Montag, 50. Juni |9I9 (69. Jahrgang Erstes Blatt ^^gsbrjM.' hüt erheben. •ISOOGiel ten. bicnfte soll an allen Orten TrauergelLrte der Kir- wir schon in den lenduscW die Note der deutschen Delegation be- TW weit, zu sogen, — habe gestern sein eigenes schrieben". Dies würden -es 4es Protest englischer GWere gegen den Aieden. n n Zutritt. L. Schtcht Hand Uhr PIEL wachsten Tagen und Wochen deutlich erkennen, tzn den dem Blatt gesinnungsverwandten „Alldeutschen Blättern" heißt es jedoch: „So Hoftilungslos im Augenblick die Zukunft vor tuns liegt — wir Alldeutschen verzweifeln nicht und glauben an die Auferstehung unse- Ns Volkes." Der „Vorwärts", ter den „all- Zuckunst. Die .Jihein.-Westsälische Ztg." t io weit, zu sagen, „das deutsche Volk .....— t--------Todesurteil unter- chenglocken statt finden. vechmann-Hollweg stellt sich der Eutente zur Verfügung. Berlin, 28. Juni. (Wolff.) Der ehemalige Reichskanzler von Bethmann- Hollweg hat, nachdem er bereits am 20. Mai 1919 den gleichen Schritt auf ausdrücklichen Wunsch der Reichsregierung hat fallen lassen müssen, am 25.Juni an Cle- menceau ein Schreiben gerichtet, indem er diesen bittet, nachstehendes Schriftstück zur Kenntnis der alliierten und assoziierten ausg-eliefort würden, wenn sie versuchen sollten, eilte entehrende Handlung zu begehe Obwohl der Ozean breit ist, wird er in Zukunft sehr schmal erscheinen. Es wir^ uns leichter sollen als bisher, uns gegensiüiig zu verstehen, imb mit rgiseren stän- Standpunkt bekannt. Das Blatt glaubt auch nicht, daß man die deutschenOffizicce, deren Auslieferung im Vertrage verlangt wird, verurteilen werde. Zusicherung meiner vorzüglichen Hochachtung. Französische Siegesfeiern. Genf, 28. Juni. Das französische Parlament hat gestern ohne Diskussion den von der Regierung verlangten Kredit von 4 300 000 Franken zur Veranstaltung von offiziellen Siegesfeiern bewilligt. Ein kirchlicher Trauertag. Berlin, 28. Juni. Der Evangelische Oberkirchenrat falt durch einen besonderen Erlab den Geiftlick-en und Gemeindekirclpirräten zur Unterzeichnung dieses Abkommens am festgesetzten Datum erhalten wird. Wir haben nichts dagegen einzuwenden, daß nach der Unterzeichnung Verhandlungen an- ’WS * mglö-e. »Um tat * toMW innen Dmntrigheit, ■natismu and frEattiidiag- •mpprds von Pi. Flaschen- direkt datb: ad Hersfeld. **D endiglem Werk, aber wir werden ein Werk zurücklassen, dessen einer Teil beerdigt, dessen anderer jedoch nur skizziert ist. Die Friedensausarbeitungen haben wir beendet, aber wir haben den Plan einer Zusammen- arbeft erst begonnen, der, wie ich glaube, sich in den kommenden Jahren ausbreiten und festigen wird, so daß die Hände, die wir heute drücken, sich niemals wieder loslassen werden. Auch weiterhin werden wir Kameraden und Mitarbeiter fern an einem Werke, das allen gemeinschaftlich ist und uns zu einer gemeinschaftlichen Auffassung von den Pflichten und Rechten der Menschen f rdenmüßten. — Um 3.12 Uhr unterblieben Hermann Müller und Dr. Bell erste den Fricdensvertrag. Hierauf unter» Mineben der Reihe nach die Delegierten der Wliierten und assoziierten Mächte. Kurz vor Mllhr tvar der Akt vollendet. Clemenceau hob Wie Sitzung mit der Erklärung auf, der Mriede sei geschlossen. Er ersuchte die Dele- 'liierten der alliierten und assoziierten. Mächte f warten, bis die deutschen Bevollmächtigten «M entfernt hätten; die Militärmission werde ie deutsche Delegation in das Hotel des Re- mwirs zurückgeleiten. Die deutschen Bevoll- lächtigten verließen darauf als erste den Saal ch begaben sich sofort in das Hotel des Re- twoirs zurück. , Versailles, 29. Juni. (Wolff.) Die Reichs- °mster Hermann Müller und Dr. Bell,und ^ige Mitglieder der Pressegruppe der deutschen medenstelegntion sind am 28. Juni, abends, Versailles nach Deutschland abgereift tas Abkommen über die Rheinlands. . V e r s a il l e s, 28. Juni. (Wolff.) Der «rsitzende der Friedenskonferenz, C l e m e n - itau, richtete heute folgende Note an den vtfondten v. H an iel: Herr Vorsitzender! , Die alliierten und assoziierten Mächte Der Friede unterzeichnet! Die Reicbsminister Hermann MüUer und S)r. Bell Haven am Samstag in Versailles btn Friedensvertrag unterzeichnet und sind sogleich wieder nach Deutschland abgereist, ks wurden, abgesehen von kurzen Eröff- inmgsworten Clemenceaus, keine Reden ge- echselt, keine Freundlichkeiten ausgetauscht, n Freundschaft und Versöhnung kann keine de sein. Im Gegenteil, die höchsten Ver- ter der Entente sind es immer noch nicht üde geworden, ihre galligen Anklage- trachtungen über Deutschland zu ergießen, und in der heute zur Veröffentlichung kommenden Antwortrede Wilsons auf einen ännaieie von s. bie za^oiutntrncc otö* zom RL.Lmir.kaq vorher prtb ?8r \ mm hohe fün brttid) 1b 0u«wärtS 18 S1.vfCr ftctlame- an zeigen von 70 mm Brent 48 '\>V V« Vlay- vsrkbri'l20*/,A>cksct,lag. Hauptfchriüleiter: Aug. (fcocH. Verantwortlich für Vollrik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen geschrieben wurde: Es ist nickst unser Zweck, Punkt für Punkt die Bedingungen des sogenannten Friedens durchzugehen. Wir beschränken uns auf drei Merkmale desselben: 1. Es ist wiÄierholt von den alluerten Staatsmännern erklärt worden, daß es ein Zweck des Krieges war die Ratümolitätsvechte gegen die Uebergrisse der Macht ter WillLrir zu sichern. Heute soll, wenn nicht die Oeffentlichkeit falsch unter»! richtet worden ist, W e ft v r e u ß e n, das eine Bevölkerung enthält, welche zum größeren Tekle deutsch ist, an Polen ausgehändigt und Danzig, eine vorwiegend deutsche Stadt, faktisch von Polen annektiert wcrteir unter Ger Vorspiegelung, daß es zur Freistadt ol-emackst wird. Tas Volk des Saar deckens toll von der deutschere Souveränität unter diejenige Frankreichs gestellt werten, als ob es ein Teil ter Mineralien wäre, mit denen! Frankreich entschädigt werten soll. 2. Es ist wiederholt üerfidjert worden, daß eines ter Kriegsziele mar, das internatioi nale Recht und nicht die Militärgewalt zum entscheidenten Faktor tn internationalen Angelegenheiten zu machen. Kann irgend jemand be- l-aupten, daß die jetzt vorgeschlaginren Bedingungen, mit ihren rachsüchtigen territorialen und wirtsckMft- lichen Bestimmungen dazu geeignet sind, dieses Ziel zu erreichen, oder daß ein durch unbeschränkte! Entschädigung bedrohtes Deutschland, ivclches keine Kohle, kein Ersen, keine Schiffe und keine Kolonien! besitzt, welches feine Hoffnung auf Rohmaterialien und Gleichheit ter .Handelsrechte hat, etwas, anderes sein kann als eine ewige Gefahr für "den' SMtjrieten ? 3. Es ist wiederholt versichert morten, daß der Feind der Alliierten der deutsche dRilitarismus sei mid daß ein verändertes Deutschland vernünftiger- tceise eine Behandlung erwarten könnte, die von derjenigen verschsteten sein würde, welche man ihm, so lange es unter der Kontrolle einer Militär- Autokratie stand, hätte angedeihen lassen müssen. Tas deutsche Volk hat sich ter Demokratie mit einer Schnelligkeit zugewandt, welche noch vor einem Jahre unglaubhaft erschien. Tie Führer ter Alliierten, die erklärten, daß sie für Freiheit uni) Demokratie kämpften, haben ihm mit Bedingungen geantnrortet, die ebenso hart sind wie diejenigen, die Deutschland hätten auferlegt werten können, falls üb^ffhaupt keine Revolution ftattgefunten hätte. Welchen Staatsmännern und welcher Nation nird mau in Zukunft noch glauben? Wir möchten Misere Landsleute und diejenigen, die Uns regieren^ bitten, noch einmal nachzudenken, bevor sie einer Regelung ihre endgültige Billigung geben, die ihre eigene Nemesis mit sich bringen wird. Tenn sie wird sich, davon sind wir überzeugt, dem moralischen Sum der Menschheit als abstoßend erweisen. Was auch immer die Llbsichten ter Politiker genesen sein mögen, die große Masse ter Soldaten bat nicht in diffem Kriege gekämpft, um ter deutschen Demokratie Bedingungen aufzuerlegen, welche uns die teutsckirn Junker auferlegt hätten. Wenn das das endgültige Ergebnis der Anstrengungen, ter Soldaten ist, dann wird Preußen, obwohl es den Krieg verloren hat, den Frieden gewonnen haben. Zu besserer Einsicht gelangt? Amsterdam,29.Juni. (Wolff.) „Chicago Tribüne" schreibt: Seit Beginn der Konferenz waren die Amerikaner fortwährend gegen die Auslieferung des Katferv uird gegen seine Verurteilung, weil kein Mittel vorhanden ist, um diesen Prozeß auf gesetzliche Weise durchzusühren, und weil man Nicht aus dem früheren Kaiser einen Märtyrer machen und die monarchische Bewegung m Deutschland unterstützen wollte. Dem genannten Blatt zufolge haben sich inzwischen auch Frankreich und Selten zu diesem in der Heiligen Schrift, denen der göttliche MUe zürnend die Tür wies! Zn den deutschen Blättern stehen heute feine feierlichen Betrachtungen. Rur kurze Worte der Trauer und finstere Abwägungen Mächte zu bringen: In Artikel 227 ter Nrietensvevingungen haben die alliierten und assoziierten Mackste Wilhelm IL von Hohenzvllern, den früheren teutfeften Kaiser, wegen schwerster Verletzung des internationalen Sittengesetzes und ter geheiligten Macht ter Verträge unter öffentliche Anklage gestellt. Sie haben gleichseitig ihren Entschluß kundgetan, an die Regierung ter Niederlande ein Ersuchen zu richten, in dem sie bitten, den ehemaligen Kaiser zum Zwecke seiner Verurteilung auszuliesern. Mit Bezug lsterauf erlaube ich mir an die alliierten und assoziierten Mächte die Bitte zu ricksten, das gegen den Kaise r beabsichtigte Verfahren gegen m i ch sta 11 f in den zu lassen. Zu diesem Zweck stelle itf) mich hierdurch zur Verfügung der alliierten und assoziierten 9)l.äd>tc. Als ehemaliger deutscher Reichstanzler trage ich für meine Amtszeit die im deutschen Staatsrecht geregelte alleinige Verantwortung für die politischen Handlungen des Kaisers. Ich glaube hieraus den Anspruch) herleiten zu dürfen, daß die Rechenschaft, Kelche die alliierten und assoziierten Mächte für diese Handlungen fordern wollen, ausschließlich von mir gefordert wird. In ter Heber zeugung, daß die alliierten und assoziierten Mächte einem durch öffentliches Staatsrecht normierten Rechtszustand auch die internationale Beachtung nickst versagen wollen, darf ich der Hoffnung Ausdruck geben, daß sie seiner dringenden Bitte stattzugeben geneigt fein werten." Wilson im Tngendmantel. Versailles, 27. Juni. (WTB.) DieAbend- bfötter veröffentlichen die Erwiderung Wilsons auf den Trinkspruch Poineares beim gestrigen ^Festmahl im Elysse. Wilson drückte zunächst sein Bedauern darüber aus, daß er Frankreich verlassen müsse. Sein Aufenthalt in Frankreich und die rege Fühlungnahme mit feinen Führern habe bewirkt, daß er jetzt besser als vorher die Grunde für die Anrbiäonen und Grundsätze begreife, aus denen heraus diese große Ration handle. In den langmonatigen Konferenzarbeften habe er gesehen, daß alle Mitglieder durch immer tiefer werdende Sympathie und größeres gegenseitiges Verständnis in Freundschaft verbunden wurden. Wir trennen uns nicht, fuhr Wilson fort, nach be- lrinkspruch Poinearös steckt der unveränderte Keift der allen Phrasen. Wie fährt aber diese Actespreu auseinander unter der Wucht der vfjentlich beaußerten Ansicht enAlischer Offi- iere, die tn der „Morning Post" den Frie- ensvertrag auf das schärfste verurteilen als in Werk des Hasses, der Unvernunft und iigerechtigteit. Besser konnte die Sache eutschlands nicht vertreten werdeir als von diesen Offizieren unserer Gegner! Es sind keine professionellen Wortmacher für Pazifis- Ms und Menschlichkeit wie Herr Wilson, bet es sind Männer von Herz und Hand, bie keine Lüge und keine unnütze und tückische lechtnng des mtterlegenen Gegners wollen, uch der südafrikanische General Smuts spricht in einer Unterredung mit einem Ver- । tretet Reuters von der Notwendigkeit eines g ,„neuen Geistes der Großherzigkeit und ' Menschlichkeit". Manche bet Bestimmungen ............ ■ ■■■w des Friedensvertrages ständen mit der neuen Michail - frisdlichen Gesinnung und Entwaffnung der Fante nicht im Einklang. Wen erinnert d Wilson jetzt nicht an die im Gemüte ver- ^>VVll । härteten, schroffen Pharisäer und Gelehrten Vie Lösung der Krfils in Hamburg. Hamburg, 28. Juni. Eine aus ten Vor- stäuten der drei sozialistischen Parteien, des Ar- beiterrates und der Zwölfer-Kommission und ie einem Vertreter des Senats und der Volkswchr zusammengesetzte Konrmission hat heute nachmittag mit biuA Kommando der Reichswehrtruppen ein Ab ko m men dahin getrofsm, daß die Truppen vorbehaltlich ter Einwilligung der höheren mitte tärisckxm Instanzen hinter die Grenze des HamburgerStaatsgebictes zurückgezogen werden. Im Vertrauen darauf, daß Ruhe und Ordnung durch die Volkswchr und die Polizei aufrechtcrhalterl werben können und die Entwasf- nungsmaßnahmen schleunigst durchgeführt werten,' soll die gegen Hamburg eiugeleitcte Reichsexekuttoe und die Besetzung ter Stadt durch die Regierungstruppen vorläufig unterbleiben. Tie Truppen werten noch einige Zeit an der Grenze des Hamburger Staatsgebietes konzentriert bleiben, um jeden Augenblick ein greisen zu können, mept den Maßnahmen der Volkswehr und der'Polizei Widerstand entgegengesetzt werden sollte. Zu den Richtlinien, die vereinbart worden sind, gehört auch, daß die Parteien und Organisationen sich verpflichtet haben, jede Aufreizung zu Aufständen zu verhindern, die Ordnung aufrechtzuerhalten und jeden bewaffn neben Widerstand gegen die Reichstruppen zu Der- hindern, falls diese durch die Entwicklung, ter Oage doch noch gezwungen sein sollten, in Hamburg einzumarschicren. Tie Krise, die Hamburg bedrohte, hat damit eine Lösung gefunden, die alle Kreise befriedigen dürfte und die in erster Linie ter besonnenen Haltung ter Führer der drei sozialistischen Parteien Haniburgs zu bauten ist. Verbilligung ausländischer Lebensmittel. Berlin ,28. Juni. (Wolff.) Das Reichsministerium hat in seiner heutigen Sitzung die Regelung der Verbilligung der Lebensmittelprcise für ausländische Zu» fuhren endgültig festgesetzt. Zu den Verkaufs- preisen, welche die Reimsstellen künftig tn Rechnung stellen sollen, srnd die Verteilungs- kosten der Kommunalverbände hinzuzurechnen. Die Kleinverkaufsvrcise werden sich hiernach für das Pfund je nach den Unkosten des einzelnen Kommunalverbandes etwa wie folgt stellen: Amerikanisches Backmehl, von dem auch fernerhin 250 Gramm die Woche verteilt werden sollen, 80 bis 85 Pf. (statt bisher 2,20 bis 2,50 Mk.); Reis, der abwechselnd mit Hülsenfrüchten mit V* Pfund pro Kopf uno Woche zur Verteilung gelangen soll, etwa 1,10 bis 1,30 Mk. (statt bisher über 3 Mk.); ausländisches Fleisch, soweit dies infolge des Mangels an inländischem Fleisch auf Rationen verteilt werden muß, 4,50 bis 5 Mk., während bekanntlich zuletzt in Berlin 11 Mk. für das Pfund gezahlt werden mußten; amerikanischer Speck, 125 Gramm je Kopf und Woche, 4 bis 4,50 Mk. (statt bisher 7 bis 8 Mk.); ausländisches Speisefett, 50 Gramm je Kopf und Wochle, 5 bis 5,50 Mk. (statt bisher 6 bis 7 Mk.) ;ausländrsche Kartoffeln sollen so weit verbilligt werden, daß die Preise für Jnlandskartofseln nicht überschritten zu werden brauchen. Rach überschläglicher Berechnung wird der Gesamtbetrag der Verbilligung über 1,5 Milliarden betragen. Er soll zu gletchen Teilen auf das Reich, die Freistaaten und Kommunalverbände übernommen werden. Daß die Freistaaten und Kommunalverbände bei diesem großen Opfer des Reiches in dieser Weise sich beteiligen werden, kann voraus- aesetzt werden, nachdem der preußische Finanzminister sich bereits mit dieser Rege- luna einverstanden erklärt hat. Die Matz- nähme soll in aller Schnelligkeit durch- geführt, auch soll dafür Sorge getragen wer- den, daß die Zuschläge der Kommunalverbände keinesfalls über die wirklich entstehenden Unkosten hinausgehen. Die Beilegung des Eisenbahnerstreiks. Berlin, *29. Juni. (WTB.) Amtlich. Am Sonntag morgen fawb im Zirkus Busch eine Versammlung ter Eisenbahnbcamten unb Eisenbahnarbeiter statt, die sich anfangs überwiegend für die schleunige Wiederaufnahme ter Arbeit aussprach. Nachdem sich ein großer Teil der Beamten zu einem Empfang zu dem Minister O e s e r begab, trat der Unabhängige Paul Hoff tz-tann auf und sprach sich für die Fortsetzung te^ Streikes aus. Bei dem Empfang bei dem Minister tourte ein völliges Einvernehmen mst- sichen der Beamtenschaft und dem Minister erzielt. Der neugewählte erste Vorsitzende des Beamten- iiewerkschastsbuntes erluiterte auf die mit groucin Beifall mifgenommenen Worte des Munsters unb erklärte nachdrücklich, daß die Beamten au» dem Laude sich entschieden von ten Berliner Beamten Und Arbeitern trennen würden, falls mese efloa im Streik verharren sollten. Berlm sei nicht das Reich. Der Minister sagte zu, den R elchsweh r- Minister sofort um Mshebmrg fcuföö ^lich des Abkommens über die Rheinlandc Wichtig ist eben, .daß' allen Nationen, die sich an- M 27. Juni geprüft. Sie nehmen davon schicken, ihr nachzuahmen, eine Warnung zuteil daß biß deutsche Delegation Vollmacht werte, daß sie MerseilÄ teilest und ter .Verachtung deutschen Narren" zugleich ein paar Grob- ßriten hinwirst, erklärt doch gleichfalls, jetzt müsse aller Kampf, aller geistige Kampf deuffchen Volkes einsetzen zur Revision soeben geschlossenen Jriedenswerfes. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ZwiMngrnmddnrck u.Verlag: vrühl'sche Umv.-Vrch- u.Zteindruckerei R.Lange.Zchriftle'ttuus, Geschästsstette ».Druckerei: Schulsir. 7. rRt. H9 | Ser Gietzener Anzeiger i «-scheint täglich, außer koim- und Feiertags, vezil-rprels: । »snatl.Mk,1.35,viertel- l Oirlich SDlt. 4.05; durch ; Sbbole- u. Zweigstellen tmonad. A.k. 1.25; durch »hicPost Mt. 4.05 viertel- |jäi)d. ausfchl. Besteckg. [ sstrnsorech - Anschliifse: f Inr die Schrcktlcitung 112 i ;'crlaa,Neschästsstelle5L AnschriststirDrabtnach- lichten: Auzeiger Slctze». pvAschecktoato: Llvcksnrt a. M. U686 inen 1 I, flnmdbui? jedes W iftr.5 ■ Die chauvinistische „Morning Poft" sieht sich genötigt, einen an sie gerichteten nachdrücklichen Protestbrief aktiver und el)emaliger britischerOffiziere gegen den Frieden zu veröffentlichen. Zu den Unterzeichnern ge- c-rf.....\ •"”* t hören einige Majore und Hairptleute und ver- ter altprenßlschen Provmzen nahegelegt, Sonntag,, -V- h sjffnhoniiPpr Diese nennen die Frie- 6. Juli, für die evangelischen Gemeinden zu einem - ^^?ene a la Demirer. ^jteie i enn n o tf Trauertag zu gestalten, an chm der gansen; b€ny[)cbingungen ungerecht, uNi olilftch und Lebenshaltung ieijn icrnfteS Gepräge zu geben, lär^ igeeignet zur Hervvrrufung zulunftiger Kriege, mente Vergnügungen tmllichst hintanzuhalten imd rSie erklären, daß der Friedensvertrag in dafür einzutreten, daß wenigstens die evangelischen Widerspruch steht zu den Grundsätzen, sur ©enreinteglieber von ihnen fernMciben. Dement- ? welche der Krieg angeblich unternommen spreche,id sollen die Gottesdienste besonders ernsten L wurde und für die viele Landsleute ihr Leben Charakter tragen Am Sckstuß ter HauMgottes- gelassen haben. Für die meisten Toten sei der Krieg zu Beginn eine Art von Kreuzzug gewesen. Mit Rücksicht auf das Gedenken an die Gefallenen, auf die Nachkommenschaft und auf ihr eigenes Gewissen wünschen die Briefschrei- bcr persönlich sich von dem Verbrechen zu lösen, in welchem ter Krieg endigt. Dann heißt es weiter in dem Briefe, der vor ter Ein- wMgung Deutschlands zur Unterzeichnung u- t Ab- g e b ab n t werden, umzum Besten der Inter- CTEffiKTÄ elfen der verschiedenen Teile eine Anzahl Fra- sammentorrkens iterb sich dieser V gen zu regeln, welche von ter deutschen Dele-! entwickeln unb diese Tat unsere GGo gation aufgeworfen werden können. j sichten erleuchten. Zum Schlüsse traut AUson auf Genehmigen Sie, Herr Vorsitzendec, die die Wohlfahrt Frastkrckchs, ein imrftcr aigcreS " ‘ Zusammenwirken alb.-r /Bölter und die Feftigung aller Einflüsse, die Geist unb Ziele der Mensch- i.r. im Verein, dem Schröder seit feiner Gründung er b , und es o werden, die ihm heute mit unbegründetem Mißtrauen gegenübecstehen. 0 Grünberg, 27. Juni. Heute tttertei Spenglermeister Friedrich Schröder imb - Stell fu „cinderatt -e einflercW,' ßJärtiuT unoj iviirWt gen»? Huber V Lairdimrt, ,j $). Lottis tvuhcim, zil'te der G tner und Landl Tt, Johanne ... X W, inp ömüffti 1 ui)|t i>u Stadt auch mit Heidelbeeren besser versorgt wird, als dies im vorigen Jahre der Fall war. Bedauernswert bleibt nur bei der Versorgung mit Obst, daß die Preise dafür so erschreckend hoch sind. Die Ernte in Birnen fällt gut aus, aber Aepfel und Zwischen, bie für uns wichtiger sind als Dirnen, gibt es nicht viel. Auch die Ernte in Jol-annis- und Stachelbeeren fällt in diesem Jahre schlecht aus. **Die Wohnungsnotundderüber- aus große W-oh n u n a s m a n g e l, unter dem auch ganz besonders die Eisenbahner zu leiden haben, hatte eine große Zahl Eisen- babner gestern ateitd im Eisenbalmllvtel zu einer zwanglosen Besprechung zusammen geführt. Br- triebswerkmeister Landmann, der bie. Versammlung einberufen 'batte, erklärte zunächst, daß er sich bereits mit der Eisenba-n-irektion Frankfurt in Verbindung gefetzt und von dieser die bindende Zusage erhalten habe, test, falls es in Gießen zur Gründung einer Eisenbahn- Siedlungsgesellschaft körne, die Eisen- bcchndivektion diesem als Genossenschaft mit beschränkter Haftpslicht gedachtem Unternehmen weit- gelzendst entgegenklommen und vor allem mit einem toben Siantszusämß unter bie Arme greifen werde, tote das bereits in Bebra, Betzdorf, Frankfurt usw. geschehen sei. Aach- in der Frage der Boden- bcsctoffung tobe er bereits, wenn auch zunächst unverbindlich, mit den beteiligItn Kreisen Fühlung genommen und es sei ihm für die Eisenbahner, die ja meist an die Nato des Bahnhofs gebunden sind, günstig gelegenes Baugelände in der Liebig straße zum Preise Von 4,50 Mk. pro Quadratmeter an geboten worden. Wenn es zum Bauen käme, so habe die Genossenschaft 30 Proz. der Baukasten zu tragen, während der Rest, der sag. Ueberteuerungszuschlag, von Reich, Staat und Gemeinde aufgebracht werde. StabtV. Erhard! warnte vor einer überstürzten Gründung, erklärte sich aber bereit, die Bestrebungen der Eisenbalmer in der Stadtverordnetenversammlung nach Kräften zu unterstützen and glaubt auch, daß sich die Stadt zu einem Zuschuß bereit finden werde. Stcdtv. Fourier gab zunächst einen Ueberblick über die jetzige Höhe der Baukosten, die gegen den Friedenspreis nm durchschnittlich das Vierfache gestiegen seien. Ein Fünfzimmerhaus, das vor dem Kriege 11000 Mk. gekostet habe, fet jetzt unter 40 000 Mk. nicht zu erstellen, während ein Treizirnmerhaus auf 34 000 bzto. 29 000 Mk. komme. Er betonte bann, daß auch die für die lieber- teuerungszuschläge verfügbaren Mittel nicht un- erschöpfnch seien. Auf Gießen entfielen 450 000 Mk. und von einer Erhöhung könne, wie der Reichs- orbeitsminister erklärt habe, mit Rücksicht auf die trostlose Finanzlage des Reiches, wie auch der Gli^staaten. und Gemeinden, leine Rede sein. Außerdem sei damit 311 rechnen, daß die Stadt von dem auf Gießen entfallenden Betrag etwa bie Hälfte beanfbrudjen werde, während der Rest nur einen kleinen Teil der Bedürfnisse der gemeinnützigen Baugenossenschaft von 1894 decken könne, so daß für eine neue Bailgenossenschast jedenfalls nichts verbleiben werbe. Er glaubte daher, von einer Neugründung abraten zu müssen, während er im übrigen den Bestrebungen der Eisenbahner sehr sympathisch gegenüberstehe. Als einzige Stelle, die jetzt zur Aufnahme von Hypotheken noch in Frage komme, wies er auf die Sparkasse hin, die 4 Millionen zur Verfügung habe, Stadtverordneter Si m 0 n, der sich im allgemeinen, ebenso wie seine beiden anderen Kollegen vom Stadthaus, pessimistisch aussprach, ertlärte aufgrund einer Besprechung mit dem Beigeordneten Krenzien, daß für die Eisenbahner günstiges und preiswertes Baugelände für etwa 50—60 Wohnungen zur Verfügung stehe. Er wußte ferner mitzuteilen, daß die Stadt zur Unterbringung der jetzt auf etwa 500 angewachsenen Wohnungssuchenden schon im Laufe der nächsten Tage zu Zwangs maßnah men schreiten werde. Nach einem Vortrag eines Ingenieurs der Betonbau- Gesellschaft, der die neue U-Plattenbauweise feiner Firma empfahl, wurden aus der Mitte der Versammlung die verschiedenartigsten Wünsche und Anregungen laut. Sämtliche Ausführungen gipfelten in Dem Verlangen, daß endlich etwas gescl>ehen müsse und zwar bald geschel)en müsse. Am Schluffe wurde ein llgticDriger Arbeitsausschuß gewählt, um die Gründung eines Eisenbahnsiedlungsvereins vorzubereiten, die dann in einer neuen Versammlung, Ende nächster Woche, endgültig erfolgen soll. "Das Wohltätigkeitsfestzu Gunsten der Lazarettinsassen Gießens fand gestern im Cafä Leib außerordentlich starken Zuspruch. Der Nachmittag verging bei Konzert des Reichstoehr-Negi- ments 36, lebenden Bildern und Vorträgen des Humoristen Georg Brandenstein, die lebhaften Beifall fanden. Vertrauensmann Scholl hielt die Festansprache. Nebenher wurden verschiedene Unterhaltungen und Belustigungen geboten. Im (harten war ebenfalls Konzert. Eine Schießbude war auf» geschlagen. Am (Eingang des Saales ging die Tam- bolaverteilung Dor sich Bei Anbruch der Dunlel- beü wurden im Garten bunte Lampions angezündet und etwas später begann Oer Taug, der bis gegen morgen währte. Die Veranstaltung wird jedenfalls einen Ueberschuß von mehreren taufend Mark Mlszuwaisen haben, da bereits die Straßen- fammtung am vormittag ein reiches Ergebnis zeitigte. ♦♦ Im Lichtspielhaus gelangt bet fünf» rtTtige Kriminalroman „Sträfling Nr. 113" oder die Ehre für den Vater, sowie das Lustspiel „Hofgun ft", mit Hilde Wörner in der Hauptrolle, zur Aufführung. ** Wettervoraussa ge für TienS- t a g: Wechselnd bewölkt, meist trocken, Temperatur nenig geändert, nordweftlicln Winde. Landkreis Gießen. e< Oo 60 C ®°c 600 c Ä .°ooc0 D M M gehört und dessen erster Sprecher er fd)on fru einer Reihe von Jahren ist, überreichte tuti Ruhesessel, während die freiwillige Feuenochr ch Diplom überreichen ließ. Auch der Turngau Hesch ließ durch den Gauvertreter Pfeifer-Wetzlar her;, liebe Glückwünsd^ übermitteln und gleichzeitig mii< teilen, daß für den Jubilär der Ehrenbries fee Teutfchcn Turnersck>aft beantragt sei. bz. Lich, 30. Juni. Bei den Gras v e r st e i g e r u n g e n der Gcmeindcwiefen i benachbarten Ober-Bessingen wurden Don gu< wärtigen Händlern bis zu 1000 Mk. für bt Morgen geboten. Die Bauern waren aber m Recht mit diesen Wucherpreisen nicht einve standen, vertrieben die Händler und ec- klärten die Versteigerung für ungültig. Kreis Bötzingen. # Vonhausen, 29. Juni. An der G r i p starb gestern ein hiesiger Einwohner iirnerha vier Tagen. Er war über 4 Jahre im Felde Wesen und hatte erst vor 14 Tagen geheiratet. D Stockheim, 29. Juni. Endlich ist stbend und heute vormittag ein anhaltender k r äl tiger Regen über unsere Gegend n gangen, aus den die Landwirte fd>on lange i tcteiL Die Heuernte ist bis auf einige Feldwiel boenbet, unb jetzt ist der Land mann init dem der Gemüsv- und Dicktonrzpflanzen befchastj Hoffentlich erholen sich die ausgedörrten Kleeö rasch, damit der empfiitdliche Mangel an futter auf hört. Kreis Schotten. e., '-Ulfa, 27. Juni. Der hiesige Hilf4 hmi) Sparverein, der im abgelaufenen schaftsjahre einen Reingewimr von 899,87 Mk. zielte, hat in seiner Generalvversaimnlung den ^lstuß gefaßt, die Genossenschaft m. u. b. D. eine solche rnft beschränkter Haftpflicht r »uwandeln. Der Zinsfuß irmrde für Spareinlo üb 1. Januar aus 3V2 Proz. herabgesetzt. Die1 nvssenschaft zählt 106 Mitgliäxr. Kreis Friedberg. bz. B a 0 - N a u h e i m, 28. Juni. Geh. F. rat Schwarz zu Forsthaus Over-Eschbo feit 1879 Amtsvorstand der Oberförsterei DI Eschbach im Taunrrs, begeh 1 am 2. Juli sein 50jä Tienstjubiläum. Geheimrat Schwarz war läng Jahre Vor.itzender der vereinigten Beamt verbände in Hessen. O. Butzb ach, 29. 3uni. Für alle deut! gesinnten Männer und Froueir der Umgebung beute nadwnitiag auf der Münzcnberger B ruine eine So n n e nw en d f ei e r statt, sangsvorträge, Reigen und Jugendsmele vorgesehen. Ter frühere Rrick^stagsabgcvr Prof. Werner hielt die Festrede. Abcirds tou ein Sonnenwendfeuer abgebrannt. Die We lalbahn hatte einen Sonderzug eingelegt. ba. G a m b a ch, 28. Juni. Durch eine Stellt in der hiesigen Kirche wurden über 1000 Ä zum Besten unserer Kriegsgefangenen gesamin O Friedberg, 29. Juni. Die Kirsche ernte am Taimnsrcrrtde bei Ober-Rosbach, stadt und Nauheim ist nun in vollem Gange find durchweg gute Erträge zu verzeichnen. Um mehr muß man sich übcft die hoben Preise die bezahlt wurden: 1,50—2,50 Mk. für das das ist doch zu viel. Bei einer Bersteigcru Bad-Nauheim rourbai bis zu 160 Mk. für Daum geboten, das sind etwa v Pf. für Kirsche. Mit Recht »vendet sich daher das, amt gegen den Preiswucher mit Kirf wie es zur Zeit bebanerlidwrniCT.ie infolge der gabt: des Verkehrs mit J-rühovst eingetretrn Gegen die auswärtigen Hanoier, die an Preistreiberei schuldig sind, soll daher mit Schärfe vor gegangen werben. Außerdem Richtpreise für den Verkauf von Krrscli-en fest werden. Auch eine verschiarfte Marktkonirvll« angeordnet toorben. — Für Erdbeeren roc 4—6 Mk. das Pftind gefordert. O Ober-Mörlen, 29. Juni. Bei abseits vom Dorfe wohotenden Kriegerswitwe wurde dieser Tage ein Einbruch verübt, dem Diebe die Uebcrrcfte der Hausschlackstung 1400 Mark in barem Gclde in die Hände^f« O Aus der Wetter au, 27. Juni. Gc nachmittag ging hier der erste stärkere Re nieder. Er entsprächt aber durtluus noch^ nicht Wünschien der £anbtoirte. Mit dem -petzen Pflanzen tarnt immer noch nicht begw>nncit 1 da es dem Boden noch an Feuchtigkeit fehlt. Starkenburg und Rheinhessen. bi. Darm stadt, 28. Juni. Darmstadr Ue be rn ahme ft a tio n für die aus fnne fischer Gefangenschaft heim kehrenden Kri.'ftl gefangenen. Tie Vorbereitung für t» Empfang ist in vollem Gange, und der beivär® Opfersinn unserer Stadt läßt hoffen, daß N Schwergeprüften ein würdiger Empfang zuteil W den wird. . w s Nieder-Jngclheim, 28. Ium. »» dem hiesigen Obftmarkt kostete das v?“ Spargel 1. Sorte 1,10-1,20 Mk., 2. 30 Pf., Rhabarber- 25 Pfg., Kirschen 1LV^ 2,50 Mk., Erdbeeren 4 Mk., Stachelbcecen 90 B 100 Pf., Johannisbeeren 1,30—1,35 Mk. Hessen Nassau. . . — Frankfurt a. M., 29. Juni. Bn Feuergefecht zwischen Schmuggl^, und Franzosen an der Rödellieimer G'»' wurde ein Einwohner aus Nied fdjtocr verletz- - Weilburg, 29. Juni. Bei der Aus»K laus dem Bahnlprf wurde auf den Limburger M tzug ein scharfer Schuß abgegdxn, b« J” Eisenbahnschlosser Karl Kramer aus schwer am Kopfe verletzte. Krämer mußte dem birrger Krankenhaus zngeführt werden. L ag. GroheNl '# Vürgerm Beteiligung. ? 997 zur Wah 'rig. Es erhielt e i. Tiaummeiile lonzamtsgc! Emschciüu bat höben ^vührschcinlich m chrsmil ist bie «tischen Er gab t ° Nugblaü Herr lswahl uü Jet . Harbach ’Htmeiftei Di AUA Stadt und Land. Gießen, den 30. Juni 1919. Maßnahmen gegen den Preiswucher bei dem Frühobst. Allgemein werden bereckftigte Klagen laut, daß, nachdem die Reichsstelle für Gemüse und Obst die Bewirtschaftung des Frühobstes aufgehoben und von einer Festsetztrng von Höchstpreiseir Abstand genommen hat, sämtliche Frühobstarten zu geradezu ungeheuerlichen Preisen abgesetzt werden. Jitsbesondere soll auch der nrcht- Ifessischer Handel Srülwbst zu jedem Preise in graßert Mengen aufkaufen und nach außerhessisch.m Bedarfsgebieten abführen. Um zu Verbindern, das; die infolge der Sperre des befehlen Gebietes knappen .Frühobstmengen imch auswärts abwandern und dadurch die einheimische Bevölkerung fdjnxren Schaden leidet, hat das Landeserttährungs- am t durch Betanntntackl'ung vom 28. Juni d. I die Ausfuhr von Frühobst aus dem unbesetzten Gebiet des Freistaates Hessen verboten. Ausnahmen können in Städten von dem Oberbürgermeister, in den Landgemeinden von: den Bürgermeistereien zugelassen werden. Tas Landesernährimgsamt wird dem unverantwortlichen Preiswucher, welcher den breiten Schichiten der Bevölkerung den Bezug von Obst geradezu unmöglich mad< unb darum eine bedrohliche Gefahr für die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordimng msbesondere in den Städten bedeutet mit allen gesetzlichen Mitteln entgegentreten. Eine Handhabe hierzu bietet die Vorschrift des 8 1 der Berord«ung gegen die Preistreiberei vom 8. Mai 1918, toonad) mit schweren Strafen bedroht wird, ioer vorsätzlich für Gegenstände des täglichen Bedarfs Preise fordert oder sich von einem anderen gewähren oder versprechen läßt, die unter Berücksichtigung der gesamten Verhältnisse einen übermäßigen Gewimr enthalten. An die beteiligten Kreise wird dal-er die d r i n g e n d e Mahnung gerichtet, im Interesse der Frühobst- Versorgung der Bevölkerung dahrn zu Wirker,, daß die derzeitigen Wuchervrcise auf ein erträgliches Maß zurückgefuhrt werden. Verlängerung der Rcisebrotmarken- gültigkeit. Tie Gültigkeit der Reisebrotmarken alten Musters wird, wie Wolff auS Berlin meldet, bis zum 27. Juli einschließlrch verlängert. Bis dahin werden auch den Verbrauchern die alten Marken gegen neue umgetauscht. Gültige Lebensmittelmarken für die 27. Woche, vvin 30. Juni bis 6. Juli 1919. Brot: 2250 Gramm Boot ober 1680 Gramm Mehl. Brot Kilogramm 50 Pf., Weizenbwtmehl Kilogramm 58 Pf., Krankenbvot Kilogramm 72 Pf. Krankeichrotböcker: Jak. Horn Nachf., Stoin- fttaste, jGarlo BrM, Neuenweg, KarliHtraße. Butter: Marke 27, 40 Gramm Margarine zu 27 Pf. Eier: Marke 7, ein Ei zu 33 Pf., für die Bezirke 5, 6, 11 und 12. Fleisch: Wock«rabschnitt 27. Metzger für Fremde und Urlauber: Gustav Sack, Seltersweg. Nährmittel: für Juli noch nicht ringe» troffen. Zucker: für Juli noch nicht ein getroffen. Für Zugezogene unb Nackyügler: für Lebensmittel, Nährmittel und Zucker: Hernr., Kalbfleisch, Liebichtraße 71, Otto Nachtigall, Steinstraße 65, Ernst Noll, Roonstraße 2, I. Maternus, .Ainik- straße 22, Konsumverein, Schanzenstraße 16. Für Urlauber: Borger, Wetzsteingasse 15. Seife: Marke für Jull 1919, Anteil 125 Gramm K.-A.-Seifenpulver zu 15 Pf., 50 Gramm K.-A.-Seife zu 20 Pf. LandrSkonferenz der Sozialdemokraten. Darmstadt, 29. Juni. Die Landeskonferenz der Sozialdemokrat en Hessens begann gestern abend im Gewerk schaftsbaus unb wurde heute früh bei guter Beteiligung fortgesetzt. Bon der Tagesordnung sind zu erwähnen der von ©en. Neumann erstattete Bericht des Landesvorstandes, sowie der Bericht der Landtagsfraktion, erstattet durch Gen. Adelung. Es folgte die Besprechung der Aenderung des Organisationsstatutes. Die hierbei geltend gemachten Wünsche, Anregungen und Anträge werden dem Landesvorftand überwiesen, der die geeigneten Vorschläge der nächsten Landeskonferenz vorlegen wird. Von den hieraus zur Erörterung stehenden Anträgen wurden verschiedene zurückgezogen. Das Vertrauensvotum für den Landesvorstand wurde einstimmig angenommen, der Antrag betreffend das Mißtrauensvotum Jür die Landtac,sfraktion betr die G e n e h m i g u tt g d e r Z i v i l l i st e für den früheren Grobherzog wurde nach längerer Aussprache, die zum Teil recht lebhaft wurde, mit großer Mehrheit abgelehnt. Danach fand die einstimmige Wahl des Landesvorstandcs statt. 10 Tagen mf. Bald werden nun in den Haupt- krrsck^norten bie Brrsteigeurngen beginnen. Tabei glaubt jeder, auf billige Art zu Kirschen zu kom- men, und so überbieten sich die Leute, die bei dem schönen Anblick der reisen Kirschen auf dem Baume be5 Quantum meist sehr übersckwtzem Deshalb tret» steigern die betreffenden Gemeinden liebüc ihre üftrscheu, als daß sie diese selbst ernten ober aus bet Hanb auf dem Baum verkaufen. Da bei den hoben Arbeitslöhmm das Ab ernten bet Kirschen in »icsem Jahre große Ausgaben verursacht, so wirb der Preis für bas Pfund wohl kaum unter 2 Mk. kommen. Immerhin dürfen bie Hausfrauen, die sich mit Kirschen trerteben wollen, beruhigt fein, es' kommen in etwa 1<> Tan-'n nnch Kirfck>en ge» trug auf den Markt. In diesem Jahre steht eine Vas hessische Landgesctz Im Siedelungsausschuh. Darmstadt, 28. Juni. In 19 Sitzungen hat der S i e d lu n g s- «usschuß das Landgesetz in drei Lesungen einer gründlichen Durchberatung unterzogen. Die erste Lesung nahm der Ausschuß allein vor, die zweite Lesung erfolgte im Beisein der Regierung, die dritte Lesung galt der endgültigen Fassung. Der Ausschußbericht, mit dessen Vorabfassung Abg. U r st a d t (Demokrat) betraut wurde, wiro noch in einer Schlußfitzung genehmigt werden. Im großen und ganzen wurde der Gesetzentwurf in der Fassung der Regierung cngenommeii. Die Aussprache hat ergeben, daß die vielfach laut gewordenen Befürchtungen, als sollte das Bauernland angetastet werben, völlig unbegründet sind. Ist es doch gerade die Aufgabe des Landgesetzes, Bauernland zu schaffen. Die Befürchtungen wurden vielfach hervorgerufen durch eine Verwechslung der Bestimmungen des Gesetzentwurfes mit den Forderungen des Antrags Borne- -maim (Soz.). lieber diesen Antrag wurde twch gar nicht im Ausschuß verhandelt. Es dürfte sich nicht einmal die Partei des Antragstellers geschlosseu hinter diesen Antrag stellen. Vielfach haben auch die Vollmachten für die Regierung, die dem Gesetzentwurf vorgesehen waren, durch ihre allgemeine Fassung IBeunruhigung im Lande erregt. Der Ausschuß hat diese Bestimmungen schärfer um» schrieben unb da, wo ein gewisser Spielraum beibehalten werden mußte, durch Heranziehung und Erweiterung des Beirates Garantien geschaffen, die alle Bedeitken gegen solche Vollmachten zu zerstreuen geeignet sind. Ursprünglich hat man das Fideikom» Mißgesetz mit dem Landgesetz zusammen als ein Ganzes behandeln und im Plenum verabschieden wollen. Sie stehen ja auch im engsten Zusammenhänge miteinander. Man ist aber trotzdem davon abgekonlmen und hat .das Fideikommißgesetz zurückgestellt, um durch die schwierigen Beratungen, die sich bei dem Fideikommißgesetz ergeben werden (man denke z. B. an die schwierige Frage der Errichtung von Geldsideikommissen, die zu grundsätzlichen Erörterungen Anlaß geben wird), die Verabschiedung des Landgesetzes, Die als ein brennendes Bedürfnis angesehen werden muß, nicht zu verzögern. Der Ausschuß ist zu der Ueberzeugung gekommen, daß das Landgesetz auch ohne das Fideikommiß- gesetz schon Handhaben bietet, den fideikom- niissarisch gebundenen Grundbesitz für seine Zwecke freizumachen. Außerdem ist mit einem Reichsfideitommißgesetz zu rechnen. Das Siedlungswerk soll dadurch auf keinen Fall aufgehalten werden. Die Agitation gegen das Landgesetz hat vielfach in die Bestimmungen des Gesetzes einen Sinn hineingedeutelt, der nicht in ihnen lag. Es muß noch einmal mit allem Nachdruck betont werden, daß die Enteig- • nung von Bauernland gar nicht IN Aussicht genommen war, die ja dem Zweck des ganzen Gesetzes, Bauernland zu schaffen, direkt widerspr«l)en würde. Auch ein Anbauzwang, wie er vielfach aus dem iGesetz herausgelesen wurde, war niemals be- -absichttgt. Die Fassung, wie sie jetzt im Ausschuß vereinbart wurde, schließt jegliche der- -artige Deutung vollkommen aus. Der betr. Artikel (Art. 49) soll nur verhindern, daß Land, welches zur Umwandlung in Bauernland ausersehen ist, diesem Zwecke dadurch -entzogen wird, daß man Veränderungen an demselben vornimmt, die es für diesen Zweck ungeeignet machen, z. B. indem man schnell den Bau eines Gebäudes auf demselben in Angriff nimmt. rau Marie, geb. Bock, in voller Rüstigkeit tw Fest, der goldenen Hochzeit. Ter Tum-x^ Speck au, SW" S verlos d ** Eine Sitzung der Stadtverord- neten-Versammlung ist auf Mvntacf den 30. Juni, nachmittags 5 Uhr, in bas Stadthaus, Zimmer Nr. 11, an beraumt. Ans bet öffentlichen Ta schuldigem weißen Lichte unb alle guten T? . |l Bürger atmeten erleichtert Luf, ba Jte 0Ua|. * ch Lausen ( V.M Die Uommonalwahlen. *♦ ^er hiesige hiltz Versammlung tv ßwdidat ausgestellt werden. S.. 1 O TuS dem Fulda gründe, 28. Qimi. J* rt- J-‘P 111 Zn Hartershausen wurden in den Gemeinde- L »t gewählt: Valentin Sippel, Konrad -Appel III., ynavgeW. Lvrerrz, Äalenlrn Schmidt V., Johs. 1,6X11 Kobmeier I., NiVolaus Becker, Gg. Schmidt II., Hochschulaachriehten aka- Am berg. veranschlagt. Wetter Datum Höchste Temperatur am 29.6. 17.2", 30.6. = 11.6°. 9.0». "wählt Leipziger Herb st-Must erm esse 31. August bis 6. September 1919 Achtung! Zchneiderinnen! Statt Karten! Schauzerrstratze, 01272?] eine öffentliche Versammlung Keffelbach b. Gießen Meseck b. Gießen Der Einberufer. statt. den 30. Juni 1919. BADE- Fttiw. Verßcizrm« „ i .. n Dienstag, den 1. Juli 7733 Bosen, Inzöge, Kappen 52 64 71 10 3 9 16.3 11.7 10.2 -61 2 tags bedeckt Regen nachts klar H Dienstag den 1. Juli, abend- 6 Uhr, findet im Saale de» Gewerkschaft-Hanse», > Ober-Esitziil : Obkrsörslerci d m 2. iSidi jein ö(m schwarz war W «reinigten Seui Deutsche demokratische Partei] Dl CDs tag abend 8 Uhr le „Aqnerine“, Walltontr.il Mitgliederabend. denen öic beiden ersten Listen verbunden waren, wurden gewählt: 1. büryerl iche Liste: urrich Huber VIII., Landwirt, Anton Thön- II., LMidwirt, Philipp Huber, Gärtner und dwirt H. Lotti-g, Registrator am Amtsgericht: -ddauhcim, Heinricl» Jung III., Landioirt; Liste der Gärtner: Wilhelm Klös II., itncr intb Landwirt, Georg Reitz. Gärtner und Pilo tte Beste unter . i£ den « 1 Auskunft erteilt attdi der ehrenamtliche Vertreter des Meßamts für den Handelskammerbezirk Gießern Hermann Fuhr, L Fa. J. H. Fuhr in Gießen, Femspr. 632, und die Handelskammer in Gießen. Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen: Paula Meyer Artur Schönfeld Ittdü eingedeckt worden seien. Sie sagen am ichluß der betreffenden Erklärung: „Tie Stadt jt »en Speck aus diese Art los geworden und wir pben denselben jetzt zu Hause liegen und lein verlangt danach." — So ändern sich die Anmeldungen und Anfragen sind xu richten an das Meßamt für die Mustermessen in Leipzig W\ b nwJK oidfa -SW zull-4 sind in allen Arten am Laßer. 17517c] nm. abds. vm. 7.2 6.6 6.6 Bon der Ziegelei Hiittenberg in («roßen Lide» sind in letzter Zeil folgende Sachen gestohlen worden: 13 eiserne Bettstellen div. Türen von Kleiderschränken, ungestr. 1 Ambos 3 Schraubstöcke 1 gehobelte rohe Tür 1 fast neue Hobelbank zirka 1000 alte Falzziegel die Balanze von der Lokomobile diverse Latten od. sonst dergl. Inventar. 300 Mark zahle ich dkNljkniW, der mir nachweifen kann, wer diese Sachen gestohlen hat oder einige Teile davon, so daß ich den Täter zur Anzeige bringen kann. 7730D Krause, Weilburg (Lahn) Odersbacher Weg. 29. 6. 29. 6. 30. 6. Al Vach, Schuhmacher Konrad Sdpne. Ipl 9^ gen. ?.i- Anderst ^lvvohner iutl Wt im M gcheiiee ll- Äldlich ist ® 1 anhallenda fti * ®egenb nl schon langt ui enige "am mit dein Vilmzcn des tsgedörrlen Sw ' Ntwgel an 0 trn. in oerz eichm vben SW WÄt & M. w M *• Anviel Speck. T» verSnigden »leb» [tier Medgermeister machen in der do» igelt ,Aogespos^^ bekannt, daß sie trotz ihres Hderspruchs vom Magistrat mit Speck übe» «jr*q i .toi VtJ e"ieinbeh)it;t?j Wurden bonj 000 Ui. ü; J c>1. toaien ab£[ J Brrufsamt für Akademiker. -- Frankfurt a. M., 28. Juni. Die demischen Berussgruppcn in Frankmrt haben sich in Verbindung.mit den städtischen Behörden und der Universität zu einem Berufsamt für Akademiker zusammengeschlossen, das gemeinsam mit den schon bestehenden Organisationen ähnlicher Tendenz folgende Ziele verfolgt: ©teilen» Vermittlung, Auslunitserteüung, Berufsberatung und Wohlfahrtsfürsorge für die Angehörigen sämt- licher a'.äüemischer Berufsgruppen. Die Leitung des .Amtes übernahm Universitätsprosessor Geheimrat W a ch s m u t h. Die jährlichen Kosten, die durch Mitgliederbeiträge und Unterstützungen ausgebracht ivetöen sollen, sind auf 15 000 Mk. -I Achtung! n Telephon Apparate G. Vollmer, Installation, tvn” Frankfurter Strohe 89. ui. Für alle da m der Umgebmst Mnzrnbergn Ä ibfeier ftatt. I Jugendsmeie u RrirlslagsabM Hede. Äbeiw-» Kalk- auf Bestellung erhältlich. Gebr. I&abl. jacx ÄniÄgenV p 160 M M am v « sichdahn da."! ucher mit fc> msse infolge dch Mbst ttngtfr® Moier, die an- soll dahnmll en. 1 von g irfte MrkimM . Erdbeeren^ deck. „ . 29. Ium. » aiÄriegfÄ’^J] ubruch 7^. De in bie erste stackere », •rts* ■%£$» !‘Ä sti die «j B iÄ*1 » orbereiNMS ' J 6. 3uli findet die Bürg er meist er Wahl statt. Trotz des Drängens weiter Bevvlkermrgskrrise l)at der bisherige Bürgermeister Törmer mit Rücksicht auf sein Wer eine Wiederwahl abgelehnt. Ms Kandidat wird daher Stadtrechner Fuhr zur Aufstellung kommen. O Ober-Lais, 28. Juni. Zur hiesigen Gemeinderatswahl waren zwei Wahlvor- stckstäge eingereicht worden. Jede Partei hatte mit der Hälfte der Sitze gerechnet. Die Wahl brachte ein überraschendes Ergebnis: Der erste Wahlvorvorschlag erhielt 121 Stimmen, der zweite nur 34 Stimmen, so das; die eine Partei 10, die andere nur zwei Sitze erhielt. Tie Namen der (Skmtä litten sind: Heinr. Böck I., Friedr. Preusch, Karl Franz, Adolf Seum, Karl Rack IV., Maurermeister Louis Werner, Friedrich Werner II., Karl Engel, Karl Fischer, Mols Götz, Otto Schauermann J. und Otto Schauer mann II. Von den Gewählten gehörte nur Maurermeister Werner dem alten Ge- meinberat an. — Am Sonntag, 6. Juli, findet die Bürgermeisterwahl statt. Als Kandidaten sind, soweit bis jetzt bekannt, in Vorschlag gebracht der bisherige Beigeordnete Schauer- m a n n und das Gerneinderatsmitglied Maurermeister Louis Werner. -m. Villingen, 30. Juni. Die gestrige Bürgermeisterwahl stand im Zeichen eines Jjnrvier I., Nikolaus Becker, Gg. Schmidt II., ohs. Äscher, L!omch. Sippel II., Aal. Schmidt IV., laL Oberhack, Konrad Kreutzer. — In Hem- i«n wurden gewählt: Jol)s. Lachmann II., H. Höller, Mam Hühn, Johs. Dickert VII., Valentin ilkiabel, Leonhard Fischer II., Karl Wahl, Val. friert, Valcutm Kreutzer, Johs. Röder, Johs. ds. Js., nackm. 2 Ubr, versteigere ich in der Gastwirtschaft zum Pfau Neustadt 55 in (Sieben aus Antrag eine Schlas- zimmereinrichtung: Zwei LettenmMaratzen.elnen zweittir. 5tleiderschrauL 1 Waschtisch mit Marmor« platte, 1 Nachtschränkchen mit Marnorvlalte, zwei Stühle mit Rohrgeflecht. Die Gegenstände sind auS besserem Hause und sehr aut erhalten. 7667 Versteigerung bestimmt. Hehler, GerichtSvollz. Bahnhofstrabe 29. Lachmann I. ag. Gröben-Buseck, 30. Juni. Tie ge- .fiige Bürgermeisterwahl zeigte eine sehr ttffc Beteiligung. Bon 1180 Wahlberechtigten gin- jen 997 zur Wahlurne, 5 Stimmen waren un- Slltig. Es erhielt en Larrdwirt Ferdinand Gans •138, Maurermeister und Lmrdwirt Harbach 387 Vermiete». dt. Mannheim, 28. Juni. Der Kirsch e n k r a w a l l hat zu stvengen Mastnahmen der Regierung wie der Bezirksämter geführt. Tie Bezirksämter von Mannheim und Heidelberg haben im Einverständnis mit den Stadtmrwaltungen an» geordnet, das; alle Waren, bei denen die Höchst- und Richrpveise überschritten werden, sofort beschlagnahmt und durch die Polizeiorgane zu den festgesetzten Preisen abgesetzt werden. Diese Anordnung gilt für den Martt, wie für die Läden. (In Baden gibt es also Höchst- und Richtpreise!) je 132. Eine Stimme siel auf Frau Sophie Scharot geb. Stabel. Diese eine Stimme macht eine Stichwahl zwischen Müller und Happel notwendig. — Bei der Gemeinderatswahl fielen auf die beiden Wahlvorschlage auch fast die gleiche Stimmenzahl. Es wurden mithin von jeder Liste 16 Bewerber gewählt. Dem neuen Gemeinderate gehören on: Will). Happel I., Karl Mohr, Phil. Schlundt II., Heinrich Schlundt, Heinrich Krämer, Ludwig Hap- pel III., Heinr. Fink, Konr. Stumpf, Gustav Koch, Ludwig Schardt II., Ludwig Müller und Heinrich Größer. ' -m. Hungen, 30. Juni. Bei der gestern hier vorgeiiommenen Bürqermei st erwähl wurde der bisherige Bürgermeister Julius Fendt auf weitere seck>s Jahre wiedergewählt. Von 1080 stimmberechtigten Wählern machten 966 von ihrem Wahlreckst Gebrauch. Von diesen entfielen auf den Genählten 573 Stimmen, während der Gegenkandidat Kaufmann Georg Jvkel 387 Stimmen erhielt. 6 Stimmen waren ungültig. Tie Wahlagitation war sehr lebhaft und mehrere Flugblätter kamen am Samstag und gestern vormittag zur Verteilimb- = Ltch, 28. Juni. Nachdem wir kürzliil» über die hiesige Gemeinderatswahl schon ausführlicher berichtet, bringen wir nachstehend noch die Atomen der Gewählten: 1. bür ger liebe Liste: Lanb- rotrr Friedr. Mengels VI., Bremereibesitzer Heinr. Heller IV., Lehrer Ludwig Erb, Bäckermerster unb Landwirt Ludwig Jhriug, Fabrikant Hermann Schreferstein, Orgelbauer Karl Nikolaus, Landwirt Heinrich Karl Ludwig Schäfer; 2. Liste der Arbeiter und Kleinhandwerier: Schrei- nermeister Heinrich Barz, Schreinermeister Adam Schöne, Polier Ludwig Alles, Zugfülwer Christian th k Wetterau), 26. Juni. Zur ^Aemeinderatswahl waren drei LLahlvor- ige eingereicht, eine bürgerliche Liste, eine Liste Gärtner und fcune solche der Arbeiterpartei, nb FuumzamtsgeHilfe 3Rer» 163 «Äimmen. Es lirb die Entscheidung crlso erst in einer Stichwahl Imschcn den beiden dürgerlickien Kandidatear fallen. iirmmt Tic Sa Vmschen den berden burgerhdyen Kandidaten fallen, einfldtgt tie wahrscheinlich nächsten Somrtag stattfindet. Beni Turck cim W Mkenswert ist die geringe Stimmenzahl des so- h;n ü'nfr iiiod 5i fiüldcmokratischen Kandidaten trotz regster Pro- ?nnai-ncn kflt»nba. Er gab noch eine Stmrde vor der Wahi iimi 5Sjrin, Notizbuch, Pah-' karte rc., auf dem Wegef Budbestr.,Franksnrtersti^' Esüggasse.AUceslr. Abzu-s geben aeg. gute Belohng.1 ouni Moltkcstrahe 1V. Aeltere Dame, w. 30 I. in Parts Deutsch unterrichtete, erteilt iramitcb Onterricbt des. Konversation. Schr. Angeb. u.7624a. d.G.A.erb. 8tnz. i. holläüdW Stonoerfation ges Schrift!. Angeb. n. 012740 an den Gieß. Anzeig. erb. Mk. 15 18 OOO an erster Stelle auSzn- leihen. Schristl. Angeb. u. 012716 an den Giev. An». 7720 Gießen (KaiserAllee 11), den 28. Juni 1919. Die Beerdigung findet in der Stille statt Todes-Anzeige. Heute morgen 9 Uhr entschlief sanft unsere liebe Mutter und Großmutter Frau Sophie Semmler geb. Niepolh Wwe. des König!. Kassenvorstehers Job. Semmler im Alter von 77 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen; Familie Wilhelm Semmler Familie Willy Gomöert. Freitag abend 91/« Uhr verschied nach langem, schwerem, mit grober Ge- duld ertragenem Leiden unsere liebe Tochter, Schwester, Enkelin und Nichte Kätha tm Alter von 127« Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl M. Schäfer. Meßen sHammftr. 18), 30. Juni 1919. Die Beerdigung findet statt: DienStag den 1. Juli, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus. (no7 Statt jeder besonderen Anzeige! Frau Bertha Fischer geborene Hoffmann im 73. Lebensjahre. Heute nachmittag 5 Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Hof-Zwiefalten, Raunheim und Lengfeld, 29. Juni 1919. Die Beerdigung findet Mittwoch den 2. Juli mittags 1 Uhr in Eichelsachsen statt. 7741 In tiefem Schmerz: Emilie Hämmerle geb. Fischer Theodor Fischer Auguste Braun geb. Fischer Ludwig Hämmerle, Forstmeister Anna Fischer geb. Möller Dr. Karl Braun, prakt. 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Die Einreichung und Rücksendung der Stücke erfolgt auf Kosten und Gefahr des Anmeldenden. Bei Anmeldung der Stücke ist eine vorläufige Gebühr von 2%0 des Nennte, träges, mindestens 50 Pfg. (Art 7 Abs. 2 der Satzung), ferner eine von den Anniel-: dungsstellen in Ansatz gebrachte Gebühr von 5 Pfg. für jedes angemeldete Stück, mindestens 50 Pfg. zu entrichten. Anmeldungen nehmen während der üblichen Kassenstunden entgegen: in Giessen Bank für Handel und Industrie Kaufe Chemisches 8t®* tralblatt und andott chem. Jach'citschnirr' Zuverlässiges Mädchen evtl, nur über Mittag, ges. Fra.i Pfarrer Hotz, Frankfurier Str. 34. °'--7"- 1 Telephon- tischnpparat zu kauf. ges. Schr. Ang. u. 7702 an den Gieß. Anz. Men einige Fuhren zu kaufen gesucht. Schilling, noel Frankfurter Str. 23. Für Bäcker! | Teigknetmaschine mit Motor billig zu verk. bet Ludwig Metzger, Wettcrfcld PostLaubach. Klato/Sitz- o. Liegewagen Nickelgest.,Guinmibereisg. z. verk. Llebigslr.5511. ,l274l Seilwinde oder Flaschenzug f. 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Die Sätze für Ziga- iner Kriegsabgabc von bent vornehmlich im | retten bewegen sich in 11 Abstufungen zwi- 6. 5. -S-Z I. Bitarn “«füt ®ieJ ger J «-Prograww. hervorgehobrn^ b-H™ !ouiö yiumcnlta » der Trefsm Der Entwurf eines Kriegsabgabc- dcietzes vom Vermögenszuwachs er- ilreckt sich nur auf Einzelpersonen. Sie haben nne Abgabe von dem in der Zeit vom 31. Derber 1913 bis zum 31. Dezember 1918 er- Sielten Vermögenszuwachö, soweit er den Bc- log von 5000 Mk. übersteigt, zu zahlen. Da- jjei wird die auf Grund des Kriegssteucr- Kelctzes vom 21. Juni 1916 und auf Grund L Gesetzes über die Erhebung eines Zu-- jchlags zur Kriegssteuer vom 9. April 191.7 bezahlte Steuer von dem auf Grund des neuen Gesetzes zu zahlenben Beträge in Abzug gc- -racht. lieber die Höhe der Abgabe bestehen »vischen der Regierung und dem Staatenaus- Msse Meinungsverschiedenheiten. Die Re- Iterung will, daß jeder Verrnögeuszuwachs, |er ben Betrag von 204 500 Mk. übersteigt gemfdji. bet abgabefreien 5000 Ml.), restlos erfaßt wirb. Der Staatenausschus; will. Ach die vollständige Wegsteuerung erst beim »ermögenszuwachse von 440500 Mk. eintritt. Monden neu in den Entwurf gekommenen Be- Pmmungen ist besonders die bemerkenswert, M die seit 31. Dezember 1918 eingetretenen Kerluste berücksichtigt werden sollen. Das Naponsteuergesetz will eine Einmalige Abgabe auf solches Grundeigentum gegen, das sich in der Umgebung von Festun- Etn befindet, bisher infolgedessen Beschränkungen unterworfen war, durch deren Wegfall es einen unerwarteten Wertzuwachs er- Die neuen Steuergesetzentwürfe — im anzen 10 — sind, wie schon gemeldet, jetzt er Nationalversammlung zugegangen. An er Spitze steht der über eine auher- rdentliche Kriegsabgabe süc das Letzte Nachrichten. Die Rückfahrt der deutschen Fricdens-ettgation. Berlin, 30. Juni. (WTB.) Die deutsche Fried-nsd elegatioii, die Samstag abend 9 Uhr Versailles im Sonderzug verlasse?: hat, üt heute nacht 4 Uhr im Potsdamer Bahrn-o, ctn> getroffen. Reichsminister Tr. B c l l verlies; den Sonderzug in Elberfeld, um üch nach Essen zu begeben, wahrend Reichsminister Muller bte .ncise bis Berlin sortsetzte. Der Zug,wurde von te rincm französischeii. englischen und italienischen Oinzier bis Ohligs begleitet. Auf dem Bahnhof Noesw-le Roi verabschiedete sich der Präsekt des Mbarte- . ments Oise-sur Seine. Die Fahrt verlief ohne Zwiscltensall. Jedoch wurden bte Insassen des Speisewagens kurz vor Eompiegne durch einen klein en Knall aufgeschreckt. Es konnte nicht festgestellt werden, ob es sich um einen Stein oder einen Fe u erw er k s k 6 rper h a n de l t c, d e r v on d c r s e t e r nd en V 0 l ks- menge in das offene Fenster des Speisewagens geschleudert worden war. Mnom-— Wöm7r]% 6 erliärt en. her Staats. J teilen raße 31 s **ig wit. । Stellen urJ ■ m n8eN Deutsch^ lnis einzureici-. »melden. d )sten und Qejy °/oo des Nennb von den Au, ‘gemeldete ntgegen; . Riclenvrogw •rorroflcnocn Künstlern. _ 2. 8°li: tellnnge» - । tziadervorfte^ innerilbt- , Untier unL123tiö hrt. Diese drei Entwürfe sehen also einmalige L Rosenztfe;3-.. kommen würde. Die Steuer für Zündhölzer und Zündkerzchen soll verdoppelt werden. Außerdem iverden zmn Schutze der Zünd- Holzindustrie und des Ertrages der Zündwarensteuer die Feuerzeuge zur Besteuerung yerangezogen. Auch eine Erhöhung des Eingangszolles für Zündhölzer und Zündplättchen ist vorgesehen- Nach dem Entwurf eines Vergnügungssteuergesetzes werden alle von Bundesstaaten, Gemeinden und Gemeindeverbünden erlassenen Vorschriften, nach denen eine Vergnügungssteuer erhoben wird, unwirksam. An ihre Stelle tritt die Reichs- vergnügungssteuer.von deren Ergebnis die Hälfte dem Reich zufließen soll. Die Reichsstempelabgabe für Spielkarten wird von 30 bzw. 50 Pf. auf 2. Ml. für Spiele von mehr als 24 bis einschließlich 48 Blättern erhöht. Sie steigt oder ermäßigt sich für Spiele mit mehr oder weniger Blätterm. Auch die vom Auslände eingesührien Spielkarten sind der Steuer unterworfen; sie werden überdies einen erhöhten Eingangszoll tragen. Als Ertrag der Tabaksteuer werden errechnet im ganzen 750 Millionen (ein Mehr von 400 Millionen), Erbschaftssteuer im ganzen 590 Millionen (4- 470), Zucker- steuer 350 Millionen (4-180), Zündwa- r en 50 Millionen (4-28), Gr undwechsel- abgabe 114 (4-74). Bon der Vergnügung s st eu er werden 30, von der Spielkarten st euer 10 Millionen erwartet. Die Abgaben des Vermögenszuwachses sind bis Ende des Jahres 1918 aus 10 Milliarden geschätzt worden. IC WJvH «vvivy iv* rr t, • nicht unterzeichnet, wert Schantung an Eyma nicht zurückgegeben wirb. 70 Vs — Ratgeber für Kriegsbeschädigte Erich Äoßmamr, Referent im Reichsartats- tiftprinm Vreis 1,50 Mk. Verlag Gesellschaft Sport. ♦* n. Turn- und Sportfest der Universität Jena am 21. Juni 1919. Unter zahlreicher Beteiligung der Studentenschaft und bei gutem Besuch Nuckelten sich bte Wettkampfe glatt ab. In dec Gesamtpunktzahl erhielt der Verein für Bewegungsspiele Jena den 1. Preis mit 33 Punkten. Tie wichtigsten Resultate waren: Jaustball: Turnerschaft Normannia; Schlagball: VfB.; 4x100 Meter Stasfellauf: V. s. B.; 3x200 Meter Berbands-Staffellauf: V. f. B.; Treikampf: Maack, V. f. B.; Speerwerfen: Lerch, V f B 35,71 Meter: Kugelstoßen: Erfurt, erster Sportverein, 9,30 Meter: Hochsprung: Treoench, Turnersckmst Borussia, 1,65 Meter: Tiskuswerien: Maack VfB.; 200-Meter-Laufen: Knork, Tur- nersäwst Salia, 25,1 Sek.; Weitsprung: Haie, Landsmannsch. hercynia, 5,21 Meter; 100-Meter- Lauf: Lerch, V. s. B. Brom berg, 29. Juni. (WTB.) Amtlich wird mitgcteilt: Im Laufe des Vormittags rour ben auf dem Friedrichsplatz halbwüchsige Jungen, die in herausfordernder Weise pol - nische Abzeichen (weiße Adler) trugm, gegen Militärpersonen tätlich. Verschie denen Soldaten wurden die Waffen abgenommen, wobei die Zivilisten auch in die Stratzyrbahu wagen eindrangen. Ein O ffizier der Sicher heitswehr wurde von der Elektrischen gerissen, der Achselstücke beraubt und geschlagen. Einem anderen Offizier erging es ähnlich. Auch ein V 0 l i zeib eamt er wurde arg mißhandelt. Ta die Ansammlungen immer großer wurden, die Polizei aber machtlos war, wurde Militär zur Säuberung des Fricdrichsplatzes und zur sofortigen Herstellung von Ruhe und Orb- nuitfl l>erangeholt. Durch das schnelle Zugrerfcn gelang es, den Putsch im Keime zu ersticken und die Ordnung wickerherzustcllen. Der Eisenbahnerstreik. Breslau, 29. Juni. (WTB.) Zur Verlegung des Breslauer EisenbahnerstreiV fanden, am Sonntag vormittag erneut Verhandlungen seitens bet Streikleitung mit dem Reichs kommt, >, ar statt, deren Ergebnis bte Zusage war, den Betrieb sofort wieder auszunehmen, falls der Rcichskvm- missor bereit märe, persönlich mit allem Nachdruck für die Forderungen der Arbeiter einzutveten. Ter Reichskommissar erklärt« sich nach nochmaliger Prüfung der Sachlage bereit, mit seiner ganzen- Person für die wirtschaftlichen Forderungen der Eisenbahner sich einzusetzen. Alle über das Wirtschaftliche hinausgehenden Forderungen lehnte der Reichskommissar grundsätzlich ab. Daraus fanden noch einmal Verhandlungen der »treiHettimg statt, als deren Ergebnis im Laufe des Nachmittags an alle Stellen in der Provinz die telegraphische Ausforderung zur sofortigen Wiederaufnahme des Außenbetriebes und zur Aufnahme in allen Haupt - und Ncbenwerkstätten für Montag früh 6 Uhr aus- gegeben wurde. Ter Rcichskommissar sah daraufhin davon ab, sich, wie ursprünglich geplant war, am Montag mit:ag von den Eisenbahndirektim^t (die diejenigen Arbeiter nennen zu lassen, welche bn Wiederaufnahme der Arbeit verweigerten. Zch denke nur, was du denkst, Großmama,"' schmollte der Backfisch „Oder meinst du, ich habe nicht bemerkt, daß cs dem sehnlichster ^Wunsch wäre wenn eine von uns den Grafen heiratet? Ta wäre die ganze faule Geschichte Mit, unseren spärlichen Finanzen erledigt — ich brauchte nickst diese schändlickstn Kamelottkleider, bte mir ein Frösteln verursachen, zu tragen, sondern ich könnte das Leben genießen, wie es mir patzt. Nach oem Grundwechsel st eueres etz soll in Zukunft beim Eigentumsüber- iang die Grundwechselsteuer des Reiches in ^öhe von 4 v. h. des gemeinen Wertes des Mundstückes erhoben werden. Die gegenwär- igen Steuergläubiger (Bundesstaat, Kom- Mnen) sollen verhältnismäßig barati beteiligt werben. Dazn kommt eine einheitliche Ukriobische Besteuerung gebundener oder sol- her Grundstücke, die sich im Eigentum von hersonenVereinigungen nsw. (Besteuerung her .toten Hand") befinden, wenn 20 Jahre seit hem letzten steuerpflichtigen Besitzwechsel öderem letztmaligen Eintreten der Steuerpslicht derslosfen sind. Die Steuer sott 2 v. H. be- Der Pariser ,,Rat der Zehn". Paris, 30. Juni. (WTB.i havas. Der „Temps" meldet, daß der Rat der Zehn, der sich neu bilden wird, wie folgt zusammengesetzt sein wird: Pickwn, Clemenceau (Frankreich), Lansing, Oberst House (Amerika), Balfour, Lord Milner oder Bonar Law (England), Tittsw und wahrscheinlich Marconi (Italien), Chinda und Marino (Japan). Die Bewachung des früheren Kaisers. Berlin, 30. Juni. Tie „Vossische Zeitung' meldet aus Rotterdam, daß der Vierer tat an Holland das Ersuchen gerichtet hat, den ehemaligen deutschen Kaiser schärfer bc wachen zu lassen. Die Ostfrage. D i r s ch a u , 29. Juni. (WTB.) Deutsche und polnische Bürger beschlossen in gemeinsamer Versammlung folgenden Ausruf an die deutsche Und polnische Bevölkerung zu erlassen: Nachdem die Negierung und die Nationalvcriamm lang den Friedensvertrag der Entente angenommen haben, vereinigten sich die Vertreter der deutschen imh polnischen Bevölkerung, um gemeinsam im Rahmen der Gesetze für Ruhe, Ordnung, Sicherheit (unb Wohlergehen der gesamten Bevölkerung zu wirken. Zu diesem Ztveck ist eine Kommission von Vertretern der beiden Nationalitäten gebildet, die die weiteren Schritte unternehmen wird. Berlin, 30. Juni. Nach einer Lak-Anz Meldung wird im Osten deutscherseits die Er r ich tung eines deutsch-polnischen Bun d e s sta a t es aus den von Preußen abzutretenden! Oktiieten erstrebt, die angegliedert an Kongreßpolen und Galizien eigene Verwaltung haben sollen. lieber die Befassung der Freistadt Danzig beruhtet die „Boss. Ztg.", sie sei ans breitester bemo- kratischer Grundlage geplant. Der Magistrat von Danzig verstärkt durch drei Arbeitervertreter unb einem Ausschuß aus allen Parteien soll sic ausarbciten. Die Vertreter der. Landkreise sowie Zoppots verlangen hinzugezogen zu werden. ,Und du schämst dich nicht, SigrL, so etwas zu sagen. Mit hartem Druck hatte Ragna die Hand der jungen Schwester ergriffen, der vor Schmerz Tränen in die großen NixenLuge-r traten. „Tu schämst dich nicht, daran zu den^r, dich und deine Seele für Brot zu verkaufen? fuhr fie mit erhobener Stimme fort, „und du wagst es, mir diese erbärmliche, feige Gmnnung einzugestehen, als wäre sie dein gutes Rechte Beschämt und errötend stnkten sich die Kinver- augen einen Moment zu Boden, bann irrten wie Hilfe suchend, zu der Schwester auf. „Aber das heiraten ist doch unser Beruf, schluchzte sie, „Großmama predigt es doch alle Tage. Und da glauben wir, den ersten besten nehmen zu müssen, der sich uns naht," Jagte Ragna, unerbittlich die sie schmeichelnd umichlmgende GestM der Schwester zuruckschiebend, „anstatt zu ringen und zu kämpfen, um uns unabhängig ju ittacp von tat Männern, die uns wie ein S^ck Ware erhandeln, weil wir nicht imstande sind, für unser eigenes Fortkommen zu sorgen? ^ch ^kaufe^nnch nicht, sondern ich werde euch und der Welt zeigen, baß ich auck ohne heirat fmd,ohne die mildtätige hilse des großmütigen Grasen Sven Svmd- burg aus eigenen Füßen stehen kamt. 1 Ein leichtes hohnlachrn klang vom Kamin herüber. ,,Der Stolz steht dir gut Ragna, sagte | bie alte Äräfin, nur ist r» mit der Ausführung eme Wilson über den Friedensschlntz. P a r i s , 30. Juni. (WTB.) havas. Wilson hat eine Botschaft veröffentlicht, in der er erklärt daß der Friedensvertrag unterzeichnet sei, und daß er tvenn feine Bedingungen vollständig und aufrichtig eingchalten würden, eine Urkunde der neuen Weltorduunq darstellt. De r B er t r a g s e 1 hart bezüglich der Pslichten unb Strafen, hieDeu ts cb - lanb auferlegt würben. Aber er sei hart, weil das von Deutschland begangene Unrecht groß ist imd wieder gut gemacht werden muß. Der Vertrag legt Deutschland nichts auf, was nicht erfüllt weroen kann und cs tarnt oen Platz, der ihm mit Recht in der Welt zusteht, wieder gewinnen durch feine prompte und ehrliche Einhaltung der Bedingungen. Wilson. Berlin, 30. Juni. Nach dem .-Berliner Lokalanzciger" verschob Wilson seine Abreise auf Sonntag abenv. Auf sein Geheiß sollen 500 amerikanische Matrosen nach Schleswig gehen zur Verstärkung der Bcsatzungsarmee, die die Ordnung während der Volksabstimmung ausrechtcrhalten sali. Clemenceau über die Blockade. Berlin, 29. Juni. Ter „Voss 3tg." zufolge Hat die Entente gestern abend folgende Note der deutschen Delegation überreicht: Ich beehre mich. Sie in Kenntnis zu setzen, daß der Wasfenstillstandsoertrag die Aufrechterhaltung der B l 0 ck a d e bis zum Austausch der Ratifikationen Vorsicht. Tie alliierten und assoziierten Regierungen erklären sich trotzdem bereit, die Blockade schon dann auszuhcben, sobald die Alliierten von der regulären unb vollständigen Ratifikation des Vertrages durch Deutschland verständigt worden sind. , . Genehmigen Sie usw. (gez.) Clemenceau. 23 erf in, 30. Juni. Tie „Morgenpost" meldet aus Versailles, daß der Viererrat beschlossen hat, daß die B l 0 ck a d e gegen Deutschland aufgehoben wird, sobald Deutschland das Ergebnis der Absttmmung über die Ranffkation des Friedensvertrages in der Nationalversammlung bekanntgegeben hat. China unterzeichnet nicht! Paris, 29. Juni. (WTB.) Reuter. Die chinesischik Telegation hat den Friedensvertrag nicht unterzeichnet. ... Lettow-Vorbeck in Hamburg. Hamburg, 30. Juni. (WTB.) Im Austrag des Militäwberbesehlsliabers und General- maiors von Lettow-Vorbeck gibt der Kommandant von Groß-Hamburg bekannt, um Ucttb Verständnisse beim Einrücken der Reichswehr zu verhindern, daß Tür die Dauer ta Amvescnheit stufte Berbrauchsabgabe unter Verwendung von Steuerzeichen erhoben wird. Die Besteuerung des inländischen Rohtabaks wird fortfallen, und vorn ausländischen Rohtabak lediglich ein Gewichtszoll zur Erhebung gelangen. Die Steuersätze für Zigarren bewegen sich in 22 Abstufungen §toifdjert 8 und bis 31. Juli weiter. __________ ,-Zch 1 werbe Schloß Svenbburg erst, wenn ich sterbe, verlassen." Sie stürzte lautlos zu ta um* gen Schwester bin und barg das goldige Köpfchen der Kleinen fest an ihrer Brust. Liebling, Süßes," flüstere sie zärtlich, „sei gut, sei brav. Sich, als unsere Mutter ßarb war ich selbst noch tlem, aber ich ahnte und jühlte doch schon den uncrjetzlichen Verlust dumps und schwer Sie gab dick mir in meine kleinen armeigen Kinderhände, und ick geböte m ihre er- kal^nde Hand, dich zu behüten, dich zu beschützen. Über dich zu wachen datz du bravund»gut murtaL Dabe ich das Verlprechen gehalten? Bis heute glaubte ich cs, weil ich nur für dich, mein Herzenskind gelebt hatte, heute sehe ich, daß ich Mick aetäuscht Eines konnte alle meine Liebe, meinr Treue in deinem Herzen nicht ersticken, das ist der Egoismus, der in jedem Menschenherze» schlummert, wie eine giftige Schlange, die Glück uno Leben vernichtet. Ich bin betäubt, eiitfefct über diese Erkenntnis, denn ich fürchte, du opferst diesem Egoismus dein ganzes Sein, dein bis jetzt so gutes, reines, frommes Kinderherz. Ich kann dich nicht mit mir hinaus nehmen in den Kampf des Lebens, jetzt noch nicht, aber eines vergiß nie Sigrid, Sehnsucht, große flammende Sehnsucht wird in dir auflohen nach Liebe, wenn du, ohne solche zu empfinden, eine Ehe schließt, und das Ende wird grenzenloses Elend sein." Erschreckt und verwirrt hörte die Kleine au' die leidenschaftlichen Worte dec älteren Schims.er Alles konnte der übermütige Ainds^vT nicht fass«, aber das fühlte fie, daß Ragna litt daß f« ihretwegen sorgte und kämpfte, und die Liebe »1 Ragna besiegte ihren Trotz. (Fortsetzung folgt.) Ragna Gvendburg. Roman von Anny Wothe. •: Nachdruck verboten.) Fortsetzung 1- ,Tn verkennst die Motive, Sigrid", sagte kgna. .zu der jungen Schwester tretend und Dicklich mit der .Hand über das rotgoldene Köpfchen jieichclnd. Sven Svendburg kam bisher mdK, teil er meint, es nicht nötig zu haben, uns eine Höflichkeit zu erweisen, er hielt es auch nicht mal k Mühe to:Tt, bei dem Begräbnisse unseres Balas zu erscheinen. Aus Nichtachtung für uiw. fe wir ganz von ihm unb seiner Gnade abhangip Und. .ließ er bisher sein Erbteil unbesichtigt und das nennst du feinsühlig?" . , Sigiid stampfte zornig das kleine Fußcke^ „Tu sollst sticht so böse Über GrafSo« Mieden. Er ist jetzt mein Vormund — bu mit Demen Miiiimdzwanzig Jahren haft ja so was nicht mehr r rötig — und ich — ick flnde ihn gut und >^,SchSn", fragte Gräfin Svendburg erstaunt k»oni Kamin her. „hast du ihn denn je gesehen ? Sigrid errötete. „Nein", stammelte sie, „ick ••: tb aber oben in der Bodenkammer etn Bild ■d.’tcr altem Gerümpel und darunter stand:420« ■ ibtnbburg. Er ist der einzige Träger dieses Na- Mcns, nicht wahr?" Die Gräfin nickte. „Wo hast du das Bild?„ b „In meinem Zimmer, wollt Ihr es^ sehen? I '.Später, später," wehrte die alte Frau ab. Sigrid atmete auf. „Er ist sehr schön," sagte K „auf dem Bilde höchstens 1b Jahre alt und H gefällt mir. Ich werde ihn gewiß heiraten, -!oß die Kleine zuverfülftlich und kreuzte beide h onbe gemächlich über den Rücken. .Heiraten, bist du wahnsinnig? Wie kommst ! na auf solche Ideen?" nur geduldet fein." „Unb wohin willst du, wenn ick fragen darf?" Die Stimme der Greisin zitterte merklich — die anscheinende Ruhe der alten Frau war nur eine erkünstelte, das sah man auch an dem nervösen Beben ihrer sonst so starren 5)ändc. „Ich werde hinausziehen in die Welt, mir mein Brot selbst zu verdieneii." „Tas sollte einer Gräfin Svendburg wohl schwer werden." „Tu hast recht, Großniama, es wird mir sehr, sehr schwer werden, denn leider fehlt mir vieles, was für das praktische Leben mierlasstick ist. aber ich habe tat ernsten Willen uno Die brennend Sehnsucht, mir draußen in der Welt eine Stellung zu erringen, und wenn es mir gelingt, euch dann mit mir zu nehmen zu einem neuen und glücklichen Leben, das ich uns bereite durch eigene Kraft. „Bitte, meinetwegen brauchst du dich mcht zu bemühen," wehrte Sigrid schniptnsch ad, „ich finde schon meinen Weg allein aber der suhrtnuht zu Wasser und Brot, wie der taue, sondern zum Wohlleben und Genuß. Gen.ießm will ick das Leben, das so schön, so goldig ist, noch nicht kenne, aber von dem dre Tickt er fingen und sagen, daß cs wonnig ist zu leben. Tie Äugen des Kindes flammtet tal auf in unheimlich flackernder Glut, R«Ma er» sclrvcckt auf ihres Herzens Liebling blickte. Sie überhörte «ck ganz den Einwurf der Großmutter: Bücherlisch. — Armenien. Beitrage zur armemschcn Landes- uns Vollskunde. Von Paul Rohrbach. Mit 128 Illustrationen unb einer Karte. Groß 8". 9 Bogen Text unb 5 Bogen Tafeln. — Lungenkrankheiten und ihre Verhütung von Univ.-Pros. Tr. M. Michaelis. Nasen-, Hals- und Luftröhrenerkrankungen von Tr. Echtermever. 15 z. D. farbige Abbildungen, Preis gebunden 3 Mk. Max Hesse s Verlag, Berlin W. 15. . — Tie den Mieterschutz und W 0 h- nunasmangel sowie die Grundstucksverpach- hm6 tetoffmben Sortoriftm, Son Mtuar « Weimar. Selbstverlag Gernsheim (Hessen). Preis ______ J, Diele drei Entwürfe sehen also einmalige amen -5 Abgaben vor, bic folgenben hingegen ■ -J bauernbe. Da ist zunächst bie E r b s ch a f t s - W in W ftPUC r , aus bas Gatten- unb Kinbeserbe lenen ^sgebehnt werben soll unter verschärfter hrranätchung der entfernten Verwanbtschafts- , juabe. Die Erbanfallst euer soll nach oem i, mjönlichen Verhältnis bes Erben zum Erb- laffer in 6 Klassen erhoben tperben, unb es Moll dabei auch bas sonstige Vermögen bes Wtbcn berücksichtigt werden. Außerdem wird 7?ftdierfolil ton dem gesamten Vermögen des Verstor- fflndrtuubbuiE) heilen, das bei seinem Tode vorhanden ist, CK2*] Ä Nachlabsteu-r erhoben. Me Erb- schastssteuer kann bis zu 75 v.H. und unter Linzurechnung der Nachlaßsteuer bis zu 80 v.H. ansteigen. Ebenso wie Erbschaften wer- hm S ch e n k u n g e n besteuert. tagen. .... ....... ...... Der Tabaksteueraesetzentwurs ÜDn Erich Roßmann, Referent im Reichsarbcus- sieht vor, daß von allen Tabakerzeuguis,en Ministerium. Preis 1^0 Mk Deckag Griellschast hne nad) ihrem Kleinverkausspreise abge- und Erziehung, Berlin 8^48^Wilhelmftr^9^ ddegartc; nlage! i-Freibkit-psch itler-Personai ideö Piogravm abklldö 8 U6r: Einzelpersonen und von dem im 5. Kriegs-1' ' < tt'chäftsjahre erzielten Mehrgewinn der i-bithüTtcn vor. Das Mehreiukommen ber tzinzelpersonen gegenüber bem Frie- Mseinkommen soll, soweit es 3000 Mark jbcrsteigt, mit einer Steuer belegt werben, bte für die ersten 10000 Mk. 5 v. Sy beträgt, uno Uu Grund eines Staffeltarifs bis zu 50 v. H. Msteigt. Die Steuer vom Mehrgewinn der Gesellschaften steigt bis zu 80 v.H. an. idhre 1918 erzielten Mehreinkommen bcfh^en io unb 140 Ml. für 1000 Stück. ' Die Zuckersteuer soll statt 14 in Zu- ;t 30 Mk. sür 100 Kilogramm Reingewicht betragen, was einer Erhöhung bes Klein- hanbelspreises um 8 Pf. sür bas Pfnnb gleich- — Und hätte ich alle Reichtümer. Eine Fata Morgana von Kurl Schocne. Löwen- Beckag, BevUin - Halensec, Joachim! - Friedrich - StraK 12. v , — Tie Gegen vo r, chlage der deiit- schen Regierung zu den Friedensbeding n n g e n. Vollständiger amtlicher Text. Verlag Reimar Hobbing, Berlin SW 61. — Das Maiheft von „K u n st u n o K u n st - l e r" (Verlag Bruno, Cassirer, Berlin) bringt einen ausführlichen Mfsatz aus der JÄ>er Karl Schefflers. Eine große Anzahl von Reproduktionen nach Bildern aus dem Besitz der Hamburger Kunsthalle sind der Arbeit. beigegeben. Gleichfalls von Karl Scheffler ist eme größere Arbeit über die „Zukunft ber tachchen Kunst . Interessant wirb das Hest weiterhin durch einen Nachruf, den Bethge dem verstorbenen Wilhelm Lehmbruck gewidmet hat. — Frauen liebe. Roman von vorst Bo- demer. Kürschners Büchersckatz Rr 1230/31. Hermann Hillgers Verlag, Berlin W 9. Preis 1 M k I andere Sache. Wenn du die Hilfe des Grasen verschmähst, bist du eine Bettlerin." „So werde ich als Bettlerin swlz von dannen ziehen, von dem Schloß meiner Väter? Im übrigem Großmama, ist die Sache bereits entschieden, ich habe für mick jede Hilse des Grälen abgelehnt bevor er kommt, bin ick gegimgen, denn ich will : nicht von ihm. hier, wo ich einst bie Herrin war, te-Dorstcllnvi öieelnjtfliÄ Mlli i» I Reichswehr Vogts Ciskliie EsKsKn TTllhv Leutnant d. R. und Nachrichten-Kommandeur. Bekanntmachung Gehorsam und Treu. wehr. I4tägige Kündigungsfrist. 7706D bereinigte (tortiMjiniikr DntMti aller in Befort ta leier gevluikfia G. m. b. H. 7705B i ul UbBöLblluU QUül 31 i JLuatattMg eWralx e. greis« I wert die Brflhl'iehe Ualv.-Driwkerel, B. Lasse. SlaA*s 76® hi'Ä b Sä» ii heinr. Wagner Nachf., Limburg a. ö. Lahn Hl ! Familien-Konzert i S Zigarren III der Zinna Hk. Tklpel vahnhosftr. 45 u. granffurter Str., (Ede hillebrandstt. übergeben. 011244 ll Dehnhofstrasse 27. liiuiiilinii! ' in in in IIH III III m vT o für die wnb die veranschlagt zu . 3800 Mk. Papierkragen und Dauerwäsche sind In allen Weites und Formen wieder am Lager. n*e Bürgermeisterei Dvrf-Güll. I. B.: Schmidt. 0 <0 13 Funkcr-Ablciluns Slddörftation Meldungen auf dem Geschäftszimmer (Zimmer Nr. 8 der Zeughauskaserne) in Gießen. MMliinMtllt des Wnl.-Regts. 116. Inh. L Bender Rodhelm a.d.viebtt Gärtnerei Dönges. _ t Gießen, Marburger Straße 67. Er wird gebeten, Sachen zum zsrben u. chem. Neinigen in obigen Annahmestellen abzugeben. Lieferung erfolgt in kürzester Seit. ©leben, den 28. Juni 1919. Der Oberbürgermeister. I. B.: Krenzien. werden noch ebemallge Angehörige der Nachrichten-Truvoe erprobter Truvoen-Nachrichten-Abteilungen und besonders Schüler der oberen Klanen höherer Lehranstalten gesucht, jedoch ist Ordnung, militärische ßueöt, Treue, Gehorsam und selbständige freiwillige UJiitatbeU Bor- bedingung. Es können noch eingestellt werden: tonM aus Lia Tie Dar k ausführliche tonten ergehen toalten Hatter mchte sich dabe k zu beschränke I Beim wir I 0 zmschen ÜI «ral Mangin stehende kurz r keinerlei Ein Neu nur wü men" Mangi eiten nicht fal Mangin him ndet: auf bit Äsung Lessen feier Politik ha! rjen uns von l Mungs cinsa Fverrvrllige für die AbwiikelmgSAeile dcS 3xs.-RcgtZ.11k. Für den GcschäftSzimmerdienst werden Freiwillige als Ordonnanzen, Schreiber, Ma« schinenschreiber und Zeichner gesucht. Bevorzugt werden Kriegsbeschädigte, die schon auf militärischenGeschäftszimmern gearbeitet haben. Auch Zahlmeisterhilfspersonal, sowie Schuhmacher und Schneider gelangen zur Einstellung. Bedingungen der nichtkämpfenden Reichs- Bekanntmachung. Ab 1. Juli täglich vormittags von 8—12 Uhr werden Bezugscheine für Brennstoffe an Gewerbetreibende, Zrntralheizungs- und Geschäftsinhaber, Banken, Gärtnereien und bergt verausgabt. Tie Vorlage der Lebensmittelkarte bzw. eines Ausweises, daß der den Sclrein in Empfang Nehmende dazu berechtigt, ist erforderlich. Tie im Jahre 1917 .verausgabten Kohlenmarken verlieren mit dem heutigen Tage ihre Gültigkeit. G ie ß en, den 26. Juni 1919. (7708B Ortskohlenstelle brr Stadt Gießen. Sommerfrische Honigmühle bei Wetslur SebSnster n. vorn» Aaellagsori. TSgl. Blew eplelepFarat Konzert - Gesang - BalM Gelegenhcitstänzchen Sutterfalt in grobes Messen ab- zugeben. 7719,, J sprünken. Frank furt a. Di., Gulleurstr. 83. taösepöa™ Weibkraut, Wirftug, \(Kaffee Astoria. ! r • ■ ständig aus Lager 7717 I - borgen Dienstag j Gebrüder Kahl !. • — ’””n rr -»»••»» -»»»»j ■» » ® g ■ | g ff _ 1 1 Hai die H | ! Annahmestelle für Gießen s! Rotkraut, gr. Postrn, »n verkaufen. 012718 Neue Heringe feinsten Tafelsenf loie Pfund Mk. LIO eingemachtroteRüben Pfund 60 Pfennig frische Muskatnüsse Stück 25 Pfennig empfehlen Klavvenschranktelegraphtste« Bauleute Stärungssucher Klavier TelegravbenarbeUer Fernschreiber Elektromonteure Meclmntker yretlettungsmonteure Blinker WiW to Es ist ein i« nachdem l krfte Beamte «5 einmal Wie ifjmntcrt Bis-! »jiilleiiiim die iriitn, arg be|c Alle der Puticl fvttntrt, L Hörer Moloriente Pserdevfleger Schneider Schuhmacher Sattler Tischler Köche Befchlagschmtebe Leute beliebigen Berufes. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hessischer Bürgermeisterei Hoizheim zur Einsicht offen, wo die Angebote in Prozenten des Kostenanschlags verschloffen und postfrei bis zum Eröffnungstermin einzureichen sind. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 28. Juni 1919. [7713B Hessische Kulturinspektion Gießen. H. Steinbach, Baurat. - E IL-Vh'n 0« Wr Hf IIS II II brauchbare Sorten, nur von Fabrikanten, Preislagen M. 600.— bis 800.— pro Mille kauft laufend große Posten Hamburger Cigarren-Börse HallejSaale, Neue Promenade 16. £ . . 961 . . 90 . . 534 Der- . . 1052 . . 27 . . 320 . . 30 Die Limburger vampssärberei und chemische Waschanstalt Gradierwerke. Pneumat.Apparate way_ —«.« u. Kammern. Trinkkuren Aaskanft - W PTT3 und Prospekt« d. di« Badeverwallnna. ” in allen Größkll, Stoffkll ul NcichSvLMt emp stehlt PWku W m vsNchrn & Intab, deiuchte f‘"*9ra Freitag notier Krtell öerboten Mi M M,niste ^nöerTckoln •l- der Ministt M den Mainzer , Turch den Ob pAgln den s ^Besuch fstr( Arbeitsvergebung. FK die Feldbereinignngsgesellfchast Vergehn sollen Donnerstag den 3. Juli, vormittags S Uhr, auf dem Rathaus zu Holzheim nachstehende Arbeiten und Lieferungen in einzelnen Losen vergeben werden: zur ' N * VtMp^i" ntlill'60’01 'M4-80’ u. Zlveui S $11.4.5° D' »Lschi. * ^.Ansci i«,Gescha"s Mistsiir^rabt Mffnrt o. Dl. < öe\<\A avs "4radiumhaltlge Solquetlen,- OUUUUll Bewahrte« Heilbad bei Katar*» der Atmunureorg., Herzleiden. Bin* armut, Frauenkrankheiten. Rhenmatismue, GIcU Skrofulose. Rachitis. Rückständen von InflaoniN Lung.- u Rippenfellentz. Baknlhd« aLtingen-leirfe • »sseMtirt« herrlich« Lao« inmitten aaag«d«kst* Ä versc 6eblrgawaldanB«n.e Solbäder all. Art. InhJation* B-TLräbe ♦ mobile Löhnung nach Dienstgraden, wenigstens ^eoingungen. ZO.-Mk. monatlich, Reichswehrzulage3.- Mk. und Kampszulage 2.— Mk. täglich, bei der augenblicklichen Verwendung außerhalb der Reichsgrenze 4.— Mk. Auslandszulage täglich, beginnend mit dem Tag der Greuzüberschreitimg, freie Unterkunft, freie Verpflegung und Ausrüstung. JÜr Berheiratete 1.® Mk. Familienunter- stühung täglich, für jedes Kind 1.— Mk. täglich mehr, Verpflichtung auf 6 oder 3 Monate mit lltägiger Kündigungsfrist vor Ablauf dieser Zeil. Der erste Monat gilt als Probezeit. Militärbekleldung, soweit vorhanden, mitbringen, wird abgefchätzt. Militärpapiere sind oorzulegen. Netseunkosten werden bet Einstellung vergütet. Fahrkarten auibewahren. Ausweise für Militärfahrkarte bet nächster MUitärbehSrde (Bezirks- Kommandül einholen. Abzeichen: schwarzes Kreuz im weihen Wavvenfchild auf den Kragen« spiegeln. lBrigade-Abzetchen-l Silberner Eichenlaubkranz mitBlitzpfetien aus dem Oberarm. (Truppen-Abzetchen.1 Meldung in Schaules (Nordlttaues), Scklotzstra-e 11. Arutz, Brigade Schaulen. Für die Brigade Nernsprech-Mbteilusg N q aus o r^ipfang burrf Form m Wrfctül tnebfionbe; behördliche Anzeigen. Bekanntmachung, die Wahlen zum Kreistag betreffend. Die AbstimmungSbezirke und die Wahlräume Mr die Stadt ©legen werden wie folgt festgesetzt: ll. AdftimmungSbezirk. Wablraum: AlteS Rat- baue«, Marktplatz 14. «uf der Bach, Burggrabew Hundsgaffe. Kirchen« platz, Ktrchstraffe, Lindengasse, Lindenplatz. Marktplatz. Walltorstrahe, Wetzs«tngasse und «strahe, , ZozelSgasse. S» AbttimmnngSbezirk. Wahlraum: Städtisches Dienstgebäude, Atterweg 9. Asterweg, Daininnratze, Ederstrabe, Schtllerstrahe, Schotlstrahe. Weserstrabe. iL.AHstimmungsbezirk. Wahlraum: Gewerbebaue«, Kirchstraire 16. An der Hardt, Krosdorser Strahe, Nord-Anlage, f Rodheimer Strahe, Schützenstrahe. ■*. Abstimmungsbezirk. Wablraum: Schulbau-, „ Echillerstrabe 8. Am Rodberg, Bückingürabe, Marburger Strahe, ' Stetustrahe, Wiesecker Weg. >8.AbktimmuugSbeztrk. Wablraum: AlteSSchul- bauS, Neustadt 61. GabelSbergerstrabe, Hammstrahe, Kornblumen- gaffe, Labnstrabe, In LöberS Hof, Markthrahe, Mublstrahe, Kleine Mühlgasse, Neustadt, Sand- gaffe, Ttefenweg. «. AbttimmuugSbezirk. Wablraum: Schulbau-, Wett-Anlage 4». Bahnhofstrahe, Grabenstrabe, Schanzenstrahe, West-Anlage, Hinter der Weit-Anlage. 7« Abstimmungsbezirk. Wablraum: Restauration Hessischer Hof, Frankfurter -Straße 7. Buddestrave, tZ-ranksurter Slrabe. 8. AbttimmungSbezirk. Wablraum: Alte Stllnif, Likbigstraffe 16. An den Bahnhöfen, Am Steg, Buchnerftrahe, Crednerstrahe, Friedrichstraste, Glaubrcchislrabe, Hillebrandstrabe, Hofmannstrabe, ülinitstrabe, Mittelweg, Wetzlarer Weg. Abstimmung-bezirk. Wablraum: Koustr- maudcpjaal, Liebigstraße 56. Aulweg, Ebelstrahe, Erdkauierweg, Lethgestemer Weg mit Bergwerk, Liebigstrabe, Wilsonstrahe. *10. AbstimmnngSbezirk. Wablraum: Realavm- uakium, Ludwigstraße 11. AUcestrabe, Ludwigstrabe, Am Riegelpfad, Wil- helmstrabe. 111. AbsttmmnngSbezsrk. Wablraum: StadtbauS, Gartenstraße 2, Grdgeschoß, Zimmer 7. vergstrahe, Bruchstrabe, Gartenftrabe, Ludwigs- platz, Stephanstrabe. 11. AbstimmnngSbezirk. Wablraum: HaudelS- kammeraedäude, Louvttraße 7. Bleichstrabe. Goelhestrabe, Henselstraße, Löber- strahe, Lonystrabe. sll. AbstimunrngSbezirk. Wablraum: Uuiderst' täto-Bibliotbek, Keplerttraße 2. BiSmarckstrave, Georg-Phtlivp'Äailstrave, Guten- . bergstrabe, Heffenstrahe, Nevlerstrabe, Landmann- > strahe, NahrungSberg, Wolfstrabe, Schiffenberger Weg, Gemarkung Schtffenberg. 1*. AbttimmungSbezirk. Wablraum: Wirtschaft zum Kronprinz, Wolfstraße 81. Sicher Strahe mit Kaserne I und 1L 115. AbsttmmungSbezirk. Wablraum: Israelit. GemeiudebauS, Louvttraße 4. Kaiser-Allee mit städtischer Kaserne, Kaserne der Maschinengewehr-Kompagnie und Baracken. IS. AbstimmnngSbezirk. Wablraum: Juttizge- bände, Ott-Anlage 15, Saal im Erdgeschoß. Eichgärten, Eichweg, Landgrafenstr., Ost-Anlage, Moltkestratze, Roonstr., Gr. Steinweg, Wiesenstr. 17.Abstimmuus-bezirk.Wablraum.Regierung-- Oebäude.Landgraf-BbiltpP'PlatzS,Sivuug-iaal. Braadgaffe, Brandplatz, Braugaffe, Kanzletderg' Landaras. Philipp-Platz mit ZeughauSkaserne' Martilaubenstrahe, Senckenbergftr^ Schlohgaffe- 18. Abstimütuna-bezirk. Wablraum: Hotel- Restaurant Katierbos, Sonneustrabe 8. Diezstrabe, Drethäusergaffe, Erlengasse, Kavlanet- gasse. Neuen Bäue, Schulstrahe, Sonneustrabe, Ttillergaffe, Wagengaffe, Wetdengaffe. lV.Abkt1mmuuoöbezirk.Wablraum:Hotrl Prinz (Larl, Selterowcg 40. Kreuzplatz, Löwengaffe, Maigaffe, MäuSburg, Rittergaffe, Selteröweg, LeuselSlustgärtchen, Wellergaffe, Wolkengaffe. LS.AbttimmuugSbezirk. Wablraum: Stadthaus, Marienstraße2,Oberaeschoß,SitzuugssaalNr.l 1. JohanneSstrahe, KavlanSaasse, Kalharinengaffe, Neuen weg, Piockstrahe, Slld-Anlage. 'S» ■ SedienteMannfchastenallerwaffen Jahrgang 96 und älter aller gutgefinnten Stände stellt ein 7599A gemischtes Detachement Mk Z9,teilfe h »Ä b, ein BÄ irtige Politik t vi Mainzer ^8e' iciizfcat, ohne! ^stmensvolur 6tiimg unb bas pä wird kün! i