Ar. SL. Samstag den 9. Februar 1684 Gießener Anzeiger Amts- und Anzkigcblatt für den Kreis Gießen. ” "77 Aor-t l Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Bureau r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme bei Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Politische Ueberfkcbt. Gießen, 8. Februar. Das sächsische Königshaus und mit ihm das sächsische Volk ist in tiefe Trauer versetzt worden. Ani Dienstag, Abends 11 Uhr, ist die Frau Prinzessin Georg der kurzen, aber schweren Krankheit, von der sie so plötzlich befallen worden war, erlegen; das Königspaar und die gesammte prinzliche Familie waren in der Todesstunde zugegen. Die so unerwartet dem glücklichsten Familienleben entrissene Fürstin wurde als Maria Anna, Infantin von Portugal und Algarbien am 21. Juli 1843 geboren und vermählte sich am 11. Mai 1859 mit Prinz Georg, Herzog zu Sachsen, dem Erben des sächsischen Königsthrones. Sechs Kinder, vier Prinzen und zwei Prinzessinnen, sind dieser überaus glücklichen Ehe entsproßt, von denen das jüngste, der neunjährige Prmz Albert, schon seit Jahr und Tag an großer Schwäche leidet. In allen Schichten der sächsischen Bevölkerung nimmt man den innigsten Antheil an dem herben Geschick, welches das erhabene Fürstenhaus betroffen hat. Das Herannahen der Reichstags-Session und die große Ge- schästSlast, deren sich der preußische Landtag noch zu erledigen hat, haben den Präsidenten des Abgeordnetenhauses bewogen, in der Montags-Sitzung den Vorschlag von Abend-Sitzungen zu machen. Diesem Vorschlag aber widersprach besonders Abg. Dr. Windthorst sehr lebhaft unter Hinweis aus die hiermit verbundenen außerordentlichen körperlichen Anstrengungen für die Mitglieder des Hauses. Wenn man indessen bedenkt, daß die Debatte über den Cultusetat allein 6 Sitzungen in Anspruch nahm, so wird das Haus doch noch zu Abend- Sitzungen greisen müssen, falls sich über andere Gegenstände ebenfalls so lang ausgedehnte Debatten entspinnen sollten. In der Montags-Sitzung wurde der Etat der Universitäten unter Vorbringung einer großen Anzahl von localen Wünschen erledigt und am Dienstag derjenige der höheren Unterrichtöanstalten. Es kam hierbei bezüglich einzelner Titel zu lebhaften Debatten und wurden namentlich von Seiten der polnischen Abgeordneten wieder die alten Klagen über die Vernachlässigung der polnischep Sprache und des katholischen Religionsunterrichtes an den Gymnasien der Provinz Posen laut. Auch hinsichtlich der Elementarschulen in Posen und Oberschlesien brachten die Polen ähnliche Klagen anläßlich der Berathunq des Etats für das Elementarunterrichtswesen vor. - Dem Präsidium des Abgeordnetenhauses ist eine Mittheilung der Regierung zugegangen, wonach dieselbe die Erwerbung einer Baustelle für den Neubau eines Abgeordnetenhauses in der Dorotheenstraße vorschlägt, da sich der Erwerbung des hierzu ursprünglich in Aussicht genommenen Termins in der König- grätzerstraße bedeutende Schwierigkeiten in den Weg stellten- Der über Wien und Umgegend verhängte Ausnahmezustand hat eine Reacüon in den Wiener Socialistenkreisen hervorgerufen, welche nur beweist, wie nothwendig jene Maßregel war. Fortwährend stoßen die Anarchisten und Sociakisten unter den Wiener Arbeitern wilde Drohungen aus und Drohbriefe an die Spitzen der Behörden, sowie ähnliche Provocationen sind nichts Seltenes. Es beweist dies, wie sehr der Boden auch in der österreichischen Hauptstadt durch die anarchistische Partei bereits unterwühlt ist und der Ministerpräsident Graf Taaffe hatte Recht, hieraus hinzuweisen, als er in der Dienstags-Sitzung des Abgeordnetenhauses die Ausnahme-Maßregeln begründete. Nach der Versicherung des Ministers würden unter den Arbeitern massenhaft aufrührerische Schriften verbreitet, in denen man die gewaltsamsten Schritte und den völligen Umsturz der öffentlichen Ordnung predige. Obschon nur ein geringer Bruchtheil der Wiener Bevölkerung, führte Gras Taaffe weiter aus, zu den getroffenen Maßregeln Anlaß gebe, so habe die Regierung doch zum allgenieinen Schutze die gesetzlich gebotenen außerordentlichen Mittel anwenden müssen, sie werde aber mit denselben keinen Mißbrauch treiben. Von einer Anwendung der Ausnahme-Maßregeln auf andere Theile der Monarchie bade die Negierung vorläufig abgesehen, obwohl auch hier besorgnißerregende Erscheinungen zu Tage treten. Das Abgeordnetenhaus nahm schließlich mit allen gegen 3 Stimmen einen Antrag auf Einsetzung einer Commission von 24 Mitgliedern zur Berathung der Ausnahme-Verfügungen an. Frankreich wäre beinahe wieder einmal mit einer Ministerkrisis beglückt worden. Wenigstens wenn es nach dem Willen der Monarchisten und der Ultraradikalen gegangen wäre, so hätten Herr Ferry und seine Minister- Collegen in Folge der gegen Wunsch der Regierung in der Deputirtenkammer erfolgten Annahme des Antrages Clemenceau, betr. die Einsetzung einer Enquete- Commission zur Prüfung der Pariser Arbeiterverhältnisse, schleunigst ihre Demission geben müssen. Indessen, die Sache war nicht so schlimm, schon in der M-mtagS-Sitzung drückte die Kammer gelegentlich einer bonapartistischen JMrpeüatwn über die Eisenbahn-Conventionen dem Ministerium ihr Vertrauen aus' indem sie eine dem letzteren günstige Tagesordnung annahm. Der ganze Vorfall zeigt aber, wie unsicher der parlamentarische Boden auch für das Ministerium Ferry ist und Herr Ferry wird seine ganze Umsicht und Energie nothwendig haben, um sich auf diesem schwankenden Boden zu behaupten. Auch das englische Parlament ist am Dienstag endlich wieder an seine Arbeit gegangen, allerdings sehr spät im Vergleich mit den übrigen europäischen Volksvertretungen. Die Thronrede, mit welcher das Parlament eröffnet wurde, bezeichnet die Beziehungen Englands zu allen Mächten in hergebrachter Weise als freundschaftliche und constatirt speciell das herzliche Einvernehmen mit Frankreich, lieber die in Egypten künftig einzuschlagende Politik enthält sie nur vorsichtige Andeutungen, aus denen nicht zu entnehmen ist, ob die englische Regierung endlich der egyptischen gegen den Mahdi thatkräftigen Beistand leisten will. Die Lage im Transvaal, im Zulugebiet und in Irland bezeichnet die Thronrede als relativ befriedigend und kündigt schließlich die schon bekannten Gesetzentwürfe über Erweiterung des Wahlrechtes, Ausdehnung der Reform der Local-Regierung auf die Provinzen und Reform der Londoner Municipal-Verwaltung an. Dem spanischen Cabinet CanovaS del Castillo drohen fortwährend schwere innere Gefahren. In Madrider RegierungSkreifen ist man von der Existenz einer militärisch - republikanischen Verschwörung überzeugt und daneben zeigt sich auch die socialistische Partei, denn in Madrid wurde Der Versuch gemacht, socialistische Plakate an die Mauern anzuschlagen. Das Cabinet hat die strengsten Maßregeln angeordnet, um sowohl einem militärischen Pro- nuncmmento, als auch einem socialisüschen Putsche sofort entgegenzutreten. Wiederum eine Hiobspost aus dem Sudan! Baker Pascha meldet dem Khedioe, daß er bei Tokar mit einem Verlust von 2000 Mann,, sowie von 14 Geschützen geschlagen worden sei, obwohl die türkischen und europäischen Truppen tapfer gefochten hätten. Baker beabsichtigt, mit dem Rest seiner Truppen nach Suakim zurückzukehren. Die Besatzungen von Tokar und Sinkat, zu deren Entsatz Baker Pascha von Suakim ausgebrochen war, sind demnach verloren und der Ausgang der Mission Gordon'S erscheint unter solchen Umständen immer zweifelhafter. Ieutschkand. Darmstadt, 7. Februar. Wegen des Ablebens Ihrer Königl. Hoheit der Prinzessin Maria Anna von Sachsen, Infantin von Portugal; ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer vom Heutigen b-.s einschließlich den 14. ds. verordnet worden. — Ihre Hoheit die Prinzessin Elisabeth von Hessen trifft heute Nachmittag zu mehrtägigem Besuch der Großh. Familie aus PhsiippSruhe ein. —1. Darmstadt, 7. Februar. ^Zweite Kammer ber Landstänbe.) Heute Morgen fuhr die Kammer fort in der Berathung über den Antrag der Abgeordneten Wasserburg, Frank und Pennrich auf Abänderung der Gesetzgebung bezüglich der Wahlen der Abgeordneten zur zweiten Kammer der Stände, sowie über verschiedene auf diesen Antrag bezügliche Petitionen, betreffend die Einführung des dtrecten Wahlrechts bei den Landtagswahlen. Schon in gestriger Sitzung hatte Abg. Wasserburg weitläufig die Gründe, welche zu diesem Antrag geführt, auseinandergefitzt und dabet die 3 Positionen des Antrags hrroorgehoberi, deren erster die Einführung der dtrecten Wahl, also daß nicht mehr durch Wahlmänner, sondern dtrect durch Urwähler die Landtagsabgeordneten gewählt würden, bezwecke, deren zweite den Wegfall der Bestimmung, daß das Recht zum Wählen abhängig sei von der Berichtigung der etwa rückständigen Einkommensteuer, und deren dritte eine gleichmäßige Vertheilung der Wahlbezirke nach der Beoölkerungs- zahl fordern, so daß fein Unterschied gemacht werde zwischen städtischer und ländlicher Wahlberechtiguug. Abg. Frank trat in heutiger S tzung nochmals ausführlich für diesen Antrag em, ebenso Abg. Metz, der die Fraction der hessischen Fortschrittspartei an ihr Programm erinnerte, auf welchem von jeher das bttecte Wahlrecht gestanden. Auch die Adgg. Wolz und Falk suchen an der Hand von Beispielen die Nützlichkeit und Nothwendigkett der beantragten Abänderungen darzuthuu, während Abg. Muhl sich veranlaßt sieht, nur für die beiden letzten der oben angeführten 3 Positionen zu stimmen. Die Abgg. Maurer und Wedekind erklären, daß sie sich in keiner Weise an daS Programm der hessischen Fortschrittspartei gebunden fühlten, indem ihre Anschauung in dieser Beziehung sich wesentlich verändert habe; Abg. Pennrich wiederum als einer der Antragsteller ersucht die Kammer, sich dem rubr. Antrag anzuschlteßen, während Abg. Osann tn eingehender Rede die Nachthetle deS directen Wahlsystems auseinandersetzt, indem er auf die betrübenden Vorgänge bet den verschiedenen Bürgermeister' 2C Wahlen in den Landgemeinden htnweist. Er ist. jedoch in keiner Weise gegen Annahme der pos. 2 und 3 des Gegenstandes. Abg. Baur spricht sich für das seitherige System aus und wird, nachdem sich dieAbgg. Frank und Metz gegen einzelne Ausführungen der Vorredner gewendet, durch den Staatsminister Frhr. v. Starck der Standpunkt der Negierung dahm präctsirt, daß dies.lbe einen Grund zur Veränderung gemäß der 2 ersten Punkte nicht erblicke, bezüglich des 3. Antrags jedoch gewillt ser, dos Recht der größeren Städte auf mehr entsprechende, vermehrte Vertretung derselben im Landtag anzurrkmnen. Nach den Schlußworten der Abgg. Wasserburg und Hetnzerltng (Antragsteller und Berichterstatter) wurde tn namentlicher Abstimmung der erste Theil des rubr. Antrags obg^lehnt gegen 12 Stimmen. Noch kurzer Debatte wurden auch die wetteren Positionen in folgender Weise erledigt: der Mtnderhettsantrag des Ausschusses zu pos. 2 mit 29 Stimmen angenommen, d. h. die Regierung um eine Vorlage ersucht,^ v m durch welche die Bestimmung, wonach das Wahlrecht auch von der Bedingung abhängig gemacht wird, daß der Wähler mit Zahlung seiner Einkommensteuer nicht im Rückstände sei, in Wegfall gebracht wird, und pos. 3 nach dem Anträge der Minderheit des Ausschusses dergestalt erledigt, daß die Regierung ersucht wird, eine Gesetzesvorlage zu machen, durch welche das Wahlrecht derjenigen Städte, welche nach dem Verhältn ß ihrer Bevölkerung zu der Gesammtbevölkeruns des Landes eine größere Zahl von Abgeordneten zu wählen haben würden, als ihnen zu wählen jetzt zusteht, erhöht wird. Das in den Petitionen ausgesprochene Gesuch aus Einführung des directcn Wahlsystems lehnte die Kammer zum Schluß ab. Ein Gesuch der Mathilde Höppner, angeblich geprüfte Lehrerin aus St. Petersburg, wegen Bewirkung eines Rückkehr-Mandats nach Mainz, fand hierauf ablehnenden Bescheid. Morgen Vormittag 9 Uhr findet die Fortsetzung der Berathungen nach der gestern ausgegebenen Tagesordnung statt. v o _ _ Berlin, 6. Februar. Das Abgeordnetenhaus setzte die Berothung des EultuS- etats fort. Bet dem T tel für Elementarschulen befürwortet der Abgeordnete Mooren die Herabsetzung der Schulpflicht von 8 auf 7 Jahre; dagegen spricht sich der Abgeordnete von Zedlitz gegen einen jeden Versuch an der Schulpflicht und Swulzetr zu rütteln aus. Der Cultusmin'fter von Goßler erklärt, die Gesetze über Schulpflicht und Schulversäumniß seien in Rücksicht auf das Schuldotationsgesetz zurückgestellt worden. Im Uebrigen halte die Regierung an dem Standpunkte stetiger Weiterentwtckelung Der Volksschule fest, tn welcher der Religionsunterricht wegen seiner erziehlichen Bedeutuns den Hauptgegenstand bilden müsse. Die Herabsetzung der Schulzeit würde für die Binder in geistiger und körperlicher Hinsicht nachtbetltg sein; für besondere Fülle würden ja schon jetzt Dispensationen gewährt. Bet dem Titel 23, btß zu welchem alle« unverändert genehmigt wurde, vertagte sich das HauS Abends 8 Uhr. — DieJagdordnungScommtssion des Abgeordnetenhauses nahm zum Paragraph 19 den Zusatz an, wonach fließende Wem äff er einen Jagdbezirk nicht trennen; demzufolge wurde alsdann der Paragraph 20 gestrichen. Bet Paragraph 22 lehnte die Commission Vrtncipieü die Bildung des Jagdvorstandes ab. — Wie der „Nordb. Allgem. Zeitung" aus Kiel gemeldet wird, beträgt die beabsichtigte NachtragSforderung zum Marineetat, welche für die Vermehrung der Torpedoboote und deS seemännischen Personals derselben beansprucht wird, achtzehn Millionen Mark. — Der deutsche Offizterverein wird am 1. April seine Thätigkeit eröffnen. Das <5om(U besteht nunmehr aus dem Generallieutenant Graf Lehndorf, Generalquartter- metster Graf Waldersee. Generalmajor von Locquenghtn, Obersllteutenant von Holleben, -Oberftlieutenant Wodte, Major von PodbielSkt, Major v. Ftrcks, Capitänlieutenant von Ehrcnkrook, Hauptmann von Wedell. Dem Verein gehören bereits die große Majorität der Offiziere, Aerzte und Mtlitärbeamten der Armee und Marine und sehr zahlreiche Beurlaubte, zur Disposition gestellte und verabschiedete Offiziere an. Der Verein hat das Princip der Baarzahlung adoptirt, er wird in eigenen Werkstätten zahlreiche Civtlhandwerker beschäftigen. Für die Mitglieder deS Vereines, welche bei ihren bisherigen Lieferanten verbletb-n wollen, soll auf Mitwirkung aller vorhandenen Mtlitärschneider eingegangen werden. England. London, 6. Februar. Die Minister halten heute Nachmittag eine zweite Con- ferenz, in Folge deren an Sir Evelyn Baring nach Kairo und an Admiral Hewttt nach Suakrm Depeschen abgtngen. In Folge einer Aufforderung des Kriegsmtntstertums batten heute Vertreter der großen Sch fffahrts Gesellschaften eine Unterredung mit dem Chef des Transportdcpartements, um zu constatiren, wie viel Schiffe der Regierung zum Transport von Truppen für den Fall des Bedürfnisses zur Verfügung gestellt werden könnten. Das Ergebniß war sehr befriedigend: es wurden der Regierung genügend Schiffe angeboten, um 8000 Mann zu transportiren. Amerika. New-York, 6. Februar. Im Ohiogeb et sind in Folge heftiger Regengüsse und des Schmelzens des Schnees Ueberschwemmungen etngetreten; die Fluth steigt stetig, der Bahnrerkehr ist unterbrochen. Durch die Ueberschwemmung sind große Verluste an Etgenthum herbeigeführt worden. Nach Berichten aus Virginia, Weft-Pennsylvanten und Ohio stehen in Folge der Ueberschwemmung die Mühlen still. Auch in LoutSvtlle und Pttisburg ist großer Schaden angerichtel worden, in Cincinnati wird eine stärkere Fluth befürchtet als im letzten Jahre. __________________ Telegraphische Depeschen. Wolff'A teLegr. Eorrespondrnz-Dueearr. Berlin, 7. Februar. Im Abgeordnetenhause wurde bet der Fortsetzung der Berathung des Cultusetats der Antrag drS Abgeordneten Stöcker, den Minister zum Erlaß von Anordnungen aufzufordern, durch welche auch bet den richt obligatorischen Fortbildungsschulen die Abhaltung des Unterrichts während des Hauptgottesdienstes untersagt wird, angenommen, nachdem ein von dem Abgeordneten von Zedlitz auf Uebergang zur Tagesordnung gestellter Antrag in nameniltcher Abstimmung mit 171 gegen 141 Stimmen abgelehnt worden war. Der Cultusmintster von Goßler erklärte tm Laufe der Debatte, daß er den Antrag zwar prmciptell für durchaus richtig halte, es jedoch unmöglich sei, über Nacht Aenderungen etntreten zu lassen. An dem guten Willen der Verwaltung dürfte hierbei nicht gezwetfelt werden. Dem Abgeordneten von Schenckendorf gegenüber hält der Minister es nicht für möglich, den Handfertig- keitsunterrtcht tn den Elementarschulen allgemein einzuführen, obwohl erbte Bedeutung desselben nicht verkenne. Die Fortsetzung der Berathuna des Cultusetats findet morgen statt. London, 7. Februar. 500 Mann Matrosen und Marine.Jnfcrnterie haben Befehl erhalten, nach Suakim abzugehen. Eine den „Daily News" aus Kairo zugegangene Depesche meldet, daß General Gordon in Folge einer Erhebung der Araberstämme seine Reise nicht sortsetzen kann und deshalb in Korosko bleibt. — Bei einem Banket des liberalen Clubs erklärte der Staatssecretär der Kolonien, Derby, die Negierung, welche die Häfen des Rothen Meeres schützen wolle, würde nicht die Ehre und die Hilfsquellen des Landes auf'S Spiel setzen, inn den Sudan für Egypten wiederzuerlangen, da dies unmöglich erscheine. Die Regierung beabsichtige auch durchaus nicht, die gegenwärtige Occupation in eine dauernde Annectirung zu verwandeln, sie sei sich indessen ihrer Pflicht und ihrer Verantwortlichkeit für die Occupation vollkommen bewußt. — Die „Daily News" melden in einer Extraausgabe aus Alexandrien Don heute: Die Aufständischen haben General Gordon gefangen genommen. — Im Unterhause erklärte Hartington, die Regierung habe noch keine Nachricht von Gordon's Gefangennahme. Northcote kündigt für Dienstag ein Mißtrauensvotum an, welches besagt, daß die jüngsten beklagenswerthen Ereignisse im Sudan der schwankenden und inconjequenten Politik der Negierung zuzuschreiben seien. Salisbury hat in dem Oberhause dasselbe Tadelsvotum angemeldet. — Wie verlautet, hat der Commandirende des Mittelmeer-Geschwaders auf Malta den Befehl erhalten, alle disponiblen Mannschaften von der Marine- Infanterie nach Suakim abgehen zu lassen. Die Zahl derselben wird auf 1200 Mann geschätzt. — Wie die Admiralität mittheilt, verläßt das Panzerschiff „Carysfort" Alexandrien, um zu dem Geschwader unter Hewett bei Suakim zu stoßen; die Kriegsschiffe „Monarch" und „Hecla" wurden von Malta sofort mit Verstärkungen nach Suakim abgehen. Kairo, 7. Februar. Der Totalverlust der egyptischen Truppen bei Tokar beträgt 2250 Mann, darunter 96 Officiere, wovon 16 Stabsosficiere sind. Baker telegraphirt, er verfüge jetzt über 3500 Mann, wovon jedoch ein Drittel unbewaffnet sei. — Nach einer Meldung des „Reuter'schen Bureaus" würde Gordon srühestens morgen in Berber erwartet, und es ist kaum möglich, daß Nachrichten über ihn früher eintreffen können. Das Gerücht von seiner Gefangennahme wird als pure Conjectur angesehen. Bukarest, 7. Fed,uar. In der vergangenen Nacht wurde das Haus Rositt.'s mit allem bartn befindlichen Mobiliar und vielen für bte Geschichte Rumäniens sehr werthvollen Documenten durch eme Feuersbrunst gänzlich in Asche gelegt. Die Depu- Itrtenfammer beschloß heute einstimmig, die zum Wiederaufbau des Hauses erforderliche «Summe Rosettt als ein Nationalaeschenk zur Verfügung zu stellen. New-York, 8. Februar. Nach bis Mitternacht eingegangenen Berichten nehmen "bte Wasserflurhen im Westen zu. Der in Pittsburg angertchtete Schaden wird auf eine Million Dollars geschätzt. Gegen 5000 Personen sind obdachlos und vorläufig tn öffentlichen Gebäuden untergebracht worden. Lokales. —r. Gießen, 8 Febr. Die dramatische Soiree, welche Fräulein MagdaPlaehn «gestern Abend tn der Aula des Gymnasiums veranstaltete, war leider nicht sehr besucht. Wenn stch diese Thatsache auch dadurch erklärt, daß augenblicklich die Wogen des geselligen Lebens in unserer Stadt sehr hoch gehen, so trug doch in noch höherem Grade die schlimme Erinnerung die Schuld, welche manche Rccltationen der letzten Jahre hinterlassen haben. Fräulein Plaehn hat sich durch ihre hervorragenden Leistungen für künftige Zetten einen warmen Empfang gesichelt; wtedeiholt wurden die Zuhörer zu begeistertem Betfalle hingertffen. Fräulein Plaehn ist eine sympathische Erscheinung; ihr schönes, weiches und sonores Organ ist ganz ungewöhnlich ausgiebig, so daß es ihr möglich war, ohne daß man besondere Anstrengung bemerkte, tn einer Scene aus Faust 4 Rollen in deutlich unterscheidbarer Weise durchzuführen; ihre Sprache ist von jedem Dtalecte . frei. Konnte man zugleich in diesen Bravourleistungen ihre ausgezeichnete Schulung bewundern, so trat in anderen ©eenen ihre im dramatischen und lyrischen Gebiete gleich feine und geistvolle, lief durchdachte und empfindende Auffaffung ergreifend hervor. Ihr „Meine Ruh' ist W* und „Ach ewige, du Schmerzensreiche", sowie ihre Auffassung Gretchens in der Kerkerscene gehören zu dem Besten, was der nicht ganz unbewanderte Schreiber dieser Zeilen je zu hören Gelegenheit hatte. Da aber eine Kritik auch stets etwas tadeln muß, so kam es uns vor, als ob manche Pausen etwas zu lang gedehnt gewesen und an einigen Stellen der Ton zu sehr gedämpft gewesen wäre, um noch verstanden zu werden. Zum Beweise unseres Jntercssts möchten wir schließlich noch der ausgezeichneten Künstlerin zur Erwägung geben, ob für ihre cigenthümlichen Vorzüge nicht dre reiche, klangvolle und pathetische Sprache Schillers nicht noch dankbarer wäre. Hoffentlich wird es Fräulein Plaehn möglich fein, in nicht zu ferner Zeit einen Cyklus von mehreren Vorträgen zu veranstalten. Wir zwetfeln nicht, daß diese das ganze kunstliebende Publikum Gießens zu dem seltenen Genüsse um sich versammeln würden. Darmstadt, 31. Januar. Gesetzentwurf, die Herstellung mehrerer Nebenbahnen betreffend. (Fortsetzung.) 2) Nebenbahn von Hunaen, Station der Obrrhessischen Eisenbahnen, nach Frtedrichshütte und Laubach Der Großh. Regierung wurden durch Local-Comit's drei Projecte für eine Verbindung der Oberhefsischen Bahn, Station Grünberg oder Station Mücke, mit der Matn-Weser-Bahn, Station Friedberg oder Station Nteder-Wöllstadt, vorgelegt, welche unter Nr. 7, 8 u»b 9 der Druckschrift „Secundärbahn - Projecte im Großherzogthum Hessen", Seite 72 bis 120 incL, bezeichnet und näher erörtert worden sind. Die Länge der Linie Grünberg-Laubach-Hungen-Berstadt-Reichelsherm-Friedberg wurde zu 62 9 Kilometer angegeben und die Baukosten waren zu rund 3,000,000 JL veranschlagt worden. — Die Länge der Variante Grünberg Laubach-Hungen-Berstadt- Södel-Friedberg wurde zu 58 Kilometer und deren Baukosten wurden zu 2,825,000 X veranschlagt. Keines dieser Proficte bietet für den durchgehenden Verkehr von Norden nach Süden, refp. von der Oberhefsischen Bahn Fulda-Gießen auf bte Main-Weser-Bahn und Frankfurt a. M., eine Abkürzung gegenüber den bestehenden Hauptbahnen; eS betrögt nämlich die Länge der Strecke Grünberg-Güßen der Oberhefsischen Bahnen 23.28 Kilometer und die Länge der Strecke Gießen-Friedberg der Main-Weser-Bahn 31,50 Km.; zusammen 54 78 Kilometer. Für den Güreroerk-hr wäre hiernach die zu erbauende Nebenbahn 8.12 Kilom-, bezw. 3,22 Kilom. länger, und theurer, als die bestehenden Hauptbahnen, abgesehen von dem doppelten Uebcrgang her Güter von Bahn zu Bahn. — Für den Personenverkehr würden diese ungünstigen Verhältnisse nicht allein auch vorliegen, sondern es würden noch die Fahrzeiten sehr zu Ungunsten der Nebenbahn in Betracht kommen. Während nämlich die Perfonenzüge auf den Hauptbahnen mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 42—45 Kilometer für die Stunde curfiren, würde auf der Nebenbahn nur eine Maximalgeschwindtgkeit von 20 Kilometer für die Stunde in Anwendung kommen, welche sich, wegen des Aufenthalts an den Stationen und Halt stellen, sowie wegen des langsameren An- und Abfahrens, auf 15—16 Kilometer Beförderungsgeschwindlgkeit für die Zettstunde reducirt. Nach dem gegenwärtigen Fahrplan der Oberhefsischen Bahnen und der Main- Weser-Bahn haben z. B. drei Züge der Oberhefsischen Bahnen tn der Richtung Fulda, Gießen Anschlüsse in Gießen an die Main Weser-Bahn, so daß Reisende, welche um 7 Uhr 30 Min. in Grünberg abgehrn, bereits um 9 Ubr tn Friedberg, also nach P/z Stunden daselbst ankommen. Bei dem um 10 Uhr 35 Min. von Grünberg abgehenden Zug, mit Ankunft tn Friedberg um 12 Uhr 27 Min. beträgt die Verkehrßzeit 1 Stunde 52 Minuten und bei dem um 3 Uhr 55 Min. von Grünbeig abgehenden, um 5 Uhr 33 Min. in Friedberg ankommenden Zug, 1 Stunde 38 Minuten. Dagegen würde bte Fahrt auf der Nebenbahn von Grünoerg nach Friedberg 4 Stunden Zeit erfordern, also mehr als die doppelte Zeit, welche bet der Fahrt auf den Hauptbahnen erfordert wird, und es würden die Anschlüsse in Friedberg an die Main-Weser-Bahn für die Fahrt nach Frankfurt a. M. verloren gehen. Aber auch für den Uebergang von Personen von der Linie Gelnhausen-Gießen, Station Hungen, nach Station Friedberg der Main-Weser-Bahn, würde, bet Benützung der projectirten Nebenbahn, Zeit für die Passagiere nicht erspart werden, gegenüber dem Umweg über Gießen, indem die Fahrzeiten Hungen-Gießen nebst Gießen-Friedberg auf den Hauptbahnen zusammen kaum so groß sind, wie die Fahrzeit auf der circa 27 Kilometer langen Nedenbahnstrecke Hungen-Friedberg. Dabei käme weiter in Betracht, daß auf der Nebenbahn vorerst nur [■'. zwei Züge, später vielleicht drei Züge, nach jeder Richtung verkehren können, wenn die Betriebskosten nicht außer allem V-r- hältniß zu den Verkehrseinnahmen gebracht werben sollen. Bei nur 2—3 Zügen mit Secundärbetrieb auf einer 63 Kilometer langen Bahn sind aber directe Arstchlüssr an den Endstationen mit den Hauptbahnen schwer zu wahren. Für den Güterverkehr würde die Verbindung Hungen-Friedberg allerdings vorlheilhaft sein. Nach dem Vorstehenden würde die Benutzung der ganzen Nebenbahnlinie ©tun, berg-Laubach-Hungen-Friedberg für durchgehenden Personen- und Güterverkehr nicht tn Aussicht stehen, und es könnten einzelne Strecken dieser Bahn nur dem engeren Localverkehr bienen; solcher ist aber für Theilstrecken, wie z. B. für GrünbergeLaudach, vorerst noch nickt hoch anzuschlagen, und dürfte kaum bte Betriebskosten aufbringen. Es haben beßhalb auck die für die ganze Strecke Grünberg-Laubach-Hungen-Friedberg angestellten Rentabilitätsberechnungen keine günstigen Resultate ergeben. Mit Rücksicht auf die norlfegenben Verhällnffse lag ber Gedanke nahe, von dem Bau ber ganzen Linie vorerst abzusehen unb nur biejenige Thettstrecke in's Auge zu fassen, für welche bas dringendste Bedürfniß vorliegt, nämlich die Strecke Laubach- Hungen, und den Ausbau ber beiderseitigen Anschlußbahnen Laubach-Grünberg unb Hungen Friedberg bis zu der Zeit zu verschieben, in welcher eigene Erfahrungen Über das Nebenbahnwesen vorliegen und bte Bebürsnißfragen prägnanter hervorgetreten sinb. — Diese Ansicht scheint auch in ben Interessentenkreisen mehr unb mehr zum Ausbruck gekommen zu sein, denn es ist Großh. Regierrrng Seitens bes betriffenden Comite's nachträglich ein Project vorgelegt worden, welches sich auf den Bau einer Nebenbabn von Hungen nach Laubach mit Zweigbahn nach der Friedrichshütte, beschränkt. *) — Nach diesem Project wird die Linie Laubach-Hungen 10 4 Kilometer, *) Zu dieser Auslastung erläßt der Vorsitzende des Comite's für Erbauung einer Eisenbahn von Grünberg über Laubach, Hungen, Echzell nach Friedberg, Friedrich Graf zu Solms - Laubach, nachstehende Erläuterung: Es könnte nach dieser Darstellung ben Anschein haben, als ob das Comste für Erbauung einer Eisenbahn von Grünberg über Laubach, Hungen unb Echzell nack Friebberg von feiner ursprünglichen Aufgabe abgegangen fei unb sich mit biefer Tbeü- forberung begnügt habe. Es ist aber seitens des Comite's s. Z. bas nachträgliche Pro- ject wegen anderer Veranlagung ber Linie Laubach-Hungen, wie dies auch tn ber an Großh. Ministerium gerichteten Eingabe vom 10. Januar 1883 ausdrücklich herooi- geboben worben ist, nur um deswillen vorgelegt worben, weil man nachweifen wollte, daß auch auf kürzerem Wege mit Vermeidung einer birecten Berührung der Friedrichs- Hütte unb mit Absetzung der großen Curven des ersten Project« die Bahn von Lauback nach Hungen gebaut unb zwar billiger gebaut werben könne, unb deshalb wohl mehr Aussicht auf Berücksichtigung habe. Das Comite unb die Interessentenkreise haben aber damit keineswegs einen Verzicht aussprechen wollen auf die Ausführung ber Gesammtltnie Grünberg - Hungen- Echzell-Frtebberg, bereu Nützlichkeit sie heute noch, wie auch zur Zeit ber ersten Eingabe, betonen zu müssen glauben. Diese Berichtigung erscheint um so mehr notbmenbfg, als sonst irrige Auffassungea über bte Thätigkeit bes Comite'S tm Publtkum Platz greifen könnten- ßallMschiiM seidene, in allen Farben, sowie die neuesten Spitzen und Krausen empfiehlt sehr billig Julius Schulze, 575 Sonnenstrasse 20. 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Stunden Zelt den Hauptbahnen Matn-Weser-Ahn Selnhausen-Glcßen, rbe, bet Benützunz werden, gegenüber I Gteßen-Friedber« irielt aus der drei 'äme weiter In Br- atelletcht drei Züge, t außer allem Bent ar 2-3 Zügen mit recte Anschlüsse c den Güterverkehr binbrtnltnj'®’?*! , Güterverkehr w . nur dem engerer Grünberg-LaudaL jgtofiro ** »eG.-°d.-8° ,,ßrfrttUP0!’1 aBrd-m'«': «V 's,; die ,5,134 *** debberg, ür sich z O-P ,5 1°ch ? d„i! dies - »intn »Na iw* . der Marktplatz ordnungsmäßig eingerichtet und fein Standgeld irgend welcher Art erhoben- Münzen berg, den 4- Februar 1884. . Großherzogliche Bürgermesiterer Muuzeuberg. 917 3ä ger- ___ Buchen-Scheitholz, Eichen- „ Nadel- Buchen-Knüppel, Eichen- „ Nadel- „ Buchen-Knüppel, Eichen- „ Nadel- „ „ Eichen- „ Nadel- „ „ Dorn- „ Rm. Vuchen-Stockholz, „ Eichen- „ . „ Nadel- Iagdmrpschlung. Dienstag b. 12. Februar l. I., Nachmittags 2 Uhr, soll aus dem Gemeindehaus dahier die der Gemeinde zustehende Feldjagd, circa 665 Hectar, auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. Leihgestern, am 28. Januar 1884. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. _________ Heß. ______699 Ssmstsg, den 1. März, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgenckt die Immobilien des Karl MaNheis dahier Flur XXV/7313 ivo 99 Meter Grabgarten vor dem Weiher an der Chaussee, Flur XXV/731’ 1(o 143 Meter Hofraithe daselbst, meistbieteud versteigert werden- Gießeii, den 25. Januar 1884. Großherzogliches Ortsgericht. 612 Müller. Bekanntmachung. Wegen Aufgabe der Oeconomie stehen bei dem Unterzeichneten zum Verkauf bereit: 2 Wagen-Pferde, 2- Wagen, 3 Pflüge, 1 Häckselmaschine, 3 Stück Rindvieh, 1 Chaise, 1 Heblade. Inheiden, den 5. Februar 1884. 858 H. Henckel. Aeilgeöotenes. Mehrere Gärten zu verkaufen durch 735 3» Bl;tz. ec CM & Nir Maskerade empfehle: schwarzen und farbigen Sammer, von 80 an per Meter, Spitzen, Blonden und Krausen in großer Auswahl. 920 -A, Fangmann, JuBieniie (frz. Suppenkräuter) frisch eingetroffen 902 Grg. Willi. Weidig. von unfern v.rschiedenen Fabriken. Fedor Wolff &. Co. 601 in Bremen. I E» £3 lau emaill. WaffereLmer, auf dem Transport leicht beschädigt, verkaufe äußerst billig. Gustav Stahl, Neuenweg 11, neben der Musikalienhandlg. des Herrn 128 W. Rudolph. Neu im Druck erschienen: 700 Dar, Programm der Militär-Vorbildungs -Anstalt )u Callrl pro 1884. Gratis zn beziehen durch den Dirigenten, Lieutenant a. D. von Hartung in Cassel. Zur Veröffentlichung diene hiermit, daß das seither von Hrn. August Zimmermann in Lollar geführte Colonial- und Eiscnivaarcn-Geslhäst auf Rechnung dessen Söhne Karl und Wilhelm Zimmermann in der bisherigen Weise unter der alten Firma weiter betrieben wird. Lollar, den 1. Februar 1884. Der Vormund: 867 C. Geißler. Louis 903 Carl rs^erKaiSßrin u.d. Krtifititfi i Frohnhäuser. Henzerling. Hoffmann. empfehlen in Originalpackung in . Kinkel, Cm H. F. Nassauer. Carl Schwaab. Georg Wilh. Weidig. 914 Ich empfehle mich in Anfertigung von Gartcufpalicreu, Hütten, Hallen, Waschblöckcn Baumftangeu und allen hier einschlägigen Artikeln. Jacob Helfenbein, Marburgerstr. 68. 913 Ein gesetzter Mann, der lange Jahre gereist hat und überall sehr bekannt ist, sucht eine gut renommirte Eigarrcu- fabrit provisionsweise oder auch auf festen Gehalt zu vertreten. Zu erfragen bei Herrn M. Fuhr, Hundsgasse 4. LslmMgskellner bei gutem Lohn werden gesucht. 908 Scköne Aussicht. 904 Ein Herrenschneider sucht Beschäftigung für in und außer dem Hause. Näheres bei der Exp. d. Bl. Pb. Müller, Möbel-Transport, Giessen, Löweng. Möbel-Transport tÄn u. offenen Wagen mit u. ohne Umladung, sowie Verpackung von Glas, Porzellan u. s. ir. besorgt billigst unter Garantie IPßu Mfaller. Schriftliche Arbeiten, wie Führung der Bücher, Rechnungen und Bogen schreiben rc., werden pünktlich besorgt. 922 Lonnenstraße 2tt. 911 Gießen, Löwengasse. 804 Ein tüchtiger Pferdeknecht, welcher gute Zeugnisse aufweisen kann, wird auf sofort in ein auswärtiges Geschäft gesucht- Zu erfragen bei Otto Lust im Löwen. Feuerversiclieriingsbank für Deutschland zu Gotha. 33 ekanntmachung. Rach dem Rechnungsabschluß der Bank für das Geschäftsjahr 1883 beträgt die in demselben erzielte Ersparniß: Proeent der eingezahlten Prämien. Die Banktheilhaber empfangen, nebst einem Exemplar des Abschlusses, ihren Dividenden - Antheil in Gemäßheit des zweiten Nachtrags zur Bank- verfaffung der Regel nach beim nächsten Ablauf der Versicherung, beziehungsweise des Versicherungsjahres, durch Anrechnung auf die neue Prämie, in den in obigem Nachtrag bezeichneten Ausnahmefällen aber baar durch die unterzeichnete Agentur, bei welcher auch die ausführliche Nachweisung zum NechnungS- j abschluß zur Einsicht für jeden Bankthellnehmer offen liegt. Gießen, im Februar 1884. Anton Ricker. 909 Agent der Feuerversicherungsbank f. D. zu Gotha. Sonntag den 10. Februar: Tanzmusik 8 Anfang 71/2 Uhr. Ende nach 10 Uhr. 8 Große Operette in 3 Akten von Millöcker. ** Symon: Frl. König als Gast. mtf der Weltersburg, wozu ergebend einladet Stadttheater in Giessen. Sonntag den 10. Februar: =» Außer Abonnement. --- Mit erhöhten Preisen Gastspiel des Frl. Sophie König v. Stadttheater zu Frankfurt a. U. Zum 7. Male: In Vorbereitung: Benefice für Fräulein Kohrfen I.: Dorf und Stadt. Schauspiel in 5 Akten von Birch-Pfeiffer. Aus der G-rossstadt. Schauspiel in 4 Akten von Burger. Der Bin.aenmich.eL Dramatisches Märchen in 7 Bildern von Görner. (Volks- und Kinder-Vorstellung zu ermäßigten Preisen.) 924 Phil. Weller. Preise der Plätze im Vorverkauf: Loge X 2.80, Sperrsitz X 1.80, O 1. Platz X 1.40. Eassa : Loge X 3 —, Sperrsitz X 2—, 1. Platz X 1.50, Gallerie 60 H. w F. Braurecht. O Wermietyungen. 919 Ein Zimmer mit Kabinet und Küche rc. an ruhige Leute zu vermiethen. Julius Buch, Wettergasse. 906 Der zweite Stock, Grünbergerstraß e_44, ju_ vermiethen.______ '702 Ein Familien-Logis, 3 Zimmer, Küche mit allem Zubehör, zu vermiethen. Steinlrvaj3e_48. _ 705 Die von mir bisher^innegehabte Wohnung, Südanlage 7, Bei etoge, ist zum 1. April d. I. zu vermiethen. _______________'Prof. Dr. Pescatore. , 835 Logis im Nebenh. pr, sof. vernu Frau A. Locbcr, Grünbergerstraße la. 245 Die Parterre - Wohnung meines Hauses an der Ostanlage (Wiesenstraße 2) bestehend aus 7 Zimmern rc. mit Garten- antheil, auf Wunsch mit Stallung u. Remise, ist pr. Anfang April zu vermiethen. ______L. Kauf. 829 Zwei Familienlogis zusammen oder getrennt bis zum 1. April zu ver- miethen bei Friedrich Georg, Gartfeld. 611 In meinem Hause am Neuenweg, Ecke der Weidengasse, ist Laden mit Wohn- nung, sowie zwei Familienlogis ä 5 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen. P. Werner, Bleichstraße 3. 263 Grünbergerstraße 14 ist ein Logis von 5—6 Zimmern nebst allen 3jequeiu= lichkeiten zu vermiethen.___________________ 871 Zwei möblirte Zimmer zu ver- mlethen. Carl Schwaab, ____Seltersweg 23. 427 Zwei kleine Logis zu vermiethen bei G. Unverzagt, Kaplansg. 5. ~ X mit angrenzender Stube, sehr gut. Keller und Logis, sowie Laden mit Logis pr. 1. Febr. u. April zu vermiethen. Ludwig Lana, 251 Marktstr. 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Jacob ______im Löivenhof, Neuenweg, auf sogleich oder später ViFt^UUjW eine kleine Wohnung, wenn möglich mit Garten am Haus. __9Näheres Engelapotheke.________883 Ein Mädchen, welches selbstständig kochen kann, wird baldigst zu miethen gesucht von Frau Gg. Heinr. Schirmer jr„ 861 Ostanlage. R daction: A. Schepda. — Druck und Verlag der Brühl'schrn Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. «tttt-ur Sch 1 Porteniom m Gie Sdrmfl Mkgmdigß ge Am 30. Hirschselo Fakultät Der Lai zu ernennen uni -L Dar Morgen kam der 8. November 181 der beiden Äi seinen Aussübru nur eine Art W Einfluß am die durch eine Der vergrößern. Ei Kammer eigentl sein Antrag du habe, wie es mäbrend an der Zustand Platz g Mchstag mit bi des Abg. Meß u -eben, daß unter Weiten Kammer trag auS, vährr statt der von b grohen Interesse schalt wünscht. AuSschußminort derselbe auch vi des Abg. 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