwiesen. Erledigte Mitgltedsstellen bet der Dtsciplinarkammer zu Düsseldorf, in der Verwaltung des Reichs-Jnvaltdenfonds und In dem Curatortum der Retchsbank, gelangten zur Wiederbesttzuna- Dem Entwurf eines Gesetzes, betr. die Fürsorge für Wittwen und Waisen von Angehörigen des ReichsheereS und der Marine in der durch die Beschlüsse deS Reichstags angenommenen Fassung beschloß der Bundesratb, seine Zustimmung zu versagen. Auf den Antrag der Ausschüsse für Handel und Verkehr und für Justizwesen wurde über die zum Zweck der Krankenftattstik elnzufordernde« Uebersichten und Rechnungsabschlüsse und die hierbei anzuwendenden Formulare Beschluß gefaßt. Eine Eingabe, betr. die Befreiung der Stickerei- und Weißwaarenkon- fecttonsbctrtebe von der Unfallversicherungspflicht wurde dem Reichskanzler behufs Anhörung des Retchsversicherungsamts überwiesen. Bezüglich der Rechnung der Kasse der preußischen Ober - Rechnungskammer für das Etatsjahr 1882/83, soweit sie den Rechnungshof des deutschen Reichs betrifft, wurde die Entlastung erthetlt. Endlich wurde über die geschäftliche Behandlung etugegangener Eingaben Mitthetlung gemacht, bezw. Beschluß gefaßt. , , , , ,. ~ x Braunschweig, 10. October. Nach den letzten vorliegenden Nachrichten ist der Schwächezustand des Herzogs unverändert. — Nach den neuesten Nachrichten ist das Befinden des Herzogs etwas günstiger, eine unittelbare Gefahr scheint nicht vorhanden. Wien, 10. October. Der Kaiser empfing heute Königl Milan-von Serbtw, worauf dieser den König von Sachsen besuchte und dann Gegenbesuch beider Monarchen Darmstadt, den 15. September 1884. Grokherwaliche Centralstelle für die Gewerbe und den Kandesgewerbverein. Fink» Busch. 20 icaab’g inMimg. b 13, Octbr,, filldit von Geller. 6666 Ha sirau gejUM . fluf | hoohn, Fetbinanb Anton [ August Adolf, geboten Carl HilgSttner eine ichter, Zohannette, ge- Cohn, Heinrich Carl Köchin, Ana Auguste, et, Marte Minna, ge-1 Tochter, Paula Elise, Marx Philipp ** et, Johanna Katharina ,Sohn, Franz Mdrtch, jefrau beS ft*«* von Mark 7.— an in grösster Auswahl. F. Holberg, Kirchenplatz._______ — w«v. ^aaretl- ^Chemische Gleichzeitig bringe mein frisch assortirtcs Lager in Knöpfen und Befatzartikeln empfehlende Erinnerung. 6688 Fr. Zülch Wwe. Häckselschneidcmaschinen in den besten, anerkanntesten Constructionen und in sämmtlichen Größen, namentlich die b«™ Neueste Patentmaschine ™™ empfiehlt als Specialität zu den billigsten Preisen e bb7U Heinrich Lanz, Mannheim. a Flae. 60 lieber t laufen fortgefefct sich in dem liebli und ^esiivitLten WMeins. Ueb Mmngen bis 24. Dclober zu erst noch an de Hohenzollern h großartige Voll von Cigmaring erwartet man c An eig Politik schon s dieser Mangel in und geben letzte! Woche herrschte auch andere Sim werth sind die i beim schwebend! werden läßt un Reichskanzlers in keine bestimmten gelegenheiten tri rmischen Posten M Dienst feine HM Blatt ai Men, als welche der Unsallvi AMAch^ze - Ans Sud ^nkung des do Herzogs ,. Die ho, * “Sen und bi haben in Albert i| Wenb beabsich 11 b-grüßen wüi bemtiff LVsUi flerJ der fW Seitl» fid. ba’ Ä « fror sSk i-S* hieri Wermietßungen. 6694 Eine Stube zu vermietheu. __Wallthorstraße 49 I.__ 6684 Kleines Familienlogis, sofort beziehbar_______________Frankfurterstr. 75. 6683 Kleine Familienwohnung zu ver- miethcn____Kornblumengasse 3. 6676 Bahnhofstr. 30 eine Homilien: Wohnung zu verm. bei Kaufm. 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