\ ■Jöseres ^hrlsu ^or, c “nb int »oberen ' Ratkt- hi Hem, nmht™@m3mg 2250 Mim“ 230) iühl, Fahrikant, bandscassier, armjhbt cheug-Hand. in der ehemals imer zu veMP ^uenJäiienJJL m ersten Stoa. W lictbcn. vermieten bei jimm« ®tI®|" SäutttJLJÄ rre^o«2 g§?£ jtrtii* iet, wegen her J ■ *Ä?w t di- »*«1 1881__/- isr%» WM- Berger). fe, SÜiceflr. 11, ift ib auä 7 Bimmtrn 1. Lpril d.Z.M kfurterstr. 11, der aus 5 Zimmern ort zu vemWy. >. Geihe Wwr. ; zu vermirtben. Siemstratze 43. iion für Einjährige. ___Stflbt_3Jlainj._ erzuvermiethen 6tl Hilgard, M;_ ries Zimmer ii Sonnenstraße 6. !§ Zimmer zu ner? Schottstraße 7. Zimmer nabe der Bauens, 3.,St-^ unter zu vermiethen, ; in der Nahe der r. 49,1 Parterre. Ax. 79, Mittwoch den 2. April 1SS4L Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bttrtrrnr Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Ireis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohru mrch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pz. AMLlicher H H L i L Betreffend: Den im März 1884 vorzunehmenden Wiesengang. Gießen, am 1. April 1884 Das Großherzogliche Kreiscmtt Gießen <12$ die Grotzherzsqlichen Bürgermeiftereierr des Kreises. Wir erinnern Sie, soweit Sie noch im Rückstände sind, an Erledigung der Verfügung vom 13. März 1884 binnen acht Tagen. vr. Boek mann. DMtifche WeLesAcht. Gießen, 1. April. Die parlamentarische Oflerpause hat nun Lheilweise begonnen, indem der Reichstag am vorigen Freitag bis Dienstag, den 22. April, vertagt worden ift. Die letzten Sitzungen desselben vorn Donnerstag und Freitag boten nur wenig Interesse dar; die auf der Tagesordnung stehenden Vorlagen, der Nachtrag zum Marine-Etat, das Gesetz über die Prisen-Gerichtsbarkeit und die Literar-Convention mit Belgien wurden ohne wesentliche Discusfton behandelt und am Freitag definitiv genehmigt. Am Schluß der Freitags-Sitzung richtete noch Präsident v. Levetzow an die Commissionen, deren bisherige Thätigkeit keine besonders große gewesen sei, die Bitte, während der sreien Zeit ihre Arbeiten möglichst fördern zu wollen. Auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung steht die zweite Berathung der Novelle zum Hülfskaffengesetz. — Der Reichstag hat demnach den kleineren Theil seiner gegenwärtigen Session hinter sich und in Anbetracht dessen, daß während dieser Zeit die ersten Lesungen sämmtlicher wichtigeren Vorlagen erledigt worden find, kann man mit seiner bisherigen Thätigkeit zufrieden sein. Das Schwergewicht derselben liegt allerdings in dem noch kommenden Theile der Session, deren „piece de r^sistence“ die weitere Berathung über das Socialistengesetz bilden wird. Man sieht de» t Ausgang der bezüglichen Debatten mit allfeitiger Spannung entgegen; weüu wan aber geglaubt hatte, aus den Verhandlungen der Socialrstengesetz-Commission einen Schluß aus den Ausgang der Plenar-Berathungen zu ziehen, so ist das eine Täuschung gewesen, denn die genannte Commission hat sich nach ihrer ersten am Donnerstag abgehaltenen Sitzung ebenfalls vertagt und zwar bis zum 24. April. Aus dieser einen Sitzung ist lediglich die wichtige Erklärung des Staatsministers v. Puttkamer hervorzuheben, die verbündeten Regierungen müßten darauf bestehen, daß die Vorlage über die Verlängerung des Soiialisten- gesetzes. ohne irgendwelche Abänderungs-Anträge angenommen oder abge- lehnt werde. Der Reichskanzler Fürst Bismarck tritt am heutigen Tage, den 1. April, in sein 70. Lebensjahr ein. Der leitende Staatsmann kann diesen Tag in ungeschmächter geistiger Spannkraft — von der wir ja täglich Zeugen sind — und erfreulicherweise au$ in wieder zurückgekehrter körperlicher Rüstigkeit begehen und dies erweckt die freudige Hoffnung, ihn noch lange an der Spitze der Geschäfte stehen zu sehen, zum Wohle Deutschlands in jeder Beziehung. Im diplomatischen Corps von Berlin steht abermals eine Veränderung bevor, indem Mr. Sargent, der amerikanische Gesandte, von der Washingtoner Regierung seine Abberufung erhalten hat. Es wurde in dieser Beziehung weiter gemeldet, daß Mr. Sargent der amerikanische Gefandtschasts-. Posten in Petersburg übertragen worden sei, nunmehr wird aber versichert, daß Mr. Sargent überhaupt aus dem diplomatischen Dienst treten werde. Daß die Abberufung desselben in Folge der Rolle, welche er in der „Schweinesleisch- Affaire" gespielt, erfolgt, ist nicht zu bezweifeln. Die Staatsleistungen für oie Erzdiöcese Köln sind wieder ausgenommen worden. lieber das Treiben und die Verbindungen der österreichischen Socialiften und Anarchisten wird der demnächst in Pesth beginnende Anarchiften- Proceß jedenfalls genügende Aufklärung verbreiten. Zm Ganzen wurden in der ungarischen Hauptstadt 17 Anarchisten verhaftet und sind dieselben in voriger Woche der Staatsanwaltschaft eingeliefert worden. Schon der hierüber an die Strasbehörde erstattete Bericht des Pesther Ober-Stadthauptmannes enthält sehr interessante Daten. Es geht aus demselben z. B. hervor, daß zwischen der Witter und der Pesther Socialistenpartei seit Jahren ein ununterbrochener Verkehr stattgefunden hat und daß die an Hlubek und Eifert u. s. w. begangenen Mordthaten das Werk der Anarchisten sind. Seit dem vorläufigen glücklichen Ausgange der Tongking- Expedition scheint der Stern des französischen Ministerpräsidenten Ferry in Hellem Glanze erstrahlen zu wollen. In der Deputirtenkammer hat Herr Ferry in voriger Woche kurz hinter einander zwei bedeutende Erfolge davon getragen: Einmal genehmigte die Kammer mit überwältigender Majorität am Donnerstag die von Ferry verlangte Tagesordnung anläßlich der Madagaskar- Interpellation, welche Tagesordnung den Entschluß ausspricht, die Rechte Frankreichs in Madagaskar, energisch zu wahren. Das andere Mal wurde an^ demselben Tage die von tzem radikalen Deputirten Barodet gestellte Dringlichkeits- Erklärung für seinen Antrag auf Revision der Verfassung auf Verlangen Ferry's von der Kammer abgelehnt. Namentlich letzterer Vorgang bedeutet einen entschiedenen Erfolg Ferry's in der inneren Politik, der seine Stellung trotz des partiellen Mißerfolges, den das Cabinet bei den Wahlen zur Budget- Commission verzeichnen mußte, wesentlich kräftigen wird. Das englische Königshaus ist von einem schweren Verluste betroffen worden, welcher bei der bekannten Anhänglichkeit des englischen Volkes an seine Herrscherfamilie im ganzen Jnselreiche große Theilnahme hervorgerufen hat. Der jüngste Sohn der Königin Victoria, Prinz Leopold, Herzog v. Albany, geboren den 7. April 1853, ist in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag in dem südsranzösischen Badeorte Cannes an den Folgen eines Sturzes verschieden, den er am Abend zuvor im nautischen Club gethan hatte. Noch in der Freitags- Sitzung des englischen Parlaments wurde die Trauerkunde bekannt und gaben im Oberhause Lord Carnarvon, im Unterhause Northcote den Gefühlen der Trauer und der Theilnahme den wärmsten Ausdruck. Im Oberhause wurde die schmerzliche Botschaft durch den Minister des Auswärtigen, Granville, im Unterhause durch den Kriegsminister Hartington mitgetheilt; beide fügten indessen ihrer Mittheilung hinzu, daß sie eine Vertagung der Sitzungen nicht beantragten, da ein Präeedenzfall dafür nicht vorliege. Die Königin und die Prinzeß Beatrix haben in Folge des Ablebens des Herzogs v. Albany ihre Reise nach Darmstadt aufgegeben. Nach schweren Wehen ist endlich die Wiedergeburt des italienischen Ministeriums erfolgt. Dasselbe ist folgendermaßen zufammengestellt: Präsidium und Inneres de Pretis, Auswärtiges Mancini, Finanzen Magliani, öffentliche Arbeiten Gemala, Marine del Santo. Die Genannten gehörten schon dem bisherigen Cabinet an; neu hinzugetreten sind: Ackerbau Grinaldi, Justiz Ferracini, Krieg Viale, Unterricht Coppino. Einzelne Abänderungen sind indessen noch nicht ausgeschlossen. Der lange Streit der Pforte mit dem griechischen Patriarchen in Konstantinopel wegen der demselben zukommenden Privilegien hat endlich seine Erledigung gesunden. Es ist dem Patriarchen in diesen Tagen ein den früheren Berats vollständig gleichlautender Juvestitionsberat ausgehändigt worden, womit die Pforte die verschiedenen Privilegien des griechischen Patriarchen abermals anerkannt hat. Zum dritten Male sind — und zwar wiederum bei Tamanieb — die Schaaren Osman Digma's am Donnerstag von den Truppen General Graham's auseinandergesprengt worden, diesmal beinahe kampflos. Osman Digma selbst ist, von nur wenig Mann begleitet, wieder entflohen, unbekannt, wohin. Bereits am folgenden Tage ist das englische Corvs nach Suakim zurückgekehrt, wo sich bald da auf ein Kavallerie-Regiment und mehrere Bataillone Infanterie auf dem Transport-Dampfer „Jumna" einschifften. Die Absicht der englischen Heeresleitung — wenn sie überhaupt bestanden hat — dem bedrängten Gordon Hülfe von Osten zu bringen, ist also nicht ^ausgesührt worden und doch thut Gordon schleunigste Hülse uoth,-da nach einem Telegramm des englischen General-Consuls Baring in Koiro sich die Lage Gordon's bedenklich verschlimmert hat. Deutschland. Berlin, 30. März. Die „Ber!. Polit. Nachr." schreiben: Die in der Presse verbreitete Nachricht von dem Rücktritt des Fürsten Bismarck von dem Präsidium des preußischen Staatsministeriums ist ohne Zweifel verfrüht und nicht ganz korrekt. That- fache ist aber, daß der Gesundheitszustand des Reichskanzlers eine wirksame Entlastung von der Fülle der auf ihm lastenden Geschäfte und Verantwortlichkeit gebieterisch erheische. Der Gedanke liegt nahe, diese Entlastung in dem Ausscheiden des Fürsten Bismarck aus der Leitung der preußischen Landesangelegenheiten zu suchen. Daraus weist auch der Vorgang in dem Jahre 1873 hin, wo bekanntlich der Vorsitz in dem Staatsminifterium mit Rücksicht auf den Gesundheitszustand des Fürsten Bismarck auf den Grafen Roon überging. r t t , . _ . . Inzwischen würde eine einfache Wiederholung des damaligen Vorgangs den Zweck, den Fürsten Bismarck von der Verantwortlichkeit für die Angelegenheiten Preußens zu befreien, nicht erfüllen. Fürst Bismarck war damals m*t Rücksicht auf die nicht völlig homogene Zusammensetzung des StLatsmmiftermms als Minister Präsident ous- geschreden, in seiner Eigenschaft als preußischer Minister der auswärtigen Angelegenheiten jedoch Mitglied des preußischen Slaatsministeriums geblieben. Würde Fürst Bismarck in der gleichen Weise jetzt auch nach Niederlegung des Präsidiums fortfahren, dem preußischen Staatsminifterium anzugehören, so würde er der Mitverantwortung für die Gesetzgebung sich nicht völlig entziehen können, wie denn auch sein Name unter den publicirten Gesetzen stehen müßte. Jo, es steht zu erwarten, daß, wie immer verhältnißmäßig gering die Einwirkung des Ressort-Ministers für die auswärtigen Angelegenheiten auf die innere Landesgesetzgebung naturgemäß sein mutz, gleichwohl dem Fürsten Bismarck die Hauptoerantworil chkeit für die Akte der Gesetzgebung aufgebürvet werden würde. Wenigstens führen die Erfahrungen aus der Periode von 1873 und den folgenden Jahren mit Sicherheit zu diesem Schlüsse. So hat der Fürst Bismarck beispielsweise an der kirchenpolitischen Gesetzgebung jener Jahre, wie nützlich und berechtigt dieselbe immerhin zu rhrer Zett gewesen sein mag, lediglich tn seiner Eigenschaft als preußischer Minister der auswärtigen Angelegenheiten mttgew.irr. T--otz dieses bescheidenen Maßes der Mitwirkung wird aber die Hauptverantwortung für jene Gesetzgebung dem Reichskanzler nach wie vor aufgebürdet. Der Wiederholung derartiger Unzukömmlichkeiten würde sich nur vorbeugen lassen, wenn Fürst Bismarck aus dem preußisch n Staatsministerium ganz ausscherde, indem er nicht nur auf den Vorsitz und das Portefeuille für Handel, sondern auch auf die Leitung der auswärtigen Angelegenheiten Preußens garz verzichtete. Nur auf bfi-fe Weise würde er diejenige Erleichterung von der Verantwortlichkeit für die zu- künftlge Gesetzgebung Preußens wirklich erreichen, deren er im Interesse seiner Gesundheit so dringend bedarf. — Zu den bisherigen Hauptkonkurrenten auf dem europäischen Getreidemarkt, dem amerikanischen, russischen und ungarischen Getreide, hat sich seit zwei Jahren in rapide anwachsendem Umfange als neuer Faktor das indische Getreide gestellt. Bisher hatte das indische Getreide fine bemeikenswerlhe Rolle auf dem europäischen Markte gespielt, aber die Landwirthe Indiens haben dies zu ändern gewußt und zwar mit glänzendem Erfolg; sie produc'ren so billig, daß sie über Marseille den Norden, Westen und Süden Deutschlands verproviantiren können und zwar trotz der Etsenbahntrans- portkosten. Dieses Auftreten des indischen Getreides ist keine vorübergehende Erscheinung; man muß vielmehr auch künftig damit rechnen, umsomehr, als der indische @<*tretbe$ Export noch in seinen Anfängen zu stehen scheint und ganz andere Größenoerhältnisse gewinnen dürfte, wenn erst die getreideproductrenden Gegenden durch bessere E'.senbahn- Eommuntcationen aufgeschlossen fein werden. Daher trachten denn auch die indischen Getreideinteressenten vornehmlich nach Ausdehnung des Bahnnetzes. Von der Handelskammer zu Bombay ist dem Vicekönig eine Denkschrift unterbreitet worden, welche für den Zeitraum der nächsten zehn Jahre den jährlichen Ausbau von 3000 (englische) Meilen Bahn mit einem Kostenaufwand von jährlich 20 Mill. Pid. Sterl. (400 Mill. «X) fordert- Das Geld soll mittelst Anleihe beschafft werden, die sich nach Meinung her Petenten unschwer zu günstigen Bedingungen realisiren ließe. Man sieht, es handelt sich hier um eine Speculotion riesigsten Maßstabes, die immerhin zeigt, welcher Ausdehnung das indische Getreidegeschäft für fähig gehalten wird. Wie immer in ähnlichen Fällen, hat dieses Auftreten eines neuen Concurrenten eine Krisis herbeigesührt und Hot den Marseiller Getreidehandel in Aufregung versetzt; bereits sind mehrere in der Hsusseposition befindliche dortige Häuser mehr oder weniger geschädigt worden. Arankreich. Paris, 30. März. Nach einer Meldung aus Lille dauert die Strike- dewegung in Anzin noch immer fort; heute wurden zwei Häuser, in denen Grubenarbeiter aus Wallers wohnten, welche die Arbeit wieder ausgenommen hatten, von den Strikenden in Brand gesteckt und vollständig niedergebrannt. England. London, 30. März. Der „Observer" meldet in einer Extraausgabe aus Kairo von heute, General Gordon habe aus Khartum einen Ausfall aus die Aufständischen gemacht, die unter seinem Befehl stehenden egyptischen Truppen hätten aber in Folge einer unter ihnen entstandenen Panik die Flucht ergriffen, General Gordon sei deshalb gcnöthigt gewesen, sich zurückzuziehen und' nach Khartum zurückzukehren. Aegypten. Alexandrien, 30. März. Nach aus Khartum efngeganpcnen Nachrichten verließ General Gordon Khartum am 16. d. Mts. mit 3000 Mann Infanterie, 2 Geschützen und einigen berittenen Bashtboschuks, um die Aufständischen zu zerstreuen, die die Stadt bedrohten. In der Nähe von Halfiyab stieß Gordon auf den Feind, seine Bashiboschuks wurden von etwa 60 Reitern der Aufständisch n angegriffen und flohen eilig davon, die Infanterie Gordontz, von einer Panik ergriff n. begab sich unter Zurücklassung der Geschütze gleichfalls auf die Flucht und wurde von den Reitern des Feindes verfolgt. Dieser Schlappe ungeachtet soll General Gordon erklärt haben, für Khartum sei durchaus keine Gefahr. Amerika. Newyork, 30. März. Die Ruhestörungen in Cincinnati erregen aller Orten in der Union großes Aufsehen. In einer Depesche aus Cmc'nnaii w'rd die Zahl der Tobten am etwa 100, die Zahl der Verwundeten auf etwa 300 angegeben. Die Truppm sollen in der rücksichtslosesten Weise mit einem Gatlinggesckütz auf die Menschenmcrsff. geschossen haben. Als Ursache der Ruhestörungen wird wiederholt angegeben, in dem Gefängniß von Cincinnati sei eine größere Anzahl von Personen detinirt gewesen, die wegen mehrerer Mordthaten angeklagt gewesen seien, die Bevölkerung habe Im Hinblick auf ein in einem früheren Processe ergangenes Urtheil gefürchtet, daß die Ang klagten -nicht die Strafe erhalten würden, die sie verdienten, und sie habe dieselben deßhalb lynchen wollen. Telegraphische Depeschen. Worff'S telegr. Corresporrdem-Bttrearr. Berlin, 31. März. In dem Abgeordnetenhause stand heute zunächst die Jnter- Vellation Jazdzewski, die Gehaltssperre im Erzbisthum Posen-Gnesen betreffend, auf der Tagesordnung. Der Cultnsminister v. Goßlar erklärte, daß die Regierung nicht gesonnen fei, für Posen-Gnesen die gleichen Anordnungen zu treffen, wie für Cöln, und daß sie es ablehnen müsse, die hierfür maßgebenden Gründe darzulegen. An der Besprechung der Interpellation nahmen nur Mitglieder des Cenlrums Thetl und zwar v. Stablewslt, v. Schorlewer und Windthorst. Dieselben griffen die Haltung der Re- gterung, welche keine Lehre aus dem Culturkampf ziehe, heftig an. Der Abg. Wtndt- horst forderte die Katholiken auf, die legale Haltung zwar nicht zu verlassen, aber auch auf die Regierung, welche kettle Rücksichten gegen die Katholiken übe, ihrerseits keine Rücksicht zu nehmen. DieKatholikm würden, wenn der Culturkampf auch noch Jahrzehnte dauern sollte, siegen oder ehrenvoll untergehen. Bet der darauf folgenden Fortsetzung der zweiten Lesung der Jagdordnung wurde der Rest der letzteren mit unwesentlichen Aenderungen, vorwiegend nach den Beschlüssen Der Commission, angenommen. Der Abg. Eneccerus erklärt Namens der National- liberalen, daß diese bet der dritten Lesung gegen die Eingatterung des Roth- imb Damwildes stimmen würden, weil der Wildschadenersctz für ausreichend unö die Eingatterung des Roth- und Damwildes daher nicht mehr für nothwendig erachtet würde. — Durch ein von dem Oberpräsidenten v. Achenbach an den Stadtverordnelen- Vorsteher Straßmann gerichtetes Schreiben wird es diesem bei 300 at. Strafe untersagt, den Antrag Singer, betr. die Petition um Vermehrung der Zahl der Abgeordneten W Berlin, auf die Tagesordnung zu setzen. — Die „Post" äußert anläßlich des morgen ftattfinbenben Geburtstags des Fürsten Bismarck: Die 22jährige ununterbrochene Führung eines so ungeheuren Ge- schäftskreises mit einer ebenso ungeheuren Fülle von Initiativen und Erfolgen fei ohne Beispiel. Fürst Bismarck sei mck der Richtung seiner Politik auf dem Boden der öffentlichen Meinung überall siegreich durchgedrungen, was sich aus einem Vergleich der öffentlichen Meinung im Jahre 1875 und der heutigen bezüglich-der Social-und Steuerreform ergebe. Wenn aber die Stellung Deutschlands auf Generationen hinaus befestigt werden soll, so müßten dem Reichskanzler weniger Hindernisse bereitet werden. Wien, 31. März. Die „Neue freie Pr." meldet den Ausbruch eines 'Ausstandes in Dschakowa (Ober-Albanien); 3000 bewaffnete Mohamedaner Drangen in die Stadt ein und drohten den Commandanten, sowie die Garnison niederzumetzeln, falls sie die Stadt nicht räumten. Weitere Nachrichten fehlen. Nom, 31. März. Das amtliche Blatt veröffentlicht das neue Ministerium in der bereits gemeldeten Zusammensetzung. Christiania, 31. März. Das Reichsgericht hat den Staatsrath Schweigaard, auf den sich der erste Punkt der Minister anklage nicht mit erstreckt, gleichfalls zu einer Geldstrafe von 8000 Kronen und zu den Proceßkosten im Betrage von 200 Kronen verurtheilt. London, 31. März. Der Premier Gladstone ist heute Nachmittag 2 Uhr wieder hier eingetroffen und in seiner Amtswohnung in der Downing Street abgestiegen. — Die Beisetzung der Leiche des Herzogs v. Albany wird nicht, wie zuerst bestimmt war, im Mauseleum zu Frogmore staltftnden, sondern in der St. Georges-Kapelle in Windsor, und zwar wird die Feierlichkeit am Samstag um 1V2 Uhr Nachmittags beginnen. London, 31. März. Ein Telegramm der „Times" aus Khartum bestätigt die Niederlage der Truppen General Gordon's in allen Stücken, angeblich soll dieselbe durch die Verrätherei zweier egyptischer Ossiciere herbeigesührt- worden sein. Wie verlautet, wird Suakim eine Garnison von 2 Bataillonen der egyptischen Armee erhalten, die von englischen Osficieren commanoirt werden, außerdem soll ein englisches Kriegsschiff bei Suakim stationirt werden. New-Uork, 31. März. Nach weiteren Meldungen aus Cincinnati fanden auch gestern Abend noch thätliche Zusammenstöße zwischen dem Militär und der Bevölkerung statt, wobei von den Schußwaffen Gebrauch gemacht wurde, es sind abermals mehrere Personen getödtet worden. Seit heute früh beginnt die Volksmenge sich zu zerstreuen. In der Stadt befinden sich augenblicklich gegen 3000 Mann Truppen. Eine von angesehenen und einflußreichen Bürgern abgehaltene Versammlung beschloß die Organisation einer besonderen Poüzeimacht zur Aufrechterhaltung der Ruhe. L o E a I e Gießen, 1. April. Schwurgerichtsverhandlung am 31. März l. I. gegen Johann Heinrich Körber von Herbstem und Wilhelm Traudt LI. von oa wegen Brandstiftung resp. Anstiftung dazu. Dieselben waren angeklagt und zwar: I. Johann Heinrich Körber, Dienstknecht, baß er in der Nacht vom 10. zum 11. Januar l. I. die Wolfsmühle Bet Herbstein, ein zur Wohnung von Menschen dienendes Gebäude, vorsätzlich in Brand gesetzt habe; II- Wilhelm Traudt II. von Herbstein, Müller und Schreiner, daß er den Johann Heinrich Körber zu der oben bezeichneten That durch Inaussichtstellung einer Belohnung und durch Drohen mit Todtschlagen vorsätzlich bestimmt habe. Die Geschworenen erkannten beide Angeklagten für schuldig und wurde demgemäß 1. Johann Heinrich Körber in eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren, 2. Wilhelm Traudt II. in eine besgl. von 5 Jahren 6 Tagen, wovon 1 Monat 6 Tage Untersuchungshaft in Abzug kommen, verurtheilt. Gleichzeitig wurden den beiden Lerurtheilten die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren aberkannt. Die Pasflonsmusck von Heinrich Schuh. II. Schon im 12. Jahrhundert wurde die Passionsgeschichte zum Gegenstände musikalischen Vortrages gemacht, besonders in der Sixtinischen Kapelle zu Atom- Die Reden Jesu wurden vom Priester, der Evangelist, das jüdische Volk u. s. w- von anderen Personen recitirt; an einzelnen Slellen werden schon früher allgemeine Gesänge eingeschoben worden fein. Passionsmusikwerke ähnlicher Art finden sich im 16. Jahrhundert auch in Deutschland- Heinrich Schütz hält nun in seiner Passionsmusik an dieser überlieferten Form fest, aber mit jener technischen Vervollkommnung, die wir neulich erwähnten. Die alte Form der Passionsmusik hält sich an die nackte Erzählung des betreffenden Evangeliums, nur zu Anfang derselben gaben die für Chor componirte Ueberschrist und am Schluß ein etwas ausgeführterer „Chor der Gemeinde" Vorwurf nt religiösen Betrachtungen. S eh ü tz hat nun eigentlich die 4 Passionserzählungen (der 4 Evangelisten) ein,rin componiert. Die Ausgabe aber, nach welcher seine Compontiou bei uns zur Aufführung kommt, hat aus bestimmten technischen Gründen die schönsten Chöre ans den 4 Passionen von Schütz ausgewählt und nach dem Faden der Erzählungin Reihenfolge gebracht, sowie mit den nöthigen von Schütz componirten Recitativen versehen- Aus Vorstehendem sind die Eigenthümlichkeiten der Schütz'schen Passion und die von den späteren Oratorien unterscheidenden Merkmale derselben ersichtlich. Seine Passionsmusik stellt das erste oratorische Werk dar, das in die Handlung eingreifenden Chören int wahren Oratorien st yl enthält. Alle Gefühlsregungen kommen in ihnen zu scharf gezeichnetem Ausdruck; ihr Werth ist für alle Zeit gesichert durch Frische, Lebendigkeit und eine so völlig freie Polyphonie, daß diese Chöre immer nur als Resultat vier durchaus selbstständig und melodisch geführter Stimmen erscheinen" (Riedel in der Vorrede zur Schütz'schen Passion). Dabei ist sie naturgemäß von größerer Einfachheit als die späteren Oratorien, besonders als die Bach'sche Passion. Kein vielverzweigtes Orchester begleitet den Gesang; nur die Orgel unterstützt maßvoll die ^menschliche Stimme. Keine gewaltigen Doppelchöre rauschen durch das Haus; nur einfache, kurze, aber contrspnnktisch auf's feinste ausgearbeitete Gesämmtgesänge bUben die Hauptglieder dieses Werkes. Keine Arien betrachten das Gehörte in andächtiger Reflexion; unaufhaltsam fließt her Strom der Erzählung fort, nur am Schlüsse jedes Haupttheils durch einen betrachtenden Schlußchor aufgehalten. Selten erhebt sich das Recitativ — aber dann auch um so feiner aufgefaßt — zu melodiöserer Form; aber um so tiefer empfunden sind die einzelnen Chöre, die zu lohnendem Vergleiche mit den dieselben Worte behandelten Bach'schen Passionschören ausfordern. So erscheint das Ganze in ehrwürdiger Einfachheit, wie eine Prophetie auf das größere Bach'sche Werk. Wir haben die Zuversicht, daß die demnächstige Aufführung Jeden, der seine Erwartungen in den angebeuteten Rahmen hält, vollauf befriedigen wird, um so mehr als die Solopartien bei den Herren Diezel (Evangelist) und O- Müller (Jesus) in hier schon wohlbewährten Händen sind. Vermischtes. Berlin, 29. März. In einem Hause am Andreasplatze töbtete heute Mittag ein gewisser Gronack. welcher mit seiner Frau in Unfrieden lebt, seine Frau, deren Schwester und den zur Hülfe herbeigeetlten Vicewtrth des Hauses durch Messerstiche. Der Mörder überlieferte sich der Polizei selbst. Straßburg, 25. März. Das in dem Städtchen Molsheim erscheinende „Kreisblatt" enthält in seiner Nummer vom 19. d. M. den Abdruck eines Briefes, den ein bei den Franzosen in Tongking stehender junger Mann an seinen Vater gerichtet hat und der Die Grausamkeit der Kriegführung in Tongkmg neuerdings in greller Weise illustrirt. Der Briefschreiber gibt eine Schilderung der Einnahme von Son-Tay und schreibt hierbei: „Wir machten 600 Gefangene, welche am anderen Tage alle mchossen wurden. Am 15. December war Ruhe, keinen Schuß hörte man, trotzdem wir nur 1 bis 2 Kilometer von der Stadt und Clladelle entfernt waren. Am 16. nahmen wir die Stadt mit Sturm, Abends 5 Uhr, mein Bataillon war das erste. Wir verloren über 135 Mann. Unser Capitän, Adjutant-Major Mehl aus Straßburg, erhielt eine Kugel durch das Herz im Augenblick, wo wir vor dem Thore standen. Er fand einen schönen Heldentod. Mit dem Ruf Vive la France sprang er vor das Bataillon, dm Revolver in der rechten Hand. Das ganze Bataillon folgte ihm auf dem Fuß; zwei Capttäne wurden blessirt und viele fielen Iheils tobt, theils verwundet. Doch mir batten die Stadt genommen durch unfern Muth. Es ging mir drei Mal hart am L-ben vorbei, bin aber, Gott sei Dank, unversehrt davongekommen. Als wir in der Stadt waren, kam die Ordre, daß wir plündern dürfen während 36 Stunden und alles Lebende niedermachen. Nun, lieber Vater, davon sind meine Hande rein. Wie manches Kind und unschuldige Frau und unschuldiger Vater, die ihre Hände rein vom Pulver hatten, sind niedergemacht worden. Geschossen wurde nicht mehr, nichts als erstochen oder mit dem Kolben todtgeschlagen, es war entsetzlich, in jedem Hause lagen Haufen von Tobten und Verwundeten ohne Hilfe. Natürlich, hätte der Feind gesiegt, so hätte er uns auch keinen Pardon gegeben. Wenn der Feind einen von uns erwischt, so wird er gemartert. Gießet eammtuÄii Mmimltdu' in Mainz (1. 39,40 Ä®4' fnnM «« ; MM öOA «iisto®*11 30 Mersheim 2o Mdheim v. bJ Ferner aus hb Slklierraih ^4 M. M- 0,30 <4 0,50 4, Siech L, Weber ®itti Lettweiler 2 1X H. E- V' Wittwe Brandt 10 JL, W. Flet L. Meister 1 1 F, Melior i Engel 0,50 «A Engel 1 4, ft K- Walther 0,5 St. 1 F, W. j 20 X Stein 11 Dr. Siebeck 10 I. Mller Witt 31. N. 0.20 JL, W. Kramer 1. ft. ÄeM 1 v< 73t) Erbringen u ciel pck ei Xi s&i Kraus Spitzel schettei Art, Co ber Suis Ära wb farbig, , 2320 NM. Wichzv Lunzer iwffen, V Cpeci 9e®*l und Ieule m.v . in ,ung Ae JFanff»nann> 2320 2342 67 Abonnements werden jederzeit angenommen. billigst 1923 Glied für Glied und zuletzt schneiden sie ihm den Kopf ab. Auch als wir in die Stadt kamen, war jeder Soldat wüthend und nur die Rohesten haben manche unschuldige Person ermordet." Kirchliche Anzeigen der fmwL Gemeinde. Mittwoch, 2. April, Abends 6 Uhr, 6. Passionswochengottesdienst, Pfarrer Dingeldey. Gießen, 31. März. Für die Hessische Lutherfttftung gingen ferner en: Sammlung des Ktrchenoorstands zu Darmstadt (2. Nate) 250 3t, in Oppenheim gesammelt durch Pfarrer Borchard daselbst 141 «X, Sammlung bcS Ktrckenvorstands iU Mainz (1. Rate) 154,06 von in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund raiohöi Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Bath ertheilt 3i. SDJärj m "'»dt 11.,/, Warme Hader bei ^.adr. Ehtler, Nordanlage 5 tobtet« sK ir;2 nfl6nieii ff|[ s erste- Wu rvÄs ni lohnendem $tr- ^chören aufsordem Prophetie auf W> ing Jeden, dcr seio- in wird, um sM > Müller rvurf zu religiösen I )er 4 EvangelisM I ijitiou bei uns zur I Pusten Chöre aus I der Erzählung in Die größten Neuheiten in Sonnenschirmen und Entoutcas empstehit zu billigen Preisen 1947 ________________A. Fangmann. Allgemeisree Verein firr Armen- und KrarZLenpftege. Wir beehren uns, unseren Mitgliedern anzuzeigen, daß die Erhebung, der Beiträge für 1884 durch die Frau unseres Vereinsdieners Bickel int Laufe dieser Woche beginnen wird. Sie erfolgt genau auf Grund der in unserer Liste geschehenen Einzeichnung gegen Quittung je für das ganze oder das halbe Jahr. Solchen, welche noch nicht Mitglieder unseres Vereins sind, oder welche ihre Beiträge erhöhen wollen, wird dazu durch Vorlegung der Mitgliederliste Gelegenheit gegeben werden. Im Hinblick auf die Nachweisungen unseres Jahresberichtes, daß unsere regelmäßigen Ausgaben bei aller Beschränkung dennoch die ordentlichen Einnahmen übersteigen, bitten wir erneut um eine recht thatkrüstige Unterstützung unserer Mitbürger zu dem so wichtigen Werke einer rationellen und wahrhaft humanen Armenfürsorge. Gießen, den 19. März 1884. I. N. des Vorstandes Der Vorsitzende: Der Schriftführer: Schlosser.Nover. Die Beerdigung findet statt den 2. April, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause (Löberstraße 5). 2339 Meine Wohnung befindet fich von heute ab 2350 Gerichtsvollzieher. 230G 175 732 450 2317 Gy. Sehäfei/*. 2172 gegeben werden. 2330 : '^^vcy- ui Otrohhuts Muster zur Ansicht. 1653 aj _ C. L. Gatt, Seltersweg 22. Ä8 Z, Q Ankauf von Lumpen, Knochen apier und alten Akten. Papier und alten Akten. Louis Rothenberger, Unger. 2284 Neiwnweg 22. 1791 Emil Ptstor, 1720 Gr. Gerichtsvollzieher. ^5>«ska Mäusburg 18. 1708 Redaetion: A- Scheyva. wegen Beleidi- Geldstrafe von eventuell sechs in die Kosten der Anklägerin gung zu einer achtzehn Mark Tage Hast und einfchließlich derber und be- bestimmt statt- 2346 öffentlich meistbietend versteigert. Die Versteigerung I. A. Maringer, Bez.-Bauauffeher. werden gewaschen, gefärbt und nach den neuesten Formen facoiiirt. Muster zur Ansicht. 1653 Zahlung zu vergeben. 2333 Carl Deines. 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In der Privalkiagefache der Wittwe des verstorbenen Bürgermeisters Boger von Bersrod sür sich und Namens ihrer minderjährigen Tochter Katharina, vertreten durch Herrn Rechtsanwalt Steinberger, Privatklägerin, gegen die Ehefrau des Johannes Herzberg er von dort, vertreten durch Herrn Rechtsanwalt Kraft, Angeklagte, erwachsenen nothwendigen Auslagen verurtheilt, im klebrigen von Strafe freigesprochen. II. Der Wittwe Böger wird die Besugniß zugesprochen, die Ver- urtheilung der Angeklagten einmal im „Gießener Anzeiger" auf Kosten derselben innerhalb acht Tagen von Zustellung einer Abschrift an gerechnet, bekannt zu Holz - Versteigermla. Das unter dem 18. und 19. d. M. im Distrikt Wildhäuserwald versteigerte Bau-, Werk- und Nutzholz ist nicht genehnrigt worden und soll deßhalb nochmals Freitag ben 4. April L I., von Vormittags 9 Uhr an, versteigert werden. Es werden zur Versteigerung kommen: Mittwoch den 2. April d. A, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofraithe dahier 2 Kommoden, 4 Kleiderschränke, 1 runder Tisch, 2 Wagen, 1 Stoßkarren, 1 Spiegel, 4 Bilder, 1 Wanduhr, 1 Tisch. 1 Ziege, 1 Rollwagen, 1 Sopha, 1 Kommode mit Glasaufsatz meistbietend versteigert werden. Gießen am 31. März LQ84. Geißler, freundl. Aufnahme eveut- Nachhülse. Wo? sagt die Exp- d- Bl.2336 - Druck und Verlag der BrühNm-n Druckerei (^i. Chr. Vietlch) in Gießen. Die heutige Nummer enthalt 1 Blatt und 1 Beilage. Louis Braubach. Butzbach. Färberei und Wascherei von Straussfedern, aller Arten Garderoben und Möbelstoffen. Aufarbeiten unzerirennicr Sammtgegenstäudra. Presserei für Sammt und Möbel-Plüsch. wegen Beleidigung hat das Großherzogliche Schöffengericht zu Gießen am 13. Dezember 1883 für Recht erkannt: I. Angeklagte wird Nachhilfestunden werden billig ertheilt von einem Ober- vrimaner. (2318) Seltersweg 1. »/bester C Pölirte i HöfiplilV ... * 3 Morgen Land zmn Ackern gegen gute Be- StrohhÄte für Damen und Herren werden gewaschen, gefärbt und nach den neuesten Formen umgeändert und liegen Muster zur Ansicht bereit. Louis Gail, Portofreie Vermittelung aller geschätzten Aufträge binnen kürzester Frist durch 2349 Frl. Louise Roth, Selrerswecr, Damen Pa’Jii &, Schmidt, Wallchorstr» Arbeitsbersteigenmg. Montag den 7. April d. I., Vormittags 10 Uhr, sollen bei unterzeichneter Stelle vergeben werden: 1, Zimmerarbeit, veranschl. zu 40 JL 2, Maurerarbeit, „ „70 „ Londorf, am 28. März 1884. Der Bauverwalter. Todes-Anzeige. Statt jeder besonderen Anzeige theilen Freunden und Bekannten mit, daß Montag den 31. März nach kurzen! Krankenlager unser lieber Vater, Schwager, Schwieger- und Großvater Herr Gl-riMm Friede. Schenk Lokomotivführer i. P. dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trarrertrden Hinterbliebenen. enthaltend. Die Zusammenkunft ist bei Abzählung Nr. 1 am Wege nach Bersrod an der Waldgrenze. Reiskirchen, am 28. März 1884. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. Jünger. 2332 ki 177?___V MI Milder, rother sich, als gara'iti MUivenden, der litierankri v. fckicirte Kussscha i 70 4. sowie d Made und den Wbe jr. Orfilo HO 4 (pramiir 1882) bei &;„S" WirthscliaHs-ErOffBiiDg. Einem verehrt, hiesigen unb auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich in meinem erkauften Hause Kaplau^ga^e 10 eine eröffnet habe. Für gute Speisen uerd Getränke ist bestens gesorgt und lade ich zu zahlreichem Besuche hiermit freundlichst ein. Hochachtungsvoll z-il HtWbei? machen. Die Richtigkeit der Abschrift Urtheilsformel wird beglaubigt die Vollstreckbarkeit des Urtheils scheinigt. Gießen, den 27. März 1884. (L. S.) Neidhart, Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts.2328 MerMiWe Anzeigen. 2323 Eine elegante Familien- wohnung von 15—9 Zimmern, in freier, angenehmer Lage wird zn miethen gesucht. Einem Haus zum Alleinbewohnen würde der Vorzug gegeben, da convenierenden Falles der Ankauf nicht ausgeschloffen ist. Offerten unter A. L besorgt die Exped. d. Bl.__________________ Einen Lehrling sucht zu Ostern Bekanntmachung. Montag den 7. April, Vormittags 9 Uhr, sollen verschiedene Reparaturarbeiten in der Pfarrwohnung zu Winnerod und zwar: 1. Maurer- und Weißbinderarbeiten , veranschlagt zu . . . 125,— at. 2. Schreinerarbeiten, veranschlagt zu . . . 181,61 JL. im Pfarrhause zu Winnerod öffentlich an den Wenigstfordernden in Accord 2335 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. ___W♦ S chäfer, Nord-An la ge. 2329 Das von Herrn Professor Kaltenbach bewohnte Haus an der Grünbergerstraße ist ganz oder getrennt, bis nun 1. Juli 1884 beziehbar, zu vermiethen. Christian Petri V. gegen Baarzahlung des Kleides findet Bühner, SettersVeg Rr. 2, am Kreuz im WrndeiFer'schen Hause, 2 Stiegen hoch, und betreibe mein Geschäft wie bisher weiter. Nest meines TapeteKlsHekS im Ausverkauf.H Eichenberg. 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