Str. 128. Donnerstag den 5. Juni 1881 Amts- md ANzeigMM für den Kreis Gießen. Wrerssrrr Schulstraße 7. Erscheint mit Ausnahme des Montags. PneiA vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn, Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. KeVtschkaud. Darmstadt, 31. Mai. Auf Grund Allerhöchster Entschließung Sr. König!. Hoheit des Großherzogs vom 24. d. Mts. ist Herrn Rudolf Krauss6 Las Exequatur als Vice-Handels-Agent der Vereinigten Staaten von Amerika in Mainz ertheilt worden. Darmstadt, 31. Mai. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Vellage Nr. 12) enthält: 1. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Alzey, die für das Etatsjahr vom 1. April 1884 bis Ende März 1885 zur Bestreitung der Communal-Bedürf- niffe der Stadt Alzey zu erhebenden Umlagen betreffend. 2. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfniffen in den Gemeinden des Kreises Erbach i. O. pro 1884/85. 3. Uebersicht der für das Jahr 1884 von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfniffe der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Alsfeld. 4. Concurrenzeröffnungen: Erledigt sind: Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dietzenbach mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemessenden Gehalt von 1000 bis 1200 «M. Mit der Stelle ist ein Theil des Organistendienstes verbunden. Eine (die zweite) mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hetzbach mit einem Gehalt von 900 Jb, Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ockenheim mit einem Gehalt von 900 Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ockenheim mit einem Gehalt von 900 Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wendelsheim mit einem Gehalt von $00 «X Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Darmstadt, 1. Juni. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Mergnädigst geruht: An 24. Mai dem Mitglied der Abtheilung des Ministeriums des Innern mnv der Justiz für öffentliche Gesundheitspflege, Ober - Medicinal - Assessor Dr. Wilhelm Uloth, den Amtstitel „Ober-Medicinalrath" zu verleihen; an dems. Tage den Director an der Realschule zu Groß-Umstadt, Ludwig Nodnagel, zum Director der Realschule zu Gießen zu ernennen; am 25. Mai den Ministerial - Calculator 2. Klaffe bei der Buchhaltung Les Ministeriums der Finanzen, Ferdinand Eckstorm, zum Obersteuer-Calcu- lator 2. Klaffe bei dem Katasteramte, sowie an dems. Tage den Finanz- Aspiranten Adolf Köhler aus Bornheim zum Ministerial-Calculator 2. Klaffe bei der Buchhaltung des Ministeriums der Finanzen zu ernennen. Darmstadt, 2. Juni. Ihre Großh. Hoheit die Prinzessin Elisabeth -empfingen am 31. Mai im Reuen Palais: Von 11 Uhr an: Damen und Herren zum Abschied, sowie den Ministerial-Präsidenten Finger; Frau Strecker, Frau Schuchard, Frau Lauer, Fräulein Fehr, welche Deputation des Alice-Frauenvereins ein Prachtwerk (Doröes Bibel) als 'Geschenk desselben überreichten. Um halb 2 Uhr: Die Gräfin v. OstewSacken, Gemahlin des Kaiserlich Russischen außerordentlichen Gesandten. Um 2 Uhr 45 Min.: Eine Deputation der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt, bestehend aus Äen Herren Oberbürgermeister Ohly, den Beigeordneten Riedlinger und Hickler, welche eine Zeichnung des als Geschenk bestimmten Bibliothek-Schranks überreichten. L c >ri Darmstadt, 3. Juni. Die zweite Kammer der Stände rst nunmehr auf Dienstag den 10. d. Mts. einberufen worden. Berlin, 31. Mai. Der Negierungsrath Graf v. Bismarck-Schönhausen ist zum Geh. Regierungsrath und Vortragenden Rath im Staatsministerium und Ler Geh. Regierungsrath v- Kurowöki zum Geh. Ober-Regierungsrath ernannt 1. Junt. Der Kaiser empfing gestern eine Deputation der hiesigen "Schuhmacher-Innung, bestehend auS vier Obermeistern, welche dem Kaiser die Denk- ftirtft: ^Die 600jährige Geschichte des Berliner Schuhmachergewerkes" üben:eichte. Der Obermeister Köhn dankte dem Kaiser sür die stete Fürsorge welche derselbe und die kaiserliche Regierung dem Handwerk widmeten und sprach die Hoffnung aus, daß der Kaiser auch fernerhin seine landesvaterltche Huld dem deutschen Handwerk möge Qngedeihen lassen. Der Kaiser sprach zum Schlüsse der Audienz den Wunsch aus, die Handwerker möchten bet den nächsten Wahlen durch dte That beweisen, daß sie gesonnen seien, seine Regierung zu unterstützen. — Dr. StrouLbrrg ist gestern plötzlich gestorben. _ — Auf die Tagesordnung einer der ersten Reichstagssitzungen nach Pfingsten wird die Vorlage über die Unterstützung von Postdampfern gesetzt werden. Der Gesetzentwurf gehört zu denjenigen, deren Erledigung in der gegenwärtigen Session sehr wünschenswert ist und sich ohne Zweifel auch noch wird bewerkstelligen lassen. An der Annahme im Reichstage durch eine große Mehrheit ist wohl nicht zu zweifeln. Durchaus ablehnend verhält sich nur die deutsch-freisinnige Partei, welche die Vorlage entfcbteben verurtheilt. Die Berathung des Gesetzentwurfs dürfte auch eine geeignete Gelegenheitbieten, die Colonialfrage, die unser Volk jetzt so mächtig beschäftigt, im Parlament zur Sprache'zu bringen. Fehlt es doch nicht an Anzeichen, daß wir auch in bfpfer Frage vor einer neuen Entwicklung stehen und daß auch die Regierung ihr erhöhte und thättge Fürsorge zu widmen beginnt. Bonn, 31. Mai. Der General der Infanterie z. D. v. Rosenberg- Grusczynski ist gestorben. Oesterreich. Wien, 2. Juni. Das „Telegraphen Correspondenz-Bureau" erhält folgendes Telegramm aus Risch: Anläßlich eines Einfalls zweier in Bulgarien angesiedeltev serbischer Emtgrantenbanden in das Tlmokgebiet, wo dieselben Räubereien verübten, reklamirte die serbische Regierung bei der bulgarischen Regierung. Gegenüber dieser Reklamation protestirte Letztere gegen den bei Bregova gesetzlich bestehenden Grenzwachpoften und drohte, denselben mit Woffrngewalt aufzuheben. Die serbische Regierung vat den Präfekten angewiesen, diesen Poften nicht einzuziehen. Gleichzeitig erhielt der diplomatische Vertreter Serbiens in Sofia den Auftrag, von der bulgarischen Regierung entschieden eine Antwort wegen der Einfälle der Banden zu fordern, widrigenfalls mit seiner gesammten Canzlet Sofia zu verlassen. Klauseuburg, 2. Juni. Als der Candidat der liberalen Partei, Hegedeus, der heute hier eingetroffen und am Bahnhofe festlich empfangen worden war, seinen Einzug in die Stadt hielt, wurden die Wagen, in denen sich Hegedues mit seinen Anhängern befand, von einer angesammelten, den untersten Bevölkerungs-Schichten angehörigen Menge mit Steinen beworfen. Die Zahl der durch Steinwürfe verletzten Personen wird auf 60 angegeben. Fünf Personen wurden verhaftet und außerdem drei Studenten wegen Aufreizung in Anklagezustand versetzt. Schweiz. Genf, 2. Junt. Das für den General Dufour errichtete Denkmal ist heute unter sehr zahlreicher Betheiligung der Bevölkerung feierlich enthüllt worden. Oberst Aubert, der Maire Empeyta, der Bundespräsident Weltt und der Regterungsrath Geward hielten die Festreden. Die (Santone, welche dem ehemaligen Sonderbunde angehörten, waren bet der Feier nicht vertreten. An dem Festzuge nahmen etwa 12,000 Personen Theil. KranLreiH. gpariS, 31. Mai. Der Amat nahm heute mit 146 gegen 105 Stimmen einen Antrag von Denormaudie an, die weitere Berathung des Eheschei- scheidungs-Gesetzes bis zum nächsten Donnerstag zu vertagen, damit die Commission den neuen Gegen-Entwurf inzwischen prüfen könne. Gavardie kündigte an, daß er die Regierung über die egyptifchen Angelegenheiten zu interpelliren wünsche, worauf der Conseilpräsident Jules Ferry erklärte, eine Discussion über diese Angelegenheiten sei zur Zeit unthunlich. Gavardie, welcher darauf beharrte, das Wort zu nehmen, wurde zur Ordnung gerufen und mit der Censur belegt. — Die Kammer der Deputirten verwarf bei Fortberathung des Rekru-^ Lirungs-Gesetzes mit 395 gegen 92 Stimmen das Amendement des Bischofs Freppel auf Befreiung der Seminaristen vom Militärdienst. Paris, 1. Juni. In einer in Rambouillet gehaltenen Rede sprach sich L6on Say gegen die schutzzöllnerischen Entwürfe der Regierung aus, welche der Landwirthschaft nicht zum Vortheil gereichen würden. Löon Say erklärte das Budget als viel zu stark belastet und die Armee für viel zu groß; die Gleichheit der Militärdienstpflicht werde nur nachtheilige Folgen haben. — Dem „Temps" wird aus Tunis gemeldet, in Sfax sei der Typhus ausgebrochen, mehrere Europäer seien erkrankt, der spanische Viceconsul sei gestorben. General Rin sei nach Sfax gesendet worden. Paris, 2. Juni. Die „Agence Havas- meldet aus Suakim, die Aufständischen hätten in der vergangenen Nacht einen allgemeinen Angriff auf Suakim gemacht, seien aber von den die Stadt umgebenden Forts aus zurückgeschlagen worden. Lille, 1. Juni. Der mit 20 Personen besetzte Korb an dem auf der Esplanade der Citadelle aufgestellten hydraulischen Aufzug stürzte heute aus einer Höhe von 40 Meter herunter, drei Personen wurden getödtet, die anderen sind mehr oder weniger schwer verletzt. Paris, 2. Juni. Nach weiteren Meldungen aus Lille ist bei dem gestrigen Unfälle an dem dortigen Ascenseur nur eine Person sofort getödtet worden, 7 oder 8 andere wurden aber tödtlich verletzt. England. London, 31. Mai. Man glaubt, die Explosion im Hauptpoltzeiamt war ein Complott gegen die Oberbeamten und den Metropolitan der Polizei, deren BureauS in unmittelbarer Nähe lagen. Das viele Fuß starke Mauerwerk wurde stückweise fort« geriffen, Wagenladungen von Schutt liegen umher. Der draußen btenstthuende Polizist wurde auf das Straßenpflaster geschleudert und schwer verletzt. (F. I.) London, 2. Juni. Nach einer am Bureau deS ^Daily Telegraph" angeschlagenen Affiche ist heute Vormittag eine Depesche eingegangen, derzufolge die Belagerung von Berber aufgehoben sei. Gordon behaupte sich mit Erfolg in seiner Position. Nähere amtliche Nachrichten über die Vorgänge bei Berber sind noch nicht eingegangen. — Ein Telegramm deS „Reuter'schen BureauS" auS Kandia von heute meldet, die Pforte habe die von den christlichen Deputirten der Generalversammlung vorgeschlagene Lösung der Vakuffrage abgelehnt und bestehe auf einer jährlichen Zahlung von 5000 Pfund, welche ausschließlich zur Unterhaltung der Moscheen zu verwenden seien. Die christlichen Delegirten weigerten sich, auf dieses Arrangement einzugehen und hätten erklärt, weder die Vakufsteuer, noch irgend einen andern Zehnten zahlen zu wollen. Der Generalgouverneur habe tn Folge dessen um seine Entlassung gebeten^ Mjllstreet der Grafschaft Cork ist gestern Abend der Pächter eines kleinen Landguts in seinem Hause erschossen worden, zwei andere in dem Hause anwesende Personen wurden verwundet. Wie der Meldung hinzugefügt wird, handel t5 sich um einen Agrarmord, die Mörder sollen der sogenannten Mondscheinbavde angthören. Belgien. Antwerpen, 31. Mai. Der mit Mineralien in Ladung von Ergasteria kommende Hamburger Handelsdampfer „Prinz Friedrich Karl" ist in Folge eines Zusammenstoßes mit dem von Hamburg kommenden englischen Dampfer „Bahrenseld" gesunken; man hofft, denselben jeooch wieder flott zu machen; der englische Dampfer wurde nur leicht beschädigt. Rußland. Petersburg, 31. Mai. Das Unglück auf der Moskauer Bahn ist in der That durch Böswilligkeit angestistet worden. Der Bahnwärter Alexandrow ist geständig, die That vollführt zu haben, um sich an feinem Nachbar, Wärter auf Nr. 307, zu rächen. Er. hat auf dessen Strecke eine Schwelle ab- gelöft, um ihn für Unachtsamkeit strafbar zu machen. Petersburg, 2. Juni. Nach einer Meldung aus Taschkent ist in dem Kreise Kuramin ein großer, eine Länge von 15 Werst (1 Werst = ca. 1,066 Kilometer) und eine Breite von 7 Werst einnehmender Heuschreckenschwarm mit dem Aufgebote von mehr als 20,000 Menschen vernichtet worden. Aegypten. Kairo, 31. Mai. Der Ministerpräsident Nubar Pascha bereitet ein Memorandum an die Großmächte vor, in welchem nachzuweisen versucht wird, daß Egypten die dermalige Steuerlast nicht länger ertragen könne, die Grundsteuer übersteige in vielen Fällen den Bruttowerth der Ernte. Kairo, 31. Mai. Zwei weitere Bataillone der egyptischen Armee haben die Weisung erhalten, sich für den Marsch nach Ober-Egypten bereit zu halten. Es wird beabsichtigt, die Garnisonen in Korosko und Wadi'Halsa bis auf je ein Bataillon zu verstärken. Dieser Entschluß ist gefaßt worden in Folge der von arabischen Kundschaftern nach Korosko gebrachten Nachricht, daß eine Abteilung Aufständischer in Murad, zwischen Abuhamed und Korosko, angekommen sei und die Absicht zeige, gegen Korosko vorzugehen. Nach dem Abmarsch der erwähnten beiden Bataillone sollen zwei Regimenter, das eine aus den Provinzen, das andere aus Alexandrien, nach Kairo kommen. Amerika. New-Aork, 1. Juni. Der frühere zweite Präsident der Nationalbank, Eno, gegen den wegen Veruntreuung Haftbefehl erlassen wurde, ist in Quebeck verhaftet worden, als er im Begriffe war, nach Europa abzureisen. TelegraphisHe Depescheu. W-E'S reLsse. GorSefpoVlÄNH-BttLSüV. Berlin, 3. Juni. Seine Majestät der Kaiser empfing heute Vormittag die ge- w-hnlichen Vorträge, sowie eine grotze Reihe militärischer Meldungen und arbeitete mit dem Cvil- und Mllrtärkabtnet. Nachmittags besuchte Seine Majestät bet Gelegenheit einer Ausfahrt da8 Sedanpanorama. . — Wie der „Reichsanzeiger" mttthetlt, ist das Programm für die GruOMist-; legung zu dem neuen Reichstagsgebäude nunmehr, röte folgt, festgestellt: Seine ÄMstül der Kaiser, S. K. K. Hoheit der Kronprinz und das gesammte königliche Haus nehmen in dem vor dem Grundsteine errichteten Pavillon Aufstellung: rechts und links von dem Grundsteine arupptren sich der Reichskanzler, die Vertreter der Bundesregierungen, der Vorstand des Reichstages, die Vertreter der Armee und die übrigen zur Bethetltgvng an dem Hammerschlag befohlenen Herren; dem Pavillon gegenüber, hinter dem Grundsteine, stellen sich die Abgeordneten auf. Wie die „Nationalzütung" pulbet, wird der Oberhofprediger Dr. Kögel die Festrede halten. Pesth, 3. Juni. In Pesth erklärte bei dem Untersuchungsrichter der Anarchist Fried, daß bei dem Raubmord an Eisert Fried der Aufpasser war; Kammerer und Stellmacher sind die unmittelbaren Thäter. — In Pesth stellten 400 Schmiedgehülfen die Arbeit ein. Ihre Forderungen sind Sonntagsruhe, zwölsstündige Arbeitszeit und 7 Gulden Minimal- Wochenlohn.__________________________________________________________ Lokales. Gießen, 4. Juni. Oeffentliche Sitzungen des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen finden statt und kommt zur Verhandlung: Montag den 9. Juni L I.: 1. Das Verhalten der Gemeindehebamme Bonnard in Ruhlkirchen, hier Antrag auf Entziehung der Genehmigung zum Gewerbebetrieb. 2, Beschwerde der Gemeindehebamme Selz er in Angenrod wegen Nichtauszahlung des Gehalts. 3, Klage des Ortsarmenverbandes Saasen gegen den Ortsarmenverband Blitzenrod wegen Unterstützung des Johannes Mangel. 4. Klage des Ortsarmenverbandes Dorheim gegen den Ortsarmenverband Dannenrod wegen Unterstützung der Louise Mörch. 5. Recurs verschiedener MiteigenthÜmer des Gerbergrabens in Butzbach gegen einen Polizeibefehl. * Dienstag den 10. Juni l. I: 6. Recurs des Karl Dorfeld und Eons, in Wttseck, die Ernennung eines Gemeinde-Einnehmers betreffend. G. Gießen, 4. Juni. [Sterblichkeit in Gleßen-j Die Zahl der Todesfälle während der Woche vom 25. bis 31. Mat stellte sich auf 10, wovon 6 bet Kindern, 4 bet Erwachsenen sich ereigneten. Die Leiche eines neugeborenen Kindes wurde außerhalb der Stadt aufgefunden. Von 5 weiteren Kindern starb je eins an Scharlach, Keuchhusten, Lungenschwindsucht, organischer Herzkrankheit, Gehirnentzündung. Bet den erwachsenen Personen war Todesursache: Nierenentzündung, Herzkrankheit, Lungenschwindsucht je einmal und ein Mann starb in Folge einer Stichwunde in die Brust. Gießen, 4. Juni. Das die Feiertage über herrschende schöne Wetter, welches viele Hunderte htnausgelockt hatte ins Freie und nach den verschiedenen auswärtigen Vergnügungslokalen, nahm gestern Nachmittag einen Umschwung, wie ihn in dieser Art wohl Niemand geahnt hatte Gegen 4 Uhr Nachmittags entlud sich über unsere Stadt und Gemarkung ein Gewitter von solcher Vehemenz, das das Schlimmste befürchten ließ. Ueber ein Dutzend Male schlug der Blitz etn, leider aber neben sonst ungerichtetem Schaden 3 Menschenleben vernichtend. Im Gießener Braunsteinbergwerke wurden 3 Arbeiter, sämmittch Familienväter, aus Garbenteich, Frohnhausen und Watzenborn, vom Blitzstrahl getödtet, desgl. ein Pferd. — Von dem in etn Wohnhaus in der Bahnhofstraße fahrenden Blitzstrahl wurde ein Mann nebst Tochter gestreift, etn Kind gelähmt und ist letzteres noch nicht wieder hergestellt. Am Bahnhofsgebäude zerstörte der Blitz eine Fahnenstange; ferner wurden vom Blitz betroffen eine Bahnwärter- wohnung in der Nähe des Kölner Bahnhofes, die Wohnung Lines Schlossers in der Frankfurter Straße, ein Wohnhaus am Seltersweg, am Kreuzplatz und an der Ostanlage, etn Magazin in der Sandgasse, sowie auch die Rübsamen'sche Badeanstalt. Am Bahnübergang nach der Rüsing'schen Wirthschaft wurde die Signalstange zerstört. Auch an der Telephonleitung des Pol'zeigebaudes und des Stadtthurms ließ der Blitz seine zerstörenden Spuren zurück, die tndeß bald wieder beseitigt wurden. Gießen, 4. Juni. In der Zett vom 1. bis 3. Juni tagte hier in Wenzel's Garten, beschickt von ca. 100 Delegirten aus allen Thetlen Deutschlands, die Generalversammlung der Central-Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter- Vermischtes. Darmstadt, 31. Mat. [Postpersonalnachrichtenj 1. Angestellt ist der Post- Praktikant Georgi in Offenbach (Main) als Postsecretaw. 2. Freiwillig auSgeschieden tft der Poftverwalter Hoock in Viernheim. 3. Gestorben sind der Postexpeditor a. D. Geyger in Affenheim und der Postamtsassistent a. D. Schneider in Bsd Nauheim. Offenbach, 30. Mai. Die Octroi'Etnnahmen der Stadt Offenbach betragen- im Rechnungsjahre 1883/84 im Ganzen 206.247 A, während tm Voranschläge nuv 190,000 A vorgesehen worden waren und demgemäß ein Plus von über 16,000 A erzielt worden ist. Die höheren Octrot-Einnahmen erklären .sich aus einem höheren Consum und der erhöhten Production von Obstwein rc. Im Allgemeinen dürfte die Mehreinnahme etn günstiges Zeichen für den Wohlstand der Stadt sein. Bad Nauheim, 1. Juni. Es sind bis zum 29. Mat 717 Fremde an^ gekommen. Dillenburg, 28. Mai. Hier brannten gestern die sämmtlichen großen Gebäude (Schuppen, Magazine) der bekannten Gail'fchen Dampfmühle total nieder. — (Berlinische Lebens-Versicherungs-Gesellschaft von 1836 j Der uns vorliegende Rechnungtzbencht der „Berlinischen Lebens Versicherungs-Gesellschaft von 1836" weist wiederum überaus günstige Resultate auf. Ende 1883 betrug die Versicherungssumme A 111960 528; der Garantie- und Reservefonds wuchs um A 1678 456 auf A 32 661483. Für die Versicherten konnte eine Dividende von 32VrpEt. in Aussicht genommen werden. Das constante Steigen vttses GLwinmArthetls ist besonders beachtensrverth. Seit 1868 beobachtet man folgende Sätze: 17Vz, I8V3, 19, 21, 22, 22Vr, 23, 25, 27, 29, 30, 31, 32, 32^2 pCt. Ueber die solide Fundamentirung, die vorsichtige Geschästslettung und die gesunde Entwickelung dieses Instituts braucht solchen Zahlen gegenüber gewiß nichts weiter gesagt zu werden. Dieburg, 2 Juni. Die hiesige Bevölkerung btfinbei sich in großer Aufregung» Heute Nacht wurden auf dem an der Muttergotteskirche befindlichen Friedhof von ruchlosen Händen über 20 Grabdenkmäler, darunter sehr werthoolle, vollständig demolirt. Nach den Thätern wird eifrigst gefahndet Steg bürg, 27. Mai. Durch d e Unvorsichtigkeit eines Reisenden ereignete sich am vorigen Samstag auf der Eisenbahnstrecke zwischen hier und Troisdorf ein bedauerlicher Unglücksfall. Wie die „Rhein-Wests. Ztg." mittheilt, warf nämlich ein Geschäftsreisender während der Fahrt eine leere Weinflasche aus dem Coupe; die mit zteml cher Wucht geschleuderte Flasche traf aber unglücklicherweise den an dieser Strecke stattonirten. Bahnwärter an den Kopf und verletzte ihn derartig, daß er bewußtlos zu Boden sank. Der Zugführer, welcher den Vorgang und das Zusammmsinken des Bahnwärters beobachtet hatte, ließ sofort den Zug halten und die Thüren verschließen, um den Thäter zu ermitteln. Der Reisende aber nahm schleunigst durch die jenseitige Thüre Reißaus, durchschwamm die Sieg und konnte nicht festgenommen werden. Da er aber seinen Koffer im Coupe zurückgelassen, so ist wohl nicht zu zweifeln, daß seine Persönlichkeit bald ermittelt wird. Der Zustand des Verletzten ist lebensgefährlich. — Der Kirschenversandt in der Pfalz hat schon begonnen. Die ersten Kirscherr wurden vom Händler zu 50 Pfg. per Pfuud bezahlt und gingen nach Düsseldorf. Heute ist das Geschäft flott tm Gange nach dem Rhein und dem Norden überhaupt- Der Producent hat einen Reinerlös von 25 Pfg., der sich später natürlich auf etwa 17 Pfg. ermäßigen wird; die Aussichten sind glänzend in Bezug auf quantlta» tiven Ertrag. — (Eine Dynamlt-Reclame.) In einem großen nordamerikanischen Blatte ist Folgendes zu lesen: Der Capltän William Craksou und der Ingenieur Philipp Metroktns sollten sich duelliren. Da dem Letzteren die Wahl der Waffen zustand, so forderte er einen Zweikampf auf — Dynamit. Sehr früh am Morgen des festgesetzten Tages fanden sich die zwei Gegner, von denen Jeder fünf Dynamitpatronen bet sich trug, auf dem Kampfplätze etn. Die Zeugen kletterten alsdann auf die höchsten Bäume und das Duell begann. Die zwei ersten Patronen übten keine Wirkung aus, dagegen war das Platzen der dritten em unbeschreiblich fürchterliches, entsetzliches! Die Zeugen kletterten dann schleunigst von ihrem Beobachtungsposten wieder herunter. Crakson war buchstäblich zu einem Brei zermalmt worden und Metroktns war von der Erde verschwunden . . . Alles, was man von den Duellanten noch aufgefunden Satte, das waren die Stiefel, die unversehrt dalagen und etn Fabrikat der Firma 36 . . ► u. Co. sind. Die Zeugen haben alsdann erklärt, daß der Ehre vollkommen Genüge geschehen sei. — [Havana-Dcckblatt und — Dynamit-Einlage.) Der Zugführer Nixon auf der Caledorttan-E senbahn erhielt dieser Tage ein Kistchen Cigarren. Zufälligerweise zerbrach er eine der Cigarren und fand in derselben zu seiner nicht geringen Ueber- raschung eine kleine Röhre, die mit einem Sprengstoff; gefüllt und mit einer Zündkapsel versehen war. Mehrere andere Cigarren waren in der gleichen Weise „geladen." Nixon erstattete die gerichtliche Anzeige und die Untersuchung wurde etngeleitet. — In einer furchtbaren Lage wurde am Abend des Himmelfahrttages ein Kind von Berliner Ausflüglern gefunden, welche von Wilmersdorf heimkehrten. Das Kind stak in einem auf einer Wiese stehenden Wetdenbaum, wo es durch sein Wimmern die Aufmerksamkeit der Spaziergänger auf sich zog. Nachdem der Knabe aus dem hohlen Baum herausgezogen worden, erzählte er, daß er um die Mittagszeit auf der Suche nach Käsern auf den Baum gestiegen und, nichts Schlimmes ahnend, in das Innere btnabgerutscht sei. Dort aber sei es so eng gewesen, daß er sich nicht mehr habe rühren können und die Ameisen hätten ihm schrecklich zugesetzt. Der 6jährige Knabe hatte ungefähr 8 Stunden in der hohlen Weide gesteckt und wäre leicht darin elend zu Grunde gegangen, denn die Nächte sind noch kalt und an den Tagen, die kerne Sonn- und Feiertage sind, kommt nur selten ein Spaziergänger an jenen abgelegenen Ort. — [200 Pferde verbrannt ) Am Samstag Abend brannten in Glasgow die Stallungen und Wagenremiftn der Pferdebahn und Omnibus-Gesellschaft nieder, wobei außer einem ganzen Wagenpark 200 Pferde in den Flammen umkamen. Man fürchtet, daß auch etn Monn bei dem Versuche, die Pferde zu retten, das Leben ein- gebüßt habe. — [Zu Tode geängstigt ) Aus Homburg wird geschrieben: Das 5jährige kerngesunde Söhnchen des Herrn SL. jun. wollte sich eines Tages auf die Straße begeben, als ihm eine Ratte zwischen die Beine lief. Das Kind schrie vor Schreck laut auf unb konnte sich von dieser Zeit an nicht mehr beruhigen. Oesters fuhr es in der Nacht im Belt auf und schrie: „Die Rait' kommt, die Rattt ist im Bett!" In Folge der fortdauernden Aufregung stellten sich Krämpfe ein, die oft mehrere Stunden lang anhielten und sich wiederholten und bei welchen es auch seinen Tod sand. — Bei dieser Gelegenheit mach! der „Taunusbote", dem diese Notiz entnommen ist, mit Recht.darauf aufmerksam, daß es Leute, ja sogar Eltern gibt, welche die Kinder durch irgend welche Vorspiegelung „fürchten" zu machen suchen; es bat diese gedankenlose Spielerei ober verkehrte Erziehungsart schon öfter die Kinder körperlich oder geistig vorübergehend oder fürs ganze Leben krank gemacht, wenn auch nur selten Ursache und Wirkung so drastisch sich darstellen, «ls in dem hier vorliegenden Falle, an dem Niemand Schuld und Verantwortung trifft. Schiffsnachrichten. Bremen, 31. Mai. [Per transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Elbe, Capt. F. Hamelmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 21. Mai von Bremen und am 22. Mai von Southampton abgegangen war, ist heute 4 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angenommen. Kandel und Verkehr. Gründera, 31. Mai. lFruchtpreise.) Weizen A 00.00, Korn A 17.50 Gerste A 00.00, Hafer JA 00.00, Erbsen A 00.00, Linsen A 00.00, Lein A 00.00, Samen A 00.00, Kartoffeln A 4.10, Wicken 00.00. IIII—Iiirwuri ■iirnraaMWM.uiiun.w»,» — ............... 73t) U«boT die W$he der Kosten, welche di» EinrtickeR^ einer Aceeige In ehia oder mehre Zeitungen verursacht, wird man eioh niemals enttäuscht oehen, wenn qm von der Annoncen - Expedition -von BR AASENS STIEHL edte k? Frankfurt a. M. (Kaviaruh0, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hineiohts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reichen Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zaivenäsiwgcn Rath erthailt l OkM M dem 1 IW »um Obcrhesslsch- in Krall. Durch d Tarifsätze zwischen Honen und der Iuntern Westbaf Gießen, den 31. Am * . Zur Vergeb»! Aujuhr von 58 kies str die । stallen ist ein öj temin aus Dienstag $onniti iin Bureau der waltung auberau ' sMgs-Bedingm ausgelegt sind. Gießen, den 2 Großherzogl. Q I Berstl Freitag den I kommen auf bt \ Laubach'schen markung Arne I Men von ci Heu und E I Gütlichen Vers! beginn I J uhr mit der (e i „Auburg, den Mn J Kchinili m der Erbe mbtti jinna L.- men Gmüge en Blatte ist itur Philipp n zustand, so 6 festgesehten onen bet sich chstenBLuwe aus, dagegen u 17.50 körn ^ööx Lew u $oflW« , W Ä eti * t|t NP '"Wut i°isonbttz 21,22. ng, die vor- ^cht solche .Regung. J von ruch: 'S bemolkt. ereignete siL Ein bedantt- nTeschSsts- lit zieml cher ftotlonlrten 8 ju Boden des Bahn, hltrßen, nur >e jenseitige 'erben. Dr miseln, daß ist lebens; Rm Kirschen r Düsieldorf. l überhaupt- Erlich auf iuf quanttta- """M. V°ge Qlu. 16,000 j/ Mste die ^tnbe ant ^Trdüude stixon auf der ufälligerweise ringen lieber: : einer Zündleichen Weise chung wurde iges ein Kind >. Das Kind Wimmern die § dem hohlen ruf der Suche n das Innere r habe rühren tobe hatte un- nb zu Grunde ie Sonn- und 1 Glasgow die lft nieder, wo- kawen. Man d§ Leden ein? Mhrigeknn- trabe begeben, leck ackund in der Nacht In Folge M stunden W _ Bei dieser 'it Recht darau irgend welche Ml-k->0dik Wi»i-r»ch°«d id $itW ? LwdSA'd Gra»d fh" Sei ° •AL -S) AL$ 8,75 3,25 3- 13 25 2010 10 — Je Vs Kilogramm kostet: ^8-5 AL ^\AL $\AL $ l98-70 54 44 1 40 “ 60 ~ 50 “ 70 ausgelegt sind. 3810 Henckel. 3812 (vor Buckskinansilffc rein wollene für Herren Mark 19«—, empfiehlt 2466 Fr. Seibel in Gießen 2726 Gießen, den 3. Juni 1884. Großherzogl. Garnison-Verwaltung. Verkäufe und Verpachtungen, Betheiligungen, Stellen-Vakanzen etc. roerben am sichersten durch Annoncen in zweckentsprechenden Zeitungen zur Kenntniß der bez. Reflektanten gebracht; die einlaufenden Offerten werden den Inserenten im Original zugesandt. Nähere Auskunft ertheilt die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse, Frankfurt a. M-, Roßmarkt Nr. 3. 73 Repertoir der vereinigten Stadttheaterzu Frankfurt a. M. Schauspielhaus. Donnerstag den 5. Juni geschloffen. Freitag den 6. Juni: Der Hüttenbesttzer. Samstag den 7. Juni: Harold. S^ntag den 8. Juni: Gastspiel beö Herrn Felix Schweighofcr. Zum ersten Male. Herr von Perlacher. Volksstück in 3 Akten von Findeisen. Gras- VerfLeLgerrmg. Freitag den 6» Juni ds. Js. kommen auf den Gräflich Solms- Laub ach'schen Wiesen in der Gemarkung Arnsburg und Coln- hausen von circa 140 Morgen das Heu und Grummetgras zur öffentlichen Versteigerung. Die Versteigerung beginnt des Morgens präcis 9 Uhr mit der Gottesackermiese. Arnsburg, den 2. Juni 1884. Wafferwärme der Lahn. Am 4. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: 14° R. — Luftwäcme 11« R. ___ Rübsamen. Versteigerung von Heu- u. Grummetgras auf Gräßlichen Wiesen. L. Montag den 9. Juni, mit Beginn um 9 Uhr Vormittags, bei der Glashütte (Freienfeen) auf 150 Morgen im Kreuzseener, Oberseener- und Lippergrund, II. Dienstag den 10. Juni, Vormittags 9 Uhr bei Wirth Reitz zu Flensungen von Wiesen und Schneisen in der Gemarkung Flensungerhof und im Dammgrunde, IIJL an demselben Tage, Nachmittags 3 Ahr, bei Wirth Kühn zu Wetterfeld auf ca. 20 Morgen in dieser Gemarkung. IV. Mittwoch den 11. und Donnerstag den 12. Juni d. I. auf 405 Morgen im Reviere Gonterskirchen, jedesmal von 9 Uhr Vormittags an, nach Zusammenkunft am ersten Tage in der „Aepselsbach" am zweiten auf dem Jägerhaus (zwischen Laubach und Schotten), V. Freitag den 13. Juni d. I., Vormittags 9 Uhr, auf der Friedrichshütte bei Wirth Eß auf 25 Morgen Wiesen des Reviers Ruppertsburg (einschließlich Giehern- und Bruchwiese), VI. an demselben Tage, um 3 Uhr Nachmittags, in der Hirtenbach beginnend, im Thiergarten auf 60 Morgen (einschließlich Thiergärtnerteichwiese). Die zum Ausgebote kommenden Wiesen, welche während der Versteigerung nur theilweise vorgezeigt werden können, find durch mit Nummern versehene Pflöcke kenntlich gemacht, und sind außerdem die Gräflichen Forstwarte, sowie der Wiesenwärter Silß zu Laubach angewiesen, auf rechtzeitig an sie gestelltes Verlangen den Steigliebhabern vor den Terminen die Wiesen vorzuzeigen und darüber die gewünschte Auskunft zu ertheilen. Laubach, den 28. Mai 1884. .3807 Gräflich Solms-Laubüch'sche Rentkammer. empfiehlt hiermit ihren Prima hydraulischen Stück-Kalk anderen Lahnkalken, laut vorliegenden Zeugnisses, durch seine stärkere hydraulische Eigenschaft sich auszeichnend), sowie MsgsöKmeL. Bohnenstangen empfiehlt 3813 A. KrölL Pnm^Glycerm^ 11. Mandelleise aus der Fabrik von Monson & Co. pr. Pfund 60 Pfg. empfiehlt 3079 K. ElsoSEer. Hasrlii'iiliiiT. Verehrtem Publikum empfehle mein Flaschenbier aus der Aktien-Brauerei Gießen: pr. Flajche Exportbier 23 Pf. Lagerbier IS „ Gütige Bestellungen werden frei in die Wohnung geliefert. Daniel Hell, 3124 Lindenplaß. Die auf Donnerstag den S Juni angezeigte Versteigerung im Weinsaal, Bahnhofstraße, kann eingetretener Verhältnisse halber an diesem Tage nicht abgehalten werden. 3831 Mobiliar- V erateigerung, Dienstag den 10. und Mittwoch den 11. Juni, von Nachmittags 2 Uhr an, sollen im Weiusaal, Bahnhofstraße, die zum Nachlaß des verstorbenen Herrn Jakob Marx gehörigen Gegenstände, be- stebeud in Möbeln, sehr gnt erhaltenen Betten und Weißzeug und sonstigen Hausund Küchengeräthen, versteigert werden. NB. Sämmtliche Gegenstände sino sehr gut erhalten. Im Auftrag: 3842 Mütter, Ortsgerichtsmann. Die Ringofen-Kalkbrennerei von Oaet OkWstism SetmeSdee «Z zu Steeden bei Itunket a. Lahn (Verladestation: KerkerbacEa) Dr. med. H. Gensch, 2142 K undS3hlebChtSstrftn?helten ^y,|hi^|"^^^SS€ls®nereMethoÖde.arSprech8tunden i und 3—o. btiftstrasse 22 I. Auswärts brieflich. g? AL^ ALAh 8 50 AL$ 8 38 AL^t 19- 16116 23 17 3 Chemisch reinen Marmorkalk zur gefälligen Abnahme bestens. Mässige Preise. — Coulante Bedienung. Jetzige Productionssähigkeit, bei Betriebe zweier Ringöfen, 50 Doppel- Waggons pro Woche. 3445 ÄL^ALS) 1,92 12(25 54 “60 ÄtX GeninsepstaPen zu haben bei Carl Pietsch II., _______Nahrungsberg. 3817 Schöne kräftige »Ivb« u pfflÄiezeu zu haben. _____________ Weftanlage 28. G L AL 4 X^ 25- Verzeichniß ier Miltelpreise der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstände in der Stadt Gießen _______________ vom Monat Mai 1884. Je 50 Kilogramm kosten: 8 «r AL ^9, 18 — MtthesjW Ellenhghllell. Mit dem 1 k. M- tritt der Nachtrag II zum Oberhessisch - Pfälzischen Gütertarif in Kraft. Durch denselben werden directe Tarifsätze zwischen den diesseitigen Stationen unb der Station Kaiserslautern Weftbahnhof eingeführt. Gießen, den 31. Mai 1884. 3808 Bekanntmachung. Zur Vergebung der Lieferung und Anfuhr von 581 Cubikmeter Lahn- kies für die hiesigen Garnison-Anstalten ist ein öffentlicher Submissions- termin auf Dienstag den 10. Juni er., Vormittags 10 Uhr, im Bureau der untengenannten Verwaltung anberamnt, woselbst die Lieferungs-Bedingungen zur Einsichtnahme