"Mn», Vnreau r Schulstraße 7. ie: ■ Clauss. 1710 versetzen; 1. März den Landrichter bei dem Landgerichte der Provinz Ober « säfää » i A o Ö irieht, dass Schvieggf. Sterbehause, 1692 per Herrn ent- i«t$ ^Ladoa. Politische Ueberficht. Gießen, H. März. Die Thronrede, mit welcher am Donnerstag der Reichstag eröffnet worden ist ist zwar im Allgemeinen kurz und geschäftsmäßig gehalten, sie ent« hält aber doch eine hochbedeutsame Stelle, nämlich jenen Passus über die aus« wärtiqen Beziehungen des deutschen Reiches zum Auslande. In markanter Weise hebt die Thronrede besonders das freundschaftliche Verhaltmß Deutsch- lands zu Oeherreich und Rußland hervor und betont weiter, daß nach mensch- licher Vorausstcht die Erhaltung des Friedens auch fernerhin gesichert sei. Man weiß, daß diese Worte keine leeren Phrasen sind, sondern daß sie den ernsten Willen des deutschen Kaisers und seiner Berather bekunden, die Seg« nunaen des Friedens den Völkern Europas zu erhalten und darum haben ste nicht nur in Deutschland selbst, sondern auch im Auslande einen tiefen und nachhaltigen Eindruck gemacht, wie aus den Commentaren der auswärtigen Blätter über die Thronrede hervorgeht. Bedeutungsvoll in letzterer ist auch die Erwähnung der herzlichen Aufnahme, welche Kronprinz Friedrich Wilhelm in Spanien und Italien gefunden; es geht hieraus hervor, welche Werthschatzung man deutscherseits auch auf die neugeknüpften Freundschafts-Beziehungen zu diesen Ländern legt und es ist kein Zweifel, daß man diese Thatsache auch in Madrid und Rom in ihrem vollen Werthe zu würdigen weiß. . Mit der Eröffnung der Reichstags-Session ist em immerhin bemerkenswerthes Ereigniß in unserem Parteileben zusammengefallen: Die Verschmelzung der Fortschrittspartei und der Secessionisten zu einer Fraktion, welche d7n Namen „Deutsche freisinnige Partei" führt. In liberalen Kreisen legt man tiefer Fusion eine große Bedeutung bei. Was die Nationalliberalen anbelangt, so erklärt die „Nationallib. Corresp.", daß von einem Beitritt derselben zu der neuen Fraktion nicht die Rede sein könne und darf man gespannt fein, welches Verhältnis! sich zwischen letzterer und den Nationalliberalen entwickeln wird. Führer der HO Mitglieder zählenden „Deutschen freisinnigen Partei" ist Abg. Freiherr v. Stauffenberg. . Der zweite Proceß in Sachen des Neu-Stettiner Syna« gogenbrandes hat am Freitag mit der Freisprechung sämrntlicher Ange- klagten Seitens des Konitzer Gerichtshofes geendet. In Frankreich sieht man mit Spannung der unmittelbar bevorstehenden Entscheidung aus dem ostasiatischen Kriegsschauplätze entgegen. Am 6. März hat sich General Millot an der Spitze seines 15,000 Mann starken Eppeditions-Eorpä von Hanoi, dem bisherigen Stützpunkt der französischen Operationen, aus gegen Bacninh in Bewegung gesetzt. Von Hanoi nach Bacninh beträgt die Entfernung 37 Kilometer und hofft man m den militari« fchen Kreisen, daß General Millot spätestens am Dienstag vor diesem Platze tnire Besonders mache ,t Meter aufmerksam. i Wlch-l' eintreffen wird. rp Im Ost-Sudan steht ein nochmaliger Waffentanz zwischen den Truppen General Grahams und den Aufständischen bevor. Osman Digma hat alle ihm von englischer Seite angebotenen Arrangements abgelehnt und wird daher das nach Suakim zurückgekehrte englische Corps unter General Graham p/ - Den Vormarsch gegen den Rebellenführer in diesen Tagen aufnehmen. Für die Fortsetzung der englischen Operationen an der Küste des Rothen Meeres hat der Kriegsminister Hartington im Unterhause einen weiteren Credit int Betrage von 370,000 Pfd. Sterl. verlangt und hierbei zugleich die Erklärung abgegeben, nach der Zerstreuung der Schaaren Osman Digma's werde England die Truppen aus dieser Gegend zurückberufen und nur eine kleine ständige Garnison in Suakim belassen. Bezüglich des Mahdi äußerte der Kriegsminister, », daß derselbe den Maßregeln des Generals Gordon zur Räumung des Sudan keinerlei Hindernisse in den Weg lege. Uebrigens sind in den letzten Tagen Nachrichten aus Khartum eingetroffen, denen zufolge sowohl ein vom Mahdi gegen Darfor abgesandtes Expeditions-Corps von dem egyptifchen Obersten Slatin Bey zurückgeschlagen worden ist, als auch der Mahdi Achmet Mohamet selbst durch den Stamm der Kabbabisch nördlich von El Obeid eine Niederlage erlitten hat. Eine Bestätigung dieser Nachrichten liegt indessen noch nicht vor. Von russischer Seite, und zwar von der „Mosk. Ztg.", wird anläßlich des neuesten Auftretens der Anarchisten der demerkenswerthe Vorschlag ?ssen. M: L W ig Muss. ■ ■ tzircis I>:ertcliäf>rlid) 2 Mark 20 Ps. mit Bringnloh.1. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Past bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. den günstigsten zu einer- gemeinsamen Action gegen die anarchistische „Pestbeule und weist dabei auf England, diese bisherige Freistätte der Revolutionäre aller Länder, hin, wo politische Verbrechen und Dynamit-Attentate an der Tagesordnung seien, weshalb jetzt England selbst an die Beihülfe anberer Staaten appellire. Dieser Vorschlag der „Mosk. Ztg.", zu einer Zeit, in welcher mehr als je sich die anarchistischen Zuckungen an den verschiedensten Stellen Europas bemerkbar machen, erscheint gewiß einer ernsten Beachtung seitens der Regierungen werth. .... . . Neben Deutschland ist wohl Italien diejenige unter den europäischen Mächten, welche sich in ihrer auswärtigen Politik die größte Zurückhaltung auferlegt und sich an der Rolle des zwar aufmerksamen aber birect unbethel« ligten Zuschauers der Tages Vorgänge genügen läßt. Man hat eben MseitS der Alpen näher liegende und wichtigere Dinge zu thun, als sich auf das Glatteis der auswärtigen Politik zu wagen, zumal die ad boo erforderliche Ausrüstung ' och mancherlei Mängel und Lücken aufweist, deren Completirung Mühe, Zeit und Geld kostet. Der Schwerpunkt des von dem Ministerium de Presis-Mancim inaugurirten Regierungsfystems liegt denn auch nicht sowohl auf dem Gebiete der auswärtigen, als vielmehr auf dem der inneren Politik, woselbst eine Reihe von Reformen in Angriff, resp. in Aussicht genommen sind, welche nur unter Entfaltung der vollen Thatkrast aller öffentlichen Faktoren zu bewältigen sind. Wenn dem gegenwärtigen italienischen ©ahnet eine festere und geschlossenere Mehrheit zur Seite steht, als die Annalen des dortigen Parlamentarismus seck geraumer Frist ausweisen konnten, so erklärt sich dieser Umstand aus der auch im Volke und in den Parteien weit verbreiteten Erkenntlich von der Nothwen- diqkeit einer einheitlichen, dauerhaften gouvernementalen AUion im Interesse der Durchführung der als dringlich bezeichneten Reformen. Mit dieser !Tendenz der öffentlichen Meinung steht die Opposition gegen den F'^en Unternchtsmimsier Baccelli nicht int Widerspruche, sofern die Cabmets-Mitgliedschaft dieses Herrn von der Majorität nicht als ein die Combination de Pretis-ManciNi stärkendes, sondern im Gegentheil schwächendes Moment betrachtet wird, und»man daher nicht aus Feindschaft gegen, sondern aus Anhängerschaft für das Mim- fterium gegen den Unterrichtsmimster Front macht. Herr de Pretis hat feinen Unterrichts-Collegen beim auch mehr aus taktischen als aus prinaMen Grün den gehalten und die Kammer-Mehrheit ihre Bedenken gegen denselben sofort fallen laffen, nachdem sie einsah, daß Herr de Pretis aus dems Verbleiben Bac celli's eine Cabinetsfrage machte. Ob der Conflict hiermit definitiv begraben ist, wird sich demnächst zeigen, da dem Vernehmen nach Herr d pretis mit der Absicht umgeht, eine Debatte ä fond über die Gesammtpolitlk s^ues Ministeriums zu provociren, die ihm zur völligen Klärung der inneren Situation äß^'ch Tem £jjgetn hat endlich die türkische Regierung die abgelaufenen Vollmachten für den bisherigen Gouverneur von Kreta, ^otiabeä Bey, erneuert. Sie hätte allerdings gern ihre Absicht verwirklicht, fur Kreta einen mufelmännifchen Gouverneur zu ernennen, indessen haben die Voch llungen der fremden Botschafter und besonders der Hinweis auf bw irregte Kretenser die Pforte veranlaßt, von diesem bedenklichen Vorhaben wieder ^Der bisherige Gouverneur von Turkestan, der aus den serbisch-türkischen Kämpfen her bekannte General Tschernajew, ist vor einiger Qeit üon seinem Posten abberufen worden. Als Hauptgrund der Abberufung sijhrt man jetzt an, daß die Verwaltung Turkestans unter der.Tschernajew scheu Satrapenwirthschaft vollständig verwahrlost und der Wohlstand des Landes gänzlich zerrüttet worden ist. - Deutschland. Darmstadt, 10. März. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben AllerMdigst?geruht: Forstmeister des Forsts Romrod Peter Billh-rdt wegen geschwächter Gesundheit auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 1. April d. ^s., in den Ruhestand zu ei. Mittwoch dm 12. März 1884 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. knecht, g w 0 r 0 F, Brautlecht. Q .. . 1 „ «ix»,, < sT?rt(fimittaad 2 Nbr sind et eine Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirks« vereins^Gießen^und vor bleiben um i'/2 Uhr eine Ausschußs itzung zu Grünberg im Saale des Gasthofsbesitzers Hoffmann statt. Alle Mitalieder des Vereins und Freunde der Landwirtschaft werden hierzu freundlichst emgeladen. TageS-Ordrrung: L ^l)fUeb5r bcn Gebrauch des Doppeljochs von Herrn Professor Dr. Pflug in Gießen; Kaufmann Buch 23 Uebcr die Errichtung eines Saatenmarktes in Grunberg von Herrn Bürgermeister Pracht dafelbst, Herr Kaufman.. -oucy ' von Hungen iviro zu diesem Vortrage eine Samenreinigungsmaschine Cf. Q- Trieur) ausstellen unD erklären.. 3) Uebtr Viehsntterung von dem zweiten Director des Vereins, Herm Gutsbesitzer Schlencke auf dem Harrt) j II. Geschäftliche Miltheilungen; ... iüi» l»^^6""18 füI 1883 ■* 8,WeHa”e 5* _______________________ . _____JL .inji.n III ■■ I „ o E. C Novität! Q Hüller. g an dems. Tage den Lehrer an der Realschule zu Bingen Gustav Lenz, mit Wirkung vom 15. April l. Js. an, zum Lehrer an der Realschule zu Michelstadt zu ernennen. , , Darmstadt, 10. März. Se. Kaiser!. Hoheit der Großfürst Sergius von Rußland ist gestern Abend 10 Uhr nach Berlin abgereist. Se- König!. Hoheit der Gcoßherzog und Se. Großh. Hoheit der Prinz Alexander gaben dem Hohen Gaste das Geleite zum Bahnhof. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. CorrrsporiLE-Burea«. Berlin, 10. März. Die Commission für das Communal-Nothfieuergesetz nahm in ihrer heutigen Sitzung den von dem Abgeordneten Zelle beantragten neuen Para- aravben, durch welchen der Marimalbetrag der Hundesteuer für die zur Erhebung dieser Steuer berichtigten Städte auf 20 X festgesitzl wird, mit 10 gegen 9 stimmen an- Don den Gegnern des Antrags wurde für die zweite Lesung die Aufnahme des ganzen Hundesteuergesetzes in die Vorlage angekündigt. Bremerhaven, 10. März. Die hiesige Polizei nahm gestern Abend einen mit dem Damvfer „jüDei" angekommenen, bei einem Bremer Spediteur zur Beförderung aufgegebenen amerikanischen Koffer in Beschlag, in welchem deutlich das Ticken eines Uhrwerks härbar war. Man vermuthet, daß stch eine Holl-nmaschm- in dem Koffer befinde, letzterer wurde daher an den Außendeich gebracht und unter Wach- gestellt und soll noch heute geöffnet werden. - Der beschlagnahmte Koffer war, wie sich bei der heute vorgenommenen Oeffnung deffelben ergab, mit Kiewern angefüllt, irgend welche Sprengstoffe fanden sich in demselben nicht vor. Das gehörte verdächtige Geräusch rührte von einer großen amerikanischen Weckuhr her, die im Gange war. Neustettin, 10. März. Nachdem am Samstag Abend anläßlich der Rückkehr der in Könitz sreigesprochenen Personen em wenig erheblicher Auflauf staitge>unden batte, tarn es am Sonntag zu wetteren Ruhestörungen, bet denen Fenster eingeworfen und jüdische Einwohner tnsultirt wurden. Die Gendarmerie schritt mit blanker Waffe ein und stellte die Ruhe wieder her. — Von comptenter Sette werden die von hier verbreiteten Nachrichten über die in der Nacht vom Sonnabend zu Sonntag vorgekommenen Ruhestörungen als stark übertrieben bezeichnet, gleichzettig wird von dieser Sette solgende Darstellung des Sachverhalts gegeben. Nachdem am vorigen Samstag aus der Wohnung des jüdischen Kaufmanns Flater auf die Thetlnehmer an einem MaSkenzug mit Steinen geworfen worden war, fanden hier Zusammenrottungen statt. Auch wurde der Omnibus, weicher nach Ankunft des Konitzer Zuges die von dem Schwurgerichte in Komtz zurückkehrenden Leßhetm, Löwe und Genossen nach der Stadt brachte, angehalten, die Insassen wurden von einigen Jungen tnsultirt, auch einige Schetben zerschlagen. Aber Niemand ist schwer verletzt worden, es ist nichts demolirt, Niemand ist geflüchtet. Gestern Abend wurde aus der Flater'schen Wohnung und anderen jüdischen Häusern auf das Publikum und auf die Gensdarmerie abermals mit Steinen gewoisen. Die sich wiederholenden Exceffe wurden unterdrückt; um 11 Uhr Nachts wurden d e letzten Menscheuansamm- lungen durch die Gensdarmerie zerstreut — Wie das „Berliner Tageblatt" hört, hat die „fre sinnige Partei" beschloffen, morgen den Minister des Innern darüber zu tnterpelltren, welche Vorkehrungen tu Neu-Steittn zur Verhütung von Unruhen getroffen waren, und was der Minister zu thun gedenke, um der Wiederholung solcher Vorkommnisse vorzubeuzen. Paris, 10. März. Nach einem Telegramm des Generals Millot hat derselbe den Vormarsch gegen Bacninh am 7. ds. begonnen. Das Kanonenboot „Mousqneton" hatte bei einer Recognoscirung einen Zusammenstoß mit dein Feinde und verlor einen Tovten und zwei Verwundete. — Aus Suakim von heute Nachmittag 4 Uhr wird gemeldet: Ein Regiment hat heute früh den Vormarsch gegen Osman Digma begonnen, die übrigen Streitkräfte sollen morgen ausbrechen. London, 10. März. Die königliche Yacht „Osborne" hat Befehl erhalten, sich am 4. k. Mts. von Portsmouth nach Queen sborough zu begeben zur Aufnahme der Königin, welche am 7. k. Mts. über Vlissingen nach Deutschland zu reisen beabsichtigt. Rom, 10. März. Der Papst wird atu 24. d. Mts. ein geheimes und am 27. d. Mts. ein öffentliches Consistorium abhalten. Wie der „Odservatore Romano" erfährt, wird der Papst den Kardinal Consolini an Stelle des verstorbenen di Pietro zum Kämmerling der Kirche ernennen. Kairo, 9. März. General Gordon telegraphict, daß er die Garnisonen nicht retten könne, wenn nicht Truppen nach dem weißen und blauen Nil gesendet würden. . "jv !■' । - m. ..-U2j. _ i.i.u„. ... 1 2 * * LMl—1 ui.1,.' ieee Müde Minter. Die auffallende Milde des gegenwärtigen Winters, der in unfern Gegenden nur selten und auf kurze Zeit leichten Frost und fast gar keinen Schaden gebracht hat, lenkte vielfach die Aufmerksamkeit des Publikums auf diese ungewöhnliche Erscheinung, besonders da auch die sogenannte« ältesten Leute sich eines derartig warmen Winters meist nicht mehr erinnern können. Indessen sind doch milde Winter im Allgemeinen nicht gerade sehr selten, nur entschwindet die Thatsache leicht au5 der Erinnerung des Einzelnen. So war z. B. der Winter 1872/73 außerordentlich mild, und Dove hat darüber eine eingehende Untersuchung angesteüt. Schon die Monate November und December zeigten damals einen erheblichen Wärme-Ueberschuß und in der Zeit vom 11. bis 15. Januar lag die Temperatur in Norddeutschland fast 7 Grad über der normalen, in Littau sogar bts zu 9 Grad, doch sank Ende Januar und Anfangs Februar LaS Thermometer wieder rasch. Der Winter 1842/43 war tn ganz Central-Europa ungemein mild, ja, im December blühten tn der Umgebung von Petersburg Schlüssel- vlrrrnen auf den Wiesen und im Januar konnte man in den Straßen Stockholms Veilchen kaufen, die im Freien gepflückt worden waren. Dafür wurden allerdings Südwesteuropa mit Kälte bedroht und die Orangenwälder von Valencia waren mit Schnee bedeckt. Dr. Hollmann hat unlängst eine Untersuchung Über milde Winter an- Sestellt, wobei er sich auf die in Berlin seit 1720 ohne große Unterbrechungen gemachten ^mperatmbeobachtungen stützte. Da man aus anderweitigen Untersuchungen schon weiß, daß ungewöhnliche Witterungserscheinungen nicht local an einzelnen Orten, sondern stets über großen Ländergebieten austreten, so haben die genannten Auszeichnungen eine allgemeinere Gültigkeit. Dr. Hollmann findet nun aus einer sorgfältigen Zusammenstellung, daß solche Winter, tn denen sowohl die Mitteltemperatur des Decembers als auch des Januars über der normalen blieb, ziemlich höufig sind. S<-it dem Jahre 1755 bis jetzt find deren für Berlin 34 eingetreten, allein in äußerst unregelmäßigen Intervallen. Eine entschiedene Zu- oder Abnahme der Häufigkeit milder Winter tn der letzten Zeit zeigt sich nicht deutlich. Aus die 66 Jabre von 1755 bis 1821 entfallen deren 17 und die gleiche Zahl auf die 63 seitdem verflossenen Jahre. Eine sogleich in die Augen springende Thatsache ergibt sich dagegen aus den befonberen Temperaturtabellen für die einzelnen Monate, nämlich die lange Dauer milder Winter. Von 38 solchen Wintern gibt es 29 oder 76 pCt., bei denen auch schon der November zu warm war. Anderseits kommt eS sehr häufig vor, daß auf einen milden Mttlklwinter ein gleichfalls milder Nachwinter folgt- Man kann nach Hollmann 81 gegen 19 wetten, daß nach einem milden December und Januar auch noch der folgende F-bruar zu warm sein wird, und 57 gegen 43, daß sowohl Februar als auch März denselben milden Charakter wie December und Januar haben werden, kurz, die milde Witterung, welche oft schon im November beginnt, hat LaS Bestreben, sich als solche den Winter hindurch zu behaupten. Dr. Hollmann hat auch die Frage erledigt: Welchen Einfluß hat ein milder Winter auf die Witterung der nachfolgenden Jahreszeiten? Die Beantwortung dieser Frage ist, wie man ohne Weiteres begreift, von größtem praktischen Interesse, auch wenn dadurch nur einige Anhaltspunkte gewonnen werden. Das von Hollmann erhaltene Ergebniß ist äußerst interessant und er spricht eS in folgenden Worten auS: „Auf einen mäßig milden Winter folgt häufiger ein kalter als ein warmer Sommer und auf einen sehr warmen Winter folgt sehr wahrscheinlich auch ein warmer Sommer. Ja, man kann sogar behaupten, je wärmer ein Winter ist, um so wahrscheinlicher wirb auch der folgende Sommer zu warm sein." Dieses Ergebniß steht übrigens mit der landläufigen Meinung des Publikums tn gradem Widerspruch. Der Laie erwartet meist nach einem recht milden Winter einen kühlen Sommer und umgekehrt behusS einer Ait von Ausgleichung. Nun entstehen milde Winter bei uns dadurch, daß der Himmel vorwiegend mit dichtem Gewölk bedeckt ist und lebhafte Wrnde vom Ocean her feuchte, warme Lust herbeiführen. Derselbe Wettercharakter ist es aber auch, welcher kühle, nasse Sommer bringt; denn die Warme der Sonne kann im Sommer nur dann voll zur Geltung kommen, sobald der Himmel anhaltend beiter ist. Wenn daher, wie der Volksglaube will, nach einem milden Wmter ein kühler Sommer folgte, so müßte der trübe, regnerische Witterungscharakter deß milden Winters auch im Sommer bestehen bleiben, was jedoch sür gewöhnlich nicht der Fall ist. , . _ . Wodurch werden aber die milden Winter im einzelnen verursacht? Diese, wie überhaupt alle ungewöhnlichen Temperaturerscheinungen schreibt mancher am liebsten kosmischen Ursachen zu, wogegen schon Dooe Einspruch erhoben hat. „Von denen", sagt er, „die auf solche Ursachen zurückgehen, ohne nur daran zu denken, nachzuweisen, wie solche erfolgen, wird in Ermangelung dieser Beweise versichert, daß sie geistreich feien und von dem unwissenschaftlichen Publikum diese Versicherung gläubig aufgenommen. Die Vorstellung, daß Gestirnconstellationen das Bedingende der Witterungserscheinungen seien, ist so alt, daß man sich nicht wundern darf, daß immer wieder daraus zurück- gekommen wird, obgleich in dieser Beziehung schon Kant den Mond den größten Con- fusionariutz in der Welt nannte. Bei der Drehung der Erde um ihre Axe sieht man leicht ein, daß, wenn solche Ursachen das Bedingende der Erscheinung wären, sie auf der ganzen Erde wenigstens unter gleicher Breite tu gleichem Sinne wirken müßten; denn es ist nicht ersichilich, warum ein Einfluß, der an einer bestimmten Stelle stch als erwärmender kundgidt, an anderer gleich gelegener ein erkältender sein soll. Es sind daher tellurische Ursachen, welche diese Anomalien zunächst Hervorrufen " Die Untersuchnngen b-r Neuzeit haben diese Dove'schen Anschauungen vollkommen bestätigt, so daß Jemand, der diese Temperatur-Unregelmäßigkeiten auf bk Wirkung des MondeS oder der Planeten zurückführen will, nur feine vollständige Unwissenheit bekundet. Die täglichen Wetterkarten lassen keinen Zweifel darüber, daß die milden Winter Westeuropas nur dadurch entstehen, daß ungewöhnlich zahlreiche barometrische Depressionen vom Atlantischen Ocean her rasch nacheinander über unsere Gegenden oder nördlich davon hinwegziehen, wodurch vorwiegend feuchte, warme Südwestwinde mit trübem Wetter bet uns unterhalten werden. Besonders wenn diese Depressionen tief sind, die Luftzufuhr vom Ocean her stch also rasch vollzieht, steigt die Temperatur im Wmter erheblich. Man findet daher, daß milde Winter vorzugsweise stürmisch sind. Anderseits lassen die Untersuchungen keinen Zusammenyang -wischen den Bahnen dieser Depressionen und Gestirnconstellationen erkennen, aus denen man also ihr Auftreten und ihren Verlaus voraus berechnen könnte. (K. Ztg ) Vermischte». Hungen, 6. Marz. In der heutigen Versammlung der Interessenten für Erbauung einer Zuckerfabrik bei Trais - Horloff (Hungen) ober Echzell wurde einmüthig an dem geplanten Projecte festgehalten, dessen fernere Betreibung nach definitiver Erledigung der Eisenbahnvorlagen in den Kammern wieder r.ufgenotnmen werben soll, da man dann erst über die Platzfrage entscheiden kann. Wegen des Verkaufs der diesjährig anzubauenden Zuckerrüben wurde die Offerte der Waghäuseler Fabrik angenommen. Man beliebe sich daher desfalls an deren Agenten. Herrn Heinrich Kayser in Frankfurt a. M. (Kaplerstraßr 41) zu wenden. Marburg, 10. März. Am vergangenen Samstag Nachmittag wurde am Grün die Leiche de8 seit dem 10. Januar d. I. vermißten Studiosus Seck in der Lahn aus- gesunden, dieselbe wurde alsbald zur medicinischen Klinik gebracht und wird heute Nachmittag mit studentischem Gefolge zur Bahn geleitet, um nach Essen, dem Heimathsorte, zur letzten Ruhestätte Übergeführt zu werden. Darmstadt, 6. Marz. Zwei junge Engländer wurden vor einiger Zeit wegen Vergehens gegen die ©Utlidjtdt in Hast genommen. Nachdem jetzt die Voruntersuchung gegen dieselben geschlossen, wurde der eine, gegen den weniger Gravtrendes vorltegen soll, gegen eine Kaution von 10,000 Jü au8 der Hast entlassen, während das Gericht aus die Entlaffung des andern, selbst gegen eine bedeutend höhere CautionSleistung, nicht eingeaangen ist. Es wird bet diesem Herrn begründete Befürchtung vorl'.egen, daß er sich durch die Flucht der Strafe entziehen werbe. Frankfurt a. M, 7. März. ^Deutsches Schützenfrst in Frankfurts In der gestern Abend stattgehabten, außsroroentlich zahlreich besuchten außerordentlichen General-Versammlung des Schützrnvereins mürbe einstimmig bie Uebernahme de8 deutschen Schützenfestes nach Frankfurt für das Jahr 1887 beschlossen. Der Verein rechnet habet auf das Entgegenkommen und die Unterstützung her Bürgerschaft- Um die Ausführung des Planes zu sichern, wurde die Aufbringung eines Garantiisonds schon jetzt beschlossen. Die Zeichnnngen sollen erst bann bindend fein, wenn dieselben die Höhe von 150,000 JL erreicht haben. Von 80 Anwesenden wurden zum Garantie- sonds für das Schützenfest sofort 53,000 JL gezeichnet. Büttelborn, 7. März. Gestern trafen in der Nähe unseres OrteS zwei Zigeunerbanden zusammen und kam es zwischen denselben alsbald zu einem heftigen Streit, wobei ein Zigeuner seinem Gegner eine volle Ladung einer Pistole ins Gesicht schoß. Der Letztere wurde hierdurch schwer verwundet. Es wäre dringend zu wünschen, daß die Behörde gegen diese Landplage energische Maßregeln ergriffe. — In Wien beginnt am 13. März die Hauptverhandlung gegen Hugo Schenk und Genossen. Hugo Schenk ist 7 verbrecherischer Handlungen beschuldigt und zwar des vollbrachten Raubmordes an den Frauenspersonen Tirnal, Ketterl und Ferenczy, ferner des Raubmordversuchs an einem Müllerburschen im Walde bei Bisenz und an einem Postboten, endlich der Verleitung der Eder zum Diebstahle bei Frl. v. Malfatti. Schlossarek ist der beiden Raubmordversuche, dann der Morde an den Timals und der Ferenczy, Karl Schenk dreier Thaten beschuldigt. Gießen, 10. März. Für die hessische Lutherstistung gingen ferner ein: Ans her Kirchenkasse Alzey 100 gesammelt zu Ermenrod 6,40 aus den Kirchenkassen Beedenkirchen 3 X, Schwikartshausen 5 X. Lißberg 4 JL, Höchst bei Erbach 25 X, Nieder-Ramstadt 15 es 0,50 X-, A. Lyncker 1 X, C- Weidtg 1 X. Steinberger 5 X, E. Kattretn 1X, Frau Dr Reatz 2 X, Sell 1 X, Cbr. Keller 2 X, K- Jann 1X, E> Lenninger 1 X, C- Albs» 1 X Bruchhäuser 1 X, I. Balser 0,50 X, F- Wolf 1 X, N N. 0,20 X. L- Svitz 0,50 X, I. Römer 1 X. 21. Balser 0,20 X, Wehrheim 1 X, Barthel 1 X, Brück 0,50 X, L. Heh 1 X, Daudt 1 X, Prof- Kaltenbach 10 X, Schmehl 0,20 X, Lampus 1 X Pitz 0,50 X, B. Dickore 1 X, Mitzenius 1 X. N- N. 0,50 X N-N. 3 X, A Münch 2 X, F. W. Storck 1 X, A. 8. 1 X, C. Berger 1 X. F. I. Müller 0,50 X, L- Petri II. 3 X, A. Müller 1 X. C- Heil jun. 1 X, 21. 0.50 X, Haas 1 X, Altvater 3 X, Dr. ©firner 10 X, Dr. Baur 5 X, Dr. Textor 0,50 X. 21. Petri 3 X, K- Zimmermann 0,50 X, N. N. 1,50 X, L- Scharmann jun. 1 X, Scharmann sen. 0,40 X, Buchhändler W- Ferber 5 X■ H. Schmal! 0,50 X. Pb- Wacker 0,50 X, H. Hochstätter 2 X, I. Röder 0,50 X. Grüneberg 0,50 X, Blumenau 0,50 X, Brömcr 0.20 X, L- Same« 1 X, E. Winheim 0,50 X, Herzberger 1 X, Wittwe Appel 1 X, Emmerich 3 X. Dr. Hesse 1 X, A. Ziußer 5 X. O. Schmidt 3 X. I. S. 0,50 X, Curt v. Münchow 3 X, Adam Hubn 1 X, N. N. 1X. I. Noll 3 X, N. N. 0,50 X, Fr. E. Fehsenfeld 10 X, Jul. Bach 3X, Rumpf 5X, Labrotsse 10 ^., G. Zinßer 2 X, Schaaf 0,50 X. PH- Uhl 1,50 X. Schäfer 1 X, Beck 2 X, Dr. Heß 5 X, Throm 3 X, F. S. 20 X, Buchner 3 X, N. N. 0,50 X, F- 1 X, Holzapfel 2 X. S- Bettenhausen 2 X, Bose 3 X, Weiffenbach 3 X, Büchner 3 X, zusammen 210,70 X, Hauptsumme 850,50 X und mit den bereits quitttrten 10662,40 zusammen 11512,90 X w ul. K* de ®!U irWÄ. de» tW Ä k(§ WlsS-" S Ben "’W kremet. Ri*?»' Ülaln, non Sieni-N Wkw Heber das $ niiö Mdekm Widc D. w 4 am 10. Marz 1 M6 Konkurs»»! Der Secretir Wirs 'M Son KonkursM Z. April 1884 Wmlden. wird zur Wahl eines an! Wer die Bestell IchusteS und eint -§120 der Koni Gegenstände au Montag d- Loriuii wnd zur Prust .^orderuM ai Alontag d Bom ror dem untei min anberam Allen Peff Konkursmasse haben oder z schuldig sind, an den Geniein oder zu leisten, auserlegt, von und um den Z sie aus der ( sncdigung in S Konkursverwalt 1884 Anzeige 'Gerichtsschreibe Abthl. 1 . Ä tut« 5 . Der Mroi entsernt,i>^j Selegenen «i di- gutem bäW und 20 bis kinschliestljch guter Wiesm „ Die Land Hellen in *“•. ro« g lief“ wänden sich . Das Kaufn ''"A stehe? N-ufster der Wirth Caspar Nanft, 1884. Loh-Verkauf Gemeinden Die Eichenlohrinde der ä 4,5 M. 60 Gentner, iaxirt ca. u 11 11 ff 11 4,0 u. 4,5 JL Niederlemp n II Aufschrift versehene Offerten entsprechender H. Kaetz Rachfolger. 1408 1t u H ff XXXII/137a XXXIII/135 11 n ii 1/ n ii ii ii n ii ft XXX/49 XXXI/12 XXXI/100 ii n ii ii n n ii ii n tt tt 3) 4) 5) 10 50 45 150 160 200 250 78 100 werden. in ii ii ii ii XXVII/138 XXIX/33 u. 34 4,0 4,5 4,0 5,0 5,0 3,5 4,5 5,0 mobilien Erben: Flur 1/424 11/85 VH/214 1724___ Den Empfang meiner neuen Kaufmann Theodor Hahn, Wirth Carl Launspach H., Wirth Conrad Petri- V/72 1'225 Mir. Acker am Wismarer Weg, bei der Großdrücke, V/73 1275 Mir. Acker daselbst, 111/92 1725 Mir- Acker am Krof- dorfer Weg, . XXII 182 975 Mir. Acker auf den einzureichen. Ehringshausen, den 8. Marz 1884. Dreisbach Ehringshausen 988 Acker daselbst, 2394 Acker anfder Weiß- crde, Leihgestcrner Weg, 1988 Acker am Atzelbusch, 1950 Acker amGrüninger Pfad, 1025 Acker am Sand- kauterwcg, Grü- ninger Pfad, 2238 Wiese auf der Leise- Heid, 575 Acker amNahrungs- Berkans eines Ackergutes. Der Landivirth Heinrich Bingel in Erbenhausen, eine Stunde von der Main-Weser-Bahnstation Fronhausen entfernt, beabsichtigt eine seiner daselbst gelegenen Hofraithen, nämlich Wohnhaus , Scheuer und Stallungen in gutem baulichen Zustande, Hausgarten und 20 bis 40 Casseler Acker Land, einschließlich entsprechender Ackerzahl guter Wiesen, zu vertaufen. Die Ländereien liegen in großen Parzellen in der Nähe des Hofes, sind von guter Bodenbeschaffenheit, durchweg tiefgründiger Lehmboden, und bestnden sich im besten Cultur zustande. Das Kaufgeld kann zur Hälfte verzinslich stehen bleiben. Vertaufstermin ist aus Mittwoch den 26. März d. Z. Nachmittags 1 Uhr in die Bingel'sche Wohnung zu Erbenhaufen bestimmt, und soll das Ausgebot nach Wunsch mit 20, 30 und 40 Casseler Acker erfolgen. 1723 Mir. 75 Hofraum, Scheuer in der Judengasse, 1637 Acker, Laggärten, stützt aus die Bleichen 1112 Acker auf der großen Der Bürgermeister 3-chlin. 1737 20 Morgen, . XXY/2OlVio 1218 Mir- Acker in den Rodtgärten, auf der Rodthohl, XXV/204V10 888 Mir- Acker daselbst, XXVI/269, 270 u. 271» 944 Mtr. Acker am untersten Riegelpfad, XVHI/llO5 19 Mtr. Grabgarten i zwischen dem Wetzlarer Pfad ,, und der Lahn, \ „ xvm/111888 Mtr. Acker daselbst' aus hiesigem Ortsgericht freiwillig ver- 1) Aßlar 2) Bechlingen Berghausen Dillheim I b“ Jntinssentm für °N IHuagin) ober «Kü, dessen fernere Be- 1 den Sammern wiebei ^stege entscheiden kann. > wurde die Offene der i?ialls an deren Agenten, 41) z« wenden. chw'ttag wurde am @tün 5 Sei in der Lahn aufs lebt und wird heute Nach- Effen, dnn Hetinathtoete, n not tinloet3e!l wegen fät btt SonintäMuno r &rooirenW ootliwn •> 1, wührend da? Gericht höhere TautionSlePuna, sürchlung nbtliegen, datz in Franbmt.s In der uchten autzerordentlichen mig die Uebernahme de? keschiofien. Der Verein ig der Bürgerschaft. Uw ,ung eines @aranlltfonbi tbenb sein, wenn blefelben en wurden zum Garantie- !5he unseres OrteS zwei alsbald zu efneniM* igOuna einer Wb l"i et. Es wäre dringend zu Maßregeln ergriffe. kfiinn gegen Hugo Schenk S befiuW und 0NK ml, Setteri und F-ren-M K der-Ämais und da Konkursverfahren. lieber das Vermögen des Wirths mnd Handelsmanns Johann David Weide N. in Dexbach wird heute am 10. März 1884, Norm. 10 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Secretär Heidelbach dahier wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum Z. April 1884 bei deut Gerichte an- gumelden. . Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie .über die Bestellung eines GläubigerauS- schusses und eintretenden Falls über die in §120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände auf Montag den 7. April 1884 Vormittags 10 Uhr und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Montag den 7. Apnl 1884, Vormittags 10 Uhr vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Sillen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen ober zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitz der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgefonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 3. April 1884 Anzeige zu machen. Gerichtsschreiber König!. Amtsgerichts Abthl. II zu Biedenkopf Wiltberger.1726 Knopf- null Besatzartikel zeige ergebenst an und empfehle solche in großer Auswahl zu billigst berechneten J. Kaan in, Kreuz. ", und Pensionäre finden gute Aufnahme. Näheres in der Exped. d. Bl, 1721 Donnerstag den 13. März, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Jm- Baltasar Schmidt II. Tncottailten in verschiedenen Größen, empsiehltO billigst Robert Haas, 1698 Seltersweg 59. Aeilgeöotenes. Ammerspäne find zu habe« bei II. Ruckstuhl, 1715 Ost-Anlage 11. XXV/111------ ------------ XXVII/12211.124 2612 Wiese in der Ste- sansmark, ->8 Wwmn hej f|nb “ im SBintor , ™l,d> f'nb. anbei-. ben Bahnen bttfer °>°» also ihr Austretm (K. Zig ) Weid, u.112 2200 Acker auf derWarthe /SÄ'« Mst b-i ErbaS ^ Pituaisammluna *" allf ailunj kbmd I Eugchad K k.^SÄ- 1,80 F-rti^7 i-O^A KOiL 1 g. 0,b0^^ b "Ä’g fe’J Bei Herrn Gemeinde-Einnehmer Brück in Albach besteht eine a m tliche Verkaufsstelle für Postwerthzeichen Steinbach (Hessen), am 10. Marz 1884. Kaiserliche Postagentur. _______________________ ".Ituitt leOenb naKe0®1 e N an" «on° ut m0”1®« tel, »J'j1"gl«Wen; 0 eläubtan ’ „ n wiebe"£'S“"1"»« Ronb bffl S lurütf; um 1^ ÄM’it tfnung Bft man Sinne witfm aui 'fälttnber 16( N steigert werden. Gießen, den 6. März 1884. Großherzogliches Ortsgericht. 1602 Lüdeking. Gietzen, 10. März. ,,ni Montaa den 16. und 17. Mär, wirb in Bei lm Im Hotel Kaiseihof ter m Rutsche Rudertag ad'gehalten werben; gelegentlich des Rudertages wwd eine Ausstellung aus den Rudersport bezüglicher Ausrüstungs- und Bekle.dungSgegenstände ftattstnden und sind allenfallstge Anmeldungen an den Berliner Neg°tta-Vretnru rickten Der Deutsche Ruder-Deiband zählt setzt nahe an 80 Vereine mit über 2000 Mitaliedern. DaS bete. Berliner Comü4 ist bemüht, den rudersportltchen Per tretern den Lentholt recht angenehm zu machen. - ES ist -in Ausflug nach dem Wanuser resp. den Potsdamer Gewässern — Dampfer stehen zur Verfützung sowie drt Besuch der Berliner Bootshäuser und Bootswerften per Omnibus proiecttrt. Antd die biestae Rudera^sellschaft, deren Vertreter außerdem dem Ausschuß des Deutschen Ruder-Verbands angehört, wird durch zwei Delegtrte in Berlin ver- Kirchliche Anzeigen der evangel. Gemeinde. Mittwoch, den 12. März, Abends 6 Uhr, 3. Passionswochengottes- dienst. Pfarrer Din gelber). — Firma A Zuntz sel. Wwe., Dampfkaffeebrennerei in Bonn und Berlin ist unterm 27. Januar zum Hof-Lieferanten Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Wilhelm von Preußen ernannt worden. Es wird bemerkt, daß es sich hierbei nicht um eine bloße Tüelverlechung handelt, die Firma vielmehr seit Jahren schon den Bedarf an gebr- Kaffee für die Tafel Seiner Königl. Hoheit liefert. treten srin. Gchiffsvericht. Mltgethetlt von dem .Agmtm des Norddeutschm Lloyd in ^N'J- M- Schulbo, tu Ki-ß-Mn^tl,ntischen Telearaphs Der Postdampfer Main, Cakt H Hellme?? v°m Norddeutschen Lloyd In Bremen welcher^am 24 Februar von Bremen 'und am 26. Februar von Southampton abgegangen war, Ist gefie n 4 Uhr Morgen« wohlbehalten in Newyork angekommen. berg einer nochmaligen freiwilligen Versteigerung ausgesetzt werden und soll mit dem -Zuschlag die Genehmigung ertheilt werden. Gießen, den 8. März 1884. 1652 I. A.: Müller. Ortsgerichtsmann. eier per Stck. 10-00 Käse Stck. 5-8 4, Kasematte 3 Erbsen per Liter 20 4, Linsen 32 Tauben per Paar 80—1,00 Hühner per Stück JL OVo—1.20, Hahnen p!r Stück Ä. 1 OO-I.70' Enten per Stück V 2.30-2.80, Ochsenfleisch per Pfund 66—00 Kuh- und Rindfleisch 48-56 Kalbfleisch 4o—50 Schwemeflei ch 58—60 Hammelfleiich 60-70 Kartoffeln per 100 Kilo 3.00-4.00, Milch per Liter 13—>8 Gänse per Pfd. 00—00, Zwiebeln per Ctr. Jt. 18—00, Weiß- kraut per Hundert 0—0. Bekanntmachung. Amtliche Verkaufsstellen für Postwertbzeichen bestehen. Bersrod bei Herrn Bürgermeister Bocher, Beuern Burkhardsfelden Groß-Vuseck Hattenrod 731) lieber die H3he der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in ein» mehre Zeitungen rerursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man der AnnonJn Exv^iition' von MAASKW8TEBN s* VOOLF.K FrAnkfart ai M. (Karlernho, Stuturart oder München^ zuvor einfordert, die auch hinfl^te der für den jeweiligen Zweck geeigneten Butter auf Grand reicher Frf^hrnn.^a and enindlifther Beobachtaruren lUth ert-hailt 10) , soll im Submissionswege versteigert Geböria verschlossene und mit ■■ sind bis Mittwoch den 19. d. Mts., Morgens 9 Uhr, an mich Im Weinsaal, Bahnhosüraße, Heute, Mittwoch, Mittag 2 Uhr, 1,39 Fortsetzung her waarenoersteigerung. ' u K. Klees, Concursverwalier. Aodiliar^Versteigerun^ Dienstaa den 18. März, Machmittags 2 Uhr sollen im Hause des Herrn Restaurateur Ruppel neben dem ^ustizaebäude, H. Stock, Möbel, als : Sebreibseeretar, Sophas, Tische, Stühle, Bettstellen, 1 Eauseuse mit 6 gepolsterten Stühlen, Spiegel, 1 Regulateur, 1 Standuhr und Bettwerk, Weißzeug, Küchengeräthe, Kupfer, Porzellan, Glasfachen u. dergl. gegen Baarzahlung versteigert werden._______________________________1222 „ Oppenrod „ Groß-Buseck, den 10. März Kaiserliche Postagentur. Mittwoch den 12. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen die dem Joh. Blitz gehörenden Immobilien: . Flur 1/628 125 Mtr- Hofraithe auf dem Neuenweg, „ V/8 850 Mtr. Acker an der Lahn u. am Wismarer Weg, H>anve! und Werketzr. m. , . 11 m-nr. Auf dem heuttgenMarkt kostete: Butter per Pfund . , ngMlr'Vw A. Unrnr S.ick 5-0 A E-«-- Preisen. Lehrlingsstelle offen bei 6) . _ . 7) Katzenfurt 8) Kölfchhaufen 9) Niedergirmes «to 1201 ln nur bt Ich empfehle schmeckenden Ki vr. Pfur fjUttlilftn vri«a ml £ Priwa Rief £** Erb «leine 9jJ-r P'd. 11 v «« Bo Ha. empfiehlt Von 1742 Mycothanaton Den Empfang sämmtlicher JVettlteileit, F. Teipel Berlin, Neue Wilhelmstrasse 1 Familie Huh« 1712 ■ 1727 Kirchenplatz. Die Dampf-Caffee-Brennerei von Gegr. 1837. Gegr. 1837. satWweJBonn V' ffii“?’Wya Alleinige Niederlage in Giessen: J. M. Schulhof Proben auf Verlangen gratis !! 1718 1717 - H. Zimmer VII. M. Loewenstein 8. J. Schlesinger. G. Bräun jr. in 7) 9) » bei T) n T) Herrn T> 7> n bei Herrn Lieh: Frohnhausen: Gladenbach: Londorf: den herzlichsten Dank. 1716 Hoflieferant, bringt ihre Specialitäten: Mädchen mit guten Zeugnissen, welche die Küche und Hausarbeit gründlich verstehen, und mehrere Jahre in einer Stelle Für die so vielen wohlthuenden Liebesbeweise bei dem schmerzlichen Verluste unserer geliebten Mutter sagen wir hiermit Allen Johann Hoff's Maff-Chocola-cn-Pulver. Ein Heil - Nahrungsmittel für schwache Kinder, besonders aber für Säuglinge, denen nicht hinreichende Muttermilch geboten werden kann. 1 und V- «X pro Büchse. in Spitzen, Agrements, Ornamenten, Agraffen, Litzen U. s. W. zeigt ergebenst an 1666 Johann Hoff's Cisen-Maff-Chocolade. Ausgezeichnet bei Mangel an Blutbildung, wie Blutleere, Bleichsucht 2C. und daher stammender Nervenschwäche. I ä Pfd. 5, H h Pfd. «A. 4. Von 5 Pfd. an Rabatt Johann Hoff's concentrirtes Malj-Ertract. Für Brust- und Lungenleidende, gegen veralteten Husten, Katarrhe, Kehlkopfleiden, Skropheln, von sicherem Erfolge und höchst angenehm zu nehmen. In Flacons ä 3, ,=5 2?Ä‘" Md«®«” faben d„s ßänbe, i« W« Xr Setroff st" d/r SHuer nW |enb SRMl d 1 @lne $«. .pstMltt y SUU« «eit£ Die W f» ettannten fffirenb d bie 9W an ( «iubgi nach S Dies- Anst Mteen der Gegei Znlervellant auch Erwähnung. Wien, serbische Finanz nen Titres der leite; außerder Tabaknionopols P-sth, Präsidenten eine schtufi einer W imb andere Zeit an bas zwischen während Pitersi Diplomatie übe erblickten, hets und aus dieselb N dadurch bi schwächt würde Die ZnterpeÜat >4 Uhr AUUg nilie Huhn ie schmerz- mr hiermit Allen ten. Der Vorstand, ' carnevalistisch^ aufmerksam gemalt. £ yttUClt. Mschitten-M-ertn fau sshrist. Stroh, M/jnhofstraße 13. hrling mit den Migeii' ^'ucht von öeorg PHÜchp Gail. Malierin, tüchtig im Weitz- mb Flicken, wird ßeiutbl L. in der Exped. W A. »ttnge, der bie Merci w sucht. Carl Steinberger. ravesMdchen mit gutta licht. Marktplatz 2. j : Anfuhr 00 Stück Russell- dm Fuhrleute g-> Katsengtel* ^ohhLÄMg.^__ irplatt 1 December an). von Gietzev M: $, 4“, 516#, R 8 '11 76* ?“• 9«’, H”-l”'’ m* 12’, 12® 4“> ?' **' L bis Weilburg)- L 465. rM*- JW “ä«***' hV' y, H*. ' 035 o** ?335 6’18'®ief«Ö«,StffÄt Beilage |ii Ur. 61 des „Gießener Anzeiger". AeuLschland. —I. Darmstadt, 10. März. lLwerte Kammer ber ßanbftänbe.] In der vorigen Samstag Nachmittag stattgehabten Sitzung wurde das Erbschafts- und Schenkungs- steuergesetz endgültig fertiggestellt. Der Ausschutz hatte sich nunmehr, um ein Ende herbeizuführev, in seiner Gesammtheit den Modificationen gemäß des Antrags Osann angeschlossen und wurden auch ohne wesentliche Debatte die Art. 42 bis 68, sowie das ganze Gesetz accepttrt, wobei 7 Abgeordnete gegen das ganze Gesetz ihre Stimmen abgaben. . _ Der Art. 56 der ErbschaftS- und Schenkungssteuer handelt von der Hinterziehung dieser Steuer und bestimmt, daß sich Derjenige einer solchen Hinterziehung schuldig mache, welcher a. die rechtzeitige Anmeldung eines steuerpflichtigen Anfalls, zu welcher er verbunden war, unterläßt; b. wer die gesetzliche Verpflichtung zur Vorlegung des Verzeichnisses und bezw. der Declaration innerhalb der vorgeschriebenen, resp. verlängerten Frist nicht erfüllt; c. wer über Thatsachen, welche die Steuerpflichtigkeit, die Löhe des Steuersatzes oder des Steuerbetrags bestimmen, wissentlich ^unrichtige Angaben macht; d. wer zu einem steuerpflichtigen Anfalle gehörige Gegenstände oder Ausstände, zu beten Angabe er verpflichtet ist, absichtlich verschweigt, unb e. wer den Werth ober Betrag solcher Gegenstänbe ober Ausstände wissentlich zu gering angtbt. Die Strafe besteht in dem vierfachen Betrag der hinterzogenen Steuer kann der Betrag der Steuer nicht ermittelt werden, so tritt eine Geldstrafe von einhundert bis fünf- lausend^Ma^ein. tritt, wenn der Betrag derselben noch nicht amtlich f-staestellt ist, nach Art. 63 ein in 10 Jahren nach Ablauf des Steuerjahres, in welchem der steuerpflichtige Anfall erworben ober die Letzte amtliche auf die Ermittelung der Steuer gerichtete Handlung oorgenommen ist. . Die sestgestellte Steuer jedoch veriahrt in 5 Jahren nach Ablauf desjenigen Jahres, in welches der letzte Tag der gesetzlichen Zahlungszeit fällt. Ansprüche auf Rückersatz bezahlter Erbschafts- ober Schenkungssteuer erloschen nach b^Jahr^ Derj5^rt Strafverfolgung von Zuwiderbandlungeu gegen die Bestimmungen des gegenwärtigen Gesetzes in 3 Jahren, die Vollstreckung der rechts- kcäfttg erkannten Strafen in 5 Jahren. Die Kammer vertagte sich sodann bis Mat d. I. Während der diesmaligen Session stellte der Abg. Lautz in einer Interpellation die Anfrage an Grotzh. Regieruug, ob sie wohl geneigt sei, bet der Verwaltung der Hessischen Ludwigsbahn auf Verlegung des Knotenpunktes der sog. Station Wtebelsbach- Heubach nach Groß-Umstadt hinzuwtrken. r ,r . Diese Anfrage ist gerechtfertigt durch die allgemeine Klage sowohl der Angesessenen der Gegend, als auch des reisenden Publikums überhaupt und bringt der Interpellant auch die ungünstigen Terrain-Verhältnisse bei der bestehenden Station tu Erwähnung. Oesterreich. Wien, 9. März. Der „Presse" wird aus Belgrad gemeldet, daß der serbische Finanzminister einen Gesetzentwurf wegen Convertirung der verschiedenen Titres der serbischen Staatsschuld in eine Rente von 30 Millionen vorbereite ; außerdem werde der Skupschtina eine Vorlage wegen Einführung des Tabakmonopols zugehen. Pesth, 8. März. Abgeordnetenhaus. Helsy richtete an den Ministerpräsidenten eine Interpellation betreffs der Gerüchte über den angeblichen Abschluß einer Allianz zwischen Deutschland und Rußland. Oesterreichisch-ungarische und andere Zeitungen behaupteten, daß diese Allianz den Anschluß Rußlands an das zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn bestehende Bündniß bedeute, während Petersburger osficiöse Blätter in derselben den Triumph der russischen Diplomatie über Oesterreich-Ungarn, welches hierdurch zurückgedrängt worden, erblickten. Helsy fragt, ob der Ministerpräsident von den Vorgängen Kenntniß und auf dieselben Einfluß gehabt habe, ob nicht die Besorgniß gerechtfertigt sei, daß dadurch die guten Beziehungen Oesterreich-Ungarns zu Deutschland geschwächt würden, ohne daß die Beziehungen zu Rußland eine Besserung erführen. Die Interpellation wurde dem Ministerpräsidenten zugestellt. Arankreich. Paris, 9. März. Die heutigen Morgenblätter bringen Telegramme aus Lyon, welche melden, daß gestern in dem Bureau der Messagerie ein an den Grasen von Paris adressirtes Paket abgegeben wurde. Die Beamten schöpften Verdacht, da der Aufgeber des Pakets, wie sich alsbald herausstellte, nicht die Wohnung innehatte, welche angegeben war. Das Paket wurde nach dem Arsenal geschafft, wo festgestellt wurde, daß dasselbe eine Explodir-Bombe enthielt, welche beim Oeffnen des Pakets explodiren mußte. — Wie der „Solefl" meldet, explodirte gestern in der Zollwächter-Kaserne in Lyon eine Dynamit- Patrone, wodurch ein Unterofficier tödtlich verwundet wurde. — In einer gestrigen Versammlung der hiesigen Anarchisten wurde beschlossen, strenges Ge- heimniß über die Vorbereitungen zu einem nahe bevorstehenden großen Meeting zu beobachten. Man will wissen, daß dasselbe am 18. d. Bits, auf einem hiesigen Platze stattfinden würde. Aegypten. Kairo, 9. März. Aus Suakim wird gemeldet: Contre-Admiral Hewett habe Osman Digma in einem Schreiben zur Ergebung aufgefordert und demselben für die Beantwortung des Schreibens eine am Montag ablaufende Frist gestellt; andern Falles werde am Dienstag der Vormarsch der englischen Truppen beginnen. Von den in der Nähe von Suakim herumstreifenden Beduinen werde behauptet, Osman Digma befinde sich augenblicklich in Sinkat und sei mit der Aushebung neuer Mannschaften für sein Heer beschäftigt, dessen Stärke auf 6000 Manu anzuschlageu sei. — Der Minister des Innern, Sabet Pascha, hat in Folge von Differenzen mit dem Generalsecretär des Innern, Clifford Lloyd, seine Entlassung uachge- sucht. — Der Finanzrath Vincent isi nach England abgereist. — General Graham telegraphirt, daß die Ausschiffung aller Streitkräfte erst in einigen Tagen vollendet sein werde. Vermischtes. Marburg, 8. März. Dem Vernehmen nach sollen zwei Personen als verdächtig der Betheiligung an dem Elsas'schen Diebstahl im Englischen Hof zur Hast gebracht worden sein- — Die erste Schnepfe wurde gestern vom Forstlehrling Schmandt, OberfSrsterri Ellnhause», geschossen. Frankfurt, 8. März. Zwischen Sangerhausen und Riestadt ist der zwischen Berlin und Frankfurt a. M. via Nordhausen coursirende Nachtschnellzug in Folge eines Radretfenbruchs entgleist. Die Passagiere kamen nut dem Schrecken davon, da glücklicherweise nur der Hintere Wagen mit etwa sechsundzwanzig Personen besetzt war. Der betreffende Zug traf in Folge des Unfalles statt um 6 Uhr 30 Minuten erst um 8 Uhr hier ein. Von der Dill, 4. März. Die von den alten Waldschmieden herrührenden Eisenschlacken, welche sich in hiesigen Waldungen in Masse oorfinden, werden, da ste noch 30—40pCt- Eisen enthalten sollen, von unseren Hüttenleuten jetzt nochmals verschmolzen. Beim Umgraben dieser Jahrhunderte alten Schlackenhalden findet man ziemlich viele Geräthe, wie Beile, Zangen, Hippen, Hacken rc. Auch die Herde, in welchen damals die Erze geschmolzen wurden, find theilweise noch aufgefunden worden, für den Alterthumsforscher überraschende und interessante Funde. — fVacante Stellen für Milttäranwärter tm Bereiche des 11. Armee-CorpsZ 1) Blankenhain, Directorium des Karl Friedrichs-Hospitals, 2 Hilfswärter bet Geisteskranken und Stechen, 220 X Gehalt und freie Station. 2) Gräfenthal, Amtsgericht, Copist, 800 X Gehalt. 3) Herborn (Reg.-Bez. Wiesbaden), Kgl. Präparandenanstalt, Schuldiener, 180 X Gehalt. 4) Meiningen, Herzog!. Realgymnasium, Schuldtener, 750 X Gehalt und freie Wohnung. — Im Bezirk der Großh. Hess. (25.) Division: 1) Heppenheim, Directton der Landes-Irrenanstalt, Bureaugehilfe, 500 X Gehalt und freie Kost. 2) Großh. Ministerium der Finanzen, Stcueraufseher, 1120 X Gehalt. • Näheres bei den Bezirksfeldwebeln. Jeitgeöotenes. Ich empfehle einen rein und kräftig schmeckenden Kaffee pr. Pfund 1 Mark. Wilhelm Seibert, 4017__________Marktstraße.________ Hellerliusen per Pfd. 22 Mittellinsen „ „ 19 X Prima geschälte Vietoria- Grbsen per Pfd. 19 H, Prima Riesen Erbsen per Pfd. 16 X Grüne Erbsen per Pfd. 17 H, Kleine Koch- und Saaterbsen per Pfd. 14 X Prima Bohnen per Pfd. 18 X IEä. ,, „ „ 16 /X empfiehlt 1268 K. HlsofEer, Sämmlliche Ingredienzien in nur besten Qualitäten zum Waschen und Bügeln empfiehlt billigst Robert Stuhl* 1201 23 Neustadt 23. Allgemeiner Anzeiger. Grosse Sllher-lollerie des unter dem Protectorat Sr. König!. Hoheit des Großherzogs von Hessen und bei Rhein stehenden Vereins des Landesverbandes der Kriegerkameradschaft „Hasfia" in Darmstadt. 36,000 Mark Gewinne. — 60,000 Mose. Für die am 31. März 1884 stattsindende Ziehung sind Loose - per Stück 1 Mark zu haben in der Exped. des Gießene Anzeigers, Schulstraße 7. 1. Hauptgewinn: Mk. 10,000 2. Hauptgewinn: Mk. 4000. 3. Hauptgewinn: Mk. 3000. 4. 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Georg, 1644 Seltersweg, Kunst- und Handelsgärtnerei. Feinste Bandnudeln und türkische Iwetschm empfiehlt Robert Stuhle 1203 23 Neustadt 23. 1202 1637 1689 ICä D 1011 kennung. D- $01 wenn jCf^er Topf die Unterschrift J. V. Liebig Muster zur Ansicht. 1653 1362 C. L. Gail, Seltersweg 22. rr io MnüöerLroffenes IaönKat zum Stärken der Wäsche. ' Darmstädter Pferdemarkt-Fooje 1509 Carl Schwan. 1640 Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Robert Stuhl, 23 Neustadt 23. Es if Diese _iF7r. Brandgasse. E. Timm, Sonnenstraße 13, 2 St. Ueli« Wallach in Gießen. 1650 Ein braver Junge zum Aus- tragen von Backwaaren gesucht von Emil Noll. von Faffeln durch den landwirthschaftlichen Bezirks-Verein und von Rindern durch die Verloosungs-Commission. 1661 Ein braves Mädchen zu Kindern I gesucht. Näheres in der Exp. d. Bl. ' 1684 Einen Lehrling sucht K. Klemmrath, Küfer. 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Behufs Bildung eines 1713 Vereins der Saflwirthc für Siefie» und Umgegend werden sämmtliche Jnterefsenten (Hotelbesitzer, Gast- und Schenkwirthe) freundlichst und dringend ersucht, sich Donnerstag ILachmittags 3 Uhr im Cafe Ebel einzufinden. Der Präsident des Vereins der Gastwirthe zu Darmstadt, Herr Carl Rein em er, wird im Namen der Vereine Frankfurt a. M., Offenbach, Darmstadt und Mainz sprechen. DaS provisorische Somit«. Für Mütter und Hausfrauen! Weibezahn's Drap. Hafermehl SB / mal prämiirt ärztlich empfohlen^ als befte Kindernahrurrg; vorzügliche Speise für Kranke, Genesende, alte und schwache Personen, sowie für den Familientisch. Wohlschmeckend und sehr nahrhaft. Pfund-Paq. 50 H. In Gießen echt zu haben bei Emil Fischbach. Weibezahn's Hafermehl hat sich seit Jahren bewährt u. findet ärztlicherseits immer mehr Aner- Ä*1«" KL! (Ziehung den 23. April) zu haben in der Expedition des „Gießener Anzeiger ______________________ Schulstraße 7. mit angrenzenderSrube, sehr gut. 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"""705 Die von mir bisher innegehabte Wohnung, Südanlage 7, Bel 6tage, ist zum 1. April d. I. zu vermiethen. ___Prof.Or^Pescatore. _ 1537 2 freundl. Logis zu vermiethen. Frankfurterstraße 88. jmoramDooo Das Dofflein'sche Haus ist zu g vermiethen. Q Näheres bei C. Ohler. 1662 g 1633 Familienwohnung zu vermiethen Schmidt II., Grünbergerstr. 1665 Ein Familien-Logis vermiethet __ Carl Heil, Schützenstraße. “ 1654 Ein Logis zu vermiethen bei Metzger Hofmann, Wallthorstraße. Laden | mit oder ohne Logis auf sofort zu ver- miethen. Ludw. Orth, Neuen-Bäue- Kinderwagen bis zu den feinsten empfiehlt W. Ferber, Lindenpl. 5. 1674 Drima Sauerkraut offerirt billigst Normal-Hemden und Hosen (nach System Prof. Dr. Jäger) fiir Damen und Herren empfiehlt 1189_______H. Rübfamen« Perbefferte Theerseise, ohne den lästigen Theergeruch, aus der Königl. Bair. Hosparfümeriefabrik von C. D. Wunderlich, Nürnberg, preisgekrönt B. Lds.-Ausst. 1882. 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