eis 2.50, Mit Erscheint ILgNÄ mit Anviuchme deS MonlagS. B«re««r Schulstraße 7. Gießen, am 3. April 1884. R Liebe PreiS vierteljübrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlo^n. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pst. NL»< cht MÄ wlen 'M'' $1. 2116 ttbiTu^r- Ä!?k" 5lbe« empfiehlt Hmg», »;.>■ SJWlfe 18, HSü2®£«ell. tauche) genoar(tiewiM na «HlW Z r ülnstr, Zeitschrift MM Wochw-Numtm. ‘n n 50 Pf - Betreffend: Die Vertilgung der Raupennestsr. , , „ Das Grohherzogliche Krcisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien beziehungsweise die Locslpolizsibeamten. Unter Bs'.uanahme auf S 368, pos. 2 des Reichsstrafgesetzbuchs und resp. Art. 80 des Feldstrafgesetzes empfehlen nur Ihnen, m Men Gemeinden ttÄ SJÄ® SÄ ÄK l°wie'die Vertilgung auf :: •kA“K"ÄS,n Ä$Ä8SS SJÄW8AÄ »««JÄITU*.«» —*» Dr. Boekmann........... _ ßngland. Qnttbrttt 91 MSr» Unterbause beantragte der Premier Gladstone, unter- stützt Don Äok and 'm Ob-rhVus- L°rd Granville, unterstützt von SaltSbury, C°nd°I-nzad«sj-n anläßlich d-S Todes des v-rzogs von Albany, welche schweigend angenommen wurden. bic StaatssecretSr des Krieges Harttngton. NoUH- cote gegenüver, er habe nicht gesagt, daß er -tue Mittheilung über die Poltlir der Neaieruna betreffs Eavvtens tm Allgemeinen machen werde, er wolle dagegen sobald als^möglich Erklärungen bezüglich Suaktms und der Zustände tm Sudan, t ernte über bte Laae Gordon's adgeben, und ersuche deßhalb Northcote, seine Anfrage vor Beginn der Osterffr«en in wiederholen. Hartington bestätigte sodann die Nachricht von dem ausKhartum, fügte aber hinzu. Gordon habe von. e nem Vcrrache nichts gemeldet, seine Meldung enthalte beruhigende Mittheilungen über seine Lage, sowie über diejenige Khartum«. Schließlich theilte Harttngto» mit, die^Osterferien würden voraussichtlich vom 8. btS 21. April bauern, doch hange londoner zweiten Lesung der Reformbill und von der Einbringung der Vorlage über die Londoner Verwaltung ab Northcote erklärte, er werde seine Anfrage am Donnerstag wiedtt- holm und falls dann ehie unbefricdigende Aatwort gegeben werden s^^ die B^athuug der Interpellation verlangen. Das Haus setzte Hierauf die zweite Lesung der rnewrws bill fort. machen müssen, nach der Zersprengung der Schaaren Osman Digma's seinem Kameraden zu Hülse zu eilen; der Weg von Suakim nach Berber sührt allerdings meist durch ödes Wüstenland, aber die einer Verproviantirung von etwa 1000 bis 1500 Mann entgegenstehenden Schwierigkeiten wären am Ende noch zu überwinden gewesen und was die zwischen Suakim und Berber hausenden Araberstämme anbelangt, so gelten dieselben als den Engländern freundlich gesinnt. Bei Berber wäre Graham in's Nilthal gelangt und der Weitermarsch nach Khartum hätte dann keine großen Hindernisse mehr gefunden. Statt dessen kehrt Graham von Tamanieb, wo er Osman Digma nochmals eine Lection ertheilt batte, nach Suakim zurück, woselbst ein Theil seiner Truppen wieder einseschifft worden ist, um nach England zurückgesührt zu werden. Auf welchem andern Wege aber Gordon Rettung werden soll, läßt sich unter den obwaltenden Umständen nicht absehen. — Der englische Hof, das Heer und die Marine hoben anläßlich des Ablebens des Herzogs v. Albany vom 30. März bis 11. Mai Trauer angelegt , außerdem ist vom 30. März ab eine allgemeine Landestrauer angeordnet worden. Das Reichsgericht zu Christiania fährt fort, die Mitglieder des Staatsmimsteriums „abzuschlachten", nur ist jetzt in seinem Verfahren eine mildere Praxis eingetreten. Während nämlich 7 Staatsräthe außer zu Geldstrafen auch zur Amtsentsetzung verurtheilt worden sind, ist der jüngst verurtheilte Staatsrath Johansen gehalten worden, nur eine Geldstrafe von 8000 Kronen und 200 Kronen Proceßkosten zu bezahlen. Auch die drei noch übrigen Mitglieder des Ministeriums werden wohl mit einer ähnlichen Strafe davonkommen. In Cincinnati ist es in vergangener Woche zu bedenklichen Ruhestörungen gekommen, welche den Tumultuanten eine blutige Lection zugezogen haben. Am Samstag wollte eine Bande von „Rowdies" das Central-Gefäng- niß von Cincinnati stürmen, um einen hier sitzenden Verbrecher zu lynchen. Der Versuch mißlang und wurden hierbei 25 Personen mehr oder weniger schwer verwundet. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag wiederholten sich die Tumulte, eine große Volksmenge umringte das von Militär- und Polizei-Abtheilungen besetzte Gefüngniß, zündete das Gerichtsgebäude und andere Häuser an und hinderte die Feuerwehr am Löschen. Schließlich machte das Militär von der Schußwaffe Gebrauch und wurden hierbei gegen 50 der Ruhestörer getobt et. Sogar eine Kanone erbeutete die Volksmenge, doch wurde das Geschütz später von der Polizei wieder genommen und die Menge schließlich zerstreut. Nach einer Meldung dcs Londoner Blattes „Observer" aus Kairo machte General Gordon einen Ausfall aus Khartum auf die Insurgenten. Ar Folge einer entstandenen Panik hätten aber die egyptischen Truppen die O'luchk ergriffen und Gordon habe deshalb nach Khartum zurückkehren müssen. Die Ratificationen des chilenisch-peruanischen Friedensvertrages sind am 28. März formell in Lima ausgetauscht worden. In Folge dessen ist der bis jetzt in Lima versammelt gewesene National-Congreß von Peru am 31. März geschloffen worden. Dotttifche lleberstcht. Gießen, 2. April. Seit einiger Zeit pflegen Gerüchte über eine gänzliche oder theilwese Aemter-Niederlegung des Fürsten Bismarck mit einer gewissen Regelmäßigkeit wiederkehrende Erscheinungen in unserer inneren Politik zu buben. Auch jetzt tauchen in der „Erscheinungen Flucht" derartige Gerüchte Meder aus; es heißt, Fürst Bismarck wolle seine Functionen als preußischer Minister- präsident und Handelsminister aufgeben und nur auf seinem Posten als Reichskanzler verbleiben. Es scheint nun allerdings, als ob diese Gerüchte einer gewissen Unterlage nicht entbehrten und wird von den als osficiös geltenden „Berl. Polit. Nachr." der Gesundheitszustand des Reichskanzlers als die Ursache bezeichnet, welche eine Entlastung von der auf ihm ruhenden Fülle der Geschäfte nöchig mache. Das Blatt deutet sogar an, daß er auch die Leitung der auswärtigen Angelegenheiten Preußens aus der Hand geben würde, um ganz aus dem preußischen Staatsministerium scheiden zu können. Denn nur hierdurch — schließt die auf alle Fälle bemerkenswerthe officiöse Kundgebung — würde Fürst Bismarck diejenige Erleichterung von der Verantwortlichkeit für die zukünftige Gesetzgebung Preußens wirklich erreichen, bereu, er im Interesse seiner Gesundheit so dringend bedürfe. Die weitere Entwickelung dieser Angelegenheit muß man abwarten, daß aber Fürst Bismarck so ganz und gar auf jede Einwirkung aus den Gang der preußischen Staatsgeschäste verzichten werde, darf wohl nut Fug und Recht bezweifelt werden. Während derReichstag bereits in voriger Woche mit feinen Arbeiten Schicht gemacht hat und in die Osterferien gegangen ist, welche bis zum 21. April incl. dauern, wird das preußische Abgeordnetenhaus erst in dieser Woche an der parlamentarischen Osterpause theilnehmen können. Die zweite Berathung der Jazdordnung bat sich ungewöhnlich hinausgezogen, denn obwohl das Abgeordnetenhaus in dieselbe schon am 26. März eingetreten ist, mußte es sich doch noch in dieser Woche mit der Vorlage beschäftigen. Überwiegend gelangten die Commissions-Vorschläge, welche vielfach sowohl von den Bestimmungen der Regierungs-Vorlage abweichen, als auch den vom Herrenhause beschlossenen Ad- änderungen entgegentreten, zur Annahme. Am 3. oder 4. April soll die Vertagung des Abgeordnetenhauses eintreten und ebenfalls bis zum 21. April währen. f Der bisherige dänische Gesandte in Petersburg, Kammerherr v. Vind, ist zum Gesandten in Berlin ernannt worden. Bei der im Reichstags-Wahlkreise Glatz-Habelschwerdt an Stelle des verstorbenen Abg. v. Ludwig vorgenommenen Ersatzwahl erhielten : Frhr. v. Huene auf Mahlendorf-Falkenberg (Centrum) 6493, Oberbürgermeister v. Forckenbeck (liberal) 654 und Schneidermeister Kühn in Langenbielau (Soc.-Demokr.) 78 Summen. Frhr. v. Huene ist demnach mit übergroßer Majorität gewählt. , Die Operationen der Franzosen in ^ongking scheinen doch noch nicht ganz beendigt zu sein. Wenigstens meldete General Millot, daß er noch in dieser Woche das nur einige Meilen von der chinesischen Grenze entfernte Honghoa angreifen wolle, was man vielleicht als eine Pression auf die chinesische Regierung betrachten kann, die Friedeusunterhandlungen mit Frankreich wieder zu beginnen. Von der Absicht des Admirals Courbet, die Insel Hainan anzugreifen, welche sich die Franzosen bekanntlich als „Faustpfand" aneignen wollen, ist es dagegen wieder still geworden. Die Insel ist allerdings mit 3000 Mann regulärer chinesischer Truppen besetzt, was indessen die ^Franzosen schwerlich von einem Angriffe abhalten würde, dagegen sind Rücksichten auf England zu nehmen, welches einer Occupatiou Hainans von Seiten Frankreichs wohl nicht gleichgültig zusehen würde. Die englische Regierung hüllt ihre weiteren Pläne bezüglich Egyptens noch immer in ein mystisches Dunkel. Vor Allem ist aller Welt unklar, auf welchem Wege die Rettung Gordon's in Khartum vollzogen werden soll, denn daß das Cabinet Gladstone den kühnen General seinem Schicksal überlassen wolle, wie einige Blätter melden, hieße doch selbst dem sattsam bekannten Egoismus der englischen Negierungskunst zu viel zugemuthet. Trotzdem erscheint die — gelinde gesagt — Lauheit der englischen Regierung gegenüber der bedenklichen Lage Gordon's unbegreiflich. General Graham hätte wenigstens den Versuch 80 Donnerstag den 3. April 18®^ «iicßeiier Anzeiger Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ^itprä ii dun« gtütf, iiSS n eint11*“ kling gtM von g, Seltersweg 3. Rirfytfafie liegen M doppelte hppo- it zum Meiner. März 1884. Airchenvorstaild: L Hansteifi. 2103 chen, welcher mdlich erlernt hat, iq in und außer res bei .. j, Seltersweg^. er Schatz itt) und ist d°s i’s Selbst- irung» Mild. Pw U, )tr (in den W V% s*5 * sw«*1*, »l>« — Im Oberhause erwiderte Lord Granville auf eine Anfrage, er habe keine Nachricht erhalten, aus der zu schließen wäre, daß der Mahdi geneigt sei, die ihm gemachten Anerbietungen betreffs Kordofans anzunehmen. DaS Oberhaus nahm die Novelle zum Medtcinalgesetz in 3. Lesung an- Aegypten. Kairo, 31. März. Vom General Gordon sind vom 23. d. Mts. datirte Depeschen eingcgangen, welche melden, daß zwei sudanesische Paschas wegen bei der Niederlage von Halfiych begangenen VerrathS vor ein Kriegsgericht gestellt, schuldig befunden, zum Tode verurtheilt und hingcrichtet wurden. In den Meldungen General Gordon's heißt es weiter, Proviant fließe vom weißen Nil her reichlich zu, dagegen solle es den Aufständischen bei Halfiyeh an Nahrungsmitteln fehlen, so daß man den Ausbruch einer Hungersnoth erwarte. In Khartum seien zwei Abgesandte des Mahdi angekommen und hätten erklärt, der Mahdi lehne es ab, seine Ernennung zum Sultan von Kordofan anzuerkennen, und lasse Gordon rathen, zum Islam überzutreten; die vom Mahdi gemachten europäischen Gefangenen würden gut behandelt. Amerika. New-Aork, 31. März. Nach Meldungen aus Cincinnati haben keine weiteren Ruhestörungen stattgesunden, die Volksmassen haben sich zerstreut, man hält die Ruhestörungen für beendet. Die von den Zeitungen über die Menschenverluste bei den Unruhen gebrachten Mittheilungen werden als übertrieben bezeichnet. Telegraphische Depeschen. Wolsf'S telegtv Correwondem-BKres«. Berlin, 1. April. Se. Maj. der Kaiser ließ heute durch seinen Flügeladjutanten dem Fürsten Bismarck Glückwünsche zum Geburtstage abstatten. Die Prinzen Heinrich und Alexander erschienen persönlich zur Gratulation. Außerdem brachten die Minister, viele Generäle und höhere Militärs, viele Herren und Damen der Hofgesellschaft, sowie zahlreiche Notabilitäten aus den verschiedensten Kreisen Glückwünsche dar. Die von auswärts eingegangenen Gratulations-Telegramme zählten Mittags bereits nach vielen Hunderten. — Zu dem heutigen Geburtstage des Reichskanzlers Fürsten Bismarck sind aus allen Gegenden Deutschlands, aus dem Auslande und aus überseeischen Ländern, von Vereinen, Corvorationen und Privatpersonen sehr zahlreiche Glück- wunsch'Telegramme und Adressen eingetroffen, die deutschen Blmdesfürsten, allen voran der König von Bayern, gratulirten telegraphisch oder durch ihre Vertreter. Um 10 Uhr brachte das Musik-Corps des Kaiser Alexander-Garde- Grenadier-Regiments dem Fürsten eine Morgenmusik. Von vielen Seiten waren Blumenspenden und Geschenke eingegangen. Das Befinden der Fürstin Bismarck hat sich wesentlich gebessert. — Das Abgeordnetenhaus nahm heute zunächst drei kleinere Gesetzentwürfe, darunter den über den Betrieb des Hufbeschlag-Gemerbes, in erster und zweiter Lesung unverändert an. Die Novelle, betr. die Unterbringung verwahrloster Kinder, wurde an eine Commission vermiesen. Vier andere, kleinere Vorlagen gelangten debattelos zur Annahme. Für morgen stehen Petitionen Es der Tagesordnung. — Von der „Nordd. Allg. Ztg." wird gegenüber den Angaben anderer Leitungen als zuverlässig mitgetheilt, daß für im Ganzen 1443 katholische' Geistliche durch die Vermittelung des Bischofs von Culm der Dispens nachgesucht sei. Hieraus sei in 1235 Fällen bereits der Dispens ertheilt; in 30 Fällen seien die Erörterungen noch nicht abgeschlossen und in 178 konnte die Dispensation von dem dreijährigen Studium aus einer Universität oder einer gleich- werthigen Bildungsanstalt nicht ertheilt werden. Wien- 1. April. Die Morgenblätter publfcircn eine erschöpfende Darstellung über die Action der anarchistischen Partei, welche mit dem Attentat Merstallmger 1882 begann, an das sich der Massenaufzug der Arbeiter gegen die Pölzet im August v. I., die Ermordung Hlubek's, der Skandal in der Pfarrkirche in Favoriten, die Ermordung Eisert's und des Detecttve Bloch reihten. Die Darstellung erwähnt ferner die im Herbst v. I. erfolgte Ausweisung des angeblichen John Newe, alias Stevens, der als Expeditor der Most'schen „Freiheit" bezeichnet wurde, sowie die Verhaftung eines Arbeiters, in dessen Keller eine Druckerpreffe aufgefunden wurde, mittelst welcher die soctaltsttschen Schriften hergestellt wurden, endlich die Verhaftung einiger Individuen unter dem Verdacht, Sprengstoffe zu fabrtciren. Der Bericht hebt hervor, sowohl Stellmacher als auch Kammerer seien Exekutioorgane des von Most gebildeten uud geleiteten anarchistischen Centralcomite's in New-York, dessen Anhänger neben der verbrecherischen Art der Requisition und der Agitationsmtttel auch nach,Fenierart Nacheacte an Polizei- Ärgonen verübten, worauf der Umstand hinweist, daß die Most'sche „Freiheit" schon lange vor der That die Ermordung Hlubrck's und Blöch's ankündigte. Die Darstellung zählt dann detailltrt die Anhaltspunkte auf, welche darauf Hinweisen, daß Stellmacher und Kammerer die Mordthat in der E'sert'schen Wechselstube verübten, und erwähnt daß Kammerer im Jahre 1882 von Hlubck wegen socialtstischer Umtriebe zur Untersuchung gezogen und von Blöch verhaftet wurde. Schließlich werden die Jndlcten rekapttulirt Welche dafür sprechen, daß Kammerer, Stellmacher und Gmossen auch die Morde an dem Apothckerprovtsor Lienhardt in Straßburg im October 1883, an dem Militärposten Adels ebendaselbst in derselben Nacht, an dem Bankier Heilbronner und dessen Be- ^nnttr Oettinger in Stuttgart im November 1883, verübten, wobei hervorzuheben ist, daß Oettinger nach einer Photographie Kammerer's denselben auf das Bestimmteste als einen der Thäter bezeichnete. Bei dem noch fortwährend wachsenden Material Dürften noch Monate vergehen, bis das Wiener Landgericht die Anklage formultrt. Christiania, 1. April. Staatsrath Hertzberg, auf den sich die beiden ersten Punkte der Anklage nicht bez'ehen, wurde heute von dem Reichsgericht zu einer n* öon 8000 Kronen, sowie zur Zahlung von 300 Kronen Proceßkosten ver- Cannes, 1. April. Der Prinz von Wales, der Graf und die Gräfin von Paris eir$°ö Don Cwburg und viele andere hervorragende Persönlichkeiten sind heute Nachmittag abgereist, um die Leiche des Herzogs von Albany zunächst nach Paris zu begleiten, wo die Ankunft morgen Vormittag um 10 Uhr erfolgt. Bei der Abfahrt ®u?;bcn, be_r Leiche die üblichen militärischen Ehren erwiesen durch Abgeben von Mergefübrt^^' $on roirb die Leiche mittelst Extrazuges nach Cherbourg April- Aus Suakim vom heutigen Tage rortgesahren werden, i Kapttakusnahme setz sind bis jetzt i könnte. Um aber können, werden im Ist Kapitalaufnahme Angestellt sind der Mainz. tadtunbBennezet on Darmstadt nach erkevon Arnsberg nach Berlin behufs )ber-Postdirections- >)bz. von Darmstatt Oder-Poststcrelair itr Kröschel von lamtenfteCen 1.6b; )t, der Telegraphen- Klein von Echzell in Darmstadt eine Garlin in Mainz. «nt und Begiünder ung des geformten aus 60 ÄünfHern LKZ ALS Zer Co certhaust MS -angement „e |n tal^fl Mjrem tggst i Elchen °"> eamN; ggfrrf* E.» W,1* atl fi» und et?,aLi den «;S> ben berühmten Operateur, zu schicken. Billroth verlangte für Reise und Operation 100 000 Francs; das war dem Griechen zu viel, er bot 80,000 Francs; das war aber Billroth zu wenig und so blieb Jeder, wo er war. Nach einem Jahre pocht's an BEroths Thüre tn Wien und ein unansehnliches Männlein tritt ein und bittet um des Herrn Doctor Hülfe. Der Doctor untersucht den Fuß und nimmt ihm die kleine Qebe ab. Der Patient ist sehr dankbar für die glückliche Operation und bittet um die Rechnung. — 300 Gulden! — Der Fremde zählte die 300 fl. herzlich dankend auf den Tisch und empfiehlt sich. Unterwegs aber lacht er in sich hinein und denkt: 75,000 Frcs- wenigstens erspart! Es war Delyannis. Die Wiener aber, als sie die Geschichte erfuhren, sagten: Die Griechen waren immer gute Geschäftsleute. — lieber Universal-Kohlenanzünder wird geschrieben: Während tn letzter Zeit die eigentlichen Brennstoffe eine erhebliche Erweiterung z. B. durch die Einfühlung der Briquetts, erfahren haben, sind wir in Bezug auf das Anzündematerial auf derselben Entwickelungsstufe stehen geblteben, wie vor Jahrhunderten, indem wir nach wie vor daS Spaltholz für ausschließlich zu diesem Zweck geeignet ansahen. Und doch wird Niemand über dessen Unzulänglichkeit im Zweifel sein, der da weiß, wie viel Zeit und Mühe oft dazu gehören, ein Kohlenfeuer in dieser altgewohnten Weise anzumachen. Der unwiderlegllchste Beweis dafür, daß in der That ein Bcdürfniß vorhanden ist, das Herkömmliche Anzündeholz durch einen seinen Zweck besser und bequemer erfüllenden Stoff zu ersetzen, ist der in Stadt und Land cingerissene gefährliche Mißbrauch der Dienstboten, die zum Anmachen des Feuers bestimmten Holzstücke mit Petroleum zu befeuchten, wodurch schon vielfach Menschenleben gefährdet wurden- Es sind aus diesen Gründen in den letzten Jahren vielfach Versuche gemacht worden, ein brauchbares Anzündematerial zu schaffen, indeß haben sich sammtliche dafür tn den Handel gebrachte Fabrikate nicht bewährt und somit auch keinen Anklang finden können. Zum Theil waren dieselben mit feuergefährlichen Stoffen gemischt, wie Zündmasse, Petroleum rc., thetlS wieder waren die einzelnen Stücke, mit denen Feuer gemacht werden sollte, so klein, daß sie wohl genügten, Papier, Spahne. Ktehn u. dgl. entbehrlich zu machen, nicht aber auch das Holz überhaupt. Alle diese Mängel zu vermeiden, scheint ein Fabrikat erreicht zu haben, welches uns heute zur Begutachtung vorliegt. Es sind dies die von der Firma Scheide! u. Pee- rnöller in Oberrod bet Schleusingen tn Thüringen hergestellten Universal-Kohlenanzünder. Dieses Fabrikat erscheint uns so allgemeiner Beachtung auch in den Kreisen der Kohlen- intereffenten werth daß wir keinen Anstand nehmen, an dieser Stelle auf diesen neuen Artikel htnzuweisen, zumal derselbe nach unserer Erfahrung tu der That das leistet, was er verspricht, d. t. direkt die Kohle rc. in Brand zu setzen, also die Verwendung von Holz u. dgl. zum Anmachen eines Kohlenfeuers tn Ofen, Herd oder wo sonst immer gänzlich überflüssig zu machen. Diese Universal-Kohlenanzünder bestehen in handlichen, etwa pfundschweren Tafeln, die in Felder getheilt sind, von denen fe eins zu einmal Feuermachen ousretcht. Der Preis eines solchen Stückchens, das 20 Minuten intensiv brennt, stellt sich nicht höher als der des nöthigen Anzündeholzes, vor dem es voraus hat, daß es ungemein bequemer und wirksamer ist, leichtere Verdrauchskontrole bietet und wenig Raum ein» nimmt, also tn jeder Ecke untergebracht werden kann, selbst im Zimmer. Der Verbretlung der Briquetts, die schon ein sehr kleines Stückchen des neuen Präparats leicht und mühelos tn Brand setzt, dürste aus diesem letzteren ein neuer Bundesgenosse entstehen. — Auf keinen Fall glauben wir fehlen gehen, wenn wir den Universal-Kohlenanzündern der Herren Scheide! u. Peemöller eine rasche und willige Aufnahme in den meisten Haushaltungenen versprechen, zumal dieselben neben absoluter Ungefährlichkeit ebenso sauber wie frei von Geruch oder ähnlichen Untugenden, also völlig salonfähig sind. — [@tn guter Gedanke kommt nie zu fp5t] Er trat wuihcntbrannt und mit wuchtigem Schritt tn die Office des Advokaten ein, der biedere Farmer Jerry Brown: „Mit meiner Lizzie kann ich nicht mehr zusammen leben. Sie müssen sie von mir scheiden. Sie kann meinetwegen auch die Kinder mitnehmen." — „Ja, aber welchen Grund geben Sie denn für die Scheidungsklage an?" fragte der Anwalt. — „Sehen Sie. meine Lizzie ist sonst ein ganz braves Weibsbild, aber sie ist unausstehlich furchtsam. Jeden Abend, wenn wir zu Bette gehen, verlangt sie, daß ich unter's Bett gucken soll, um nachzusehen, ob auch kein Mann darunter liegt. Und dies ewige Nachgucken will ich nicht mehr thun. Wir haben deßhalb schon viel Streit gehabt und da sie trotz-- dem mich jeden Abend quält, daß ich unter's Bett sehe, so kann sie zum Kukuk gehen, ich will mich scheiden lassen." — „Das ist kein Grund zur Scheidung." — „DaS ist kein Grund?" — „Nein." — „Well denn. Dann mach' ich es so. Ich nehme sofort die Säge und säge alle vier Beine des Beites ab, dann kann ja Niemand drunter liegen und der Streit hört von selbst auf. Wie einem doch die guten Gedanken oft erst so spät kommen!" — Die Resultate der Einjährig-Freiwilligen Prüfungen sind gegen die Ergebnisie. der Vorjahre nur um weniges brsser geworden Worin liegt dafür die Ursache? Es läge — so hörten wir oft — an den hohen Anforderungen, welche an die Prüflinge gestellt würden. Nein, daran liegt es nicht! Gottlob daß die Anforderungen hoch gestellt werden, denn wenn wcht geistige Ueberlegenbett den Einjährig-Freiwilligen vor den Dreijährig-Diknenden auszeichnet, in was sonst wäre diesem der Freiwillige über? Gottlob, sagen wir, daß es mit der Qualifikation der Prüflinge recht genau genommen wird, wie wäre es sonst um den Ersatz des Reseroe-Ofsizier-Corps bestellt. Die Ursache der schleckten Prüfungs-Resultate »st einzig und .allein in der ungenügenden Vorbildung der Prüflinge zu suchen, welche die l tzieren natürlich selbst verschuldet, haben. Die Einjahrig-Freiwilligen-Vorbereitungs-Anstalt (Presse) soll dann in kurzer Zeit mit dem „Nürnberger Trichter" die Mängel in allen Fächern ersetzen, Orthographie und Satzbildung zu einem nur einigermaßen befriedigenden deutschen Aufsatz beibringen rc. Sckon mit dem niedergeschriebenen Lebenslauf spricht sich gewöhnlich der mangelhaft vorbereitete Aivirant das Urtheil über seine Unreife zum „Einjährigen." Daher die spottschlechten Prüfungs-Resultate. Schiffs Nachrichten. Bremen, 29. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Eider, Capt. W. Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 19. März von Bremen und am 21. März von Southampton abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Zur gef§. Beachtung. Schriftliche Anfragen wegen Auskunstsertheilung über Inserate rc. können orte mir bann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegt ist. lieber Inserate bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ifl die Expedition zu keinerlei Auskur.stsertheilungen befugt. Offertenbriefe sind — soweit keine bestimmten aegentheiliaeV Abmachungen getroffen wurden — in der Expedition abruholen. Temperatur in Gießen. März 1884. Niederste — 4,0 ®R. Mittlere + 4,49 , „ im März 1873 + 4,89 „ Mittel früherer Jahre + 2,87 „ Höchste . +15,0 „ Niederschlag an 12 Tagen .... 0,73 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen 1,44 „ „ Die Vegetations-Entwickelung ist am Schluffe des Monats gegen das Mittel um 14 Tage voraus. 1 tt ca t pract. Arzt in Frankfurt a. M.,r früher Assist. 111* mpd H (tPURP,!) Prof. Ricord’s,Paris, heilt rasch,gründl.u. VI. 111CU. 11. Wuildbllj ohne grosse kosten alle Nerven-, Frauen-, £ Haut« u. Geschlechtskrankheiten (Syphilis) nach eigener Methode. Sprechstunden 10—1 und 3—5. Stiftstrasse 22 I. Auswärts brieflich. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Zum Handels-Register Großherzoglichen Amtsgerichts Gießen ist folgender Eintrag vollzogen morden: Durch Gesellschaftsvertrag vom 13. März 1884 ist unter der Firma „BuderuS'sche Eisenwerke" eine Aktien-Gesellschaft errichtet worden. Der Sitz der Mien-Gesellschaft ist bestimmt zu Main-Weser-Hülte bei Lollar; Zweigniederlassungen bestehen zur Zeit: zu Hirzenhainer-Hütte bei Ortenberg, „ Margarethen-Hütte zu Gießen, „ Sophien-Hülte bei Wetzlar und ,, Georgs-Hütte bei Burg-Solms, Kreis Wetzlar. Die Dauer der Gesellschaft ist auf bestimmte Zeit nicht vorgesehen; der . Zweck ist die Fortführung und Ausdehnung der seither von der Handels- Gesellschaft „Gebrüder Buderus zu Main-Wefer-Hütte" betriebenen Gewinnung und Verhüttung von Eisenerzen sammt sonstigen Mineralien, einschließlich Verarbeitung und Verkauf der Fabrikate. Das Grundkapital beträgt zwölf Millionen Mark, ist voll einbezahlt und zerlegt in 5000 Aktien litera A zu je 2000 J-t. und 1000 Aktien litera B zu je 2000 6oLs. «Baquets. Uegeomaaitel, Ö Ö Mimlcrntäntieü, O © sämmtliche Sachen sind für die Sommer-Saison neu eingekauft, C? 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