V 1884, Samstag den 8. März Rr. 58 ireclor, Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». Bwita» t Schulstraße 7. Abschluß. Ausstände 2. Kreise Summe der Einnahme . 6785,56 3078,40 Ausgabe Beckenhaub. <^n Gemäfibeit des Art 93 bezw. 43 der Kreis- und Provinzialordnung wird der vorstehende Auszug zur öffentlichen Kenntniß gebracht. ^ Giessen am 23 Februar 1884. Der Vorsitzende des Provinzralausschuffes der Provmz Oberheffen. p ’ o Dr. Boekmann. w über Besoldungen Diäten und nm'tielbarer egene 4) Lehr- und Hülfsmittel zum Dienst des landwirthschaftlichen Unterrichts. 5) Bienenzucht. 6) Thierschutz. Laut an den Unterzeichneten Seitens des Königlich Niederländischen Generalconsulats zu Frankfurt ergangenen Mittheilung soll in den Tagen vom 25. August bis 6. September l. I. zu Amsterdam eine internationale landwirthschaftliche Ausstellung abgehalten werden. 14. 15. 16. 17. 1114,67 85,35 3750,— 200 — 1635,54 "ES können daselbst ausgestellt und prämiirt werden: 1) Pferde, Kühe, Schafe und Schweine; erstere beide von 100—250 FrS. pro Stück, letztere beide bis zu 50 Frs. pro Stück. 2) Butter, Käse, Milch rc. 3. Beiträge der 4. Kapitalzinsen 5. Proceßkosten Betreffend: Die Abhaltung einer internationalen landwirthschaftlichen Ausstellung zu Amsterdam 1884. ohne Umlabunn, sme Glos, Porzellan ic. bc- r Garantie Bender, Mackstr. 2. Der Rechner der Provinzialkaffe Oberheffen. Grüneberg. Prei» vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Brtngerlohra. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Ausrna aus der von Großherzoglicher Ober-Rechnungskammer abgeschlossenen Rechnung der Provinzialkasse der Provinz Oberhessen für 188l|83. Revidirt, ohne daß sich für vorstehenden Abschluß eine Aenderung ergeben hat. Darmstadt, den 18. December 1883. Großherzogliche Ober-Rechnungskammer. Hahn. Gegen diese Ausführungen wendet sich Ministerialrath Fink, indem er darauf hinweist, daß Preußen wett weniger Bahnen habe wie das Großherzogthum und noch lanae Rett 30-40 Millionen jährlich verwenden könne, bis es den Stand des Groß- herzoathums erreiche. Auf solche Weise werde sich die Etsenbahnschuld Hessens verdoppeln und man müsse deßhalb mit großer Vorsicht zu Werk gehen. Die Kammer habe der Regierung geradezu das Messer an die Kehle gesetzt, eine Secundärbahnvorlage »u machen und hätte die Regierung nun darin ihr Möglichstes gethan. UebrigenS seien die meisten derartigen Forderungen übertrieben; wenn nichis mehr angeführt werden könne, so käme man mit Steinen, deren Transport möglich sei, und wenn alle Stetn- brüche aufgeschlossen werden sollten, wären noch mehr Bahnen zu bauen. Es handle sich nicht darum, nur Bahnen zu bauen, sondern die Brvölkerung müsse sie auch verstehen zu benutzen und deßhalb habe die Regierung geglaubt, vorerst nur einzelne Bahnen zum Bau Vorschlägen zu sollen; damit sei keineswegs ausgeschlossen, daß auf jedem Landtag neue Anträge Seitens der Regierung an das Haus kämen. Die Abgg. Sturmsels und Pfannstiel sprechen sich gegen Zurückweisung der Vorlage aus und auch die Abgg. Heinzerling und Schröder nehmen einen ähnlichen Standpunkt wie Großh. Regierung ein, mdem sie betonen, daß mit b efer morTaae ein Anfang gemacht werde zu einem Sccundarbahnnetz. Die Abgg. Wolfs- kehl°° Metz und Maurer vereinigen ihre Stimmen auf die Anträge der Ausschuß. Majorität und wollen sämmtliche weiteren Amendements der Reg erung zur möglichsten Berücksichtigung anheimgeben, während Abg. Ellenberger m längerer Rede sich gegen jede beabsichtigte Opposition in Bezug auf die Vorlage wendet.und die Regierung des Dankes der oberhesstschen Bevölkerung versichert, die jetzt gesehen habe, daß sie doch nicht, wie angenommen, das Stiefkind der Regierung sei. Die Fortsetzung der Generaldtskussion wird hieraus auf morgen Vormittag 9 Uhr vertagt. Berlt«. 5 März. Das Abgeordnetenhaus berieth in der heutigen Sitzung runächst Über den Antrag WIndthorst, betreffend die Aufhebung des Sperrgesetzes. Die Abgeordneten Windihorst, Schorlemer, Mojunke, sowie G-rlich (konservativ) ver- tbetdigten den Antrag, während die Abgeordneten Hammerstetn und Mmnigerode erklärten, daß der größte Theil der Conservattven gegen den Antrag stimmen werde. Der Cultusmtnister gab die Erklärung ab, daß die Regierung wie das Centrum die Herbeiführung des Friedens wolle und daß sich nur die Wege bei beiden unterschieden. Für dd! Regierung könne der Weg nur 1n dem Rahmen gesetzlicher Bestimmungen iiegen sie könne nicht In merttortsche Verhandlungen über die verschiedenen einschlägigen Fragen eintreten und werde sich dem Anträge gegenüber ablehnend verhalten. Die Reaierana könne sich nicht an einer Diskussion betheiligen, welche nur die Le den- schaftm errege^ und fördere. ®er Abgeordnete Richter sprach für den Antrag Windt- horst indem er äußerte, die Regierung habe bei der Anwendung des qu. Gesetzes die Staatsauiorität nicht gewahrt; die Politik der Regierung sei -'ne reine Handelsvolitik. Bei dem Schlußwort sagte der Abgeordnete Windthorst, das Haus habe nicht nur d°8 Geld zu bewilligen, sondern auch das Recht, auf Beschwerden eine ausreichende Antwort zu verlangen; sonst könne es diese Gelder verweigern. Er verlange wenigstens darüber Auskunst ob eine Verlängerung der diskretionären Vollmachten beabsichtigt werde. Der Antrag Windthorst wurde in namentlicher Abstimmung mit 209 gegen »Ä i «K*- M------ n ;r Neufundländer- g Kn Namen „ßcctor"" feit. Dem Sieber: jelÄmng. Var Än- rornt. Abzugebm m 157o Gesammtsumme der Einnahme . . „ „ Ausgabe . • _ Verglichen, bleibt Rest . welcher besteht: a. in Vorlagen . . . 529,17 b. in baarem Vorrath 2549,23 Gleiche Summe wie oben ——— Gießen, den 20. Juli 1882. 11 Anzeigen. den Vorzug. _____Wetzsteins 7, Derrn Peters £utt8 iu -er Ferne. n ein schwarzes Tuch rwd) dem Seltersweg. 8fi eine Belohnung in Gebühren.....i • Botenlohn und Verkündigungskosten . . - Für Bureaugegenstände und Geräthschaften . Summe der Ausgabe " W,ooo Fransportg von M g Bender J essen. V einer |u °m -iroei Logiz 5 nin,_ °ermiethkn ' Ekp-d. d. BI. 1375,- 1591,56 173,63 566,97 3707,16 ,e Archer BeMstiguug aus der ahütte in Haiger._ . 6785,56 . 3707,16 . 3078,40 aß geeignet, 0 sogleich zu sei der Rllbr -Nr. Gi»«ah«e. 1. Kaffevorrath aus vorhergehenden Jahren i-schAk 2^- — fflhl. II. tehem'r Anzetger Amts- und Anzeigeblati für den Kreis Gießen. M Mogramme und jede Nähere Auskunft ertheilt das Königlich Niederländische Generalconsulat für: das. Großherzogthum Hessen zu Franksurt. Fr?edelhausen, am ^25. Februar 1884. Darmstadt, 6. März. Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen heute Nachmittag halb 2 Uhr das aus den Herren Kugler, Muhl, Heinzerling und Wolsskehl bestehende Bureau der zweiten Kammer der Landstände. _]. Darmstadt, 6. März. fZwcite Kammer der Landstände.j Heute Morgen fand die 62. Sitzung der zweiten Kammer statt. Nach Eröffnung derselben verkündigte der Präsident einen neu eingelaufenen Antrag d-r Abgeordneten Schade und G r ü n e- walb auf Errichtung einer Eisenbahn von Hersfeld über Alsfeld nach Köln und gab der Kammer ein Schreiben des Präsidenten Großh. Finanzministeriums zur Kenntniß, wonach derselbe seine Bereitwilligkeit erklärt, die Interpellationen: 1) des Abgeordneten Schaum und Genossen, die Baumpflanzungen an Staatsstraßen betreffend, und A des Abgeordneten Lautz, die Fahrb'llets der Hessischen Ludwigsbahu betreffend, zu ^""t^Sodann erstattete Abg. Theobald Namens deS 1. Ausschusses mündlichen Bericht über die eingelaufenen Vorstellungen und Anträge Zwecks Erbauung von Secun- därbahnlinien. Die meisten dieser Eingaben re. werden nach dem Ausschußantrag der Regierung zur eingehenden Prüfung und event. Berücksichtigung für nächsten Landtag empfohlen; die Minorität im Ausschuß tritt diesem Anträge jedoch nur mNer dem Vorbehalte bei, daß ihre Anträge im Bericht über die Vorlage in glcrchem Betreff reine Abänderung u. s. w. erlitten. , .... . m ,n. . Die Kammer trat hierauf in die Tagesordnnng ein und eröffnete der Präsident die Generaldiskufston über die Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, die Herstellung mehrerer Nebenbahnen betr. , Abg. Arnold brachte sofort verschiedene Amendements ein, deren Zweck die Errichtung von Secundärbahnlinien im südlichen Odenwald ist, und begründete dieselben mit der Vernachlässigung des Odenwalds in der rubr. Vorlage, da auch die projecttrte Bahn Reinheim-Reichelsheim in keiner Weise ausreichend sei. Abg. Frank ist in hohem Grade erstaunt über die Vorlage und will nicht die geringste Spur von System in derselben entdecken können. Er vertritt die Ansicht, daß man das Gesetz der Regierung einfach zurückgäbe, damit man, nach solcher Vertagung, nicht noch einmal eine Vorlage erhalte, die so gut wie gar nichts erreiche und sieht sich schließlich veranlaßt, im Falle die Amendements des Abg. Arnold keine Zustimmung finden, gegen das ganze Gesetz zu stimmen. n Auch Abg. v. Rabenau ist damit einverstanden, daß die ärmsten Landestheile berücksichtigt werden, er will aber nicht mit Verwtlligung der Vorlage einen Sprung in'S Dunkle hinein machen, wie dies bei den Oberh. Eisenbahnen seinerzeit geschehen, und ist überzeugt, daß in diesem Falle hierbei das nämliche Resultat herauskäme. Der Redner plaidirt also für Zurückgabe des Gesetzentwurfs an die Regierung, möchte aber doch schleunigst auf diesem Gebiete vorgegangen wiffen, weil man in andern Staaten zum großen Nachtheil unserer ärmeren Landestheile wett voraus sei. Er exemplificirt auf Preußen, welches 272 Millionen schon jetzt verwendet habe und wo 60 Millionen weiter jährlich verwendet werden sollten, um das Land wirthschostlich aufzuschließen. Im Staat Hessen müßten mindestens 10 Millionen bereits verbaut und jährlich mindestens 2 Millionen geopfert werden, damit die Concurrenz mit den übrigen Staaten bestanden und die hierzu erforderlichen 450 Kilometer Nebenbahnen erreicht I würden. 152 Stimmen abgelehnt; für denselben stimmten 18 Conseroative, 21 Fortschrittler, 2 Secesstonlsten. Bet der sortgesetzten Berathung wurde das Ordinarium des Cultusetats un« verändert genehmigt; die für Kunstzwecke geforderten zwei Mllltonen wurden in namentlicher Abstimmung mit 204 gegen 158 Stimmen bewilligt. Demnächst gelangten der Rest des Etats und das Etatsgesetz unverändert zur Annahme. Die nächste Sitzung findet Dienstag statt. Berlin, 6. März. ^Eröffnung des Reichstags.^ Der Reichstag wurde heute Mittag 12 Uhr durch den Staatsminister v. Bötticher mit folgender Rede eröffnet: Geehrte Herren! Seine Majestät der Kaiser haben mich zu beauftragen geruht, Sie bei dem Beginn Ihrer Berathungen willkommen zu heißen. Die bedeutsamste Aufgabe des Reichstags liegt auch für die bevorstehende Session auf dem Gebiete der socialpolstischen Gesetzgebung. Der zu wiederholten Malen feierlich und mit besonderem Nachdruck ausgesprochene Wunsch Seiner Majestät des Kaisers, die wirthschaftltche und sociale Lage der Arbeiter durch organische Gesetze zu Heden und dadurch den Frieden unter den Bevölkerungsklassen zu fördern, hat im deutschen Volke volles Verständniß gefunden. Die Verhandlungen über das tm vergangenen Jahre — Dank Ihrer hingebenden Mitarbeit — zu Stande gekommene Krankenversicherungs- gesitz haben den erfreulichen Beweis geliefert, daß der Reichstag sich mit den verbündeten Regierungen in dem Bewußtsein der Bedeutung und Dringlichkeit der erstrebten socialen Reformen begegnet. Der nächste Schritt aus diesem Gebiete besteht in der endlichen gesetzlichen Regelung der Fürsorge für die durch Betriebsunfälle verunglückten Arbeiter und deren Hinterbliebene. Nachdem auch der im Frühjahr 1882 Ihnen Vorgesetzte Entwurf eines Unfallvelsicherungsgesetzes zum legislatorischen Abschluß nicht gelangt war, ist derselbe unter Berücksichtigung der aus dem bisherigen Entwtckelungs- gange geschöpften Erfahrungen nochmals einer sorgfältigen Prüfung unterzogen worden, dieselbe hat zu dem Plane einer anderweiten Ausgestaltung der in Aussicht genommenen berufsgenossenschaftlichen Organisationen der gewerblichen Unternehmer auf der Grundlage ausgedehnter Selbstverwaltung, sowie einer erweitertin Bethetltgung der Arbeiter behufs Wahrung ihrer Interessen geführt. Die aus diese Grundlagen gestellte neue Vorlage wird Ihnen unverzüglich zugehen. Für die Erledigung derselben hat der Reichstag durch die frühzeitige Berathung des Rerchshaushaltsetats für 1884—85 die erwünschte geschäftliche Freiheit gewonnen. Nach dem Zustandekommen des Unfallversich'rungsgcsetzcs wird es Unsere Ausgabe sein, aus entsprechender organisatorischer Grundlage eine besrirdigende Ordnung der Fürsorge für die durch Alter oder Invalidität erwerbsunfähig werdenden Arbeiter anzustreben. Die Erfüllung dieser Pflicht gegen die arbeitende Bevölkerung soll in dieser die Segnungen der snedltchen Entwickelung des geeinten Vaterlandes zum vollen Bewußtsein bringen, damit den auf den Umsturz göttlicher und menschlicher Ordnung gerichteten Bestrebungen revolutionärer Elemente der Boden entzogen und die Beseitigung der erlassenen Ausnahmemaßregeln angebahnt werde. Die verbündeten Regierungen werden ihrerseits bemüht sein, aus diesem Wege den Erwartungen und Zusagen zu entsprechen, welche die Vorbereitung und den Erlaß des Gesetzes vom 21. Ödober 1878 begleiteten. In der Hoffnung auf Ihre erfolgreiche Mitwirkung an diesem Werke werden die verbündeten Regierungen Ihre Zustimmung zu einer Verlängerung j-r.ts Gesetzes, dessen Geltung mit dem 30 September d. I. adläuft, nachsuchen. Durch das Krankenversicherungsgesetz werden einige Abänderungen des Hülfs- kassengesetzes vom 7. April 1876 bedingt. Es wird Ihnen daher der Entwurf einer entsprechenden Novelle zu diesem Gesetze vorgelegt werden. Die bei der Gründung und Verwaltung von Acttengesellschasten hervorgetretenen Ausschreitungen und die dadurch herbeigeführten Schädigungen des Volkswohlstandes haben das Vertrauen in die bestehende Acttengesetzgebung erschüttert. Nach der in der Sitzung des Reichstags vom 27. März 1873 gegebenen Anregung ist die Erkenntniß von der Nothwendtgkert einer Abänderung des Gifttzes vom 11. Juni 1870 in weiten Kreisen zur Anerkennung gelangt. Der in Folge dessen ausgestellte Gesetzentwurf, welcher Ihrer verfassungsmäß'gen Beschlußfassung unterbreitet werden wird, bezweckt die Abstellung der hervortretenden Mißstände und nimmt zu diesem Ende insbesondere die Verschärfung der Verantwortlichkeit aller bei der Gründung, Leitung und Beaufsichtigung von Acttenunternehmungen betbeiligten Personen, sowie die He7bei- führung einer wirksamen Controle über die Verwaltung der ActiengesellschastenUn Aussicht. Die tm Jahre 1882 dem Reichstage vorgelegten Gefttzentwülfe, welche die Zu- wenbung der durch das Gesetz vom 20. April 1881 den Wsttwen und Waisen der Reichsbeamten gewährten Fürsorge auch an die Hinterbliebenen von Angehörigen des Reichsheeres und der Marine, sowie im Anschlüsse an das m Preußen geltende Penstonsrecht eine Verbesserung des P-nstonswesens für Reichsbeamte und Offiziere in Aussicht nahmen, sind damals zur Verabschiedung nicht gelangt. Die Verhältnisse, welche zu diesen Entwürfen geführt haben, bestehen unverändert fort und wird der Inhalt derselben Ihren Beschlüssen von Neuem unterbreitet werden. Unter dem fortgesetzten Bemühen, den Erzeugnissen unserer Literatur und des heimischen Kunstfleißes auch außerhalb der Grenzen des Reichs in immer weiterem Umfange eine durch Rechtsschutz gesicherte Verbreitung zu gewährleisten, sind mit Belgien zwei Verträge über den gegenseitigen Schutz der Rechte an Werken der Literatur und Kunst, sowie über den gegenseitigen Schutz der gewerblichen Muster und Modelle vereinbart worden. Dieselben werden Ihnen zur verfassungsmäßigen Genehmigung zugestellt werden. Die Beziehungen des Reichs zum Auslande bilden für seine Majestät den Kaiser einen Anlaß hoher Befriedigung, besonders im Rückblick auf alle Befürchtungen und Vorhersagungen, welche nach der Neubildung des deutschen Reiches den friedlichen Charakter seiner Politik in Zweifel gestellt haben. Die Gleichheit der friedliebenden Gesinnung, welche die uns benachbarten und befreundeten Mächte beseelt, begründet zwischen ihnen und uns eine Solidarität, welche die Erhaltung des Friedens nicht nur für Deutschland nach menschlicher Voraussicht als gesichert erscheinen läßt. Die Befestigung der ererbten Freundschaft, welche Deutschland und seine Fürsten mit den benachbarten Kaiserhöfen verbindet und die Aufnahme, welche Seine kaiserliche und königliche Hoheit der Kronprinz in Vertretung Seiner Majestät des Kaisers in Italien und Spanien gefunden hat, beweisen, daß dem Ansehen der deutschen Nation im AuS- lande das Vertrauen der Fürsten und der Völker auf unsere Politik zur Seite steht. Seine Majestät der Kaiser rechnet darauf, Sich dieses Vertrauen und Deutschland den Frieden mit Gottes Hülfe zu erhalten. Telegraphische Depeschen. Wolff'» teltflt. Eorresv0Rdk»z«Guriau. Berlin, 6. März. Die Eröffnung des Reichstages und die Verlesung der Thronrede erfolgte heute durch den Minister v. Bötticher. Hierzu waren im Weihen Saale des König!. Schlaffes etwa 100 Abgeordnete, unv zwar meistens von den conservativen Fraktionen, erschienen; die Hofloge blieb leer, während in der Diplomatenloge der Prinz Prisdang und einige Attaches anwesend waren. Der Bundesrath erschien um 12 Uhr 10 Min., an der Spitze desselben der Minister v. Bötticher, dann der bayerische General Xylander, der Minister Maybach, der sächsische Bevollmächtigte v. Nofliz, der Minister Friedberg, der württembergische Bevollmächtigte u. s. w. Die Thronrede wurde von der Versammlung schweigend angehört. Nachdem der Minister v. Bötticher den Reichstag für eröffnet erklärt hatte, brachte der Präsident v. Levetzow ein dreifaches Hoch auf den Kaiser aus, welches begeistert ausgenommen wurde. Die darauf folgende erste Sitzung des Reichstage« wurde durch den bis- herigen Präsidenten Levetzow eröffnet. An Vorlagen sind eingegangen: die Unfallversicherung der Arbeiter und ein Schreiben des Fürsten Birmarck, durch welches mitgetheilt wird, daß der Abg. Richter (Mühlrädlitz) wegen Majestätsbeleidigung zu 6 Monaten Gefängniß und Verlust der aus öffentlichen Wahlen hervorgegangenen Aemter verurthcilt ist. Die nächste Sitzung, für welche die Präsidentenwahl auf der Tagesordnung steht, ist auf morgen Nachmittag 2 Uhr festgesetzt. — Die „Norbd. Allg. Ztg." erklärt, daß die von den Zeitungen gebracht; Nachricht von dem bevorstehenden Rücktritt des Cultusministers einer jeden Be« gründung entbehre. — Der „Nat.-Ztg." zufolge wird Namens der neuen liberalen Partei der Abg. Hänel als Candidat für die zweite Bicepräsidenten-Stelle des Reichstages aufgestellt. Karlsruhe, 6. März. In der zweiten Kammer erklärte der Staats- Minister Turban auf eine Anfrage des Abg. Lenders, daß die Regierung mit Rücksicht auf die Dringlichkeit und Wichtigkeit der restirenden Arbeiten nicht die Absicht habe, eine Vertagung der badischen Stände wegen der heute eröffneten Reichstagssession eintreten zu laffen. Elberfeld, 6. März. Wie die „Elberf. Ztg." meldet, hat der Weber Karl Bachmann aus Thüringen, welcher im Verdacht stand, eine am 4. September v. Js. in dem hiesigen Restaurant Willemsen stattgehabte Dynamit- Explosion verursacht zu haben, die Verübung dieses Verbrechens gestanden. In Folge dessen wurden jetzt auch ein hiesiger Schriftsetzer und zwei Fabrikarbeiter verhaftet. Paris, 6. Mürz. Die hiesige Polizei ist eifrig bemüht, etwa hier sich aufhaltende Theilnehmer an den neuerlichen Attentaten in London zu entdecken. Rom, 6. März. Die Antwort der französischen Regierung auf die Note des Staatssecretärs Jacobini bezüglich der Propaganda ist gestern im Vatikan überreicht worden. Kairo, 8. März. Ein englisches Bataillon erhielt Befehl, sich bereit zu halten, um nach Ober-Egyvten abzugehen. Konstantinopel, 6. März. Die Pforte hat die Vollmachten für Photiadcs Pascha als Gouverneur von Kreta erneuert. —rn—■—II >HIH »» Jimmiit» I 1—111 i n» —«■um» — m. * — . , »u^rfnuraMl mm im——mmM——— Lokales. Gießen, 7. März. Montag den 10. und Dienstag den 11. l. Mts-, jedesmal Vormittags 9 Uyr beginnend, finden öffentliche Sitzungen des ProvinzialausschusseS der Provinz Oberh'.ssen statt, in welchen zur Verhandlung kommt: Montag den 10. L Mts.: 1. Klage des Ortsarmenverbandes Allmenrod gegen den Ortsarmenverband Rockenberg wegen Unterstützung der Valentin Korell Ehefrau nebst Kindern. 2. Das Bauwesen des Wilhelm Heyer II. in Wölfersheim betr. 3. Recurs deS Samuel Falk dahier gegen einen Polizeibesehl, betr- Aufbewahrung von Lumpen. Dienstag den 11. I. Mts.: 4. Reclamation gegen die Bürgermeisterwahl zu Niedermörlen. 5- „ „ „ >, Wohnbach. 6. Beanstandung der Bürgermeisterwahl zu Volkartshain. 7. Reclamation gegen dre Bürgermeisterwahl zu Steinbach. Gießen, 7. März. In der gestern Nachmittag stattgefundenen geheimen Sitzung der Stadtverordneten-Verfammlung wurde beschlossen, den Gasvertrag der Stadt Gießen mit dem Gaswerk Gießen mit Ablaus der Periode zu kündigen. — In der gestern Abend im Cafs Ebel abgehaltenen Generalversammlung deS Vereins für Geflügel- und Vogelzucht wurde die Auslösung des Vereins einstimmig beschlossen. Das Inventar soll demnächst öffentlich versteigert werden und dürfte für Interessenten hier Gelegenheit geboten sein, billige und gute Käfige rc. zu erwerben. — Ein Einjähriger des hiesigen Regiments, welcher als krank nach der Heimath beurlaubt war, hat sich dort das Leben genommen. Unheilbare Krankheit soll daS Motiv des Selbstmordes gewesen sein. Vermischte-. Marburg, 6. März. Seit gestern früh werden die bedeutenderen Waldungen deS Ebsoorfer Grundes durch 3 Gensdarmen und 50 hierzu aufgebotene dortige Einwohner nach dem des Nordecker Doppelmords dringend vrrdächtigen Schmied Hedderich aus Roßberg abgesucht. Da derselbe völlig mittellos ist, so ist seine Ergreifung unbedingt bevorstehend, wenn er nicht durch Selbstmord sich der irdischen Gerechtigkeit entzieht. Nord eck, 5. März. Gestern waren die Untersuchungsrichter Herr GerichtS- öffeffor Dörjfler und Herr Polizeicommissarius Wohlrabe aus Marburg hier anwesend, um nach dem Thäter des grausigen DoppelmordeS zu recherchiren, während gleichzettrg die gerichtliche Sektion beider Leichen vorgenommen wurde. Die Aufregung tn unserem Dorfe war noch immer eine ungeheure, dte Gemüther konnten sich nicht beruhigen und in allen Straßen, insbesondere aber in der des Thatortes, standen in dichten Schaaren den ganzen Tag über die Einwohner, zu denen sich viele benachbarter Orte hinzugesellt hatten. Mit athemloser Spannung wurde jeder Schritt und jede Handlung der Beamten verfolgt, die mit größter Ruhe und Sicherheit ihres Amtes walteten. Bald verbreitete sich die Nachricht, daß nicht ein beabsichtigter Raub, sondern nur Rache als die Ursache des Mordes angenommen werde. Die Recherchen nahmen nun auch einen andern Charakter an, Einwohner wurden einzeln herangezogen und eingehend befragt und bald flüsterte man sich zu, daß ein bestimmter Verdacht gewonnen worden sei, welches Gerücht Bestätigung fand, als Herr Polizeicommissarius Wohlrabe mit dem Gendarmen nach Roßberg abging. Erst nach eingetretener völliger Dunkelheit kehrte dieser von dort zurück und nun hörte man, daß der frühere Schmied Hedderich zu Roßberg der That dringend verdächtig, aber geflohen sei. Er hatte an einem hochgelegenen Waldrande Holz klein gemacht und war geflüchtet, als er der Beamten ansichttg wurde. Die hereinbrechende Dunkelheit machte seine sofortige Verfolgung unmöglich. Hedderich soll bedeutende Kratzwunden im Gesicht und an seinen Händen haben, die ihm redenfalls von seinem Opfer, das er erwürgt hat, beigebracht worden sind. Hedderich besaß früher ein Gütchen, welches nach und nach in die Hände des S- Wolff übergeaangen war. _____ Kirchliche Anzeigers der Stadt Metzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag, den 9. März (Reminiscere). Vormittags 9'/2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Kinderkirche, Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Montag, den 10. März, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderfchule: Bibelstunde, Apostelgesch. 9, 20—31, Pfarrer Dr. Naumann. Mittwoch, den 12. März, Abends 6 Uhr, 3. PassionswochengotteS- dienst. Pfarrer Dingeldey. Sonntag, den 16. März, Feier des heiligen Abendmahls nebst Beichte im Vormittaasgottesdienst. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 9- bis 15. März besorgt: Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. 2. Fastensonntag. (Reminiscere.) Von 7 Uhr an: Beichte. Um 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl. Commu- nion. */210 Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Fastenandacht. Freitag um 6 Uhr: Fastenandacht. Nächsten Sonntag beginnt die österliche Zeit. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 530 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 6" Uhr. Die S’” L L-x c Gieße'0 2 Eich« M 3,90? Freitag IG *** W Buc 1208 992 56 Große meiden bic nnchi Mde in deren und iWe üjche Rohr bitte, Roiil, Porte Gckl Bemeckt n Bad Nai ww Ale Diejenig! an den Nachlaß Kutschers Mir senbach, Königr bilden haben, solche so gewiß in bet Gerichts Zeichneten Gerte sonst unterstellt auf BestiediWa findlichen Nachlä Gießen, den 2 Großh. Amt Sta Nz-Ve te« IM* und werden: 60 1191 64 324 10 59 i 32 70 Eichen-C Nadel- Rni. Bu II ^9 Eichen-tz 60 " @ic '• Na! Hundert. 18 ^"N TV n Ä* t. eu ®?efrau nebst tyefm bett. oUjctbeft^I, bett. Aus, nbrleti. ich. n. ach. 'denen aehelmenS'hun« asvtttrag »et Stadt kiode z« kündigen, ienetalaersammtung bei die Auslösung bei 4st öffenlltch versteigen sein, billige und gute krank nach ber Heiin-tb bare Krankheit soll bei 1ue«*»M L re)- [tau fiel)- /‘sui»'1"1'’1*"' Dia» *«1: *' i. ®iWJ* AlllStüö * eutenberen Mbwn ’ nfytbolent bodiy W- I ltzrn Stzmieb Hrdbertch H SetTie ErsreWg un- c übsitzm GerechfiM tztzrlSin Herr Geri-!?- : ms Marburg hier an- zu rechrrchtren, während. wurde. Die Auftegung * lütber konnten sich nW ,s ThatodeS, standen in m sich viele benachbarter - jeder Schriit unb j* Sicherheit ihres ämtei .bfichtigterRaub, fonbtn Dte Recherchm nahm nieln heravgezozen M MrV-rbMM« Ncommissarius Wohl» tietener völliger Dunkeb Ä&B fdlGichcn n,rhl.k°^ Beildd^ lcht- Allgemeiner Anzeiger. 1612 1597 1208 992 56 Gabeln. , r . .. ,. < Bemerkt wird, daß sämmtliche Gegenstände noch fast neu stnd. Bad Nauheim, am 5. März 1884. Großherzogliches Ortsgericht Bad Nauheun. Wörner. Mchenralh (Engels Stiftung. Die Zinsen der Engel's Stiftung werden am 24. d. Mts. an 10 arme und würdige Familien aus Gießen vertheilt werden. Die Familien, die sich um diese Stiftung bewerben wollen, mögen sich bis zum 15. d. Mts. bei einem der evangelischen Geistlichen anmelden. " Gießen, den 7. März 1884. Der evangelische Kirchenvorstand. 1609 Dr. Naumann, Pfarrer. I. Haustein. Große Mobiliar-Versteigerung. Mittwoch den 12. und Donnerstag den 13. May l J. von Vormittags 9 Uhr ab, werden die nachstehenden, der Frau Hubenthal dahier gehörigen Gegenstände in deren Wohnung wegzugshalber öffentlich metstbtetend verstetgert. our Versteigerung kommen hauptsächlich: 18 vollständige Betten, 3 Cau eusen mit Sessel und 6 Stühlen, 2 Chaiselongues 2 Secretare und 4 Schreibtische, 6 Kleiderschränke (emthung), 1 Brandkiste, 1 Weißteuaschrank, 4 Spiegelschränke (ein-und zwesthurtg), 10 Nachttische mit Marmorplatttn, 8 Spiegel in Goldrahmen, 24 (Nußbauni) Rolirstühle, 13 Bilder, 2 Ausziehtische von Mahagoniholz, 4 ovale ditto 4 kleinere Tischchen, 1 Parthie Vorhänge nut Gallerre und Nonleaur 2 Uhren, 1 große Parthie Weißzeug, 1 große Parthie Porzellan-, Glas- und Küchengeräth, 1 Anzahl Ehristosfle-Löffel und Hoyversteigerung. Freitag den 21. und Samstag den 22. März, von 9 Uhr Vormittags an, versteigern wir aus den Distrikten: Kuhzeu, Bols, Btauer- kopf, Kaulbersberg, Steimel, Leith rc. I. Bau- und Nutzholz: 2 Eichen mit 4,36 Fstm., 33 Kiefern mit 20,19 Fstm., 3 Buchen mit 3,90 Fstm., 3 Birken mit 2,01 Fstm. II. Brennholz: 734 Rm Buchen-, Birken-, Eichen-, Kiefern- und Aspen-Scheiter. Buchen-, Birken-, Eichen- und Krefern-Knuppel. " Buchen-, Birken- und Nadelholz-Reisig. " Bucken- und Nadelholz-Stöcke. Zusammenkunft Freitags im Distrikte Blauerkopf, Samstags im ^^M^ulbach, am 5. März 1884. Großherzogliche Obersörsterel Maulbach. Koch. GeffmWe Motbenmg. Alle Diejenigen, welche Forderungen an den Nachlaß des dahier verstorbenen Kutschers Michael Bey aus Wiesenbach, Königreich Württemberg, zu bilden haben, werden aufgefordert, solche so gewiß bis zum 1. Aprll l. I. in der Gerichtsschreiberei des unterzeichneten Gerichts anzumelden, als sonst unterstellt wird, sie verzichteten auf Befriedigung aus der dahier befindlichen Nachlaßmasie. Gießen, den 2. März 1884. Großh. Amtsgericht Gießen- Stammler. 1620 Holz - Versteigerung. Donnerstag den 13. und Freitag den 14. d. M., 'jedesmal von Morgens 9 Uhr an, sollen ün hiesigen Gemeindewald, District Wellersloh und Gellacker versteigert werden: 119 Eichen-Stämme mit 19,00 Fstm 60 Nadel- „ „ 22,28 „ 60 Eichen-Stangen „ 4,20 „ 119t Nadel- „ „ 32,— „ 64 Rm. Buchen-Scheitholz 324 „ „ Stammknüppel 36 „ Eichen- „ 10 „ Nadel- 59 Hundert Buchen Wellen-Reisig j 32 „ Nadel 70 Rm. Buchen-Stöcke 18 „ Eichen- und Nadelstöcke. Die Zusammenkunft ist jedesinal im District Wellerslohe am Teufelsweg. Groß-Buseck, am 6. März 1884. Großh. Bürgermeisterei Groß-Buseck. Stephan. 1614 Holzversteigerung. Freitag den 14. Mär; sollen in dem Langsdorfer Gemeindewald nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: 160 Eichen-Stämme, cnth. 35 Fstm. 5 Buchen- „ „ 6,50 „ 1 Lindenstamm, „ 0,51 „ 80 Kiefern-Stämme „ 20 „ 300 Fichten-Stämme von 14—45 Ctm- Durchm. und 6—19 Meter Länge, enth. 127 Fstm. 137 Eichen-Stangen, enth. 7,73 Fstm. 717 Fichten- „ „ 35,— „ Der Ansang ist Morgens 9 Uhr am Nonnenrötherweg. Langsdorf, den 6. März 1884. Großh. Bürgermeisterei Langsdorf. Köhler. 1613 Holz-Versteigerung. Donnerstag den 13. d. M., von Vormittags 9 Uhr an, soll im Anneröder Gemeindewald, in den Districten Köpfel und Baracken, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 126 Rm. Nadel-Knüppel, 32 „ „ Stock, 50 Wellen Buchen-Reisholz, 2050 „ Eichen - Reisholz, erste Durchforstung, 4850 „ Nadel - Reisholz, erste Durchforstung, 6 Nadelftämme mit 1,22 Festm. Die Zusammenkunft ist auf der Grünberger Straße am Pfarrweg. Annerod, am 6. März 1884. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Engelhardt. 1594 gifeiiMio. Mit dem 15. d. Mts. treten directe Tarifsätze für Holz des Spezialtarifs 11. in Wagenladungen ä 10000 Kg. zwischen Groß-Buseck, Grünberg, Mücke, Lauterbach, Salzschlirf, Nidda, Stockheim und Büdingen einer- und den badischen Stationen Neulußheim, St. Ilgen, Wiesloch und Hockenheim andererseits in Kraft, worüber die genannten Stationen Auskunft ertheilen. 1599 Gießen, den 5. März 1884. Grostherzogliche Direction. Holz - Versteigerung. Dienstag den 11. März l. I., Vormittags 9 Uhr anfangeud, sollen im Gemeindewald zu Frankenbach, Districte Eichenhard, Heiligen- wald und Steinen, nachstehende Holzsortimente versteigert werden: 33 Rm. Eichen-Schtzitholz, 24 „ „ Knüppelholz, 725 Stück Eichen-Wellen, 34 Rm. Vuchen-Scheilholz, 54 „ „ Knüppel, 1813 „ „ Reiser-Wellen, 20 „ „ Stockholz, 40 „ Kiefern-Reisholz, 490 „ Fichten-Durchfocstungsholz, zu Spalier- und Bohnenstangen geeignet. Der Anfang beginnnt um die bezeichnete Stunde im District Eichenhard. Frankenbach, am 6. März 1884. Der Bürgermeister. Oehler.1596 Holz -Versteigerung in der Königlichen Oberförsterei Strupbach (Förster Kleinwächter zu Forsthaus Haina). Montag den 17. März 1884 sollen in den Districten Nr. 9 Kdpfel- hecke, Nr. 14b Rotebergskopf, Nr. 17 b Rotebergsmand, Nr. 26 Kleiner Bleidenberg, Nr. 35 Hint. Eulenkopf und Nr. 47 Strupbach, sowie an Totalitätshölzern öffentlich versteigert werden: 7 Eichenstämme mit 4,17 Im, 12 Nadelholzstämme mit 1,82 km, 9 Nadelholzstangen I. u. HI, El., 11 rm Eichen-Scheite, 6 „ „ Knüppel, 210 „ „ Reiser HI. El., 8 „ „ Stöcke, 29 „ Buchen-Scheite, 11 .....f 250 „ 200 „ 3000 „ „ Reiser in. W-, 232 Stück Buchen-Wellen HI. El., 187 rm Buchen-Stöcke, 1 „ Nadelholz-Knüppel und 20 ,, Reiser M. Cl Zusammenkunft: Vorm. V2IO Ugr im Holzschlage, District Nr. 17 b, Rote- bergswand, bei der Obermühle. Forsthaus Strupbach, d. 5. März 1884. Der Königliche Oberförster: „ Reiser I. El. (sog. Reiserknüppel), „ Reiser 11. El-, Baumann. 1595 Weber II. 94 Meter am Schießhaus, Samstag den 19. April, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Immobilien des Bremser Johannes Flur XXXIV/581a6/10 231 XXXIT/5953/io 336 Meter Hofraithe, Garten daselbst, „ XXXX/256 838 Meter Acker am Gartfeld in der Schwarzlach links, „ XXXX/256 a 183 Meter Acker dap meistbietend versteigert werden- Gießen, den 7. März 1884. , Großherzogliches Ortsgerrcht. 1616 Müller. Tüchtige Dreher finden dauernde Beschäftigung auf der 1544 Minervahütte in Haiger. Holz-Versteigerung. Montag den 10. März I. I., von Vormittags 10 Uhr an, soll im Rüddingshäuser Gemeindewald, District Schneid, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau- und Wcrkholz. 18 Eichenstämme, zu Wagnerholz brauchbar, 95 Fichtenstümme, bis 18 Mir. Länge, 40,7 Festm., 17 Fichten-Derbstangen, 1,61 Festm-, B. Brennholz. 50 Rm. Eichen-Knüppel, 118 „ Kiefern- „ 52 „ Eichen-Reisig, 134 „ Kiefern-Reisig, 19 „ „ Stöcke. Die Zusammenkunft ist im District Schneid in der Nähe der Kreisstraße nach Weitershain. Rüddingshausen, am 29. Febr. 1884, Gr. Bürgermeisterei Rüddingshausen. _____________Loth.________1473 Mittwoch den 12. d. Ms., Vormittags 11 Ubr, sollen die dem Joh. Blitz gehörenden Immobilien: „ , Flur 1/628 125 Mir. Hofraithe auf dem Neuenweg, „ V,8 850 Mtr. Acker an der Lahn u. am Wismarer Weg, „ v/72 1225 Mtr. Acker am Wismarer Weg, bei der Croßbrücke, „ V/73 1275 Mtr. Acker daselbst, „ 111/92 1725 Mtr- Acker am Krof- dorfer Weg, „ XXII 182 975 Mtr. Acker auf den 20 Morgen, „ XXV/2OlVio 12l8 Mtr- Acker in den Rodtgartcn, auf der Rodtfiohl, „ XXV/2O4‘/to 888 Mtr. Acker daselbst, „ XXV1/269, 270 u. 271- 944 Mtr. Acker am untersten Riegelp ad, „ XVII1/1105 19 Mtr. Graogarten zwischen dem Wetzlarer Pfad , , und der Safin, 1 „ XV111/111 888 Mtr Acker daselbst ’ auf hiesigem Ortsgericht freiwillig versteigert werden. Gießen, den 6. März 1881. Grobherzogliches Ortsgericht. 1602 Sü-eking. Dienstag, 11. März 1884 Vormittags von 9 Uhr an sollen in der Behausung der Jost Vogel II. Eheleute Erben dahier 1 Wagen mit Zubehör, Pflüge, Egge, Kartoffeln, Dickwurzel, Heu, Stroh und sonstige Geräthe versteigert werden. Alten-Buseck, am 4. Mär; 1884. Großh. Ortsgericht Alten-Buseck. Wagenbach. 1618 JeilgeöoLenes. Der Fruchthändler L. Rein zu Bellnhausen bei Fronhausen will seine in Bellnhausen stehende 1593 Scheuer, 17 m lang, 7,5 m tief, aus Eichenholz, auf Abbruch unter günstigen Zahlungsbedingungen verkaufen. Zur kosmetischen und hygieinifchen Pflege von Mund und Zähnen zur angenehmsten Reinigung, Beseitigung von Mund- und Tabakgeruch, Zahmvein- stein, Zahnschmerzen, zur Sistiruny der Zahnfäule (Caries) und um den Zähnen blendende Weiße zu verleihen, ist unübertroffen die auf der Bayrischen Landes- Ausstellung 1882 prämiirte Aromatische Zahnpasta aus der Kgl. Bayr. Hof-Parfümeriefabrik zu Nürnberg. Allein-Verkauf ä 50 bei Heinrich Wallach, 1605_______________Gießen.____________ Zur Anfuhr von 300,000 Stück Ruffen- steinen werden Fuhrleute gesucht von S. HMtsenstein^ 1598 Holzhandlung. Fran Margarethe Huhn 1611 Die trauernde Familie Statt besonderer Anzeige Anna Auguste 1617 1603 Seine Freunde allen dass Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, heute Nacht 11V4 Uhr unser innigst geliebtes Töchterchen Wilh, Roser, Anna Roser, geb. Haggenmüller 1621 Em neues Handwägelchen zu verkaufen. Louis Faber, Wagner, Schloßg. entschlafen. Tiefbetrübt bitten wir alle Freunde um stille Theilnahme verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten die tieftrauernden Eltern vierzehntägigem schweren Leiden, im Alter von 2 V2 Jahren sanft Darmstädter PferdemarKt-xoose Ziehung: 23. April 1884. Gewinne i W. v. 24,000 Mk. Loose ä 2 Mk. versendet die General-Agentur L. F. Ohnacker, Darmstadt und alle Looseverkäufer. 1607 Unserem lieben Freunde ♦ Joh. Theobald ? ♦ 311 seinem heutigen Wiegenfeste 2 ein dreifach donnerndes Hoch! daß X die ganze Brandgasse wackelt. x 1610 Der dritte Stock meines Vorderhauses ist pr. 1. Juli an eine ruhige Familie zu vermiethen. _________Joh. Fischer, Alicenstr. 19. 1615 Möblirte Zimmer verniiethet ___ C. Steinhäuser, Weidengasse. 1619 Möblirtes Zimmer zu vermiethen. A. Witter, Ludmigsstraße 5, part. lU. Freiwillige Gailsche Feuerwehr. Samstag den S. Mars <1. «J.9 Abends 8 Uhr: OrdentL General-V er Sammlung aus Lony's Bierkeller. 1373 Tagesordnung: 1) Bericht des Hauptmanns. 2) Rechnungsablage. 3) Vorstandswahl. 4) Corps-Angelegenheiten. Anträge hierzu sind schriftlich 8 Tage vorher beim Vorstand einzureichen. Die Mitglieder erscheinen in Uniform. Der Vorstand. . 1606 Eine kleine freundliche Wohnung von 2 ruhigen Leuten zu miethen gesucht. Offerten mit Preisangabe unter Nr. 1420 i. d. Exp. d- Bl. einzureichen. 1601 Ein Lehrling kann unter günstigen Bedingungen eintreten bei Schreinermeister Chr. PH. Euler- Ludwigsstr. 14. 1608 Frau Christ und Kinder Danksagung. Allen Denen, welche unseren innigst geliebten Gatten und Vater Balthasex Christ zur letzten Ruhestätte geleiteten, sagen wir hiermit besteü Dank. 1600 Ein braves Mädchen wird per 25. März zu miethen gesucht. Westanlage 23. 1604 Ein Medaillon verloren. Man. bittet um Zurückgabe an die Expedition ds. Blattes. Redaction : A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brüh loschen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) irr Gießen- Die heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage. uit= L‘nb ' Wei KA ^Stete Är Pr Bit der Er° -.„ihren ^epudt enM° «« HM Wern, L nie Zeit fori* S Ä Wto ® j td Weilern u m bielrt W uni, die N-v-ö j» in racher SBoJ« । aEit seines Setfair nr Aiuidesrath im ; ümmt, mit pschasten nnWr i®ii)iige Frage, du aidt der Berlängem ibir «rag PrW in 1886 gegangen ml jein, ob der I ßg stehen hier die iiiung desselben nicht ' In Berlin ist (jJejennmrt des flror Die Gerüchte i CullMimsters v. H fiiijrt man bieie A- ziimg ernstlich die S Wcht genommen hc Sen Fürst Bismarck letzierm drn Enis m o. Gofter nenn Wmeißer; ootläuf Der sächsische hasse» werden. Die internal - b hebt wieder eil i?i. Die fluchwnrd ans den 2oni a, die lärmenden 21 b ans den Zusamni Malhnms hin. In "io die reoulutioniire' W und Berhasrv.i Aen hariplstüdl. M Beschlag be!M 111111 ?erh°ste!en H tan in ÄM und W mehrere Berh Der englische tmui^teiten der R • Mit, ist durch de 3" S°&ni6 y 1611 Satten uitb *r st, iesteii Kinder- Beilage ;u Nr. 58 des „kießeiler Anffigev'. M Ä- igp Q * * o * *** Wße Auswahl in ächten Pariser Gorsetts 1410 Ph. Ellimger, Selteraiveg 71. Weinmirthschast. Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich neben meinem Spezereigeschäst eine Weinstube ßolimtnben, 2. März. Wir der „Köln- Ztg" gemeldet wird- ist nach einem taute sPaifctnittaa von Altona hierher gelangten Telegramm daselbst heute einer der beiden Kassenräuber, welche den Stadtkämmerer Huchthausen hier kürzlich beraubt haben, erariffen Der Verhaftete. ein Holsteiner, ist ber SchiffSkonditor Forster. Don dem geraubten Gelde sind 800 X, außerdem eine Anzahl Uhren, bei ihm lwrgEfunden. Er ist deS hier begangenen Raubes geständig. Sein Genosse, der Dacker Hucht- hausen, soll über Rotterdam auf dem Dampfer „Amsterdam" nach Rewyork ent- WtC6m«mau, 3. März. Ein entsetzlicher Doppelmord ist in der Nacht zum Sonntag in oem Dörfchen Walndorf am Fuße des ©Ottmar verübt worden. Der Schneider Se:frrt daselbst war mit seiner Frau zu einem Gesellschastsvergnügen gegangen und batte die Obhut über seine beiden kleinen Kinder dem bei ihm wohnenden, seit längerer 8eit arbeitslosen Bruder seiner Frau, dem Handarbeiter Wilhelm übertragen. Während der Nacht ergreift Wilhelm eine Axt und erschlagt die schlafenden Kinder seiner Schwester, intrfimmtrt er tn blinder Wuth die Möbel, den Stubevofen, die Fenster u. f. w. Ai? der Hau^wirth, durch den Lärm geweckt, herbeieilt, ergreift der Mörder die Flucht und wendet sich nach Löbau, woselbst er sich kurze Zeit bet Verwandten aushielt, aber nichts von seiner entsetzlichen Thai erzählte. Den Sonntag über ist der Mörder dann in der Gegrnd von Löbau umhergeirrt, bis er heute Morgen in Ebersdorf ergriffen mürbe Seine Blutthat hat er bereits eingestanden. , A m Liverpool, 3. März. Im Kirkdale-Gefängniß wurden heute Morgen zwei Schw-st-rn, Katharina Flannagan und Margarethe Higgins, welche füngst wegen ver- schiederer Giftmorde zum Tode veruiiheilt word-n, durch den Strang hmgerichtet. Unter den Ovlern der beiden G-ftmischerinmn befand sich auch der Gälte der Higgins. Beide Frauen legten wenige Tage vor ihrer Hinrichtung ein reumüthiges Geiiändn tz ab durch iselches, wie es Seifet, andere Personen stark compromiitirt weiden. ' Paris, 3. März. In vergangener Nacht wurde die Kirche in JoMville-le-Pont (Dorf im Seine-Depart-ment) beraubt und dann von dm Frevlern in Brand gesteckt. D'e Kirche ist zum Theil abgebrannt. Gegenstände von Werth wurden nicht gefunden da der Pfarrer dieselben jeden Abend in seine Wohnung brachte. In derselben Nachi haben Diebe das Postbureau in Nogent ausgeraubt. , . . , y — Der Graf Henckel von Donnersmarck, welcher, wie bekannt, unlängst seine Frau verlor soll nach einer Nachricht des „Gaulots^ in seiner tiefen Wsttwertrauer, welcher einen solchen Ausdruck zu geben allerdings nur w^dem ietntaen gestattet ist, beschlossen haben, das Hotel in der Avenue des Champs-Elysees, w-lcheS seine Frau hatte erbauen lassen und so lange bewohnte, niederreißen >u taflen. Das gestimmte Material desselben soll nach Berlin transportirt und dort das Hotel genau wieder so ausgebaut werden, wie es tn Parts war. Das H"Eel tstberanrstltch M s-Mer baulichen Ausführung, wie innerlichen Etnrichtung em wab«s Metsterwerk. 9ia«binaS bedürfen die Millbe langen des „Gaulots" öfters der Bestät.gung. 3. -m,- wurden während der CarnevalStare verzehrt: 362 Kg. Filet, 242Kg. Nvmtv t, lOKi/, »0. Klllbsteisch, 441/» Kg. Hammelfleisch, 15 Kg. Kaldsmtlch, daS Don 24 Kalbsköpfen, 8 Ochsenzungen, 80 Poularden, 15 Enten, 8 Truten tn ^l^30Hühmr, 50 Kg. Hummer, e/8 Faß Austern, 40 Kg Seezungen, 6 Kabltau, 3 Salme »nd eine arößere fiahl Schellfische. Wenn man an das Sprichwort sich erinnert, daß der Fisch auch schwimmen und der Ochs sausen w ll so mag man sich einen^Begriff da«°n machen, wie viel Wein neben und nach diesen großen Mengen von vpeffen die durstigen K h der Wüste haben mit verzweifelter Tapferkeit gekämpft und den Rothröcken stark zu schaffen gemacht, wofür die nicht unerheblichen Verluste der Engländer zeugen. Was aber nun werden soll, darüber scheint man sich im englischen Ministerium burchaibs noch nicht klar zu sein und die widersprechenden Gerüchte über tue bem General Graham zugegangenen Instructionen vermehren nur die Ungewißheit der Situation. Einmal heißt es, er sei beordert, mit seinen gruppen nach Kairo rurückzukehren, dann wieder, er sei nach Trinkitat zurückbeorderE nach einer dritten Version sei er beauftragt, Tokar zu halten und so bringt leder Dag neue Gerüchte. Wahrscheinlich ist, daß die englische Regierung, bevor sie neue Schritte thut die Wirkung des Sieges von El Teb auf die Bewohner des West-Sudans abwärten will, wo General Gordon mit feiner Mission in eine ziemlich becenk- “* MW «ch di. -»--m-m- Ausmerkfamk.it mit der noch immer ihrer Lösung harrenden Krisis im Schooße des Cabmets be Prelis. Bekanntlich hat der Unterrichtsminister Baeeelli feine Demission einaereidjt, da die Deputirtenkammer den Gesetzentwurf über die Reform des höheren Unterrichtswesens nur mit geringer Majorität und mit zahlreichen Modificationen acceptirte. Herr de Pretis Hai aber tue Demission ^wes Colle- asn einstweilen zurückgewiesen und das Cabmet für solwarisch nut Baeeelli erklärt. Es heißt nun, daß de Pretis in diesen Tagen ein Vertrauensvotum von der Kammer verlangen werde. . r Die neuesten, aus Egypten vorliegenoen Depeschen melden , daß General Graham die Garnison und die Einwohner von ^okar,, sowie alle Verwundeten nach Trinkitat geschickt habe. In den arabischen^ DörfernJu 4 « Tokar seien zwei verlassene Kanonen, viel Munuion und 1000 Gewehre gesun den worden. Die Ausständischen hätten sich in's Gebirge zurückgezogen; General Graham befinde sich ebenfalls auf dem Rückmärsche von Dakar nach ^nnEitat. Die Erregung m den chinesischen Küstenstädten gegen die Fremden scheint noch immer nicht geschwunden zu sein, ^n Shanghai kam c i zu einem Zusammenstoß zwischen Europäern und chinesischen Soldaten, wobei zwei der ersteren mit Bajonetten verwundet wurden. Wer den Streit provocirl hat, wird in der betr. Depesche nicht gesagt. ____ I v ’ ...___________----n, II nun----------' M Empfang her neuen FrÜhjahrSUMhänge it». evgelenfl an 1423 Meuerfeoff & Goslar, Marktstraße 4. errichtet habe. Für einen guten Schoppen ist bestens gesorgt. Hochachtungsvoll €« Roth, MallLhorKraße 5. Messen werden. , < Die internationale revolutionär - socialistische Pr opa ända hebt wieder einmal an verschiedenen Punkten Europas gleicyzeitig ihr Wt. Die fluchwürdigen jüngsten Experimente ber genier mit ben Hollen- i’iinen aus ben Londoner Bahnhöfen, die anarchistischen Ausschreitungen in ien, die lärmenden Anarchisten-Versammlungen in Paris und der Schweiz ism auf den Zusammenhang und die weite Verbreitung des modernen Ver- ivörerthums Hw. In neuester Zeit wird besonders der österreichische Staat t in die revolutionären Zuckungen hineingezogen, es beweisen dies die fungsten laänqe und Verhaftungen in Wien und Pesth und neuerdings auch m der Uischen Hauptstadt. Es wurden hier bei verschiedenen Arbeitern -Schrist- !ck mit Beschlag belegt, aus denen hervorgeht, daß die Agramer Socialisien . beni verhafteten Redacteur Prager in Pesth und mit den socialistischen kmen in Luzern und Zürich in enger Fühlung stehen. Zn r^olge de.jen stn Agram mehrere Verhaftungen vorgenommen worden. Das englische Prestige in Egypten, welches durch das siegreiche -,rivärtsschreiten der Rebellen im Sudan bedenklich in's Hintertreffen zu kom- Iti drohte, ist durch den englischen Sieg bei El Teb wieder „gerettet worben. i England herrscht beim auch großer Jubel über diese neueste britische Toaffen- t und die Londoner Blätter feiern den Erfolg General Grahams m noch eychwenglicherer Weise, als s. Z. ben berühmten „Sieg' Wolsetey s dei Dlc ...... 11 ec Kebir. Nun, diesmal haben sie nicht so unrecht; die aufständischen Sohne ! htnabg-flossen fern muß. Dolitifche Ueberficht. Gießen, 7. ,März. sim Schooße bet kaiserlichen Familie hat sich dieser Tage em «Mswerthes Ereianiß abgespielt, bie Rückkehr der Frau Prinzessin Friedrich Illach Berlin. Es war eine offenkundige Thatsache, daß zwischen dem M-n Friedrich Karl und seiner erlauchten Gemahl,n seit gangerer Zett Ionien bestanden, die eine öftere Trennung der beiden Gatten,-ur H-olge «en; während der letzten Monate weilte die Prinzessin an ihrem deunathllchen M m Dessau. In Folge neuerlicher Verhandlungen zwischen den beiderseitigen Duiächtigten, hauptsächlich aber wohl in Folge bestimmter Wunsche Setten^ i areiseu Oberhauptes ber kaiserlichen Familie hat eine vollständige Aus- 2 stattgefunden und ist die fürstliche Frau am Montag an die Sette -« Gemahls nach Berlin zurückgekehrt Die Begrüßung r^Wilbeln- Mn auf dem Vahnhose war eine äußerst herzliche, wobei auch Pun-' Wilhelm ! mehrere andere Mitglieder des Königshauses anwesend waren. Am I -rtitaa stattete die Prinzessin den kaiserlichen Majestäten einen Besuch ab. ' “’it “r ffiröfSna R-ichSl-,-- sLn ihren Ööbevunkt erreicht und da neben dem obersten Parlamente anch y fteußische "Abgeordnetenhaus und die, Landtage verschiedener ^^"Astaaten, ! die von Bayern, Sachsen, Hessen, sowie einiger kleinerer Staaten noch mime fielt forttanen werden, so wird es an Abwechslung in der u^uern ■iitif rät fehlen. 9 Selbstverständlich werden die Verhandlungen des Reichstes bei Weitem das meiste Interesse in Anspruch nehmen, umsomehr, als Ade in dieser seiner letzten Session der gegenwärtigen Legislaturperiode I'kdeutungsvolle Vorlagen zur Berathung gelangen Das Unsabversichsrungs- und die Novelle zum Actiengesetz, welche Gesetzentwurse der^Bunoesrath hin voriger Woche angenommen hat werden den Reichstag gleich in der len fielt seines Beisammenseins beschäftigen. (Dem Un^allversicherungSgesetz ! dcr Bundesrath im Großen und Ganzen dem Regieriings.Entwurse gemäß -iiinmt, mit Hinzufügung des Ausschuß-Antrages, daß besondere Berufs- 'chnschaften auch für einzelne Theile des Reiches ^lassem werden sollen), j ie wichtige Frage, die den Reichstag ebenfalls demnächst beschäftigen roin, ist tjenige der Verlängerung des Socialistengesetzes. Dem Vundesrathe ist nun- dl d-r Antrag Preußens auf Verlängerung des Gesetzes bis zum 30. Sep- iber 1886 zugegangen und von einer kurzen Begründung begleitet; man darf bannt sein, ob Der Reichstag auch diesmal demselben zustimmen wird; allzu M stehen hier bie Actien für die Annahme des Gesetzes, nsp. der Ver- ^Jn Berlin ist am Montag das preußische Laudes-Oeconomie-Colleg Gegenwart des Kronprinzen eröffnet worden. Die Gerüchte von der bevorstehenden Demission der preußl- -n Cultusministers v. Goßler treten mit wachsender Bestimmtheit auf. E>ner- fö führt man diese Absicht des Ministers auf den Umstand zuruck, da» die Vierung ernstlich die Begnadigung des früheren Kölner Erzbischofs Melchers 2lu»sicht genommen habe, andererseits heißt es, die Meinungsverschi denheiten ischm Fürst Bismarck und Herrn v. Goßler über das Schuldotatwn^gesttz len letzterem den Entschluß nahegelegt, zu demissioniren. Als Nachfolger ves rni ö. Goßler nennt man bereits den Obervrasidenten von Weftfalen, Hegemeister; vorläufig sind indessen alle diese Gerüchte noch unverbürgt. s Der sächsische Landtag soll dem Vernehmen nacy am 20. Marz Darmstädter Pserdemarkt-Foose ä 2 Mk. (Jiehung den 23. April) zu haben in ber Expedition des „Gießener Anzeiger- 8 Schulstraße 7. Feinste Bandnudeln und türkische Zwelschen empfiehlt Robert Stuhl, 1203 23 Neustadt 23. J. AncteFs MM - d M ■ 1’^:1 neu entdeektes flberseeisches Pulver lödtet । Wanzen, Flöhe, Schwaben, I Schaaben, Russen, Fliegen, | ! 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