H de, Wtt, 53(3 fleyer. enfeig. »zeige«. ■H Äkamten wird »immer zu mie- !abe bittet man -diener Weidig WS Murn ent: ML mann^ 5u j tt f t 5516 Weßling, 11,00 L. ' besorgt penbeim n. B. tn, ÜM^tn, 1t. NML bi! bürgerlich kochen eugnissen versehen gute Stellen be- isivärts- 5879 Lller, Löwengasse. )lti »ecken cAilOMgz» . 1nüUert roeg. Ma! I überall-e einer, 524a ■ ;terthor 5. M tüchtiges Haus' lgnissenvere^ Men 6W ' »62S2e*»r ,11 Slfust-' Erscheint täglich mit «osrmhme M Montag» «»rea« r Schulffraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Bringerloha. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. bigt. Sogar enragirte Republikaner leugnen nicht den mächtigen Eindruck, den das ebenso ritterliche wie menschenfreundliche Verhalten des König» auf die öffentliche Meinung hervorgebracht habe. Von ber wenig nutzenbringenden Qua- rantäne an ber österreichischen unb schweizerischen Grenze scheint man stch nun maßgebenden Orts in Rom überzeugt zu haben, denn der Gesundheitsrath hat beschlossen, die Quarantäne an den bezeichneten Grenzen auszuheben. Die am Sonntag in Brüssel stattgesundene klerikale Maffenkund- gebung hat Gewaltthätigkeiten über Gewaltthätigkeiten im Gefolge gehabt, welche schließlich zu einem vollständigen Scheitern derselben führten. Die Liberalen halten Alles angewendet, um dieser Resultat Herdeizuführen, freilich sind hierbei allein in Brüssel beinahe 200 Personen verhaltet und über 100 verwundet »erben und zu ähnlichen Scenen kam er auch in Antwerpen, wenn auch in gerin« fletem Umsange. Er dürfte eine nicht ganz leichte Ausgabe sein, dar durch die sich wiederholenden Kundgebungen gestörte Gleichgewicht der öffentlichen Meinung in Belgien aus seinen normalen Stand zurückzubringen. Am ersten ließe sich dies wohl erreichen, wenn alle öffentlichen Demonstrationen, gleichviel, ob libe* rale oder klerikale, verboten würden. In Bern ist am Montag die von den meisten europäischen Staaten beschickte internationale Conserenz zum Schutze der literarischen und künstlerischen E^emhum« durch den Bundes-Präsidenten Droz eröffnet worden. Letzterer würde auch zum ständigen Vorsitzenden Der Conferenz gewählt. Die englische Regierung scheint sich nun doch endlich zu Concessto- nen an die durch das Bombardement von Alexandrien Geschädigten entschließen iu wollen. Sie will demnächst den Mächten einen bezüglichen Entwurf vor« legen; nach demselben soll den beteiligten Personen entweder eine sofortige «ahlung der ihnen zugesprochenen Summen abzüglich 25 pCt. angeboten, oder bie Zahlung der ganzen Summe in Aconto-Zahlnngen, die auf 10 Jahre ver« theill werden, offerirt werden. _ apolitisch- Ueberficht. Gießen, 11. September. Bezüglich der Theilnahme der Kaisers an den großen Manö- Dem am Rhein verlautet jetzt vielfach, daß dieselbe sich aus die Anwesenheit der Monarchen bei dm beiden großen Paraden beschränken werde. In den Dirpo- Rtionen bezüglich der Anwesenheit des Kaisers bei den ihm zu Ehren zu veranstaltenden Festen scheint' eine Amderung nicht beabsichtigt zu sein. Die „Post ihrerseits weiß zu melden, daß der Kaiser am 19. d. Mts. ine Parade de» 7 Armee-CorpS abnehmen und am 20. ds. dem Corps-Manöver beiwohnen wird. Am 21. dr. geschieht Die Uebersiedelung von Schloß Benrath nach Schloß Brühl am 22. wird der Kaiser der Parade, am 23. dem Manöver der 8 Armee-CorpS beiwohnen. Am 24. erfolgt der Besuch Münsters, am 2a. derjenige Kölns. Die Feldmanöver gehen in diesem Jahre den CorpS-Manövern voraus und wird bei jenen der Kronprinz seinen kaiserlichen Vater vertreten. Der deutsche Kronprinz hat sich in Begleitung seine« zwMältesten Sohnes de» Prinzen Heinrich von Preußen, am Sonntag Abend zur Abhaltung von Truppen-Besichtigungen nach Bayern begeben. Von Bayern aus begeben sich ber Kronprinz und Prinz Heinrich direct zu den Manövern am Rhein. Sie Wahlbewegung ist nun allenthalben in vollem Fluß, obgleich tis iur Stunde die osficielle Bekanntgebung de» W-hltermini für die Reich»- taarwahlen noch immer nicht erfolgt ist. Arn Sonntag hat in Elberfeld ber deutsch-sreisinnige Parteitag für Rheinland und Westfalen flattgefunben auf roeldiem etwa 1500 Personen anwesend warm. Rechtsanwalt Schmitz eröffnete bie Versammlung mit einer Begrüßungsrede; weitere Reden hielten die Abgg. W Die irdische Hülle de» Generalfeldmarschall» Herwarth v. Sitten f et b ist am Samstag unter großen Feierlichkeiten per Bahn von Bonn nach Koblenz übergeführt worden, wo die eigentliche Beerdtgungsserer statlsindeR Der Kaiser war bei der Uebersührung ber Leiche nach dem Bahnhose durch einen be anderen Abgesandten vertreten, Den Obersten Fink v. Flnckenstttn. Die bevorstehende Kaiser-Begegnung auf polnischem Boden ist feit der am Montag erfolgten Ankunst Der russischen Kaiserpaare« tn Warschau wieder ein Haupt-Thema der politischen Diieussion geworden Nur ist e» noch immer nicht ganz gewiß, ob auch Kaiser Wilhelm an der Zusammenkunft theil- nimmt welche zwischen Czar Alexander und Kaiser Fran, Josef entweder noch in dieser ober wenigsten« Anfangs nächster Woche stattfindet und zwar , wie i^t von verschiedenen Seiten übereinstimmend versichert wird, zu Skiermewice an der Warschau - Wiener Bahn. E« ist schon früher von Berlin aus darauf binaewiesen worden, daß bie bevorstehenden Manöver-Anstrengungen bie immer- hin beschwerliche Reise nach Russisch-Polen al« nicht räthlich für unfern Kaiser erscheinen ließen, anderseits wird aber jetzt behauptet, daß Kaiser Wilhelm doch gleichfalls nach Skierniewiee reisen werde, wahrscheinlich begleitet vom Fürsten Bismarck Vorläufig ist demnach in dieser Beziehung da« Weitere abzuwarten, ^ebenfalls wird aber der Monarchen-Entrevue in dem russischen Städtchen, mag sie sich nun schließlich aU eine Zwei- ober eine Drei - Kaiser - Zusammenkunft Herausstellen, eine große politische Tragweite nicht abzusprechen fern, bie stch schon daraus ergiebt, daß ber Czar saft von allen seinen Ministern, unter ihnen auch Herr v Gier«, ber Leiter Der auswärtigen Angelegenheiten Rußlands, begleitet ist. Vor Allem dürste aber die Monsrchen-Begegnung m Skiermewice eine Abgrenzung ber widerstreitenden Interessen Rußlands und Oesterreichs auf bet Balkan-Halbinsel herbeiführen, soweit sich bie« im Rahmen ber Bestimmungen be« Berliner Vertrage« durchführen läßt, und hiermit wäre für bie weitere Erhaltung be« friedlichen Zustande« in Europa schon viel gewonnen. An« China liegt heute wenig Reue« vor, aber auch diele« Wenige zeugt von dem Vorherrschen ber kriegerischen Stimmung m den leitenden Pekinger Kreisen. Dafür spricht z. B. bie Absetzung von 6 Mitgliedern de« Depot- tement» ber auswärtigen Angelegenheiten, weil sie zum Fr leben mit Frankreich gerathen haben unb weiter bebroht bie chinesische Regierung alle biejemgen, welche bie Zahlung ber Entschädigung anempsehlen, mit harten Strafen. Ferner sollen die chinesischen Behörben Shanghai für neutral, Woosung dagegen, mit Ausnahme eines Kanals, für blodirt erklärt haben. Ein bedenkliches Zeichen für ben wachsenden Fanatismus der Chinesen ist die Plünderung ber Häuser der^ Fremden in Fu-tscheu, und zwar ohne Unterschied der Rationalität, durch chinesische Soldaten. Da dir Engländer doch schon vor einiger Zeit ein starkes Detachement Marine-Truppen in Fu-tscheu gelandet haben, so läßt sich eigentlich nicht begreifen, weshalb sie nicht bie Plünderung des Fremden-Viertels verhindert haben. 21(8 definitiver Nachfolger des Generals Millot im Ober-Commando des fran- Mschen Expeditions-CorpS in Tongking nennt man jetzt den General Briöre be l'Jsle. Eine rasche Wiederbesetzung dieses wichtigen Postens empfiehlt sich qu4 um so mehr, als in der That eine chinesische Armee sich in drei Colonnen in Bewegung gesetzt haben soll, um zunächst bie französischen Stellungen in Honghoa unb Bacninh anzugreisen. Die sanitären Zustänbe Italiens stellen sich noch immer als wenig erquickliche dar. König Humbert selbst hat sich nach Neapel begeben, welche Stadt zur Zeit al« der Haupt-Choleraherd der Appenmnen-Halbinsel betrachtet werden muß, um durch feine Anwesenheit den gesunkenen moralischen Muth der Bevölkerung zu heben. Da« edle Beispiel selbstvergessener Aufopferung, welche« der edle Herrscher seinem Volke tn schweren Tagen giebt, wird von dem intelligenteren Theile der Nation feiner vollen Tragweite nach gerour- Telegraphische Depesche«. Wolff'» tsle-o. LorrespoirdlirL-Birreorr. Wiesbaden, 10. September. An bem heutigen Hauptfesttage der Versammlung ber Gustav-Adolf-Stistung hielt Prof. Dr. Sachse von Herborn in ber von Andächtigen bicht gefüllten Kirche bie Festpredigt. Die baraut folgende erste öffentliche Versammlung wurde von dem Vorsitzenden, Prof. Dr. ^ride. mit einer Rede eröffnet, woran sich Begrüßungen des Oberkirchenraths durch ben Probst v d. Goltz, bei nassauischen Landes-Confistorium«, de« ConsistoiiumS und der evangelischen Kirche Siebenbürgen« unb Anberer anschlossen. Dr. v. Kne- gern erstattete den Generalbericht de« Centralvorstandes. Bei der Festtafel wurde an Se Maj. Den Kaiser Das folgende Telegramm gerichtet: Am Fuße de« Niederwaldes, den Ew. Majestät für immer dem deutschen Volke zur herzerhe- benden Wallfahrtsstätte gemacht hat, bringt soeben die 38. Hauptversammlung der Gesammtverein» der Gustav - Adolf - Stiftung, Männer au« Alldeutichtand und weiter her, dem allgeliebten und allverehrten Kaiser aus tiesstem patriotischen Herzen ein begeisterte« Hoch und gestattet sich, ihren ehrfurchtvollsten Gruß $u den Füßen des erhabenen Protektors der Gustav-Adolf-Sache niederzulegen. Siel, 10. September. Das UebungSgeschwader ist in vergangener Nacht vor der Kieler Bucht eingetroffen. Die Manöver haben heute Morgen begonnm^ 10 September. Der Dampfer „Alice", au« Hamburg, Kapitän Jensen, welcher stch mit einer Eisenladung auf ber Sahst von Middles- borough nach Stettin befand, ist gestern im Hollanderdyb (südlicher Thell de» Sunde«) gesunken, nachdem er auf einen Reifen aufgeftoßen war. Die Mann- schast wurde gerettet, der Kapitän ertrank. Die Masten und der Schornstein ragen aus dem Wasser hervor. Das Schiff kann wahrscheinlich gehoben werben ; man erwartet Verficherungsbeamte aus Hamburg, um einen Reitungs- 60nttlR*®'10USenptember. Der König besuchte In Begleitung de« Herzog« ».Aosta, hn* ffT?intfter Devreiis Maneini. fototc Öt8 Präsecten unb Bürgermeisters b c bis beutenbften Cwtl- unb Milttärhospitäler, In benen sich Cholerarcanke besinn, sowie »in finSnfi fn welärem bie Familien ber Erkrankten untergebracht sinb. Der Kön g, ber für seine Person alle DeSinfecttonsmaßregeln ^gelehnt haben soll, ging von Bett in Bett selbst »u Sterbenben unb sprach ben Kranken Muth unb Trost ein. Auch hat der König Maßregeln ang-ordn-t, durch welche die V-rth-u-rung der L-b-nSmMel »er- btnbert werben solle. Der Besuch beS Monarchen macht ersichtlich aus bie Bevölkerung etnen titten Einbruck. Derselbe wirb, wo er sich zeigt, mit begeisterten Zurufen empfangen. Wie es heißt, ist auch ein Besuch bis ärmeren Stabtoiertels in Aussicht genommen. bcm ^wachsen ber Cholera erweist sich bie Anzahl der Spitäler unb Aertte als ungenügenb. Im Svstale Conocchia find selbst die Treppenhäuser mit sanken b-l?at ^n ein» einzigen Straße sinb in einer Stunde 30 Erkrankungen an ffÄlÄraäfiiSK Au'ch ein Ätbeamterf.ber MnWhn Eskorte wurde von ho- Krankheit befallen. Zahlreiche Einwohner verlassen bie Stabt. ber Är™ o^em „Reutersschen Bureau" wird au« Shanghai von heute telegraphitt, daß die chinesischen Behörden bereits bie Dpe> rationm für die Absperrung der Einfahrt de« Woosung-Flusse» durch nut Siel« " ’J'Ä&Ä ».-»»;••• 7» d-m Kh-did- in Audienz empsangeu und ubdr.eMe demleiden em Schreien Lord Granville'», welche« die Beglaubigung Lord Northbrook« dbercom missar England» enthält und gleichzeitig die egyptpche Regierung um -b« Unter stützung bei Lösung der wichtigen schwebenden Fragen, namentlich hmfichllich te$ 213. Freitag den 12. September 18S1 Gießener Anzeiger Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Regelung der finanziellen Schwierigkeiten ersucht. Der Khedive empfing North- brook äußerst herzlich und sprach sich nach der Audienz sehr befriedigt über die Erklärungen Northbrook's aus. Später stattete der Khedive Lord Northbrook einen Besuch ab. Oesfentliche Sitzung deS Provinzial-Arrsschirfses der Provinz Ober- hoffen vom 14. Juli 1884. 5lit> erster Gegenstand der Tagesordnung kam zur Verhandlung dte Beschwerde der Stadt Frteberg wegen Heranziehung zu einzelnen Krets- av gaben. Dieselbe lautet wie folgt: „$)ie Stadt Friedberg hatte nach vielen fruchtlosen Versuchen im Jahre 1871 das Recht erlangt, einen Stadtbeumeifter für sich anstellen zu dürfen und war vom Jahre 1872 an von den Kosten, welche der Kreis für das Institut der BezrrkSbauauf- seher aufzubringen hatte, befreit. Bci Einführung der neuen Kreis- bezw. Gemeindeordnung vom 12. und 15. Ium 1874 wurde an diesem Verhälrmß nichts geändert. Im Jahre 1875 wurde das Bezirksbauaufsehcr-Jnstitut noch evtsprechend erweitert und betrugen die hierfür aufgewendeten Kosten bis zum Jadre 1881 7500 X jährlich. Mst dem JnSlebentreten des Gesetze« vom 27. April 1881 hat nun der Kreis die Verpflichtung zur Unterhaltung der in ihm gelegenen Straßen übernommen und mußte die Stadt Friedberg in Folge dessen auch pro rata zu den Kosten der hierdurch entstehenden Kosten für das bautechnische Personal herangezogen werden. Der Bürgermeister der Stadt Friedberg hatte als Ausschußmitglied seiner Zeit in der KceiSausschußsitzuug den Antrag gestellt, den Stadtdaumeister als BezirkS- bauaufseher für den KreiS zu übernehmen und wäre dies wohl dte beste Lösung der Frage gewesen, allein der KretsauSschuß ging auf den Antrag nicht ein. Man ließ der Stadt Friedberg ihren Stadtbaumelster, zog sie aber beim Ausschlag der KreiSabgaben in demselben VerhSltniß zu, wie alle anderen Gemeinden. ES wurde nun ein Antrag Seitens der Stadt Friedberg um theilweise Befreiung zu den Kosten der Krets-Bautechutker gestellt; der Antrag wurde aber von dem KretsauSschuß am 10. Juni 1882 abgelehnt und von dem Kreistag in seiner Sitzung am 27. Januar 1883 der Beschluß deS Kreisausschusses bestätigt. Auf eine nochmalige Eingabe der Stadt Friedberg, worin der KretsauSschuß ersuckt wurde, entweder die Stadt allen übrigen Gemeinden gleich zu stellen und un8 den Termin anzugeben, bis zu welchem das Gemeindebauwesen von einem der BeztrkS- bauaufseher besorgt werden könne oder eine verhältnttzmäßige Befreiung von dem Beitrag zu den betreffenden Kosten eintreten zu lassen. Der KretsauSschuß hat nun auf diese Eingabe hin eine genaue Prüfung der Voracten über die Anstellung des Stadtbaumeisters stattfinden lassen und nachdem sich aus denselben ergeben, daß der Stadt Friedberg das unbestreitbare Recht zusteht, einen eigenen Stadtbaumeister zu halten und in Folge dessen von den Kosten der Bezirksbauausseher eximirt zu sein, entschied fich derselbe, eine theilweise Exemtion der Stadt Friedberg im Maximalbetrage bis zu 3000 X zuzugestehen. Dieser Antrag vom 6. September v. I. wurde vom Kreistag am 15. December v. I. zum Beschluß erhoben mit Wirkung vom nächsten Budgetjahr. Die Stadt Friedberg fühlt sich über den Maßstab der Heranziehung zu den Kreisabgaben beschwert und macht hiermit von der nach Art. 11 der Kreisordnung ihr zuftehenden Rechte Gebrauch, die Angelegenheit dem Provinzial-Ausschuß zur Prüfung bezw. Entscheidung vorzulegen. Zur Begründung unserer Beschwerde haben wir Folgendes vorzutragen: Der Kreis Friedberg hatte bisher für 5 Bauaufseher 7500 X ausgegeben und war zu diesen Kosten die Stadt nicht herangezogen kraft des ihr höchsten OrtS zugesprochenen Exemtionsrechtes. Vom 1. April 1882 an ging die Unterhaltung der Kunststraßen auf den Kreis Über und mußte selbstverständlich die Stadt Friedberg von da an zu diesen Kosten herangezogen werden. Um nun einen Maßstab dafür zu finden, welche Zeit die BezirkS- bauaufseher für die Kreisstraßen zu verwenden haben, haben im KreiS Friedberg noch keine Erhebungen stattgefunden, wohl aber sind in dem Kreise Gießen genaue Aufzeichnungen über den Zeitaufwand gemacht worden; trotzdem bet der Verhandlung in der Kreistagssitzung bekannt gegeben wurde, daß dieser Zeitaufwand für dte Kreis- ftraßen tm Kreise Gießen auf die Hälfte angenommen worden sei, hat man nach dem Beschlüsse deS Kreistages vom 15. December 1883 noch nicht ein Drtttthetl für den Kreis Friedberg angenommen, da der betreffende Posten im Budget 9500 X beträgt. Wir Haden uns nun die Aufzeichnungen der Bezirksbauaufseher vom Kreis Gießen verschafft und daraus constatirt, daß in der Zeit vom 1. Januar bis 1. November 1883 von 17663/4 Arbeitstagen 66971 auf dte Kreisstraßen, während 77071 auf das Gerneinde- bauweseu, 3287, auf Revisionen und 112 auf Neubauten in Gemeinden fallen. Da nun in unserer Stadt bie Revisionen von unserem Stadtbaumeister vorgenommen werden, bie Zett für Neubauten aber bei unS ben Bauaufsehern birect von ben Ge- metnben vergütet wirb, so können boch nur 66971, also kaum mehr als ein Drittheil der Arbeitstage in Betracht kommen. Daß aber baS VerhSltniß im Kreise Frtebberg noch ein viel günstigeres ist für unsere Auffassung ber zu hohen Belastung, bürfte boch jedem Sachkundigen leicht klar zu machen fein, indem der KreiS Friedberg nur 144 Kilometer KreiSstraßen, dagegen Gießen 223, und im umgekehrten Falle für daS Gemeindebauwesen tm Kreise Friedberg ganz bedeutend mehr zu thun ist, als im Kreise Gießen. Wenn in unserem Kreise Aufzeichnungen wie in Gießen gemacht würden, bann ftab wir fest überzeugt, baß noch keine 25 p6L ber Arbeitstage auf bie Kreisstraßen fielen, b. h. wenn die Auszeichnungen gewiffenhaft gemacht würden. Wie nun bei unS die Verhältnisse liegen, daß die Bauaufseher sehr viel im Gemeindebauwesen und mit Neubauten zu thun haben, sollten da die Beaufsichtigungen der Kretsstraßen nicht esen entfallen, so an welchen der Wrt (im W KftM iiff.j*f? *>to ■ die iqiilf«1“*1 ni, reib’ ü,6tl*6 jlrbeit bei P"' «rteg«»S5& euns B bWjP erbtttbe« d-l°V ,, Baulonbi b» LÄdlÄ udit wtto u (ift taW®J®oSfi«b liöf'K Älter 5«*** :r 1U4 ’A, pro rat* 1,1 len" S«8CIS „HW-Se”6 8" I? neue Dellerlinsen sehr gut kochend, empfiehlt H. F. Nassauer, 5937 Kreuz 6. Im Bezirk Vilbel überwiegen die Arbtiten für die KrelSstraßen, weil dort be- ,ri“ Vn’6®'')"’"rfd>be8OItbübftrDi(at ba« ©.mdtibcbauwefen unb wirb noch über, iid)t eine Hu«Bldd)un9 burch ®h06,n”"d^tut,l‘lnb7e Tbatfgteit für bett Neubau non El» V 5,lebbe^nlrht,Ul5^r wttlaMt de« frreiSineenieurS avlongt, so vertheilt sich dieselbe , Mnnnh? lur^eit fllet(!bma6ig »wischen ©trofeenbauweftn unb Gemeinde- nad) btffen ßrDteber mit Rücksicht auf bte ©trajenneubauten — für bau wesen. w}^cn^J,p®tirfn Dritlveil autzzuichetden ist, welche- übrigens lediglich ouS £ lÄM w A'auS btm b?mit combintrten Burcauaufwand (500^) Rechnet wirb. (KAfihunaen acaenüber Schlußfolgerungen aus den itn Äreqe ru 3n|0B,S 2^XobaÄen^jujt%en fiab, sind habet zunächst die Einflüsse ber Lahoren festzustellrn. welche bte Uebertragdarkeit dieser Beobachtungen Xn «Ä niobtfictren, fomobl noch brr Richtung be« ©rmtfnbrbaumefrn« ->« na?nbbdb"idölnMfw?rbrb«Zl"ne be« Rretfeä, hinsichtlich b<8 Str°benwe,en8 brrrn ® f="nfl= un6 b™ art br« Sttob.nnrtzr«, unb Hinsicht»» ».« ®=mdnbe, bte Lrobl der Ortschaften, bte Höhe der Einwohnerzahl unb ber Reichthum der flemtoben niKÄ Die Flächen der beiden Rretfe Gießen und Friedberg rerhalten sich wie 604:572 (Quadratkilometer), die Längen der ^EiSstraßen zur Ze t «'«! 234 • 144 (Kilometer), die Zahl der Lr schaffen wie 81:73 und Einwohnerzahlen "^schließlich der ihr Gemeindcbauwesen selbst besorgenden Städte) wie: 50 •• 57 Xaufenb, während auf ben Reichthum bte Höhe ber ^ormameue^fapnalten »el sich (wieder mit Ausschluß ber betben KreiSstäbte) verhalten wie .93-1399 Tausenb @UlbCI$)arau8 wird zu folgern sein, daß — ceteris paribua — baS ^EtSstraßenwesen Kreise Friedberg weniger Müheletstung der Techniker fordert. alS im Kreise Außen, ohne daß das Mmdermaß gerade proportional der Straßenlängewäre.benn tin dichteres unb geschlossenes Straßennetz wie basjentge M ! dm Dienst beS technischen Personals gegenüber bemrentgen bet einem verzetteltenl Netz mie ,m Kreise Frtebberg; anbererfettB wirb baS Gemetnbebauwesen in diesem Kreise Höhere Ansprüche stellen, weil bte bärtigen wesentlich reicheren GEinden mehr leisten können unb werben, als bie ärmeren, wobei ber Einfluß beS sroßeren Areals (<"6' Brücken, Gräben re.) unb ber größeren Zahl ber Wohnplatze imi Kretsia» - aewogen wirb durch die andererseits dichtere und stärkere Bevölkerung tm jcrcne ®rt. „ 10—12 „ Eo. Vereinshaus: Die innere Mission auf dem Lande (P. D Römheld, Seeheim). Donnerstag den 25. September r Bonn. 8—10 Uhr: Festhalle: Stadtmission (C- Zinßer, Vereinsdirektor, Leipzig). , 10—1 „ Wie kann die volksthümliche Wirksamkeit der evang. Kirche durch die innere Mission gefördert werden? (Gen.-Superintendent Nebe, München). Abendpredigten werden gehalten in der Schloß- und Stadlkirche unter Mitwirkung der betreffenden Kirchenchöre von Superintendent Dry and er, Berlin, Pfarrer Blum- Hardt, Boll, Oberconsistorialrath D. Burk, Stuttgart, Geh. Kirchenrath Oberhofprediger Hansen, Oldenburg, Pfarrer Löscher, Ensisheim (Elsaß). Abends 8 Uhr jeweils gesellige Vereinigungen. Die Retourbille te, die vom 20. September ab nach bezw- in der Richtung nach Karlsruhe gelöst werden, haben bis zum 28. September Gültigkeit. Die Retour- billete müssen behufs Legitimation gegenüber dem Fahrpersonal auf der Rückseite mit dem Congreßstempel versehen sein, und geschieht die Abstempelung auf dem Bureau des Ev. Vereins, Adlerstraße 23, woselbst auch die Mitgliedskarten ä 3 Mt. abgegeben werden. Anmeldungen und sonstige Anfragen bittet man zu richten an 5924________________________________das LokabComitv. Verein der deutschen freisinnigen Partei. Generalversammlung Samstag den 13. September, Abends 8^2 Uhr, im „Frankfurter Hof". Tagesordnung: Die bevorstehenden Reichstagswahlen. 5820_______Der Vorstand. ^Krieger-Verein Gießen.^ Zur Feier des Geburtstages S. K. Hoheit des Großherzogs Musikalische Abendunterlialtiing auf dem Lenz’schen Felsenkeller. Die Mitglieder mit ihren Familien haben freien Zutritt. Anfang S Ehr. 5915 Sonntag den 14. und Montag den 15. Septbr.: kirdiwHIHi'sl zu Immil wozu ergebenst einladet [5922] Wer fittet weißen Marmor? Adressen in der Exped. d. Bl. abzugeben. L. Weller. 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