L88L Samstag den 3. Mai Nr. los; Erscheint ILKLiÄr mit Ausnahme des Montas-« Schulstr ah e 7. 332 1B 449 B [15 M 130 Die Nachtzeiten S' (Stationen, sowie au6 3100 801 818 830 843 854 915 936 700 724 735 540 55U 600 610 6U 625 640 635 655 7$ 142 202 212 224 234 243 253 256 310 X M O B 1240 1255 HO 125 138 150 205 235 243 ZOO 315 335 951 1000 1015 1035 1055 1110 1129 650 700 708 720 735 743 800 740 75u 800 810 815 825 840 847 855 910 925 gehen. 504 x 514 523 533 544 548 X 600 620 62? 642 6o6 Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich L Mark 5fr Pf. 345 355 407 415 429 der Konferenz, das Schicksal Gordon's dagegen scheint ihr total gleichgültig ju sein. Fast sämmtliche Großmächte haben nunmehr ihre Zustimmung zur^Con- ferem erklärt, nur Frankreich hüllt sich noch in Stillschweigen und doch hat gerade dieses Land bei seinen Interessen in Egypten em gewichtiges 2öod auf der Conserenz mitmsprechen. Man erklärt sich dies- vorläufige Zurückhaltung Frankreichs damit, daß letzteres wünscht, die Conferenz solle sich auch Mit den politischen Angelegenheiten Egyptens befassen, während England auf derselben Nur die finanzielle Frage behandelt wissen will. f Die Eröffnung der italienischen Landesausstellung rn Turin und die damit verbundenen Feierlichkeiten haben in markanter Weise die in Italien herrschende Befriedigung über die fortschreitende wirthschast^iche und industrielle Entwickelung des Landes zum Ausdruck gebracht. Es war dies namentlich auf dem Festbanket der Fall, welches die Turiner Mumcipalität den in Turin anwesenden italienischen Bürgermeistern zu Ehren am Montag gab, hierbei hielt auch der deutsche Botschafter d. Keudell eine mit stürmischem Beifall ausgenommen- Rede, in welcher er den besten Wünschen sür die stetige Fortentwickelung Italiens Ausdruck verlieh. , Spanien steht noch unter dem Eindrücke der Corteswahlen vom vergangenen Sonntag, welche dem Ministerium Canovas del Castillo eine so große Majorität gebracht haben. Neben der Genugthuung, weiche ihm der glänzende Wahlsieg gewährt, hat das spanische Cabinet auch die, emen neuen Ausstandsversuch an der spanisch-sranzösischen Grenze gleich ,m Kerme erstickt zu haben. Die in Folge dessen in den Madrider Regierungskreisen herrschende gehobene Stimmung ist jedoch durch das schreckliche Eisenbahn-Untzlück bei Badajoz, welches über einem halben Hundert Menschen das Leben kostete etwas beeinträchtigt worden; die angestellten Untersuchungen haben ergeben , daß man es hier mit einem nichtswürdigen Verbrechen zu thun hat und wird dasselbe allgemein den spanischen Anarchisten zugeschrieben. Der letzte Akt in der Tragödie, die im Sudan spielt, der Fall von Khartum, steht nunmehr bevor, da die Einnahme von Berber durch die Ausstän- bischen der Garnison von Khartum jede Hoffnung auf Rettung abgeschmtten hat. Recht bezeichnend für die Situation im Sudan ist es auch, daß der Mahm die enalfichen Officiere in Assuan brieflich zum Abzug aufgesordert hat. Assuan, am ersten Nil-Cataract, ist die südliche Grenzstadt des eigentlichen Egypten-, so daß also >etzt auch letzteres von der aufständischen Bewegung direcr bedroht wird. Aus Lima meldet man, daß die Regierung des Präsidenten von Peru, Generals Iglesias, von England, Spanien, Italien und Holland anerkannt worden ist. __________________________ _ 720 732 740 750 755 8Ü 85 835 ter, n ^55^ politische Ueberficht. Gießen, 2. Mai. Das Befinden der Kaiserin, welche an einer Erkältung erkrankt war, hat sich gegenwärtig derart gebessert, daß die hohe Frau täglich einige Stunden außerhalb des Bettes zubringen kann. Insofern hat die Erkrankung der Kaiserin aufgehört, ein Grund sür die Verschiebung der Abreise des Kaisers nach Wiesbaden zu sein, indesien wird letztere doch nicht vor Ende der nächsten Woche erfolgen, da die Unsicherheit, welche zur Zeit noch in den Witterungs' Verhältniffen herrscht, einen vorzeitigen Beginn der FrühliNgs-Kuren des Kapers verbietet. Es dürste daher auch die anläßlich der Vermählungs-Feierlichkeiten am Darmstädter Hofe geplant gewesene Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm und der Königin Victoria wieder ausgegeben worden sein, da die englische Souve- ränin spätestens zu Ansang kommender Woche Darmstadt wieder zu verlassen $ Der Schwerpunkt unserer inneren Politik liegt augenblicklich in der Socialistengesetz-Commission des Reichstages, welche ihre Verhandlungen am gestrigen Donnerstag beendet hat. In diese Verhandlungen ist durch die Mittheilungen, welche Abg. Richter in der Samstags-Sitzung der genannten Commission über den grauenhaften Versuch gemacht hat, unser herrliches Rational-Denkmal auf dem Niederwalde an seinem Einweihungstage m die Lust zu sprengen, ein ganz neues Moment gekommen. Freilich bleibt die Bestätigung dieser ungeheuerlichen Nachricht noch abzuwarten, zuzutrauen ist aber ein solches Unterfangen den deutschen Anhängern der internationalen anarchistischen Verbrüderung wohl. Einstweilen haben die Berathungen der Socialisten- gesetz-Commission zu der Annahme der bekannten Resolution gegen den Mißbrauch mit Sprengstoffen geführt und nach den Erklärungen des Staatssecretärs v. Bötticher steht ein diesbezügliches Gesetz noch in der gegenwärtigen Sesston des Reichstages zu erwarten. Am Montag hat alsdann in der Commission die Berathung der Windthorst'schen Amendements zur Socialisten-Vorlage begonnen, wobei Minister v. Puttkamer nochmals betonte, die Regierung könne nur auf einem unbedingten „Ja" oder „Nein" bestehen. Ferner theilte er mit, daß die Verhandlungen mit Oesterreich und Rußland zur Herbeiführung internationaler Maßregeln gegen die Anarchisten,, die aus Grund einc£ Antrages des vorigen Reichstages eingeleitet wurden, bis jetzt resultatlos geblieben seien. In der am Dienstag fortgesetzten Berathung der Windthorst'schen Amendements wurden diejenigen, welche die Bestimmungen des Socialptengesetzes über die periodischen Druckschriften u.s.w. modificiren, angenommen, dagegen^dre Anträge über die Zusammensetzung der Beschwerde-Commission und über die Beschränkung des sog. kleinen Belagerungszustandes auf Berlin und Umgebung abgelepnt, desgleichen ein Antrag Hänel's, wonach die den Centralbehörden m § ^8 emge* räumten außerordentlichen Befugnisse erlöschen sollen. Minister v. Puttkamer hatte die letztgenannten Anträge entschieden bekämpst und vom sächsischen Bun- descommissar Held war erklärt worden, der Ausnahmezustand m den Centren der socialdemokratischen Bewegung müsse unbedingt ausrecht erhalten werden. Die Unfallversicherungs-Commission des!Reichstages hat am Dienstag die grundlegenden §§ 9 bis 11 des Unfallgefetzes nach den An- trägen der Conservativen und des Centrums angenommen. Dieselben sind gegen den Fortbestand der Privatversicherung und gegen die Versicherung auf Gegenseitigkeit gerichtet und machen territorial abgegrenzte Berufsgenossenschaften zur Basis der Versicherung. , • , . . _ preußischen Abgeordnetenhaus ist am Dienstag me dritte Berathung Der Jagdordnung zu Ende geführt worden. Der Rest der Vorlage wurde meist nach den Beschlüßen der zweiten Lesung genehmigt; einzelne Paragraphen wurden mit nicht sehr wesentlichen, meist redactionellen, Aenderungen angenommen. Der vielgenannte Sonntags-Paragraph ist dahrn gefaßt worden, daß an Sonn- und Festtagen alles Hatztreibjagen unv während des Gottesdienstes jede Jagdausübung überhaupt verboten ist. Das österreichische Kronprinzenpaar ist am Dienstag Mittag von seiner Orientreise wieder in Wien eingetroffen. Dieselbe bildet eme zeitgeschichtliche Episode von nicht geringer Bedeutung für die künftige Gestaltung der Beziehungen Oesterreich-Ungarns zu den Staaten der Balkan-Hawrnfel. Wenn das politische Moment während des Aufenthaltes des Kronprinzenpaares m per türkischen Hauptstadt weniger hervortrat, so ist dies um so mehr aus der Heimreise der Fall gewesen, denn die Rückreise von Varna bis Belgrad trug eine entschieden politische Färbung zur Schau. Dieselbe documentirte sich besonders in den Trinksprüchen, die in den Königsschlössern zu Bukarest und Belgrad gehalten wurden, sowie in der äußerst sympathischen Haltung, welche von der rumänischen und serbischen Presse den österreichischen Herrschaften entgegenge- bracht wurden und dieses Alles deutet darauf hin, daß die jüngste Reife des Kronprinzen Rudolf und seiner Gemahlin in erster Linie Rumänien und Serbien in einen innigeren Connex mit der habsburgischen Monarchie gebracht hat a.s sicher. Verlegenheiten sind dem Cabinet Gladstone allmälia über den Kopf gewachsen. Es entspricht aber ganz dem Krämergeist der auswärtigen Politik, daß man im Cabinet von St. James nur. die finanzielle Seite dieser Verlegenheiten sieht, während man die Vorgänge im Sudan, roetöe doch das ganze Gebäude Der englischen Herrschaft im Orient zu erschüttern drohen, nach wie vor mit unbegreiflicher Nonchalance behandelt. Demgemäß sorgt sich die englische Regierung hauptsächlich um das Zustandekommen KMneA —Ötttl H, „ » - ti$ SSfleH K-S «* n-6* - «licßcner Anzeiger Amts- md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Imtschland. Darmstadt, 1. Mai. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entfchließung vom 28. v. Mts. den Hauptmann i la suite von der Artillerie Prinz Ludwig von Battenberg, Durchlaucht, zum Mapr ä la suite von der Artillerie zu befördern geruht. — Se. Königl. Hoheit der Prinz Wilhelm von Preußen ist heute Vormittag 6 Uhr 30 Min. nach Berlin abgereist, , — Se. Kaiser!. Hoheit der deutsche Kronprinz tritt seine Ruaresse nach Potsdam heute Abend 6 Uhr 30 Min. an. ,, r. — Se. Königl. Hoheit der Prinz Heinrich von Preußen begiebt sich morgen Mittag von hier nach Karlsruhe. Aegypten. Kairo. 30. April. Von dem Gouverneur von Berber ist heute Vor- mittag eine Depesche eingelaufen, worin derselbe sein Ansuchen um Verstärkungen wiederholt und die Regierung dringend bittet, ihn nicht >m Stich zu lassen. Seitdem ist feine weitere Depesche auä Berber hierher gelangt, so daß angenommen wird, die Telegraphenbeamten hätten die Stabt verlassen.------------ ~ TelrgraMWDepeschrru" Wolff'- Eorrrsporrdem-Burearr. Beriirr» 1 Mat. der Commission des Reichstags für das Socialistengesetz wurde heu" dte Vorlage mit 10 gegen 10 Stimmen abgeUhM; für die Vorlage stimmten Dom -raab zunächst die desi. nitive und Namentliche Abstimmung über die 3aflborbnunß ^4 Stimmeu für und 138 Stimmen gegen den Gesetzentwurf; derselbe ist mithin angenommen. Damr stimmten' die Polen, die Conservativen, außer den Abgeordneten von Meyer-Arnswalde und Mse sowie der größere Theil der Freiconservativen und des CentruwS; dagegen-, die Fortschrittspartei, die Secessionisten, die Nattonalliberalen, außer dem Abgeordneten Rademacher der Rest des Centrums und der Freiconservativen, darunter die: 2U>8e* SKofir, Sleber( Eonrad, Peters, Scholz (Neisse), Wagner (Neiße), Graf TS’MÄÄ “« W drei -rstm P«°- graphen des CommunalsteuergesetzeS nach längerer Debatte in der von der Commission Mitglieder der deutschen Cholera- Commtsstoni der Geheime Rath Dr. Koch und die Stabsärzte Dr. Gaffky und Dr. Fisher, sind gestern hier etnnetroffen und gedenken morgen die Reise nach Berlin fortzusetzen. hier «Strossen un^ge^km ber $erroaltuna ber Aron-- länbeteten in d-m Parlam-ntsg-bänd- wurden gestern mehrere patronen ausgefunden. Bet weiteren Nachsuchungen wurde eine andere Patrone unn. der zu dem Zimmer des Sprechers führenden Treppe entdeckt. Die Patronen,' welche anscheinend gestern dorthin gelegt und mit Zündern versehen waren, wären geeignet gewesen, einen großen Theil des Gebäudes in die Luft zu sprengen. I und III. Classe. 2J 14,1'16.1 18. it. I NchmMchnU Nckm. )511205 1 435 \ M London, 1. Mai. Auf der Vrandstättte des am 26. v. Mts. von einer Feuersbrunst heimgesuchten Magazins der Confections-Firma Whiteley in Bayswater stürzte heute Vormittag eine hohe Mauer zusammen und verschüttete 50 bis 60 dort beschäftigte Arbeiter. — Bei dem heute Vormittag erfolgten Einsturz einer Mauer auf der Brandstätte des Whiteley'fchen Magazins in Bayswater wurden 11 Arbeiter, darunter zwei schwer, verletzt, das Leden hat Niemand eingebüßt. New-Uvrk, 1. Mai. Ein Telegramm aus Havanna meldet, daß bis jcht 21 Todte und 79 Verwundete als Opfer der Explosion in San Jose crmiitrlt worden sind. Lokales. Gietzen, 2. Mai. Der Thierschutz-Verein für bc§ Großherzogthum Hessen hat im vorigen Jahre den nachstehenden Schutzmännern in Gießen das AnerkennungS- bfplom erl^cHt: Rühl, Henn und Lang. Auf die in der betreffenden Sitzung oon Landesöconomierath Dr. Wetdenhammer in Darmstadt gestellte Anfrage, nach welchen Grundsätzen der Vorschlag von Gendarmen und Polizeiofficianten zur Prets- verthetlung erfolge, muroe vom Vorsitzenden mitgetheilt, daß dieses einesiheils auf Empfehlung der betreffenden Behörde geschehe, andernthetls aber auch auf Grund der Anzahl der erfolgreichen, d. h. der mit Verurthrilung der Angezeigten endenden Strafanträge, welche aus den alljährlich dem Verein von den Behörden zugehenden amtlichen Listen festgestellt wurden. Herr Dr. Weidenhammer erklärte sich von dieser Auskunft befriedigt. Gießen, 2. Mai. sMusitalisch es ] Nach längerer Pause im öffentlichen Musikieoen steht in Kürze ein interessantes Concert in Aussicht, auf daS wir schon jetzt aufmerksam machen wollen; wir meinen das am 10. 3)'tai in Wenzel's Saalbau statt- findende Concert deS Violin-Virtuosen Herrn Hans Schuster aus Karlsruhe.— Herr Schuster, welcher bisher in süddeutschen Städten concerttrte, hat sich durch seine ausgezeichneten Leistungen einen sehr guten Namen als Violinist zu erwerben gewußt und wollen wir von den vielen uns vorliegenden Urtheilen unseren Lesern nur folgende mitthetlen. Die „SÜdd. Presse" schreibt in einem Bericht über eines der unter Leitung de« Herrn Hofcapellmeifter Levi stehenden Münchener Academte-Concerte: „Von den Mitwirkenden electrisirte Herr Hans Schuster das Auditorium förmlich durch sein vollendetes, ebenso brillantes als animtrendes und feuriges Vroltnsptel. Oesterer enthusiastischer Beifall unterbrach die durch ihn vorgetragene, mit Schwierigkeiten dicht besäete Othello-Fantaste von Ernst. Wie sicher und mühelos er diese Schwierigkeiten, als: Oktaven, Doppelgriffe, Trtllerketten, Flageolette u. s. w. bewältigte, das mar eine wahre Freude." lieber ein Concert in Innsbruck mtheilt der „Bote für Tyrol": „In der Violinsonate von Rust begeisterte Schuster durch den breiten, vollen Ton, sowie durch eine vorzüglich ausgebildete Technik die Zuhörer. Mit Leichtigkeit überwand er die nicht unbedeutenden Schwierigkeiten des fugirten Satzes und verstand du» ch Eleganz des Spieles die Composttioa dem Publikum zugängig zu machen." — Daß der bekannte den bi-sigen Musikfreunden in gutem Andenken stehende Tenorist Herr August Ruff von Mainz in dem Concerte mitwirkt, begrüßen wir aufö Freudigste; wir hatten öfters Gelegenheit, den trefflichen Sänger in Oratorien-Aufführungen zu hören und wissen es ihm ganz besonders Dank, daß er die prachtvolle Arie aus Elias: „So Ihr mich von ganzem Herzen suchet" dem Programm einverleibt hat. — Fräulein Marie Langddorf haben wir als eine tüchtige Altisstn schätzen gelernt und freuen uns, dieselbe wieder einmal hören zu können; die Wahl der Lieder, welche die Künstlerin zum Vortrag bringt, müssen wir als eine glückliche bezeichnen. — lieber die Pianistin Fräulein Müller wurde uns nur Gutes berichtet. — h. Gießen, 2. Mai. Gestern Nachmittag stürzte bo8 3jährige Söhnchen des Herrn H. Faß (Ludwigsplatz) tu die hinter dem elterlichen Hause fließende Wlescck. Versuche das Kind wieder zum Leben zu bringen, scheiterten leider. Möge dieser traurige Vorfall wiederum zur Warnung bienen, kleinere Kinder nicht ohne Aussicht Vermischtes. - sPräparanden-Anstalt in Lich.j DaS Resultat der diesmaligen Ab- gangSprüsung war ein fi-hr günstiges, da allen Schülern, die sich der Prüfung unterzogen haben, dec Eintritt in da« L-Hrer-Seminar gestattet worden ist. m f4C Darmstadt, 29. April. sPostpersonalnachrichten.) 1. Versetzt sind der OSer- Voftsecretair Wüst von WormS nach Friedberg (Hessen) l'+ufs Ueberrrahme des dortigen Postamts und der Poftsecretair Cochlovius von Offenbach (Main) nach WofmS behuss Ukbernabme einer Ober-Postsecretairstelle. 2. In den Ruhestand getreten ist der Postoerwalter Heinzerlinq in Kirtorf. 3. Gestorben sind der Postdirector Brentano in Friedberg (Hessen) und der Postcxpeditor a. D. Hartmann in Westhofen. . .. Darmstadt, 30. April. Ein ausführlicher Bericht der städtischen Gasvepu- tat'on über die auf Herabsitzung der Gaspreise gerichteten Eingaben und ein hierauf bezüglicher Antrag des Stadtverordneten Herrn Dsthm gelangte zu dem Schlußantrag, die GaSmcffermiethe aufrecht zu erhalten, dagegen den Gasprets für Private mit einem Confum unter 1500 Kubikmeter aus 26 bei solchen unter 5000 auf 23, bet noch größerem Bezug auf 22 H zu ermäßigen, das vom Hofldeater, der MaimN?ckar°Bahn und den Staatsanstalten, sowie für Kraftmaschinen und als Koch- uno Heizgas dienende mit nur 20 H pro Cubikmeter zu berechnen. , - Nachdem durch Beschluß des BundetzrathZ der Besuch der technischen Hoch- K " Darmstadt dem Besuche einer Universität im Sinne der Vorschriften für bie Prüfung der Apotheker gleichgestellt und der bei dieser Hochschule zu errichtenden PrüsungScommffsion die Berechtigung zur Ertheilung für datz ganze Reich giltiger Approbationen ertbeilt worden ist, tritt der daselbst neu errichtete pharmacentische Kursus mit diesem Sommersemester ins Leben. Außer Den seither bereits an der genannten Hochschule wirkenden Docenten ist für diesen Cursus und zwar als Lehrer der Pharmakognosie das pharmaceutische Mitglied der Ministerialabtheiluna für iffenh liche Gesundheitspflege, Herr Ober-Medicinalassessor Oe. Uloth gewonnen worden. Die E7^???^^Eische Staatsprüfung wird bereits in diesem Sommer in Darmstadt avgehalten werden können. , „ ~ lObne Commnnalsteuer.) Im Jahre 1881 gab es im Großh-rzogthum §^16 Gemeinden, darunter 10 in Oberhessen, welche communalfteuerfref roaren. Heinere Orte, welche sich in dieser beneidenswerthen Lage befinden, der Offenbach) zählt nur 1054 Einwohner, dann folgen Nieder- Mockstadt (Kr. Büdingen) und Raunheim (Kr. Groß-Gerau). , /ulda, Avril. Heute früh 4«/, Uhr ist der Bergmann Johann Ludwig r£u8 ^r, 37 Jahre alt. nächst dem Leihhaufe dahier auf dem Stratzenpflaster mr.trh^merAn f $Iutc It(?6cnb und zwar besinnungslos aufgesunden worden. Derselbe ist alsbald in s Landkrankenhaus verbracht worden, daselbst jedoch /V,U-r gestorben. Den Umständen nach ist anzunehmen, daß der Mann PfJ1 .t>er vor dem Dechanei-Gebäude — neben dem BürgeroereinS-Gebäude — ®uf Straßenpflaster gestürzt ist, vermuthlich im trunkenen Zustande. Derselbe war auf der Durchreise nach feiner Heimath begriffen- ® 3®^ 0ro&e Brände machten heute der Feuerwehr viel zu schassen. Der erste legte große Fabrikraumlichketten in der Köpenickerstratze in Asche, der andere zerstörte die Remisen, Futterspeicher u. s. w. des Veiih'schen Fuhrgeschäfts bmb«rnnnh ?nQhP; %rbn u,?b ^utpagen konnten noch geborgen werden. Bei umtassen und darf die Wt werben. Zur Hin- /(L.rr .in . ?■ . »R. 6 , il - il Par. Zoll- MGießctl. u. hlvsser. I'SSS» io tfciv) e. Allgemeiner Anzeiger. Versteigerung. Dienstag den 6. Mai, Nachmittags 3 Uhr, werben im Pfandlokal, Settersweg, nach- stehrnde Gegenstände gegen Baarzahlung versteigert: 5 Sopha's, 5 Kommoden, 8 Kleiderschränke, 6 Confolschränkchen, 5 Tische, 10 Stühle, 1 Regulator, 1 Standuhr, 1 Stoßkarren, 1 Taschenuhr, 1 Schnee- schlitten, 2Oeconomiewagen, 1 Cassen- schrank, 3 Chaisen, 5 Pferde. Gießen, im Mai 1884. V. Horn, 3139 Pfandmeister zu Gießen. Aeisgeöstmes. 3128 Ein ganz neuer Backensejscl mit Nachtstuhl-Einrichtung ist billig zu verkaufen. Zu erfragen in der Exp- d. Bl. Mittwoch den 7. Mai d. Js. sollen in dem Stadtwald zu Hungen, in den Distrikten Buchwald und Heckenwald nachstehende Holzsortimente versteigert werden: Scheitholz Knüppel Reisig Stöcke Raummeter: Vucheu 90 61 227 113 Eichen — 101 70 19 Bemerkt wird, daß sich unter den Eichen-Knüppeln 42 Raummeter in Schichthaufen von 3 Meter Länge befinden. Der Anfang der Versteigerung ist Vormittags 10 Uhr in dem Distrikt Vuchwald. Hungen, am 29. April 1884. Großherzogliche Bürgermersterer Hungen. 3125 Bender. Bekanntmachung. Die Dorothea Frank von Lollar hat beantragt, die ihr für 329 st. 24 fr. auf die Grundstücke ihres -Vaters Philipp Frank von da in dasiaer Gemarkung Flur und Nummer VI1/339, IX/130, IX/75, III/315, y/177, XI/193, XH/345, XII/344, 1/328, II/93, XI/176, 1/82, 1/142, 1/277, VJI/484, IX/130,5, IX/176, XII/269, 1V/101 bestellte Hypothek zu löschen, kann aber die-Hypothekurkunde nicht beibringen. Wer Ansprüche daran bilden kann, hat dieselben binnen 6 Wochen hier geltend zu machen, sonst erfolgt die Löschung. Gießen, am 30. April 1884. Großh. Amtsgericht. 3130 Langsdorfs.________ Dienstag den 6. Mai d. J., Nachmittags 3 Uhr, ‘ sollen auf hiesigem Ortsgericht die den Erben des Hans Heinrich Roth in Steinbach gehörenden Grundstücke, als: Flur XXVI dir. 209 - 863 Mir- Wiese am untersten Riegelpfad, Flur XXVI Nr. 210 — 869 Mtr. Wiese daselbst, Flur XXXII Nr. 149 a — 775 Mtr. Wiese auf der Leißeheide, freiwillig versteigert werden. Gießen, den 1. Mai 1884. Großherzogliches Ortsgericht. 3133__Lüdeting._________ Dienstag den 6. Mai, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Immobilien des Georg Oertel Flur XVIH/25,5 687 Meter Grabgarten an der Chaussee, rechts beim Stea, Flur XVIU/26,8 263 Meter Hofraithe daselbst meistbietend versteigert werden. Gießen, den 21. April 1884. Großh. Ortsgericht. 2833 Müller. Versteigerung. Samstag den 3. Mai, Mittags 2 Uhr, werben in dem N ahn'scheu Garten, Wetzsteingasse: 1 Kleiderschrank, 1 Bretterhütte, 1 Waschkessel mit Einsatz und Nohr, 2 Gießkannen, Waschpsähle, Bretter rc. ■ öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, den 2. Mai 1884. Bühner, 3137 Gerichtsvollzieher zu Gießen. Mienliier. Verehrtem Publikum empfehle mein Fiaschenbier and der Aktien-Brauerei Gießen: pr. Fläche Exportbier 23 Pf. 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