^kturt a v 1881. 'X' '*16 Muri«: ii 483 Og. Volkner’^ A worin eine große Nrmiethen ober unter Wp zu verkaufen moIIen sich an uns 1360 SU Meßen, e. tz. Sehlt sichU " ; m lanien-- dttkleiöcrtt m. _ E. Timm, fconnenftrafie 13,2 St. Anfuhr ) Stück Russen- i Fuhrleute ge- holzhanblung. rrcnartifeb und Damen- ich per oder später Ln-m nebft Mahnung. ^MertBchrm-, er'-Strahe 37, zweier •rn ein DiensünLdchen SÄ'?« hrer Schatz Ochm Opier im Selbst» Dnanit) und «tWrntn en ist das berühmte taifs Selbst- mhrang. t27Abbild. Preis3I ier, der an den W«k» di-'es Lasters M igen Belehrungen nti” >nbe vom stthern a.ode. ;id°sAerlagSÄ!°M° ,iuLcibM,s«educh .lungmGteßem 23a itntmffe W 1 6h» »«$?»*• •* Är. 60. Dienstag den 11. März 188« Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagA. 2 rPp Bringerlohn. a Durch bie Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hyeil. Betreffend: Vormusterung des Pferdebestandes im Frühjahr 1884. Gießen, am 8. März 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wie aus unserer Bekanntmachung von heute zu ersehen, wird in der Kürze eine Vormusterung des gesammten Pferdebestandes des Landes stattfinden- Wir beauftragen Sie deßhalb uns baldigst ein namentliches Verzeichniß der Pferdebesitzer Ihrer Gemeinden und unter Ihrer Aufsicht stehenden Gemarkungen einzusenden, aus welchem Verzeichniß die Anzahl der Pferde der einzelnen Besitzer und die Gesammtzahl der Pferde zu ersehen ist. Es sind darin alle Pferde aufzunehmen und bei denjenigen, welche nach § 4 des Reglements vom 6. April 1876 (Reg.-Bl. Nr. 25) nicht gestellt zu werden brauchen, ist die entsprechende Bemerkung beizufügen. Ein zweites Exemplar des Verzeichmsies haben Sie für sich zu behalten, darin die Nachträge und Veränderungen, die sich etwa bis zur Seit der Musterung noch ergeben, zu bemerken und das Verzeichniß zu der Musterung mitzubringen. ______ Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Es ist eine Vormusterung des gesammten Pferdebestandes des Landes unter Zuziehung von Militär-Commissarien angeordnet worden Dieselbe wird im Kreise Gießen stattfinden: Montag den 31. März 1884, Morgens 9 Uhr, zu Hungen vor dem Unterthor an der Straße nach Grünberg für die Gemeinden - Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim mit Lof-Gill, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen nut Ringelshausen, Rodheim mit Hof Graß, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe und Villingen. DienStag den 1. April 1884, Morgens 9 Uhr, zu Lich am Röderthor an der Straße nach Gießen für die Gemeinden: Mach, Annerod, Burkhardsfelden, Dorf-Gill, Eberstadt mit Arnsburg, Ettingshausen, Hattenrod, Lich mit Kolnhausen, Hof Albach und Mühlsachsen, Dlünster, Nieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Oppenrod und Steinbach. Mittwoch den 2. April 1884, Morgens 9 Uhr, zu Groß-Linden an der Straße nach Gießen, unweit der Fabrik von Krause für die Gemeinden: Ullendorf a. d. Lahn, Garbenteich, Groß-Linden, Grüningen, Hausen, Heuchelheim, Holzheim, Klein-Linden, Lang-Göns, Leihgestern, Ober- Hörgern und Watzenborn mit Steinberg. Donnerstag den 3. A?ril 1884, Morgens 9 Uhr, zu Gießen auf dem Platz genannt Oswalds-Garten am Neustädter Thor für dre Gemeinden: ' ’ Mendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Bersrod, Beuern, Daubringen, Großen-Buseck, Lollar, Mainzlar, Reiskirchen, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lda., Trohe, Wieseck und Winnerod. An demselben Tag und Ort, Nachmittags 3 Uhr, die Pferde aus der Stadt Gießen mit Schiffenberg. Freitag den 4. April 1884, Morgens 9 Uhr, zu Grünberg auf dem Marktplatz neben dem Schießhaus für die Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Keffelbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf, Lumda, Odenhausen mit Appenborn, Queckborn, Reinhardshain, Rüddingshausen, Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wirberg, Stangenrod, Stockhausen Weickartshain und Weitershain. Zeder Pferdebefitzer ist verpflichtet, seine sämwtlichen Pferde vorzuführen mit Ausnahme: a) der Fohlen unter 3 Jahren, b) der Hengste und c) der Stuten, die entweder hochtragend sind oder noch nicht länger als 8 Tage abgefohlt haben. In beiden Fällen ist eine vom Orts- vorstande ausgefertigte Bescheinigung vorzuzeigen. Von der Verpflichtung zur Vorführung ihrer Pferde sind ausgenommen: 1) Mitglieder der regierenden deutschen Familien: 2) die Gesandten fremder Mächte und das Gesandtschastspersonal; 3) Beamte im Reichs- oder Staatsdienste hinsichtlich der zum Dienstgebräuche, sowie Aerzte und Thierärzte hinsichtlich der zur Ausübung ihres Berufes nothwendigen Pferde; 4) die Posthalter hinsichtlich derjenigen Pferdezahl, welche von ihnen zur Beförderung der Posten contractmäßig gehalten werden muß. Pferde, welche auf beiden Augen blind sind, brauchen nicht vorgeführt zu werden, wenn dieses Nebel von dem Ortsvorstand bescheinigt ist. Uebertretungen hinsichtlich der Stellung der Pferde zur Vormusterung werden nach dem Reichsgesetz vom 13. Juni 1873 mit einer Geldstrafe 'b i zu 150 Mark geahndet. Die Großherzoglichen Bürgermeister haben die vorstehenden Anordnungen den Pferdebesitzern noch besonders bekannt zu machen und dafür zu sorgen, daß sänuntliche Pferde vorgeführt und auf den Musterungsplätzen gemeindeweise aufgestellt werden. Sie haben dem Musterungsgeschäft persönlich beizuwohnen, im Verhinderungsfälle ihre Stellvertreter, und alsdann das Duplicat der Pferdeliste, mit etwaigem Nachtrag zu derselben, mitzubringen, Gießen, am 8. März 1884. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ____________ Dr. Boekmann. Betreffend: Den Zustand der Fortbildungsschulen. Gießen, am 8. März 1884. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Sie wollen die Berichte in rubr. Betreff über die Zahl, Verhalten und Leistungen der Fortbildungsschüler, wie auch die Zahl der gehaltene» stunden bis spätestens am Schluffe dieses Monats einsenden. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Freitag den 14. März l. I., Nachmittags 2 Uhr, findet eine Generalversammlung des landwirthschastliche» Bezirks» Vereins Gießen und vor derselben um 1*/, Uhr eine Ausschußsitzung zu Grünberg im Saale des Gasthofsbesitzers Hoffmann statt. Alle Mitglieder des Vereins und Freunde der Landwirthschaft werden hierzu freundlichst eingeladen. I. Borträge: TageS-Ordnung: 1) lieber den Gebrauch des Doppeljochs von Herrn Professor Dr. Pflug in Gießen; 2) Ueber die Errichtung eines Saatenmarktes in Grünberg von Herrn Bürgermeister Pracht daselbst; Herr Kaufmann Buch von Hungen wirv zu diesem Vortrage eine Samenreinigungsmaschine (s. g. Trieur) ausstellen und erklären. 3) Ueber Viehfütterung von dem zweiten Director des Vereins, Herrn Gutsbesitzer Schlencke auf dem Hardthofe. II. Geschäftliche Miltheilungen; III. Vorlage der Rechnung für 1883 und Feststellung des Voranschlags für 1884. Gießen, d.en 28. Februar 1884. Der Director des landwirthschaftlichen Vezirkspereins Gießen. Lehvev-Confevenz des Conferenz-Bezirks Gießen: 'Mittwoch den 12. März, Vormittags 11 Uhr, in Gieße«. des Conferenz-Bezirks Lich-Hungen: Donnerstag den 13. März, Vormittags 10 Uhr, in Hungen. Gießen, den 8. März 1884. Büchner, Kreisschulinspector. r>TIIWWtfi«irn~irr^ III » «uri iw-tfnri'w» irAIIHh«MW——B——MM— Deutschland. Darmstadt, 8. März. Die zweite Kammer bewilligte die von der Regierung geforderten Mittel zu der Enquete über oie Verschuldung des land- wirthschaftlichen Grundbesitzes und nahm den Antrag an, die Negierung um Sie Errichtung einer Bodenkredit-Anstalt zu ersuchen. — Die zweite Kammer vertagte sich auf unbestimmte Zeit, nachdem sie in der heutigen Nachmittags-Sitzung die Gesetzvorlage, betr. die ErbschaftS- und Schenkungssteuer, angenommen. _1. Darmstadt, 8. März. sZwelte Kammer der Landstäa»e.j Nachdem die Kammer In der gestrigen Morgen - Sitzung die Linien (pos. 1 und 2 des Art. 1) von StockbOm über Ortenberg und Hirzenhain nach Gedern und von Hungen nach Laubach mit Abzweigung nach Frtedrichshütte genehmigt hatte, wurde» in einer Nachmittags- Sitzung weiter die 3. Position des Art. 1 der Regierungsvorlage, die Bahnstrecke von Nidda noch Schotten, nach kurzer Befürwortung Seitens des Abg. SturmfelS angenommen. Bet B-rathung der pos. 4 des Art. 1, die Strecke von Ranstadt, Station der Oberhessischrn Eisenbahn, nach Nieder-Wöllstadt, Station der Main-Weser-Bahn, verwendete sich Abg- Weith besonder« für bl« Regierungsvorlage. Abg. Jöckel vlatdirte jedoch für den Ausschutzantrag, der bekanntlich die Einmündung dieser TranS- »ersalbahn bet Friedberg vorschlSgt, und wurde nach einigen wetteren Debatten aus die Erklärung Großh. Finanzministeriums hin, datz Untersuchungen nochmal? über die Hweckmänigkett dieser oder jener Einmündung angestellt werden sollen, sowie, daß die wetteren diesbezüglichen Anträge les war etn Antrag von Setten des Abg. Ellenberger gestellt worden rc.) und berührten Bahnlinien mit in diese Untersuchungen einbegriffen werden würden, der Antrag der Majorität deS Ausschusses auf Strich dieser Linie accepttrd^ 5 beg ar( z Bahn von Eberstadt (Station) nach Pfungstadt wurde ohne Debatte^ g^h^ 8^ Antrag eingebracht hatte behuss besserer Berücksichtigung des Odenwalds, zog nunmehr denselben zurück, um ihn als selbstständigen Antrag nächstem Landtag wiederum zu unterbreiten, beantragte jedoch das Ersuchen, diejenigen Linien, welche heute keine Annahme gesunden, Großh. Regierung zur thunlichsten Berücksichtigung auf nächstem Landtag zu empfehlen. Auch Abz. Arnold nahm von seinen Anträgen in gleichem Betreff Abstand bet dieser Vorlage und stellte den besonderen Antrag, an Großh. Regierung das Ersuchen zu richten, diese von ihm pro- jectirte Linie dem nächsten Landtag vorzulegen, indem er zugleich den südlichen Odenwald der Großh. Regierung zum erforderlichen Wohlwollen empfiehlt. Schließlich wird die Regierungsvorlage in den 3 wetteren Projecien angenommen, d. h. die Linien von Reinheim über Groß-Bieberau und Brensbach nach Reichelsheim, von Osthofen nach Westhofen und von Sprendlingen in Rheinhessen noch Wöllstein einstimmig zum Bau genehmigt. Der hierher gehörende 2. und 3. Theil des in voriger Sitzung mitgetheilten Antrags Rack« wurde weiterhin mit 27 Stimmen acceptirt. Art. 2 wurde nach den Anträgen des Ausschusses und gemäß den Consequenzen teer vorherigen Abstimmungen zu Art. 1 genehmigt. Den Art. 3 nahm di« Kammer, da der Minoritäts antrag lErbauung von drei weiteren rheinhesstschenBahne») durch denAbg. Schröder zurückgezogen worden war, «ach dem Anträge de« GesammtausschusseS an und occeptirte folgenden Zus«tz, daß, wenn sich innerhalb Jahresfrist ein Eisenbahnunternehmer zu dem Bau und Betrieb der bestimmten Bahne« nicht finden sollten, derselbe von der Regierung übernommen wird rc., welchem Antrag die Regierung, nachdem er durch den Abg. Metz in dieser Weise verschärft worden war, nicht sympathisch gegenüberstand. Der 1. Theil des Antrags Rackö kam sodann zur Diskussion und wurde derselbe trotz der befürwortenden Ausführungen der Abgeordneten Schröder, Wasserburg und Rack6 nach Wunsch der Regierung abgelehnt. Fortsetzung der Berathung findet heute Nachmittag statt. —I. Darmstadt, 9. März. (Zweite Kammer der Landstände.j Gestern Morgen fuhr die Kammer in der Berathung über die Secundärbahnen fort und zwar wurde zuerst der von de« Ausschuß beantragte Zusatzartik-l 3 a, wonach die Regierung den Communalverbänden und Gemeinden diejenigen Geldbetiräge, welche dieselben zu dem Bau der in Frage stehenden Bahnen übernehmen ober zu übernehmen haben, aus der Landesculturrentenkasse unter den üblichen Bestimmungen vorzuschieben ermächtigt ist, angenommen und zwar aus die Erklärung der Regierung hin, daß im Staatsministerium eine Berathung stattgefunden habe und nunmehr es keinem Anstand unterliege, daß diese Bestimmung in Kraft trete. Auch den Art. 4 occeptirte die Kammer, nachdem in einer Diskussion, °n welcher sich die Abgeordneten Wasserburg, Frank, Wolfs- kehl, Dittmar, v. Rabenau, Arnold, Heinzerling und Schröder be° theiligten, als selbstverständlich hingestellt worden war, daß eine zu rechtfertigende lieber» schreitung des in diesem Artikel der Regierung zur Verfügung gestellten Credits von 28500 M„ insoweit es sich um Prüfung derjenigen Prostete handelt, welche der Regie, rung bet Gelegenheit der Berathung in den letzen Sagen überwiesen worden, stattfiuden dürfe. Die Übrigen Artikel des Gesetzentwurfs unterlagen keinem Anstand und wurden einstimmig ebenso wie das Gesetz im Ganzen von der Kammer genehmigt. Weiter wurden sämmtliche noch zur Berathung stehenden Projeete, Vorstellungen und Anträge aus Errichtung von Secundärbahnen der Regierung zu geeigneter Berücksichtigung übermittelt Außerdem kam der Antrag des Abg. v. Rabenau, die Errichtung einer Landes- Creditkasse betr., zur Berathung. Abg. Lautz wendete sich in längerer Rede gegen den Grundsatz der Amortisation und vertrat die Ansicht, daß eine solche von der landwirtschaftlichen Bevölkerung gar nicht gewünscht werde, die lieber nach freiem Ermessen abtrage und nicht Kinder und Kindesktnder noch mit der Abtragung behelligen möchte. Wenn man auf der einen Seite dem verschuldeten Landwirth mit dieser Kasse eine solche Erleichterung ge- rvähre, muthe man auf der andern Seite den sparsamen Landwirthen, die an einer Sparkasse beteiligt sind, eine Herabsetzung ihres Zinseneinkommentz zu, da die Sparkassen naturgemäß durch eine solche Anstalt beeinträchtigt würden- Gegen diese Ausführungen plaibtren die Abgeordneten Wasserburg und Franck, während Abg. Jockel zwar auch für den Antrag Rabenau stimmen wird, ober die Ansicht des Abg. Lautz doch nicht so unbedingt verworfen Haden möchte, besonders aber gibt er der land- wirthschaftlichen Bevölkerung zu bedenken, damit sie sich nicht übertriebenen Hoffnungen hingeben solle, daß diejenigen Landwirthe, die nicht creditfähig sind, auch von dem fraglichen Institut keinen Credit eingeräumt bekommen würden. Abg. v- Rabenau betrachtet eine solche Kasse als eine sociale Nothwendigkeit und auch die Abgeordneten Ellenberger und Möhn, sowie die Abgeordneten Jost und Walz erklären sich mit dem Antrag einverstanden, der nach befürwortendem Ausspruch des Berichterstatters Haas zur Annahme gelaugt, d. h. nach der Fassung des Ausschusses die Großh. Regierung ersucht wird: „Baldthunlichst und jedenfalls auf dem nächsten Landtag den Landständen einen, die Errichtung einer staatsseitig garanttrten allgemeinen Bodencredit- anstalt mit Psaudbrief-AmortisationSsystem bezweckenden Gesetzesentwurf zugeben lassen zu wollen". Der Antrag des Abg. v. Rabenau und Genossen ist damit erledigt. lieber die neulich an den Ausschuß zurückoerwiesene Schenkungssteuer hatte sich der Ausschuß inzwischen schlüssig gemacht und beantragt derselbe unter der von der Kammer gewillten Berücksichtigung des damaligen Antrags des Abg. Osann, der den Gerichten die Feststellung der Nachlässe wie seither übertragen wissen w'll, Modificationen bei den Art. 44a und folgenden. Der Berichterstatter Muhl erklärte, daß nur die Minorität des Ausschusses sich für die Modificattonen gemäß dem Antrag Osann ausgesprochen habe und eröffnete der Präsident daraufhin nochmals eine Generaldiskussion, während welcher die Abgeordneten Jöckel, Schröder, Franck, Wasserburg und Arnold sich für die Uebertragung der Feststellung der Nachlässe u- s. m an die Gerichte auösprechrn, dagegen Abg. Küchler und Oberfinanzrath Krug den Entwurf vertraten, der bekanntlich die Steuerbehörde mit dieser Arbeit zu befassen beabsichtigt. Nachdem ein Antrag auf Schluß der Debatte acceptirt wordca war, vertagt der Präsident die Kammer Nachmittags 3 Uhr. Karlsruhe, 8. März. Der Landtag nahm nach dreitägiger Berathung die Novelle dur Städteordnung unter Ablehnung aller anderweitigen Anträge nach den mit der Regierung vereinbarten Anträgen der Commission an. Telegraphische Depeschen. Wolg'S telegr. Torrespsrr-errr-Vrrrea«. Berlin, 9. März. Die ,,Nordd. Allg. Ztg." erfährt au- England: Zur selben Stunde, als auf der Victoriabahn-Station in London eine Höllenmaschine explodirte, eine andere auf der Paddington-Station befindliche aber versagte, befand sich Prinz Heinrich in Begleitung des deutschen Botschafters aus dieser letzteren, und zwar in einem Zimmer gerade über dem Raum, wo jene Maschine lagerte. Diese versagte lediglich deshalb, weil das Del in der Uhr zu dick geworden war. Sobald der untersuchende Polizeibeamte den Koffer, der die Maschine enthielt, berührte, begann die Uhr wieder zu gehen und die kleine Pistole, welche die Explosion hervorgerufen haben würde, war gespannt, so daß bei regelmäßigem Gang des Uhrwerkes die Vernichtung des Zimmers, in dem sich unter Anderen Prinz Heinrich und Graf Münster befanden, unvermeidlich gewesen wäre. — Der Kaiser ertheilte heute Mittag dem Präsidenten des Reichstags von Levetzow und den Vicepräsidenten von Franckenstein und Hoffmann eine. Audienz. -London, 9. März. Zn Brighton starb gestern Admiral DacreS. Lokales. Gietzen, 9. März. Heute Morgen wurde der 44. Turntag des Gaues Hessen im kleinen Saale des Wenzel'schen Gartens abgehalten. Anwesend waren 56 Vertreter von 23 Vereinen. Es hatten sich seit dem letzten Gauturntag neue Turnvereine gebildet und wurden wie nachstehend in den Gau ausgenommen: Büdingen mit 26, Grünberg mit 64, Lollar mit 40, Neustadt mit 40 und Vilbel mit 70 Mitgliedern. Die Rechnung schloß mit einem Saldo am 1. Januar 1884 zu,Gunsten der Kasse mit 37,60 JL und einem Restanten mit 5,75 e 493 Elchenstanu “ nietet, W messer, F aeeiguet, 58 Mdelstänu 428 FWiW * S Tn w» St, kn Djstr Wb, AM ^W.unwe MDntaj Bchn Achen oft Kiesen, , ^irf^bauin u. Maßholder »Dienst. % Achenstg, .. 'Ner, h 12 SN« , 3,08 d Rten.- 452 s Corfette« deutsche und französische Fabrikate, Kinder-Corsetts empfiehlt in bekannter großer Auswahl Robert Haas, 1700 Strohhüte werden gewaschen und gefärbt und nach neuesten elegantesten Mustern fae-omrt, und zwar sehr billig- ~ 1709 2l. Fangmann. 1689 von 1688 ' Elnnahivcn a t'isenoch an et Mgadcn 635,40 des 1704 Rmtr. Wellen 15 1696 empfiehlt Emil Fischbach 3 Corsetten 14 Lich, dm 7. Dlürz 1884. 1691 Wimwenaner. 1690 Mn Sichen Mjtimic. 6?#,8ü jl 114,30 X 3 12 Buchen Eichen Nadel werden: Maurerarbeit Schreinerarbeit Weißbinderarbeit das Kleinmachen Rmtr. 44 201 5780 1370 360 Rmtr. 141 66 23 83 65 17 Müller, Königlicher Oberförster- Rmtr. 300 71 8 Holz -Versteigerung in der Oberförsterei Krofdorf. Um 9 Uhr bei Wirth Kahlert zu Krofdorf; 1. Mittwoch, den 19. März aus Schiitz- bczirk Waldhaußchen, Distrikt Bäuerstädt 38, Buchen r 19 rm Scheit, 37 rm Stamm- knüppel, 913 rm Stammreiser; Distrikt Lichtenberg 51, Buchen: 6,5 rm Scheit, 7,5 rm Stammknüppel, 268 rm Stamm- re iser. Totalität: Distr. 73, Eichen: 4 rm Klafter-Nutzholz; Distr. 43, Nadelholz: 56 Stämme mit 7,00 fm k. Inh., 32 rm Reiser; Distr. 49, Nadelholz: 10 Stämme mit 1,25 fm k. Inh-, 15 rm Reiser; Distr. 44a, Eichen: 1 Stamm mit 0,17 fm f Inh-, Distr. 67. Bnchenr 23 rm Scheit, 2 rm Knüppel, 11 rm Reiser; Distr. 73, Eichen: 10 rm Scheit, 5 rm Reiser; Buchen: 38 rm Scheit, 2 rm Knüppel, 24 rm Reiser; Distr. 74, Eichen: 1 rm Scheit; Buchen: 23 rm Scheit, 22 rm Reiser. 2. Donnerstag den 20. März aus Schutzbezirk Waldhäußchen, Distrikt Bäuer- städt 29a, Buchen: 29 rm Scheit, 27 rm Stammknüppel, 3011 rm Stammreiser; daselbst Distr. 39, Eichen: 95 rm Stammreiser; Buchen: 42 rm Scheit, 40 rm Stammlnüppel, 1978 rm Stammreiser- NB. Das Holz aus Distr. 29a kann über die Dienstwiese des Oberförsters auf den Weg im Ahmannsheiligeuwald abgefahren werden. Krofdorf, den 9. März 1884. Fafseln durch den landwirthschaftlichen Bezirks-Verein und von Rindern durch die Verloosungs-Commission. Butzbacher Frühjahrs-Fassel-, Zuchtvieh- und Schweiue-Markt am 20. März 1884, verbunden mit Am Freitag de« la. März er, von 2 Uhr an, werden an Ort und Stelle die sämmtlichen den Erben Jacob Lehr dahier gehörigen Wrauereigeräthschsfte«, Lager- und Tra«s- portfäffer, Schläuche, Gährbottige, ein Fuhrfafl, zwei Bierrollen, Druckpumpe, ein Abfüllapparat, Butten und andere zur Bierbrauerei nöthige Utensilien meistbietend öffentlich gegen gleich baare Zahlung versteigert. Wetzlar, den 8. März 1884. 1687 Gruft Boecker, Commissionair. Ieitgeöotenes. Extrafeine Wiener Mac- earoni, ächte italienische Maccaroni, extra feine Wiener Gemüse-Nudeln, Bordeaux-Pflaumen, Türkische und Bamberger Zwetschen, Americ Apfel scheiben, selbstgetrocknete Apfelspalten, pr. Pfund 40 Mirabellen, Birnen, Buchenstämnie mit 3,30 fm, Elsbeer - und Kirschbaumstänune mit 3,08 fm, Fichten - und Kiesernstämme mit 1,64 fm, Eichen-, 5 Buchen-, 30 Birken- und 452 Fichtenstangen. Friedrich“ 68,58, 139.38 1.-. 33.50 93,15 133,55 13,- 3899 Gewerbe- und Volbsbüdungs-Derem. Dienstag den 11. März, Abends 8 Uhr, im Cafö Schwinu: Vortrag des Herrn Architekten Hug über Heizung und Beleuchtung bewohnbarer Raume. 1706 1660 Einen guten zweisp. Wagen u. einen Karren verkauft L. Pfaff. F. Teipel iVB. Extra Anfertigung in kurzer Zeit. Holwcrsteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 17. Mär» 1884, von Vormittags 9 Uhr an, toll im Gießener Stadtwald in dem District Hangelstein nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz. Schrtth. Prügrlh. Stockh. NeiSH. Rmtr- Wellen 75 4850 124 2500 — 460 für die städtischen Gebäude, das Reinigen der Oefen, das Errichten von Schutzgeländern in der Lahn und die Aufräumung von Fluthgräben in der Gemarkung. Gießen, den 10. März 1884. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. A. Stamm. 1703 IreUag den 14. d. Ms von Vormittags 9 Uhr an, B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 123 Elchenstämme mit 104,80 Festmeter, bis zu 86 Ctnl. Durchmesser, für Glaser und Schreiner geeignet, 58 Nadelstämme mit 17,23 Festm., 428 Fichtenstangen „ 3,26 „ 18 Festmeter Eichen-Werkscheitholz. Die Züsammenkunft ist aus der Chaussee nach Daubringen in der Nähe des Steinbruchs. Gießen, am 10. März 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 1702 A. Brarnm. Holz-Versteigerung. Donnerstag den 13. d. Ml., von Vormittags 10 Uhr an, sollen in dem Albacher Gemeinde» wald, District Eisernhand, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: 30 Raummeter Buchen - Scheit, 8 Raummeter Eichen-Scheit, 28 Raummeter Buchen-Knüppel, 52 Raummeter Eichen-Knüppel, 1240 Buchen- und Eichen-Wellen, 27 Raummeter Buchen- und Eichen- Stock, 13 Eichenstämme, 10 Fichten - stämme, 140 Fichten-Reisigstangen. Die Zusammenkunft ist im Ort. Wach, den 9. März 1884. Großherzogl. Bürgermeisterei Albach. Balser. 1705 mtof) des G,ues Hesse»' »skvd maien 56 Serteeter llmseMet und wurde» ln 2b- ®rünbetg tnll 64, « 1884 j« Gunsten der Mitgliedern • • - 525,78 .« • ■ • 120,14 , Minheimer ■ • •32.88 , Butzbach, den 28. Februar 1884 . Großherzogtiche Burgermersterer Butzbach. Küchel. Der Vertrieb der Loose ist Herrn H. Forbach in Butzbach übertragen. Bemerkt wird, daß der Faffelmarkt, welcher in denr Kalender rrrthumlech aus Freitag den 21. März angegeben ist, Donnerstag -en 2«. Mär; abgehalten wird- des Reichst^ Admiral Socrea sollen versteigert werden: Montag den 11 März Scheith. Prügelh Stockh. Reish. VerloosuKg von Faffeln, Rindern, Schweinen und landwirthschaftlichen Geräthen. bei TralS-Horloff. Der Verkauf unserer Briketts für den Landdebit ist eröffnet. Preis per 1OO Rgr. 1 Mk. SO. Die Verwaltung I !° Auswahl -mpg-hlt Holzversteigerung in der fürstl. Dberförsterei Lich. In den Districten Mühlberg, Brun- nenwald, Graudorn, Schwarzwald und Konzebühl, unweit der Gießener Straße, Rmtr. Buchen 35 Eichen 20 Kiefern — Kirschbaum u. Maß- , , 1 bet Äfft» tu I "der dem ^£ ' 2 dar Oelj» b ” ***■ den Rofr Schn und biet; J in bei ^n, unvermeitl!^ sollen im alten Rathhause versteigert veranschl. zu Mein Lager in Frühjahrs- unö Sommenimfjängm, Trieot- ««- Kammgarn-Paletots, Brunnen- und Begentnänteln ist mit allen Neuheiten reichlich ausgestattet und offerire solches zu billigst berechneten festen Preiseri. Jedes Modell kann innerhalb 6-8 Vagen nach Maß geliefert werden. 110 S. Wermersheim Nachfolger. holder Dienstag den 18. März 96 Eichenstämme, bis zu 80 cm Durchmesser, mit 72,95 fm, £ • Ott die Fop W bet Krie "üge pon i gegeben, p £ SUprat te Darfoi durch h. «litten ha^° Statt besonderer Anzeige allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass Samstag den 8. März, Nachmittags 1 Uhr, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Maria Clauss, geb. Dapper nach längerem Leiden im Alter von 84 Jahren sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bittet GefchäftEröffnung. Hiermit erlaube ich mir einem verehrlichen hiesigen, sowie auswärtigen Publikum mitzutheilen, daß ich in dem seither von Herrn Schopbach innegehabten Laden ein Spenglergeschäft, verbunden mit einem Lager aller Art Petroleumlampe«, errichtet habe und empfehle ich in letzteren eine große Auswahl Hand-, Wand-, Tisch- und Hängelampen, Ampeln und Lüstern von den gewöhnlichsten bis zu den feinsten Mustern, sowie Sturm-, Hof- und Straßenlaternen, außerdem ein reichhaltiges Lager in lackirteu und blanken Blechwaaren. Alle in dieses Fach einschlagenden Arbeiten, sowie sämmtliche Reparaturen an Lampen und Blechgeschirren werden prompt besorgt. Nur durch Führung guter solider Waare und dauerhafte Arbeit werde ich mir das Vertrauen eines verehrlichen Publikums zu erwerben und zu erhalten suchen. 1707 Hochachtungsvoll _________Georg Stober. 1711___________________________ TricottaNen^ in verschiedenen Größen, empfiehlt billigst Robert Haas, 1698 Seltersweg 59.________ Strohhüte für Damen und Herren werden gewaschen, gefärbt und nach den neuesten Formen umgeändert und liegen Muster zur Ansicht bereit. Louis Goil,