er reiche hiesigen 14 Ver- mit um Igtr: ). fl Much, ! Artikel £ s 3 D 3 n ® n S I n B n s R fe-r schöner Sn-en mit r MH/lUng in gufer Lage üet&en. Äre Auskunst NN, BisVirckstratze. töte Mchen. braves Dienstmädchen-i- Stad^Mai"!. ^sM'chen 0* ^dwigsplah 5, Mryau^ ■SPä* S“ä> •■* —- ssuleihea. bis 4000 Mk. s'«d ,e(te Sicherheit aus dm nöp'scheu Stipendiuiussoud 3 aTE.Vnde^ L, 1 M-mber 1884. J UninttM'M^ »KKTiTgmU ;chul;eu-in'^ i ! Sllb » ,v MZ-s * 21. jrWlSi I *s**r.-ü', rt Nr. 261. Freitag den 7. November 1884 ießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint tik-ttch mit «vSmchme befi M»nt«gK. •WFMeil «chulft-raße 7. CQ Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf mit »rin-erlvhn Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. m Politische Ueberskcht. (Sitten, 6. November. Der Kaiser empfing am Sonntag den neuen Vertreter Chinas am Berliner Hofe, Sü-Ching-Cheng, in feierlicher Audienz, welche zugleich für den bisherigen chinesischen Gesandten in Berlin, Li-Fang-Pao, die Abschieds- Audienz war. Als Vertreter des auswärtigen Amtes wohnte Graf Hatzfeldt dem Empfange bei. Nachdem am vorigen Samstag in allen Reichstags-Wahlkreisen die amtliche Zusammenstellung der Wahlresultate des 2& October stattgefunden hat, liegen jetzt letztere vollständig vor. Hiernach sind 299 Wahlen definitiv entschieden, während 98 Stichwahlen zu vollziehen find. Gewählt wurden : 64 Conservative, 22 Freiconservative, 41 Nationalliberale, 31 Freifinnige, 95 Anhänger des Centrums, 2 Volksparteiler, 5 Welfen, 16 Polen, 14 Elsässer (Protestier) und 9 Socialdemokraten. Natürlich muß erst der in vielen Fällen noch durchaus ungewiffe Ausgang der Stichwahlen abgewartet werden, ehe sich das Tableau der diesjährigen Reichstagswahlen vollständig übersehen läßt, das Eine kann aber bereits mit aller Bestimmtheit behauptet werden: daß auch im neuen Reichstage keine conservativ-nationalliberale Mehrheit vorhanden sein wird. Die beiden conservativen Fraktionen und die Nationalliberalen zählen nach dem ersten Wahlgange zusammen 127 Abgeordnete, die absolute Majorität im Reichstage beträgt 199 Stimmen und um diese zu erhalten, müßten den Conservativen und den Nationalliberalen bei den Stichwahlen noch 72 Mandate zufallen und eine solche Hoffnung kann nur ein ausgesprochener Optimist hegen. Dagegen ist schon jetzt — mit Hinzurechnung der Anhängsel des Centrums, als Welfen, Polen und Protestlern — jene „von Fall zu Fall-Majorität" klerikal - conservativer Richtung vorhanden, mit welcher Herr Windthorst so vorzüglich zu operiren versteht und unter diesem Zeichen wird voraussichtlich auch die neue Legislaturperiode des Reichstages stehen. Ueber die Berathungen des preußischen StaatsratheS erfährt man nur, daß derselbe nach Erledigung der Postsparkaffen-Vorlage die Dampfer-Subventions-Vorlage in Angriff genommen hat. Der erlauchte Vorsitzende des StaatsratheS, Kronprinz Friedrich Wilhelm, nimmt an den Arbeiten desselben fortgesetzt den lebhaftesten Antheil. Die braunschweigische Assaire wird nun wohl vorläufig ruhen, nachdem die Mitglieder des Regentschastsrathes, Graf Görtz - Wrisberg und Baron v. Veltheim, am Samstag von Berlin, wo sie vom Kaiser und vom Reichskanzler empfangen worden waren, nach Braunschweig zurückgekehrt sind. Es konnte nicht fehlen, daß über die Thronfolge-Angelegenheit verschiedene Gerüchte auftauchten, so hieß es u. A., daß Prinz Wilhelm von Preußen zum Regenten von Braunschweig ausersehen sei, doch ist diese von Anfang an nicht sehr wahrscheinlich klingende Mittheilung mittlerweile von Berlin aus entschieden demenlirt worden. Ueber die eigenthümliche, die Ansprüche des Herzogs von Cumberland begünstigende Haltung von Reuß ä. L. im BundeSrathe ist die öffentliche Meinung längst zur Tagesordnung übergegangen. Der durch die Blätter laufenden Nachricht, die Eröffnung der Berliner Congo - Conferenz werde am 15. November stattfinden, ist bis jetzt osficiöserseits nicht widersprochen worden, was jene Mittheilung zu bestätigen scheint. Ueber das Programm der Conferenz sind Einzelheiten noch nicht bekannt, jedenfalls wird aber bei den Verhandlungen die Frage der Hoheitsrechte am Congo eine Hauptrolle spielen. Der „Temps" glaubt im Gegensatz zu den Behauptungen portugiesischer Blätter zu wissen, daß Frankreich auf der Conserenz die Ansprüche Portugals bezüglich seiner Souveränetät am unteren Congo nicht unterstützen werde, roeil diese Ansprüche der Freiheit des Congo- Gebietes zuwiderliefen und vom Gesichtspunkte des Rechts und der Interessen des französischen Handels aus unannehmbar seien. Die in Pesth versammelten österreichischen und ungarischen Delegationen, welche sich nach ihrem Empfange beim Kaiser aus kurze Zeit vertagt hatten, haben in dieser Woche ihre Arbeiten zunächst in den Commissionen wieder ausgenommen. Am Dienstag hielt die Budget-Commission der österreichischen Delegation ihre erste Sitzung ab und am folgenden Tage trat die Commission für die auswärtigen Angelegenheiten zusammen, um das Exposö des Grasen Kalnoky entgegenzunehmen. Man erwartet, daß hierbei Kalnoky auch in der Frage der Orientbahnen interpellirt werden wird, namentlich über die Haltung der Pforte, welche jetzt unter allerhand Ausflüchten den Ausbau der Anschluß-Linien an die Orientbahnen auf die lange Bank zu schieben sucht. Die Gerüchte über eine Vermittelung Englands in der französisch-chinesischen Affaire haben jetzt an Haltbarkeit gewonnen, nachdem ein hoch- officiöser Arttkel der „Temps" bestätigt, daß die englische Regierung nach der angedeuteten Richtung bereits Schritte — und zwar freiwillig — gethan habe. Frankreich sei hiervon verständigt worden und würde ein Schiedsspruch, der sich auf die Entschädigungssumme beschränke, eine annehmbare Lösung der Differenzen bieten. müßte ihm die vollständige Ausführung des Vertrages von Tientsin, betr. die Räumung von Tongking, vorausgehen und da die Chinesen die Gewohnheit hätten, Verträge zu brechen, so sei die beste Unterstützung für jede Verhandlung die effeclive Besetzung von Tongking. Letzteres kann man dem „Temps" gern "glauben, aber eben mit dieser „effectiven Besetzung" hapert es bedenklich; trotz aller ihrer Erfolge können die Franzosen die Chinesen nicht aus Tongking hinauswerfen, ja, erstere müssen sich jetzt zudem mit den auf dem Stromschnellen-Kanal aufgetauchten zahlreichen Piratenbanden herumschlagen und das spricht gerade nicht für jene Ruhe und Sicherheit, welche nach einer Meldung des Generals Briöre de l'Jsle im Delta des Rothen Flusses herrschen sollte. In England ist der Sudan durch die jüngsten aus ihm eingelaufenen und geradezu verblüffenden Nachrichten wieder in Aller Mund gekommen. Auf die Meldung, daß der Mahdi Khartum mit aller Macht bedrohe und Berber zum zweiten Male genommen habe — welche in grellem Widerspruch zu den seitherigen Siegesdepeschen Gordon's stand — folgte unmittelbar die Hiobspost, daß Khartum vom Mahdi genommen und Gordon von demselben gefangen worden sei. Der Khedive selbst sollte diese Unglücksbotschast der Königin Victoria und dem Prinzen von Wales telegraphirt und auf Ersuchen wiederholt haben. Diese Nachricht war von der „TimcS" gebracht worden; nun hat aber der Staatssecretär des Auswärtigen, Lord Granville, in der Montagssitzung des Oberhauses dieselbe für absolut unbegründet erklärt, mit dem Hinzufüqen, daß auch der Generalkonsul Baring den bezüglichen umlaufenden Gerüchten keinen Glauben schenke. Eine nähere Aufklärung wird also abzuwarten sein; im Uebrigen hat es aber den Anschein, als ob Gordon's Stellung in Khartum keineswegs eine so brillante ist, als man bisher annehmen mußte. Im Gegentheil scheint es, als ob ihm der Rückzug nach Ober-Egypten durch die Seitens der Anhänger des Mahdi erfolgte Wiederbesetzung von Berber vollständig abgeschnitten worden ist. Zum ersten Male seit Wochen, ja Monaten, ist der osficröse Cholerabericht aus Neapel a'ÜSgeblieben. Es läßt dies den erfreulichen Schluß zu, daß die verheerende Seuche sowohl in Neapel als auch auf der übrigen Apeninnen-Halbinsel so gut wie erloschen ist und kann sich das Interesse der italienischen Nation nunmehr wieder voll den öffentlichen Angelegenheiten zuwenden. In Turin find der König und die Königin am 2. November eingetroffen, um den anläßlich des Schluffes der Ausstellung stattfindenden Festlichkeiten beizuwohnen. Der Empfang der Majestäten durch die Bevölkerung war em äußerst enthusiastischer, wozu jedenfalls der Heldenmuth, den König Humbert während der Cholera-Epidemie bewiesen, das Seinige beigetragen hat. In Belgien scheinen sich die hochgehenden politischen Wellen seit der Ersetzung des Cabinets Malou durch das Cabinet Bernaert wieder einigermaßen geglättet zu haben. Wenigstens hört man nichts mehr von Ausschreitungen und ist die Agitation der Liberalen gegen das neue Schulgesetz in ruhigere Bahnen hinübergeleitet worden. Auch von der liberalen Forderung, die Kammern auszulösen und die Bildung eines neuen Ministeriums auf Grund des Ausfalles der Neuwahlen vorzunehmen, ist es wieder ziemlich still geworden. Vielleicht wünscht man sich erst auf dieser Seite über die Haltung des Cabinets Bernaert zu vergewissern, ehe man gegen dasselbe Schritte unternimmt. Deutschland. Berlin, 3. November. In den Briefen des verstorbenen Königs von Hannover, welche dre „Nordd. Allg. Ztg" heute veröffentlicht, findet sich folgender schlagender Beweis (vom 2. Juli 1867) für die Verschwörung, welche der abergläubisch verblendete Fürst mit Frankreich gegen Deutschland anzuzetteln suchte: Meine stets gewesene und stets bleibende unerschütterliche Zuversicht, daß der dreieinige Gott in seiner nie endenden Gerechtigkeit mein Reich und Thron wird wieder auferstehen lasten und mich als König in aller Selbstständigkeit und Unabhängigkett meinen Landen wiedergeben, steigert sich immer mehr von Tag zu Tag, von Augenblick zu Augenblick, bekräftigt durch alle von Ihnen dafür angeführten Einzelheiten und Gründe, die ich in allem Maße theile. Nur halte ich eS für wahrscheinlicher, daß Frankreich den Krieg im Frühjahre 1868 als tm bevorstehenden Herbste oder Winter beginnen wird. Auch halte ich es für wünschenswerther, da es dadurch immer noch mehr Zeit gewinnt, sich vorzubereiten, um dann, so Gott will, mit größerer Aussicht auf Erfolg den entscheidenden Schlag auszuführen. Für Oesterreich möchte ich eine größere Bürgschaft für ein lhatkcäfttges Eingreifen und für ein erfolgreiches Wirken haben, sobald der Augenblick zum Handeln, der dann an dasselbe herantritt, gekommen sein wird. Gott sei Dank fängt der Kastrrstaat an, sich wieder im Innern zu befestigen und dadurch wächst wieder das Selbstvertrauen- Wolle der Allmächtige, daß Oesterreich gründlich wiederbergestellt sei, ehe es thätig sich nach außen wenden muß. Dann ist vom Herrn aufrichtig zu erflehen, daß das Heer wieder völlig neu gebildet und gekräftigt und ein tüchtiger Feldherr, sowie begabte Führer überhaupt gefunden werden, bevor dieser Zeitpunkt einiritt. Alle Anzeichen sind da, daß Beust ein Büvd- niß mit Frankreich wünscht und erstrebt. Da aber die Reorganisation Oesterreichs im Innern, wenn auch im Werden, doch noch nicht vollendet, die noch erforderliche Erneuerung und Verbesserung im Heere mir aber leider noch wett zurück zu sein scheint, so bleibt mir die Besorgniß, daß Beust versuchen wird, in Paris ein thättgeS Entgegen- treten gegen unfern gemeinschaftlichen Feind thunlichst in die Länge zu schieben, oder aber, wenn er durch die Macht der Verbältniffe gezwungen wird, handelnd aufzutreteu, Oesterreich nicht mit d-r Krast und mit der Siegesgewtßheit einschreiten wird, wie man eS wünschen möchte. Jndeß, das schließliche Gelingen unserer geheiligten Sache ist nach meinem Dafürhalten nickt davon abhängig; denn Frankreich hat ein große- Interesse, die gegenwärtigen Verhältnsse in Preußen und Deutschland, und zwar thun- ltchst bald zu vernichten, nötigenfalls selbst ohne die Mitwirkung Oesterreichs; und so gut wie es tm Anfänge dieses Jahrhunderts durch alleiniges und thatkräftigeS Vorgehen es vermocht, ganz Europa, mit Ausnahme Großbritanniens, für seine Sache zu gewinnen, kann es, wenn Gott eü will, dieses nun in einem bevorstehendm Kriege, vorausgesetzt, daß Rußland und Großbritannien neutral bleiben, um so eher wie damals, weil es jetzt für einen ganz andern Zweck kämpfen würde als zu jener Zett. Unter Napoleon dem Onkel kämpfte eS in erobernder, unter Napoleon dem Neffen in befreiender Absicht, und Hai, was damals weniger der Fall war, mit Ausnahme der altpreußischen Provinzen, das Mitgefühl und die Beiftimmung aller deutschen Völker. Und wo diese Gesinnung sich noch nicht gleich kundgeben kann, wird sie, namentlich nach errungenen ersten Erfolgen, hervorbrechen, und mittlerweile dürfte Oesterreich auch so weit gelangen, um für die gute Sache Mitwirken zu können. rief: habe nach fälle Pari-, 5. November. DaS „Journal des Debats" meldet, die Regierung mit der Compagnie maritime ein Abkommen wegen Transports von 5000 Mann Tongttug aetroffen- — In Nantes kamen gestern 13 Erkrankungen an Cholera und 6 Todes- vor. Vermischtes. * OSkar Blumenthal (der Verfasser des „Probepfetl") schreibt tm „Berl. Tgbl." über die „Lachtaube-: DaS war endlich wieder ein echter und rechter Premidren-Abend in altem Styl, der nicht hinter dem Rücken des Publikums stattfand, sondern vor einem vollen und betfallslufttgen Hause, das auf alle Späße einer scherzbelebten Posse freudig eingtng und stch selbst an einigen Stellen, wo der Kritiker von Beruf ein verdrießliches Sttrn- runzeln nicht verbergen konnte, über alle Bedenklichkeiten wohlgelaunt hinweglachte. So tst mit der „Lachtaube- der Frohsinn wieder ins Walluertheater eingezogen und eS ist anzuuehmen, daß er stch auf seinen Brettern nun wohl für die nächsten fünfzig Abende behaglich einntsten wird .... Schon der erste Akt, der sonst durch die übliche und nothwendtge Einleitung etwas langweilig auszufallen pflegt, setzt unsere Lachmuskeln fleißig in Bewegung. Wir haben aber hier keinen gewöhnlichen schablonenmäßtgen Possenakt vor uns, den man nur so gelten lassen muß, weil aus allen Risten und Fugen deS Scenenboues die heiteren Entschuldigungszettel der Wttzbrocken und Coupletverse hervorgucken, — «ein, hier bietet der Verfasser in der That eine sympathische und liebenswürdige Scenen- rethe, der sich selbst Vertreter der „edeln Richtung- keinen Augenblick zu schämen brauchten. Denn bet aller Ungezwungenheit des Tons geht ein gractöser Zug, ein gemüthlicher Hauch durch diesen Akt. Besonders die „Lachtaube" und ihr Vater, der Inspektor Lehmkuhl (geb. Bräsig) erobern schnell unsere Freundschaft, — es gibt an- wuthtge Wendungen in ihren Gesprächen. Der Jnspector will nicht, daß seine Tochter an den Steueraufseber Ktpferling denkt, den sie heimlich liebt. Vorwurfsvoll ruft ihr Papa Lehmkuhl in seinem treuherz'geu „Messtngsch" zu: UniverfitätS - Chronik. — Geh. Rath Siemens tn Charlottenburg will, der „Schles. Ztg." zufolge, dem Reiche ein Grundstück im Werthe von einer halben Million X schenken unter der Bedingung. daß auf demselben em mathematisch - physikalisches Institut errichtet werde. Verhandlungen hierüber finden bereits statt. An denselben nehmen Thetl Geh. Ober- RegterungS - Rath Weymann, Dtreclor Förster von der Sternwarte und Professor Helmholtz. — Am 31. October fand an der Universität Leipzig der Rcctorwechsel statt. Das Rectorat Ist von Professor Heinze auf Professor Windscheld übergegangen. Abends brachte die studentische Jugend dem neuen Rector einen Fackelzug. — Der bisherige außerordentlich« Professor Dr. I. G. O. Krümmel tst zum ordentlichen Profestor tn der philosophischen Fakultät der Universität Kiel ernannt worden. Haag, 5. November. Nach dem jetzt feststehenden Resultat der Senatswahlm befinden" sich in demselben 26 Liberale und 13 Antil/r Ubr würbe es ber Rettungsmannschaft möglich, daS Rettungsboot nach eingckretener Fiuth wieder flott zu bekommen. Man segelte bann bet mäß gerem Westwinde südlich unb erreichte, haldwegS zwischen Eversand unb Jungfern Baake, bte Weser, wo ber Dampfer „Reform" um 5 Uhr daS Rettungsboot roteber aufnahm. An Borb beS Dampfers „Reform" wurde den 5 geretteten Schiffbrüchigen durch den Capi- iän D. Rose unb dessen Mannschaft bte erste, sehr nöthige Pflege zu Theil. Nach plücklicher Landung hier sind die Schiffbrüchigen durch Vermittlung des dolländischen Consuls tn einem Gasthaus einloztrt und mit ärztlicher Hülfe, sowie mit Kleidung versehen und tn beste Pflege genommen worden. Die geretteten Personen haben während ber langen Zett bis zur Rettung fn Folge ber heftigen Stürme schwer gelitten. Bei jeder wiederkehrenben Fluthzett mußten sie fn bte Takelung flüchten, weil das Fahrzeug alflbann überfluthete, auch brachten sie fast die ganze Zeit ohne Nahrung zu, da an Borb aller Proviant durch Salzwasscr total verdorben war. Die Bemannung des Rettungsboots hatte von Morgens 10 bis AbendS 7 Uhr einen 9stündigen strammen Dienst. Nach Aussage ber Rettungsmannschaft hat sich baS Rettungsboot fn allen Theilen sehr gut bewährt. Bremen, 1. November. Die Dampfer des „Nordbeutscheu Lloyb in Brrmen" haben tn jüngster Zeit zweimal Gelegenheit gehabt, stch hülsreich zu erweisen. Der am 6. September von Bremen abgegangene Dampfer „gßefer* traf an ber Küste von Flortba ben daselbst gestrandeten Dampfer „Marseille" von ber „Cowpagme Commerciale in Havre" unb übernahm von bemfclbe» 12 Cajüts- unb 61 Zwischendeckspassagiere, bte bet ihrer Landung tn Galveston nicht genug bte ihnen an Bord ber „Weier" bewiesene Menschenfreundlichkeit rühmen konnten. Heute bringt der Telegraph bte Nachricht auS Newyork, daß der Lloyddampfer „Rhein" gestern tn Newyoik an- gekommen ist mit 186 Personen, Passagiere und Mannschaft aus dem am 24. October brennend auf See angetroffenen Dampfer „Maasdam" von ber Rotterdamer Lmie. Die „MaaSdam" war am 25. October von dem Lloyddampfer „Ober" vollständig ausgebrannt gesehen unb es ist erfreulich, daß bte Besorgnisse, bte man um das Schicksal der Menschen auf der „MaaSdam" haben mußte, verhältnißmäßig rasch gehoben stnb. Aus Thüringen, 2. November. In dem Dorfe K. bei Gera ist eS aus Anlaß ber NetchstagSwablen am Wahltage zu einem lebhaften Exceß gekommen. Der Pächter deS zu bem fraglichen Dorfe gehörigen Ritterguts hatte b»e Wähler des Dorfes, um sie zur Abgabe ihrer Sttmmen für den von ihm erkorenen Candtdaten willfährig zu machen, mit einem Fasse Bier tractfrt. Bei ber am Abend stattgehabten Auszählung bet Stimmzettel stellte es sich nun heraus, baß bte Wähler sich zwar das Bier des Herrn Amtmanns hatten schmecken, tm Uebtigen aber sich nicht hatten beirren lassen, nach ihrer eigenen Ueberzeugung zu stimmen. Darüber gerieth nun ber Agrarier tn Hellen Zorn unb stellten bte Ungetnuen in heftiger Weise zur Rede. Von Worten kam eS zu THSilichkeiten unb da ber Pächter und fein Sohn sich ber erregten Menge gegenüber, deren Sympathien Ersterer sich an unb für sich nicht erfreute, in ber Minderzahl befanben, so ist ber AuSgang erklärlich. Ernstes Unheil, das sehr wahrscheinlich über mehrere der Bethetligten hereingebrochen wäre, da der eine Thetl sich mtt Gewehren bewaffnet hatte, wurde durch bas tn später Abendstunde durch bte geängstigten Angehörigen veranlaßte kluge Etnschreitrn b<8 hochangesehenen Besitzers deS Rittergutes, OberstlieutenantS B., noch glücklich verhütet.__ Theater. —d. Gießen, 6. November. „Der Schwabenstreich" mußte tn Folge einer plötzlichen Erkrankung der Frau Herrmann-Jhm auSfallen, statt feiner wurde „Cyprtenne" wiederholt. Die Darstellung war sehr gelungen; nur war ber brüte Act theilweise etwas matter als bet bet ersten Aufführung; doch setzen wir bte kleinen Unregelmäßigkeiten auf Kosten der unvorbereiteten Wiederholung unb nehmen an, daß sie bet ber nächsten Aufführung — eine solche liegt im Interesse des Publikums unb ber Direction — ausgeglichen sein werden. Der erste unb zweite Act wurden sehr gut gespielt: Fräulein v. Jag em ann unb Herr Halm, die sich in ihren Rollen Glanzpunkte ihres RepertoirS geschaffen haben, ernteten namentlich am Schluffe des zweiten ActeS wohlverdienten stürmischen Beifall- Der Besuch war verhältnißmäßig gut, doch nicht so, wie ihn eine — diesmal leider unmögliche — rechtzeitige Ankündigung der „Cyprienne" erzielt haben würde. Handel nnd Verkehr. Frankfurt, 5. November. Auf bem heutigen Markt kostete der Gentner Heu 2.75—3.30, Stroh 2.00—2.30, Eier bas Hundert Jt. 5.40—6.00, Butter 1 Oualitat 1.10, 2. Qualität JL 1.30, Kartoffeln per Gentner Jk 1.75—2.00, Kohlrabi 3 - 4 H pr. St., Erbsen 100 Kg. 22.00—30.00 Jk, Rothkraut pr. St. 15—25 H, Poularben Jk 0—0, Huhn 1.00—2.00, 1 Ente X 2.00—2.70, 1 Taube 40—60 H, Habn X 1.90—2.00, Gans X 4—7.00, Welsche X 5.00—8.00 Herzog!.Bay g ev^rkschüle”^4 oSzm i n de n | § damit verbunden Maschinen-,Mühlenbau- u. MüllerschuleJg -8 H Wintere 4 Kov. Vorunt. 6. Oct. Pensionat. Dir.: G. Haarmaun. HÄ s Fril *1 BeiWnah pie ? niedicii Tist bttoy in »* 7355 *! M 3 MO M SS«; gÄ in pul* ' Adolfs»”" Wiederoerkaus HtJ! für Mit ta ben neu in arbtztn billig» Fe 5778 | min 8tri< in .Otten Färb Mieten Preis von mir einge !Roc ^a5 Pfund DO Stricken D ^billigst befi * iunt»; ♦ Zahns M leite «hy »ar □u haben :«w V - ‘6lr töityl* n'A» '«•£?« Itc, wie fmn,^nin8 vllt ta8’boo L?’* d-r e« 6 bl« , tue n werde. * ’ 6“,41l(: .ri-Mm- *?•%** ’ntnsm. Äff »nb nad; ÄLB,%QBf Äntiti « Bord geschlagen unb Sw? -^om' r« '* ”e ftten bann etoa LÄ. we0tR Ebbe r-Müchigm ju Hülfe 5ßü4( daS Reltungsbool leite bann bei mi&'geran wd Jungfnn Beake. die 'Ot witbtr anfnabm. An Egen durch dm Cap!, Wge zu The«!. Nach illtlnns des dollSndischin sowie mit ßldbung on- 8?tt bis zur Rktiuvg in brenden Flothzeit uuchdn fluthcie, auch brachten s» ootaut durch Solzwassu I10 613 Abends 7 Uhr ngiboot in aütn gelten hm Lloyd in Bumv' -ich zu erweiim. Der tiaf an btt KW von ton btt .Cowyskiuk Ms- unb 61 Lw'schm- a blt ihnen arnöoib du )ente bringt der Telegraph Bern in SteiMk an- aus dem atn 21 Octobn i der Rotterdawn Linie, upfer ,W oollstSodig anisse, die man um bas ?, verhWißuiaßig rasch R. bei Gera ist eS aoS n Krceß gekommen. Der ne^eMlabesDM ien Caudtvatcn wMrig > pottg«babtenMa^un9 i sich zwar das W«6" M hotten beirren laste . ÄdkÄM^kam «rs« Drrss Jeikgeöolenes. 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Indem wir auch hier wieder auf unsere Bekanntmachungen Bezug nehmen, die wir gelegentlich der seither abgehaltenen Märkte erlassen haben, in welchen ja die guten, das Interesse der Landwirthe hiesiger Gegend in aller Beziehung fördernden Absichten des Ortsvorstandes genügend hervorgehoben worden sind, richten wir auch hier wieder an alle Landwirthe und Handelsleute und überhaupt an alle Freunde der Landwirthschast, sowie auch an die Gewerbetreibenden die freundlichste Bitte, auch diesen Markt wieder recht zahlreich zu besuchen. Der Ortsvorstand wird auch hier wieder recht gerne allen Anforderungen, namentlich bezüglich Stallungen rc., gerecht werden. Allendorf a. d. Lumda, am 3. November 1884. Großherzoaliche Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda- Bieber. 7358 empfehlen in großer Auswahl 7359 Gebrüder Scheel, Neustadt. j n ae auf Stoff gemalt, pracht- Theater-Decoralionen m sä Hintergrund etc.). 7362 Vereinsfahnen, Banner, gestickt u. gemalt. 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