Erstes Blatt 169. Jahrgang Montag, 28. Juli 1919 Erzbergers Enthüllungen. 2ie große polnische Auseinandersetzung leMt Bich zum ein* irth mnschneidei? le aofgeHi linden: M,2-5—UM tkestrasse 20 p. M einer neutrale Vermittlung unternommenen Lrilärung -es früheren Reichskanzlers wp1 Ftiiw Richtigkeit hat, daß Friedensmvglichkei- ! ttii int Jahre 1916 und 1917 absichtlich durch- treirjt wurden. Diese Prüfung kann aber nach Seltersweg 7511 Feiephon 40t storikern und einem publizistisch geschulten üiiften bestehen, die das Recht haben, alle ns fünfte zu verlangen und jede Erhebung izuordnen. Das deutsche Volk soll die Wahr- !it erfahren, aber objektiv nicht in der irteiischen Enthüllung?taktik eines Mannes •rte aller Art Waffen und lern von Waren m von Waggons er Verkehr nach auswärts , , Wetzlar und weite |.: Nr. 175 icr «leß-rer Anzeiger erscheint täglich, außer Eonn- und Feiertags. Bezugspreis: tiwnaH.Tif.l.6O,oievtcl- jdtirlid) 9)lt. 4.80; durch llbhole- u. Zweigstellen nionatl. Mk. 1.50; durch 1 ic "lieft SDlf. 4.50 uiertcl- Poti auSschl. Besteilg. „erusprech - Anschlüsse: aiiD fallen, aber die belgische Mste allein sei nid/t zu halten. Es müßte ein enger wirtschastlick)er Anschluß Belgiens an Teutschiand tertetgeführt werten. Daran habe Belgien selbst Has größte Interesse. lieber die weitere Behandlung des Frieden sfühlers wurde von mir mit dein Staatssekretär v. Kühlmaim vereinbart, daß durch eine unbedingt geeignete Persönlichkeit zu sondieren sei, ob auf englischer Seile in ter Tat der Wille vorhattten sei, Den bisherigen Standpunkt übertriebener Friedensforterungen, wie sie unzweifelhaft zu unserer Kenntnis gefommea roapen, aufzugeben imb auf einer annebrnbarrn mittleren Linie zu verhandeln. Tas Schreiben des päpstlichen Nuntius enthielt nady dieser Ric> tung hin keine irgendwie uberzeug.'nte Briv.ise. Tie Gefahr lag vor, daß es sich darum handle, Deutschland zu entgegen kam menten Erklänmgen zu veranlassen, ohne den eigene:: erttavagont.'n Standpunkt aufzugeben, so daß dadurch bi ■ Ber- handlungsgrenzen £u unseven Unguuhcn rersckw- ben würden. Die Wahl te» Vermittlers fiel auf einen hervorragenden, dem Staatssekretär v. Mhl- mann persönlich nahestehenden neutralen Tiplo- maten, der ganz besonders qualifiziert erschien- die erforderliche Sondierung vorzmiehmen. Jhm^ wurde seine Mission unter Mitteilung ter Stete lungnahme Deutschlands gemäß obigem Kronrat in ter Weise umschrieben: Vorau "setzmig für Verhandlungen mit England sei die Anerkenntnis: a) daß unsere Grenzen intakt Hieben; b) daß unsere Kolonien zurückgewährt Mürber; c) daß kein« Errtschädigung gefordert werten dürfe: d) daß vop einem Wirtschastskrieg Abstwch genommen roiirbe. Ich _ habe in lieberemstimmung mit Exzellenz v. Kühlmann diesen Weg für den richtigen gehalten, weil nur beiunbedingterBertrau- l i ch k e i t die Verfolgung dieser ersten Friedens- fäden möglich schien. Tie Verhandltmgen über die päpstliche Shiric boten diese Sichertest niete. Schon bei dem Empfmig des Schreibens des Nuntius hatte sich herausgestellt, daß ter damalige Abgeordnete Erz ber ger vor mir davon unter* rickstet war, daß das Schreiben kam. Eine Indiskretion durch ihn mußte aber vor allem verhütet werten. Deshalb konnte dem Nimttus gegenüber nur eine abwartende Stellung eingenommen und ihm nach Ablauf einiger Zett nur eine Antwort, allgemeinen Inhalts erteilt werten. Daß jede Indiskretion die größte» Gefahren für die Anbahnung von Verhaute lungen in sich schloß, hat ter weitere Verlauf der Verhandlungen gezeigt. Tie Besprechungen im Kronrat uno ihre Ziele blieben nickst verborgen. Tie kriegerischen Parteien in Teutscte land, England und Frankreich bemächtigten sich der Angelegenheit und die Folge war, daß der Vertreter ter englischen Regierung öffentlich ab* leugnete, daß fettens der englischen Regierung ein Friritensangebot gemacht sei. Ich habe den Gedanken, unter weisem Nachgeben mit Bezug auf Belgien zum Frieden $u kommen, mit Lebhaftigkeit ergriffen und habe es durchgesetzt, daß eine einheitliche Stellungnahme zu dieser Frage innerhalb der maßgebenden Kreise erfolgte. Ich habe mich bemüht, den geeigneten Weg zur Der* folgung ter ersten Anregungen zu wählen. Wenn sch der Plan zerschlug, so lag es daran, daß unsere Feinte nicht wollten. . , Gegeben in Scüirow, 26. Juli 1919. Gezeichnet: Michaelis." Michaelis. Ter frühere Reichskanzler Michaelis er» ___Karte zu den Angriffen des Ministers Erzberger Frage in Berlin folgendes: 1 ___# Am 9. September | „Tie amtlichen Schriftstücke über die Behante 'N der Nationalversammlung hat vorläufig terrn Erzberger zu seinem Siege verholfcn, tn he Kreuz; ei tung als einen Pyrrhussieg leznchnct. Die sensationellen Enthüllungen de-7 Reichsfinanzministers auf ihren tatsäch iiliicn Wert hin abzuschätzen, ist noch nicht itiiglid), da der vielgewandte, verschlagene Ürortheld, der Neichsschaumschläger, wie ihn li: „Tägliche, Rundschau" nennt, es allzugut iersteht, Tatsachen nach eigenem Gutdünken zmechtzufrisieren. Der Vorstoß Erzbergers sezen den Abgeordneten V 0 e g l e r, wobei er euch mit einer geheimnisvollen Depesche ope tirrte, die sich nachher als Schreiben desMi- iters Müller herausstellte, ist noch in war ntnber Erinnerung. V Erzberger. Der Vorschlag des Abg. Dr. HßD ist von der Deutschen Volkspartei in- ischen zu einem Antrag verdichtet worden. Das wichtigste Aktenstück der Anklage, h> englische Telegramm an den Papst, harrt ro der Verösfentlichung. Nach den Andenken Helfferichs war diesem Friedensfüh- l nicht der Wert zuzusprechen, den ihm der »pst beilegte. Jedenfalls glaubte die dama- V Rcichsregierung — ob mit Recht oder krecht, das muß sich erst ergeben —, nicht f> auf diesem Wege in dec belgischen Frage »legen zu sollen. Sie unternahm nach Den dz..den des früheren Reichskanzlers Michae- I einen anderen Schritt und ließ durch Itatssekretär von Kühlmann einen neutra- e Diplomaten beauftragen, in London wei- sondieren. Nach mehreren Blättern soll iiich hierbei um eine spanische Vermittlung handelt haben, die im Sande verlief, weil Bereiterklärung zu Verhandlungen Auswärtige Amt nicht erreichte. Wie das »erklären ist, darüber wird sich Herr von Istmann zu äußern haben. Man möge nicht vergessen, daß die ganze Die Entgegnung helfferichs. Berlin, 27. Juli. Dn: frühere Staats- Minister D r. Helf ferich geht noch einmal in der „Kreuzzeitung" mit seinem Gegner ins Gericht und stellt folgende Daten zusammen: Arn 31. März 1917 schreibt Kaiser Karl von Oesterreich - den bekannten Brief an den Prinzen von Parma. In der ersten Aprilwochc gingen Kaiser Karl und Kaiserin Zita mit dem Grafen Czernin ins deutsche foauDtqimrtwr. Ihr Versuch, Deutschland zum Verzicht auf Elsaß-Lothringen zu bewcaen, findet keine Gegenliebe, um so weniger, als Kaiser Karl gleichzeitig die Designierung des Erzlstrzogs Karl Stephan zum König von Polen betreibt. Am 14. April wird der Jmrnediat- bericht des Grafen Ezernin ins deutsche Haupt- quartier gebracht. Acht Zage später ist Herr Erz- b e r g e r in Wien, im Aufttag des Reichskanzlers, wie er behauptet, ohne Auftrag tes Rrick-skanzlers, wie Herr von Bcthrnann und der Wiener Botschafter Graf Wedel behaupten. Er wird von Kaiser Karl empfangen und erhält von diesem, was Herr Erzberger schamhaft verschweigt, ohne Wissen des Grafen Czernin den Czerninschen Jm- mediatbericht. Graf Czernin tritt durch einen Freund in Berlin mit Crzbergcr in Verbindung und ermuntert ihn zu seinem Julivorstoß. Arn 6. Juli 1917 überfällt Herr Groberger im Hauptausschuß den Reichskanzler, er mag es leugnen soviel er will, ;a feine eigene Fraktion, mit dem von der Sozialdemokratie aufgenommenen und zu einer großen Aktion geschmiedeten Anttag „ein Friedenspronunziamentv" des Reichstages herbeizuführen. Wirkung auf das Ausland: Erkältung der gerade damals umyrtitimbaien ’Reigung der Westmächte zu Frtepensverhandluniren. Diese Neigung bestand, trotz der sehr hochmütigen Aufnahme, die noch im April Prinz Parma mit seinem Briefe fand, übrigens damals schon gegen ernstliche Bedenken von Lloyd George. Es folgte eine Reaktion. Der französische Minifterpräsideitt erklärte schon damals dem ttalienischen Botschafter in Paris, daß Frankreich ter Erschöpfung entgegengehe. Lloyd George kam nach Paris und sprach seine größte Sorge über die Zuspitzung der englischen Ernährungslage aus. Bon französischer Seite wurde eine neue Anknüpfung nickst nur zu Oesterreich-Ungarn gesucht, fanbern auch wegen einer Aussprache mit einem bekannten Diplomaten sondiert. Sogar Erzberger wird für das alles die Belege in den Akten des Auswärtigen Amtes finden. Da kam die Erzbergersche Bombe im Hauptausschuß, und es kam mehr! Es kam die Indiskretion, in der Herr Erzberger am 22. Juli vor dem Reichstagsausscchlß ter Zentnrmspartei, also in einem größeren Kreise, zu seiner persönlichen Verteidigung den Czerninschen Geheimbericht preisgab! Der Berickst hat srinen Weg nach Paris gefunden, ist dort mt Zusammenhänge mit ter Erzbergerschen Aktton als bat» Münze imb als Anzeichen unseres nahen und sicher bevorstehenden Zusammenbruches genommen worden. Die Wirkung war, daß die Friedensneigung bei unseren Feinten einer hochgesttmmten Siegeszuversicht und einem entschlossenen Kriegswlllen Platz machte. Nun ter angeblich? Friedensschritt Englands durch Vermittlung tes päpstlichen Stuhles Ende August 1917. Zum Verständnis dessen, svas dmnals in Rom und Berlin vorging, muß ich tetr an erinnern, daß die vom 1. August datierte Fricdensnote des Papstes gegen Mitte August den friegfüteenten Macksten überr-eickst Worten ist, nicht nur Deutschland und seinen Buntes- ffenossen, sondern auch England und seinen Verbündeten. Ich frage Herrn Erzberger: War dieses Telegramm der britischen Dicgimmg an ihren Gesandten beim päpstlichen Stuhl nicht vielmehr einfach eine Rückaußerung auf die päpstliche Frie- temsnote? Herr Erzberger stellte es so dar, als ob tn diesem Telegramm die Wjederherstelttmg Belgiens und Garantien für feine Unabhängigkeit die einzige Voraussetzung gewesen waren, von ter England FrietensverHandlungen abhängig gemacht habe. Ich frage Herrn Ercherger: War nickst etwa in diesem Telegramm der ganze Wust ber für rin unbesiegtes Volk unannehmbaren Friedenste- ding nagen aufrechterhalren, tert die Entente in ihrer unverschämten Antwort vom 10. Januar 1917 an Präsident Wilson zusammengefaßt hatte? Ich keime das Telegramm nicht. Weder Herr Michse- lis raxfj Herr KWmann haben mich bannB nr riefe5 Geheimnis gezogen, vielleicht weil ichl da- ttrals gerate auf Urlaub war. Ater gerate in nn- ercr Anttoort an Pacelli ist zu lesen: „Wenn sich unsere heurigen Gegner darauf berufen, daß fk als Antwort auf die Note tes PräsLenten Wilson ihre KrisaSziele mitgeteilt hätten." Wie dem aber auch sei, — nachdem Herr Pacelli im Auftrage des Kardinalstaatssekretärs aus Siebener-Konnnission tes Reichstages über die Papstnote. Die belgische Frage spielte dabei die .Hauptrolle. Am nächsten Tage, dein 10. 'Septem- ber 1917, sand im Schloß Bellevue unter tem Vor sitz des Kaisers ein Krvnra?"über die belgttck'e Frage statt, zu dem ich telegraphisch aus tem ur» lanb 51 irücfL'crufen Worten iixir. lieber den Verlaus di'eses K r 0 n r a t e s möchte ich hier rott= Teilen, was ich schon bor Monalm, also imbeein» mißt von ter fetzigen l§rzbergel scheu Darstelluna, *fur den dritten Band mA ter Darstellmigrn Weltkrieges geschrieben I>abe und was schon seit Wochen im Satz steht: „Der Reichskanzler und Herr v. Kühlinann habm geheimnisvolle Anteu-- tuugen über eine Friedensmöglichkeit gemacht, die sich neuerdings eröffnet habe und zwar durch Vermittlung eines durch England teauf- tregten neutralen Vertteters. VorausseAmg für 5-rieten§6erbanbhmgat sei unser völliger tedin- Üuitgjlofer . rzickü auf Belgien. Wir be f ür > wo rteten diesen Verzicht. Demgegenüber setzte sich ter C he f des A dmi r a 1 st a bes dafür ein, daß jeder Friste uns die flandrische Küste bringen müsse. Die Herren von ber Oberste n Heeresleitung gaben zwar die flandrische Küste preis, General Lutendorff betonte jedoch die militärische Wichttgkett einer Einbehaltung ter Festung Lüttich und ihrer Umgebung. Der Kaiser entsck/ied sckstießlich t?n Sinne tes Kanzlers. Der Kronprinz, ter in ter Sitzung selbst nicht das Wort ergriff, sprach sich nach der Kvn- ferenj mir gegenüber dahin aus, daß nach seiner Ansicht jd>e Möglichkeit zu einem entlrfneocnen Frieden zu kommen, ergriffen werten müsse, und daß ter Friede an keiner an sich noch so wichtigen Einzelsortermig scheitern dürfe." Kanzler imb Staatssekretär tes Auswärtigen Amtes hatten also hinsichtlich Belgiens vollkommen freie Hand. Ich persönlich habe mich ohne writeres der von dem Kanzler und tem 2luswär- tigen Amte vertretenen und dann schließlich vorn Kais«: gebilligten Antwort angeschlossen, daß keine Itelgifdjc' Frage ein Hindernis für eine ernstliche F-ri^tensmöglichkrit bilden dürfe. Bleibt die Frage: ,Marum hol ber Nuntius erst am 21. September ein^ Antwort erhalten imb warum bombte vom Reichskanzler Michaelis unterschriebMe Antwortnote — wie Herr Er-berqer c9 anteujet — abgelehut, eine Er- C.V nbzugeten?" Sa» wenig wie die Oberste HeereÄerlung war ich über den tem jkwiirat zu Grünte liegenden Unter^runb ter angeblichen Friedensmöglichteit urttemchtet worden, — auch in ter Kvonrarckfftzung wvrten über diesen Punkt Brinerla Aufklärungen gegeben. Hier müßten, ehe sich irgend jemand rin abschtteßentes Urteil bil- ; den taim, zunächst rinmal die beiten Herren Mi- j chaeliö und von Vühlmann gehört worden. Tann wird, wie ich schon jetzt glauben sagen zu, können, bas ganze Gebäude des Herrn Erzberger zu s a m m en b r e che n! Einorsetts aber sei an einen öfferttlichen Austausch von Erklärungen erinnert, ter zwischen ter englischen und ber deutschen Regierung im, Dezember 1917 über diese Angelegenheit statt gefunden hat und ter einige Fingerzeige gibt. Am 13. Dezember hat Bal four im Unter» hause auf eine .Anfrage geantwortet, die britifdje Regierung habe im September 1917 durch Vermittlung eines neutralen Diplomaten eine Aitt- tcüttng erhalten, ,chaß es ter deutschen Regierung ein Vergnügen bereiten würde, ter brittschen Regierung eine Mitteilung über den Fristen zu machen." Tie brittsche Regierung habe geantwortet, daß sie bereit sei, eme solche Mitteilung entgcgenzunehmen, =— bäte ater dann nichts mehr gehört! Dazu bemerkte das deutsche Auswärtige Amt: „Die temsche Regierung fei es, die Anfangs September durch ueuriwle Vermittlung eine Ans ra ge.üter die deutschen Kriegsziele erhalten habe und zwar in Formen, daß die deuffche Regierung das Borwissen und Einverstärümis ber brittschen Re- rierung mit dieser Anfrage habe annehmen müssen. Die deuffche Regierung sei grundsätzlich zur Beantwortung dies« Anttage bereit gewesen, ter wettere Verlauf der Ereignisse habe indessen ter deutschen Regierung die Ueberzeugung auf* gedrungen, daß auf ©eiten ber Gegner nichts geschah, um die von ter deutschen Seite beabsichtigte „unmittelbare Beantwortung der Anfrage" zu ermöglidjen. Darauf erklärte Lori» Robert Cecil am 17. Dezember, die britische Regierung habe zwar wiederholt versucht, „durch Ministerrriren Ausllärung über die deutschen Kriegszrcle M erlangen, niemals ater fei mit Wissen der brittschen Regierung von dritter Sette eine solche Anfrage an Deutschland gerichtet worden". Die Mitteilungen, die das britische Drswärttge Amt im September 1917 den Vertretern der ber» häuteten Mächte über einen den t scheu Frieden s schritt machte und die später von ter Sowjetregiernng veröffentlicht worden sind, beweisen, daß die britische Regierung ihrerseits keruen Friedensschritt veranlaßt hat, sondern unter tem Eindruck deutschen Frietensinttiattvc stand. Es bleibt dabri, die einzige ernschaffe Friedensmöglichkeit während tes aanzen Krieges bestand im Sommer 1917 und diese Frietensmögllch- kett hat Herr Erzberger zerstört. Dafür hat Herr Erzberger sich zu verantworten!" ,^'Sknn man von allem Sachlichen absieht, ptmr diese Rede eine sehr wenig erfreuliche Tat, ^!We in einer übertendenziösen Weise die Frage teschuld am Kriege aufrollte und beantwortete H\6tamtt die Leidenschaften im Volke in einer fferieren ab L*ger: iige Nähmaschine . schreibmasdiiri jmaschinentischi der, Kohlenpapw ges Ersatzteile!» Fahrrad-I,neul” i -Schläuche „eratod.KuiW Bl 4 APP1 fn als eine Anerkenntnis unserer Schuld am k'lkriege abzugeben, wie sie anscheinend auch dem englischen Telegramm verlangt wurde, mle niemand verantworten. Wenn man unlangen urteilt, kann eene Schuld nur an den ttals verarttwörtlichen Reichsftellen gelegen Kti. Es ist daher zu verurteilen, wenn der tyere wilde Annexiotrist Erzberger einseitige stsrellungen benutzte, um parteipolitisch vor- ^hen und mit seinen Enthüllungen eine sttui zu treffen versuchte, die von den Voc- llem ebensowenig wiMe, hrie die übrigen trtirien. Die „Köln. Ztg." stellt den Zweck der tbe mit folgenden Worten klar: Erzberger war durch die Angriffe Helffc- ikhs und des Abgeordneten v. Graefe in Ver- idigungsposition gedrängt und kämpfte um in Leben. Hart und rücksichtslos hieb er 'rin, ohne vor den demagogischsten Worb- tdrehnngsküusten zurückzuschrecken. Ein bc- idmcnhct' Beispiel dafür: Graefe wendet sich d i :gen, daß Ungelernte, die durch kei- n i ei Sachkenntnis beschwert sind, heute in endorsfs und des früheren Reichskanzlers aufdämmern, die im Anschluß an Anklagerede abgegeben worden sind. Ge- ch. es mutz geprüft werden, inwierveit es Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen 5n>il!ing$ninö6ru(f u. Verlag: vrühl'schr U»is.-Such- u. Stcin6rpdtrci B. Lange. Schristleimng, 6ef*äft$|telk u. Druckerei: Schulftr. 7. ^urS$uChe/ rh,,V6rPwU«l«^ i 0tit9 v , I 5tW »X IIS Vorschlag des Abgeordneten Dr. Hugo IV vVIVVil mr durch einen objektiven Ausschuß aus „Äfc §ratiffurtet keineswegs irgendwelche Immunität ein, falls ■ T* ß' Militarismus und den Imperialismus «ruf^etretcn I dienlich hielt, damit solche, Vie n«'u märw, so wäre der iuteruatiorrale Gewerk! cbasts-1 beim zweiten Besuch noch etwa» . Truppenübungsplatzes, auf dem bequem viele tausend Mann mit Roß und Wagen untergebracht werden können und tatsächlich zur Zeit des „Vormarsches" untergebracht waren, hat Griesheim sehr unter Einquartierungen izu Ernte hintun, wenn die Scheuer ihnen ver- perrt ist? Doppelt unhaltbar, bei unserer jetzigen schwierigen Ernährungslage. Oder will man hierdurch auch, ähnlich wie oben Ludwig XIV., durch die eonversions Par oge- ments, die Bevölkerung zum Glauben an Frankreich „bekehren"? bund vielleicht stark genug gewesen, um den 5?^ zu verhindern. Auch er sei b;>c Ansicht, daß i l? Deutschen zugeben sollten, daß sie nicht ihre Pftiü taten. Im übrigen sei aber für die 8-unbietiq einer neuen Internativrrale notwendig, daß tiit zu geben, bafe sie Fehler begingen. — $)icrc.ji wurde der Antrag der französischen Dclegaii angenommen. Die Kommission, für die Mitglieder angewiesen wurden, wird am Montag $ sammentretcn. Der Vorsitzende teilte mit, ba$ der Kongreß am Montag um 1.30 Uhr eröfst« wirb, und daß dir Gemeinde Amsterdam tr Mitglieder des Kongresses nachmittags 4 Nh, im Stadlhause empfängt. Hieraus wurde die Dc: konferenz geschlossen. Fleisch: Wochenabschnitt 31. Metzger fü Fremde und Urlauber: Scharmann, Marburgh Straße. Direktor Deutekmvser und ein Vertreter des Kriegspresseamtes beiwohnten, an, die öffentliche Meinung in der Heimat und yn der Fvoitt auf, eine starke Beschränkung der in vielen Kreisen des öffentlichen Ledens hinsichtlich Belgiens erstrebten Ziele vorzubereiten. Staatssekretär v. Kühlmann sp^ch sich ans unbekannten Gründen dagegen aus. Gc- neral Ludendorp bat in diesen Tagen Dr. Michaelis, von einer von ihm beabsichtigten Kriegssamm- tlmgsrcde Abstand zu nehmen, damit nicht mögliche Verhandlungen erschwert würden. Arn 21). September hat Oberst v. Hasten, der ebenfalls von bem Schritt des Nuntius Pacellc ferne Kemch- nis hatte, eine Besprechung mit Staatssekretär tt. Kuhlmann gehabt, in der er ihn auf Veranlassung des Abgeordneten Conrad Haußmann bat, eine öffentliche Erklärmig über Belgien abzn- grben. Der Staatssekretär lehnte ab. Oberst v. Hasten 'erftatictc hiervon der Obersten Heeresleitung Meldung. General Ludendorff hat spällw den Reichskanzler ober den Staatssekretär v. Whl- mann gefragt, tvas aus der angeblichen englischen Fühlnngnalnne geworden wäre. Er erhielt emc ausweich-endc Antwort." L Andante > • neben der Sc K^rack e fr def auf ou taM der Sing! ■m 'jn kr Stini ••„xiMbend wii ■ »iamcniuartetl Ans dsm Reiche. Landfriedensbruch. Frankfurt a. M., 26. Juli. (Wolff.) Wegen der kürzlichen Verhaftung der beiden Offiziere in Frankfurt a. M., des Rittmeisters Bardeleben und Majors v. Roques, ist gegen den Gauleiter des Internationalen Bundes der Kriegsbeschädigten, Wilhelm Carls, ein Verfahren wegen Landfriedensbruch eingeleitet worden. Das Urteil im Prozeß Neuring. Dresden, 27. Juli. (Wolff.) In dem Prozeß wegen der Ermordung des s ä ch s i - s ch c n K r i c g s m i ti i st c r s N e u r i n g wurde um V<12 Uhr nachts das Urteil verkündet. Bertsch wurde zu drei Jahren Gefängnis und fünf Jahren Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte, Gottloeber, Becker und Pietz sch zu je zwei Jahren sechs Monaten, A l l n e r zu zwei Jahren Gefängnis, und S ch r e i b e r zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Die Angeklagten Fritze, Heydcmann, Krebs, Mertel und Tharnm wurden freigesprochen. Umfatzsteuergcfetz vnd ReichSnotopfer. Weimar, 26. Juli. (WTB.) In der unter Vorsitz Erzbergers abgehaltene Vollsitzung des Staatenausschusses wurde den Entwürfen bes Urn- satzstcuergesetzes und des Gesetzes über das Reichsnotopfer zugestimmt. Die Sozialisierung der Elektrizitätswirtschaft. Weimar, 26. Juli. (Wolff.) In der gestern inrter dem Vorsitz des Reichsschatzministers Dr. Maver abgehaltenen Vollsitzung des Staatenaus- sckmsses wurde dem Entwurf eines Gesetzes betr. Sozialisierung der Elektrizitätswirtschaft zugestrmmt. = AusderPfalz, 27. Juli. Tie Beamten der pfälzischen Batmen erhielten die telegraphische Aufforderung, nach Juwelen zu forschen, die von Frankreich nach Köln geschmug- gelt werden sollten. Tatsächlich entdeckte ein Schaffner zwischen Neustadt und Ludwigshafen in einem Abteil dritter Klasse hinter der Dampfheizung zwei deine Konservenbüchsen eine Anzahl Juwelen, deren Wert von fachmännischer Seite auf 180000 Mark geschätzt wird. ch. Schneppenhausen im Ried, 25. Juli. Die 20 Jahre alte Christine Mei- s i n g e r aus Arheilgen hatte in einer hiesigen Wirtschaft mit einem Franzosen die Nacht verbracht. Gegen morgen nahm sie plötzlich einen französischen Karabiner und erschoß sich im gleichen Zimmer. VerinternationaleSewerkschaftskongreh. Amsterdam, 26. Juli. (WTB.) In der gestrigen Nachmittags sitziwg' der Vorkonferenz dcS mtcmationalcn Gewerkschaftskongresses antwortete der Vorsitzende des alten internationalen Gewerk- schaftsbundes L eg ie n aus die von belgischer Seite gegen hie deutschen und österreichischen Gewerkschaften erhobenen Vorwürfe und sagte: Die Deut- [djen seien nicht gewvhnt, ohne irgend einen Erfolg ins Blaue hinein zu protestieren. Ein Protest der Führer der deutschm Gewerkschaften wäre ein papierner Protest, «ohne irgendeine nützliche Wirkung gewesen, darum unterließ man ihn. Außerdem sei es eine Tatsache, daß die Deutschen und auch die deutschen Arbeiter die Ucberjcugung ge- babt hätten, einen Verteidigungskrieg für die Er- baltung ihres Landes zu führen. Unter diesen Umständen habe man von den deutschen Arbeitern nicht verlangen können, daß sie die Kriegskredite verweigerten. Tas wäre auf ein Imstichlassen des eigenen Vaterlandes hinausgelauftn. Ter Frie- densvertrag von Versailles' bewies, 'nrie richtig es ist, daß die Deutschen einen Verteidigungskrieg, einen Kriqg zur ErlMtung ihres Landes führten. Bei alledem Ntten die Führer der deutschen Gewerkschaften ihre Pflicht gegenüber der Internationale getan. Ter Redner fragte, ob denn die eng- lischen, ftanzösischen unb chalienifchen Arbeiter gegen die Art, wie der Krieg von der Entente @e» sülwt wurde, protestiert hatten, ob sie gegen die Hungerblockade protestiert l>ättcn und dagegen, daß gegen die Frauen, Kinder unb Greise der Krieg geführt sei. Die Deutschen geben zu, daß Belgien Unreck-t geschahen sei. Die Deportation sei die schändlichste Tat gcroefHi, die begangen werden tonnte. Aber die Belgier hätten selbst helfen können, diese Tat zu verleiten, wenn sie dem Auftuf der Deutschen Gehör geschenkt hatten und frei- nüllig nach TeutMand arbeiten gegangen wären. Sie Hütten aber gerade in dem Augenblick, in welckwm die belgisch^ Arbeiterbewegung Gelegenheit gehabt hätte, mit den Deutschen zusammenzuarbeiten, erklärt, daß sie mit den Deutschen nichts zu tun haben wollten. Es sei ein Ihrre&t geschehen, welches die deutschen Arbeiter bedauern, aber man könne von ihm und seinen Freunden nickst eine Erklärung verlangen, daß die deutschen Arbeiter an dem Kriege schuld seien. Diese seien es ebensowenig, wie die Arbeiter Englands, Frankreichs oder irgenbl eines anderen Ententelandes. Es ginge auch nicht an, die deutschen Arbeiter, die den Militarismus stürzten, als er dazu reif war, die der kapitalistischen, imperialistischen und militärischen Regierung ein Ende machten und die damit die Grundlage für eine demokratische und sozialistische Regierung schufen, für die Missetat der französischen Regierung verantwortlich zu machen. H u e b e r (Deutsch-Oesterreich) erklärte die belgische Beschweicke für berechtigt, aber auch die österreichischen Arbeiter hatten schwer gelitten. Sie seien buchstäblich in einen Zustand antiker Slla- verei geraten. Hueber sagte: Wir Ocsterreicher sind lmvon überzeugt, daß in Wien die Lunte an das Pulverfaß gelegt wurde. Wir wissen nur noch nicht, wer der Verbrecher war, und ob es nicht ihrer mehr als einer waren. Aber wir vertrieben die Missetäter aus unserem Lande. Wir Deutsch-Oefterrcicher halten an dem Grundsatz Wilsons vom Selbstbestimmungsrecht der Völker fest unb werden ohne Rücksickst auf die politischen Erwägungen an der Solidarität mit dem Deutschen Reich festhalten. Dazu brauchen ■mir aber die Solidarität der Arbeiter alter Länder. Es ist deshalb notnxmSxg, daß durch die Vergangenheit ein roter Strich gezogen wird. Nur wer davon überzeugt ist, daß er in der Periode vor August 1914 und in der vom August 1914 bis zum Waffenstillstand keinen Fehler beging, darf Steine auf uns werfen. — Gompers (Amerika) sagte u.a„ er sei ebenso wie Hueber der Ansicht, daß durch die Vergangenheit ein roter Strich gemacht werden, imb daß man ein neues Kapitel beginnen müsse. Die amerikanische Gewerkschaftsbewegung werde nichts lieber sehen als das. Auch sie sei bereit, an dem Sieg der Demokratie mitzuarbeiten. Mer um das zu ermöglichen, brauche man Menschen, die tun können unb wollen, was ihre Pflicht ist. — Appelto n (England) protestierte gegen die Erklärung Le- giens, daß der Krieg für die Deutschen ein Verteidigungskrieg gewesen sei. Dies wurde er erst nach der Mameschlachl. Hierauf wurde von der französtschen Tele- gativn beantragt, eine Kommission zu ernennen, um eine Resolution betreffend eine neue Inter- M I ^nJvr E Irj^igt iM» K Ws BfflS fe ilt Lri?rf>c,tlin9^ twi,,9V ES Ewintt W H ^frrn. iier fcÄnÜfc f",n Clfenncii v ? Abends, p. n, ti rung so überaus lebhaften » folg hatte, ergänzt den Abend. . J ** Von der Waldbühne nnrb xnv lLßkich der für Mittwoch den 30. b. M. ange^J Wrederlwlung der Wohltätigkeitsoeranswltunc Besten erblindeter Krieger O» 1 Hessens geschrieben: Auf Grund ernet «»J zuständigen Bürgermeistereien gerichtwm liefen 6 Bewerbungen ein; von dieM tonnre^ 4 mit je einem Sparkassenbuch (über 2W -j bedacht werden. Es waren die Kriegsblmder^^ Weickartshain, Frischborn, Alsfeld und bergen. SScrgcgenroärtigt man sich, welches 1 die Spende bei den Empfängern ausloste, wird man es nicht für ungerechtfertigt i 1 wenn die Leitung der Waldbühne, an sie ergangenen Aufforderung zufolge, l'J 1 bereitgesnnden hat, die Veranstaltung ntrt ber ■ j Zweckbestimmung zu wiederholen, Min « 1 nicht berücksichtigten Bewerbern ctne_ cnLj Liebesgabe zuteil werden zu ton ar gramm ist das gleiche, abscsehen, von^^tt^ kleineren Aenderungen, dre man des ball r | dienlich hielt, damit solchen, die iteMw»] nationale auf breiterer und solidarischer Grirnd- tage mit stärkeren GaraTttien für die Zukunft aufznsetzen. Jouhoux (Frankreich) sprach die Anffckst aus, daß die Führer der dcutsckien Ge- werkscknrften nicht ihre Pflicht getan hätten. Wenn die Organisationen aller Länder stets gegen den Ans Stadt und Land. Gießen, den 28. Juli 1919. Gültige Lebensmittelmarken für die Zeit vom 28. Juli bis 3. August ' Brot: 2300 Gramm Brot ober 1680 Gram, Mehl. Brot Kilogramm 50 Pf., WeizenbrotwkH - Kilogramm 58 Pf., Krankenbrot Kilogramm! 72 Pf. Krankenbrotbäcker: Jakob Horn Nacks,. Steinstraße, Karlo Brühl, Neuenweg, Karl Hao;, Bleichstraße, Lubioig Weber, Frankfurter Str., ai 1. August: Carl Euler, Ludwigsplatz, Wilh.l, Löber, Walltorstraße, Ludwig Müller, Bahnhos. straße. Butter: Marke 31, 40 Gramm Butter z, 52 Pf., 125 Gramm Margarine zu 85 Pf. Berlin, 26. Juli. (WTB.) Eine Verordnung vom 21. Juli bestimmt, daß in den Fällen, in denen ein Reichs- oder StaatsbetriebimöfsentlichenJn- te r e s s e dauernd oder zeitweilig geschloffen wird, die Wirksamkeit der erforderlich werdenden Kündigungen nicht von einem vorherigen Benehmen mit der Arbeitnehmcrver- tretung abhängig ist. Das Reichsarbeitsmini- sterium teilte den Angestelltenverbänden mit, daß die neue Verordnung der Durchführung bereits anhängiger Schlichtungsverfahren nicht entgegenstehe. Die Verordnung beziehe sich nur auf foldje Fälle, wo Reichst- oder Staatsbetriebe im öffentlichen Interesse geschlossen werden müssen. Das den Arbeitnehmervertretungen zusteheude Mitbestimmungs- recht werde seitens der Reichsbehürden auch für ihre eigenen Verwaltungen in gesetzlich geregeltem Umfange voll anerkannt werden. Berlin, 26. Juli. (WTB.) Der Rcichsanzeiger veröffentlicht eine Anordnnng betreffend Verbot der Ausfuhr, Veräußerung ober Verpfändung ausländischer Wertpapiere, sowie eine Bekanntmachung betreffend Aen- berung der Postscheckordnung vom 22.5.1914. Uns dem besetzten Gebiet. Die Besetzung des linken Rheinufers. Paris, 27. Juli. (Wolff.) Reuter: Wie verlautet, sprach Marschall Fach in der Sitzung des Obersten Rates die Ansicht aus, daß 150 000 Mann für das linke Rheinufer nötig sein würden. Dragonaven. dt. D a r m st a d t, 26. Juli. Trotz des in unmittelbarer Nähe von Griesheim liegenoen Nährmittel für Juli: Marke 7. A« Marke A: 250 Gramm Suppenfabrikate, aj Marke B: 250 Gramm Grieß, 500 Guimm vafcp flocken, 250 Gramm KindergerstenmoU, auf Mnj C: 250 Gramm Graupen, 500 Gramm Teig.ocwi, 375 Gramm Suppenfabrikate. Für Zugezogeue nnl Nackizügler: für Lebensmittel, Nährmittel ini Zucker: Hch. Kalbfleisch, Liebigstr. 71, Otto Nachp galt, Steinstt. 65, Ernst Noll, Rvoustt. 2, A Maternus, Klinikftr.. 22, Konsumverein, Schcmr» straße 16. Mc Urlauber: Borger, Wetzsterug2!scls Zucker: Bekanntmachung folgt. Seife: Marke für Juli 191ß. Anteil 18 Gramm K.-A.-Seifenpulver zu 15 Pf., 50 Gram K.-A.-Seife zu 20 Pf. ** Zucker-Ausgabe. Der bei den Klri» Händlern der Stadt Gießen bestellte Zucker fd Julr kann von heute ab gegen Vorlage dos 8» slellausweises zur Zuckerkarte und Abliefemüg tu Zuckermarke Nr. 7 in Empfang genommen im> Sen. Näheres siehe Anzeigen deck. — Ter AiM-> zucker wird voraussichtlich Anfang Anguß e« tteffen, so daß die Ausgabe anschließend cn bi] Juli-Ausgabe crsolgen Tann, hxmn nicht unvvrhv gesehene Fälle die Zufuhr hemmen. Auskunftspflicht der Banken. Der Hessische Handelskammertag gab in feind letzten Sitzung zu dem Gesetz, betrefienb die Str« flucht, vom 24. Sinti b. I., einstimmig folget] Erkläiuug ab: „Tas Gesetz zur Ergänzung des Gesetzes gtga: die Steuerflucht vom 24. Juni 1919 sieht niä| allein ehre Erhöhung der zu stellenden Sickechr, von 20 auf 50 Proz. vor, es errichtet äußerte, eine Auskunftspflicht der Banken, rote es MU zunächst in den bedrohten Gebieten. Soweit es ■ um die Erhöhung der Hinterlegung auf 50 handelt, ist gegen diese kein Eimoand zu rr/jeteL] Dagegen bestellen gegen die geplante pflicht der Banken, Sparkassen, Genosseusäala uito. die stärksten Bedenken. Diese Auskunftsvslili bedeutet einen vollständigen Bruch mit bem stets hochgehaltcncn Grundsatz der Wahrung Sv ^Geschäftsgeheimnisses. Die Durchbrechrmg bieM Grundsatzes schließt die allergrößten Gefahrm« sich, insofern, als bas Publikum seine Bat" um Wertbestänbe den Banken entzieht, wodurch tut! allein die Sicherheit der Hinterleger bmnträdMli sondern auch die Liquidität der Banken in ÄH icidenschaft gezogen wird. Es würde noch mts bares Geld wie bisher dem Verkehr entzE werden, und die Folge wäre eine weitere HD unerwünschte Zunahme des BanlnotenumlaU's., Der Hessisck>e Harrdelskammertag sprich! < mit aller Entschiedenheit gegen jede kunftspflicht der Banken aus. Sollte !» Gesetz trotzdem in Kraft gesetzt werden, ft i«™ eine Auskunstspflicht höchstens für den ffttÜ beabsichtigten Schädigung des Steuersiskus >» Anwendung gelangen. Das Gesetz müßte außerdem int gaitzen 3e» zur Anwendung gelangen und nicht nur w» seinen Teilen desselben. Um feinen Zweck zt» füllen, müßten die im Ausland befindlichen mögensbestände getroffen werden unb dazu K3] das Gesetz internationale Geltung zu erhalte». Ste Z» t» >'Äebo*- r V* NAtn t; ä? i ' 3>lc Ratisikation des Friedensvertrages. Bern, 26. Juli. iWolff.) Die Chicago Tribüne" erwartet, daß Italien den Friedensvertrag mit Deutschland in spätestens zehn Ta gen r a t i s i z i c r c n wird, und daß bk Ratifikation durch die französische Kammer in den ersten Augusttagen erfolgen wird. — Die japanische Mission in Paris hat eine Nachricht aus ^wklv erhalten, wonach die Ratifizierung durch Japan sehr bald erfolgen würde. , . _ , Bern, 26. Juli. (Wolff.) Nach etner Meldung des „Temps" aus Washington hat Wilson bei den 'Verhandlungen mit bett republikanischen Senatoren erklärt, daß, falls her Friedensvertrag nickt vorbehaltlos ratifiziert werde, es notwendig rjürbc, neue Verhandlungen zu beginnen. Amsteroam, 26. Juli. (Wolfs.) Wie drahtlos ails Washington gemeldet wird, erklärte nach einem Telegramm der „Neuyork Times" der Generalstaatsanwalt Palmer, daß die Vereimfften Staaten demnächst alle internierten bürgmuben fcirblidjen Ausländer mit Ausnahme der- ienigm, die sich der Uitterstützung der Anarchie schuldig gemacht hätten, freigegeben werden. Der FriedenSauSfchutz der französifchcu Kammer. Versailles, 26. Juli. (WTB.) Der Fric- densmlssckuß der Kammer beschäftigte sich gestern mit den militärischen Fragen im Anschluß an die Antworten, die die Regierung auf die vom Ausschuß gestellten Fragen gab. Barthou bel)anb= be te in erster Linie die Frage, ob die e i n z e l n e n Gliedstaaten Deutschlands den Friedensvertrag auch ritif iiieren müßten. . Ucber diese Frage soll sich der Außenminister Pickon äußern. Barthou machte alsdann, wie der offizielle Bericht meldet, Mitteilung betr der Besetzung des linken Rheinufers und stützte sich dabei ans die von Clemeneeau dem Friedensausschutz zur Bersügtrng gesellten Dollmtente. Er erklärte in feierlicher Weift, daß er nichts tue, als das Amt des Berichterstatters und feine Pflicht als Franzofc zu erfüllen. An seine Mitteilungen soll sich eine überaus erregte Debatte augeschiloffm haben, die noch dadurch derstürtt wurde, daß Frcmllin-Bouillou wiederholt erklärte, er verlange die Vorlegung der Protokolle der Friedenskonferenz und daß er schließlich in Gemeinschaft mit Magi n o t sogar vorschlug, daß der Protest Fochs und die von Clemenceau übermittelten Dokumente dem offiziellen Bericht des Friedcnsansschusses bei- gefügt werben sollten, dmnit der Generalberichterstatter in seinem Bericht davon Gebrauch machen könne. Franllin-Bouillon stellte schließlich hrnsirhi- lich des Garantievertrags zwilchen Frankreich, @teb 20 Stück französische Toilettcnscife und Taieln Sck-okolade, Marke Peters u. Köh- , in dieJpänbe fielen. Der Täter, von'dcm vch jede Spur fehlt, wurde gestört und hat SHmbeBTarnmertaggabir i Laden durch den Eingang nach der Lud- mn Gesetz, betreib die:' m.slraß»* zu verlassen. Sachdienliche Mittci- imri d. 3„ einstimmig ich« tiripen nimmt die hiesige Kriminalpolizei ent» *im, insbesondere bittet sie um Mitteilung, schel, Friedberg über die Norwendigkeil der De- feitißung her ZwangSbcwirtschachiing der landw. Erzeugnisse. Bürgermeister Tiedl, 'Jhebermäid , Äli: Muke 1 1 Ä ^tabrit« I I™®ncB,?oo®mimnJ wrg.ritcnjiL-It, au-'W lMn.WGrMmr^ sy*te1 MMgft. 71, Ofc , MM •miumiercin, Sfcj ubet: Borger, ilSetzstm mntmachung folgt ke für 3nit 1919. Am cnMver zu ISU.LOtz-, Pf. »cd-, 2u fcrbt m fbwet btt Veranstaltung auf der I der Redakteur der „Oberhess. Tagesztg." Dir fNaldbutme Uatt. 3n bet Paule werden wreder' sche 1, Friedberg über die Norme! *• Schotten, 28. Juli. Am Samstag 1 Uhr sand in der hiesigen Turnhallc eine '____'„..j des Hessischen Bauern - Wes statt. Ter Saal der TurnhaUe war von biwirtcn aus Schotten und Umgebung stark ch. Die Versammlung leitete Gutsbesitzer Th. 8f fiter vom Hoi Zwiefalten. Ms erster Redner der Abgeordnete der Hess. Volkskammer ',-rfich über das hessische Landgcsetz und wies auf W; Gefahren für die Landwirtschaft hin; be- IM."IS hob er die gefahrvollen Artikel im Ent-- i«r !»cs Gesetzes hervor, die auf seinen Antrag I ^^rolobtrieS mm 50 $f Ä*S 4. .^nnlenbcol»!dl J k'ULff e' ^udlvlg SSJw JenabiJnitt 31 wJL i to: 6d)atmaim,®y ur Ergänzung des Gesc^ < em 24. Juni 1919 |i» 3 tng der zu stellenden ÄÄ wz. vor, eS erriditd ®n 6t ber 8t* ™ « Mn Miton. SmeN ° xx V*. ton te®6> f gegen die geMr ■n, Sparkassen, Bedenken. lsländigen Bruch M tu GrundM der ^>- c.» s» «ffprfftöRKn w.‘- Sport. Olympische Kampfspicle in Bad Nauheim 4 B ad-Nauhcim, 27. Juli. Die vom hiesigen Sportverein und dem Generalkommando des 18. A.--K. unter Mitwirkung der Bade- und Ku, v,"rwaltung veranstalteten großen olympischen Kampf spiele 1919 Bad-Nauheim wurden am Freitagabend durch einen Festkommers am Teichhans eingeleitet. Dabei hielten Kurdirektor v. Frankenberg, Bürgermeister Dr. Kayser, der kommandierende General des 18. A.-K. Exzellenz v. Höppner, der Vorsitzende der Turnsportbehörde Wämser - Frankfurt a. M. und der Vorsitzende des hiesigen Sportvereins L. Genzel begeistert aufgenommene Begrüßungsansprachen. Gestern fanden auf dem Golfplatz die Vorkämpfe sämtlicher militärischer Konkurrenzen statt. Von 789 angetretenen Einzelkämpfern und 37 Mannschaften aller Truppenteile im Bereiclie des 18. A. K. konnten nicht ganz 100 Einzelkämpfer und Mannschaften für die Entscheidungskämpse starten. Am Abend gab Direktor Steingoetter vom Kurtheater zu Ehren der Teilnehmer an den Kampf- spielen eine Festvorstellung im Konzerthaus, das bis zum letzten Platz gefüllt war. Heute fanden vormittags auf dem Golfplatz die Borkämpfe der Zivilkonkurrenzen statt, -an denen sich rund 200 Kämpfer, auch Damen, beteiligten, darunter erstklassige Kräfte aus Frankfurt, Berlin, Darmstadt, Gtesten, Karlsruhe, Stuttgart ustv. Heber ein Drittel davon kam in die Ent sch ei- d u n g s k ä m p f e, die am Nachmittag ausgetragen wurden. Das Publikum, Einheimische und Ktir- aäfte sowohl als auch zahlreich von auswärts er» schienene Besucher, verfolgte mit lebhaftem Interesse die Kampsspiele. Bon dem großen Verständnis, das man hier der Sportsache entgegenbringt, zeugen auch die zahlreich von Privaten, Vereinen, der Stadt und Behörden gestifteten Ehrenpreise, die einen Gesamtwert von 7000 Mark darstellen. In sämtlichen Konkurrenzen erhielten die ersten Sieger wertvolle Preise, die zweiten und dritten Sieger silberne bzw. bronzene Mamillen, die abends für Militär in der Turnhalle, für Zivil im Thalysienhof vertellt wurden. Die einzelnen Ergebnisse werden wir morgen veröffentlichet. Blumen, Zigarren und Kuchen verkau't i wer letz- trre oder bereu Zutaten (Mehl, Zucker, Fett) zu IHften geneigt i|t, wird gebeten, dies spätestens bis Dienstag nachmittag 6 Uhr bei Frau Professor Dsroatb, Schifsenberger Weg 21, abzugeben — Hallte sich eine Berichiebung als notivendig erteile n, wird dies durch Plakate rechtzeitig bekannt- gegeben, -die an der Bürgermeisterei, bei Eballier, ex der Geschäffsüelle des „Gieß. Anz." und an der ^«esschen Buchhandlung, Seltersweg, ausgehängt va. Friedberg, 28. Juli. Wie das Kreis- amt mitteilt, sind von der Regierung mit den Führern der letzten Bauerndemo n st ratio n Verhandlungen über die vorgebrachten Beschwerden und Wünsche eingeleitet worden. Die erste Besprechung sand Freitag nachmittag in Friedberg im Schloß statt. Der Vertreter des Landesernährungsamts sagte eine wohlwollende Prüfung aller Wünsche zu, machte aber auf den Ernst der Emährungsfrage des Volkes in der Uebergangszcit und die schweren Gefahren aufmerksam, die für die ganze Bevöltenmg entstehen würden, wenn die Landwirte fetzt in letzter Stunde die Ablieferung der für die Verbraucher dringend notwendigen Lebensrnittel verweigern würden. Die anwesenden Vertreter der Landwirte erklärten, daß ein Ernährungsstreik nicht beabsichtigt fei und vermieden werden solle. Eine Milderung der Zwangswirtsck>ast wurde grundsätzlich zugesichert; über.die Ernzrlbeiten soll verbandelt werden. Tie Landwirte werden dringend ersucht, wie bisher die angeforderten notwendigen Erzeugnisse an die amtlichen Stellen abydie ern, damit keine Stockungen in der Versorgung der städtischen und ländlichen Verbraucher-Bevölkerung ein treten. = Ockstadt (Kr. Friedberg), 27. Juli. Auf daS in Verwahrung des Katasterführers Gr iur- meI befindliche Gcmeinde-Viehkatastcr wurde «n Anschlag ausgeführt. Eine Anzahl Leute drang in die Wohnung Grimmels ein und zwang diesen zur verausgabe der Kataster samt allen Karten. Die Täter verbrannten sodann die Papiere auf der Straße. — Die Biehkatasrer sind in einczlnen BeKreiS Alsfeld. * Flensungen, 28. Juli. Auch in unserer tnbe wurde in den letzten Tagen eine Daus- ml u n g zum Besten unserer Gefangenen, die jahrelang in Feindesland schmachten, Dor» mm en. Wie bei früheren Sammlungen, so »dgt auch jetzt wieder die OpfernnNigkeit unserer ptvbncr, wurde doch in unserer kleinen Genreiirde F’tidnc Bettag von 168,50 Mk. aufgebracht, das auf jeden Kops der 87 Geber im Durch- •tonale IjäSI Mies Wirten lediglich aus sicherheitspolizeillchen Gründen vorläufig eingezogen worden; eine Aufhebung der Einrichtung ist mcht beabsichtigt. Degen Hemd» habung bet Kontrolle und Meldepflicht und etwaigen Milderungen schweben Verhandlungen. Die Kataster sind öffentliche Urkunden und dienen lediglich der Bekämpfung des Schleichhandels. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 25. Jpfi. Die Sftftt- verordnetenVersammlung hat einen Betrag zur Verfügung gestellt, der den unbemittelten Einwohnern der Stobt ben Bezug von AuslandS- lebensmitteln erleichtern soll. rlTt. Darmstadt, 26. Juli. DaS Lebensmittelgeschäft von Bungter & Co., dessen Inhaber von außerhalb kamen und sich vor einiger Zeit hier anfällig machten, wurde auf Veranlassung des Lcbensmittelamtes durch die Polizei geschlossen. Sie galten als ganz bedeutende Schieber und Schmuggler. n. C | fen ba d) a M., 25. Juli. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß mit erheblicher Mehrheit, einen Einkommensteuerzuschlag von 252 Prozent und einen Realfteuerzuschlag von 45,9 Prozent im laufenden Steuerjahre zu erheben. Die bisherigen Beigeordneten Eißnert lSoz.) und » a p p e s (Dem.) wurden wiederum zu unbeiol- f/ctcn Beigeordneten gewähll. Die Wahl eines dritten Beigeordneten wurde abgeleimt. Tie Dafengebühren wurden erhöht. Hessen-Nassau. Fr ankfu rt a. M., 28. Juli. Die Polizei verhaftete 10 junge R u ssen im Alter von 22 bis 35 Jahren, die feit Wochen in l)-Zügen zwischen Köln, .\)ambürg, Berlin uni) Frankfurt und in den Cttaßeiibahnen diefer Städte großangelegte Beraubungen von Fahrgästen verübt batten. Gewöhnlich arbeiteten 2—3 Mitglieder der Lande genreinfam, indem sie ein Gedränge verurfachten und dabei ihren Opfern Brieflafchen, Ufyrcn, Schmuckstücke und bergt, raubten. Unter den bei den Dieben Dvrgefimbcncn vielen Gegenständen befinden sich Cchimuckstücke von au6.rar. cort» lieb bol)em Werte, u. a. eine Perlenkette von rund 15 000 Mark Wert. Die Nanien der Ruffen konnten einwandfrei bisher nicht feftgeslellt werden. ht. Derborn, 25. Juli. Ein glanzendes Geschäft machte ein hiesiger Handwerker, der von einem Zigeuner zwei „alte", „erste" „Zigeunergeigen" kaufte. Der Preis von 100 Mk. für jede Geige ist fabelhaft billig, da das eine Instrument im hiesigen Musikhaus für 45 V7k. gekauft war, das andere, die billigste jetzt existierende Ware, einen vollen Wert von 15 Mk. hat. ht. Laasphe, 27. Juli. Dem Landwitt Becker in Aue wurden drei Stück Vieh (zwei Stiere und eine Kuh» auf der W'eide vom Blitz erschlagen. Ein Tier war auf der Stelle tot, aber auch die beiden anderen waren fo schwer getroffen worden, daß man zur Notschlachtung fchr'e ten mußte. Dem jugendlichen Viehhüter mürben von: Blitzstrahl beide Kühe gelähmt. Mittelungen in dein in der Nacht znm Mittwoch auf der Ludwigstraße begangenen Raubmord lassen kaum einen Zweifel mehr, daß man in der Person des verhafteten 25jährigen Lentnants Volkmar Bartels aus Berlin den Täter hat. Ec wcitte jur Kur in Bad-Naulwim und kam mit etwa 900 Mar? in dem Badeorte an Schon in der vorigen Woche äußerte er, daß er all sein Geld verspielt habe, daß er unbedingt zu Geld kommen müsse. Er lid) sich dann von einem Freund einen kleinen Bettag, ber aber augenscheinlickf rasch verausgabt war. Bartels trug keine Uniform, an feiner Zivil- kleidung ljatte er die beiden Eisernen Kreuze a^ge» heftet. Mehrfach wurde in seinem Besitz eine Bcow- wrngpistole gesehen, mit der er sogar in <^efell- schaftskreisen sehr leichtfertig umging. B. hatte sich in der fraglichen Nacht biß gegen drei Ubr im Hotel Bristol aufgebalten, »vo gespielt wurde. Er stand dort lange Zeil hinter bei? Kaufmann Roger Lovy, der auS Straßburg zur Kur nach Nauheim gekommen war. Wahrscheinlich sali der Mörder den Inhalt der Brieftasche des GetötcUn, denn Lontz sollte sein Opfer werden. Louy, von dem noch nicht Mstcht, ob er Franzose ist, verlor ettoa 10 (XX) Mark im Spiel. Es ist auch nicht ausgeschlosfen, daß Bartels es ursprünglich auf einen anderen Spieler abgesehen hatte. Wie die Feststellungen ergaben, hat der Täter zuerst einen anderen Kurgast verfolgt, dem es aber zeitig gelang, in feiner Pension zu verschwinden. Man nimmt an, daß sich B. hinter einen der Alleebäume stellte und das Opfer von hinten nieberFnallte. Dem Getüteten drang die Kugel dicht unter dem Hui in den HrmersIpf und als man nachts den Kaufmann fand, gab er schon kein Lebenszeichen mehr von sich Als der Schuß fiel, kamen zwei Schutzleute herbei, denen B. entgegenkam und rief, es sei da ein Schuß gefallen. Die Beamten ahnten nicht, daß sie den Täter vor sich batten. Bartels nntrbe gegen vier Uhr nachmittags in feiner Wohnung, der Villa Melita, die vom Tatort nur wenige Schritte entfernt liegt, verhaftet und zwar in dem Augimblick, als er abreisen wollte. Er hatte fellfamerweise feine Rechnung von 270 Mk. beglichen und man fand noch etwa 200 MT. bei ihm. Es wird vermutet, daß dem Getöteten, dem Mantel und Rock aufgeriffen waren, etwa 50o Mk. in deutschem Geld und eine Anzahl französischer Banknoten gestohlen worden slind. Die letzteren sind noch nicht gefu nicht ausgeschlossen, daß sie der Tät< »r ben Dieb um die fragliche Zeit gesehen ftt, wie er den Laden verließ. Landkreis Gießen. 'M. Bellersheim, 28. Juli. Als vor ignt Tagen Beauftragte des Kommunal verbau- bin eine Prüfung der Milch nach ihrem geholt vornehmen wollten, weigerten sich einige idunrbc, diese ipanblirng vornehmen zu lassen, kam zu einem Wortwechsel und Tätlichkeiten, deren Verlauf einem jungen Manne ein Back° an d.-u Kopf geworfen wurde, wodurch er ai Schüd-ckbrirch erlitt und im Hungener Stran« h)us schwer darnieder liegt. 'M. Düngen, 28. Juli. Gestern abend FeuerwehrinspektDr Di cko r6 - Gießen eine ichttgnng der hiesigen frcimlligen und Pflicht- rwehr sowie der Löschgeräte vor, die einen ledigenden Verlauf nahm. er. Röthges, 28. Juli. Nach Abs. 91 am 20. Januar 1905 von der Land- und Iswirtschastlichen Berufsgenossenschaft und hm "tk-Sversicheruagsamt Tarmstodt erlassenen De- bntungcit müssen Kreissägen mit einer utzeinrichtung aus Blech oder Holz versehen , welche roäljrcnb des Nichtgebrauches den über Tisch verstehenden Toll des Sägeblattes bin» 'r ei'd abdeckt. Bei unjerer an dem Gemeinde- IherlwuS ausgestellten Kreissäge war dieses auch Fall. Nun fehlt aber schon feit einigen Wochen Schutzvorrichtung vollständig. Da fast immer ber bet dieser Säge spielen, fo kann durch UnDorfichtigTeit unüberfehbare§ Unglück gründ die Gemeinde würde dann wahrschein- sür ben Schaden haftbar sein. Hoffentlich 16t diese Anregung, daß die Schutzeinrichtung r her gestellt wird und die Eltern ihre Kinder ohne Angst und Sorgen beim Spiel lassen Kvcis Büdingen. Ober-Mockstadt, 25. Juli. Wegen der herrsc^nden Scharlacherkrankungen : die Schließung der Schulen angeordnet. Ein erlag bis jetzt der Krankheit. Schluß nicht erlaubt, daß selbst die eittgegcnfom- menbfte deutsche Erklärung über Belgien der Welt den Frieden gebracht hätte Wäre e> nicht rieb tiger, fragt das Blatt, die NattonalversammUing befchäftigtc sich mit dem Aufbau deutscher Zukunft, als mit dem Niederbruch deutscher Vergangenheit? — In Stuttgart wurde bekannt, duß auch Payer von dem aus :X-)in zugeleiteten Friedensangebot der Entente niclnS erfolxren Hobe. Dir fran$öfiW Presse zu Erzbergers Enthüllungen. Versailles, 27. Juli. (DTB.) Tie getarnt« französische Presse bringt eingebende Berichte über die Verhandlungen der Nationollersommlung vom Freitag und Samstag. Nur wenige Blätter nehmen jetzt dazu Stellung. „Petit Journal" sagt: Ov Crzberaers Landsleute ihn letzt Der urteilen ober reinwaschen wollen, ist ihre Angelegenheit s15en San» des-Lehrerv rrins tu Darmstadt statt, wie dieser Tage irrtümlicherweise gemeldet wurde. Ile. Hochwaldhausen, 26. Juli. Tos sonst F remmer von Erholungsuchenden stark belegte jtc! „Felsemneeff" ist in diesem Jahre leider g?» Sriicn. Man nimmt allgemein an, daß o-re Letzte Nachrichten. Das angebliche Friedensangebot Englands. D e r l i u, -28. Juli. Staatsminister Hetfferich veröffentlicht in ber „KveuzKeirung" weitere Nachforschungen und sagt: Mit diesen zusammen gestatten die Veröffentlichungen des früheren Reickskanzlers Michaelis und des Generals Luden- brrrff ein in den Grundzügen vollftäiidigeS intO unanfechtbares Urteil über den Erzbergerschen Vorstoß, obgleich der Wortlaut ber Depesche der britischen Regierung an ihren Vertreter beim Vatikan, die das englische Friedensangebot" enthalten haben soll, immer noch nicht veröffentlicht fei und obgleich auch eine Aeußeruna des für bie diplomatische Bcl^ndlung ber Angelegenheit sachlich in erster Linie verantwortlichen Herrn v. Küht- mann fehle. Aus dem Brief bes Nuntius geht noch urcht einmal hervor, wie die englische An- frege gelautet bat. Man kann mithin auch nicht daraus schließen, daß in England wirklich ernste FriedenLabiichteu befianb-n und erst recht ist der ** Tie gestrige mufikalische Ab end- hinterhaltunQ zum Besten brr vertriebenen Msaß-Lothringer in der neuen Aula ber Uni- rnfilät nahm bei hohem künstlerischen Streben lunb wackerer Hingabe ber Aussührenben einen Ttrit befricbißfliben Verlauf. Unter den solisti- tlu ’t Leistuna- n des Abends verdienen die Clwpiu- 8ortr-'igc des Herrn Prvfesfvrs Henle befondv'rs nach bet technischen Seite hin volle Anerkennung; uirml bie I'-moll-BaUade liefe ein sehr fleißiges Antmm eikennen imb war wohl die gelungenste ^a’-v be- Abends. Daneben moarl' fid) Herr fft>.'inirdt Krüger burch Vortrag bes Mendels- »huschen Andante au-5 dem Violinkonzert viel k feiten» her Zuhörer Frau Tr. Halder ßng neb.ii der edml^rtfcfieit „Allmacht" mit fcarmem Ausdruck cm Gebet von W. Platz, das li her oblt(Taten Begleitung durch Klavier, Cello lib feiere bis auf die etwas nichtssagende Schlnß- perdung ber Sing stimme und einige fragliche Hiicn in der Stimmführung ber Begleitinfttu- rrx • an'ff red'end wirkte, Robert Schumanns brrr» tittr XlaincTnuartctt, das ben Abend einleitete, fcn: im zweiten und letzten eafc am besten zur Mit'Mg Ivahrend am Schluß Mozarts kleine ßachtmusik * j Wir suchen ! verkäufliche > mit und ohne Geschäft, r 0U<7I Zahnarzt Haubach verreist! £ 8766 Die Beerdigung findet Dienstag den 29. d. M. nachm. 3 Uhr statt iiiimiiiiuiiiiiiiiiiHiiiiuiiiiuii 8711 gesucht. 1 18710 Tel. Expedition, Hannover. 8774 01 «17» löärtS übernimm« 1 V 2 1 Frau E. Kruuam, Lahnhofstraße 401. MesetK Gießen W W D ii im deichen Vol ■ Me, um den Ki n mjöfifdjai Sta weit und jede Fri pi. Aemenceau wir Grolle Hauben- Haarnetze J in allen Farben das-ßtück M. 1.75 jvermietungen j Eins. ewbL3immecrnit untern Bert s. vrin. b. ou>m Woldt, Ebelüraße 9. 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Das früher einfach unmöglich gewesen märe. deutsche Volk ist gegemvärtig krank, aber der So- "»SÄ' > I < diien objektiven Ausschuß ein, der die uns hetz, I. Äorfchentzu. iiniiiiiiminiiiiiiiii mg (a W 'M Weimar, 26. Zickt. (WTB.) Die «bgg. Dr. Fortsetzung 21. ruck verboten.) J n Sftunbe vergeblich harren. s ,Zch verstehe Sie wirklich nicht, Herr Doktor," I L* rÄagita, itd) unwillkürlich höher aufrichtend. T»'A emps.Job.Lietz,« berget LLeg ll ? ”) 5^ 1 Hnbuum Berlobtt h Aff Snseck, Lüge ' p i’ ,Za," unterbrach Arne Lorenzen Ragna yes- Ä schulden mir auch etwas. Weine Seele, Haufen werfen. Tanken Sie der unb Noske, daß sie sie vor dies, wahrt haben. *6.» fitwe wVco- zt Haubach creisti ng et= ineblt i zmn ja. bei lustger ,9- daten an einem deutschen Kaufmann h\angencn, Morde gefordert habe und wie sie sich der Gv- schädtgten anzunehmen gebatfe. tot ovjettives Urteil. (Sehr richtig! rechts. Un- links. Abg. Keil (S^.) ruft: Angst haben "M n> 3uni9i9. Hn^. das stärkere Angebot von Schweinefett aui bte Nachfrage nach Gänseschmalz drücken muß lerschast zur Aufklärung. T « Illusion vor, daß der U-Boot-Krieg nt Koester Zeit den Frteden bringen könnte. Er selbst zösischen HeeveÄcitung ÄufNürnng über den in Kaiserslautern von einem ftwrzöschchenSvl- no-b Ä' ll Nt nicht anders gedacht. Auch die Mängel des Kvchben Nachrichtendienstes haben mit der Partei- lelitif gar nickstS zu tun. Selbst Sozialdemokraten Leiterw Kafdonw oittM Carl Sch ten an die Wirkung des U-Boot-Krieges, ine gerichtliche Behandlung würde aus dem welt- Achtlichen Erleben des deutschen Volkes ein ktakelstück machen. Stresemann sah die Frie- lresalution doch anders an als Erzberger, und Schaden^ den sie angerichtet hat, war, daß bn deutschen Volke den Glauben vernichtete, müsse, um den Krieg zu gewinnen, and halten. iranzösisck)en Staatsmänner haben anders ge- öelt und jede Friebensbewegtmg im Volke er- idr. Clemenceau wird heute als der Retter seiner DlenBUl aritt» ,wu jUteUederalK» Äagna Svendburg Roman von Annh Wothe. Abg. Haase lUnabh. Soz.): Mr haben ge- ßt, baß wir Gegner Erzbergers sinb. Aber die ie, die z. B. jetzt Helfferichin der.Lreuzztg." i ihn reitet, macht stutzig Man will sich rachen n Mann, der durch Unterzeichnung de? F ie- vages den Plan der Va^anque-Spieler oer- vitte und jetzt schwere Steuern durchsetzen will. 5^ der Friede unterzeichnet wurde, ist ein Glück. Stil wären Tausende erschlagen, die Blockade neue Opfer- «fordert. Deutschland wäre lt worden. Herr Noske spielt sich als der Mann auf. Aber ini* Grunde genommen an beiden Händen gefeffdt unb die Offiziere wie das neue. Es kommt darauf an, welche Geschichte machen. Der internationale , der Schiffbruch erlitten hat, ist nun auch Leitmotiv der äußeren Politik des Ministers ler. Gerade diese Politik der Völker Versöhnung hat zu den katastrophalen Enttäuschungen , die wir jetzt erleben. Wir denken nicht an neue Rüstungen unb halten es nach Einnahme Friebensverirayes für unsere Pflicht, das zer- tc Frankreich wieder auszubauen. Alles Liebes- kn darüber hinaus kann uns aber nur als chelei ober Schwäck-e ausgelegt werben. Wenn ir and) der Regierung unser Vertrauen nicht aus- iirn können, so beabsichtigen wir boch nicht, negatitfe Politik zu führen. Dais «gilt auch imiere Halttnrg in der Steuerfrage. Wir en an her sozialen Gesetzgebungsarbeit teilen und an der Uebenoinbung der Klassen- ätze Mitarbeiten. S- W 'M ,J «litt»1 *»x W-M' veraaE an W y 8748c ST Nächste Sitzung am Al Juli fl UHr. Schluß 7 cklhr. * Ein Antrag der Deutschen DockSprrrbei. Weimar, 27. Juli. Die Fraktion der Deut- schon Volks Partei hat in der Nationalversammlung folgenden Antrag zu der allgemeinen polittschen Aussprache eingwracht: dir Reichs re gierung zur beschleunigten Vorlage eines GesetzerrtwurseS aufzu- wrdern, durch den ein ans einigen teinem Parlament angehörenden namhaften Historikern und publizistisch geschulten Juristen zusommengiesetzte Ausschuß Mr Äusklärung der bte Entstehung, Führung unb Beendigung des Krieges betreffenden Vorgänge mit den Aufträgen berufen wrrd, das gesamte amtliche Urkundenrnaterial nach objektiv wissenschaftlicher Methode zu orbneit, alle sachdienlichen Erhebungen durch eidliche ZaugenDerNehnrun- igen und Akteneinsicht zu Pflegen sowie freiwillig angefotene Erklärungen Protokollartsch entgegenzu- nehmen, endlich ,seine Feststellungen unter 9hrtxni» tät der Reichsregierung alsbald der Oeffentlichkrü zu über geben. »aus, warum wollen Sie mich berat nicht efcn? Wußten Sie nicht, baß ich Ihnen i iu sagen habe, baß ich es Jhiten noch beut: i mußte? Und doch lassen Sie mich Stunbc deutsche Volk ist gegemvärtig krank, aber der So- ztalismus darf nuht als Allheckinittd verwandt werden. Wir finb arm geworden, aber durch Fleiß und Arbeit können wir wieder hoch kommen. Die Rechte verzichte auf ihre Macht Politik, die Linke, auf ihre Gewaltpolitik, damt muß sich ein Zusammenarbeiten aus dem Boden des gesunden Men • ichenverstandes ermöglichen lassen. Darm kommst toir auch wieder vorwärts. Abg. L a n g w o st (Deutsch-Hamt. Partei): I» der inneren Politik hat es unsere Regierung ungeheuer schwierig. Sie hat es nötig, sich Freund e zu erwerben. Dazu bietet sich in meinem öeimQ’l* lande vor allen Dingen Gelcgenl-eit. Wir kärnpf«n für ein selbständiges Hammver, nicht für ein Königreich Hannover. Wir finb zwar nur ei/ne kleine, aber um so fester geschlossene Partei, bic zum Teil aus Fanatikern besteht, bie bereit fiitb. Erklärung. Im Auftrage bes Vorstandes des ReichSveretnL bentofratifdper Arbeiter, Beamten und s?Ingefte(Ttrr sollte eine Erwiderung auf den afferam Brie« bei Herrn Geh. Justizrats Metz in Nr. 167 bes Gvjv ner Anzeigers erscheinen, in ber wir uns mit den Ausführungen bes Briesschreibers in fast allen Punkten bis auf die Streiks nicht einverWmdm erklärten. Nachdem nun Herr Geh. Justizvol Metz ui- zn-ischen feinen Austritt aus der Demokratischen Partei erklärt hat, erübrigt sich jede weitere Aus- einanderschuna^ Andreas Erhard, Vorsitzender des Reichsvereins dcnvokratifcher Arb, Beamten und Angestellten (Ortsgruppe Gießens Bindert SLZ schnürun«, lui mfibmaldjinea-■ binbet, euiPMv B- netto aö W Gnau W Reichswehrminister Noske: Die antisemitische iHetzc schätze ich als sehr gefährlich ein, weil es bei der Erregbarkeit vieler Menschen leicht zu Anv- fdireitimgen kommen kann Wo sich eine Handhabe bietet, wird zugefaßt werden. Jede antisemitische Treiberei in ber Truppe verurteile ich aus bas Ent- schrcdenste unb bin bagegen eingeschritten. Die Re- gierung hat allcrbings in ben letzten Ätimaten nicht immer ihr Dichren unb Tradsten aut Reformen unb Sozialisierungsmaßnahmcn richten können, weil ihre Kräfte für innerpolitische Kampfe in Einspruch genommen würben. Wenn bie deutschen Arbeiter die Früchte der Revolution noch nicht ernten, so ist das dem ekelhaften Bruderkrieg in der Partei zu danken, der von Haase unb fernen Freunder« geführt wird. Am vorigen. Montag ist den Stuten in Berlin vorgeredet worben, toant sie aus bai Betrieben hinousgingen, so nähmen sie an einer Kundgebung bes internationalen Proletariats gegen ben Gkmaltfricben teil. In Wirllichkeit haben bie Franzosen, Italiener und Schweizer ben Streik ab* gelehnt. Deutschlanb bedarf der intensiven Arbeit. Aber was kümmert bas bic Leute, bie mit dem Schicksal Deutschlands unb der Arbeiter Schind- Nachmittagssitzung am Samstag, 26. Juli. Vizepräsident Dietrich eröffnet die Sitzung um 4.05 Uhr. Abg. Eisenberger (Bayr. Bauernbund): Es ist gut, daß endlich Leute aus dem praktischen Leben an die Regieruicg gekommen sind. Wenn ber alte Obrigkeitsstaat nicht so faul gewesen wäre, bann hätte er nicht so rasch zusammenbrechen können. Nicht bie Revolution ist schuld an dem Zusammenbruch unseres Heeres, sondern die Zermürbung, die durch die Ungerecbtigkeüen zwischen dem gemeinen Mann und dem Offizier in das Heer hinein getragen worden, ist. Herr Minister Erzberger! Gehen Sie mit den Steuern und der Monopolisierung nicht soweit, daß Sie den Gliedstaaten gleichsam das Hemd auszrehen, sorgen Sie (gUSfl Hock »ehe" ihle l-»r lettiiW .Bleu«' ■jL , -OB jizcbe^, tot» üben- tze ° V Wiemanb sah sie, lautlos verließ sie das Hotel, am schritt sie bie vom Mondlichr fcll er* bete Dorfstraße entlang: Wie frei, frisch unb sie hier bie Nachtluft umfächelte, tote sie jetzt riete, toemi ihr Bltck bic Schnee- unb Eis- ber Jungfrau streifte. Langsam ging sie jetzt bem Promenadenwege der Bergstraße ent» Ta löste sich vlöhlich eine bimETe Gestalt rarem Baume unb trat auf sie zu. p.fflme Lorerqen!" entfuhr es Ragnas Lippen. ,3a," sagte er einfach, „ich toutzte, baß Sie ausbalten würden da brtnnen in des Hauscs ’Lin dieser herrlichen Mvndemrachti. Ich wußce. Sie dreien Zauber hier, den toir vielleicht nie :r genießen werden, auskosten wollen, und m habe ich auf Sie gCtoartet — feit Stirn den." Der verdeckte, leibenfdjaftlidje Ton, in oem ch, weckte etwas wie Widerspruch in ihrer ,Das mar recht unvorsichtig, Herr Doktor," t lie ablehnend, „die Nacht ist kühl." „Micht kühler als Ihre Seele, Ragna," gab erregt zurück. „Warum weichen Sie rflir Einest AÄixi Äl flflr I •(». ° —T------------ -r-T— ***MVVM*k*..W. btf„: , di! $■'1: tom, als ob ich Ihnen etwas schuldete, baS 6M-dieser Stunde zurückerstattcn soll." non il Willi ge im Herbst 1919 sind die^Eesuchc um Zulassung .bei Mcidung des Ausschlusses spätestens bis zum 1. August 1919 vorzulegen Die rcommllnalwohlen. ** Trohe, 28. Juli. Bei der Bei geo c d- nctenwahl wurde Hinrich Wilhelm Rau mit 56 Stimmen zum Beigeordneten für die Gemeinde Trohe gcwähll. Ter Gegenkrardidat erl/idt 6? Stimmen, zwei Stimmen wovor »erfplittert Vepmrschtes. veutsche Nationalversammlung. 67. Sitzung. Samstag, 26. Juli. Präsident Fehrenbach teilt vor (Eintritt in u Tagesordnung mit, daß folgender Antrag xuiRnmint <'Tem>Löbe (Soz.) zur Beratung der ßröärnng der Rcichsregierung eingegaugcn ist: „Tie Nationalversammlung wolle beschließen: die erste Beratung des Gesetzenkwurss über ben tuttsgerichtshof mit der gegenwärtigen politischen ebatte zu verbmden: 2. bie Reben des Herrn chSrniinsters Erzberger vorn 25. Juli unb des rn Ministers bes Aeußern Müller vom 21. Juli iif Kosten des. Reiches int deutschen Balke zu Der* eilen: 3. alle Protokolle ber vertraulichen Sitzun- f-n bcs Haushultungsaussd-usses bes Reichstages iwie bie ber Regierung bekannt gewordenen Doku-- reite über bic Entstehung unb Fortsührrurg bes Sieges zu bcröffentlidien." Ta die beiden rechtsstehenben Parteien Wiber* (iciid) erheben, ist gcschästsorbnungsmäßig bie De- »hing bes StaatSgericht»hoseS nicht möglich. Die f s iiHifefaffimg Über bie Berössentlichung ber | Januar und März in Berlin Dorfamen, sich nicht wiederholen. Zu dem Kapitel dieser Vorbeugung gehört auch das Verbot der Republik und anderer Blätter. Ich halte eS für meine Aufgabe, dafür zu sorgen, daß träte Anzahl Leute, die ihr revolutionäres Herz eben erst entdeckt haben, und damit politische Geschäfte machen wollen, baß sie bie Erregung, bte im deutschen Volke steckt, in fol* djer Weise aus nützen. Denv trete ich entgegen, solange ich das Vertrauen der Mehrheit habe und au| meinem Posten stehe. Ich habe ständig Nachprüfungen angevrbnct, ob die Voraussetzungen für ben Dclagerungszu staub noch bestehen. Llber biese Leute auf das bcutfdfle WirtschvftÄeben wieder loszu- lasien, erschien mir absolut unverantwortlichl. Werat die Gefolgschaft Haases Deutsdstand zugrunde richten will, bann stelle ich bas Schicksal unseres Landes und Volkes höher als allen Spektakel, den Sie hier aufführen. Klagen über Gewalttätigkeiten ans ihrem Munde finde ich sehr merkwürdig. Wenn Ihre Leute Masienmorde begehen, wie die niebeTträdjtigcn Morde an Kl über und Neurin g, dann bringt das Organ Haases auch nicht ein Wort. (Stürmische Unterbrechung und tobender Lärm bei den Unabhängigen.) Ailsschreitungai der Soldaten beklage auch ich. Mer in Königsberg wurden nach dem Ergebnis der Untersuchung bie Soldaten bis aufs Blut beschim^t urtd tätlich beleidigt. Die Freiwilligen wurden als Dogel- frei angesehen. Ueber alle diese Niederträchtigkeiten ist das Lmid vollkommen unterrichtet. 2lls Noske weiter auf die Vorfälle in Hamburg zu sprechen kommt, erhebt sich bei den Unabhängigen tobender Lärm. Gellende Rufe: Verbrecher! Glatte Frechheit! wiederholen sich. Ern Teil der Mehrheitsfraktion begibt sich zu den Banken der Uu- abhängigegn und redet ihnen zu, Ruhe zu hallen.) Noske fährt fort: Für die Truppen ist es kein Vergnügen, mit den Unabhängigen zusammenzukommen. In mehr als einem Falle ist solch unglücklicher Teufel erstochen worden. Die damaligen Verhandlungen Barths wegen der Frei- toilligenkorps sind der glänzendste Beweis dafür, daß aud) Sie, wenn Sie einigermaßen reaiereu wollen — and die Rechte wird Ihnen bad Leden nicht leichter machen als ans — auch Leute haben müssen, die ein Gewehr tragen. Die Truppe, die im November wie sprödes Glas zersprang, gewinnt wieder den nötigen Zusammenhalt. Nicht gleich aber allmählich wird sie unter guter Leitung das Maß von Ruhe und Ordnung und Sicherheit uns verbürgen, ohne das toir nicht leben können. (Lebhafter Beifall.) Um 2.45 Uhr wird die Beratimg auf 4 Uhr vertagt. wenn es sein muß, den Kopf auf den Block zu legen. Ich appelliere an Ihr Rechtsgefühl: linderst ützen Sie uns! Wir wollen nichts weiter als mitbelfen, um Deutschland wieder zu Macht unb Ansehen zu bringen. Abg. Wels (Soz^): Die gestrigen Enthülluisi- gen bes Minifters Erzberger haben im ganz-m Reich einen gewaltigen Eindruck gemacht, und m an kann wohl sagen, daß die Oesfentlichkeit ihr Urteil über die Alldeutschen gefällt hat. llnsere Poliitik ist es gewesen, die zur Bildung des Mehrheitsblücks im Reichstag unb schließlich zu ber Friedensrefo- lution geführt hat, von der feststcht, daß sie eS wür, die bas englisch-französische Friedensangebot dvrch den päpftlick-en Stuhl zur Folge gehabt hat. Tine unselige Regieruna hat bte Brücke, bie über 'bas Blutmoer hätte hurwegführm können, in Stücke zerschlagen. Nicht imfcre Politik war falsch, fort* dcrn bie Männer waren falsch, die öffentlich Ja und im Geheimen Nein sagten. Das Wort: JSir sind belogen und betrogen worden, wird ziun Buf- sd)rei eines ganzen Volkes werben. Es wirb sich verdichten zu einer furchtbaren Anllage, der sie niemand entztehen kann, der dainals mitgelogen ranb mitbetrogen hat. Gewundert hat es mich, oaß Herr Haase durch die Enthüllung nicht Ükier- rascht gernefen fei, sondern daß ihm diese 2bit- fachen schon länger bekannt gewesen sind. Daan muß ich aber sagen, wenn Herr Haase diese Kenntnis hatte und sie dem den Ischen Volk vorenthielt, bann hat er sich mitschuldig gemacht. Unsere Auslandspolitik muß vor allem Vertrauen erwecken. Dazu gehört, daß glle Unfähigen aus dem Aus- toärtigcn Amt entfernt werden. Wir brauchen keine ©cfanbben mehr an den Höfen. Unsere Politik muß die des Völkerbundes sein. Aber der in Paris zusammengebrachte Völkerbund ist ein Bund gegen die Völker und namentlich gegen gewisse Völker. Der Völkerbund ist die w-ahae, unblutige Weltrevolution. Heute haben wir die Weltherrschaft der angelsächsiichen Rase. Ter Kamps gegen den Kapitalismus muß künftig in England und Amerika durchgeführt werden. Nicht mit Maschinengewehven und Handgranaten, sondern mit der internationalen Organisation, der Arbeiter, sowell die Enavicklung dazu reif ist. Auch eine Rävevegierrarg wäre abhängig von der Lieferung von Rvhmateiial und LevenSmitleln und ihre Entziehung würde die Räteregierung über den M Ai« hiq l im Tops bczw. sowie vul» ntabL ' , W in durchaus obiektiver 21 > n ”«d)SDerbanb füi £^4 al’topft, bestehend auS Historikern unter einem in logemriter wild-,„Äizistisih geschulten Juristen, bic bas Recht övar widerrechtlich jalasft 1 er sich auf dir jetzt noch «t-L ' — - — - --- - -■ tl)Qt Dieser Dncinveisi^ N ______ _________ lohnerschaft kSeldbeträge Zü!) Objektive Erklärung sinb wir bem deutschen c unb Täu[d)ungm, bit Im Solle schuldig (Beifall rechts.) Ganz einseitig nchn zu verhinbern, bm ■ snrft der Minister Erzberger ben Deulfchnationalen Ai..«.»— •— baß ber U-Boot-Krieg in rat. iteunt hLm. iljtt Sa itoit angesehen. Man hat ip.'sehen, wie wenig raktervoll bas beutsche Volk in ber entscheibend- auS Reisstroh l°ü- Stunbe feiner Geschicke geführt wurde. Wie arbeitet ßxlörei;- Inders urteilten früher und noch während des Slstlk Mk. M . tricxes maßgebende Sozialdemokraten über, den lieferbar.""Volt" fr’ct, den sie heute einen blutrünstigen Casaren Willi«, 8aw ront Das alte System war so gut und so Schr. 76 an erbet. w gen] ch o HP Butter zum Preise von drei Mark für das Pfund ist in der Stadt Eisfeld in Sachsen-Meiningen nach der dortigen Zeitung angeboten worden. Aller dings bisher nur einmal, aber es ist doch ein Anfang gemacht worden. Erheblich billigere _____ ___ — e 11> r € i f c werden dagegen von den Oberfvhrerr und.Genossen brachten.eine An- tner anzen Reche von Städten ge- frage ein, ob die Rcrähsrvgierung von der frxm* uielder^ Auch die Gänse preise sinken, ba Aus dem Amtsverkündigungsblatt Tas Amtsverkündigungsblatt 9h- 64 t»m 25. Juli enthält: Verordnung über bic En»- eignung und Dorläufige Sicherstellung djii rohen Häuten inrb Fellen sowie Leder. Vom 2. Juli 1919. — Bekaractmachnng über Ausgabe von '-uv^ ftoff (Sacharin). — Bekanntmachung über Au>- brurt) der Pferderäudc — Vekaraitniachamg irber 19im Herbst Häute und Felle sowie Leder, hinsichtlich deren gegen die Beschlagnahme, .Höchst- preis-, VerteilungsDorschristen und sonstigen ein* schlägigen Bestimmungen verstoßen wirb, können von der Reichslederstelle enteignet werden. Der Eigentumsütorgcmg ist Dvllzogen, sobald die Au- orbmntg dem Eigentümer oder bem Inhaber de Ämrahrsams zugeht. Ter von ber Awrdnung Br ^offene ist verpjlichtet, die Gegenstände ortmimgo- gemaß zü verwahren und sie herauSzugcben, in«? besondere sie auf Verlangen und Kosten des neuen Eigentümers zu überbringen ober zu übersentxm Ter von bem neuen Eigentümer zu zahlende Ucbcr nahmcprcis darf den zur Zeit der Enteignuno geltenden ^geringslen Höchstpreis nickst übersiemeu Werden gegen diesen Preis Einwendungen ,i hoben, so setzt die Reichslederstelle den llrto, nahmepreis fest. Soweit nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt finb, wird mit Gelbstrafe bis zu einhunderttausend Mark bestraft, wer vorsätzlich der Vorschrift des § 3 zuwidcrhandelt, wer unbefugt einen iwrläufin sichcrgestellten ober enteigneten Gegenstand beiseite schafft, beschädigt oder zerstört, verwende» oder sonst über ihn verfügt. Ausgabe von Süßstofs (Sacharin) Fiir die Zeit Dom 15. Juli bis 15. Äugust 1919 ivirb gegen die LiefernngSabschnllte ß und 6 ber Süß» stofskarte „8" (blau) und 2 und 3 ber Süß stoffkarte „G" (gelb) von ben Süßstoffabyalx stellen der Landgemeinden des Kreises Subiton abgegeben. Es gelangen auf die Abschnitte 6 tunb 6 je ein Briefchen und auf die Abschnitte 2 irrtb 3 je eine Schachtel zur Ausgabe. Mit dem 16 Skua. 1919 verlieren bte MstcAritte 5 imb 6 b»in 2 (unb 3 ihre Gültigkeit. Nack) diesem Zeitpunkt nicht abaerufene Süßstvffmengen dürfen von d-n Abgabe stellen frei verkauft werden. Tie Räude ist ratter bem Pferdebestww be» Friedrich W Srner-Gießen, SchützcnLva^ 18. ststgestelll worden. rräen außvühlen. (Unruhe links. Rufe: Äuf- ‘ft\wuuas’Plth - Bären!) Nachgerade wird das eine Gefahr für • t.a M;tn ®lr f''r ' I M-’ deutsche Oeffentlichleit. Nach dar gestern an» 0 unf» n.u l 914 ' ffioandtcn Methode wirb ein Schaben im Volke ber ’-i ®rtid)tet, ber eine Wüste daraus macht. (Großer Iw x ■ ?ein 8äcm unb andauernbe Unruhe links.) Setzen wir 1 *ö.fij äien objektiven Ausschuß ein, ber bie uns be- >n d-rch Gummi-, Korb-, Kun• und Galanteriewaren, Spielwaren, Musikinstrumenten, optischen Artikeln sowie verwandten Waren, rrui den Unterabteilungen i Papiermesse, Sportartikelmesse, Schuh- und Ledermesse, Nahrungsmifielmesse, Textilmesse, Verpak- kungsmitielmesse, Technische Messe und Maklerstelle, tfaumesse,Biirobedaifsm43se,,Reklamemesse,BugTa- messe (Buchgewerbe, Graphik und Buchhandel) und Edelmetall-, Uhren- und Schmuckmesse \Entwurfs- und Modellmesse9 Vermittlungsstelle für Künstler und Fabrikanten | Rückgrat- ^Verkrümmung \ ihre Behandlung ! /*AI.SystemHaas" | ca. 3 <><><) kg la. amerlk. u. ca 1OOO kg la. Remy- Stärke Sh üuK oii- Ich kaufe MX)'-1 Zentner primaWiesenheu. Schriftliche Eilofferte mit Preis frei Bahn- Zitercffkllükmtliislfisst her ZirilrnzkslkLlkii bei wil. MEckn bei 18. A.-K. Ortsgruppe Gietzeu. 01w9 Mitglieder-Versammlung im Gewerkschaft-bEnS Dienstag den 29. Juli ISIS abends 8 Ubr. Orient- Teppiche einige sehr schöne Stücke hat abzugeben FfeßwohnungenvermiiieliderWohnungsnachweisdesMeßamis Anmeldungen von Ausstellern und Einkäufern sowie Anfragen in allen Meßangelegenheiten sind zu richten an das Meßamt für die Mustermessen in Leipzig Auskunft erteilen tmth der ehrenamtlidie Vertreter des Meßamtsförden Handels kanunerbesirk Gießern Hermann Fahr, in Firma J. H. Fohr in Gießen, Femspr. 632, und die Handelskammer in Gießen. Holzwolle in verschiedenen Gorte« ans Vager. 7755 Gebr. Rabl. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute klüglich der Frrma Löb Berlin zu Beuern erngv- tr lagen: Tas Geschäft ist mit Aktiva und Passiva auf die Witwe des Läb Berlin, Kathinka geb. Grünebaum zu Beuern über gegangen, die es als alleinige Inhaberin unter der alten Firma, weiter- K„, MjÄidi. auö ÄMoieck Ki?3roei^t ün ® fertigen von Ilinderkleidern iolo: ttnabenanzüS« Schristl. Angebote i 8776 an den ®tek Nur 4 Taae! 1HMB ™ ® **0 stabil gebaut, in ver- a __®. 014687 schiedeue« Größen, Ausverkauf °M'° vaniel Baum wegen Aufgabe de» Ladens Seitenweg 8 8 I gteinfirafie 85. 014405 i. Einkochgläsern Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt, A wurde heute t fie Krma Breuer und Sarx in Gießen eingetragen. Inhaber sind: Mechaniker Anton Breuer in Gießen uitb Kaufmann Franz Sarx in Grünberg. Die tzsirma wird von den beiden Teilhabern gemein- sasaftlich gezeichnet. Die offene Handelsgesellschaft halt am 1. Juli 1919 begonnen. Gießen, den 16. Juli 1919. 87338 Hessisches Amtsgericht. nfr Lichtspielhaus J^eute letzt. Tag „Arme kleine Eva"^ ’ Ab morgen bis einschL Freitag: LoMnnaimho“ Nach dem bekannten Ro- Jugenöiiene man VOn Felix Philippi. Ein Spiel von Lieb u. Leid In 6 Akten. Ferner: . „Die blonden Mädels vom Lindenhof“ , k Lustspiel in 3 Akten. Nach dem sOSbu. gleichnamigen Bühnenwerk jdSjid von Georg OkonkowskL Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute eirgzetragen: Die Firma Eduard Gandner in Gießen. Inhaber: Christoph Eduard Gvndner, Koalftnann in Gießen. Gießen, den 19. Juli 1919. 87378 Hessisches Amtsgericht. Wir taufen stet» jede Mengen: me Benzin, Benzol, Rohbenzol, Benzolspiritus u. Trieböl. Göbel & Appel, Bestie 20. HBnol/e9ohön »11 ap Ipi tlvterl 11 leier greHsiehten preiewilrdig bei 8762 UrilbäoGb'iüll QilUl Ali Aeseteliaüfl itilrela e.preie- a nn.nuf vtÄ/cn hv« 1'kslKt HarktpLlT wert «e Irttl eehe üüv.-Ureekerel. B. Laioe. Gielaa » ÄUgllBl W US 11611161« M.ak.26« Versteigerung von Kraftwagen. Am 31. Juli 1919, 9 Ubr vormittags beginnend, findet eint öffentliche Versteigerung von ca. 73 Fahrzeugen in Cassel statt. Berstet- gerungögelände Munitionsfabrik in Cassel-Bettenhausen, NürubergerSn Zur Versteigerung gelangen: ca. 15 Personenwagen, unrepariert 2 Personenwagen, repariert 21 Lastwagen, unrepariert 20 Lastwagen, repariert 2 Lieferwagen, unrepartert 2 Lieferwagen, repariert 8 Anhänger 8 Zugmaschinen Verzeichnis der BersteigerungSobjekte nebst Einzelheiten über die Versteigerung ist vom 26. Juli ab beim ReichsverwertungSauu .Baubil', Filiale Weimar, z. Z. in Cassel, Hotel Schirmer, zu erhalten. Die Obiekie können am 2&, 29. und 30. JuU von norm. 9 btö 2 Up gegen Hinterlegung einer Bietekaution von Dl. 500.— tu bar pro Verste besichtigt werde«. Ohne Htnterleaung der Bietekaution kam» das Ber- stetgerungSgelände vom 28. bis 80. Juli sowie während der verstri«' rungStage nicht betreten werden. Ä j Die Htnterleaung der Bietkaution erfolat bet der ShmitfamNoM Eingang Tor 6 und 8 tu der Äett von 9—2 Uhr. Kriegsanleihe wird nur in Zahlung genommen, wenn Käufer bar* Borlage feines ZetchnungSschetueS nachweifi, daß er die ÄTttt»imZdN selbst gezeichnet hat. Die auf dem ZetchnungSfchetn angegebenen Stumm en müssen mit den einzelnen tn .Zahlung yegebenen Stücken übereinMMM«, andernfalls ist eine etdeSstattliche Bersicherung notwendig, daß die Stacke vom Käufer selbst gezeichnet sind. Annahme derselben zum Nenuwen Die Hinterlegung der Depots kann an Tagen vor der Bersteiaerurn bet der Dresdner Bank, Filiale Caffel, Colaische Straße, währn» der üblichen Kassestunden erfolgen. 87Wbr Cassel, den 25. Juli 1919. Reichsverwertungsamt VerkeefsabteUaie Ifir Aetoeobilwesen. „VaubU“, Filiale Weber. Wir empfehlen uns in Anfertigung von Bronze-, Rot-, Mossing- und Aluminium-Guß sowie sämtlichen Dreharbeiten. Instandsetzung von Wasser-, Gas- U. Dampfhähnen sowie Neoanfertigungaller Art. Installation von Wirtschaftsund Brauerei-Einrichtungen. S743 Schmittgall & Co., Gießen Nord-A nlage 9. Lm-U-MD Seltersweg 81 Nur noch heute das große Doppelschlagergrogramm: Panzerschrank Nr.13 Großes Detektiv-Drama in 3 Akt Oa@ bemooste Haupt Große Ki.mödie in 4 Akten. In der Hauptrolle der sehr beliebte Kttnetier Alwin Neuss. inifer 1 Mlijche Pa u 19. l. M,ha M demokratisch! c im Äuszug crid Ucker noch wo Parteileitn M heute bin id sti geblieben, auch । bopon erwähnt garunt hat man Imtiwffen wenigst tsdtcn Macht? j M einverstan> a dann die Ausfül Ac Widerlegung geivesen zu sm was ich aus, Ng nicht mitmack i Parteitag zum 'ist meine Aus Icuergesetzgebunc geln eine Ausg .dienen Bevölker Auswüchse d ismäßige Anw s beseitigt werden lirig anerkannt wo Ae Tatsache, da l> in der demokratst : ganz tot fdiiui haben, der seh Ter Parteitag, heffib einen Weg c k dartei auch teilte ossenbar ein ,®h, da eine sol N- m die sich bi 1 »und öerpende N hat, klar da , ganze Verh, f «t geradezu fii Fh. Wv und i povwn * fern Stritt aw ul Mi btxidbtn u Was den Verl Io las ich in der l 3- astes M Positive Jnha 'S unö steht m Men Worten" I dem Mlurlich: „Da Wng doch noch ei J‘te aber, als ich r L“l>n demo NEonalen Pc Ölungen di mir t‘le .irntil der Setji möi Men-eut noch Bjlfe Parteitag 1 wLf0K sie nie Ipjartertas, j IS s die. L ksj,'Kne nut fti feg I.Woq 4 ver he y 5 bk kÄnbi fax- MS Bekanntmach««g. In unser GenossenschaftSvyxist« wurde heute be% frgftch des Spar- und Borsctztßverems Beuern II, eingetragene Genossensclxrft mit unbeschränkter Haftpflicht, zu Beuern eingetvagen: Der Divettor Wrlhelm Belloff II. ist aus dem Vorstand aus- geschieden. An seine Stelle wurde der Landwirt Philipp Arnold in Beuern zum Direktor gewälflt. Gießen, den 16. Jnli 1919. 8736B Hessisches Amtsgericht. vrhördllche Anzeigen. Bom L August ab verkehrt der bisher 12.48nachrn. tn Frankfurt abfahrende Schnellzug D 175 Frankfurt—Dui-burg in folgendem Fabrvkan: ^ranknrrt ab 2.00 nachlw, Friedberg 2.47, Bai^Naubeim 2.57, Gießen an 3.32 ab 3.42, Wetzlar 3.59, Herborn 4.24, Dillenburg 4.3.> Stegen 530, Hagen 7.55, Duisburg an 9.24 nachm. Der Aufenthalt des Zuges tn Haiger fällt fort. Eiienbabadirektion Frankiart (M.) 8781ld S t audt.____________ Zucker-Ausgabe. Der bei den Kleirchäirdlorn der Stadt Gießen bestelle Zucker für Juli 1919 kann von Montag den 28. Juki 1919 ab gegen Dorla« des Besteliausweises zur Zuckeriarte und Ab- lieterung der Zuckermarke Nr. 7 m Empfang genommen werden. _ _ „ _ _ Es entfallen auf dir ZuckermLrkc Nr. 7 (Jicki 1919): 7 50 Gramm Zucker. Mit dem 9. August 19 19 verliert die Zuckermarke Nr. 7 ihre GÄtigteit. Wer bis zu diesem Zeftpurckt den Zucker nicht abgeholt hat, hat keinen Anspruch mehr ixrarnf. Die .KlernhandelsgesclKfte haben die vererw- nahmten Zuckermarlen Nr. 7 (Juli 1919) &u stmu- mrfn und ju je 100 gebündüt bis lüngstenS 11. August 1919 an das Städtische Lebens- mittdamf, Zimmer 11, unter Beifügung- einer schriftlichen Mitteilung Über die Anzahl der ckbge- lieserten Mar-fen emUusenden: die nicht abgeholten oder mehr überwiesenen Zuckermengen srnd nach »orgeto,riebenem Muster dem Stadt. Leüensutfttel^ amt Kn melden. , , Der KleinverkaufShöchstpveÄ für das Mund Zucker betrügt: 1. Gemahlener u. Kristulltzucker: a) -nicht raffiniert (Konsumtzucker) — 55 M., b) raffiniert “ 57 Pf-