I ile Ich HUI tlobte 130. Oktober 1919. ........—> tz itw-' )Mobtr erfolgte geben bekannt linmiHtt olkmann Gardinen mituren । mii klein, effekt- vollen Mustern n'bengardinen u$i I ie *00e •'stocke etl)ofi geb. Zahn Donnerstag WM-W ansKirzingern.* ,s-Unterhalt"! “ebe0ku£N bach F,mPW 925 Platz 6 ^okles Sw*1 , 7 pfcr. /•Df ' 17 |sSebäiiei rnstUSÜ iashShe' *ss2£ M. 255 Ter Sietzener Anzeige, etfdxint täglich, außer Emm- und Feiertags. vezugrpreir: nwntttL'Dif.1.60, oiertel- iähriich Tlt.<80; durch Abhole- u. Ziverqstellen monatl. Mk. 1.50; durch diePost Mk.b.— viertel- jährt. ausscht. Br lellq. Ferniprech - Anschluffe: nir die Schr>ftlcilnngl 12 Verlag,Geschäitsslelle51 AnschrNsürDralUnach- richten: Hnjeigcr Oietzen. poflscheckionlo: $ranffurl a. M. U686 Swtmitgsninöbrud u. Verlag: vrühl'sche Unw.-Vuch u. Steindruckerei H. Lange. Schristlelinng, Seschästsitelle u. Druckereii Schulftr. 7. Annahme von Anzeigen s. die n Nackmiliag vorder odnejedeBcrdiudlichkelt Preis fflr \ mm höhe für Anzeigen v.34mm Breite örtlich 15 Bi, ausrvärtS 18 Bf., für Reklame« au-eigen von 70 mm Brette 48 Bi. Bei Platz- Doifd)rüi20G, Aufschlag. Hauvtschrittleuer: Aug. Goetz. Berantioortllch für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Tech Dn Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: p. Beck; fänrllich tn Gletzen 169. Jahrgang greitcg, 31. ©lieber 1919 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Die 5par-prämienanleihe. Seitdem der Reichsfincmzminister die Ausgabe einer Prämienanleihe anqekiindiqt hat, ist diese Anleiheform, die seit dem Jahre 1871 auf dem deutschen Anleihemarkt keine Rolle mehr gespielt hat, i» der Oeffentlich- feit viel erörtert worden. Insbesondere sind vielfach Vorschläge gemacht worden, um die Besitzer der Kriegsanleihen bei der Zeichnung der neuen Anleihe zu bevorzugen. Die Beratungen im Reichsfinanzministerium, die unter Hinzuziehung eines bekannten Theoretikers und eines im Anleihewesen erfahrenen Bankpraktikers stattqefunden haben, sind jetzt beendet. Tas Rcichsfinanzministerium teilt hierüber folgendes mit: „Außerordentliche Feiten erfordern autzerordent, liche Mittel, und so hat sich die Reichsfinanzver- waltung entschlossen, ohne Rücksicht auf die Bedenken, welche der Ausgabe von Prämienanleihen bisher entgegenstanden, ebenso wie auch die anderen am Weltkriege beteiligten Staaten, eine solche auftulegen. Laut § 2 des Gesetzes, betreffend einen Anleihekredit für das Rechnungsjahr 1919, sowie die Ausgabe von Inhaberpapieren mit Prämien vom 29. August 1919 ist der Reichsminister der Finanzen ermächtigt worden, mit Zustimmung des 10-er Aus- fchuffes der Rationalversammlung die zur Bestreitung außerordentlicher Ausgaben bewilligten Kredite auch durch Ausgabe von Inhaberpapieren mit Prämien flüssig zu machen. Nachdem dieser Ausschutz nunmehr seine Zustimmung zu dem ihm vorgelegten Plan erdet It hat, tritt das Reichsfinanzministerium mit diesem Plan an die Oeffentlichkeit. Es ist etwas Neues, was hier dem Publikum geboten wird, und die mit der Prämienanleihe verbundenen Aussichten und Vorteile für den Besitzer taffen sie nicht nur als ein Spielpapier, sondern als ein Anlegepapier erscheinen. Verheißt die zweimal jährlich erfolgende Auslosung dem Besitzer erheblichen Gewinn, der obendrein — abgesehen von einem Gewinn von 10 Prozent - gegen steuerliche Zugriffe geschützt ist, so kommt auf der anderen Seite auch derjenige auf seine Kosten, welcher, ohne einen hohen Gewinn zu erzielen, bei der einmal im Fahre erfolgenden Amortisationsziehung mit feinem Sparprämienstück herauskommt. Er erhält dann entweder seinen Zeichnungsbetrag einschl. 50 Mark (für jedes abgelaufene Fahr ausgrzahlt, oder aber er empfängt noch einen Zuschlag, genannt Bonus, der in den ersten 30 Jahren 1000 Mark, in den weiteren 10 Fahren 2000 Mark und in den letzten 40 Fahren 4000 Mark beträgt. Es verdient besonders heroorgehoben zu werden, datz jedes zweite zur Amortisation gelangende Stück mit einem solchen B^nus ausgestattet ist. Die Anleihe ist keine verzinsliche Anleihe, sie ist aber infolge der Ansammlung der Zuschläge eine Sparanleihe, ja noch mehr, sie ist eine Versicherung; denn jedem Besitzer der Stücke ist die Möglichkeit gegeben, nach 20 Fahren seinen Besitz dem Staate zu kündigen Er erhält dann den Betrag einschlietz- lich der aufgelaufenen Zuschläge mit einem Abzug von 10 Prozent zurück und befindet sich daher in derselben Lage wie jemand, der ein Kapital zum üblichen Sparkaffenzinssutz von 3 Prozent angelegt hat, die Zinsen stehen lätzi und es mit Zinseszinsen nach 20 Jahren abhebt. Angesichts dieses Rücktrittsrechts 'pielt weder die Unverzinslichkeit der Anleihe, noch ihre lange Laufzeit - 80 Fahre - eine erhebliche Rolle. Was aber die Anleihe neben ihrer Ausstattung mit Gewinnen, Zuschlägen, dem Bonus für das grohe Publikum besonders anziehend macht, ist der Umstand, datz bei der Zeichnung die Hälfte des Betrages in Kriegsanleihe, und zwar zum Nennwert, entgegengenommen wird. Das Reich will allen denen, welche in schwerer Zeit ihre Mittel dem Staat zur Verfügung gestellt und in Kriegsanleihe angelegt haben, die Möglichkeit geben, durch Einlieferung der Stücke bis zur Hälfte des zu zeichnenden Betrages der neuen Anleihe ihnen Anteil an deren besonderen Vorzügen zu gewähren. Dadurch, datz dieses Vorrecht, Kriegsanleihe ein: zuliefern, nicht nur auf die Kriegsanleihezeichner, sondern auch auf die Kriegsanleihe besiher ausgedehnt wird, ist jedem die Möglichkeit gegeben, in Kriegsanleihe einzuliefern. Die Kriegsanleihebesitzer, welche die Spar-Pramienanle he 1919 gezeichnet haben, haben außerdem das Ieichnungsvor- recht, wenn vor Ablauf von 10 Fahren eine neue gleichartige Spar-Prämienanleihe zur Ausgabe gelangt. Die ganze Ausstattung der Anleihe, ihre Verknüpfung mit der Kriegsanleihe und ihre Beschränkung auf einen bestimmten Betrag, die mit dem Besitz verbundenen steuerlichen Vorteile und vor allem das Rücktrittsrecht, gibt die Gewähr einer steigenden Kursrichtung. Die mit der Anleihe verbundenen Beftei- ungen von der Nachlaß- und Erbanfallsteuer sind geeignet, sie besonders beim kleinen Publikum populär zu machen. Die Vorzüge, welche die Beteiligung an einer solchen Anleihe jedem gewährt, der sie zeichnet, sprechen für sich selber, so daß es eines besonderen Appells an die Bevölkerung nicht bedarf. Die Zuteilung der Stücke erfolgt, wie bei einer Idegrenzten Anleihe Üblich, nach Maßgabe der Höhe «ber Zeichnung. Da indessen eine sehr erhebliche Beteiligung an der Zeichnung zu erwarten steht, sso daß der kleine Zeichner Gefahr laufen würde, keine Stücke zu erhalten, wenn nach vorstehenden Grund- sjitzen verfahren würde, hat die Reichsfinanzver- »altung im Interesse der kleinen Zeichner veranlaßt, »aß jeder Zeichner mit Ibis 5 Stücken worweg befriedigt wird, ehe die Verteilung Ber Stücke entsprechend der Höhe der Zeichnung er- flolgt Damit wird auch der beabsichtigte Eharakter Wieser Anleihe als einer Dvlksanleihe namentlich auch im Inlereffe der kleinen Kriegsanleihebesther gewahrt." Die vorstehenden Mitteilungen über die neue Anleihe, die mit „Deutsche Spar-Prämienanleihe 1919" bezeichnet wird, lassen erkennen, daß es sich hierbei zunächst um den Versuch handelt, eine Ordnung der Reichsfinanzen anzubahnen. Das beweist die Begrenzung der Anleihe auf 5 Milliard. Mk. Man will offenbar zunächst einmal erproben, welchen Erfolg diese neue Anleiheform hat, um sie dann (evtl, in abgeänderter Form) in größerem. Maßstabe zu wiederholen. Die Reichsfinanzverwaltung erreicht durch den in Vorschlag gebrachten Modus gleichzeitig eine Abburdung der Schuldenlast des Reiches und die Bereitstellung neuer Mittel. Im vorliegenden Falle handelt es sich allerdings um Summen, die im Verhältnis zu der Höhe der Reichsschuld und des Reichs- ftnanzbedarfes keine wesentliche Rolle spielen. Das Reich erhalt durch die neue Anleihe nur 2l/2 Milliarden Mark in bar, die bei der gewaltigen Hohe der schwebenden Schuld von fast 100 Milliarden Mark nicht ins Gewicht fallen. Gleichzeitig wird die Kriegsanle'he- schuld um den gleichen Betrag vermindert. Die Zeichnungsfrist der neuen Anleihe beginnt voraussichtlich Anfang November. «Eine deutsche Note über die Dstsee- iperre. Berlin, 30. Okt. (Wolff.) Die deutsche Regierung ließ folgende Note in Paris überreichen: Die interalliierte Marinekommission übermittelte der deutschen Marinekommission am 10. Oktober folgenden Funkspruch: „Infolge des Angriffs auf Riga werden alle Freifahrt-Erlaubnisse für Schiffe in der Ostsee vorübergehend außer Wirkung gesetzt. Schiffe, die sich in der Ostsee befinden, sind zurückzuberufen und keinen anderen Schiffen ist die Erlaubnis zu geben, in See zu fahren, so lange diese Außerkraftsetzung dauert. Deutsche Schiffe, die in der Ostsee in See befindlich angetoffen werden, sind der Beschlagnahme durch die Alliierten unterworfen. Die Minenräumboote sind zurückzuberufen " Das Ersuchen der deutschen Marinekommission um Bestätigung, daß die deutsche Schiffahrt in den deutschen Küffengewäffern nicht behindert werden würde, wurde von der interalliierten Marinekom- miffion am 14. Oktober wie folgt beantwortet: „Die Außerkraftsetzung der Freifahrt für die deutschen Schiffe schließt die territorialen Gewässer ein." Erst durch Funkspruch vom 26. Oktober ist die Sperre für diese Gewässer aufgehoben worden. Nach den der deutschen Regierung zugegangenen Mitteilungen befinden sich auf der Reede von Reval acht deutsche Schiffe, welche von englischen Seestreitkrästen zum größten Teil in estnischen Gewässern angehalten und dorthin gebracht worden sind, ober an der Aus- ahrt aus dem dortigen Hafen verhindert worden sind. Andere Schiffe werden in ßibau festgehalten, darunter ein Schlepper mit zwei Leichtem und einer Ladung von 1400 Tonnen Kohlen, der auf der Reede von Pillau auf der Fahrt nach Königsberg angehalten wurde. Mehrere Segler wurden in der Nähe der dänischen Küste festgehalten. Sämtliche Schiffe hatten die erforderliche Erlaubnis der interalliierten Marine- kommiffion und waren teils vor Ausbruch der Sperre, teils zu einem Zeitpunkt ausgefahren, der zum Teil chon wegen Mangel an funkentelegraphischer Einrichtung eine rechtzeitige Warnung an sie unmöglich machte. 3m übrigen hat die Maßnahme zu einer schweren Schädigung des deutschen Wirtschaftslebens geführt. Zahlreiche deutsche Schiffe liegen in deutschen Ostseehäfen fest. Unentbehrliche Rohstoffe, Erze usw., Lebensmittel, namentlich Fleisch und die in Dänemark gekauften Kartoffeln können, was bei der äußerst ungünstigen Kartoffelernte sehr bedenklich ist,auch mangels der Möglichkeit, deutschen Frachttaum für sie zur Verfügung zu stellen, nicht der Wirtschaft zugeführt werden. Durch die Erstreckung der Sperre auf di. Fischerei, die innerhalb der Küstengewäffer nur in ganz be- chränktem Umfange möglich und wenig ergiebig ist, ent: teht nicht nur ein sehr empfindlicherAusfall anNahrungs- Mitteln für die Großstädte des Binnenlandes durch den Ausfall des mehrere Tausend Zentner täglich umfaßenden (Ertrages des Ostseefischfanges, sondern auch schwere Schäden für die Fischereibevölkerung, die ohne Familienangehörige allem 15 000 Köpfe umfaßt. Durch bloße Freigabe der Schiffahrt in den Territorialgewässern können diese Schäden nicht wieder gut gemacht werden. Vor allem wird diese Beschränkung auch die Heranführung der zur Vermeidung des völligen Iu- ammenbruchs des Wirtschaftslebens in Ostpreußen notwendigen Kohlenmengen wesentlich erschweren. Hier -hat die durch die Sperre auch der Küstenge- wäffer herbeiführte völlige Unmöglichkeit, die schwer belasteten Bahnen auf dem Wasserweg zu unterstützen, ogar bereits zur Einstellung des ^Betriebs des Elektrizitätswerkes in Königsberg geführt, wo auch das Gas-, Waffer- und Elektrizitätswerk mit Stillegung bedroht ist. Die deutsche Regierung hat in ihren Noten, insbesondere in denen vom 3. und 16. Oktober, den Nachweis erbracht, daß sie mit allen Mitteln bestrebt it, den Rückzug ihrer Truppen aus dem l Zaltikum und Litauen mit größter (Energie durchzu- ühren. Die alliietten und affoziierten Regierungen haben in ihrer Note vorn 10. Oktober die Zweckmäßigkeit dieser von de deutschen Regierung eingeleiteten Maßnahmen ausdrücklich anerkannt. Auch haben sie den Vorschlag angenommen, einen alliierten Vertreter zu entsenden, um" von den getroffenen Maß- regeln nähere Kenntnis zu nehmen, oder etwaigenfalls anderweitige Vorschläge zu machen. Indem die deutsche । Regierung im übrigen auf ihre Stellungnahme in der Note vom 16. Oktober Bezug nimmt, weist sie darauf hin, daß an den Unternehmungen bei Riga, die als äußerer Anlaß für die Maßnahme der interalliierten Marinekommission angeführt sind, deutsche militärische Stellen unbeteiligt sind. Sofern etwa unter westrussischem Befehl stehende frühere deutsche Truppen daran teilgenommen Haden sollten, kann die deutsche Regierung nur wiederholen, daß sie ihrerseits alles versucht hat, um dies zu verhindern. Wenn ttotz dieser Sachlage die Sperre gegen die deutsche Schiffahrt und weite deutsche Küsten- sttiche verhängt wurde und dabei sogar zeitweise über die nach anerkennten, völkerrechtlichen Grundsätzen Deutschland zustehende Gebietshoheit über seine Küstengewäffer hinweggegangen wurde, so muß die deutsche Regierung gegen diese ungerechtfertigten Vergeltungsmaßnahmen, wodurch zahllose, an den Vorgängen im Baltikum gänzlich unbeteiligte Deutsche schwer geschädigt werden, nunmehr feierlich st vor aller Welt Verwahrung einlegen. Die deutsche Regierung nahm von Ihrer Mit- teilung vom 27. Oktober Kenntnis, daß die interalliierte Marine-Waffenstillstandskommission angewiesen ist, alle Maßnahmen zu treffen, um den hiesigen Vorstellungen, die sich keineswegs auf Fischerboote und sonstige kleine Fahrzeuge beschränkt haben, zu entsprechen. Sie muß jedoch feststellen, daß bisher, abgesehen von dem eingangs erwähnten Funkspruch vom 26. Oktober und der auf besondere Anfrage erfolgten Wiederzulaffung der Minensuchfahr- zeuge den zuständigen deutschen Stellen von der genannten Marinekommission keinerlei Mitteilungen, weder hinsichtlich der in ihrer Note vom 27. Oktober erwähnten Fischerei noch hinsichtlich der nicht erwähnten Zufuhren aus den neutralen Ländern zugegangen sind. Andererseits vermag die deutsche Regierung, worauf von der deutschen Friedensdelegation von vornherein hingewiesen ist, irgend welche militärische Gründe für den Fortbestand der drückenden Einschränkungen nicht anerkennen. Höchstens für die Absperrung der Küste von der deutschen Grenze Finnlands, nicht aber für die Stillegung der gesamten deutschen Ostsee-, schiffahrt außerhalb der deutschen Küstengewäffern könnten Gründe militärischer Art angewendet werden. Die deutsche Regierung ersucht daher die alliierten und affoziierten Regierungen nochmals dringend, die Maßnahme, die bei ihrer Anordnung ausdrücklich als vorübergehend bezeichnet worden ist, nunmehr völlig aufzuheben und Anordnungen zu treffen, daß alle festgehaltenen Schiffe, die sich zur Zeit ihrer Festhaltung in Unkenntnis der angeordneten Sperrung befunden haben, ihren (Eigentümern zurück- gegeben werden. Die in der Note erwähnte Mitteilung des Herrn (Elemenccau vom 27. OK ober lautete: Die alliierten und assoziierten Mächte haben Ihre Vorstellungen hinsichtlich der Schiffahrt der Fischerboote und an» derer kleinerer Fahrzeuge deutscher Nationalität in der Ostsee geprüft. Sie haben die interalliierte Ma- rine-Waffenstillstandskommission angewiesen, alle Maßnahmen zu treffen, um "ben Vorstellungen der deutschen Regierung nach Möglichkeit und insoweit Genüge zu tun, als derartige Maßnahmen nicht den als unumgänglich erachteten militärischen Maßregeln widersprechen würden. * Königsberg, 31. Okt. (WTB.) Die Abendblätter melden: Die am 9. Oktober von den Alliierten beschlagnahmten und nach Libau eingebrachten Bremer Seeleichter Nummer 134 und 160 des Norddeutschen Lloyd mit iyrem Schlepper Merkur trafen gestern in Pillau ein. Sie bringen etwa 1200 Tonnen Kohlen für Königsberg mit. Den Schiffen wurde am 28. Oktober in Libau von dem englischen Befehlshaber mitgeteilt, daß die Beschlagnahme aufgehoben sei und sie ihren Bestimmungsort aufsuchen dürften. Englische Rache für Scapa Flow. Breslau, 30. Okt. (Wolff.) Ein am Mittwoch abend aus dem englischen Gefangenenlager Donnington Hall zurückgekehrter Offizier berichtet in der „Schlesischen Volkszeitung": 3m Kriegsgefangenen- lager Donnington Hall werden gemäß einer Verfügung der englischen Regierung der Führer der ocutschen Seestreitkräfte von Scapa Flow, Admiral Reuter, ein Kapitänleutnant, ein Oberleutnant zur See, drei L ndonflieger, ein U-Bootkomman- dant und sechs der Scapa Flow-Mannschaften zurück- bchatten werden. Die Offiziere sollen vor ein G e- richt gestellt werden. Auch die übrigen etwa 120 Scapa Flow-Offiziere werden nicht in die Heimat entlassen, sondern sollen bis nach Erledigung des Gerichtsverfahrens in Donnington Hall bleiben. Anmerkung des Wolff-Bureaus: Eine amtliche englische 'Betätigung dieser Meldung liegt nicht vor. Zur Ratifizierung des Frieden». Versailles, 31. Oht. (2VTB.) Nach den Abendblättern wftd der Fünferrat wahrscheinlich von Deutschland verlangen, bei dem Austausch der Ratifikationen ein Protokoll zu unter« zeichnen, wodurch es sich verpflichtet, die noch nicht völlig erfüllten Waffensttllstandsbedingungen nachttäg- lich zu erfüllen. Das „Journal des Debats" glaubt, daß am 1. November darüber entschieden werde. Nach demselben Blatte sprach ber Fünferrat auch darüber, wie Deutschland den den Alliierten zugefügten Schaden (gemeint ist jedenfalls die Zerstörung der Flotte in Seapa-Flow) ersetzen solle. Die maritimen Sachoer. ständigen wollen die Frage begutachten. Die Äohlenfraget für Wien. Wien, 31. Okt. (WTB.) Korr.-Dur. 3n der gestrigen Stadtratssihung teilte Bürgermeister Neumann mit, datz es den Bemühungen des amerikanischen Obersten Fores jetzt gelungen sei, die Ausfuhrbewilligung für 200 000 Tonnen amerikanischer Kohlen für Oesterreich zu erhalten, sowie, daß die amerikanische Regierung geneigt sei, gegen eine angemeffene Sicherheit einen Kredit dafür einzuräumen. Da indes eine Verschiffung nach den adriattfchen Häfen mangels Rückfracht unmöglich sei, und nur atlantische Häfen für den Versand in Bettacht kämen, so sei trotz der gewaltigen Kosten angesichts des Standes der Valuta und trotz her außerordentlichen Schwierigkeiten, die sich dem Bezug amerikanischer Kohlen entgegenstellen, beschlossen worben, bie Verhandlungen fortzusehen. Au» Liessen. Zu ber bemokratischen Parteiversammlung in Butzbach schreibt uns Prof. Dr. Werner: Als Monarchist bin ich selbstverständlich für bie Wieberherstellung eines Kaisertums das auf dem Dolkswillen aufgebaut ist cingetreten. Diese Entwicklung wird m. E. ganz von selber und ohne ge- waltsame Eingriffe kommen, weil bas monarchische Prinzip bas bie Wahl bes Staatsoberhauptes aus» schließt, eine gleichmäßigere unb unabhängigere Regierung bebingt als bie Wahlmonarchie bes gegen- roärtigen Präsidialsystems. — Das parlamentarische Systems habe ich durchaus nicht restlos anerkannt; im Gegenteil: ich habe es als falsch bezeichnet, daß die Parteitüchtigen nach oben kommen und bie fachlich tüchtigen Leute zur Seite stehen müffen. Der Neichrhauzhaltsplan für 1919. Berlin, 30. Okt. Der Nationalversammlung ist eine Ergänzung zum Gesetzentwurf betreffend die Feststellung des Reichshaushaltsplans für das Rechnungsjahr 1919 zugegangen. Tie Ergänzung ist durch die Gestaltung der politischen Lage im Reiche, insbesondere durch den Abschluß des Fried.'nsvertrages und durch die Annahme der neuen Reichsverfassung, sowie zur Befriedigimg unvorhergesehener Bedürfnisse notwendig geworden. Sie briigt eine Gesamtübersicht des Haushaltsplanes für 1919 und stellt diesen Plan in seinem Endergebnis fest. Zugleich wird der Finanzminister ermächtigt, zur Bestreitung einmaliger außerordentlicher Ausgaben die Summe von 8 861270 028 Mark im Weg« der Anleihe flüssig zu mad)cn und zur vorübergehenden Verstärkung dieser außerorden.lichen Betriebsmittel der Reichshauptkasse sechs Millionen Mark Schatzanweisungen auszugeben. Der Ge- samthauschalt sicht in Einnahmen und Ausgaben die Summe von 5 7 4 7 0 Mill. Mark vor, also gegen die Rechnung von 1918 weniger 21 Vs Mill. Mark. -ter ordentliche Haushalt des Rechnungsjahres 1919 schließt einschließlich der Ergäiizimg in Em- nahmten und Ausgaben mit 15 310 Mill. Mk. ab. Bei der Einnahme sind die Zölle und Steu-- e r n einschließlich der Ausg^MSbeträge auf 13 202 Mill, veranschlagt, wovon 9 Milliarden aus neuen Steuern erwartet werden. Tie Einnahmen aus dem Bankwesen einschließlich der Tarlehnskassen, sind auf 544 Mill. Mk. veranschlagt unb aus deut auf das Reichsichatzministerium übergegangenen Betrieb der Reichsvermögens-, VerpslegungS-« Vekleidungs- und Remontoämter werden 88 Millionen Mk. erwartet. Bei der Postv-erlvaltung wird infolge Einführung der neuen Postgebühren an Stelle des veranschlagt gewesenen Fehlbetrages von 161 Mill. Mk., mit einem Ueberschnß von 185 Mill. Mk. gerechnet. Bei den auf 13 318 Mill, veranschlagten fortdauernden Ausgaben tritt besonders hervor die Ausgabe für die Verzinsung der Reichs schuld mit 8817 Mill. Ferner sind zu enpalfncn (die Ziffern bedeuten Millionen Mr): Beim Retchsarbeitsministerium für das Heeres- und Marine-, Lazarett- und Versor-- gungswesen 270, dir Kosten der Schlichtung saus - schüsse mit 25, für Wocl>enhilfe und Wochenfürsorge 60, Beihilfe zur Unterstützung der minderbemittelten Bevölkerung zur 'Beschaffung von Hausbrand- Kohle 15, Belastung des Reichs durch die Invalidenversicherung 108 Millionen. Beim Reichsheer: Die bis Ende September aus dem .iiriegsfonds bestrittenen Ausgaben für die Reichswehr auf ein halbes Jahr 543, für die Verwaltung der Reichsmarine desgleichen auf ein halbes Jahr 79 Millionen. Beim Rcichsfinanzministerium: Die Kosten der Landesfinanzämter mit 197, die Veteranenbeihilfe 39 Millionen. Berm Reichsschatzministerium: Für die Reichsvermögensämter 30, für die Reichsverpflegungsämter für die Reichsbelckeidungsämter 30, für bie Remontämter 5, 121 insgesamt 186 Millionen, Die einmaligen Ausgaben sind auf 1962 Millionen veranschlagt. Hervorzuheben sind: Kriegsteuerungszulage für Offiziere, Beamte unb Mannschaften, ferner an Lohnange- stcllte, sowie an Ruhegehaltsempfänger und Hinterbliebene 1730 Millionen. Der a u tzero rden t l ich3 Hrushalt ich rnft in Einnahmen und Ausgaben mit 41344 Mill, ab. Hervorzüheben sind: Bei der allgemein ?n Finanzverwaltung: Kosten aus Anlaß des Krieges und der Temobilmachung 13 000, für t’ewn^en aus dem Friedensvertrag, insb.'.ond.re für d'n Wiederaufbau usw. 17 000, zur Abwicklung der Angelegenheiten teS alten Relchsheeres 3000, zur Abnickluna der Angelcgenherten der allen Marine 660, Beihilfen usw. für die heimkehrenden Kriegs- und Zivil gefangenen 151 Millionen. Beim R e i chs m i n i ste r i u m des Innern: Zur Rückerstattung von Fami.ienunter- tützungen 202, zur Fürsorge für aus Elsaß- Lothringen ausgewiesene Beamte usw. 20 Millionen. Beim Reichswirtschastsministe- rium: Ueberteuerungszuichüs^ zu Handels- chiffsneubauten 100, Ue-erteuerungszu- ch'üssc zu Dampfer-Neubauten 20, zur Verbilligung von Lebensmitteln 3500 Millionen. ri u> ni ro Hi m. bt A. du AU « Alt{ u. 1 All u. n iar: >u i * i f» 1CU u L CMi. am, niAi -ln> «I w lUte 5 t Al ick 'br ind KU ad. erh. Der litn iinn fct Set der Sr^xiThmg beS Ikeichshe »res: Zu: llnve^Ki'tung der über bv vlanmäßi'e Starte des otbent üien He>.ve:hauShaltz l/i tmu nxf> va- binüe en Truppen 3j0, bei bet V^rwalrang t>ex Reicksmorine desgleichen 121 9Kil;tmen B«m R?ichSfinonzministerium: Ueberteuernngszuschüs e m ö entlufj.n Not- standSarbeiten 3 J5 Millionen Beim Reichsschatzministerium Be- triebsauszaben des Re d,5enroltng samteS 53, für die Hauptvertoalru.'.g Der Re.chs-etrie>e 495, Bau mid Erwerb von el -ktni'chen Hochfrannu gs- Intimgen usw 100, Fort üfrurtg der von H er und Marine begonnenen ir öfteren bau! ch n Mas?« nahmen und zum Erwerb von G nnd iü.'en 50, L il sskassen für gewerbliche Unternehmungen 90 ans bi:fen Mi teln sol en den gewerblich n Unternehm n ^en bi dem Ue er ang zur Friede swirtscha t durch G:währtmg von Tor- leben, Aufträgen unö Bürgscha ten bi' Weiter- beschäftignng der Arbeiter oder d'e Wiederinbetriebnahme ermöglich' werden Ein Se rag von 2)0, Millionen ift se nerzeit vom Rat ber Volks beauftragten für diese Hil'säs e au5 dem Kriezs- fonds bewill gt worden), R.'ichsrechnangß stell" Damburn 'ür der Entente »ur Der ü Ting gestellte Schiffe 180, Unteren'tung der alli ert-n imo aho- ziierten Besatzungstruppen in den Rheinland m 210 und zu deren Unterbringung 23, Be'cha - fung von Verp legungsvorräten durch bv Der- pflegnnrsbmter des befetten rheinischen Genets und durch die RcichS-Konservenfabrik Main; 40 Millionen. Auf die beim außervrdentllchmt Haushalt inS- geftnnt ange'orderten 41 140 Millionen sind durch besondere Gesetze Kr-dit-rmöchtigungen k-er its er- teill in Höhe von 32 445 'DHTonen, so daß noch eine Krediterrnächimmg in Höhe von 8301 Millionen zu erteilen ist. Die Abrechnung des Reichshau- Halts für 1918 hat folgende Ergebnis^ gey v tigt: Der ordemliche Haushalt balanciert in Einnahmen und Ausgaben mit 9 012 914 000, während der aiiß.nwrdenHiche mit einer Einnahme von 67 468 382 000, dagegen mit einer Ausgabe von 69 997 163 000 Mark, also mit einer Mehrausgabe von 2529 Millionen abschlietzt, zusammen 79 Milliarden Gefam'auSgaben Der ordentliche Hausl)alt hätte mit einem Fehlbetrag von 419 Millionen abgeschlossen, wenn nicht Deckung aus der auferordentlichen Kriegsabgabe von 1916 möglich gewesen wäre. Diese hat 659,8 Mill, ergeben. Die Einnahmen an Zöllen, Steuern und Abgaben, einschl. der mit 2875 Mill, angcsctzten nnrenKri'as- fleiKm. aber ausschließlich ber erivckh'.tten 659,8 Mill. Ml Kr'eg>^bgaben 1916 haben einen Ausfall van 678 Mill, ergeben. Die Kriegsabgabe 1918 ifl hierbei mit tem voll veranschlag en Betrag von 1800 Mill. ang?setzt, bei dem allerdings nach Abzug der Verwrllungslhsten erst bar 1617 Mill, einy"gangen waren. Ter Restbetrag von 182 Mill, ist im laufenden Jahre nicht nur eingegangen, sondern durch die Ist-Einnahme bis Ende August van 693 Mill, erheblich überholt Auf die mit Dem Gesamtbetrag von 2875 Mill, anqesetzlen neuen Kriegssteuern sind eingegangen: Zuschlag zur Bronntweinverhrouchsabgabe 12, Weinsteuer 160, Mineralwasser steuer 18, Schau nnvllnr euer 8, Di rsteuer 28. Zuschläge »ur Kriegsabgabe 1916 132, Umsatzsteuer 151, foteaSabgobe für 1918 1800, insg samt 2309 Mill Mk. (gegenüber 2875 Mill.), somit weniger 566 Mill. Weiter sind im Haushalt der Allgemeinen Fi- nanzvi-rw-rltilng an Mehrerträgnrssen zu verzeichnen: Tcr Anteil am Reingewinn brr Reichsbank mit 374 und der Ueberschuß der Darlehenskasse mit 495 rgegen 276 MD. im Vorjahr) zusammen 869 Mill onen Mark so daß unter Berücksichtigung Kriegsabgaben 1916 die Einnahmen an Steuern ter Abgaben ufw. insgesamt ein Mehr von 791 Millio- nen erbrachten. Ein wenig erfreuliches Bild bieten die Ergebnisse der Ueberschußverwaltungen. Sie ergeben statt eines vorgesehenen Uederschusses von 81,9 eine Znschußlei stun g des Reiches von 561 Millionen Mark. Eine Mehreinnahme erbrachte nur die Reichsdruckerei, statt der Borge- ,'ehnren 3,75 Millionen ein Mehr von 5,8 Millionen. Die Post- und Telegraphenverwaltung ergab statt des veranschlagten Ucber- schusses von 103 Millionen einen Fehlbetr a g von 40 5 Millionen und erforderte somit einen Zuschuß des Reiches von 508 Millionen. Die Reichseisenbahnverwaltung wie, statt des veranschlagten Fehlbetrags von 24,9 für die Zeit bis Ende November 1918 einen Fehl- trag von 53,5 Millionen auf. Im ganzen ergaben die Einnahmen des ordentlichen Haushalts 9,13 Milliarden. Bei den Ausgaben ergab sich im ordentlichen Hau-Halt eine Mehrausgabe von 1315 Million.'n ßgen über dem Anschlag. Zu beachten ist, daß e Ausgaben an Penftons- und Berstorgungs- bedurfnissen aus Anlaß des gegenwärtigen Stit- «S bisher aus dem KriegSstvndS bestritten werden. Erheb'icke Tlidyraufhxiibimgen hat di' 93er- naltuno, Brr mfnng und Tilgung der Reick^fchuld Das Glück der andern. £)riginal-9bman wn Erich 6 ben flein. Copyright 1916 by Cb einer b Contp., Berlin W 30. kNackdrucl n-r' Ml.) Fortsetzung 38. Aber ein Rest von Besrnnung hielt sie jite?- mal zurück. Nein, sre wallte ja tratz aitebem nicht ruiprten, waS sic sich errungen hatte Und d r Trumpf-. wäre nur dann ein wrklichr Trumps gew-.-sen, HKitn er MagnuS an äußer >r Stellung und Macht über'egen gttvesm wäre, waS ja leider nicht der Fall war. Sie bezwang sich al^o auch jetzt und sagte nur etwas kleinlaut: „GlaverSh^im liegt in Steter» mark, nicht w,hr?" ,^Ja: mitten im Hochgebirge E? ist ein schönes Gur mit sehr flu3geb.’bn em Salb i» und einem dazugehörigen Jagdscklößchen, , HuberMSbauS" " „Und was sollen wir daN? ES wird nach einsamer sttn alS Rettenegg!" „TaS taute nur auf uns an. Tu willst ja nicht in Rcttenegz leben, wie du sagtest!" ,Dnd du an war etest mir darauf: Ich werde müjfen!" sagte sie bi.ter. Er macht? eine ung bubige Bewegung. „£)öre. Evelyn. wir w"llen unS das heben nicht flegenfeii g m;t spitzer R den erschweren. Ich bin crnnt, txine Dcht.che, forocit es irgend möglich iß, zu terücks ch.igen, darum machte ich dir bvi.*n Ä?rtlag. Wir können in Ären ein Haus machen. Unr» ElaverSl,eim war zu tiebxiten meines BaterS, als wir noch Die ganzen großen Hachlmlbiagden nicht in Pacht gegeben hrtten, ein sehr lufiig:r, ab* neck !unasre»ch«r Aufenthalt. Ich errnner: mich nach sehr Wahl meiner Änabärzeir, in txr 4 eribrbert. Tie Berzänsuarg verursachte eine Mehrausgabe von 608 Mill. Ter anßervrdenlliche Haushalt 'chteßt in Einnahmen mit einem von 1603 MUlian.»n, in Ausgaben mit einem Mehr von 2683,1 Mil* lianen ab, wein amit eine Mehrausgabe von 2528,7 3Rauf. Aus Sta t und Land. Gießen, den 31. Oft. 1919. Letzte Aufforderung zur Wafseu- auhciei ung. Tas Hessische Gesamtministerium erläßt folgende Aufforderung: Noch immer beiinden sich ablief- berzöge gehörten. Mama hatte alle Hände voll zu tun mit all Den vielen Leuten, die ss gerne kamen, denn bü Giaversheimer Jagden sind berühmt. All das kannst du wieder an sieben lassen, wenn es dir bdtebt. Tie Pacht läuft diesen Herbst zu Ende — soll ich die Jagden dann toterer selbst bcf^altrn?" ,.Ach ja!" sagte Evelyn, deren Blick sich bei bem Wort „ErzHerzöge" k>e.'ebt hatte: ,M3enn es io ist, dann bin ich ganz einverstanden mit deinem Projekt." llnd sie verlank in ehrgeizige Träume fünf- ttger P achtentfaltung, sah sich schon als Haus nau ihr.- Gälte empfangen und begann sich im fti I n flwas auS;u öhnen mit dem Gedanken, künftig Ktn wn Berlin zu leben. die er Tag sollte ihr noch mehr bringen. Auf dem Heimwege begegnete ihn n Graf Dirbna, der in Wahlange.e enheiten nach Btrd.e.ten wollte und fk‘ nun em Stück begleitete. Beide Männer sprachen von Po'ittk und Evelyn hörte anfangs nur zerstreut zu. AIS ater dann Magnus ten älteren Freund wn seinem Enisch uß, aus dem 2t. a:sd:en>l au:- zutreten, m Kenntnis setzte, schien dfser vor Freude ganz außer sich fi geraten, so daß sie unwillkürlich aufmerksam trirte. „Aber daS ist ja famos'" rief der Gvaf, ,j>i haben wir ja oxiilid», wis wir b nötig brauchen und bisher vergeblich suchten: einen einwandfreien Kandidaten für das frei gewordene Mandat Stell- lecks! Einen Mann auS unserer Mitte, der di: Interessen teä feudalen GvoßgrundbnitzeS zu ver- treten wisen wird wie kern zweiter! Wenn wir nickt aus -offener Straße waren, ich würde Sie umarmen, S-ante fe.d!" Magnus sah stumm vor sich nieder. Es war ja nicht das erstemal, daß Witbni ihm diesen Wumck der Partei nahelegte. Aber bischer hatte er im Hinblick! auf seinen Ber rf immer abgelehnt, llnd tetzl . . . Sich wähten lassen, hieß hierbleiben. Frn- lich, euren großen Teil des Jahaxs märte man in Wien leben müssen, und es wäve tene Tätigkeit, oie den ganzen Menschen erforderte, bie abhielt vom Teufen unö Grübeln und Vergleichen . . . Aber dazwischen kamen doch wieder Ferien, davor lag eine lange Zeit, die in Rettenegg verbracht werden mühte. Und er chttte sich ebm im Stillen oorgenommen: sio bald als möglich heiraten und dünn fort — fort — „Ich mühte mir daS erst noch sehr überlegen," sagte er zö ternd. Aber Wirbna fiel ihm eifrig ins Dort: ..DoS ist da zu überlegen? Gibt eS dmn ein* bessere Stellung für einen Mann von Jhr^r Fähigkeit? He'.srn Sie mir doch, ihn zu üterfr-ugen, gnädiges^ Fräulein! Er kann, et darf uns gar nicht tm Stack lassen. Schon um seiner selbst willen nickt. Teufen Sie nur die Stellung, die *r hatte a S cinstunmiy — denn dafür stehe ich — gewählter Vertreter untrer ganzen G'gend! Ern kleiner Herrgitt wäre er, und Rettene ig d*r M t el- und Sammelpunkt der ganzen Intel.igenz hier." Er Lotte sich ganz atemlos gesprochen, Evelyn mit leuchtenden Äugen zugehört. zrrgegen sein. Neuerdings werden ober die Gevack- f!ückr nicht mehr regelmäßig geprüft ES empfiehlt sich aber tros.*cm rür alle Fülle, gleichzeitig mit seinem C4e;'ä gesährl«^ Ter Lan^virt nimmt allerdings einen solckxn Weizen nicht zur Saat. Ein Mittel, ben mit Brand befallenen Weizen zu terbeifern, besteht in einem gründlichen Waschen und Trocknen ber Frucht. Kreis Schotten. Gedern, 30 Okt Für Kriegsbeschädigte und Rentenempfänger, die Auskunft in Militärver- sorgungsangelegenheiten (Rente, Unterstützungen, künstliche Glieder, Orthopä ische Schuhe, Lazareitauf- nahmen, Badekuren usw.) zu erhalten wünschen, wirb durch einen Vertreter der Dersorgungsabteilung der Dersorgungsstelle Gießen am 31. d. M. von 11 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags auf dem Rathaus Sprechstunde abgehallen. Dielt neue Einrichtung wirb zweifellos von den in Betracht kommenden Perjone^ dankbar begrüßt und hoffentlich ausgiebig benutzt werden. KrriS Drtzlar. — Launsbach,30 Okl. Das hiesige ber Droe. Wilhelm Bechthold Gießen gehörige Anwejen ging durch Kauf für 22 000 Mk. an den Kaufmann Ludwig Wagner über. Hrssrn-Nasfau. X Gelnhausen, 30. Okt. In dem Ulan- gatt-, Edelton- und Klinkerwerk der Gewerkschaft Rosenkranz u. Schmidt in Hailer bei Gelnhausen hat ein Grohfeuer einen Teil der Fabrikanlagen eingeäschert. Die Bureau» und Wohnräume wurde, gerettet. kr Frankfurt a M., 30. Oktober. Nachdem sich ein Teil der Kommunisten, die die Leitsätze des Hauptoorstandes nicht anerkennen, von der Partei getrennt hat, wird nunmehr eine dreimal wöchentlich erscheinende Zeitung von ihnen berausgegeben, die sich „Die rate Fahne" betitelt kr. Frankfurt a. M., 30. Oktober. Di« Solo-Mitglieder der beiden städtischen Theater, sind in eine Bewegung zur Erreichung einer Teuerungszulage von monatl ch 300 Mk. ei "getreten. ra. Königsberg, 30 Ott. Die Grube König s b e r g hatte in alter Zeit einen sehr regen Betrieb auszttweisen. wurde ober 1898 infolge Be- förbertingsschwterigkeiten gänzlich ftillgeteyt. T« Firma MaratcSmann hat neben Grube „Abenb- Item" bei Bieber auch auf uirernr Höhe den Betrieb wieder aufgewmmm. Seit 1' 61 versorgte ti? Grube Königsberg bie LudwigShütte bei Btetenlbpf mit Eisensteinen und noch vor hwmigm 3 M D«llgar '' ' fluten unb -.rate der W :4; Sud) HU --denhandlun' ergründe' .„r an susl iruott 3®c’( rkei unö 1 itiett Die 2 unö vahr ges nlnt lasse« in tnerttn Sufba ■infit 'P als tnt&itte" abf An-Ittil zuw iJüirer uni «„ulischen 5ü LH°" vt cn ben (Bei w fronen ist r« beendigt. 6 an nahm bie ” 5d)teburgtr r.ng bet (Beteil Mngeilag« •mtfen (ein. bo jum Ctinr m dm, gibt astn öchiachtt n Canbral be 'Ktgtgul, ihm bautet, bah i po-rbratsami ( Berlin DasioistillstM gtt bnrd) l 25jdjriat fit fintn säumt 3agtn tum Q ral)rfMnfi$ vorauf man fit ’argtt fjtuft 5 Wt nad) ba ber Unbekannten ifnelt, bemerkte leie. Der (ofi lürtt, bah ex \\ !?enz jebtr *Pi «htr, bah brr: das Mibchrn, b Mr, nach tintrr öevuhllor bamie un br deutsche l fdtonsmfltitn ein Der Jm Wmih Stifibau nm 9 Ubr M Erledige ««• dritter 5 ^EUttgesed an « folgt dir -Dv'-oubsvrachr ütufeflm ?n KS 28 Seh, W 15 U? Ubr ch -IT UV Sw? Wen: moralischen Sühne entgeht. ' für girunbiofrlid) bered? sachlich iivecfentfprcjKitb »en. behördliche Anzeigen Eberversteigevnng 12407 Inheiden, den 29. Oktober 1919. Lungenentzündung bei Grippe. W... Hausen, am 22. Dez. 19. Heilquelle Karlsmprudel jeder tt. Mrchliche Nachrichten. Katholische Gemeinde. Freitag, 31. Oft., nachm!. 5 u. abds. 8 Uhr: C^legenh. z. hl. Beichte. — Samstag, 1. Nov., Bekanntniachttng- dklchstehenden KleinhantasgesMtten ist die Abgabe von Weißmehl und Nährmitteln, die auf Grund von ärztlichen Attesten ausgegeben werden, für den Monat November 1919 übertragen worden: Weißmehl bei Bieker, Chr., Neustadt, Nährmittel bei Bum, A. Wwe., Steinstraße. Gießen, den 28. Oktober 1919. 123838 Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Nächsten Montag den 3. November, nachmittags 3 Uhr soll ein (Eber zur öffentlichen Versteigerung gebracht werden. nächtigten. U, 30. MI. «» ni'se Nußlands nicht nur für gnund'ätzlich bered? rigt, sondern auch für tariäditkn zroeckentsprechcnd. Tre deutsche Regierung sei bereit, sich an einer Bctr.: Verordnung über Beschäftigung Schwer-^ beschädigter. Bekanntmachung. Die Verordnung des Reichsamts für die wirtschaftliche Demobilmachung vom 9. Januar 1919 hat insofern eine Abänderung durch diejenige vom 24. September 1919 erfahren, als nicht aus je hundert insgesamt vorhandene Beamte, Angestellte und Arbetter ohne Unterschied des Geschlechts mindestens ein Schwerleschädigter zu beschäftigen ist, sondern es find vielmehr aus funs- undzwanzig bis einschließlich fünfzig, insgesamt vorlxindene Beamte usw. mindestens, ein Schwerbeschädigter und auf je fünfzig weitere Arbeitnehmer mindestens ein weiterer Schwerbeschädigter emzustellcn. Sämtliche in der Stadt Gießen befindlichen öffentlichen und privaten Betriebe, Bureaus und Verwaltungen werden hiermit auf versehende Abänderungen hingewiesen und aufgefordert, entsprechend zu ver ähren. 123968 Gießen, den 27. Oktober 1919. Der Oberbürgermeister. Versicherungsamt. I. V.: vr. Se i b. Bekanntmachung. Tie Friedhöfe sind in der Zeit vom 16. Oktober bis 15. November von 8 Uhr mvr- bis 6 Uhr abends, vom 16. Novencher bis 15. Februar 1920 von 8 Uhr morgens bis 5 Uhr abends «öffnet. 123988 ^GreLn, ben 28. Ott 1919. * er Vberbürgermeiltvr. I B: Kre nzie n. Nnnst «nd Wissenschaft. Frankfurter tzritauff ihruug. Arnold Zweigs jüdische Tragödie „Die Sendung Semaels" ward im Frankfurter Schauspielhaus zum ersten Mal öffentlich gegeben. Eine, von Gustav Hartung hingebungsvoll geleitete, meisterhafte Aufführung beschäftigte, mehrfach in Doppelrollen, nahezu sämtliche Mitglieder der Bühne und ließ stärkste künstlerische u,»drücke von den Herren Feldhammer, Ebert und Taube ausgehen. Der Erfolg des Abends war groß und mitteißend, und das Publikum rief neben den Darstellern auch Dichter und Regiffeur zu vielen Malen vor die Szene. In Südungarn spielt von April 1882 bis Mai 1883 die äußere, an eine wahre Begebenheit ange- knüpste, dramatische Handlung: Ein Mädchen vergewaltigt und erstickt; die Juden des Ritualmordes angeklagt, Gerichtsverhandlung und Freispruch. Und zu diesen Szenen kommen, „außerhalb des irdischen Raums und der irdischen Zeit-, solche hinzu, durch die der Einzelfall in die Geschicke des jüdischen Volkes, ja des Weltganzen eingereiht wird, da die Geister des Guten und Dösen, z. T. in Gestalten aus dem alten Testament verkörpert, ihn symbolisch ausdeuten. Gerade der Wett dieser ttanßcndenlen, hörbar durch das Buch Hiob und den Faustprolog angeregten Nebenhandlung ist, bei dem ersten Anhören schwer zu ergründen. In dem Drama aber, das ihrer an sich gnt entbehren könnte, hat uns Arnold Zweig jedenfalls ein Bühnenwerk von deutsche Nationalversammlung. Berlin, 30. Oft Am Mrnisterrisch: Müller, Erzberger. Präsident Fehrenbach eröffnet die Stt- zung um 9 Uhr 45 Min. Nach Erledigung von Petitionen wird in zweiter und dritter Lesung die Novelle zum Brannt- weinsteuergefetz angenommen. Es folgt die dritte Beratung des Haushalts, Hauptausspracbe. Reichsflnanzminifter Erzberger: Der Etat für 1918 batte eine Gesamtausgabe von insgesamt 79 Milliarden Mark. Mit einer Gesamtmehrausgabe von 21/, Milliarden Mk. für 1919 konnten wir zum ersten Male wieder einen spezialisierten Etat aufstellen. Für 1920 hoffen wir, bedeutend weniger mit Pauschquanten arbeiten zu können Bisher wurde überall mit vollen Hün- n1» Darm. 6y,: Gelegmh j U. Beichte 7: o Meise. 8: Austeil. b. hl. Komm 9: frntamt m. Pr. 11: Hl. Messe m. Pr. Nachm 5-.-: Roienkranzand m. Segen. 4 u. abds. 8 Gelegenh z hl. Buchte. Don 4-7 werd, fremd« dosier Beichte hören. — Diaspora-Gottestanst am 1. Nov. In Lungen 7y8. Laudoch 10. Lich9'/, Wettervoraussage für Samstag. Wolkig bis heiter, trocken, ftärfere Abkuylung bis Frost, östliche Winde vvrherrfcheird. Geschäfts-Eröffnung! Den Einwohnern von Wieseck und Umgegend bringe ich zur Kenntnis, daß ich in Wleeeck, Obergarlen 1 ein Schuhmachergeschäft eröffnet habe. Indem ich um gütige Unterstützung meines Unternehmens bitte, sichere ich meiner werten Kundschaft reelle Bedienung zu. [12406 Hochachtungsvollst Johannes Immel. - .......■■■ ^nen-Heimkehr. Oft. Ws jekl sind W Stobt, die sich m es? ei ©tiongcnidyft dem üchckhrt. Es sind btti: ifin, GaMrtWliM ib Eugen Mensllxl. %u M unjerer Stobt au? btt eich und England cttiuitd. .Oktober. Als dritter au heute Karl Löcher w zurück, in der er sich W 6s befindet sich nm her Gtsangenlchast ob, 29. Oft- «?»* t lurudgtfcfjrt. w J® terU $*!f ** Frauenhaar kaufe zu höchsten Preisen. Aufkäufer gesucht. I H. Süßkind, Neuenweg 29, nahe der Seltersergrenze Biskirchen 14, Fernruf L . . . . Ick erlebte, als ich tm KrankheitsauSbruch zum Karls,vrudel griff, daß der Schleim sich tn Gegenioart des Arztes in einer Weise löste, wie er es noch nicht erlebt batte. Ihr dankb. Pf. Bachstern. scht cn, 29 o. ug’ic » ft ^ig K °nd Mkni, 4 «tat* wen unb nm totripft ^«6 fetten. «W ^u^nf?riÄWe ’te.UntitaJ ‘Ratten TfÄ“ i fcten > 0Us tNs 3 fl- Z 7^ -- Di. W* ' . J; tfi Letzte Nachrichten. Deutsche Ablehnung der Teilnahme an der Blockade gegen Rußland. Berlin, 30 Ott. (WTB.) Tie deutsch? Regierung 1)ltt teute in Paris dieAn 1 wort n o t c auf die Aufforderung« zurTeilnahmcan der Blockade gegen Svwj et r u ßl a n 0 überreichen lassen. EmMNgs der Note wird bnraui hing-.'wiesen, welche Wirkungen die Hungerblockad. in Deutschland hatte, daß unter ihr in erster Linie Greise, Frauen und Kranke zu leiden hatten und daß die Blockade auf die Geistesverfassung der Bevölkerung 'm zersetzendem Sinn gewirkt und anarchistische Strömungen gefördert habe, statt sic zu hemmen. Es stehe zu befürchtcn, daß diese Er fahrungm sich in Rußland wiederholen würden. Hinzu komme, daß i'iotoolji nad? den allge m e i nenvölkerrechtlichenGrundsätzen, wie auch insbesondere nach der Satzung des künftigen Völkerbundes im vsrlieg.mtai Falle die Voraussetzung^. M die Verl-ängung der wirtschafte lichen Blvckaoe nicht gegeben sein dürften. Aue» allen diesen Gründen gölte die deutsche Regierung,' nach wie vor die von ihr oertretcne Poiittk der Nichteinmischung in die inneren Verholt ktzlar. .?°r hiesige porige 3nwt|tn . ■ Qn den fiaufmann ßj ?üflnn. 3* dem Mai, erroerh bcr EnverksM & ?el®tInl,auiente "u der Jübrihani^ unb WohnrLume lwbri M . Oktober. Nachdem lcn- die die Ceitfäbt btt lennen, von bet Partei eine dreimal tvdcheatlich )nen ttmsyyben, dir • betitelt 30. Oktober. M i städtischen Theater, ftnJ reidjung einer leutrung«. Dlk. eingetreten. O.Oft. Ti« Grude-z. er Seit einen sehr rege X aber 1898 infolge 8t> gänzlich stillgelegt. Te 1 neben Grube „Wev> tnr'ever höhe den Betnkl ‘1C61 versorgte ^Grck title bei Stdxitibpf mit r nxmigm frbr#bnit 'Tf in mühseliger W hingrhost. *fibcx btrff ng seine ^nstrink i der \twa ÄrinmM cW rn der Mille fe l Betrieb war. den gewirtschaftet. Das hat auf gebärt. (Beifall.) Der Etat für 1919 balanciert mit insgesamt 57 417 000 000 Mark. Ich werde eine Verordnung erlassen, daß sämtliche Ansprüche, welche aus An las des Krieges erwachsen sind, in der Zett hon drei Monaden anzumelden sind. lBeisall.) Brs zum 31. März 1920 muß und kann das alles erledigt sein. Für die Ausgaben für 1920 kann uas RerchsfinanzMinisterium erllären, daß es sich streng an die Beschlüsse des Dauses halten wird. Werden aber die Einnahmen auch emgefren ? vca nmrg, alle Kriegskosten den Feinden aufzubürden. Wrr tragen die Folgen des tzindenburgprogramms. An Neuausgaben haben wir nur 5 Milliarden für Lebensmittel und wettere Airsgaben für Notstands- unterflÜbungen gehabt; alles andere sind Kriegs- ausgaben. Dazu kommt, daß wir nicht einmal nülrrenb des Krieges den Zinsendienst durch Steuern aufgebracht haben, ebensowenig die Ausgaben für das stehenoe öecr und die Pensionen. Wir brauchen neue Anleihen Mit den Sparpcä- sniien glauben wir dem Volke gebient zu haben. Wir sind einen Schritt weiter gekommen und werden nicht rasten. Wir bedürfen aber der Mitarbeit des ganzen Volkes. (Beifall bei der Mchrheit.) Es beginnt die Einzelberatung. Beim Kapitel Reichskanzler bemertt Abg. Dr. Mumm (D.-N.), es fei ein Fehler gewesen, daß inan in_ der Frage der Flamen wie der Balten nicht auf die Stimme des Blutes gehört habe. Erzberger habe 1914 sogar die englischen normannischen Inseln annefrieten wollen. Beim Kapitel Auswärtiges Amt erklärt Mmi- ster Mül ler auf eine Anfrage, es habe sich er- Rebcn, daß tn Deutschland natürlich kerne belgischen oder ftanzösischen Gefangenen mehr sind. Die Rückführung unserer Gefangenen wird bald beginnen. Ein polnischer Hauptmann hat anaefünbigt, daß diejenigen Gefangenen ans Danzig, Posen unb Oberschlesien, die für Polen sich entscheiden, sofort zurückkehren könnten, die anderen aber bleiben müßten, Wir haben dagegen schärfste Verwahrung eingelegt. Beim Kapitel Reichshew eröärt Gmetll Reinhardt Tie Ansätze für die Brrpflegung (Berichts!aal. X. Hanau, 30. OhL In dem Prozesse gegen die an den (Betreibe- usw. Schiebungen beteiligten Personen ist jetzt bie Vernehmung ber Angeklagten beenbigt. Einen breiten Raum in den (Erörterungen nahm bie Diehschiebungsaffäre ein. Sowohl über bie Schiebungen mit Zuchtvieh wie über bie Errichtung ber Geheimschlächterei in Wachenbuchen will ber Mitangeklagte ßanbrat Frhr. ßaur nicht unterrichtet Sewescn sein. Metzgermeister Röll in Wachenbuchen, er zum ßeiier ber „Geheim"schlächterei berufen worben war, gibt als Mitangeklagter an, baß bei ber ersten Schlachtung ein Roastbeef unb eine flenbe für den ßanbrat bestimmt worben sei. ßanbrat Frhr. ßaur entgegnet, ihm sei nichts bekannt. Weiter wirb behauptet, baß überhaupt viel Fleisch unb Wurst zum ßanbratsamt gekommen sei. Privatkurse von morgens bis abends in Deutsch. Engi.,Latein, Franz., Mathern., kaufm. Rechnen usw. — Belegen der Fächer nach Wahl daher billige Vorbereitung auf Prüfungen. Der Stunden preis ist so gesetzt, daß die Kurse allen erufs- klassen zugä g sind. Kleine Gruppen nach Alter und Vorbildung. Daneben its'imÄss o russisch Korsos erteilt von geprüften Lehrkräften der betreffenden Länder. — Eintritt jederzeit. Auskunft und Anmeldung bei ödMßMMMIMZ 00007* Wildverkauf. 31t den städtischen WildverkaufSstellen, bei taten die Vorbestellung erfolgt ist, wird a in a ms tag den 1. November 1919 auf die ^sstellausweife 2001—2200 Mttdsleisch gegen Ablieferung der Fleischmarken der 43. Woche ab- amrn^ ^ochenabschtritt entfallen lieber nicht rechtzeitig abgehllte Wlldmengen totrb anderweirg verfügt. 123978 Gießen, den 30. Oft. 1919 Der Oberbürgermeister (LebenSmittelamt). B e kanntmachnng. Das Backen von Weißbrot für den Monat November 1919 ist nachstehenden Bäckern übertragen worden: Teichert, A., Liebi-istraße, Fleckenstein, W., Walltorstraße, Katz, S., Neustadt. Gießen, den 28. Oktober 1919. 123848 Der Oberbürgermeister (LebenSmitvelamt) starker unb lebendig quillenber Wirkungskraft de- scheett. Die 24 ® Iber geben zusammen ein ergreifenb unb wahr gesehenes D lb des jüdischen Ghettos; einzelne lasten in ihrem straff unb ganz knapp konzentrierten Aufbau an ben großen Vorläufer des heutigen Expressionismus, Georg Büchner, denken. Nicht zu leugnen ist allerbings, baß bie beiden letzten Auszüge entschieden abfallen und daß es der ästhetischen Gerechtigkeit zuwiderläuft, wenn der eigentlich schuldige Verführer unb Verleumber bis ans Ende unserer Truppen sind sparsam. Eine Aufbff- serung ist nötig, wird aber dem Wirtschaftsleben zugute kommen. Ungerechtigknten sollen rus- geglitten werden, indt kann ber der B'ijchaffungs- bcihttfe ent; Anrechnung der erhaltenen Bezüge nrcht ganz entbehrt werden. Tie Unterkunft wird besser geregelt werden können, sobald de Truppenstärke feststebt. Die Verp.legung ist nicht schlechter geworden. Zm März hatten wir noch Vorräte, -bau Artikel Ludendorffs bedauere ich, denn ec trägt den Schwierigkeiten der leitenden Stellen nicht Rechnung. Ein Herz für die Truppen Ixri Ludendorff immer gehabt, ebenso wie ich und meme Mitarbeiter. Ter Sinn für Wa!)rha tigleit und Siebe zum Soldaten Handwerk ist ein Gemeingut des deutschen Volkscharattcrs ohne Unterschi.d emzelner Kreise. 3d) bin nicht hoffnungslos, auch nicht für die nächste Zeit, wo die Daumenschrauben des Friedens instrumentes anietzen werden. Wir wollen die Zähne zusammenbeißen. (Bei.all.) Zu dem Kapitel „Reichsjustizverwa tung^' bemerkt Abg. Dr. Kahl (D. Vp.) gegenüber neuer- llcher Ausführungen des Abg. Dr. Sinzheimer, dre luristischen Fakultäten huldigten keineswegs einer einseitigen geschichtlichen und formalistischen Ausbildung. Abg. Dr. Sinzheimer (S03.) wünscht, baß dem 3ura-Stubierenben mehr bie Erkenntnis ber wirtschaftlichen unb sozialen Zusammenhänge gelehrt werbe. Minister Schiffer: Unbeschadet ber ZustSnbig- heit berßänber beabsichtige ich, gemeinsame Besprechungen behufs einheitlicher Ausbilbung ber Juristen, wobei bie heutigen wertvollen Anregungen Berücksichtigung finben werben. Beim Kapitel „Allgemeine Finanzverwaltung" bringt Abg. Frau Dr. Lübers (Dem.) bie Notlage ber Helfer unb Helferinnen zur Sprache, bie durch bie plötzliche Auflösung ber Orbnung im November in ernste Bebrängnis geraten find. Sie würben vielfach nicht zurückttansportiett aus bem Felde unb den Etappen, verloren ihre Sachen unb erhalten nun keine ober ganz ungenügenbe Entschäbigungen. Die Ministerien verhalten sich ablehnenb. Auch oeraus- tagte Gelber konnten nicht zurückerhalten werden. Minister Erzberger: Die verauslagten Selber werben jetzt nach Aufhebung ber Sperre ausge- zahlt werben. Wegen der Bezüge ber Helfer und Helferinnen ist bas Reichsfinanzamt an bie Vorschriften gebunben. Zu dem Etatsgesetz erklärt Abg. Schulz,Bromberg (D.-N.) namens feiner Partei, daß diese die Annahme des Etats ablehne. Gehälter usw. müsten natürlich gezahlt werden. Wir sind aber nicht in ber Lage, bie Verantwortung für einen (Etat zu übernehmen, besten Steueransätze nicht bie Garantie geben, daß sie tatsächlich auch eingehen, unb Sparsam- kett vermissen läßt. (Beifall bei ben Deutschnatio- nalen.) Abg. Dr. Heinze (D. D.): Wtt sinb nicht in ber Lage, ber gegenwärtigen Regierung unser Vertrauen auszusprechen. Wir werben baher gegen ben (Etat stimmen. (Unruhe.) Abg. Seger (Unabh., mit Heiterkeit empfangen): Wir lehnen selbstoerstänblich ben (Etat ab. Minister Erzberger: Don ben Unabhängigen habe ich nichts anberes erwartet. Auch von ben Erklärungen ber Rechten bin ich nicht überrascht. Lebhaften Protest muß ich aber gegen bie Begrünbung einlegen, denn wann hätte ein (Etafcje bie Garantie geboten, bah seine Voranschläge auch eingehen? Nach einigen Bemerkungen bes Abg Dr. Döhme (Dem.) weist Abg. P a ch n i ck e darauf hin, daß bie Nechte selbst bebeutenbe Erhöhungen beantragt hätte. Abg. Schulz- Bromberg (Dtschntl.): Unsere Erklärung ist hervorgegangen aus tiefstem Mißtrauen gegen bie Regierung. Minister Erzberger: Ms Parteipolitiker habe ich mich über ihre Ablehnung gefreut, bie ihnen bas deutsche Volk so leicht nicht vergesten wirb. Ihr Treiben ist vaterlanbsverräterisch im wahrsten Sinne bes Wortes. Abg. Scheibemann (Soz.): Ich freue mich über bie Fortschritte, bie bie Rechte gemacht hat. Als wir den (Etat ablehnten, waren wir oaterlanbslofe Gesellen. Die Folgen Ihrer Mißwirtschaft sind es, unter denen wir leiden. Der Reichskanzler hat am Ministertisch Platz genommen. Verschiedene Anträge der Rechten werden abgelehnt, solche aus dem Zentrum angenommen. Der Etat wird gegen die drei Oppositionsparteien angenommen. Der Entwurf ber siebenten Ergänzung bes Be- solbungsgesetzes wirb in zweiter unb dritter Lesung angenommen. Eine Reihe von Petitionen, sowie Berichte des Ausschusses für Volkswirtschaft und desjenigen für soziale Angelegenheiten werben erkbigt Die nächste Sitzung finbet am 20. November, nachmittags 3 Uhr, statt. Schluß ls/4 Uhr. vermischtes. Lebend eingcsargt. Berlin, 30. Ofct (Wolff.) (Ein Ehauffeur der Waffenstillstandskommisfion fand, als er gestern Morgen durch den Grünewald fuhr, eine etwa ?5jöhrigc Krankenschwester regungslos unter einem Baume liegend. (Er brachte sie in seinem Wagen zum Gemeindearzt. Dieser stellte den Tod, wahrscheinlich infolge von Morphiumvergiftung fest, worauf man sie in die Leichenhalle schaffte und ein» sargte. Heute Vormittag schickte ein Polizeiwacht- meister nach der Leichenhalle, ber die Persönlichkeit der Unbekannten ermitteln sollte. Als man ben Sarg öffnete, bemerkte man, baß bie anoeblich Tote ab in e t e. Der sofort herbeigerufene Gerneinbearzt er- klärte, baß er sich geirrt habe, aber infolge Aussehens Jeber Puls- unb Herztätigkeit annehmen mußte, baß ber Tod eingetreten sei. Man brachte das Mädchen, das 15 Stunden im Sarge gelegen hatte, nach einem Krankenhaus, wo sie noch immer bewußtlos barnieberliegt Arn Halse wurden Strangu- jationsmarhen und Blutungen festgestellt. Anscheinend jiegt ein Verbrechen vor. Aussprache über ixe tn Betracht fomntnttai Fragen zu beteiligen. Sie werde sich allen frgenbd wie zweckmäßig erscheinenden Maßnahmen, die bov gemeinsame Ziel des Schutzes gegen den Bolsche nrismus erreichen Hessen, gerne anschlicßeu. Tie deutsche Regierung könne jedoch nicht umhin, in ernster Form darauf aufmerksam zu machen, daß ein Zusammemmrlen der Mächte nur frtnn ersprießlich fein könnte, wenn neben der Erkenntnis des gemeinsamen Interesses, auch die Achtung und l-vyaie Anerkennung der gegenseitigen Rechte ge sichert sei. Dies könne aber solange kaum angenommen werden, als die alliierten und assoziierten Mächte es für angängig erachteten, über die deutschen Küsten und Schtffe selbst Blockademaß. regeln zu verhängen. Rcgierungsmahnahnttu gegen die Truppen im Baltikum. Berlin, 30. Okt. (WTB.) Tie Reichsregierung hat in der heurigen Kabinettssitzung mit Rück sicht darauf, daß bie Abtransporte aus dem Balli tum bisher ungenügend sind, tat Beschluß gefaßt, daß sämtliche Truppen die nicht bis zum 11. No ventber die deutsche Grenze passiert haben, als fahnenflüchtig etflärt werden. Sie verlieren die deutsche Staatszugehörigkett und damit rutdi selbstverständlich alle Versorgungsansprnche Donar Law über die Ratiftkation des Friedens. Amsterdam 30. Okt. (WTB^) Nach vem „Matlchefter Guardian" hat B 0 n a r L a w gestern erklärt, er erwarte die vollständige Ratifikation des Friedensvertrages unh das endgültige Zustandekommen des Friedens nicht vor Februar oder März 1920. Der Reichsjustizminifter über die bevorstehenden Reformen. Berlin, 31. Okt. (WTB^ Vor einer Ver sammlung von Pressevertretern hielt der Reichsjustizminister einen Vortrag über bie von ihm beabsichtigten Rejorn>en des geltenden Rechts, vor allem sei erfPrderlich. die elementarsten Begriffe des lgeltenden Rvchts auch in ben Schulen zu lchren. Weiter sei eine Erhöhung der Ann>altsgebühven erforderlich. Eine weitere Vorlage betr. neue Maßnahmen zur Löschung der Vorstrafen. Ferner sei ein Gesetz zur Aufladung der Valuta-Hypothek in Vorbereitung, die dringendste und wichtigste Vorarbeit sei die über die Einrichtung von Wuchergerichten. W-iter sei eine völlige Reform der Straf Prozeßordnung anzustreben. Endlich werde im Sommer 1920 dem neuen Reichstag eine gesamte Reform der Zivilprozeßordnung unb des Bürgerlichen Gesetzbuches, beS Handelsgesetzbuches und der Sondergesetze zugehen. Die internationale Arbeitskonferenz. Washington 30. Okt. (WTB.) Reutei'. Ärbeitssekretär Wilson hat die internationale Arbeitskonferenz namens der Vereinigten (Staaten für eröffnet erklärt. Unter den Delegierten befinden sich Vertreter von 36 Ländern. Achtung! Preiskegeln! bei onm Hof-Güll, den 30. Oktober 1919. 13409 *. - Die Beerdigung findet Sonntag den 2. November nachmittags 3 Uhr auf dem Hof-Güller Friedhof statt. Saalbau Cafe Leib Die Chiemseer Morgen Tamstag abcud 7 Ubr beginnt das Aestvrogramm. Als erste Einlage: Heinr. Bönse), Hammstr. 15. ES ladet freundlichst ein Tas Komitee. Heute nachmittag verschied nach kurzem Krankenlager mein langjähriger Brennmeister Herr Gottfried Budewig im 60. Lebensjahre. Ich verliere in ihm einen stets treu bewährten Mitarbeiter. C. Hoffmann, Oekonomierat Q| Samstag, 1. Nov., von nntbm. 7 Uhr, und Sonntag, 2. Nov. mjrafa GßldpFeis^eln Giessener Hochschiilgesellschaft ................... ,,,.,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,1,,..... »>>,,............. Professor Dr. Walter Amelung wird Freitag den 3L Oktober, abends 81/* Uhr im grossen Hörsaal des Vorlesungsgebäudes seine üebersetznng der „Die Selbstmörder“ Trotz der überhäuften Engagements, die diese Novelle vom In- und Ausland hatte, ist es mir gelungen, diese berühmte und beliebte Kapelle für mein Etablissement zu verpflichten. 020981 ES ladet ein Hann Kirzlnger. Antigone des Sophokles Wener Haiissrauen-Ltrein. vortragen. Eintrittskarten: 2 Mark, für Studierende Mark, in der Ferber’schen, Freea'schen und Ricker’schen Buchhandlung, beim Hausverwalter Kitter Im Vorlesungsgebäude und an der Abendkasse. 12130c Der Reinertrag ist f. d. Archäologische Institut der Universität bestimmt. Lichtspielhaus Heute letzter Tag: Fern Andra Ab morgen bis inkl. Montag: Carola Toelle in Die Insel der Glücklichen üesellschaftsdrama m 5 Akten. — Ferner: Klebt doch. Männe, Lustspiel in 3 Akten, /i Bereiten Sie sich vor, ab Dienstag den 4. Nov.: Henny Porten in Kose Bernd von Gerhard Hauptmann. 'iimimmiiiirmiiiiiimiiiiimiimimiiiiiiiiiimiiimimiriiimiiiiiiiiiiiiii Hauptversammlung Mittwoch den 6. November 1919 abends 8 Ubr im Hotel Schütz. Tagesordnung: 1. Jahresbericht, 2. Rechnungsablage, 3. Verschiedenes. 12400D Der Vorstand. Frieda Alter Karl Schäfer Verlobte | Dillenburg Gießen | 010958 ************................................................ Brncksachen aller irl ÄMMTÄ wert tle Irthl'eehe üelv.-DrvakereL 1. Laeoe, Bleie» Mots-Apnrat 13x18 m. 3 DopvelkaffeiL Momenrverschlutz ni. Oo- tit preiswert ab.ugeben. 3u besichtigen v. 11-1 Uhr. Babnbofstr. 15 b. Lebr. Dezimal- u. Tafelwaage zn verkanten 020979 _____Neuenweg 42. JortzugSh. sind zu oert: 1 uuciidjl. eifern. Bett. I schrank, 1 guffeiicrn. Herd mit.'»Meter Qten- robr, lifi) uud Stühle, 1 Bank, Regale und ein Liege Losa. Schriftliche Sinocbote unter 020932 an den Gießener Anzeiger. Zu verkaufen: Lerich. Tiaare Militär Lchniir- i.Tnbe, sowie 2getragene Wintermäntel und Anzüge für 15 bis 18-jährize .Vnnhen, au ff erd. 1 Jacke ii. Hofe. Oastav Günther, Lollar, Hanotstr. 99. la. tamg-Sloli engl. Ware, für einen Anzug obAinicbcn. NävereS 777 an den Greff. Anz. erbet Mntkijillilmn sucht Stellung. cöIL auch Ainn Emvsang ober zur Hilfe im Sprechzimmer. Schriftl. Angebote unter 020!»47a.d. Gien. Anz. erb. besseres Fräulein aus Els.-Lotbringen aus- nemiefeit sucht Stelle auf Bureau ober alö Per- Käuferin für sofort. Schr. An geb. unter 020952 an den Gieh. Anz. erbeten. | Verkäufe | fxriflb?*reibmfli*ine. tau neu, u. Koner zu verkaufen. 020972 Goelbettr. 23 L (1—3). Zwei Doppel-Pony mit Geschirr zu verkaufen. 02096.' __Aeterweg; 22 p. LrWtS Mtchsttl zu oerkausen bei (tzeorg Jochem, Endbach, Kr. Biedenkopf._______020936 Zugpferd zu verkauf. Jobs. Gräf, NeiSkirchen.Burkhards- felber Str. 30. (020945 BelgischeStnte zugfest, zn verkaufen. Lndwle Dlciz, 020980 Stamenberg. Säoftriifinitint ßinlffltr u ii ö Fcrkcl zn verk. bei Phil. Dabus, Launsbach._______12399 Jagdhündin kurzhaarig, braun, van eingetrag. Eltern, feiniic y/rtie, vorzüglich aus Hühner, 1'/, Satire, verkäuflich für 450 Mark. Schr. Angebote unt. 020957 an den Giehener Anzeiger. Hau* 4x4 Zimmer und Garten, zu öert Wohnung wird durch Kauf frei. Näheres Schiflinb.Wegil II. Ein guter viersitzlger klein. Faqdwnqen Selbstfahrer, zu vert 0I*5‘ Wetzlar, Parisergasse20. «üit neues BreitI 4fitzig, 1» und 2svän,tig zu fahren, zu verkaufen bei A. Schäfer,Wagnermstr. Oberscheld b. Dillenburg Motorrad (fahrbereil) 2 Zylinder, 3'/, PS. Frie- densbereiL prima Bergsteiger zu verkauf 020976 K. II. Hüller, Ricber-Breidenbach bei Alofelb, Teleohonawt Nomrod 7 ?flmpfwfl)ifunaid)inc (f. Familie), Hangevendel m. GaSrobr, Hängeglüb- licht s. Küche uiiu. z. ut SchrAng.u.l2387a.d.G.A. Nähmaschine gebraucht, preiswert zu verkaufen. 020959 _______Nirerweg 22 1. KLAVIER verkauft Jnllia Schmidt, Ruppertenrod- 1,4 LI nL sellidiaufeluferö u.l dies Sofa in jerf. 020980 Lndwigttr.dvp. Paletuts sm. Anzüge in allen Grögen preiswert zu verkaufen. U»«» SrttcrSlVffl 58,1. Eing.: Gtke BolkSbad. Ein selüge. iDiüjierü- uiuutelu.Hisezuueek. 020038 Liebigstr. 85 I I. Prima 020928 Speisemöhren abzugeben, Psd. 25 u.30 Pf. Hiut. b. Wett Anlage 5, Xafelbirncn K: 0MT0 Babnbositr. 26 H. ”185?" Aepsel iTafelobst» bat abzugeben Paal Eichler, Dien»- mann, Lich. 12411 | Kaufgesuche ] Mühle oder 8ö zÄeitoi mit Wasserkraft unb 20—30 Morgen Land zu kaufen gesucht. Schr. Ang, u. 020703 ad. Gietz.«. 4-5 Zimmerhans zu kaufen gesucht. Schristl. 2lngeb. u. O20927 an den Gieg. Anzeiger. 5- odcr V-Zimmer- Ktagkn-Hans mit kl. Garten, o. Selbit- käiifer bei hoher Anzahlung (eine Wobnunh bald frei» zu kaufen gesucht. Schr.Ang.u.02W7Ja.G.Ä. Wehe 35 mm und gebr. Näb- maschiue, i>us;betr., zu kaufen gesucht. Schr.Ang. uni. 02044 a. d. Gieb.Anz. Mittelgroße Hundc Hütte zu kaufen gesucht. Schriitl. Ang, u. 020943 a.Gieb.Auz. ßesellschaflskleid Gr. 42, zu kaufen ge sucht. Schr. Angeb. unt. > 20946 an den Gieb. Anz. lSktrag. Älki-kk Tchuhe mit Model aller Art DT- kanit -WX L. Noicnzweig, ttziehen SelterSiveg 581. Zigarren HlUe 663—650 M. kauft Otto Behacke, Eutla. I l Puppenwagen auch reparaturbedürftig 3u kaufen gesucht. Wo, sagt.Herio", Mittel- deuische Annoncen - Er- pebition Giehen. Plock- irrnüe 5.____________020961 Wa« Uhren, ivold- u. SilbersaLcn auch zerbrochene, zu verkaufen hat, wende sich an <«g. Koch, Uhrmacherei, Mublttrane 2 nechu der Ladnbofftrahe. 020904 j Empfehlungen ) Neiuer bollänbiichcr Halte heute und morgen im ,,Hotel Einhorn“ Sprechstunde ab. Pasqueel- . Bary Leiter des Instituts fm prakt. Menschenkenntnis. Marburg. 02)978 aitS der Tyabrif von van Houten wieder eingetr. bei I Pfund Iß Mk. bei 5 Pfund 15 Mk. Heinrich llrieRch, 1240:) LelierSweg 70. "• 2»lai| 2ii.2Llnir.l9- Uettrl nger MöBstcr- W- Lotterie m» 155 000 M0 00 1200 00 Lose IU Kk. 3 20 (fflr Porto und Liete 40 Pfg. mehr) VUreenden »ach onUr Nnchnuhme Al.W.Precht&Co., Hamborg 1, „ Mönckcbenntr. 5. _ Pfeffer Körner per Pfund 16 M. Sveise n. Einmacheffia per Vtr. 50 Psg., Suppes- wftrxe per Vtier 6 Dl. Keines Talelsala per Pfd. 17 Psg. Berstes- n Dali- Kalles ganze Körner per Psd. 90 Psg., sowie gern. Kaffee empfiehlt C. Kuhn, Kalser-ite 18 Große Role + Geldlotterie Zlohaag 14. Movsmber 3264 Qeldgevinae uai 1 Prlmle bar 37 000 Mark Möfll. Höchstgewinn 20000Mark Lose zu 110 M., Porto u. Liste 45 Pf. empfiehlt Lotterie-Unternehmer itwhv J. Stürmer Mannheim O. 7 11 früher Straßburg Els. In Gießen die Lotterie-Einnehmer und Lose Verkaufsstellen. ctodltb Illi- i ^M.iMccrb!!!chc starke, grohsrücktige Sträucher,empfiehlt Gärtnerei Dönges, Marburger Ctr. 67. OEL WACHS* SCHUHKREM Besonders preiswert! Ein Posten 11>oc la Hemdentuch felnfädig.ohneAppretur Meter 9.50 Mk. Modehaus Salomon Gießen, Schulstraße. Etwas flanz Feines S4BBIKAT Dl IC rmi a STAJU1 icorriweMrt otoe। is/s fiBNipe.yj rchivitzblliitt elektrisch. Dampf.Heihluft Hieb. Bäder Fichtenriadel. Salz, Kohlensäure. Bestrahlungen mit künstl. Höhechime bei (090960 L. Kratz n. Fran ärztl. unb Uaatb geprüft tileßen. Schulftrahe 1L _____Telephon 354. Spiegel Flurgarderoben Sessel in grober VuSwabl ein- getroffen bet 020966 Philipp Henkel, —Tonne nstraffe 14. Kleiner echwareer Kinder-Pelz Garten oder Acter nahe der Steinftraffe zu nachten gesuäil. Schrifil Ang u.«^00a.Gletz.Anzeig. Suche zu pachten ober kaufen einen schönen (harten in fübl. Lage, mit £bfh bäumen u.Leerensträuch. Schr.«ng.u 123»3a.b.G«. Zwei Herren im Alter v. 2S u. 30 I. fu'jen zwei anftänd.eo. Mädchen vom Vnnbe kennen zu lernen Heirat. Kriegerwitwen mit etwa? Vandwirifch. n. auSgeschl. Swr.Ang U.020967 n. G.A. | Verschiedenes! Näharbeiten werden angenommen. eaw« Labnttratze 9 p. Wer stickt zuhause eine Aussteuer? Schristl. Angebote unter 12347 an den Gien. Anz. Hch fuche für meine 22fahr. Tochter für einige Monate Aufnahme in ein. gebildet, cvang. Familie ain liebsten in einer Universitätsstadt, wo dieselbe Gelegenheit zur weiteren wissenschastlichenu gesellschaftlichen Ausbildung findet bei geordneten Ber- pflegungsoerhältnlffen. Gefl-Angt! Angabe der Beding.n.L 3951 a d.Ann.- Exped. MainzerBerlagS- anftaltA.-G., ■alax.im