- . ; Erstes Blatt Dienstag, 29. Juli 1919 169. Jahrgang 31. Angell»« ar- erse, 'irikonten esse »1919 Tas ganze Verhalten der Partei, vor allem r der geradezu klägliche Verlauf des mit so *t. Pump' und unter so großer Teilnahme LrklSrung. Gießen, den 26. Juli 1919. Nachdem ter Vorsitzeiche des Vereins der Deutschen deniokratrschen Partei sich veranlaßt gesehen hat, in Nr. 172 dieses Blattes zu erklären, daß beiten kann. Hochachtungsvoll und ergebens gez. Med, Geh. Justizrat.. haus , kleine Er®' ;hL Freitax: omLindenhor ' Nach dem ahnenwerk gern SUder-t Spiel h sowie hjgcni d Udet. Vcrpak. tietMe, täugiQ. viel) und w tungsamt i|VnMlM, FflUhW "fcfhdenHandeh. 1 Fuhr in (Heften, (Heften. Mtittr offener Brief an die deutsche t motratische Partei zu ksänden ihre; Dorffoen6en de; Herrn Minister a. D. Friedberg. Am 19. l. M. habe ich an den Parteitag der fauchen demokratischen Partei, großer Saal der WHarmonie, Berlin, einen offenen Bries einge- ineßen per Eilboten gesandt, welchen die Kölni- e Zeitung, an die der Brief gleicl>zeitig abging, ccils am 21. l. M. in ihrem ersten Morgen- itt im Auszug erscheinen ließ. Mithin kam der k i! sick>er noch ivährerrd der Tagung in die Jari - der Parteileitung. Bis heute bin ich ohne Antwort auf diesen friti geblieben, auch auf dem Parteitag hat man iilhis davon erwähnt. Warum hat man nicht den Brief eines alten Ijlteigcnoffen wenigstens zur Kenntnis der Ver- unnclten gebracht? Wenn man mit dessen Jn- Mt nicht einverstanden war, warum widerlegte lall dann die Ausführungen des Briefes nicht? Die Widerlegung scheint also nicht so ganz lirfoch gewesen zu sein! Tas, was ich ausführte, daß man die Soziali- frrurn nicht mitmachen könne, ist allseitig auf kii Parteitag zum Ausdruck gebracht worden, frufo ist meine Ausführung, daß auf dem Weg ter Steuergesetzgebung und durch andere soziale ^siegeln eine Ausgleichung der Interessen der tri siebenen Bevötkerungsschichten herbeigeführt w die Auswüchse des Kapitals sowie das un- »hiltnismäßige Anwachsen der allzugroßen Ver- |lc kii beseitigt werden müßten, auf dem Parteitag Wellig anerkannt worden. Tie Tatsache, daß man auf dem Parteitag hab in der demokratischen Presse meinen offenen «ries ganz tot schwieg, muß einen besonderen ■tintb haben, der sehr nahe liegt. Der Parteitag, der es ängstlich unterließ, I irgend einen Weg anzudeuten, wie er die Ziele I ter Partei auch praktisch ausführen könne, I wrllte offenbar eine Erörterung hierüber ver- - mtiDen, da eine solche sofort die absolute Ohn- ‘ macht, in die sich die Partei durch ihr ständiges hin- und Herpendeln Zwischen rechts und links versetzt hat, Nar dargelegt hätte. em sowie An. ridden an das llilw . —et* «. Annahme von Anzeigen f. die Lageonununer dis zum Nactimiliag vorher ohne jedeBerblndlichkett Dreis für 1 mm höhe iüc Anzeigen v.34mm prelle örtlich 15 tzi., auswärts 18 Ps^ für Reklame- an zeigen von 70 mm «reite 48 Pf. Bei Platz- corld)riii200/09luifdilag. Hauvtschriitieiter: Ang. Goetz. Leranlwonlrch für Politik: Ang. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: ö. Beck; fämtlich ui Gießen nbst Watten übertete ichsvmveMtmsami bimer, »u erhalten. ). Zull voll vom. 9 bUM n m.soa-In btnrnlM - Metekautton fana tote sowie wä-reot bn tett Frankreich und das angebliche Friedensangebot. Paris, 28. Juli. (Wolfs.) In einem Interview erinnerte der frühere Ministerpräsident Painlevs einen Berichterstatter deL „Echo de Paris" daran, daß er am 13. September 1917 die Präsidentschaft des Ministeriums übernahm. Er erklärte, nichts zu wissen von einem angeblichen Vor- chlag Englands, dem Frankreich beigetreten wäre und worauf Erzberger in der .d^ttschen Nationalversammlung angespielt haoe. Er fügte hinzu, daß es sich wahrscheinlich um ein Memorandum handle, das in Beantwortung eines Schreibens des Heiligen Stuhls vom britischen Gesandten beim Vatikan, der mit der Vertretung Frankreichs beauftragt war, übergeben wurde. Er erklärte sich überdies überzeugt davon, daß Ribot niemals den Auftrag erteilt habe, solche Vor- schlüge zu machen. Senator Ribot, der später interviewt wurde, hielt dafür, daß es der englischen Regierung obliege, sich zu erklären und sagte: „Wir haben dem Heiligen Stuhl durch Vermittelung Englands nurdievomPapste im April 1917 unternommene Friedensvermittlung bestätig t." Ribot führte aus, da der Nuntius von München von G a s p a r r i beauftragt worden war, an den Kanzler zu schreiben, schrieb die englische Regierung, welche die G e f a h r bemerkte, ihrem Gesandten vor, wie er sich zu verhalten habe. Ribot bemerkte ferner, daß er der englischen Regierung geraten habe, sichnichtineinendirektenVerkehr e i n z u l a s s e n. helfferich gegen Lrzberger. Berlin, 28. Juli. In der „Kreuzzeitung" kehrt Staatssekretär Helfferich auf dis Erzberger-Enthüllungen noch einmal zurück. Er stellt zunächst folgendes fest: 1. Tas Telegramm des Fvreign Office an den britischen Gesandten beim Vatikan, auf dessen Veröffentlichungen im ungekürzten Text und in der Ursprache unter allen Umständen bestanden werden muß, war in der Tat nichts «rüderes als eine Stellungnahme des Fvreign Office zu der Friedensnote, die der Papst am 1. August an alle kriegführenden Mächte gerichtet hatte. Das Telegramm war also kein Schritt aus der Jni- tiattve der Regierung. 2. Der Inhalt des Telegramms war nichts weniger als ein Friedensangebot. Er unterschied sich kaum von der Antwort, die von den Ententemächten am 10. Januar 1917 für die Friedensnote des Präsidenten Wilson erteilt worden ist, und die im deutschen Volk bei allen Parteien und sogar bei Herrn Erzberger einhellige und entrüstete Ablehnung fand. 3. Ter ernste Willen des Papstes, den Frieden herbeizuführen, hat diesen den kaum aussichts- vollen Versuch unternehmen lassen, durch eine Erkundigung der deutschen Absichten über Belgien die Friedenssache vorwärts zu bringen. 4. Ter Reichskanzler und der Staatssekretär des Auswärtigen haben den Brief des Nuntius, in dem die deutsche Regierung um eine Klarlegung ihrer Stellung zu der belgischen Frage ersucht wurde, zur Veranlassung genommen, um im Kronrat vorn 11. September eine Entscheidung des Kaisers herbeizuführen, die ihnen für die bedingungslose Wiederherstellung der belgischen territorialen Integrität und be£ vollen belgischen Souveränität für den Zweck der Einleitung und Turchführung von Fritt>ensverhandlungen vollkommen freie Hand gebe. 5. Reichskanzler und Staatssekretär, die zwar geneigt waren ,an die — nicht vorhandene — englische Initiative auf Grund der Mitteilungen sprechen:es ist Energie, dasjerrige, was sie theoretisch «lls richtig erkennt, auch praktisch durclM- führen; es ist endlich — und das ist das Schlimmste für eine demokratische Partei — das Vertrauen zum deutschen Volk. Oder zeugt es von Mut, wenn nach Zeitungsberichten Herr Senator Petersen von Hamburg unter jubelndem Zuruf und stürmischem Beifall von 900 Demokraten sagt (wenigstens dem Sinne nach): „Wir haben den 1. Mai zum Nationalfeiertag erklärt, well er sonst doch gefeiert worden wäre?" Oder ^eugt es von Energie, wenn derselbe Senator Petersen ebenfalls unter jubelndem Beifall zu forfen wagt: „Wir haben das Sozialisierungs-Gesetz angenommen, well wir unter dem Zwange der Notwendigkeit so handeln, mußten?" Zeugt es etwa endlich von Vertrauen zum deutschen Volk, Mut oder Energie, wenn der frühere Oberverwaltungsgerichtsrat und nationalliberale Abgeordnete, das Vorstandsmitglied der demokratischen Partei Schiffer als einzigen Grund für die Notwendigkeit des Zusammengehens mit der Sozialdemokratie und die Unmöglichkeit des Zusammenschlusses der bürgerlichen Parteien anführt: „Dieser Zusammenschluß bedeute den Bürgerkrieg!" Haben wir denn den Bürgerkrieg nicht schon zur Genüge gehabt? Wütete derselbe nicht in Berlin, in München, Leipzig, Duisburg, Düsseldorf, Braunschweig und anderen Orten? Wer hat denn diese verschiedenen Bürgerkriege bzw. diese Putsche hervorgerufen? Etwa das deutsche Volk? Nein! Wie die Revolution nicht vom deutschen Volk, sondern von verführten, meuternden Soldaten gemacht wurde, so sind diese Putsche veranlaßt von aus dem Ausland gekommenen oder bestochenen Halunken und von aus den Gefängnissen befreiten Verbrechern, denen sich eine aufgehetzte, irregeleitete Menge anschloß. Die Putsche waren aber nur möglich und sind nur möglich infolge der Schwäche der damaligen und jetzigen Regierung. Der Bürgerkrieg wird niemals kommen, wenn das Volk sieht, daß wieder eine Regierung am Ruder ist, die auf Ordnung sieht, der Korruption und dem Schiebertum nach jeder Richtung entgegentritt, die es nicht zuläßt, daß Dieo- stahl und Schleichhandel immer mehr um sich greifen, daß in schamloser Weise die Spielhöllen, die das neurnwichtete Deutsche Reich in den 70vt Jahren glücklich beseitigt hatte, neuerdings überall in gesetzloser Weise offen ihr Wesen treiben, die vor allem auch verbrecherische Putsche und das Allgemeininteresse gefähcvende, frivole Streiks aufs energischste bekämpft. Ich komme infolge meines Berufs und auch sonst mit dem Volk wohl mehr zusammen als die meisten Herren, die sich eben in Weimar den Kops zerbrechen über die Frage, wer Schuld ist an dem Verlust des Krieges und dem Niedergang des Reiches, an dem doch alle Parteien und alle Deutsche ihre Schuld mittragen, über Trennung von Kirche und Staat, über Schulfragen und sonstige Dinge, die wahrhackig eben einer so dringenden Regelung wie eine Ndenae ganz anderer Tinge nicht bedürfen, und die z. B. bei uns in Hessen schon längst zu öfter Zufriedenhell geordnet sind. Ich höre aber bei Beamten, Kaufleuten, Akademikern, Handwerkern. Landwirten, Arbeitern bis in die sozialdemokratischen Kreise hinein, immer nur die Worte: „Es muß eine starke Regierung dafür sorgen, daß es anders wird, daß wieder gearbeitet und nicht nur organisiert wird, daß nicht Faule, angeblich Arbellslose, unter ftü&t werden." Mit andern Worten: „Es muß wieder Ordnung werden." , Tiefe Ordnung wird aber nicht geschaffen durch die glänzendsten Ansprachen von Parteiführern wie Friedrich Naumann, Oberbürgermeister Koch, Frl. Tr. Gertrud Bäumer, sie kann vielmehr nur geschaffen werden durch eine Tat, und zwar das Zusammengehen der Demokratie mit allen übrigen bürgerlichenParteien, mit denen allein die Temokratie eine Majorität bilden kann, um so das Wohl des Vaterlandes wirksam zu fördern. Tas setzt allerdings voraus, daß die rechtsstel-enden Parteien bis in die deutsch- nationale Partei sich bei aller theoretischen Zuneigung zur Monarchie auf den Boden der, Tatsachen stellen und im Rahmen der nun einmal tatsächlich bestehenden Republik bereit sind, an der Gesetzgebung und Verwaltung mitzuwirken, wozu sich übrigens diese Parteien, im Parlament wenigstens, stets bereit erklärt haben. Nach dem Verlauf des Parteitags der demokratischen Partei kann ich nicht erwarten, daß es mir gelingen wird, die Theoretiker und Idealisten der Partei von der Richtigkeit meiner Ausführungen zu überzeugen. Es wird aber bei der Parteiprogrammaufstellung, die ja jetzt erfolgen soll, von der Partei die Frage geprüft werden müssen, auf welchem Weg die demokratische Partei ihre prinzipiellen politischen Grundsätze, deren Anhänger ich nad) wie vor bin, auch praktisch zur Geltung bringen und mit Erfolg durchsetzen will. Ich hofft immer noch, daß dann die Partei zur Einsicht kommen soll, daß sie mit _ ihrer praktischen Politik auf falschem Wege ist, und daß dann ein alter Fortschrittsmann mit der Partei wieder zusammenarbeiten kann. Gießen, den 26. Juli 1919. Metz, Geheimer Justizrat, langjähriger Vorsitzender der Freisinnigen Partei und der Fortschrittlichen Volk.-partei des ersten hessischen Reichstagswahlkreises. des Nuntius zu glauben, waren auf Grund des Wortlautes der Tepesche der Foreign Office, unb anderer Mitteilungen skeptisch in bezug auf die Ehrlichkeit des britischen Willens zu einem Vcr- ständigungsfriede '. Nach Prüfung dieses britifd)cn Verständigungswillens sollte die Festlegung unseres! Verzichtes auf Belgien erfolgen. Diese Nachprüfung wurde aus den von Herrn Michaelis angegebenen Gründen, die teilweise in der Indiskretion des Herrn Erzberger lag'en, auf einem anderen Wege als über den Vatikan versucht. Helfferich schildert dann das Schicksal des über Spanien geleiteten Versuchs des Auswärtigen Amts, mit London in Verbindung zu treten, worüber Michaelis in seiner Mitteilung schon das Wesentliche gesagt hat. Helfferich vertritt bei dieser Darlegung die Auffassung, daß es den Alliierten nur darum zu tun war, den deutschen Annäherungsversuch in einer für sie nicht komprom- mittierenben Weise abzulehnen. Er schließt daraus ferner, daß die britische Regierung, die einert tatsächlichen deutschen Fühler so zurückwies, un- möglich vorher selbst die Jnitiattve zu einem! Angebot an Deutschland ergriffen haben könne. Er glaubt, damit die Erzbergersche Beweisführung entkräftet zu haben, die darauf hinauslief, darzu- tun, die Reichsleitung habe mll der Behandlung des päpstlichen Schrittes eine Friedensmöglich-* teit versäumt. „Dieser Herr Erzberger," fahrt Helfferich fort, „der heute Sturm läutet*, ging damals friedlich nach Hause. Dieser Herr Erzberger, der sonst von Indiskretion überftießt, der die geheimsten Jmme^ biatberidjte in Parteiversammlungen vorliest, verschloß das Verbrechen, das er im Werden beobachtete, in den tiefflcn Tiefen seines Herzens, um es nach zwei Jahren hervorzuholen, gerade irt dem Augenblick, als die verhängnisvollen Folgen seiner -entsetzlichen Fuhrwerkerei vom Sommer 1917 allen Augen offenbar werden. Wenn Herr Erzberger als einer der ganz wenigen Personen- die — im Gegensatz zu den meisten Staatssekre. tären und zu der Obersten Heeresleitung — den Schriftwechsel Pacelli-Michaelis damals schon kannten und in ihm das Verbrechen der Vereitlung eines ernstlichen brllischen Friedenswillens sah, warum hat dann der mächtige Abgeordnete sich eine seinem Wesen gänzlich fremde Zurückhaltung auferlegt? Warum hat er nicht ein gegriffen, um das Unheil zu verhüten od^c wieder gut zu machen? Warum hat er nach wie vor seine schützende Hand - über dem materiell für die Bel>andlung des Pa- cellibriefes verantwortlid^n Staatssekrttär von Kühlmann gehalten? Wenn aber Herr Erzberger, der damals wußte und schwieg, heute den Briefwechsel Pacelli-Michaelis zu dem ungeheuren Verbrechen einer vereitelten Friedensmö- lichkeit aufbauscht, wenn er gegen besseres Wissen entgegen der vom Kaiser getroffenen Entsck-eidung und der dem neutralen1 Vertrauensmann gegebenen Information behauptet, die Friedensmöglichkeit sei an militärischen und schwerindustriellen Forderungen in Bezug auf Belgien gescheitert, wenn er mit dieser Behauptung aufs neue eine ungeheure Erregung in das deutsche Volk Ijinernträgt, um «Scl-ell er Haufen für feine politischen Gegner aufzusclsidsten unb feine eigene kompromittierle Person unbemerkt in Sicherheit zu bringen — so ist das nichts als ein gewissenloser und nteberträd) tiger Volksbetrug, von einer vorbildlosen Dreistigkeit, ein Volksbetrug, der dem bisherigen unverantwortlichen Treiben des Rkichsverderbers die Krone auf* setzt," , Eine Erklärung Kühlmann». Berlin, 28. Juli. Auf eine Anfrage der „B. Z." hat der frühere Staatssekretär des AuswärtigenvonKühlmann zu den jüngsten Auseinandersetzungen über die Vorgänge im Herbst 1917 mit folgender Erklärung geantwortet: Tas verantwortliche Reichskabinett ist meiner Anlicht nach zuständig, um zu befinden, was über wichtige diplomatische Vorgänge in der nächsten Zell veröffentlicht werden kann. Ich persönlich halte mich zu Publikationen über vertrauliche Vorgänge während meiner Amtszeit ohne Ermächtigung des auswärtigen Ministeriums nickst für befugt, möchte auch deren Nutzen für unsere Gesamtpolllik bezweifeln. Eine wirkliche Klärung wird wohl nur möglich fein durch ein Verfahren wie das vor dem Staats- g e r i ch t s h o f geplante, bei welchem an der Hand des gesamten Attenmaterials die politischen Ereignisse in ihrem Zusammenhänge geprüft werden können. Eine ErNärung des Grafen Wedel. Berlin, 28. Juli. (Priv.-T^) Der bisherige Botschafter in Wien, Graf Wedel, Der-* öffentlicht in den „Hamburger Nachrichten" folgendes: „Herr Erzberger hat in Weimar bestritten, daß Graf Czernin ihn veranlaßt habe, nach Wien zu kommen und ihm Rechenschaft über die Verwertung fernes Berichtes zu geben. In einem in meinem Besitz besindlichen Briefe des Grafen Czernin heißt es wörtlich: „Erzberger bat seiner Zeit Kenntnis von meinem Bericht erhalten und die schwerste Indiskretion begangen. Er kam nach Wien, von mir zitiert, um mir Rechenschaft über fein Vorgehen abzulegen. Er war damals ganz vernichtet undt sah seinen kolossalen Fehler ein." Es bestehen über diesen Vorgang nickst nur bie Briefe, Hohenlohes, sondern auch andere beweiskräftige Totumeute. Tas sollte Erzberger bedenken. Staats-^ sekretär Kühlmann weiß auch die Wahrheit," Jrimng doch noch ein objektives Urteil bewahrt", Mellte aber, als ich weiterlas, daß sich der Artikel Hüt auf den demokratischen, sondern auf den fellch nationalen Parteitag bezog. Ich habe nun u? Verhandlungen dieses Parteitages nicht so ge- 121 verfolgt, um mir ein Urteil bilden zu können, ■! die Kritik der Frankfurter Zeitung darüber Iptrig ist. Die Verhandlungen des deutsch-natio- ntfn Parteitags mögen aber verlaufen fein, wie vollen. ein noch bescheideneres Ergebnis wie k erste Parteitag der deutschen demokrattschen ‘krtvi können sie nicht gehabt haben. Der Partellag, so hörte man vorher, sollte -Mich das Programm der Partei aufstellen. L Und daß Resultat der zweitägigen großen ,Matte über die Tätigkeit und die Ziele der Brtei? „Eine mit stürmischem Beifall angenom- Me Resolutton", deren Kritik sich wie alles, bi seit der „großen Revolution" geschehen ist, öhbic Worte des Goethesckxn 'Faust mit einer -inest Variation zusammenfassen laßt: „Der HBlrtc sind genug gewechselt, laßt mich auch eud- Taten sehen, indes Ihr leere Phrasen drechselt. Hm etwas Nützliches geschehen!" Ml Was sagt die Resolution? Der Parteitag ■fet die Haltung der Partei in der Friedens- Mfe, er protestiert gegen den Gcwaltfrieden, ver- Mht Einhaltung der Friedensbediugungen, so- W möglich, und hofft, daß der Tag kommen Wo, an dem Deutsch'crnd in den Völkerbund ein» Wn Fann. Nach diesen Selbstverständlichkeiten Wt die Resolution wörtlich fort: „Erst dann llnXrr Friede und die Wohlfahrt aller Völker Wichert! Um diesen Kampf um das Recht erfolg- zu bestehen, muß die Demokratie im Innern Wklschlands zur lebendigen Wahrheit werden. Bpeit der Person und der wirtschaftlichen Eill> W»ng bei gerechtem sozialen Ausgleich und bei Wih Berechtigung Aller im wirtschaftlichen Pro- Ifennt, starkes deutsches Gefühl und Staats- Wjfctfcin, strengste Arbeitsamkeit und hingehende I trM'nüllung jedes Ellbeinen gegenüber der Ge- I Ignfdjaft des deutschen Volkes, das sind die Seit» ■fei',. denen wir folgen. Der Parteitag erwartet, W twe demokratische Vertretung in den Parla- Witent ohne starre Voreingenommenheit und ohne Wümgslose Anpassung seine Grundsätze Har und Mim nt verwirlliche. Er ruft die deutsche Jugend M An dem großen Kampf für Deutschlands Kpieit unsere Reihen zu verstärFen." ■ 3 in diesem ohrenbestechenden Wortgellingel p-:r der Aufforderung an die Jugend, der demo- gttiidien Partei beizutreten, auch nur angedeutet, Bpbr.e Partei wirklich will und auf wllckien Weg ' UichMfch ihre Ziele zu verwirllichen geben Ft? i- JCer demokratischen Partei fehlt es nicht an öi-ri Führern, nicht an glänzenden Rednern, .m Intelligenz und nicht an gutem Willen. llRi iber der Partei und ihren gegenroärtigen I g cm fehlt, ist Mut, dasjenige, was sie als S R.igs erkannt hat, rückhaltlos offen auszuGietzenerAnzeign General-Anzeiger für Oberhessen Zwillmgrninddruü u.verlag: vrühl'sche Univ.-Buch- u. Steinbruderet R. Lange. Zchriftleitung, Seschäftrstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. ■finit l. I erstes Morgenblatt zufällig die Worte: Eier positive Inhalt des Parteitags ist sehr dürf- und steht in ftarFcm Widerspruch zu den ; Swöt rt Worten". Ich bezog diese Worte auf den Brteitag der demokrattscl-en Partei und dachte Mnllkürlich: „Da hat sich ja die Franksurter ich aus der Temokrattschen Partei ausgetreten, darf der Vollsländigkcll halber auch der Wortlaut meiner Mitteilung der Oeffentlichkeit nickck vor- eirthalten werden. Meine Mitteilung lautet: Gießen, den 24. Juli 1919. An den Vorstand des Vereins der Teutschen demokratischen Partei dahier. Ter Umstand, daß die Partelleitung der Deutschen benrofratiid/cn P^tei einen von mir an den Parteitag gerichteten offenen Brief, der rechtzeitig eingelangt sein muß, einfach ignoriert und dem Parteitag unterschlagen hat, sowie der nach meiner Ansicht bezüglich der Resultate geradezu lläglickxe Verlauf des Parteitags madjen es mir unmöglich, zur Zell mit der Partei fort zu arbeiten und der Partei noch länger anzugehören. Ich bin deshalb genötigt, hiermit meinen Austritt ans der Partei und dem hiesigen Temokrattschen Verein zu erklären. Mit den Grundsätzen der Partei bin ich nad/ wie vor einverstanden. Mit der Art und Weise, auf welche die Partei diese Grundsätze in Zote Praxis übertragen ober ridjtiger nicht übertragen will, kann ick) mich aber in keiner Weise einverstanden et {Taren. Hoffentlich kommt bald die Zeit, in der die Kraftwagen. agS btoinnenb, finkt tuaen in CM stau Zettenhausen, Nürnberg n, mrevarlnt n, repariert repariert tariert anrepartai repariert llr. U4 1 £ex rietzener Anzeiger scheint täglich, außer Lann- und Feiertags. vezagrpreis: -mmall.Mk.t.60,viertel- f i,rlich Mk. 4.80-, durch dhole- tu Zweigstellen monatl. Ml. 1.50; durch bu Post Mk. 4.50 viertel- lÜrf. ausschl. Beftellg. .leruiprech - Anschlüsse: für bieed)riUlfitunqll2 j trlog.Geschäftsstellebl 1 ÄnschristfürDrabtnach- ncyien: Anzeiger Lietzen. Postscheckkonto: Stfltlftirl a. M. U686 -l^bet »er xwnvBti, wwa itencn ersten Parteitags nötigte mich jetzt, tW, dak n Wt »tW®» feinen Austritt aus der Partei zu erklären, da iLsLeinanseardeM-«^ Uh mit derselben nicht mehr weiter gehen kann, ibenea Mckeo Mw» . -- h^n Verlaus dieses Parteitags betrifft, ?ua8h!Sn 4umBSoir-il’ la ■ ich in der Frankfurteck Zeitung vom 23. Tem akratische Partei eim'ieht, daß sie mit ihrer praktischen Politik auf falschem Wege ist, und ich demgemäß wieder mit der Partei zusammen Er fährt dann fort: Ans biefem Schreiben geht evident hervor, daß die belgische Frage des Kernproblem der Friedensfrage war. Nur eine klare Antwort in bezug auf die Wiederherstellung und volle Unabhängigkeit Belgiens konnte uns dem Frieden nähern. Dreierlei stelle ick fest: 1. daß der Reicks anzler Michaelis den Portei- fübrcrn von der Note Pacellis und dem englischen Friedensangebot nichts mitgeteilt baf, 2. daß den Parteiführern die Abgabe einer präzisen Erklärung über Belgien versprocl'en wurde und 3. daß die Antwort Michaelis genau das Gegenteil einer Weile an den Tag kommen wird, dürfte für 1 einzelne schmerzlich und folgenschwer sein, der Gesamtheit des Volkes wird sie aber zum Segen gereichen. (Beifall.) Abg. G o t h e i n (Dem.): Unbestreitbar hat der letzte Träger der Kaiserkrone die Beziehungen zum Auslande mehr gefährdet als verbessert infolge seines Mangels an Erkenntnis der politischen Notwendigkeiten und weil er sich selbst an die Seite der Machtpolitiker geschlagen hat. Er trägt einen wesentlichen Teil der Schuld an unscrm Unglück. Wir erblicken in der Wiederherstellung der Monarchie die schwerste Gefahr nach innen und außen. Wir verteidigen daher aufs schärfste die republikanische Staatswrm. (Anhaltender lebhafter Beifall.) Die Mitteilung Erzbergers über die Papstnote hat uns wohl alle überrascht. Wir halten es aber für unbedingt notwendig, daß uns auch die englische Note an den Papst, die Minister Erzberger nicht mitgeterlt bat, schleunigst bekanntgegeben wird. Die Bekanntgabe des Czerninschen Berichts durch Erzberger an den engeren Parteivorstand halten wir für bedenklich, aber locnn eine Begründung des Gesetzentwurfes über den Staatsgerichtshof noch iwtnrcnbig wäre, dann wäre sie gegeben durch das Geschick des genannten Berichts. Uut> nun mußten wir Horen, daß dieser Bericht keinen Eindruck gemacht hat. Das ist ein Zeugnis hervorragendster jpolitischer Urteilslosigkeit. Die Beendigung des Krieges im Jahre 1917 hätte uns 500—600 000 unserer Besten gespart. (Bewegung.) Kommt hinzu, daß nicht erst im Herbst 1917, sondern schon Ende des Jahres 1916 und Anfang 1917 eine noch günstigere Friedensgelegenl>cit gegeben war. Aber Präsident Wilson erhielt durch uns einen Schlag ins Gesicht durch die Erklärung des uneingeschränk- tbcn U-Bootkrieges. Die Entscheidung darüber ist einer Kabinettssitzung vom 8. Januar 1917 in Al>- wescnhett Bethmanns und des Staatssekretärs des Aeußcrn gefallen. Auch die Mehrheit des Reichstages trägt hier eine Mitschuld. Im Haushaltungsausschuß ist der Antrag Groeber beschlossen worden, die Entscheidung über den U-Bootkrieg sei als rein militärische Frage allein durch die militärische Gewalt vorzunehmen. Die Rechte vertrat eine Politik des Vabanquespiels. Ein außergewöhnlich tarker (Staatsmann unterstützt von dem starken Willen des Monarchen tonnte sich gegen den Terror durchsetzen. Die Sckmld trifft also die Militärs, die Vaterlarrdspartei. Wer den Mißständen nicht ent» tzegentrat, hat die Revolution gemacht. Aus un- erer jammervollen Lage können wir nur durch würdige Zurückhaltung heraus kommen. Heran- drängen an den Völkerbund wollen wir uns nicht; 'olange er die Bestimmung hat, daß er nur durch einstimmigen Beschluß geändert werden kann, bleiben wir vorläufig besser fern. Ohne den Arbeitswillen des gesamten Volkes kommen wir aus dem Elend nicht heraus. Wer die Arbeiter zum Streik verführt, begeht ein Verbrechen am Volk. (Präsident Fehrenbach macht den Redner darauf aufmerksam, daß er die Redezeit bereits um die Hälfte überschritten hat.) Wir hoffen, daß die gesunden Kräfte Unseres Volkes die Krise überwinden werden. Minister des Auswärtigen Müller: Radek wird freigelassen tueeben, sobald die ruf» ische Regierung erfiärt daß er mit ihrer Genehmigung nicht wieder nach Deutschland zurückkehren wird. Prinz Max von Baden wollte die Friedens- vernrittlung nicht sofort unter dem Druck des mili- tärischcn Zusammenbruches in die Hand nehmen. Er richtete deshalb die bestimmte Anfrage an die Oberste Heeresleitung, ob diese sich bewußt sei, dich die Einleitung einer Friedensaktion unter dem Druck der militärischen Zwangslage zum Verlust der deutschen Kolonien und dcmtscher Gebiete führen könne. Die Oberste Heeresleitung erklärte, auf ihrer Forderung der sofortigen Uebermittlung des Friedensangebotes bestehen zu bleiben. Die mili- tärische Lage führte also zum Waffenstillstand. Die Dokumente aus der Zeit des Kriegsausbruches sind im Druck. Es kann selbstverständlich nicht davon die Rede sein, daß Deutschland der Älleinschuldige ist, ebensowenig aber, daß die Zentralmachte scküld- los sind. Ich habe veranlaßt, daß die Vorgänge, die über die Note des 9hiutiuS und die Antwort des Reichskanzlers Michaelis im Auswärtigen Amt vorhanden sind, festgestellt und in einem Weißbuche der Nationalversammlung unterbreitet werden. Für heute nur folgendes: Das Schreiben des Münchener Nuntius ist, wie wir inzwischen fest- gestellt haben, erst am 5. September in Berlin eingetroffen. Die Frage der englischen Regierung war als Anlage diesem Schreiben beigegeben. Sie hatte kein Datum. Der Minister verliest dann das Schreiben, das folgenden Wortlaut hat: „Wir haben noch keine Gelegenheit gehabt, unsere Verbündeten wegen der Note Settier Heiligkett zu befragen, und sind nicht in der Lage, uns über eine Beantwortung der Vorschläge Seiner Heiligkeit betreffend die Bedingungen eines dauernden Friedens zu äußern. Unserer Ansicht nach besteht keine Wahrshein- lichkeit dafür, diesem Ziel näherzukommen, solange fid) ■ nicht die Zentralmächte und ihre Verbündeten in offiziöser Form über ihre Kriegsziele und darüber geäußert haben, zu welchen Wiederher st ellun- gen und Entschädig ungen sie bereit sind und durch welche Mittel in Zukunft die Welt vor derWiederhvlungderGreuel, unter denen sie jetzt leidet, bewahrt werden könne. Selbst hinsichtlich Belgiens — und in diesem Punkte haben diese Mackste selbst anerkannt, im Unrecht zu sein — ist uns niemals eine bestimmte Erklärung über ihre Absicht bekanntgeworden, seine völlige Unabhängigkeit wiederherzustellen und die Schäden wieder gutzumachen, die sie es haben erdulden lassen. Seiner Enttnenz dürsten zweifellos die Erklärungen gegenwärtig sein, die von den Alliierten in Beantwortung der Note des Präsidenten Wilson übergeben worden sind. Weder von Oesterreich nod> von TeutsMand ist jemals eine solche (äquivalente) Erklärung erfolgt. Ein Versuch, die Kriegführenden in Üeber- einstimmung zu bringen, erscheint so lange vergeblich, als wir nicht über btc Punkte im Klaren sind, in denen ihre Ansichten auseinandergehen!" Eine Erklärung Czernin». Dien, 28. Juli. (Privattelegramm.) Ter Rvrvespondent Wilhelm ging von dem Grafen Czernin folgendes Schreiben zu: Grmrdlfee, 27. Juli, nachmittags 4 Uhr 10. Um den zahlreichen Anfragen ber Presse nach- tzakoinmen, bitte ich um Veröffentlichung folgender Zeilen: Soweit ich aus den Auszügen dec Presse beurteilen kann, gibt die Rede Erzbergers kein erschöpfendes >33 i I b der Vorgänge. Viele ungemein wichtige Vorgänge s i n d gar nicht erwähnt. Tadurch entsteht ein falsches Gesamtbild. Was meinen, von Erzberger erwähnten Bericht vom April 19 17 an- belangt, in dem ich für Beendignng des Krieges durch territoriale Opfer der Mittelmächte riet, so war dieser Bericht ausschließlich für die beiden Kaiser und den Reichskanzler bestimmt. Es bestand damals Die begründete Hoffnung zu einem Verstandigungsfrieden, wenn auch mit Opfern zu gelangen. Von einer nicht verantwortlickxn Seite wurde dieser Bericht ohne mein Wissen und hinter meinem Rücken Erzberger übergeben, welcher denselben nicht geheim hielt. Ich muß aber ausdrücklick konstatieren, daß Erzberger bona ftde vorging und der begründeten Ueberzeugung war, im Sinne seiner Auftraggeber zu btrnMn/jaU er die streng geheimen Tatsachen vreisgab. Ter Inhalt des Berichts kam durch das Vorgehen Erzbergers zur Kenntnis unserer Gegner. Ein jeder, der meinen Bericht liest, kann sich eine Vorstellung von den Folgen machen. Tic Darstellung des Grafen Wedel ist daher, fv'weit sie mir betarmt ist, vollständig richtig. Im übrigen könnte ich meine Darstellung, wie vieles andere und gar nicht Erwähnte, durch Dokumente beweisen, welche in meinem Besitz find. Ich erfuhr die lieber gute meines Berichtes an Erzberger erst, als es zu spät war. Die von dem Grafen Wedel mit Erzberger jetzt besprochenen Tatsachen sind aber nur Glieder einer ganzen Reihe unverantwortlicher Neben Politik, deren Umfang ich erst ein Jahr später entdeckte und welche meine Demission veranlaßte. Mein demnächst über den Weltkrieg erscheinendes Buch wird, soweit ich es für geboten halte, Klarheit über diese politischen Vorgänge bringen und gestützt auf Dokumente die Wahrheit beweisen. Die AuSfübrnng de» Frieden-vertran- D e i m a r, 28. Juli. (Wolff.) Unter dem Vorsitz des Minifterpräfidenten Ba uer und in Gegenwart des Ministers des Aeußern, des Reickisarteits- mimsters sowie von Vertretern des ReichSwirt- schastsministeriums und des Reichsfinanzministeriums fand gestern in Weimar eine Besprechung über die in Versailles fortgesetzten Verhandlungen betreffs Ausführung des Friedensvertrages und besonders über den Wiederaufbau Rordfrankreichs statt. Der .Führer der Friedensdelegation Frhr. v. Lers- n e r und die Geheimräte Schmitt und L e - fuire, die zuir mündlichen Berickterstatttmq von Versailles auf kurze Zeit nach DeutscUand gekommen waren, erstatteren eingehenden Bericht über den Stand der Verhandlungen. Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen mit Italien. Rom, 27. Juli. (Wolff.) Stefani. 'Ein Dekret erklärt die Wiede rauf nähme der Handelsbeziehungen mit Deutschland, jedoch werden die Syndikate zur Beschlagnahme feindlicher Güter chre Tätigkeit fvrtsetzen, bis von der Friedenskonferenz endgültige Beschlüsse gefaßt sind. Die einschränkenden Bestimmungen über die Z a h- lung an feindliche Staatsangehörige bleiben mit einigen Ausnahmen in Kraft. wutsche Nationalversammlung. 68. Sitzung. Montag, den 28. Juli, 2 Uhr nachrn. Am Regierungsttsch Erzberger, David, Mueller, Tr. Preuß und andere. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 20. Auf ber Tagesordnung steht die.Fortsetzung der allgemeinen politischen Aussprache über die Erklärungen der Regierung. Abg. Lvebe (Soz.) wiederholt den Antrag, den Gesetzentwurf über den Staatsgerichtshof mit der allgemeinen politischen Debatte zu verbinden. Abg. Schultz- Bromberg (D. Ntl.) erhebt dagegen Widerspruch Abg. Haußmann (Dem.) stimmt bent Anträge L-^'be zu. Präsident Fehrenbach kann eine bestimmte Zusage nicht machen, da noch ein zweiter Deutsch- Nationaler zu Worte komme, will aber noch Möglichkeit dahin wirken. Tcr Antrag L-ocbe wird nrit großer Mehrheit angenommen. Reichsminister des Innern Tr. David: Die Frage nach der Schuld am Ausbruch des Krieges, nach der Verantwortung für seine Verlängerung und für seinen Verlust bewegt heute alle Teile unseres Volkes auss tiefste und deshalb bat die Regierung den bringenden Wunsch, daß der Entwurf eines Staatsgerich^shofes so rasch wie möglich ! verabschiedet wird. Es liegt ein Antrag Heinze vor, der daraus hinausgeht, den Entwurf völlig zu verwässern. (Abg. Kahl ruft: Objektiv zu gestalten?) Tie Kritik von Professoren an politischen Dingen ist im Kriege noch, tiefer gesunken als unsere Valuta (sehr gut! links), und nach dem, was wir an polittschcr Objektivität von politisch geschulten Juristen erlebt haben, ist auch nickst zu verlangen, daß das Volk ihnen ein besonderes Vertrauen entgegenbringt. Ter im Entwurf vorgesehene parlamentarische Ausschuß von Mitgliedern aller Parieieu ist die beste Einrichtung für die objektive von Tatsachen, denn jede Partei kontrolliert die andere. Dazu tritt als zweite Instanz der Staatsgerichtshof. Auch die Nächstbeteiligten baten ein Interesse daran, daß ein solcher Staatsgerichtshof eingerichtet wird. Er gewährt ihnen einen gewissen Schutz gegen den Spruch eines einseitig zusammengesetzten Entmtegerichtshoses. Die Reichsregierung wünscht nur Wahrheit und Gerechtigkeit nach allen Seiten. Ein Antrag Loebe wünscht die Veröffentlichung aller der Regierung bekannten Geheimdokumente. Die ^Regierung bat zu erklären, daß die Veröffentlichung aller dieser Dokumente im umfassenden Ausmaß vorbereitet ist; die den Waffenstillstand betreffenden werben schon in den allernächsten Tagen der Oefsentlicte feit unterbreitet und auch die den Kriegsausbruch ...... „..... Vl„vk betreffenden werten schon in aller Kürze in Druck I sollten präzisen Erklärung war. lieber den Fall begeben werden. Die volle Wahrheit, die aut diese1 Manheim verstehe ich vollkommen die Errermna all iur i Nächste Sitzung Dienstag vormittag 10 Öl Anfragen, Fortsetzung der politischen AuSsprai! Verfassungsentwurf. Schluß gegen 8 Uhr. uen, ebenso eine Deickschrist üfa die Vorgänge, die zum Wafsenstttlstand gefüllt haben. Ich stelle fest, die Rechte ist allein schuldh tttic" in.. tz^klej, ( r» *'‘1^''«l! 1 H na vtn. die große Industrie besitzt, in ben Besitz der Nil, gemeinhett überführt. (Beifall links.) Ter Stocnt gerichtslwf wird Ilwe Schuld am deutsichm Ävlj iieststellen. (Beifall links.) Präsident Haußmann: Der Ministerpck4 bent hat von der Gewissenlvsigfett des Abg. i, Gräfe gesprockfen. Das verstößt gegen die Ordiu^ des Hauses. Reichsftnanzminister Erzberger: M > q Ausführungen finb nicht in einer Zette entkrä« »vordem In bent Briese Pacellis war fiar zum Auz. druck gebracht, daß eine versöhnliche Antwort tu Friedensverhandlungen erleichtern würde. Voruitz. otzung war 1. eine bestimmte Erklärung Demik lands über feine Kriegsziele, 2. eine bestimmte Klärung über Belgien. Die offizielle frcmzösinli Note war selbstverständlich erst nach öortergtt Fühlungnahme mit den beiden Machten ergänz und zwar, als die Friedensresolutton des Rei^. tags beretts vorlag und ihre volle Wirkung gety hatte. Die sechs Zentrumsabgeordneten, die gtgg die Friedensresolutton gestimmt haben, sind vq der Volksstimme weggefegt worden. Wir sind t»l mals vom Reichskanzler Michaelis irregesühtt lud den. Der Beschluß des Kronrates konnte nickt mit, tzeteitt werden, denn er wäre als eine Brüsk«, haben. Ich stelle fest, die Reckt am Unglück unseres Vaterlandes. (Stürmisch Beisall bei den Mehrheitsparteien, Zftchen recht» Nach Erllärungen des preußischen LandwÄ^ schaftsministers Braun über den Landarbeiters in Pommern und bat pommerschar Landbuud vvj tagt sich das Haus. Dr. Phil, promoviert. . ** Keine Verlegung der K re t tagswahlen. Wie wir in Erfahrungrr gen, hat das Ministerium des Innern der Volkskammer in Anregung gcora^ Verlegung des Termins der KreistagslM auf den Tag der Provinzialtagswahlcu technischen Gründen nicht stattgegeben. ** Aus dem Stadttheaterbu ' Wie wir erfahren, sind für das heutige G li der Tänzerin Adrienne Ursula Hacker a Abendkasse noch Karten zu haben. Das GWl verspricht einen vollen künsckenscten Das Musikaltsch-Llte-a'ß' U u t e r h a l t u u g s k r ä n z chen 19 14^ in den Kreisen der Bevölkerung über das Treiben der französisck)en Offtziere und Befatzungsttuppen. Gegen die Bezahlung einer Buße von einer Million Franken durch die Stadt Berlin habe ich mich gewandt und wende mich heute noch, obwohl die französische Regierung inzwisck-en erllärt hat, ie werde das Geld dem Roten Kreuz zuwendcn. Wir erfeimcn die Forderung nicht als berechtigt an, ba derartiges niemals unter zivilisierten Völkern üblich war. Heber die Vorgänge, die zur Ermordung Manheims führten, ist eine Untersuchung im Gange, deren Ergebnis ich abtmrle. Wenn drs, 1 was behauptet wird, richttg ist, und wirklich Ueber- griffe der Franzosen vorliegen, so gibt bas keinen Anlaß, gegen irgendwelche französisckzen Soldaten eine Hetze zu betreiben. Der übergrößte Teil ber deutschen Presse hat sich erfreulicherweise von olcher Vertetzung ferngehalten. Mieine Politik muß auf Wertung des Deutschtums im Auslande eingestellt fein. Liekes soll begreifen lernen, daß die Teutschen ein friedliches Volk sind. (Lebhafter Beitoll.) Ich bin entgegen ber Behauptung meiner Gegirer dem Völkerbund nicht uachgelaufen, ich habe ausdrücklich festgestellt, baß dieser Völkerbund ein Bund der Kriegskabinette ist. Ich habe allerdings an die Völker appelliert, für eine befere Ausgestaltung des Völkerbundes zu wirken, denn dann erblick ich die einzige Hoffnung auf die inottocttbige Revision des Vertrages von Der- äilles. (Lebhafte Zustimmung in der Mitte und links.) Ter Minister schließt: Herr von Graefe hat den Vorwurf erhoben, wir zerstören bas Werk Bismarcks. Tas Werk Bismarcks ist durch die Politik der letzten 25 bis 30 Jahre in Gefahr geraten.1 Tarüber mögen Sie sich aus dem dritten Bande von Bismarcks „Erinnerungen und Gedanken" Aufklärung holen. Ludendörff ist neben Tirpitz der größte Verderber gewesen. Für unter meiner Würde halte ich es. die Anspielungen des Abgeordneten von Graest bezüglich ber Gesinnungstüchtigkeit und der Futterkrippe zu beairt- worlen. Ich werde meine Politik entsprechend meiner Programm rede weiterführen, so lange ich das Vertrauen der 9Nehrheit dieses Hauses hinter mir iveiß. (Anhaltender Beifall in ber Mitte und links.) Abg. Schultz- Dvomterg (Deutsch-Natl.): Tie Enthüllungen Erzbergers tebürfen der Ergänzung. Vermutlich liegt kein eigentliches englisckM Friedensangebot vor, sondern nur die Antwort Englands auf die Friedensnvte des Papstes. Erz- tergers Ausführungen über die Friedensnvte steten int schärfsten Widerspruck>c mit den Erklärungen der seindlichen Staatsmänner. (Zustimmung rechts.) Weshalb hat Erzberger nicht damals seinen großen politischen Einfluß für die Klärung der Tinge eingesetzt? Erzberger bestreitet, daß Graf Czerntn ihn veranlaßt Ijabe, nach Wien zu kommen. Erzberger hatte die Mxm in der Hand, Kenntnis von den Dingen imb tat nichts. Die Vaterlandspartei sollte dem .Vaterland in seiner Seelennot eine Stütze geben. Tie Sozialdemokraten sollten die Vorwürfe gegen uns im stillen Kämmerlein bedauern. (Widersprach und Lärm.) Die Wahrhett ist mit uns. (Zustimmung rechts.) Ministerpräsident Bauer: Tie Regierung denkt nicht daran, einen gesetzlichen Arbeitszwang einzuführen. Tie Vorlage über die Betriebsräte wird in der nächsten Woche der NattonaLversamm- tung zugehen. Tie Streiks sind die Folge der verbrecherischen Polttik des alten Regimes. Die Verantwortung für die Sünden des allen: Regimes lehnen wir ab. Sie würde sonst Selbstmord begehen. Eine Rückkehr zur Monarchie ist für alle Zeit ausgeschlossen. (Rufe reckfts: dllwartrn.) England hat immer wieder seine Bereitwillig kett zu einer Verständigung erklärt, sobald einmal Teutsch- land ferne Kriegsziele klar umschrieben bekannt gegeben. Tas hat aber die alte Regierung stets vermieden. Gegenüber den Erklärungen des früheren! Reichskanzlers Michaelis und des Generals Luten-' borff gebe ich zlvri Niederschriften bekannt, die eine ein Schreiben des Reichskanzlers Michaelis an Hindenburg vom 12. September 1917, die andere die Antwort Hindenburgs vom 15. September 1917. Michaelis schreibt: Es drängt mich Ihnen und General Ludendvrff den Tank dafür auszu- sprechcn, daß die Herren mich in so weitsichtiger Weise unterstützt haben, maßvolle Kriegsziele zu umgrenzen für den Fall, daß wir im .Herbst oder Frühjahr ju Frredensverhandlungen kommen. Ich nehme bte Forderung der Obersten Heeresleitung an, daß zum Schutze unserer westlichen Industrie an Lüttich sestgehalten werden muß und daß in Belgien alles getan werden muß, was zur Sicherung des wirtschaftlichen Anschlusses für uns notwendig ist, was natürlich mehrere Jahre dauern würde. In dem Schreiten Hindenburgs heißt es u. a.: Der Verzicht auf die flandrische Küste ist ein schwerer Schlag, der nur durch die auch von Jlmen anerkamtt'n Kompensationen gemildert wird. Diese Kompensationen - fclje ich in Stützpuntten innerhalb und außerhalb unserer Kolonien. Die militäriidje Kompeniation Belgiens wird auch bann noch nötig sein, wenn England und Amerika Frankreich geräumt haben werden. Nur wenn wir in Lüttich unbeschränkte Herren sind, können wir die erforderlichen rnilttärischen und Berwaltungsmaßnahrncn treffen. Ich vermag mir daher nicht zu denken, daß wir in irgendeiner absehbaren Zeit aus Lüttich herausgehen (Mit erhobener Stimme: Und das nennt Michaelis maßvolle Kriegsziele! Widerspruch rechts, ungestümer Lärm links.) Wetter heißt es in dem Schreiben: Die schweren Schäden, die wir den Nachbarn zugefügt Ijabcn, waren eine unvermeidliche Notwendigkeit des Krieges. Daß Entschädigungen dafür in Frage kommen, darf bei unserer militärischen Lage nicht vorausgesetzt werden. Nun schließlich die entscheidmden Stellen aus ber dem Briese beiliegenden Denkschrift Ludendorffs: Wir müssen das Gebiet zu beiden Setten ber Maas und südwärts bis St. Vith fest in der Hand behalten. Bisher sehe ich nur in der Einverleibung durch das Deutsche Reich das. Mittel dazu, es zu erreichen. Der Befttz der Maaslinie allein genügt nicht, um dem Industriegebiet die nötige Sicherheit zu geben. Wir müssen das englisch-belgisch- französische Heer noch weiter zurückschieben. Das kann mir dadurch geschehen, daß Belgien wirtschaftlich so eng an und angeschlossen wird, daß es auch seinen politischen Anschluß an uns sucht. Aus diesen Schriftstücken ergibt sich bezüglich Belgiens das folgende Bild: Kem neutraler Staat ber Welt hätte damals angesichts der wachsenden Tril- nahme Amerikas einen sv völlig unzureichenden Vorschlag über Belgien writergrgvl-en. Gleichzeitig wirkt nebenbei die Vaterianbopartei für ihre an» nerionistischen Ziele. (Zuruf des Abg. Trcrub: Sclauspieler! Zurufe links: VaterlanbÄ.'-errättr.) Das deutsche Volk wird Sie zur Rcchnrschftst ziehen. (Zurufe links: Verorecherbande!1 Eines Lernen wir aus diesem Kriege, nämlich, daß ein Volk sich tot itattgegekn, i iNWmg g «Motionen geger M i° Mrtzlvs hcotbnetenr | toi dilrWchch 1 _ te I -oc^TUm PtaUüÄi Ntta ii* t 1 . -turffflbu rarmsia ' «uriWm, i® --U'Mch 50 G ?! m für Kind UMilng M die W«inesleisch krd 8. nu klnf.V rm’tQ kkMch wit 1 in U^ocknerer Ua dl Im?*0 ■ 1^'2? vett u' ■ VÄ er der I br> MR W |£'hr: Vusikam I,.. shi M kestr l iw »' 6 M«»Zchivarz^j Lng 81, bringt ^,jo.Mi'lrncr „ y, bas Sandk •* Leibgefie' Ku vorn Sim^tag vn.i ötm Suivcpi’ ßl il , Kreis nicht besser schützt gegen die SBieberbotung iWxn . U n t e r h a l t u n g s k r ä n z chen 1» i » - Lia«, als wenn cä.bie xadxa ErwerbssuellLst, bie 1 stallric aut SvmttOL ubeud zu Gmpren oer « Aur Stabt und Land. Gießen, den 29. Juli 1919. Keine billigen AuSlandtzschnhe. Man hört vielfach die Ansicte äußern, und« rate Meldungen Berliner Blätter beuteten dar« hin, daß bemnächst durch die Einfuhr ausl« difchen, besonbers amerikanisch,en Sckiuhwerks ti Preise für Lederschuhe und Stiefel niedriger NM den. Diese Erwartung ist, wie ber Zenttal-Bo! band Deutscher Schulstvareichünbler mitteilt, gch lich unbegründet. Einmal sind Lederpreise i Auslande selbst höher als bei uns und dann vv hindert vor allem der Tiefstand unseres fDtdj Kurses im Auslände, daß 'nur irgend ettvcS ■ liger einführen können. Die Einfuhr fcr?i« Schuhwaren wäre übrigens vom volkswittsclail lichen Stmrdpunkte aus durchaus nicht ju W grüßen. Was unserer VvlkÄmrtschaft not tut, iim Rohstoffe, damit unsere Judusttne, unsere Arbeite Befchasttgung haben. Anstatt ber Einfuhr fertigt] Schuhwaren müssen wir beshalb die Einful/r cal Leder oder noch besser, von rohen Häuten irij Gerbstoffen zu erreichen suchen. Die Preise Schuhe sind übrigens in Deutschland trotz tM licher Lohnerhöhungen, wie immer betont roerra muß, keineswegs in demselben Maße geslie« wie dies bei vielen anderen Erzeugnissen dec W ist. Tatet ist freilich nicht an die SchleichhcntM preise zu denken, sondern an die Preise für bitfl ordnungsmäßigen Verkehr abgegebenen GM roareTK die durch gemischte, aus SckMh-Dcrs^W und Schuhlhänt^ern bestehende Kommissionm W den Schuhwaren-Herstellungs- und Vertriebe rM schuften nachgeprüft werden. Lebensmittel. ** Zuckerausgabe. Durch die ir| immer bestehenden Verkehrsschwierigkeittrs ein Teil des für die Juliausgabe tenöifc1 Zuckers bis heute noch nicht eingetrcfü Einige Kleinhändler können infolgedessen^ sofort bedienen. Die Kunden dieser wollen sich daher noch kurze Zeit geduldete» täglich mit dem Eintreffen des Zucket» rechnen ist. J ** Seefischverkauf. Heute erW das Lebensmittelamt wieder eine frisches« düng Kabeljau und Schellfische, V zu billigeren Preisen wie bisher in teil kannten Fischgeschäften ohne Marken iS Verkauf kommen. « L.U. VonderLandes-Univerl tat. Der außeretcttsmäßige außerordentW Professor für Stratigraphie und PaläoiW gie Dr. Hermann Harrassowitz zum etatsmäßigen außerordenllM Professor ernannt. — Der Privatdozent V Heinrich Junker hat einen Ruf als avM ordentlicher Professor für veraleicheiwe lW germanische Sprachwissenschaft an btc u« versität Hamburg erhalten und angenoniM ** Der frühe re Redakteur VW Gießener Anzeigers, jetzt chef der Weserzeitung, Karl Neurath, ® j von der hiesigen philosophischen Fakultät « eine bi fine rbihmrifdic .iteonkheit unter dien Soldaten V Wich« Münzen. tzaerii gibt i 50 Gram twnten. öfter und Handtaschen Druckknöpfe Marke Roland Kriegsprinz Strategen per Dtzd. M. 0.35. Franz Bette 8786 Mtnubarg 10. kt WahllmMimg geöffnet morden war. — Tie fffirnnattonm gegen die Bürgermeister- fcafcl in Metzlvs-Gehaag und gegen die ' »eordneten mahl in Landen Hausen des preußischen Latz cam über den Landarbe^ den pommrrschen 2a* s. ig Dimölag trormittag 11 •ung der politischen Ach, cs. Schluß gegm 8 Uhr .. ________„ -jrmft. Tgbl." Gramm Wurst zum Pfundpreise ** M u sikalische Abenduntcrhal- iing. der gestrigen Besprechung ist Zeile6 unten leider ausgefallen: Derr Fabrikant Eine Partie leere Packkisten abzugeben. Lederhandlg. Plank, Mühtttr. 3. (8671 'ittet. ES gibt Rauchfleisch^ .. inten. Wer die gmize Menge nicht auf einmal ufrn kann, hat am darauf folgenden Freitag noch ß tftnfoljb und ckivirn-Pflanzcn lh abzrmeben. to Neuenweg 52. Starkenburg und Rheinhessen. bt. Darmstadt, 28. Juli. Ein Pfund ~ so n. Bei adt und Land. lieben, den 29. Juli!f igen AuölandSschuhe lsach die Ansicht öu&m, ö berliner Mter beute :i Hst durch die Einfuhr dl amerikaniM Schute chuhe und Stiesel niedre > la. Piassava-Ersatzbesen iiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiitMn au- Reisstroh sauber gearbeitet, 6xi5retbl(v ver Stück 9)tL 2.50. Sofort lieferbar. 8UdCar! Gaerthe, Wetriar, Bahnhofstraße. t Erleichterung in ihrem Betriebe täglich etiva jhibifmctrr Wasser der Horloff entnehmen me, von denen 10 Kubikmeter nach Gebrauch Her zurückfließen. Ter KrcisauSschuß hat das such abgaviefen, da bon Seiten dcS Inl-eidener ifiertwrfo, ui dessen Quellenaebiet die Horloff rnntlich gehört, nric von Seilen einer AnMlst Mcnbcsitzer an der Horloff und der Ricdbach, | das Hottloffwasser ausnimmt und welche sich OrucksäGiien aller ärl wert die Brtiü'iche üBlv.-Dne^erei, L. Leige, Oielei Maschinen- Schmier-Oele Treibriemen Schmiill L fetami Frankfurt a. H1W3D Heidelbeeren bat' abzugeben per Md. Mk. LOO Jom. Gorsler. Schlitz (-Hessen). Körbe entsenden, können auch jeden Mittag frisch abgeholt werden. 8783 Leinöl tu...gekocht, n kleineren toöseren Pirtiew teils ttiüavc, teil» rostende krti abzugeben. 8807 $L Hünerkopf, Ht-Hoisbeim bei Main». Ttiuig ist, tote der W chuhivreichäiite mittu, :l Sin ml Ito »61 ')Dn alB bei un8 imb tff Fn8 ! bet Zttfftanb unfertig ’be, baß wir irgend tüt* Mn T» w jau^ bisher Preisen w Mästen oHne ren. | 5000 St amerlk. Fussballblasen | a per Stück M. 19.— 8 2000 St englische Fussballblasen ! • per Stück M. 20.— t la. Kernlederhüllen 5 ILtetlig, Gr. 5 ohne Nablsckutz, M. AUL dito mit Nahlschuy ilst. Ost— la. Fussballstiefel S in allen Größen von M. 65.— an. • Schienbelnechoaer new. treffen ein. 1 8 Englische Tennisbälle • renommierte Fabrikate von M. 12.— au. ] s Walter Dierks, fiS Dillenburg : 8 Telephon 63 (**D) Hauptstr. 44. \ Feine Lederwaren aller Art in bekannter Güte u. vorzüglicher Ausführung. Eigenes Fabrikat ucksäcke, prima Leinen ug. Kilbinger, Seltersweg 79 Zimmer (Lich), Resi Meran, Georg Seth, Liese! Zipp (Lollar), Elise Frohn, Käte Muth (Dtvr bürg); 2. Preise Elisabeth Jakob (Damcnvereia Gießen). Hermann Günther (Ges. Gießen), Anno Huth (Bad-Nauheim), -Otto Hummel (Lich). 60 Silben: 1. Preise Lydia Pechtold (Da- menverein Gießen), Wilhelm Laus, Heinrich £>of mann, Adolf Kopf, Willy Philipp, Marie Reichel, Otto Winzer (©cf. Gießen), Kurt T — Für die in polnischen Länden befindlichen deutschen Kriegs- und ! bürgetIi dien Gefangenen sowie die in rutschen Länden befindlichen polnischen Gesängen en nrtrb ein Kriegsgesaugenen-- lostvcrkehr unter den bekannten Bedingungen eingerichtet. Zuge lassen sind offene grwöhitliche ödefe uuo PosttaNen, Wertbriefe bis 500 Mark itO grw.'l'iilKl-e Postpakete bis 5 Kg. Ten Post- 9c;fchc swisdieft Teutschland und Polen vermittelt ölt Auctau Estelle des Teutscheit Noten Kreuzes n £X\1 Lastest). Mit der Ucbergabe dcr Scn- ^unqcn an iHefe AustausMelle eruscht, bzw. mit X7 Ausliri'rung dcr aus Polen kommenden Scn- 'Achtung! i Achtung! Weißkraut,WichgIllrotten, Zwiebeln, Merüben vsw. heute etngctroffen und empfehle zu billigsten Preisen Neuen Bäue 7 W. Hautet Telephon 612 Otto Winzer (Ges. Gießen), Zvurt Zahn, Fritz Jols (Verein Gießen), Wilhelm Fi;ank, Fanny Hofbauer, Adalbert Krell, Elisabeth Paul, ZuliuS ©>vnnett 2,80 Mark und am Freitag 1 Pfund LwcinefletschrumPfundpreisevon Diark für Kinder und für Erwachsene. Tie rwaltung gibt dieses auf Trichinen mtlersuckste ta>iiu-steisch deshalb in dieser Mettar ab, halt gröbere Familien in der Lage find, einen II räuchern zu lassen und für später zu Tas Fleisch ist für diesen Zweck ge- ,ibt Rauchfleisch^ jBorter- und Hinter- nten Tetcktio Phantomas in der Haujjt- äußerte in das Lusffpiel „Wolzernacht". Landkreis Gießen. ** Leibgestern, 29. Juli. Zu unserer Itohj vom Samstag wird uns mitgetcilt, daß brr mit dem Zuwersen der Gosse betraute Unter» rd nuu Häuser »licht streikt, sondern er- kmnkt ist KrciS Büdingen. , tp Echzell, 27. Huli. Hier grub ein Mann Meinem Garten bcrfdxtetent? Skelette und Schädel 140 Silben: 1.Preise Melitta Charak, Berta Forbach, Therese Schmall (Damettherein Gießen), Tilly Hofmann (Ges. Gießatt, Heinrich Müller (Verein Gießen), Heinrich Zell (Bcch'Nau heim), Walter Schmidt (Großen-Linten), Josef Petry (Wetzlar); 2. Preis Willi Benzlcr lVeretn Gießen); 3. Preis Otto Wirthwein (Friedberg) 12 0 Silben: 1. Preise Käta Becker, T hea Faber, Else Schmidt, Marie Schmidt, Minna Schmidt, Irmgard Wagner (Domenverein Gießen), Helene Peter (Ges. Gießen), Otto Rahn «Schüler verein Gymnasium Gießen), Rudolf Schütz (Verein Gießen), Marie Kaufmann (Bad-Muheim), Lxm- Neubauer (Friedberg), ?ldam Uhrhan, Paulo Weber iLich), Walter Decken (Wetzlar); 2. Preist Willi Reinhardt (Ges. Gießen). Karl Jtolbe (Verein Gießen), Eli so bet he Reinhardt (Friedberg). 100 Silben: 1. Preise Anna Bingel, Peter Jbckel, Liesst Lich (Gest Gtehen^, Adolf Sauer, Jakob Uhrhan (Lich); 2. Preise Elly Rieß (Damen verein Gießen), Minna Hammel (Ges. Gießen), Milli Förster, Fr. W LaNmmm (Bad-Nauheim), Heinrich Albreclst, Friedrich Ftmk, Fritz Mick»! (Friedberg) Heinrich Grotefendt (Lich); 3. Preise Wilhelm Schulz (Verein Gießen), Franz Beck, Hugo Brasch, Georg Bogel (Friedbergs 80 Silben: 1. Preist Babette Erkan, Äise CckaN, Else Euler, Marie Insel, Marie Schäfer, Lotte Wilke (Damenverriit Gießen), Gretel Breil wieser, Anna Dörr, Heinrich Ganß, KuN Kiel, Wilhelm Kratz, Gretel Mand, Wilhelm Mom- berger, Wilhelm Rinn, Emilie Schmall, Karl Simon, Mathilde Wadenpfubl, Georg Wahl (Ges Gießen), Karl Bourkarde, Georg Frihsch, Willi Heckrolh, KuN Wetter (Verein Gies-en), F-rida Deccceo, Ernst Kantner, Elisabethe Kluge, Gretel König, Heinrich Müller, Lina Schließer (Bad^ Nauheim), Minna Billasch, Hellmuth Heineck, Mane Luft, Alfred Rofenseld (Friedberg), Hermine Vater, Wilhelm Vogt, Marie Volz, Otto Aur oer Tabak- und ZigarrrnindnstUt. Gießen, 87. Jult. Am Sonntag fand im Kaufmämiischen Ver- einöhaus eine Versammlung der kaufmännischen und tech-nischen Angestellten im Tadakgcwerbe, Onsgruppc Gießen, statt, in der der l. Vorsitzende Herr Kuhl über die Bremer Tagung des Beratungsausschusses des TnbakgewerbeS beNchtetc. Aus dem Bericht war zu entnehmen, daß die Sozialisierung und PlmtwiNschaft des Tabakgewerbes vorerst nicht eintreten werben. TL wird aber der Teittschen Tabakhandelsgcstllschaft, deren Bestchenblciben für die Uebergangszeit (aber nicht mehr länger) noch erforderlich ist, ein sogenanittcr VettrauenSausschuß beigeaeben werden. Tiefer ?lusschuß besteht aus 46 Mitgliedern aller Zwerge des (Gewerbes mtb bat zunächst die Tabakeinfuhr, die Benirtschaftung der Inlandernte und die Kon- tingcntfrageit zu behairdeln. Es sind darin vertreten: 10 Importeure und Händler, 10 Pflanzer des deutscksen Tabaks, 6 ZigarMt-, 2 Rauchtabak-, 1 Kautabak-, 1 Schnupftabakhersteller, 3 Fabrikathändler, 3 Makler und Agenten, 3 Angestellte und < Arbeiter. Tic Zigarettenindustrie wird eine besondere Organisativtt schaffen. Ta neuerdings eine sehr starke Propaganda gegen die von der Regierung geplante Bandervlensteuer aus Verschiedcneni Kretsett des Gewerbes, besonders der Hättdler und Kleinfabrikanten, eingesetzt hat, so sollen den mast- gebenden Regiertmgskreisen und dem Struerans- schust der Nationalversammlung auch die von der Tabatsteuervorlage abweichenden Meinungen noch besonders zur ftenntni» gebracht werden. Auher- dem soll die Negienmg et-sucht werden, die Steuersätze für die Nebergang^zeit bednilend zu ermästigen. Es trurdc nämlich an Hand fachmännischer Berechnungen ststgcstellt, dast bet den jetzigen hohen Rvh- tabatpreiien und Arbeitslöhnen, dem ungünsttgen Valutastand und den gwßm Unkosten, da trotz der kleinen Fabrikation eine verhältnismäßig große» Anzahl Angestellter beschäftigt und durchgehalten nerben mühte, es nickst nwglich sein werde, eine einigermaßen rauchbare Zigarre unter 45 Pf. zu verkaufen. Tabei ivtirte eine solche Zigarre nur mit ausländischem Deckblatt gerollt sein und deutsches Umblatt soime eine rein deutsch: Einlage haben, nicht sorttert und in Pappschachteln verpackt sein. Die Friedens-lO-Pf.-Zigarre würde sich bei den neuen Steuersätzen auf etwa 1,50 Mk. stellen. Diese furchtbar Holsen Preise würden aber unbe- dingr einen bedeuteirden Konsumrückgang mit sich bringen. $ebauerIidicrttA*ife würden dadurch die Arbeiter, if.e zuletzt schon nur stoch 36 Stunden m der Woche arbeiteten, am allerchrrtesten getroffen, da für einen großen Teil derselben keine andere Erwerbsmüglichkeit vorl-anden ist. Tie Pause, die in der Zigarrenfabritation bereits ein» getreten ist, wird leider nockr etiva zwei Monate arihälten. Es sind bereits Käufe in Auslandstabaken gemacht luorben, so daß damit zu redeten ist, daß im Herbst die Fabrikation in der Höhe von etwa 13 der Produktion des Jahres 1913 wieder auf genommen 1 verben form. Mit den Pflanzern des deutschen Tabaks, die zuerst vollständige Freigabe verlangten, würbe ein Abkommen getroffen, daß sie die gesamte 1919er Ernte zu einem Rah- meirpreis von 325—450 Mk. für den Zentner mr- Uergc.rcnen Tabak (über das zehnfache de» FriedenA- preises^ abliefern. — Nach diesem Referat sprachen und) einige Herren, und es Wurde dann einstimmig beschlossen, daß die hiesige Vereinigung sich dem Verband her kauffnämnschen und techirischm Angestellten in Bremen, anschließt. Dieser Verband nimmt nur Anaestckllte des Gewerbes auf und besaßt sich lediglich mit der Vertretung fachlicher Interessen. Bezirck-wett schreiben. Der Bezirk Gießen Gabelsvergerscher Steno- graphen hielt am Sonntag, 2. Juli, in der hie- stgen Bezrrksschule seine 6. Tagung ab. Verbunden roar hiermit eine VertreterverfammlunT und ein Wettsck'reibon von 60 bis 300 Silben pro Minute, nebst Schön- unb Richtigschreiben sowie Ge- schüstSstenogr'aphenprüfung. Es imirbe beschlossen, daö nächste Bezirkswettschreiben im April 1920 in Lollar stattfiuden zu lassen. Weiter wurde mitgeteilt, daß für das Verbaichswettschreiben im September Homburg v. d. H. in Aussicht genommen fei. In den Bezirksvorstand wurden gewählt: 1. Vorsitzende R. Hafendmg, 2. Vorsitzen dnisse der Geschäftssteno- Sapbenprüfung und des Schön- unb Richtigreibens können erst später bekanntgeaeben werden. Nachstehend die Wettschreibergebnisse: 3 O O Silben: 1. Preis Georg Koch, Verein Gießen. 200 Silben: 1. Preise August Hirsch, Georg Scholl (Gesellschaft Gießen). 16 0 Silben: 1 Preise Emilie L^hr (Damenverein Gießen), Ernst Pfeiffer, Karl Röhm (Ges. Gießen), Emil Grobe, Heirrrich Heckroth (B^'rcin Gießen), Ernst Hirsch, Alfred Mayer (Friedberg), Hubert Riede sä (Marburg); 2. Preis Elli Bingel (Ges. Gießm) rtju Gelegenheit. rm. 2 ar m ftabt, 28. Juli. Die an der • rloft liegende Gewerkschaft Friedrich, die !, bekannttuß mit der Herstellung von Brikett- itrn lnffaßt, hatte darum nachgesuckü, daß sie born (Bad-Nauheim), Heinrich Frank, Wilhelm Weih (Butzbach), Wilhelm Barth, Wilhelm Thorn «Friedberg)' Erich Liptpold, Christä Vogt, Luise Weber (Lich), Bruno Christ, Karl Dcussing, Hug, Hoos (Lollar) .Elsa Bitter, Alemnder Bedau, Nutz Bedau (Marburg); 2. Preise Willy Becker, Thevd Hahn, Fritz Schrck, Wilhelm Weiß (Ges. Gießen-. Osretel Ärua, Rudolf Langsdorf, Peter Pfeffer, Dina Seipp (Bad-Nauheim), Ernst Hanußkicwij (Friedberg), Gertrud Weber (Lich), Karl Brück, Karl Streutet, Ernst Schmidt (LollM), Karl Gillcr (Marburg); 3. Preise Frida Niedermayer (Damenverein Greßen). Fritz Schupp (Verein Gießcrr,' Hermann Barth, Ernst Scheid (Butzbach), Elisabetls Philippi (Friedberg), Fr. Jesberg (Marburg) HochschUlnachrichten. ( ) Marburg, 27. Juli. In der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität habilitiert sich am Mittwoch Liz. Wilhelm M u n d l e mit einer Antrittsvorlesung übe, „Die Eigenart dec paulinischen Frörn- migkeit." — Prof. Dr. Göppert in Frankfurt hat den Ruf als Nachfolger des Direh- tors des anatomischen Instituts, Geh. Rat Gasser, angenommen. -(Marburg, 27. Füll. Wenn bet Monat Juli und damit ba5 Svmmerscmester sich seinem Ende zuneigt, steht Marburg im Zeichen der studentischen Stiftungsfeste. Seit etwa 14 Tagen kommen Marburgs Straßen und Gassen aus dem Fahnen- und Flaggenschmuck nicht mehr heraus, denn jode ihr Stiftungsfest feiernbe Korporation sorgt dafür, daß ihre Farben in genü- ficnbcT Anzahl vertreten sind, ein buntes Bild, da» den Fremden ganz eigenartig anmutet, dem Bürger der Stadt aber ebenso selbstverständlich erscheint, wie der Verehr in den Straßen, der jetzt seinen Höhepunkt erreicht, weil zu den vielen Studierenden, deren Zahl be-kannllich übet 4000 beträgt, sich auch noch die vielen ,-alten Herren" gesellen, die, ebenfalls mit Mütze und Band geschmückt, nnistens in Begleitung ihrer Angehörigen hier wellen und alte liebe Erinnerungen wachrufen Und doch ist eS etwas anders n»e vor dem Kriege Tie Sttfttmgsfeste werden nur in den Vereinshäusern (bis auf geringe Ausnahmen) abgehalten, die prunkvollen Festzüge und vor allen Dingen die allbekanTtten beliebten Marburger Faßvarti en, die das Ganze abschließen, kommen aus leicht begreiflichen Gründen in Wegfall. Nur noch kurze Zeit, dann verschwinden die bunten Fahnen und bis das Zwischensemester besinnt, werden auch ine bunten Mützen seltener im Marburger Straßen- bild zu sehen sein. In diesen Tagen ist Marburg eine ruhige Stadt. Kreis Friedberg. bj. B ad-Nauheim, 28 Juli. Minister- äs ident Ulrich, ein langjähriger treuer Freund se res Bades, ist zu längerem Kuraufenthatt ein- rtteffen. nmg'u bei bent Postamt in Oels beginnt die Haft- -flicht bei ^ilvriwaltung. Weitere Auskunft er» irden dic Poüanstalten. «i. Ter ttaacr hat wieder gelernt: Selbst ge- iputturn, 1.1 Li ft gemacht, ist die schönste Bauern- ttiKi** Tie Verarbeitung des Flachses bringt wie- Irr in das immer eintöniger gewordene winterlickM tr. ileben einen neuen Rei». Mancher lvurmstichig yiu । tene unb verstaubte Webstutzl lvird im bom- tittieii Winter wieder lustig klappern. Kreis Lauterbach. en. Lauterbach, 28. Jult. In der letzten UftntlidKn Sitzung des Kveisausschusses kcknt die ßcklomation gegen die B ürgermei ster wa hl tr Balj zur BerhaMung. — Der Reklamation stattgegeben, tveil die Wahlurne während ■ZZZ -ffhth kMKS'' I ee Schwarz-Weiß-Lichtspicl, Sel- ■ - Mvweg 81, bringt ab heute bis Freilag oaS lv'Abeiiwuer „Tie Pockerpartie" mit dem Mrenbee KrteSkqesangenrn im G rosten Hörsaale ixt lllnoersitär einen heiteren Vortragsabend, für den cand. phil. Karl Höcker gc- itxninrn war. Herr Hücker brachte Vorträge auS sveisterwerker. deiltfch'r Humoristen, lustige Dich- - H linken in VerS und Prosa, Schwanke und Schnur- iju R m »um Vortrag und fand warmen Beifall der dch W &V1' ”*mt Et ■ ne6tSatCib*'*N roar hntiL'.- / ' yr9B':i hnSj । toägtnä vom tte aus durckms in: fern MscreMitemv kn. Wtt« _____________ ______ _ - seit wir desWb ck s ] Ich»e i nefleisch für jede Pers wüt tun rohen M.' j tzi, WurNmetzgern gibt es laut „Darms stitf " - - - ä-.sq ffSasS -herMungS-undM^s rüst werden-...,, Lebensmittel. IhsH durch btc Entnahme des Wassers geschäingt glaubten, Einspruch erhoben wurde. Die ttX'ivcistschafl verfolgtt Ixftauf 'Rekurs bei dem Pnvoinzialaus- febun der Provinz Ober Hessen, der sich aber al- Brittzer des Wasfeno?rks Inheiden für befangen erklärte, so daß die Angelegenheit dem Tarmstädter Provmztalausfckruß überwiesen wurde. liefet tagte unter Borsttz von Gelieimerat Fey hier am letzten MttNvoch und verlLndigte am SamStag das Urteil damngchend: xcm Rekurs der Gewcrflck>ast Fried- ru.tt nxrd nattgegeben, das Urteil des .NrcisauS- »chuficö wird aufaehol-en unb die Genehmigung zur Entnahme des Wassers unter Auferlegung einer ganzen Anzahl von Be^ii^nmgen, die »um Schutze, der Stontrvllc unb der Sicherung der Inierefienten btenen sollen, erteilt. Tic Hessische Kulturinspek- tton, nne auch Geh. Rat .Ü-ubri'li hätten zu der Frage eiugel^errde (^ntad^ten abgegeben. Die Kosten «um» für die Beschaffung der ftoithoU- und Site* rungsmaßnahmen Hot die Gewerkschaft zu tragen. Hessen-Nassau. en. 58 ab Salzschlirf, 28. Juli. Am 22. Juli ist die im neuen Badchos in Bad Salzschlirf, im Laden dcS Herrn List, eingerichtete Zweigstelle des Mittelcuvopüischcn RcisebureanS eröffnet worden. Frankfurts. M., 28. Juli. (Wolff.) Dic Eiscnbahndirektion Frankfurt a. Ml teilt amtlich mit, daß am Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag dieser Woche die Annahme von gewöhnlichem und beschleunigtem Eilstückgut auf den Eilgüferab'erligungen Frankiurt-Hauplbahn- Hof, Frankfurt-Ost-, Süd- und Westbahnhvf sowie auf der Gepäckabfertigung Hauptbahnhof auf Lebens- und Arzneimittel beschränkt bleibt. Frankfurt a. M., 28. Juli. (Wolff.) Die Internationale Einfuhr messe in Frankfurt a. M. vom 1'. bis 15. Oktober wird den Erzeugnissen aller Länder offen stehen. Der deutschen Wirtschaftslage entsprechend erwartet man vor allem Rohstoffe unb Halbfabrikate, um die deutsche Jitduftrie in Gang zu bringen. Luxusartikel werden nur zum Handel im Transitverkehr zugelassen. a Limburg, 27. Juli. Auf dem lstesigrn Wockienmarkt wurde $um erstenmal nach Jahren wieder Butter im freien Verkehr an geboten. Das Pfund kostete 9 Mark, ein nicht übermäßiger Preis. ss Marburg, 27. Juli. Trotzdem Marburg mitten in einer Landunrtschaft treibenden Bevölkerung liegt, sind die Lebensrn i t tel nach icic vor hier knapp unb teuer. Kartoffeln fehlen jetzt gänzlich und dkmüfe nebst Vecrenobst wird, nx-nn man die Marktberichte vergleicht, in den Nachbar- ftäbten ganz bedeutend billiger verkauft. Tic Ur- säte ist darin zu suchen, daß Marburg Unipersi- tütsstadt ist und die hohen Preise, die \*erlangt, auch bezahlt werden. Tiejenigcn Einwolmer, die ihre Einnahmen nickst nach, Belieben erböten können, sind natürlich übel bnan. Tie Regierung hot deshalb, luxtexmi zwei Vertreter des Marburger Bcamtenbundes in Berlin persönlich mit dem Minister Rücksprache genommen haben, Marburg in die Klasse der teuren Städte ein gereiht. — Neustadt, 28. Juli. Durch einen Blitz- lcahl wurde die evangeliste Kirche derart be- chädigl, daß der smrntägltche Gottesdienst aus- allen mußte. st. Siegen, 28. Juli. Am vergangenen Montag traf ter fahrplanmäßig kurz nach 8 Uhr morgens ankommende Persone nzug bon Dille nburg mit einer Verspätung von Über 2 Stunden frier ein. Als ter Zug in Dillenburg bereitstand, stürzte eine Anzahl ter Mitsahrenten ohne Beachtung ter Sick-erteilS- schranken auf ten Zug zu und stieg, obwohl sic Fahrkarten 4. Klasse hatten, doch in die Abteile 3. und 2. Klaffe em. Tas Zugpersonal unb der Stationsvorsteher waren ten Leuten gegenüber machtlos und eS dauerte längere Zeit, ehe inan sie zum Verlassen ter Wagenabtcile veranlassen konnte. Als nun noch das Eintreffen eines Anschlust- zuges abgewartet nntrte, meinten die Fahrgäste offenbar, daß die mit dem Zuge Ankommenden in bie höheren Wagen klassen etn steigen roürten, unb um dem zuvorzukommen, sttegen sie wiederum in die Abteile 3. und 2. Klaffe ein. Erneutes Zusammenstößen mit dem Zugpersonal war dic Folge. Es kam zu Beleidigungen ter Beamten, fte wurden mit Steinen beworfen und tem Stationsvorsteher mit tem Einwerfen ter Fenster gedroht. Ter Zugführer und das übrige Personal weigerten sich unter diesen Verhältnissen den Zug zu fahren und ehe sich in Tillen bürg Beamte sanden, bte den Zug geleiteten, verflossen zwei Stunden. Aehnliche Zustairte ereigneten sich in Betzdorf bei ter Abfahrt eines Zuges nach Siegen. Dort mußten Personen mit Gewalt aus den höheren Wagenklaffen entfernt werden. Ein Arbeiter drohte dabei tem Steffner sogar, ihm nächstens da» Meffer in den Leib zu swßm. Ter Beamte machte Meldung unb aus ter nächsten Station wurde ter betreffende Mann verhaftet. Kinder-und Klappwagen „Brennabor" in großer Auswahl, solider Ausführung und vornehmer Ausstattung eingetroffen. Aug. Kilbinger BREHMABQ8 Srlteröweg 79. May Hi. uic uicajie t|t allein Ättlö Schotten. ms Vaterlandes (Still, * Aus dem Vogelsberg, 28. Juli, ehrheilsparteien. hiUm'- • b Nvt des Krieges bat wieder einige vor tem 1•ripfle stark vlässtgte Zweige ter Landwirtloft au neuen Ehren gebrnckft, S-ckzafzuckst, Rapö- au unö nun and), den Anbau de -r Flachses. Ilttnllialbcn trifft man jetzt blühende Flachdächer Inkarnatklee, blühender Luzerne, KM - — — seidefreie Saaten ——————— Riesen-Spörgel ausgezeichnete schnellwüchsige Grunfutter- u. Gründüngungspfianze Herbst- oder Stoppelrüben sowie alle ”*c Garten- und Blumensämereien zur Herbstaussaat empfiehlt Heinrich Hahn, Samenhandlung Bahnhofstraße GIESSEN Telephon 403 Sch e ^intihr|jtä|ibent ein :* flbniä anbot auf bet L dah v «lerne Antwort gegeben^ lic& wat bie Sadjinq» Hauens. Tie Reciieimn M R- Sie stammen ans ter Russcn-eit und waren, ll nächste Noche in e 1 H r mitrr N«*n ^nfbwitrn en, ebenio eine 1 dwe, mM. Zimmer für zwei ruhige Herren .rum Zusammenwohnen tit besserem Hause ge- Ä. Schr. Angeb. unter 6 an den Gies;. 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Wir haben uns bereits bei dem Westdeutschen Spielverband und damit bei der Deutschen Sportbehörde für Athletik angemeldet und daraufhin Spielerlaubnis mit allen Verbandsvereinen erhalten. Die Anmeldung bei dem Akademischen Sportbund ist bereits in die Wege geleitet. Von widerrechtlichem Gebrauch der Briefbogen des alten V. f. B. kann nicht die Rede fein, da alle führenden Persönlichkeiten und Spieler fast restlos dem nett ins Leben gerufenen Verein für Bewegungsspiele zuströmten und alles noch vorhandene Material des alten Vereins zur Verfügung stellten. Die uns unterschobene Absicht derTäuschnng bei der Sammlung von Geldbeträgen zur Anlegung eines eignen Sportplatzes möchten wir hier öffentlich als Verleumdung brandmarken. Wir wünschen auf keinen Fall, mir dem Verein für Rasenspiele 1900 verwechselt zu werden und haben dies auch stets deutlich zum Ausdruck gebracht. Wir danken an dieser Stelle nochmals herzlichst für die bereits erwiesene Unterstützung der Gieftener Bürgerschaft und werden unö erlauben, unsere Sammlung fort- zusehen. Im übrigen halten wir es unter unserer Würde, etwaige weitere Presseangriffe des Vereins für Rasenspiele 1900 zu erwidern und überlassen eS dem gerechten Sinn der Gieftener Einwohnerschaft, sich ein Urteil über die Kampfweise des Vereins für Rasenspiele 1900 zu bilden. 014756 VereillflirBeivegmgsspieleHiksse« Eiche f?iilincr Walltorstrafte 49 b. Frack-onilllebenÄzög für mittelgrofte, stärkere Figur preiswert zu verk. ni47OQ Frankfurt. Str.48 2 feldgr. Waffcnrörkc, seidene Mütze, braunes Stoppel mit Portepee u. Seitengewehr, Wickelgamasche Schube, Lack- Zngschuvci41 >,getr.Rock, seid.blaues Damcnkost., 44ecFtg., z.v.v. 4—7nachm. Neuen Bäue 101. 014730 Mehr, weifte Herrenhemden m. f. Br., fast neu, zu v. Plockttr. 1411 Schwareer Cutaway mit Hose, wenig getragen, zu verkaufen oder gegen Fahrrad m. 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Ter Umstcmd, daß sich das Sxcr in Sxrbftfd^oditen nach gut gesckLagen hab«, sei bei dem Wachs«! der Tinge Sein vollgültiger Die Abdankung der Halfers. Eine authentische Darstellung. In. 015 an Iler X LK ). Hindenburg schloß sich schweren Herzens auf sorgfältiger Prüfung der Verhältnisse wißenden Urteil des Generals Groener pflicht- inäs> an. Generaloberst v. Plcssen vertrat da- ytt beit Standpunkt, daß c5 für den Kaiser und iitt Arm« ausgeschlossen sei, sich einer Handlet däkt, ?öse illen drei- itäu= 1108. Ci., „Tas Heer wird intrcr seinen Führern und k^rrmandierenden Generälen in Ruhe und Ord- dnxg in die Heimat zurückmarschie- reu, aber nicht unter dem Befehl @nrrr Maje- s mehr .kür dessen fetzige Zuverlässigkeit, «iner Tcilimternehmung über Aachen fei diese -c außerdem nicht abgetan. Sie wäre nur das Osten und Westen, «n d-- Hießen angel Mi* jti«! W Mt it, bei -feuer, 14: "selben äußerten General Graf Schulenburg und trraloberft " ' ' "" ige zu folgernde Avdanrungstorvcrun: Worten auf das Nachdrücklichste zu- ' ~ Ter hätten bewiesen, daßdiebreiteMasse r Truppen in der Hand ihrer Füh - r lei. Auf Befragen erklärte Graf Schulenburg, bi in ad)! bis zehn Tagen eine genügende rappenmacht verwendungsbereit würde. Ter Feldmarschall und General •ccncr brachten den Gefühlen beider Generäle cs Verständnis entgegen, konnten sich, aber ^Ratschlchten nicht an'chlicßen. Ter Bür- k k r i e g würde durch dieselben keineswegs ver- Tie Forderung schnellen und energischen ns stände im Widerspruch mit der zugleich nten Notwendigkeit, den Truppen zunächst Ruhe g'wälnen. Wälirend solcher Frist würde die lution in der Heimat und die Zersetzung im Gröl' 014695 ist ■ stabt »fort 0« DirlS' chien, - “e unter ekjlnk itnkc Mgeläbr Muten en. ru lebe au» hr Bin tTaulch »* Verlöten" itete IN««! » na beiff tenia^ te£ Jul, iS“? 40910X0- M.L0g- ringe^ S-bulelt größeres Ingeb-» w* schwärzt Samttasc SM s®*» Meiner wen» schall zur gelt Ußch verlege. Heinrich Somn Weibbinde --®uTu«^ J L pss? U' Für S w Kese^ ''JkjW* oE, M M w Gn mm/ Sch ML In schmal wbrrit:I reicher Auswahl am Lager. 1>, ixn Kaiser zu diesem Schritt zu veranlassen. Der Kaiser äußerte am 8. November vor- iriöcfii beim Vorträge die Absicht, an der Spitze 05 Heeres die Ordnung in der Heina'. wiederher zu stellen. General Groe- ttrerhielt Befehl, diese Operation vorzu- t-reiten. 8 1M ffrrfam Heeresleitung beim Kaiser und General jroi Schulenburg, Chef des Generalftabs der rveSgruppe Deutscher Kronprinz; SiaalssekretSr T . v. Hintze , Vertreter des Reichskanzlers der Obersten Heeresleitung, kam zeitweise hin- wenn er dem Kaiser Meldungen $u machen Am 8 November abends fand hierüber zwi- |öcn dem Geueralseldmarschall v. Hindenburg, dem --neraloberst iD. Plcssen und dem Generalleut- ir.iti l^voener eine Besprechung statt. Angesichts ■fer Verhältnisse bezeichnete Otenerol Grvener 1 Plan eines Vormarsches gegen die limat als aussichtslos. Feldmarschall Die entscheidende Wendung trat erst durch das weitere Verhalten der Regie- rung ein. Wahrend noch die oben erwähnte Erklärung niedergeschrieben wurde, telephonierte nämlich der Unterstaatssclretär W a h n s ch a f s e aufs neue, die AbdankungSerklärung müsse binnen wenigen Minuten da sein, sonst sei alles verloren. Staatssekretär v. Hintze erwiderte, daß der Entschluß des Kaisers zu erwarten sei imb daß daraus gewartet werden müsse. Als dann der Staats- fckretär die inzwischen von dem Kaiser genehmigte und vollzogene Erklärung zu telephonieren begann, nmrde er vom Unterstaatssekretar Wahnscl>asfe unterbrochen, „das nütze nichts, es müsse völlige Abdankung ausgesprochen werden, und Herr v. Hintze möge zuhöreu, was ihm jetzt telephoniert werde". Nadchem der Staatsselre- löt v. Hintze hiergegen Einspruch erhoben und verlangt hatte, daß zuvor der Entschluß des Zbaisers angehört werden müsse, geschah dies, aber in un mittelbaren Anschluß daran imrcbe mitgcteilt, daß bereits die bekannte Erklärung durch Wolffs Bureau veröffentlicht worden wäre, die alsbald auch durch Funkspruch bei einzelnen Truppen bekannt geworden ist. Staatssekretär v. H ru tze erhob auf der Stelle gegen dieses Verfahren entschiedenen Protest und sprach sein lebhaftes Erstaunen darüber aus, daß man die Abdankung des Kaisers ohne Ermätt/tiguns hierzu belamttgegebcn habe. Er betonte ausdrücklich, daß er lnsher nur gesagt habe, die Ent- sd)ließung des Kaisers stelle bevor, es dagegen abgelehnt habe, über deren Jnl>alt vor ihrer eirdgültigen Festlegung irgendwelche Mitteilung zu machen. Ihm wurde von Unterstaatssekretär Wahnschaffe erwidert, nach den Vorgängen in Bcr- lin wäre eine andere Entschließung des Kaisers als die durrl, Wolfs beürnntgegebene nicht zu erwarten gewesen. Später äußerte sich «>>el)ermrat Simons in gleichem Sinne und fügte hinzu, daß mit der vom Staatssekretär v. Hintze mit geteilten Entschließung des Kaisers „nichts mehr anzufangen [ei". Herr v. Hintze stellte nochmals fest, daß aus seinen Mitteilungen keinerlei Schlüsse auf den Charakter der EntsdKicßung des Kaisers hätten gezogen werden können 'inrb wiederholte sein Verlangen, den Reichskai^cr persönlich zu sprechen. Ter Prinz kam nunmehr und erklärte auf Hintzes Frage, daß die Wolff-Depesche tatsächlich aufgegeben worden wäre und daß er für sie einträte, Prinz Max von Baden hatte die Abdankung Seiner Maiestät des Kaisers und Königs und diejenige des Kronprinzen veröffentlichen lassen, ohne vorher die Allerhöchste Ermächtigung hierzu abzuwarten. Von einem Verzicht des Kronprinzen war außerdem bisher noch nicht die Rede gewesen. Ter Kronprinz war weder orientiert, noch gefragt, noch gehört wvrden. Tem Kaiser wurde die Tatsache der vom Reid-skanzler erlassenen Bekftmttmachung über die Abdankung durch den Generaloberst v. Plessen und den Staatssekretär v. Hintze um 2,10 Uhr gemeldet. Er erklärte: ,-Jch bin und bleibe König von Preußen und als solcher bei Meinen Truppen" und beauftragte den Staatssekretär, den Ge- neralfeldmarschall und General Grvener, welche kurz vorher die Kaiservilla verlassen hatten, von der neuen Wendung in Kenntnis zu setzen. Geyen 3,30 Uhr nachmittags fand in der Wvhrung des Gencrälscldmorsdzills eine Besprechung statt, an welcher die Generäle Grvener. Graf Sd^lenburg und Frhr. Marschall, Staatssekretär p. Hintze und Legotronsnat v. Grümru teilnahmen. Es wurde von zuständiger Seite verneint, daß militärische Mittel zur Verfügung ständen, um die in Berlin ausgesprochene Abdankung rückgängig zu machen. Etwa um 4 Uhr begaben sich die Teilnehmer der Besprechung mit Ausnahme des Grafen Schulenburg, der in fein Standquartier zurückkehrte, wieder zum Kaiser. Generaloberst v. Ples- sen und Admiral Scheer waren anwesend. Ter Kaiser äußerte sich erneut gegen den Gewaltakt des Reichskanzlers und blieb dabei, daß er sich nur bereit erklärt habe, auf die Kaiserkrone zu verzichten. Ter General- feldmarschall berichtete hierauf über das Ergebnis der stattgehablen Besprechung und trug vor, daß militärische Kräfte mit Niederwerfung der Revolution nicht zur Berfügrmg ständen. Sodann berichtete er über den vom Staatssekretär gemachten Vorschlag eines nicht zu veröffentlichende Protestes. Seine Majestät war hiermit einverstanden. Der Kaiser äußerte, daß nunmehr dw Generalfeldmarschall . den Oberbefehl übernehmen und das Heer in die .Heimat zurücksühven müsse. Es wurde endlich die Frage des Aufenthaltsortes des Kaisers erörtert. Zu einem bestimmten Entschluß kam es jedoch noch nicht. Ter Kaiser entschied nut; daß er sich für die Nacht in den auf dem Bahnhof in Spa stehenden Hofzug begeben wolle, in welchem ein Teil seiner Umgebung bereits wohnte. Staatssekretär v. Hintze wies auf die Notwendigkeit Yin, für den Fall, daß die Reise nach Holland beschlossen werden würde, sdwn jetzt die vorbereitenden Maßnahmen zu treffen. Er wurde vom Kaiser beauftragt, die erforderlichen Schritte zu tun und trat demgemäß mit den deutschen Vertretern in Belgien und Holland in Verbindung. seinem Posten bleiben ioerde. — -. — November Ivar der General ©weiter in Berlin rttwnb und gewann hierbei den Eindruck, daß t Abdankung des Maisers und s ronprinzen angesichts der Ent ck- ^ginderHeimatkaumlängerwe^de ilj ae halte n werden formen, lehnte es jedoch «r Offizier mebriarfjen Anforderungen gegenüber beste stnedenöwm chiiesacken mit Eint Ichnürung, für @nr mäbmntolnen u >t fatnber, euivsiebll »i 12.- das kg, bruiti netto, ab Lager tz Gerau Zu dresen Feststellungen erläßt der Nationalverband deutscher Offiziere einen Aufnuf, in dem es ü. a. heißt: Generalleutnant Scheüch hat die sofortige Vereidigung des Heeres auf den Thronerben unterlassen, nachdem der Thronverzicht des Kaisers bekannt geworden war. Wenn General Scheuch an die Erklärung des Prinzen Mm: von Baden über die Abdankung glaubte, bann 4nutzte er unverzüglich die Eidesleistung auf den Thronerben veranlassen. Die Unterlassung hat Offiziere und Mannschaften in die allerschwersten Gewissens- und PflichtkoMikte gestürzt. Generalleutnant Scheüch hat selbst in der „Täglichen Rundschau" zugegeben, daß er es war, der den deutschen Kronprinzen zur Reise nach Holland veranlaßte, indem er bei der Volks- regierung dessen Entlassurrg durchsetzte. Denr Kronprinzen, der an der Spitze seines Heeres bleiben wollte, wurde dann nacherzählt, er sei fahnenflüchtig geworden. Nichts bat den gutgesinnten, aber schlecht unterrichteten Teil der Bevölkerung mehr erregt, und dem monarchischen Gefühl einen schweren Stoß gegeben, als diese scheinbare Feigheit des Erbes der drirtschen Kaiserkrorre. Generalleutnant Scheüch hatesunterlas sen,de n Kronprinzen von diesem Verdacht zu reinigen. Zu Beginn des BvriMges bat der Geer a l fe l dma r s ch a l l de n Kaiser um seine n t l a s s u n g, ’roril ihm der Gedanke namenlos r fiel, seinem Kriegsherrn von einem Ent- ufc abraten zu müssen, den er dem Herzen nach 11 big begrüßte, dessen Ausführung er aber nach slicher Uebcrlegung als unmöglich bezeichnen :fotc. Der Kaiser behielt sich tue Errtscheidung General Groener erörterte bann die oben gestörte Sachlage und erflärte den Gedanken einer Intcrncbmung des Fcldherrn gegen le Heimat aus den gleichfalls bereits dar- legten Gründen für unausführbar. Ter meralfeldmarsd>all ftimmte dieser Anschauung Sp. Kl. 1895), 1,60 Meter: 2 W. Reul (Sp. V. Kurhessen, Kassel): 3. W. Cramer (V. f. R. 1900 Gießen), 1,50 Meter. 1500-Meter-Laus Sen.: 1. W. Fritze (Sp. Kl. Ffm. 1880), 4,34 Min.; 2. G. Vogel (F. F. B. Ffm.); 3. R. Kern (Darmst. Sp. Kl. 05). 100-Meter-Lauf f Sen : 1. A. Weidner (F. F. V. Ffm), 10*/5 Sek 2. Meißner Oßeri. Turn- u. Sp. V. 1850); 3 Hoffmann (Berl. T.- u. Sp. V. 1850). Kugel- fto 67 Va K gr.: 1. E. Junghenn (Sp. V. Kürassen, Kassel), 11,30 Meter: 2. W. Jochwns (V f Bew. Sp. Ruhrott): 3. H. Oesterling^V. s B Friedberg). 7 5 - M e t e r - Ta m e n l au f: 1. Cl. Ftcdig lTurnlehrerinnen-V. 1911 (Franks, a. M IVs^Sek.: 2. H. Kaiser (Darmst. Sp. Kl. 1905 3. L. Cron (Turnv. 1860 Ffm.). Stabhod)- fmng: 1. W. Hehl (Fußb. V. Eschershei- 2,90 Meter: 2. F. Möller (Turnersdxrft Hedl heim): 3. H. Hauser lV. f. R. 1900 Gie' 4 0 0-Meter-Staffellauf: 1. Fro ; Fnßb. Verein, 451/.s Sek.: 2. Berlüier Sportv. 1850; 3. Sportklub 1880 Fra . ' a 800-Meter-Lau f f. Sen.: 1 A. 9-- (Sp. Kl. 1880 Frks a M.), 2,117s Min 2. H. Rcuß (Frankfitrier F. V.): 3. H. Hstdedrand (Sp. Die Kommunaltöablen. 4r Bergheim, 27. Fwli. Kaum gewahtt. starb nach schwerer Operation der Bürgermeister Johannes Hensel X. LJ Lang-Göns, 28. Juli. Gestern fand hier die Beigeordneten wähl süatt. Es nxrren drei Kairdidaten aufgestellt Wilhelm Uxid. Rompf, Heinrich Henrich II. und Jltonrab Wilhelm Als Sieger ging hervor der Sanbnnrt Wilhelm Karl Rompf. Nach Beümntwerden des Wahlresultates wurde ihin nach alter Sitte eine Tamw gesetzt und durch Den Gesangverein ein StändchLn gebracht. — Turch die Wahl des Gemrindevatsmit- gliedcs Ludwig Velten zum Bürgermeister ist an irine Stelle der Landwirt Karl Schmidt von der bürgerlichen Wahlliste getreten. # Michelau, 27. Juli. Ter bisherige B e ir geordn e tc Heinrich Kirchner III. wurde mit >6 Stimmen wiedergewählt. —Düdelsheim. Zum Beigeordneten wurde Wilhelm T r a u - Müller mit 340 Stimmen geurählt, der Gegner erhielt 269 Stimmen. Tie Wahl verlief sehr lebhaft. — In Calbach wurde Wcißbindermeisk» K. Reichert mit 73 Stimmen genxiW. § Ober-Seemen, 28. Juli. Die Wahlbeteiligung bei der Beigeordnetenwahl war, da nur die bürgerliche Partei einen Kandidaten aufgestellt hatte, gering. Gastwirt Kneipp wurde mit 265 Stimmen gewählt. T. Queckbvrn, 28. Juli. Bei der Beigeordneten Wahl erhielten Ludwig Aff III. 137 Stimmen, Frau Lehrer Marie Knöpper 22, Elisabethe Görnert 6, Eliiabcthe Bück 4 und Karo» line Mriot 3 Stimmen, die übrigen 14 Stimmen waren zerftckittett. Aff ist sonnt gewählt. e. Kreis Schotten, 28. Juli. Zu Beigeordneten wurden gewählt inBurkhards Landwirt Heinrich Horr II., in Feldkrücken Heinrich Keil VH. (Wieder), in Ober-Sei- berten rod Louis Nees II. (wieder), in Rain- rod Landwirt Jaüob Kröll VI. mit 148 Stimmen (Gegenkandidat August Konrad erhielt 137 Stimmen), in Glashütten Karl Maurer EL mit 112 Stimmen (Qfegcnfanbibat Maser Otto Tinges bekam 92 Stimmen), in Einartshau- sen Ludwig Jochim (einstimmig wieder), in S t 0 r n f e l s Gemrinderatsmitgliied Friedrich Lauster II. (einstimmig). w to|) -chr. »an iger. la drist- 11671 iger. terer zu tauf. Lunt. Anz. ¥ stöt, denn es steht nicht mehr hinter Eurer Majestät." Graf Schulenburg glaubte un Namen alter Generale der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz, das ('«egcnteil versichern zu können Erft gegen Ende dieses Vortrages traf die erste Aufforderung zur Abdankung ans der Reichskanzlei in Berlin ein. Tie Aus- ftnbenmgeit wiederholten sich alsdann mit immer größerer Tringlick^eft, so daß der müitärische Vvr- trag abgebtod^n werden mußte. Ter Kaiser begab sich mit den Anwesenden rn Pen Park. Tort wurden die Weiteren Beratungen in Farm vvn einzelnen Besprechungen Seiner Majestät mit wechselnden Gruppen der Awvcsenden und zwischen solchen Gruppen unterernanber fortgesetzt. Im (vardm erfdxcn auch der Kronprinz, welcher den Kaiser bat, die Armee nicht zu verlassen, sondern zu feiner Heeresgruppe zu kommen, mit der er den Marsch in die Heimat in Sicherheit ausführen könne Ferner erschien im Park gegen 1 Uhr Oberst Heye von der Obersten Heereslertung, um dem Kaiser Meldung von dem Ergebnis einer Besprechung mit 39 Generälen und Regimentskommanoeuren der Heeresgruppen Kronprinz Ruppreclft, DeutsdZer Kronprim und Gollwitz zu erstatten. Diese höheren Offiziere waren von der Obersten Heeresleitung nach Spa berufen worden, um über die Stimmung im Heere zu berichten. Der Feldmorschäll hatte nur einen Teil der damals mcht vollzähllg versammelten Herren des Morgens unmittelbar vor dem Bor- trage beim Kaiser flüchtig begrüßen können und mutzte die wetteren Verhandlungen dem Oberst Heye überlassen. Dieser hatte den Ofstzieren folgende Fragen vorgelegt: 1. Wie steht die Truppe zum Kaiser? Wird es möglich sein, daß der Kaiser an der Spitze der Truppen die Heimat im Kampf wicdererobett? 2. Wie steht die Truppe zum Bolschewismus? Wird sie den Kampf mit der Waffe gegen die Bolschewisten in der eigenen Heimat aufnehmen? Die Frage 1 baanttiwrtete ein Offizier mit ja, 15 ließen die Antwort mehr oder weniger zweifelhaft, 23 vernetttten die Frage. Im Gegensatz zu den Armahmeir des Generals Grafen Schu- lenbura hatten hierbei von der Heeresgruppe Deutscher Krimprinz 4 Offiziere die Beantwortung zweifelhaft gelassen, 12 sie verneint und keiner fte bejaht. Zur Frage 2 verneinten die Offiziere die Möglichkett, ihre Truppen gegen den Bolschewismus einzusetzen, 12 hiriten erst eine längere Zeit der Ruhe für nötig, um durch entsprechende Aufklärung und Hebung die Truppe für solchen Kampf in die Hand zu bekommen, und 19 ließen es zweifelhaft, ob ihre Truppen ganz oder wenigstens tettwrise gegen den Bolschewismus kämpfen würden. Oberst Heye meldete dem Kaiser demgemäß: „Die Truppe ist Eurer Majestät nod) treu ergeben, aber sie ist müde und gleichgülttg, will nur Ruhe und Frieden haben. Gegen die Heimat marschiert sie jetzt nicht, auch «nicht mtt Eurer Majestät an der Spitze. Sie marfdnert auch nickt gegen den Bolschewismus: sie will einzig und allein den Waffenstillstand haben jede Stunde früher ist daher wichtig." Der Kaiser fragte mm, ob die Armeen auch ohne ihn geordnet nach Hause marschieren würden. General Graf Schulenburg verneinte, General Grvener bejahte: Oberst Heye antwortete mtt den Worten: „Das Heer marftbiert unter feinen Generälen allein geordnet nach Haus: es ist in dieser Beziehung noch fest in der Harrd 'feiner Führer. Und wenn Eure Majestät mtt rlM marschieren, so ist das der Truppe recht und ihr eine Freude. Nur kämpfen will das Heer nicht mehr, weder nach außen noch nach innen." Währenddem liefen fortgesetzt Ferngespräche aus Berlin ein. in denen auf Abdankung gedrängt wurde. Sie wurden vom Chef der Reichskanzlei, Unterstmttssekretär W a h n s ch a f f e, und dem Geheimrat Simons in Berlin aufgegeben, vom Staatssekretär v. Hintze und Legations- rat v. G r ü n a u in der Kaiservilla ausgenommen imb, soweit erforderlich, nach vorherigem Vor- trag bei dem Kaiser, beantwortet. Zur Begründung der Aufforderung zu sofortt- ger Abdankung wurde Vvn der Reichskanzlei geltend gemacht, daß in Berlin heftige Straßenkämpfe stattfänden. „Berlin flösse in Blutt", die Truppen seien übergegangen, nur so könne man den Bruderkrieg vermeiden. Nach anfänglich vergeblichen Versuchen, über den Umfang und die Bedeutung der gemeldeten Straßenkämpfe unmittelbar Auskunft von den militärischen Behörden oder dem Kriegsminifter zu erlangen, be* Hotigte der Chef des Generalstabes beim Gouvernement Berlin, Major v. Berge und Herrendorf, zwar, daß die Truppen in der Mehrzahl über- gegangen seien: er stellte aber die Straßenkampfe als wesentlich geringfügiger dar. Davon, daß die Straßen ht Blut flössen, sei keine Rede: es seien 20 bis 30 Verwundete gemeldet. Staatssekretär v. ÄMtze unterließ nicht, den Unterstaatssekretär Wahnschaffe auf den Widersprach zwischen den Auskünften der Reichskanzlei und der militärischen Stellen aufmerksam zu machen. Als Grand für die sofortige Abdankung, die jetzt auch von den bürgerlichen Regierungsmitgliedern für unvermeidlich gehalten wurde, wurde weiter angegeben, daß dieser Schritt die einzige Möglichkeit sei, die Dynastie zu retten. Der Entschluß müsse sofort gefaßt werden, es handle sich nicht um Stunden, sondern um Minuten. Staatssekretär v. Hintze erhob Einspruch gegen diese Art des Drängens auf Abdankung und gegen die Form, in der es erfolgte und sprach wiederholt die Forderung aus, den Prinzen Mar von Baden persönlich zu sprechen. Die Erfüllung dieses Wunsch's wurde in Aus icht ge teilt, erfolgte aber erst, nachdem die Wolff-Depesche über die Abdankung, über die unten berichtet wird, bereits herausgegrben nxrr. Auf Befehl des Kaisers setzte der Staatssekretär eine Erklärung des Kaisers an den Reichskanzler des Inhalts auf, daß Seine Majestät, um Blutvergießen zu vermeiden, bereit sei, als Deutscher Kaiser abzudanken, aber nicht als König von Preußen: Seine Majestät wolle auch aus dem Grande König von Preußen bleiben, um zu vermeiden, daß durch den bei seiner Abdankung erfolgenden gleichzeitigen Abgang der Mehrzahl der Offiziere die Armee führerlos werde und sich'auflöse. Seine Majestät wolle keinen Bürgerkrieg. Seine Majestät würde für den Fall der Abdankung als Deutscher Kaiser dem Feldmarschall v. Hinderiburg befehlen, den Oberbefehl über das deutsche Heer zu übernehmen und selbst bei den preußischrir Truppen bleiben. leitet, Ab- Otten, taffe- bahM Mn tbißem terrhte ebenso- tmaldu ilume, ir,8lu- in, gute Haus- Fächer. Läufer, jr auö- eibener Men' _J/79 Ä jprfltbe. b.SiibL JHTV. im"""' Itiin fl, 9581 >14005 ) oinu Sport. Olympische Kampfspicle in Bad-Nauheim. 4- Bad-Nauheim, 27. Juli. Die Ergeb» nisse des ersten und zwetten Karnpftagrs sind: 1. 1600-Meter-Stafsel: 1. Sieger: Eisenbahn-Regt. 2; 2. Sieger: 5. Komp. Reichsw.«, F.-R. 22; 3. Sieger: Fußart.-Rgt. 3. 2. Hochsprung: 1. 2t. Frommer, Ari.-Tep. Darmstadt: 2. 2t. Luley, J.-R. 116; 3. Gejr. Fischer, 5. Komp. Rw.-Sch.-Rgt. 35. 3. 15 0 0 - M e t e r- 2au f: 1. Unter off. Mack, M.-G.-K. Sch-R. 22; 2. Füs. Paulus, Uffz.-Schule Wetzlar; 3. Uffe. Scholl, 4. Komp. J.-R. 36. 4. 400-Meter- Staffel: L 1. Bat. Rw.-J.-R. 22; 2. Unteroff- Schule Wetzlar; 3. 2. Bock J.-R. 35. 5. Kugelstoßen: 1. O.-St. Sen ff, 4. Komp. Sch^-Rgt. 35; 2. Geft. Richter, Gen.-Kiw. 18; 3. D.^L Christr, Stab Art.-Rgt. 18. 6. Stabho Hsprung: 1. Geft. Fischen. 6. Komp. Rw.-Sch.-Rgt. 3o; 2 .Geft. Richter, Gen.-Kdo. 18. A.-K. 7. 100. Meter-Laus: 1. Füs. Kreer, Unteroff.-Schuk Wetzlar: 2. Fähnrich Rettckold, 2. Komp. Rw.-' Sch.-Rgt. 22; 3. Fähnrich Münch, 7. Komp. Rw.-J.-R. 22. 8. Diskuswerfen:!. Fähnrich Münch, 7. Komp. Rw.-J.-R. 22-2. Oberlt. Hof- mamt, J.-R. 117; 3. O.-St. Senff, 4 .Komp. Sch.-Rgt. 35. 9. 400-Meter-Lauf: 1. Füs. Kreer, Unteroff.-Schule Wetzlar; 2. O.^vt. Köh- ring, Fußart.-Rgt. 3, 3. Vizefeldw. Thoms, Grn.- Kp. Füs.-Rgt. 80. 10. Speerwerfen: 1. Vizs- wachtmstr. Geisenhof, Kav.-Rgt. 18; 2. O.^t. Senff, 4. Komp. Rw.-Sch-Rgt. 35; 3. Lt. Medler. Nachr.-Komp. Sch.-Rgt. 22. 11. 3 0 0 0 - M e t e r- 2auf: 1. Wehrm. Hohmann, 7 .Komp. J.-R. 22; 2. Drag. Dreher, Rw.-Sch-ESk. 23; 3. Sergt. Gutbwt 8. Komp. Rw.-Sch.-Rgt. 35. 12. 1000- Meter-Staffel: 1. 1. Bat. Rw.-J.-R. 22; 2. 5. Komp. Nw.-J.-N. 22; 3. Eisenbahn'Ngt. 2. 13. 60-Meter-Hindcrnislaufen mit leichtem Masch. - Gew.: 1. Frw. Ohl, Rw.- Sch.-Esk. 235 ; 2. Unteroff. Hemmig, L Komp. Sch.-Rgt. 22; 3. Drag. Krappert, Rw.-Kav. 18. 14. Weitsprung: 1. Füs. Kreer, Unteroff.- Schule Wetzlar; 2. Uffe. Mayer, Unleross.-Schuke Wetzlar; 3. O.-St. Christe, Art.-Rgt. 18. 15. Hürdenlauf, 110 Meter: 1. Füs. Kreer, Unteroff.-Schule Wetzlar; 2. Drag. Schmidt, Rw.- Kav. 18; 3. Lt. Luley, J.-Regt. 116. 16. 5 0 0- Meter-Chargenstaffellauf: 1. 2. Bat. Rw.-J.-R 35; 2. Eisenbahn-Rgt. 2; 3. 3. Dctt Rw.-J.-R. 36. 17. Handgranatenweit, wurf: 1. Geft. Herzog, 4. Ko. Rw.-J.-R. 36; 2. O.-St. Senfs, 4. Komp. Rw.-Sch.-Rgt. 35; 3. Schütze Diehl, 1. M.-G.-K. Rw.-Sch.-Rgt. 22, 18. Tauziehen: 1. Fußart.-Rgt. 3. Ergebnis der Zivilkämpfe: Dreikampf: 1. Sieger F. Reis (F. F. V. Frankfurt a. M.), 14 Punkte; 2. Sieger L. Jubitz (Olympia Darmstadt); 3. Sieger M. Noll (V. s. R Gießen) 6 Punkte. 50-Meter-Lauf für Än- sänaer: 1. Th. Paul (Sportklub Fft. 1880), 62/s öetI 2. F. Kreuzer (V. f. v. B. Ruhrort); 3. W. Leonhardt (F. V. 03 Neu-Isenburg). Hochsprung m. Anl.: 1. O. Röhr (Dortmunder flutet gebercp n kurzen Worten auf das Nachdrücklichste zu- rung, für Herren,' Id. Ein gleidies tat General Groener. Ter und Kinder, liefert c Mer wies das Ansinnen, abzudanken, en t- -oerukichein fofort hie de n zurück und beauftragte den Minister, Richard Sfir W Rriil>skanzler zu melden, daß er pflichtgemäß Wen.V , stimm Posten bleiben ioerde. Am 5. und ntriel größerer Kämpfe gegen Osten u deren Turchführang die Kräfte fehlt« Ter Kaiser neigte sich anfünglrch der Plesssr- fulcnbirrafden Auffassung zu, entsichfied aber ließlich dahin, d-aß der Gedarrte, die Heimat ch eine Operation des Feldheeres wiri>erzu- 6erm, aufeugeben sei. Ter Kaiser wollte dem ieutanbe den Bürgerkrieg und dem Heere Ü allen von ihm w heldenmütig ertragenen; il4®011 und Verlusten neue Kam p fe er spa- Tagegen sprach der Kaiser die Wsickt aus, gesdilossenem WaffenstillUand in fricdlvchir z,^r,u an der Spitze des Heeres in die Heimat virKzutehren. Auch diesen Gedanken hielt der ft-cnal Groener nicht für ausführbar, treil sich < lanze Revolution unmittelbar Itqanbie Person des Kaisers gewandt me.. Er erklärte daher: Tie „Teutsche Tagesztg." ist in der Lage, jfrrbic Vorgänge des 9. November im Großen Hauptquartier z u Spa eine , hcnlischc Tarstellung der Oeffentlidcknt zu über» Vten, für deren Richtigkeit Generalfeldmarfchall Hindenburg, Generaloberst v. Plessen, •mat9fefrciär a. D. v. Hintze, General F-rhr. Marschall und Geireral Graf Schulen- il r g, soweit sie an den einzelnen Ereignissen vteiligt sind, die volle Bürgsd>aft übernehm »n. -*,1 Vieser Darstellung heißt es im weftntlichen: Ter preußische Minister des Innern Drm^ -M am 1. November 1918 nach Spa, um Sr. Ujefiät im Auftrage des Reichskanzlers Prünz ojer Vvn Baden über die innere Lage und die in er Presse weitverbreitete Forderung der A b d a n - -rag des Kaisers Vorirag zu halten. Tem ^trage wohnten der Generalseldmarsd>all von i9inh„«»der •lirfenburg, der Generaladiutmtt Generaloberst lobnim?nu ®enen' i «essen imd Generalleutnant Grven-r bei. Ten lS*ibiU0Pbfn totrag, die Forderung der Abdankung an den zu stellen, hat der Minister Drews, wie ’ t lagte, nidtt gehabt, er sollte nur orientieren, „'uf Befehl des Kaisers, sich zu äußern, wies yt Feldmarschall die ferner Meinung nach aus rm Vorträge zu folgernde Abdankungsftrderung Jetzt wieder zu bi Central-Droge Schulstrafe Einko Am 9. November, vormittags 10 Uhr, fxnib 'm Kaiser der militärische Vortrag über die je durch den General feldmarschall und (Seiner d r»e n c r statt. Teckei waren anwesend: G> Apparate droladjutant Generaloberst v. Plessen, Genevrl- grient Generalmajor Frhr. Marschall, Chef des rilLiärfabincttS Major Niemann, Vertreter der Ä e,17c) aller 'spe, tDaUtorftrnüc 77 Zrriisprecher 500 Ille Sruckarbeiten/ für Behörden, Vereine, Handel, Hewerbr, 3n- duftrfe and Zamille, wiffenschastltche Werke tmd OIITevtatienen werden fdjncd, ftilrem u. preiswert ongefectlgt In der Buch- und etclndculecel/ Wilhelm Herr, Gießen Ulrich. O. m. b. H., Frankfurt a. M. 1« 5Sw!*i $ctr.: Tie fti An die Bürge Wir sehen ‘ ntetiibe ein Ku Wmtnhalbjühr Gießen, über den Verkehr Tie Bekann 1919 vom 20. 5 Betr..- Land _ Bahn Termin in nachmittags 1 - fln Ort und ’i "Wn Aiissti Gießen, \W Mai An die Vüi Wir vei 17. Juli l. S tragen Sie, j dufi nerfffl itorben. Gießen. S^4180, Lu. ZwA 1*7 < 1.50; 4.50 k , -läirflL B bettessend A Dom 22. April Aus Grund ridjtung von P ixun 25. 2epter 607 und 7: 22. April 1919 „Kr in hc den Eriverb veri tvill, bebari hier für die Besörder imb jede Weise Ner außerhalb Tarmstai au der am 3. August, nachmittags SUM elsenkeller" in Gießen stattsindenden Versammlung j werben alle Biebbänbler sowie Landwirt»» sonstige Interessenten etngeladen. Tagesordnung: Stelnngnofiint zu de» neuen DmrdW des LberhessisAen AjelchaadelSverbiiM In Anbetracht der Wichtigkeit der Sache bH vollzähliges Erscheinen der Händler eros« Keiner darf fehlen. » Der Vorstand deS AtthtMkVitWMer-VM Drncksaelien dff Art XXÄ i wert Ile BrlM'eeke üilv.-Deeekerel. B. fceiie.* Mn X 111 191 «n den Lber ». Mistel „, «n machen 5*1 Etui »Diener voi pfv k englische GnmininiäDti für Damen und Herren mit Gürtel vor Mk. 185.— an sind etngetroffen. Günstigste Bezugsquelle für WiederverkäiM Wolter DierK, gjertortiM, MM Telefon »3 8707V Hauptstraße u KL 5 hm 6 Saalbau Safe £ti (vayerlsche Vierhallen) heute und die nächsten Tage der neueste Schlager: Verprek-Och der . Lhiemseer Tiroler-Napek Die Uapelle ist in ihrer Art ohne Nonkm« Speztat-Aurschank von nur bayerW vier virett vom Zatz «Ergebenft Hans Kirjittget (weißes Braut Die glückliche Geburt eines Kräftigen Junget zeigen hocherfreut an Emil Isaak und Frau, geb. Katz Lich, $6. Juli 1919. P'tt m « ®’ne 6tti Aii üfriS11 Weint nach Bed Nr. 65 ZiihMUcberfich hanshaltungslazu auf Bahnhof At Geb Die Blockade Rußlands. Amsterdam, 28. Juli. (WM.) Tie. ning -Post" meldet aus Paris, daß der CfrJI Rat die Frage der russischen Blockade von iu’>| besprochen arnd beschlossen habe, Wilson auj M Gefahr aufmerksam zu machen, die aus der Hebung der Blockade gegen Rußland entfiel könnte, da die einzige Folge fern iverde, Mi» Vvlschestnsten neue Vorräte erhielten. Eim Entschließung der deutschen Gavrü schaftsverbände. Amfterdam, 27. Juli. (Wolff.) Eine»l Sassenbach im Namen der deutschen ÄcwerlschW verbände dem internationalen GewerkschastskouM überreichte Entschließung hat folgenden Wortlq« Tie deutschen GewerksdnaftsverbLnde erlawW stets an, daß Teutschland in Bezug auf Bch falsch gehandelt l-at. Sie verurteilten imi die Krregsgrausamkciten, die wahrend der deulsi Besetzung an Belgien begangen wurden. Die Portierung der belgischen Arbeiter geschah ni mit Zustimmung der deutschen Arbeiter. Som es uns wahrend des Krieges möglich war, | lLmpften wir sie. Die Haltung der deutsäzen beiter klasse bei Ausbruch des Krieges und wäh« des Krieges war durch die Lage Deutschlands s, dingt. Wir waren überzeugt, daß Deutsch! einen Verteidigungskrieg führte. Daß dies Teutschland allgemein geglaubt wurde, ist b» die Tatsache erwiesen, daß auch die Führer dec genannten unablKngigen Sotzialdemvkvatte Ausbruch des Krieges die gleiclze Haltung ehui men. Tre beutfdje Arbeiterklasie war stets Qkg des Krieges und der Rüstungen und stimmte i mals den imperialistisckzen Plänen der Regien -u. Wenn zu Beginn des Krieges alles das, » letzt bekannt ist, bekannt gewesen wäre, wem, Arbeiterklasse nicht von der Regierung trregt führt 4int> betrogen worden wäre, bc wäre die Haltung der deutschen Gewerkschaften i ihrer Führer eine andere gewesen. Wenn deutsche Arbeiterbewegung geahnt hätte, l Teutschland die an greifende Macht war, bi hätte sie zweifellos versucht, den Krieg mit all ihr Gebote stehenden Mitteln zuiver yinder Wir müssen anerkennen, daß die Arbeiter auba Länder mehrere unserer Handlungen während d Krieges nicht billigen oder verstellen können. A Handlungen wurden jedoch Deutschland durch d harten Kampf, den das deutsche Volk durchkumah batte, ausgezwungen. Jetzt, wo uns die Wahi vor Äugen tritt, ist es uns klar, daß viele To die wir in voller Ueberzeugung taten, nie ervorheben muß, ist, daß Deutschland, vom Vatikan ersucht, sich ohne Hinterhalt über seine Absichten hinsichtlich Belgiens auszusprechen, sich weigerte, dies zu tim. Es ist ganz klar, daß im August und September 1917 Deutschland keineswegs bereit war, uns El saß-Lo t hr in ge n zurück zu geben, noch Belgien in seiner vollständigen Unabhängigkeit wieder- derznstellen. Hochfchrrlnaehricbten. = Frankfurt a. M„ 27. Juli. Für feinen ber nächsten Abende hat die Jnternatio- naleStudentenvereinigunganber Universität Frankfurt folgenden Vortrag an gekündigt >,Gegen Vaterländerei und Chauvinismus", ber im Höriaal H der Uiriversität abgelmlteu werden soll. Oegcn die Abhaltung dieser Versammlung hat Drivatdozent Dr. Hoser beim Rektor schärfsten Einspruch mit der Begründung erhoben, daß die £me der Universität, in deren Hallen die nduugs-Tenktasel und die Ehrentafeln für die (lenen Universitätslehrer und Studenten auf Das deutsche Vaterland und seine Erhaltung in klassischen Worten hinwiesen, durch solche aufreizenden Vorträge, die sich gegen Vater land und saarländisch!' Ehre richteten und allen akademischen Behördliche Anzeigen. Stadt. Arbeitsnachweis Gietzen West-Anlage 31, Teleph. 2054. ES können eingestellt werben: B. bei Hefigen Arbeitgebern: 1 Schmied, 2 Schuhmacher, 100 Grubenarbeiter, 4 Schreiner, 2 Schneider, 1 Militärschneider, 2 Tavezierer, 1 Wagen- lädieret, 1 Eiserchobler, Handlanger, 1 K'otelluch, 3 Schwerbeschädigte für eine Behörde, 1 Bilder- rabmer. Lehrlinge: 1 Schreiber, 1 Friseur, 1 Maler und Weißbinder, 2 Graveure, 1 Tapezierer u.Wolsterer, 1 Stukkateur, 2 Schriftsetzer, 2 Schneider. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 4 landw. Knechten. Arbeiter, 200 Grubenarbelter. 5 Friseure, 7 Schreiner, 1 Maler u. Anstreicher, t Svenaler und Installateur, 1 Schwerbeschädigter für eine Behörde, 1 Küchenchef, 5 Schneider, 1 Elsevdreber, 1 Schmied, 53 Maurer, 2 Sattler, 2 Schuhmacher, 10 Handlanger, 5 Stellmacher, 1 Silber- und 1 Kuvserputzer, 1 alt. Schweizerdegen, 2 Küchenjungen, 2 Hausdiener, 1 älterer Bausschlosser, 1 Wagenschmied, 1 Spengler f. Telegravhenamt, 1 unverheirateter Hausmeister, 1 Glaser (Rohmen- machen. Lehrlinge: 1 Schmied, 2 Bäcker, 1 Friseur, ein Schweizer, 2 Schlosser für Elektr.-Jnstallation. ES suchen Arbeit: 5 Bäcker, 5 Schriftsetzer und Buchdrucker, Kaufleute, Schreiber und Reisende, 3 Kellner, Packer, HauSburschen und AuEuler, Maschinenschlosser, Bauschlosser, 3 Mechaniker, Arbeiter, 1 Kriegsbeschädigter sucht Ausbildung im Korbmachen, 2 Svengler und Installateure, Zigarcenarbeiter und •cirbeiterinnen, 6 Weih, binder, 2 Maurer, 3 Hetzer, 1 Stellmacher, 3 Sattler, 3 Elektromonteure, 1 Gärtner, vier Chauffeure, 1 Wacher oder Diener, 2 Krankenpfleger, 1 Hotel- Geschäftsführer, 1 Dreher, 1 Metalldrebe-r, ein Schmied, 4 Buchbinder, 1 Fliesenleger, 2 Köche, 1 Schreiner, 1 Anstreicher, 1 Glaser, 1 Tiefbau- techniker. Lehrlinge: 3 Kaufleute, 1 Schmied, 1 Elektriker, 2 Schuhmacher. Weibliche Abteilung: Bei diesigen Arbeitgebern können eingestellt werden: 1 besseres Hausmädchen, 1 Köchin, 1 Weißzeugfltckerin in Hotel, 1 Büfettfräulein, 1 Stütze für Hotel, 1 Waschfrau, 2 einfache Stützen, 1 Kindergärtnerin H.KI., Dienstmädchen, Laufirauen. 1 Verkäuferin in Schuhgeschäft, 1 junges Mädchen zum An lernen für Buchbinderei, 1 Flickerin, 1 Weißzeugnäherin. Bei auswärtigen Arbeitgebern können eingestellt werden: 6 landw. Dienstmädchen, Dienstmädchen, 2 Küchenmädchen, Hausmädchen, 6 Zimmermädchen, 1 Köchin, 1 Beiköchin, 1 Saaltochter. Es suchen Arbeit: Bureaugehtlfinnen, l Büglerin, 1 ältere Haushälterin, 1 junges Mädchen für nachmittags zu Kindern, 1 Verkäuferin, die in Buchhandlung tätig >var, 1 Beschließerin, jg. Mädchen vom Land tagsüber, 1 Schulmädchen für einige Stunden. 87928 Achtung! "WE tzinmach- und Salatgurkcn, Zwiebeln und Karotten eingetroffen. Berkaus Mittwoch von 8 Uhr an am Felsenkeller, Bahn- hosstrake. mi* Frosch. Fangolo-Vertrieh Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß Herr Oskar Sippel Wieseck-Gießen, Telephon 554 die Generalvertretung unseres gesetzt mehrfach geschützten Sport- u. Bewegungsspiels „Fangolo“ f. den Bezirk Oberhesaen übernommen hat Jeden, der diesen allseitig beliebten Spiel- u. Sportartikel erwerben will, bitten wir, seine Antrag.an Herrn Oskar Sippe!, Wiceeck- Gießen, Telephon 554, richten zu wollen. Fangolo - Vertrieb, Spandau Grunewaldstraße 14. 8784 Kasr 3 Tage! Ausverkauf 014687 wegen Aufgabe des Ladens SeltereWegOS ln Einkochgläsern Leiterwagen pp. Oarl Schmuck. Hausverkauf Haus mit angrenzendem Gärtchen, in dem sich seit über 20 Jahren gutgehendes Restanrant mit Logierzimmern befindet, zu verkaufen. Das Anwesen befindet sich in verkehrsreicher, zentraler Lage, eignet sich auch als Wohnhaus und zu jedem j | anderen Geschäftsbetrieb. Inter- i ; essenten wollen ihre Adresse unter i ä Angabe der möglichen Anzahlung LI unter 8795 bei der Geschäftsstelle g des Gieß. Anz. niederlegen. 4945hv Freiwillige Versteigerung. Mittwoch den 30. Juli 1919, nach-- mitta gs 2 Ustr, versbergere ich Neustadt 55 dahier, im Pfau, gegen Barzahlung: 1 Ladentisch mit Marmorplatte, 1 Gasherd, 1 Waschtisch, 1 Letter, 2 Slühle, 1 WaschmsteU, 2 Ofensckarme, 1 gvostcm Eckschrauk, 1 Kinderbett mit N7atmtze, 1 Mesfinsslampe, 1 nußb. polierten Stegtisd^ 1 Schirrnständen 3 kleine Tische. 1 Ständerlampe, eine grof^ Partie Gas- imb elektt. Beleuchtungskörper aus Bvonz-e Isthr gut erhalten», Garbevobenständer, Blumendvpfftänber, eine größere Partie Gegenstände zur Jnuenbcko- ration, 1 Sitzliegrivagen, Laöeneinrichtungsgcgen- flänbc und ein rundes Plüfchsvfa. Weitere Aufträge nimmt stets entgegen. Junker, 8693 Gerichtsvvllzie'her, Pbockstr. 7 II. Ich kaufe 5000 Zentner pHmaWicsenheis. Schriftliche Eilofferle mit Preis frei Bahnstation erbeten. ht54ss Jacob Fuchs,Winterburg d.Kreriznach. furSchraibmaschinen und Bureaumaschinen Franz Vogt & Co. SchreibmasehlaeBhaus Gocthestr. 32. 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