Nr. 2S6. Erstes Blatt. Donnerstag den 9. October 1SS1 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Metzen. B*t**Wt Schulstraße 7. —ii H i.i Erscheint ILgliÄ mit NvSnchme des Monlsg». Preist vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlc-Hn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 56 Pf. Bekanntmachung. Betreffend: Die ReichStagSwahlen. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß von Großherzoglichem Staatsministerium zu Wahlcommiffäreu in der Provinz Oberheffen ernannt worden sind: , „ , r für den I. Wahlkreis: der Großh. Provinzial-Drrector Dr. Boekmann in Gießen, für den II. Wahlkreis: der Großh. Kreisrath Dr. Braden in Friedberg, für den III. Wahlkreis: der Großh. Kreisrath Hoffmann in Alsfeld. Der I. Wahlkreis 1. 2. 3. 4. Gießen, den 8. besteht aus: Kreis Gieße«. Aus dem Kreise Alsfeld die Gemarkungen: rY , o. f . 1) Atzenhain, 2) Bernsfeld, 3) Ermenrod, 4) Flensungen, 5) Ilsdorf, 6) Kirschgarten, 7) Lehnheun, 8) Merlau, 9) Nreder- Ohmen, 10) Ober-Ohmen, 11) Ruppertenrod, 12) Wettsaasen, 13) Zeilbach. Aus dem Kreise Schotten die Gemarkungen: rvi, L 1) Eichelsdorf, 2) Gedern, 3) Glashütten, 4) Groß-Eichen, 5) Klein-Eichen, 6) Mittel-Seemen, 7) Rieder-Seemen, 8) Ober- Lais, 9) Ober-Seemen, 10) Ober-Schmitten, 11) Steinberg, 12) Unter-Seibertenrod, 13) Volkartshain. Aus dem Kreise Büdingen die Gemarkungen: ,x , x . r, 1) Bellmuth, 2) Bergheim, 3) Berstadt, 4) Bingenheim, 5) Bisses, 6) Berstadter-Markwald, 7) Bleichenbach, 8) Blofeld, 9) Reichelsheimer Antheil an Bingenheimer Mark, 10) Babenhausen I, 11) Borsdorf, 12) Dauernheim, 13) Dauernheimer Hof, 14) Schleifeld, 15) Echzell, 16) Echzeller Markwald, 17) Eckardsborn, 18) Effolderbach, 19) Fauerbach, 20) Geis-Nidda, 21./22. Gelnhaar (Jsenb. u. Doman.), 23) Gettenau, 24) Heuchelheim, 25) Hirzenhain, 26) Kohden, 27) Harbwald, 28) Leidhecken, 29) Lißberg, 30) Michelnau, 31) Nidda, 32) Ober-Widdersheim, 33) Ortenberg, 34) Ranstadt, 35) Schwickartshausen, 36) Selters, 37) Conradsdorf, 38) Unter-Schmitten, 39) Unter-Widdersheim, 40) Grund-Schwalheim, 41) Usenborn, 42) Wallernhausen, 43) Wippenbach. October 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Betreffend: Die Aufnahme einer Armenstatistik. Gießen, am 7. October 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgern ^issereien des Kreises. Wir erinnern Diejenigen, welche noch im Rückstände stnd, an Erledigung der Verfügung vom 22. September 1884 Anzeiger Nr. 224 Binnen fünf Tagen, bei Meldung von Strafe. Politische veberficht. Gießen, 8. October. Die Einberufung des preußischen Staatsraths, welcher man früher für Anfang October entgegengesehen hatte, ist in der nächsten Zeit kaum zu erwarten, schon aus dem einfachen Grunde nicht, weil weder der Präsident noch der Vicepräsident der reorganisirten Körperschaft in Berlin anwesend sein werden. Zwar ist über die Rückkehr des Fürsten Bismarck von Friedrichsruhe absolut noch nichts bestimmt, aber auch wenn er seinen Aufenthalt dort abkürzen sollte, bleibt doch die Annahme begründet, daß der Kronprinz an der Absicht sesthält, in Person als Präsident des Staatsraths die Eröffnung der Sitzungen zu leiten. Das kronprinzliche Paar hat sich aber jetzt von Baden- Baden auf eine für mehrere Wochen berechnete Reise nach Tyrol begeben. Bei seiner letzten Anwesenheit in Berlin hat Fürst Bismarck keine Gelegenheit gehabt, mit dem Kronprinzen, welcher mit den Manöver-Jnspectionen beschäftigt war, zu conferiren. Das deutsche kronprinzliche Paar nebst Familie hat in Gries bei Bozen für einige Zeit Aufenthalt genommen. Von der „Nordd. Allg. Zeitung" wird das Gerücht von der bevorstehenden Ersetzung des deutschen Botschafters in London, des Grasen Münster, durch den Grasen Herbert Bismarck entschieden dementirt. Die Möglichkeit aber, daß Gras Münster doch noch zurücktritt, bleibt bestehen, da dieses selbst die „Nordd. Allg. Ztg." nicht in Frage stellt. Als eventuellen Nachfolger des Grafen Münster nennt man bereits Herrn v. Radowitz, den gegenwärtigen Botschafter in Konstantinopel. Derselbe wäre in der That der rüstige Mann für den Botschasterposten am Hose von St. James, er ist ein genauer Kenner der orientalischen Verhältnisse und da diese bei der jetzigen Lage der Dinge im diplomatischen Verkehr eine Hauptrolle spielen, so wäre Herr v. Radowitz allerdings der geeignetste Vertreter Deutschlands in London. Den erledigten Konstantinopeler Posten würde alsdann, wie es weiter heißt, vermuthlich Gras Hatzseldt, der Staatssecretär im Auswärtigen Amte, wiederum übernehmen, da dies seinen Wünschen nur entsprechen soll. In die Stelle Hatzfeldt'S würde Graf Herbert Bismarck einrücken, den sein Vater augenscheinlich immer um sich zu haben wünscht und da Graf Herbert Bismarck im eminenten Sinne Vertrauensmann seines Vaters ist, so würde die einstige Uebernahme des Staats- secretariats des Auswärtigen durch den jungen Bismarck gerade nicht als ein überraschender Act erscheinen; die weitere Entwickelung dieser Angelegenheit bleibt allerdings vorerst abzuwarten. lieber die Besprechung des Reichskanzlers mit den Chefs der an dem afrikanischen Handel beteiligten Hamburger und Bremer Firmen wird mitgetheilt, daß hinsichtlich Angra Pequenas und der nördlich angrenzenden Küste die Meinungen dahin gingen, daß es genüge, wenn das Reich lediglich das Protectorat übernehme, wie es tatsächlich geschehen ist. Dagegen stellten die Hanseaten Bismarck vor, daß die Verhältnisse in Kamerun verwickelter seien, und daß die deutschen Besitzer der dortigen Faktoreien M^Verantwor- tung für eine dauernde Ordnung nicht übernehmen könnten. Sie erklärten es für wünschenswert, wenn diese Gebiete in eine engere Verbindung mit Deutschland gebracht und durch eine von der Centralstelle im Reich ressortirende Colo- nial-Regierung verwaltet würden. Nur auf diese Weise würde die Ausdehnung der Colonie in das Innere des Continents erreichbar fein. Es wird behauptet, daß in dieser Beziehung die Meinungen Bismarck's mit denen der hanseatischen Export-Firmen sich decken. Aus Capstadt meldet ein Telegramm vom 2. d. Mts.: Herr Lüderitz. der Gründer der deutschen Colonie in Angra Pequena, hat den Kapitän Spencer, der seit vielen Jahren Pächter jener Guano-Inseln gegenüber von Angra Pequena ist, auffordern lassen, die Colonie zu verlassen. Die Dissonanzen des französisch-chinesischen Conflictes, welche sich nach den letzten Darstellungen des Londoner Telegraphen in friedliche Accorde aufzulösen schienen, bestehen in unverminderter Stärke fort. Es stellt sich jetzt heraus, daß weder Frankreich noch China die Vermittelung Nord- Amerikas nachgesucht haben, von der in den letzten Tagen viel die Rede war. Gleichzeitig wird es auf dem Actions-Schauplatze in Tongking wieder lebendig, wo ein anscheinend ernster Zusammenstoß zwischen dem französischen Expeditions- Corps unter General Briere und einer 4000 Mann starken Abteilung regulärer chinesischer Truppen stattgesunden hat. Der osficiöse französische Bericht über das Gefecht, dessen Schauplatz bei Lochnau war, selbst giebt zu, daß die Franzosen ziemlich empfindliche Verluste erlitten haben; allerdings haben auch die Chinesen beträchtliche Verluste davongetragen und sind überall im Weichen begriffen. Die unvermuthete Anwesenheit frischer regulärer chinesischer Truppen im Delta des Rothen Flusses deutet darauf hin, daß Die chinesische Regierung ihre vielgenannte Diversion nach Tongking nun doch ausgefuhrt hat. Fast auf dem Fuße sind diesen Mitteilungen aus Tongking die längst erwarteten Nachrichten vom Admiral Courbet gefolgt. Eine Depesche desselben vom 3. d. Mts. an den französischen Marineminister lautet: Ich habe am 1. d. Mts. die Operationen gegen Keelung mit der Besetzung des Hügel» von St. Element begonnen, die nach einem ziemlich heißen Gefecht erfolgte. In der Nacht vom 1. zum 2. d. Mts. räumten die Chinesen zwei vorgeschobene Werke im Westen des Hügels von St. Element, wir besetzten dieselben ohne Schwertstreich und sind dabei, uns darin zu versschanzen. Am 4. d. Mts. werden wir unsere Operationen gegen ein östlich gelegenes Schanzwerk beginnen. ^aoen 4 Todte, 5 schwer, 9 leicht Verwundete und 1 Vermißten. Die Verluste Der Chinesen werden von Landes-Eingebornen auf 80 bis 100 Todte und 200 vis 300 Verwundete geschätzt. Admiral Lsspes begann am 2. d. Mts. mit dem Angriff auf Tomsui und wird, wenn irgend möglich, den Hafen zu besetzen suchen. Das königliche Residenzschloß in Kopenhagen, die Christians- borg, ist, wie telegraphisch bereits bekannt gegeben worden ist, den Flammen zum Opfer gefallen. Die Christiansborg ist eines der großartigsten Schlösser Europas und wurde nach dem Brande von 1794 durch den Baudirector Hansen im italienisch französischen Style neu aufgesührt. Das Schloß enthielt verschiedene kostbare Sammlungen, welche leider theilweise ein Raub der Flammen geworden sind. Am Sonntag sand in Bukarest pro forma die Eröffnung der Kammern statt, welchem Acte nach erfolgter Vorlesung des Auflösungsdecretes, alsbald die Auflösung der Kammern folgte. Die Neuwahlen beginnen am 6. (18.) November. Die militärische Situation Egyptens präsentirt sich fortgesetzt im günstigsten Lichte. Jetzt ist auch Berber von der Handvoll Leute, über welche General Gordon in Khartum verfügt, zurückerobert und damit eine sichere Basis für den Rückzug Der sudanesischen Garnisonen gewonnen worden. Jedenfalls beherrscht Gordon nunmehr die Lage unbedingt und kann, falls auch jetzt noch an der Entsendung einer Sudan-Expedition von Egypten aus festgehalten wird, als ebenbürtig cooperirender Faktor angesehen werden. Bezüglich der egyptischen Finanzsrage liegt neuerdings die Meldung vor, der Ministerpräsident Nubar Pascha habe die Protestnote der Mächte dahin beantwortet, daß die Suspen- dirung des Tilgungsfonds in Rücksicht auf die Lage des egyptischen Staatsschatzes absolut geboten gewesen sei- LrlegraWW DrpMerr. WoSK'S Baden-Baden, 7. October. Se. Maj. der Kaiser, welcher sich fortdauernd des besten Wohlseins erfreut, nahm heute Vormittag mehrere Vorträge entgegen und machte Nachmittags 2 Uhr eine Spazierfahrt. Nachmittags 4 Uhr fand bei Ihrer Maj. der Kaiserin größerer Empfang statt, bei welcher Se. Maj. der Kaiser zugegen war. Abends soll zu Ehren der Allerhöchsten Herrschaften ein großes Feuerwerk abgebrannt werden. München, 7. October. Die „Allg. Ztg." veröffentlicht folgendes Handschreiben Ihrer Maj. der Kaiserin, welches Der deutschen Krieger-Kameradschaft in München auf einen an Ihre Majestät aus Anlaß Allerhöchstderen Geburtstags und Wiedergenesung gerichteten Glückwunsch zugegangen ist: „Wenn Mich jedes Zeichen der Theilnahme, aus süddeutschem Herzen komniend, zu innigem Danke verpflichtet, so ist Meine Freude über den eben empfangenen Vrref der deutschen Krieger-Kameradschaft in München um so größer, als Ich die Vaterlandsliebe dieser treuen Männer kenne und mit wahrer Anhänglichkeit für den König und sein Haus die besten Wünsche für die Wohlfahrt Bayerns hege. Für uns Frauen ist es Ehrensache, durch das Rothe Kreuz in enger Verbindung mit Den Leistungen des Heeres und mit der Aufgabe jener Barmherzigkeit zu bleiben, worauf der göttliche Segen ruht." London, 7. October. Nach einer Meldung aus Assuan wurde gestern bei der Ankunft eines Regiments Infanterie ein Fall von Pocken entdeckt und in Folge dessen das betr. Bataillon unter Quarantäne gestellt. Lyon, 7. October. In der vergangenen Nacht fand in der Straße St. Francois des Allees, im Quartier Bellecour, eine Botkbl/rexpstFon statt. Die Bombe war auf ein Fenster der Genäd'armerie-Kaserne gelegt; durch die Explosion wurden die Fensterscheiben zerbrochen und die Mauer beschädigt. Mehrere Sprengstücke wurden in das Zimmer des Zahlmeisters geschleudert, welcher nicht anwesend war. Die Untersuchung ist eingeleitet. Kairo, 7. October. (Telegramm Des „Reuter'schen Bureaus.") Dem Vernehmen nach hätte Lord Northbrook die gänzliche Abschaffung der egyptischen Armee und deren Ersetzung durch 9000 Mann Polizei in Vorschlag gebracht. Die egyptische Regierung soll gegen diesen Vorschlag fein. — Nach einer dem französischen Generalkonsul Barrere zugegangenen Depesche soll auch der französische Konsul Herbin aus Khartum, der sich unter Stewart's Begleitern befand, mit niedergemacht worden fein. Eine anderweite Bestätigung dieser Nachricht liegt bis jetzt nicht vor. Rom, 7. October. Schlözer wurde heute vom Papste in Privat-Audienz empfanaen. Paris, 7 October. Heute versammelten sich wiederum einige Gruppen an den Zugängen zur Kirche Champö de Nicolas, doch konnte die Polizei dreselbe ohne Widerstand zerstreuen. — Wie eS beißt, würde demnächst das Gelbbuch über die die Westküste Afrikas betreffenden Angelegenheiten veröffentlicht. — Das Gerücht, Peyron beabsichtige zu demissioniren, ist unbegründet. — Gestern wurden im Departement Ost - Pyrenäen fünf Cholera-Todesfälle registrirt. Sewastopol, 7. October. In Gegenwart des Großfürsten Alex'.s fand heute die feierliche Kiellegung der Panzerschiffe „Tschesme" und „Stnopc" stau. Rom, 7. October. Ckoleradertcht vom 6. dss. Mts. Es kamen vor: In den Provinzen Alessandria 2 E kcankungen und 1 Todesfall, Aguila 10 Erkrankungen und 4 Todesfälle, Bergamo 12 Erkrankungs- und 2 Todesfälle, Brescia 4 Erkrankungen und 3 Todesfälle, Caserta 3 Erkrankungen und 5 Todesfälle, Cremona 5 Erkrankungen und 3 Todesfälle, Chtett 1 Erkrankung und 1 Todesfall, Cuneo 38 Erkrankungen und 14 Todesfälle, Ferrara 3 Erkrankungen und 1 Todesfall, Genua 46 Erkrankungen und 28 Todesfälle, davon in der Stadt Genua 21 Erkrankungen und 17 Todesfälle und in der Stadt Spezzia 1 Erkrankung und 2 Todesfälle , Mantua 3 Erkrankungen und 1 Todesfall, in der Sadt Mailand 1 Erkrankung, Modena 2 Erkankungen und 1 Todesfall, Neapel 61 Erkrankungs- und 31 Todesfälle, davon in der Stadt Neapel 43 Erkrankungen und 27 Todesfälle, Novara 4 Erkrankungen. Parma 5 Erkrankungen und 2 Todesfälle, Pisa je 1 Erkrankungsund 1 Todesfall, Reggio nell' Emll'a 3 Erkrankungen und 4 Todesfälle, Rovt^o 3 Erkrankungen und 1 Todesfall, Salerno 6 Erkrankungen und in Turin 2 Erkrankungen. Lokales. Gießen, 8. October. In der Ausschußsitzung des Gießener THIerschutzvercinS vom 6. d. M. wurde mttgethetlt. daß dem s. Z. entworfenen Localreglement, betr. Vorspanns am Seltersberg für schwere Fuhrwerke, die ministerielle Genehmigung versagt wurde. Herr Polizeirath Fresenius berichtete über die in der Ausschußsitzung deS Landesvereins vom 20. September d. I. zu Darmstadt gepflogenen Verhandlungen. Beschlossen wurde: daß für die Zukunft außer der Anzeige im Anzeiger den Mitgliedern deS Ausschusses die Sitzungen besonders und zwar aus dem Postwege mitgetheilt werden sollen, da die alleinige Anzeige im Anzeiger nicht die gewünschte Beachtung findet; daß von den durch die Auer'iche Buchhandlung zu Donauwörth angeboteneu Kalendern die gleiche Anzahl wie tm vorigen Jahre beschafft werden sollen und daß weiterhin auch in diesem Jahre an eine Anzahl Schutzmänner, Gendarmen und Dienstboten, die sich nach Maßgabe der Vereinszwecke als würdig dazu zeigen, Geldprämien gegeben werden sollen, über deren Höhe und Ausdehnung die nächste Ausschußsitzung zu entscheiden habe. G. Gießen, 8. Octover. sSterblichkeit in Gießens Die Sterblichkeit war wahrend der Woche vom 28. September bis 4 October eine mittlere. ES waren tm Ganzen 8 Todesfälle zu verzeichnen, wovon sich 5 bet Kindern, 3 bet Erwachsenen ereigneten. Von den Letzteren starb je eine Person an Lungenentzündung, Lungenschwindsucht, organischer Herzkrankheit. Von 2 Kindern tm ersten Lebensjahre etlag das etne allgemeiner Abzehrung, das andere dem Brechdurchfall. Von den drei schon älteren Kindern starb eins an Nierenentzündung, eins in Folge chronischen Darm- catarrhs und eins an Brandwunden, die es erlitten. Vermischtes. Mainz, 5. October. Im neuen Centralbahnhofsgebäude sand gestern Abend die erste Beleuchtungsprobe mit elektrischem Kerzenlichte statt; die riesige, 300 Meter lange und 43 Meter breite Perronhalle mit einem Flächengehalt von ca. 5V» hessischen Morgen war durch 16 Lampen beinahe tageshell erleuchtet, auch die Vorhalle des Bahnhofes, in welchem sich die Villetschalter befinden, war mit einem Kerzenlichte zur vollen Zufriedenheit der anwesenden Sachverständigen erleuchtet. Der Platz vor dem Bahnhofsgebäude wird durch vier elektrische Lampen ebenfalls brillant erleuchtet. Außer den ddtrtschen Lampen ist übrigens auch überall Gasbeleuchtung vorgesehen, um bet einer etwaigen Störung sofort in Verwenoung kommen zu können. — Die alten Bahnhofsgebäude zwischen Fisch- und Bocksthor werden alsbald nach dem 15. October nllder- gelegk und bat die Bahnverwaltung die hierzu nöthigen Anstalten bereits getroffen, nur die alte D-rnieigeballe soll noch für längere Zett erhalten bleiben. Mainz, 5- October. Die Feierlichkeiten zur Eröffnung des Centralbahnhofes in der Neustadt mr sprechen ganz außerordentliche zu werden- Das Comitö, welches diese Festlichkeiten leitet, hat gestern Abend beschlossen, die gärtnerischen Anlagen in der Neustadt durch 6500 farbige Lampions zu beleuchten, so daß dadurch die Anlagen einen feenhaften Anblick gewähren werden; dem Comttä stehm nahezu 5000 zur Verfügung, darunter von der Stadt Mainz und der Hessischen Ludwtgsbahnoer- waltung je 500 JL Fulda, -4. October. sEntgleisungO Bei Einfahrt deS Personenzugcs Nr. 23 Frankfurt-Bebra in den hiesigen Bahnhof entgleiste heute ein Personenwagen 4. Classe sowie der darauf folgende Postwagen. Der Personenwagen verlor bet der Entgleisung e'ne Achse, schleifte eine Strecke des Weges und stürzte dann um, während der vordere Thetl des Zuges glücklicher Weise abriß. Bet der Katastrophe sind 4 Personen, jedoch unerheblich, verletzt worden. Die Entgleisung scheint dadurch verursacht zu sein, daß ein Rad des Personenwagens 4. Classe in der Weiche aufsetzte, in ein SettengeleiL gezwängt und sortgerissen wurde. Die abgerissene Achse lag etwa 20 Meter von dem umgestürzten Personenwagen entfernt. Die betreffende Weiche hat gut geschloffen jedoch liegt dt-selbe in einer Curve. Die Station Fulda hat Centralwetchenstellung. Co bleu z, 2. October. Die „Coblenzer Ztg." erzählt, wie ein Gendarm den Kronprinzen bet dessen jüngstem Htersetn tn den Rhetnanlagen angehalten hat, folgendermaßen: Der wachthabende Gendarm stand in der Nähe des Observations- Häuschens und beobachtete einige Kinder, die sich an demselben zu schaffen machten. Währenddem kam ein Windspiel an ihn heran und als er sich umwendete, sah er drei Herren in Ctvil vor sich, denen augenscheinlich das Windspiel gehörte. Er trat auf sie höflich mit den Worten zu: „Guten Morgen, Sie werden entschuldigen, das Lausen- lasten der Hunde tn den Anlagen ohne Leine ist verboten." Darauf entgegnete der ältere der drei Herren lächelnd: „Ich habe die Erlaubniß von meiner Mutter, das ist die Kaiserin!- Darauf trat der Gendarm, der bet diesem Hinweis sich sofort der Kronprinzenbtlder erinnerte, respectvoll grüßend zurück und die drei Herren setzten ihren Spaziergang fort. — sEine sensationelle Geschichte.) Vor einigen Monaten wurde auf einem einsam gelegenen Hofgut in der Nähe von S'nztg a. Rh. durch einen Zufall die Leiche der hochbetagten Mutter des GutsbesttzerS S. aufgesunden, ohne daß vorher von deren Tod irgend Jemand Kenntniß gehabt hatte. Die Leiche befand sich tn einem Sarge aufgebahrt und zu einer Mumie eingetrocknet, in dem Zimmer, welches die alte Frau regelmäßig bewohnt hatte, und ihre Beschaffenheit ergab, daß der Tod bereits vor mehreren Monaten eingetreten sein mußte. Der seltsame Vorfall erregte weithin bafr' größte Aufsehen, um so mehr, als von Seiten der Staatsanwaltschaft sofort die Verhaftung des Gutsbesitzers herbeigeführt und eine Untersuchung wegen Mordes gegen denselben eingeleitet wurde. Die angestellten Ermittelungen ergaben indessen schon bald, daß b'e alte Frau eines natürlichen Todes gestorben war. Der Sohn war sehr verschuldet und wiederholt gepfändet worden, hatte jedoch bis dahin alle Versuche der Gläubiger, zu ihrer Befriedigung zu gelangen, vergeblich gemacht, indem er als Gmeral-Bevollmächitgter seiner alten Mutter, welche noch nominklle Eigenthümertn des ganzen Hosguts nebst Zubehör war, Einspruch erhob. Dieses bequemen Mittels, seine Gläubiger sich vom Halse zu halten, sah sich der Sohn plötzlich beraubt als die Mutter starb und nunmehr alles vorhandene Vermögen eigcnthümlich auf ihn überging. In dieser üblen Lage faßte der Mann den abenteuerlichen Plan, ferne Mutter fortwährend als noch lebend auszugeben. Der Sterbrfall wurde deßhalb in der Familie streng geheim gehalten, selbstverständlich nicht beim Standesamte angemeldet und allen Fragen wurde mit der Antwort begegnet, die Mutter liege krank zu Bett und könne Niemand empfangen. Als nach einiger Zeit wieder em Gläubiger es mit einer Pfändung versuchte, erhob der Sohn den alten Einspruch. So lag die Sache, als zufällig ein anderer Gläubiger, welcher die alte Frau selbst sprechen wollte und gerade Niemand auf dem Hofe anwesend fand, die Entdeckung machte, daß dieselbe längst nicht mehr unter den Lebenden weile. S. wurde selbstverständlich wegen der Beschuldigung des Mordes sofort außer Verfolgung gesetzt; dagegen fand die Staatsanwaltschaft darin, daß tv unter Verschweigung deS Todes feiner Mutter in deren Namen und alS angeblicher General Bevollmächtigter jene Einspruchsklage erhoben und bereits die vorläufige Einstellung der eingelettetsn Zwangsvollstreckung erwirkt hatte, den Thatbestand eines Betrugsversuchs und erhob vieserhalb die Anklage. In der lchten Sitzung der Coblenzer Strafkammer sprach, laut „Köln. Volksztg.", das Gericht den Angeklagten auch von dieser Beschuldigung frei und legte die sämmtlichen Kosten der Staatskasse zur Last. Die anfänglich so stark aufgebauschte Geschichte ist also nunmehr vollständig im Sande verlaufen. — Der Generallieutenant z. D., v. Wittich, welcher im Feldzüge 1870/71 zuerst die Großherzoglich Hessische 49. Infanterie - Brigade befehligte, ist am 2. Oc:oder nach langem Leiden im 66. Lebensjahre auf seinem Gute Siede bei Berlinchen gestorben. — Staatssecretär Dr. Stephan hat, nach eingehender Prüfung, eine von einem Herrn in Offenbach herrührende neue Methode zur Entleerung der Postdrieskästen, welche es den betreffenden Beamten thatsächltch unmöglich macht, den Inhalt derselben tn irgend einer Weise zu berühren, befinttiv angenommen. Der Postsack wird, ganz geschlossen, in zwei Schienen bis an die Rückwand des Kastens geschoben und kann erst dann, dort angelangt, mit einem langen Schlüssel geöffnet werden; es erfolgt dann zugleich, durch automatische Thätigkeit. die vollständige Ocffnung und Entleerung des Kastens. Das Wiedervorziehen des Poftsackes schließt denselben und auch der Postsack muß in dem Augenblicke der Mederadnahme aus den Schienen geschlossen werden, da ihn sonst der Postbote Überhaupt nicht entfernen kann. Eine Veruntreuung seines Inhalts, sowie eine Nachlässigkeit in der Entleerung des Kastens ist dadurch unmöglich gemacht- Glarus, 4. October. In der letzten Nacht hat sich der erste Herbstschnee eingestellt. Die Höhen des Glärn'.sch und die benachbarte Gebirgsstrecke der Tö.it-Hans- straße und die Freiberger liegen, und zwar bis tief in's Thal reichend, tm Schnee. Die Temperatur hat sich beträchttich abgekühlt; vor einigen Tagen tft bas letzte Vieh von den Alpen gekommen. — Heute wird aus dem Lintthal ein Gewitter gemeldet; die allgemeine Situation ist tm Thale strömender Regen. Reichelsheim t. £)., 5. October. Samstag den 4. d- Mts-, Nachmittags gegen 3y2 Uhr, brach tn der Scheune des Kaufmanns PH. Werner Feuer aus. Dasselbe sand an den Heu-, Stroh- und Holzvorräthen rcichlicke Nahrung und verbreitete sich mit rasender Geschwindigkeit über die Nachbargebaude, so daß in kaum einer Viertelstunde 5 Scheuern und mehrere Stallungen tn Brand gerathen waren. Die St’“bQ^ 3 !Waac“J4,e««t V'Qb>' »m« y«« •**«82 LZZr atSS । 'i'ta un? 6."“" ML «sss :ÄÄ* ?saai ^sonrnzugkö Nr. 23 7,0*4. ClG beidttAiMung H9btbn Dorb6te ’ » Pttsvne^ jedoch ^acht zu sein, baß 2N w?EttrngelriS 20 Meter von bnn LV'"'"» ein Gendarm den p onoehalten hat, 9{ btB Odservations, i* schaffen machten, sendete, sah er drei mte. Er trat auf sie uldigen, das Lausen- )ara«f enlaegneie der meiner Mutter, daS tnweiö sich sofort der ei Henen setzten ihren urbt auf einem ein: m Zufall ble Leiche & vorher von deren .ch in einem Tar-e Ad)t& die M Aau itt Tvd dneitS vor nrrtzte weithin schaff svsort die Versetzen Mordes gegen [gaben indessen schon Der Sohn war sehr hin alle Versuche der nacht, indem er als nivllle Eigenthümerin es bequemen Mittels, ^tzlich beraubt als die ümlich auf Ibn über« n Plan, seine Mutter urde deßhalb in der mdeSsmte angemeldet t liege krank zu m cm Gläubiger es mit , So lag die Sache, 1 sprechen wollte und machte, daß dieselbe verflöndltch wegen der !gen sand die StaatS- liutfer in deren Namen z, erhoben un» b««<» tw- 3"»-;** das Gertlht ven ,1«,- ist «lf» °«W-hr Ä>u«-«U°°s Hfl am 2. DM»« SU»= W *•*■ .\*o «on einem ?ÄNbtlefW -r und kann 115 grsch^ f§ eiiolflt net a,tT5^1iceiuu8 ffnung U der KZS *&*$«*• -SB örtlichen Verhältnisse, wonach Häuser, Stallungen und Scheuern in: engsten Connex zusammenstehen, ließen nicht allein das Schlimmste für die benachbarten Wohnhäuser, sondern auch für einen großen Theil RetchelshetmS befürchten. Die hiesige freiwillige Feuerwehr war rasch zur Stelle und arbeitete, unterstützt von den Einwohnern Reichel«, heim« jeden Standes, mit großer Umsicht und Energie; fast schien es aber doch, als wenn eine Lokalisirung des Brandes unmöglich sein würde, da auch bereits das Hinterhaus und ein Theil der Brauset des Herrn Heil in vollen Flammen stand. In größter Roth erschien endlich Hülfe von den Nachbargemetnden Lindenfels, Pfaffenbeerfurth, Fränktsch-Crumbach, Gumpen und anderen, und war es jetzt erst möglich, die Wohnhäuser täftia zu schützen und dem Feuer Halt zu gebieten; dennoch hat dasselbe 5 Scheuern. mehrere Stallungen und Hintergebäude in Asche gelegt. Der Brand soll durch Kmderhand angelegt worden sein Da tm Anfang des Brandes über Wassermangel geklagt wurde, so dürfte es sich für die hiesige freiwillige Feuerwehr, welche übrigens unter ihrem Hauptmann Herrn Dr. Renner in jebtr Beziehung ihre Schuldigkeit gethan hat, empfehlen, ihre Geräthe durch 1 oder 2 Wasserfösser zu vervollständigen/außerdem dürfte eine Rev sion der Geräthschaften und die Anschaffung von mindestens 3 Schlüsseln zum Spritzenhaus dringend geboten sein. Kopenhagen, 4. October. Wettere Berichte über den Braud deS Schlosses Ehristtansborg besagen, daß das Feuer tm linken Flügel über den Räumen deS Reichstags ausgebrochen ist, in denen man gestern Morgen angefangen hatte, versuchsweise einzuhetzm. Um 4 Uhr gestern Nachmittag war das Feuer zuerst bemerkt und ein Gruncteur scheinbar mit Erfolg, angewandt worden. Um 43/» Uhr erschienen die Löschmannschaften, um 5% Uhr sprang der Doppelboden unter dem Rittersaale, wo sich Gas gesammelt, und von jetzt an breitete das Feuer sich nach der Front des Hauptgebäudes hin aus. Von allen Seiten eilten jetzt die Mannschaften zum Retten b und Pjerdedecken (mit Firmen- I Aufschrift) zu Fabrikpreisen. 5509 Nedersahrtsverträge für die von Bremm nach Amerika abgehenden Dampfer des Norddeutschen Ltoyd schließt ab 2726 JFr. Seibel in Gießen. Bekanntmachung. Meinen Wegzug von Groß-Buseck, sowie meine Wohnung in der Bstsnlagc Nr. 15 ju Gießen zeige ich hiermit an. 6600 Hahn. Tanzunterricht. Dienstag den 28. Oktober beginnt mein Tanzunterricht. Anmeldungen beliebe man in meiner Wohnung zu machen. Ferdinand Schmidt, 6531__________________ Wetzsteingasse._______ Den Empfang der Modellhüte für Herbst- und Winter-Saison zeige hiermit ergebenst an und empfehle gleichzeitig mein reich assortirtes Lager in Filzhüten für Damen, Mädchen und Knaben, sowie Sammete, Bauder, Stoffe und Hut-Verzierungen. ,1. Bi'arngmasm, 6527_________________________________Kirchenplatz.____________ Thüringer Kunst Färberei Königsee, Chemische Waschanstalt Motto: „Das Beste im Bereiche des Möglichen." Zwölf neue hochmoderne Iarden der Saison. Umfärben und Reinigen jeder Art Stoffe und Gegenstände der Kleidung, Möbels, Gardinen, Federn, Handschuhen rc. Neue Musterkarten und Vermittelung bei 5276 Geschw* Heerz^ Neuenweg. Ich Helle einem geehrten Publikum ergebenst mit, daß mein Tanzunterricht Montag den 20. Oktober wieder beginnt. Diejenigen, welche daran thellnehmen wollen, werden gebeten, sich wo möglich in Gesellschaften von 16-20 Personen zu vereinigen. Anmeldungen wolle man bis dahin an mich gefälligst ergehen taffen. H- Kosse, 6315 6608 Ein junges Bürschchen, welches hier am Platze bekannt, für leichte Arbeit gesucht. W. S ch n ch a r d , Hutlager. Univ.-Tan',- nnd Techtmeistcr. Ein größeres Kapital pr. 1. Januar zu verleihen. 6611*. Näheres in der Exped. d. Vl. $1 W. & A. Opel, Frankfurt a. M, Bethmannstr. 5. 2. V Die Concordia vom Sterbehause, Seltersweg 31, aus statt. 6591 Geld - GorrrS. 6597 Das (Sie Kaiserstr. 4. Liebsrauenbg 37. Hch. Schacke, Worms. Aug. Engel, Darmstadt, Ernst- u. Ludwigsstr. 8. 6599 ****** e im Be- 6596 Philipp Weil, „ H. Ebner, „ H. Binderwald, Friedberg. Ehr. Enders, Fulda. Herm. Schuster, Dietz. Der des für das Mstze Er! Es Qualität bei Uef ^christlich zu 2 tüchtige Zwicker, sowie 2 tüchtige Ausputzer u. 2 tüchtige Schaftenstepperinnen finden dauernde u- lohnende Beschäftigung in der Schuhfabrik von Der heutigeu Nummer liegt der Winter-Fahrplan der Main-Weser-Bahn bei. Der Rrichslagsabgeordnete Herrör. Mfleisch Heute morgen 11 Uhr entschlief sanft nach schwerem Lewen meine liebe Frau IdUCiC} geb. Bachmann. Um stille Theilnahme bittet der trauernde Gatte: Herrn. Scheerer. Gießen, den 7. October 1884. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 4 Uhr Bericht erstatten über seine seitherige Thätigkeit Reichstage. Alle Wähler werden zu zahlreichem uche freundlichst eingeladen. Dag liberale Ctmiite. Btklich geschäfre oorzur die« geschehen s Bezug hinaus' lvndev. - tzstrdii-Stuh Absicht etnn s bestätigt sich, rtchtung einer einem günstig roirklichung bi tn überseeische der englischen für die eriglisi tn Hungen im Saale des „Solmfer Hofes", Abends 8 Uhr im Saale des „Holländischen Hofes" zu Der Wettstreit der deutschen Nahmafchmen-Jndustrie mit der amerkanischen beginnt auch innerhalb Deutschlands eine für erstere erfreuliche Wendung zu nehmen, indem die durch maßlose Reclamen hervorgerufene und genährte Vorliebe Jür das amerikanische Fabrikat gegenüber der Erkenntniß der weitaus besseren Beschaffenheit der deutschen Nähmaschine im Schwinden begriffen ist. Für die zunehmende Anerkennung, der sich die deutsche Nähmaschinen-Jndustrie im Aus lande erfreut, spricht der fortwährend steigende Export deutscher Nähmaschinen, welcher sich in den letzten fünf Jahren mehr als verdreifacht hat. Theod. Haubach II., Gießen, Bahnhofstr. 40. Louis Ochs, Hanau. Frankfurterstr. 1. 3nH VoranM Sie i Marbi Wehrda hat d gllegt worden. Scherben und hessischen Gesä - Bo Mang eines bau3 betraute Mißbilligung I b?n Im Local a Mr tnsultirt« Mchnlle?c. NUfllifidtban >°"'ge Zurückbe ^Wren finber 9n S.TQnff .flute Mo WJ*, schwärm^ S c?b Moadschiidt i «fite Spur b Ml" Süuiti ^dschamn d Schatten gege ««tm brr i Mr?Rnf,er ‘tu ?6'l6n > kannte Li {Wben Unm DZ 8M C. Simon, Mainz, Jnselstr. 7. Frau Rosa Erlanger, Marburg. Friedr. Becker, Wiesbaden, Michelsberg 7. E. du Fais, „ Faulbrunnenstr. Carl Kreidel, „ Webergaffe 42. Redaction: A. Scheyda. — Truck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr- Bietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthalt 2 Blatter. Donnerstag den 9. Oktober 1884, Abends 9 Uhr, Monatssitznng. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. I 6605 Der Vorstand. Gross-Buseck Bericht erstatten über seine seitherige Thätigkeit |tm Reichstage. Alle Wähler werden zn zahlreichem Besuche freundlichst eingeladen. 6593 Das liberale Comite. Mr"lleichMgsatzgeordnkle Herr Dr. (Entfleisch wird Sonntag den 12 October, wird Samstag den 11. October, Abends 8 Ubr, im Saale des Herrn Carl Schwalb, „zur Carlslust" in Der unterzeichnete Verein, welcher sich das Ziel gesteckt hat, die deutsche Nähmaschine auch im Vaterlande zur verdienten Geltung zu bringen, erlaubt sich daher angesichts der nach wie vor sich breit machenden amerikanischen Reklame auf die Vorzüge des deutschen Fabrikats hinzuweisen, mit dem Ersuchen, beim Einkäufe von Nähmaschinen der besseren, solider gebauten, eleganter ausgestatteten und vielseitigeren deutschen Nähmaschine den Vorzug zu geben. Als Einkaufsstellen für deutsche Nähmaschinen empfehlen sich besonders diejenigen Nähmaschinen- Handlungen, deren Inhaber Mitglieder unseres Vereins sind, da die innerhalb des letzteren getroffenen Vereinbarungen eine erhöhte Garantie für solide Lieferung bieten. Im Großherzogthum Hessen und Hessen- Nassau gehören folgende Handelsfirmen unserm Verein an: Theod. Haubach II., Gietzen, Bahnhofstr. 40. C. Jordan, Darmstadt, Ernst- u. Ludwigsstr. 14. Mermietyungen. 6594 2 möblirte Zimmer zu vermiethen. ___Frankfurterstraße 69. 6595 Sckönes Zimmer, möbl-, z. verm., nahe d. Aula-___________Ludwigstr. 5 l. 6601 Möblirtes Zimmer zu vermiethen- Marktstraße 15. vermischte Anzeige«. 6603 Gesucht 2 tüchtige Schlosser. ______Carl Stohr I-, Ludwigsplatz 5.__ 6607 Ein schwarzer En-tout-oas irgendwo stehen gelassen- Gegen Belohnung ab- zugeben Sonnenstraße 11, vart._________ Ich wohne jetzt Ecke der Alicen- u. judwigs- flratze,Nr.31,imMiten Stock. l>Fe 6612 Rechtsanwalt. X H 20-Francs-Stücke . . . 16 20-00 do. in Va . 16 20-00 Englische Souvereigns 20 35-00 Russische Imperiales . . 16 77-00 Ducaten ...... 9 65—00 Dollars in Gold . . . 4 21-00