Nr 90. Drittes Blatt. Sonntag ben 17. April 1881. Aießener 'Anzeiger Aiieigk- unb Amtsblatt für bin Kreis Gießen. — " Preis vierteljährlich 2 Mari 20 Pf. mit vnngerloh». Bureau: Echulstrahe B. \h. Erscheint tL-lich mit «uSnahmc brt? Montag». Durch bie Post bezogen vierteljährlich 2 «art 50 Pf. Amtlicher Hheit. Bekanntmachung. Die Musterung und Loosziehung der Militärpflichtigen de- Kreises Gießen für daS Jahr 1881 findet an den nachgenannten Tagen statt und -war: 1* Zu Grünberg im Gasthaus zum Rappen Montag den 23. April, Vormittag» von 83/< Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Grünberg, Lauter, Beltershain, Geilshausen, Göbelnrod, Harbach, Aeftelbach, Lindenstruth, Lumda, .'lllert-hausen, Climbach, kondorf und Ovenhausen; a Dienstag den 26. April. Vormittags von ••/« Uhr an, derjenigen der Gemeinden Queckborn, Reinhardshatn, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Rüddingshansen, Weiter-Hain und Laasen. II. 3» Gieße» im Saale des alten Rathhaufes Mittwoch den 27. April. Vormittag« von 73/i Uhr an, Musterung „r Militärvstichtigen der Gemeinden Alten-Bufeck, Anuer°d, Daubrmgen, Mendorf a. t. Lumda, Bersrod mit Winnerod, Beuern und Burkhardsfelden; w 8 Donnerstag den 28. April. Dorn.irtag« von 73/, Uhr an. derjenigen der Stadt Gießen der beiden ältesten Jahrgänge (1879 und 1880); Freitag den 2». April. Vormittag» von 73/i Uhr an, derieniaen de« jüngsten Jahrgangs (1881) der Stadt Gießen und derjenigen der Gemeinden Großen-Buseck, Hattenrod, Heuchelheim, «lem-Linden, »ollar, 1 ” Mainzlar, Oppenrod und Reiskirchen; Samstag den 30. April, Vormittag» von T/i Uhr an, derieniaen der Gemeinden Wieseck, Rödgen, Trohe. Ruttershausen, Staufenbera und Trels a. d. Lumda; Montag den 2. Mai, Vormittag» von 73/4 Uhr an, Looszichung (auch der in Grünberg Gemusterten). Hl» Zu Lieh im Rathhausfaale. Dienstag den 3. Mai, Vormittag» von 9 Uhr an, Musterung o.r Mtlitärvflichtiaen der Gemeinden Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Älbach, Mendorf a. d. Lahn, Ettingshausen, Garbmtetch, Großen-Linden, Grüningen und Hausen; Mittwoch de« 7. Mai, Vormittag» von 9 Uhr an, derjenigen der Gemeinden Langsdorf, Hungen, HoUheim, Inhelden, Langd, Leihgestern und Lang-Göns; Donnerstag den 3. Mai, Vormittag» t>on 9 Uhr an btrieniaen der Gemeinden Lich, Münster, Muschenhelm, R.eder-Bessingen, Ronnenroth, Obbornhofen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgcm, Rabertshausen, Rodheim, 18 und Röthges; Freitag den 6. Mai, Vormittags von 9 Uhr an, derjenigen der Gemeinden Steinbock, Steinheim, Trais-vorloff, Utphe, Ltllmgen und Watzenborn mit Niemberg. Samstag den 7. Mai, Vormittag» von 9 Uhr an, L 0 0 S s i k h U N g. Besondere Bestimmungen. n Qur Musterung haben sich bei Meidung der gesetzlichen Strafen, zu stellen: Dieieniaen dem Großberzoqkbum Heffen oder einem andern Staate des deutschen Reiches angehörigen MUltarpfltchNgen, welche ^ ^ L^G^meinde des Kreises G.eßen ihr gesetzliches Tomic.l - ihre Heimath oder ihren ständigen Wohnsitz - haben und sich^ mch in einem anderen Tdeile des Großberzogtbums Heften oder einem anderen Staate in einer der nachstehend unter d) angegebenen Eigenschaften aufhalten, („ eüur Gemeinde des Kreises Gießen sich als Dienstboten, Haus- oder Wirthschaftsbeamte Handlungsdimer und Lehrlinge Handwerksgesellen un^ Lebrburschen, Fabrikarbeiter oder in äbnUcker Eigenschaft aufhalten, oder die Universität Gießen oder das Gvmnafium daselbst oder eine sonstige Lebranstalt in einer Gemeinde des Kreises Gießen besuchen; . . . . . c) in einer Gemeinde des Kreises Gießen, oder während ihre Eltern einer solchen angehörten, nn AuSlande geboren find, und weder tm Grotzherzogthu« Heften noch in einem anderen deutschen Staate Domicil besitzen oder fick aufhalten; und im Jahre 1861 geboren sind; Sämmu'ich. Militärpflicht.g., welche im Jahre 1880, bejw. 1879 zurückgestellt worden, -der nach ihrer g-,°,en.u U(^tbuntfVvon°teVperMUch/?Gestellung sind Diejenigen, welchen Ausstand bewilligt, -der Berechtigung zum e.njähr.g-freiwUligen 2) Diesiniae.? Mlilarpstilbtig«^ welche zum zweiten- oder dritlenmal« erscheinen, baben ihre Loosungs scheine mitzub rin gen. “XSZ oder für einen solchen von seinem Baker, oder seiner Mutter, Zurückstellung in Anspruch genommen wird, |0 (st SÄJta? Beugung der behaupteten Tbatsacben erforderlichen Nachwe.se und Zeugnisi, vvr dem zur Musterung anberaumten Termin, zu '"•“to'ÄÄ SÄ®?“ »..ui...,,«»’'«" «v«"1“ »“■ '•f oocEhtm'7OTufl,runfleI.rmchleppdampfschtffes „Pfalz II" bei der Rettung deS Matrosen dieses Schiffes, Friedrich Sack aus Haßmersheim, durch Muth und Aufopferung auSzeichuete, eine Geldprämie allergnä- digst zu verleihen geruht. Bei dieser Rettung haben ferner der Hetzer Joseph Frank 0118 Duisburg, im Königreich Preußen, und der Sch'ffszimmermanu Karl Weinmann aus Speyer, im Königreich Bayern, in nne-kennenSwerther W-ise Hülfe geleistet. 2. Ueberstcht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1881/82 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communal-Bedürsniste der Gemeinden des Kreises Lauterbach. 3. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts BeuShrim die im ersten Quartal 1881 in den Gemeinden des KreiseS BenSheim zur Erhebung kommenden Umlagen betreffend. 4. Ueberstcht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1881/82 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Eornrnunal-Bedürfnisse in den Gemeinden des Kreises Bensheim. 5. Bekanntmachung Großhcrzoglicheu Kreisamts Heppenheim, die im ersten Quartal 1881 in den Gemeinden des KreiskS Heppenheim zur Erhebung kommenden Umlagen betreffend. Berlin, 14. April. Der „Reichs-Anz." publicirt eine kaiserliche Verordnung, durch welche der Canonicus Stumpf zu Straßburg ermächtigt wird, die Verleihung eines B sthums in parlibus anzunehmen und die canonische Instruction als Coadjutor des Bischofs von Straßburg mit dem R chtf als Nachfolger zu empfangen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." und andere Zeitungen schreiben, entgegen einer bezüglichen Meldung der „Prov-Corresp.", über die Reise des Kaisers nach Wiesbaden sei noch keine Festsetzung geiroffen. Bremen, 14 April. Die Bürgerschaft ließ bei der gestrigen zweiten Berathung der Zollanschlußfrage, nach Befürwortung durch den Anschlußfreund Dr. Joh. Wilkens, ihre früher gemachten Vorbehalte constitutioneller Art fallen und nahm nunmehr den SenatSantrag auf Niedersetzung eines Ver- trauenS-Ausschuffes ohne weiteren Zusatz an, weil sie durch die Erklärung dis Senats die Gewißheit erlangt habe, daß die in ihrem ersten Beschlüsse bezetch- neten Punkte (Forderung der sofortigen Zusammenstellung der Zollanschluß- Bedingungen) volle Berücksichtigung finden würden. Arankreich. Paris, 14. April. Nach einer Meldung aus Bona (Algier) ist in Randon bei Bona ein Italiener verhaftet und der Gerichtsbehörde übergeben worden, der bei dem Verkauf von Pulver an die Eingeborenen auf drr That betroffen worden war. — Wie der „klgence Havas" aus Tunis gemeldet wird, bestände der Bey auf seiner Weigerung, bei der Bestrafung der Khrumtrs mitzuwirken, hätte aber erklärt, daß die tunestschen Truppen nichts gegen die franzöfischen Truppen unternehmen würden. Rußland. Petersburg, 14. April. Das „Journal de St. Pstersbourg" widmet dem scheidenden englischen Botschafter, Lord Dufferin, sympathische Abschiedsworte und schreibt, Lord Dufferin sei gerade nach Pctrrsburg gesandt worden, als die Beziehungen zwischen England und Rußland keineswegs freundliche gewesen seien. Heute seien diese Beziehungen ganz andere und zeichneten sich durch den Charakter gegenseitiger Freundschaft und Achtung aus, wie dies seit Jahren nicht der Fall gewesen sei. Dieses glückliche Resultat sei nicht nur vorthetlhaft für beide Reiche, sondern nütze auch der Civilisation und dem Frieden. Lord Dufferin habe sehr viel zu dieser Aenderung beigetragen, unterstützt durch seinen Takt und seine Intelligenz. Für die Ernennung Lord Dufferin's zum Botschafter in Konstantinopel sei Petersburg eine gute Vorstufe gewesen. Er werde sich in seinen Beziehungen zu den russischen Staatsmännern überzeugt haben von den entschieden friedlichen, aufrichtigen und loyalen Jntensionen der russischen Regierung und von ihrem Wunsche Abenteuer und Complicationen zu vermeiden und immer denjenigen Combinationen zu dienen, welche dem Fortschritte der Humanität im Orient nützlich sind. Kriechenlauv. Athen, 13. April. In der Antwort der griechischen Regierung auf die Note der Mächte wird, wie bereits gemeldet, der Vorschlag der Mächte acceptirt unter der Bedingung, daß die Mächte im Voraus die Versicherung ertheilen, daß die Türkei wirklich das Griechenland zugesprochene Gebiet übergebe. Sodann heißt es, indem Griechenland die Entscheidung der Berliner Conferenz annahm, betrachtete es deren Beschlüffe als die Grundlage des Rechtes für Griechenland, die Türkei und Europa. Um den Frieden aufrecht zu erhalten, werde Griechenland jedoch dem Verlangen der Mächte nachkommen. Eö werde bereit sein, das ihm zuerkannte Gebiet zu besetzen, aber es könne nicht aufhören, die Ansprüche der hellenischen Stammesoerwandten aufrecht zu erhalten. Die neue L'nie enilvreche d'esen Ansprüchen richt. Lokales. Gießen, 15. April. Großherzogltche Handelskammer.- Sitzung am 29. März Anwesend die Herren: Ed. Stlberetsen, Vorsitzender, L. Georgi, F. 6. B- Koch, W. Liebrich, H. Schirmer. 1. Der schon früher dem Reichstage vorgelegte Gesetzentwurf betr. die Erhebung von ReichSstempelabgaden ist abermals eingebracht worden. In Gemäßheit eines früheren Beschlüsse- hat die Handelskammer eine Petition an den Reichstag gerichtet, in welcher sich die Kammer in eingehender Mottvlrung gegen den Entwurf ausspricht. Die Reichstagsabgeordneten Freiherr v. Rabenau und Prof. Garets werd.n davon in Kenntniß gesetzt und beide Herren um Unterstützung dieser Petition ersucht. 2. Ebenso soll den genannten beiden Reichstagsabgeordneten eine Abschrift des seiner Zeit an das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz gerichtet« Gutachten über den Gesetzentwurf betr. die Retchs-Unfall-Dersicherung übersandt werden. 3. Das AeltestewEollegium der Berliner Kaufmannschaft macht der Handelskammer Mittheilung über eine in Berlin projektirte Ausstellung und ersucht, dieses Projekt zu berathen und etwaige Wünsche in Bezug auf Einrichtung, Zeit rc. an das Aeltesten^Eollegium gelangen zu lassen. Die Ausstellung soll sich auf Erzeugnlsie deutschen Ursprungs beschränken. 4. Von dem Ausschuß des deutschen Handelstages gelangt eine Eingabe an die Kammer betr. die Unterstützung eines in London projekttrten Bazars behufs bülfsbedürftigrr Ausländer. Da die Kammer sich als solche nicht mit dieser Angelegenheit befassen kann, so übernahm <8 Herr F C B. Koch sich mit btm Vorsitzenden des Gewerbevereins tnS Benehmen zu setzen um Weiteres tm Sinne des obigen Gesuchs zu veranlassen. 5. Auf die vor kurzem an Freiberrn v. Rabenau, Reichstagsabgeordneter, ergangene Mittheilung, betr. die Beschwerde des Vereins deutscher Tabakfabrikanten über daS Gebahren der Straßburger Tabaksmanufactur und daS darin geknüpfte Gesuch im Reichstag diese Beschwerde kräftig zu unterstützen hat Freiherr v. Rabenau geantwortet. In feiner Antwort legt derselbe nochmals seinen schon srüber ausführlich dargelrgten und von der Kammer gebilligten Standpunkt in dieser Frage dar und ersucht die Kammer ihm eventuell neue Gesichtspunkte zur Deurtheilung der rechtlichen Seile der Frage an die Hanb zu geben. Die Kammer beschließt das Schreiben in geeigneter Weise zu beantworten. 6. Von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz ist abermals rin Separatabdruck aus Nr 10 des deutschen Handclsarchtvs zur weiteren Verbreitung etngrsandt worden. Derselbe enthält Konsularbcrichte aus Cincinnati (Schluß) und Havana. Die bereits öftcr erwähnten Klagen über mangelhafte Verpackung und Emballage, über knappeS Maas und Gewicht, ungleichmäßige Lieferung, Pedanterie, Klrinllchkeit, Mangel an Coulanz. verkehrt angewandte Spariamkeic u. > w. kehren auch in diesen Berichten wieder, ebenso die Klage, daß in Folge dessen die ausländischen Häuser lieber mit französischen und englischen Firmen verkehren alS mit deutschen — Sitzung am 8 April. Anweiend die Herren: Ed. Silbereifen, Vorsitzender, L. Georgi, S. Heichcll.eim, F. ß. B. Koch, H. Schirmer. Nach Mtttbeilung brr Eingänge theilt der Vorsitzende die WirthschaftSrechnung pro 1880/81 und den Voranschlag für daS Budget von 1881/82 mit. Nach dem letzteren betragen die von den Mitgliedern des Handelsstands zu erhebenden Umlagen JL 1018 47 H. Der Staatszuschuß beläuft sich auf 1030 JL Die Kammer erklärt sich mit beiden vorlagm einverstanden. Die Güter-Expeditionen der Main-Weser- und der Köln Gießener Bahn lassen seit Anfang d. Mts., wie schon früher einmal, denjenigen Firmen, wclch« ihre per Bnhn ankommenden Güter durck eigenes Fuhrwerk abholen, per Post durch unfrankirten Avi8 benachrichtigm. Nachdem diese Neuerung »ut Kenntniß der Kammer gekommen, beschließt diese gegen daS Verfahren, welches den betreffenden Firmen namhafte Kosten verursacht und sowohl mit de« Bestimmungen des Betriebsreglemenks al8 dem seitherigen UsuS in grellem Widerspruch steht, bei der zuständigen Behörde zu protestiren. AuS der der Handelskammer zugestellten Uebersicht des GeschäfiSverkebrS bei der hiesige» Reichsbanknebenstelle erhellt, daß von derselben im Jahre 1880 Wechsel im Betrage von Jt 3,966,700 eingezogen wurden VermiscbteS Essen, 12 April. Soeben erhalte ick aus sicherer Quelle die Nachricht, d«ß der Mörder der Elisabeth Riemensckneider — der 43jährtger Besenbtnder Peter Schiff, fix in der ganzen Gegend gefürchtetes, vollkommen verthiertes Lubject — sich auch zur Lhäterschaft anderer in der Nähe von Bochum begangener Morde bekannt unb einen anderen Menschen alS seinen Gebülfen bezeichnet bat; der letztere ist auch bereits verhaftet worden. Die beiden Scheusale haben ihre grausiqen Verbrechen insofern gemeixsam begangen, als abwechselnd der eine das Opfer überfiel, während der andere auf Wache stand. Rur dadurch ist eS auch erklärlich daß die letzten «arde noch verübt werden konnten, als sckon der Landkreis Bochum von Polizisten und der Gensdarmcrie des ganzen Regierungsbezirks überwacht wurde. Im Ganzen sind fünf Frauen in der Näoe von Bochum mißhondelt und «rmordert worden. 1) Josrpbine Kost am 30. Dccember 1878 2) Eli'a'oetb Riemrnschnnder am 5. Juli 1879, 3) Lisette Schälken am 5. August 1879. 4) Wilhelmine Pott am 30. Juli 1880, 5) die Hebamme Decker am 1 November 188c. — Als Friedrich Wilhelm IV. wenige Jahre vor keinem Regierungsantritte durch die westlichen Provinzen reiste, gab man ibm in eixer Stadt der Grafschaft Mark «ix Festmahl. Dabei setzte man in seine nächste Nähe einen wortreichen Herrn, der aber die unglückliche Gewohnheit hatte, ung'aublicke Dinge alS wirkliche zu erzählen. Nachdem der Herr eben wieder ein Stück seiner Art geleistet batte, entgegnete der Kronprinz: „Das ist noch mchiS l" Glücklich, von dem bohen Tafelgenossen einer Erzählung gewürdigt zu werben, war der An- geredetc nun ganz Ohr. Als'wir im vorigen Sommer," erzählte der Keonprinz, „in S«b- mannSdorf warcn, wurde uns plötzlich der Besuch von russischen Herrschaften gemelvet. S» erfreut, wie überrascht davon, nahmen wir uns vor, mit unseren Gästen die kurzen Stundm so angenebm wie möglich zu verleben. Aber was kann man denn Großes in SrdmaxnSdorf anfangen! Wir beschlossen eine Schlittenfahrt auf Dem nahen See. FluaS war angespannt und pfeilschnell ging's über die glatte Fläche bin. Dock a>s wir beinahe mitten auf dem See waren, krachte es fürchterlich--” Der Kronprinz hielt plötzlich inne, aber der staunende Horcher fragte: „Und, Königliche Hoheit?" „Wir ertranken", lautet kühl die Antwort, die zugleich den Mund des redseligen Nachbars schloß. $ von G Die Ha' Straßen! Tagen un zu Gießen W für die von M für die St ’ von abti sür die Strvoll M für die Stu Mil. 4 Mr bit Str von Ablh fflr die St' Wetzlar i Mi ni Lich in local: für die St- Hungen i für die Strbrücker H für die Stre M 57- Donn L UlReisk-rche local: für die Str bng von Fress zu Lollar ir für bieg gegen Ma Lani 9 zu Lang-Gö Saum: für die St- von Abth für die Str lar von ' Die resp. werden ers Interesse ih machen zu Gießen,! Großhei 2601) i 2573) i Best garantirt | Porten etr o iisi*. Bafe 8«ft> 2232) 2( «orsch Jiü der £ s“'t, en w* sotvjtz ( in der 2 i“ rN>tfabtt Vorzügen. ' 8 des Milüär, WW) ihrer f Zurückstellu^ hre Gesuche ju 'ft ^er Berliner TruMa-r de- Friedrn ausrechl chtr nachkomwen. aber eS Unnt dten aufrecht n 29. ®?drj. In: L B. »och, 8. die (Stbdung ter. ftührnnBrichtufirt n sich tit Rar.mn ;bgtoibntltn Frühen nb beibe Hmni ur. Abschrift bt8 Iden Sulachtm über btt btt $anbtltiamtnn Projrki |u btiolbtn ;6olltgium gtlangti kschrintm. gabt an bk Ranaft bürjtlgtt »ublänbn nn, io übernahm d Benehmen i" ll” itotdntltr, ttgan^rj über da- SMbm Wt«8 W 9t 5n seiner 8nt»en on btt Rammte er ntud "tut Aefichl» iM Dk-Lmmn i nn StparaM^ bi ttotbtn. DtrM unb 6«W nlW', M “ en ©triefet« Im* ua> ciftn, tif(6afl8r^n8pi® 1018 47 L- D" ,1t itlbtn t'Otlo?6 t «ahn * £ )tt ®tbn antoj» bW< e'i””» t« •X5A* i< * der auch iu grn1i(tfnfll1 andere" t,frtfl 'rOtb,n’f,Mitd)klnfr -!S S tS *“* ^Ät. y relvach^ . Rotbt"- b . ad 9- r. ki( $(’ E«'" ,S-'Ä abtt a(ii K-Lh 1®a' kutze" -$üod vou Straßenarbeiteu Die Handarbeiten auf nachdenannten Ctrafjcn foUcn an bm dabei bfmahen lagen und Crtm öcnigflforbmib um ftetant werden unb zwar: Dienstag den 19. April, Vormittags 9 Uhr, zu Stießen in bem Bramm'schen WiNhtz- Udl: für btt Straße von Gießen nach Robheem von ilbtb 2 — 19, für btt Ltratze von Gießen nach Marburg »on Adth 5—9, für die Straße von Gießen nach Reiskirchen von Ablh 2-10, für btt Straßt von Gitßen nach Lich von ÄbtbeiL 4—10, für bit Straßt von Gießen nach Butzbach von Ablh 3—24. für bie Straße von Klein, Linden nach Wetzlar von 14—25, Mittwoch den 20. April, BormiltaaS 10 Uhr, zu Lich in bem Glock ner'schen Wirths» Geel: für die Straße von Gießen über Lich nach Hungen von Adth 10-63, für'die Straße von L'ch nach btm Oessen- brücker Hammer von Abtb. 57—93. für die Straße von Lich nach Butzbach von Ablh. 57-72, Donnerstag den 21. April, Vormittags ' ,9 Uhr. CReiskirchen im G u n t r u m'fchen Wirths- al: für die Straße von Gießen nach Grünberg von Ab b 10—54, Freitag den 22. April, Nachmittags 1 Uhr, zu Lollar in dem Gern indebautz für bie Straße von Gießen über Lollar gegen Marburg von Wbtb. 9—48, Eamstau den 23. April, Nachmntags 1 Uhr, zu Lang-Gön« im Gasthaus zum grünen Baum; für die St aßt von Gießen nach Butzbach von Adth. 24 —74, für die Sttaße von Podl GönS nach Wetzlar von Abtb- 60—66 Die resp Großdcraogl. Bü'gcnncistereien werden ersucht diese Bersleigerunatn im Interesse ihrer Gemeinde besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, den 14 Äpnl 1381. Großderzoal Artiobaunmt Gieße». In Vertretung 2601) Faust. KreiSbauaufsehrr-Avpt AcUgeboteueO. 2573) Zu verkaufen 800,000 Stück cniuidi achee Geh-ör-Oel heilt Taubheit 'wenn eie nicht anfebore») eehoell u radlcal beeeitift Ohreneueen e. — ht4 2 Oeneraldepoeltar Leopold Steiner, Berlin SW_ vbUt«en>im»ee No. M, 22) Ihre so beliebt g'wordenen tflange-Rallees täglich frisch gebrannt, von JL UM) an, als vorzüglich per Psd. JL 1.40, empfiehlt die KafTee-Brennerrl von S. Elsoffer, ___________M'rkrsiraße 205.________ Gififreie Eierfarben, als: Himmelblau, (5aruioistn, (Reib, Orange, Rosa, Violet, Braun, Lcharlach und Grü« in Päckchen * 10 empfieblt (2149 Fr, Seibel» Mäusburg. NB W«ederverkä»fern Hoden Rabatt. Iuhbodcnanstrilh. Fußbodenlack, sofort trocknend, Ycmölficctitif, zum Einölen, Oelfarben, alle Sorten, rasch und bart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstretchen und Wichsen ber Fußböden empfiehlt (1715 C?mil Fischbach. ► Trockenes Tannen- unb Buchen- Scheitholz, sowie tannene, buchene unb eichene Bohlen von allen Dimensionen sind billig abzugeben bet Jung, 1956) Klein Linden und Spritzen mit Arostoentil, leicht aufzustelle» » ' unb auStlnander zu nehmen, tranSportabcl, verstopfen sich nie, zum Preis von JL 30—40 unter Garantie vorräthig bei (1484 Ph. TIuyfierth * Oe., —in Frankfurt a. M WM Baumweg Nr. 7. Agenten erwünscht. tiniorrfal-lkinigungafah ist da- einfachste und billigste Hausmittel gegen Säurebildung, Aufstoßen. Jhatnpf, verdaunngSichwache und andere Magen- btichwerben. Origtnal-Packete zu 25 X 50 unb 1 (267 E. A. Lemmle*^ Prima HotfjRfee = Samen, garantirt seidefrei, empfiehlt (2150 'Jjt. Seibel, Mäusburg. Keine Zahnschmerzen mehr! 1000 Mark tahlen wir Demjenigen, welcher bei Gebrauch von Gol d m u n n ■ Kahrr-ZahnwaNNrr jemals wieder Zahnschmerzen bekommt Einzige« Mittel zur Erhaltung schöner, weisser und gesunder Zähne bis in das epäteste Alter. 8. Goldmann & Co., Brrslau. Mehuhbrüeke36. Iln Giessen nur allein echt zu haben bei __ (2470 Heinrich Wallach» Köuigs-Keis-Siarke (onüfcertreffenfä Fabrikat )inn Stärkrn der Wäsche) empfiehlt (*81q Emil Fischbach. Solid gearbeitete Möbel, als Kommode, Waschkonsols, Nachtschränkchen, Schränke, Tische, Bettladen, werden billig abgegegeben von Fr. Weinhardt, Schreiner, 1892)_____________Neustadt 97.__ la. Kernseife per Pfund 38 Pf-, bei 10 Pfd. billiger. Kettlaugenmehl, WaschkrtstaU, Feinste «etSftärke, (242» Kugelblau empfiehlt_____Carl Hoffmann. Gebrannten Kaffee JL 1,40, JL 1,60, 1,80, Rohe Kaffee's^S^i- JL 1,50 und JL 1,60 in ganz vorzüglicher Qualität empfiehlt 2069) Gmil Orbig, Reichensand. JuhbodemMckfarbe Z in 3 Nuancen, in wenigen Stunden mit schönem Glanz trocknend, empfiehlt Emil Fischbach. Allg. öculfdjc Patent- u. Musterschuh-Aussteltung in Verbindung mit Ausstellung für Batneotogie, Gartenbau, Kunst- und?okat-Zndullrie Frankfurt a. M. 1881 Geöffnet von Anfang Mai bis Ende September 1881. (Der Eröffnungstag wird noch besonders b.kannt gemacht.) Die Patent- und Musterschutz-Ausstellung im Hauptpalast, die erste ihrer Art in Deutschland, veranschaulicht, zum Zfreu im Betrieb, das Neueste und Veste auf dem Gebiete der Erfindungen und Muster. Die internationale balneologische Ausstellung tu einem besonderen Gebäude bietet eine Darstellung der europäischen Aur- und Kade-Einrichtungen- die reichhaltig beschickte deutsche Gartenbau-Ausstellung, sowie Ausstellungen für Frankfurter Kunstwerke und Lokal-Industrie vollenden das großartige Gesammtbild. Der Ausstellungsplatz, 70 Morgen, unmittelbar am Palmengartcn in der schönsten Gegend von Frankfurt gelegen, ist durch reizende Garten-Anlagen zum angenehmsten Aufenthaltsort umgeschaffen. Im Aurstellungspalast, 18000 qm groß, Correspondens und Lesefimmer mit 2OO Zeitschriften. Im Eingangsportal -oll, Telegraphie und Kerkehrsbureau, Verbindung mit der Stadt durch Trambahn und Omnibus. Eine erste Restauration, eine altdeutsche Wenüube, Bierhallen renommirter Brauereien, Condrtoreien, CaffL's, Aepfel- weinhalle rc. Stectrische Eisenbahn, Ausfichtsthurm mit elertrifchem Auffug, natürliche Eisbahn, Liesenfernrohr. Täglich Nachmittags und Abends (Loncerte der berühmten (SapcUe deS Königlichen und Hofmustkdireetortz Bilfe vom Berliner ConcerthauS. Ausstellungs?eitung erscheint zweimal wöchentlich, Auflage 5000, Bestellungen bei allen Buchhandlungen und Vostan st alten, in Commission bet Hch. Keller in Frankfurt a. M. Alleinige Ännoncen-Annahme Haasenstein & Vogler. Reich Mustrirter Katalog von dauerndem Werth. Eintrittspreis von 10 Zlhr Morgens bis 6 Khr Abends 1 Mark pro Person. Familienkarten für die ganze Dauer der Ausstellung 80 M., Abonnement- werden jetzt schon angenommen im Burrau der Ausstellung Kirchnerstraße 3, Frankfurt a. M , (2647 Frankfurt a. M-, Mitte April 1881.Der »uSstelluugSvorftand. Kölnische Hagel-Verstcherungs-Gesellschafl. Grundkapital: Neun Millionen Mark. Baar-Einzahlung: Eine Million 800,000 Mark. Reserven-Bestand: Mark 364,468,79 Pfg. Prämiensuwme (1880) : Eine Million 146,000 Mk. Die Gesellschaft besteht seit 27 Jahren, ihre Wuksamkett ist in landwirthschaftlichen Kreisen überall vorthetlhaft bekannt. Sie versichert zu festen Prämien Boden-Erzeugnisse aller Art, sowie Glasscheiben gegen Hagel- schaden und leistet zweifellose Gewähr für vollen und prompten Schadenersatz sowie gegen jedwede Nachzahlung. Bei verschiedenen Verstcherungsarten erheblicher, eventuell jährlich steigender Prämienrabatt. Zur Vermittelung von Versicherungen und zu jeder wetteren Auskunft halten sich empfohlen Die Agenturen der Kölnischen Hagel-Uerstcherungs-Gesellschaft: C Rau in Großbuseck. F Schade in Grünberg. I. Ph- Schröder in Hungen. A- Schaum VII. in Langgöns. 3 Schneider in Lich. W Balser in Büdingen. H- Eggold in Altenstadt. Aug. Reuning II. in Nidda. E- F. Schleuning in Friedberg. Aut- Weickhardt in Butzbach. K. H- Freund Ludw. Schmidt IV. in Harheim. Verw. Stahl in Kloppenhetm. H. Fischer in Vilbel. W. Wolsschmidt in Schotten. H. Moog in Gedern. H. Edling in Lauterbach. I A. Kleinen in Altenschlirf. H. Guntrum II. in Schlitz. E. Wollrab in Alsfeld. 3- K. Becker in Maulbach, in Storndorf. Für Orte, worin die Gesellschaft noch keine Vertretung besitzt, werden Agenten gesucht. Offerten zu richten an (2633 die General-Agentur: J. G. Kahler! & Söhne, Darmstadt. Weftphälischer Hvf. 2634) Am dritten Oflerfeiertage: flut besetzte Tanzmusik, wozu ergebenst einladet Äorl Äraubach. Mnfle große ÄusReffunn von Geflügel und Vögeln in der städtischen Turnhalle am 17., 18 und 19. April. Dienstag den 19. April, Abends 6 Upr: große Berloosung. Das Ausstellmigslocal ist von Morgens 9 bis Abends 6 Uhr geöffnet. Entree 30 Pf. Loose 40 Pf. Kataloge 20 Pf. 2437) _____________Der Vorstand._______ Bürgergesellschaft! An- und Abmeldungen beliebe mqn baldigst an Herrn Earl Brück, Goldarbeiter, gelangen zu lassen. 2616)______ Der Vorstand. SO Mark Belohnung sichern wir Demjenigen zu, der uns vor der Abstimmung zu Grüningen, den 6. Mai d. I., den glaubhaften Nachweis liefert, daß Anlagen von Feldwegen in der Gemarkung Grüningen so ftattfinden können, daß jedes Grundstück auf einen, wo möglich auf zwei Wege zieht, ohne daß Konsultation dabei statt- finden muß, und daß jeder Grundbesitzer seinen alten Besitz behält, oder ohne Nachthetl in einen neuen Besitz angewiesen wird. 245«) Mrhrrre Grunddchher vim Grüningen. WenzeFs Garten. Am. II. Osterfeiertage: Grosse« Concert ausgeführt von der Kapelle des II. Grossh Hess Infant -Reg. Nr. 116- unter Leitung ihres Kapellmeisters Herrn Krausse Anfang präci* <5 Uhr* Entree SO Pfg* Am. III. Osterfeiertage: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des II Grossh. Hess Infant -Reg Nr. 116 unter Leitung ihres Kapellmeisters Herrn Krausse (2618 Anfang 9 Uhr. Entree SO Pfg* Ri rc hberg. Am 2. Merseiertsg: Tu „ : m if fi i I;. wozu freundlichst einladet Heinrich. Hau. Zur Beachtung für Viehhändler! 2254) Die unterzeichnete Ortsbehörde erlaubt fich hiermit die Handelsleute der Stadt Gießen und Umgegend auf die am 5. Mai und 18. August d. I. dahier abzuhaltenden Viehmärkte aufmerksam zu machen. Da in neuerer Zeit der Viehzucht in unserer Gegend ein hohes Interesse zugewendet wird, und unter Ort wegen seiner Lage an der Landstraße und in der Nähe der Eisenbahnstation Soden (V» stunde) leicht zu erreichen ist, auch Mn weiterer Vi hmarkt in mehrstündigem Umkreise abgehalken wird, so dürfte fich auf unseren Märkten für dieselben günstige Gelegenheit zu Kauf und Veikauf in gewünschtem Maße darbieten. Neuenhain, den 31. März 1881. Die Orttbeliörde. Schluss I Schluss! Dienstag den 19. d. Mts., Abends. Letzter Berkaufstag. Im Ladm des Herrn Gerhardt am Lindenplatz. Das Ansehen kostet nichts! Durch große vorteilhafte Einkäufe kann ich folgende Artikel zn angeführten Spottpreisen erlassen: Hochfeine, gest'ckte Damenkragen von 20 H an; Kinderkragen von 10 H an; Manschetten per Paar von 10 H an; seidene Binden, Halstücher von 20 an; yorfells von 1 JL an; Untcrröcke in allen Farben von 50 an; Leinen- undLüster- Sckmrien von 30 an; feine Herrei.kragen von 20 an; Herren-Shlipse von 20 $ an- verschied.ne Sorten Sp'tzen von 6 an per Meter; feines Band und Sammt- band per Meter von 15 A an; ieme Krausen-Plisse per Meter von 20 an; Sopha- schöner Kommodedecken von 50^ an per Stück; 10000 Stück Schweizer und sächsische Stickereien von 40 H an per Siück, Vorhangstoffe von 30 .H an per Meter, verschiedene Sorten Blumen und Kränze, 500 Stück Pliffe Kragen, das Neueste, 2 Stück zu 30 Feste Preise. Bitte die geehrten Damen, sich von der Billigkeit obiger Artikel überzeugen zu wollen. 2374) Achtungsvoll Citr. Hofmann. Verantwortliche Redaclion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei ig^r. Ehr. Pietsch) in Gießen.