'“«fajen kk»»f. ■w?*; 'a,lehaus M enthält a'und Lngm- umgen Wirth- rten und liegt W ist noch 1,6 Waldnngen iat kann abge- dst eine Hfl, lUs, Scheuer, ) Acker LaH llität aus Ge- en. beibe an ein* wgen verkauft 8 der Verträge rator leis* Baulichkeiten rc. d. Bl. zur An- ________4571 !2WMM er 8 Loose. 8 ► 25. Septbr.ö von 9600 det die Gene-8 46248 t, Worms, 8 nkäufer. ä oogqoqo ensteine lnng zu kaufen mit Preisangabe ). d. Bl- nieder 4618 ;r. Lehranstalt wird Mathematik oder lesucht, welcher egt oder baldigst ■erteil) doch ohne zu übermitteln enstein & Vogler men Mann Mer Handlchr»!, ,t einem en-gros- ) eine Stelle t jTos* oder Fnbri^ bescheidenen > rSs! Mm kpttt, lerr. uemveg. ME sch" ;en, 1' - WkT ##1 i, in , sorv'^ ^rktN' »SShfs**': sre. 161» Erstes Blatt. Sonntag den 13. Juli 188M Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schulftraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. i m r tMWiWWWn-,», Amtlicher Hheil. Betreffend: Die Ausräumung der Horloff. Bekanntmachung. Zum Zwecke der Aufräumung der Horloff soll dieselbe Donnerstag den 17. l. M. in der Nähe von Utphe auf drei bis vier Tage abgedämmt werden. Gießen, den 12. Juli 1884. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __Dr. Boekmann.__ Gefunden: 1 Portemonnaie, 1 schwarzes Halstuch, 1 Herrenhemd, 1 Päckchen trockene Hefe, 1 Handschuh, 1 Handbeil, 1 weißes Taschentuch, 1 Badhose nebst Handtuch, mehrere Schlüssel- Gießen, den 12. Juli 1884. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Darmstadt, 11. Juli. Se. - Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 15. Juni den Hauptsteueramts-Controleur bei dem Hauptsteueramte Worms, Karl Klingelhösfer, zum Steuercommiffär des Steuercommiffa- riats Homberg mit Wirkung vom 15. Juli an zu ernennen. Darmstadt, 11. Juli. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom Heutigen dem Commandanten von Darmstadt. Generalmajor Freiherr Röder v. Diersburg, das Comthur- kreuz 1. Klaffe des Verdienst-Ordens Philipps des Großmüthtgen zu verleihen geruht. Chicago, 11. Juli. Die demokratische Convention saß bis spät Nachts. DaS Programm der Conventton verpflichtet die demokratische Partei zur Revision deS Tarifs im Geleise der Gerechtigkeit gegenüber allen Jntertssen. befürwortet eine amerikanische kontinentale Politik auf Grundlage engerer kommerzieller Beziehungen mit den 15 Schwksterrepubliken CentralamerikaS unter Vermeidung verwickelnder Allianzen. Das Programm erklärt eS als Pflicht de* Regierung, die Rechte und das Eigevthum der amerikanischen Staatsangehörigen im Ausland zu schützen. — Cleveland wurde beim zweiten Wahlgange zum PrSsidentschaftScandtdaten gewählt. Bei der ersten namentlichen Abstimmung hatte Cleveland 475 Stimmen von den erforderlichen 547; ehe jedoch die Stimmenzahl officiell festgestellt war, übertrugen zahlreiche Delegirte, welche zuvor für andere Candidaten gestimmt, ihre Stimmen auf Cleoeland. Infolge dessen wurde dieser gewählt mit 683 Stimmen, Bayard erhielt 81, Hendricks 5, Thurman 4, Macdonald 2, RandLll 4. Telegraphische Depesche«. Wolff s telegr. Eorrrsponderrz-Bvreatt. Berlin, 11. Juli. Der „Reichs-Anz." publicirt die Ernennung des Legationsraths Grafen v. Radolin-Radolinski zum Hofmarschall Sr. K. K. Hoh. des Kronprinzen. — Der „Reichs-Anz." schreibt: Der Reichskanzler hat die Bundesregierungen ersucht, zu erwägen, inwiefern ein Theil der Einrichtungen, welche die Cholera-Commission für den Fall des Fortschreitens der Cholera in Frankreich empfohlen hat, schon jetzt vorzubereiten sein möchte. — Der Ober-Bibliothekar Lepsius ist gestorben. BreSlau, 11. Juli. Der „Brest. Ztg." wird aus Mährisch-Ostrau gemeldet, daß die drei der Nordbahn gehörigen Kohlengruben „Wilhelm", „Her- mengild" und „Jacobsschacht" den Betrieb eingestellt haben, weil die beiden ersten Gruben in Brand gerathen sind. Bei dem Versuche das Feuer zu löschen, sollen zwei Ingenieure um's Leben gekommen sein. Die Commission der Nordbahn beschloß, die Hermengild- und die Wilhelm-Grube ein Jahr unter Wasser zu setzen. München, 11. Juli. Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Oesterreich sind heule Nachmittag hier eingetroffen. Leipzig, 11. Juli. Der König hat eine an ihn gerichtete Einladung zum Besuch des deutschen Bundes-Schießens angenommen und wird am 19. ds. zu mehrtägigem Aufenthalte hier eintreffen. Bern, 11. Juli. Ein in der heutigen „Neuen Züricher Zeitung" gemeldeter Züricher Cholerafall wird durch Telegramm Der Sanitäts-Direction Zürich an den Bundesrath für vollständig unbegründet erklärt. Paris, 11. Juli. „Paris" meldet, daß bei der gestrigen Unterredung Ferry's mit Li-Fong-Pao Letzterer den sofortigen Rückzug der chinesischen Truppen aus Tongking anbot. China anerkenne das Recht Frankreichs, Genug- thuung zu fordern, wünscht aber die Art und den Umfang derselben selbst zu bestimmen. — Der „Temps" meldet, die Chinesen geben den Verlust bei Langson auf 400 Todte und zahlreiche Verwundete an. Die chinesischen Befehlshaber hätten keinen Befehl zur Räumung gehabt. — Der Municipalrath hat es mit großer Majorität abgelehnt, die Feier des 14. Juli zu vertagen. Paris, 11. Juli. Seit gestern Abend starben in Toulon 3, in Marseille 19 Personen an der Cholera. Toulon, 11. Juli. Seit heute früh sind 13 Cholera-Todesfälle gemeldet worden.. Marseille, 11. Juli. Seit heute früh sind hier 12 neue Cholera- Todesfälle vorgekommen. Petersburg, 11. Juli. Ein kaiserlicher Tagesbefehl ordnet an, daß das Stamogit'sche Grenadier-Regiment, dessen Chef Totleben war, zur Erinnerung an die militärischen Verdienste des Verstorbenen dessen Namen weiterführt. — Das „Reichsgesetzblatt" veröffentlicht ein vom Kaiser genehmigtes Gutachten des Neichsnaths, wonach die Handeltreibenden und Industriellen vom Jahre 1885 ab einer gleichmäßigeren Besteuerung zu unterziehen sind. Der Steuerbetrag für Handelsscheine von Handeltreibenden der ersten Gilde wird für alle Orte gleichmäßig aus 565 Rubel festgesetzt. Kairo, 11. Juli. sReuter-Meldung.) Nach einer Depesche Taylors auS Assuan soll sich der Mudtr Dongola alS der vom Mahdi ernannte Emir proclamirt haben und auf Wadthalfa oorrücken wollen. Die Cholera in Europa. DaS waren inhaltsschwere Worte, die von Dr. Koch, dem todeömuthigen Ent- decker deS Cholerapilzes, zu dem ihn interviewenden Correspondenten der „TimeS" geäußert worden: Die am französischen Strande des Mittelmcers wüthende Seuche ist die asiatische Cholera, ist durch französische Schiffe aus Tongking verschleppt worden und wird ihren Rundgarg durch Europa nehmen. Leider ist nur geringe Hoffnung »or^nben, daß dec Unheilsprophezeihung die Erfüllung versagt sein werde. Schon hat die Epidemie zahlreiche Orte im weiten Umkreise von Toulon hetmgesucht, ist bl8 Saluzzo in Piemont über die italtenische Grenze gesprungen und haust auf englischen, spanischen und anderen Schiffen, welche den Verkehr mit der Provence vermitteln. Wir dürfen uns nicht verhehlen, daß auch Deutschland eine Heimsuchung beschtedcrr sein wird und Dr. Koch hat dies auch als seine feste Uederzeugung ausgesprochen. Wir müssen unS schneller und kräftiger noch, als es bisher geschehen und geplant ist, rüsten mit allen von der Wissenschaft und der Erfahrung gebotenen Mitteln, so daß wir, wenn auch nicht unheilvolle Einbrüche des Feindes, doch desie« Festsetzung im 'Vaterlande hindern können Der bisherige Verlauf der Epidemie gibt uns wohl nicht die Sicherheit, rechtfertigt aber die Erwartung, daß wir dieser Aufgabe gewachsen sein werden. Als im Jahre 1865 die Cholera aus Egypten nach Europa verschüppt wurde, da brach sie in fast allen Hafenorten des zwischen Afrika und Asien einerseits und Europa anderer- fett gelagerten Meeresbeckens, von Cartdagcna in Spanten bis Kartsch tn Rußland auS und überfiel von ihren Landungsplätzen her die europäischen Staaten; diesmal rastet sie glücklicher Weise im Nillande. in welchem sie während deS Vorjahres ge- wüthet hat, und nur zwei Einfallsihore in Europa hat sie gefunden: daS feste Toulon und die von diesem bewachte große und reiche Handelsstadt Marseille. Frankreich hat sich zweifellos einer schweren Versündigung an unserem Erdtheile schuldig gemacht und wird Großes vollbringen müssen, um diese Schuld zu sühnen. Nicht darin liegt sein Unrecht, daß die Franzosen nach Tongking gegangen sind, und ein französisches Kriegsschiff den schwarzen Tod herüber transporttrt hat: seine Eroberungspolitik Hst es vor sich allein zu verantworten und die Verschleppung der Cholera ist der Unwissenheit und Unbesonnenheit Einzelner zuzuschreiben. Auf alljährliche Wiederholung solchen Imports asiatischen Unheils müssen wir gefaßt sein; es liegt auch darm keine Gefahr, wenn N'cht die Seuche in unserem Erdtheil Stätten findet, dte zu Choleraherdm geeignet sind- Das ist die große Schuld Frankreichs, daß e8 unbeschreibliche Schmutzanbäufungen und den gänzlichen Mangel an sanitären Vo^ kehrungen in einzelnen seiner Städte geduldet dat, daß sein Sanitätswesen, obwohl auch die Franzosen ein stattliches Conttngent hervorragender Forscher stellen, weit zurückgeblieben ist hinter demjenigen anderer Ländern. Dazu tritt die alle Glieder ertödtende administrative C-.ntralisation. Wie erst ministerielle Erlaubniß zum Erschießen des toll gewordenen Schäferhundes in einem Pyrenäen-Dorfe eingeholt werden muß, so hängt jede Maßnahme gegen dte Touloner Epidemie von der Erlaubniß oder dem Befehl der Centralbehörde ab. Schleuniges, rücksichtsloses Einschreiten hätte Mitte Juni den Funken austreten können, der jetzt zur Flamme aufgelodert ist. Statt dessen hat man in Parts, um nur ja dte Unvolksthümlichkeit des tongkingnesischen Abenteuers nicht zu steigern, ein unwürdiges Vertuschungssystem versucht und aus demselben Grunde weigert mau sich, dte Feter des Nationalfeftrs zu unterlassen, obwohl 1865 dte Cholera tn der französischen Hauptstadt kurz nach der Feier des Napoleonstages ausgebrochen ist. In dem Lande, welches einen Pasteur und manch anderen Gelehrten ersten RangeS stolz sein eigen nennt, wird drei Wochen lang, bis zur Ankunft eines deutschen Gelehrten mit der Sektion eines an der Seuche Verstorbenen, mit der gründlichen Erforschung deS U?bels und' seines Ursprungs gewartet. Die Sünden der französischen Regierung werden v-.rhängnißvoll durch die Schwächen der südfranzösischen Bevölkerung. Selbst die Behörden von Toulon und Mars-lle find dem Aberglauben n'cht fern oder wagen doch n-cht, chm gegenüber- zutretcn, der dte Entzündung von Scheiterhaufen in den Gussin veranlaßt. Und dieselbe provencalische Bevölkerung, unter der Messer und Dolch eine verhangnttzvolle Anwendung find-n. die Zahl der Meuchelmorde erschreckend hoch und die Blutrache noch nicht beseitigt ist, und die tn Wuth aufschreit, wenn ihr ter Anblick der grausen Stiergefechte entzogen wird — dieselbe erweist gegenüber dem noch mäßigen Wüthen der Cholera beispiellose Feigheit. Aus Toulon sind fast zwei Drittel der E.nwohner geflohen, die Furcht und mit dieser dte Ansteckungsgefahr weithin verbreitend. In Spanten und einem großen Thetle Italiens herrscht wahnwitzige Pan k. Dte Korsen, unter denen der Meuchelmord beinahe eine sociale Institution ist, h adern in ibr-r Anast wcht nur baä Sintern her Schiff- o6ne Ausnahme an ihrer Küste, sondern zerstören auch die Quarantänegcbäude. Je mehr der Mensch das Leben d s Mitmenschen mißachtet, desto felßtr Mert er für das eigene Leben, Gott sei Dank, so treffe Unwissenheit und so blasse Furcht sind bet unS doch nur Ausnahmen, und so rolro denn die Gefahr für Deutschland erheblich verringert. Selbst dte angesichts der heutigen Verlaufendfachung des einstigen VölkerverkehrS unmöglich gewordene hermetische Absperrung könnte dte Invasion der Cholera nicht bindern: aber was wir hindern können und müssen, das ist dte Veranlagung unserer Städte und Dörfer zu Choleraherden. Dte SanttätS - Kordons, wie Italien und Spanien sie errichtet haben, werden leicht selbst von der Epidemie ergriffen und tragen hfl§ Hebel weiter, während sie vom Tage ihrer Errichtung an unermeßlichen wirth- schastlichen Schaden stiften; dte Retnltchketts- und Gesundheitspflege aber ist ein fester 'Wall und bringt Gewinn bis in die fernste Zukunft. So könnte eine energische Handhabung aller hygienischen Vorschriften unsere Bevölkerung zu noch gesteigerter Aufmerksamkeit auf ihre physische Gesundheit erziehen; dadurch würde auch dte pünktliche Ausführung der SantkASoorfchriften wett mehr gesichert sein. Helfen wir unS also selbst, dann wird Gott unS auch helfen! Lokales. Gieße«, 12. Juli, fSitzung der Stadtverordneten vom 10. 3uIL] Anwesend : Herr Bürgermeister Bramm, Herren Beigeordneten Keller und Heß, von Setten der Stadtverordneten die Herren: Batst, Gatl, Georgt, Dr Guts leisch, Haustein, Hoch, Homberger, Kauf, Lüdektng, Aug. Noll, Petri, Scheel, Schopbach, Simon, Vogt und Wortmann. AuSloosung städtischer Obligationen. Bei der in der gestrigen Sitzung vorgenommenen Ausloosuna 3V? und 4 procenttger Obligationen wurden gezogen: a) BViProcenttge: Ltt. A. Nr. 77, 121, 123, 95, 147, 18; Pit B. Nr. 149, 136, 190, 11, 34, 76; Ltt. C Nr. 10, 147, 367, 199, 196, 239; Ltt. v. Nr. 6, 82. b) 4procmttge: Ltt. A. Nr. 19; Ltt. B. Nr. 22; Ltt. C. Nr. 61. Dte Quellwasserleitung. Nach erledigter Decretur von 74,22 X Pachtgeld an Großh. Fiscus, sowie der Kosten für Anbringung von Bechern an dte Brunnen der Quellwasserleitung, kommt das Gesuch der Bewohner des Nahrungsberges und der Gartenstraße um Aufstellung eines Brunnens am Nahrungsberg zur Vorlage. Die Versammlung beschließt indeß auf Antrag der Commission, auf das Gesuch vorläufig nicht etnzugehen. — Gegen die Errichtung eines Brunnens an seiner Mauer am Neustädler Thor hat Herr Emil Pistor Einspruch erhoben unter Geltendmachung von Eigenthumsansprüchen auf den zur Errichtung des Brunnens s. Z. bestimmten Platz. Vor Weiterbehandlung dieser Angelegenheit soll Augenschetnetnnahme ftattfinden. Neubau von Kliniken. Hierüber haben Verhandlungen ftattgefunben unter Vertretern des Großh. Ministeriums, Großh. Kreisamts, Großh. Kretsbauamts, Großh. Land's^Universität und der Stadt Gießen. Aus einem Nesc--tpt des Großh-Ministeriums an Großh. KreiSamt ist ersichtlich, daß dte Größe des für den Neubau von Kliniken erforderlichen Geländes auf ca. 15 Morgen festzufetzen sei und ferner, was dte Lage betrifft, auf die Rodhohl und Warte hinaewiesen wird. In gen. Rescript wird ferner angedeutet, daß die Stellung der Geländes, dte Herstellung von Zufuhrwegen, die Bewässerung der Anstalt rc. aus Kosten der Stadt zu erfolgen habe. D>e Angelegenheit wird vorerst der vereinigten Bau- und Ftnonz-Commtsston zur Erwägung überwiesen. Dasselbe geschieht in Betreff des Punktes:. Uebertragung der städtischen Armenpraxis an das akademisch e Hospital. Dte Dtrection der akademischen Hospitals ist gewillt, die von der chirurgischen Klinik geforderte Stellung refp. Ersetzung des Verbandmaterials fallen zu lassen, wenn der von der Stadt seither geleistete Zuschuß oon 5000 X auf 10000 X erhöht wird. Anschaffung von Büchern u. f. w. auf Grund Art. 26 des Volksschulgesetzes. Gemäß gen. Artikels wird dte Beschaffung von Büchern u. f. w. für solche Kinder, deren Eltern die hierzu erforderlichen Mittel nicht augenblicklich aufzu- brtngen vermögen, beschlossen. Gesuch des Grubendirectors Ch. Bansa um Bauerlaubniß. Gesuchsteller beabsichtigt, auf seinem Nebengebäude in der Nordanlage einen 2. Stock zu errichten- Da fragl. Gebäude in der Baulinte steht, erfolgt Ablehnung des Gesuches. Infolge eingegangener Baugesuche der Herren Kaufmann Alexander Meyer, Gastwirth Weber, Musikalienhändler Rudolvh, W'rth Chr. Ha ubach werden für dte Kaplaneigaffe, Erlengasfe und Krofdorfer Weg die Baufluchtlinien festgefetzt. Vermischtes. Rattbor. 4. Juli. Gestern wurde hier der Kupferschmied Köhl und dte Grundbesitzerin Wtttwe Jany, grb. Köhl, aus JakobSwalde vom Schwurgericht wegen Mordes zum Tode verurthetlt. Die beiden Verbrecher hatten eine Zeugin, dte in einem Metneidöproceß wider dte Angeklagte Jany ihr belastendes Zeugr.itz abgeben sollte, am Abend vor dem Terminstage in einen benachbarten Wald gelockt und dort gemetnschaft» lich so lange geschlagen und gewürgt, bis sie tobt war. Zwei Tage darauf ist dann der Köhl allein in den Wald gegangen, um dte Leiche zu beerdtgen. — Nach vorgenommener Zählung wurden tn den Kruppschen Fabriken im Sommer 1883 nicht weniger als 19,605 Arbeiter beschäftigt, welche Ziffer sich unter Hinzurechnung der Familienmitglieder derselben auf 65,381 Köpfe erhöht, wovon 13,088 noch im schulpflichtigen Alter befindliche Kinder sind. Ziemlich etn Drittel der 65,381 Personen bewohnen die von Krupp gegründete Arbeiterstadt; dte andern zwei Drttttheile wohnen in Essen und Umgegend, zum Thel tn den von Krupp angelegten Colonien und Niederlassungen. — Ein Bayer besteigt kürzlich in sehr wack.Ngem Zustande den Dampfer auf dem Starnberger See. Da #r durch seine schwankenden Bewegungen allerlei zerbrechliche Gegenstände und auch Passagiere anrempdte, rief ihm der erzürnte Capitän zu: „Wollen Sie mal ruhig lein und sich ntedersetzen, sonst werf' ich Sie in dte See." Darauf der Bayer: „Ballst mir da« nochmal sagst, sauf i dte ganze Lach'n aus, nach» kannst mit Deinem Schlitten auf’m Sand hamfahren." — [lob durch eine tBtper.J Dte Zeitungen von Lecce tn Südttalien erzählten folgenbeS entsetzliches Eretgniß, daS sich in den letzten Tagen ereignet hat. Ein Bauer au« Ginofa hatte sich am Morgen, wie gewöhnlich, zur Feldarbeit begeben. Sein langes Weib brachte ihm gegen Mittag sein Essen und legte währenddessen ihr ein» jahrigeS Kind unter einen Baurn. Kurz darauf sahen die Eltern, daß sich dasselbe convulsivtsch bewegte. Sie liefen hinzu und sahen mit Entsetzen, daß eine Viper, vom Milchgeruch angezogen, in den Mund des Kindes gekrochen war. Der verzweifelte Vater riß das Thier m't aller Gewalt heraus, aber zugleich mit diesem die blutenden Eingeweide fernes Töchterchens. Bei diesem Anblick wurde er plötzlich wahnsinnig er- griff seine Sichel und hieb seinem Weib den Kopf ab, woraus er lärmend tn den Feldern berumtrrtc, bis er mit großer Mühe, ja selbst Gefahr, von einigen Landleuten festgenommen wurde. ' ' x« «71 gegen das Fremdwortunwesen hat nun auch der preuß. Minister der öffentlichen Arbeiten, Herr Maybach oufgenommen und zwar auf seinem Gebiete in der Baukunst und Bauwissenschaft Sein Organ, daS „Centr.-Bl. der Bauw ", führt /^kw skhr lehrreich geschriebenen Artikel auS, daß die Reichsgesetzgebung namentlich die Rechtssprache einer gründlichen Reinigung unterzogen hat, daß aueb in der mit §^«^ortern überladenen KriegSwissenichast das große GeneralstabSwerk die Verdeutschung welscher Ausdrücke angestrebt, daß die Eisenbahn- und Schulbehörden den Kampf gegen die Fremdwörter unterstützen und fordert ein Gleiches auf dem Gebiete berJöaufunft und Bauwissenschaft. Daß der Ersatz der auch hier epidemisch auf- ^"mdwörter durch gute deutsche Wörter nickt gar schwer ist, beweist der zum^eich8t?g8g^ebäude. P"isentwürfe für die Heizung«- und LüfiungSanlagen Handel und Verkehr. » AR^ln6Qnn'AC? 12*.3US*-S?I dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund A ^0-0^90 Hühnereier 2 Stück 11-0 Enteneier pr. Stück 6-0 Käse HrErbsen pr. Liter 24 H, Linsen 32 Tauben per Mar 0'b0-0 80 ^ Hühner per Stück 1.00—1.30, Hahnen pr. Stücks 0.55—0.80 AA" ®Gnfc per Stück X 4.00—0 00, Welsche X 0-4X1 Ochsenfleffch per Pfund 68—70 Kuh- und Rindfleisch 56—60 Schweinefleisch 00 Mil^nch 60-70 ^Kalbfleisch 50-54 Kartoffeln per 1O0B Mund 20-25 P 2 ter 13~18 Zwiebeln per Ctr. X 15-00, Kirschen per Auszug aus dm Standesamtsregisteru des Standesamts Gietzerr. Ankoebalo» Jult: 4. Werkmeister Heinrich Feroinund Oscar Klose mit Philtpp'ne Elisabeth Noll, Tochter des Fuhrmanns Konrad Noll ,u Gießen- 5. Kausmann Guftav Reinhold Thiede mit Mathilde Luise Regine Sophie Buderus, Tochter des verstorbenen Kaufmanns Wilhelm Buderus zu Gießen. 7. Kaufmann Hermann Dietzl mit Karoline Friederike Susanne Johanna Hock, Tochter des Bauunternehmers Julius Hoch zu Gießen. 8. Schuhmacher Rudolf Wilhelm Stürmer mit Wilhelmine Karol ne Clara Palmer, Tochter des verstorbenen Pfarrers Ludwig Palmer zu Gießen. 9. Arbeiter Felix Josef Albert Lenser mit Margarethe Bender, Tochter des verstorbenen Landwtrths Marcus Bender zu Wetzlar. 9. Schreiner Johann Leonhard Ktßkalt, Wittwer, mit Helene Friederike Schmidt, geb. Burmann, Wtttwe des Schreiners Peter Josef Sckmidt zu Neuwied. 9 Schuhmacher Wilhelm Bös zu Wiesbaden mit Anna Marte Carle, Tochter des oeiftorbenen Ökonomen Ernst Carle zu Gießen. 11. Schlosser Johann Georg Ernt! Karl August Philipp Hampel zu Gießen mit Marie Margarethe Stützet, Tockter des Arbeiters Heinrich Stütze! zu Nteder-Bessingen. 11. Küfer Ludwig Karl Balthasar Emil Theodor Kohlermann IV. mit Marie Georgine Wilhelmine Karoline Strauch, Tochter des verstorbenen Zimmermeifters Georg Strauch zu Gießen. Eyefchlietzuugert. Juli: 9. Der Unteroffizier (Hllfshambmst) tm II. Großh. Hessischen Infanterie- Regiment Nr. 116 Reinhard Stückrath mit Luise Röhrig, Tochter des verstorbenen Steinbrechers Johann Konrad Röhrig zu Gießen. 9. Tapezier Wilhelm Thomas Brandt, Wittwer mit Johannette Feldhaus, Tochter des verstorbenen Tapezters Georg Felohaus zu Gießen. Geborene. Juni: 16. Dem Bierbrauer Franz Günther ein Sohn, Ferdinand Peier Friedrich. 28. Dem Lohnarbeiter Albrecht Rau ein Sohn. 30. Dem Tapezier Adolf Gerstenberg ein Sohn, Karl Ernst. 30. E'.ne Tochter von hier, Anna. Juli: 2. Dem Lampenfabrikant Friedrich Habemcht eine Tochter, Karolme Marie. 2- Dem Gendarm Philipp Schwarz eine Tochter, Anna Marie Magdalene Elisabeth. 2. Ein Sohn von auswärts, Wilhelm. 3 Dem Fabrikarbeiter Johannes Keller eine Tochter, Wlh-lmine Ottilie. 5. Dem Taglöhner Heinrich Schnelder eine Tochter, Emma Susanne. 7. Dem Back- fretnfabritant Johannes Dern etn Sohn. 10. Dem Schreiner Hermann Stauß ein Sohn, August Bernhard Heinrich Christian. Gestorbene. Juli: 4. Marte Magdalene Schmidt, geb. Volp, 82 Jahre alt, Wtttwe des Bahnwärters Christian Schmidt. 5. Christine Veith, geb. Fink, 26 Jahre alt, Ehefrau des Schreiners Georg Veith. 7. Marie, 15 Jahre alt, Tochter des Maurers Heinrich Häuser. 6. Eva Hirschmann, 47 Jahre alt, von Wetzlar. 7. Marie Dorothea, 1 Monat alt, Tochter des Schreiners Heinrich Sauer.' 7. Kaufmann Friedrich Schroeter, 24 Jahre alt, von Wetzlar. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 9. Juli. Reinhard Stückrath, Hautboift in Gießen und Luise Röhlig, ledige Tochter des verstorbenen Steinbrechers Conrad Röhrig in Kirch-Göns. Getaufte. Den 6. Juli. Dem Bleichenbesitzer Wilhelm Schmall ein Sohn, Emil, geboren den 3. Mai. Denselben. Dem Taglöhner Ludwig Zehner eine Tochter, Marie Elisabeth Katharine, geboren den 27. April. Denselben. Dem Tapezier Wilhelm Böhling ein Sohn, Karl, geboren den 9. Mai. Denselben. Dkm Taglöhner Gustav Schuchard etn Sohn, Wilhelm Johann Adolf, geboren den 19. Juni. Denselben. Dem Taglöhner Conrad Schmidt ein Sohn, Heinrich, geboren den 8. Juni. Denselben. Dem Schaffner Conrad Kuhl eine Tochter, Johanna Susanna, geboren den 18. Mai. Denselben. Dem Taglöhner Philipp Becher eine Tochter, Ida Katharine Elisabeth, geboren den 4 Mai. Denselben. Dem Bremser Conrad Kreiling ein Sohn, Ernst, geboren den 2. Juni. Denselbsn. Dem Taglöhner Conrad Weller eine Tochter, Anna Luise, geboren den 27. Mat. Den 7. Juli. Dem Kaufmann Johann Friedrich Schaaf eine Tochter, Anna Margarethe Hedwig, geboren btn 29. März. Den 9. Jult. Dem Bierbrauereibesitzer Christian Lony eine Tochter, Marie, geboren den 1. Mat. Den 10. Juli. Den Kaufmann Eduard Sack eine Tochter, Georgine Karoline Bertha, geboren den 14 Juni. Denselben. Dem StationSasststenten Philipp Blumenau ein Sohn, Bruno Heinrich Friedrich Curt, geboren den 28. Mat. Beerdigte. Den 5. Juli. ®eorg Röder, lediger Sohn des Weißbinders Johannes Röder in Dorheim, alt 15 Jahre, gestorben den 2. Juli. Den 7. Juli. Christine Veith, geb. Fink, Ehefrau des Schreiners Georg Veith, alt 26 Jahre, gestorben den 5. Juli. Den 8. Juli. Marie Häuser, lebige Tochter d-s Maurers Heinrich Häuser in Allendorf a. d. Lahn, alt 15 Jahre, gestorben den 7. Juli. Kirchliche Anzeigen der evangei. Gemeinde. „ ,S°"ntag, 13. Juli, Abends 8 Uhr: Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Apostelgesch. Kap. 12, Pfarrer Dr. Naumann. Brodpreise vom 13. bis 27. Juli 1884. der Bäcker 1 Kgr. (2 Psd.) Weißbrod .... 28 bei M. Lenz u. C. Steinberger 27 2 „ (4 Psd.) Weißbrod .... 56 bei M. Lenz u. C. Steinberger 54 1 „ (2 Psd.) Schwarzbrot) 1. Sorte 25 bei M. Lenz u. C. Steinberger 24 2 „ (4 Pfd.) Schmarzbrod 1. Sorte 50 bei M. Lenz u. C. Steinberger 48 1 u (2 Pfd.) Schmarzbrod 2. Sorte 22 bei M. Lenz, u. C. Steinberger 21 2 „ (4 Pfd.) Smmarzbrod 2. Sorte 44 bei M. Lenz u. C. Steinberger 42 3 „ (6 Pfd.) Schmarzbrod 2. Sorte bei Gg. Müller, Konrad Haas, L. Schneider, Louis Keil, Fr. W. Hartmann . . .....fiß Gießen, den 11. Juli 1884. der Brodverkäufer H 1 Kgr. f2 Psd.) Weißbrod . ... 28 ? * £4 „ ) .......56 1 » (a * ) Schmarzbrod 1. Sorte 25 o ,, _ bei Hch. Rain 22 2 * (4 „ ) Schmarzbrod 1. Sorte 50 o bei Hch. Rain 44 6 „ (o „ ) Schmarzbrod 1. Sorte — 1 •/ (2 „ ) Schmarzbrod 2. Sorte 22 o ,. . bei Hch. Rain 21 2 " 14 „ ) Schmarzbrod 2. Sorte 44 Q _ bei Hch. Rain 42 5 • (b v ) Schmarzbrod 2. Sorte 66 Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Temperatur am 12. Juli (Mittags zwischen 11 und 12 Uhr) Wafferwärme der Lahn 19« R. - Lustwärme 22° R. 9 Rübsamen. Verkäufe und Verpachtungen, Betheiligungen, Stellen-Vakanzen re. werden am sichersten durch Annoncen in zweckentsprechenden Zeitungen zur Kenntniß der bez. Reflektanten gebracht; die einlaufenden Offerten werden den Inserenten im Original zugesandt. Nähere Auskunft ertheilt die Annoncen-Expedition von Rudolf Moste, Frankfurt a. M-, Roßmarkt Nr-3. Vertreter In Gießen: Heinrich Wallach, Marktplatz 8. ^975 Zur gest. Beachtung. Schriftliche Anfragen wegen Auskunftserthe^lung über Inserate rc. können mfc nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beig^legt ist. lieber Inserate bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Ex-.-dittou M keinerlei Auskunstsertheilungen befugt. Offertenbriese sind — soweit keine bestimmten gegentbeiligev Abmachungen getroffen wurden — in der Expedition abrubolen. Allgemeiner Anzeiger. Vberhesüsche Eisenbahnen. Im oberhessisch—bayerischen Güteroerkehre, Tarif vom 1. November 1882, treten mit sofortiger Gültigkeit ermäßigte Frachtsätze für die Stationen Eger, Fran- .zensbad und Hof in Kraft. 4666 Gießen, den 10. Juli 1884. Großherzogliche Direction. Die Lieferung von Basalt- platten zur Einfassung des neuen Verrons auf Bahnhof Gießen soll an den Mindestfordernden vergeben werden. Termin am 19. Juli, Vormittags 11 Uhr. Preisverzeichnisse rc. sind zum Preise von 0,5 in Kicken. ----------- Di- heutige Shisuiuc« enthält 2 Blätter u. 1 Beilage. 13/7. 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Arbeiterinnen finden dauernde und lohnende Beschäftigung im Lumpengeschäft von Hermann Hess, Bleichstraße 2. Diejenigen, welche schon in ähnlichem Geschäft gearbeitet haben, erhalten den Vorzug.4692 Lehrer. Für eine berechtigte Lehranstalt wird ein tüchtiger Lehrer für Mathematik oder die neueren Sprachen gesucht, welcher seine Staatsprüfung abgelegt oder baldigst abzulegen hätte. Gefl. Offerten, doch ohne Zusendung der Zeugnisse, zu übermitteln sub 0. M. 177 an Haasenstein &. Vogler in Frankfurt a. M. 4621 Bürgerliche Kranken- u- Sierbekalle. Montag den 14. I. M., Abends 9 Uhr: ÜröcuKtdje Generalversammlung im Saale der Restauration Bramm (Albold), Neustadt. Tagesordnung: Rechnungsablage. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird dringend gebeten. 4698 Der Vorstand. Liederkranz. ! Heute (Samstag) Abend: Testows Hardt, Heute Sonntag den 13. Juli Grosses 3nftnimentaf=Concert (System Steinbach) am Lumpenmannsbrunnen. 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