Freitag den 7. Marz Nr. S7 ISO Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. S^nreaur Schulstraße 7. R3 *"12fi° (U •rtig»8 • 16 [j 4 Preis vierteliährllch 2 Marr 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Politische UeLerfkcht. Gießen, 6. März. Der Reichstag wird seine eigentlichen Arbeiten erst in nächster Woche, -am Montag, beginnen und in dieser Woche nur die Präsidentenwahl vornehmen. Die lautgewordene Behauptung, daß sich gegen die Wiederwahl des Präsidiums v. Levetzow - v. Heeremann - Ackermann Schwierigkeiten erheben würden, bezeichnet man in parlamentarischen Kreisen als durchaus unbegründet, da auf keiner Seite ein Verlangen nach Aenderungen in der letzten Session der gegenwärtigen Legislaturperiode vorhanden ist. Was die signalisirte Thetlnahme des Reichskanzlers an den Verathungen des Reichstages andelangt, so ist Näheres hierüber noch nicht bekannt. Augenblicklich weilt der Kanzler noch in Friedrichsruhe und scheinen demnach die Mittheilungen der Berliner Blätter, wonach das Eintreffen des Fürsten Bismarck in Berlin für den 4. März in bestimmte Aussicht gestellt wurde, verfrüht gewesen zu sein. Da indessen Fürst Bismarck seine Reisedispositionen sehr geheim zu halten pflegt, fo kann man jeden Tag durch die Nachricht von seiner plötzlichen Ankunft in der Reichshauptstadt überrascht werden. Der Bundesrath hat in seiner Samstags-Sitzung die Novelle zum Actiengesetz und das Unfallversicherungsgesetz angenommen, letzteres allerdings unter theilweiser Aenderung der Ausschußanträge. So wurde namentlich die von Württemberg in den Ausschüssen beantragte Einsetzung von Landesver- ficherungs-Aemtern — neben dem Reichsversicherungs-Amt — abgelehnt, während das Plenum den Ausschußantrag auf Zulassung von Berufsgenossenschasten für einzelne Theile des Reiches acceptirte. Außerdem genehmigte der Bundesrath in der erwähnten Sitzung die Entwürfe über den Feingehalt von Gold- und Silberwaaren, sowie über die Anfertigung von Zündhölzchen unter Anwendung von weißem Phosphor. Diese vier Entwürfe sind nebst der Denkschrift über den Flottengründungsplan dem Reichstage bereits überwiesen worden und hat derselbe somit für den Anfang Der Session vollauf Arbeitsmaterial. Das preußische Abgeordnetenhaus trat am Montag in die dritte Berathung des Etats ein. Zum Etat der Domänenverwaltung lag ein Antrag der Abgg. Rickert und Büchtemann vor, den zukünftigen Etat Der Unter» stützungs- und Remunerations-Fonds zu trennen, Remunerationen nur für außerordentliche Arbeiten zu bewilligen und endlich das System der Weihnachts- Gratificationen zu beseitigen und den dafür zur Verfügung gestellten Betrag zu einer ausreichenderen Besoldung der Beamten zu verwenden. Der Antrag wurde von Seiten der Regierunas-Vertreter und der Conservativen lebhaft bekämpft, schließlich aber mit einem Amendement des Abg. v. Benda, welches den letzten Theil des Antrages präciser faßt, Der Budget-Commission überwiesen. Beim Etat der Lotterieverwaltung lagen zwei Anträge vor, deren einer, von den Abgg. Windthorst und Löwe-Bochum gestellt, den Erlaß eines Reichsgesetzes behufs Aufhebung sämmtlicher in den deutschen Staaten bestehenden Lotterien bezweckt, während der andere Antrag, welcher vom Abg. v. Minnigerode her- rührt, eine einheitliche Regelung des Lotteriewesens durchs Reichsgesetz anstrebt. Der erstgenannte Antrag wurde schließlich abgelehnt, der Antrag Minnigerode mit schwacher Majorität angenommen. Erledigung sanden noch die Etats des Finanzministeriums, des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten und des Justizministeriums , nachdem es bei letzterem noch zu einer ziemlich animirten Debatte über den bekannten Colportage-Paragraphen gekommen war. Die jüngsten in Wien und Pesth erfolgten Verhaftungen hervor- ragenber Anarchisten dürften wichtig für die behördliche Kenntniß der Zwecke und Verbindungen des österreichischen Zweiges der modernen Umsturzpartei werden. Namentlich scheint der in Wien verhaftete Kammerer ein äußerst gefährliches Individuum zu sein. Kammerer verwundete bei seiner Gefangennahme mehrere Polizisten durch Revolverschüffe und in seiner Wohnung wurde eine Dynamitbombe gefunden. Was den in Pesth verhafteten Nedacteur des „Radikalen" — nicht der „Zukunft" — Armin Prager anbelangt, so wurden bei ihm höchst compromittirende Correspondenzen vorgefunden; dagegen hat sich die Annahme, daß Kammerer und Prager in die Eisert'sche Raubmord-Affaire verwickelt seien, bis jetzt noch nicht bestätigt. Die Untersuchung gegen die Verhafteten wird mit größter Sorgfalt und mit Geheimhaltung der bis jetzt erzielten Resultate geführt. Die Annäherung zwischen Deutschland und Rußland hat in Frankreich eine begreifliche Verstimmung hervorgerufen. Dieselbe kommt in allerhand merkwürdigen Artikeln der Revanche-Presse zum Ausdruck, in denen versucht wird, Oesterreich gegenüber der wieder angebahnten deutsch-russischen Entente mißtrauisch zu machen. Die unbefangene Würdigung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland Seitens der Wiener Ojficiösen läßt aber diesen perfiden Versuch der Chauvinisten-Blätter an der Seine, Oesterreich gegen seine beiden Nachbarn im Norden und Osten zu verhetzen, von vornherein als aussichtslos erscheinen. Die fanatische Beharrlichkeit der fenisch-amerikanischen Äerschwörer hält die englische Hauptstadt noch immer in einem Zustande von Furcht und Schrecken. In voriger Woche ist auch aus einem vierten Son» I doner Bahnhofe, dem von Ludgate-Hill, eine Höllenmaschine aufgefunden worden, Aas die Londoner Polizei zu den verzweifeltsten Anstrengungen behufs Eruirung ber hierbei beteiligten Individuen veranlaßt. Sie ist denn auch zwei Männern, anscheinend Amerikanern, auf der Spur, welche die Höllenmaschinen in den Gepäckräumen der betr. Bahnhöfe aufgegeben haben sollen. Die Verdächtigen Aeutschlarrd. —1. Darmstadt, 5. März. [Brodie Kammer der Lanbstänbesi Nach bet Er» öffnurig der Sitzung wurde eine von dem Bureau der Kammer entworfene Glück- wunschadrkssk an den Großherzog anläßlich der Verlobung der beiden Prinzessinnen verlesen und von dem Plenum guigeheißen, sowie das Bureau mit der Ueberrdchung betraut. Bei der Fortsetzung der Berathung über den Gesetzentwurf, die Erbschafts» und SchenkungSsteuer betr-, wurde ber Art. 34 (SchenkungSsteuer) nach den Ausschuß- anträgen guigeheißen, d. h. statt, wie tm Entwürfe 500 M. die Grenze der Besteuerungspflicht bilden, nunmehr Schenkungen unter 1000 X freigegeden und die Entrichtung der Steuer von der Oeffentlichkeit — sei e§ auch nur durch Beglaubigung von Unterschriften — ber Beurkundung abhängig gemacht. Nach kurzer Debatte wurde tm Art. 35 bestimmt, daß nur dann von beweglichem Vermögen, wenn bet Schenker ein Hesse sei, Steuer bezahlt werde und im Art. 36 gemäß einer Bestimmung im Erbschasls- steuergefitz, die Schenkungen an Armenstiitung.n vom Gesetze ausgenommen. Befreit von der Steuer sind nach diesem Artikel Schenkungen an Kinder und ÄinbeStlnber, Eltern und Großeltern, an Ehegatten, an das Staatsoberhaupt, den Staat und an das Reich; ferner Schenkungen an Verlobte, sowie diejenigen Geschenke, welche anläßlich eine« Verlöbnisses ober einer Hochzeit oder eines Festtags von Verlobten ober Ver- wanbten ober Verschwägerten ober Pathen unter sich gemacht werden; außerdem Bei- HÜlsen, welche zum Lebensunterhalt ober zur Ausbildung einem dessen Bedürftigen, sei es in Form einer Rente, eines Kapitals ober ber Naturalsustentation, gegeben werben. Ein Antrag des Abg. Falk, auch Schenkungen an Gemeinden in diesen Artikel auf» zunehmen, wurde nicht acceptirt, nachdem sich die Abgeordneten Dittmar, Schröder und Muhl und Ministerialraih Müller ablehnend gegen denselben ausgesprochen. In Art. 38 wurde nach dem An-rage des Ausschusses im 2. Absatz bestimmt, baß bet mehreren ber Zeit nach auseinanderliegenben Schenkungen die Versteuerung bann eintrete, fowie bte Schenkungen zusammengerechnet den steuerpflichtigen Betrag erreichen. Im Uebrigen würben bte Artikel bes Entwurfs bis zu dem Art- 42 ohne wesentliche Anstände in der Fassung des Ausschusses angenommen. Bei Art- 42 tritt in den Motiven die Absicht der Regierung hervor, die Haupt- steuerämter zu Eibschaftsbehörden zu beftgniren, gegen welche Absicht Abg. Osann entschieden auftritt und einen Antrag einbrachte, den Rest der Vorlage an den Ausschuß zur nochmaligen Berichterstattung zurück,uverwetsen. Diesem Anträge wurde zuletzt, als bte Abgeordneten Schröder, Wasserburg, Pfannstiel, Wolz und Jöckel dafür gesprochen und den seitherigen Zustand (Bestimmung durch die Gerichte) für den zweckmäßigsten bezeichnet hatten, trotz gegenteiliger Ausführungen Seiten? ber Regierung unb ber Ilbgeorbneten Arnolb, Muhl, Metz, Maurer und Dittmar bte Zustimmung ber Kammer zu Theil. Die Vorstellung bes CuratoriumS ber höheren Bürgerschule zu Wimpfen, Bewilligung eines Staatszuschusses zu ben Kosten ber höheren Bürgerschule zu Wimpfen behufs Erhebung derselben zu einer staatlichen Realschule 2. Oidnung betr., wurde einem Antrag des Abg. Schröder entsprechend, zu dessen Gunsten der Ausschuß seinen Antrag zmückzog, nach kurzer Berathung mit Rücksicht auf bte Erklärung Großh. Regierung, Erhebungen eintreten zu lassen und eventuell bet nächstem Budget Vorlage zu machen, für erledigt erklärt. Bei Berathung der Vorstellung des Agenten Kaiser von Tarmfiadt, Ueber« trdung des Reichsimpsgesetzes betr., wurde von allen Seiten ber Regierung größere Milbe in Handhabung dieses Gesetzes anempfohlen und der Ausschußantrag zum S-bluß genehmigt, der dahin geht: 1. Großh. Regierung ju ersuchen, eine authentische Auslegung des Reichsimpsgesetzes in den neulich bei Gelegenheit ber Diskussion über bte Interpellation Rack« in gleichem Betreff bemerkten Richtungen unb inSbesonbere in Beziehung auf bie Zulässigkeit wiederholter Bestrafungen unb bte für Jmpsrenitenten wiederholt zu fehenben Fristen, durch bte berechtigten Facloren ber Gesetzgebung herbei- zusühren; auch bis zum Erscheinen dieser Auslegung eine maßvolle Praxis bezüglich ber wieberholt zu erlassenden Ausforberungen an die Jmpfpflichttgen walten zu lassen; 2. im Uebrigen der Petition keine Folge ,U 9e6ym Schluß der Sitzung entstand ein» erregte Debatte bei ber Berathung der Communicaiion erster Kammer bezüglich ber Beschroerbevorstellung des bischofl chen Domcapitels zu Mainz in Betreff ber Anordnung unb Erlheilung des katholischen Religionsunterrichts tn ben Schulen des Großherzogthums. Von ultramomanet tchMM. ; Zimmer M vernuetfitn. _Viibroi^jtr.5, M _ oais zu vermieden im — FMchUchm. - ,5 Logis unb ein m- u mmiähen» Nenrnweg^.^ i?7In'5)interhaufe wp Ferdrr, Linbenpl'. 5. Wohnung mit GackN' then. ... >nml, am RiegeM »euer, 1 ÄtW ' ,L ’t j ln Mner Wich — 1449 5* H flseh,15 ■ Ä Mr °ld-U.SildkrMk frisch'a». i Wept.Std.50i "rmuschetu »u haben auf dem ,. _ 1548 biS Samstag Abend.' rinste iitubdn und ‘MWn berl Stuhl. j Neustadt 23. Anzeigen. wes «en W« r Kindermädchen rri’cfiflft auf baldigen to -nbci Herrn iac M« .»wi rvib«W«LHa|l| - vtrrnitlelE :l ii‘6*71;.. MM Reiicksvors sd“; Sä*. Obi. I haben einige Tage im Waverley-Hotel, Great Portland Street, gewohnt, ihre Koffer sollen mit den auf den Bahnhöfen Charing Croß, Paddington u. s. w. aufgefundenen identisch sein. Nicht ohne Schuld der türkischen Negierung befürchtet man auf Kreta den Ausbruch ernster Unruhen. Die Pforte will den überwiegend christlichen Bewohnern dieser Insel einen muselmännischen Gouverneur in der Person Halil Nifaat Pascha's aufoctroyren, wogegen die Kretenser sowohl direct beim Sultan, als auch bei den Mächten protestiren. Durch eine derartige unkluge Maßregel würde die türkische Regierung der nie erloschenen Agitation sür den Anschluß Kretas an Griechenland allerdings nur neue Nahrung geben. In den leitenden Kreisen der nordamerikanischen Negierung beschäftigt man sich immer noch mit Der Schweinefleisch- und Trichinen- Frage. Präsident und Ministerium, Repräsentantenhaus und Commissionen werden durch diesen interessanten Gegenstand in Anspruch genommen und setzen alle Hebel in Bewegung, um den einheimischen ^Schweineproducten" den ausländischen Markt wieder zugängig zu machen. Dem Siegesläufe Osman Digma's an der Küste Des Rothen Meeres ist durch die blutige Niederlage, welche die Engländer seinen Schaaren beim Brunnen El Teb bereitet haben, ein plötzliches Halt geboten worden. Trotzdem will der kühne Rebellenführer noch einmal mit den Engländern anbinden, er gedenkt das von Tokar, das sich unmittelbar nach dem Treffen von El Teb dem General Graham ergeben hat, nach Suakim zurückkehrende englische Expeditions-Corps auf dem Rückmarsch anzugreifen. Daraus, daß das letztere nach der Küste des Rothen Meeres zurückkehrt, geht hervor, Daß General Graham seinen Sieg über die Aufständischen nicht weiter auszunutzen gewillt ist und ein Marsch in das sterile Innere hinein, etwa nach Khartum zu, würde auch auf große Hmdernisse stoßen. edle (RkckL, Wasserburg unb Wolz) würbe fdbon früher im StSvdesaal Se- hirteL nochmals vorgebracht und an Sdfpklcu die Unzulässigkeit der Maßnahmen Or-Kh. Regierung tzarzuthua gesucht, während Geh. Staatsrath Jtn orr unb die Abgg. Osann unb SLröder die gegenthettlge Ansicht vertreten. Am Ende der Diskussion, das nach einem Antrags auf Schluß der Debatte einttat. gelangte der Ausschutzantrag Lvr Annahme, wonach sämmtlichen Punkten der Beschwerde keine Folge zn geben tst. In der morgigen Sitzung werden die Secundärbahnen -ur Berathung kommen« Schweiz. Bern, 4. März. Schulze, einer der Hauptagitatoren der hiesigen Anarchisten, ist heute ebenfalls verhaftet worden, Knglarrd. London, 3 Mär». In Folge der Entdeckung von Höllenmaschinen hoben die Londoner Eisendahn-Verwaltungen nunmehr beschlossen, Gepäckstücke nur zur Ausbewahrung zu übernehmen, wenn dieselben vorher zum Behuf« der Untersuchung geöffnet werden. Da« Reisegepäck einlausender Seedampser wird forlan «leichsalls eine strenge Revision zu bestehen haben und soll auch die französische Regterung ihre Bereitwilligkeit erklärt haben, durch Untersuchungen auf den in französischen Häfen ein- laufenden Dampfern die Einschmuggelung von Höllenmaschinen zu Derbtnbcrn. Im British Museum sind besondere Schutzmahregeln getroffen worden, da stch bas Gerücht verbreitet hatte, der nächste Besuch der Dynamitgauner werde diesem Institute gelten. — Uebrtaen« erklärt .Daily News" die Nachricht, daß die englische Regierung dem Washingtoner Tabinet wegen der in den Vereinigten Staaten betriebenen Vorbereitungen zu Dynamitattentateu gegen die Engländer habe Vorstellungen machen lassen, für un- aenau. Die Angelegenheit sei von dem englischen Cabinet noch gar nicht besprochen worden, wenn es auch wahrscheinlich sei, baß solche Vorstellungen, wie in früheren Fällen, erhoben würden. Aegypten. Kairo, 4. März. Aus Suakim von gestern wird gemeldet, ein egyp- tischer Dampfer habe 700 Männer, Frauen und Kinder aus Tokar daselbst ausgeschifft, von den englischen Panzerschiffen seien 300 Seesoldaten gelandet worben, die Garnison von Suakim bestehe gegenwärtig aus 650 Seesoldaten und 500 Mann ägyptischer Truppen, welch' letztere aber demnächst nach Kairo zurückgeschickt werden sollten. Die Rückkehr der von Suakim abgegangenen Truppen werde täglich erwartet. Die Aufständischen seien in großen Haufen in einer Entfernung von etwa 7 Meilen von Suakim versammelt, von den befreundeten Stämmen sei bis jetzt Niemand nach Suakim hereingekommen, Osman Digma bedränge dieselben und sei bemüht, sie zum Uebertritt auf seine Seite zu veranlaffen. Aus Yeddah werde gemeldet, die türkische Regierung habe den dortigen Kaufleuten die Waarenausfuhr nach Suakim bei dreijähriger Gefängnißstrafe verboten. Telegraphische Depeschen. Woiff'S trlegr. Eorrrspouvenr-Durrau. Berlin, 5. März. Von der „Prov.-Corresp." werden als die gesetzgeberischen Aufgaben für den Reichstag bezeichnet: Die Unfallversicherung, die Verlängerung des Socialistengesetzes, das Gesetz über die Actien- und Actien- Commandit-Gesellschasten, die Novelle zum Hülfskaffengesetz, das Reichsmilitär, und Civilbeamten-Pensionsgesetz und die Kreditforderung für Marinezwecke. Der Schwerpunkt der Aufgabe bestehe darin, den äußeren Frieden zur Herstellung und Befestigung des inneren Friedens, sowie der Eintracht zwischen den verschiedenen GesMchasts-Klaffen zu benutzen. Köln, 5. März. Der „Köln. Ztg." wird aus Rom von gestern ge« meldet, die Ernennung des Kardinals Ledochowski zum Secretär der Bitt- schriften-Commission dürfe als Einleitung zum Abgang von seinem Erzbischofthum betrachtet werden und werde wahrscheinlich auch seinen Auszug aus dem Vatikan zur Folge haben. London, 5. März. Telegramm des „Reuter'schen Bureaus" aus Hai- phong vom 5. März. In den letzten Tagen haben mehrere Scharmützel statt- gefunden. Das Wetter ist regnerisch. Kairo, 5. März. General Graham ist nach Trinkitat zurückgekehrt und heabsichtigt heute Nachmittag in Suakim einzutreffen. Die englischen Truppen in Trinkitat sollten sich heute ebenfalls nach Suakim einschiffen, Osman Digma hält sich mit seinen Schaaren sortgesetzt in einer Entfernung von etwa 10 Mellen von Suakim. Zn Suakim herrscht Ruhe. Lokales. G. Gießen, 6. März. (Sterblichkeit in Gießens Die Zahl der Todesfälle in der Woche vom 24. Februar 618 1. März belief sich im Ganzen aus 8. Davon «eigneten sich 3 bei Kindern, 5 bei Erwachsenen. Von 2 Kindern im ersten Lebensjahre starb eins an Scharlach, eins an Darmcatarrh. Ein Kind im zweiten Lebensjahre erlag einer Gehirnentzündung. Bet den erwachsenen Personen war Todesursache: Lungenschwindsucht zweimal, Lungenentzündung, Lungenschlag, Altersschwäche je einmal. . , Gießen, 5 März. sTheater.s DeS heutigen Theaterabends werben wir, wenn w-r die gegenwärtige Saison später einmal Revue passicen lassen, unS gern erinnern. Die Gestalt deS jungen Dichters und Commtsstonär« in englischen Manu- facturen Harry Heine wurde von Herrn Schölermann in Temperament, Ausdruck und Mienenspiel in gelungener Weise verkörpert. — Herr Schreiner gab den nüchternen Bankier Salomon Heine und sand auch für das Herzliche, das in ihm steckt, Tone von warmer Innigkeit. — Eine wirksame Charge bot der Hühneraugenoperateur und Lottertecollecteur Hirsch des Herrn Brautlecht. — Frl. Kohrsen I. ^Mathilde), Frau Brede (Frau Heine,, Frl- Kohrsen II. (Ottilie), Herr Sauer- mann (Makler Ltebentbal) und Herr Ebel (Comtoirdiener) vervollständtgtm das Ganze durch richtige Auffassung und wohlgesälliges Spiel- Es that uns leid, daß daS Haus nur mäßig besetzt war. Vermischtes. Marburg, 5. März. Bei den in Nordeck angestrengten polizeilichen Ermittelungen zur Entdeckung des Mörders sollen sich io erhebliche Momente hierfür ergeben haben, daß es wohl gelingen dürfte, dmselben der irdischen Gerechtigkeit zu überliefern. Marburg, 5. März. Am Morgen deS 1. Mär, gegen 6 Uhr wurde an dem Wege von Frankenberg nach Wangershausen in der Nähe der Edderbrücke die Leiche des Johannes Müller aus Wangershausen gesunden- Dieselbe lag an der Böschung des Weges im Graben. Der Tobte zeigte am Kopfe tiefe, schwere Verwundungen; ca. 100 Schritte von der Stelle, wo die Leiche lag, fanden stch in der Mitte des Weges große Blutlachen und die Spuren eines anscheinend stattgehabten Kampfes. Die am 4. d. Mts. in Gegenwart des Staatsanwalts von Marburg vorgenommene Obduction ergab, daß Müller unter anderen Verletzungen einen schweren Schädelbruch erlitten, welche den sofortigen Tod desselben zur Folge gehabt. Bereits am 1. März wurde als der Thäterschaft dringend verdächtig der Ackermann Konrad Reese von Wangershausen gefänglich etngezogen, welcher zusammen mit dem Ermordeten am vorhergehenden Abend Frankenberg verlassen und von Zeugen in Gesellschaft mit zwei weiteren Personen, den Schreinern Karl und Konrad Reese, in der Nähe der Edderbrücke gesehen worden. Auch gegen diese Letztgenannten haben sich so schwere Belastungsmomente ergeben, daß der Staatsanwalt gestern Abend in Frankenberg deren Lerhoftung anordnete. (O- Z) Darmstadt, 4. März- Di« Centralstelle für LasdrSstatistik briugt ff» ihren neuesten »Mitihe.lungen« eine Zusammenstellung der Preise der gewöhnlichen Ber- brauchsgegenstände an 16 Orttn de» GroßherzotzthumS. Darnach kostet- im De«»»«r 1883 der Crntner Steinkohlen in Darmstadt, Badenhausen, BenSheim, Erbach, Offen» dach und Butzbach 1 jH, In Besungen 1-05 JL, in Schotten sogar 1.20 0.95 und 0.90 kostet er in Büdingen, sodann in Altzh-im und Frtedbrrg; 0.88 JL lN Gießen, 085 in Mainz, 075 in Alzey, 0.65 t* Bmgen und 0 60 in WormS. Ossenbach, 3- März. Gestern Abend gegen 12 Uhr fiel eine auf einer Kommode in ein-m Hause der Slockenstraße stehende Petroleumlampe — wahrscheinlich in Folge unvo-sichtiger Berührung der neben daran in einem Bette belegenen Kinder — um und tnS Bett, wobei dos jüngste Kind in Flammen gerieth und erhebliche Brandwunden davonlrug. Aus daS laute Geschrei der Kinder eilten L>ute auS dem gegenüber belegenen Z mmer des nämlichen Hauses herbei und löschten das Feuer aus, so daß glücklicherweise kein größerer Brand des BeiteS rc. entstand. DaS älteste der Kinder soll vorher noch im Bette mit Auswendiglernen seiner Schulaufgaben beschäftigt gewesen sein. u11, 29. Februar. Eine gräßliche Scene spielte stch in der verflossenen Nacht aus der Sachfenhäuser Brücke ab. Zwischen 1 und 2 Uhr bemerk!« der patrouilltrende Nachtwächter König beim Pafferen der alten Mainbrücke, wie von der Nische aus, in welcher das Denkmal Kaiser Karl'S steht, eine dem Anscheine nach dem Arbeiterstande angehöiige, nicht schlecht gekleidete Frau, die um ihren Kopf etn blou- gestrickreS Tuch gebunden hatte, in das Wasser htnabschaute. Die Frau kniete auf der steinernen Brüstung und der Wächter sagte sich sofort, daß das -infame Weib einen Selbstmord auSzuüben beabsichtige. Er trat detzhalb heran, umfaßte die Frau und wollte fte herunterziehen. Nun ober entspann sich «in besttgeS Ringen zwischen den Beiden. Die Frau machte die wildesten Anstrengungen, sich den Armen deS Wächters zu cntmtnben, schlug mit aller Kraft diesem tn’ß Gesicht, kratzte den Mann mit den Fingernägeln unb schwang stch endlich mit Gewalt über die Brüstung. Noch vermochte der Wächter die bereits halb in der Lust hängende Frau einige Minuten lang Über Die schwindelnde Höhe ju halten; da aber keine Hülse kam, die Lebensmüde aber mit krampfhafter Anstrengung stch zu befreien suchte und der Wächter nahe daran war, mit Über die Brüstung gerffsen za werden, so mußte derselbe nachgeben und das Weib, das während deS ganzen Kampfes keinen Laut von sich gegeben, loslaffen. Die Unglückliche stürzte in die Tiefe, ein Klatschen aus dem Wasser, und alles war still. Entsetzt, todtenbletch, schaute der erschöpfte Wächter auf die dunklen Fluthen und wankte dann lief erschüttert fort, um Anzeige von dem schrecklichen Vorfall zu machen- Frankfurt a. M., 4. März. Zu den Selbstmorden der letzten Tage ist heute ein neuer getreten. Em alter hiesiger Bürger, em beliebter, freundlicher und entgegenkommender Mann, Herr Reißer, Beamter der Markthalle, wurde heute früh im Stadr- walde an einem Baume erhängt vorgesunden. Der Mann hatte seinen Entschluß einigen Bekannten vorher brieflich mitgetbeilt. Geldneth, resp. Schulden und daraus entspringende Sorgen um die Existenz seiner aus Frau und 5 Kindern bestehenden Familie werden als die Veranlassung zu dem schrecklichen Schritte angegeben. Auch spricht man davon, daß der dedauernswerthe Mann Furcht vor Entlassung aus dem Dienste gehegt habe. Rrißer war früher Mitglied der Stadtoerorbneten-Der- sammlung. t n Stuttgart, 2. März. Die VerdachtSgründe gegen die drei wegen des jüngst hier begangenen Raubmords Verhafteten schwinden immer mehr zusammen. WaS den Houptbeschuldigten Döttling anlangt, so scheint gerade das, was Anfangs als datz Gravirendfte bezeichnet wurde, die Blutspuren nämlich, die an seinen Kleidern gefunden wurden (unb die er selbst aus gehabten Raufhändeln erklärt), bet vorurteilsfreier Erwägung der Thatumstände vielmehr zu seinen Gunsten zu sprechen. Denn nach der ganzen Beschaffenheit der Todcswunde, wie nach den Blutflecken, die im Geschafislokal des ermordeten Reinhardt hoch an der Wand hinaus sich vorsanden, müßten die Kleider des Mörders ganz anders mit Blut überströmt sein, als eS bet Döttling der Fall ist. Diesem Umstande gegenüber verliert der andere, daß Döttling fern Alibi nachweisen kann (er sagt, er sei zur kritischen Zett im Stall bei seinen Pferden gewesen, waS an sich ganz glaubhaft ist), seldstverständlich alle Bedeutung und so ist, wenn die Unter- suchung nicht noch eine ganz andere Wendung nimmt und neue unerwartete Verdachtsgründe sich ergeben, an der baldigen Freilassung Döttling's und seiner Mitbeschuldigten nicht zu zweifeln. So schwebt also wieder tiefes Dunkel über der gräßlichen That und jetzt, da der wirkliche Mörder, mag er nun hier oder auswärts weilen, über eine Woche Zeit gehabt, die Spuren seiner That zu verwischen, ist die Aussicht nur mehr geringe seiner habhaft zu werden. Die Newyorker Germania, LebenS-Versicherungs-Gesellschast, veröffentlicht in dem Jnseraten-Theile dieser Nummer, wiederum allen deutschen Gesellschaften vorauf einen Auszug aus ihrem Jahres-Bericht, dessen Zahlen die vorzügliche Lage der Gesell- schast aufS Neue constatiren. t , r Die Activa baden sich um über 2 Millionen Mark vermehrt und belaufen stch nunmehr auf A 44,210,011, wovon 56 pEt- auf erste Hypothek, 26pCt. in Staate- papieren und Corporations-Obligationen, 12pCt. in Grund;Eigenthum und 2pCt. in Lombard-Anleihen, also 96pCt. verzinslich angelegt sind, so daß nur 4pCt. auf Baar- Bestand, Prämien zum Jncasso in den Händen von Agenten und dergl. kommen. Die Passiva betragen A 39,319,078, davon die rechnungsmäßige Prämten-Reserve A 37,575,01 unb das Sicher heitS-Capital A 850,000. Die Actwa übersteigen die Passiva also um A 4,890,933. Nur zum vollen Betrage realistrbare Werthe gelten als Activa, nicht einmal Saldi der Agenten sind in dieselben eingeschlossen. Die Einnahmen an Prämien und Zinsen betrugen im vergangenen Jahre A 8,501,143. Für Todesfälle wurden A 2,520,831 (wovon 555,594 in Europa) ausgezahlt, für zu Lebzeiten fällige Policen und Renten A 1,047,692 (m Europa A 46,138) unb für Dividenden A 978,574 (in Europa A 239,594). Neu versichert wurden im vergangenen Jahre A 19,243,715 auf 2231 Policen^ wovon in Europa A 6,142,976 aus 1167 Policen. In Kraft waren am Ende des JahreS 21,753 Policen für A 162,116,662, wovon in Europa 9,424 Policen für A 48,392,046 Capital und A 33,364 Rente. Die Prämien-Reserve beträgt über 23vCt. der versicherten Summe und im Ganzen sind sogar schon nabe an 27pCt. der versicherten Summe vorhanden- Von den in Europa Versicherten haben 144 Personen die Anwartschaft zur Versicherung gegen Kriegsgefahr zu den der Gesellschaft eigcnthümlichen bequemen Bedingungen erworben. Bon den Activen der Gesellschaft befinden sich in Europa Depositen zum Betrage von A 2,540.272, der Werth des Geschäftshauses in Berlin von A 1,055,000 und Darlehen auf Vollem A 235,553, also zusammen A 3,830,825. Handel und Verkehr. Frankfurt, 5. März. Auf dem heutigen Markt kostete der Eentner Heu A 3.00—3.90, Stroh A 3.10—3.40, Eier das Hundert A 4 40—6.80, Butter 1. Qualität A 1.00, 2. Qualität A 1.20, Kartoffeln per Eentner A 2.25—2.50, Kohlrabi 5-6 H per Stuck, Erbsen 100Kgr. 19—28 A, Rothkraut per St. 12—30 H. Poularden A 0—0, Huhn 1.50—2.20, 1 Ente,A 3.00—4.00, 1 Taube 50-00 Hahn Aa 1.70—2.00, Gans A 5—8.00, Welsche A 7—10.— Limburg, 5. März. Rother Weizen A 16.90, weißer Weizen A 00.00- Korn A 12.10, Gerste A 9.60, Hafer A 7.30, Erbsen A —, Kartoffeln A —- — (Verein Creditresorm.) Vor dem Großh. Landgericht Mannheim wurde am 30. November die Streitsache des Lederhändlers I. M. Mohr wegen Eintrag in die Liste gegen das Vereinsmitglied G. Ginthum in Heidelberg zu Gunsten des Heidelberger Vereins Creditreform entschieden und I.M.Mohr kostenpflichtig abgewiesen.— Aus der Verhandlung ist besonders hervorzuheben, daß von Seiten des Gerichtshofs die Wirksamkeit und Tendenz der Vereine Creditreform lobende Erwähnung fand. Zur gefl. Beachtung. Schriftliche Anfragen wegen Auskunftsertheirung über Inserate rc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegt ist. lieber Inserate bezüglich deren Offerten einzureichen finb, ist die Expedition zu keinerlei Auskunftsertheilungen befugt. Offertenbriefe sind — soweit keine bestimmtes gegentheiligen Abmachungen getroffen wurden — in der Expedition abzuholen. bis 16 melier Länge, 1035 Sln-k Ach stanzen, j3P0 Stück ÄW 50 Mnmnieter Knüppelholz 5687 Buchen-, E Men. Der Anfang i' Uhr int Mwc kG r t ,. Mschechm, GM- Bürgern 3 Dirn-tag Donnerstag jedesmal von 9 saugend, kommt unb Mrkmld Berstchernnz: 9 Kchen-Stäm Durchmesser, 150 Eichen-Stäm Durchmesser, 7 Bnchen-Aär Durchmesser, 5 Hainbuchen-! Ctm. Durch 188 Nadel-Stäm Durchmesser 217 Nadel-Derbs Ctm. Durch 12 Bucheu-Derl Ctm. Durch, 351 Raummeter 9 13 336 264 478 Die e drei wegen betz jüngst r zusammen. Was den was Ansangs als ba6 leinen Kleidern gesunden 0, bet voi-nriheilcheier Zechen. Denn nach der n, die im GeMMül wen, Mühlen die Kleider tt Döitling der Fall >st, ng sein Alibi Nachweisen ferden gewesen, waS an s so ist, wenn die Unter- । e unerwartete Verdachts- feiner Mdefchuldtzten )er gräßlichen Thal unk veilen, Aber eine Woche lsrcht nur mehr gering, Lschast, verMnlllchtin n Gchllschaslen voraus, rzüMeLage der Gesell- , mehrt und belausen stS Ihr!, W- in Staats- Zigenthum und 2M In »aß nur 4pCt. aus Baar- und bergt kommen- smShigePrümien-ReM m die Ict!«a, nicht elnwl fm oergani-m W 4 In 6uropa) oWl* Europa * 16M> “ül 3,715 auf 2231 SPbM ■ IrJi 162,116,662, 33 364 «Rente- (fierten &««* a”b mwie »orhE $ ässtt* 325. ______ tnpt J ne auf ein«. ; unb tS?nbtr ’ ÜÄ 2 “Ubrüjf her W Ansch'rin?n.°7?» t ?l)r(n 6n , ^ch betn )ll 8Ä,eln bl°°- 18 ‘,nÄ|QhUliblt umfaße q? liniB 8 *1« n m^u p 9Pnf;‘ .Milchen den •$*ä “iw* ragt Ist 6tull enbiitfift unb enlaegtti, lm e,akl: fff*« 6nlf4ln6 ®4ulb(n und batans ^ Kindern bestehenden "Ne angegeben. Auch t vor Entlassung aus vladtverordneien-Ser. I (fetitner 1^304 3ti1),nrnalltSuki50'W „4,Uv, 1 * »Ä* Die Lieferung der für die Anstalt in der Zeit vom 1. April 1884 bis Ende März 1885 erforderlichen Fleisch-, Back- und Spe- cereiwaaren, sowie der Milch, Seife und des Strohes soll im Submissionswege vergeben werden. Offerten sind bis 15. März l. I. einzureichen. Gießen, am 5. März 1884. Gr. Direcüon der Entbindungsanstalt. Prof. vr. Kaltenbach. 1592 Hotz-Versteigerung. Dienstag den 11. März l. I. soll in dem hiesigen Mark-Wald, Vorder- und Hinterwald, folgendes Holz versteigert werden: 1 Buche von 9 -Dieter Särge, 48 Ctm. mittlerem Durchmesser, 1,77 Festmeter Inhalt, 9 Stück Fichtenstämme, von 15 bis 16 Ctm. mittlerem Durchmesser und von 12—13 Mtr. Länge, 1035 Stück Fichten-Derb- und Reisslängen, 1300 Stück Bohnenstangen, 50 Raummeter Buchen-Scheit- und Knüppelholz, 5687 Buchen-, Eichen- und Kiefern- Wellen. Der Anfang ist des Morgens 10 Uhr int Hinterwald am Wetterbergskopf. Muschenheim, den 4. März 1884. Großh. Bürgermeisterei Muschenheim. ________Roth.________1588 DienStag den 11. und Donnerstag den 13. d. M.*), jedesmal von 9 Uhr Vormittags anfangend, kommt in hiesigem Gemeinde- und Markwald folgendes Holz zur Versteigerung: 9 Eichen-Stämme, von 39—69 Ctm. Durchmesser, 15,44 Festm., 150 Eichen-Stämme, von 12—24 Ctm. Durchmesser, 15,85 Festm., 7 Buchen-Stämmevon 35—57 Ctm. Durchmesser, 10,36 Festm., 5 Hainbuchen-Stämmc,,vou 26—31 Ctm. Durchmeffer, i,71 Festm., 188 Nadel-Stämme, von 12—32 Ctm. Durchmesser, 28,56 Festm., 217 Nadel-Derbstangen, von 11 — 12 Ctm. Durchmesser, 13,19 Festm., 12 Buchen-Derbstangen, von 11 — 12 Ctm. Durchmesser, 0,56 Festm., 351 Raummeter Buchen-Scheit, 20 „ Eichen- „ 401 >/r „ Buchen-Knüppel, 474 „ Eichen - Knüppel in Schichten zu 4 Mtr. Länge, 9 „ Nadel-Knüppel, 13 „ „ Stock, 336 „ Buchen-Reisig, 264 „ Nadel-Reisig, 478 „ Eichen-Reisig. Die geringen Eichen- und Nadelstämme sind zu Grubenholz geeignet. Die Zusammenkunft ist am ersten Tage im District Streubad beim Pflanzgarten, am zweiten Tage am Kreuz des Bellersheim - Münzenberg- Obbornhofen-Muschenheimer Wegs. Andersten Tage kommt das Stamm- und Stangenholz zur Versteigerung, am zweiten das Brennholz. Bellersheim, den 4. März 1884. Der fürstl. Markmeister. 1541 Bopp. ®) In voriger Nummer irrthümlich auf Dienstag den 11. und Mittwoch den 12. b. M- angegeben. Hcn «nd Dickwurzeln zu verkaufen bei Jac. Thomas 1521 am Schiffenberger^Weg. Wratbückinge frisch eingetroffen. 1557 Gg. Wllh. Weidlg. Kksgemeiner Anzeiger. Hohversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 10. März 1884, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem District Strangswiese nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. B rennholz. Scheith. Prügrlh Stockh. Reish. Nmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen Buchen 1 — 2 50 Eichen 62,2 131 30,4 1330 Nadel 2,2 14,6 15,4 2330 Aspen 11,5 1 — — B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 149 Eichenstämme mit 39,12 Festm. und bis zu 48 Ctm. Durchmesser, 64 Fichten- und Kiefernstämme mit 48 Festm. und bis zu 76 Ctm. Durchmeffer, 1 Birkenstamm mit 1,46 Festm., 1 Aspenstamm „ 1,08 „ 96 Fichtenstangen „ 7,38 „ Die Zusammenkunft ist an der Strangswiese. Gießen, am 4. März 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 1529 A. 33ramm. Mehrere Gärten zu verkaufen durch 735 I. Blitz. gegen 1574 25 II 83 II 7 Vogel. 1443 100 9070 418 70 Marktstraße. 1017 3250 3500 133 33 119 58 120 Buchen-, Eichen-und Aspen-Prügelholz, Buchen- und Eichen- Stockholz, 2580 5400 37 Baarzahlung versteigert werden. Günstige Gelegenheit für Wiederverkäufer. jH. älees, Concursverwalter. Golz- vcrstcigcrungen. In der Fürstlichen Mkr- förstkrci Hohrnsolms soll nach- verzeichnetes Gehölz an Ort und Stelle versteigert werden: I. Montag den 10. d. M., Morgen- präcis 10 Uhr, in dem District „Jselscheid" auf der Staatsstraße, zunächst Fellingshausen anfangend: 117 Raummeter Buchen- und Eichen- Stammprügelholz, Zusammenkunft Morgens 10 Uhr auf dem Schlagweg. Lich, den 1. März 1884. 1481 Wimmcnauer. II. Mittwoch den 12 d. M., Morgens präcis 10 Uhr, in dem District „Windelbach", in der Abthellung Schwarzloch beim Dachsbau anfangend: Raummeter Buchen-Scheitholz, Wellen bergt Reisholz, „ bergt. Forstreiser, Eichen-Stämme mit 18,33 Fest- meter, zu Wagner- und Grubenholz geeignet, Stück Fichten-Stangen. Wellen bergt. Reisholz, „ bergt. Forstreiser, Eichen-Schnitt- und Baustämme mit 27,43 Festmeter, geringe Kiefern - Stämme init Holz-Versteigerung. Montag den 10. März I. I. sollen im Auftrag der Her:en Schmidt & Siegel in Kaue:slautern in dem Walde des Freiherrn v. Nordeck zur Rabenau in Friedelhausen, District Strackeloh, Gemarkung Staufenberg, 550 Rm. Buchen- und Eichen-Scheit- holz, darunter 30 Rmtr. Eichen- Scheitholz für Küfer, 931 Rm. Buchen-, Eichen- u. Nadel- Knüppel, 1200 Nm. Buchen-, Eichen- u. Nadel- Stöcke, 5500 Rm. Buchen- und Eichen-Reiser, 900 Stück Fichten-Gerüststangen mit 54 Fstm. versteigert werden. Der Anfang ist Vormittags 9 Uhr im oben genannten Walddistrict. Staufenberg, den 29. Febr. 1884. Der Bürgermeister: seiden versteigert werden: Nm. Buchen- und Eichen-Prügel- Jch empfehle einen rein und kräftig schmeckenden Kaffee pr. Pfund 1 Mark. Wilhelm Seibert? Holzversteigerung. Nächsten ffteitaß den 7. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, bei der Wieseckbrücke in Gießen beginnend, soll das Abfallholz von den Alleebäumen an der Grünberger und Licher Straße an Ort und Stelle loostveise versteigert werden. Gießen, den 5. März 1884. Großh. Kreisbauamt Gießen. Walter. 1550 ZM Weinsaal, Bahnhofstraße, ' Dienstag den 11. und Mittwoch den 12. März, jedesmal Nachmittags 1 Uhr anfangend, die zur ConcurSmasse des Kaufmanns Philipp Nau dahier gehörigen Waarenoorräthe, bestehend in: Wollengarnen, sowie Herren-, Damen- und Kinver- strümpfen in allen Farben, gestrickten Herren-Kamifölern und fonSigen Wollewaaren, Herren-, Damen- und Kinder-Unterhofen rc., Kattun- und Druckzevgen in ab- gepafjten Kleidern und ganzen Stücken, Arbeitshemden in allen Farben, Arbeits-Röcken und.-Hosen, sowie Kiuder- anzügen, Straminpantoffeln, Filzschuhen und Kinder- schuben, Zwirnen in Zahlen und Rollen, Litzen, Schnur, und Hosenträgern, Knöpfen, Kämmen, Seifen und Haarölen, Schiefertafeln und eine Parthie GefundheitS- kasfee von L. Wittich rc. rc. Holzversteigermg in der fürstl. Bberförsterei Lich. Dienstag den 11 März forten im „Münchwald" bei Burkhards- 1,43 Festmeter. Hohensolms, am 1. März 1884. Fürstliche Oberförsterei Hohensolms. Börmer, Revierförster. 1514 Meh und Krämermarkt zu _ __ holz, „ Kiefern-Prügelholz, „ Kiefern- und Fichten-Stock- holz, Wellen Buchen-, Eichen- und Nadel-Reisholz, Rrn. Kiefern-Langreisig, ferner: Fichten- und Kiefernstäinrne mit 13,80 Festm. und Fichtenstangen mit 5,48 Festm. Inhalt. Jeitgeöotenes. 1586 Ein gutes Leder-Sopha zu Verkäufern____________Schillerstraße 11 Hl. _ Küchen- und Haushatt- attikel, Bürsten und Korbwaaren in schönster Auswahl empfiehlt Louis Lony, 1581 Marktstroße. am 12. März l. Js. Die Erfahrung hat gelehrt, daß bei den seither im Monat März dahier abgehaltenen Jahrmärkten der Handel mit Schafvieh reiner Raye ein ganz besonders lebhafter war. Das Interesse der Herren Landwirthc im Auge habend, mußte uns dies so erfreuliche Zeichen wohl veranlagen, daran zu denken, daß. auf diesen Märkten, neben anderem Vieh, auch der Handel mit Schafvieh reiner Ra?e ein immer lebhafterer werde. Dies kurz vorausschickend, diene nun zur Kenntmß der Herren Land- wirthe, daß mehrere Herren Schafhändler, mit denen wir uns in Benehmen gesetzt und uns bereitwilligst zugesagt haben, den diesjährigen Jahrmarkt am 12. d. M. mit schönem Zucht- und anderem Schafvieh reiner Raye mit großer Anzahl befahren werden, und wir bitten die Herren Land- wirthe, den Markt recht zahlreich zu besuchen und unser in ihrem Interesse, liegendes Bestreben durch abzuschließende Käufe freundlichst fördern helfen zu wollen. Artendorf, a. b. Lumda, am 4. März 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Mendorf a. d. Lumda. Bieber.__1576 Frmhjahrsmarkt zu Mimzenberg. Mit höherer Genehmigung soll der im Landkalender auf den 20. März d- I. eingetragene Markt nicht an diesem Tage, sondern Donnerstag den 13. März 1884, verbunden mit gtohweixw-Markt aß0^a©tr Tingefriebiste Sprungplatz und dessen Umgebung wird als Marktplatz ordnungsmäßig eingerichtet und kein Standgeld irgend welcher Art erhoben. Münzenberg, den 4. Februar 1884. . Großherzogliche Bürgermeisterei Munzenberg. 917 Jager. Bet Laut an 25. August bis ( Ts tijnr 1) Pferde,! pro ( 2) Sutter, $) Maschin Pro- Fri Darmsta W Nachmittag unb Wolsikehl de lonW^,®|iun( PrDdnit einen »alb ouf Errlchmi »tr Äammer ein g derselbe fetr ft und Ge ‘ w* Abgeordneter i^ntöOTten. tIM «st« Kr-r -SKf. ble SentrÄ’ Är*'® N.;te bttückL Abg., Dunkl/^e äspss °ui P°reni"n^chth M-r L°-lche 9m Stont c "irn fe"b'Ü 26ltn ^aten L2„ BllI »irben, ™nb'ti n Activa in Europa 8,50 1578 gusas ä Berliner Stadt Mainz 1386 Mermiethungen 1571 Einzelne Zimmer, schön möblirt, r Semester 70—80—130 Jt. per Semester 70 DDODI Nähe M U ff If M ■- v." ~ r# ff Portorico, brillant Java, gelb, aromatisch Gold-Menado, hochedel Mocca arab, feurig Block-Chocolade, z. Kochen Depofitum in Deutschiand.- Darlehen auf Policen: ist zu über- 2,840,272 Mk. 3,830,828 238,883 I io,— 10,80 12,— 13,— 10,— Neben der Sicherheit, welche der blühende Zustand der Gesellschaft selbst gewährleistet, reducirt die hohe, durchaus sichere Verzinsung der Capitalien und die Rückgabe des ganzen Ueberschusses an die Verstcherten die Netto-Kosten der Versicherung für Jeden auf das möglichste Minimum. Dividenden- Bezug beginnt schon zwei Jahre nach Zahlung der ersten Prämie. — Nähere Auskunft ertheilt: JFr« JLelb^ Haupt-Agent in Gießen. w 10 10 10 10 10 .10 davon in Europa. Total-Aetiva am 1. Januar 1884: Reiner Neberschuß einschl. Sicherheits-Capital 1526 Einen Lehrltng sucht CH. Schophach, Möbelschreiner, Oteuen Bauen 7. Samstag den G. Marz, Norwittags 10 Uhr, in das Cafe Ebel (Balzers zu einer Besprechung eingeladen. 1577 Mehrere Wahlmanner. T* ö © Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen« Eine in unmittelbarer der Stadt gelegene Wiese, zum Holzplatz geeignet, 1480 Ein gut möblirtes Simmet zu vermiethen. Alicenstraße 19, parterre. Europäische Abtheiluug, Leipziger Platz 12, im eigenen Hause in Berlin. Special-Verwaltungs-Rath s Ed. Frhr. V. d. Heydt, H. Hardt, H. Marcuse, für Europa: I Br. Fr. Kapp, Carl Sander, Herrn. Bose, General-Director. Versicherungen in Kraft: 21,753 Policen für JL 162,116,662 Ein schwarzer Neufundländer- .Hund, aus den Namen „fiector" g hörend, entlaufen. Dem Wiederbringer gute Belohnung. Vor Än- kauf wird gewarnt. Abzugeben in der Exp. d- Bl. 1575 Auch per Bahn ohne Umladung, sowie Verpackung von Glas, Porzellan >c. besorgt billigst unter Garantie 1584 Ludwig B-ndor, Marktstr. 2. Vermischte Anzeigen. 1569 Ein Bursche, der mit Pferden umgehen kann, pr. sofort gesucht. Stadtkundige erhalten den Vorzug. __________________A^tzsteingaffe 7. Meinem lieben Herrn IPHers wünsche zu seinem heutigen Benefiz ein recht gut besetztes Haus- 1567 Ein Freund in der Ferne. 1591 Verloren ein schwarzes Tuch vom Neuenweg nach dem Seltersweg. Dem Wiederbringer eine Belohnung in der Exped. d. Bl. verpachten und sogleich zu nehmen. Näheres bei der Exped. ds. Blattes. altrenommirten Export-Brauerei von Simo» Hering in Kulmbach empfiehlt in feinster Qualität in Vt Flaschen ä 30 Pf., in V2 m ä 16 „ Louis Lmd, 1552 Kirchenplatz.