Schwieger- I Mx. 82. Samstag den 5. April 1864. Kießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich nrit Ausnahme des Montag». Vrneaur Schulfiraße 7. Prei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Betreffend: Die Berechnung der Vacanzüberschüsse erledigter Schulstellen. Gießen, am 3. April 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großberzoglicken Bürgermeistereien und Schulvorstände des Kreises ^ndem wir auf unser Amtsblatt Nr. 1" vom 24. Januar 1878 Hinweisen, beauftragen wir Sie, die von Ihnen gemeinschaftlich auszustellende« Berechnungen des Einkommens vacanier Schulstellen für das Etatsjahr 1883/84 längstens bis zum 20. l. Mts. an uns einzusenden. Dr. Boekmann. _____ Nr. 9 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 31. März, enthält: (Nr. 1533.) Uebereinkunft zwischen Deutschland und Luxemburg, betreffend die gegenseitige Zulassung der in den Grenzgemeinden wohnhaften Medicinalpersonen zur Ausübung der Praxis. Vom 4. Juni 1883. Gießen, den 3. April 1884. Großherzogliches Krersamt Gießen. Dr. Boekmann. I. Zu Grünberg im Gasthaus zum Rappen. Montag den 21. April, Vormittags von 8 Uhr an: Musterung ^er Militärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Kesselbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf, Lumda und Odenhausen; Dienstag den 22. April, Vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Queckborn, Reinhardshain, Mddingshausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und Weitershain. II. Zu Gießen im Saale des alten Rathhauses. Mittwoch den 23. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: Musterung ber Militärpflichtigen der Gemeinden Allendorf a. d. Lda., Alt-Buseck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden und Daubringen; Donnerstag den 24. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen der beiden ältesten Jahrgänge (1882 und 1883); Freitag den 25. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: derjenigen des jüngsten Jahrgangs (1884) der Stadt Gießen und derjenigen der Gemeinden Groß-Buseck, Hattenrod, Heuchelheim, Klein-Linden, Lollar, Mainzlar, Oppenrod und Reiskirchen; Samstag den 26. April, Vormittags von 7% Uhr an: derjenigen der Gemeinden Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, Treis, a d. Lva., Trohe und Wieseck. Montag den 28. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: Loosziehuug (auch der in Grünberg Gemusterten). III. Zu Lich im Rathhaussaale. Dienstag den 29. April, Vormittags von 9 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Wach, Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Garbenteich, Groß-LMen, Grüningen und Hausen; Mittwoch den 30. April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Holzheim, Hungen, Inheiden, Langd, Lang-Göns, Langsdorf, Leihgestern und Muschenheim; Donnerstag den 1- Mai, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Lich, fünfter, Rieder-Bessingen, Nonnenroth, Obbornhofen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Rabertshausen, Rodheim und Röthges; Freitag den 2. Mai, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Steinbach, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen und Watzenborn mit Steinberg. Samstag den 3. Mai, Vormittag von 9 Uhr an: Loosjiehung. Bekanntmachung. Die Musterung und LooSziehung der Militärpflichtigen des Kreises Gießen für das Jahr 1884 findet an den nachgenannten Tagen statt und zwar Besondere Bestimmungen. «8S LtzÄLE ÄÄÄ ÄSfift äääj E- lu i=sä® ssss a * **- *<**. <» “<•* «* -» •'*” Hessen noch in einem andern deutschen Staate Domicil besitzen oder sich aufhalten, und im Jahre 1864 geboren sind; Sämmtttche Militärpflichtige, welche im Jahre 1883, bezw. 1882 zurückgestellt worden, oder nach ihrer gezogenen 2) Di-Mig-N Mllllilrp^lchlrg-N, w-lch- Ml zwellen- e°ee elllleilmwe eelchemew ll SS Zaiückstellana m SSd) genommen wird, „ i„ FÄXZ SfiÄ «lorderlichen und S-n«»>Il-»» dem M Mnilenr.« -nd-mn,.„-» Termine » wird, f. W de, del--,,»de F-mrli,-. angehörige sich sebst persönlich im Termin vorS>er E^atz-Commrffmn emzu^^ vorzubringen und die Verhandlungen baldigst --Weil w •TftÄWSÄWÄWÄ it s, W., so ist dies durch amtlich ausgestellte ober beglaubigte Zeugnlffe des Arztes, sowre des B g I '»^„bwürdiaen Zieuae« zu erhärt«». Das Borhandenseli, ... «WM, * dar» U--»>!»- gJXtFÄft KTÄ'Ä I*. 5) An der Loosziehuug persönlich Therl zu nehmen, steht jedem MMtarpstrcyrrgen frei, fUL Zieht ein Mitglied der Ersatz-Cmnmission das Loos. anaeböriaen oder in ihrer Gemeinde gestellungspflichtigen Militärpflichtige —7 6) Die (55rofe^er3ogli^e^^urgerxnexfterexen §aben ©tammtotten zu der Musterung vorzuloden.. bie vorübergehend auswärts sich aufhaltenden schnstüch — auf Grund der ihnen oereus rg. üsoir iiteri Großh. Hess. meifter» Herm ff 3 Uhr' Ms jo schwer > chenck jaqeti ihm 2401 Kinder. 3, baß irbenen. z Uhr 2425 Die Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten haben mit den Militärpflichtigen ihrer Gemeinden anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, daß die Letzteren V- Stunde vor der bestimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen und während des Musterungs- geschästes ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten. Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankhett persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Hast befindet, so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei, bezw. eine Bescheinigung des Gerichts vorznlegen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ob, darauf aufmerksam zu machen, daß ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militär- dienstes unwürdig ist, und sind deshalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Im Anschluß an das Ersatz-Geschäft findet Dienstag den 22. April im Gasthaus zum Rappen in Grünberg, Samstag den 26. April im Saale des alten Rathhauses zu Gießen und Freitag den 2. Mai im RathHaussaale zu Lieh die Klasfifieirung der Mannschaften der Reserve, der Landwehr und der Ersatz-Reserve 1. Waffe rücksichtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältnisse statt. Es haben daher diejenigen Reservisten und Landwehrnlänner, sowie die Ersatz-Reservisten 1. Klasse, welche im Falle einer Einberufung auf Zurückstellung wegen häuslicher Verhältnisse einen Anspruch machen zu können glauben, an den bezeichneten Tagen, Morgens 11 Uhr zu erscheinen und ihre Gesuche zu begründen. Gießen, den 21. März 1884. Der Civil-Vorsitzende der. Ersatz-Commission des Kreises Gießen. Dr. Hofsmann, Regierungsrath. AeLlsHkemd. Darmstadt, 3. April. Se. Königt. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 26. März den Steuercommissär des Steuercommissariats Grünberg, Steuerrath Karl Sintpert, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste in den Ruhestand zu versetzen; an dems. Tage den Steuercontroleur, Steuerinspector Heinr. Karl Bähr zu Michelstadt, zum Steuercommissär des Steuercommissariats Grünberg, sowie den Fmanzafpiranten Philipp Dieter aus Reinheim zum Hauptsteueramts- Ajsiftenten 2. Klaffe bei dem Hauptsteueramte Mainz zu ernennen. — Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 1. April dem Zugmeister bei der Main-Neckar-Eisenbahn Daniel Karle das silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen. Darmstadt, 3. April. Se. Königl. Hoheit der Großherzog sind gestern Abend 10 Uhr in Cherbourg angekommen, haben an Bord übernachtet und sind heute Morgen auf der Königlichen Jacht „Osborne" nach Portsmouth weitergereift. —1. Darmstadt, 3. April. (Erste Kammer der ßanbfianbe.) Die 1. Kammer fuhr heute Morgen 9 Uhr in Ihren Berathungen fort. Bezüglich der Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, den Gesetzesentwurf, die Eisenbahnen von localem Interesse und b?e Straßenbahnen ödr., wurden die wenigen noch vorliegenden Dissenfe durch Beitritt hoher Kammer zu den Beschlüssen 2. Kammer gehoben. Der Gesetzesentwurf, die Herstellung mehrerer Nebenbahnen betr., wurde ebenfalls einstimmig angenommen, mit Ausnahme der Pos. 4 des Art. 1, die auch in der zweiten Kammer abgelrhnt worden war, so daß also die Bahnen 1) von Stockheim über Orten- berg und Hirzenhain nach Gedern; 2) von Hungen nach Laubach, mit Abzweigung nach der Frirdrichshütte; 3) von Nidda nach Schotten; 5) von Station Eberstadt der Matn- Neckar-Bahn nach Pfungstadt; 6) von Reinheim über Groß-Bieberau und Brensbach nach Reichelsheim; 7) von Osthofen nach Westhofen; 8) von Sprendlingen in Rheinhessen nach Wöllstein, bewilligt, dagegen die Bahn von Ransta'sft Station der Oberhesstschen Eisenbahnen, nach Rieder-Wöllstadt, Station der Matn-Weser-Bahn, abgelehnt werden. Auch dem Beschlüsse 2. Kammer bezügl. der Anträge und Vorstellungen von Abgeordneten, Gemeinden und verschiedenen Comite's auf Errichtung von sonstigen Nebenbahnen, wurde beigetreten, b. h. beschlossen, an Großh. Staatsregierung das Ersuchen zu richten, diese Prostete einer eingehenden Prüfung zu unterziehen und auf dem nächsten Landtag entsprechende Vorlagen zu machen. Dem von der 2. Kammer beschlossenen Ersuchen an die Großh. Staatsregierung, betr. die Errichtung einer 4. Gestütsstatton in Rheinhessen, bezw. das Ersuchen, die Bedingungen für Errichtung und Erhaltung von Gestütsstationen im Lande generell zu regeln, schloß sich hohe Kammer nicht an, sondern beharrte auf dem früheren Beschluß, Wonach also nur eine einseitige Adresse zu erlassen ist. Bei Beraihung über die Mittheilung 2. Kammer über das Gesuch des Agenten C. I- Kayser von Darmstadt, Uebertretung des Reichsimpfgesetzes betr., trennte sich die 1. Kammer von der 2. Kammer, indem sie das von 2. Kammer beschlossene Ersuchen an die Regierung: „Eine authentische Auslegung des RetchStmpfgesetzes, ins, besondere in Beziehung auf die Zulässigkeit wiederholter Bestrafungen der Jmpfrcnttentcn, herbetzuführen, sowie bis zum Erscheinen dieser Auslegung eine maßvolle Praxis walten zu lassen", verwarf. Die übrigen Punkte der Tagesordnung bieten keinen Anlaß zur Besprechung, da sie alle in Ueberetnstimmung mit den Beschlüssen der zweiten Kammer erledigt wurden. Nachdem noch durch den Präsidenten Graf Görz mitgetheilt worden war, daß voraussichtlich Ende dss. Mts. noch einige Sitzungen stattfinden würden, wurde die Berathung geschlossen. Amerika. New-Aork, 2. April. Nach Meldungen aus Cincinnati werden die Truppen bis aus einige die Stadt jetzt wieder verlassen. — Hier eingegangenen Nachrichten zufolge ist das Dorf Oakville (Indiana) durch einen Orkan zerstört worden. Fünf Personen sind hierbei um's Leben gekommen, 50 verwundet worden. __________ ____ Telegraphische Depeschen. LösLff'S telegr. GovresKorrdenz-Bsrres«» Berlin, 3. April. Se. Majestät der Kaiser empfing heute Nachmittag den Minister v. Puttkamer zum Vorträge. — Der .Reichsanzeiger" schreibt: Se. Majestät der Kaiser war durch eine Erkältung, verbunden mit leichten Unterleibsbeschwerben, genöthigt, im Bette zu bleiben. Die Erscheinungen haben sich jedoch bereits gemildert und verläuft der Erkältungs- zustand vollständig normal. — Die „Nordd. Allg. Ztg." bespricht die Interpellation Jagdzewski im preußischen Abgeordnetenhause wegen Aufrechterhaltung des Sperrgesetzes in der Diöcese Vosen und lagt, die Interpellation habe lediglich dem Zwecke der national-polnischen Opposition dienen sollen. Die jüngste Annäherung zwischen Deutschland und Rußland sei in ganz Deutschland als erfreuliches Symptom des gesicherten Friedens ausgefaßt worden. Die polnische Jnsurrectionspartei dagegen, welche ihre Hoffnungen auf Krieg vereitelt sieht, suche jetzt im Frieden eine deutsch-feindliche Agitation zu erhalten. Die preußische Regierung werde sich aber durch die herausfordernde Sprache der Polen und des Centrums in ihrer friedlichen Politik ihren katholischen Untertanen gegenüber nicht irre machen lassen. Berlin, 3. April. Der Handelstag nahm in seiner heutigen Sitzung einstimmig die gestern vorgeschlagene, aber inzwischen abgeanderte Resolution an. Die Abänderung besteht im Wesentlichen darin, daß der Vorwurf, der Gesetzentwurf sei vom Geist des Mißtrauens gegen die Organe der Gesellschaften dictirt, gestrichen ist, dagegen werden ernste Bedenken gegen die den Organen zugewiesene rechtliche Lage geäußert, welche dahin führen würde, daß es an der persönlichen und sachlichen Voraussetzung für den fluten und stetigen Gang der Verwaltung fehlen werde. Ueber den 2. Punkt der Tagesordnung, das Reichsstcmpelgesetz vom 1. Juli 1881- referirt der Director der Deutschen Bank, Herr Jonas. Der Handelstag beschloß nach dem Anträge des Referenten, über den erstatteten Bericht zur Tagesordnung überzugehen und denselben Gegenstand auf die Tagesordnung der nächsten Plenarversammlung zu setzen. Der Antrag der Handelskammer Osnabrück, das Bureau zu beauftragen, einen Commcntar zum RetchSftempelgesetz auSzuarbeiten, wurde nach kurzer Debatte zurückgezogen. Der Handelstsg nahm schließlich die Resolution, betr. die Einführung bet Ladescheine im internen und internationalen Verkehr an, worauf die Sitzungen geschlossen wurden. Stuttgart, 3. April. Wie dem „Staatsanzeiger für Württemberg" ans San Remo gemeldet wird, ist in dem Befinden des Königs ein constanter, wenn auch langsamer Fortschritt wahrzunehmcn. Das Achmen ist ausgiebiger und normaler, die schmerzhaften Empfindungen des aogkgrrfftnen Thesis der Lunge haben sich vermindert, doch sind noch Ueberreste der überstandenen Lungen- und Rippenfellentzündung nach- zuweisen. Rasche Bewegungen verbieten sich von selbst, daher wird voraussichtlich längere Zeit hindurch ein ruhiges Verhalten zu beobachten sein. Karlsruhe, 3. April. Die zweite Kammer nahm heute einstimmig den vom Abg. Feder gestellten Antrag an, die Kammer möge ihr tiefes Bedauern aussprechen über die schweren Betriebskatastrophen in den Jahren 1882 und 1883 und die Erwartung ausdrücken, daß es der Eisenbahn-Verwaltung durch sorgsame Uederwachung des Eiftn- bahndienstes und durch strenge Handhabung der bahnpoUzeilichen Vorschriften und der nöthigen Disciplin gelingen werde, Baden vor ähnlichen erschütternden Vorgängen zu bewahren und das Vertrauen auf die Sicherheit des badischen Eisenbahn-Verkehrs wiederherzustellen. Der Abg. Kiefer und die große Mehrzahl der Redner führten aus, daß die Resolution nicht die Bedeutung eines Tadtlsvolums habe. Wien, 3. April. Der in Pesth verhaftete Redacteur des „Radikal", Scheffler, hat eingestanden, daß er bei der in der Nähe Wiens abgehaltenen Sitzung, in welcher die Ermordung Hlubeck's und Bloech's besprochen wurde, zugegen gewesen ist. Christiania, 3. April. Das neue Ministerium ist heute Nachmittag gebildet worden. Staalsrmh Schwejgaard ist zum StaatsminMer in Christtanra, Gutsbesitzer Carl Lövenskiold zum Staatsminister für Normen in Stockholm ernannt wocdem Zu Staatsräthen sind ernannt: Amtmann Bang, Oberst Lieutenant Dahll, Professor der Rechte Aubert, Professor E. Hertzberg und Expedttronssecretär Reimers. Die StaalSräthe Johansen und Hertzberg öcrbletben interimistisch auf ihren Poften. Paris, 3. April. Ein Telegramm der „Agence Havas" aus Maffovcr vom 1. d. Mts. verzeichnet das anderweitig bisher nicht bestätigte Gerücht, daß der Mahdi an einer Krankheit gestorben sei. Cherbourg, 3. April. Die Leiche des Herzogs v. Albany wurde bei ihrem Eintreffen von den hier anwesenden Admirälen mit ihrem Generalsiab und zahlreichen anderen Osficieren empfangen. Englische Matrosen trugen den Sarg auf die Königliche Dacht „Osborne", welche im Laufe des heutigen Tages abgehcn wird. London, 3. April. Se. K. K. Hoheit der Kronprinz des deutschen Reichs und von Preußen traf heute früh hier ein und begab sich sofort nach Marlborough House, der Residenz des Prinzen von Wales; Nachmittags wird der Kronprinz der Königin in Windsor einen Besuch abstatten und sich morgen zum Empfange der Leiche des Herzogs v. Albany nach Portsmouth begeben. — Gestern Abend brach in Paternoster Rom Feuer aus, welches mehr als 5 Stunden andauerte. Mehrere Häuser sind zerstört, die Verluste sehr bedeutend. Newyork, 3. April. Nach hier eingegcmgenen Nachrichten haben gestern und vorgestern heftige Orkane bei Huntsville (Alabama). Chattanooga (Tenntffee), Columbus (Ohio), Plttsburg und in anderen Distrikten Ohios und Indianas stattgefunoen. Durch die Orkane sind beheutenbe Schäden angenchtet worden, man befürchtet, baß 30 Personen getödtet und über 100 verwundet sind. Lokales. Gießen, 4. April. (Die verflossene Theaterzeit) Die Eröffnung der Saison erfolgte am 30. September v. I. mit der Aufführung i>e§ Büraer'schen Lustspiels : „Der Jour fixe". Die Schlußvorstellung fanv cm 30. Mürz d. I. mit der Aufführung des Shakespeare'schen „Hamlet" statt- An 97 Theaterabenden wurden 36 Lustspiele, 24 Possen, 7 Trauerspiele, 5 Kinderkomödren, 6 Charakterbilder, 8 Schauspiele und 21 Operetten vorgeführt, bezw. wiederholt. Bevorzugt war also, der Geschmacksrichtung von Ort und Zeit entsprechend, das heitere Genre; doch kam auch das ernste Drama zu seinem Recht und erzielte meistens volle Häuser. Das darin Gebotene konnte freil-.ch nur mäßigen Anforderungen entsprechen. Von den baraebotenen Novitäten bürste die Operette „Der 83 eitel ft uh ent" den nachhaltigsten Erfolg verzeichnen: sie wulde 9mal und zwar fast immer bei aus- verkauftem Hause gegeben- Als Gäste traten, zum Theil zu öfteren Malen, auf: Herr Oberregisseur Müller vom Kgl- Hoftheater zu Hannover, Herr Greven vom Stadttheater zu Köln, Fräulein Sophie König vom Stadttheater zu Frankfurt a. M-, Herr Stägemann von ebenba, Fräulein Menthon von Heidelberg-und Herr Julius Fiala, ehemaliger Großh. Hess, und Kaiserl. Ruff. Hofschauipieler aus Darmstadt. In der Leitung ließ sich ein reges Streben, ein Wahrnehmen auch der künstlerischen Zwecke nicht verkennen; wir begegneten einer verständigen und sorgsamen Regie, der ein im Ganzen tüchtiges, theil weise selbst höhere Ansprüche befriedigendes Personal zu Gebote stand. Auch das Wichtigste fehlte ihm nicht: die Theilnahmc eines Publikums, das von der Bühne aus auf sich wirken lassen und von dorther geistigen Genuß oder wenigstens Unterhalrungsstoff empfangen will. Und doch entsprachen die pecuniären Erfolge diesen Factoren nicht. Das Deficit der Direction soll am Satsonschluß mehrere Tausend Mark betragen haben! Daß trotzdem das Theater während des ganzen Winters geöffnet blieb, verdanken wir der Opserfteudigkeit eines der Directoren. Das Local bot manche Unzuträglichkeiten. Für die nächste Saison wird durch Umbau des Theaterlocals und Restauration, die der Wirth mit erheblichen Kosten ausführen läßt, Wandel geschaffen werden. Gießen, 4. April. Aus einer Zusammenstellung der Großb. Centralstelle für Landesstattfttk ist zu ersehen, daß, was die Lebensmittel an Ochsen-, Kalb- und Schweinefleisch, Butter und Brod betrifft, unter 16 Städten des GroßherzogthumS der Genuß von O chseufletsch am thruersten zu stehm kommt den Darmstädtern mit 'Ld-sE Ä*fit"" JSSÄ# ,»*Ä'Ä Ütbmu) routbe bei ihrem (tealftab Citroen trugen ben ves heutigen Tages- >rinz des deutschen [ab sch fofort nach Nachmittags wird >n und sich morgen tsmouth begeben, aus, melches mehe die Lerlufte sehr m haben gestern und (Tenneffee), W d-.anas stattgrsunm- man befürchtet, W ^Ü««188l hfcS? wurde n»! »^N r Ath Qn» worauf bie ans Sq„ Mr, twm Sten r*WM“' »lt (J* sich vetminberf Ä^"dung no^ öitb Voraussicht Wmmkg den voiu u^d die Erwartung Dachung dcsWn- Lortchristen und der cnden Totgängen zu Esiendabn-Verkchrg Redner führten aus. ur des „Radikal", Mens abgehaltenen ' besprochen wurde, Nachmittag gebildet rtsttan.'a, Gutsbeßher Im ernannt worden, mt Dahll, Profefssr 15t Ke/nieis, Lie rni Posten, rs" aus Majsom tigte Geriicht, dch Die Eröffnung de <3 Bürgerlchm Lust- März d. I- »it w ?ateradenden wurdtu Twr“. D--d- . ficrr OöerregiM bö SÄ 3 bes Slilitätj 'ifec M 'S K W "b * Gchch, eßen. 74 4 pr. Pfd-, wahrend die Alzeyer bie8 schon für 58 H haben können, dagegen Bensheim und Bingm den Dmckschntttsprcis von 66 bezahlen. Kalbfleisch ist tbenfalls in Darmstadt am teuersten, denn dort kostet bas Psd. 66 während daS gleichL Quonturn in Schotten nur 47 $ kostet, den Durchschnittspreis von 56Vr $ zirylr Butz'^ch. — Freunden emes güten Schweinebratens ist abzurathen, nach Offenbach z>/. geren, denn dort kostet Schweinefleisch 73 pr. Pfd-, während Alzey und Alsfeld dasselbe für 57 bieten, Worms und Darmstadt halten die Mitte mit 65 pr. Pfd. — Brod kostete während des Jahres 1883 in Darmstadt, Offenbach, Friedberg und Mainz 14 $ pr. Pfd., am billigsten war es in Erbach, woselbst es zu 10 $ verkauft wird; zum Durchschnittspreise von 12 H kann man es in Babenhausen, Bcssunzrn, Gießen. Alsfeld, Butzbach und Alzey Haden. — Was nun dis Butter betrifft, so war dieselbe tm vergangenen Jahre am meisten „versalzen" in Offenbad) mit 1,17 JL pr. Pfd., am billigsten in Schotten mit 85 H. Der Durchschnittspreis betrug 1,01 JL. und zwar in Babenhausen und AlSfeld. — Gestern Mittag versuchte ein Tagiöhner aus Wieseck sich in der Lahn am sogen. Felsen zu ertränken; er wurde noch zur rechten Zeit herouSgezogen und in die Al nik gebrecht. Nach etuem bei dem Leb-nsmüden voigffuubenru Znte! war er aus seiner Stelle tn einem hiesigen Geschäfte entlassen worden. — In einem Hause der Wallthorftraßc fand gestern Nachmittag im Kamin ein W'chseldraod statt; das Feuer wuroe von N-rchb^slruttn alsbald gelöscht — Ein Dienstmädchen, weiches feine Herrschaft um c>. 50 bestohlen, würde gestern beigesteckt. — Mf bcr gestrigen Pferdc-Musterung würben aus d?r Stadt Gießen 348 Dferde vorgeführt, darunter 5, wttche nach Schiffenberg gehörten. Von diesen wurden 39 als zu MiUlarzrvecken tauglich befunden und zwar 10 Rrrtpferde, 19 Stangenpferde und 10 Vorspannpferde. WerrrrischteH. Steinbach, 2. April. [3nbiläum.] Am 1. April feierten d'e Eheleute Arnold in Steinbach das s-ltene Fest der goldenen Hochzeit- In der Wohnung des Jubelpaares fand tm Leisem, sämmtlicher Angchörtg'n (Eüschwister, Kinder, Enkel und Urenkel) bei feiert!cbe Act her Emftgnung desselben statt. Tiefen Emdruck machte die schöne Rede, als nam'mttich in derselben her an Erlebmssen aller Art so reichen Vergangenheit des noch rü^tgen greisen Paares Erwähnung geschah. Am Abend brockte der Steinbacher GO augö.'rein, dessen ehemaliger Präsident d-:r Jubilar war, ein schönes Ständchen und sprach dessen j.'^ßer Präsident anerkennende, von Herzen zu Herzm gehende Worte, dabei der Verdtenste des Jubrlars um den Verein dankend erinnernd, worauf angemessene Erwiderung folgte. Von allen Seiten wurden dem Jubelpaare schriftliche und mündliche Gratulationen dargebracht; auch wurde dasselbe reichlich beschenkt. Möge es dem Jubelpaare vergönnt sein, im Kreise seiner Angehörigen noch recht viele glückliche Tage zu verleben. Mainz, 1. April. Emer der 10 türkischen Offiziere, welche in verschiedenen deutschen Regimentern eingeceihr werden, ist der 3. Batterie des Nassauischen Feld- Artillcrit-RegtmenLs Nr. 27 als Sccond-Lteutenant zugerheilt worden und in Caste! ehißctroffen. — Vor einigen Tagen kam eia Herr aus dem Waldeck'schen hierher, um seine 18jährige Tochter, welche eine höhere Lehranstalt besucht batte, ihm aber vor circa 4 Wochen durchgebrannt und endlich als — Schießmamstll in einer hiesigen Meßbude erm'ttclt worden war, mit nach Hause zu nehmen. Als der Vater mit einem Schutzmann in die Nähe der Bude kam, gewahrte ihn die Tochter, die sofort entwich und trotz aller Verfolgung bis zur Stunde nicht aufgefunben werden konnte. — sDie Erkältungskrankheiten und die Nase.) Unter diesem Titel berichtet Julius Sünde in der neuesten Stummer von „Sckorer's FamtUenlllatt" über ein von yerrn Dr. Hack in Freiburg entdecktes Heilverfahren von Krankheiten irr dcr Nase. Nach den oussezcichuetrn Urtterfuchung-'n dieses Arztes hat sich ergeben, daß eine große Anzahl von Erkältungskrankheiten, bestimmte Formm von Migräne, Asthma, Scheufieder und verwandten Erscheinungen durch eigenthümliche Vorgänge in der Nase verursacht wird. Durch die geschickte Hand des Arztes können jetzt die Leidenden von diesen Krcmkhe-tcn radikal befreit werben. Den Zusammenhang zwischen nervösem Asthma, sowie zwischen Alpdruck und den Schwellkörpern der Nase hat Dr. Hack nicht nur uochgewiesrn, sondern es gelang ihm auch, in selbst schweren Fallen diese Leiden durch dir Behandlung der Nase vollständig zu beseit gen. Dasselbe gilt von Mstimmttn Formen des Hustens, bet denen die bloße Berührung der Schwellkörper mrt der Sonde heftige Hustenanfälle erregte. Aber auch die Migräne wirb nicht selten durch die Reizung der Schwellkörp-r der Nase verursacht. Ein eklatanter Fall mag diese merkwürdige Tatsache illustriren. Jl Haemetne _ .Em Ibjähriger Knabe aus Karlsruhe Ltt seit 2 Jahren fast unausgrscht an Kopfschmerzen, die bald halbseitig, bald beiderseitig in dcr Stirngegend auftraten. Die Heftigkeit dieser Schmerzen war eine so außerordentliche, daß dcr sehr intelligente Knabe unfähig murde, seine Schulaufgabe anzufert gcn, anfing, das Erlernte wieder zu vcr- gcstcn und in Folge dessm immer mehr Rückschritte machte. Da die beinahe stets verstopfte Nase äußerlich leicht wund würbe, so bestand die Verordnung der früheren Aerzte einzig m brr Anwendung verschieden--.r Salben gegen den Ausschlag der Nasen- ränbrr. Bet der Untersuchung mit brm Naftnspiegcl zeigte sich bedeutende Schwellung an den unteren Muscheln, welche die Passage durch die Nase fast unmöglich machte. Nach der ersten Operation, welcher die linksseit-ge Schwellung zum Opfer fiel, hörte der Kopfschmerz vollständig auf und ist derselbe nicht mch? wiedergrkchrl. Es läßt sich kaum schildern, welchen günstigen Einfluß der E'folg der Operation auf die GrmüthS- sttmmung drs Knaben ousübte, der sich aus einem trübsinnigen, blöden, in einen frischen aufgew-ckten Jun.ien umwondeltt. Wer sich näher über blc höchst interessante Entdeckung unterrichten will, den verweisen wir auf den Artrkcl in Nr. 14 von ^Sckorer's Familienblott", tn welcher übrigens, wie wir für unsere Leserinnen rod) hinzufügen wollen, gleichzeitig ein neuer Roman, „Ein Gottcsurth^ll", der aUbeliebten Schriitstellerin E. Werner, sowie die »Memoiren der letzten Liebe Heine's, genannt Mouche^, beginnen. — sKleine M!tt.hei!ungen aus Wütttemberg.^ In Stuttgart kam es in der Nacht von Samstag auf Sonntag zwischen Arbeitern aus undedLutender Ursache zu einer Schlägerei, wobei ein Bierbrauer du:ch cin^n Messerstich in die Brust, ein anderer durch einen Sttmwurf an ben Kopf lebensgefährlich verlet-t wurden. Die beiden Thäter sind verhaftet worden. — In Hahnweiler bei Waiblingen ereignete sich letzte Woche ein entsetzlicher UnglÜcksf-all. Belm Graben eines Kellerö unter der Scheune des Küfers Sttehle stürzte unversehens eine Wand ein und begrub 4 Personen. Trotz sofortiger angestrengter Hilfeleistung der Nachbarschaft konnten nur 3 Personen wieder lebend hervorgebracht werden, während der Vierte, ein Familienvater, der dcn 1870er Feldzug mitaemackt hatte, sofort eine Leich? war. 731) Uöber die dar Kosten, welche dty EJnfiickiJng ei»er Anaetg» la ekno oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niema'i ‘-mtäuscht yohon, wenn wrj-3 von der Annoncen - Expedition -von VCSSJLßßßS. 'm Frankfurt a. M. (Karlnrnhe, titnttgart oder München) zuvor Auskunft einforder;, die auch hineloLtg der fiir den jeweiligen Zweck geeigneten Blutter auf Grund reicher Eif.-ihrungen und gründ.’ioher Beobachtungen zuvoriaseigoD Rath ertheilr. Kirchliche AKMMR Her Stsöt GieGeU. Errangeiische Seme i n d t. Gottesdienst. Sonntag, den 6. April (Palmarum). Allgemeiner Buß - und Bettag. Vormittags 91/? Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Die nach beiden Gottesdiensten zu erhebende Kollekte ist bestimmt zur Unterstützung derjenigen hilfsbedürftigen inländischen eoangel. Gemeinden, die an Orten mit überwiegend katholischer Bevölkerung bestehen. Kinderkirche, Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Am Gründonnerstag, den 10. Avril wird Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittagsgottesdienst gehalten werden. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 6. bis 12. April besorgt: Pfarrer Schlosser. ____ Katholische Gemeinde. Palm-Sonntag. Von 6 Uhr an: Beichte. Um 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung dcr hl. Eommu- mon. 8J/t Uhr: Palmweihe. Von 9—10 Uhr: Prüfung der Schulkinder in der Religion. V2IO Uhr: Hochamt. 2 Uhr: Passions-Andacht. Am Mittwoch von 5 Uhr an Beichte. GaiteZdienst in der Siinaeooe. Freitag Abend 6 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 725 Uhr. r AKzerger- BLblisthek GrsWeezogLicheK Gewerb- vseeirrs zu Durluftudt. Wir beabsichtigen in der Zeit vom 20. April bis zum 3. Mai d. I. eine Revision der Bibliothek Gr. Gewerbvereins vornehmen zu lassen uno Veranlassen hiermit sämmtUche Entleiher zur IkückSieserung der Bücher, Zeichnungen, Zeitschriften re. bis spätestens zum 20. April d. I. Während der Dauer der Revision werden Bücher rc- nicht ausgeliehen. Darmstadt, den 26. Mürz 1884. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe- und den Landesgewerbverein Fink. Busch. Holz-Versteigerung. Montag den T d. M, von Vormittags 9 Uhr an, sollen in den Waldungen der Stadt Grünberg, District Taufe und Kreuzstein: 1 Eichenstamm von l3/4 Festm., 19 Buchenstämme von 30—50 Ctm. Durchmesser, 350 Kiefernstämme von 13—48 Ctm. Durchmesser, 1160 Fichtenstangen von 6—13 Ctm. Durchmesser, 1100 Fichten - Reisstangen von 3—6 Ctm. Durchmesser versteigert werden. Grünberg, den 2. April 1884. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. P rächt. 2432 Garkengerslhe, Pfuhlpumpen, Häcksttmaschinen empfiehlt 1818 Carl Heusel. Versteigerung. Samstag den April l. I., Nachmittags 2 llbr, werden in meinem Bureau öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert: a. zwangsweise: - -i vollstärdige Betten, 3 Schränke, Kommode, Tische, Sopha's, Stühle, Taschenuhren, Bilder; b. freiwillig: 1 Parthie Zeitungshalter für Wirthe, 1 Herren-Anzug, Unterhosen, Stiefel, sowie mehrere goldene Damen- nnd Herrennhren u. Regillateure. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, den 3. April 1884. Bühner, 2408 Gerichtsvollzieher. Ein Saus mit sLö- neu» Laden, mitten in hiesiger Stadt ge- IMWHEMs legen, in welchem sich ..eine Metzgerei, Bäckerei - -*obcr jedes andere Geschäft betreiben läßt, ist mit geringer Anzahlung und unter günstigen Bedingungen zu verkaufen durch I. Blitz. 2441 BekarmtMachrrng. Die Realschulgeldee pro IV. Quartal 1883/84 können innerhalb 8 Tagen an den Zahltagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten bezahlt werden. Gießen, dcn 2. April 1884. Der Rechner der Realschulkasse: Enders, Stadt-Rentmeister.2396 Mittwoch den 16. April, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht erbver- thcilungshalber die Immobilien der verstorbenen W. Jakobi Eheleute, bestehend aus dcr Hosraithe zur Schönen Ans- sicht,. worin schon seit 18 Jahren eine sehr frequente Wirthsckaft betrieben wird, nebst Oecononrie-Gebäuden meistbietend freiwillig versteigert werden; da auch in nächster Näbe Land zum Kauf als zum Pachten billig zu haben ist, so bietet sich auch für eine Oeconomie eine günstige Gelegenheit. Flur XXV/226,5 544 Meter Hofraithe zwischen dem 2tul- und Leih- gesternerweg, „ XXV/226,3 857 Meter Grabgarten daselbst, „ XXV/226,7 400 Meter Grabgarteu daselbst, „ XXV,157 1187 Meter Acker auf der Rodhohl, 8 „ 11/193 19 Meter Gewann Lappen am Wismarerweg, „ Vll/40 3025 Nieter Acker am Läufers- röderweg. Gießen, den 25. März 1884. 2143 I. A.: Mütter, Ortsgerichtsmann. 2428 Kleiner feuerfester zu verkaufen bei tttfbr. Hnufiunnii; Seifenfabrik» Bekanntmachung. Mittwoch den 9, April l. I., Vor- lnittags 10 Uhr, kommt in hiesigem Gemeindewald, DistrictMohrswald, nachstehendes Holz zur Versteigerung: 139 Stück Eichen-Stämme zu 132,76 Fstm., 1 Buchen-Stamm, 1,70 Festm, .53 Rm. Eichen-Scheit, 23 w „ Knüppel, 12 „ Bucheu-Scheit, 575 Stück Buchen- und Ausbusch-Reisig- wcllen. Cleeberg, den 28. März 1884. Der Bürgermeister. 2288____Keil.________ MrailheBerfleigeruttg. Dienstag den 13. April, Mittags 1 Uhr, lassendie Rumpfs Erben zu Großenbuseck ihre in der Lrrttg- gasse gelegene Hofraithe nebst daranliegendem Garten, zu jedem Geschäftsbetrieb, als auch für einen Landwirth geeignet, an Ort und Stelle nleist- bietend freiwillig versteigern. 2435 Sonnenschirme für Damen und Herren in größter Auswahl zu sehr billigen Preisen bei 2429 Albert Behrend. empfiehlt in großer Auswahl zu den billigsten Preisen 2444 Julius Schulde, Sommistr. 20 Billige und feste Preise. Bei s Millionen Matt Neu versichert im Jahre 1883: 9,868Persoueu mit 31 2446 susaL Stz-z