Dienstag den 1. Juli Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigcblatt für den Kreis Gießen. "7, . , . .. Q, k Brei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinaerlohn. flhtfM« t Schulstraße 7. Erscheint U$WS* imt AnSnahme des Montags. Surd) die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. - ।n Ull i I■_!IJJT UID TamTiT~■TmiWTn~TMTTTnj*~Trr~~~~’,"t ■ UM~ j ■——"''— l|l■>!!«—CTB3— HW Wi !■ I ■ITf I IVnWB— Betreffend: Die Wahlen $um;XXV. Landtag. Gießen, am 30. Juni 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherroalichen Bürgermeistereien Gießen. Albach, Ullendorf a. d. Lumda, Allertshausen, BelterShain, Bersrod, Beuern, Burkhardsfelden, Elimbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grüubera, Karbach, Holzheim, K.ffelbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf, Lumda, Odenhausen, Queckborn, Reinhardshai«, Reiskirchen, Saasen, Stangenrod, Steinbach, Stockhausen, Treis a. d. Lumda und Weickartshain. b. im dritten Wahlbezirk: Holzheim . . . 1186 2 c. im sechsten Wahlbezirk: 1. Albach .... 371 1 2. Allendorf a. d. Lumda . . 1120 2 3. Allertshausen . 246 ( 1 Climbach 224 j 4. Beltershain . 330 1 5. Bersrod 372 ( 1 Winnerod 30 i 1 6. Beuern .... 999 1 7. Burkhardsfelden 591 1 8. Geilshausen . . . 466 1 9. Göbelnrod 220 1 Zahl der zu Seelen- wählenden zahl Wahlmänner 10. Grünberg...... 2259 4 11. Harbach...... 357 1 12. Kesselbach...... 402 1 13. Lauter ...... 426 1 14. Lindenstruth...... 302 1 15. Londorf ...... 791 1 16. Lumda ....... 341 1 17. Odenhausen mit Appenborn . 295 1 18. Queckbom ...... 597 1 19. Reinhardshain..... 290 1 20. Reiskirchen . 675 1 21. Saasen mit Bollnbach, Veitsberg u. Wirberg 474 1 22. Stangenrod . . . * . 308 1 23. Steinbach...... 1019 2 24. Treis a. d. Lumda . 1064 2 25. Weickartshain ..... 336 Stockhausen...... 159 1 Seelen- Zahl der zu wählenden Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 7. April d. I. bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß wir auf Grund des Gesetzes wom 8 November 1872 und der Anleitung zur Vornahme der Wahlen der Wahlmänner für die Ernennung der Landtagsabgeordneten vom 8. November 1872 die nachverzeichneten Wahlgemeinden gebildet haben, deren jede die beigefügte Zahl von Wahlmännern zu wählen hat. zahl Wahlmänner a. die Provinzial-Hauptstadt Gießen (als eigner Wahlbezirk) 16959 33 Sie wollen nun, gemäß § 14 der Anleitung, die unverzügliche Wahl der Wahl-Commission durch den Gemeinderath veranlassen und darüber das vorgeschriebene Protokoll (Formular B.) aufnehmen. Die Listen der Urwähler, zu deren Aufstellung und Absendung an die betr. Großherzoglichen Steuer- Commissariate wir Sie durch unsere Verfügung vom 7. April l. I. angewiesen hatten, werden Sie wohl inzwischen zurückerhalten haben. Sie wollen dieselben mit den gewählten Commissionsmitgliedern nochmals prüfen, soweit nöthig richtig stellen und sodann nach Vorschrift d'es § 19 der Anleitung abschließen. Gleichzeitig hat die Wahl-Commission nach Vorschrift der §§ 5, 7 und 15 der Anleitung eine besondere Liste der Wählbaren (Formular D) aufzustellen. Eine gleiche Liste der Wählbaren wird Ihnen auch durch das Großherzogliche Steuer-Commiffariat mitgetheilt worden sein. Die Wahl-Commission hat eine Vergleichung der letzteren mit der von ihr selbst aufgestellten Liste der Wählbaren vorzunehmen, diese, soweit nöthig, zu berichtigen und dann auf dieselbe Art abzuschließen, wie dies bezüglich der Urwählerliste oben bemerkt ist (§ 19 der Anleitung). Wenn hiernach die Listen der Urwähler und Wählbaren festgestellt sind, sind dieselben von Donnerstag den 10. Juli l. I. an drei Tage lang offen zu legen und ist die vorgeschriebene Bekanntmachung (Formular F) in ortsüblicher Weise zu veröffentlichen. Die stattgefundene - Offenlegung der Listen ist nach Ablauf der Offenlegungssrist von der Wahl-Commission unter den Listen zu bescheinigen. (§§ 20 und 21 der Anleitung.) Endlich machen wir Sie auf die Bestimmung des § 22 der Anleitung aufmerksam, wonach die Liste der Stimmberechtigten nach stattgehabter Offenlegung der betreffenden Großh. Districts-Einnehmerei zum Zweck des erforderlichen Eintrags bei den mit dem letzten fälligen Ziel ihrer Einkommensteuer im Rückstände Befindlichen mitzutheilen ist. Die Wahlen der Wahlmänner, zu deren Vornahme eine weitere Weisung von uns nicht mehr ertheilt wird, haben Donnerstag den 24. Juli l. I. stattzufinden. Damit dieser Termin eingehalten werden kann, sind alle Vorarbeiten der Wahl-Commission thunlichst zu beschleunigen. Die Formularien zum Wahlgeschäst (Wahlprotokoll nebst Anlagen A. ß. D. F. G. H. und I.) haben wir heute an Sie abgehen lassen. Das Formular C habön Sie bereits früher erhalten; Formular E wird Ihnen durch das betr. Steuer-Commiffariat zugekommen sein. Das Formular A ist bereits instruktionsmäßig von uns ausgefüllt. Dr. Boekmann. Betreffend: DaS Ober-Ersatz-Geschäft für 1884. Bekanntmachung. Das Ober-Ersatz-Geschäft für 1884 wird im Kreise Gießen Montag den T Juli, im Rathhause zu Lich, Vormittags V-9 Uhr, DienStag den 8. Juli, in dem alten Rathhause zu Gießen, Vormittags V28 Uhr, Mittwoch den 9. Juli, daselbst, Vormittags V28 Uhr, Donnerstag den ^0. Juli, im Gasthaus „Zum Rappen" zu Grünberg, Vormittags V28 Uhr, 'stattfinden. Es haben sich nach Maßgabe der besonders ergehenden Vorladungen an den genannten Tagen vor der Großherzoglichen Ober-Ersatz - Commission im Bezirk der 49. Infanterie-Brigade in sämmtlichen ÄuShebungSorten zu gestellen: h fÜI ^T»ftaU9n^0reLUnben^ M'" m < soweit denselben noch eine besondere Ladung zugeht; v. die zur Ersatz-Reserve II. Klaffe in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen \ c- die zur Ersatz-Reserve I. Klaffe in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen; d. die von der Ersatz-Commission als tauglich und einstellungsfähig erkannten Militärpflichtigen, einschließlich derjenigen aus früheren Jahrgangen; e. die von den Truppentheilen zur Disposition der Ersatz-Behörden entlassenen Soldaten; f. die von den Truppentheilen abgewiesenen einjährig Freiwilligen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien werden besondere Ladungen für die Mllitärpflichtigen k, H. zugehen, welche den Betreffenden unverzüglich zuzustellen sind. Der Vollzug der Ladungen ist innerhalb 8 Tage« anzuzeigen. Die Militärpflichtigen sind außerdem anzuweifeu, ihre LoosungSfcheine mit zur Stelle zu bringen. , , r . Die zur Beurtheilung von Reklamationen in Betracht kommenden Personen haben ebenfalls zu erscheinen. Sollte eine Ladung nicht vollzogen werden können, so ist der Grund hiervon berichtlich anzuzeigen und est, wenn tin Militärpflichtiger von seinem bisherigen Wohnorte weggezogen ist, zugleich anzugeben, wohin derselbe verzogen rst- Die Großherzoglichen Bürgermeister haben bei dem Ober-Ersatzgeschäfte selbst anwesend zu sein und sich dämm zu bemühen, daß die Militärpflichtigen. -rechtzeitig zur Stelle sind. ,pr. . .. , Gießen, am 12. Juni 1884. Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commchion des Kreises Gießen. Dr. Hoffmann, Regierungsrath. Deutschland. Darmstadt, 27. Ium. (Landtagsschluß.) Um 12 Uhr hatten die Mitglieder der zweiten Kammer aus ihren Sitzen Platz genommen. Nachdem hieraus die höbe erste Kammer in den Saal getreten und sich der zweiten Kammer aeaenüber niedergelassen hatte, betraten die Mitglieder des Großh. Ministeriums unttr Vorantritt^ des Ministerial-Präsidenten Finger und des Präsidenten des Finanzministeriums Schleiermacher, Excellenz, den Sitzungssaal. hernach brachte Minisierial-Präsident Finger zur Kenntmß der beiden Hauser des Landtags, daß Se. Königl. Hoheit der Großherzog zu seinem Bedauern verhindert lei, den Landtag in höchsteigener Person zu schließen und ihn hiermit zu beauftragen geruht haben. Diese Ansprache hat folgenden Wortlaut: Durchlauchtigste hohe und hochzuverehrende Herren! . Se. Königl. Hoheit der Großherzog, zu Allerhöchstihrem Bedauern verhm- dert, den 24. Landtag in Allerhöchsteigener Person zu schließen, haben mich zu beauftragen geruht, Ihnen, durchlauchtigste hohe und hochzuverehrende Herren, Allerhöchstihren wärmsten Dank für die Anstrengungen und Mühen, welche Sie sich in der jetzt abgelaufenen Landtagsperiode zum Besten des Landes auferlegt haben, zur Kenntniß zu bringen. x f Vor Allem gebührt Ihnen Dank für die Bewilligung der reichlichen Mittel, welche Sie der Negierung zur Verfügung stellten, als im November 1882 und bei der Jahreswende 1882/83 verderbliche Hochfluthen das Landheimsuchten und es galt, Noth und schwere Schäden, welche jene Fluthen verursacht hatten, zu ^eiyne'reitn)|Qigeö Angehen auf beiderseitige Wünsche hat es Ihnen ermöglicht, eine schwierige Aufgabe, welche Regierung und Kammern bereits mehrere Landtage hindurch beschäftigt hat und deren Lösung, namentlich in Folge der Ausbildung des indirecten Steuersystems im Reiche, eine dringende geworden war, zum Abschlüsse zu bringen. , , Durch die Vereinbarung über die Gesetzentwürfe, die Einkommensteuer und die Kapitalrentenfleuer betreffend, wird erreicht, daß gering Bemittelte in großer Zahl von der Entrichtung directer Staatssteuern befreit werden, daß das bewegliche Vermögen in erheblich höherem Maße als bisher zu diesen Steuern herangezogen und mittelbar das unbewegliche Vermögen und das Gewerbe, deffen Besteuerung gleichzeitig eine Verbefferung erfahren hat, in der Steuer erleichtert werden. r . r Für Fürsorge, welche Landwirthschast und Gewerbe schon bei früheren Landtagen gesunden, haben Sie fortgesetzt durch die Bewilligung von größeren Mitteln für den Unterricht in landwirthschaftlichen und gewerblichen Schulen, sowie durch die Gewährung von Mitteln zur Ausstellung umfangreicher Projecte zur Melioration von Grund und Boden und zum Zweck von Ermittelungen zur Hebung der landwirthschaftlichen Verhältnisse. In besonders anzuerkennender Weise aber haben Sie die Bestrebungen der Negierung zur Förderung der Landeswohlfahrt unterstützt durch Ihre Zustimmung zu dem wichtigen Baue einer stehenden Brücke über den Main bei Kostheim, zu dem bereits verkündeten Gesetze über die Eisenbahnen von localem Interesse und die Straßenbahnen, zu den Vorschlägen über die Herstellung solcher Bahnen und durch die Gewährung einer Zinsgarantie für das im Interesse der Städte Mainz und Offenbach gelegene Unternehmen einer Dampsketten-Schlepp- schiffsahrt auf dem Maine. - • Mögen diese und andere Ergebnisse der verflossenen Landtagsperiode, wozu namentlich ein wesentlich verbessertes Gesetz über Die Enteignung von Grund- eigenthum zu öffentlichen Zwecken gehört, Ihnen wie der Regierung die Besrie- digung gewähren, daß sie zum Wohle des Landes gereichen; mögen dieselben unserem allergnädigsten Fürsten den wohlverdienten Lohn für seine treue Sorge um das Glück seines Volkes bringen und unserem Staatswesen eine geachtete Stellung unter den Stäaten des geeinten Reiches sichern. — Das walte Gott! Nachdem sodann der als Protokollführer fungirende Ministerialsecretär Dr. Breidert den Landtagsabschied zur Verlesung gebracht hatte, erklärte Mini- sterial-Präsident Finger den 24. Landtag Namens Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs für geschlossen. Berlin, 28. Junt. In der heutigen Sitzung des Reichstags wurde zunächst der internationale Vertrag zum Schutze der unterseeischen Telegraphenkabel in erster und zweiter Lesung genehmigt- — Bet der darauf folgenden dritten Lesung des Militär-Reliktengesetzes wurden die §$ 1 und 2 in der Fassung der zweiten Lesung angenommen. Zu dem $ 2 lagen noch die Anträge der Abgeordneten v. Minntgerooe und Windihorst vor, nach welchen den unverhetratheten Officteren ein Wtttwen- und Waisenkassenbeitrag von 1 resp. l>/2 Procent auferlegt werden soll; dieselben wurden jedoch abgelehnt, nachdem der Krtegsminister, Generallteutenant Bronsart v. Schellenoorff, erklärt hatte, daß dieser Paragraph in der Fassung der Commission, resp. der Hweiien Lesung unannehmbar sei und der Bundesrath sich die Stellungnahme zu den •nrltegenben Amendements Vorbehalten habe. Der § 3 wurde sodann in der Fassung der zweiten Lesung angenommen. Nachdem das Gesetz tn seinen einzelnen Theilen durchberathen war, wurde die Schlußabstimmung über das Gesetz im Ganzen vorläufig ausgesetzt und statt dessen die dritte Berathung des Acttengesetzes vorgenommen. Hierbei wurden zu dem §249d die Anträge der Abgeordneten Reichensperger und Windhorst angenommen, von welchen der erstere die Zettungsredacteure nur für wissentliche Verbreitung salscher Nachrichten verantwortlich machen und der letztere die Verantwortlichkeit der Redacteure in dem Fall ganz ausschließen will. daß die bezügliche Bekanntmachung tn dem Jnseralentheile steht und die Unterschrift einer im deutschen ?^?^onsbereiche befindlichen Person trägt. Der Staatssccretär v- Schelling hatte sich im Namen des Bundesraths mit dem zuerst genannten Anträge des Abgeordneten Reichensperger einverstanden erklärt, aber um die Ablehnung des ad 2 genannten An- trogä des Abgeordneten Windihorst gebeten, weil derselbe das System des ganzen Preßgesetzes durchbreche. Der Rest des Actiena-setzes wurde nach den Beschlüssen der zweiten Lesung erledigt. Sodann gelangte der Nachtragsetat tn dritter Lesung debatte- Io8 endgültig zur Annahme, das Gleiche geschah mit der Literarkonvention mit Italien mit Siam und dem Handelsvertrag mit Korea. — Nachdem endlich das Reliktengesetz und das Actkengesetz auch in der Schlußabstimmung definitiv angenommen waren und die Tagesordnung somit erledigt erschien, wurde noch von dem Abgeordneten v. Minnigerode die Interpellation eingebracht, ob und welche Vorsichtsmaßregeln die Reichsregierung gegenüber der Choleragefahr zu ergreifen beabfiebttae ?.cr Staatssekretär erklärt, daß er nach Wiederaufnahme der Sitzung antworten werde! Die Sitzung wurde sodann um 2,55 Uhr unterbrochen. Wiedereröffnung derselben wurde zunächst der internationale Vertrag zum CCJf?^en ?°bel in dritter Lesung endgültig genehmigt. — Sodann mürbe in bte ©eratbung der von betn Abgeordneten v. Minnigerode in Betreff der ^^olera gestellten Interpellation etngetreten. Hierbei äußerte der Staatssekretär v. Bötticher, daß noch keine positiv sichere Erklärung über die Natur der Krankheit vorliege; dieselbe solle jedoch nur sporadisch und ohne besondere Ansteckungsgefahr sein. Die sorgfältigsten Ermittelungen dauerten nock fort und heute hatte die Cholera-Commission mit Pettenkofer und Koch ihre Arbeiten begonnen; man hoffe mit Dem Revisions- fnftem ohne ^"nzsperre durchzukommen. Dem Abgerrdneten Virchow, welcher Zweifel äußerte, ob nicht doch die asiatische Cholera oorliege, und die mangelhaften Schutzmaßregeln Frankreichs, sowie die schlechten Sanitatszustände des Suezkanals tadelte «rro.berte der Staatssekretär, daß die französische Regierung, wie der Botschafter berichte, alle hygienischen Vorsichtsmaßregeln getroffen haben und daß Deutschland internationale Maßregeln tn Betreff des Suezkanals veranlassen werde. Nachdem der Abgeordnete Graf Moltke dem Präsidenten den Dank des Hauses ausgesprochen hatte, erklärte der Staatssekretär v. Bötticher die Session für geschlossen, worauf der Reichstag die Sitzung mit einem dreifachen Hoch auf den Ka'ser schloß. Hameln, 28. Juni. Heute Nachmittag begann, begünstigt von dem schönsten Wetter, oas Rattenfängerfest mit dem Zuge, welcher die Austreibung der Ratten dar- stellte. Derselbe wurde durch ein Musikcorps tn der Tracht des 13. Jahrhunderts eröffnet* dem MusikcorpS folgte der Rattenfänger Singulf, welchem sich 400 Kinder in Raltencostüm anscklossen. Dem VolkSf.st auf dem Felsenkeller wohnten gegen 6000 Personen bet. Die Feier in der elektrisch erleuchteten und prachtvoll d'korirten Festhalle wurde durch einen Prolog eröffnet, auf welchen nach der Wolff'schen Dichtung gestellte lebende Bilder folgten. Arankrcich. ®ariS, 28. Juni. Der Marineminister hat befohlen, in Toulon zwei Truppen- transportsch.ffe neu auszurüsten, damit dieselben im Nothfalle nach China abgehen können.— Speiche Deputirte haben in Vorschlag gebracht, die Feier des 14 Juli zu verschieden, um ein unter den gegenwärtigen Umständen gefährliches Zusammenströmen zahlreicher Menschenmassen zu vermeiden. — Wie der „Temps" tmloet, hat der Conseilpräsident Ferry dcn Gesandten Patenotre angewiesen, sofort durch das unter dem Admiral Sourbet stehende Geschwader die schärfsten R pressalten in Anwendung bringen zu lassen, falls China nicht sofort Genugthuung für den Zwischenfall von Langson leiste. t t — Nach einer Depesche des „Temps" aus Haiphong vvm 26. haben die Feindseligkeiten anläßlich des Zwischenfalls bei Langson wieder in vollem Umfang begonnen. Ein von Suongiong abgesandter Transportdamvfer bringt 95 Verwundete nach Hanob und Haiphong. General Negrter fetzte seinen Vormarsch fort, doch ist derselbe w?gen des gebirgigen Terrains schwierig, zumal die Gebirgsflüsse ausgetreten sind. Toulon, 28. Juni. Seit gestern Mittag sind hier sechs Cholera-Todesfällr vorgekommen. Marseille, 28. Juni Heute sind hier 6 Fälle von Choleraerkrankung con- statirt worden. Marseille, 28. Juni. Heute Morgen sind hier 3 Todesfälle an Cholera ober Cholera ähnlicher Diarrhöe verzeichnet worden. Von Seiten der Behörden werden alle erforderlichen Sanitäismatzregeln angeordnet und energisch überwacht. Die BureauS der Standesämter sollen Tag und Nacht geöffnet bleiben, damit tn verdächtigen Fällen die Beerdigung nicht verzögert zu werden braucht. ßngtand. London, 28. Juni. In der Sitzung des Oberhauses erklärte Carringtov, daß die tn Toulon herrschende Seuche als eine ernste Dyssenterie anzusehen sei, heroovgerufin durch die schleckten Sanitätszustände. London, 28. Juni. Die Conserenz trat beute Nachmittag um 3 Uhr im auswärtigen Amte zusammen Die Vertreter der Mächte waren mit ihren financtellerr Beiräthen anwesend. Dieselben wurden von Lord Granville empfangen. Italieo. Rom, 28. Junt. Wie der „Popolo Romano" meldet, ist festgestellt worden, daß die Krankheit der tn dem Lazarelh zu Ventimiglia isolirten Person nicht die Cholera sei. Spanien. Madrid, 28. Juni. Heute früh wurden in Gerona 2 Officiere, welche an dm zorillatsttschen Umtrieben detheiltgt waten, erschossen. Rußland, Kronstadt, 28. Juni. Die -kaiserliche Yacht „Zarewna", welche den Breitwimpel des Katier s gehißt hatte, ist heute Nachmittag 4 Uhr, begleitet von zwei andren kaiserlichen Yachten, aus PeNrhof längs Kronstadt in See gegangen. — Der Zweck der Reise des Kaisers und der Kaiserin, welche von der Herzogin von Edinburg begleitet sind, ist die Besichtigung der finischen Skären. Tkiegraphische Depeschen. Wolss'S trlegr. EorrespondeAr-Buesa«. Ews, 29. Juni. Zu der kaiserlichen Tafel waren gestern geladen die Generale v. Heuduck, v. Hymmen und v. Haugwitz, Oberst Rotheubücher, Oberlandesgerichts-Präsident v. Heimsoeth, Geh. Ober-Regierungsrath v. Lebbin und Hosmarschall a. D. Graf Dönhoff. Abends besuchte Se. Maj. der Kaiser das Theater. Heute früh setzte Allerhöchstderselbe die Brunnenkur fort und machte eine Promenade. — Der General der Infanterie, General-Adjutant Sr. Maj. des Kaisers und Militär-Bevollmächtigter in St. Petersburg, v. Werder, ist heute früh hier eingetroffen. — Se. Maj. der Kaiser mit Gefolge wohnte Nachmittags von Dem Kaiserzelte aus der Regatta bei. Der kaiserliche Ehrenpreis wurde von der Frankfurter Gesellschaft „Germania" errungen. Se. Majestät nahm selbst die Ver- theilung der Preise vor. Später besichtigte der Kaiser die Gemälde-Ausstellung von Fleischmann aus München im Kursaale. Diez, 29. Juni. Der heute stattgehabte zahlreich besuchte Landespartei, tag der nassauischen Nationalliberalen beschloß die Absendung eines Dank- Telegrammes an den Reichskanzler Fürsten Bismarck, in welchem der bestimmten Erwartung Ausdruck gegeben wird, daß dessen Colonialpolitik die Zustimmung des deutschen Volkes finden werde. Toulon, 29. Juni. Von gestern Abend 6 Uhr bis heute Mittag sind hier 4 Personen an der Cholera gestorben. Marseillr, 29. Juni. Von gestern Vormittag 10 Uhr bis Abends 10 Uhr starben Hiebselbst 4 Personen an der Cholera. — In der vergangenen Nacht und heute im Laufe des Vorlnittags ist hier kein Cholera-Todesfall vorgekommen. Angra-pcquena und Bethanien. Von Dr. Fr. Müller. ' (Nachdruck verboten.) (Schluß.) Jedenfalls werden sich die Hottentotten sehr bald zur Hauptbevölkerung um die Bucht entwickeln, wenn erst die von Lüder-tz beabsichf.gte große Se-fischerei im Gange ist und die Mlnenarbeit begonnen hat; denn diesen Eingeborenen selbst sind Metall- arbeiten in Eisen und Kupfer durchaus geläufig. Lüderitz wird bann nur für bessere ffiobnrfiume zu sorgen haben, und er soll ja auch bereits eiserne Wohnhäuser mit Blechdachern in Bestellung gegeben haben, ebenso wie eine Firma in Itzehoe die Netz- Iteferungen für die Fischerei erhielt. D , . Ist es erst so weit, und das darf füglich in Jahresfrist erwartet werden, dann wird sich der Verkehr im Hafen schon von selber heben; zuvor aber muß der einzige Punkt noch regulirt werden, wegen dessen es überhaupt mit England noch Verhandlungen geben kann , nämlich die Frage des Besitzes der kleinen, vor Angra - Pcauena U-q-nden gelfeninftlc&tn. Diese Inseln, so klein si- sind, deheieschen, einigermaßen befestigt, den Hasen und auf ihnen ist zur Zeit noch ein britischer Strandwächter' statiomrt, der immerhin das Bcsitzrechi Englands reprafenttren kann. Der an sich für Me Schifffahrt höchst günstige, vor jeder Versandung durch die vorlregendeu Inseln mfäühte Hafen mutz jedenfalls frei sein und nicht unter fremder Bewachung steheu; denn er wird nur den Emgang bilden zu einer großen Verkehrsstraße nach dem Innern. Mit der vorn Copland aus gegründeten Mission Bethanien besteht ohnehin schon ein gew sser Verkehr, da dort bereits eine Niederlage von Maaren errichtet ist und eS an Wasser Nicht ehlt- Die Missionäre haben dort schon sehr bedeutend vorgearbeitet und auch wette Strecken dem regelrechten Ackerbau zugeführt; sobald letzteres erst genügend geschehen ist, wirb es dann der sttzt noch unvermeidlichen Zuführung von Nahrungsmitteln nach Angra-P quena nicht mehr bedürfen. Der Ackerboden ist dort beinahe unübertrefflich und das Klima für alle deutschen Acker- und Gartenpflanzen durchaus zusagend, wie denn das ganze sogen. „Namaqua-Land", d. h. das nächste Hinterlmrd hinter dem obengenannten Würfelgürtcl, eine schone und fruchtbare Gegend ist. Bei Bethanien tr ffen eine ganze Anzahl von Flüßchen zusammen, die gemeinsam dem Aup oder Ftschflusse und mit diesem gegen Süden dem Orangefluffe zuströmen. jenseits des Aup ist eine :m Caplande schon mehrfach bekannte Gegend, welche sehr reich an Eisen und Kuvfer ist und jedenfalls den deutschen Colonisten zufallen wirb. Noch weiter landeinwärts beginnt dann die Kalahart-Wüfte, die ober eigentlich nur im nördlichen, entlegenen Theile eine Wüste ist, während der zunächst liegende The,! aus ungeheuren Sttppen und gegen das Betschuanaland hm aus riesigen Urwäldern besteht. Diese Gegenden sind von den hätzlichen, einsiedlerisch wild lebenden Buschmännern bewohnt, sowie von deren Hrrren, den gelblich-braunen Hottentoten. Jenseits des MelopoflusscS, der wieder mehrere bedeutende Nebenflüsse hat, leben die Betichuanen, die sich gleichfalls mit den Colonisten in vielfache Verbindungen em- ließen und nicht, wie die andern Völker des Innern, in zerstreuten Kraals, sondern in -ft sehr volkreichen großen Ortschaften, ja, selbst Städten hausen. Diese ©lamme find zwar noch Heiden, aber sie haben keine organisiite Religion, keine Tempel und Götzenbilder, sondern nur eine Menge Aberglauben, der aber dem von beiden Setten eindringenden Christenihum nicht sehr bedeutenden Widerstand entgegenzusetzen vermag, zumal es auch nur Regen- und Windmacher und Zauberer, aber keine wirklichen Priester bet ihnen gibt. „ ,, . . _ Auch dns ist dn höchst bedeutsames Moment für die Cultivirung jener Gegend. Die Tracht der Einwohner ist fast überall Schaffelle, und Schaf- und Straußenzucht die Haupternährungszweige, während jetzt von Port Natal her auch Wein und Weizen schon mehrfach angebaut werden. Es gibt bereits Gegenden bet Bethanien, wo eine einzige Züchterei über 300 Srrauße hält, so daß unsere deutschen Frauen bald billige Straußenfedern werden bekommen können, wenn die Vögel auf deutschem Besitze selbst gerupft werden. Die Waldgegenden dort, wo die Kupferminen angelegt werden sollen, desteben aud Taxus, Eisenholz (schwarzes und weißes), Milchholz, Lanzenholz und Roth- birne. Die Thierwelt ist dort durch Massen von Springböcken, Antilopen, Zebras, Leoparden, Schakalen, Hyänen (im Caplande Wölfe genannt), sowie durch allerdings schon seltnere Elephanten, Löwen und Giraffen, ferner durch Schlangen, große Skorpionen und Heuschrecken vertreten. Im Sommer fl bt es sehr oft Gewitter, aber im Vergleich mit dem Copland ist das Klima doch viel gleichmäßiger und weniger von jenem Südwind heimgesucht, den die Capländer wegen seiner luftretntgenden Wirkung den Doctor nennen, der aber oft schlimme Zerstörungen anrichtet. Ich beschreibe diese Berggegenden so spectell, weil sie ohnehin sehr bald deutscher Besitz sein werden und weil fifi nur dort die mehr wirkliche Colontal-Entwicklung wird abspielen können, während Angra-P quena selbst nur ein monotoner Punkt am Strande m einer fürchterlichen Einöde ist, umgeben von einigen Hügeln und von einer arabrsstillen Landstrecke. Angra-Pequena ist der Hafen des Namoqualandes und deshalb muß dieses schöne Hinterland das erste Ziel sein für weiteres deutsches Streben. Möge es erreicht werden zum Wohle des Vaterlandes und dessen aus- roanbernber Söhne! Lokales. Gießen, 30. Juni. Begünstigt vom herrlichsten Wetter entwickelte sich am gestrigen Stiftungsfeste des Schützenvereins das fröhliche Treiben und Leben auf dem Feftpiatze und in her Festhalle, nach Eintreffen des Zuge8, in voller Mannigfaltigkeit. Speisen und Geträ-ke mundeten den Besuchern vortrefflich, nur schade, daß man bet dem gestern herrschenden Nordwinde öfters in der gerade nach dieser Seite offenen Fefthalle, durch Staubwolken belästigt wird. Die Resultate des Concurrenzschteßens sind folgende: Au/ 175 Meter C Müller von Gießen den 1. Preis, „ 175 „ Jul. Euler „ , „ 2. „ , 300 „ Ed- Noll „ , , 1. „ „ 300 „ I. Luy von Wetzlar „ 2. „ Schießen auf laufendes Wild: Stud. v. Diemar von Gießen drn 1. Preis, Louis Schudt „ , „ 2. „ Ernst Lotz „ „ , 3. „ Goldmann von Laubach „ 4. „ Gießen, 30. Juni. Vom prachtvollsten Wetter begünstigt, unternahm gestern die „WartbU'gia" einen Ausflug auf den DtnSberg. Diverse Wagen fuhren Alt und Jung über Rodheim und FellmqShausen an den Fuß des Berges und unter fröhlicher Stimmung gings durch den schönen Wald auf die Höhe. Bet munteren Gesängen und einem ganz vorzüglichen GlaS Actlenbter vergingm die Stunden nur zu rasch und begab sich bann Die zahlreiche Gesellschaft, nachdem noch einmal auf der Rehmühle Halt gemacht worden war, durch das schöne Bieberthal auf'dcn Heimweg. Die Parthie kann nur als eine wohlgelungene bezeichnet werden. K. Vermischtes. Marburg, 26. Ium. Herr Prosissor Dr. Franz v. Liszt hat, wie daS „Mark. Tagebl." hört, einen 65dm ehrenvollen Ruf nach Wien erhalten, denselben jedoch nicht angenommen. Unsere Universität ist dadurch vor einem schweren Verlust bewahrt geblieben, was um so erfreulicher ist, als dieselbe in letzter Zfft bedeutende Einbußen an Lehrkräften erhalten hat. Die Studentenschaft soll beabsichtigen, Herrn Professor v. L szt aus Anlaß seines Hierbleibens einen Fackelzug zu bringen. — (Vacante Stellen für Miluäranwärter im Bereiche des 11. Armee-CorpS.j Fronhausen, Postamt, Landbriefträger, 450 X Gehalt und 60 Wohnungsgeldzuschuß. Jena, Gr. Landesheilanstalt, chirurgische Abtheilung des Landkrankenhauses, Wärter, 180 X baar und freie Station. Neustadt (Orla), Postamt, Packetträger, 680 X Gehalt jährlich und 72 X Wohnungsgeldzuschuß. Wehlheiden, Kgl. Strafanstalt, Aufseher, 900 X Gehalt, jährlich steigend, und freie Dienstwohnung. — (Alles umsonst.) Pfarrer: „Warum so traurig, Hannes?" — Hannes: „O Gott, met Weib will nemme bei mer bleiwe." — Pfarrer: „Ja, haft Du's nicht vrobirt, sie von diesem Vorschlag abzubringen?" — Hannes: „Alles hab' i tho, Hochwürden. I hab' fe g'schimpst, i hab' ihr's Esse wegg'nomme, lneulich hab' i se sogar g'schlage, damit fe uf andere Gedanke komme soll, — n'x hilft — allemol sagt je zum Schluß: „Bei Dir bleib' i net, i geb' wieder bo«m"______ Sandel und Verkehr. Grün berg, 28. Juni. (Fruchtpresse.) Weizen X 19.25, Korn X 1790, Gerste X 17.00, Hafer X 17.00, Erbsen X 00.00, Linsen X 00.00, Lein X 26.00, Samen X 22.00, Kartoffeln X 4.80, Wicken 00.00. Frankfurt, 28. Juni. Aus hem heutigen Markt kostete der Centner Heu X 3.20—3.80, Stroh X 2.70—3.20, Eier das Hundert X 4 60—5.00, Butter 1. Qualität X 0.90, 2. Qualität X 1.10, Kartoffeln per Centner X 2.00—2.25, Kohlrabi 5-8 H pr- St, Erbsen 100 Kg. 19.00—27.50 X, Rothkraut pr. St. 00—00 H, Poularden X 0—0, Huhn 1.50—2.20, 1 Ente X 3.00—4.00, 1 Taube 60—00,$, Habu X 1.70—2.00, Gans X 4—0.00, Welsche X 7-12.— Reperioir der vereinigten Stadttheater ju Frankfurt a. M. OpernhanS. Mittwoch den 2. Juli: Abschiedsvorstellung der Münchener. Im AuStragS- stüberl. Außer Abonnement. Donnerstag den 3. Juli: Teil (Oper im Abonnement.) Freitag den 4. Juli: Boccaccio. (Außer Abonnement.) Samstag den 5. Juli: Margarethe. Margarethe: Fräulein Nicolai. (Im Abonnements Sonntag dm 6. Juli: Lakme. (Im Abonnement.) Wafferwärwe der Lahn. Am 30. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: 17° R. - Luffwärme 18° R. Rübsamen. Allgemeiner Anzeiger. Llkfernng von BasaNKleinschlsg. Die Lieferung von 360 Cfcbm. Bafaltkleinfchlag auf die Straße Gießen - Bromskirchen soll loosweise durch Submission in Akkord gegeben werden. Angebote sind, mit entsprechender Aufschrift versehen, längstens bis den s. Juli d. Js., Vormittags 10 Uhr, aus unserem Bureau schriftlich und portofrei einzureichen, woselbst auch die Bedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 27. Juni 1884. Großh. Kreisbauamt Gießen. Walter. 4369 Dienstag den 8. Juli, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hos- raithe der Heinrich Gebhard II. Wwe., jetzt verehelichte Veith Flur 1/193 131 Meter Hofraithe in der Löwengasse, me stbietend versteigert iuerben. Gießen, den 16. Juni 1884. Großherzogliches Ortsgericht. 4130__Müller. Versteigerung schwer). Gardinen & Stickereien. Mittwoch, den 2. Juli 1884, Nachmittags 2 Uhr, werben im Saale der Restauration Bramm 'Neustadt) die Restvorräthe des Becke r'schen Stickereilngers, bestehend in: Gardinen verschiedener Art u. Breite, glatten und gestickten Taschentüchern, glattem Mull und Stickereien freiwillig gegen Baarzahlung versteigert. 4404 Im Auftrag: Mütter. Gustnv-A-olss-Ast in Gießen. An Die Einwohnerschaft Gießens richten wir die freundliche Bitte, durch Beflaggen der Häuser die Feier unseres Gustav-Adolss- Festes am nächsten Dienstag und Mittwoch verherrlichen zu wollen. Gießen, den 28. Juni 1884. 4388 Das Gustav-Adolfs-Fest-Comite: Dr. Naumann, Pfarrer. A. Bramm, Bürgermeister. liewbe^Äüsstelliiiig^ stt Biedenkopf* Eröffnung: Sonntag den S Juli d. J-, Nachmittags 2 Uhr. — Dauer 3 Wochen. 4405 Der Festausschuss, Die Gartenlaube hat im ersten Semester dieses Jahres ihre Auflage von 224,000 auf RGG-OGM Exemplare gesteigert und diese Abonnenienjahl wächst iägiich. Neu eintreteude Abonnenten können das 1. und 2. Quartal sowohl in Nummern (Mk. 1,60 vierteljährlich) oder Heften (ä 50 Pf.) oder Halbheften (ä 30 Pf.) nachbeziehen. Das 1. Semester enthält u. A. Heines Memoiren über seine Jugendzeit. (Die einzigen bis jetzt vorliegenden ächten Memoiren Heines.) — Fesselnde Erzählungen. Belehrende dlrtikel. Im 3. Quartal erscheint die nachgelassene Novelle Levin Schücking's: Die Herrin von Arholt. 4401 Mädchen für Küche und Hausarbeiten werden gesucht, sowie eine perfekte Köchin sucht Stelle durch Frau Hüttenbcrger, Westanlage 15. Gesucht. Ein möblirtes Zimmer mit oder ohne Cabinet inmitten der Stadt gesucht. Näheres bei I. Henkel, Schneidermeister, Caplansgasse 23. 4421 Mittwoch den 2. Inti d. I., Nachmittags 2 Uhr,. sollen in der Flett'schen Hofraithe dahier 1 Rollwagen, 3 Sopha's, 2 Kommoden, 1 Secretär, 1 ovaler Tisch, 1 Spiegel mit Goldrahmen, 1 Nachttischen, 1 Nähmaschine, 2 Kühe, 1 Tischchen, 1 Häckselmaschine, 1 Wagen, 1 Kleiderschrank, 1 runder Tisch und sonstige Möbel meistbietend versteigert werden. Gießen, den 30. Juni 1884. Geißler, 4416 Gerichtsvollzieher. Aeikgeöoterres. 1 Zett (Militair) zu verkaufen bei Louis Rothenberger, 4413___Neuenweg 22.______ Em Haus iu der Westanlage, welches fich feiner guten Lage halber zu jedem Geschäft eignet, ist preiswürdig zu verkaufen 4289 durch J. Blitz. rohen und gebrannten in größter Auswahl empfiehlt in guten Qualitäten zu billigen Preisen Carl Petri 3684 (vorm G. C. Spruck). Zu nerkuufen! Ein Gisschrynk, 2 neue Kleiderschränke (Ithürige), 1 Kommode, Schreibtisch, Bettstellen, Nachttische, 2 Zinkbade- roannen, Strohsäcke, Matrazzen u. Betten. Louis Rothenberger, 4412 Neuenweg 22. WenseTs Garten (Hütet Bellevue). Dienstag den 1. Juli 1884: DS" Zur UiHversitäts-Stiftungsfeier Grosses Extra - Ooncerl. Anfang 5 Uhr. — Entree 30 Pfg. 4419 JPrnbe: Heute, Montag, präcLS 7 Uhr. 4407 ergebenst mit, dass ich heute mein seither unter der Gg. Willi. Weidig geführtes m 4399 Ferd. Drehes 3669 Cafe Leib R-dacfton: A. Schema. MM hierdurch Firma Giessen bei MermWie Anzeigen. 4408 Zum 1. September v: I. wird am hiefigen Platze ern geräumiges jLarten- « ® c