1884 Freitag den 8. Februar -rr. 83. ichcncr Anzeiger Amts- und Anzeigkblatt für den Kreis Gießen. ZU i etc. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags Bureau r Schulstraße 7. DchastS'VereinZ )s zur Erhaltung ler, l'Eejchäst, PreiS vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit Bringeriohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. en\3l,fr^nnini6 n berenten im ,0” •»« Stiboif 73 Politische Ueberficht. Gießen. 7. Februar. Dar preußische Abgeordnetenhaus setzte am Montag die Be- rathuna des Cultusetatü mit der weiteren Debatte über das Kapitel „Unwersi- täten" fort. Eine Menge von Specialwünjchen für die einzelnen Universitäten wurden hierbei laut, obgleich int Etat gegen das Vorjahr fd)on zahlreiche Mehrforderungen angesetzt sind. Eine philosophisch - akademisch angehauchte längere Debatte entspann sich über den Zuschuß für dte philosophische Fakultät der Akademie in Münster und wurden die dortigen Philosophie vortragenden Professoren wegen ihrer angeblich unchristlichen Lehren, namentlich aber Pro- fessor Spieker von den Herren v. Schorlerner-Alst und Dr. Wmdthorst scharf miaeariffen, während die Abgg. Dr. Virchow und Euneccerus die Lehrthätigkeit der detr Doce, ten vertheidigten. Der Zuschuß für Munster wurde schließlich genehmigt, ebenso der Rest des Budgets für die Universitäten, worauf das Haus einen Vertagungsantrag annahm. Präsident v. Köller gab nun eine Uebersicht von den noch zu erledigenden Etatstheilen und schlug unter Hinweis auf den Anfangs März erfolgenden Zusammentritt des Reichstages Abend-Sitzungen vor, da sonst das Haus mit seinen Geschäften nicht fertig werden könne; doch sand der Vorschlag des Präsidenten einstweilen noch nicht die Zustimmung des Unsere innere politische Lage bietet augenblicklich keinen sonderlichen Anlaß zu eingehenden Erörterungen dar. Der Reichskanzler weilt noch immer in Friedrichsruhe und scheint keine Neigung zu verspüren, die Behaglichkeit feines lauenburgifchen Tusculums mit dem Aufenthalte in Berlin zu vertauschen. Jedenfalls wird man ihn noch schwerlich in den Räumen des preußischen Abgeordnetenhauses zu sehen bekommen, falls nicht die dritte Berathung der Steuervorlagen den Fürsten Bismarck veranlassen sollte, sich an den Debatten über diesen Gegenstand zu betheiligen, denn das Zustandekommen des neuen Steuer- aefctzeS ist durchaus noch nicht gesichert. Wohl erst die neue Neichstagssession wird unfern leitenden Staatsmann nach Berlin zurückführen und dann roirb allerdings unter Hinblick auf die wichtigen Ausgaben, welche den Reichstag in dieser feiner letzten Session vor den Neuwahlen erwarten, wieder eine bewegtere Zeit für unsere innere Politik anbrechen. Die Ausnahme-Maßregeln für Wien und Umgegend beschäftigen noch immer die öffentliche Meinung in Oesterreich, den jüngsten Sitzungen des Budgetauüschusies des österreichischen Abgeordnetenhauses kamen die betreffenden ministeriellen Verfügungen ebenfalls zur Sprache. Dieselben werden dem Auüschuffe zur weiteren Berathung überwiesen werden und erklärte hierbei der Ministerpräsident Graf Taaffe, er werde dann einen detaillirten Rechenschaftsbericht vorlegen. Auch die Sicherheitszustände von Wien wurden am Samstag im Budgetausschuffe erörtert und stimmte derselbe einer Resolution des Abg. Sturm zu, welche eine Vermehrung der Sicherheitswache in Wien vorschlägt. Im Plenum des Abgeordnetenhauses sand die Besprechung der Ausnahme-Verfügungen in der Dienstags-Sitzung statt. _ . In Frankreich schwebt wieder einmal eine Ministerkrisis in der Lust und zu den hierüber circulirenden Gerüchten hat offenbar die doppelte parlamentarische Niederlage des Ministeriums Ferry am Samstag den Anlaß gegeben. Am genannten Tage lehnte der Senat die von der Regierung vorgeschlagene Vereinigung der Gewerbe-Syndikate trotz zweimaliger Vertheidigung durch den Minister des Innern, Waldeck-Rousseau, ab und in der Deputirtenkammer wurde am Schluß der Debatte über die wirthschaftliche Krisis der Antrag des radikalen Deputirten Clemenceau auf Einsetzung einer Enquete-Commission trotz des Widerspruches des Ministerpräsidenten Ferry angenommen. Die g^ammte monarchistische und radikale Preffe nimmt nun aus diesen unleugbaren Schlappen der Regierung Anlaß, die Demission des gegenwärtigen Cabinets ZU fordern, doch wird Herr Ferry feinen Gegnern schwerlich freiwillig diesen Gefallen tf)un. Der der Regierung nahestehende ^TempS" schreibt denn auch, daß die Voten des Senats und der Deputirtenkammer durchaus nicht die Demission des Cabi* neu herbeiführen würden; es ist auch kaum anzunehmen, daß die große Masorität der französischen Bevölkerung schon wieder einen Ministerwechsel wünschen wurde. AuchinEnglandhat jetzt — und zwar am Dienstag - die parla- mentarische Action wieder ihren Anfang genommen. Dieselbe ist schon wochenlang durch ellenlange Reden der Minister wie der liberalen und conservativen Parlaments-Mitglieder vorbereitet worden, in denen von conservativer Seite dem Cabinet Gladstone ein frischer, fröhlicher Krieg erklärt wurde. In den Fragen der inneren Politik werden es besonders diejenigen der Wahlreform und der Reform der Londoner Verwaltung sein, in denen die Conservativen gegen das Ministerium zu Felde ziehen wollen und in den auswärtigen Angelegenheiten giebt die rätselhafte egyptische Politik des Hrn. Gladstone der Opposition eine vortreffliche Gelegenheit zu einem Angriffe. Die begonnene Woche wird voraussichtlich ganz durch die Berathung der in Beantwortung der Thronrede zu erlassenden Adreffe in Anspruch genommen werden. Von den Conservativen ist bereits ein Amendement über die egyptische Frage angekündigt worden, welches gleichfalls noch in dieser Woche zur Berathung und Abstimmung gelangen soll. Die Regierung will vom Parlamente 2 Mill. Lstrl. verlangen, um die Häsen in England und den Colonien zu befestigen. Bemerkenswerth erscheinen die Erklärungen, welche der Leiter Der auswärtigen Angelegenheiten Italiens, Herr Mancini, in der Samstags- Sitzung der Deputirtenkammer über di: Beziehungen Italiens zu Oesterreich Anzeige- I -B t, als Salon-, J und Kaffen: unter Garantie. ßhaar und Deutschland abgegeben hat, zumal die Zeitungs-Polemik über das Verhaltniß Italiens zu der deutsch-österreichischen Allianz kaum erst verstummt ist. Den Anlaß zu der Rede des Ministers gab die Interpellation des Deputirten Bernini über die Fischereifrage im Adriatischen Meere und über die Ermordung eines italienischen UnterthanS, des Fischers Padovani, auf österreichischem Gebiete. Mancini hob die entgegenkommende Haltung der österreichischen Regierung in beiden Angelegenheiten hervor und meinte sodann, er glaube im Sinne der großen Mehrheit der Italiener zu sprechen, wenn er auch vom Standpunke der italienischen Jntereffen aus die aufrichtige Freundschaft würdige, welche Italien mit den beiden Kaifermächten verbinde. In Bezug auf die Ermordung Pado- vani's ließ der Minister ebenfalls den Wunsch der italienischen Regierung nach rascher und gütlicher Beilegung dieser Affaire durchschimmern, was freilich den Irredentisten nicht in den Kram paßt, welche aus dem Vorfall Kapital für ihre Zwecke schlagen wollen.________________________ Deutschland. —I. Darmstadt, 6. Februar, [ßroclte Kammer der Landstände.j Heute Morgen wurde zuerst eine Interpellation deS Abg Lautz in Betr.ff der ZuschlagS- billetS bei Ueberstetgen aus gewöhnlichen Zügen der Matn-Neckar-Bahn in die^corre- spondtrenden Schnellzüge verkündigt, welche solchen Zustand als unter vielen Umstände» gefahrbringend bezeichnet und die Regierung ersucht, der Sache näher zu treten. Die Recommuntcatton erster Kammer bezüglich der Erbauung einer Gentzdarmeriekaserne in Darmstadt wurde sodann noch kurzer Berathung im Sinne erster Kammer erledigt, d. h. der Regierung 50,000 JL zu diesem Behufe zur Verfügung gestellt. Ebenso wurden nach unbedeutender Diskussion die Beiträge der Gemeinden zu den Realschulen des Landes dem Ausschußantrag gemäß so geregelt, daß Bingen 9000 JL Alzey und Friedberg 8600 Groß-Umstadt und Oppenheim 7500 A. Alsfeld 6000 JL und Michelstadt 4300 zu bezahlen haben und der Erhöhung deS jährlichen Staatszuschusses zu den Kosten der Realschulen um 7165 JL für die Jahre 1883/84 und 1884/85 die Zustimmung ertheilt. Bezüglich der Recommunication erster Kammer betr. deS Antrag« der Abgg. Frank und Genossen ans Vorlage eines die Aufhebung der Art. 16, 17 und 23 deS so- Schulgesetzes (der obligatorischen Fortbildungsschule) g^cht- m Gesetzen wurfS erhob sich eine lebhafte Debatte. Die Abgg. Pennrich, Wasserburg und Wolz suchen an der Hand von Beispielen die obligatorischen Fortbildungsschulen alS ihrem Zw.ck wcht ensivr-ch-nd HMzustellen, wäbr-nd Geh. Staatsroth Knorr und Adg. Küchler, letzterer alS Vorstand der Kreisschulcommission in Mainz, welche Stadt besonders als Beispiel hingestellt wurde, der Ansicht der Herren Antragsteller wider- sorccken Aba Rackö spricht sich gegen obligatorische Fortbildungsschulen aus und W.daß bei b« Wim cA’ffm die jungen L-ut- im 18. anb ^ L.benSjghr von selbst kämen, um ihr etwaiges mangelhaftes W'ssen zu verbessern. Er will die Freih.il der Gemeinden nicht beschränkt haben und deni-nig-n Gerne nden, welche solch- schlimm- Erfahrungen mit den Fortbildungsschulen gemacht und also -in Recht Haden, sich zu beklaaen den Weg offen lassen, sich für und wider schlüstig zu machen. Namentlich nimmt der Redner auf auswärtige Länder Bezug, welche, ohne obligatorische Fortbildungsschulen zu besitzen, doch unserer Industrie u s. w. gewachsen seien.-. Dem ent. g-nstunsShigk-it di-s-r Funktionäre, bezw. für den Fall b-s Abl-d-nS sür ihre Htnt-rblied-n-n Vorsorge getroffen werden t5nne' Recommunication I. Kammer bezüglich der Vorlage Großh. StaatSmint- sterium? betr Gewährung einer BWraniie .üreine Acti-nunern-hmung we^n ^ft@“r9etfUenb;mainpVf».ff7nru,rT^ AuSfchukanttaaes »ledigk welcher auf Beitritt zu dem Beschluss- LÄammer laute : AuS,chußanlrag-z-n dign heilte Ermächtigung zur Gewährung e ner »inS- Anrnnh, den Fall ertbeflt, daß -s gelingt, das Aclienkapttal binnen zwei SL Beschlüsse an gerechnet, zu beschaffen und daß der R-gieÄg ein Mstwirkungsrecht bei Festsetzung der Fahrzeit und Frachttarife etngerSumt ftflnb ber Tagesordnung, der Antrag Wasserburg und Genossen ntlf 9ihSnheruna der Gesetzgebung b ezügltch der Wahlen ber SXb» ö^rbnVuu ?ur n- Kammer der Stände wurde nicht vollständig zum Austrag ßebra$9ihn TOatterbura suchte in einer längeren Rede die Nothwendigkeit der Ab- Änhminrt^e^beftebcnben mbtreclen Wahlmobus zu beweisen, währenb Abg. Küchler U^ÄÜsr-cht«hastÜng der seitherigert Wahlmänn-rwahl sich aussprach. In der morgigen S,6Un9Mu%^%^=n,e^nrfeOrigM T-°-s°rdnung Antrvg Metz a^ufÄerunTbeS ©ef^el von 1872 die 3ufam™nfe6ung beiber «amm« und bie Wahlm der Abgeordneten bett.; Antrag des Abg. Wasserburg, m n hiesigen In. Me a F 1.50, I Platz a A 1.50, ’’ it Rudolph ZU 769 ; f 2 Zimmer, Kabi- j st il .Deriveg 50. vermictheii gt, Kaplank'8-o „ httgerichteie^ogiS' , m ersten Stock, |o; । Kögis juiammen I m 1. April w Der-, iGeorg^E^ ^Zimmer SonncnjtMc H ■•'S.*'? -MSI s-S lienlogls^S LleMüöe - ’TäuHtt vernueiy^ '' 4 ift ein ; 11. Qpjher. | u/iihelia ; . Höhung der Staatsstraße von Offenbach nach Bürgel und die Erhöhung der Schutzdämme gegen Matn-Ueberschwemmungen oberhalb Offenbachs, sowie der Antrag des Abg. Dtttmar, die Vorschriften über die Ausübung der Jagd und Fischerei in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen betr. Kestcrrcich. Wien, 5. Februar. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Ministerpräsident Graf Taeffc begründet die Vorlage der Ausnahmeverordnungen, indem er auf daS Treiben der anarchistischen Partei, die Ermordung zweier polizeilicher Functionäre, die masten- Hafte Verbreitung aufrührerischer Schriften unter den Arbeitern, in welchen die gewaltsamsten Schritte und der völlige Umsturz der öffentlichen Ordnung gepredigt werde, hinwies. Die Aufgabe der Sicherheitsbehördcn, welche mit Aufopferung ihres Amtes walteten, sei eine sehr schwierige; eS handele sich nicht um einzelne Falle, denn der Boden sei weithin unterwühlt. Der oberste Gerichtshof habe Angesichts dieser Verhältnisse nicht das geringste Bedenken, einer zeitweisen Aufhebung der Geschworenengerichte rückhaltlos veizustimmen. Obschon nur ein kleiner Theil der Bevölkerung zu den getroffenen Maßregeln Anlatz gebe, so habe die Regierung doch zum allgemeinen Schutze die gesetzlich gebotenen außerordentlichen Mittel in Anwendung bringen müssen, welche sie zwar mit dem größten Ernste handhaben, dabei aber nicht über den Zweck lnnausgehrn werde. Obschon auch in anderen Thellen der Monarchie besorgntßerregcnde, die volle Wachsamkeit der Regierung beanspruchende Erscheinungen zu Tage träten, habe sich die Regierung mit den AusnahmSverfügungen doch auf die in der Verordnung bezeichneten Gebiete beschränkt, weil sich daselbst eine besondere Gefährlichkeit der anarchistischen Bewegung durch die verbrecherischen Vorfälle der letzten Zett de- kundet hätte. Aegypten. Kairo, 5. Februar. Der Khedive empfing heute Abend eine Depesche Baker Paschas, in welcher derselbe meldet, daß er bei Tokar mit einem Verluste von 2000 Mann, sowie von 4 Krupp'schen und 10 Gatling-Kanonen geschlagen worden sei. Die türkischen und europä'schen Truppen hätten sich gut geschlagen. Baker beabsichtigt, mit dem Rest seiner Streitkräfte nach Suak'.m zmückzukehren. » — E ne aus Suakim von heute Abend datirte Meldung sagt: Baker Pascha begann seinen Vormarsch am Montag früh, der Zusammenstoß mit dem Feinde erfolgte am Montag Nachmittag. Die egypkischen Truppen haben alle zum Transport benutzten Kameele und die ganze Bagage verloren. Baker Pascha, Oberst Harrington und die englischen Offiziere Machor und Giles sind unversehrt. Tokar und Stnkat haben sich dcm Feinde noch nicht ergeben, ein Entsatz beider Plätze wird aber für unausführbar gehalten. Der Feind hat einen erfolglosen Versuch gemacht, Suakim die Versorgung mit Trtnkwaffer abzuschnetden. Kairo, 5. Februar. Baker Pascha und Saitorius sind mit dem Reste der ihnen Derbltebeucn Truppen gestern Abend in Suakim angenommen. Die Befestigungen von Suakim, wo lebhafte Besorgnisse wegen eines Angriffs des Feindes herrschen, sind von englischen Seesoldatcn unter Contreadmiral Hewett besetzt word-n. Der französische diplomatische Agent hat die französische Regierung um Absendung eines Kriegsschiffs nach euefrm ersucht. Es bestätigt sich vollständig, daß die von Sinkat zum Fouragircn auSgeschickie Truppcnabtheilung vom Feinde angegriffen und vernichtet wurde. — Unter den vermißten Europäern, welche sich bet Baker Pascha's Armee befanden, sind zwei deutsche Photographen und zwei Oesterreicher Namens Metzeburg und Donnahauer. Telegraphische Depeschen. Wolff'- telrgr. Corrtspon-enz-Drrrea«. Berlin, 6. Februar. Se. Maj. der Kaiser empfing heute Vormittag den sächsischen Militärbevollmüchtigten, welcher die Nachricht von dem Ableben der Prinzessin Georg überbrachte, nahm sodann mehrere Vorträge und militärische Meldungen entgegen und machte Nachmittags eine Ausfahrt. Das für motgen bestimmte Ballfest bei den kronprinzlichen Herrschaften ist wegen des Todes der Prinzessin Georg, für welche eine vierzehntägige Hoftrauer von heute ab angeordnet ist, abgesagt worden. Dresden, 6. Februar. Die Leiche der Prinzessin Georg wird heute Abend 10 Uhr von dem prinzlichen Palais nach dem Palais am Taschenberge übergeführt werden, während die Beisetzung in der Familiengruft in der katholischen Kirche am Freitag 7 Uhr Abends erfolgen soll. Das Hoslheater bleibt bis dahin geschloffen. Die ossicielle Condolenz wird morgen Nachmittag im Residenzschloß stattfinden. Es herrscht die tiefste Trauer, und fortdauernd treffen Beileids-Telegramme von den auswärtigen Höfen ein. Leipzig, 6. Februar. Heute früh zwischen 3 und 4 Uhr wurden aus einem Postwagen auf dem Berliner Bahnhofe 2 Briespostbeutel mit 80,000 Jt. entwendet. Der Thäter scheint eine mit dem Postdienst vertraute Persönlichkeit zu sein. Wien, 6. Februar. Wie die „Presse" erfährt, sind nicht allen hiesigen politischen Vereinen Beschränkungen auserlegt worden, wovon in den gestrigen Sitzungen des Abgeordnetenhauses und Gemeinderathes die Rede gewesen ist. Dem Vorstande eines angesehenen Vereins im Innern der Stadt wurde ausdrücklich erklärt, daß das Vereinsgesetz diesem Vereine gegenüber in voller Geltung bleibe. Er bedürse keiner gestempelten Eingabe um Bewilligung, keiner vorherigen Anzeige der Namen der Redner und keiner Ueberreichung von Skizzen der zu haltenden Reden. Paris, 6. Februar. Der „Aoisodampfer „Infernal" ist nach Suakim geschickt worden. — Laut Nachricht aus Saigon von heute ist General Millot mit seinem Generalstabe gestern daselbst eingetroffen und heute nach Tongking zurückgereist. London, 6. Februar. Heute hat ein CabinetS-Conseil stattgesunden, in welchem dem Vernehmen nach über die Lage in Egypten berathen werden sollte. Im Kriegsministerium werden Vorbereitungen zur Absendung beträchtlicher Verstärkungen nach Egypten getroffen. 8000 Mann könnten binnen 8 Tagen unterwegs sein. Der Commandant des Transportdampfers „Euphra- les", der gestern mit Truppen von Bombay in Suez angekommen ist, hat Befehl erhalten, in Suez weitere Ordres der Admiralität zu erwarten. — Wie der „Daily Telegraph" meldet, sei unverzüglich nach dem Empfang der Meldung von der Niederlage Baker Pascha's an alle nach Indien unterwegs befindlichen Truppenschiffe telegraphisch der Befehl ergangen, Halt zu machen.. Kairo, 6. Februar. Eine Depesche Baker's an Baring meldet, daß die Zahl der Insurgenten, welche die egyptijchen Truppen angegriffen hätten, unter 1000 Mann gewesen sei. Die egyptischen Soldaten warfen die Waffen fort und entflohen. Baker und der Öfficiersstab waren in großer Gefahr, vom geuer der eigenen Leute getödtet zu werden. L o k a L e S. Gießen, 7. Februar. Wie aus dem Annoncentheil dieses Blattes erficbtlcb, wird Freitag den 8. d. M. der Billardkünstler Robert aus Paris hier im Cas6 Schwtnn eine Vorstellung geben. Professor Robert ist durch sein großartiges, feines Spiel bekannt und gibt seit bereits 4 Wochen in Frankfurt Vorstellungen, die stets sehr besucht sind. Wir hoffen, daß auch hier sich ein zahlreiches Publikum eivfinden wird, rrm das Spiel des Herrn Professors bewundern zu können. Subtil' । gr«!*'!!?* bot«'* * * 4 s * * * * * iS v®au'11 5SS ' Freit-st d ° Bor» soll «uiicr in der 6*^ 743 H-kw / «old enthalt. > Langsdorf, w droifr W JV W.-L Samstag de Mm’ soll aus hiesig' Gemeinde Allert aus einen weit1 verpachtet wer, Allertshause Großh. Bürge Darmstadt, 31. Januar. Gesetz-Grrtwurf, die Herstellung mehrerer Nebenbahnen betreffend. (Fortsetzung.) In der Provinz Starkenburg bestehen nur Iheilweise — im Odenwald — ähnliche Verhältnisse wie in der Provinz Oberhessen, und es wird die Förderung des LocalveikehrS durch den Bau von Nebenbahnen in diesem Theil der Provinz Starkenburg iu'S Auge zu fassen fein. Zur Herstellung weiterer Bahnen für größeren durchgehenden Verkehr liegt kein Bedürfniß vor. Die Main-Neckar-Bahn und bie Hessischen Ludwigsbahnen bedienen den durchgehenden wie den Localoerkehr. Nach Lage der Verhältnisse erscheint es nicht räthlich. daß Seitens des Staats der Bau und Betrieb der in der Provinz Starkenburg zu erbauenden Nedcnbahmn ausschließlich bewirkt und zu diesem Zweck eine besondere Verwaltung bestellt wird. Die im V-rkehrsgebiet der Maiv-Ntckarbahn gelegenen und an dieselbe anschließenden Nebenbahnen werden unter die Verwaltung der Main-Neckar-Bahn-Direction gestellt werben können, wenn sich nicht besondere kleine Gesellschaften ober Unternehmer finden, welche btn Bau und Betrieb einzelner Nebenbahnen selbstständig bewirken wollen. Ganz ebenso kann es auch in den Verkehrögebieten der Hrssischen Ludwigs - Eisenbahn - Gesellschaft gehalten werden. Die Großh. Regierung hat in der gegenwärtigen Vorlage zunächst zwei Nebenbahnen zur Ausführung mit staatlicher Beihülfe proponirt: die Zweigbahn von Station Eberstadt btr Main-Neckar-Bahn nach Pfungstadt und eine Nebenbahn von Reinheim, Station der Hessischen LudwigSbahn, nach Reichelsheim. Die erstere Bahn soll auf Staatskosten gebaut und betrieben werden, wie solches schon bei den früheren ständischen Verbandlungen in's Auge gefaßt wurde, sofern die Gemeinde Pfungstadt und die Interessenten der Bahn sich zur Leistung der geforderten Beitrage v.'rbindl'ch machen. Für die Nebenbahn Reinheim-Reichelsheim ist ein fester Staatsbeitrag a fonds perdu in Aussicht genommen worden. Den Gemeinden und Interessenten soll es überlassen werden, einen Unternehmer für den Bahnbau und den Betrieb zu gewinnen, oder ein entsprechendes Abkommen mit der Hessischen Ludw'gs - Eisenbahn - Gesellschaft zu treffen. In der Provinz Rhein Hess en befindet sich bereits ein dichtes Nctz von Hauptbahnen der Hessischen Ludmlgs-Elsenbahn-Gesillichaft, durch welches auch der Loeal- veik.hr im Allgemeinen ausreichend bedient wird. Es kann sich nicht baium handeln, wertere Linien für den durchgehenden V rkehr herzustellen, sondern nur in einzelnen Fällen darum, größere Orte und besonders producstonsfähige Etablissements und Gegenden durch Zweigbahnen an die Hauptbahnen anzufchließen. Unter den in Antrag gebrachten Projecten scheinen zunächst zwei, Zweigbahn von Station Osthofen nach Westhofen und Zweigbahn von Station (^prenblmgm nach Wöllstein, besondere Beachtung zu verdienen. Die Großh. Regierung eracht.t es nicht für räthlich, unt-r den gegenwärtigen Bahnerhältnissen in der Prov nz Rheinhessen Bau und Betrieb kurzer Nebenbahnen selbst in die Hand zu nehmen und hierfür eine eigene Verwaltung zu bilden. Da alle zu erbauenden Nebenbahnen in das Verkehrsgebiet der Hessischen Ludwigsbahn fallen, so erscheint es zweckmäßig, daß diese Gesellschaft den Betrieb der Nebenbahnen mit übernimmt. Jndessm ist nicht ausgeschlossen, daß besonderen Ucber- nehmern der Bau und Betrieb einzelner ober mehrerer Nebenbahnen übertragen wird, wie solches auch in Nachbarstaaten geschehen ist. In der gegenwärtigen Vorlage bat deßhalb bie Großh. Negierung feste Staatsbeit' äge X fonds perdu zu den Baukosten der beiden oben genannten Zweigbahnen proponirt, welche die Herstellung und den Betrieb der Bahnen Unternehmern ermöglichen können. Im Einzelnen ist zu dem Gesetzentwurf Folgendes zu bemerken: Zu Artikel 1. Es sind hier die acht Nebenbahnen aufgeführt, deren nächste Ausführung beabsichtigt wird. Erläuternd wird hierzu noch Falgendes bemerkt: 1) Nebenbahn von Stockheim, Station ber Oberhessischen E senbahncn, nach O.tenberg- Hirzenhain-Gedern. DaS der Großb. Regierung für diese Nebenbahn oorgelegte Project ist unter Nr. 1, Seite 19 bis 36 incl.. der den Standen übergebenen Schrift „Secundärbahn- Projecie im Großherzogihum Hessen" ausführlich besprochen worden, so daß hier auf das dort Gesagte Rücksicht genommen werden kann. Die Länge der Bahn ist zu circa 19 Kilometer und die Baukosten sind, incl. der Kosten für Grunderwerb, zu 750,000 JL veranschlagt Rechnet man die Kosten des Grunderwerbs, welche mit 43,500 JL in Ansatz gebracht wurden, ab, so bleiben noch 706,500 JL. Es ist darauf gerechnet, daß circa 77 Kilometer Bahn auf das Bankett der Staatsstraße, b?zw. KreiSstraße, gelegt werden, was einem Anstande nicht unterliegt. Die Großh. Negierung ist der Ansicht, daß das vorliegende Project eine vorzugsweise Berücksichtigung unter den in Antrag gebrachten N denbahn-Projecten verdient. Abgesehen davon, daß früher der Oberhessischen Eisenbahn-Gesellschaft die Verpflichtung auferlegt war, eine Seitenbahn von Stockheim nach Ortenberg zu bauen, für welche von der Baugesellfchaft 70,000 Gulden disponibel gehalten werden mußten, und daß diese Bahn bis jetzt nicht, nachdem der Staat die Oberhessischen Bahnen käuflich erworben hat, zur Ausführung gebracht worben ist, liegt der Bau einer Nebenbahn von Stockheim bis Gedern im allgemeinen Interesse der Gegend und insbesondere auch im Interesse des Fiscus, wegen besserer Verwerthung der Producte aus den Domanial- roalbungen. Die Bahn wird ferner die Erhaltung der Hirzenhainer Hütte, welche eine große Zahl von Arbeitern aus den umliegenden Ortschaften beschäftigt und den Bewohnern der Gegend mannigfache Verdienste thtet, ermöglichen. Auch für die Ober- hessische Staatsbahn Gießen-Gelnhausen ist die fragliche Nebenbahn von Interesse unb Vortheil. Da indessen eine Verzinsung des AnlagtkapltalS von 4 pEt. in nächster Zeit nicht zu erwarten ist, und die betreffenden Gemeinden, sowie die anderen Waldbesitzer und Großindustriellen an dem Bau der Bahn ein nicht minderes Interesse haben als der Staat, so erscheint es angemessen, außer der kostenfreien Gestellung des Grund und Bodens für die Bahnanlagen, von den Gemeindsn und Interessenten noch einen, Geldbeitrag von 40,000 JL in Anspruch zu nehmen. Nach Artikel 5 des Gesetzes, vom......, betreffend die Nebenbahnen, sollen diese 40,000 JL ju 4 pet. verzinst und amortifirt werden, sobald die Nettoerträgnisse der Nebenbahn Stockhiim-Orter.- berg-Hirzenhain-Gedern 4 pEt. des Anlagekapitals überfchreiteu. (Fortsetzung folgt.) Vermischte». Danzig, 2. Februar. In der Nähe von Sturz bei Pr. Stargard ist ein- grauenhaftes Verbrechen verübt worden. Ein 14jäbrtger Knabe ist ermordet worden Die Leiche zeigt entsetzliche Verstümmelungen, der HalS und der Bauch sind aufae- schnitten und aus letzierem bte inneren Theile entfernt, bie Beine sind abgeschnltten und die Oberschenkel ganz verschwunden. In jener Gegend herrscht unter dem Volke der Aberglaube, daß Licht aus Menfchentalg durch seinen Schein Alles in tiefen Schlaf versetze und daß eine mit dem Fett Ermordeter genährte Lampe unsichtbar mache. s ^Februar. Die Feststellung der Persönlichkeit des Floridsdorfer Mörders ist bekanntlich von hier aus erfolgt. Durch eine genaue Versonsbeschreibuna- hj ben „Dresdener Nachrichten" aufmerksam geworden, erinnerte sich der Amtscopill Rößler tn Dresden, daß er als früherer Soldat mit einem Manne gedient hatte, der, so wie der Floridsdorfer Verbrecher, zwei Warzen an der linken Wange hatte. Rößler oerfügte sich sofort auf die Polizei und ließ sich in der Criminalabtheilung das Porträt des Verbrechers vorlegen, wobei Herr Rößler sofort die Ueberzeugung gewann, daß er hier den ehemaligen Corporal Stellmacher vor sich habe, welcher mit ihm in ben fahren 1875-1876 im königlich sächsischen 2. Grenadier-Regiment ^TlOl gebkn? fia?te. 3)ic weiteren Erörterungen ergaben, daß dieser „Stellmacher" aus Grottkau in Schlesien gebürtig, das Schuhmacherhandwerk erlernt und bann bei einem preufiifä-ftfileftfdien Regiment in Militärdienst trat, aus welchem Regimente er späte? in daS 12 sächsische Armeecorps übertrat und zum Unteroffizier avaneüte. Sehr bald darauf wurde er aber fahnenflüchtig nach der Schweiz, weshalb er von hier aus steckbrieflich verfolgt wurde. Die Dresdener Criminalabtheilung recherchirte nach ben Rößler'schcn Mit- tbeilungen nun sofort bei dem genannten Regiment Nr. 101 nach weiteren militärischen Äamerabfn Stellmacher's au3 jenen Dienstjabren und ermittelte deren auch eine an» sehnliche Zahl, ^welche sämmtlich die Gcsichtszüge des Corporals Stellmacher mit den nmmösen Zwei Warzen auf dem von der Criminalpolizei vorgelegten Porträt erkannten. Selbstverständlich hat die Dresdener Behörde sich nun sofort mit der Wiener ins Einvernehmen gesetzt und werden wahrscheinlich die sämmtl!chcn dott>gen Recpgnoscirung2- Die W i foß Dienstag 1 Nachv aus b.’in Gen> weitere sechö I Utphe, am GroßherzoM Zagöl Die Jagd i heim soll Dienstag Nacht uni dem Gerne eitere sechs z Utphe, am 1 Wkherzoglch für bie Gei S jjj im Lchnij MMotj: Wöruar h L ■- ^ud 75 " 2^Mi öriebti, b Sürftii jllm ^tincrslag fe ««ft * Sä ^‘6uu, l?terrD(ftn |CI)t flut । Äüstvgr. mb. Autzsührung beab; i, nach Oitnibng- Psoject ist unter ' ^Secundärbahn: so bafj fy'tt auf rn finb, incl. der w btt Kosten des , fo bleiben noch i auf das Iankell n Anstande nicht oject eine vorjvgS: Projecten verdient, t die Verpflichtung bauen, für welche muhten, und dah lohnen käuflich tr* itr Nebenbahn von ^besondere auch im os den Domanial- Hütte, welche etne iftlgt und den Btt zjuch für die Ober- ton ZnM-ß- unb St. in nächster Zett nderen Waldbesitzer Znteresst haben al? tellung des Geund ressenten noch mm MS deS Gesetzes ,u4p6t. 0-^^ /Stockhüvr^^^ \^btn®alb _ Ä und Bet . ??' 1 bttoirii.. . Ä k-M ti N l®fl 31,b,n, Wn StaHott ^"6« oa ao 7" flinhto !bt und Me »., W',4 mL „V.™dl pirda »“(ml Üb!n‘flm ^vtnnen, ober '^U'Gesellschgst Wwtl Npl= ““4 dir Socab °°>°m imnbiin, I» Unitlntn oKffementB und iEr den tn An- on Osthofen noch ^besondere Be- aihlich, unt-r den vd betrieb kurzer IC Verwaltung m itt der Hessischen t den Betrieb der besonderen lieber- übertragen wird, igen Vorlage bat ttn Baukosten der > und den Betrieb r. Stargard ist tm ein Sille« in * SS«* Bi» ange haUgLB !he'lEd°Äer mg 0c®öJert 3a^er‘ ÄyS leibr tfl ® ’ ■Heren * L ,n- eren Sandel nnd Sßerfebt. Vimbura, 6. Februar. Köther Weizen X. 16-55, weißer Weizen X 00.00 Korn X 12.10, Gerste X 9.60, Hafer 7.00, Erbsen X —, Kartoffeln Frankfurt, 6. Februar. Aus dem heurigen Markt kostete der Eentnrr Heu X 3.00—3.60, Stroh X 3.10—3.40, Eier das Hundert X 6 20—9.60, Butter 1 Qualität X 0.85, 2. Qualität X L15, Kartoffeln vcr Eentner X Kohlrabi 3-5^ per Stück, Erbsen 100Kgr. 19—28Rotbkraut per Lt. 12—30^. Poularden X 0—<>, Huhn 1.50—2.20. 1 Ente X 3.00—4.00, 1 .taube 50—00H, Habn X 1.70—2.00, Gans X 5—8.00, Welsche X 7-10.— 1««« nach Wien befördert werden, um dem Verbrecher auch persönlich gegenübergefiellt zu werden.^$ebruar< Der .New,York Herald" meldet: Eine atmosphärische Störung überschreitet mit runehmender Hetttgkeit den Atlantischen Ocean untn dem § BreNengrade: dieselbe wird die britischen Inseln, Norwegen, vielleicht auch dieKüsten Frankreichs zwischen dem 5. und 7. erreichen und hest-gen, von ^dennoch Nordwesten drrhenden Wind verursachen. Eine weitere Störung wird 48 Stunden i^äler die mehr nördliche Küste erreichen. Mehrere Tage wird daS Wetter sehr unbeständig sein. Die 311111 Nachlaß der verstorbenen Katharina Früh gehörigen Gegenstände Donnerstag den 14. Februar l. I., "Nachmittags 2 Uhr, int Hause des Herrn Wirth Möser, Neuen Bauen, versteigert werden; dieselben bestehen in: einem einthürlgen Kleiderichrank. Magd- kiste, sehr schönen Franenklcidern u. Weißzeug, einigen Stück Leinentuch, sehr guten und neuen Frauenhemden, Untcrröcken, Schürzen, Strümpfen, Bettüberzügen, mehreren goldenen Ringen re- Fast sämmtlichc Gegenstände sind noch neu und sehr gut erhalten. oov Rmtr. B. Bau-, Werk- und Nutzholz. steigert GescliailsmilliiuiiK 11. Empfehlung Jeikgeöolenes 777 Brennholz Ctr. Stockh. Reish. Rmtr. Wellen Nadelholz — Weichholz — 6180 1130 1060 1000 Buchen Eichen Rmtr. 122 11 69 44 20 4 Rmtr. 271 63 24 2 ferner Eichen Nadel Rmtr. 234 8 11 der werden: Scheith. Prügelh 1,00 per Gentner, 0,95 „ „ 0,05 „ von der Gasfabrik aus für Füllüfen Jeder Gegenwärtiger Preis in der Gassabrik X un;erkleinerte Cokes „ „ „ ,, Transport an das Hans . . . . „ Tannenholz geschnitten . gehackt . - mit Sicherheitsvorrichtung, wodurch beim Tragen absolut kein Unglück geschehen kann, empfiehlt Gustav Stahi, Neuenweg 11, neben der Musikalienhandlung des Herrn 396 W. Rudolph. 589 _______________________ Revolver AL 7.00 , 8.0fr , 9.00 „ 1.20 „ 1.20 Holzvcrsteigkrung im Gießener Stadtwald. Montag den II. Februar 1884, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem District Bruderwinter nachverzeichnetes» Holz versteigert werden: Das Bringen der Cokes an das Haus erfolgt bei Abnahme von mindestens 5 Centnern, von Herrn Emil Pistor auch in kleineren Quantitäten. l>6 775 Stück Eicheu-Wcllen, 1020 „ Buchen- „ 75 „ gemischte „ 26 Nm. Stockholz. Griedel, den 31. Januar 1884. Fürstliches Rentamt Griedel. Düringer. 24 820 28 3650 Feinsten Tokayer in */i und ’/3 Flaschen, Kinder-Heilstätte-Lotterie Haupt-Gewinn im Werthe von 50000 Mart. Ziehung 15. Marz. Lome ä X 1,10 incl. Franco-Zmcndung der Ziehungsliste. 11 Loose für 10 X empfehlen 489 Gebrüder Henrich, Wetzlar. Hohverfleigerungen tu Graflicker Dderförfterei Laubach. Zum Ausgebote kommen: 8. Dienstag den 12. Februar l. I., im District Hirschrot!, bei Villingen, nach Zusammenkunft im Wendcrgrund am „Steinknorr", Vormittags 9 V2 Uhr: 670 rin Buchen - Scheitholz, 152 rin -Prügel, 100 rm -Stockholz, 340 rin -Reiser. SS. Donnerstag den 14. Februar l. I., nach Zusammenkunft um 9 Uhr Vormittags beim Altenhainer Teich: 1) Vorgezeigt im District Nasserwald: 406 rm Buchen-Scheitholz, 95 rm -Prügel, 86 rm -Stockholz, 176 rm -Astreiser, 4 Ahornstämme —1,72 cbm, 12 Buchcnstämme — 21,88 cbm; 2) Uuborgezeizt im Petcrswald (Simmergarten): 14,4 rm Buchen- und Erlen-Prügel, 149 rm abständige Buchen-, Eichen- und Kiefer-Stamm- reiser in Schichten, 103 rm Fichten-Stammreiser (Bohucnstangen), im Schornberg: 15 rm Fichtenstangeu (Leilerbäume), 80 rm abständige Buchen - Stammreiser, 137 rm Fichten - Stammreiser (Bohnenstangen), im Wenzelskops: 29 rm abständig Buchen-Scheitholz, 24,3 rm Erlen- 2c. Prügel, 6 Atzorustümmc = 7,24 cbm, 6 Eschenstämmc — 4,19 cbm, 4 Weißbuchen = 1,23 cbm, im Tickerbusch: 9 rm abständig Buchen- Scheitholz , 71 rm gut Buchen-Stockholz, 14 rm Buchen-Stammrciser in Schichten, im Mu-Hau: 54 rn^ abständig Buchen-Prügelholz, 40 rm Gschen-Prugel, theilweise in Schichten von 3 m Länge, 20 rm Buchen-Stammreiser, 4 Gschenstämme — 2,24 cbm, 2 Nlmenstamme = 0,89 cbm, im Baumkircherwald: 60 rm abständiges Buchen-Stamm- prüaelholz, im Kcndelrain: 30 rm abständiges Buchen - Prügelholz, 30 rm gut Buchen-Stockholz, 30 rm -Reiserprügel, 1 Ahornstamm = 0,84 cbm. . _ . lieber das unter Nr. 2 aufgeführte Holz gibt vor dem vermut und aus Verlangen nähere Auskunft der Gräfliche Unterförster Schreiner von Altenhain. Laubach, den 2. Februar 1884. 887 girafhdic Forftvertoaltung. _, v , । Riedwald. Einem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend mache ^ich, den 2. Februar 1884. hindurch die ergebene Mittheilung, daß ich vom 15. Februar ab | 803_________Wimmenauer. an hiesigem Platze, in dem neu erbauten Hause des Herrn " ” ' Jul. Buch, Wcttergasse Z, Cok.es, mit der Maschine zerkleinert und gesiebt, errichten werde. , , Es wird mein eifrigstes Bestreben fern, meine werryen Ad- nehmcr ganz besonders in Neuheiten dieser Branche auf das sorgfältigste und billigste zu bedienen. Alte Hüte werden gewaschen, gefärbt und nach den neuesten Faoons geändert prompt innerhalb 8 Tagen. Modistinnen und Kürschner genießen besonderen Ra.att. Gießen. Wetterzasse 3. Hachachtungsvoll Yu Uertraad. Schcith. Prüfltlh. Stockh Reish. ■*"* ‘ Rmtr. Wellen. 293 Eichen-Stämme mit 45,66 Festm. 117 Fichten- „ /z 45,86 85 Eichen-Stangen „ 6,51 414 Fichten- „ „ 31,36 Die Zusammenkunft ift an Buchenholz • - ,, (Bei 10 Ctr. frei ms Haus geliefert., 26 AndjEuier, Nordanlage o. 674 Rm. Kiefern-Langreisig und 2548 Fichten - Reisstangen (Bohnenstangen, Wagnerholz:c.). Hiervon kommen: Buchen- und Eichen-Brennholz an beiden Tagen, Jiadel-Brennholz und Fichten-Stangen nur am zweiten Tage zum Verkauf. Die Zusammenkunft findet jedesmal Morgens 10 Uhr statt, und zwar am Montag auf der Hattenroder Straße in der Mailbach, am Dienstag auf der alten Laubacher Straße im Gberhesßlche Eisenbahnen. Tie iiTibefannten Eigenthümer der im ^ahre 1r*83 auf der Bahn, in den Wagen und Warteräumen gefundenen Gegenstände werden aufgefordert, dieselben bei der unterzeichneten Dienststelle abznnehmen, widrigenfalls anders über dieselben verfügt werden wird. Efießen, den 5. Februar lso-l. 899 Tic Magazinöverwaltting.^ Jagd -Verpachtung. Freitag den 15. d. MtS, Vormittags 10 Uhr soll auf der Bürgermeisterei die ^agd in der Gemarkung Langsdorf, welche 743 Hektar Feld und 433 Hektar Wald enthält, auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. Langsdors, den 6. Februar 1884. . Großh. Bürgermeisterei Langsdors. Köhler.891 Holztmsteigermiq im Schnstbczirt Dorf-(Siü. In dem Fürstlichen Wald-District Langc- Wald bei Torf-Gill kommen Montag den 11. Februar d. I., Morgens 10 Uhr, zur öffentlichen Versteigerung: 57 Eichen-Stämme — 34,45 Festm-, 29 Nm. Buchen-Scheitholz, 56 „ Eichen-Prügelholz, 34 „ Buchen- etite Filiale meiner Slrohhul - Fabrik (beflehrnd [fit 20 Iahrrn in Darmlladt) Malaga in Vi Flaschen, sowie im Anbruch empfiehlt 901 Willi. Weidlg. prima weiße Kernseife äs' 33-^ „ gelbe Darsseife „ 32 „ Käthe marm. Seife „ 28 „ prima weiße Schmierseife „ 23 „ (bei 5 Psund Rabatt) bringt in empfehlende Erinnerung 535 S. IM&ofTcrt beste Qualität. . . per Mtr. Strangswiese. Gießen, am 5. Februar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 843 A. Bramm.___ Holzverftetgerung in der fürstlichen Ddersörsterei Lich. Montag den 11. und Dienstag den 12. Februar soll in dm Distcictm „Mailbach" und „Riedwald" nachverzeichnetes Holz ver- Jagd-Verpachtung. SamHtag den 16. Aebr. d. I«, Nachmittags 1 Uhr, soll aus hiesigem "Nathhause die der Gemeinde Allertshausen zustehende Jagd auf einen weiteren Bestand anderweit verpachtet werden. Allertshausen, d. 1. Februar 1884. Großh. Bürgermeisterei Allertshausen. __Römer._______813 Jagd-Verpachtung. Die Jagd in der Gemarkung Utphe soll Dienstag den 12. Februar, Nachmittags 1 Uhr, auf dem Gemeindehause dahier aus weitere sechs Jahre verpachtet werden. Utphe, am 1. Februar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Utphe. Filsinger._______807 ZagdverpaäMug. Die Jagd in der Gemarkung Feldheim soll Dienstag den 12. Februar, Nachmittags 2 Uhr, aus dem Gemeindehause zu Utphe aus weitere sechs Jahre verpachtet werden. Utphe, am 1. Februar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Utphe sür die Gemarkung Feldheim. 808 Filsinger.. Vorstellung 898 44 875 737 durch I. Blitz 900 Friedrich Welcher< * 888 In Vorbereitung: Cüstrin Buchhändler E. Hensel I v Frau Pfarrer N. Anler I Wiesbaden. 796 u. Küche für 2 ruhige Nähe des Kreuzpl., N Pfarrer Chr. Köhler ’ Senator Grave, Bremen. 7. 8. 9. 10. 11. 12. mit empfohlen. 893 440 Inmitten der Stadt gelegen ein Laden zu vermieden zu dem billigen Preise von 350 Mark. Beziehbar am 1. April. Reflektanten wollen sich gefälligst Sonnenstraße 32, 2 Stiegen hoch, Morgens von 10 bis Mittags 2 Uhr melden. Zwei Geschäftshäuser in bester Lage der Stadt sind unter günstigen Bedingungen alsbald zu verkaufen , Neuenweg oder Sonnenstraße pr. 1. oder 15. Mai gesucht. Schriftliche Offerten unter M. 10 an die Exped- d- Bl. 836 Mittelpunkt der Stadt Wohnung, 3 Treppen hoch, 5 Zimmer, Küche rc., ab- gefchlossener Borplatz, pro 1. April an eine ruhige Familie billig zu ver- miethen. Zu erfragen in der Exp. d. Bl. Dramatisches Märchen von Görner (Volks- und Kinder-Vorstellung.) Das Lied von der rothen Nas', Feierabend, Das Lied vom Wein, Quodlibet, Zur blauen Muhe, Vaterlandslied, 897^Eine Wohnung von 2 Zimmern aax. < ? ;e Leute wird in der lernen wollen. Gratis und frattfo zu beziehen durch die Rosenthal'schc Verlagshandlung in Leipzig. Da5 tiefe Traue Prinzchm befallen woi Familie wa sten Familie $ortuflül un 11. Mi lö KöntzstjrE überaus glüa Gert, !toi Mtiii der herben Reicht Amtshauptmann Wittgenstein, Döbeln. Pastor Augustin, Zipsendorf b. ^eitz. Gymnasialdirector Aug. Spieß, Dillenburg. Prof. Dr. Ed. Spieß, Schloßprediger, xureau r e ** König Philipp: Herr Oberregisseur Muff. Marquis Posa: Herr Schölermann. * Don Carlos; Herr Schönwasser. ^nfQn9 TVr Uhr. Ende gegen 11 Uhr. Zu dieser Vorstellung ladet ergebenst ein A. Schörrwaffer. Programm. Gesellenfahrten von E. I. Otto sen. 1. Wanderlied, 2. Handwerk hat ctn’n gnldnen Boden, 3. Tanz, 4. Mtnnelied (5stimmig), 5. Schkvsserlied, 6. Das treue deutsche Herz, Pause verbindendem Texte von I. Otto jun. Familien-Villets (Sperrsitze) für 3-Personen und mehr ä 1.50, Emzel-BilletS (Sperrsitze) ä Jt. 2,—, Estrade (Sperrsitze) ä 1,50, Nicht nummerirte Plätze, einschließlich Gallerie ä 1.— Hocliachtend Gustav Gühlhols Cafe Schwinn. Freitag den 8. Februar er., Abends 8 XJhr: Ein Mädchen, welches selbstständig kochen kann, wird baldigst zu miethen gesucht von Frau Gg. Heinr. Schirmer jr., 861 Ostanlage. Stadttheater in Giessen. Freitag den 8. Februar 1884 Außer Abonnement (Mit neuen Decorationen und neuen Costümen) Zum Benefice für Herrn Alfred Schörrwaffer: Dow Verlos. Trauerspiel in 5 Acten von Schiller. Ein wahrer Schatz für die unglücklichen Opfer der Selbst- besteckung (Onanie) und geheimen Ausschweifungen ist das berühmte Werk: Dr. Retau’s Selbst- bewahruner. 80. Stuft. Mit 27 Abbild. P?eis3^ Lese es Jeder, der au den schreck« | Nchen Folgen dieses Lasters leidet seine aufrichtigen Belehrungen retten jährlich Tausende vom sichern Tode Ä beziehen durch das Verlags-Magazin (R. F- Bierey) tn Leipzig, sowie durch iede Buchhandlung in Gießen. 235 nunmehr zu haben in der Musikalien-Handlung von Herrn W. Rudolph hier. Kranken-Nnterstiitzungs- und Sterbe- kasfe-Verein E. «H. Montag den 11. Februar, Abends 8 XThr: flciieraloerfammruiifl im Locale des Herrn Carl Heil. Tagesordnung: Rechnungsablage. Vorstandswahl. Pension des früheren Dieners. Vereinsangelegenheiten. . Die Rechnung liegt 8 Tage beim Präsident zur Einsicht offen. 846 Der Vorstand. Öes ßerüfjmtcn Biffarö =]Jrofc|for