16. « »Ä Wr, zu güsfiSffe nmer LLrZZZ- Unß von 22.) g.'. LAÄ •i'if r iu verinjelh'n Äj®übt47. rSü^otit 6."" ne^P Zubehör jm "rmiethen. * ™ Zt^Bahnhofstraßt. Atthause ist m Joegor ju oetmittbtn. T'^lsoffer. iuabe list ein Lojiz ,nfll,e ruhige Famjjj, den 1s W, perl. April M bonnensttaße 25. Nr. 290 Donnerstag den 11. December 1881 Kießener Anzeiger Amts- und Anzeigcblatt für den Kreis Gieße». PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Gießen, den 8. December 1884. Betreffend: Die Verminderung der Sperlinge. Bureau: Schulstraße 7. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Groß herzoglich en Bürgermeistereien des Kreises. Nachdem man sich in der Sitzung des landw'.rthschastlichen Lokalvereins Gießen vom 3. l. M. einstimmig für die Ergreifung von Maßregeln zur Verminderung der Sperlinge ausgesprochen hat, empfehlen wir Ihnen, insoweit in Ihren Gemeinden ein Bedürfniß hierzu vorliegt, das Erforderliche anzuordnen, namentlich wann Schneefall eingetreten sein wird. In den tneisten Gemeinden sind die nöthigen Mittel zu diesem Zwecke in den Voranschlägen vorgesehen worden; eventuell könnte es in den Voranschlägen für 1885/86 noch geschehen. Indem wir im Uebrigen auf unser Ausschreiben vom 8. December v. I., Anzeiger Nr. 288 und vom 18. Februar l. ,J - ^lMtger Nr. 43, Bezug nehmen, wiederholen wir, daß wir das Schießen von Sperlingen nur ganz zuverlässigen Personen gestatten werden und daß wir hierüber ^zhrer besonderen Vorlage entgegen sehen. , , „ , r r . Ende Februar k. I. wollen Sie berichten, was geschehen ist und eintretenden Falles, wie viels Sperlinge in Ihren Gemeinden vernichtet worden stnd. Dr. Boekütann. ' Anzeigen, Mädchen, in oUtn Mahren, welches (in censchule besucht bot, Sticken, Maschinen: Mamachen u.s.n>. uch Buchführung wr; Stelle, am liebsten in rEM^Bt.__ von Mfl.SBeamkn-- nwiwgL tL hartem , d. Bl. 80öö hrlingmt ugnißen zum ttttiit in ei* k-Geschäft ge- b-gtschriebeue 1 10 an die Ort C cennü .«'•T sfl-A i Todesfällen halte ich i von Leichen, som bezüglicher Angelegeil- • Weise empfohlen. 1,2. Kirchendiener, rchenplatzZo^,—_ tttüberzieher, sonne l- Rothenberger/ Reuenweg^,^ W 81; ö s? nütfkinn»* x 6# Politische U-b-rficht. Gieße«, 10. December. Das Stärkeverhältniß der einzelnen Fraktionen im Reichstage stellt sich nunmehr nach dem officiellen Verzeichniß der Mitglieder wie folgt heraus: Die Deutschconservativen zählen 75 Mitglieder (und 1 Hospitanten), die deutsche Neichöpartei zählt 28 Mitglieder, die Centrums-Fraktion 109 Mitglieder (mit Einschluß der 10 welsischen Hospitanten), die Fraktion der Polen 16 Mitglieder, die nationalliberale Fraktion 50 Mitglieder, die deutschsreisinnige 61 Mitglieder (und 1 Hospitanten), die Volkspartei 7 Mitglieder, die Socialdemokraten 22 Mitglieder. Zu keiner Fraktion gehören die 15 Elsässer, ferner die Abgg. v. Bertram, Graf v. Hacke, Frhr. v. Hornstein, Junggreen (Däne), Frhr. Langwerth v. Simmern, Lenzmann, v. Wedell-Piesdors, Sander. Erledigt sind noch 4 Mandate. Die Stellung Bayerns und Württembergs gegenüber dem Reichspostsparkassen-Gesetzentwurf unterliegt zur Zeit in Hinblick auf die postalischen Reservatrechte beider Staaten einer lebhaften Erörterung in der Presse. Was nun speciell die Stellung Württembergs anbelangt, so liegen jetzt die Be- schlüsse der zweiten württembergischen Kammer vor, welche dahin lauten, daß dieselbe gegen die Zustimmung zu dem amendirten Reichs-Gesetzentwurf nichts einzuwenden habe, wenn die Post-Reservatrechte Württembergs gewahrt würden. Staatsminister v. Mittnacht gab eine dementsprechende Erklärung ab und fügte hinzu, daß sich die württembergische Regierung außerdem die Unterstellung der betr. Beamten unter die eigene Postverwaltung vorbehalte. Neben diesen (Sau* telen will sich Württemberg sein Zustimmungsrecht auch bei allen ferneren Stadien des Gesetzentwurfes über die Postsparkassen reserviren. Die Zustimmung der württembergischen Regierung zu letzterem ist also eine sehr bedingte und bezüglich Bayerns läßt sich wohl dasselbe behaupten. Wie die Vorbehalte Bayerns und Württembergs Seitens des Bunvesrathes motivirt werden, bleibt abzuwarten. Der Vorstand der Centrums-Fraktion läßt die Nachricht dementiren, daß die Fraktion beschlossen habe, das Eintreten für die Einführung der oblioatorischen Innungen abzulehnen. Die Angelegenheit der obligatorischen Innungen, welche sich zur Vorbereitung von Vorschlägen in den Händen einzelner Mitglieder der CentrumS-Fraktion befinde, habe bisher zu keinerlei Stellungnahme oder Beschlußfassung Anlaß gegeben. Die „Conserv. Corresp." bemerkt zu der Frage, vor Einführung des Jnnungszwanges müßten die Innungen ein ausreichendes Maß von werthvollen Rechten erhalten. Die nächste Aufgabe sei also, den Innungen diese Rechte zu verschaffen, in diesem Sinne sei manches Neue bereits in Vorbereitung und werde ohne Zweifel die Zustimmung des Reichstages finden. , m Aus Oesterreich verlautet von einem wunderbaren Pakt zwischen Magyaren und Czechen. Der bekannte Czechenführer Dr. Rieger hatte während der letzten Delegations-Session in Pesih Besprechungen mit den leitenden ungarischen Politikern, durch welche die Ungarn bewogen werden sollten, dem geplanten staatsrechtlichen Ausgleiche zwischen der Krone und den Czechen keine Hindernisse in den Weg zu legen. Dr. Rieger hat nun, wie es heißt, von ungarischer Seite die Versicherung erhalten, daß sich Ungarn in die gedachte österreichische Angelegenheit nicht einmifchen werde, wenn die Czechen dagegen die Kroaten in deren Forderungen gegen die ungarische Krone nicht unterstützten. Außerdem soll festgestellt worden sein, daß die Czechen an dem Dualismus uicht rütteln werden und daß die Einheit des österreichischen Staatswesens Ungarn gegenüber keine Aenderung erfahren wird. So lange die Czechen diese zwei Bedingungen halten, wollen sich die Ungarn in den geplanten czechnchen Ausgleich nicht einmischen. Ob diese czecho - magyarische Abmachung praktisch in Kraft treten wird, ist freilich sehr zu bezweifeln. Die wirthschastliche Krisis in Paris scheint den Keim ernster Gefahren in sich zu bergen. Jm Saale Favier fand am Sonntag eine sehr zahlreich besuchte Versammlung von arbeitslosen Arbeitern statt; Verhand- lunaen verliefen äußerst stürmisch, auch kam es im Saale zu Dhatlichkerten. Das Weggehen der Theilnehmer aus dem Saale erfolgte aber ohne reden Zwischenfall und auf der Straße kam in Folge der energischen Auftretens der Polizei keinerlei Kundgebung vor. Man schätzt die Zahl der beschäftigungslosen Pariser Arbeiter der verschiedenen Branchen auf 15 bis 20,000 und man kann sich denken, wie gefährlich eine solche, zudem von gewissenlosen Agitatoren verhetzte Masse unter Umständen der bestehenden Ordnung zu werden droht. Die englische Politik versteht es meisterhaft, Über jene Partien ihres Programms, um die es zweifelhaft bestellt ist, ein undurchdringliches Gewebe von Unklarheiten, Widersprüchen und Entstellungen auszubreiten. So verfährt sie in Egypten, so im Sudan, so' neuerdings auch in Südafrika. Werden die in das Betschuana-Land eingedrungenen Boern der englischen Expedition unter General Darren gutwillig weichen? Werden sie vielleicht mit der Cap-Regierung ein Compromiß schließen? Oder aber — werden sie es auf's Aeußerste ankommen lassen? Das Alles sind Fragen, auf welche man keine Antwort, wenigstens feine befriedigende, erhält. Der Telegraph meldet bald dies, bald jenes; es ist eine fortwährende Auf- und Abwiegelei, Angesichts welcher sich die Vermuthung mehr und mehr aufdrängt, daß man an maßgeben- bet'Stells in London die Situation absichtlich verwirren will, um das Urthell der öffentlichen Meinung bezüglich der südafrikanischen Vorgänge im Dunkeln tappen zu lassen. Eine solche Taktik zeugt eben nicht sonderlich von dem moralischen Muthe des Cabinets Gladstone und läßt auf einen Mangel an Selbstvertrauen bei den Trägern des herrschenden Systems in England schließen, welcher für die Zukunft nichts Gutes verheißt. Die einander diametral ent* gegenstehenden Versionen über das Boern-Meeting in Root Grond, welchem der Premierminister der Cap-Regierung, Mr. Upington, beiwohnte und nach dessen Bericht sich die Boern einmal für die Annexion an das Capland ausgesprochen haben sollen, während nach einer andern Darstellung Herr Upington das pro* voeatorische Gebühren der „Freibeuter" geradezu gebilligt hätte, müssen in den Augen unbefangener Leser einen starken Argwohn gegen die englische Politik in Südafrika erwecken. Jedenfalls kann durch solche Mystificationen die kritische Lage in jenen fernen Gegenden nur sehr unvollkommen maskirt werden. Darmstadt, 9. December. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: , m , Am 25. November Sr. Durchl. dem Fürsten zu Solms-Braunfels das Großkreuz des Verdienst-Ordens Phllipps des Großmüthigen zu verleihen. — Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 1. December den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Reinheim, Dr. Heinrich Schneider, zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Darmstadt H, den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Wald-Michelbach, Hugo v. Grolman, zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Reinheim, den Gerichtsaccessisten Her. mann Geilfus in Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Groß- Umstadt, den Gerichtsaccessisten Hermann Sandmann in Friedberg zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Wald-Michelbach, am 2. December den Gerichtsaccessisten Dr. Güngerich iw Darmstadt zum Staatsanwalt bei dem Landgerichte der Provinz Starkenburg, am 3. December den Gerichtsaccessisten Friedrich Dahlmann in Alzey zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Alzey und den Gerichtsaccessisten Dr. Heinrich Schmidt in Worms zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Worms zu ernennen. r , m £ . Darmstadt, 6. December. (Aus dem Staatsbudgets Bei der großen Ueber- zahl der Oberförsterstet len gegenüber den Forstmeisterstellen können nur wenige Oberförster eine Fmstmeisterstelle erhalten. Um die nicht avanc.renden Oberförster hierfür zu entschädigen, sollen diejenigen Oberförster, welche seit ihrer dekretmäßigen Anstellung 20 und mehr Dienstjahre haben, insofern und insolange st- noch nAt in ver 1. GehaltSklasse sich befinden, eine jährliche Zulage von 200 erhalten. Biese Zulage soll höchstens an 20 Oberförster verliehen werden. — Der vorgesehenen Gesamwtausgabe für das Erbschaftssteueramt im Betrage von 10,800 JL steht die Ersparnitz gegenüber, welche durch den Wegfall der Vergütung von Gebühren an die Controleure bei den Amisgerrwien (2 pCt. der überwiesenen Steuersummen) eintritt. Diese Gebühren Haden im Durchschnitt der letzten 6 Jahre etwa 8400 JL per Jahr betragen. t , — Behufs vorschriftsmäßiger Ausübung der Reichssteuerkonirole, insbesondere der TadakfieuerkorttoU ist die Anst.llung von zwei weiteren Lteuer- Controleuren erforderlich. Alljährlich findet im Großherzogthum auf einem Areal von circa 100,000 Aren TabakSbau statt, welcher die Anwendung etmr spec,ellen com- plicirteu Conttole bedingt. Letztere Hst sich auf die Anpflanzung selbst, auf Xaiat>oft Les muthmaßl chen SieurrwerthrS vor der Ern!?, Kis Beaufsichtigung des Product.s in de» Trockenraumen, die Feststellung der Steuerschuldigkeit mittelst Verwiegung, die Aeberwachung der Arbeiten in den Pr vUniederlagen (Transiilägern), die Versendung der zunächst unv-rneuert bleibenden Quantitäten und unter Umständen der Verarbeitung in den Tabakfabriken zu erstrecken und soll nach den reichsgesetzltch, bezw. von dem BundeSrath: erlass nen Vorschriften durch Sreuercontroleure gehandhabt werden. Seither mußten damit vielfach andere Beamte beauftragt werden, welch: aus dem Prrsonal der Haupisteue^ämter, der Ministertalbuchhaltung und Steuercontrole entnommen wurden. Dem bestehenden Bedürfniß wird aber durch eine solche Einrichtung für die Dauer nicht genügt, da die Contiole in rxacter Wcise nur von einem ständigen, du^ch längere Uebung in dem Geschäft erfahrenen, nicht von einem jährlich wechselnden Personal besorgt werden kann. Die Mittel zur Bestreitung der aus diesem Anlaß vorgesehenen Mehrausgabe sind in der von dem Reiche für Kosten der Tabaksteuer-Verwaltung gewährten Vergütung enthalten. — ES ist im dienstlichen Interesse Werth daraus zu legen und ist deß- halb vorgeschtt.'ben, daß die Steueraufseher bei Ausübung ihrer Funktionen sich in Uatfo m b finden. Aus der Beobachtung dieser Vorschrift erwächst indessen diesen gering besoldeten Aufsichtsbeamten eine verhältnißmäßtg bedeutende Ausgabe, weil oie Bekleidung bet der den Aufsehern obliegenden Controle von BetrtebSanstalten (Bran7t- wetnbrennereten, Bierbrauereien, Rübenzuckrrfabriken rc) besonders schnell verbraucht wird. Zar Erleichterung einerseits der Steueraufseher in der Bestreitung b;3 betreffenden Kostenaufwandes, andererseits der oberen Aufsichtsbeamten in der Handhabung der Controle Über ErsÜll-.ng der B kleidungsvorschnften seitens der Aufseher ist eine mäßige jährliche BekletdungSzulage, wie solche in ähnlicher Weise den Gensdarwen gewäh't ist, für die Steuerausfeher im Betrage von 50 JL für den Aufseher vorgesehen worden. — Für Verwaltungskosten der Weidenpflanzungen und Gräsereieu unter Verwaltung der Baubehörden sind tn dem Budget pro 1885-88 10,580 mehr vorgesehen worden wie in der letzten Ftnanzperiode. Der Mehrbetrag wird vorzugsweise als Holzhouerlohn verwende, um Wetdenpflanzungen aus höher gelegenen Flächen, -welche tn Wiesen umgewandelt werden können, auszustocken. Dem gegenüber konnte die Ausgabe für Cameral-Flußbau mit Rücksicht darauf, Laß vorerst neue Weidenpflanzungen tn den Altrhelnen thunltchst besch änkt werden sollen, um 10,550 JL jährlich vermindert werden. w Darmstadt, 8. December. sAuS dem Staatsbudgets Auf früher seitens der Stande wiederholt geäußerte Wünsche und tn Rücksicht darauf, daß mehrfache Gründe die Abtrennung des Wasserbaues von dem Straßen- und Hochbau räthltch erscheinen lteß-n, wurde mit dem Hauptooranschlag für die Ftnanzperiooe 1882/85 die Bildung von zwei Wasserbau-Jnspectionen und der Wegfall von zwei Kreisbauämtern ins Auge gefaßt und der sich hierdurch ergebende Mehrkostenbetrag von 10 060 JL tn das Budget 'eingestellt. Die Stände Haden diesen Mehrbetrag nicht bewilligt und somit unterblieb hte Ausführung der proj-ctirten neuen Organisation. Es ist nach den vorliegenden Verhältnissen nicht die Absicht, j tzt wieber auf bas Proj-ct der vollständ'g-n Abtrennung biß WasserbauS von dem Straßen- und Hochbau zurückzukommen; es wurde deshalb, den von den Ständen auf dem letzten Landtag geäußerten Wünschen entsprechend, die Kreirung der Stelle eines wetteren Vortragenden Raths tm Finanz- ministerium, Abtheilung für Bauwesen, und dte Besetzung dieser Stelle mit einem Referenten für daß Wassei bauwesen tm vorliegenden Hauptvoranschlag vorgesehen. Dte vorhandenen 15 KreiSbauämter bleiben hiernach bestehen, es ist aber eine Aenderung io Bezug auf das Vorrücken der KreiSbaumetster in die höchste Gehaltsstufe beabsichtigt. Setth.r waren die höchsten Gehalte von je 4400 JL mit den Stellen in Gießen, Mainz und Darmstadt verbunden. Dieses Verhältniß rührt noch aus der Zeit her, wo den Kceisoaumttstern der drei Provinzialhauplstädte auch die Functionen von Prootnzial- daumelstern übertragen waren. Unter den gegenwärtigen Verhältnissen rft es miß ständ-g, wenn die höchsten Gehalte mit den Stellen in Gießen, Darmstadt und Mainz verbunden werben. Bei eintretenben Vakanzen dieser Stellen treten In der Regel die dieustältesten Kreisbaumeister tn Bewerbung; es hegt oft aber mehr tm dienftltchen Znteresis, gerade für diese Stellen jüngere, rüstige, für dte Versetzung derselben speciell quäl-fictrte Beamte zu berücksichtigen und ältere Beamte auf ihren Stellen zu belassen. Hiernach wird beabsichtigt, dte höchste Gehaltsklasse nicht mehr an dte Kretsdaumeister- stellen der drei Provtazialhauptstädte zu binden, sondern den KreiSbaumeistern dieser Stellen dm denselben i wellig zukommenden Anciennttätsgehalt nebst einer Lokalzulage von je 600 JL dann zu gewähren,_ wenn und so lange deren Gehalt den Betrag um 4400 nicht erreicht. In dem Staatsbudget war seither außer den höheren Gehalten ^eisbaumetster tn Darmstadt, Mainz und Gießen nur für den Kreisbaumeister in Offenbach eine Lok lzulage von 600 Jt tn Ansatz g-kommen. Es ist nothwendtg, «uch für die Kreisbaumeister tn Worms und Bingen solche Lokalzv.lagen zu bestimmen, denn bet den sehr hohen Wohnungsmiethpreisen und sonstigen Höheren Abgaben an diesen Otten erscheinen insbesondere dte Gehalte ber unteren und mittleren GrhaltS- riaffen von 2800 und 3300 JL ungenügend. Auch für einige Kreisbauausseher, nämlich diejenigen tn Darmstadt (2), Gießen, Worms und Offenbach sind Lokalzulagen von je 250 angeforbett. Die Kretsbauaufseher in Gießen und Darmstadt sind vorzugsweise mit Hochbauwesen In diesen Städten beschäftigt und haben weder Gelegenheit an D'äten bei auswärtigen Geschäften, noch durch Prioatarbetten etwas zu erübrigen. Dagegen sind die Wohnungs- und Lebensorrhältmsse tn diesen Städten sehr thernr. Ä b und liegt im Interesse des Dienstes, den Kreisbauaufsehern in Gießen und Darmstadt, sowie in Worms und Offenbach, an welchen Ort'N ähnliche Verhält, niffe bestehen, Lolalzulagkn zu gewähren. Die Kretsbauaufseher in Mainz und Frtedbera sind tn dem Genuß billiger Mtethwohnungen tn fiskalischen Gebäuden, weshalb für dieselben Lokalzulagen nicht vorgesehen wurden. — Um ben Grassteigerern bei dem öfter sehr rasch herantretenden An- schwellkn des Rheins einige Erleichterung tn Abführung ihrer Verbindlichkeiten und dte Möglichkeit zur schnellen Einlösung ihrer Abfuhrscheine zu gewähren, war es erforderlich, den Districtsemnehmer zu Nierstein als Untererheber für das Rentamt Groß-Gerau zu bestellen und mit der Erhebung der Heu- und Grummetgrasgelder auß den auf der unken Sette des Rheins gelegenen Gemeinden, sowie mit der Verabfolgung der Absuhr- schetne gegen Bürgschetne zu beauftragen. Hierfür erhält derselbe eine procentuale Vergütung, welche im Durchschnitt der lctzten Jahre 82 JL betrug. Darmstadt, 8. December. Der Abgeordnete Wasserburg hat seinen wenige Stunden vor Schluß des letzten Landtags verhandelten und bet ber damaligen Situation vollkommen aussichtslosen Antrag auf Einführung von Wablcouverten dei öffentlichen Wahlen erneuert und um thunltchste Beschleunigung bteses Gegenstandes Gebeten. In ben diesem Antrag betgefügten Motiven wird ku z daraus hrngewtesen, daß erfahrungsgemäß vielfach Wahlbeeinflussu^gen vorzukommen pflegen, welche, ohne » b<8 Strafgesetzes zu überschreiten, gleichwohl doch eme höchst corrum- pirende Wirkung einerseits ausüben, andererseits einen unzulässigen Terrorismus knnd- = Le r!s0rm bei Anwendung der Wahcouverts hat sich der Antragsteller noch nicht geäußert, sondern sich einstweilen mit dem kurzen Hinweis daraus be- GNügt, daß deren Einführung den Wahlbeeinflussungen entgegenzuarbetten geeignet erscheine. Telegraphische Depesche«. »ölst'» uitat» «orrespouderrr-lvureav. , Berli«, 9. December. Im Reichstage wurde die Berathung über den Mtlitär- Gtat fortgesetzt. Pay.'r und Richter gegenüber erklärte der Kriegsminister, die Aufhebung ber Militärgerichtsbarkeit über verabschiebete Officiere sei nur tm Zusammen bong mit der Strafproceßreform zu regeln; gegen die O ffenllichkeit des StrafproceffeS müsse er sich prtncfpteU aussprechen. Die Reformarbttten ruhten keineswegs, eS fragt 2e ”Or R-ichstag bringen solle, dessen Neigung für Oeff.ntlichkett des Verfahrens zur Zett für dte Regierung unannehmbar sei. Der Krl der Wahlresorm- M in welcher lbinetssrage stellte, gelehnt. General Briere . dis auf weitere eiben. ongola von heute erden, wohin alle dcs AlichltzholS in l ist heute üiitünbtl erhobenen Summen Inifter, die Mudtri, f« der Staatsschuld ) verantwortlich Hk lenfaffe abgeführten lich ju erklären, ist sahl der TMMe , davon nrtgn'tev rwaLienrn narto ihm Bruch, Leb«' r 3 Jahre alte M lung hierher gebracht ifern Bericht In der igem nochmals auf ioe iSoatid juröck- rdacht und auf seine mn in sämmilichni itfen haben, herrscht » edlen Ton, seinen i ßplel, seine durch- -ebergabe der Werk.' hoben Erroariungen .nofr da bas Pro- ößm e'ne gediegeae r den vocalen M tm di-Wf Ä i$$Ä 60 l«1 K't! ’äfeS ä“- Die Zahl der vorhandenen Mltprediger-, Diakonats- und HilfSpredlgerstellen in den Provinzen Oberheffen und Starkenburg (In Rheinhessen gibt eS solche Stellen überhaupt nicht) beträgt 31 (14 in Oberhrssen und 17 In Starkenburg). Hiervon find nur noch 2 besetzt (eine In Darmstadt und duj.-nlge tn Groß-Gerau). Diese 29 Erledigungen zu den obigen 82 ergibt die Summe von 111. Wie groß die Zahl derj'nigen Pfarrstellen Ist, deren Inhaber wegen hohen SlterS oder Krankh.lt dienstunfähig find und welche deshalb von Nachbargetfilich n oder $ taten versehen werden, kann der Eins nder nicht angeben, well fich dieselbe aus dem Handbuch von Dr. Linß nicht genau feststellen läßt- Dieselbe ist jchenfalls bet der sehr grohm Anzahl von alten Pfarrern keine geringe. Haben wir doch u ter den 361 Pfarrern 118, welche das 60. L'bensjahr überschritten haben, also nahezu ein Drsttil I Die AlterSoertheilung zeigt überhaupt große Unregelmäßigkeiten. Wir haben fast so viel Pfarrer über 80 Jahre, wie solche unter 30. Zwischen 30 und 40 Jahren st h-n nur ungefähr 16pCt. während zwischen 40 und 50 Jahren über 24pCt., zwischen 50 und 60 Jahren gegen 24 p6t. zwischen 60 und 70 Jahren 21pCt, zwischen 70 und 80 Jab en gegen 10pEt. fich befinden. E ne Folge dieser Unregelmäßigkeit ist der Umstand, daß Männer in ßrau-n Haaren, bte man in der ersten BesoldungSklasse vermuthen sollte, erst In der fünften oder sechsten ranglren. (N- H. V) Mainz, 6 December. Seit einiger Zelt werden mit Mannschaften deS 87. Regiments Versuche über den Nährwerth verschiedener Conseroen angestcllt. Wahrend eines Zeitraumes von 13 Tagen müss n diese Mannschaften alle möglichen milttärtfdben Ueburgen ausfübren und erhalten In der Zeit olS Nab-ung hauptsächlich Kaff e, rrwiebock und Erbswurst, j.den vierten Tag dagegen die gewöhnliche Soldatenkost und eine Flasche Bier. Bei Beginn und Beendigung der Versuche werden bte Leute gewogen und gemeffen. Natü Ich werden bte Versuche nur m t solchen Leuten Borger ommen, welche sich freiwillig dazu melden, ebenso find Vorkehrungen getroff n, welche verhindern, daß die Mannschaften während der Versuchspertode andere Nahrung ae”,<6e^Qnfter bei Lick, 5. Dcc. Gestern Morgen fiel dahier In Folge d-S heftigen Sturmes der größte Theil einer dem AndreaS Damm gehörigen Scheuer zusammen. Stockhausen. 5 December. Heute tn früher Morgenstunde brach In der Hofrasthe des Herrn Bingmann Feuer aus und wurden von dem entfesselten Element ein Haus und eine Schauer In Asche gelegt. — Uebermäß.ge Verdunkelung der Wohnzimmer w rd, wie uns scheint, nicht mst Unrecht, als eine her vielen Ursachen an zunehmender Nervosität — zumal derFraukN unb Mädchen, die hier so Diele Tagesstunden zubringen — im „Journal d -vyglen- gerügt Durch dtchte Vorhänge werben die Zimmer von früh bis spät in ©alDbUBM aebalten unb weder den woblthättaen Sonnenstrahlen, noch der frischen Luft hinlänglicher Zugang verstauet. Man dämpfe jene nach Bedürfniß durch Jalousien u. berg!., sperre "aber nicht alles Licht ängstlich ab und lasse lieber die Teppiche und Möbelstoffe etwas bleichen, als die Wangen der Bewohner alle Farbe verlieren. Auch die Augen werden so allmälig krankhaft lichffcheu. Rein seidene Stoffe Mk. 1. 35 Pf. per Meter, sowie ä JL 1. 80 H und 2. 20 bis 9. 80 (farbig, gestreifte und carrirte Dessins) versendet in einzelnen ..oben und ganzen Stücken zollfrei in's Haus das Seiden-Fabrik- D^pöt von 6. Henneberg (König!. Hoflieferant) in Zürich. Muster umgehend- Briefe kosten 20 4 nach der Schweiz. 6373 Zum bevorstehenden Weihnachtüfeste empfiehlt bte Ferver'sche Univ.-Buchhandlung «b- rdchbnTtigffl Lager aller zu Geschenken geeigneten Literatur, sowohl streng-wissenschaftliche Bücher tn soliden Einbänden als elegant und dauerhaft gebundene Bndachtsvücher, bte Clasfiter von den billigsten Aus-aben (Reclam) bis zu den rv^uernen und tll- Prachtausgaben, Prachtwcrke mit Illustration^ in g-oßer Auswahl (Hendschel's Skizt-nbuch), Anthologien und Miniaturausgaben In*. Dichter, allere und neueste Romane von Freytag, EderS (^Serapis"), Dadn („Kreuzfahrer"), Wolff (.Rauhgras"). 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(S- ») - sAuch eine Auszeichnung) Die „Westfälische Post" in Hagen schreibt: .Dies'r Taae wurde dem Besitzer unv R bccleur der „Wests. Post", Fritz Hammer die erfreuliche M.tthetlung von ferner durch den Herrn Bürgermeister erfolgten Ernennung zum Pumper an der städtisch m Spritze Nr. 3 gemacht, wobei ihm zugleich daS Blechschild an der Strippe und b-c Statuten ordnungsmäßig überretett wurden. Unsere L-ser werden in diefer Einreihung des Verlegers der „Wests. Post" in daS städtische Loschcorps wohl mit unS einen thatsächlichen Beweis dafür erblicken, daß unsere Artikel „lieber Feueriösch- und RettungSwesen" auch höheren OrtS nicht ohne Anerkennung geblieben sind." — Wer lacht da? TV 1 TT n 1 jract. Arzt In Frankfurt a.M., früherAeeiet r mpd H ItPT1QP|1 Prof. Rioord’a,Pari«, heilt rasch, griindl. IK . VI. 1111 U. 11. VüllOVH, ogne grosse Kosten alle Nerven-, Flauen-, 2142 Haut- u Geschlechtskrankheiten (Syphilis) nach eigener Methode. Sprechstunden 10—1 und 3—b. StiftHtr isse 22 1. Aut-wärt« brieflich. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Diejeniqen hiesigen Einwohner, welche im Laufe dieses Jahres Hunde abaeschafft haben, wollen dies spätestens bis zum 31. December d. entweder schriftlich oder mündlich in Sclbstperson bei der unterzeichneten Stelle anzergen, indem sonst die Verbindlichkeit zur Entrichtung der Hundeabgaben auch im folgenden Jahre und solange sortdauert, als diese Anzeige versäumt wird. Gießen, den 9. December 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Brechen u. Anfahren von Steinen zur Straßenunterhaltung. Tas Brechen und Anfahren der zur Unterhaltung der Staatsstraßen im Baubezirke Gießen erforderlichen Steine soll an nachbenannten Tagen und Orten versteigert werden: Freitag den 12. December, Vormittags 9 Uhr, zu Gießen, im Bramm'schen Wirthtzlocale, für die Straßen von Gießen bis Klein-Lmden, von Gießen gegen Nodheim, von Gießen über Lollar bis zur Preußischen Grenze, von Gießen über Reiskirchen bis gegen Lindenstruth und von Gießen über Lich gegen Langsdorf, aus den Basaltbrüchen im Gießener Stadtwalde, im Steinbacher Felde, bei Langsdorf, bei Staufenberg und bei Reiskirchen (bei beiden letzteren Brüchen nur das Anfahren). Montag den 13 December, Mittags 1 Uhr, zu Kirch-GönS im I. Bach - schen WirthSloeale, für die Straßen von Klein-Linden bis Butzbach und von Pohl-Göns gegen Wetzlar bis zur Preußischen Grenze, aus den Kalksteinbrüchen bei Groß- Linden, Lang-Göns und Pohl-Göns, sowie den Vasaltbrüchen bei Holzheim und Gambach. , Gießen, den 8. Decemver 1884. Großh. Kreisbauamt Gießen. Walter. 8168 Junge Eber und Sauen der großen Yorkshire-Nace, aus einer re- nomntirten Zucht stammend, versendet preiswürdig „„ . Hofgut Friedeihaufen, 8148 ' Post Lollar. Aufgebot. Die Erbschaft der am 24. November 1882 verstorbenen Konrad Käß Wittwe von Allendors an der Lumda ist von deren nächsten Erben ausgeschlagen worden, es ergeht daher an deren weitere, dem Gerichte unbekannte Erben die Aufforderung, ihre Erbansprüche spätestens im Aufgabetermine Donnerstag d. 5. Februar 1885, Morgens 11 Uhr, dahier gellend zu machen, als sonst Ausschlagung der Erbschaft unterstellt und der Nachlaß dem Fiskus überwiesen würde. Zugleich ergeht an alle Personen, welche Ansprüche an den Nachlaß zu bilden haben, die Aufforderung, dieselben binnen 14 Tagen dahier anzumelden, als sonst sie bei Negulirung des Nachlasses nicht berücksichtigt würden. Gießen, den o. December 1884. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Dr. Schäfer. 8194 Jerlgeöotenes. Ja. KäftaMtN pr. Pfund 16 H bei J, Schäfer*, 8189 Kirchenplatz 4. Pittmtto# von 400 JL an empfiehlt unter fünfjähriger Garantie 7897 C. 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Um Jrrthümern vorzubeugen, theile einem geehrten Publikum mit, daß die Warnung im gestrigen Anzeiger nicht von mir ausgeht, sondern jedenfalls ein Scherz von einem meiner Bekannten ist- Ich bitte, mir nicht zuzntrauen, daß ich zu einem so abgenutzten Zugmittel meine Zuflucht nehme. öl—_____________Heinrich Voigt. oooooooocQOöaooßoo q Allen Freunden und Be- g 8 kannten bei unserer Abreise Q von Gießen ein 8187 O Herzliches Lebewohl. q ö Familie Ludwig. O öaDoaaoco ooaoooaoa Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthält 1 Blait und 2 Beilagen, J8206