ZwiNiirgsrund-ruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- u. Steindruckerei R. Lauge.Schriftleitung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Schulstr. 7. sämtlich UI eit taien -mittelbar militarisäMi Schutz haben, aufgelöst werden. General P 6 t a i n wird bekannt- dlich bleibt bas Gebiet durch Artil- lich an brefM^Tage zum Generalstiabsckef ernannt sie dann um iad|. hen anjtlffjtn fang 7 Uhr wor- Die Denkschrift 5udendorff§. der N sehe jrannn itonKo- lillpPÜ 0 /OiUpiel mhof1 rerk. 9 ife Leib ein U 0 ö Selbstverständlich bleibt ______ . , lcrie und Flieger immer sehr gefährdet und wird starke Sicherungsmaßnahmen nötig machen, da wir unsere Grenzen dort nicht bis an die Maas vorschieben können. Umso dringender ist die unversehrte Erhaltung des niederrl)eiuisch-westsälischen Gebiets. Was die flandrische.Küste für Luftangriffe und der oberste Kriegsrat, wie ec vor dem Kriege bestand, wieder eingesetzt werden. Zu gleicher Zeit wird auch die Armee des Generals Görard.mit dem Hauptquartier in Speyer und die elsässische Armee G o u r a u d aufgelöst werden. Bern, 30. Juli. (Wolff.) Wie „Nouvelliste de Lyon" meldet, wird das französische große Hauptquartier nicht am 4. August, sondern an dem Tage, an welchem die Einstellung dec Feindseligkeiten durch Dekret festgestellt wird, . Auflösung de- französischen Hauptquartier». Reichstags auf vier Jahre festgesetzt den ist. * Landau, 30. Juli. Eine in Ed en- ko b e n bei Landau einberufcne Versammlung der Pfälzer Landesverräter, die sich nicht entblödeten, ihre Tagung unter der ehrlichen Flagge des Pfälzer Waldvereins cinzuberufen, ist in schmählicher Weise mißglückt. Ein starkes Aufgebot von Arbeitern und die drohende Anhäufung von Pflastersteinen führten einen vollkommenen Rückzug der Herren. »z«st Isis, rzog> Vahkhvffd, ggauüber: WaS* Weimar, 30. Juli. (WDB.) Die in ... Rede des Ministerprälide« ten kurz skizzierte Tenk- schrift Luocndorffs lautet: it. men - H Ü tUttü. Liß A ®Ä tftj h°ii -— Ware*1 o im1 Butzbach Hrj$ Ein Aufruf der ungarischen Räteregicrung. Budapest, 30. Juli. (WTB.) Ungarisches Korr.-Bureau. Als Antwort auf die Erklärung der Entente, mit der ungarischen Näteregierung nicht zu verhandeln, richtete- die Näteregierung an alle Proletarier der Welt, einen .Aufruf, worin es heißt: Die Bourgeoüieregie- rungen der Ententemächte wollen uns das Joch des Kapitalismus neuerdings aufzwingen. Man will uns in einer Flut von Blatt und Verleumdungen ertränken, denn unser bloßer.Bestand bedeutet Gefahr für sie, die in der Teilung der Beute auch dieletzter Reste ihrer nüchternen Urteilskraft verloren. Die Ententeregierungen wollen mit dem Räte-Uugarn! nicht verbandeln, da die Macht des Proletarierstaates rncht auf'dem Volkswilleu beruhe. Das sagen die, &e ihre Vollmacht von vor 8—10 Jahren: gewählten Bourgeoisieparlarnenten erhielten. jene* die entgehen dem Volkswillen den,Krieg ein leiteten, und Jahre hindurch schürten, die Bandenhäupt^ finge aus exotischen Ländern zu ihren Ver-i bündeten machten und Kolonien unterjocht halten - In Budapest allein haben 500 000 Arbeitende, bei den ersten A r b ei atswa hlen abgcstimmt in einer Stadt, die kaum eine Million Seelen zahlt. Doch das bedeutet in ihren Augen nich! die O f f c n- barung des Volkswillens, denn in ihren Augen bedeutet bloß der Wille der Bourgeois- klasse den Volkswilleu. Wir fordern Euch Arbeitende aller Länder und Proletariervrganisa- tionen der ganzen Welt auf, schickt Eure Abgesandten her, besichtigt durch sie unsere Arbeit, die den Kapitalisnius zertrümmert und den Sozialismus aufbaut, schickt Eure Abgesandten, uni die Wirkung der Blockade Eurer humanen Regierungen zu sehen! tos0"1 t weiter) H-2-5 »ehr «»5 Die Frage des linken Rheinufers. Paris, 30. Juli. (Wolff.) Havas. Die Fricdenskommissi m der Kammer hörte C leinen- c e a u mid T a r d i e u über die Frage des linken Rheinufers an. Clemenceau erklärte, daß die Bedingungen des Friedeusvertrages Frankreich eine Sicherheit verschafften, die einer Besetzung der Brückenköpfe gleichkomme. Auf den Einwand, hinsichtlich einer möglichst raschen Konzentrierung deutscher Truppen und der ferneren Hilfe Englands und Amerikas, erklärte er, daß es nicht durchführbar sei, daß eine auf 100 000 Monn reduzierte Armee niedrere Millionen aus- heben könne, ohne die Aufmerksamkeit Frankreichs und der ganzen übrigen Weit auf sich zu lenken. Der Wiederaufbau RordfrankreichS. Berlin, 30. Juli. (Wolff.) Bei der Gestellung von freien Arbeitern für Nordsrankreich wird, wie wir erfahren, abgesehen von den notwendigen Bürgschaften für die persönliche Freiheit und eine angemessene, Unterbringung und Verpflegung, von deutsckfer Seite auch auf die Festsetzung günstiger Arbeitsbedingungen gehalten werden und selbstverständlich auch darauf, daß die Ansprüche der Arbeiter aus der sozialen Gesetzgebung auch während ihrer Tätigkeit in Frankreich in vollem Umfange erhalten bleiben. Berlin, 30. Juli. (Wolff.) Heute abend fährt eine Kommission von deutschen Arbeitgebern und Arbeitnehmern nach Versailles, um mit der französischen Unterkommission die Einzelheiten ivegen der Gestellung freier Zivilarbeiter für den Wiederaufbau Nordfrank- reichs zu vereinbaren. den Gebietsstreifen liegen Gruben. Zunächst würde l dieser Zuwaclrs gestatten, im Frieden sparsamer mit unseren Erzen umzugehen. Ta die deutschen Erz- | vor vom men leider sehr beschränkt sind, ist dieser Punkt nicht unwesentlich. Vor allem aber würde der zu erwerbende Gebictsstreifen die Gewähr geben, da'ß die jetzt in deutsckiem Besitz befindlichen Gruben auch im Kriege arbeiten, wenn Der Vatikan zu ErzbergcrS Enthüllungen. Rom, 30. Juli. (Wolff.) Havas. Zu der Veröffentlichung von Dokumenten durch Deutschland wurde dem vatikanischen Korrespondenten der Agentur Havas erklärt, daß der Sachverhalt von Deutschland ungenau dargestellt und falsch interpretiert worden sei. Es handelte sich keineswegs um von Frankreich und England ausgehende Friedensvorschläge. Bei der kurz gehaltenen Abfassung der Mitteilung des englischen Gesandten an den Kardinal Gasparri handelte es sich vielmehr um das Gegenteil. Er zählte die Gründe auf, die einen Frieden unmöglich machten, insbesondere jene, die Belgien betrafen. Ter Heilige Stuhl übermittelte eine Kopie mit einem Begleitschreiben an den König. Das war alles. Die Dokumente werden veröffentlicht werden. Es wäre dies jedenfalls schon geschehen, wenn nicht der „Osser- vatore Romaiw" infolge des Streiks der Typographen am Erscheinen verhindert wäre. Erster- Oieneralquarttermetster. Grof^ Hauptquartier, 14. !). 17. Bet den Vcrhandlnngnr in Berlin ist unsere vnd die Lage unserer Feüvde besprochen worden. Ich halte mich verpflichtet, hierauf nochmals zu- rückzukvmmen und den Gvdanke.iga.ug schriftlich wiederzugel'en, in dem 'ch mich bewegte. Ich erweiterte ibn hier in Bezug auf Longioy >md Briey und auf Landwirtschaft und Ueberseehirndel. Unsere Leg«' im Innern ist nach Angabe der Res- rortbeetretec jetmerig bezüglich Futter und Kohlen, bezüglich Kohlen leider nicht unverschuldet durck) die Berhältmsse früherer Monate. Unsere Finanz- Mrtschait ist außerordentlich a>!gespannt. Durch die ZiciäMagSun'^rhcit ist unsere Lage im Innern M einer wenig erfreulichen gemacht. Die Arlustter- mid dann auch die Ersatzfrage hat sich verschärft, rch meine aber, diese inneren Schwierigkeiten müssen durch eine feste Leitung der jetzigen Regierung überwunden werden. Möglich ist es. Oesterreich-Ungarn ist, wie ich hier nicht näher erläutern will, für die nächsten Monate durchaus an uns gefesselt. Auch Bulgarien wird entgegenkommender, nachdem westlich des Ochridasees die Franzosen lokale Vorteile errungen haben. Ter Türken sind wir vorläufig sick)er. Daß unsere militärische Lage ge'esiigt ist und der U-Boots-Krieg wirkt, brauche ich nicht weiter auszusühren. Tern- gegenüber ist die Lage der Entente erheblich schwieriger. Rußland treibt der inneren Auslösung ent- V^Sen. Damit scheidet es als vollwertiger (Regner gänzlich aus. Tie inneren Zustände müssen eine Verpslegungs- und eine Heizmittelkrise im Winter mit Sicherheit Hervorrufen. Tiefe Zustände werden auf Rumänien zurückwirken. Tie Verhältnisse im Osten nehmen für uns eine sehr günstige Gestalt an. Tie übrigen Ententemächte können mit Rußland uni) Rumänien nicht mehr in vollem Umsang rechnen. Aehnliche Erscheinung-m weist unser Bündnis nicht auf. Italien rechnet anscheinend auf einen Erfolg in der 12. Jsonzoschlacht: der wird ihm versagt bleiben. Tie inneren Verhältnisse treiben damit zur Krise. Tie Kohlen not muß sehr groß werden. Daß das neue Ministerium in Frankreich für die Tauer kriegerisck)er fein wird als das bisherige, ist nicht anzunehmen. Tas Gegenteil ist zu erwarten. Auch Frankreich steht vor einer Kohlennot. Alle neuen Nachrichten aus Frankreich stimmen überein, daß der U-Boot-Krieg wirkt, daß die Ernährungsfvage schwierig ist und daß die englische Regierung mit starken sozialen Schwierigkeiten- zu kämpfen hat. Ter Drang nach Frieden in England wird immer stärker. Ich brauche mich hierüber nicht näher au^zulassen. Sollte England ernsthafte Schritte unternehmen, so wäre das ein Zeichett, daß es nicht mehr glaubt, den Krieg zu gewinnen. Von hier bis zu der Ueberzeugung, daß es nur noch verlieren kann, ist kein weiterer Schritt. Die Hoffnung der Entente seit Rußlands Niederlage ist Amerika. Es darf nicht unterschätzt, aber auch nicht überschätzt werden. Zur Zeit scheint England zu befürchten, daß die Führung der Entente an Amerika übergeht. Wie das Verhältnis Italiens und seiner Bundesgenossen ist, mag dahingestellt bleiben: jedenfalls sind starke Reibungen unten den Mitgliedern der Entente entstanden. Große kriegerische Erfolge hat das Jahr 1917 der Entente bwher nicht gebracht. Nur Mesopotamien ist von England gewonnen. Große Waffenerfolge zu Lande und zu Wasser stehen aus unserer Seite (U-Boote). Ich ziehe den Schluß: Unsere militärische Lage ist günstiger als die der Entente und unser Bündnis ist fester. Die Schwierigketten im Innern sind bei uns geringer als bei der Entente. Trotzdem bin ich auch der Ansicht, daß der Frieden für uns vor Beginn des Winters ersttebenswert ist, wenn er uns das Nötigste bringt, was wir zurSicherstellung unserer späteren wirtschaftlichen Entwicklung bedürfen und uns eine militärische und wirtschaftliche Lage versetzt, die uns einem neuen Vertetdigimgs- krieg mit Ruhe ins Au« sehen läßt. Die Kraftquellen unßwes milttärrschen und wirtschaftlichen Widerstandes liegen — außer in Arm« und Flotte — in der Landwirtschaft, den Bodenschätzen und in unserer stark entwickelten Industrie. Ohne Rumänien und die anderen besetzten Gebiete wären wir in eine hoch bedenkliche Verpflegungslage gekommen. Auch mit Rumänien bleibt sie ernst genug. Sie würde sich noch verscksärfen, wenn wir, wie wir später hoffen müssen, Belgien zu verpflegen haben. D^es können wir zur Zeit nicht. Wir müssen baljer Zuwachs an Land erhalten. Dies finden wir nur in Kurland und Litauen, die gute landwirtschaftliche Möglichkeiten bieten. Bei der Haltung Polens müssen wir aus militärischen Rücksichten die Grenzen Litauens über Grodno nach Süden schieben imb Ost- Und Westpreußen etwas ber- te eitern. Erst dann tönnen wir Preußen schützen Auch an einigen Stellen der Provinz Posen läuft die Grenze militärisch ungünstig. Ob wir mit Kurland auf die anderen Ostseeprovinzen anziehend wirken, muß b"r weiteren politischen Entwickelung überckassen blewen. Wie künftig ein besserer Lebensmitlelbestmid unser Verhältnis zu den neutralen Staaten beeinflussen würde, soll hier nur gestreift werden. Korn unb Kartoffeln sind eine Macht wie Kohle und Eisen. Unsere Bodenschätze und Industrie liegen an den Reichsgrenzen so ungünstig wie möglich. Re- gu-rung und Reichstag haben die schwierige Lage be» vberschlesischen Beckens schon vor dem Kriege erkannt und haben die Standorte dort vermehrt und vcrstälkt. Tics allein genügt nicht, wir müssen Oberschlesien auch durch Landgewinn schützen. Tie Lmmdation der dort liegenden, int feindlichen Besitz beimdlichen Werke mit klebe r- gang in deutsche Haut würde dies erleichtern. Im Westen haben wir bte briben großen Zentren, das lothringische und luxemburgische. Erzbecken mit dem Saarrcoier und das niederlüilvisch-'w-.stfälifch: Industriegebiet, das sich nach der belgiscl-en und holländischen Grenze zu immer mehr ausbauen wird. Tre Gefährdung dieser Gebiete ist in diesem Kriege nicht in die Erscheinung getreten, weil mir dem Aufmarsch der Entente zuvorgekommen sind. Tie Bedeutung der Jnditstriegebiete ist anfangs überhaupt nicht voll erkannt worden. Hieran besteht kein Ziveifet nird es nntß damit gerechnet werden, daß unsere Feinde alles »versuchen Nierden, mis in diesen Gebieten zu treffen. Würde nur dies gelingen, so wären wir nicht in ber Lage, beit Verteidigungskrieg zu führen. Wir wären auch wirtschaftlich erledigt. Tic inneren Politt- schen Folgert Bwidyc ich nicht zu erörtern. Ter sichere Schutz dieser beiden Gebiete ist für uns eine Lel>eusfrage. Wir muffen hier erreichen, was wtt irgend erreichen können, wozn unsere Lage be- Ttititigt. Erreichen wir nichts, so kamt an unsere Lage nirr mit schwerer Sorge gedacktt werden und es tüiärc dann vorzuziehen, weiter zu kämpfen und nock) nicht an Frieden zu denken. Wir müssen mrs klar sein, daß das, was wir nicht erreichen^ int Frieden durch hohen militärischen Aufwand (Flugabwehr, Unterhaltung von Fliegerftreitkräf teil, starke Besatzung) audgeglidjen werden muß, soweit dies übeichaupt möglich ist. Der lothringisck-e Erzbecken verlangt Geländezuwachs nach Westen. Je größer er ist, desto leichter wird seine Sicherung. Tas Beibehaltett der Grenze wie vor dem Kriege würde mit sich bringen, daß jede politisch Beunruhigung auf die Werke mit ihrer starken Arbeiterschaft zurüchvirkcn würde. Bei Beginn der Feinseligtcttetr wäre der Betrieb lahingelegt und Zerstörungeu ausgesetzt. Auch in dem zu ettodxav' Die dritte Beratung des versaffungsentwurss. Die große politische Aussprache ist beendet und bringt nur noch Nachklänge in den Blättern verschiedener Parteirichtungen, wobei sich allerdings eine gewisse Müdigkeit bemerkbar macht, den unerquicklichen Gegenstand noch weiter zu behandeln. Auffällig ist cs, daß sowohl die Blätter der Rechten, wie der Linken den Sieg für sich in Anspruch nehmen, ein offenkundiger Beweis dafür, wie wenig klar der Fall Erzberger noch gestellt ist. Auch die neutrale Presse, der man eine gewisse Objektivität zubilligen muß, findet dies. Immerhin kommt der „Berner Bund", der die volle Richtigkeit der Angaben Erzbergers bezweifelt, zu dem Schluß, daß nach dem gegenwärtigen Stand der Enthüllungen Michaelis und Kühlmann besonders belastet erschienen und daß auch Erzberger als Mitwisser sein Teil zu tragen habe. Die ganze Angelegenheit müsse zur endgültigen Klärung einem Staatsgerichtshof überwiesen werden. Wenn der Friedensfühler Englands wirklich ernst zu bewerten ist — selbst aus vatikanischen Kreisen wird nunmehr betont, daß es sich lediglich um eine Antwort auf die päpstliche Note handelte, die von der Staatskanzlei des Vatikans der deutschen Regierung übermittelt wurde, um deren Ansicht über die englische Vorfrage zu erfahren —, so kann eine Schuld nur darin zu suchen sein, daß Reichskanzler Michaelis den Beschluß des Kronrats vom 11. September 1917, auf Belgien zu verzichten, nicht ausgeführt hat. Warum dies nicht geschah, ist noch nicht aufgeklärt, scheint aber im Zusammenhang mit einem Berichte General Ludendorffs zu suchen sein, den wir nachstehend mitteilen. Inzwischen hat sich die Nationalversammlung wieder positiver Arbeit zugewendet. Die dritte Beratung des Berfassungs- entwurfes ist in Angriff genommen. Die Deutsch-Nationalen, die Deutsche Volkspartei irnb die Unabhängigen haben nochmals gegen den Entwukf Stellung "genommen, der Sprecher der Deutschen Volkspartei mit der Begründung, daß wir eineParlamentswirtschaft vermeiden müßten, die sich zur Parteiherrschaft auswachsen werde. Angesichts der letzten Sitzungen, in denen man sich auch vom Ministertische aus auf krassen Parteistandpunkt stellte, erscheinen solche Bedenken besonders gerechtfertigt. In der Einzelberatung wurden die Reichsfarben Schwarz-Rot-Gold debauci-'s angenommen und ein Antrag, bei den btshLrigen Reichsfarben zu verbleiben, verworfen. Wtt werden damit endgültig von der Flagge des Kaiferreiches Abschied nehmen müssen und sie nur noch in dem unei^reulichen Kompro- mißdolument der Handelsflagge sehen, die Sck)warz-Weiß-Rot mit den Reichsfarben verquickt. Der gerade auch für ur.a Hessen wichtige Artikel 18, Aenderung des C'tebtcn-s von Ländern, würde abermals'benagt, bu cm dazu gestellter Antrag noch nicht in Die £hutDe Der Versammlung gelangt ist. Hervörziiheben ist ein mit schwache: Stimmenmehrh.it angenommener Befchluß der Den.wrralen, wonach die Wahlperiode des Annahme von Anzeigen f. die Dagesnummer dis zum Nachmittag vorher ohnejedeVcrbindlichkeit Preis für \ mm höhe für Anzeigen o.34mmBrette örtlich 15 Pf-, auswärts 18 Pi., für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 48 Ps. Bei Platz- vorschrijt20''/.,Auifchlag. Hauptichriitleiter: Ang. Goetz. Verantwortlich für Politik-. Aua. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzetgenliü: p. Beck; Ur. 176 Ter Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. vezugrpreir: monatl. Mk.1.60, vierteljährlich Mk. 4.80; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.50; durch diePost Mk. 4.50 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlnsie: für die Schriftleitungl l2 Verlag,Geschäftsstelle^ Anschrift fürDrabtnach- rtchten: Anzeiger Kietze». Postscheckkonto: 5ranksnrt a. M. 11686 Hebung der versenkten deutschen Flotte? London, 30. Juli. (Wolff.) Tie „Evening Standard" meldet: Man habe im Gegensatz zui der bisherigen Auffassung gefunden, daß der größte Teil.der versenkten deutschen Flotts gehoben werden könne, und zwar vor Beginn des nächsten Jahres. (Elftes Blatt 169. Jahrgang Donnerstag, 51. Znli 1919 GichenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Bus dem besetzten Sebtet. Die Umtriebe für eine Republik Pfalz. A u s d e r P f a l z, 28. Juli. Die „Freie Pfalz" meldet, daß in den letzten Wochen zwischen Dr. Dorten und dem Bischof von Speyer sowie führenden Zentrums- männern Besprechungen stattgefunden haben und ein Teil des Zentrums der Llngliederung der Pfalz an die Rheinische Republik int Verbände Deutschlands sympathisch gegenüber» stehe. Die Anhänger des Dr. Haaß natüo- lich wollen von einer solchen Verbindung nichts wissen, sie streben die völlige Loslösung der Pfalz von Deutschland an und bereiten die Aufsaugung dieses Gebietes durch Frankreich vor. Sie arbeiten zur Zeit durch Abhaltung von Versammlungen und Verteilung ihres Leiborganes mit Hochdruck. Namentlich die Landbevölkerung trad)ten fit durch die Vorspiegelung steuerlicher Bevorzugung vor dem übrigen Deutschland zu gewinnen. Sie haben nunmehr auch drei Angehörige des Lehrerstandes — Hauptlchrer Mueller, Lehrer H e r m a n n und Hilfslehrer Mischo — gefunden, welche für die „Freiheit in einer unabhängigen Pfalz" eintreten. Schließlich will man sogar einen Unt- schlag in der Stimmung der pfälzischen Landtags-Abgeordneten zugunsten einer freien pfälzischen Republik bemerkt haben, welche in ihrer Mehrheit erkannt hätten, daß die Bewegung doch nicht mehr aufzuhalten sei. Als oppositionell bezeichnet das Haaß- organ nur noch die deutsch-demokratischen unb die deutschvolksparteilichen Llbgeordneten. In Wirtlichkeit sprachen sich erst vor wenigen Tagen die sämtlichen pfälzischen Landtagsabgeordneten in München gegen jede Sonderbestrebung und für unentwegtes Festhalten an Bayern ans. des auf England für dieses ÄkUd ist, das ist die Maaslinie "bei Lüttich in noch erhöhtereni Maße für das Industriegebiet. Wir muffen das Gebiet zu beiden Seiten der Maas und südwärts bis Saint Vith fest in der Hand behalten. Bisher sehe ich nur in der Einverleibimg durck das Deutsche Reich das Mittel, dies zu erreichen. Ob es ein anderes Mittel gibt, muß jch dahingestellt sein lassen. Vorläufig scheint es mir noch nicht gefunden. Der Besitz der Maaslinie allein genügt nicht, um dem Industriegebiet- die erforderlickie Sicherheit zu geben. Wir ntüffen das englifdp belgisch-französische Heer noch weiter zurückscheben. Das kann nur dadurch geschehen, daß Belgien wirtschaftlich so eng an uns angeschlossen wird, daß es auch feinen politischen Anschluß an uns sucht. Ganz sicher wären wir erst, namentlich da dec Tunnelbau Dover-Calais Wirklichkeit wird, wenn wir ganz Belgien militärisch besetzten und an der flandrischen Küste stünden. Trotz aller Schwierigkeiten Englands können wir dies zur Zett nicht erreichen. Es fragt sich, ob wir um dieses Ziel den Ktieg fortfetzen nrüffen. Das ist meines Erachtens der Fall, wenn die Engländer einen Ge- bietsstreifejt in Frankreich (Calais) behalten. Tun '' t, jo wäre dec Besitz der flandrischen s kein Grund zur Fortfetzmig über den Winter hinaus. Wir müssen nn die von der flandrischen Küste erstrebte Einwirkung auf England auf Umwegen erreichen können. Ich halte das für möglich, toerni Belgien wirtschaftlich mit dem Deutschen Reich eng verbunden und Wallonien und Flam- land geteilt mit der Zeit bat Schutz gegen Frankreich und England selbst übernehmen und nach Beendigung der Okkupatum ein eigenes Heer und eine Marine traben. Ter Anschluß Belgiens an Deutschland wird zur Folge haben, daß bei einer klar ihr Ziel verfolgenden Politik Holland an uns gezogen wird, zumal tocun fein Kolonialbesitz durch ein mit uns verbündetes Japan garantiert wird. Wir erhalten eine Stellung England gegen- über, die es uns ermöglicht, unteren Handel im nächsten Krieg aufrechtzuerhalten. Ties ist das dritte große Ziel, das wir nicht Mls den Augeir verlieren dürfen. berücksichtigen. UN gültig. !«L1m Pro6 Aus Hessen Groß-Hcffen. _S|q Lot ?* '»«ich. ^«nunfjoittji ^Styieriof deutsche Angelegenheit (Neugliederung der« Staaten) mit der besetzenden Macht verurteilt' und ablehnt. In diesem Sinne ist auch die Entschließung vom 20. Juli aufzufassen. --- M ainz, 29. Juli. Das Generalkommando der 10. französischen Armee weist darauf hin, daß die nach deutschem Gesetz in den Nheinlanden eingesetzten Zivil -Ab schät- -ungskommissionen Zahlungen leisten und daß auch die Stadtbehörden ein solches getan haben, indem sie sich auf die Beschlüsse milch oder PiLdingpulper tourbc im Monat Juli 1918 auf Bezugs ab schnitt 8 der Lebensmittelkarte ein Teil) der bieftgen Klein Handelsgeschäfte beliefert. Es wurde damals darauf aufmerksam $o macht, daß die nicht belieferten Gesck>äfte bctm Eintreffen weiterer Sendungen berücksichtigt würden. Von Samstag, 2., bis Dienstag, 5. August, erhalten die damaligen Kunden der im Anzeigenteil verzeichneten Geschäfte auf den Bezugsabschnitt Nr. 8 der im Atonal Juli 1918 gültigen Lebensmittelkarte entweder für eine Person ein Päckchen Puddingpulver zum Preise von 22 Pf., oder für eine Person ein halbes Pfund Trockenmilch zum Preise von 2,20 Mk., oder für zwei Personen eine Tose kondensierte oder sterilisierte Milch zum Preise Don 3,20 Mk. per Dose. ♦♦ Freibank. Freitag, 1. August, nachmittags von 1—3 Uhr werden die Nrn. 1061 bis 1150 beliefert. ** Eine Seefischversteigerung (Schellfisch, Kabeljau, Schollen usw.) findet heute mittag 4 Uhr am Eilgüterbahnhvf statt. A«, Stadt rrrrd Land. Gießen, den 31. Juli 1919. LeberrSmittel. - Fleisch-, Brot- und Frühkar- to s felmarken, sowie Lebensmittelkarten werden Freitag den 1. uud Samstag den 2. August auSgegeben: A—E Freitag vormittag von 8—12 Uhr, F—K Freitag nachmittag von 2—6 Uhr, L—Q Samstag vormittag von 8—12 Uhr, Ä—Z Samstag naÄnittag von 2 bis 6 Uhr. *♦ Weißmehl, daS auf Grund von ärztlichen Zeugnissen ausgegeben wird, ist für den Monat August bei Ernst Bal ke, Stephanstvaße, Nährmittel sind bei Emilie Banse, Foonk- furter Sttaße, zu beziehen. ♦♦ Kon den sierte und sterilisierte Milch gelangt von SamStag, 2., bis Dienstag, 5. August, in den im Anzeigenteil verzeichneten Klein Handelsgeschäften gegen Abgabe des Bezugsabschnittes Nr. 12 der Lebensmittelkarte zur Ausgabe. ES entfallen auf je zwei Personen eine Dose kondensierte oder sterilisierte Milch zum Preise von 3,20 Mk. ♦* Ein ent Schwindler fiel gestern abend ein hiesiger Geschäftsmann zum Opfer. Gegen 7 Uhr erßhien bei ihm ein unbekannter Di^frld- Nebel in Fliegerunisvrm, der E. K. 1. und 2. Kl. mit Flugzeugfübierabzeitt»en trug, und iwllte dessen Motorrad, N. S. W., Modell 1910, mit bet Fabriknummer 8191, Rahmenbarnrummer 111646, sck,warz lackiert mit grünem Bcnzinbehälter und Vorderrcchsicherung, im Werte von 1500 Mk. kaufen. Er stellte dabei die Bedingung, es zuvor ein- hitil probieren zu dürfen, was gestattet wurde. Er ist von der Fahrt nicht wieder zurückgcZebrt. Man bat cd somit mit einem Schwindler zu tun. Es kommt als Täter zweifellos der fahnenflüchtige Vizefeldwebel Georg Stricker, geb. 9. 10. 93 zu Saarbrücken, in Frage. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die hiesige Krbwinalpoüzei. *♦ Ihr 25j ähriges Ges chäftSjubi- läum begeht am 1. Augarst die Firma D. Karn i n k a , Juwelen, Uhren-, Gold- und Silberwaren, Marktplatz 11. **TerOelsaatanbau. In unserer Notiz vom Samstag ist an verschiedenen Steilen aus die „diesjährigen" Vergünstigungen, die mit dem Oelsruchtban verbunden sind und auf die Er- ..... v .... —---------. - . Höhung der Preise für Delfaaten, als Erhöhung gen fiinbe abgehalt«n» jetzt stehen große Saalramti der Preise für J)ie6i4&rigt" Ernte bin gewiesen, zur Berjüauna. Rücktritt Dr. Streckers? rm. M a i n z, 31. Juli. Die „Mainzer Volkszeitung" schreibt, daß nach Informationen aus Darmstädter Regierungskreisen trnrch die Annahme des Schulkompromisses in der dritten Lesung des Verfassungsentwurfs der Rücktritt des zur demokratischen Partei gehörigen Leiters des Hess. Landesamtes für daS Bildungswesen, Ministerialdirektor Dr. Strecker zur Folge haben werde, weil durch den Kompromiß und besonders durch den Sperrparagraphen die im Jahre 1874 geschaffene, aus liberaler Grundlage beruhende Volksichulgesetz- aebung und die bereits im Entwurf ausgearbeitete Bolksschulgesetznoveile nach der reaktionären Richtung hin gefährdet seien. Aus dem Reiche. Eine Aufbesserung der Fettration, Berlin, 30 Juli. (WvlsfO Wie amtlich vntgeteilt wird, soll vom 1. August 1919 ab eine Ausbesserung der Fettration bis auf den Normalsatz »oit 100 Gramm pro Kopf der Bevölkerung wöchentlich — in den Erzengungs- tzebieten je nach der MögMkeit der Erfassung von Milch und Butter — ein treten. Außerdem wird auf den Kopf der Bevölkerung einschließlich der Selbstversorger eine Speise- fettmengr von 50 Gramm (vorwiegend in Mcrr- yarinet wöchentlich auSgegebm, die an die Stelle der bislser nur dem Bersormmg-Sberechtigten gewährten Sonderzuteilung tritt. Da der Reickrs- ausschuß für Oele unb Fette mit Rücksickst auf die gesunkene Valuta die Rohstoffe so teuer ein kaufen muh, daß die Abgabe an die Margorinesabriken nicht mehr zu dem bisherigen Preise erfolgen kann, wjrd am 1. August auch eine Steigerung des Margarinepreises unvermeidlich. Das Pfund Margarine wird die Verbraucher etwa 3,32 bis 3,63 Mk. kosten. Arbeitsaufnahme bei SiemenS-Schuckert. Berlin, 30. Juli. (W'TB.) In den Sie- tnens-Sch«uckert-Werkeu nehmen die Äusslämdigen die Arbeü morgen wieder auf. ung aufrecht erhalten. Zu Arttkcl 113, der die persönliche Freiheit ..... .... ' .. y Abgg. Lobe (Soz.) und Ablaß (Dem.) eine Entschließung, worin r_- , n- die Reichsrcgieruna ersucht Ivird, alsbald einen ,, '(Gesetzentwurf über die Reform beä Strafrechts und genommen. wonach die Reichs regier ung mit Zu-i stimm iura des Reichsrates die Verordnungen erläßt, welche bte Grundsätze und Gebühren für die Benutzung der Verkehrseirrrichttorgen festsetzen und einen Beirat in den Angelegenheiten des Post-, Telegraphen- uird Fernsprechwesens errichten. Es folgt der zweite Haupttril „Grundrechte und Grundpfttchten der Deutschen". Der erste Abschnitt (Art. 108—117) handelt von der Einzelperson. Abg. Koch-Kassel (Dem.): Wir verzichten heute auf den Versuch, die Grundreckstc nod) we- scnllich abzuändcrn, stellen aber fest, daß nach unserer Meinung die Grundrechte Echte Quelle der RechtSbiudung, sondern der Nechtsverwirrung sind. In Artikel 108, wonach u. a. öffentliche rechtliche Vorrechte und Nachteile der Geburt oder des Standes nicht bestehen, wird auf Antrag Spahn (Ztr.) beschlossen, daß „sie" aufzuheben sind. Tie Bestimmung in Artikel 108, wonach AdelSbezeichnungcn nur als Teil des Namens gelten und nicht mehr verliehen lacrben dürfen wird entgegen einem Antrag der Deutscl>-Natio- nalen und der Dcutsck»en Volkspartei aus Streich- Berlin, 30. Juli. (Wolff.) Amtlich. Die MeichSregierung verhandelte gestern mit der preu- tzrschen Staatsregierung eingehend über die Frage Teuerungszulage an die Beamten und über die Inangriffnahme der Revision r CJ° " n.9 so rdn una. Als Ergebnis diese sehr schwierigen FragenI alsbald int Reichsministerium unter Zuziehung von Vertretern sämtlicher Gliedstaaten und Be- amfeutxrtrctmigcn erörtert werden sollen. Es handelt sich hierbei aber nicht um die tu* jährigen Preise, sondern um die Preise für di« Ernte 1920 und die damit verbundenen 23er« günftioungen. ** Sa atkarten für Wicken und Gemenge zu Grünfuttcr und Düngerzwecken können. tun noch bis 31 Juli 1919 ausgestellt locrben. ** Das Studentenheim, Burg- graben 9, ist wahrend der Stubentcufcrien vonl 1. Augrist bis 1. Oktober auch für weitere Kreise zum Mittag- und Abendessen geöffnet. ** Viehkataster. Tuch B kanntmrchung des Land seniährungsanttes vom 18. März 1915 ist für jede Gemeinde die Einrichtung eines sog. Viehkatasters angeordnet worden. Es ist zugleich bestimmt worden, daß jeder Vn Heller verpflichtet ist, Veränderungen in feinem Viehbestände, sowlt es sich um Pferde, Rindvieh. Schweine und Schafe handelt, namentlich jeden Zugang durch Geburt, lluus usw., unverzüglich dem mit der Führung des Viehkatasters ^Beauftragten auf vorgeschriebenem Vordruck anzumelden und sich über ehvaigt Abgänge auszüwcisen. Tie Anmeldepflicht fällte liei Schweinen unter einem halben Jahre entfallen. Diese Scftimmung ist durch Bekannte nachung vom 3. Juni dahin abgeänbert morden, >aß nur bei Schweinen unter acht Wochen die Anmeldepflicht wegsällt. ** Im LichtspielhanS wird von morgen bis einschließlich Dienstag „Opfer der SBüftiinoe" oder „Der gelbe Tod", eine Tragödie der Menschheit in sechs Akten, sowie das glänzende Beiprogramm gegeben. Für Jugendlick)e unter 16 Jahren können wir obiges Programm nicht empfehlen, Landkreis Gießen. Ein Bauernaufstand. ** Rodhe i m bei Einigen, 28. Juli. mittag 1 Uhr fand lster eine Demonstration tatt, an der sich die ganze Einwohnerschaft beteiligte. Die Demonstranten zogen vom RathauS »um Inhaber des BiehkatasterS und be- chlagnahmten dessen Bücher. Von da aus bewegte ich der Zug nach der Bürgermeisterei, wo die Herausgabe der Eierabgabe liste erzwungen wurde. Weiter wurde vom Bürgermeister gefordert, die sosottige Aushebung der Zwangswirtschaft und Befeittgung des 28ii-gcmei)teri bei der Dreschmasckstne beim Kreisamt bewirf en zu wollen. Dann belegte sich der Zug nach dem Eieraufkäufer Rudel, wo ein Korb Eier beschlagnahmt wurde. Tie Eier wurden an die hiesigen Versorgungsberechtigten zum Preise von 27 Pf. abgegeben. Heute abend findet eine weitere Verfammlung statt, in der die neuen Erzeugerpreise sestgesetzt werden sollen. Zugleich wird vom Bauernbund eine Kommission gebildet, die die festgesetzten Höchstpreise überwachen unb ihre Ueberfdm-itung von Erzeugern unb Verbrauchern zur Bestrafung bringen nnrb. Ferner wurde beschlossen, daß von der neuen Ernte den Verforgungsbercchtigten das Getrridc wie die Kartoffeln von der Gemeinde geliefert wird und nicht wie bisher auf Umwegen. Wie wir hören, war bereits ein Vertreter bei Kreisamtes an Ort und Stelle, um die Beschwerden der Demonstranten eittgegenzunehmen unb zur Kenntnis des Landesernährungsamteß zu bringen. Bei dieser Gelegenheit ven scherten vi icjSanbroirte, daß sie sich auf den Boden des Gesetzes stellen wollten, solange nicht alte Rr* suche der Vertreter der Bauernschaft, ernt Aufhebung oder wenigstens Milderung der ZrmrngS- wirtschaft zu erzielen, als gelcheitert anMsthc» feien ** Bellersheim, 31. Illi. Yu »fcm Notiz vom 28. Juli wird uns berichttgend mite geteilt, daß der Unfall eines LanbwirtsohneS nicht im Zusammenhang mit der Milchprüfung am Domlerstag nachmittag stand. Wohl waren die vom Kommunalverband Beauftragten Beschimp> hingen ausgesetzt unb es sotten auch, laut ,^Land» poft" .als sie zum Bahnhof gingen, Schüsse hinter ihnen abgegeben worden fein, bie jedoch glück» licl)erweise leinen Schaden anrichtelen. Ter bedauerliche Zufall, daß ein Belle.slieimer Bursche von einem anderen mit einem Backstein so unglücklich an den Kopf getroffen wurde, daß er einen Scljädelbruch erlitt und lebensg<ährlich darnieder- liegt, ereignete sich aber erst am Freitag abend Vill Uhr infolge von Neckereien. ** Grünberg, 31. Juli. Am SamStap, 2. August, veranstaltet der Hessische Bauernbund cn der hiesigen Turnhalle eine Versammlung mit folgender Tagesordnung: Das Landgesetz in Hessen, Beseitigung der Zwangsnnrtschaft, die Notwendig- feit der Organisation, Aussprache. Es tvertat sprechen: Abg. u. Landwirt Wllh. Dorsch, WK- fersbeim, Abg. u. Landwirt Wilh. Fenchel, Oter- Hörgern, Otto Hirschcl, Friedberg und Bürg«, meister Diehl, Landwirt in Hochtvci ell O Grünberg, 29. Juli Der Stadtvorstand bewilligte in seiner letzten Sitzung den städki- fd)cn Angestellten eine Teuemngszula-k für bad Rechnungsjahr 1919/20. Dem hiesiM Ziegenzuchtverein wurden zur Anschassuitg eines Dockes 250 Mk. Zuschuß gen-ähtt, desgleichen auch dieselbe Summe jährlich zur Unter* lwltung beroilügt. Dem Bauritwerk „Hessen" s»ll an der Roten Erde" ein Lagerplatz übersas'en werden, die Geländekommission wird die GreM des Platzes und die Pachtsumme mit der Gesellschaft vereinbaren. Der hintere Teil der Rosei»- gasse soll umgepflastert werden. Die Rechnun^-. ablage für das Jahr 1917 gab zu keinen Beanstandungen Anlaß. j Grünberg, 30. Juli. Ter brütige Petri-Markt war vom We.ter begünstigt und hatten einen Auftrieb von 276 Läufern uno Ferkeln. Ter Handel ging ftott: jedoch niaren bit Preise gegen früher etwas zurückgegangen. Läufer kosteten, ie nach Dualität, 300 bis 450 Mk, 10 bis 12 Wock-en alte Ferkel 200 Mk., 8 W , 10 Wochen alte 100 bis 150 Mk. das Stück. L« Krämermarkt wurde in der Stadt abgehalten und war mit 10 verkaufsstLirden besetzt. Kreis Lauterbach. la. Lauterbach, 30. Juli. Am Dienstig. Das Schulkomyromiß. Weimar, 30. Juli. (Wolff.) In den letzten Tagen sanden hier Berl-andlungen zwischen den beiden Parteien, die das bisherige Schulkom- promiß trugen, und den Demokraten in der Absicht statt, die drei Parteien in der ftrittigen Schul- unb Bildungsfrage zu eintg’n. Nach längeren Verhandlungen kam es zu einer Verstänbi- gu n g über ben Absatz 2 des Artikels 143, der nach dem gemeinsamen Antrag ber brei Parteien olgenbermaßen lauten soll: Innerhalb ber Gemeinden smb indes auf Antrag ber Erziehungsberechtigteil Vollsschulen ihres Bekenntnisies ober ihrer Weltansclxmung einzirrichten, soweit hier- burch ein geordneter Schull^etrieb auch im Sinne des Absatzes 1 nicht beeinträchtigt wird. Der Wille ber Erziehungsberechtigten ist möglichst zu berück- ichtigen. Das Wabere bestimmt bie Landesgesetz- gebung nach ben Grundsätzen des zu erlassenden Reichsgesetzes. In bie liebergangsbestimmungen oll weiter folgende Besttmmung ausgenommen werden: Bis zum Erlaß des in Arttfel 143 Abs. 2 vorgesehenen Neichsgesetzes bleibt es bei ber bestellenden Rechtslage. Das ReichSgesetz hat die Gebiete des Reick»es, worin bie nach Bekenntnissen nickst getrennte Schule gesetzlich besteht, besonders den 22. N?. Mts. starb nach längerem Leiten * Mül.fenbefitzer Heinrich Un gemach im 64. Lebensjahre. Mit dem Tahinaeschiedenen oerliid Laut.-rb-ach einen strebsamen, f.einigen Bürger. z. Grebenhain, 30. Juli. Die in weite« Umkreise bekannte Kirchweihe, die in frühen^ Jahren mit großem Pomp gefriert wurde, ist nai langer Unterbrechung von 5 Jahren am wrgan ' genen Sonntag imb Montag ttotz mancher Gntbey r rungen nridter gehalten worden. Aus der ganze« llmgegenb waren die jungen Leute herbrigeströilst l inn- dem Tanzvergnügen zu huldigen.^ Es ivm ** ein großes Gewimmel von Mensckstn. Früher nmr« die Kirchwrih bei der Kirche unter ber 4001 abtn| Deutsche Nationalversammlung. Nachmittagssitzung. Am Regierungstisch: Bauer, Dr. Preuß und Schlicke. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung um 4.30 Uhr. Die dritte Beratung über den Bersassungs- entwurf spräsibent und Reichsregierung) fortgesetzt Ter Amtseid (Art. 42) erhält bte Fassung: .Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, (Exbaben von ihm abmenben, die Gesetze des Reiches wahren, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen unb Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde." Auf Antrag Dr. Haas (Dem.) werben die Artikel 48 unb 49 (Bewaffnetes Vorgehest des Reichspräsidenten gegen ein Land, das bie ihm nach der Rrichsversassung obliegenden Pflichten nicht erfüllt, unb gegen Störungen ber öffentlichen Sicherheit) zufammengefaßt mit der Aenderung, daß der Rrift'spräfibent vor einem bewaffneten Vorgehen gegen ein Land den Reichstag verständigen muß. Im übrigen gelangt der Abschnitt unverändert zur Annahme. Im 4. Abschnitt (Der Reichsrat) wird in Arttkel 62 auf Antrag H a u ßmann (Dem.) die Bestimmung gestrichm, daß, wenn gemäß Art. 18 in einem Lande eine Gebietsändertlng vollzogen worden ist, Pas Sttmmrecht im Reichsrat durch Reichsgesetz neugeordnet tw-eben soll. Im übrigen wird ber Abschnitt, Art ikel 61 bis 68, unverändert angenommen. Im Abschnitt 5 (Reichsgesetzgebuttg) werden bie Arttkel 74 bis 76 (BolkSenlscheidung bei Verfassungsänderungen), da neue Anträge in Vorbereitung sind, zurückgcstellt. Jur übrigen wird ber Abschnitt. Artikel 59 bis 77, mweründert angenommen. Im Abschnitt 6 wird Art. 79 im Hinblick auf die Bestimmung des Friedensvertrages nach einem Antrag Dr. Spahn (Ztr.) in folgenber Fassung angenommen: „Tie Verteidigung des Reiches ist Reichssack,e. Tic Wehrverfassung des deutschen Volkes wird unter Berücksichtigung ber besonderen landesmannschaftlichen ' Eigeuheiten dunch ein ReickSgesetz einheitlich geregelt. Dem Art. 91 (Die Neichsregienmg erläßt ndt Zustimmung bcA Reichs- rats die Skrorbnungerr die ben Dan, ben Betrieb und den Verkehr der Eisenbahrven regett) will ein Anttag Ablaß (Dem.) hinzu fugen: „Sie kann diese Befugnis mit Zustimmung des ReichSrats auf den Reichsver'-e hominis ter übertragen". Staatskommissar Tr. Preuß: ES laäre vielleicht besser, statt bem Verkehrsminister, zu fagat ,chcm zu- staubigen Rcichsrninister". Abg. Kntzenstein (Soz.) bringt biese Anregung als Antrag ein. Der Antrag Ablaß (Tem.) wirb mit dem Antrag Kotzcnstein an* genommen mtb mit diesem Zusatz ber ganze Abschnitt betreffend die Reick,^Verwaltung. Der Arttkel 88 nnrb zurückgestellt. Ter Art. 91 a wird in der Fassung der zweiten Lesung angenommen. Es folgt ber Abschnitt betreffend bie Rechtspflege. Aus Art. 101, beffen Bestimmungen um* gcstollt Irerbni und besondere B^eick»,rungen er* ltalten, entstehen so zrori Artikel, beffen erster die Unabl-angiglert der Rickster und dessen zweiter die Ausübung der Gerichtsbarkeit durch die Lander ausdrückt. Art. 102 bestimmt u. a., die militärischen Ehrengerichtsliöfe aufzuheben. Ein deutsch- nationaler Antrag will diesen Satz streichen. Preußischer Kriegsminister Reinhardt': Eine solche Bestimmung gehört nicht in die Verfassung und verbaut mand)cn Weg des Wiederaufbaues. Bei bem kommenden Rrichslieercsgesetz wäre in aller Ruhe zu beraten, iu welcher Form bie künftige Gestaltung des Offizierskorps unb des Leereswesens fcu erfolgen hat. Nach längerer Debatte wird der Arttfel in der Fassung der zweiten Lesung angenommen. Arttkcl 104 wird nach einem demokrattschm Anttag folgendermaßen angenommen: Die Militärgerichtsbarkeit ist aufzu heben, außer für Kteiegs- zriten und an Bord der Kriegsschiffe. Der Rest des Abschnitts mit ?ttttfel 106 wird in ber Fassung der zweiten Lesung angenommen. Zu dem vorher ausgesetzten Art. 88, der das Post- und Telegraphenwesen behandelt, wird auf Anttag Haußmann (Dem.) ein Zusatzantt trg an- Die Abgg. Sinz Heimer (So^.), Dr. Ablaß (Dem.» und Dr. Kahl (D. B.) beanttagen eine Entschließung, bie Regierung zu ersuchen, alsbalb einen Gesetzentwurf vorzulegen, nach dem in allen Fällen, in denen das Gesetz ausschließlich bie Todesstrafe vorsieht, mildernde Um ft anbei ugklassen werden unb roabhueife neben ber TobeS- trafe bie Verhängung einer Freil)eitssttafe zulässig ist. Beide Entschließungen werben angenommen. Art. 114 erhält auf Antrag Auer (Soz.) die Fassung: Die Wohnung jedes Deutschen ist für ihn eine Freistätte unb unverletzlich. Ausnahmen sind nur auf Grund von Gesetzen zulässig. Im übrigen wirb ber erste Abschnitt der Grundrechte unverändert angenommen. Es folgt bie Beratung des zweiten Abschnitts ber Grundrechte (Art. 118—131). Art. 118 erhält auf Antrag Spahn (Ztr.) bie Fassung: Die Ehe tebt als Grundlage des Familienlebens unb der Erhaltung unb Vermehrung ber Nation unter bem bei'onberen Schutze ber Verfassung. Sie beruht auf ber Gleichberechtigung ber beiden Geschlechter. lieber Art. 119 entspmnt sich eine längere Aussprache zu bem Anträge ber Sozialdemo traten auf rechtliche Gleichstellung der unehelichen Kinder mit ben ehelichen. Großer Lärm entsteht im Hause bei Ausführungen von Frau Juchacz (Soz.), ber von der Rechten zugerusen wirb: Wehe, wenn sie losgelassen? Unter Ablehnung aller Anträge gelangt Art. 119 unveränbert zur Annahme. Auf Anttag Spahn wirb ber zweite Satz bes Art. 119, der bie unehelichen Kinder betrifft, in einen bc- sonderen Art. 119a umgewandelt. Im übrigen wirb ber Abschnitt (Art. 118—131) unveränbert angenommen. Hierauf vertagt sich das Haus auf Donnerstag 10 Uhr vormittags. — Schluß 8l/i Uhr. dieser Kommissionen stützen. Der General-Ar- meekommandant hat nunmehr bestimmt: Die deutschen Zivilabschätzungskommissionen toer» den aufgehoben und müssen ihreTätig- feit sofort einfiellen. Zuwiderhandlungen werden bestraft. Die deutschen Kommissionen dürfen weder Abschätzungen iwch Zahlungen vornehmen; sie sind vielmehr gezwungen, der französischen Behörde die Namen der Leistungspflichtigen anzugebcn, die dann nach den Bestimmungen des französis- schen (Gesetzes zu bezahlen haben. Die von den deutschen Kommissionen und Gemeindeverwaltungen schon vorgenommenen Abschätzun- -gen und Zahlungsregelungen sind chS WH ANn.tersruch .Lkt feiner W qi. Lavbach - fitatei lM>r jrung« * e Schotte"., tb fh'ti N W !!t!t" mrd t" d ‘1 (fr {intet nm ler uellgew ui« MEl .st ; sich Xe OE dttn und ÄTits i tem Einhcltövs Üß Äpjig) an8c1' Krei yasardspi! K Wick uÄ (ritten: * Bad-Nvn ßteimer Rmümo fdkmfcit auf.^e « in ben nmsten cn Wzug gehaltc 6 hüsachpick auch itrorggtimflndy 1 immitidbarem Zu kte anderer te e-ntwortlich gcmac H emteftn, imb vn nieder terutt ckchaupt hat sich tyn Lache jn sek '■ Raubmordes, i ^r M ganz an fie ursvcknglich bck gebracht Mnt a Cpickklubs aud Mnzracht zugeslck ■Renten Mehrheit nj bdxmem wir Wöllen richt daS hasirrb :md unter Etra * nicht Vvlizeitt 'hiesigen EpvL 'ellschaftell Mz eines M *rten tarn. 'Wt SaMt für 'M. Li ist W * ter w juä y flamte A rwlklubs wende sn- mit dm -ttckllikbs — a. & tollen. S;,=» Ihfetai ^sichastmfürd« Adonwehren IN der Krie. ,2 M 3000 ' Ä habe ter berixntft Haas und Genossen herbei. Es wurde ihnen gezeigt, daß die deutsche Wacht in der Pfalz immer noch auf dem Posten steht. Seitdem hört man nichts mehr von derartigen Bev- sammlungen. Mainzer Kirchturutpolitik. Mainz, 24. Juli. Bei der Beratung deS städtischen Voranschlages kam es zu einer Abschweifung auf das politische Gebiet. Der Berichterstatter des Finanzausschusses, derber Zentrumspartei angehört, Geh. Sanitätsrat Dr. Müller, hatte darauf hingewiesen, daß die R ü ck v e r g ü t u n g der großen Auslagen der besetzten Städte für das Reich immer noch ausstehe und gemeint, man solle, da einem Mainz näher stehen müsse als das Reich, von der Vermögensabgabe der Mainzer Bevölkerung den entsprechenden Teil einbehalten. Dieser Vorschlag der Selbsthilfe rief den Sozialdemokraten Bauer auf den Plan, der fid) scharf gegen diesen Standpunkt wendete. Bestrafung eines Deutsch-Gesinnten. L a n d a u, 29. Juli. (Wolff.) Der französische Appellationsgerichtshof hat die von bem Polizeigericht über den Redakteur Fritz Steffen von der sozialdemokratischen „Pfäl- zisr^n Post" in Ludwigshafen verhängte Strafe von 6 Monaten Gefängnis und 7000 Mark Geldstrafe, wegen Beteiligung an einer Kundgebung, Aufmunterung zu Gegendemonstrationen und zum Schlagen eines deutschen Bürgers, sowie wegen Beisichtragens rechtsrheinischer Zeitungen, die Beleidigungen gegen Foch und die Entente enthielten, auf b re i Monate Gefängnis und 2000 Mark Geldstrafe herabgesetzt. Die Untersuchungshaft soll angerechnet werden. Zusammenschluh der linksrheinischen Industrie. Auf Einberufung des Vereins der Industriellen des Regierungsbezirks Köln haben am 8. und 21. Juli in Köln Verhandlungen stattgefunden, die einen engeren Zusammenschluß der im besetzten Gebiet liegenden Industrie zum Gegenstand hatten. Zur Vertretung der gemeinsamen Interessen gegen- !übec allen in Frage kommenden Stellen wurde ein „Geschäftsführender Ausschuß der industriellen Verbände des besetzten rheinischen Gebietes" gebildet, dem 11 Personen angehören, und zwar 2 Vertreter und 2 Stellvertreter des mittelrheinischen Fabrikanten-Ver- eins. Dem Ausschuß wird ein Sachverftän-- digen-Beirat beigegeben werden, der Vertreter aller im besetzten Gebiet ansässigen Jw- bustriezweige umfassen soll. Don ber Lettung des Hessischen Volks- bunbes geht uns zu der am 27. Juli in un- , , „ _ — serem Blatte verösfentlichten Entschließung ^hanbell Zmittagen bic Abg. folgender Nachsatz zu: 3 1,nh 9,h,rtft f3*m 1 nuc Der Hessische Volksbuud hat tu iu»« klarung oont 14. Juni klar ausgesprochen,. Ctrafvollzu.gs mit bem Ziele ber Beseitigung baß er jebe Verhandlung über dtese innen-1 ber Todesstrafe dem Reichstage vorzulcgen. i>i Lichtspielhaus FHeate letzter Tag „Jugendliebe“, 'Ab morgen bis einschließlich Dienstag. Opfer der Wüstlinge oder: „Der gelbe Tod“. Eine Tragödie der Menschheit in 6 fabel- L haft Akten. Sowie d. glänz. Beiprogramm.^ m. Für Jugendliche nnt. 16 Jahren^^ könn. wir obiges P rogramm^dä®5 nleht empfehlen- Cafe Ernst Ludwig iiiiiimmiiiiiiuHmiiimiiiiiimiiiiimiiiiiiHiimiiuiiiiHi Heute ««” befand. Karl Jakob Statt Karten! Achtung! Achtung! abzupeben. 014905 Heute Donnerstag Konzert der Chiemseer Leü seiner Entwicklung; man brauche nur e zerstreut. In der Nähe des Gaftlmuses ist einer der Wagen im Absturz auf der Böschung durch einen Baum aufgehalten worden und so der Verwüstung durch den Absturz vorgebeugt. Einer der Wagen hangt ziemlich unversehrt neben einem Brückenbogen in die Tiefe hinab. Tie darin befindlichen Güter, eiserne Oefen, werden kaum Itarl gelitten haben. Das Umsteigen war namentlich ür die mit großem Gepäck versehenen 3teisenden ehr beschwerlich. Tie Züge mußten auf der strecke vor der Brücke verlassen und der ziemlich weite Weg bis zum Bahnhof zu Fuß zurückgelegt werden. Vie Uommunalwahle». *♦ Freienseen, 29. Juli. Die hiesigen Gemeindewahlen verliefen ruhig. Für die Gemeinderatswahl war ein gemeinsame Wahlzettel vereinbart worden, der 8 Landwirt! und 4 Arbeiter Vorschlag. Von den vorhandenen 385 Wahlberechtigten gaben 35 diesen Wahlzettel ab. Bei der Bürgermeister Wahl fielen auf den bisherigen Bürgermeister, Landwirt und Eisen- hä'Mer .Wilhelm Jmmelt, 317 Stimmen, 83 Prozent. Tie Gemeinde wollte ihm auf diese Weise für feine sreurckliche, verständige und unparteiische Amtsführung ihren Tank aussprechen. Es war kein GoKenkandidat aufgestellt. Vorgestern wurde, da der bisherige Beigeordnete Dan. Jung IV. wegen vorgerückten Alters auf eine Wiederwahl verzichtete, als sein Nachfolger Land^ wirt Karl Otto .Christian Jmmelt nnt 166 Stimmen gewählt. Ein Gegenkandidat war nicht ausgestellt. O Gedern, 28. Jfutt. Nach überaus heftigem, sogar in der Presse geführtem Wahlkampf siel gestern die Entscheidung in der Beigeord- neten-Stichwahl. Gewählt tourte Schremer- meister Karl G r i« m e tz mit 370 Stimmen, während aut den Gegenkandidaten Bäckermeister Wilhelm Wahn 356 Stimmen entfielen. — Ter dunb die Wahl von Karl Gricmetz zum Beigeordneten offan gerooebene Platz im Gemeinderat wird nun infolge Aufrückens nach den neuen Wahlbestimmungen von Karl Henkel HL, Schreiner, eingenommen. > ** Großen-Buseck, 30. Juli. Der hiesige Ortsziegenzuchtverein veranstaltet am Sonntag, 3. August, eine Ziegenprämiierung. Im Anschluß an die Prämiierung wird nachmittags 3 Uhr Landwirtschaftslehrer Dr. Lung (Alsfeld) im Saale des Gastwirts Wagner einen Vortrag über Ziegenzucht halten. B. Vaulstoö, 30. Juli. Znm Beigeordneten wurde ber Land.virt Wilh. Kirchner gewählt. Ein Gegenkandidat war nicht vorhanden. 0 Lauterbach, 30. Juli. Zum zweiten Beigeordneten wurde gestern Hermann Schiebelhuth mit 585 Stimmen ohne Gegenkandidat gewählt. e R u ppertsburg, 29. Jul». Ter bis- herige Beigeordnete Friedrich Fritz wurde wiedergewählt. fn. Fulda, 30. Juli. Die Mühle des Müh. lenbesitzers Julius Kltngebiel zu Rex wurde im März von einem Mühlenrevisor revidiert. Dabei wurden 30 Zentner Brotgetreide entdeckt, die ohne Mahlkarten zur Ausmahlung angenommen »varen. Ausgemahlenes Mehl war nicht vor- schristsgemäß zu 94, sondern nur ziu 50, 60 und 80 Prozent ausge mahlen. Die ohne Mal/lkatteu Vorgefundenen Mengen Getreide und Mehl wurden zu Gunsten des Kommunalverbandes beschlagnahmt, waren aber plötzlich während der Nacht spurlos aus der Mühle verschwunden, angeblich durch Einbruch. Das Schöffengericht verurteilte Klingebiel zu 500 Mk. Geldstrafe. Um dem Müller aufzuhelfen, hatte ein Bürgermeister von einem lnahen Dorfe für sich einen Zentner und für verschiedene aiibere Leute noch mehrere Zentner Getreide zum Ausmahlen ebenfalls ohne Mahlkarten dorthin gebracht. Auch der Bürgermeister wurde zu 500 Mk. Geldstrafe verurteilt. Drei weitere Einwohner von Margretenhaun und Keulos hatten insgesamt 127 Kilogramm Ge- treide zum Ausmahlen ohne Mahlkarten zu dem Müller gebracht. Auch sie wurden zu Geldstrafen, von 60, 50 und 40 Mk. verurteilt. Der Bäckermeister Sennefelder (Fulda) hatte 100 Kilogramm Brotgetreide zum Äusmahlen ebenfalls ohne Mahlkarten in jene Muhle geschafft und muß dafür 300 Mk. Geldstrafe zahlen. -(Marburg, 30. Juli. Tie Ferienkammer des Landgerichts beschäftigte sich heute mit einer eigenartigen Sache, nämlich mit der Beraubung einer Anzahl Bienenstöcke in der Gießener, Glrchenbacher und Wetzlar:r Gegend. Ter Angeklagte der aus Rodhetm stammt, wurde auch in sechs Fällen für überführt erachtet, Honig und Zucker aus den Kästen und diese selbst zum Teil mitgenommen zu haben. Es muß jedoch, nachdem eine ganze Anzahl Zeugen vernommen waren, aur Einstellung des Verfahrens erkannt werden, weil der.Amnestie-Erlaß in Betracht kam. Knöpfe werden angefertigt, wenn Sie uns den Stoff xugeben! In verschiedenen Größen! 8860c uns haben. Zu ix?m Raubmord selbst i|t noch das folgende mitzuteilen: Ter Mörder bat sich bekanntlich als Leutnant d. R. Volkmar angemeldet und wohnte in der Villa Melitta. Er befaß and} einen von Noske unterzeichneten Freifalmchein twn Berlm nach Frankfurt a. M. Der Fortgang der Untersuchung hat nun aber ergeben, daß der Mörder überhaupt nicht Offizier ist, sondern sich im Besitze gefälschter Papiere befindet. Seinen richtigen Namen hat er bis jetzt noch nicht angegeben, ebenso wie er die Tat immer raxfci mit Hartnäckigkeit leugnet. Kurz nach seiner Verhaftung mwchte der angebliche Leutnant einen -selbst- Mordversuch. Er nahm eine Dosis Morphium, die aber zu gering war. Das Pulver hatte er in feinen Kleidern versteckt. Ter Leiche gegenüber- gestellt, zeigte er keine Reue. h. Bad-Nauheim, 30. Juli. Eine beachtenswette Neuerung hat der Kurdirektvr mit Bezua auf das Kurorchester durchgeführt. Mit Genehmigimg des Ministeriums erhalten von letzt ab 25 Musiker ganzjähttge Verträge. Während für die Sommerkur Verstärkung des Orchesters erfolgt, tritt für die Winterkur, die nunmehr gesichctt ist, das ständige Orchester in Tätigkeit. oz. Friedberg, 30. Juli. Nach dem Genuß von durch den Lebensmittelausschuß bezogenen und durch die hiesigen Kolonialwarenhändler verkauften Fischen erkrankten am Sonntag in einer hiesigen Familie sämtliche fünf Personen, die von den Fischen gogeisen hatten, schwer. Der Arzt hofft jetzt vier Famillenglied^ durchzubringen, das Dienstmädchen schivebt noch in Leben Gefahr. Die Fische waren geback-n worden und diesem Umstande gibt der Arzt die Schuld mi der Erkrankung. Wären die nicht mehr ganz frischen gische gekocht worden, so wären die Krankheitserreger abgetötet worden. ba. Friedberg, 30. Juli. Dem Kreis Friedberg ist vom Nrichsernährungsamt eine wertere Menge amerikanisches Weizen me hl zugewiesen nwrden, das demnächst zur Verteilung gelangt. Auf den Kopf der getrerdeversorgungs- berechtigten Bevölkerung entfällt etwa 1 Kilo Mehl. Der Preis des Mehles stellt sich auf ungefähr 80 Pf. für daS Pfund. -m. Laubach, 31. Juli. Heute früh verunglückte im hiesigen Bahnhof der verheiratete Bahnarbeiter M o h l aus Gunterskrrchen, iir Ruppcttöburg wohnhaft, dadurch, daß er beim Rangieren zwischen die Puffer zweier Waggons geriet. Hierbei wurde ihm der rechte Oberarm vollständig zerquetscht, so daß seine fafartige lieber« fthrung in die Gießener Klinll notwendig wurde. e Schotten, 29. Juli. Ter altbekannte rnb stets gut besuchte Scholtener ,,So mm e r- markt" wird in diesem Jahre Meder abgehal- ten. Er findet am 4„ 5. und 6. August statt. — Ter neugewählte Bürgermeister trroin Menget ist verpflichtet worden und bat die Amtsaeschäfte bereits übernommen. — Hier hat sich eine Ottsar Lippe der Krie gsbefchä- btg te n und Kriegshinterbliebenen gebildet, die sich dem Einheitsverband der Kriegsbeschädigten tSitz Leipzig) angcschlossen hat. Kreis Friedberg. Hasardspiel und Raubmott). Es wird uns von einem Mitarbeiter geschrieben : # Bad-Nauheim, 28. Juli. Der Dad- Slauheimer Raubmord bat die öffentliche Ans- vvttfamkeit auf die Spielklubs gelenkt dis Vie in den meisten Badeorten auch hier leider ihnen Einzug gehalten haben. Die Tatsache, daß das Hasardspiel auch hier wieder aufgeblüht ist, soll nicht weggeleugnet Iverden, auch der Raubmord steht in unmittelbarem Zusammenhang damit, aber eine Reihe anderer Ereignisse, für die die Spielklubs verantwortlich gemacht werden, sind buri>nt§ noch nicht erwiesen, und mußten daher teilweise auch schon nieder berichtigt ober widerrufen werden, llcberhaupt hat sich bis jetzt die Sensation der ganzen Sache zu sehr angenommen, speziell auch des Raubmordes. Tie nähere Unten uchung hat bisher zu ganz anderen Feststellungen geführt, als sie ursprünglich im ZusammenlMig mit dem Mord gebracht wurden. Wir sind die letzten, die den Spielklubs auch nur mit einem Wott ein kristenzrecht zugestehen möchten. Mit der über- tmegenden Mehrheit der Bad-Nauheimer Bevölkerung bedauern Nur es im Gegenteil, daß die Spielhöllen nicht geschlossen werden können. ' ^tllt ffi, ki Xv** LbViSr ;s:K fefiS •‘StffS Bä glanzende 1 °'chl empsehlc^ Iffettt. ifftanii. ^?vnstrati„ MNochierfÄift k, PM vom Rathovi imb b? « aus bewegte rgmufliferei, mo Allste mmingn aurgmnfliter ggop n9 der Zwanaz. l9 H Siegemriiteri i mrisaml bnvirTen u) btt 3ug mch txoi cin Korb Eier bp t wurden m die hio w zum Preise wi nd nnbet anv twiteB die neuen Erzeu. werden sollen. 3u- > eine Kommiffion w »öchstmise übertocufa i Erzeugeril und Ve» bringen mnd. Kem der neuen lernte ön Gettcidc wie die Kn diefert wird und nid, reits ein Lerttnrr M Stelle, um die 8c ten entgegmjunkhina andtsenllbrung-Md Belegen hat tenfarrtfl h auf dar 8odai bd ange nüfjt «Üt 8/» «nW. nm Luf« temng da Zwai^ gescheueü «Vlßha noch «am andere BerhSltnisje vor. Dazu war die ehemalige Sptelbank öffentlich und stemd unter 'taatlicher und polizeilicher Kontrolle. Außerdem war die Spielzeit aus gewisse Sturiden befajuänft und wurde bei Ablauf dieser Zeit abgebrochen. Nauheimer Einwohnern loar nur am letzten Tage der Spiclsaisvn das Spielen gestattet. Heute liegen die Verhältnisse anders. Bad-Nauheim ifLein Weltbad geworden, das nickst mehr einer Spielban» bedarf, um Besucher heranzuziehen. Im Gegenteil., es hat in seinem Charakter als Bad für Herzkranke zur Wahruklg seines Rufes Interesse daran, daß zweifelhaftes Publikun,, wie es sich stets auch um Spieltische scharen wird, von hier fern bleibt. Und es faxt zum mindesten Interesse daran, daß der (5faelbetrieb nicht Auswüchse zeitigt, wie wir ie im Raubmord in der Ludwigsttaße vor Kreis Wetzlar. ** Krofdorf, 30. Juli. Wie uns mitgeteilt wird, erreichte beim Gartenfest der Burschenschaft Krofdorf nicht der Uedcrschuß, sondern die gesamte Einnahme die Hohe von 1100 Mk., so daß nach Abzug der sehr erheblichen Unkosten dem Verein ein vechältnismäßig geringer Ueber- schuß verblieb. Weiter sei bemerkt, daß der Verein lürzlich für die Kriegsgefangenen annähernd Sport. ** Fußhallsport. Auf dem Sportplätze an der Härtst traten am Sonntag die dritten Mannschaften des Sportvereins 1917 Marburg und B. f. R. 1900 zum Wettspiel an. Ta- Spiel wurde in überaus forschem Tempi und fast lautlos ausgettaqen, ivas der sportlichen Erziehung der beiden Mannschaften alle Ehv^ macht. Tie Marburger Mannschaft war im Sturm etwas zu schwach und mußte sich mit 5:0 Toren geschlagen bekennen. — Nach> diesem Spiele begann das Spiel der «ckademischen Mannschaften des Frankfutter Fußballoereins und des B. f. R. 1900. Beide Mannschaften traten mit Ersatz an, kurz nach Beginn schied der rechte Verteidiger von Frankfurt aus. Franksutt spielte hierdurch etwas zerfabren und mußte am Schlüsse den Hiesigen mit 6:0 Toren den Sieg überlassen, Eckenoerbält- nis 18:3. Nach dem Spiele in gesellschaftlA,em Beisammensein ward das mit den Frankfutter Akademikern angebahnte BerhAtnis bekräftigt, und mit dem Wunsche „Auf Wiedersehen in Frank- firrt" trennten sich die beiden Vereine. Gerade dieser Erfolg sollte den hiesigen Studierenden ein Ansporn sein, tatkräftiger als bisher sich dem Spott zu nüdmen, um die Ludoviciana auch nach außen hin würdig zu bertreten und die Scharte gelegenllich des Zusammentreffens mit der Universität Marburg aus-ugleichen. »Äu8bemrtefTe 6»»lieft, 2^guIL Von deutsch-nationaler Seite war der Veriuch gemacht, für die kommende Kreistags wähl eine gemeinsame Liste aufzustellen. In einer Reche von Sitzungen, welche von Führern und Mitgliedern aller Parteien besucht waren, tfi e8 gelungen. dem Kreis eine Wahlagitation und sogar eine Wahl zu ersparen. Man ging von dem Gedanken auS, daß nicht Patteiinteressen, sondern lokale Interessen zu entscheiden haben, und daß es darauf ankommt, dafür geeignete Personlicl)- feiten zu bestimmen. In Einzelversammlungen ui Schotten, Ulrichstein, Gedern und Laubach wurde die den Bezirken zukommende Anzahl von Mitgliedern für die Liste präsentiert, die dann schließlich in gemeinsamer Beratung bei dem allgemeinen Verlangen nach Verständigung angenommen wurde und die einzige blieb, welche am Samstag offiziell eingereicht wurde. ** Volkartshain, 30. Juli. Der bisherige Bürgermeister W i n n e ck e r und der bis- berioe Beigeordnete Karl Müth wurden wieder- gewählt; außerdem erhielten GIrfrau Friedrich Schäfer I. und Frida Schmidt 3 Stimmen. Die Gemeinderatswahl erfolgt noch einmal, da die erste für ungültig erklärt ist, weil sich auf der Vorschlagsliste der Schwiegersohn des Bürgermeister- Obwohl das Hasardspiel durch das Gesetz verboten ist und unter Strafe steht, konnte man bis jetzt noch nicht polizeilich einschreiten, da es sich bei ten hiesigen Eptelbettieben um geschlossene (^eseil schäfte n hondell, in die alverdings durch Zahlung eines .Mitgliedbeittags jeher ausgenommen werden kann. Spielklubs sind gerade für te Zukunft Bad-Nauheims in seiner Eigenschaft als Sveziqlbad für Herzkranke besonders unerwünscht. Es ist daher begreiflich, daß sich hier der größte Teil der Einwohnerschaft und des Vermieter- und Hotelgewerbes sowie die Delwrden und die gesamte AerHteschaft gegen die bestehenden Spielllubs wenden. ES gibt hier nur wenige, die sich mit den Mr Zeit hier bestehenden drei Spielllubs — Internationaler Sportverein im fcotri Bristol, Klub von 1919 im Grand-Hotel unö eine Gesellschaft in der Pension Heinemann — befreunden wollen. Davon chndett auch die Tatsache nicksts, daß die Spielllubs bereits aus dem Gebiete der Wohltätigkeit manckMs getan haben. So stifteten dieser Tage sämlliche drei Gesellschaften für die olympischen Kampfspiele Geldbeträge von mehreren Tausend Mark, ebenso hat man schon der Kriegsgesangenenfursvrse bettächt- liche Summen überwiesen, auch hat der „Club von 1919" schon 3000 Mark für Zwecke der Volks» ernäfcrmtg ausgckwvrfein. Tie wenigen Anhänger der Spielllubs weisen die Gegner immer wieder aus die alte Spielbank in Nauheim hin, die im Jahre 1872 ausgehoben wurde und nach Monte Carlo Fbtaptart Sonntag den ». August hBer Ball wozu freunbL etnlabet 8870 F. Harnickel. ms S Landmrtzohxt M ixr MilchprüMS « nnb. Wohl Beauftragten ®t|W )llen I fingen, vAtz W bie i anrichteten. .. Scllesheimer W n wurde, faß P ' LgcäbrM darnv^ Freitag ZcheBamnA! $amnthmg wg siyts @5* ** iu do^ gtabtW 9 ien Öd' letzten gj WjS MM ZLÄ sl^tt 11? I, er «TU. iben nad', lQJ im ft »VhfSj 90. L me o1 ’jft r.» OK%lt «t. ? AflC4! der^^M Die glückliche öeburt eines kräftigen Stammhalters zeigen hocherftent an Karl Schlierbach und Frau Christine geb. Schäfer Gießen, den 31. Juli 1919. 014923 Lotte Schild Siegfried Kann prakt. Zahnarzt Verlobte. Duisburg Wiesbaden Juli 1919. 8895 HansKirzinger Weissbrauhaus. MW07 Saalbau Cafe Leib I (BayrischeBierhallen) l K Mi BL —r Treis (Hessen), den 30. Juli 1919, 61*85« Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres lieben, unvergesslichen Sohnes und Bruders sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Familie Israel Wetzstein. Gebrauchte, guterhaUevr Einen Rest von 3 Milte 8896 Mn SteinstraKe 59. 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Fenchel, Oberhörgern, Dr. v. Helmolt, Riederwöllstadt, Otto Hirschel, Friedberg, Wilh. Lorsch, Wölfersheim, Landwirt Dörr, Oueckboru, Landwirt Schäfer, Hungen, G. Gerhard V., Steinbach, Otto Schneider, Utphe. ' [°nn. sj/'cht au W ßSoiklongnt, neülr WtM oi.b*1 juterwoa 28, Nebenh. ><£! /•' ^■“"Igierun^1 MartaU Mittelschnitt, reim Blattware, 40 Pfand netto 800 Mark geztn Postnachnahme urb Drahtbestellung. an 1 Geschäftsrad 1 Wringmaschine, sechs Emaille-Gimer, 1 eiu- gcmaucrter Nessel, ein vollftänd. Bett, 1 cis. und l Holzbettstelle, 1 Kindcrvettttelle mit Strobsack zu verkansen. 014921 Skinllerftr. 14 v. »-flam. (SaSberd z. vrk. Sonnenstr. 9 II. Am 10. Juni wurde in Friedberg die Gründung deS Hessischen Bauernbundes beschlossen, damit uns die Erhaltung eines freien Bauernstandes auf eigener Scholle gewährleistet ist, und wer sich dagegen wehren will, daß der Bauer zum Lohnpachter auf staatlichem Boden herabsinke, der schließe sich unS an und komme am Samstag, dem 2. August nach Grün berg, wo wir nachmittags 2 Uhr in der Turnhalle eine Versammlung mit folgender Tagesordnung einberufen haben: 1. Das Landgesetz in Hessen 2. Beseitigung der Zwangswirtschaft 3. Die Notwendigkeit der Organisation 4. Aussprache. Redner: Abgeordnetern. Landwirt Wilh. Dorsch, Wölfersheim Abgeordneter n. Landwirt Wilh. Fenchel, Lberhörgern Ltto Hirsche!, Friedberg, Bnrgermeijter Diehl gg® Landwirte, Bauern, kommt in Scharen zu dieser Versammlung damit sie eine mächtige Kundgebung werde und den Beweis liefere, daß Ihr gesonnen seid, die Gestaltung Eures Geschicks selbst in die Hand zu nehmen. Auch Frauen sind der Versammlung willkommen. Der Sotftaö ö« HeMii ternMe? rörfe, wenig getragen, u. neuer blauer Wafscnrock < (mittlere fttgur), zu wert I________ .............. "“•» Weit Anlage 22.1 u. 014873 a. d. Giess. Anz. Gebrauchte, gut erfoaltetit teige u. 014868 an d. Gteb. Anz Lslhen cmc WasAisEo.LoMch - zu kaufen ges. Schr. 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Auf dem Felde der Ehre starben in treuer Pflichterfüllung den Heldentod unsere lieben Kameraden Wigiill 7 6M Pseisf H. 12 MM Wir werden ihnen ein ehrende» An- 2 ffiillj.MtnftIä bHEmbtrll. 3-M 8r56 "HLAttiscr 4M Pfeiff! 5M KörbWr Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, für die vielen Kranz- und Blumenfvenden, die Kranzniederlegung seiner Ditkarbeiier, Werklcitung und aller Vereine und die trostreichen Worte deS Herrn Pfarrers Schmidt am Grabe unseres lieben, teuren Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege innigen DanL Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Anna völ-,rl geb. Naumann. Lollar, den 30. Juli 1919. 8890 | Verschiedenes | Erteile Werricht - d. ruff. u. franz. Sprache. Bort-AnlawTIII, b. Seiht. Zu svr. 12-V/z u. 6-71/,. Fräulein, ans. 30, evgl., m. etw. Vermög., wünscht m. nett. Herrn bet. zu werd, zw. spät. Heirat. Witwer m. 1 Kind nicht auSgeschl. Schr. Angeb. m. Bild u. 014862 an den Giess. Anz. Donnerstag, 3|. Juli 19(9 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gbechesfeu) Zweites Blatt Nr. 176 ;erlitt. Ten f L S in e L ie »'S it Verantwortlich für Politik: I. V.: Dr. Reinhold Zenz. „.««t "‘“ Virf! richtigen Weg rund l1/« Kilometer mehr zurück- legte als die übrigen Bewerber und trotzdem in 2.35.57 in vorzüglicher Verfassung das Ziel durchlief. — 20-Kilo Meter-Wett gehen: 1. Herrn. Müller, Atleth.-Klub Berlin in I.50.4o; - - " ' - 2- ’ ~ 'n" Mün- Spovt. Olympische Kampfspicle in BadNanheim. Bad-Nauheim, 28. Juli. Tie Veranstaltungen des letzten Tages der Wettbewerbe litten stark unter den ungünstigen WüterungDverhält- nissen. Trotzdem war es durch die starke Beteiligung der Soldaten möglich, die erstmaligen Kampsspiele besonders reichhaltig zu gestatten. Dem Gepäckmarsch über 20 Kilometer Ä1»* Damit schließt die allgemeine Besprechung. Präsident F e h re n b a chbittet, da eine große Reihe von Anträgen imb Wortmeldungen vorliegen, soweit nicht auf das Wort verzichtet werden kann, sich möglichster Kürze zu befleißigen. In der Einzelberatung toirb hieraus UÜberschrift und Einleitungsformel debattelios angenommen. Artikel 1 des ersten Hauptabschnittes: „Das Teutsclze Reich ist eine Republik, die Staatsgeiv-alt wfyt vom Volke ans" wird unverändert ange- r^.^leÄ9'ua- Äis MM ^tzba-ewani! “te’ii*»«1* Wettervoraussage für Freitag: Ziemlich heiter und trocken, Temperatur wenig geändert, wechselnde Winde. Büchertrsch. — Die R h e i n 1 a n d e e i n O P s e r deutscher Parteipolitik? — unter diesem Titel letzt sich Fritz Coerper im eben erschienenen' Heft 13 der W e st d e u t s ch e n W o chc n s ch r t f t mit der politischen Zerfahrenheit auseinander, Die augenblicklich sowohl das Zentrum, als auch die Demokratische Partei in den Rheinlanden beherrscht und die, wenn nicht rasch Besonnenheit eintntt, eine ernste Gefahr in dieser entscheidungsschweren Zeit politischer Neugestaltung der Rheinlande und onrit für ganz Deutschland bildet. Sie erscheint in Köln, Berlags-G. m. b. tz., Stottwerckhaus. tctt Regierungen über die L iefe r u n g Don Kohlen, Chemikalien, über den Wiederaufbau und anderes mehr unterhandelt, hat in Weimar der Reichsrcgierung Bericht erstattet. Es besteht bei allen beteiligten Stetten volle Klarheit darüber, daß die Ausführung des Friedensver- träges, insbesondere die Lieferung von Kohle, Deutschland im nächsten Winter die schwersten Opfer wirtschaftlicher Art auferlegcn wird, daß jedoch gleichwohl seitens der deutschen Stellen energisch durchgegriffen werden muß, um die in den Friedensbedingungen uns aufgezwungenen Lieferungen, soweit als das ob jektiv irgend möglich ist, zu erfüllen. Die Kommission ist am 28. d. M. aber nach Versailles zurückgereist, um die Verhandlungen mit den alliierten und assoziierten Regierungen sortzu- setzen. Die Souveränität über die aüzutretcnden Gebiete. Paris, 31. Juli. Freiherr v. Lersner teilte der Friedenskonferenz schriftlich mit, daß Deutschland den von dem Verbände vorgeschlagenen lieber» gang der Souveränität Deutschlands auf Polen für die abzutretenden Gebiete angenommen habe. Die Ablieferung der Milchkühe. Berlin, 31. Juli Auf eine Anfrage im Unterhaus über den Milchmaugel in Deutschland, der durch die Ausführung der Bestimmungen des Friedensvertrages, wonach 150 000 Milchkühe ob- geliefert werden sollen, sich noch verschlimmert, antwortete Bonar L a w, daß diese Abtretung nicht automatisch ausgeführt werde, sondern von den Beschlüssen des Wiederherstellungsausschusses abhänge, der die Tatsachen prüfen werde. — Dem L.-Anz. zufolge erwartet man in la Pallice in Frankreich eine Sendung von 60 000 Milchkühen aus Amerika. Veröffentlichung der diplomatischen Dokumente des Vatikans. Berlin, 31. Juli. Der Vatikan wird, wie verschiedene Blätter berichten, die diplomatischen Dokumente aus dem Herbst 1917 veröffentlichen. Aus dem Amtsvertündigungsblatt. *♦ Das Amts Verkündigungsblatt Nr. 65 v-om 29. Juli enthält: BekamitmackMNg, betreffend Abänderung des § 1 der Verordnung über Eier vom 22. April 1919 (Reg.-Bl. ion lossteuert — eine Jllufionspottttk die würde uns die Zustande, die in der schrecklichen leit des 30jährigen Krieges bei uns herrschten, bringen. Bewahre uns Gott vor der Wettrevolu- non. Gegen unsere Partei gerichtete Vorwurfe il§ Kriegsverlängerer empfinden wir al§ bbart= szisch. (Lebhafte . Zustimmung rechts.) Wir sind ionservativ in gesundem, allgemein menschlichem Zinne. Konservativ und wahrer Fortschritt gehören zusammen. In diesem Sinne wollen wir an dem Wiederaufbau des Reiches mitarbeiten. MW Konen • Anhtote labriüert trtlirotii Ludwig W HU Bunumr , Nr. 1221 StintMH Dkl WM MW Gasherd ul ^Manchen kaufen flciuthL ^äebüte unL an den Äieir Fernglas ®örU 3el& cb. Henstw u kaufen nefucöL W Eiid-Anlagr Kaufe«. Ha als berechtigt. Aufkäun tzaus« KU-MM L. Rofenzwefg, (Sieben, SelterSweg (gatte genügt) 0K6 Empf&hlungel Sinei Weit von 3 Ä teiltet Sigartttei F.-fanMt jlienprel« vonMt 240- M. lolort vlvMevc uni Oltft luommen. Tie Reichs färben sind SckWarz-Rot- 'siold. Tie Handelsflagge ist Schwarz-Weiß-Rot Mt den Reichsfarben in der oberen inneren Ecke. Ein deiitsch-vvlksvarteilicher Antrag für die Farben Schwarz-Weiß-Rot wird gegen die Stimmen btr Rechtöii und eines Teils der Demokraten ab» ffrdeljnt. Zu Art. 8 (Abgrenzung der Gesetzgebungs-- ^ständigkeit zwisck?en Reich und Ländern, bemerkt "bg. Tr. Beyer le (Bayr. B.-P.): Wir würden d-ec Versa'sung mit noch größerer Freude zustim- pen tönn-n, wenn gewisse Punkte, über die Ent- geben, loeil er nut ldu Meter norspmng suyreno «beidung noch, aussteht, in einem auch uns gerecht- den Weg verfehlte und bis zum Einlenken tn den Berlin, 30. Juli. Von zuständiger Seite wird mitgeteilt: Die Wirtschaftskommission für die Aussührung der Friedensl"edingungen, die zur ......... ...— -..... Zeit in Versailles mit den alliierten und assoziier- ins Reichskabinett für Überaus wünschenswert. I Der r ML ,d rin'frtiii'-oi-, 111 Behördliche Anzeigen t&Ctt, den 10. 8868B 8880V Koffer und Handtaschen 8865B 8866V rum WM BiuneL. 8877 8871c BRENNABOS Q •0 $ 3 ChemJabdkAi? Frankfurt 5k Drntata aller Irl wat «G Irttl Kta ÜWr.-Äreeken!. B. Lease, 610* Der Direktor Dr. Haupt. Zenfralbüro - Bockenheimer- Ldsh * Tel Taunus T761/62, Hansa 797& entweder für eine Person 1 Päckchen Puddingpulver Preise von 22 Pf., oder für eine Person 1/3 Pfund Trockenmilch Preise von 2,20 Mk., oder für zwei Personen eine Dose 6>ni>. oder Spezial - Reparaturwerkstatt für Schreibmaschinen und Bureaumasohinei "wc) aller Systeme Reinigungs - Abonnemente Franz Vogt L Co. 6 ftchrelbeesöhlaeifcaHS Goelbestr. 32. Tel.2064. Gletze«, den 20. Juli 1919. Der Oberbürgermeister. A B.: Krenzien. Fußbälle und Fußballblasen Faustbälle, SchlagbälkU Schleuderbälle Echt engl. Gummi-Tennisbälle Schläger werden eefort repariert u.oeo beipaant Aug. Kilbinger, Seltersweg 79. 8805 Gießen, den 26. Juli 1019. Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung In unser Handelsregister Abt. A wurde heute die Firma Friedrich Levermann in Gießen eingetragen: Inhaber Kaufmann Friedrich Levermann in Gießen. Der Agnes Levermann, geborene Hinüber ist Propra erteilt. Gießen, den 10. Juli 1019. Hessisches Amtsgericht, Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Gebrüder Schwan, Gießen eingetragen: Den Kaufleuten Jakob Bickhardt und Karl Crecelius, beide in Gießen, ist Geiamtprokura erteilt. Betr.: Sie GenG 9 Gesetzes, Die ' 8. Juli 1911 stehend die N den am 31. A tag betannt. Gießet Gietzen, den 10. Juli 1919. Hessisches Amtsgericht. Der vom Gemeinderat beratene Bormrsttzlag für 1919 liegt tami 1. August 1919 ab eine Woche lang für redermamrs Ernficht auf der Bürgermeisterei offen. Es wird eine Umlage ' ' wozu auch die Ausnrürker mit beizutva« Grüningen, den 29. Juli 1919? Bürgermeisterei Grüfangsr. Achtung! Verschiedene TausendEinnnich und Salatgurke« AK» Lade« ein. (01489«] Ferber, Walltorstr. 1L Vom 1, bis 24. August ist Zahnarzt Metz nicht da. Vertreter in dringenden Fällen: Herr Zahnarzt Fischer» Herr Zahnarzt Koch. « kroße £(16188 KnM-1. Lolotgmkki Ä Verkauf Freitag v. 8 Uhr an am Felsenkelet Billige Preise.' 8888 Frosch, Televb- 211 SS??, w« KD rftwt » dvi fir. tff ffgt R(jng$Prel jössa , EieSdirilt ei.1 Mach: - Ludmg Lang! Allendors Lteltveltrcter Ällendorf Ltellvertrcter Allntt'ha Stellvertreter Alten-Bu tretet: Semei Annerod; Beigeordneter Belletshc tretet; Beiger Beltershc tretet; (iiemei Bersrod: ling; Ltellvei Betlenfai tretet; Beiger Beueur: tatet: AM verordnet Bmiha Vertreter: ( Climba Gemei'ndera _ Taubrii Erb; Stelle Tors-W tretet; Geor- „ Eberslad: «tellvertretei Ettingsh tretet: Beige Garbente tretet: Adolf m . Geilshau Beigeordneter u Gießen 1 Vertreter; Rg m( iReßen : ^lz.Stellve ß.,Meßen 3. Stellvertreter . .'Men z ^ter: Somm Hetzen 5 ^tellvcrtti-ter .Ließen 6 Stellvertreter „Nen 7 ^te'toertretcr: .Hetzen 8 Stellvertreter; rieben 9 Stellvertreter: „Netzen k -tfllVertreter: eteih e!en 11 ^tretet: N^^'etzen i Ner: Milch zum Preise von 3,20 Mk. per Dose. Die Abgabe der einzelne« Artikel geschieht, solange der Vorrat reicht. Bin unter Nr. 927 e= an das Telephonnetz angeschloeaen. Anton Wagner, Ban- n. BeteM Dammstrasse 46. 0UfllT Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde bezüglich der Firnra Moritz Semmler, Gietzen eingetragen: Die Firnra ist auf die Moritz Semmler Witwe, Elise geb. Seeth übergegangen. Dem Erwin Semmler in Gietzen ist Prokura erteilt. Gietzen, den 10. Julr 1919. 8862B Hessisches Amtsgericht. Schellfische alle Grützen und Kabeljau ohne Kopf und im Ausschnitt frisch «. markenfrei in Cispackung empfiehlt billigst Georg Wallenfels Marktplats 21 8883 Telopbos 942 KnpfttNkMHW innen blank aebümmert, smtbere Auvfllhrun» 9 20 oerschredenen Grötzen am Lager. 0149(1 Theodor Schmidt. Im. Laaer Neue« BS«e 9. Arbeitsvergebung. In der Bahnhofstratze sollen ca. 120 qm Gossenpflasterung Hergeste.'lt werden. Angebote sind verschlossen mit Aufschrift versehen bis zum 9. August d. I., nachmittags 6 Uhr, bei der unterzeichneten Stelle ernzureichen, woselbst Voranschlag und Bedingungen offen liegen. Leihgestern, den 29. Juli 1919. 8393 Bürgermeisterei Leihgestern. llnioersitäts-Slbliothe! Siehe». Alle Benutzer, mit Ausnahme der ®tabiettnfa haben die von ihnen vor dem 10. Onli d. L r» liehenen Bücher bi» spatesten» 10. August zurückzu liefern. Bom 11. August bis 4. Oktober ist die vtblwchk täglich von 9—1 Ubr geöffnet. Gietzen. den 29. Juli 1919. Der AbllimmmtsSverirk 1 vmfabt: Auf der Bach, Burggraben, HundSaasfe, Strebe«» platz, Äirchstrasse, Ltndengasie, Lindenplatz, Marktplatz. Walltorstratze, Wetzstetngafie und -ftraße, Zo^elSgaffe. Der AbstimmungSbe-irk 2 umsaht: Asterweg, Dammstralre, Ederstraße- SchUlerstrafa, Schottstrasse. Weserstrahe. Der Abstimmungsbezirk 3 umfasst: An der Hardt, Sttoiborfer Stratze, Rord-Aulage, Rodheimer Stratze, Schützenstrasse. Der AbstimmungSbezirk 4 umfaßt: Am Rodberg, Bllckingitraße, tiJtarbutoet Stratze, Steinslratze, Wiesccker Weg. Der AbsrimmungSbezirk B umsatztr Gabclsbergerstratze, Hammstrasse, Kornblumen- gaffe, Labnslrahe, In LöberS Hof, Markrsrrahe, Müölsttasse, Kleine Mühlgaffe, Neustadt, Daud- gasse, Tiesenrveg. Der AbstimmungSbezirk 6 umfaht: Bahnhofstratze, Grabenstrasse, Schanzeustrabe, Wen-Anlage, Hinter der West-Anlage. Der Abstimmungsbezirk 7 umsaht: Buddestratze, frankfurter Stratze. Der Abstimmnnaöbezirk 8 umsatzt: An den Bahnhöfen, Am Steg, Buchnerstrahe, Crednerstratze, Friedrichstratze, Glaubrechtstrahe, HiUebrandstrahe, Hofmannstrahe, Kllniksirage, Mittelweg, Wetzlarer Weg. Der AbktimmungSbezirk 9 umfaht: Aulweg, Ebelstrahc, Erdkauterweg, Leibnesterner Weg mit Bergwerk, Liebigstratze, Wtlsonstratze. Der AbstimmnngSbezirk 10 umsatzt: Alirestratze, Ludwigstrahe, Am Rtegeloßab, Wil- helmstratze. Der AbstimmungSbezirk 11 umsaht: Bergstratze, Bruchstrabe, Gartenstrabe, LudwigS- vlatz, Stephanstrahe. Der AbstimmungSbezirk 12 umfaht: Bleichstrasse, Goethestrahe, Henselstrafa LSber» stratze, Lonystratze. Der AbstimmungSbezirk 13 umfaht: Bismarckstrasse, Georg-Phllivv-Gatlstrahe, Suten- bergstrake, .Heffenstratze, Keolerstratze, Landmann- stratze, NabrungSbcrg, Wolsstratze, Dchtffenberge» Weg, Gemarkung Schiffenberg. Der AbstimmuuaSbcz»rk 14 umfaht: ^Licher Stratze mit Kaserne I und IL Der AbstimmungSbezirk 15 umfaßt: Kaiser-Allee mit städtischer Kaserne, Kaserne der Maschinengewehr-Kompagnie und Baracken. Der AbstimmungSbezirk IG umsaht: Elchgärten, Eicbwcg, Landgrasenstr., Ost-Anlage, Moltkeurage, Roonstr., Gr. Steinweg, Wiesenstr. Der AbstimmungSbezirk 17 umsatzt: Brandgasse, Brandplatz, Braugaffe, Kanzletberg, Landgraf-Philipp.Platz mit Zeughauskaserne, Markilaubenstratze, Senckenbergstr., Schtotzgasse. Der AbstimmungSbezirk 18 umfahr: Diezstratze, Drethäusergasse, Erlengaffe, Kaplanei- gasse. Neuen Baue, Schulstratze. Sonnenstrahe, Triltcrgasse, Wagengaffe, Weidengaffe. Der AbstimmungSbezirk 19 umsatzt: Äreuzplatz, Löwengaffe, Maigasse, MSuSburg, Rittergasse, Selteröweg, Deufelölustgärtche«, Wettergasse, Dolkcngasse. Der AbstimmungSbezirk 20 umfaßt: JobanneSstratze, KaplanSgaffe, Kathartnenqasse, Neuenweg, Plockstratze, Slid-Anlage. Die Stimmberechtigten haben 30 Kreistag-Mitglieder zu ivählen. Es können nur für einen der zugelaffenen Wahlvorschläge, in welchem Abänderungen nicht vorgenommen werden dürfen, Stimme« abgegeben werden. Alle Stimmberechtigten werden eingeladen, »u der angegebenen Zeit sich persönlich einzusinden und ihre Stimme abzugeben. Nur S Tag II Ausverkauf M” wegen Aufgabe des Ladens SellerswegII u Einkochgläsern Leiterwagen pp. Carl Schnuck Kinder-uud Klappwage« Bekanntmachung betr. bieWahlen zum Krri-tag des Kreises Gicheu. Am 17. August 1919 vormittag- von 10 Uhr bis nachmittags 8 Uhr wird die Wahl von 30 Kreistags- Mitgliedern des Kreises Gietzen vorgenommen. Tie Wahl findet statt: Für den AbstimmungSbezirk 1 im Alten Rathaus, Liarktplatz 14. Wahlvorsteher: Direktor Dr. Baur, Siellverireter: Bäckermeister W. LÄber. Für den Abstimmnnssbczirk 2 im stüdt. Dtenst- gebäude, Asterweg 9. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Adam Bolz, Stellvertreter: MSbel- fabrikant Karl Stückrath. Für den AbstimmungSbezirk • im GewerbehauS, Kirchstratze 16. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Landgerichtsrat Neuenbagen, Stellvertreter: Stadtkassendlrcktor Maser. Für den AbstimmungSbezirk 4 im SchulhauS, Schillerstratze 8. Wahlvorsteher: Rektor Jimn, Stellvertreter: Kommerzienrat Mueller. Für den AbstimmungSbezirk 5 im Alten Schul- baus, Neustadt 61. Wahlvorsteher: Rentner Will». Blank, Stellvertreter: Professor Dr. Erb. Für den Abttimmunasbezirr 6 im SchulhauS, West-Anlage 43. Wahlvorsteher: Rentner Georg Simon, Stellvertreter: Stadto. Albin Mann. Für den AbstimmungSbezirk 7 im Restaurant Hesfischer Hotz Frankfurter Stratze 7. Wahlvorsteher: Beigeordneter Kreuzten, Stellvertreter: Apothekenbesitzer Fritz Bauer. Für de« AbstimmungSbezirk 8 in der Allen Klinik, Liebigstratze 16. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Heinrich Winn, Stellvertreter: Postsekretär Karl Sehrt. Für den AbstimmnngSbezirk 9 im Konfirmanden- saal, Liebigstratze 58, Wahlvorsteher: Lehrer Wilhelm Michel, Stellvertreter: Fabrikdirektor Thome. Für bett AbstimmungSbezirk 10 tot Realgymnasium, Ludwigstratze 11. Wahlvorsteher: Justizrat Dr. Rosenberg, Stellvertreter: Stadtverordneter Heinrich Fourier. Für den AbstimmuugSbcrtrk 11 im Stadthaus, Gartenstrafre 2, Erdgeschog, Zimmer Nr. 7. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Professor Dr. Kraus- mllller, Stellvertreter: Lehrer Karl Leib. Für den Abstimmungsbezirk 12 im Handelskammergebäude, Lonystratze 7. Wahlvorsteher: Bauunternehmer Georg Becker, Stellvertreter: Geh. Kirchenrat Professor Dr. Krllger. Für den AbttimmnugSvezirk 13 in der Universitätsbibliothek, Keplerstratze 2. Wahlvorsteher: Rendant Wilhelm Eisenhauer, Stellvertreter: Genossenschaftssekretär Hermann Kirchner. Für den AbstimmungSbezirk 14 in der Wirtschaft zum Kronprinz, Wolsstratze 21. Wahlvorsteher: Kaufmann Adolf Schmidt, Stellvertreter: Verwalter Karl Lotz. Für den AbstimmnngSbezirk 15 im Israelitischen Gemeindehaus, Lonystratze 4 Wahlvorsteher: Weinhändier Karl Küchel, Stellvertreter: Kohlen- bändler Georg Lotz. Für den AbstimmungSbezirk 16 im Justizgebäude, Ost-Anlage 15, Saal im Erdgeschoss. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Amtsgerichtsrat Wachtel, Stellvertreter: Kommerzienrat Noll. Für den AbstimmungSbezirk 17 im NeglerungS- gebäude. Laudgraf-Pbiliov-Platz 3, Sitzungssaal, Wahlvorsteher: Möbelfabrikant Franz Brück Stellvertreter: Hausverwalter Wilhelm Riebel. Für den AbstimmnngSbezirk 18 im Hotel-Nestau- rant Kaiserhof, Sonnenstrahe 8. Wahlvorsteher: Rechtsanwalt Friedrich Engisch, Stellvertreter: Schuhmachermetster Ludwig Bernhardt. Für de« AbstimmungSbezirk 19 im Hotel Prinz Carl, SelierSweg 40. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Iohs. Diehl, Stellvertreter: Staufmann Wilhelm Horn. Für den AbttimmnuaSbezirk 20 im Stadthaus, Gartenstrasse 2, Obergeschoss, Sitzungssaal Str. 11. Wahlvorsteher: Kaufmann Otto Rachsthlag, Stellvertreter: Kaufmann Mar Bär. Feine Lederwaren aller Art In bekannter Güte u. vorzüglicher Ausführung. Eigenes Fabrikat M Rucksäcke, prima Leinen Aug. Kilbinger, Seltersweg 79 Restaurant poftteller Guten bürgerl. Mittags- iiirHiiiiwiiiiiMmiiiiiMiiiiHiiiiiifiiniiiiiiiiiiiiiniiiinmm Md Abendtisch empfiehlt j Wilhelm Bastian langjähriger MerleLner im „Lasö fjettta* Bekanntmachung. Sen Sa msta g t>en 2. Angust bis Dienstag b-cn 5 August 1919 grlangl m den nachstehend aufArtMrtrn Kleiichandels- geschäflen gegen Abgabe ves BezugSabs<ü»itres Vr. 12 der Lebensmittelkarte kondensrerte uud sterilisierte M-ilch zur Ausgabe. ES entfallen auf je zwei Pertrnren eine Dose km* Zensierte oder sterilifiertr M-ilch »um Preise von 8,20 WZf. Die Kleinhandelsgeschäste haben die entgegen* genett Bezugscbschnitte bis zum 9, August 1919 dem Stadt. Lebensmittetamt, Zimmer 12, einzureiche-a. Dlichrl, Gebrüder, Walltorstvaßi^ Nachtigall, Otw, Steinstratze, . Nassauer, H. F^, Ncuenwea, Noll, August, Bahnhofstratze, Noll, Ernst, Kaiser-Allee, Nvll, Gebrüder. Bahnhofstratze, Plack, Adolf, Neuen Baue, Reinhards Jvhs., Krofdorfer Stratze Reuter, Heinrich, Ludwigsplatz, „ Rudersdorf, K., Bismarckstratze, Seibel, Johann, Ludwigsplatz, Seibel, Karl, Frankfurter Strohs Schade & Füll-rrvbe, Bahrrhofstraße- - Schade & Füllgrade, Ludwigstratze^ • Schäfer, Marie, Kaiser-Allee, Schlierbach, Thcod, Frankfurter Mache, Schönhals, Chr., Nvrd-Anta«, Schul^f, I. M., Marststrage, Schwaab Nachf., C., Seltersweg, Stuhl, Robert, Neustadt, Denaelmann, L, Selteröweg, TrechÄer, Heinrich, Söünsträße, Bogel II., Johs., Schützenstratze, Wallertfels, August, ALarktPlatz, - Wallenfels, Georg, Marktplatz, Wietschel, Robert, Krofdorfer Stratze, Walther, Gustav, MäuSburg, Ziegelstein, S., Landgraf-Philipt^Platz. Gietzen, den 30. Juli 1919. 8886B Der Oberbürgermeister (Lebensmiirelamt). Bekanntmachung. Im Monat Juli 1918 wurde auf Beruas- «chschnitt 8 der Lebensmittelkarte ein Teil der hiefiflen Kleinhandelsgesclstiste mit kondensierter Milch, TrockenmUch oder Puddingspulver beliefert. ES nnrrde damals damuf aufmerksam gemacht, daß die nicht belieferten Geschäfte beim Eintreffen weiterer Sendungen berücksichtigt würden. Bon Samstag den 2. August 1919 diS Dienstag den 5. August 1919 er* falten die damaligen Kunden der nachstehenden Geschäfte auf den Berugsabschnitt Nr. 8 der im Monat Juli 1918 gültigen Lebensmittelkarte Bekanntmachung. In unser Handelsregister Mck. A wurde harte die Firma Bereinigte Stempel Fabriken Gelnhausen- Gietzerr I. Bergevn und I. Krauter in Gietzen eingetragen. Inhaber sind: Minna Bergeon, Witwe des Kauftnanns Jean Bergeon in Gelnhausen, und Josef Kreuter, Kaufmann in Gietzen, Frankfurter Straße 129. Offene Handelsgesellschaft. Tie Geschäftsführung ist dem Gesellschafter Josef Kreuter in Gießen übertragen. Die Gesellschaft hat am 1. Juli 1919 begonnen. Ter Lina Kreuter, geb. Klaus, Ehefrau des Kaufmanns Josef Kreuter in Gießen, ist Prokura erteilt. Gießen, den 22. Juli 1919. 8864B ______________Hessische- Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma AnüreaS Euler in Gießen eingetragen: Der Kaufmann Will)elm Jung in Gießen rst als Teilhabe to die Firma ein getreten. Tie offene Handelsgesellschaft hat am 1. Juli 1919 begonnen. Tie Prokura deS Wilhelm Jung ist p dir Erscheint nach WrJÜT Maltr-Ueber „Brerrnabor in großer Auswahl, solüa Ausführung und vornehm Ausstattung eingetroffe«. Aug. KUMngei Seltcr-weg 79. ■ Ernst Balke, Stephanstraße, Emilie Banfe, Frankfurter Stratze, Hernr. Becker, LSwengasfe, Konr. Bender, Walltorstratze, Ehr. Bieker, Neustadt, Gebr. Berdux, Bahnhofstratze, Heiur. Arnold II., Kaiser-Allee, Gebr. Adami, Mausburg. G i e h e n, den 30. Juli 1919. 8887B Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Marken-Ausgabe. Am Freitag und Samstag, dem 1. und 2. August 1919, gelangen in den S8e$tr1at Brot-, Fleisä)- und Frühkartoffrtmarken sowie Lebens- tttittelkarten wie nachstehend zur Ausgabe: A—E Freitag vormittag von 8—12 Ufa, F—K Freitag nachmittag von 2—6 Ufa, L—Ä, Samstag vormfttag von 8—12 Ufa, R—Z Samstag nachmittag von 2—6 Ufa. Die Marken sind utttzedfUgt en vorgenannten Ansgatzetagen abzu- holen, da die seitherigen Dienst- stunden von 8 —lOUHr vormittags in Wegfall gekommen sind. Gießen, den 29. Juli 1919. 8858B Der Oberbürgermeister (LebensmittelamtX Bekanntmachung. Nachstehenden Kleinhandelsgeschäften ist die Abgabe von Weißmehl und Nährmittel, die auf Grnnd von ärztlichen Attesten ausgegeben werden, für den Monat August übertragen worden: Weiß mehl bei Balke, Ernst, Stephanstrahe, Nährmittel bei Banse, Emilie, Fvanffurter Straße. Gießen, den 29. Juli 1919. 88MB Der Oberbürgermeister (Lebensmittekamt). Bekanntmachung. B«tr.: Ausstellcn von Saatkarten für Wicken Utti) Gemenge. Die Neichsgetreibestelle teilt mit, daß die Ausstellung von Saatkarten für Gemenge zu Grün- futter und Dünger;wecken nur noch ausnahmsweise bis 31. Juli 1919 stattfinden Bonn. Nach diesem Zeitpunkt ist das Aus stellen dieser Saat- «rrten nicht mehr zulässig. Gießen, den 30. Juli 1919. 8885B ___Oberbürgermeister lLebensmittelamt^, Bekanntmachung. , d^m Verfahren zur Anlegung des Grund- ^chs für b« Gemartang Gießen Flur VII bis XLX imö 'Wir XL bis DX bemnnt die AnmetdungSfrist i$i9-•* -"bi-» UW7 'Ät- ratens brr B» tenigjen wabrenb der Aumeldungssrist zu geschehen bat, können «rf der Amtsstube deö Hessischen Orts- Anschlag an der ^vortraen Ortstafel ersehen werden Gießen, den 24. Juli 1919 AfiftQP | Hessisches Amtsgericht Bekanntmachnng. In unser Hnndelscezister Abt. A* mürbe berg», sich der Firma Ferdinand Katz in Watzenborn eingetragen : Tic Firma Ferdinand .Kay in. Watzen- [6ont ist erloschen.