-rr. 4 Samstag den 5. Januar 1884 Erkleint tä^Ülch mit Ausnahme des Montags. Dttreavr Schulstraße 7. WrriS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit BrRgerkohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ■jjawMEueirari! 1111—11 ihm ■imin nirmni iwra—iiwwm'iiMB Amtlicher HHeit. Betreffend: Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. Bekanntmachung. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jadres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. Z. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeugnitz; b. ein Einwilligungs - Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 c. ein Unbeschollenheitszeugnitz, welches für Zöglinge von höheren Schicken (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d. das Schnlzeuguih. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien und Realschulen L Ord., sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz-Ordnung (L Theil der Wehr-Ordnung vom 28. Septbr. 1875 — Reg.-Bl. Nr. -55 von 1875) ausgestellt sein müssen. und 94 der angeführten Ersatz-Ord. verwiesen. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Gros. Politische Ueberficht. Gießen, 4. Januar. Aus all' den Neujahrs-Betrachtungen, welche in der Presse den Epilog zum verflossenen und den Prolog zum neuen Jahre bilden, klingt vornehmlich die Genugthuung über den im Allgemeinen friedlichen Charakter des dahingeschwundenen Jahres heraus und alle Anzeichen deuten darauf hin, daß sich auch der neue Zeitabschnitt, dessen Schwelle wir soeben überschritten haben, diesen Charakter bewahren wird. Die internationale Lage ist in der That geeignet, die Hoffnungen auf Erhaltung des europäischen Friedens als berechtigte erscheinen zu lassen, denn nirgends ist eine Frage zu entdecken, welche den Anlaß zu ernsten Mißhelligkeiten unter den Mächten geben könnte und selbst auf der Balkan-Halbinsel, wo doch für gewöhnlich genug politischer Zündstoff lagert, kann man im Augenblick wenigstens nichts entdecken, was zu europäischen Verwickelungen geeignet wäre. So eröffnet sich denn dem Blick nach dieser Richtung hin eine ermuthigende Perspective auf das begonnene Jahr und mit dieser beruhigenden Aussicht ist schon Vieles gewonnen; freilich hängt die Entwickelung der Völkergeschicke oft von unberechenbaren Ereignissen ab, die alle diplomatischen Calculs zu Nichte machen. Indessen, wenn wir bedenken, daß es dem gewaltigen Einflüsse des leitenden deutschen Staatsmannes, in dessen Hand schließlich doch die Bestimmung über das Wohl und Wehe Europas ruht, gelungen ist seit dem Zeitpunkt, an welchem das geeinigte Deutschland die politische Führerschaft in unserem Welttheil übernommen hat, den Frieden trotz mancherlei Anfechtungen zu erhalten, so können wir mit Zuversicht auch den kommenden Ereignissen entgegensehen. In dieser Zuversicht tritt Deutschland, tritt Europa in das neue Jahr ein und wir wollen von demselben hoffen, daß sein Verlauf den günstigen Auspicien, unter denen es begonnen, entsprechen möge. Die Weihnachtspause hat uns auch auf dem Gebiete der innern Politik keinerlei Ereignisse ober Ueberraschungen gebracht und wird wohl erst mit der Wiederaufnahme der parlamentarischen Thätigkeit die innere Politik eine frischere Färbung erhalten. Das preußische Abgeordnetenhaus nimmt seine Arbeiten am 8. Januar wieder auf und auch der Reichstag wird Ende Januar zusammentreten, wenn auch über den Termin seiner Einberufung noch nichts Bestimmteres vorliegt. Bekanntlich ist es die letzte Session vor den Neuwahlen, zu welcher der Reichstag einberufen wird und dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach das Unfallversicherungs-Gesetz, welches gegenwärtig im Reichskanzleramt einer nochmaligen Umarbeitung unterzogen wird, den Hauptgegenstand der Verhandlungen bilden. Hoffentlich wird es gelingen, die Debatten über dieses so überaus wichtige Gesetz diesmal zu einem gedeihlichen Abschluß zu bringen und somit durch dessen Annahme wieder einen bedeutungsvollen Schritt auf dem Wege der socialen Reform zu thun. In Ungarn bereitet sich allem Anschein nach ein Ansturm gegen das Cabinet Tisza vor, der seinen Ausgangspunkt von der Mischehen-Frage nimmt. Bekanntlich ist das Gesetz über die Mischehen zwischen Christen und Juden vorn Oberhause, im Gegensätze zum Unterhause, abgelehnt worden, obwohl sich Tisza selbst dringend für das Zustandekommen dieses Gesetzes aussprach. Man will nun wissen, daß die Opposition des Herrenhauses in der Mischehen-Frage nur das Vorspiel zu ernsten Angriffen der mit dem Regime Tisza's unzufriedenen Stellung des ungarischen Ministeriums sei und daß die Fäden dieser gegen das Cabinet Tisza gerichteten Bewegung einerseits bis nach Kroatien, anderseits bis nach Wien reichen. Ob indessen diese Bewegung den von ihren Arrangeuren gewünschten Erfolg haben wird, muß vorläufig noch bezweifelt werden, da sich Tisza aus die liberale Majorität des Unterhauses stützen kann und schon werden von letzterer Anstalten getroffen, um den Schlag des Oberhauses zu pariren. Beim Empfange der Neujahrsgratulations-Deputation der liberalen Partei durch den Ministerpräsidenten betonte der Sprecher derselben, Graf Banffy, die Nothwendigkeit einer Reform des Oberhauses und der energischen Bekämpfung des Antisemitismus und versicherte im Uebrigen den Ministerpräsidenten des vollsten Vertrauens der liberalen Partei. Die Vorgänge in Ostasien haben in Frankreich das Interesse an den Angelegenheiten der innern Politik wesentlich zurückgedrängt und doch tauchen gerade nach dieser Richtung hin wichtige Fragen auf. Wie Herr Ferry schon in einer der letzten Sitzungen der Deputirtenkammer vor Weihnachten ange- beutet hat, strebt seine Regierung eine Revision der Verfassung an und versichert man in den Pariser parlamentarischen Kreisen, daß diese Revision hauptsächlich die Beseitigung der lebenslänglichen Senatoren und die Wiederherstellung des Listenscrutiniums bezwecke. Mit letzterem würde bas gegenwärtige französische Ministerium die Lieblings-Idee Gambetta's wieder aufnehmen und hofft es ohne Zweifel, sich durch Einführung des Listenscrutiniums eine zuverlässige parlamentarische Mehrheit zu sichern. Merkwürdiger Weise verlautet, daß diesmal auch die Rechte dem Listenscrutinium zustimmen werde, vielleicht gedenken die Bonapartisten und Legitimisten hierbei auch für sich etwas herauszuschlagen. — Aus Tongking sind noch keine neueren Nachrichten von Belang eingelaufen. Vermuthlich befinden sich aber die französischen Kolonnen bereits auf dem Marsche gegen Bacninh, um welches sich jedenfalls ein ebenso blutiger Kamps entspinnen wird, als um Sontay. Die von China angerufene Vermittelung Englands im Tongkinghandel ist bis dato noch in den Schleier des Geheimnisses gehüllt. Daß diese Vermittelungsgeschichte die leitenden Kreise in London und Paris stark beschäftigt, ist sicher; Herr Gladstone, welcher am Montag von seinem Landsitze Howarden wieder in London eingetroffen ist, empfing sofort die Besuche des Ministers des Auswärtigen, Granville, und des Kriegsministers Hartington, was wohl mit der erwähnten Angelegenheit zusammenhängt. Was sich England als „ehrlicher Makler" von China bezahlen lassen wird, ist noch ungewiß, man spricht aber bereits von der Abtretung der Insel Hainan, welche mit eines der von Frankreich begehrten Faustpfänder bildet. England könnte dem französischen Nachbar gar keinm schlimmeren Streich spielen, als wenn es ihm diese werthvolle Insel 'sozusagen vor der Nase wegschnapvte. Einstweilen gehört Hainan aber noch China und dasselbe wird sich gerade nicht sehr beeilen, die Insel herauszugeben. Die Ermordung des Gensd'armerie - Oberstlieutenants Ssudejkin, des Chefs der russischen Geheimpolizei, ist eine jener ThateNe , ar3«J Enthebung von Neujahrsgratulatisnsbesuchen hatten auch folgende Herren inber-Bewahranstolt Gaben zugewendet, was noch nachträglich dankend ver- offenlltcht wird: Herr Geheime RegierungSrath Dr. Haberkoru, Herr Cigarren- fabrikant Otto Ktempff und Herr Pfarrer Schlosser. * ^Surren. Gießen, den 4. Januar 1884. __________________IDr. Naumann. Pfarrer. Amerika. New-Hork, 2. Januar. Der Bericht des Secretärs der Gesellschaft Her amerikanischen Eisen- und Stahlfabrikation giebt eine Uebersicht über die Entwickelung des Geschäfts in Eisen und Stahl im Jahre 1883 und bemerkt, der Preis für Eisen und Stahl habe den niedrigsten Punkt erreicht. Viele Walzwerke und Stahlfabriken hätten die Oefen gelöscht, weil die Eigenthümer der Ansicht seien, daß für die nächste Zukunst keine Hoffnung auf eine Besserung der Verhältniffe vorhanden sei. LoLaleH. ßkirttn 4 Januar. sMusik.) Es dürfte für unsere Concertbesucher vrm ^ntereffe fdn, Aber das am Sonntag den 6. d. Mts. zur Euffübrunß ßes sch7sLiedersptel" oon Rob. Schumann Einiges zu erfahret?nd wollm wir daher eine Analyse desftlben hier folgen lassen. Dte von (Sm (Seibel ins Deutsche übertragenen spanischen Lieder und Romanzen haben den kenta^n Lyriker durch ihre duftigen Verse in jene Begeisterung versetzt deren e n echter Musiker stets bedarf, um etwas Erhabenes zu schaftev, und so überlieferte er der Nachwelt einen Cyclus von seelenoollcn Liedern, aus denen der spanische- Charakter derv H^r spanische Liederspiel mit einer zarten Lt-besnovelle vergleichen, denn obgleich die 9 Nummern, aus denen das Werk besteht, .^"^0 verschieden vow einander sind so st5nben der^teuercom- mMre und Bürgermeister ruht, sondern durch Mitwirkung einer besonderen Commission, welche die Gemeindevertretung zu wählen hat, erfolgt. Da das Gesetz die P^nk- pflicht, Ansatz der Steuerkapitalien nach verschiedenen Klassen, die Rangstufe der Orte, Berücksichtigung der Zahl der im Gewerbebetrieb Angestellten, Grhülfen oder Arbeiter, ferner den Mtethwecih der Betriebsräume u. f. w-, aus dem Gewerbesteuergesetz vom Jahre 1860 mit herübergenommen und somit eine Anzahl stabiler Momente geschaffen bat nach welchen die Steuer veranlagt werden muß, so ist die Tbätigkeit dieser Commission doch nur eine ziemlich beschränkte. Im Wesentlichen wird sie darüber zu be- finden Haden, ob der Ansatz des Miethwerthes der zuw Gewerbebetrieb benutzten Räume ober der für die Zahl der Gehülfen nicht eine unoerhältnißmäßige Belastung des Steuerpflichtigen zur Folge hat, in welchem Falle dann jene Zusätze zum Gewerbe- fteuerkapttal bis zur Hälfte ermäßigt werden können. Weiter ist ihr die Befugniß ein, geräumt, unter gleichen Voraussetzungen bei Gewerbtreibenden der 4-, 5. und 6. Classe des Gewerbsteuertarifs, wenn sie nicht mehr als einen Gehülfen haben, eine Steuererleichterung eintreten zu lassen. Wie sich die Sache in der Praxis gestalten wird, läßt sich nicht Vorhersagen- S'cher steht nur, daß man auf die Tätigkeit dieser Commission keine allzu großen Erwartungen setzen darf, während andererseits nicht geleugnet werden soll, daß sie, wenn von dem wahren Geist der Selbstverwaltung geleitet und beseelt, auch vielfach eine segensreiche Wirksamkeit entfalten können und die Gemeindevertretungen Ursache haben, bei der demnächst an sie herantretenden Wahl dieser Commissionen mit Umsicht und Sorgfalt zu verfahren, welche hier doppelt geboten erscheint. (R. H. V ) S-nrntifD 3 Januar. Bei dem bereits gemeldeten Eisenbahn. Unfall auf dn Grandtrn'nk-Bahn wurden nach weiteren 3ia*r>*len ^dertt^Perfonm fort getödtet, 7 starben im Hospital, der Zustand mehrerer an P ist h°ffEgslos. 3 ganuar Die AbMnier setzen ihren Marsch auf Masso»- fort Baker Pascha hat Suakim verlassen, um mit Den Dbetl)aupie <- Abyssinier negen Rückzuges der Garnison von Khartum über Kaffala z u"^"^«^stantinopel, 3. Januar. Gestern sand in Sadikli bei Brufsa ein ziemlich heftiges Erdbeben statt, Durch welches einige Verwüstungen ange- richtet wurden. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. CorrespoAdenz-BrrLeav. Berlin, 3. December. In feierlichster Weise fand heute Vormittag die Einweihung der auf dem Weddingsplatze gelegenen Dankeskuche statt. Punkt 11 Uhr trat der Kaiser in das herrliche, vom Baurath Orth erbaute Gotteshaus unter dem (Selaute der Glocken ein, am Hauptportal von dem Kronprinzen, dem Prinzen Wilhelm, dem Präsidenten des Kirchencomites Generallieutenant v. Olleg, dem Kgl. Baurath Orth und Maurermeister Stargardt und der (Seneralität empfangen Nach Begrüßung der Genannten stieg der Kaiser unter dem vom königlichen Domchor und unter Posaunenbegleitung gesungenen Gesänge: „Jauchzet dem Herrn alle Welt", die Stufen hinauf zu der Fürstenloge, wo auch die Kaiserin, die Kronprinzessin und die Erbprinzesfin Charlotte von Sachsen-Meiaingen, der Kronprinz, der Prinz Wilhelm die Prinzen Alexander und August von Württemberg, der Erbprinz von Sachsen- Meiningen, die drei jüngeren Töchter der Kronprinzlichen Herrschaften und General Fe^marschall Graf Moltke Platz nahmen. Dieser Loge gegenüber saßen die Minister v. Puttkamer, Friedberg, Maybach, v. Bötticher und Bronsart von Schellendorf, ^m bsm prächtig mit exotischen Gewächsen dekorttten Altar hatten etwa 100 Geistliche, sowie der Oberbürgermeister Forckendeck mit etwa 50 Stadträtben Un?^ta mDeI!rbnet€nr in?cr Amtstracht Platz genommen. Die Kirche war durch ^ne mächtige Gasktone erleuchtet. Die Liturgie hielt Prediger Distelkamp, den We^beakt General-Superintendent Probst Brückner, die Predigt Oberhofprediger Dr Köael * . ~ .Der Königliche Baurath Orth wurde mit dem Königlichen Kronen'orden meMer bcr°C rt* ®cr Maurermeister Stargardt erhielt den Titel als Hofmaurer- mrfinh"A ?.°"o"?"liner Tageblatt" zufolge wurden anläßlich des Gedenktages der Gründung des Zollvereins dem bayerischen Gesandten v. Lerchenfeld und bem merflfn, ^Äen^ef?Kb»!Cn JroUin8 der Kronenorden 1. Klafft dem mürUemberaifSn bV Äl°fn"ßl!?ylen 2J?Ia^e mtt dem Stern, bem bayerischen Ministerial- btrector Rätzfeldt, dem sächsischen Geheimerath Goltz, bem badischen Minifieriosr^d ^^d^r und dem wetmartschen Staatsrath Heerwarth der Kronenorden 2 ünh d^b°y.r„chm O»-rr-^rung.ra,h SchmLk-n, Der rotÄie“ 3." 3®nuar- Abgeordnetenkammer. Bei der heutigen Generald,darüber die Hageloersicherungsvorlage, an welcher sich der Referent ftrbr n fsJSm’c a * Mi« Ctt‘äc« bn Finanzm'inister^ MRrWMWMW siSnd-n als StnaBimfntfter einem keinen Um- merbe. In ähnlicher Weste sprach sich der Minister ^des “J W« jnfünimen Härmann'ichen Anträge theilweife ut!durchwhrb°r bezeichnete ' ,nbim n di- sBSsggÄ Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag, den 6. Januar lEpiphanias). Landesmissionsfest. Vormütags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann Nachmittags -) Uhr: P-arrer Dingeldey. 4». , ,. r Krrchenkollekte für die Heidenmisfion ' Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer S ck l a s s e r “5 c?r® rb 9t a um an n$ereini8un1 bir c°nfirmirten Bib-Iftunb e,® ^°stelgiA°i'W-37: Wamr^Dr Kaum Kl-inki oder schule: ®u Psarrgeschäfte r°m bis 12. Januar besorgt: Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. Von 7 Uhr an: Beichte 0$ ^rvn 3 Könige). /2IO Uhr: Hochamt und Predigt. 2'^^Ief/arlba^^t2^U6t^ei^Unß Communion. , Gottesdienst in der Synagoge. Samstag Abend ' Samstag Morgen 8W Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Honen (0, et Personen P Nossowa Mptern der Kaffala zu , b-i Bruffa u"9=n ange, LS,'» t?; Dt- Ion Wien bett “«« ein t$tet [t'«b«r 3la4= Eh°-«kiir bm ieS',Wtlätn Dttl6)kbtn önr V cl“? Kntz- 3tcuf sorgende "0r Md drr Liebesgras k- Dem eigen- - n durch seine die 6. Nummer m‘t welcher die Tenor (Liebes- Frauenstimmen Schlußnummer in geliebt« ver- ch bte svanische 1 Gepräge aus- X. en gewiß unge- ldeten Eisverein n wie schönem ig, etwas über s Besuchern mit auf der großen n. deren sich die ten Bemühungen )tr ümtem Frost Möge sider btr Danke, den wir tef aussprechen, chr stark besuchten Zuckerfabrik trtrzweig, welcher sie und daß, wenn icht mehr erwartet rlegenheit zu einer außerdem für die Vortheil fei. Es -en 1725 MvM htuna der -Fabrik r Feststellung des ftattfinden. Man Betrieb setzen zu >d eine möglichste t hierbei bezüglich gezogen. Weitere sitzenden des aus- :ett. hat sich, wie dem storgen fand m» tn feinem Schlaf- schiedene, eine hin einem Anfall von ich s»I»md- S-rm iaII6 binfenb v» Wrrm- nn, iGießem eirt.'inberf^te: ^:@rb«uun8^ ,tt bedt6««** Abschrift. In der PrivalKlagesache des Lehrers Valentin Wagner zu Groß-Buseck, Privatklägers gegen den Kaufmann I. M. R ü h l in Gießen, Angeklagten wegen Beleidigung hat das Großherzogliche Schöffengericht zu Gießen am 4. Oktober 1883 für Recht erkannt: I., Angeklagter wird wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von zwanzig Mark eventuell 4 Tagen Gefängniß und in die Kosten einschließlich der dem Privatkläger erwachsenen nothwendigen Auslagen verurtheilt. II-, Dem Privatklager wird die Be- fugniß zugesprochen, den entscheidenden Theil des Urtheils innerhalb 8 Tagen von Zustellung einer Abschrift an gerechnet auf Kosten des Angeklagten einmal bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilssormel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt. Gießen, den 29. Dezember 1883. (L. S.) (gez.): Grünewald H.- Gerichtsschreiber des Großherzog- lichen Landgerichts. 118 Famslag, den 26. Januar, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigein Ortsgericht die Immobilien der Seiler Ludwig Huhn Wittwe dahier Flur 1/1007 50 Mir. Hofraithe in der Wallthorstraße Flur 1/1115,6 1394 Mtr. Graigarten in der Zozelsgasse, Flur XXV/68 687 Mtr. Wiese an dem Weiher inciftbietend versteigert werden. Gießen, den 3. Januar 1884. Großherzogliches Ortsgericht. 112_____________Müller.__________ Samstag d. 2. Februar 1884, Nachmittags 2 Uhr sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Grundstücke der Christian Horeyseck Eheleute Flur XIX/165 516 Mtr. Acker am Mittelweg, „ XIX/166 500 Mtr. Acker daselbst, „ XIX/167 300 Mtr. Acker daselbst, „ XIX 168 1137 Mtr. Acker daselbst, „ XXIX/79 2875 Mtr. Wiese am Erdkauter Weg, meistbietend versteigert werden- Gießen, den 21. December 1883. Großherzogliches Ortsgericht. 126 Mütter. Allgemeiner Anzeiger. Aeikgeöotenes. Aechte Franks. Würstchen sind eingetroffen bei 132 ____I Kalkhof. Biene Litermaasse 10 theilig geaicht, empfiehlt 62 ____Wilhelm Orbig. Frische Schellfische empfiehlt 139 6g. Willi. Weidlg. Nußkohlen 1, Melirte Kohlen, Hessenbrücker Braunkohlen empfiehlt zu den billigsten Preisen 29 Emil lot®. Snbmifsivu aus Ausführung von Hochbauten der Bahnlinie Wabern-Wildungen in 7 Loosen. Loos I. Erd-, Maurer-, Asphalt- und Steinhauerarbeiten des massiven: Stationsgebäudes aus Bahnhof Wlldungen; „ II. Zimmerarbeiten desselben; „ III. Maurer- und Zimmerarbeiten zum Güterschuppen und Retiraden- gebäude daselbst; „ IV. Maurer- und Zimmerarbeiten zum massiven Stationsgebäude nebst Retirade auf Bahnhof Fritzlar; „ V. Desgleichen auf Bahnhof Wega; „ VI. Maurer- und Zimmerarbeiten zum Stationsgebäude in Fach werk nebst Retirade auf Bahnhof Zennern; „ VII. Desgleichen auf Bahnhof Mcttwern. Termin: Donnerstag den 241. Januar 1884, Vormittags 11 Uhr, im Baubureau zu Wildungen, woselbst Bedingungen und Zeichnungen für J'L 1,50 pro Loos excl. Porto zu haben sind. Wildungen, den 3. Januar 1884. Der Regierungs - Baumeister: 131 Plate.______________________ Groste Bau- und Werkhch -Versteigerung in der fürstlichen Oberförsterei Lich. Von Dienstag den 8. bis Freitag den 11. Januar soll in den Distrikten Fuchsstrauch, Kellersberg, Höler, Münchwald, Meilbach und Riedwald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 92 Fstm. Eichenstammholz 1. Klasse von 45 bis 84 Etm. Durchmesser, zu Werk- und Schnittholz vorzüglich geeignet, 64 Fstm. Eichen-Vau- und Schwellenholz rc., 85 Fstm. Buchen-Stammholz von 34 bis 65 Etm. Durchmesser, 55 Fstm. Kiefern- und Fichtenstämme 1. Klasse von 30 bis 39 Etm. Durchmesser, zu Werk- und Schnittholz tauglich, 195 Fstm. Fichten-Vauholz, 271 Fstm. Kiefern-Bau- und Schwellenholz, 37 Fstm Fichten-Derbstangen. Hiervon kommen die Eichen vorzugsweise am Dienstag und Freitag, Buchen am Mittwoch, Kiefern am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, Fichten am Donnerstag und Freitag zum Verkauf. Die Zusammenkunft und der Anfang der Versteigerung findet jedesmal Morgens 10 Uhr statt und zwar: am Dienstag im Fuchsstrauch an der Eisenbahn; am Mittwoch auf dem Garbenteicher Weg am Kellersberg; am Donnerstag auf dem Burkhardsfelder Weg (Schlagweg) an der Licher Gemarkungsgrenze; am Freitag auf der HattenröderStraße in der Meilbach. Lich, den 27. December 1883. 5 Wimmenauer, Forstrath. Mainzer Classen-Lotterie. Ziehung der 3. Classe: Mittwoch, den 23. Januar 1884. Erster Hauptgewinn: M. in Gold. Die Erneuerung zur 3. Classe (Einlage 2 eX) muß bei Verlust des Looses vor dem 9. Januar 1884 geschehen. Kausloose zur 3. Classe ä 5,— in der Expedition des Giessener Anzeigers. Cokes, mit der Maschine zerkleinert und gesiebt, für Füllöfen jeder Art. Gegenwärtiger Preis in drr Gasfabrik Jl 1,00 per Centner, unzerklcinerte Cokes „ „ „ „ 0,95 „ „ Transport an das Haus...... 0,05 „ Das Bringen der Cokes an das Haus erfolgt von der Gasfabrik aus bei Abnahme von mindestens 5 Centnern, von Herrn Emil Pistor auch in kleineren Quantitäten. 66 Attftaae ,221,000 soeben mit frischen Kräften einen neuen Zcrbr7gcrng, für welchen se-itens der neuen Verleger außerordentliche Anstrengungen gemacht wurden. W Aer Eintritt ins Abonnement ist deshalb jetzt besonders zu empfe Der ungewöhnlich billige Preis bleibt dcrlell Auf Jfache Weife zu beziehen: entweder in Wocheu-Nnmniern ä M. 1.60. für das Quartal, oder in 14 Heften ä 50 Pf-, oder 26 Halbheiten ii 30 Pf. 130 Ein bürgerliches Mädchen mit guten Zeugnissen, welches die Küche und Haushaltung gründlich versteht, sucht bei einer stillen älteren Familie Stelle- Nähere Auskunft ertheilt d. Exp. d. Bl. 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April 1884 zu vermiethen- 47_____________H.Adami. 121 Sonnenstratze 11 eine geräumige Wohnung zu vermiethen.______ 125 Eine Wohnung zu vermiethen. _______________ Löwengasse 33. Ein Wärter für die chirurgische Klinik auf Wsort gesucht.115 114 In freier schöner Lage eine Wohn- yng von 5—6 Zimmern mit allem Bube« Wr pr. 1. April gesucht. Schriftliche Offerten unter Nr. 114 bis 15. Januar