'ltUn8 des 11 111 ru der- 99 l>,c 99 vef. a Q ttrt a A. äüL Ä. ’417 Sir kaufen ,580 «tatet ^lm-1 Meile. § ® eine Welte ;der btt halstr. Schnellläufer, ö-Bazar Nr. 1. 3612 m >ern 00 an die Er- ________3815 lehrling. 'arl Hensel. Zleur. I ^lustige Perlen Adrchen in hrofpecte gratis. Mm sch». t u. farbigen nstrümpfen in n, je nach Be- itremab. von ben iften Nummern), nderstrümpfe, Lange), Herren- in geb!, vnd somie farbig, nern. Herren- Itn in Baum- 1 WsühMgB 13, irstehe^- KK- ifttW Wiitte»'» - $lt, »#»•<* ME«"' iS--» iefertlötfto M® M»-111 mit VWkHStt r Sch» lftraße 7. Erscheint mit Aufnahme des werteljährltch 2 Marr 20 Pf. mit BringeriühL s Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. W FMtlicher Hheit. Steckbrief. Der unten näher bezeicknete Musketier Albert Stein der 5. Compagnie Infanterie-Regiments Nr. 98 wird seit dem 30. Mai 1884 vermißt und ist daher der Fahnenflucht dringend verdächtig. Ein Jeder, der von dem Aufenthalt des rc. Stein Kenntniß hat, wird hierdurch aufgefordert, davon der nächsten Polizei- oder Militärbehörde Anzeige zu machen. Gleichzeitig werden alle Civil- und Militärbehörden dienstergebenst ersucht, auf den -c. Stein zu vigfliren, ihn im Betretungsfalle verhaften und an die nächste Militär-Behörde abliesern zu lassen, welche den weiteren Transport desselben zum untengenannten Bataillon Übernehmen wolle. Metz, den 6. Juni 1884. Königl. Kommando des 2. Bataillons Infanterie-Regiments Nr. 98. Signalement: Vor- und Zunamen: Albert Heinrich Stein, geboren am 25. December 1862 zu Keddingen, Kreis Schotten, Provinz Oberhesien. Profession: Fabrikarbeiter. Religion: evangelisch. Größe: 1 m 64 c. Haare: blond. Stirn: frei. Augenbrauen: blond. Augen: blau. "Nase: spitz. Mund: klein. Bart: keinen. Kinn: gewöhnlich. Gesichtsbildung: rund. Gesichtsfarbe: gesund. Statur: schlank. Sprache: deutsch. Besondere Kennzeichen keine. An Bekleidungsstücken hat derselbe mitgenommen: 2 Unterhosen, 1 Waffenrod, 1 Tuchhose, 1 Halsbinde, 1 Hemd, 2 Paar Stiefel, 1 Leibriemen mit Schloß, 1 Seitengewehr Nr. 248.___ Ieutschtarrd. Berlirr, 7. Juni. Wie verlautet, wird der Transvaal-Deputation, bestehend aus dem Präsidenten Krüger, dem militärischen Führer General Smit und dem Regierungs-Mitgliede Dutoit, welche morgen hier eintreffen soll, ein sehr freundlicher Empfang bereitet. Der Kaiser würde, wie es heißt, die Vertreter der südafrikanischen Republik nicht nur in Audienz empfangen, sondern auch zur kaiserlichen Tafel ziehen und es würden ihnen während ihres Aufenthaltes in Berlin Hofwagen und kaiserliche Dienerschaft zur Verfügung gestellt werden. Der Präsident Stephanus Krüger, ein Mann von 58 Jahren, hat sich durch staatsmännische Tüchtigkeit im Frieden und durch persönliche Tapferkeit im Felde hervorgethan. Der Kriegsminister General Jacobus Smit war die Seele des Unabhängigkeits-Krieges von Transvaal und hat bei Langsneck und Sugago gegen die Engländer gefochten. Beide sind holländischer Abkunst; Herr Dutoit dagegen stammt aus einer französischen Protestanten-Familie, die nach der Aushebung des Edicts von Nantes aus Frankreich ausgewandert war. (Die drei Herren sind bekanntlich bereits in England, Holland, Belgien und Frankreich gewesen). — Es ist das Gerücht verbreitet, daß der Reichstag nach Erledigung der dringlichsten Arbeiten eine Sommerpause machen und im Herbst nochmals zu einer „Nachsession" zusammentreten werde. Die „Nat.-Liberale Correspondenz" bemerkt dazu: „Das Gerücht gründet sich offenbar auf die neuen Vorlagen, Stempelsteuer, Zolltarif, Zuckersteuer, bezüglich deren nicht abzusehen ist, wie die Zeit zu ihrer Erledigung ohne außergewöhnliche Maßnahmen gefunden werden soll. Der Reichstag ist über den Juni hinaus unmöglich zusammenzuhalten, die Zeit bis dahin tfi schon überreich in Anspruch genommen und es bleibt für die neuen Vorlagen nichts übrig. Verzichtet die Regierung nicht Angestchts der herrschenden Geschäftslage von selbst auf die Durchberathung ihrer neuesten Entwürfe in der zu Ende gehenden Legislaturperiode, so wird allerdings der Gedanke einer „Nachsession" sich aufdrängen. Wir wollen hoffen, daß das Erstere geschieht. Die Zumuthungen an die Arbeitskraft der Abgeordneten haben denn doch ihre Grenze." — Die Corvette „Leipzig", die bekanntlich am 9. April an der Nordostküste Borneos auf ein Korallenriff stieß und mit Mühe Singapurs erreichen konnte, scheint auf ihrer Fahrt vom Mißgeschick verfolgt zu werden. Wie nämlich die in Singapore erscheinenden Straits Times vom 7. Mai berichten, sind dort etwa 70 Mann von der Besatzung unserer Corvette am Fieber erkrankt und in klimatisch günstiger gelegenen Ortschaften untergebracht worden. Falls die Krankheits-Erscheinungen nicht bald wieder geschwunden sind, dürfte die „Leipzig" die auf den 1. Juni angesetzte Reise nach Kapstadt noch nicht angetreten haben. Berlin, 7. Juni. Der Kaiser, der Kronprinz und die Großherzogin von Baden besuchten am heutigen Sterbetage des Königs Friedrich Wilhelm III. das Mausoleum in Charlottenburg und verweilten einige Zeit zu stiller Ge- dächtnißfeier. — Aus Anlaß der morgen erfolgenden Investitur des Prinzen Heinrich mit dem spanischen Orden vom Goldenen Vließ wird bei Sr. Maj. dem Kaiser ein Diner stattfinden, an welchem außer den Mitgliedern der Königl. Famllie die Staatsminister, Feldmarschälle, Generäle der Infanterie und Kavallerie, sowie der spanische Gesandte und die heute früh hier eingetroffene Transvaal- Deputation theilnehmen werden. — Fürst Bismarck mit Gemahlin und Söhnen ist heute früh hier eingetroffen, vom Publikum aus dem Bahnhofe lebhaft begrüßt. — Der „Reichs-Anz." schreibt: Da die Hoffnung, die Kaiserin bei der Grundsteinlegung des Reichstags-Gebäudes gegenwärtig zu sehen, sich voraussichtlich nicht verwirklichen wird, will der Kaiser nicht nur für sich, sondern danach auch für die Kaiserin drei Hammerschläge aus dem Grundstein vollziehen. Kaffel, 7. Juni. Der Präsident des Oberlandes-Gerichts Mager hier- selbst ist heute Vormittag gestorben. Bremen, 7. Juni. Der Nordd. Lloyd-Dampfer „Main" passirte heute Mittag Lizard im Schlepptau des zu seiner Aufsuchung ausgesandten Dampfers „Gamecock" auf dem Wege nach Falmouth. Oesterreich. Agram, 7. Juni. In der heutigen Sitzung des kroatischen Landtages forderte Josipovic den Abg. Stracevic zur näheren Erklärung, eventuell zur Zurücknahme seiner in ver gestrigen Sitzung gebrauchten Ausdrücke auf, durch die sich die Majorität für beleidigt erachte. Starcevic antwortete ausweichend, worauf Josipovic erklärte, daß er sich auf anderem Wege Genugthuung verschaffen werde. Der Präsident ertheilte Starcevic wegen Beleidigung des Hauses eine Rüge. SranLreich. Paris, 7. Juni. Die „Agence Havas" meldet: Wir glauben zu wissen, daß bei der gestrigen Unterredung Lord Granville's mit dem Botschafter Wad ^ngfon ein Einrerständniß Frankreichs und Englands in der Conferenz- frage erzielt worden ist. — Weitere Meldungen aus Hue besagen: Die anamitische Negierung nahm den Vertrag mit Frankreich ohne Aenderungen an. Anam wird unter französisches Protectorat gestellt und in seinen Beziehungen zu den fremden Mächten durch einen französischen Residenten vertreten. Cochinchina, Anam und Tongking treten zu einer Zollunion zusammen. Die Ausführung der öffentlichen Arbeiten, Post, Telegraphenwesen, Finanz- und Zollverwaltung stehen unter einer einheitlichen Verwaltung, welche der Direction eines französischen diplomatischen Agenten untersteht. Der Gesandte Patenotre beabsichtigt sich am 25. Juni von Hue nach Hongkong zu begeben. England. Loudon, 7. Juni. Der Staatssecretär des Auswärtigen, Lord Granville, hat gestern im Auswärtigen Amte eine längere Conferenz mit dem französischen Botschafter Waddington gehabt. — Wie der ^Standard" erfährt, erwartet das englische Cabinet am Montag von der französischen Negierung eine wichtige Mittheilung in Betreff der Conferenz-Vorschläge. — Meldungen hiesiger Zeitungen aus Kairo von gestern zufolge hat Admiral Hewett am 27. Mai eine Unterredung mit dem Könige von Abyssinien gehabt und beabsichtigte am 1. Juni die Rückreise anzutreten. Die Mission des Admirals sei erfolgreich gewesen. Türkei. Konstantinopel, 7. Juni. In Aleppo hat gestern Vormittag ein ziemlich heftiges Erdbeben, das etwa 6 Secunden anhielt, stattgefunden. Menschenleben sind nicht verloren gegangen. Aegypten. Kairo, 7. Ium. Die Zeitung „Der Egyptische Bosporus" will, entgegen den Meldungen in Londoner Blättern, wissen, daß die Mission des Admirals Hewett bei dem Könige von Abyssinien keinen Erfolg gehabt habe. Letzterer habe bestimmt abgelehnt, den Garnisonen im Sudan durch seine Truppen zu Hülfe zu kommen oder den Durchmarsch englischer Truppen zu gestatten. — Ein weiteres Bataillon der egyptischen Armee hat Ordre erhalten, nach Suakim abzugehen; in Unter-Egypten wird alsdann nur noch ein Bataillon stehen. Port Said, 7. Juni. Auch der Rest der hier stationirten Marine- Infanterie hat Ordre erhalten, nach Suakim abzugehen. Telegraphische Depeschm. Wolff'S telegr. Eorref-oVdenz-B«Lrrru» Paris, 8. Juni. Zwischen dem korsikanischen Deputirten Arene und dem Redacteur der „France" Judet fand anläßlich der über die korsikanische Angelegenheit unter ihnen entstandenen Differenzen heute früh ein Duell auf Degen statt, bei welchem Aröne an der Hand verwundet wurde. Kairo, 8. Juni. Im Widerspruche mit den jüngst aus Dongola eingegangenen Nachrichten, welche die Lage von Berber als günstig darstellten, sagen officielle Meldungen aus Suakim, Berber habe sich den Aufständischen ergeben. Von den ausgesandten Kundschaftern werde berichtet, die Stadt sei von den Aufständischen besetzt, ein Theil der egyptischen Garnison sei zu dem Feinde übergegangen, der andere Theil sei von dem Feinde niedergemacht worden. Karlsruhe, 8. Juni. Der heute hier abgehaltene badische nationalliberale Parteitag war von mehr als 3000 Teilnehmern besucht und hat eine von Kiefer und Eckhardt (Mannheim) begründete Resolution, welche die volle Zustimmung der badischen Nationalliberalen zu den in Heidelberg und Berlin beschlossenen Resolutionen ausspricht, einstimmig angenommen. Haag, 8. Juni. Zu der Krankheit des Prinzen von Dramen ist, wie die Aerze heute Vormittag constatirt haben, eine beginnende Lungenentzündung hinzugetreten, die Temperatur des Patienten ist eine erheblich gesteigerte. Braunschweig, 8. Juni. Der Landtag ist aus den 12. Juni wieder einberufen. L o k a l e Gieße«, 9. Juni. Nach dem soeben zur Ausgabe gelangten Verzeichniß der Studirenden an hiesiger Hochschule im Sommersemefter 1884 besuchen dieselbe im Ganzen 521 tmmatrikultrte Studtrende gegen 497 im verflossenen Wintersemester. Ferner besuchen noch 23 nicht immatrikulirte Hörer Vorlesungen. Von obigen 521 sind 418 Hessen und 103 Ntchthessen. ES widmen sich 1. der Theologie 93, 2. der Rechtswissenschaft 59, 3. der Medicin 89, 4. der Thterheilkur.de 36, 5 der Zahnhetlkunde 6, 6. der Carneralwissevschaft 29, 7. der Forstwissenschaft 45, 8. der Mathematik 29, 9. der klassischen Philologie 38, der neueren Philologie 24, 10. der Philosophie rc. 32, 11. der Geschichte 5, 12. der Pharmacte 17 und 13. der Chemie 20. — Bet dem gestern in Eltville (Rhetngau) stattgehadten Wettturuen erhielt der Gießener Turnverein den 6. und 12. Preis. Gießen, 9. Juni. Gestern besuchte der „Männergefangverem" von Wetzlar die beiden hiesigen dem Lahnthal-Sängerbund angehörenden Gesangvereine und wurde bei dieser Gelegenheit in Wenzel's Garten unter Mttwnkung der hiesigen Militärkapelle eine Vorprobe zu dem am 6. und 7. Juli in Wetzlar stattfinbenden 17. Lahnthal- Sängerfest obgehalten. Der Nachmittag vereinigte die Sänger im Philosovhenwald, wo die Stunden unter abwechselnden munteren Gesängen nur zu rasch verflossen. Abends kehrten die Wchlarer Gäste, bis zum Bahnhof begleitet von den beiden Vereinen, in heiterer Stimmung in ihre Heimath zurück. Vermischtes. Darmstadt, 7. Juni. Nach der amtlichen Statistik bestehen gegenwärtig in Hessen 110 freiwillige Feuerwehren und eine organisirte und uniformirte Pflichtstuer- wehr (Alzey), von welchen 353 Spritzen bedient werden und zwar: Provinz Starkenburg: 54 Feuerwehren mit 3014 freiwilligen und 4043 Pflichtfeuerwchrmännern, mit 33 Saug-. 45 zweträderigrn, 73 vterräoerigen und 29 kleinen, zusammen 180 Spritzen; Provinz Oberhessen: 25 Feuerwehren mit 1746 freiwilligen und 2468 Pfllchtfcuer« rvehrmännern, mit 25 Saug-, 14 zweträderigen, 25 vierräderigen und 6 kleineren, zusammen 70 Spritzen; Provinz Rheinhessen: 32 Feuerwehren, mit 1608 freiwilligen und 2177 Pflichtfeuerwehrmännern, mit 36 Saug-, 25 zweiräderigen, 29 vierräderigen und 13 kleinen, zusammen 103 Spritzen. Im Ganzen 111 Feuerwehren mit 6368 freiwilligen und 8688 Pflichtfeuerwehrmännern, mit 94 Laug-, 84 zweiräderigen, 127 vierräderigen und 48 kleinen zusammen 353 Spritzen Ja den Kreisen Darmstadt, Offenbach, Groß-Gerau, WormS sind zur Beaufsichtigung der Löschanftalien Feuerwehr- Jnspectoren ernannt. Darmstadt, 6. Juni. sCommunales.j In der gestrigen, sehr onimirten Sitzung der Stadtverordneten wurde die in unserer Nachbargemeinde Bessungen vropontrie Octroigemeinschaft mit 16 gegen 14 Stimmen abgelehnt und zwar.^weil jeder Maßstab zu einer gerechten Vertheilung fehle, die Verbältnisse zu verschieden seien. Die Minderheit war mit der Ablehnung der Sache nach einverstanden, hätte nur eine etwas andere Motivirung gewünscht. Bemerkenswerth ist übrigens, daß ein Antrag, die Entscheidung bis zum Austrag des in der Luft schwebenden Anschlusses von Bessungen an die Stadt Darmstadt zu vertagen, nur 3 Stimmen fand. Ferner beschloß man und zwar mit 17 gegen 12 Stimmen, im Princ p eine mäßige Herabsetzung der Gaspretse, mußte aber die Festsetzung der Details, da hierüber die Ansichten ebenfalls sehr auseinandergehen, auf eine spätere, im Laufe der nächsten Woche stattfindende S tzuna vertagen. — sEtn Nadelgeld.) Die Königin von England hat ihrer Enkelin, der P'inzessin Ludwig von Battenberg ein jährliches Nadelgeld von Lst. 3000 ausgesetzt, welche Summe, vereint mit dem Gehalte des Prinzen als Lieutenant in der britischen Marine und einem Jahresgelde von seinem Vater, das Einkommen dcs jungen Paares auf circa Lst. 5000 per Arnum erhöht. Frankfurt a. M., 5. Jun!« Am zweiten Pfingstfrierlage spielte sich in der H.....straße eine sehr aufregende Scene ab. Ein junges Dienstmädchen, das bei im dritten Stockwerk wohnenden Leuten diente, leidet feit einiger Zeit an Liebeskummer und wollte ihrem Leben ein Ende machen. Sie sprang zum Fenster hinaus, muß aber in letzter Minute noch Reue bekommen haben, denn sie erfaßte die eiserne Stange des Trockengeländers und hielten sich daran fest. Zwischen Himmel und Erde schwebend, nicht vermögend, sich aus der gräßlichen Lage zu befreien, sahen sie die Nachbarsleute. Man drang zur Stiege hinauf, öffnete die Vorplatzthür gewaltsam und zog die halb Bewußtlose herein Wäre die Hülfe wenige Minuten später gekommen, würde die Unglückliche herabgestürzt sein. Als die Herrschaft des Abends nach Hause kam und die Geschichte hörte, wollte sie die Magd cnllassen. Auf das Bitten der Hausbewohner entschloß sie sich, st? zu behalten. — In einer Familie, bie auf her Sttlerstraße wohnt, trug sich verflossenen Sonntag ein höchst beklagerswerther Vorfall zu- Die Tochter des Hauses, ein junges hübsches Mädchen, sollte sich an diesem Tage mit ihrem zukünftigen Gemahl verloben. Das Festessen war schon aufgetragen, die geladenen Gäste, daS junge Paar und dessen Eltern batten schon Platz genommen, als sich die Braut mit wirrem Blicke erhob, das Tischtuch vom Tische riß, daß die Speisen herabsielen, und die Teller zu zerschlagen begann. Die Unglückliche war tobsüchtig geworden unb mußte in die Irrenanstalt erbracht werden. Frankfurt e. M-, 6. Juni. Ein ungezogenes Elepbantenbaby machte bei der Ankunft der Shingalesen denselben viel zu schaffen. Es war das kleinste der Elcphantleln, ein schwarz behaarter Kerl, der kaum einen Meter hoch war. Offenbar in der Befürchtung, beim Ausladen vergessen zu werden, drängte er, als die Waggon» thüre geöffnet wurde, so ungestüm heraus, daß die Gefahr vorlag, er werde alles umreißm. Die Singhalesen jagten ihn deshalb mit Hilfe ihrer mit eisernen Spitzen versehenen Stöcke in den Wagen zurück und fesselten ihn von Neuem an ein Seil. Das aber verursachte dem D ckhäuter einen ganz riesigen Aerger, dem er durch lautes Grunzen und heftiges Trompeten Ausdruck gab, wobei jeden Augenblick das Seil, an daS er gefesselt war, zu reißen drohte. Die Zuschauer im inneren Theile des Bahnhofes retirirten denn auch in Anbetracht dieser Sachlage mit erklärbarer Eile nach allen Seiten. Man holte schließlich einen der großen Tempelelephanten herbei, warf eine Kette über den widerspenstigen Jüngling und band ihn mit der Kette an den alten, gesetzten Herrn. Dann ließ man den jungen Burschen aus dem Wagen heraus. Da hätte man nun die Wuth sehen sollen, als er merkte, daß die Kette ihn an freier Bewegung hinderte. Seine Capriolen, um loszukommen, erregten allseitige Heiterkeit, die durch die zornigen Laute, die her Gebändigte ausstieß, nur erhöht wurde. Aus diese Weise ging dann der Transport ohne weitere Störung vor sich. Daß gerade die kleinen Elephanten nicht so ganz harmlos sind, beweist auch der Umstand, daß gestern früh bei der Abreis; aus Düsseldorf zwei derselben durchgingen und durch die Düssel schwammen. Nur mit Mühe konnten die Thiere wieder eingesangen werden. — Heute Nachmittag wird sich die Singhalesen-Truppe den eingeladenen Vertretern der Wissenschaft und der Presse präsentsten. „Köln, 6. Juni. Gestern Abend ereignete sich im Wilhelm-Theater folgender Zwischenfall: Zwischen dem 2. und 3. Acte der Operette Boccaccio vernahm das Publikum plötzlich ein zischendes Geräusch und darauf erhob sich ein Heller Lichtschein im Hintergrund der Bühne, der eiserne Vorhang fiel, große Panik und das Publikum stürzte den Ausgängen zu, doch zum Glück nicht das ganze; ein Theil des ParterrepublikumS blieb ruhig und die Zuschauer in den Logen sämmtlich, so daß außer dem Schrecken, der Manche ergriffen, kein weiterer Unfall vorgekommen. Draußen wurden nun die Herausstürzenden von dem Theaterpersonal und besonders dem technischen Leiter belehrt, daß es sich nur um einen blinden Lärm handle und kein Feuer auß- gebrochen sei, man habe nur das elektrische Licht probtren wollen. Die Musik setzte ein, der eiferne Vorhang, der in Uebereilung berabgelofftn, war gleich wieder in die Höhe gezogen worden, das Publikum kehrte wieder um, nahm ruhig seine Plätze ein, daS elektrische Licht erschien und — allgemeine Heiterkeit, besonders bei den Flüchtlingen, gab sich kund. Zur Erklärung des Vorfalls wird uns Folgendes milgetheilt: DaS Publikum sollte mit dem elektrischen Licht, das erst auf Samstag angekündigt war, in dem Zwischenakt überrascht werden. Der Dampfkessel war also geheizt, der Hetzer ließ Dampf aus und öffnete unvorsichtigerweise in diesem Augenblick eine roth angestrichene EisenihÜr, die hinter dem Theaterraum den Maschinenraum von diesem abtrennt. Da erblickte daS Publikum den Feuerschein des Kessels, der im Verein mit dem Zischen und dem Fallen des eisernen Vorhangs schon genügen konnte, um den Ruf „Feuer" erschallen zu lassen, der diesmal blind und, zum Lobe und zur Nachahmung sei es gesagt, bei der Ruhe deS größten Theils der Zuschauer für Niemanden auS ihm von bösen Folgen ward. Der eiserne Thürabschluß wird in Folge dieses Vorfalles durch eine Mauer ersetzt. Köln. Nur noch ein halbes Dutzend Balken und daS letzte Ueberbleibsel deS kolossalen Domgerüstes, welches mit so großem Geschick zusammengezimmert worden, welches eine lange Reihe von Jahren hindurch allen Stürmen und Unwettern siegreich widerstand, ist verschwunden. Gerade die Wegschaffung, daS Ablösen und Niederlassen dieser letzten Balken erfordert die größte Geschicklichkeit und Vorsicht. Die Zimmerleute, welche mit dem Abbruch des GerüstresteS beschäftigt sind, haben denn auch fortgesetzt eine große Menge von Zuschauern, welche in den Straßen stehen und ihr Schaffen hoch oben bewundern. Unser majestätischer Dom gewährt ganz gewiß in feiner Vollendung, vollständig frei dastehend, einen großartigen, herrlichen Anblick, und doch, wer ihn jahrelang gesehen hat, von dem mächtigen Gerüst umzogen, der wird zu» gestehen müssen, daß gerade dieses das Gotteshaus mit einem eigenthümlichen Etwas, fast möchte man sagen mit einer Art Poesie umwob, welche auch ihre anmuthende Schönheit halte. Siegen, 3. Juni. DaS „Sieg. Volksbl." berichtet: Endlich scheint die Wegelagerer und Straßenräuber die Nemesis erreicht zu haben. Fünf solcher Strolche sind gestern infolge eines Raubanfalls im Rödiger Walde verhaftet worden. Leider gehören drei unserer St«dt an. Es sind 1) der Bergmann Louis Wagner aus Banse, jetzt Hammcrbütts, 2) der Bergmann Johann Hundt, bei Saarbrücken zu Hause und bet Jungbluth in Logis, 3) der Bergmann Martin Jungbluth, 4) dessen Bruder Heinrich und 5) der Bergmann August Pfau von hier. Am zweiten Pfingsttage lagerten vier dieser Menschen unterhalb der Eremitage, da wo der neue Weg nach der Fludersbach abgeht, auf einer Bank, während der fünfte seitwärts im Gebüsche lag, als die Sandformer Tröbst und Kraus, sowie der Dreher Otto von hier auf einem Spaziergang dort vorbeikamen. Die Dasitzenden sprangen wie auf Commando auf die drei arglosen Spaziergänger los. Tröbst als der Schwächere wurde von dem Wagner in's Gebüsch geschleppt und gewürgt, wovon deutliche Spuren am Halse zurückgeblieben sind, und seines Portemonnaies mit 21 JL. und einigen Pfennigen Inhalt beraubt. Währenddem kamen in der entgegengesetzten Richtung der Bergmann Franz Hümmecke und der Kesselschmied Hnbcrt Herzog des Wegs. Auch diese wurden von den fünf Strolchen angegriffen, der letztere sogar schwer mißhandelt. Hümmecke erkannte die Lage und entfloh, lief btrect zur Eremitage und theilte dem Förster Vollbracht die Sachlage mit. Dieser und sein Sohn bewaffneten sich unb alle drei eilten nach dem Orte der That hin. Sie kamen eben noch früh genug, um ein größeres Verbrechen zu verhüten. Eine förmliche Schlacht hatte sich entwickelt. Sofort ergreift Vollbracht den Wagner, während sein Sohn den Pfau faßt. Beide waren mit offenem Messer bewaffnet, also zu allen Schandihaten beeeit. Nachdem die Personalien festgestellt, ließ man die Räuber laufen und machte sofort der Polizei Mittheilung, woraus die Vrrhafiung sämmtlicher noch des Nachmittags erfolgte. Heute sind sie dem Gerichte übergeben worden und dürfte damit die Sicherheit deS Siegerlandes wieder hergestellt sein. — sEin Palast Karls des Großen als — (Sigarrenfabrif] Der „Europ. Corr." wird aus Hessen geschrieben: „Sic transit gloria mundi !u kann man beim Anblick deS ältesten Gebäudes im uralten Städtchen Heppenheim an der Bergstraße auS- rufen. Es ist dies der einstige Königshof Caroli Magni, des gewaltigen Franken- kaisers, wo er oft rrsidirte, wenn er in der Waldmark seiner„Villa Heppenheim" (auch Hephium in den ältesten Urkunden genannt) dem edlen Waidwerk obzuliegen kam. Er mar es, der daS zerstörte Römerstädtchen wieder aufbaute und befestigte, auch mit Markt-, Zoll- und Stadtrecht ausstattete und zum Hauptsitz deS königlichen Grafem gerichts für den Oberrheingau erhob. Dazu baute er die Basilica St. Petri, weil schon zu deS Apostel Petrus Lebzeiten eine christliche Gemeinde in Heppenheim existirt haben soll, was mit den neuesten Forfchungen über die Ausbreitung des Christenthums im ersten Jahrhundert nicht in Widerspruch steht. Die Stadt Heppenheim schenkte Karl her Große späterhin dem Kloster Lorsch, dessen streitbarer Abt Ulrich die Starken- burg (heute der Name einer Provinz) auf den Grundlagen eines römischen Castells erbaute und tapfer vertheidigte, als ein Erzbischof von Bremen sich derselben bemächtigen wollte. Der Königshof Karl'S, der sich erst nach seiner Romsahrt Kaiser nannte, wurde mit der Zeit Kloster uud biente abwechselnd Tempelherrn, Mönchen unb Nonnen zum Aufenthalt, bann wurde der alte Bau Amtsgebaude und in neuester Zeit eine — Cigarrenfabrik. — ^Künstlers Rache.) Aus Innsbruck wird uns geschrieben: Unser Landes- mufeum ist bekanntlich in jüngster Zett um ein zweites Stockweik erhöht worden und der Architekt hatte zur Ausfchmückung der Metop m klassisch nackte Gestalten verwandt. Die klerikale Clique brach darüber in Zeter unb Mordio aus und ruhte auch nicht eher, bis sich der Architekt, um den lieben Landfrieden zu wahren, bereit fand, die antiken Nacktheiten durch Embstmen zu ersetzen. Er hat nun sein Versprechen gehalten, die Torsi herabgenommen und an deren Stelle — Nachteulen einsetzen lassen. — sDer mißtrauische Bauer j Aus Vöcklabruck berichtet man der „N. Fr. Pr": Dieser Tage kam ein Bäuerlein zum Schalter der hiesigen Post und gab den Betrag von 12 fl. an seinen Sohn, der beim Militär in Salzburg dient, mittelst Geldanweisung auf. Der betreffende Beamte fertigte ibm nach Usbernahme des Geldbetrages das Aufgabe-Rec^p'sfe aus und legte d'e übernommenen 12 fl. in die Lade seines Schreib- tisches. Verdutzt schaute der Bauer dieser sein Mißtrauen erweckenden Manipulation zu und faßte endlich: „Pst! Ihr drrft das Geld nit elnstcckm, i hob' schon g'segn!" Lange dauerte es, bis der Beamte dem oberösterreichischen Landma^n begreiflich mochte, daß die 12 fl. nicht der Geldanweisung beigefügt zu werden brauchen, um an dm O't ihrer Beftlmmung zu gelangen. Kopfschüttelnd ging er aus der Kanzlet. Bei der Thür sagte er noch zu dem Beamten: „I wer schon nachfraa'n." — sE n verhängnißvolles Mißverfländniß.j Aus Rivesaltes im Departement der Pyrenees-Orientales wird einem Pariser Blatte unter dem 31. Mai folgendes Vor- kommniß, daß die schrecklichsten Folgen hätte haben körnen!, mstgetheilt: Her T . . . Polizeicommissar unseres Ortes, hakte Beute Morgen in der Frühe von seiner Familie einen Brief erhalten, der ihm die Meldung machte, daß seine bejahrte Mutter von der Wassersucht befallen sei und sich unumgänglich einer diesbezügltchen Operation unterziehen mfipe. Da der Fall nack dem Ausspruch der Aerzte ein sehr ernster war, so wurde seine Gegenwart für unerläßlich erachtet. Herr X . . . begab sich daher zu feiner Gemahlin, einer jungen Dame von 17—18 Jahren, die er erst vor einigen Monaten geheirathet hatte und faßte zu ihr mit kurzen Worten: „Ich werde dich verlassen." „Mich verlassen?" erwiderte die junge Frau in höchster Verwirrung. — „Ja, es muß sein", antwortete ihr Mann traurig und ohne ihr irgend weitere Erklärungen zu geben, ging er in den Garten hinunter, woselbst er über die ihm soeben zugelaufene Botschaft ganz in sich gekehrt nachdachte. Kaum war er jedoch einen Augenblick im Garten auf- und abgegangen, als sein Dienstmädchen dahergesprungen kam, um ihm unter Thränen unb Seufzern mitzutheilen, daß seine Frau mit dem Tode ringe. Die unglückliche junge Frau nämlich, welche die knapven Worte ihres Mannes so verstanden hatte, als ob dieser sich von ihr — scheiden lassen wollte, hatte ihrem Leben schleunigst ein Ende zu machen versucht, indem sie eine Phosphorauflösung verschluckte! Man beeilte sich, ihr ein Gegengift einzugeben, das denn auch die erfreulichste Wirkung lhat und sie am Leben erhielt. Allein der über daS von ihm unsreiwilligerweise verursachte Unglück verzweifelte Mann ward von einer Art Tobsucht ergriffen, riß ein Messer hervor und brachte sich damit einen Stich in die Seite bei. Er hätte sich ohne das sofortige Dazwischentreten einiger Nachbarn, welche Zeugm dieses Aktes von Wahnsinn waren, sicher das Leben genommen. Hier konnte man, fügt daS Pariser Blatt hinzu, daS sÄi bild EsW LE, W S-hn | ® Leichname den Uw; nehmende Als liefen bei ders siLerungsstanv kommen im die abaekützl 1?Mt. zur« Milet« °u Dividenden, m Gesellschaften a M aleichko Stof Modus der stet fysiem eben ab- stellen- Bet di Plämienzahlun eine allMiä erhalten die w Der W Gw-Moer D'e Zahl auf annähernd - [$0Ci Altenstadt (Sess 4 Lohnschreiber, halt. Mainz, 4 872 X Mett Gehalt. Unten AlM dcr Fürj R, I. üßitftn ol ftrcitaß den; pr Wiesen der Peinn Md herab, Gro zusam Zulammenlu der Peinmuhle. II. Wiesen u Freitag den p Gänsweidiviese, Zusainmenku Eisenbahnbrücke. III. Gemai Montag den Pr 1011 der Mvnchwit Nachmitt . t von der Strai ledeömal an Ort i ^5 Ccinarluiisik Niet Dttustag -en i ^mvicse, Krumm ( n . nn Ganz Aainmenkunit _ Angebote "°" 7 bi- in„i j 0„,rWn uorfön Zahlungsfrist bis j Ach, cm 7, c «"d SUttto 3842 Sprichwort „Reden ist Silber und Schweigen ist Gold" Lügen strafen und sagen: „Schweigen ist Silber und — Reden ist (Selb. Aus Bayern, 5- Juni. Aus verschiedenen Gegenden, insbesondere Ober- bayerns und der Oberpfalz laufen Nachrichten über schwere Wetter ein, welche während der Pfingsttage ntedergegangeu find und vielfachen Schaden angerichtet haben. In verschiedenen Berichten wird hervorgehoben, daß die Beschädigungen und Tödtungen durch Blitzschläge in diesem Jahre besonders häufig sind. — (Chinesische Letchen-Verurtheilung ] Chinesische Händler und Beamte, welche aus Kaschgar kommen, erzählen, daß die Chinesen bald nach der E nnahme jener Stavt nicht unterlassen haben, über den tobten Jakub-Bek Gericht zu hatten und seine Leiche ,zu beschimpfen. Der Oberbefehlshaber rückte an der Spitze der Truppen zum Grabe des Fürsten, ließ eine volle Salve abfeuern, das Grabdenkmal stürmen und bis auf den Grund zerstören. Dann wurde der noch recht wohl erhaltene Leichnam hervorgeholt und in eine sitzende Stellung gebracht. Der Untersuchungsrichter stellte nun kin Verhör an, beschuldigte den Jakub-Bek des Treubruchs, des Ungehorsams gegen den Sohn des Himmels, des Aufruhrs u. s. w. Dann hreb der Scharfrichter dem Leichname den Kopf ob; der Körper wurde verbrannt und daS Haupt am Hanptthore der Festung von Kaschgar, Jengischar, aufgehängt. — Die LedensversicherungS- und Ersparmß-Bank in Stuttgart hat die zu übernehmende Versicherungssumme auf JL 100,000 erhöht. Von Januar biS Ende Mai liefen bei derselben 2004 Anträge mir über 11 Millionen Mark ein. Der reine Vers sicherungsftand ist auf mehr als 213 Millionen Mark angewachsen. Als Dividende kommen im Jahre 1884 an die lebenslänglich Versicherten 35pCt- der Prämie und an die abgekürzt (alternativ) Versicherten auf deren Zusatz-Prämie außerdem noch extra 17,5pCt. zur Vertheilung. Jede Prämie hat Anspruch auf Dividende; bei einer Ver- zichtleistung auf die beim Anfall der Versicherung jeweilig rückständigen 5 Jahres- Dividenden, welche hier zur Nachzahlung kommen, was bet den meisten anderen Gesellschaften aber nicht der Fall ist, würden diese 35 pCt. einer Dividende von mindestens 42p6t. gletchkommen. Auf Grund dieser hohen Ueberschüsse kann die Bank, sofern der Verficherte den Modus der steigenden Dividenden wählt, welchen dieselbe neben obigem Dtvidenden- lystem ebenfalls gewährt, eine alljährliche Steigerung um 3pCt. der Prämie in Aussicht stellen. Bet diesem Dimdeudenmodus wird der Versicherte nach 33 Jahren von jeder Prämienzahlung frei und hat sodann neben der einst anfallenden Versicherungssumme eine alljährlich wachsende Rente zu gewärtigen. Auch die abgekürzt Versicherten erhalten die mit 3pCt. steigende Dividende auS ihrer vollen Prämie, also inclusive des Zusatzes. Der Bankfonds erreicht derzeit die Höhe von ca. 46 Mill. Mark, worunter eine Extra-Reserve von über 8% Mill. Mark. Die Jahns-Einnahme an Prämien und Zinsen wird sich im laufenden Jahre auf annähernd 10 Mill. Mark steigern. — (Variante Stellen für Milttäranwärter im Bezirke deS 11. Armee - CorpS.j Altenstadt (Hessen), Postamt Landbriefträger, 610 JL Gehalt. Brilon, Amtsgericht, 4 Lohnschreiber, 6 H pro Schreibseite. Kirtorf, Postamt, Landb'iesträger, 560 JL Gehalt. Mainz, Postamt, 2 Briefträger, 980 JL. Neustadt (Orla), Postamt, Postschaffner 872 JL, Packetträger 752 JL Gehalt. Trendelburg, Postamt, Landbriefträger, 510 JL Gehalt. Untermaßfeld, Märmerzuchthaus, Aufseher, 900 JL Gehalt. Woltershausen r5erlO8L W-gwart. 1,50 Taglohn. Wl-s. baden, Landgericht, Lohnschreiber, 5—7 pro Sette. Handel und Verkehr. . oZr°o"ksurt, 7. 2uni. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu ^rV*0^3-40' 2./0—3.1o, Eier das Hundert JL 4.60—6.00, Butter 1. Oualrtät JL 1.00, 2. Qualität JL 1.10, Kartoffeln per Centner ^£ 2 00 2 25 Kohlrabi 8-10 H pr.St, Erbsen 100 Ka. 19.50-27.501, Rothk^aM pr. St Poularden JL 0-0 Huhn^ 1.50-2.Z0, 1 Ente JL 3.00-4.00, 1 Taube 60-00 Z Hahn JL 1.70-2.00, Gans JL 0-0.00, Welsche JL 7-12.- uv--vv^, ~ lFruchtpreise.) Weizen JL 19.20, Korn JL 17.60 gerfte «^17.80, £afer JL 16.30, Erbsen JL 00.00, Linsen JL 28.00, Lein JL 00.00. Samen JL 26.00, Kartoffeln JL 3.80, Wicken 00.00. 7S1) Ueber die Etföe der KoMan, welche Westanlage 28. Mittwoch den 11. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flettischen Hofraithe dahier Sopha's, Kleiderschränke, Kommode 2 Pferde, 1 Secretär, 1 Regulator'' 1 Bettlade, 1 ovaler Tisch, 1 Com solchen, 1 Waschtisch mit Marmor- glatte , 1 Nähtisch, 1 Rollwagen, "1 Wagen, 1 runder Tisch, Conver-- sationslexicon rc. meistbietend versteigert werden. Gießen, am 9. Juni 1884. OArn Geißler, 3958 Gerichtsvollzieher. Jelkgeöotenes. Oberndorfer Dickwurzpflanzen bei Chr. «Jungblut, 3877____________Promenadehaus. Alleinige Niederlage der berühmten 3027 Pariser Nhrfeöer-Corset's. P. L. Ellinger. Panama Hähne Quillaya Ruide oder Seifenholz, bestes Waschmittel zur Reinigung seidener und wollener Stoffe resp. zur Erhaltung und Wiederherstellung des Farbeglanzes derselben, insbesondere Stickereien, Shawls, Tischdecken, Kleiderstoffen u. s. w. 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Q 3948 Einen selbstständigen Arbeiter sucht Carl Noll II., Schlosser Flügelsgasse 6. Uervenkrankheiten, Schwächezustände aller Art. Constitutionelle Erkrankungen. Heil-Anstalt Bad Laubbach a/RSaeSn. Die physikalischen Heilmethoden und- deren Combination. 3647 3950 Ein braves Mädchen für Hausund Küchenarbeit wird gesucht- Südanlage 16. 3959 Gesucht auf Johanni ein tüchtiges Mädchen gegen guten Lohn. LudwigSplatz 10, Bel-fetage. Die Lithographische Anstalt und Steina'ruckerei von 2550 O» Steieteelte Neuen-Bäue 17 empfiehlt sich in allen vorkommenden lithographischen Arbeiten bestens. 3872 , Ein auch zwei Herren können Kost und Logis erhalten. Sonnenstr. 13, part. 3825 Ein Schreinergeselle auf sofort gesucht von Joh. Wagner, Schreiner, __Naunheim bei Wetzlar. ArvettsvermMeiung. Arbeit gesucht für: Handarbeit, Laufdienst. Ph. Jung, Ludwigsplatz 13, 69 Bezirksvorsteher. Lebensversicherungs- & Ersparnissbank in Stuttgart. Die in Versicherung zu nehmende Maximal-Summe wurde durch die Generalversammlung von v4t 60 000 auf «X 100 000 erhöht. Anträge, welche noch im Juni einkommen, haben Antheil an dem tteberschuffe dieses Jahres. Der Vertreter: 3951 M. Flick, Wcstanlage 28. Leipzig. C. A. Kochs Uerlagsbuchhandlung. Taschenbuch des Deutschen Rechts, enthaltend sämmtliche Rcichggksetze und RnchsMiMsrtzk, (im Nachtrage auch die neue Gewerbe-Ordnung und die Krankenversicherung der Arbeiter) nebst einem erklärenden Wörterbuche und im Anhänge: Das Gerichts- und Anwaltskostenwesen. lieber 700 Seiten. Geh. Preis 2 Mark, eleg. geb. 2 Mark 50 Pf. Im Jahre 1883, dem 47. Geschäftsjahre der Gesellschaft, wurden abgeschlossen 2085 Versicherungen mit 1886 1887 1888 Berlinische Lebens - Versicherungs - Gesellschaft von 1836 Siebenundvierzigster Rechenschafts-Bericht. - - 9 182 100 Capital und „ 24 905 Rente. . . , 5 838 041. Gesammte Jahres-Einnahme pro 1883 Angemeldet 417 Sterbefälle über 1997 379 Capital Geschäftsstand Ende 1883. Berlin, den 30. April 1884. Direktion der Berlinischen Lebens-Verflcherungs-Gesellschast. Weitere Auskunft wird gern ertheilt, auch werden Anträge auf Versicherungen entgegen genommen von 3954 Wilh. Mosler, Schillerstraße 11. Die Dividende „ 1885 beträgt voraussichtlich 32% der 1880 gez. Prämien, 1223 „ „ 32% „ 1881 „ 32%o/o „ 1882 ,y 32%% „ 1883 w WersicherungSbestand 22 533 Personen mit . . . jl 111 960 528 Capital und „ 170 539 Rente. Gesammt-Garantiefonds „ 32 661 483. Unvertheilte UebersGüffe der letzten fünf Jahre . „ 3 895 770. Auf die Prämie pro 1884 erhalten die Berechtigten 32 '/o Dividende. | irr 9 Tagen und drffen Agenten 523 6. W. Dietz Nnchs., Gießen. PH. Zimmer, Lich. Herm. Bogt, Reichelsheim. $ H machen. Näheres bei dem General-Agenten M. Abraham in Mainss Mit den neuen Schnelldampfern des Norddkutschrn Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika 3865 Für einen jungen Mann wird in einem guten kaufmännischen Geschäft, gleichviel in welcher Branche, eine Lehr- lingsstelle gegen jährliches Honorar für sofort gesucht. Offerten werden unter K, 2 an die Exped. d. Bl. erbeten. Blitzableiter bewährtester Construction liefert und stellt auf Carl Noll II., 3949 , Schlosser, Gießen, Ftügelsgasse 6. Möbel-Transport u. offenen Wagen mit u. ohne Umladung, sowie Verpackung von Glas, Porzellan u. s. w- besorgt billigst unter Garantie Pin Müller, 911 Gießen, Löwengasse. flr. Gie To des-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, dass mein unvergesslicher Gatte, der Obertelegraphen-Secretär Hans Wiese heute Morgen 10 Uhr nach langen schweren Leiden im nahezu vollendeten 44. Jahre sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stilles Beileid bittet Die trauernde Gattin nebst Kinder» Giessen, den% Juni 1884. Die Beerdigung findet Dienstag den 10. Juni, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause (Ludwigsplatz 8) aus statt. 3944 Pb. Müller, Möbel-Transport, Giessen, Löweng.