issa ”ä’ s vd nzerger Erscheint mit Ausnahme des Montag- flMVMIil SchRißraße 7. rr-sM-8 iten die NachW, g. Mainzer. hmittag 2 Uhr von 7336 Wes, - im 88. Lebensjahr Prei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlotz^ Durch dir Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. 7322 inierbliedeiikn: imbrachts. , Mmmber, Nächst) GUS M- «"»>■ >"»" Ha 7346 Den und Bekannten Uhr erfolgten ’ Tante tyMmer. 260 Zweites Blatt Donnerstag den 6. November Politische Ueberficht. Gießen, 5. November. Während sich die Wahlnachrichten noch von Stunde zu Stunde ergänzen und, je nach dem Partei-Standpunkt, manchen angenehmen, manchen unliebsamen Widerruf früherer Meldungen mit sich bringen, richtet sich der Bück bereits auf die engeren Wahlen, welche innerhalb der nächsten 14 Tage ent* schieden werden muffen. Alle Parteien sind mehr oder minder stark daran be- theiligt, speciell sind aber hierbei die Nationalliberalen, die Deutschfreisinnlgen und die Socialdemokraten interessirt. Die Nationalliberalen haben in 42 bis 43 Wahlkreisen die Stichwahl zu bestehen, für sie, die ihren Besitzstand im früheren Reichstage so ziemlich gewahrt, handelt es sich darum, im zweiten Wahlgange noch möglichst viel Mandate zu erobern, was ihnen ermöglichen würde, ihren Einfluß im Reichstage als gemäßigt-liberale Partei mehr als bisher geltend zu machen. Von noch größerer Bedeutung sind die Stichwahlen für die Deutschfreisinnigen; ihre bisherige Zahl im Reichstage ist durch die Wahlen vom 28. October um mehr als zwei Drittel vermindert worden und es ist daher begreiflich, daß die Deutschfreisinnigen Alles daran setzen müssen, um die erhaltene Scharte wenigstens bei den Stichwahlen, deren sie ca. 50 zu bestehen haben, in etwas auszuwetzen. Die Socialdemokraten endlich, welche bei dem ersten Wahlgang relativ die meisten Erfolge errungen haben, haben in 20 bis 25 Stichwahlen, in denen sie engagirt sind, Aussicht, zum ersten Male Ln arösterer Anzahl im Reichstage zu erscheinen. Die Gerüchte, nach denen der Statthalter der Reichslande, General- Mdmarschall Freiherr v. Manteuffel, das Commando des 15. Armee-Corps niederzulegen beabsichtige, sind bis jetzt osficiöserseits weder widerlegt noch be- stätigt worden. Man wird sich mdesten noch entsinnen daß, als bald nach der Einsetzung des Statthalters General v Fransecky das Commando des 15. Corps mit dem Gouverneurs-Posten von Bersin vertauschte, vielfach die. R-dedavon war, viese Veränderung sei in Folge von Meinungs-Verschiedenheiten zwischen dem Statthalter und Herrn v. Fransecky erfolgt. Dadurch, daß der Statthalter zugleich das Commando des 15. Armee-Corps mit übernahm, sind alle Kollisionen vermieden worden, und es scheint unwahrscheinlich, daß diese Personalunion so bald ausgehoben werden wird. __ . Die „Moskauer Zeitung" veröffentlicht, wie der „Times au- Petersburg telegraphisch mitgetheilt wird, einen Artikel über die nach Joerun einberufene Congo - Conserenz. Das Blatt verbucht den Nachweis», daß diese Conferenz und die vorherige Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich über die Colonialpolitik deutlich gegen die Prätentionen Englands auf die Herrschaft zur See, sowie dagegen gerichtet seien, daß England überall dort selbst seine Grenzen bestimmen wolle, wo seine Interessen außerhalb der europäischen Welt zum Vorschein kommen. Von dem Empfange der österreichischen und ungarischen Delegationen beim Kaiser in Pesth werden noch nachträglich manche bemerkenSwerthe Einzel- heilen bekannt. So gedachte er im Gespräche mit den Delegirten aus Böhmen besonders freundlich der „vermittelnden Thätigkeit" des Statthalters Baron Kraus. Ferner sprach sich der Kaiser mit großer Entrüstung über d'° Mgsten skandalösen Vorgänge in der Agramer Landstube aus und tadelte scharf das Verhalten der Starscevicianer. während er dasMige der Nasionatparier ger« vorhob. Der Monarch drückte schließlich die Hoffnung aus. daß es der Cnergie des Banus und der Nationalpartei dennoch gelingen werde, das Anjehen des Landtages zu wahren und die deni Lande so dringend nothwendrgen Gesetze zu Stan bringen.^ Action Frankreichs an dem Nordostrand Afrckas in Marokko ist in diesen Tagen durch die Mißhandlung einiger sranzoiücher Untertanen in Tanger wiederum nothwendig geworden. Anscheinend macht die marokkanische Regierung Schwierigkeiten. Frankreich die geforberte Genug thuung zu leisten und um dieser berechtigten Forderung mehr Nachdruck zil ver leihen, ist das französische Panzerschiff „Suffren" in Tanger eingetroffen. Betreffend: Herbst. Control-Versammlungen. , Gießen, am 21. October 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Meßen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die nachstehende Bekanntmachung wollen Sie in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise veröffentlichen lasten. vr. B o e t m a n n. , , Ä , Gießen, den 19. October 1884. und sFraMrta.M. ichlnummeririe ph tigung m -pdeckek Wst-r MH« I« \ug. äiider""s «i--" ‘ Sgg SiS» Die diesjährigen Herbst-Control-Versammlungen werden im Kreise Gießen wie folgt abgehalten werden: 1. Im Bezirke der I. Compagnie (Greßen). 1) Zu Gießen am 8. November 1884, Vormittags, im Oswald'schen Garten , ml r-- R?s?rnisten der Infanterie sowie sämmtliche zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden entlassenen Lollar am 10. November 1884, Vorunttags 9 Uhr, neben dem neuen Bahnhossgebaude. l- p. t . grnptihnrf n d Lda Alten-Buseck Bersrod, Beuern, Climbach, Daubringen (mit Hof Heibertshausen), Großen-Bufeck, Lollar, Hierher gehören die Orte. Mendorf Llkir'chb-rg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lda., Trohe und Wie,eck. 3) Grünbera am 10 November 1884, Nachmittags 1V< dem ^uhnhofe. „, , ... s', rwt'- Reltersbain Gellshausen Göbelnrod Grünberg (mit der Dickelsmuhle, Neumuhle, Stadtmuhle, Steinmuhle, Hierher gchoren d>e Orte. All Wen,, Harbach (mit der Kolbenmühle. Sommermühle) Keffelbach mit der ^b(r,a>illck>en Vavllrmüble) Lauter (mit der Arztmühle, Bingmühle, Georgenhammer, Strellesmuhle und Walkmühle) , Lindenstruth, Londorf (mit'der Burg Rabenau, Burgmühle, Schmidtmühle, ReiMmühle und Ziegelhütte), Lumda (Groß- und Klein-), Odenhausen (mit Appenborn-Hof), Queckborn, Reinhardshain, Reiskirchen, Jiüddmgshaujen,Saafen (mit Bolln- bach, Veiisberg und Wirberg), Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Wertersham (mit dem Hamer-Hof) und Winnerod. u. Im Bezirke der II. Compagnie (Lich). 1) Zu Hungen am 15. November 1884, Mittags 12Vr Uhr, am Friedhose. Hierher gehören die Orte: Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd Langsdorf, MMenhem, Nonnmroth, Obbonchofen, Rabertshausen $ 1 (mit Ringelshausen), Rodheim (mit Hof Graß), Röthges, Stemheun, Trais-Horloff, Utphe und Vlllingen. 2) Zu Lich am 15. November 1884, Nachmittags 3'/r Uhr, am Bahnhose. .. , s;, Hrb- MM All^dors a d Lalm Birklar Dorf-Gill, Eberstadt (mit Arnsburg), Etsingshau en, Garbenteich, Groß-Linden, Hierher gehören d.e Orte. W-g*^e“; ^Köns Lechgestern, Lich (mit Albacher-Hof, Kolnhausen und Mühlsachsen), Münster, «... - .....Ä.ÄSä» **-■ •** Verfammlunaen auf dem Dienstwege eingereicht werden. - - *■ Beginn der Control-Versammlung Schirme, Stöcke, Pfeifen -c. fortzulegen find.Oberst z. D und Besirks-Commandeur. Aus Schottland wird von einer erschütternden Theater-Katastrophe berichtet. Im Stadltheater zu Glasgow entstand am Samstag in Folge falschen Feuerlärms und der dadurch hervorgerufenen Panik ein großes Gedränge, in welchem 16 Personen getödtet und 12 verletzt wurden. In der türkischen Eisenbahn-Politik ist ein völliger Stillstand eingetreten, was namentlich in Wien unangenehm berührt, da man hier begreiflicher Weise großes Interesse an dem baloigen Ausbau der aus türkischem Gebiete liegenden Theile der Orientbahnen hegt. In einem geharnischten Artikel führt es der „Pesther Lloyd" der Pforte zu Gemüthe, daß alle Abschweifungen und Nebenfragen sie nicht von der Pflicht entbinden können, die sie durch die EisenbahN'Convention mit Oesterreich, Serbien und Bulgarien aus sich genommen, die Anschlußlinien sowohl in der Dichtung nach Konstantinopel, als auch nach Salonichi auszubauen und zu vollenden. Im Uebrigen meint der „Pesther Lloyd", wenn s. Z. die Linie bis an die Grenze des türkischen Territoriums ausgebaut sein und durch die Versäumnisse der Türkei zur Rolle einer unfruchtbaren, unprofitabeln Sackbahn verurtheilt sein sollte, dann würden die Signatare der convention ä qua Ire das Recht haben, Ersatzansprüche zu erheben und die Pforte aus Entschädigung zu belangen. Es werde dies nur eine der üblen Folgen sein, welche sich die Pforte durch die Nichtachtung der Convention zuziehen könne, und bei Weitem nicht die schlimmste. Am vergangenen Dienstag, dem 4. November, ist in der großen atlantischen Republik die Entscheidung darüber gefallen, ob Cleveland, der Candidat der Reformen auf verschiedenen Gebieten anstrebenden, demokratischen Partei, oder Alaine, der Candidat der corrumpirten republikanischen Partei, für die nächsten vier Jahre die höchste Würde in der Union bekleiden soll. Leider sind dem abschließenden Tage der amerikanischen Wahlbewegung noch blutige Scenen vorangegangen. In Neu-Iberia (Louisiana) kam bei einer politischen Versammlung zu Ruhestörungen, wobei 6 Personen getödtet und viele verwundet wurden. In Heyderabad (Vorder - Indien) ist es anläßlich des mohammedanischen Mohrum'Festes zu ernsten Excessen Seitens der arabischen Bevölkerung gekommen. Zwischen der Polizei und den Tumultuanten fanden blutige Zusammenstöße statt, bei welchen zahlreiche tovte und verwundete Personen — allein I von den Polizisten wurden 11 Mann getödtet — blieben: erst das Militär stellte die Ruhe wieder her. vr. med. H. Gensch, pÄÄJi'JÄÄ - * 2142 10—1 und 3—b. btiftetrasee 22 I. Auswärts brieflich. Kemmerichs Meisch-CÄract und Ueischbouillon. _ , So vielfach der moderne Haushalt der Verwendung concentrtrter Nahrunas- mittel näher zu treten Veranlassung hat, dürste eine neue vergleichende Analyse der 3- .& etngrfübrtesten Fletsch-Extracte, des Lrebtg'scben und des Kemmerich'schen, auS- gc ührt von vr F. Filsinger, vereidigter Sachverständiger für chem sche Untersuchungen enchieMn' ßanD6 CO rt ti o 4-3 4-3 4-3 4-3 S 2 5 S c 45 'S O sn m r« ZD re ” fl e- < b£^ cd ® £ S -a .'l » I I l I 1 fl a d K XTaterzeuge nach Prof. Dr. Jäger’s System. s Ä fa e S s S OQ fl, -o i« • = ® - a ® s V o q 5 ® 1_ CD wi'fteid; fej 7 bie® bieten detk *&*■