", S88L Mittwoch den 3. Dccember Mr. 283 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Md Anmeldebehörde. : Bezeichnung der Dienststellen. 1) Nr. 52 und 53 der Avtyeiiung II des SteUenv-lzuchn ffes erhalten folgende 42 i® zur Hälfte- 42 52 53 desgl- desgl. desgl. desgl. Ö werden und mit welcher sich Ferry einverstanden erklärt hatte. Dieselbe wurde am Freitag mit großer Majorität angenommen, ebenso ein zweiter von demselben Depntirten eingebrachter Antrag, welcher besagt, daß die Kammer Act von den Erklärungen der Regierung nehme und auf deren Energie rechne, um den Rechten Frankreichs Geltung zu verschaffen; schließlich wurde die ganze von Carnot vorgeschlagene Tagesordnung mit 302 gegen 185 Stimmen genehmigt. Die Regierung hat also mit einer Majorität von 117 Stimmen die Sanction des Parlamentes bezüglich ihrer ostasialischm Politik erhalten und dies bedeutet unleugbar einen entscheidenden parlamentarischen Sieg des Cabinets Ferry. In dem verwundbarsten Punkte seiner gesammten Politik, in der Tongkingsrage, ist somit dem französischen Ministerpräsibenten ein eclatantes Vertrauensvotum der Kammer zu Theil geworden und auf dasselbe gestützt, kann er nunmehr der weiteren Entwickelung des Tongking-Handels mit Zuversicht entgegensehen. Die parlamentarische Session in Italien ist am Donnerstag mit einem bemerkenswerthen Acte inaugurirt worden: Kammer wie Senat haben einftimmig und mit Einschluß der oppositionellen Abgeordneten König Humbert den Dank der Nation für sein heroisches Verhalten wahrend der Cholera-Epidemie ausgesprochen. Der italienische Herrscher wird in dieser ungeheuchelten Anerkennung seines Wirkens und persönlichen Verhaltens in jener schweren Zeit den schönsten Lohn für sich erblicken. Die rumänischen Kammern sind am Donnerstag mit einer Thronrede des Königs eröffnet worden. Der von Deutschland in Gemeinschaft mit Rußland bei der egyptischen Regierung gestellte Antrag, einen deutschen und einen russischen Vertreter in der egyptrschen Finanz-Commission zuzulaffen, bedeutet ein activeres Eingreifen Deutschlands in die Angelegenheiten des Pharaonenlandes. Daffelbe drückt sich auch dadurch aus, daß dem Vernehmen nach der deutsche General- Consul in Kairo, v. Derenthall, den Charakter eines Geschäftsträgers erhallen und als solcher beim Khedive beglaubigt werden soll. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. a. *StatIonskasserendanten b. ^Stationsvorsteher bet den Ooer- Burean: Schulstraße 7. irM t liothek hessischen Eisenbahnen c. *Stationsassistenten d. ^Expedienten I. und II Elaste bei Main-Neckar-Bahn e. Gehülfen für den Expeditions- und Stationsdienst _____ 7606 Sw !T.*31eut Nach fünftägigen Verhandlungen ist endlich in der franzdstschen Devutirtenkaminer die Debatte über Tongking am Freitag zum Abschluß gebracht worden Die Entscheidung über die ostasiatische Politik des Ministermms Ferry fiel eigentlich schon am Donnerstag, indem die Kammer die neue Credttvorlage für Tongking im Betrage von 43 Millionen mit bedeutender Mehrhett bewilltgte, « schloß sich indessen hieran noch eine, erst am Freitag beendete DlSeuffion ' 7 m । _ ", ' -fr. ..... homnf nto wnrtlttlP.L P-Vkitische UsdersMt. Gießer?, 2. December. Auf die erregte Diätendebatte im Reichstage ist die recht nüchterne zweitägige Generoldiscussion über den Etat gefolgt. Während sich sonst die erste Lesung des Etats im Reichstage zu einer eingehenden Erörterung über die gesammten Tagesfragen der inneren Politik zu gestalten pflegte, wobei vom Etat selbst herzlich wenig die Rede war, ist dies Heuer nur in beschränktem Maße geschehen. Es darf das indessen nicht Wunder nehmen, da ja Die vorhergegangene Verhandlung über den Diäten-Antrag der freisinnigen Partei durch' das persönliche Eingreifen des Reichskanzlers einen über den Rahmen der ursprünglichen Tagesordnung weit hinausgehenden hochpolitischen Charakter an# nahm, zumal durch die hierbei erfolgten Auseinandersetzungen zwischen dem Kanzler einer- und dem Centrum und der dentschfreisinnigen Partei anderseits, und die Wlrkung dieser Debatten wird auch in nichtparlamentarischen Kreisen sicherlich noch lange nachklingen. Was nun die Etatsberathung anbelangt, so nahmen am ersten Tage derselben, am Donnerstag, die Redner sämmtlicher größeren Parteien Stellung zu der Finanzlage des Reiches, wie sie Staats- fecretar Vurchard entwickelte. Das vorhandene Desicit von 40 Millionen gab namentlich dem Führer der Deutschsreisinnigen, Herrn Richter, Gelegenheit zu einer abfälligen Kritik an dem Etat; die übrigen Redner beschränkten sich meist darauf, möglichste Sparsamkeit bei den Ausgaben zu empfehlen. Sehr bemerkt wuroe die Reservirtheit des Centrums-Redners, Frhr. v. Franckenstem; derselbe ^ab nur die kurze Erklärung ab, daß feine Parte: lediglich die nothwenbigsien Ausgaben bewilligen werde, um die Matrikular-Beiträge thunlichst zu oemngern. Man deutet diese Zurückhaltung allgemein dahin, daß sich das Centrum die Freiheit seiner Operationen wahren will, um in entscheidenden Momenten desto energischer auszutreten. In der Freitags-Sitzung war besonders der Umstand von Interesse, daß in ihr der bei Weitem hervorragendste Führer der deut.chen Socialdemokraten, Herr Bcbel, das Wort ergriff, um zunächst aus dem Vor- handenseiu des Deficits einen Beweis für die Krankheit unserer socialen Zustände im Allgemeinen zu erbringen. Der Redner verhielt sich hierbei, un Gegensätze zu bekannten Aeußerungen mancher seiner Parteigenossen, den socialen Reformen gegenüber ablehnend, verbreitete sich sodann übet unfet ganzes Militär- System, wobei besonders der Officiersstand sehr schlecht wegkam, ging dann zu allen möglichen anderen Dingen über, u. A. berührte er auch die Drei-Kaiser- Zusammenkunft von Skterniewice und gab schließlich dem Reichskanzler den Rath, einen internationalen Friedens-Congreß einzuberufen, er würde sich dadurch ein höheres Verdienst erwerben, als durch Erwerbung großen Colomal- Besitzes. Der übrige Theil der Sitzung war nicht von wesentlichem Jntereffe. Am Schluß wurde der vom Abg. Benda bereits in der vorhergegangenen Sitzung gestellte Antrag, verschiedene Etatstheile der Budget-Commission zu überweisen, angenommen, ebenso genehmigte das Haus das Gesetz über bie Controle des ReichshaushaltS-Etats und des Landeöhaushalts-Etats für Elsaß- Lothringen pro 1884/85 in erster und zweiter Berathung. Für die nächste Sitzung am Montag stand als Hauptgegenstand die erste Lesung der Postdampfer-Vorlage auf der Tagesordnung. Die Arbeiten der Congo-Conferenz nähern sich ihrem Ende. Die aus der Mitte der Conferenz gewählte Commission, deren hauptsächlichste Aufgabe es war, die geographischen Grenzen des Congo-Gebietes festzustellen, hat am Donnerstag dem Plenum ihren Bericht erstattet und wurde derselbe in feinen wesentlichen Punkten angenommen, mit dem Hinzufügen, öafc bas ©ongo* Gebiet weiter nach Osten zu auszudehnen.sei, unter Wahrung der gwr be* stehenden Souveränetätsrechte. Der Commission wurden noch mehrere Detan- sragen bezüglich des Congo zur Erledigung überwiesen, deren weitere Erörterung im Plenum am Montag erfolgen sollte. Kommenden Donnerstag tritt dec österreichische Reichs- ratb zu einer neuen Session zusammen- Böse Zungen behaupten, der Ministerpräsident, Graf Taaffe, habe schon bie slavisch-feubalckierikale Majorität im Sacke, cö seien berfelben schon im Voraus Zugeständnisse gemacht worden, ja es wird sogar bezüglich der Czechen behauptet, daß ihnen die Körngskronung in Prag für 1886 zugesagt sei. Run, wenn das auch offenbar übertrieben ist, so ist doch bas Eine wahr, daß sich Graf Taaffe ber aus so verschiebenartigen Elementen zusammengeschweißten Mehrheit bes Reichsrathes gegenüber auf dem Standpunkte des „do ut des“ befindet, b. h. also, will bie Regierung etwas Wichtiges burchsetzen, so muß sie bald ben Czechen, bald ben Polen u. f. w. Gegendienste erweisen und so wirb es wohl auch einstweilen bleiben. Daß hierbei bie oeutschliberale Minorität leer ausgeht, ist nicht zu verwundern; die Regierung des Grafen Taaffe ist eben durch die Umstände genöthigt, ihren Stutzpunkt bei den flavischen Elementen des Reichsrathes zu suchen,, inwiefern freilich dieses System dem Gesammtstaate Oesterreich zum Heile gereichen wird, «vSS d>° gart"|r^ gurfn* w Wrgraphische DcheschkL. Leharreb dabei ^baß "die Be'sttmmungen des Vertrages von Tientsin ausgefühtt zuttagen. Darmstadt, 28. November. DaS heute ausgegebene Großh. Rkgierungsdlatt b^Bckanntmachuna, die Besetzung der Subaltern- und Unterbeamtenstellen bei den S^atsb^rden mit Militäranwärtern betreffend. Ml Bezug auf die Verordnung vom 9 December 1882 (Reg.-Bl- Nr. 25), die Besetzung der Subaltern- und Unterbeamtenstellen bet den Staatsbehörden mit MrttiSr- anwärtern betreffend, werden die nachstehenden Aenderungen und Ergänzungen de« Verzeichnisses der ben Militäranwärtern vorbchaltenen Dienststellen zur öffentlichen Kenntvitz gebracht. Darmstadt, den 13. November 1884. Aus Allerhöchstem Auftrage: Großherzogttchrs StaatSmintsterium. Finger. Dr. Breidert. Nachtrag zu dem Verzeichniß der den Militäranwärtern vorbehaltenen Dienststellen. ) N jtud) über» jnb siidrrnen ^gulateuren, che Mivahl in irelotfurtz, lsgesührt. Qton, u.____ dein arster Waarr u Mk. 1, , „ 4'/, 7795 Elsoffer. lal-Tokayer} aeJJ«; untersucht $ idchestAÜon für 4 Kg b/Wieo, so- Ä Fragenden Ana» 4 »nkenwein zur e6cent>,,Fmto^ en, ofienrt die^ o Sehftaf.i 25. 5'2214 »HHHH von »ecken er AMniiig fu Miillen beiterr w. Ä lartn wer* ffc vetri Wirk., zst, ®eltcrM^ 2) Nach Art. 42 der Abtheilung III erhält folgende Fassung. I *station§; und Güter - Expeditoren I ber I I. und II Eloss; I zur Halste. I Finanzen. 3) Nach Nr. 42 der Abtheilung treten folgende Stellen hinzui: a. »ÄirttinneffiHerenbanten zur Hälfte. M nisterium der Finanzen. ^""öMssg-rlchtslLr-Ib-- bet ben Unter-, I MI°M°ttum b-s Innern I suchungsricht-rn nnb beggL Mm-ttung"zu^Nr. 53. Bi? zurAnsr-llun» fämmtuäer bermulen «rSanbener ö 6 Civilasspiranten für den Gerichtsvollzteherdienst ist der seitherigen Vorschrift gemäß nur die Hüfte der Gerichtsoollzieherftellen mit Militäranwärtern zu be- Kobtenz, 1. December. Ihre Maj. bie Kaiserin hat heute Vormittag 9 Uhr bie Rückreise nach Berlin angetreten. t Berlin 1. December. Der Kaiser confenrte Nachmittags mit Bismarck. Die Kaiserin, Abends zurückgekehrt, wurde vom Kaiser im Palais be- arüstt D"r Emvfang am Bahnhofe unterblieb auf Wunfch ber Kaiserin. 9 B , 1 &mber. Zn der heutigen Sitzung des Reichstags stand die Damvfersnbventionsvorlage auf der Tagesordnung. Der Staatsfecretar Stephau em- viabl die Vorlage welche gegen früher orrändeit fei und nunmehr die handelspolttischkn Ätereffen Ojn dm^Vordergrund stelle. Die Bekundungen deutscher Colontalpoiittk hätten n ben weitesten Kreisen der Nation jubelnden Beifall gefunden; deßhalb waren ............................................. Mission für erforderlich; der Abgeordnete Marqirardsen erklärte, daß die National- Ii&csQkn für die Vorlage eintreten würden, und der Abgeordnete Stiller sprach für b:e Beratung in der Commission, indem er heroorhob, daß ein Mangel an Verkehrs- mitt.ln nicht nachgewiesen und die deutsche Rhederet auch ohne Subvention jeder Nation ebenbürtig sei. — Staatssecretär Stephan legte durch Zahlen dar, daß eine Hcbung des deutschen Exports durch die subventtontrten Dampferlinien zu erwarten stehe. Die Behauptung des Abgeordneten St-ller, daß die deuffche Privatrhederet den Bedürfnissen genüge, werde durch die Consularberichte widerlegt. — Der Abgeordnete Grad sprach für die Vorlage, welche er als ein neues Stück der WirtbschaftSpolitik von 1879 bezeichnete. — Warm befürwortet wurde die Vorlage von dem Abge ordneten Wö.mann. Das Emporblühen der deutschen Rhederei sei ohne Subvention nicht zu erwarten; gerade die augenblickliche ungünstige Finanzlage mahne daran, Alles zu versuchen, was die Leistungsfähigkeit des Handels und der Industrie beleben könnte-. — Während der Abgeordnete v. Behr für die Vorlage eintrat, erklärte der Abgeordnete Bamberger, daß er nicht prtncip:ell gegen die Vorlage sei; er werde sich den sachlichen Gründen nicht verschließen, der Nachweis, daß die Subvention vortheilhast und nützlich sei, sei aber brßher noch nicht geliefert. — Hierauf erklärte d:r Reichs kanzler Fürst Bismarck, was man heute gegen die Prosperität der Dampferlinien vorgeführt, sei seiner Zeit auch gegen alle neuen Eisenbahnen vorgebracht worden. Es handle sich jetzt um eine ähnliche Subvrntiontrung, wie bet der Gotthardbahn, die dem deutschcn Handel neue Absatzgebiete erschlossen habe. Auf die ObstructionSpolittk der Gegner hinweisend, äußerte Fürst Bismarck, wenn diese fortbestehe, so frage es sich, ob das Wohl des Landes dies ertragen könne. Jedenfalls würden die Wähler nicht lange tm Zweifel sein, wer die Schuld an den Mißständen des Landes trage. — Der Abgeordnete Gerlach, der für die Vorlage sprach, wies auf Amerika hin, wo sich durch die Suboentionirung der Dampferlinien nach China der Export in drei Jahren verdoppelt habe. — Nachdem der Abgeordnete Richter noch den Standpunkt Bambergers v-rthetdigt batte, verwies daS Haus die Vorlage an die Commission. Die nächste Sitzung findet Mittwoch statt; auf die Tagesordnung sind Initiativanträge gestellt. Stuttgart, 1. December. Minister v. Mittnacht erklärte in der zweiten Kammer betreffs der Bundesraths-Vorlage über Reichspostsparkaffen, die Regierungen Bayerns und Württembergs seien der Ansicht, daß § 52, Absatz 2 der Reichsversaffung nicht anzuwenden sei, da die Zuhülfenahme der Poftanstalten für den Betrieb des Reichssparkaffenwesens nicht auf einem rechtlichen Verhältniffe der Post zum Publikum beruhe. Jedenfalls unterliegen Bestimmungen für den internen Verkehr nicht der Reichsgesetzgebung. Der Minister erklärte dem Bundesrathe, er müffe, bevor Württemberg einer Einschränkung des Postsonderrechts zustimme, dringend wünsche, die Ansicht der Stände zu vernehmen. Bisher stimme Württemberg weder dafür, noch dagegen. Materiell sei ein Reichsgesetz nicht unannehmbar, wenn überhaupt Postsparkassen gewollt würden. Die Abstimmung im Bundesrathe finde nächste Woche statt, er bitte die Stände, sich schleunigst auszusprechen, ob, bezw. unter welchen Modalitäten sie geneigt seien, Reichspostsparkassen anzunehmen, oder ob eine Landespostsparkasse vorgezogen werde. Die Kammer überwies diese Erklärung einer Commission. Wien, 1. December. Nach einer Meldung der „Neuen Fr. Presse" wird die morgen zusammentcetende österreichisch - ungarische Zoll - Conferenz sich auf Antrag der ungarischen Regierung mit der französischen Getreidezollerhöhung beschäftigen. Paris, 1. December. Wie die „Agence Havas" meldet, hat der Ministerpräsident Ferry in einem Cirkular den diplomatischen Agenten empfohlen, den Mächten von dem vollständigen Erlöschen der Cholera in Frankreich Mittheilung zu machen und die Aufhebung der Quarantäne zu beantragen. R^om, 1. December. Der König empfing die Botschafter Deutschlands, Oesterreich-Ungarns und Frankreichs, welche ihn anläßlich seiner Rückkehr in die Hauptstadt begrüßten. Der Papst empfing die Bischöfe von Triec'Md Angola. Dem „Moniteur de Rome" zufolge ist der russische Agent Butenieff auf dem Wege nach Rom. London, 1. Drcember. Unterhaus. Ashfiy erklärte auf eine Frage von Beach das deutfche Protektorat über Angra Pequena erstrecke sich von Angra P'quena btd 18 Grad südlicher Breite Entfernung, 50 geographische Meilen. Die Niederlassung umfasse 1600 Quadratmetlen. Die Entfernung der deutschen Niederlassung von dem Betschuanaland betrage 500 Meilen. Hinsichtlich der von der Capcolonie 1867 annrc- tirten Insel habe die deutsche Regierung erklärt, daß eine gemischte Commission dt< respectwen Rechte der englischen und deutschen Unterthanen auf dem Festlaude untersuchen solle. Die Bill über die Neuetntheilung der Wahlbezirke wurde in erster Lesung angenommen. Die Bill vermehrt die Zahl der Mitglieder des Unterhauses um 12. Irland und Wales behalten ihre jetzige Vertretung. Die 2. Lesung ist auf Donnerstag anberaumt worden. Lokales. Gießen, 2. December. Am vergangenen SamStag Abend feierte die Frei, w lltge Gatl'sche Feuerwehr ihr 29. Stiftungsfest tm Saale des Cafe Leib. ES waren hierzu an den Stadtvorstand, die Vorstände der Freiwilligen Gießener und der Heuchelheimer Feuerwehr, des Turn- und des Krtegeroeretns, sowie on Privatpersonen Einladungen ergangen, welchen auch zum größten Thetle nachgekommen wurde. Der Hauptmann der CorpS, Herr G. Marx, eröffnete *bte Festlichkeit, indem er die Anwesenden herzlich willkommen hieß. Ein von einem hiesigen Herrn verfaßtr «nd von demselben gesprochener Prolog fand anhaltenden Applaus. Hieran schloß sich ein Vortrag der zweiten HauptmannS der F. G. F, Herrn M. LooS, über das Feuerlöschwesen im Alterthum. Redner erörtert in einer für Jedermann verständlichen Weise die vor Jahrhunderten herrschenden Zustände deS Löschwesens und stellte bie Damaligen Verhältnisse unseren heutigen Einrichtungen gegenüber. Reicher Beifall lohnte den sehr interessanten Vortrag. Ä nun zur Aufführung gebrachten zwei Theaterstücke: „Dir Rekrutttung in Krahwinkel und „Monsieur Herkules" wurden von den Dilettanten recht flott gespielt und setzten die Festtheilnehmer in die angenehmste Stimmung. . folgte nun eine Reihe Trinkfprüche und Toaste. Herr Petri, Commandant der Freiwilligen Gießener Feuerwehr, stattete Namens des Vorstandes derselben für die zuqegangme Einladung den Dank ab und schloß mit einem Hoch auf daS Fortbestehen der Kameradschaftlichkett zwischen unseren beiden Wehren. Herr Commerzienroth Nol l toastete auf b>c anwesenden Damen. Hierauf ergriff Herr C. Wenzel das Wort, um tn einer stellenweise mit Humor gewürzten Rede den Verdiensten unserer beiden fre- willtgen Feuerwehren Worte der Anerkennung zu zollen. Sein Hoch galt unseren beiden freiwilligen Wehren und speciell der F. G. F. Der b«-rau, sich anschUißende Tanz Stell die Th-ilnchm-r noch dir zum frühen Morgen tn der fröhlichsten Stimmung zusammen. Werfen wir rum Schluffe noch einen Blick auf di- ganze Festlichkeit, so können wir uns der am genannten Abend gewonnenen Ueberzeuguvg nicht verschließen, daß auch seitens der Bürgerschaft der Feuerwehr ein reges Interesse entgegengebracht wi: d und geben deshalb dem Wunsche Ausdruck, daß solches derselben stets erhalten bleiben unb nch immer mehr thatkräftige Männer zusammenfinden möchten, zur Erfüllung einer @&Vbbemn5 ^benmenschen unter dem Wahlspruche: .Gott zur UniverfitätS- Chronik. Pf: Lorenr.MorSbach io Bonn hat sich als Privatdoeent für englische Philologie daselbst yabiltttrt. „ - ®cr «rioatbocent A. H. Franke in Halle Ist zum -uß-'orb-nlllchen Bro- effor der Theologie ernannt worden. — Die Zahl der an der könig!. Akademie Münster für das Wintersemester !m- matr kül>rten (kathol.) Theologie Etudirenben beträgt 176 gegen 108 im Wintersemester 1882-83 und gegm 154 im verflossenen Sommer-Semester; sie hat somit etne feit Dielen Jahren nicht dagewesene Höhe erreich! unb übersteigt zum ersten Male wieder die Zahl der Philosophie ©tubhenben. m ~ Der berzetpge Rector der Universität Tübingen, der berühmte Rcchtslehrer Profeffor v. Bülow, hat einen Ruf an die Universität Leipz'g angenommen, nachdem er kurz vorher einen solchen nach Breslau ausgeschlagen. ~ Die .Saale-Zig." schreibt: DaS In Berlin erscheinende .Deutsche Tage- blatt weiß zu berichten, hem Forschungsretscndsn Stanley sei von der pbtlosoph'schen Fakultät der Un.versität Halle der Doctor-Titel verliehen worden. Diese Nachricht ist, wie man aus Grund von Erkundigungen an zuständiger Stelle mitthrilrn kann, unrichtig. k “ Der bisherige ordentliche Professor Dr. Dietrich Schäfer zu Jena ist rum ordentlichen Profeffor in der philosophischen Fakultät zu Breslau ernannt worden. r , , *2. November ist in Königsberg i. Pr. der ordentliche Professor der Physiologie an der Albertus - Universität, Geh. Medicinalrath Dr. W'lh. v. Wittich, im 64. Lebensjahre gestorben. Vermischtes. Darmstadt. Ueb-r dir hessische Weinsteuer für Kleir.verkäufer schreibt die tn Mainz erscheinende Deutsche Welnzeitung": Schon mehrfach fand sich Veranlassung, diese Steuer zu beleuchten, welche den hessischen Wetnverkäufer tm Großherzogthum Hessen-Darmstadt, seinem engeren Vaterlande trifft, wenn er auf heimathltchem Gebiete, Es in der Weinstube an Gaste u s. w. oder sonstig Quantitäten unter 40 Liter -:!ann*b??Vrr^ 2er Handel der Grenzstaaten unter Umständen / Detailgeschaft nach Hkssm-Darmstadt betreiben, al9 der heimische Händler mit hessischer Gewerbe- unb Wemsteuer. Als Monstrum jener ©teuer ,et nur an, ßebeutet, daß beispielsweise 7 Stück von einem Weinstubenbesitzer tn Berlin gekauft, bortfcin geliefert at 259 Fracht kosten, während her an bet Quelle — tm hessischen Weinlande — wohnende Detatlhändler oder Wirth at 588 Weinsteuer auf diese 7 Stück beim heimischen Vertrieb zahlen muß. Kann mau sich da wundern, wenn zum Nach- lheileder Production unsere kleinen Weine, oft weit von hier entfernt, sich billiger in ber Weinstube finden, al9 bet dm Wtrthen in dem Lande ihrer Erzeugung. Auf diesem Wege wird n'cht nur das wichtige Geschäft deS Wirthes und WtedelvrrkäuferS tn unterem ganbe beengt, erschwert unb gehemmt, sondern geradezu wie oben schon gesagt, bLr J? ÄCrD2,fauI billiger kleiner Weine an den Consum fast unausführbar gemacht. 84 Steuer auf ein Stück Wein, das vielleicht 300-400 kostet, ist unerträglich mit dem Geschäftsbetriebe! Wie häufig bilden für Fremde die Wtrthsstuben die Probe- statte unseres Productes, wie erschwert sich aber durch solche Steuer für den Wirth die Verabreichung pretSwerthen W-ines? Welcher Schaden und Nachtheil erwächst dadurch der ganzen Gegend? Diese Fragen beantworten sich von selbst und darf man deshalb wohl von der hessischen Regierung erwarten, daß sie endlich eine Steuer beseitigt welche seiner 3dt von Frankreich importtrt, stets tm Lande als gehässig und vlxatorisch D’dVHVII M*e ,, . November. In ber Villa des verstorbenen Herzogs von Braun« schwe g in Hietzma nahm eine Gerichtscommission, zu welcher der Gesandte Braun- schwelgS, Baron Thiemen - Adlerflycht, zugegen war, etne Inventur auf, wobei tn ber Kasse an Werthpapieren unb Baargelb 200,000 fl. gesunden würben. /tnem Erkenntniß beS obersten Berliner Gerichtshofs ist der HauS- roenn ^ernanb auf dem nicht erleuchteten Hausflur oder auf der nicht erleuchteten Treppe zu Schaden kommt. , -3pur un? Opfer , daS neueste Schauspiel Er,ist von Wilden- /ft ?•) u-ird morgen auf unserer Bühne zur Aufführung $äQ!!0C^’ brr schon durch seine epischen Dichtungen »Vionville- — s K Ewen Nomen gemacht hat, hat nun auch seit einigen Jahren auf dem Gebiete ber dramatischen Dichtkunst unvergängliche Lorbeeren geerntet und so manche besondere Anerkennung ist ihm zu Theil geworden. Auch neuerdings ist Wildenbruch besonders ouSgeze chnet worden, w!e der.Reichs-Anzeiger" unterm 10. v. M. berichtet Se. Mai-der Kaffer und König haben geruht, nachdem tm Jahre 1881 der (Schiller-) r t ®crl6ee Steuer beseitigt >Wgundv!xatorlsch ierio;,§ von Braun« ü Gesandte Brm- ‘ aus, wobei In btt n. cholö Ist der Haui« isflur odn auf ber fraß von Silben« )ne zur Auffübnivg !geu.Viovoille' - en Jahren auf dem ttt unb fo mucke ]§ ist Wstdenöruch j 0. v.M. berichtet: ber (Schillers ht München und n lchvttgangrnrn ch U men Preii poeta laureatui aus • Butter per Psm Käsematte 2-3 ,60 4 Hühner per M X 1.30—1.60, Misch per JW >0 4 HawmlfleriS 00—3.50, Mch prr pr. Stück 3-6 4> rrk befahren. W er ca. 263 j?dlber. 60-65, »«* ^60-00,2. Qual. naerundMtterauer 30-16.00, frembir '75-18,50, smK st. ohne zer ioü N*i* , . ut Minder infit ^'Nlndenn % M,«I Ä«J ?'KAS ÄS Sjjh tt UNvDl Die Harzer KLsefabrik, Eingetragene «cnoffenschaft zu Wernigerode hat sich durch Lieferung von nur Lchtem und sauberem Fabrikat einen Weltruf erworben. — Wir können daher nicht umhin, unsere Leser zu bitten, sich durch einen Versuch von der Vorzüglichkeit dieser Waare zu überzeugen und ntachen auf das sich in dieser Nummer befindliche Inserat besonders aufmerksam. 5253 Das durch diese Firma beschäftigte Personal zählt schon nahe an 150 Personen. Bekanntgabe genöthigt. Die Expedition des „Gießener Anzeigers". x . welche am Tage der Aufgabe erscheinen sollen, V bitten wir bis längstens Vormittags 10 Uhr l f an uns gelangen zu lassen. Im Jntereffe der rechtzeitigen Fertigstellung unseres Blattes sind wir zu dieser wiederholten Hgtzverfleißerung im Gießener Stadtwald. Montag den 8. December 1884, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in den Districten Bruderwinter und Strangswiese nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz. Scheit!;. Prügelh. Stockh. NeiSH. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen Eichen 4 2 1 30 Nadel 14,3 60,5 — 2200 B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 4 Eichenstämme mit 1,06 Festm., 246 Nadelstämme „ 155,29 „ 1444 Fichtenstangen „ 37,34 „ Die Zusammenkunft ist an der Strangswiese. Gießen, den 2. December 1884. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 7984 Mittwoch den 3. December, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Flett' schen Hofraithe dahier gegen Baarzahlung versteigert: 7 Kleiderschränke, 5 Kommoden, 2 Eonsole, 2 Sopha's, Tische, Spiegel, Bilder, 1 vollständiges Bett, dann 1 Nähmaschine, 1 Pianino, ferner ein photographisches Instrument, (Ob- jectiv), u. endlich 1 Stoßkarren und 1 Kuh. Gießen, am 1. December 1*84. Geißler, 7951 Gerichtsvollzieher. Ieilgeöotenes. 1 Chsisenpferd billig zu verkaufen. 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Auch die beiden Schwestern unserer Anstatt sind bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Gießen, den 17. November 1884. Der Vorstand der Kleinkinder Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. empfiehlt sein reichhaltiges Lager in allen Arten felbstverfertigter Welzwaaren von den billigsten bis zu den feinsten in bekannter Güte unter Garantie. Reparaturen sowie alle ins Kürschnerfach einschlagende» Arbeiten werden gut und billigst ausgeführt. 7697 W intermäntel von Mark 8.— an Regenmäntel von Mark 7.— an in. grösster Auswahl. F. Holberg, Eine freundliche Manfarden-Wohnung (2 Zimmer, 2 Cabinetie, 1 Küche) ist an einzelne Damen ganz oder getheilt zu ver- miethen. Schriftliche Anfragen unter E. 24 besorgt die Exped. d- Bl- 7917 7907 Eine Stube zu vermiethen bei Will). Lange, Neustadt 47. 7632 Ein freundliches Familien-Logis von 3—4 Zimmern nebst Zubehör, im Garten gelegen, zu vermiethen- H. Schaffstadt, Bahnhofstraße. 7050 Eine Wohnung von 2—3 Zimmern, auf Wunsch mit Küche re., im 2. 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