Zwlllingsrunddruck u. Verlag: vrühl'jche Univ.-Such- u. ZLem-ruckerei K. Lange. Schriftieltuttg, Seschaftrftelle u. Druckerei: §chulstr.7. ttiauiL rmann. Die Armut Oesterreichs. Wien, 30 Sept. (WTB.) Die deutsch-österreichische Staatskorrelpondenz meldet: Um die zum Ankauf der notwendigen Lebensmittel crsordcr- lichen ausländischen Valuten zu beschaffen, beschloß der Kabmettsrat in den letzten Sitzungen vom 26. und 29. September, gewisse für Deutsch- Oesterreich kunsthistorisch und kulturell minder belangreiche, wenn auch an sich wertvolle Kun stae gen stände, t\ Annahme von Anzeigen f. die Tagesnilinmer vis zuinRachmillag vorder odnejedeVerdnidticdkeit Preis für l mm Höhe für An-.eiaeno.34mm Breite örtlich 15 1>L, aiisivärtS 18 Ps., für Reklame- anzeigen von 70 mm Bre ie 48 Ps. Bei Platz- vorschrii:20''/^Auischlag„ Hauvtschrl'tteiler: Alig. Goetz. Berantivortlich für Politik: Ang. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Renihold Zenz; fur den Anzeigenlcil: H. Beck; sämtlich ui Gießen »ifen 'ür Kartoffeln, chang Mm llJ-,?cy? z93) wird der Klem- ooni 25. September tflEfCpt. . ,jenen und den indendes Krci- . ekaniitmachuuS llichen. tritt in solche Dienste zu enthalten und die Aw» nähme solcher Dienste zu verbieten. Die Räumung muß unverzüglich in Angriff genommen und ohne Unterbrechung durehgeftihrt werden. Tie alliierten und assoziierten Regierungen erklären, da8 sie bis zu deck Zeitpunkt, wo sie festgesetzt haben, daß ihrem Ersuchen voll entsprochen wird, keinerlei von der deutschen Regierung unterbreiteten Anträge bezüglich der Versorgung Deutschlands mit Lebensmitteln und Rohstoffen in Betracht ziehen werden. Sie haben infolgedessen die Anweisung gegeben, keinem dieser Aniräge ftatt- zugeben. Im übrigen werden die alliierten Regierungen alle finanziellen Erleichterungen, dir die deutsche Regierung gegenwärtig geniesch, oder die die deutsch)« Regierung bei den alliierten Regierungen oder deren Angehörigen zu erlangen sicht, ablehnen. Wenn die deutsche Regierung weiterhin ihren Verpflichtungen nicht nackLvrnmt, werden die alliierten Mächte alle ihr erforderlich erscheinenden Maßnahmen ergreifen, um die Ausführung der genannten Bestimmungen des Waffen- ftillstandsvertrages sicherzuslellen. Berlin, 29. Sept. (W. B.) Nach zuverlässiger Mitteilung ist General von der Goltz, nachdem seine Bemühungen, die Truppen zuni Ab- marsch zu bewegen, erfolglos geblieben sind, end- gültig abberufen worden. Die Verteilung der deutschen Luftflotte. Versailles, 30. Sept. (WTB.) Die Vertreter der fünf "Mliierien Großmäch'e unter bem Vorsitz des Ministers des Aeußern, Pichon, traten gestern vormittag« zusammen und nahmen die Vorschläge der Kommissiion über die Verteilung der deutschen L u f t flo t te an. Es soll auch beschlossen wvrden sein, einen Protest toegen des Verkaufs verschsiedener Flugzeuge an neutrale Staaten zu richten. Es feien Maßnahmen getroffen, um ein ferneres Abwandern "des deutschen Luft- schiffmateriols an das Ausland zu verhindern. Peru und der Friedensvertrag. Lima, 29. Sept. 'cher Gesandter in Bern, kündigte dem Leiter der Genfer.„Fenille" in einer Unterredung an, daß er zurzeit mit der Abfa'mng einer «Schrift ti >er die Entwicklung ber südslawisclien Fruge br chäftigl ist, deren Berücksichtigung nach seiner Ansicht zur Klärung der Vorgänge im Sommer 1914 und hem Zusammenbruch der Monarchie unerläßlich ist. Baron Musolin bekennt sich, was übrigens längst be- tannt ist, als Verfasser des ersten Textes des Ultimatums an «Serbien, der später in einer Reih« von Ministerratssitzungen durchberaten worden sei. Er verwahrt sich dagegen, daß er und Graf For- gach die engste Umgebung des Grafen Berchtolü gebildet hätten, 'itrie dies im R')t-Buch behauptet wird, und nennt sich nur dessen bescheidener Mitarbeiter. Andere Ratgeber Berchtolds seien aus Gründen, die ihm nicht bekannt seien, in dem Rot-Buch, nicht genannt. Er selbst sei nach der Bluttat von «Serajewo der Ansicht gewesen, daß nichts anderes, als ein eindrucksvoller Protest bei ungebrochenen Machtstellung Oeßerrricki-Ungoms gegenüber den Südslawen erfolgen solle. Diesen Gedanken habe er Graf Berchbold nicht mitge- teilt, den er nach dem Attentat zwei Wochm nicht gesehen halte. Im übrigen hätte er Nicht den Eindruck, daß die mit dem Rot-Buch verfolgte Abicht, die verantwortlichen Staalsmänn.'r dec österreichisch-nngarisdjen Monarchie zu be.asten, gelungen sei. Tas Rot-Buch enthiltc iuteressan- tz's Material, jedoch gerade die Tatsache, daß. am 15. Juli 1914 in Potsdam fein Kronrat stattgefunden habe und daß Deutschland an der Herstellung des' Textes des Ultimatums in frisier Weiic mitgearbritet l-abe, fei unwidersprochen. Das gesamte Material des Rot-Buches müsse zu «Schlüssen kommen, die nicht in der vom Heransgebw gewollten Richtung lägen. Baron Musolin verweist aus die gleich zu Eingang des Rot-Buches veröffentlichte Denkschrift über die Lag.' der Monarchie, wie sie durch den auf Rußlands Betreiben gel-i beten Balkan-Bund entstanden wir, und erklärt, daß diese so bedvohlich gewesen sei, daß sic allein hie verschärften Beschlüsse gerechtfertigt habe. Wieweit man davon auch in Berlin Kenntnis gehabt hätte, gebe aus dem Rot-Buch ebcu'o deutlich hervor, wie die Bereitschaft.Tentsch-' lands, Oesterreich-Ungarn beizufpringeu. Ohne jeden Zweifel habe das Wiener Kabinett seine Beschlüsse mit dem Gefühl die er Rückendeckung gefaßt. Was den englischen Vermittelungsvorschlag betreffe, den man unter Voraussetzung g.'wisser Garantien angenommen hätte, so übergehe das Rot-Buch die rnzwischon erfolgte Mordtat und das am 30. Juli erfolgte Ultimatum, die jeden nri-, tcren Gedankenaustausch unmöglich gestaltet hätten^ IHN» ** • >r Äw- 1 b"°L"? Ä W n IlCint; ö ttn 1’ ^öbere fcn. ."»"'entlich & A^b^g «Ui^tiaen su ***« m,-. Aiitzllmachen .fc 'Betätigten . K."/env9r- 1 Siefenmär. 0 der hi,,- t0f°U5QHiu, '"zählig sein, sg 'lats alsbald bc = n öemeinben ttion Tiefen 'dnung an bim «t'b bie Zcil (ifs ^kinbe besonders m. 8l/j Uhr, W, 9 Uhr, mn. 9 Uhr, 9 Uhr, frm. 9 Uhr, 9 Uhr. )er Mgerristerei. ■ id)h'itig mit in Ihrer Ge- enschasten Die 'ic Genossenschaits- lennieri baraus zu in gutem Zustande vsserungsvorschläge Line neu- vrohnote an Deutschland. Berlin, 29. Sept. (W.B.) General Nu- dant uberreickste dem Vertreter der deutschen Waffen still st audskom Mission in Düsseldorf folgende Note aus Paris vom 27. Scpt.: Nack) dem Wortlaut des Artikels 12 des Wassen- ftillstandsvertragcs vom 11. November 1918 übernahm Deutschland folgende Verp,lichtung: «Sämtliche deutschen Truppen, die augenblicklich auf Gebieten stehen, die vor dem Kriege zu Oesterreich- Ungarn, Rumänicn oder ber Türkei gehörten, müssen unverzüglich hinter die Grenze Deutschlands vom 1. August 1914 zurückgezogen werden. «Sämtliche Truppen, die sich gegenwärtig auf Gebieten befinden, die vor dem Kriege zu Rußland gehörten, müssen gleichfalls hinter die oben beschriebene Grenze Deutschlands zurückgenommen ioer- den, und zlvar, sobald die Alliierten es verlangen. Marschall Fach, Oberbefehlshaber der alliierten Truppen, ließ am 27. August wissen, daß für Tcutsckland der Zeitpunkt zur Räumung der genannten Gebiete gekommen sei. Er hielt die deut- scke Regierung durch seine Note vom 3. September zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten an. Tie deut- scke Regierung versuch^, sich obiger Verpflichtung zu entziehen durch, einen Bericht, der Gründe an-, ftihri, die die alliierten Mäckte iricht als stick^haltig anerkennen können. Tie alliierten Regierungen lehnen cs insbesondere ab, zuzulassen, daß die deutsche Regierung sich der ihr zusalleirden Verantwortung dadurch, entzieht, daß sie vorgibt, nicht die Macht zu haben, die im Baltikum stehenden Truppen zum Gehorsam zu zwingen. Sie ersuchen demgemäß die beutfd« Regierung, unverzüglich die Zurückziehung sämtlicher deritschen TrupPeii, Stäbe rind Dieriststellen, die sich m den baltischen Provinzen iwch bc.inbnt, in Angriff zu nehnren; desgleichen hat die deutsche Regierung unverzüglich die erforderlichem Maß- iiahmen zu ergreifen, um alle Dcutsckßm, die nach der Demobilifation Dienste in russischen Formationen, die nt den genannten baltischen Provinzen gebildet sind, angenommen haben, hinter obige beschriebene Grenze zurückzuziebcn. Sie hat sich ferner jeher Ermächtigung zum Eür- Tie Reichswehr ist eine dauernde Gefahr wie jede Söldnertruppe, ivcnn sie nicht auf ft r a f f ft e ei fernste Manneszucht hält. Darum muß sich die Partei das ewige Quängeln und Nörgeln abgewöhnen. Eine.Reihe Offiziere waren meine Wallen st einer, die mir ihre Truppen von sich aus zugebracht haben. Nun muh das alles ui Ordnung und feste Form gegessen werden. Den Riesenschweinestall auszurnisten, den ich übernommen habe, wäre auch kein anderer rascher imstande. Mein Bedarf an .Beschimpfung ist durch das letzte halbe Jahr reichlich gedeckt worden. Wenn sich einer findet, der mein Amt übernimmt: mit Kußhand! (Große Heiterkeit und Bewegung. Zuruf: Justav muß bleiben!» Ich verabschiede jetzt täglich einige Dutzend Offiziere. Alle, die sich irgendwie reaktionär bemerkbar gemacht haben, werden hinausgeworfen. Aber soll ich nun zur Freude der „Vorwärtsleser" die Liste der 200 verabschiedeten Generäle, der guten und der schlechten, veröffentlichen? Genossen, wenn ich nicht ein so unverbesserlicher Optimist märe — nach den Erfahrungen, die ich gemacht habe, spuckte ich auf die ganze Menschheit. (Bewegung.) Es pirscht sich jetzt an uns alles Mögliche heran. (Zuruf: Halbseidene Revolurionsgewumler!) Im Ossizier- korps bleiben in erster Reihe die Leute, die im Januar für uns gekämpft haben, sodann die armen Frontoffiziere, die sich im Kriege ausgezeichnet haben. Die reicheren Offiziere kann ich aber entlassen. Wir werden am 1. Januar 1920 ein .bettelarmes Offizierskorps haben, das mit seiner Existenz an die Sicherheit des Landes und an die Festigkeit der Regierung gebunden ist. (Beifall und Bewegung.) Wo lieber» griffe Vorkommen, schaffe ich Remedur. Dem Major Lange habe ich volle Genugtuung verschafft. Aber er ist mir leider zur Polizrilruppe gegangen. 5it Ostpreußen habe ich Befehl gegeben, auf jeden Monn zu feuern, der nach dem Baltikum hinüber will. Aber auch dort läßt sich der schauderhafte Knoten, nicht mit Gewalt durchhauen, sondern nur mit starker ruhiger Geduld lösen. Eine gewisse Schirnpsfreiheit muß man in diesen Zeiten jedem Mensck/en zugestehen. (Heiterkeit.) Man kann nicht verlangen, daß die Leute von den jetzigen Verhältnissen entzückt sind. (Sehr wahr!) Deshalb ist von Gegenrevolution noch lange keine Rede. Gewöhnt Euch doch ab, wie die Kieler Matrosen zu gehen: Ms die Revolution schon längst gesiegt hatte, gingen sie immer noch mit einem Auge nach hinten, ob nicht doch noch das alte Regime wiederVäme, und sie als Meuterer an die Raen knüpfte. (Heiterkeit.)<^Sorgt lieber dafür, daß anständige Leute mlcht einen Ekel vor der Revolution bekommen und sagen: Wenn das «Sozialismus ist, ist uns eine anständige bürgerliche R.gierung lieber. (Zuruf: Tas 'hört man schon alle Tage!) Tie B r a u n s ch w e i g e r N i e d e r l a g e ist die Quittung für die schwankende Politik unserer dortigen Genossen. Ich habe sie vor Monaten dringend gcnxirnt, mit den Unabhängigen zu kuhhandeln und ihnen Konzessionen über Konzessionen zu machten: ich habe ihnen gesagt: Stellen Euch die Unabhängigen die Stadt .auf den Kopf — ich steUs sie Euch wieder auf die Beine! (Große Heiterkeit.) Aber sie haben die Sauwirtschaft fort» dauern lassen, und jetzt haben sie die Bescherung. Haltet die Nerven zusammen, und es müßte mit dem Teufel zu gehen, wenn nicht die Zukunft uns gehört! (Stürmischer, langanhaltender Beifall.) Nr. 228 Ter Lietzener Anzeige« erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Vezugspreir: monatl.Mk.1.60, vierteljährlich W. 4.80; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.50; durch die Post Aik. 4.50 viertel- jährt. ausschl. Beftellg. Fernsprech - Anschlüsse: für die Lchristlcilungl 12 Verlag, Geschäitsstellebl Auschrist sürDrahtnach- richieu: Anzeiger Gießen. PoftscherNonto: Frankfurt a. M. 11686 irgendwo eine Resolution auf Absetzung Noskcs gefaßt, dann wolle niemand dahinter zurückbleiben. (Heiterkeit.) Natürlich könne der Reichs- wehrrninister sein Amt nicht führen, n>cnn die Partei nicht geschlossen hinter ihm stünde. Für die sozialistische Propaganda in der Truppe habe er kein Geld und kein Reckt. Daß Monarchisten und Spartakisten fortioährend in der Truppe wühlten, sei ihm bekannt, aber kaum zu verhindern. Der Reichswehrminister gab dann ein allgemeines Bild von b:r Entivicklung der Revolution und seiner Tättgkeit in ihr. Wir haRn jetzt die schönsten F-rcihriien auf dem Papier stehen. (Zuruf: Auf dem Papier!) Sie in die reale Wirklichkeit umzusetzen ist nicht Sache der Regierimg, siorrdern des Volkes selbst. («Sehr gut.) Der große wirtschaftliche Umlmmdlungsproz-ß hat erst begonnen und die Weltrcvolutton, als die sich dieser Krieg darsbellt, wird noch nach Jahrzehnten nachwirken. Das Maß der revolutionären Errungenschaften., das ein Volk sich sichert, hängt ab von seiner politischen Reife und seinen wirt- schaf« lichen Verhältnissen. Bon den revolutionären Errungeirschaften geht nicht mehr verloren, als wir selbst durch das Ungeschick prcisgcben, mit dem wir wie ein Ochse im Porzellanladen in der WirtsckMt Herumfähren. (Sehr gut.) In vielen Berliner Räteversammlungen geben jetzt ehemalige Unorganisierte und Gelbe ten großen Ton mt. Kriegervereinler bis zum 9. November, sind jic jetzt maßlos in ihren Forderungen und Wünschen und unklar in ihren Zielen. Sie haben die Revolution zu einer reinen Lohnbewegung degradiert. Aber id> bin sicher, sie legten die Hand wieder an die Hosennaht, sobald sie die Faust der Reaktion wieder im Nacken spüren. (Lebhafte Zustimmung.) Unbegreiflich schön und großartig wäre die deutsche Revolution gewesen, wenn die große Masse wirklich soziales und sozialistisches Gefühl gehabt hätte, statt nur für sich möglichst viel herausschlagen zu wollen. (Sehr >vakr.) Für Hunderte und Tausende war die Revolution nur eine Gelegenheit zum Stehlen. (Sehr wahr.) Das macht die anständigen .Menschen kopfscheu und jagt sie wieder dem alten Regime zu. (Zustimmung.) Leute, die nie den Mund aufgemacht haben, solange der «Schützengraben ihnen drohte, haben nach der Revolution in den Fabriken cn Terrorismus, Niederträchtigkeit und Vergewaltigung anderer Meinungen die schlimmsten Sünden der vergangenen Machthaber tausendfach übertroffen. (Lebhafter Beifall.) «Sollten wir von diesen Prahkhänsen und Großmäulern Deutschland zu- «grunbe richten lassen? («Sehr gut.) Als ich die Frage einmal vor den Danziger Werftarbeitern stellte, antworteten mir unsere Genossen: Nein, viel fester müssen Sie zupacken! Da habe ich ihnen erwidert: Schlappschwänze, wehrt euch selber! (Stürmisck-er Beifall.) Wenn wir jetzt 80 vom Hundert der großen Einkommen, wegsteucrn, so arbeiten die Betriebe doch überwiegend für die Allgemeinheit. Wenn wir Betriebsräte schaffen, such doch die Arbeiter nicht mehr Lohnsflavcn, siondern mitdestimmmd. Aber Ziveck hat d«s nur, wenn nicht jedes zivanzigjährige Großmaul glaubt, in einem Millionenbetriebe umljerregtiereri M können, sondern Imrn die erfahreirsten, reifsten und klügsten Arbcfter Arbeitcrräte sind. Tie Früchte für die Lebenshaltung der breiten Massen werten sowieso erst in Zabrzehitten reif. Wer den Massen eine raschere Erfüllung ihrer Wunsche vorgaukclt, schieitert auch am raschesten, wenn er zur Regierung, berufen wird. Wir brauchen, um die Staatsge- sckäftc zu führen, ein außerordentliches Maß von Derantwortun<. cp-fühl und Mut. Wir können jetzt nicht Zählabendpolitik treiben. (Sehr wahr.) Wir können nicht auf jede Wählcrstimme Rücksicht nehmen, wenn es um das «Sck.iicksal unseres zerrütteten Landes geht. Lassen wir die Tinge rutschen, dann haben wir bald russischie, ungarische und Münchener Zustände. «Sehr weit waren wir davon nicht mehr entfernt, als ich nach Berlin gerufen wurde. («Sehr wahr!) Aber ich wicderhcrie aus meiner Tresdner Rede: Wenn wir durch-kornrnen wollen, müssen mir Äcn Mut zur Härte haben. Lieber ein Paar tausend Tollköpsc opfern als ein 60 Millionenvolk! (Lebhafte Zustimmung.) Zu unserem großen Leidwesen ist aus den Reihen der Mannschaften und Unteroffiziere fein genialer FF h re r ber o ar gegangen, obwohl sic damals überall das Heft in den Händen hatten. Als ich, nach, Kiel kam, fand ich nickst die geringste Leistimg der Revolution vor. Ich bin der erste Svldatenrat von Teutschiland gewesen und habe mir die anderen Soldatenrate erst mühsam zusamnrengcsucht. Ter Proviant gitng am nächsten Tage aus, 40000 Mann waren ohne Löhnung: eine. Welle des Verderbens drohte sich über das Land zu ergießen. Ta habe ich mir die alten Offiziere und Beamten, verprügelt und bespuckt wie sie mären, einzeln wieder herangeholt und mit ihnei? das Schlimmste wieder verhütet, und ebenso war es hier in Berlin. EswarderTrägereines dec bekanntesten deutschen Namen, der mir unter tausendfacher Lebensgefahr die Gewehre unddie Munition für m eineer ft en Freiwilligen au 3 b en Kasernen zusammengestohlen hat. (Zuruf: Wer?) Wenn Sie es wissen wollen: Ein Graf Bismarck! (Bewegung.) Wenn sie ihn erwischt hätten, hätten sic ihn totaeschlagon. Und ich sollte jetzt vergessen, Nas Die Offiziere mir für die Rettung des Landes geleistet haben? Die Parier Darf mir die Leute nicht prellen, auf die ich in Kiel und Berlin nicht ganz verzichten konnte und auf die sch heute nicht Verzicht leisten kamt. Erstes Blatt 169. Jahrgang Dienstag, 30. September 1919 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Sin Erfolg Hostes. Die Rede Noskes, mit der er annähernd 500 Parteifunktionäre zu überzeugen wußte und bewirkte, daß der ^Vorwärts", der erst kürzlich mit der Scheidemannschen Rute nach ihm geschlagen hatte, wieder ruhig u:id vertrauensvoll geworden ist, verdient es, etwas «usführlicher wiedergegeben zu werden. Sie enthält allerlei für das gesamte Volk bestimmte Aufklärungen und spricht in ihrer derben Sprache Millionen von Deutschen aus dem Herzen. Der Reichswehrminister arbeitete aber auch sehr wirksam mit kleinen Enthüllungen. Ein Redner in der Berliner Versammlung hatte vor Noske erklärt: „Wir würden heute nicht in diesem Saale sitzen, wenn wir Noske nicht hätten." Der 'Minister aber hielt dem, wie aus dem nachstehenden Wortlaut zu ersehen ist, solgendes •gegenüber: er selbst, Noske, würde nicht Wehrminister sein, wenn — Graf Bismarck nicht geholfen hätte, überhaupt, wLnn seine „Wal- Ücnfteiner" nicht gekommen wären. Noske ist ehrlich: er scheut sich nicht, für das viel beschimpfte Offizierkorps einzutreten. Hören wir nur, wie der „Vorwärts" Noskes Persönlichkeit würdigt!: „Noskes PcrsönlickKit, sein bloßes Auftreten s'raft all die Gerückte Lüge, die eine gehässige Fama um ihn gewoben bat. Wer Noske reden Mrt, der gewinnt den Emoruck einer großen poli-- tiidicn Intelligenz, die sich mit nngewöhnlickxr Energie paart, aber auch das ist ihm sofort klar: triefet Mann ist weder der tyramnsck.c Bluthund, als den ihn die Kommunisten malen, noch der (Schrittmacher der Reaktion, als der er Aengstlichrn rn'drint. Er gehörst mit seinem ganzen Fühlen lind Tenken zur Partei, er bat nicht um Haaresbreite ailfgehöct, Sitzicilist und Temiokrat zu fern. Allerdings ist Noske kein «Schmeichler uni) Lobhudler der Masse, der ihr nach Komnmnisteuart : urrmben und Fähigkeiten an dichtet, die sie nicht besrtzt. Er hat einen scharfen Blick für die Unzulänglichkeiten, welche die Revolution bei großen > eilen der über Nacht erwachten Masse enthüllt hat, Lird er besitzt vor allem den Mut, seine Er- Z-enTi rnU rücksichtslos aüszusprechZn, iii cs auf die Gefahr zu mißsalletr, und die Kon- i\ Quenten für sein Tun daraus zu ziehest, hftwiß bleiben eine Anzahl unerfreulicher Fälle, aber die Funktionäre begrif-n aus stoskes Rede die große Richtlinie seines Handelns ind überzeugten sich, daß diese zi.-lbewnßt, klug rnb dcinokra.isch einwandfrei ist. Aus seiner Rede ntthüllte sich der große Umfang seiner bisherigen Wlri's.rmkeit, und vielfach wurde das Bedauern laut, daß vieles von dem, was die Versammlung chon kurz berichtet haben, ist ein einstimmiges Vertrauensvotum für den Reichswehrmr unter Noske gegen den „Vor- wärts"-Ncdaltcur Kuttner, der die in der W ualdemolratischen Presse in der letzten Zeit er- r?”1™ Angriffe . zusammenfassend vorgebracht I x&Ee. Noske verteidigte sich in einer fast zweistündigen Rede gegen den Vorwurf, als sähe er ruhig zu, wie sich in der Reichswehr die Neaktton ivieder brettmache. Einleitend hob er hervor, daß in den Kreisen üer Negierung zur Zeit unverbindlich darüber ge- iprochen werde, wie die Umbildung des Rcichs- .abrnetts stattftndcn könnte. Aber viele der ver- ostcntlichten Nachrichten entbehren der tatsächlichen Unterlage, und ob die Demokraten in die Regierung eintrcten könnten, fei noch nicht klar. Dann whr Der Reick-swehrminister fort; Ter Fall ö z. ha r d sei für ilm erledigt. (Große Unruhe.) lnnyard habe eine Erllärung abgegeben die er i A 1 im «Schreibtisch habe, aber auf Wunsch rösfentliche,: könne. Daraushin habe das Kadmett .etnftimmig beschlossen, von einer : ^p/EN ^eriolgung der Angelegenheit abzusesen. könne m der Reichswehr keine Ordnung schaffen, Offiziers-, Unterosfiziers- unb ^oldatenbundc sich gegenseitig in den Ka- R?? ?cc einzelne Mann könne leuren Polittschcn Neigungen nachgehen, aber die I kruppe selbst muhe unpolitisch gemacht werden und bedingirng^.os der vom Volke eingesetzten Regierung gehorchen. Die Forderung, daß mit der Entente über die r-chließmig der Grenzen verhandelt werde sei sehr leuechtigt: aber einstweilen verhandle die Entente noch nicht mit uns. Auch ihre milftärische lieber» srachungskonirmssion fei zwar mit 65 Mann in Seclin, lehne ihm aber jedes mündliche Verhandeln ab. (Hört, hört!) An dem Vorgehen des .LZorwärts" gegen anlgebliche oder wirkliche Mißstände in der Reichswchr ici das Unhellvolle, daß er die ganze Partei in «lMuhe und Nervosität versetze. «Exri erst mal ttgert.____ isamtes. erünberg iftlg und loirb ron■&* i e ü e n oertreten. „de als Erheber der v'rvsliÜ>'i. 1 ca-'->ly$raaden suchst, erfährt er auch von mir, daß du ihn liebst und nur aus Neid gesprochen l>ast!" Sie ließ Modesta, die wie vom Blitz getroffen zurückiul/r, flehen und verschwand mit einem kurzen „Gute Nacht" im Nebenzimmer. , Draußen läutete eS. Lotte kam heim. Lotte, die heute bei Geras eingeladen gewesen und nun von Bertie l^imgebracht worden war, lenkte die all genullte Aufmerksamkeit von Modesta ob und auf sich. Sie I>atte, wie immer, viel zu erzählen. Erstens, wie „süß und einzig" Bertie wieder gewex'n mar. 23.1s er ihr alles gesagt und daß er morgen sie uni> Erna sowie seine Mutter in die Kun starte ne. lang süliren wolle. ZiveilenS, daß Frau Geras gemeint bade, es sei nun dock» zwecklos, bei: Lotte ixte Pädagogium weiter besuche, denn Lehrerin würde sie ja doch nicht. Sie möge also lieber schneidern und kock-en lernen. „Das ist ein ganz vernünftiger Rat," nickte Mama Losenstein, „und ich habe auch bereits baran gedacht. Wir ivoilen morgen in den Hauses als eine b-sond-te Schiwrerigkeit ber sozialdemokratischen Partei Bayerns, daß die Regierung, genannt Hoffmann, als sozialdemokratische Negierung gilt, wahrend es klar ist, daß die Zusammensetzung von Regierung und Landtag eine reinsozialdemokratischePolitikaus- sch ließt. Deshalb fordert die Landeskonferenz eine erhebliche Umbildung des Ministeriums. Sie ermächtigt die Genossen Hoffmann, Segitz und Endres, ihre Mandate in der Regierung niederzulegen, wenn die von der Landeskonferenz für notwendig erachtete Umbildung der Regierung nicht durchgeführt werden kann. Diese Entscheidung der sozialdemokratischen Partei bedeutet, wie die „Münchener Post" bemerkt, eine Regierungskrise. Der am 1. Oktober zusammentretende Landtag wird seine erste Aufgabe darin sehen müssen, die Neubildung des Ministeriums einzuleiten. Die Gemciudewahlen in Braunschweig. Braunschweig, 28. Sept. Tie heutigen Stichwahlen für die Neubesetzung des Magistrats der Stadt Braunschwria endeten gleichfalls mit einer katastrophalen Ntederlage für di. Unabh ängigen. Heute wurden nur Stern* didaten der Bürgerlichen und der Mehrhntssozii- lislen gewählt. Zu be ö deten Stadlräten sind d'r demokratische Sck>ulinspektor Schaper und ber melrheitsfozialislische Geschäftsführer Bo gler g> wäblt: jeder dreier beiden brachte es beute auf 24 700 Stimmen, 'während jeder ber unabhängigen Gegenkandidaten nur rund 11000 Stimmen auf sich vereinigte. Im Vergleich zu der am vorigen S.nntag t>jrgenommenen Haup.wahl haben heute die Unabhängigen einen weiteren Ber l u st von annähernd 5000 Stimmen allein in der Stadt Braunschweig zu verzeichnen. Tie Wahlbeteiligung war heute noch schwächer als am verflossenen Sonntag. Eine besonders Überraschend.' Niederlage für die Unabhängigen ergab sich bei der Bürgermeisterwahl in der Stadt Schöningen, wo vordem die Unabhängigen die meisten Stimmen bekommen hatten. Ter bekannte Landtagsabgeordnete und frühere Borfitzende des Rates der Bolksbeauftragten, Sepp Oerter, das Oberhaupt der braun!chweigischen Unabhängige, brachte es dort heute nur auf 1947 Stimmen, während für feinen Gegenkandidaten, den mehr- heilsiozialisiisäM Land'agSabgeordueten Schelz, 2200 Stimmen abgegeben wurden. Ludendorffs Kricgserinnerungen. Berlin, 28. Sept. Der „Vorwärts" hatte gemeldet, daßlder Reinertrag aus den in der ganzen Welt verkauften Kriegserinnerungen Ludendorffs ungefähr 20 Millionen betragen werde Mnb daß Ludendorff den Gesamterlös den int Weltkrieg verstümmelten deutschen Soldaten zuzuführen gedenke. Dazu erfährt die „Deutsche Allgemeine Zeitung" von beteiligter Seite, daß die Nachricht 'in allen ihren Einzelheiten unrichtig sei. Das Erträgnis von 20 Millionen Mark sei vollkommen phantastisch. General Ludendorff habe bisher Einnahmen aus seinem Werk überhaupt 'noch nicht gehabt. Uns dem besetzten Gebiet. ZK den Unruhen in Ludwigshafen. Berlin. 29. Sept. (Wolff.) Bei den Unruhen in Ludwigshafen drang, Ivie erinnerlich, in der Nacht zum 29. August eine französische Patrouille in das Hauptpostamt, erschoß den Post- verwalter See und den Briefträger Funck und verwuitdete den Packmeister Grosser schwer. Die deutsche Regierung hat aus diesem Anlaß ber französischen Regierung eine Note überreicht, in der sie die Erwartung ausdrückt, daß von französischer Seite eme U ntesuchung des Vorfalls ein geleitet werde, und um Mitteilung der !legen die Schuldigen getroffenen Maßnahmen eracht. Zugleich beantragt die deutsche Regierung, «aß die beiden ihrer Grnäljret beraubten Familien eine angemessene Entschädigung erhalten, und daß der verwundere Beamte durch Ersatz der Kurkosten schadlos gehalten wird. Eine französische Zeitungszensurstelle. Rene Altmayer, der Kommandeur von Höchst, hat folgende Bevvrdnun^n erlassen: Zeitungen aus dem unbesetzten Teutsch^- land können in das besetzte Gebiet nur durch Vermittlung der Zeitungsvertriebsstellen eingeführt werden. Tie 8eihingen können diesen Stellen nur durch zwei Hauptstellen zugehen, nämlich die Bahnhöfe Höchst und Kassel und mit -Wei Zügen, nämlich denjenigen, die Frankfurt um 6,25 Uhr vormittags und 12,01 Uhr mittags verlassen. Sie können nur aus diesen Bahnhöfen heraus, wenn dazu von den dort eingerirUeteni Lese zentralen die Genehmigung erteilt ist. Jede Zeitung, die nicht auf der LcsezeMrale gietcfen Norden ist, darf nicht verkauft werden. srauenverein gehen, Lotte, um uns nach dm Auf- nahmcbedingmigen zu ^erkundigen." Mama! Morgen nachmittag bin ich ohnehin frei. Aber nun kommt die allerwichtigst: Neuigkeit! Tenkt euch, wir habm jetzt auf i>?m Heimweg Magnus getroffen und er begleitete uns ein großes Stück!" „Das ist die große Neuigkeit?" lachte Emmy. „Tas allein natürlich nicht. Aber Magnus, der Bertie ja gleich so gut leiden mochte — ihr müßt doch das bemerkt haben —" „Ja, ja, wer kann beim deinen Bertie nickst gut leiden? Er.ist doch solch ein Ausbund aller Vorzüge und Tugenden!" . /.Tas ist er auch? Also Magnus erkundigte sich im Gespräch nach Berties Zukunftsplä:ien und unieren Heiratsaussichteu. Bertie war furchtbar zugeknöpft — wahrscheinlich aus Bescheidenheit, weil er vielleicht schon ahnte, was MaguuS be- obiickitigte, aber da nahm ich die SackZe in die Hand und erklärte Magnus unsere Lage haargenau." „Nun? Er hat ihm »wohl eines seiner Güter und hu d rt tau send Gu den dazu augeboten, damit rhr gleich heiraten könnt?" „Spotte doch nickst immer, Emmy! Tas hat er natürlid nicht. Aber er kennt einen gewiss m Herrn Schröder — einen von den Zuckerkönigen. will er Bertie empfehlen und er ist über* 5-ugt, daß Schröder ihm dann gleich eine Stelle gebar wird, so daß wir schon sehr bald beiraten können. Ist das nicht süß von 'JJZagnud?" „Warn es kein le-ves Versprechen ist — gewiß!" „O, da körnst du MagnuS scksteckst? Ter hält bombenfest, *nxid er versprochen hat. Leider litt diese r Schrist>er momentan irgend.vo in Aegypten auf Au» Stadt unb Land. Gießen, den 30. Sept. 1919. Lebensmittel. * * Ausgabe von Kunsthonig (Ausgabe Nr. 6.) Vom 29. b. M. bis 11. Oktober einschließlich gelangen gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und Abgabe des Bezugsabschnittes Nr. 6 500, Gramm Kunsthonig zum Preise von 80 Pf. für Paketware und 78 Pf. lür losen Kunsthonig zur Ausgabe * * Weißbrot. Das Backen von Weißbrot für den Monat Oktober 1919 ist nachstehenden Bäckern übertragen worden: Lange, Philipp, Neustadt: Schilling, Georg, Bis- marckstcaßc: Hoelters, Willy, Frankfurter Straße. — Weißmehl: iVender, Konrad, Walltorstraße; Nährmittel: Berdux, Gebr., Bahnhofstraße. **DerVerkaufvonKraut,Obfl usw. auf Wagenladungen erfolgt vom kommenden Samstag ab an den bestimmten Markttagen auf dem Oswaldsgarten. * * Kartoffelbezugs scheine. Am Mittwoch dem 1. Oktober können die Kar- toffelbezugscheine, wo diefAnträge am Freitag, Samstag, Montag und Dienstag zurückgege ben sind, in den Brotmarkenbezirken vormU tags von 8 bis 12 Uhr abgeholt werden. Tie Lesezenkrale ist also ernt französische Zensur. ®ian darf gewannt fein, wie fit; arbeitet. -- T ie z cr. d. L„ 28. Sept. Ter französissten Desatzungsarmee wurden sechs Pferde -.stolzen. Tcm Unterlahnkreise ist eine Strafe von 150000 Mark angeb nobt worden, falls die Tiere nicke bis zu einem bestimmten Tage zurück- geyben worden sind. (ßcricbtifaaL Der Offenbacher Putsch tar dem Schwurgericht. RMK. Darmstadt, 29. Sept. Zu unserem Vorbericht über den Offenbacher Putsch vor dem Schwurgericht zu Darmstadt können wir heute weiter melden: Auf der Anklagebank sind nur die vier Angeklagten W. Hch. E i s e n r e i ch, geb. 1882 in Zwickau, ber Taglöhner Adam Bauch, geb. 1879 zu Urberach, die Hch. Braun Ehefrau, 79mal vorbestraft, geb. 1872 zu Riesa a d. Elbe und der nicht in Hast befindliche Karl Bockhardt, Portefeuiller aus Offenbach erschienen. Der fünfte, R. F. Moritz, Ingenieur, geb. 1892 ju Aschaf'en- tnirg, hat es vorgezogen, nach seiner mit Schluß der Voruntersuchung erfolgten Haftentlassung zu verschwinden. Tie Anklage gegen ibn wird deshalb abgetrennt und nur gegen die anderen verhandelt. Die Anklage vertritt Amtsgerichtsrat Tr. Bittet, die Verteidigung führen für die Angeklagten Eisenreich und Bockhardt R.-A. Dr. Se cke l in Frankfurt, für Bauch und Frau Braun R.-A. Dr. Maurer. Der Angeklagte Eisen re ich entwirft bei seiner Vernehmung in erregten Worten ein Lebensbild, verweigert aber über die Offenbacher Vorkommnisse die Aussage. Die Angeklagten Frau Braun und Bauch, wie auch Bockhardt schildern dann die ganze Begebenheit in dem Lichte, daß sie die mit dem Offenbacher Volksrat unzufriedene Bevölkerung beruhigen und vor Gewalttätigkeiten warnen wollten. Bockhardt schildert besonders lebhaft, wie das Feuer durch die Schuld der Soldaten eröffnet wurde. Frau Braun gibt u. a. an, daß sie aus Unkenntnis zu der K. P. D. übergetreten fei; sie habe aber jetzt genug davon. Es werden noch die ersten Aussagen des inzwischen flüchtigen Angeklagten Moritz verlesen, aus denen hcrvorgeht, daß auch er mit den Zuständen bei der K. P. D. nicht zufrieden war. Dann wird mit der Zeugenvernehmung begonnen. Zunächst schildert Kriminalkommissar Hellwig entgebenb die Vorkommnisse und deren Folgen. Bekanntlich haben dabei etwa 20 Personen ihr Leben verloren, ebensoviele sind schwer verletzt, abgesehen von denen, die sich aus Furcht vor Strafe nicht meldeten. Äon Interesse ist die bami folgende Vernehmung des Redakteurs Kaul vom Offenbacher Abendblatt, der die BorgeschEe, die Strömungen und Msickiten der U.S.P. unb der K. P. T. eingehend erläutert und bamt auf die Vorgänge selbst eingehend mitteilt, wie man nach, den versck-redencii aushctzenden Ausrufen mit allen Mitteln versucht habe, die aufgehetzten Mengen pi beruhigen und Blutvergießen zu vermeiden. Tie Menge ließ sich aber nicht mehr halten. Bei dem Blutvergießen selbst war Kaul auf dem Kreisantt. Da Angeklagter Eisenreich wie sein Verteidiger eine Reihe von Fragen stellen, kommt es verschiedentlich zu Zusammenstößen. Als schließlich der Zeuge auf die Frage: 23er die 9leu(iemmg.-n, daß Blut fließen.müsse, ehe die Offenbacber Philister aufwachten, ihm mitgeteilt habe, die Aussage ver weigert, und als ihm diese Steigerung als unberechtigt vorgehalten wird, bezieht er sich auf seine ßmmunität als Abgeordneter. Der Gerichtshof muß ihm diese Verweigerung auf Grund der Verfassung zugestehen. Die übrigen Zeugenaussagen ergeben nichts bemerkenswertes: die Verhandlung nimmt aber durch die fortwährenden Gegenfragen der Angeklagten, wie der Rechtsanwälte, wie auch des Staatsanwaltes nur einen schleppenden Fortgang. Att» Hessen. Die Gemeindewahlen im besetzten Hessen. Das Ministerium des Innern hat über die Kommunalwahlen in Rheinh s,«n und im besetzten Teil der Provinz Starkenburg u. a. folgendes bestimmt: Die gegenwärtigen Stadtverordnetenversammlungen und Gememderäte werden aufgelöst. Die Neuwahlen hab^n an einem Sonntag, und zwar spätestens am 9. November 1919 zu erfolgen. Bis zum Amtsantritt der Neugcivählten bleiben die bisherigen Mitglieder der Stadtverordneten Versammlungen und ber Gememderäte in Tätigkeit. Sobald die Neuwahl der Stadtverordneten und Gemeiudcratsmitglüder und ihre Amtseinführung vollzogen sind, foriben in den Städten die^unbesoldeten Beigeordneten und in den Landgemeinden die nichtbesoldeten Bürgermeister unb die Beigeordneten aus ihren Aemtern aus. Zu bereit Neubesetzung sind die erforderlichen Wahlen alsbald vorzunehmen. Fn ben Stödten Haven diese Dahlen spätestens am 30. Moember 1919 zu erfolgen. In ben Lattdgemeinden sind die Burger- rwisierw.chlen spätestens am 30. Novemb-r 1919 unb die engeren Wahlen (Stichwahlen, für diese spätestens am 14. Tezernbcr 1919 vorzunehmen, unb die Wahlen aller Lleigeordneten spätestens am 28. Dezember 1919, die engeren Walüeir (Stich- prahlen) für diese spätestens am 1. Januar 1920 zu beenden. Die Wahlen der Büraemunster und, der Beigeordneten haben in den £ani>gemetnben an Sonn.'agen stattzufinden. Die ausgeschiedeuen Bürgermeister und Beigeordneten sind wieder irrählbar. Landesausschuß der Deutschen Dolkspartei. lk. Darmstadt, 28. Sept. Samstag, 4. Oktober, vormittags 11 Uhr, tritt im „Neuen Krokodil" in Frankfurt a. M. der Landesausschuß der Deutschen 2Zolkspartei für den Freistaat Hessen zusammen. Auf der Tagesordnung steht die Beratung des Programmentwurfs, die 23al)l der Vertreter zum Parteitag in Leipzig und die Besprechung der nächsten Neichstagswahlen. Am gleichen .tage findet in Frankfurt der Parteitag der Deutschen Volkspartei für Hessen-Oöajiau statt, zu dem auch Dr. Stresemann erwartet wird ** Amtliche Personalnacheichtk» Der Lrhramtsassessor Friedrich Lehmann rni* Bensheim wurde zum Oberlehrer an ber höheren Bürgerschule ju Rüsselsheim ernannt. — Der Staatssassier Rechnungsrat Friedrich Bitsch zu Grünberg wurde vom 1. Oktober d. I. ab. der Zollkassier bei dem Steuer amt Friedkrg 9?ed>- mmgärat Christian Dönges zu Friedberg auf fein _ diachswÄTN unter Vtnerkrar-ur, ferner dem Staate g.L ifteten Dienste trom 1. Cft d.J. ab und der SraatSkassier Rechnungsrat Johr Frieß zu Lauter back auf sein Nah suchen unter Anerkinmung feiner dem Staat gr- leisteten Dienste vom 1. Oktober ab in den Ruhestand versetzt. — Am 17. September 1919 uniitv der Recn^ungsbaumeister 2ld-.»lf Schaumburg aus B le b e n ko pf zum fbauasstfsor un.er Verleihung des Titels und Rangs eines Dauinspek' wrs ernannt. ** Die wirtschaftliche Notlage der Kriegsbeschädigten unb Kriegshinterbliebenen. Die Geschästsstelle bc» Kreises Gießen des freien hessischen LarckesVerbandes ber Kriegsb-schädigten und KrtegsHinterbliebenen bzw. des Einheilsverbandes der ü'riegS- beschödigten Deutschlands Sitz Lech ^ uns: Der Einh.itsverband der KriegsbesaMidigl,'« Deutschlands (Sitz Leipzig) mit Abteilung B Kriegshintcrbliebciie, hat durch eine breigliebriße Kommission aufs neue G legend it genommen, bm Herrn ReickMrbritsminister die schivere Notlage der Kriegsk^-sich^diaten und Kriegshinterbliebenen vor^uttagen und sckmellste Del-ebiing zu forbem. Aus die neuerlich für die kriegSbeschädigteu Beamten erlassenen Versügungen, die l>öd>fte Erbitterung hervorgerufen haben, Uxurte sofortige Aushebung gefordert. Unter Zusicherung w.itgehrnd- fter Unlerslützung fritens des Reichsarbeitsmiiu- fters wurde die Bespreckmng (u-enbet. ** Tie Deutsche Bol kSpartei verni- ftxütct am TienstaD, abends 8>/« Uhr, im Hot.l Sckütz einen öffenlirchen Vortrag über ,Mittel- etnem Jagbausflug, so daß man erst seine Rückkehr abwarten muß. Aber in vier 2B6dh?n ist er sicher zurück. Ich hätte Magnus am liebsten auf offener Srraßc umarmt! Aber morgen, ivenn er kommt, tue ich es bestimmt! Sertie war fj txr- Plcx über dieses unerwartete Glück, daß er ganz stumm dasiand unb ich ihm erst einen heimlichen 8ilppknstoß geben mußte, ehe er sich au frassen ^mnte, .ein paar Tanka»rte zu stammen!" Modesta hatte sich wahrend des Gesprächs unbemerkt davongcschlick-en. Lotte, die am liebsten noch bis Mitternacht von ihrem Glück gespvochen hätte, bemertt: plötzlich. daß Emmy ibr nicht mehr zuhörte und mit vergrämtem Gesicht vor sich hinstarrte. Ta war es mit Lottens stürmischer Freude auf einmal vorbei. Tie arme Emmy — natürlich mußte sie jetzt doppelt leiden unter der Aussichts- toÜOfcit ihrer eignen Brautschaft . .. n,ch dazu, ivo Vieler Egon sch nun schon so lange in Schweigen hüllte. . . „Bertie würbe mir das nie antun!" dachte Lotte unb schlang bann zärtlich ben Arm um die Schwester. „Nicht traurig sein, Emmylein! 23er weiß, ob Magnus nicht auch für euch einen 2lusweg weiß! Er hat so viele Bekannte unb ist so gut . . Ein tiefer, beklommener Seufzer war Emmys Antwort. Tann drängte die Mutter zum Schlafen- Am nächsten Morgen stand Mama Losenstein in der Küche und beriet mit Mvdesta, wie man den Küchenzettel noch mehr vereinfachen könnte, um die Auslagen, die Mognus' unb Berties Besuche ifmen nun auferlegten, wieder wett zu machm. Sie machte verschiedene Borschläg:, aber Mode sta gab keine Antwort. Sie lehnte am Fenster unb starrte verträumt in ben engen Hof bin ab, wo auf dem einzigen kümmerlichen Lebensbau-n. der dort »ein To fein fristete, eine Amsel ihr eriid Frühlinaslied fang. ,^Jch glaube, du hörst mir gar nicht zu, M» desta'? Was hast du tknm nur heute?" „Mir ist nicht wohl, Mama. Ich habe schsecht geschlasen und fühle mich fo müde . . ." „Na, du wirst mir dxh nicht blutarm werden? Blaß siehst bu ja schon seit einiger Zeit aus 3d wollte, ich könnte bich irgendwohin aufs Lan» schicken, aber daran ist ja leider vorläufig gar oichi zu denken. Also. . Es läutete. „Ter Briefträger," sagte ci Mutter und verschwand. Als sie roieberfam, lächelte sie froh. „Gottlob, Emmy bat endlich do lteißersehnten Brief Den Egon bekommen. Nun wird auch fie hasfentlieh imeber ftohlicher v:: Letzen blicken. Ich habe ihr das Schreiben gktf hmein getragen." Gleiche darauf hörten beide Frauen in M Küche einen halber stickten Schrei aus dem 23*' zimmer. Tie Mutter stürzte erichrockm hinein. Modesta ihr nach einigen Minuten folgte, sand ßc Emmy bewustlos am Sofa liegen unb die Mutt.r. leichenblaß im Gefickt, einen 23rief in der Hand haltend, daneben stehen. „Er hat ihr bad Wort zurückgegeben. . " stammelte sie, Modesta verwirrt anblidenb, vu tvnlj;er Stimme, ,,wcll er schon lange und au- ihrem letzten Brief erst recht deutlich fühlte, dov Emmv ein besseres Los verdient hab:, als uio Unge.visse hinein auf einen armen Oberleutnant zu warten. Er wollte nicht schuld an ihrem Unglück fein . . ." Tie Mutter brach in Trauen aus. (Fortsetzung h>lgt.) [i Marbu r Bei 2 aSi’X®»8! J? 9 ärztlich B ff f® © 1/ ®Si O gti@ bevorzugt 1>. it' t-.' U34 E ei £~L £€> H 5- I S VrZefkasten Oer ZlcOaftion. ♦* Mehrere Beamte deS Bahnhofe Gie tzen. Mir bitten Sie, der RÄrattion gegen- über aus Ihrer Anonymität herauS-utreleu, da wir sonst von einer Veröffentlichung Ihres Lin gesandt absehen müssen. 3.) tyJraktiFcfje BÖäfdje-Jeituug, 4-) 2)as GReidj dec -Rindet. .. £ Scheibenschleier ^Xn1 Prel81agen. Vermischtes. falsche Fünfzigmarkscheine. * Klingenberg a. M., 28. Sept. Wie der „Obernburger Bote" meldet, wurden der Ge schäfssührter der Binger Druckerei, Dreher, und ferne Frau in der letzten Nacht verhaftet, als sie damit beschäftigt waren, falsche Fünfzig- Markscheine herzustellcn. Für 30 000 Mk. Falsifikate wurden von der Gendarmerie und den Poli'zcimaunjchaften beschlagnahmt. Die Spuren > führen nach Frankfurt a. M. und Aschaffenburg. timmen und Reparieren v. Pianos,Flügeln u. Harmoniums in tadelloser Ausführung. O1M9I Waßb. Schlüter, Klaviermacher Gießen, SchottstraOe 25.1. Das. Ankauf gebr.Kl aviere z.höchst. Preis ^- Bad-Nauheim, 29. Sept. Tie Dad- c °-j, mer,.Kirme 5", dos sogenannte Sai- soniciiluf;te|t, wird am näch'ten Sonntag und Mon- erstmalig wieder gefeiert. Dagegen soll die lcachnochtrelhe in diesem Jahre noch nicht begangen werden. Früher war die hiesige Kirmes immer em Anziehungspunkt für die ganze Umgebung. Auf dem Markt m der Altstadt wird auch in diesem Zahra wieder ein großer Juxplatz erstehen. Hessen-Nassau. Ein zeitgemäßer Verband. . --- Frankfurt a.M., 29. Sept. Hier ist ern „Verband der Wohnungslosen" in Bildung begriffen, der mit ollen Mitteln. j)ie Beschaffung und Freimachung von Wohnungen betreiben will. Springormn Regierungspräsident in Cassel. Cassel, 29. Sept. (WTB.) Die preußische Staatsregierung hat Oberregierungsrat Springorum-Wieöbaden zum Regierungspräsidenten in Cassel ernannt. Achtung! Treffe Mittwoch mit einem Waggon Wcikkraut Ztr. 11 M., Rotkraut Ztr. 40 M., Wirnug Ztr. 20 M., Kurbio Pid. io Pf. sowie Einmach-Gurken und Lalat-Gurkcn ein. Verkauf von morgens 8 Uhr an (?rfe Löwcnaasse und Bahnhofstraße 23. Bei schlechtem Wetier smdet der Verkauf im Vager Walltorstraste Gast- baus zum «chwanen ftntt. 018881 Heinrich Ferber. = S E £<9 2 e = d tungsaus Streitsache Ängestellten;Äusschuß gegen Gewerk scl-aft Frielendorf. Ls wurde folgende Einigung erzielt: Die Angestellten erfaßten eine Gehaltsaufbesserung von 900 Mk. jäl)rlich, und zwar die- lenigen, die schon vor dem 1. April 1919 im Werk besänftigt waren, mit Rückwirkung vom 1 Juli, dre anderen mit MckwivLung vom 1. September ab. f Waggon weihkraut Uum Einschneiden) 15 Pfg., Rotkraut Pstind 40 Pfg., Wirsing Pid. 10 u. 20 Psg., Kürbis Psd. 10 Pfg., Zwiebel 3 Pfd. 1 Dt. eingeironen. Verkauf Mittwoch von 8 Uhr an am Felienkeller, Bahn» Hofstraße. Bestellungen werden Neustadl 19 I angenommen (frei Haus). 11254 Frosch, Neustadt 19, Telephon 2133. rbura, 28. Sept. Der Schlichsschuß beschäftigte sich mit einer AngestelltenLÄusschuß netten Gewc VZir bringen ein in Dsfchnrack rind Ärorua bedeutend veredeltes Sabrifat, URlfrfjroare, tn den Handel, rveliHes nack> einem zum Patent angemeldeten, oerbeffer- tenVerfahren hergeftelltist,Dasselbe ist trott der mit der^uberel- tung der 5Xol)stoffe verbundenen hohen kosten zu folgenden, unter heutigen Verhältnissen niedrigen Preisen in den Elgarrcngeschäf- ten erhältlich! <92Imam- SU ÖPf»b.et. s Q <=r> » es ö (aph. Scht. 1919. M. bis u r । CL9ny V°rl°g. ÄQbe des A Uä Kunst Paketwa» ^°N'g zur Ausg^ ' Zacken von te iß L worden: LaW N. Georg, M Mr, Konrad, Wch *Mx„^ '°nKraut,Ob' 1 erfolgt vom kom "den bestimme ilOsgarten. "gsscheine. Ar [ können die Kai Anträge am Freilai ^enslag zurückgeg ekenbezirken vomst bgeholt werden. -KrMaze •Sckle'.er -Se de ““a Zur Abstimmung in Nord-Schlerwig. Ten in Dcutschtand verstreut wohnenden und bei der demuäckisligen Abstimmung in Nocd-Sch'cs- wig stimmbeoeä^igten Teutsichen iverden besondere Brrgünstigungeir gewährt, die ihnen die Reise nach ihrem Heimatorte, zum Zwecke der Abstimmung, möglich machen oder erleichtern sollen. Wir sind heute in der Lage, näheres über diese Bergünstig-un^n mitzuteilen und bitten gleichzeitig nochmals die Stimncherechftigten, rfyre Adressen mit näheren Angaben, Geburtsort, Alter, wo beschäftigt ustv. der Reichssentrale für Heimatdicnst, Landesabteilung Hessen, Darmstadt, Mies Palais, mitzuteilen, die alles weitere veranlassen wird. T-tr Deutsche Ausschuß, für Schleswig in Flensburg, Norderhoftudcn 20, wird den abstimmungsberechtigten Ech'eswigem einen Ausweis zusenden, auf Grund dessen ihnen am Schalter der Abreisc- station eure Fahrkarte 3. Klasse für Hin- und Rückreise, zwischen ihrem jetzigen Wohn- und ihrem Geburtsort uncrttgeltlicki verabfiolgt wird. Diese Fahrkarten werden Gültigkeit haben von 10 Tagen vor der ersten Wstimmung, bis 10 Tag: nach der zueitcn Abstimimmg, (beii'e Taten stehen noch nicht endgültig fest). Am Abstimmungsorle ist für unentgeltliche Unterkunft Sorge getragen. Ob den. Abstimmungsberechtigten über die Frei-Fak-rkarten uns die freie Unterkunft am Mstimmuugsorte hinaus noch, ein weiterer Reisezuschuß gewährt rverdeH kann, ist noch unentschieden: es ioird lxiuptsüchlich von der Finanzlage des Ausschusses abhangen, der sich bekanntlich, nur auf Privatmittel stützt. Tie Abstimmeirden werden billigerweise die FortzaUuugi des Lohnes über des Gehaltes nur für die Zeit beanspruchen fömien, die zur Ausübung der Abstimmung notwendig ist, also für etwa 6 Tage. 2tzo die Zählung des Gehaltes oder Lohnes davon abtKugig gentad.it wird, daß nach erfolgter Abstim- mnng ein Nachweis über die Teilnahme dorsclegt wirb, werden die Stimmberechitigterr in die Lage versetzt sein, sich eine solche Beglaubigung zu be- schasseu. X. Gelnhausen, 28. Sept. Landrat Dr. Graf von Wartensleben, der acht Jahre hindurch an der Spitze unseres Kreises gestanden und während der letzten drei Kriegsjahre ein Dezernat an der Reichs;uckerstelle in Berlin inne hatte, ist an das Obecpräsibium m Hannover versetzt wvroen. --Herborn, 29. Sept. Auf Antrag von 11 Stadtverordneten fand hier eine außwordent- licheStad tverordnetensitzung statt, in Schulen nur eine göheizt zu werde?:. Der Unter- rick-t findet in der Weise statt, daß die eine Schiule vormittags, die andere nadmittags Unterricht abhält. der Protest gegen die nicht unparteiisch? Ge- fchättsführung des Stadwerordneteu-Vorstehers Ö o r m a n n und dessen Stellvertreter Beck er- holen ^urde. Infolgedessen legten die Herren n,re Aemter nieder. Tas Mißtrauensvotum hängt damit zusammen, daß man dem Bürgermeister B i r k e n d a h l vorwirst, er habe sich beim Einkauf von Lebensmitteln für die Stadt persönliche Vorteile verschafft, von denen die genannten Herren Kenntnis hatten, aber nicht dagegen einschritl.u. B üreermeister B i r k e n d a h l ist feit längerer Zeit krank und beurlaubt. X.Hanau, 28. Sept. In der Schlingloff- fckien Silberwarensabrik ist ein größerer Diebstahl fertiger und halbfertiger Srtberwaren verübt worden. Der Wert der gestohlenen Gegenstände beläuft sich auf etwa 40 000 Mk. Diebe und Hehler sind ermittelt. X. Kassel, 28. Sept. Gutem Vernehmen nach tritt Regierungspräsident Graf von Bernstorfs in Kassel am 1. Oktober d. I. in den Ruhestand. B83F" 6 ei allen G&ucfj Handlung en am Otte. 0ST QDo Oljnen eine folctje nirfjf bekannt 8£5F ijt, bestellen (Sie unter Q&enntjung des IST nebenftetjendenQSeJtetljettels am Sdjal- 8EST ter des nti elften oft amt es oder beim VET Briefträger Obres ^Seftellbejivhes. enalnachrichti ^ich Lehmann c lchrer an der W im emannt. - ?, Friedrich Bitsä. l.Cfcobet d.J.ö cremt Friedberg > > es zu Kriedbei! unter Sbterhr . r Ämste Mr i Ct. rMhnMtzLvL^vV ch auf sein Äc seiner dem Staat । über ab in den Rü öeptember 1919 mr Wolf Schaumb^ lärasstssor unter v anzs eines Bauinsir Kirche und Schule. □ Rödgen, Kr. Gießen, 29. Sept Trotz ber Ungunst der Wttterung nabm das gestrige Tekanatsfest für Innere Mission bet reger Anteilnahme der Gemeinde einen sckönen Verlauf VeremdaeMlider Schäfer von Tarmstadt hielt bte Festpredigr und wies hin auf die Sütwe als die Quelle aller Nöte der Gegenwart und des kommenden Winters. Tas einzige Mittel zur Hilfc liege in der Heiligung des Herzes und in brr Rückkehr unseres Volkes zu Gott Nack/ einem emdrucksvollen Gesang des Gdjtller.lOTä unter Leitung von Lehrer Rabenau gr.ib oer Ortsgeist lid.e als Synodalvertreter für Innere Mission emen kurzen Redensd.iaftsberrcht uoer c.-n Stand der Erzielmngssacke im Tekanat und die Leistuirgtn der Tekanalsgeulcindcu für die Innere Mission. Im Jahre 1915 war ein Betrag von 4191 Mark erforderlich gegen 3995 Mark im Jahre 1917 Dieser Steigerung gegenüber steht der gesunkene Geldwert und die Teuerung der Bedürfnisse in den Anstalten des Landes, wie z. B. in ocr Epileptischen Anstalt in Nicder-Ramsiadt. In ten 26 Gemeinden des Dekanates sind 16 Pfleglinge des CrziehungSvereins untergebradt. Mit einer Bitte um Wrlligkeir für die Aufnahtne solder Kinder in den Familien der Festgemeinde s.tloß der Bericht. Weiter wies uvih Heinrich Naumann ans Namzhauseit eindringlich und lo(L- tümlick.i auf die Innerste Mission am eigenen Herzen hin. Tie Kollekte mit 90 Mark toucde je zur Hälfte dem Landesverein und dem Oberhessisdeu Verein für Innere Mission überwiesen. SehiDiil 8 Wicc’iniaaa Ffau'lurl _ C, £ c- ZZA L Ets - - (Verlag von W. Vobach & Co., Leipzig.) QTlit den (Brnfis-Q&eifagen: 3) Ollufielette (ftjtonib. der Jeit, ohne -SZTundffücf Opfg.dM Orientalische TobaF- unfc at nun feit gestern auch e le kt r i sche s L ichst. Tie Kraftquelle liegt in der Fischxrs.ch^n Mühle. Tie Ein-, treihung der Anlage war gestern ein Festtag für das Dorf. Lehrer Steinbachi hielt die Festrede. Kreis Schotten. eb. Sidieldbor f, 29. Sept. Unser Torf, das bei Kriegsausbruch etwa 850 Einwohner zählte, stellte 210 Krieger = 21 v. H. In Gefangensdstift befanden fid^ 15 Eichelsdorfer, von denen drei bereits vor etwa Jahresfrist zurückkelirten. Von ven noch in Feindeshand befindlichen 12 Kriegern ist nun Landlturmmann Karl Möser als erster aus englischer Gefangenschaft Kurückgekommen. Kreis Friedberg. -Zl V a d - N a u he i m, 28. Sept. Zum Schluß der Sommersaison wurde unseren zahlreichen Musikfreunden von hier mid Umgegend heute nochmals ein musikalischer Abend im Konzerthaus geboten, der ein Ereignis im musikalischen Leben unserer Stadt war. Der hiesige Vortrags- und Musikverein unter Leitung seines Tirigenten, Musikdirektors F-erdiuaud Bischof- Frankfurt a .M. bot mit 4 Bach-Kantaten für Soli, gemischten Chor, Orchester, Orgel und Cimbalo köstliche Perlen aus dem reichen Schatze ülltmeisters Joh. Seb. Bach. Als Solisten wirkten 2 Damen und 8 Herren aus Frankfurt mit. Ter große Saal des Konzerthauses war bis zum letzten Platz gefüllt. Das Konzert sand starken Beifall. F" "3 Z)(oöen-Zeitung GeutschsHaus '■* *' ' <*" V ■ 5 1 "•> ” - " Spoet. ** M adfport. Ter Gau 9a Swg-Lahn des Deutschen Radfahrerbundes hält am 5. Cf lobet in Alöseld seinen Hairptganta^ ab. Nachmittags findet aus Anlaß des lOfjährrgen Bestehens des Gaues ein grosses Saalsrv.tfest im Kai ersaal statt mit ai4)ijen Saalllonkurrenzen im Reigk.ir- und Kunstfahren sowie Raoball- und Rad^vlospicl. Londorf, 29. Sept. Der Sport verein hält am 5. d. Mts. sein diesjähriges Stiftungsfest verbunden mit Theater, Verlosung unb Ball ab. Mehrere tünftiii Zeiitller Kelteräpfel kauft zu Tagespreisen 11211 NcrhcsßsllicHstliociükcllmiEüi.b.H. Friedberg i. Hessen. Frankfurter Str. 17 — Tel. 49 u. 16. Fuhrlohn wird extra vergütet. Neu eingetroffen: MfllhetnrPQ auB bestem englisch. 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Harbach für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Barth sowie für die liebevolle Pfieffe der Krankenschwester Berta Büchsler während der Krankheit der Verstorbenen sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Familie Johann Klös. & Statt besonderer Anzeige. Gestern abend entschlief sanft nach längerem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter und Großmutter Magdalene Görz geb. Petri • Geb. justizrat Fritz Görz Lotte Haas geb. Görz Heddy Schön geb. Görz Kommerzienrat Ludwig Haas und 6 Enkel. Mainz und Gießen, 27. September 1919. H246D Die Beerdigung findet in aller Stille in Mainz statt Durch Hausverkauf bin ich gezwungen, meine Kaffeestube, Walltorstrane 19, aufzugeben. Suche Laber ver sofort geeignete Lokalitäten z. Errichtung einer neuen Kaffeestnbe. Dachte oder kaufe auch eine ähnliche Existenz. Angebote erbittet 018736 ■grau Martha Nolt, Gießener Kaffcestube. Möbl. Zimmer m voller Pension z. verm. >018866 Sdlülrenstr. 11. 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September 1919 ■■■ |--——— II» ■■■!■■ HU II Hill« M—II "■! —————.....Bll »O ■■ .......T» learaaf' ro ciftlichen -Anschluß an ür den ivi leittnn: ^ntner " meldet aus Luxemburg, baß bisher r o z. für die Beibehaltung des he r z ) g l i ch c n H a u se s und 6 5 P r o z. wirksam gestalten durch das Verbot gewisser Kriegs sabrikationen i^to durch die Durchsuhcung allei übrigen als notwendig erachteten Beitimmungm. Ter Woiuaut nähert sich fast ivöttli.h demienig.n. der dem Kabinett an Slefte der Fassung Viieöix v.'rgeschlagen wurde, deren Abänderung von d't Ncgiermtg verlangt n-orde:i war. Sirtlpn iv.irb- als Berichterstatter bezeichnet. Volksabstimmung in Luxemburg Amsterdam, 29. Sept. (Walss.) „Maanaag Ochtenblad" meldet aus Luxemburg, daß dort in größter Ruhe die V o l k s a b st i m m u n g über die Frag-' der -Beibehaltung dec Dimastic und des wirtschaftlichen Anschlusses an Frankreich ober Belgien vor sich geht. Man schaßt, daß 75 Prozent der Stimmen sür die Beibehaltung desGroßherzog - turns sein werden. Die liberale Presse iouric dir katholischen Blätter traten sür den wirtschaftlicher Anschluß an Belgien ein; die Ansichten der iüb renben Sozialisten über die Anschlußfrage sink geteilt. ♦* Aus dem Militär-Wochenblatt. Dtt Abschied mit der gesetzlichen Pension wurde Major S o l d a n int Jnf.-Rgt. Nr. 168, mit dem Charakter als Oberstleutnant, und dem Rittmeister Wronsky, Adjutant der Train-Inspektion, mit dem Charakter als Major und der Erlaubnis zum Tragen der Uniform der Train-Abtlg. Nr. 18, bewilligt. Auf sein Gesuch wurde Lt. G o e z im Jnf.-Rgt. 168 zu den Reserveoffizieren des betreffenden Trupventcils übergefuhrt. ** Der Heizwert der verschied.'nen Brennstoffe. Ter Heistvcrt der verschiedenen Brennstoffe ist am größten bet guten Steinkohlen, von denen 1 Klgr. 7500 Wärmeeinheit lief'rt. An zweiter Stelle Kommt Koks mit 16 Pvoz. Asche, der 6800 Einheiten abgibt. Tonn folgen Braunkohle oder Briketts mit 5000 Einheiten, hierauf Dorf mit 30 Proz. Wasser mit 3700 und zum Schluß Holz Mit 3000 Wärmeeinheiten, wenn es lufttrocken ist und nicht mehr als 20 Proz. Wasser enthält. Tie Heizkraft von Hol^, Dorf, Braunkohle, Koks und Steinkohle verhält sich demnach wie 1; 1, 23:1, 68:2, 26:2,5. Ein Raummeter Holz hat soviel Heizkraft wie 3,20 Z. Steinkohle, 3,54 Zentner Koks, 4,80 Z Bromikohle und 6,50 Zentner Dorf. Je nach der Beschaffenheit treten natürlich Schwankungen ein, besonders bei Dorf. A m sterda m, 29. Sept stWTB.. Ter „T verständnisvoll von den kleinen Schauspielern ganz natürlich ausgeiührt. Zur Einführung des Stückes hatte Geh. Justixrat R ö m h e l d einen Vorspruch gedichtet der der schweren Kriegszeit und ihrer Opfer gedachte und die Gegenwart neben dem Genuß der echten Freuden und Unterhaltungen an ihre P lichten ermahnte. Er wurde von einem Schulmädchen sinnvoll vorgetragen und mit vielem Beifall au genommen. Den Schluß dcs wohlgelun- gcnen Familienabends bildet ein Tanzvergnügen. Kreis Schotten. e. KreisSdjotten, 26. Sept. Zu O r ts-- gerichts Vorstechern und Standesbeamten wurden ernannt: Bürgermeister Hch. Dambmann in Michelbach, Bürgermeister Friedrich Gebhardt zu Busenborn, Bürgermeister Heinrich Herget III. inKaulstvs, Bürgermeister Mensel zu Schotten und Bürgermeister Kneipp in Burkhards. Zu stellvertretenden Standesbe- amten wurden bestellt Beigeordneter Gevrg Ludwig III. in Ulfa und Beigeordneter Leuning zu Schotten. Starkenburg und Nheinhessen. --Dreieichenhain, 28. Sept. Einen unverständlichen Beschluß faßte die hiesige so- zialdemokratische Gemeindevertretung. Sie kündigte dem Geschichts- und Verkehcsverein die Räume, in denen jener das Drei- eichener Heimatmuseum unterae- bracht hat. Die sreiwerdenden Zimmer sollen zu Wohnungen hergerichtet werden. Das Drei- eichener Heimatmuseum, das das Entzücken jeden Heimatfreundes bildete, ist eine der ältesten und reichhaltigsten Ältertumssamm- lungen Hessens. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 28. Sept. Die Werke von Leitz und Buderus haben je 1000 Mk. und der Fürst von Solms-Braunfels 3000 Mk. der elsaß-lothringischen Ortsgruppe Wetzlar überweisen lassen. Hessen-Nassau. ra. Königsberg, 28. Sept. Unser allver- eforter Lehrer Chr. Haibach, welcher nahezu 43 Jahre irr seltener Treue im Dienste der lffesigen Schule gestanden, tritt am 1. Oktober in den wohlverdienten Ruhestand. ra. Waldgirmes, 28. Sept. Hier wurde der vom Bolksvercin Waldgirmes aufgestellte Kandidat Landwirt Karl Schmidt zum Bürgermeister gewählt. Unser hochbetagter Bürgermeister Bernhardt hat über 30 Jahre cm der Spitze der Gemeinde gestanden. ** Das Gesetz über das Brannt- weinmonopol tritt mit den zu seiner Aus- lübrung erlassenen Vorschriften am 1. Oktober d. Js. in Kraft. Danach hoben sämtliche Gist- od-er Schankwirte und andere Gelverbetreibenden, sie sich mit dem Ausschank ober dem Vertriebe von Trinkbrarmtwein befassen, sowie Konsurnver- euie, Kasinos, Kantinen, Logen und ähnliche Vereinigungen ihre Trinkbranntweinbestäude spätestens bis zum 3. Oktober d. Js. bei dem Hauptsteueramt (Steueramt oder Ortseinnehmerei), in dessen Bezirk der Branntwein lagert, anzumelden. **Postverkehr mit Rumänien. Nach Rumänien 'werden jetzt wieder gewöhnliche unö eingeschriebene Briefsendungen von den Postansial- ten zur Beförderung aus Gefahr des Absenders angenommen. Kreis Büdingen. △ Nidda, 28. Sept. Gestern abend hatte der Verein Kaiser-Orchester seine Mitglieder yi einem Familienabend eingeladen, wozu Gäste eingeführt werden durften. Der Besuch war sehr stark, der Gambrinussaal war dicht besetzt. Das Orchester hat nach dem Kriege wieder einige vorzügliche musikalische neue Kräfte erhalten und tonnte in gewohnter Güte einige größere Musikstücke seinen Gästen vortragen, wofür die Zuhörer stürmischen Beifall zollten. Großen Anllang sand auch das Theaterstück „Hänsel mit) Gretel" von F. Matzdorf, gespielt von hiesigen Schulkindern. Das auf jedes tiefere Gemüt stets eindrucksvolle Märchen war sebr schön einstudier) und wurde Arbeitern geltend gemacht werden kann, sondern allgemein ohne Beschränkung aus eine b-stimmte Setrietegrö&e möglich ist. Auch wird kein Unter- sckico gemacht zwischen gÄverbllchen und sonstigen Arbeitern, z. B. in der Landwirtschaft. Tie Meldefrist ist für zurückkehrende Kriegsgefangen: unb Zivilinternierte auf 6 Wochen verlängert. Tu Kreis der Wiederein stellungsberechtiaten ist in gewissem Umfange erweitert. Tic Bestimmungen über die Anhörung der Arbeitnehmervertretungen vor Kündigungen jini> klarer als bisher, stimmen aber im weientlichmi mit den bisherigen Vorschriften überein. Tie Ein stellungsbefuguis der Temobiltnachungsausschüsse wird auf alle Betriebe mit mehr als 20 Arbeitern ober 10 Angestellten ausgedehnt. Bekanntmachung betr. Wiesengänge. Nock Art. 4 der Wiesenpolizeiordnung für den Kreis Gießen ist im Lause des Monats Oktober der FrühjahrSwiesengang durch den Wiesenvorstand unter Zuziehung der Feldschützen und Wiesenwärter vorzuiiehmen. -Versuchsweise sicht das Kreisamt zur Ersparung der Schreibarbeit von der bisher vorgeschriebenen Einsendung der Abschrift dieses Protokolls ab, es sei denn, daß seine Mitwirkung zur Beseitigung von Anständen nötig wird. Der Schweineriotlauf ist erloschen in dem Gehöfte des Ludwig Loth zu Beltershain, Wilhelm Schmidt III. zu Göbelnrod, Theodor Reichert zu Wertershain, Balthasar Schmecker zu Lon- dori, ferner der Pferde räude unter dem Bserdebestande des Seb. Riedmanu in Grünbera, art Schäfer II. zu Grünberg und H. Töll V. Witwe in Bislingen. Der Kleinhandelshöch st preis für Kartoffeln ist mit Wirkung vom 25. September d. Js. ab auf 10 Pf. für das Pfund festgesetzt. Dien stnachrrchten des Kreisamtes. Kreisassistenzvetcrinärarzt Blume in Grünberg ist vom 22. l. Mts. bis 17. Oktober d. Js. beurlaubt und 'wird von Kveisassistenzveterinärarzt Tr. Mounacko in Gießen vertreten. — Christoph Biehl von Eberstadt 'rourbe als Erheber der G:- meinbe Eberstadt mit Oberhörgern eidlich tun:» pflichtet. Letzte 27acbricbfcn. Eine Note ClemenceauS über Eupen und Malmedy. Berlin, 29. Sept. Dom Präsidenten der FriedenSkon fer en z ist aus Paris eine Note ein gegangen, die den Empfang der Noten vom 1. und 5. 8. bestätigt. „Die von den belgischen Behörden in den Kreisen Eupen und M a l m ' d y ergriffenen Maßnahmen," heißt es, „scheinen bei der deutschen Regierung eine schwer erklärbare Aufregung fjerOorgerufen zu haben Durch Artikel 34 des Friedensvertrages hat Tleutschlaud zu Gunsten Belgiens auf alle Rechte und Ansprüche auf das gesamte Gebiet der beiden Kreise verzichtet mit dem einzigen Vorbehalt, daß der Völkerbund künftig die Rückkehr dieser Gebiete ganz ober teilweise zu Teutschland anordnen köimte, menn in; Mehrheit der Bevölkerung in den in demselben Artikel bestimmten Formen den Wunsch danach ausspricht. Aus diesen Anordnungen folgt, daß das,5>oheitsrecht über die in Rede stehenden Gebiete tatsächlich auf Belgien Übergehen wird und zwar vom Tage der Unterzeichmmg des ersten Pwiokolls über die Uebergab: bei Ratifikationen, falls nämlich die belgischen Ratifikationen an dem betreffenden Tatum übergeben srrck». Die belgische Jtcgierung nxrrb also, sobald der Vertrag in .Kraft getreten ist, für die Besetzung aller öffentlichen -jlemter in den abgetretenen Gebieten zu sorgen haben. Unter den Beamten, deren Ernennung sie zu sichern haben wird, befinden sich auch die Eisenbahn beamten. Tie belgische Behörden beabsichtigen vvr allem, das Interesse der Bevölkerung m diesen Gebieten wahrzunehmen, die binnen kurzem unter belgische Hoheit treten Tie belgische Regierung weigert sich nicht, mit der deutschen zu verhandeln betreffs der Fragen, die sich auf Die Ausführung des Vertrages in jenen b'iden Kreisen, in Neutral-Moresnet und in Preußisch- Monsnet, beziehen, macht jedoch zur B 'dingung, daß die deutsche Regierung nicht beabsichtigt, bet dieser Gelegenheit in irgend etwas beit Wert der lelgischen Hoheitsrecht^ zu bestreiten, ixne sie durch den Vertrag vom 28. Juni auf die in den Artikeln 32, 33 und 34 dieses Vertrages erwähnten Gebiete anerkannt sind." (gcz.) Clcmenceau. Die französische Kammer und die Entwaffnung Deutschlands. Paris, 30. Sept. (WTB.) Die Friede ns ko m m i s sio n der Kammer hat end- gütig folgernden Wortlaut des Vorschlages, der in ihrem Namen der ^Jammer imterbveit.’t iverden wird, angenommen: Tie Kamin - lädt die Regierung An, sich mit den aUiierren und associ- ierten Mächten hmsiMlich der Durchführung aller Maßnahmen zu verständigen, die die Entwaffnung Teutschlands und seiner Alliierten Frankreich stimmten. Zur Räumung des Baltikums. Berlin, 30. Sept. Zu der Note, die die Räumung des Baltikums verlangt, heißt es in der „Deutschen Allgemeinen Zeitung": Tak die Reichs regier un g nicht versucht, deni Abkom men, das sie ein gegangen ist, zuwider zu handeln, ist durch eine Reihe von Maßregeln erwiesen. Es bleibt zweifelhaft, ob die Regierung praftisch imstande fein wird, der deutschen Nationalität Entwachsene wie Teutsche zu behandeln. Es ist zu lwffen, daß der Verband die .rngedrohten Maß» regeln, die DeutsMands Ruin bedeuten würden, dann ntcht in die Tat umsctzen wird, wenn er die Ueberzeugung gewinnt, daß die Reichsvegieruno alle Mittel des Willeins unb der Tat einsetzev wird um beut Vertrage gerecht zu werden. Vom italienischen Kabinett. Rom, 30. Sept. (WTB.i Ter „Popolo Ro- manv" und der „Messagcvo" Dementier :n in aller Form das Gcrüäft von einer Sondermissron Ti t tonis., der mit dem Kabinett solidarisch sei. Das rumänische Kabinett. Versailles, 30. Sept. (WTB ) Nach einem Privattelegramm des „Temps" au-j Bukarest ist nun die Ministerkrise als gelöst zu betragen. Der Kriegsminister des Kabinetts Bra-- tianu, Waitovano, habe es übernommen, das Kabinett zu bilden. Er habe sich die 'Dlitar&eit mehrerer Generale, sowie von Verttetern Siebenbürgens, Bessarabiens unb der Butdwllta Der sichert. Man fömtc sagen, daß daZ Kavutett so gut wie konstituiert sei. Das Miuisterimn bat sich außerhalb der Parteien gebildet Deutschland und die Konferenz in Washington. Berlin, 30. Sept. (WTB.' Ter rran$Ö • sijcke Ärveitsministcr hock in der Kammer erNürt, daß Teutschland zur Teilnahme an her Konferenz erngeladen worden sei, die d:m nächst zur Rege tun >: des internatr>oualen Arbieitsrechts ir Washington zusammcntreten soll. Temgegen- über stellt die „Deutsche SWgemeine Zeitung" sefi vaß. der deutschen Rsgierung bis heut» keine Ein tabung zur Teilnahme an diesch' Konferenz ®u»:g«n- gen ist. Der Antisemitismus in Oesterreich. W i c n, 30. Sept. (WTB.) Wie die „Reichs- post" vvn unterrichteter Seite erfährt, kami die für den 5. Oktober angesetzte Kundgebung vvr dem Ratchius für dieeiiblidje Au Sweisung der ausländischen Juden nicht erlaubt werden, weil die Ente nie Vertreter gegen die Öfblyaltung dieser .sunrbaebung Stellmra nal.ineu, da für die außen- polittschc Lage d.e Republik im Falle des Statt« findens der Kundgebung unangenehme Folgen a- nachtsen könnten. Ein Prozeß gegen die „Gazette des Ar- dcnnes". Paris, 30. Sept. (WTB Havas. An Samstag begannen vor dem Schiedsgericht die Bn. Handlungen im Pvozeßi gegen die Mitarbritn: bei „Gazette dc S A rdenn.es", des drutscher Pvopagandaorgans im besetzten Frankveich. Eine Prügelei zwischen Sozialisten und Nationalisten in Rom. Bern, 29. Sept. ^Wolff.) Nachher geftnge» römiicken Kammerfitzmig tarn es im Eafe o'Ara^mu in Rom zu einer walneii Schlacht zwischen den Sozialisten und N a t io n a l i s c n. Tie beiden Parteien schlugen unter den Rufen: „Es leb« Lenin! Es tobe d'Ammnzio!" aufeinander tos. n-obei die Einrichttnrgsgegenstände des bekannten CafsS als Waffen dienten. Nur . Mühe konnte dst Polizei'die Ordnung wiederbi- steilen. Au» Stavt und Land. Gießen, den 30. Sept. 1919. Lettisches Hilfswert für die Kriegs» «ud Zivilgefaugeuen. Beim Kreiskomitee für Rotes Kreuz unb Knegshilfe sind für das Deutsche HllfSwerk für die Kriegs- unb Zivilgefangenen aus den Land- »emeinben des Kreises 12 252,42 Mark cingegau- gen und durch Den Krerskaffenrcchncr der Dank für Handel und Industrie in Darmstadt überioiesen Norden. Die Beträge verteilen sich auf die einzelnen! Gemeinden mic folgt: Albach 111,10 Mk., Allen- dorf a. d. Lahn 444,20 Mk., Turnverein 100 Mk., Mlendvrf a. d. Lda. 76 Mk., Lllmevod 150 MI., Bellersheim 202,40 Mk., Beltershain 153 Mk., Bersrod 189,20 Ml., Bettenlsausen 125 Mk., Burk- chardsselben 252 Mk., Dauvringen 363,60 MV., CJarbentcicfi 265 Mk., Göbelnrod 111 Mk., Großen- Buseck 154 Mk., Grünberg 400 Mk., Grüningen 322,50 Mk., Harback' 94 Mk., Hattenrod 73,50 Mark, Hansen 221,50 Mk., Heuchelheim 171 Mk., Holzheim 200 Mk.. Jnl-eiben 216 Mk., Klein- Linden 467 Mk., Langd 172,50 Ml., Lang.-Göns 706 70 Mk, Langsdorf 528,50 Ml., Lcihg-estern 041 Ml. Lich mit Hof Albach, Eolnhansen und Mnhlsa.ckst'n 1132,70 Mk., Lindenstruth 57,70 Mk., Lollar 500 Mk., Lumda 25 Ml., Mainzlar 150 Mark, Münster 92,10 Mk., Muschenheim mit Hof- Güll 100 Mk., Meder-Bessingen 110 Mk, Nonnen- voth 100 Mr., Obbornhofen 105,20 Rdk., Ober» Höiaern 316 Mk, Oppenrod 134,70 E., Queck- Lorn 260 Mk., Reinhards ha in 50 Mk., Rodheim mit Hof Graß 61! Mk., Rödgen 78,24 Mk., Rntters- .hausen mit Kirchiberg 117 Mk., Saasen mit Bollir- vach, Veitsberg und Wirbcrg, 162,48 Mk., Stan» oenvod 273,75 Mk., Staufenberg mit Friebelbausen 50 Mk., SteinTycim 80 Mk , Trais-Horloff 90 Mk., Tveis a. b. Lda. 300 Mk., Utphe 297,60 Mk., Watzenborn mit Steinberg 340,25 Mk., Weickartshain 176 Mk., Weitersl>arn 120 Mk., Winnerod €2 Mk., zusammen 12 252,42 Mk. Aus dem Amtsverkündiguugsdlatt. Tas Amtsverkünbigungsblatt Nr.95 vom 29. September enthält: Bekanntinachimg be- tteffend Richtpreise für Obst. — Bekanntmachung betr. Schleichhandel mit Getreide. Born 22. Scht. 1919. — Bekanntmachung über Oelfrüchte mo C'.raUd gewonnene Prch ikte. Vom 19. Sept. 1919. — Der Kreistag des Kreises Gießm. — Die Wahl zum Kreistag. — Deck u n gde r Gel ände- e r n e r bs k o sten für de n B ahn bau Gr ün- berg — Londo r f. — Verordnung über die Ein- stellmig 'unb Entlassung von Arbeitern unb Angestellten wä'-rend der Zeit dn wirtschaftlichen Lemobilinachung vorn 3. Sept. 1919. — Er-verbs- iotenfürsorge. — Wiesengänge. — Erlöstl-en des Schn-einerotlaufs. — Festsetzung von Kleinl>andels- löckstpreijen für Kartoffeln. — Tienstnack;richten deS Kreisamtes. Der Kreistag des Kreises Gießen findet Montag beit 13. Oktober, vormittags lO’/s Ulr, im Sitzungssaal dos Regierungsgrebäubes zu Gießen statt. Tagesord-nung: Prüfung der Kreis- togsirahlen. — Nachdem das Kreistagsmitalieo Ingenieur Gustav Lindemann in Gießen infolge Wegzugs von Gießen aus dem Kreistag ans- gekchveben ist, ist der dem gleichen Wal>lvo>.schlag angel/örigc nächstberufene, bei der Wahl nicht mehr gewühlte Bewerber Kaufmann Karl Seibel in Gießen, bet die nachträgliche Berufung zum Kvns- tag angenommen hat, au seine Stelle getreten. Bon ocm zur Deckung der Gelänbe- crwer bs kosten für den 23 a bn bau Gründe r g — L onbo r f durch den Kreis Gießen im Jahre 1895 aufgenommenen Kapital von 80 000 Mark sind auf 1. März 1920 zur Rückzahlung ausoelost die Obligationen Lit. B Nr. 37, 39 ä 500 Mk. — 1000 Mk., Lit. 0 Nr. 9 mit 200 Mk. Verordnung Über die Einstellung und Entlassung von Arbeitern und Angestellten wäl>rend der Zeit b.-r wirtschaftlichen Demobilmachung vom 3. Sept. 1919. In her Verordnung sind die Verhältnisse der Angestellten und Arbeiter einh'itlich geregelt worden. Ter Geltungsbereich ist infofern '.weitert, als das Wi edereinstellungsver lau gen von Arbeitern nicht, wie bisher nt der Verordnung v'm 4. Januar 1919, nur gegen Unternehmer gwrb- licker Betriebe mit 20 oder mehr gewerblichen Jeder Raucher K’WSJS behoster iit, wird durch unser bewährtes „abitin" befrcu. Packung zur ^-wöchigen Kur M. 4.—, Nach- nadme 45 Pf. «Unschädlich«. 1100 Dankschreiben lllSßhvl Deutsch & (So., Neukölln. Pv> ir*’ Behördliche Anzeigen. DeutfdtnattonaleüolRspartei Einkoch rtotjAoun.... a- rn Mann. Gießen, Schanzenstr. 16. I, 018830 Von der Reise zurück Gießener Konzertvereln Hungen, Wantorstraße 48 Sprechstunden von 9 Dietzen, September 1919 018853 Elisabeth Brahms Requiem Edwin Fischer Szigetti und andere. Gießen, Mühlstraße 3. Marg ot^Marg arete Greese Ans wähl Best« Fabrikate ML.- MOfö SCHUH KREH Wachstuche sind in allen Farben und Breiten wieder am Lager m^c bis 11. Oktober «r in den Klein Handels' Zwiebel vrtuia Wnuerware versendet tn Zentnerfäcke« iedeS Quantum solange Vorrat reicht 10826 WiihelH Itata, Mel Tel. 1, Amt Wölfersheim. Elhre Verlobung beehren sich anzuzeigen Anna Wagner Friedrich Eckhardt Am Sonntag abend wurde uns ein Mädchen geboren Wilhelm Plank und Frau Anna geb. Streuber Telephon 201 017877 1, 3—4 Uhr. -50 Mt. Nr. 17, 102. 100 Mk. Nr. 76, 149, 162, 166, 224. Für die uns anlatzlich unserer Der- i mählung erwiesenen Aufmerksamkeiten r sagen wir herzlichen Dank. Gustav Schmidt u. Frau Gustel | geb. Möhl r In dankbarer Freude zeigen die Geburt einer Tochter an Karl Maurer und Frau Emma geb. Wysk Hanau, Bernhardftr.2. den 22. Sept 1919. Holzhauer im Kreis Gießen! Im Auftrag bei Holzhauer finden z. Zr. zwischen dem deutschen Bauarbetterverband, Beztrksverein Gießen und den Obersörstereien im Kreis Gießen Tarifverhandlungen über Akkordpreise und Mindest, lohne und Abschluß eines Tarifvertrages statt. Miauet! Bis zur Beendigung dieser Verhandlungen lehnt Achchlutz von Emzelakkorden ab. Auskunft über den Stand der Ber. Handlungen erteilt der Unterzeichnete. ES wird in Versammlungen in verschiedenen Gemeinden von uns Bericht gegeben werden. Ausgabe von Kunsthonig (Ausgabe Nr. 6.) ♦ Bom 29. d. ANts. '' '' 1919 emslbietztich Qciatu MtfäÜfrn, bei denen die ! Einladung zum Abonnement In diesem Winter werden wieder 10 Abonnemente- Konzerte veranstaltet und zwar sind folgende Konzerte vorgesehen: tL Maria Pos - Carioforti mit Dr. Georg Göhler — Madrigale-Abend des Fräulein Dessowschen Solochors — Arnold Mendelssohn, Frau Werner Jensen - ein Orchesterabend - Rebner-Quartett - Kirchenkonzert >rt anzumclden. 11263 30. 1919. SchocnhalS, Rechtsanwalt. Else Brandenburg Else Grundmann GIESSEN, Moltkestraße 2a. abschnitte Nr. 6 bis spätestens 13. Oktober Lem ^oädtychen Leberrsmittelamt, Zimmer Nr 11 «mrurerchen. 112318 Gießen, den 27. September 1919. Der Obervüro^rmeister (Lcstumsmittrlantt). , . Platz 2 M vo) behältlich einer Nachzahlung der zu erwartenden Billets teuer. Gutschrift der Mitgliederbeitrflge erfolgt bei deu ____ Abonnements in gewohnter Weine. 1122*1 Mittwoch den 1. CH. dS. Jo. nach«, r» Ubr ©ctUeißcre ich nur Antrag in der Marburger Str. ser. -b in Gießen gegen bar: 3 Sofa mit lllüschseffel. große Sviegel, Tische. 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Wohltätigkeits-Konzert zum Besten der zurückkehrenden Giessener Kriegsgefangenen in der Turnhalle am Oswaldsgarten Donnerstag, 2. Okt., abends 8 Uhr unter gütiger Mitwirkung der Konzertsängerin Frau Schotte-Frey (Sopran) und des Herrn Fritz Leib (Klarinette). ZIl,4* .3, 2 und 1 dl. iw Vorverkauf bei B. Chaüter, MusikalienhandL,u. an der Abendkass«- W etter hin wird noch eine Liste zweeke Einzeichnung zirkulieren. n B $u 300 ML Nr' 18. . 0 zu 500 ME Nr. 50. .Die Rückzahlung der Schulbverschreibungea geschley ab 1. Oktober 1919 zum Nennwerte gegen irutiuitnuvj derselben nebst den noch nicht verfallenen Ztasschemen und zugehörigen Ams- «aoerfungen bei der Bank für bandel und Industrie, Niederlassung Giehen. ^^- Alwber an hört die Berzinstmg dec ouSgelosten Schuld Verl chreibmi gen aus. Gießen, den 29. -sept. 1919. 11247D Der evangelische Gesamtkrrchrnvorstand: BechtolsHeimer, Pfarrer. Bekanntmachung w^er den Nachlaß des am 6. August l I. zu | i^eß4.r5.1CT,It verstorbenen Schneiders Otto Wörner I tjr Nachlagverwaltung angeordnet worden. Alle,! die an den Nachlaß eine Forderung geltend zu machen oder an den Nachlaß etwas schulden, werben aufgefordert, dies dem unterzeichneten Nach- Statt Karten' (für die uns zu unserer Vermahlung erwiesene Aufmerksamkeit sagen wir unfern aufrichtigsten Dank Kurt Lehmann u. Frau geb. Möller Gießen, den 30. September 1919. °i«10 We brud'arbeitenz fdr Bzb6r»re, Ptrtine. handel, ©ewert«, 3e- d«P.r.t und ZamNie, wlfTtnMwiftnat EDtrfe en* fHlertntirnen »trten fb?r .1919 ist nachstehetkden Bäckern übertragen I Am-U-MK Seltereweg 81 froom v. Dienstag, 38Jepl dir In», frtihg, 3.0M. Leben um Leben Spannender Zirkus- und Artistenroman von InnaStrnkosch in5 Akten. In der Hauptrolle: Ol<> Desmond. Fräulein Tipp & Tipp Lustspiel in 3 Akten.______ Ab Samstaer der «roße Sensationsund Wild-West-Film in 5 Akten Dfe Tochter des Senators.