rswfg, «■ l to ^Nabt^' sä r^*#25_ l!j!09^Mowueini --WGßchen vcrmiethenT^ S^rgerte3& !L®nfffcP ldt Zu vernmthen, --y* Krämtt. ___^ttlhOoü, WrnzenderStllbe,^ ^ler und Logi^, pr.soMu. April js M?s:, « unt Logis, mittni hiesiger SW miethcii. Näheres dii I. Blitz. Ne. HO* Drittes Blatt Sonntag den 11. Mai Ü8KL Gießener Anzeiger Amts- Md AnzeiMatt für den Kreis Gießen. Vmersur Schulstraße 7. Erscheint tLKtki^ mit Ausnahme des Montag-. Preis vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit BringettoLn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar? 50 Ps. aMIUffiHWWWHUr^g^awS^ajWjUMWBWIH IIIH MBW J ,1. y 'JlWWWBa^wjME^ Amtlicher Theit. Gießen, am 9. Mai 1884. Betreffend: Anfrage der französischen Regierung über die gewerblichen Verhältniffe des Großherzogthums. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grost her Möglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die französische Regierung hat um Auskunft über die gewerblichen Verhältnisse des Großherzogthums ersucht. Wir beauftragen Sie demgemäß, zu-- folge Auftrags Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, alsbald zu berichten, wie viel 1) Vereine, welche die Unterstützung ihrer Mitglieder im Falle von Erwerbsunfähigkeit bezwecken, 2j Creditgenossenschaften (Vorschuß- und Ereditvereine, Darlehnskassenvereine u. dgl.), 3) Sparkassen und Sparvereine, 4) Consumvereine (Vereine zum gemeinschaftlichen Einkauf von Lebensbedürfnissen im Großen und Ablaß in kleineren Partieen an ihre Mitglieder), 5) Produetivgenoffenschaften (Vereine zur Anfertigung von Gegenständen und zum Verkauf der gefertigten Gegenstände auf gemeinschaftliche Rechnung) sich in Ihren Gemeinden befinden, welche, bezw. wie viele von diesen nur von Arbeitgebern, oder nur von Arbeitnehmern, oder von Personen dieser beiden Kategorien gebildet werden, und welche bezw. wie viele eine besondere behördliche Genehmigung erhallen haben. Dr. Boekmann. Betreffend: Die Ableistung des Verfassungseides. Gießen, den 10. Mai 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen, welche noch im Rückstand sind, erinnern wir an die alsbaldige Erledigung unseres Ausschreibens vom 26. v, M , enthalten in Nr. 99 des Gießener Anzeigers. Dr. Boekmann. ——■—। ■ ■ HUI III I t Mrcil ässiges Mädchen W beit N Johamü $ LudwiMatze 1. zer Tüncher unbitn: dauernde Arbeit mb erfragen in btr^ib. !dluiigslehrstelle ist m, egen Mann offen bei inuffmann & Eie.» Lampenfabrik. ing von pMti hönster AusHmg/ lug. MüttW «j 2 P-ch leit'®11* Monca. 4 etabt/ierl.Wk SSSSy itÄ* tgW ;« an «s toolleit W a> K: fa^n,rt* 1 Darmstadt, 8. Mai. Auf Grund Allerhöchster Entschließung Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs vom 3. Mai l. Js. ist dem Herrn Jul. Adolph Fehr d»s Exequatur als Königlich Portugiesischer Viceconsul in Mainz ertheilt worden. Darmstadt, 8. Mai. Die am Dienstag den 13. Mai, Vormittags 91/2 Uhr, stattfindende 15. Sitzung der ersten Kammer der Stünde hat folgende Tagesordnung: I. Reue Eingaben. II. Berichterstattungen. III. Berathung und Abstimmung über: 1) den Gesetzentwurf, die Enteignung von Grundeigenthum betr.; 2) Gesetzentwurf, die Erbschafts- und Schenkungssteuer betr.; 3) Mittheilung der zweiten Kammer über den Antrag der Abgg. Herren Schröder und Genossen aus Aushebung des Gesetzes vom 3. Mai 1858, die Bildung der Ortsvorstände betr., und des Abs. 3 des Art. 1 des Gesetzes vom 22. November 1872, die Mitwirkung der Forensen bei der Festsetzung des Gemeinde-Voranschlags betr.; 4) Mittheilung der zweiten Kammer über den Antrag der Abgg. Herren Wasserburg, Franck und Pennrich aus Abänderung der Gesetzgebung bezüglich der Wahlen der Abgeordneten zur zweiten Kammer der Stände, sowie über verschiedene auf diesen Antrag bezügliche Petitionen, betr. die Einführung des directeu Wahlrechts bei den Landtagswahlen; 5) Mittheilung der zweiten Kammer über den Antrag des Abg. Herrn Metz, die Abänderung des Gesetzes vom 8. November 1872 über die Zusammensetzung der beiden Kammern der Stände und die Wahlen der Abgeordneten betr.; 6) Mittheilung der zweiten Kammer über den Antrag des Abg. Herrn Schröder auf Einführung einer Scala der Prämiensätze bei der Lan- desbrandversicherungs-Anstalt; 7) Mittheilung der zweiten Kammer über den Antrag des Abg. Herrn Dittmar aus Revision, bezw. Erweiterung des Gesetzes vom 26. Juli 1848, die Ausübung der Jagd und Fischerei in den Provinzen Starburg und Oderheffen betr.; 8) Mittheilung der zweiten Kammer über den Antrag der Abgg. Frhrn. v. Nordeck zur Rabenau und Genossen, die Errichtung einer Landes- Kreditkasse betr.; 9) Recommunication der zweiten Kammer bezüglich der Beschwerde-Vorstellung des bischöflichen Domkapitels zu Mainz in Betreff der Anordnung und Ertheilung des katholischen Religions-Unterrichts in den Schulen des Großherzogthums; 10) Recommunication der zweiten Kammer bezüglich des Antrags der Abgg. Herren Franck, Betz, Geier, Pennrich und Racke auf Vorlage eines auf Aushebung der Art. 16, 17 und 23 des sog. Schulgesetzes (der obligatorischen Fortbildungsschule) gerichteten Gesetzentwurfs; 11) Recommunication der zweiten Kammer: 1. bezüglich des Gesetzentwurfs, die Gewann- und Parzellen-Ver- messung und die dazu gehörigen Anträge betr.; 2. den Antrag des Abg. Frhrn. v. Nordeck zur Rabenau, die Landeskultur-Gesetzgebung betr.; 3. den Antrag der Abgg. Frhrn. v. Nordeck zur Rabenau und Schade, die Herstellung eines die Landeskultur-Gesetzgebung umfassenden Sammelwerks betr. Zur Auswanderungsfrage. Mit Beginn der wärmeren Hett eines jeden Jahres steigt die Auswand'.ruug nach den überseeischen Ländern. So auch dieses Jahr wieder. Zeitiger eil sonst melden die Zeitungen von Auswanderermassen, die, veranlaßt durch baS zeitige Frühjahr, heuer sich früher in Bewegung gesetzt haben, als dies andere Jahre geschehen ist. Äber auch im Allgemeinen steigt die deutsche Auswanderung. Aus vielen Gegenden laufen die Meldungen ein, daß allerorts weit mehr ^gerüstet wird, als in den Vorjahren. Selbst aber Gegenden, die das Wort „Auswanderung" bislang nicht kannte», senden jetzt zahlreiche Kräfte über den Ocean, und so nimmt die zügellose, fort und fori steigende Auswanderung einen beinahe drohenden Charakter an. Welches nun sind die Ursachen dieser in wirthschaftltcher, socialer und politischer Hinsicht gleich bemerkenSwerthen Erscheinungen? Unzweifelhaft ist, daß einer der wichtigsten Beweggründe bis noch vor wenig Jahren, und gewissermaßen noch heute, in demjenigen Lande zu suchen ist, nach welchem fast ausschließlich die brutschen Nuswanderermassen htnströmen, das sind die Vereinigten Staaten von Nordamerika. ES Ist dieS auch ganz natürlich, daß sich die Auswanderung dorthin gedrängt hat. Namentlich tn den Vereinigten Staaten bietet sich dem Unternehmungsgeist ein weit größeres Feld als in Europa. Dort entstehen alljährlich neue BevölkerungSanhäufungen, neue Städte und plötzliche Vergrößerungen älterer Städte. Es lag tn der Natur der Dinge, daß sich dort das Geschäft nach dem furchtbaren Bürgerkriege eher und schneller wieder erheben mußte, als dies im alten Europa, nach Verrauschen des Milltardenzaubers, möglich ist. Und fast möchte angezwerfelt werden, ob die frühere Blüthe deS europäischen Gewerbestandes, namentlich in Anbttrachr der Uebcrfüllung aller Erwerbs- zweige, wieder erlangt wird. Seit einiger Zeit aber wird die Aufmerksamkeit der auswanderungslustigen Bevölkerung m?br auf Südamerika gelenkt und sind dies vorzugsweise die Staaten Arg.nttnten, Paraguay und die südlich gelegenen Ländereien von Brasilien. Auch dort hat ein verheerender Krieg fast alle Werthe und Besitzungen vernichtet. Der Bau neuer Städte, die Anlage von großen Gas- und Wasseranftalten, die Herstellung von Verkehrsmitteln zur Verbindung neuer Wohnplätze, dir Inangriffnahme neuer und Wiederherstellung alter Bergwerke und die Errichtung zahlloser gewerblicher Etablissements, dies alles eröffnet aber nicht nur dem Unternehmer und Ingenieur, sondern hauptsächlich auch dem Arbeiter viel größere Chancen zu zufriedenstellendem Fortkommen. Die Extstenzgarantie dort ist eben eine größere. Und so kommt es, daß unsere mit den hiesigen Verhältnissen und der gebotenen zu geringen Extstenzgarantie unzufriedene Arbetterbevölkerung dem heimathlichen Boden den Rücken kehrt. Es ist unzweifelhaft, daß sich der großen Bcvölkerungsmassen ein tiefer Mlßmuth bemächtigt hat, — eine Stimmung, so trübe, daß ihnen die Verhältnisse des Vaterlandes, wenn nicht verleidet, so doch nicht mehr lieb genug sind, um Freude am fernen Weiterbleiben zu haben. Mangel/ oft auch Nolh, Arbeiterentlassungen, Lohnherabfftzungen trugen das Ihrige dazu bei, die Auswanderungslust zu erhöhen. Wenn auch tn der letzteren Zeit die geschäftlichen Verhältnisse sich gebessert haben, wenn sehr viele Industriezweige wieder vollauf Beschäftigung haben und in den meisten Branchen wieder gut bezahlte Kräfte gesucht werden, so hat dos den Auswcmderungsstrom doch nicht zu hemmen gewußt, und einmal im Fluß, bedarf es großer staatlicher Umwälzungen, um ihm einen anhaltenden Damm entgegevzusetzen. Die Wurzeln, welche den Arbeiter an die Scholle fesselten, find aber zu sehr gelockert worden. Nichts hält ihn mehr zurück. Lieber reißt er sich aus seiner bisherigen Lebensweise heraus und tritt tn ein Land und zu einem Volke über, dessen Sitten und Gebräuche ihm fremd sind und dessen Sprache ihm unverständlich ist. Bringt aber nun die Auswanderung dem Mutterland Nutzen oder Schaden? ES würde auf eine vollständige Berk nnung der Verhältnisse hinauslaufen, wollte man in der Auswanderung ein sthr großes Uebel erblicken, eine Volkskcankheit, die mit allen zu Gebote stehenden Mitteln unterdrückt werden müßte. Im Gegentheil ist zu behaupten, daß die Bluteniziehung, welche die Auswanderung für den socialen Körper bedeutet, nicht nur wohlthättg wirken kann, sondern in der That oft genug heilsam gewesen ist. Ein Blick in die Geschichte beweist uns dies tausende Male, die Lücken im Erwerbsleben, welche die aus derHelmaih Scheidenden zurücklassm, geben andern vermehrte und besser gelohnte Arbeitsgelegenheit, die Extstenzgarantien werden vermehrt. Auch in socialer Hinsicht ist zu beachten, daß die Lösung vieler gesellschaftlicher Beziehungen die Anknüpfung mancher andern gestattet, welche jedenfalls einen erfrischenden Einfluß auf das Volksleben ausüben. Die verheerenden Wirkungen eines großen Krieges gleichen fast genau der Auswanderung. Beide erstrecken sich in überwiegendem Grade auf daS männliche Geschlecht. Es ist nun eine oft wiederholte Erfahrung, daß rann Offiziersfamflie aus Danzig von Verwandten eine briefliche Benachrichtigung, daß die Kinder der letzteren an Scharlach erkrankt wären. Der jüngste Knabe der genannten Familie erhielt den Umschlag des Briefes zum Spielen. Nach 6 dis 7 Tagen erkrankte derselbe am Scharlach, später erkrankten tn Zwischenräumen von 14 Togen bis 3 Wochen noch zwei Geschwister. Die Uebertragung durch den erwähnten Brief gewinnt deshalb an Wahrscheinlichkeit, als am hiesigen Orte und in nächster Umgegend seit 5 lns 6 Monaten kein Fall von Scharlachfieber vorgekommen war und weder die Familien- mitgUeder selbst, noch auch die Hausgenossen mit Scharlachkranken rc. zusammenge- kommen waren. Alle drei Erkrankungen hatten einen milden Charakter." Aus dem Eisenacher Oberlande, 6. Mai. Ein sehr beklagenswecther Unglücksfall macht seit gestern viel von sich reden und findet die allgemeinste Thetl- nahme. In dem Dorfe Gehaus bei Vacka wurden am Sonntag drei Mädchen im Alter von 6—8 Jahren vermißt und nach langem vergeblichen Suchen gestern Vormittag tn einer tn einer Scheune stehenden großen Kiste erstickt vorgefunden. Die Kinder, welche zwei Wtttwen angehörten, hatten in der Scheune gespielt und waren dabet auch in die leerstehende Kiste gestiegen. Der Deckel derselben fiel aber zu und zwar so, daß die armen Kinder ihn nicht heben konnten und bann, wahrscheinlich unter schrecklichen Qualen, erstickt sind. Die Theilnahme für die armen Mütter ist allgemein. Bamberg, 4 Mai. Der langjährige Cassier des hiesigen Vorschußvereins, Niedermater, hat vorgestern Abends gegen 9 Ubr tn seiner Badstube durch Oeffnen der Pulsader seinem Leden ein Ende gemacht. Ntederwaier befand sich seit 8 Tagen in Karlsbad zur Kur. Während dieser Zeit ist ermittelt worden, daß er sich grobe und beträchtliche Veruntreuungen zu Schulden kommen ließ. Die bisher ermittelten Veruntreuungen, nach deren Entdeckung Niedermater durch zwer Vorstandsmitglieder des Vorschuß-Vereins in Karlsbad abgeholt wurde, beziffern sich auf ca. 175,000 Zur Ausgleichung derselben wird der Reservrfond des Vereins tn Höhe von 60,000 und die (Kaution des Ntedermaier verwendet werden; einen Thetl des Restes zu tilgen haben Hessin Verwandten übernommen, das übrige werden die Mitglieder zu decken haben. Bei dem «nspruchsiosen Leben des Niedermaier ist selbst Solchen, welche demsilben nahe standrn, röthselhaft, zu weichen Zwecken er die deftaudirten Summen verwendet hat. Hierüber werden vielleicht die wetteren Ermittelungen Aufklärung br ngen. Wie vorläufig festgestellt wurde, wurden die Unterschlagungen dadurch ermöglicht, d«tz Niedermater ihm übergebene Anthetlschein-Formulare, welche von den Vorständen in blanco gezeichnet waren, auf Namen von Mitgliedern ausstellte, sie als Plandpiptere in deposito bedielt und die als Darlehn gebuchten Beträge in feinem Nutzen verwendete. E neN Ausschußmitgliede waren die zum Theile hohen Darlehne aufgefallen. Er benutzte daher die Abwesenheit des Niedermater, um die Sache genau zu constattren. Sein Verdacht wurde dadurch genährt, daß die beliehenen Antheil- sch-ine in einem besonderen Cassaschrank aufbewahrt lagen und Niemand Schlüssel zu demselben hatte. Bisher hatte die Kasse gestimmt, Bücher und Belege waren tn Ordnuns gewrsen. Durch das vom Defraudanten gemachte Geständniß ist nun festgestellt, daß er seit 11 Jahren in der angegebenen Weise manipulrrt hat. Daß die Entdeckung nicht früher emtrat, liegt rum The l an dem großen Vertrauen, welches Ntedermaier genoß, demzufolge ihm schon früher Unregelmäßigkeiten, allerdings anderer Art, nachgcwtesen wurden. Es ist dieselbe Ursache, welche bet anderen Vorschuß- Vereinen unsägliches Elend herbeiführte. Wie bet allen derartigen traurigen Angelegenheiten, so meldeten sich auch heute eine große Anzahl Personen im Comtotr des Vorschuß-Vereins, welche ihre Spareinlagen und Depositen zurückverlaugten und erhielten. Es sind über 200,000 dafür ausgezahlt worden. — sEine Berichtigung.) Kürzlich wurde ein zu Zuchthausstrafe Verurtheilter per Eisenbahn nach Spandau transportirt. Dort angckommen, öffnete der Schaffner das Coups, in dem der Sträfling mit seiner Begleitung saß und rief die üblichen- Worte: „Svandau, 6 Minuten Aufenthalt" Der Verurthetlte aber erwiderte: „Ach nein, mein Jutester, drei Jahre:" nach »roßen Kriegen, wenn st! selbst mit einer Niederlage geendigt haben, ble Be- völkeruug intensiver als vorher wächst und das Erwerbsleben kräftiger als zuvor emporblüht. Und dieselben Wirkungen muß, wenn auch hier die Bedingungen für scharfe Beobachtung nicht so günstig liegen, eine vermehrte Auswanderung hervorbrtngcn. Eine Hauptsache aber ist es, die Ausmanderermassen nicht zu ziel- unb planlos fort zu lassen, damit sie im großen Westen verschwinden. Die auswandernden Ardettskräste, wie bte mit sortzieh-aden Kapttalkräste müssen möglichst dem Mutterlande erhalten bl-ib-n, und das kann nur geschehen, wenn die Auswanderung gehörig geleitet und geführt wird, menn ganze Staat.n mit deutschen Ansiedlern bevölkert werden, die In sortwahrmben staatlichen und kommerziellen Beziehungen zur Heimath bleiben. Dann wird ble Auswanderung von Segen für die Zurückdleibenden, wie sür ble Fortzrehenben fein. Wenn aber nun die Folgen der Auswanderung wohlthätige sein können, so w isen die Ursachen derselben in den meisten Fällen auf Schäden in unserem hetmath- licken socialen Leben hin. Es muß deßhalb das unausgesetzte Bemühen unferer (Staats» Einfluß auf diese Wunde im Volkskörper auszuüben. Von Seiten der neueren Gesetzgebung ist bereits manches geschehen, um das Lsos der arbeitenden Klassen zu verbessern. Das zarte Alter, welches sich ntcpt selbst gegen die nachthetltgen Einflüsse allzusehr angespannt«: Arbest oertheidtgen kann, ist durch Gesetz geschützt worden. Fabrikinspretionen sind m s Leben gerufen worden, welche auf Beseitigung aller derjenigen Einrichtungen hinwtrkiN müssen, welche d e (Sefunbbelt und das Leben auch der erwachsenen Alberter bedrohen. Ferner hat die le Suna bte Haftpflicht der Arbeitgeber für von ihnen verschuldete Arbesterunfälle 2E: »dMflefdl vom 15. Juni 1883, die Krankenversicherung der Arbeiter betreffend, ist einem weitgehenden Bedürfniß adgeholfen worden. DaS Fachschulwesen ist ganz besonders gefördert worden, wodurch vermehrte Ausbrlduvg der Ädeiter und Erringung höherer Löhne gewährleistet wird. Und namentlich die vermehrtAusbildung "kommt nicht nur den hier bl-tbcnden Arb-ttskrästen zu gute, auch dem auswandernden Arbeiter ist, fern von der Heimath, eine höhere gewerbliche ober technische Bildung ein Kapital von unberechenbarem Werth. Gefährlich aber ist es, wenn die Auswandet ung einen fieberhaften Charakter an- nimmt wenn wie dies ja oft genug vorgekommen ist, durch ein sogen. „Auswanderungs- sieber"'die Arbeiterbeoölkerung ganzer Bezirke btcmirt und der Erwerb m d-ns.lven Lahm gelegt wird, daun können Mrttte Ncrchlhetle sehr schwerwiegender Art eintreten. Vdie Anschauung berechtigt, daß der ausschlaggebende Grund sür Auswanderung den meisten Fällen darin besteht, daß sich die die Hrimath Verlassenden tri derselben ntd)t mehr wohl fühlen, so wird das am sichersten Heilung unb Besserung der Zustände versoreckende Mittel sein, wenn w c uns bestreben, denen, welche die Hauptmasse der Auswandernden stellen — den Arbeitern - das Vaterland thmrer zu machen. Bleiben aber die Ausgewanderten mit dem Heimathland in engster Beziehung, sind sie auch in fernen Landen mit unauflöslichen Banden an das Vaterland verknüpft und besteht ein fortwährender Kreislauf von Beziehungen, ähnlich dem Blutkreislauf deS Körpers. io wird die Auswanderung niemals zum Schaden gereichen, sie wird im Gegenthell von den segensreichsten Folgen für die ganze Nation begleitet sein. Vermischtes. Mainz, 6. Mai. Ein Beispiel großartiger Fretgeblpkelt hat in dm letzten Tagen ein Bürger unserer Stadt gegeben. Der bekannte katholische Landtagsabkeordmte und Buchdruckereibesitzrr Johann Falk HL schenkte nämlich du- Summe von 60,000 zur Erbauung eines zweiten Klosters der FranziSkanermren nebst geräumiger Capelle in Mainz und zwar tn der Neustadt (Garrenield). Da der Bau einer großen Kirche, welche ia diesem weit ausgedehnten Stadttheil entstehen soll, wegen der spärlich fließenden Gelder erst nach Jahren in Argr.ff genommen werden kann, so hat Herr Falk d-n Entschluß gefaßt, dieser vielfach von Unbemittelten bewohnten Gegend schon in nächster Seit eine kleine Kirche mbst Niederlassung von armen Schwestern vom bl. Fcanriskus zu verschaffen. Genannte Schcvrste n vei pflegen die Kranken in den Häusern und werben somit für die von der Altstadt entfernt wohnende Bevölkerung von großem Nutzen sirn- ^chles. Ztg " hatte in einem Gesundhettsbericht von dem Fall einer Uebertragung dcs Scharlachfiebers durch ei neu Brief Mittheilung gemacht. W Erweise der Möglichkeit einer solchen Uebcrtriaguug schreibt ihr der Stabsarzt Dr. Aßmann in Wohlan folgendes: „Ende März d. I. erhte^ eine hiesige Schi ffsn ach richten. Bremen, 8. Mai. sPer transatlantischen Telegraph ^ Der Postdawpfer Habsburg, Capt. Fr. Pfeiffer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 23. April von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten tn Baltimore ange- kommen. IeilgeZoieues. Iür Coufirmanden empfehle zu extra billigen Preisen: Sonnen seSsirme und täntmictä, Glace-Handschuhe, Krausen und Spitzen jeder Art. 3298 A. Fangmann. Täglich frisch. Dresdener Streusel- (Guß)-Kucheu, Ttollett, pr. St. 25 u. 12 Frankfurter Eierweek per Stück 10 empfiehlt 3161 August G^uhr, Bahnhofstraße. NB. Meine sämmtlichen Back- waaren sind mit der größten Sorgfalt bereitet und gelangen nur gute Materialien zur Verwendung._______ Eingemachte grüne Schnittbohnen (hochsein) in allen Packungen empfiehlt Lonis Scharmann jr., 3296 Schloßgasse.________ "Brückenwaagen, Tafelwaagen, Schnellwaagen, Gewichte ___in allen Größen. 23ÄT Schöne Auswahl. 3194 A. Kröll, Von vorziißläcSigtem Erfolge gegen alle catarrliallsehen Eelden des ELehHkopfea, Rachens, mögens u. s. w. ist die Emser Victoriaquelle, welche sich vor allem durch ihren bedeutenden Geholt an Kohlensäure laiiszelehnet — also für den häuslichen Gebrauch besonders empfehlens- ! werth ist. — Emser Fastillen Emser Quellsalz mit Bleiplombe. in flüssiger Form. Zu beziehen durch die bekannten Mineralwasser-Handlungen und Apotheken. [1427 König WHiielm’s Felsenquellers, Bad Ems. 1879 empfiehlt sein reichhaltiges Lager von Möbeln aller Art, als Salon-, Wohn-, Schlaf- n. Eßzimmer-Einrichtungen. sowie Praninos und Kaffen- schränke von renommirten Firmen zu billigen Preisen und unter Garantie. Wilhelm Klonk (Haiger, Nassau) KnNftfärkerei NKd chsm. WeLscharrftalt empfiehlt sich im Färben und chemisch Reinigen der Herren- und Damen- Garderobe jeder Art (unzertrennt), Uniformen, Teppichen, Stickereien, Läufer rc. Lieferzeit 8 Tage. Färberei ä ressort für werthvolie Seidenstoffe. Annahme für Gießen und Umgegend bei Herrn 3150 F. Herbert, Neuenweg Ur. oO. Nur echt mit dieser Schutzmarke: Mh-Extract u. (Karamdlen*) | g rrra ffW L'iranl v. L. H. Pietsch & Co., Breslau. feLLlgXyAMXlAMfcWä Die durch zahlreiche Dankschreiben aner- kannt, bewährtesten und besten diätetischen Genußmittel b^ Huften, Keuch- husten, Cataerh, Heiserkeit, Verschlci'nung, Halö- uniBrnstleide«, vorn einfach. Catarrh bis zur Lungenschwindsucht. tiutzei, r^eichcn Anerkennungen besitzen wir auch cm Dankichrelben Dr. Durchlaucht des deutschen Reichskanzlers, Fürsten von Bismarck. *) Ertract b Flasche M 1,1,75 und 2,50. Karamellen b Beutel 30 und 50 Zu haben in Gießen bei Gg. Wilh. Weidig. 105 Selbstgeftrtigle lackirte Möbel werden billig abgegeben. 2895 Fr. Weinhardt, Neustadt 55. Prima Glycerin- u ManSrlskisk aus der Fabrik von Mouson & 60 pr. Pfund 60 Pfg» empfiehlt 3079 S. Btoo&r. Comptoir-Utensilien in großer Auswahl, Buchdruck-Arbeiten aller Art in feinster, billigster Ausführung eni=> stehlt H(il H. Hühn, Papierhandlung u. Buchbinderei. Reines, Kräftiges Kornbrod iU ^«8»..» SB»»». «M 3211 Seltersweg. Köder’sche Patent Heerde und Gußheerde bei 24 3, v H Bapst. Be 2446 5 f <$ L 5 « l | kang' tuchen garoa Xk® " .Clioc« mh St ftfc MbLdeck Niederlage ui v> PorzÄsl Wpfiehlt sch zur A Taffen, Lcindchch Thürscl mit einsa für Grab Schnelle und Ferner halte Stemgut-Wa , Specialität: Aabvaagen, $ wühle». 1 fii 1 Vetj deiner S oulissem di, g Umtond c wen A und creme e Wle neu her » Indem j emPlbhlen hg #] Der Pofldamch in Bremen, weiter m ilten In Baltimore angu i ®li)ftrin- lanMftift lkm Molls-«"' .ftinb 60 PlS $! S. Elsoff fäfr'Mh M ®=bet bÄ 5 h; b bann J>iinb ' blf «tmen6Ä"ll<6 kn». I,f Lü:K Dl! bIShft A i'ch! ‘«ftgi'S srsSä L-Ktz Ä‘$y* .'LL?Ä »S Ä,Nt allerdings ünb™(r ■ bet andnen Vorsckub, Ä traurige 81^ *® Comtotr b(8 avertavgtmundtthiG, m^N^uchilkr öffnete her S-H°k Jj und rief die übli^ ilte aber erwiderte: .Zj ;igtt lckirteM bgegeben. M einhardt, Neustadt L ilr-llleo* ■roser Auswahl, ■uck-AB» H; | UM r»br«t K Jiitrfssiä in <1815 aege rein wollene für Herren Mark 19.—, empfiehlt 2466 M. Werner, Markttstrahe. Ernst Gebhardt- PorzMarrmaSer, BshrrhsfstVer^e ZZ, Empfiehlt sich zur Anfertigung aller Porzellan-Gegenstände, als: Taffen, Teller, BLerglasdeckel, Pfeifenköpfe rc. mit Landschaften, Wappen, Monogrammen und Blumenmalerei, sowie Thürfchilder, Grabsteine, Kiffen, ausgeschlagene Bücher rc. mit einfacher und verzierter Schrift, in allen Formen und Größen für Grabdenkmäler. Schnelle und aufmerksame Bedienung unter billigster Preisberechnung. Ferner halte noch ein reichhaltiges Lager in Glas-, Porzellan- und Steingut Waaren.________________________ 1461 Maschinen- und FWH Waagemfabrik ö Liouie Sehultae Gießen, Wallthor 53. Specialität- Decimalbrückerrwaage-, von 1-50 6tr„ Centefi- Walwaagen, Butter- und Schnellwaagen in allen Großen, «arbe- halte mich Lei Reparaturen an Dampf- und landwirthschast- lichen Maschinen, für Mühlenbau und sonstigen m das Maschmensach em- schlagenden Artikeln bestens empfohlen. < | Wasch- und Appretur-Anstalt Plauen ß U amr für ti^rdineai (in weiss und creme) A Verfahren nach, neuester Methode« 5? & Meiner werthen Kundschaft zur Nachricht, dass ich unter Heutigem die alleinige Vertretung obiger Anstalt für Giessen und Ä Umgehend erhielt. -SS Es werden zum billigsten Preise Gardinen in weiss K und creme gewaschen, eingefasst, appretirt, überhaupt wieder wie neu hergestellt. Indem ich mich1' zur Annahme geschätzter Aufträge bestens 2$ W empfohlen halte, zeichne A Hochachtungsvoll ! K i B S En En En 0=4 EM Do las in jeder Grösse, Bestell-, Arbeite- und Lohnzettel, Adress- und Geschäfts-Empfehlungs-Karten, sowie überhaupt alle hier nicht erwähnten im kaufmännischen Fache vorkommenden Drucksachen. übernimmt fortwährend und empfiehlt sich in Anfertigung von Drucksachen aller Art, insbesondere: Visit- und Verlolmngskarten, Gebnrts-, Dkrlsdmgs- und Tra-mrrgs-Aüzcigkn, Circulairc, Briefköpfe, Avisbriefe, Aviskarten, Auch tabellarische Arbeiten jeder Art für Behörden, Etiquetts für Berichte und Schreiben, Formularien und alle sonstige in dieser Branche vorkommenden Druokarbeiten werden ebenso schnell und billigst hergestellt, wie Extrabeilagen für Zeitungen, Prospecte, Cataloge, -a Brochiiren, Werke etc. «■ LLds, Rechauags-Formula: Empfehlung. Einem geehrten hiesigen, sowie auswärtigen Publikum zur gefl. Nachricht, daß ich unterm Heutigen neben meiner Drechslerei und Stuhl-' mach er ei ein Ukactengjeschäf t in Specereiwaaren, Tabak, Cigarren, Cigarreu- spitzeu, Pfeifen und Stöcken eröffnet habe und halte mich in allen vorkommenden Artikeln bestens empfohlen. 2928 Hochachtungsvoll J. Häuser, 38 Neuenweg 38. Stroh- und Stoffhüte "MW in größter Auswahl zu außergewöhnlich billigen Preisen. I. Weitzenkorn, 3307 9 Schulstraße 9. Gesangbücher in soliden Einbänden empfiehlt in großer Auswahl Ottmar Hoehler, 2641 Lindenplatz. Blumenfreunden | unentbehrlich ist der bewährte ßlumeubiinßtr aus der Chemischen Fabrik von Rud. Schleicher in München. Zu haben in Gießen bei 1129 Emil Pistor. DocraoDDODaooooBooaa: Zur geneigten Abnahme empfiehlt: rohs und gebrannte Kaffee's, Würfelzucker, Naffiuade, Mandeln, Nosinen, Gorinthsn, fft. Blüthenmshl in besten Qualitäten und billigsten Preisen. Wilh. Th. Wittlich, 2546_________Marktstraße 32.______ en daher auf, ,W 10.3ml.' so genügt ine W «Mag gebracht, Bmtchlage Das Steinmetz- & Marmor Geschäft von Emil Kalbfleisch in liessen vis-a-vis dem Friedhof empfiehlt sich zum Anfertigen von GMkiik«!m>, WomuikM tfc. Graöeinfassungen, sowie zu allen in dieses Fach einschlagenden Arbeiten in allen Steinarten. I. M. Schulhof, Gießen. 2193 Ein Lehrling mit guten Schul^enntuiffen für sofort gesucht von Arnold. Müller. 73 78 Damstadt, LMsi geruht f Am 3. Mai der M Directvr der Reo Damstadt, Ludwig m Batten! -der Men Ludwig- Damstadt, 'K 8) echält: 1. Ochntliche 5 Se. König!, hol Z Bemd in Amte mtz Wer Lebensae M des Ertrin Rettung von Mensche -Migen geruht. .,, , '■ Bekanntmaä ElmEtatsjch 18s Uebersicht de W 1884/85 : ^ALauterba^ .4- Aersicht bi Vagen Li. ■Mite I- 12. AM M 2'Ä Ä Dezember 1883. Verbindlichkeiten. Schaden-Reserve für die Todesfallbranche Prämien-Reservefonds „ „ Fonds der Aussteuer-Versicherten . . . . Fonds der Kautionsdarlehns-Empfänger . . Amortisationsfonds für Hypotheken . . . . Pensionsfonds der Gcsellschaftsbeamten . • Dividenden-Neservefonds (Divid.-Verth. B) . Vorausbezahlte Prämie Sicherheitsfonds, anges. aus d. Ueberschüssen a) frühere Jahre ... ^4 6075348. 04 b) des Jahres 1883 , . ,, 2 306003. 69 J usverhauf. Die in meinem früheren Locale ausgelegten Kleiderstoffe, Kleider- cattuue, Zephirs, Kammgarn für Herren-Anzüge, Fanelle, bauwwoll. Biber, Fiizröcke, Sommerunterröcke, Unterjacken, Unterhosen, Damen- und Kinderwäsche, Damenkragen und Manschetten und verschiedene andere Artikel verkaufe, um gänzlich damit zu räumen, zu und unter Selbstkostenpreis. 32