Samstag, 28. Mi (919 <69. Jahrgang Erstes Blatt Personen. Mittlerweile hat die Negierung mit einem anderen Mittel es zuwege gebracht, daß die sLiscnbahnerverbände für die Wiederaufnahme der Arbeit eintreten. Es sollen nämlich vom Reich hohe Geldsummen aufgewendet werden, um eine allgemeine Senkung der Lebensmittelpreise zu bewirken. Es ist im Grunde die selbstverständliche Pflicht der Regierung, so zu handeln. Alle zuständigen Steb- len,.auch in den lokalenBezirken,müssen auf das ernsteste ermahnt werden, alles zu tun, um den Wucher- und Schieberpreisen ein Ende zu (machen,. die uns in den letzten Atonalen das Leben verbittert haben! Es kann da Vieles geschehen, denn der Friede, der heute unterzeichnet werben soll, erleichtert die Zu- Die Hrage de; deutschen ©Sens. Vern, 27. Juni. (WTB.) Nach deut „Daily Telegraph" werden englische Truppen Danzig und amerikanische Oberschlesien besetzen. Eine Erklärung Hörsing». Berlin, 27. Juni. (Wolfs.) Amtlich. Die Behauptung, daß die Reichvregierung erklärt hätte, sie würde sich einer etwaigen Kriegserklärung an Polen durch die Rcichs- kommissare Hörsing und Winnig zwar offiziell hvidersctzen/ inoffiziell sie dagegen föv-t dern, ist bereits gestern auf das strikteste als Erfindung gekennzeichnet worden. Nunmehr erklärt auch Reichskommissar Hör- sing, daß die Angelegenheit chm völlig unbekannt sei. Er habe weder Hilfe erbeten, noch sei ihm solche angeboten worden. Er werde selbstverständlich nur den Anweisungen dey Reichsregierung Folge leisten und nach erfolgter Ratifizierung des Friedensvertrages zu dem von der Regierung bestimmten Zeit»- punkte die Zurückziehung der Trup- pen aus dem abzutretendcn Gebiete veranlassen. Bis dalfin allerdings werde er die jetzige Grenze des Deutschen Reiches gegen willkürliche Einfälle der Polen verteidigen. Reichskommissar Hörsing betont ferner, daß er den bekannten Aeußeiungen des Generals .Hoff m a n n, Widerstand auch gegen den Willen der Regierung zu leisten, völlig sern- stehe. u. 8 M Siebener Anzeiger xsedeint täglich, außer tt-nn» uni) JeierragS. Bezugspreis: ewatl. Mk.1.35, viertel» iThdi Dit. 4.05; durch -hole- u. Zweigstellen icnatf. Mk. 1.25, durch Btitoll TU. 4.05 viertel- hrL ausjchl. Benellg. imdprecti - Anschlüsse: Ift die Schriltleitungl 12 kciqenv 34nun 'rette örtlich 15 l't., auswärts 18 Bf., für Reklame- an zeigen von 70 mm vrette 48Pf. Bei Platz- vorichriit20°/.,Aufschlag. Hauvtjchriitteiler: Aug. (Soetu Verantwortlich für Politik: Aua. woetz. für den übrigen Teil: Dr. Remhow Zenz; für den Anzelgcnteü: H. Beck-, sämtlich in Gießen 5ur Lnederrsunterzelchnung. Paris, 27. Juni. (WTB.) HavaL 1 Diplomatische Lage. Dutasta fragte den i deutschen Bevollmächtigten nach der Ankunft der deutschen Bevollmächtigten-Delegation. , Von Daniel sagte, er habe keinerlei Nachrichten von der deutschen Regierung, die in der Nacht vom Donnerstag von Weimar nach Berlin Übergesiedelt sei. Die Resultate der Kabinettssitzung vom Mittwoch seien ihm nicht bekannt. Dutasta benäh sich am Donnerstag morgen nach Versailles zu Herrn v.Harr iel mit der Bitte um eine endgültige And- wort, da die Alliierten entschlossen seien, eine* Verlängerung dieses abnormen Zustandes nicht zu gestatten. Ein Trinkspruch poincares. Versailles, 27. Juni. (Wolff.) Gestern fand im Elysse eine Tafel zu Ehren Wilsons und seiner Gemahlin, sowie aller Mitglieder der alliierten und assoziierten Friedensdelegation statt. P o i n c a r e brackste eiitat Trinkspruch aus, worin er vor allem auf die Tätigkeit Wilsons bei der Friedenskonferenz und aus die Hilfeleistungen Amerikas während des Krieges unb auf die un- verbrüchlicfe Freundschaft zwischen Amerika und Frankreich hinwies. Poincarö erklärte dann: „Tie Delegierten der siegreichen Länder haben sich monatelang versammelt, um nicht nur ein Stück Papier in den Händen zu behalten. Wie Sie, Herr Präsident, wollen. wir alle, daß der Friede nicht ein leeres Wort, eine flüchtige Hoffnung und vorübergehendes Licht sei, sondern daß die Gesellschaft der Nationen wohltätige Wirtlichkeit werde, daß alle Klauseln, welche unsere gestrigen Feinde unterzeichnen werden, loyal und ohne Hintergedanken und ohne Ausflückste cingehaltcn werben. Aus die Versenkung der bcutfäjen Schisse in Scapa Flow, auf.die Verbrennung der französischen Fahnen in Berlin und auf die angeblichen Vorbereitungen gegen Polen anspiclatd, erklärte Poin- car6, daß diese Verletzungen des Vertrages, noch ehe er imtcrfd>rieben sei, den Alliierten die Pflicht auferleg».', sorgfältig darüber zu wachen, daß verbvecherische Hände nickst plötzlich wieder Brand- ferbe anzündeten, welche zu ersticken die Entente! bemüht ijeivefen wäre. Ein wahrer Friede werde erst aus dem fortgesetzten Zusammenwirken der alliierten und assoziierten «Völker hervorgehen. Der ^ertrag, der jetzt unterzeichnet werden solle, bedeute nur wenig, wenn es nicht gelinge, ihn durch den Geist der Eintracht, in welchem er abgesaßt worden sei, ständig lebendig zu erhalten. Er erhebe sein GlaS und trinke aiXf die Unsterblichkeit der sranzöfisch-amerikanischen Freundschaft, auf die unzerstörbare Einheit aller alliierten und assoziierten Stationen. Eine grobe Antwort ClemenrcauS an die Türken. Versailles, 27. Juni. (Wolff.) „Petit Parisien" meldet, daß Elemenceau namens der FriedensDvnsevenz dem Vorsitzenden der türkischen Delegation eine Antwortnote zukiommen ließ, worin Clemenceau b-aran erinnert, daß die Türkei gemäß der Denkschrift der türki- schm Telcgarion keinen Grund zu einem Konflick mit den Ententemächten hatte, foitbcrn lediglich als gefügiges Werkzeug Deutschlands in den Krieg gezogen sei. Clenreneoau erklärt, daß die These der türkischen Delegation, wonach die Veranlwor- tung für die erbarmungslose Kriegsülnuug und die unerhörten Greuel den jetzigen Führern des türkisck)en Volkes nicht zur Last gelegt werden dürften, für die Alliierten unannehmbar fei. Auch müsse die Türker die Folgen des bcrloreneit Krieges auf sich nehmen. Tie völlige territoriale Wiederherstellung der Türker sei gleichfalls unmöglich, da die Türken sich stets unfähig erwiesen ijätten, fremde Völker, welche sie belierr schien, friedlich weiterzmmtwickeln. In allen Gebieten, die die Türkei mit den Waffen erobert habe, sei die materielle Wohlfahrt und die Kultur gesunken. t Eine Erklärung von „Jntettcktuctten^. Versailles, 26. Ium. (Wolff.) Tie „Huma n i t 6" verösfentlickst eine Erklärung von Intellektuellen, in der es heißt: Geistesarbeiter! der ganzen Welt zerstrettte Gefährten, die Ihr seit fünf Jahren durch die Heere, dik Zensur und den Haß im Kriege fefiublickrer Rationell getrennt seid, wir richten ast Euch in dieser Stunde, rn neldjer die Schranken fallen und die Grenzen fich Nieder öffnen, diesen Aufruf, um unseren bruder- licken Bund wieder zu bilden, einen neuen, festeren und sichereren Bitnd als denjentgen, der vorher bestand. Ter Krieg bat Verwirrung m unsere Reihen gesät. Die Mefezahl der JutellektueNen stellte ihre Wissenschaft und Kunst in den Dienst der Regientngen. Wir wollen niemanden anuagen und feinen Bortvnrs erheben. Wir tenncn die Schwäche individueller Seelen und die elementare Kraft großer Kolleklivströmungett. haben jene in einem Augeiiblick hmweggefegl. Möge Oie Erfahrung uns wenigstens für tue Zu Um ft dienen. Tic Erklär mig besagt zum Sastuß: Mr ehren allein die freie Menschfeit, ofere Grenzen, olmt Schranken und ohne Rassen- oder Kaitenvorurtetle. Wir kennen keine Bölter! Wir kennen ein Volk, das einzige universelle Volk, welehes leidet, kämpft, fällt und ftd)> wieder erl-ebt ! Tas Volk aller Men- sck>cn, die alle gleick;crmaßen unsere Brüeer find. Tamit ihnen, wie uns diese Brüferscfest zum Bewußtsein kommt, erheben wir über ihre bltndea Kämpse und Bündnisse den freien einzigen und vielfältigen ewigen Geist. Der Appell ist u. a. unterzeichnet von Jane Addams (Vereinigte Staaten), Barbusse (Frank- reich), Roberty Bacco Croß (Italien), Dufemei (Frankreich), Pros. Einstein (Deutsckstand), Frederil van Erden (Holland), ßxffeiibt (Belgien), Professor Forel (Schveiz), Verner von Heidenstam (Schwo- den), Hermann Hesse (Deutschland), Ellen .Key und Selma Lagerloes (Schüveden), Pros. Max Lehmann Sind Heinrich Mann (Drutsckstand), Sophus Mi- ckzaelis (Dänemark), Professor Nicolai (Deutschland), Romain Rolland (Frankreich), Verwand Russell (England), Henrh van de Velde (Bcl gien) imb Stefan iZn'ech (Oesterreich». (Wir geben diese Erllä- rung wieder, wie wir jede Kundgebung verösjent- huxn, me Den Völkerhab abvauen will. Wir verhehlen uns fieilich nicht, daß nicht alle Unter* zeichner, z. B. die fianzöüscfen, ckiarakdertsttsche Vertreter ihres Landes sind. D. Red.) Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Srointngswmbbmd u. Verlag: vrühl'sche Umv.-Vuch- m. SteWiuterei 8. Lange. Zchrifvettung, Seschäfirstelle u. Druckerei: §chn!stt. 7. Die vewegung der Cijenbahnarbeiter Berlin, 27. Juni. (Wolff.) Bei den Der^ Handlungen im Ministerium der öffentlichen 21t* feiten fitirrte Fr na n z m i n i st e r Tr.. S ü de- kum aus, das;die Forderungen der Eisenbahner nicht erfüllbar seretr. Eisenbahn Minister Oescr bedauerte,, daß schon Teilstreiks ausgebrocheu seien, noch bevor V^T- lmudlungen begotmen hätten. Aua) er lehne fei Forderungen als unetiüllbar ab. Ter gesamte Jahvesbedarf betrage 3700 Millronen, der Fehl- betrag für 1919 3403 Millionen, das gesamte Tefizrt also 7100 Millionen. Wenn die Ford^ nmetrn erfüllt werden sollten, müßten mlndestenS zunächst 200 000 Personen entlafien werden, fer durch Tariferhöhungen nur em Hemer Teü ausgebracht werden könnte. Tie Finchl, bt€ ms zum 1 April 1918 z.B. 100 Mk. fe.trug, müßte aus 435 Mk. etW Briten Ter Kriegs mim stet Reinhardt gab fekamtt, daß heute tu fent Bureau der Bezirksleitung des liefen Ersm- lxilmerverl'anfe-s, in dem w'ove^vrrsck) das Sure au des Zentralrates desselben Veroaudes unterg^brachl ist ein Flugblatt der Kommunffnschen Partei SuWanbi in her A»sl°gc °-n 500 000 ®ji Elseiilmfe necn im Ministerium für vilcntllche Acfelle». abgetanen werden sollen. Eine um Mure Verblendung der Pariser Siegespoli-- Dm, daß sie so wider Vernunft und Schicksal Völker hader säen! Das Deutsche Reich pv gegenwärtig wehrlos und machtlos diese riDaUtat geschcfen lassen und muß, wie für Ftotelc Vorschriften des Fricdensvertrages, ? Aenderung des Unhaltbaren der Zukunft,............ . - ■ . , jwrtrairtn. Für den Fall, daß die Annahme fuhr von Nahrungsmitteln doch ganz er- Vertrages von Deutschland verweigert l heblich. wochenrüüblick. Was ist in kurzer Zeit aus unserem mäch- igm Reich geworden! Wie ein schreckliches »geheuer sitzt's zwischen der Gegenwart und tn Tagen, da wir noch hoffen und unser ichicksal meistern konnten. Aber auch der Blick it die Zukunft ist uns verdunkelt; wir sehen ur drohende Gefahren ohne rechte Mittel, sie b bannen. DaH Friedensdokument brennt in tn Händen der Reichsregierung, die nach mgem Zaudern zwei Atinister bereit gelinden hat, in Versailles als Bevollmächtigte die Unterschrift zu leisten. Niemand in deud- idjtn Landen kann sich damit ab finden, daß io Furchtbares geschehen ist, jedermann ist roch in Zweifeln, ob bei geschickterem und enb- Ü!ossenerem Vorgehen nicht wenigstens die Iticitigung derjenigen Stellen des Friedens- «rttogs )nöglich gewesen wäre,, die viele der kticn unseres Volkes als Flecken auf unserer mionalen Ehre empfinden. Die Einheitlichkeit deutschen Denkens und ondelns war leider von vorrcherein zer- iffen durch die Haltung der Unabhän- igen, die laut erklärt hatten, der Frie- kei'svertrag müsse in jedem Falle unten« jeichnet werden. Sodann hatte die Entente tine ihr höchst willkommene Aufmimtemng tfommen durch das Verhalten des Reichs- tillisters Erzberger. Immer wieder war »gekündigt worden, dieser habe sich gegen liv „Unannehmbar" Scheidemanns ausge- pwchen. Bei dem Sturz des Ministeriums xheidemann ist der betriebsame Ze-ntrumS- olitifer sanft auf den Finanzministersessel Muken, just auf den Posten, der in den eiteren Entsckfildigungsverhandlungen mit er Entente von größter Bedeutung ist. In iner amtlichen Notiz — Erz berg er hat sie doch offenbar selbst veranlaßt — heißt es mm, es müsse einmal herausgefagt werden, iflft gerade Erzberger die Note formuliert Halle, in der bte Vorbehalte in Sachen der Vatiortnleni Ehre gemacht wurden. Eine dunkle unzulängliche Rechtfertigung! Er hatte feilte Taten sowohl wie durch sein nrerlassen die Gegner in der Auffassung stärkt und gesichert, daß Deutschland tzließlich doch unterzeichnen werde. Dazu kommt die unglückselige Taktik der Nationalversammlung. Während ihr kt- Kabinett Bauer am Sonntag mitteilte, ks beabsichtige den Vertrag zu unterzeichnen hii Ausnahme der ehrenrührigen Punkte, kochten, wahrend der Sitzung, Schieberhände ft- der entsprechenden Zustimmungserklä- jiDig eine Vollmacht, den Frieden rundweg wzunehmen. So war der Versuch des Kabi- leits Bauer, uns wenigstens vion dem Schuld- Lekenntrfis und dem Zwang der Auslieferung deutscher Volksgenossen zu befreien, von «rnhereiu zmn Mißerfolg verurteilt. Die deivalthaber in Varis sahen ja bereits die Mankovollmacht oer Nationalversammlung! Ms deutsche Ministerium fiel um und unter- Mnete bedingungslos. Bei der noch- jaaligen Befragung der Nationalversamm- ^hng handelte es sich nicht mehr um eine ^"tinrmung darüber, ob der Vertrag unter» schnei werden solle oder nicht, sondern um Ljt Feststellung der sozusagen im Versteck Maltenen Tatsache, daß der Regierung am Wi vorher eine Blankovollmacht ausgestellt ptoben war. Dabei hat also, was aus den Gerichten nicht ganz klar zu erkennen war, W Deutsche Volkspartei nicht etwa der be- Mgungslosen Unterzeichnung des Friedens gestimmt, sondern lediglich bezeugt, daß dem Abstimmungsergebnis des voran- Mficmgenen Tages die Regierung Freiheit handelns besitze. „Schicksal, du bist im Me, nimm, welcyen Lauf du willst." In Mieren Zeiten wird man die Taktik der Wtionalversammlung weder mawrhaft, noch s-Hhickt, noch ruhmwürdig findet... t Der Friedensvertrag ist unterzeichnet, (im deutschen Osten steht noch eine Idlscheidung bevor. Es ist bekannt, mit wel- »r Anspannung aller ihrer Kräfte unsere loschen Landsleute, die an Polen — zwar |fi)t verkauft, aber doch abgegeben werden Men, sich gegen diesen unnatürlichen Zwang Imlehnen. Weite Gebiete in Westpreuhenchnd ■wen sind deutsch, überwiegend von Deutschen ■pvohnt, und sollen nun, nur weil das Deud- MZieich geschwächt und ungefährlich gemacht ■«tden soll, polonisiert werden. Und es sind ■^ljtvolle Glieder Deutschlands, nicht M» absterbende Zweige, die von unseren btöOCTi erst Vh Uhr nachts, ohne ein Ergeben i s geheiligt zu hccheg. Es hnirbe besastossen, bafj heute i'uchniitlLg eine kleine Kommiss van int Ab- oeordw-telihause Zusammentritt, bie aus Vertreters der Regierung, oer Lansesversammluna intb der ftTbrilerargaiufatÜMien bestehen soll. Es sollten die eüiieüieii Förderungen und Die Möglick-kriten einer eventuellen Befriedigung! durchberaten tverben. lieber bie gestrigen Verhandlungen erfahren Wir noch lolgerrde Einzelheiten: In der Nack>t gegen 12 Uhr erschienen in bet' Litzung Beamten b ec- treter, bte aus eurer Versammlung am Pots^ damer Bahnhof tarnen. Tie stellten ebenfalls hohe finanzielle Forderungen, und zwar in einem derartigen Ton«, das; auch die anwesenden Arbeüervertreler ihr größtes Befremden über dieses rigorvs« Borg, l/en ausdrüll'len. Sie forderten nichts weniger als sosortige Annahne ihrer Wünsch«, tvidrigensalls sie in einer halben Stunde in den Ausstand treten würden. Weiter wurde in den Beratungen betont, daß sich allerdings seit den letzten Verhandlungen vor sechs Wvchm die Lebens- mtttripreise nickst gesenkt (jät tcn. Tas l>abc daran gelegen, daß man nicht wusste, wie die Friedens verhauUungen auslaufen würden, und ob wir nick;! tnit der Blockade red>ncn mühten. Jnzwisck>en sei man aber mit der Neichsregieruna in Verbindung actreten. Tiefe werde »valnsck^inlich während der heutigen Beratungen fd/Dii praktische Vorschläge machen können, wie eine Senkung der Lebens- mittelpceise her bei geführt toerd-r 4,50 Mk., V< Pfund Speck für 1 Mk. das Pfund statt 7,70 Mk.: für lkartosseln — auch für Frühkartoffeln — soll der Preis pro Pfund 12 bis 13 Pfg. betragen (statt 25 Pfg.). Tiefe Maßnahmen n/Ürben für ine Tauer von bret Monaten für bie Gesamt- bevölkernng des Deutschen 9teid>e8 rund l'/v Milli« rdl-n ersordt-rn. Sie sollen ausgebracht werden nod> einem noch zu bestimmenden Schüssel durch das Reich, den Staat und die Ofenrehibeii. Die Eisenbahnervcrbände für Wieder» anfnahme der Arbeit. Tie Verbände lurfynten zu diesem BeschlußH Regitn-ung in besonderen Erklänmgen Stellung. Schließlich mürbe bie Frage her Bell-iebsräte erörtert und ber Vorsckilag gemacht, für Preußeic ein Landesgesetz über die Schrssnng von Betriebsräten herauszuvrmsN'N. Minister Oeser erHärte sich bereit, bie Betriebsräte in seinem ))tessort zu bilassen: die allgemriire Farm deü M.tespsteins mürbe aber abgelehilt. Tie Debatte währte bis in die Abendstunden. Tie Ei senlmlstierver bände wollen an alle tim: Mitgliedc'r die drrugende Aufforderung rickstcn, die Ar beit sofort toieder aufzunebmen. vir Unruhen in Hamburg. Danibürg, 27. Juni. Die unter dem Ober- desthl des Otene.alS von Lettvw-Vordeck stehentx'n R e g i e r u n g S t r n p p e n haben heute m den Moi gr-nstnndeii ,den Vormarsch nach Ham- bura anin-tretm. Taö Stomnumbo über die einge- rmkleu Truppen jibtTiiimmt (^meralmajor Ma - 1 Q ö'*.•’'nHn nickst ülnrseljen Ter Senat verösfentlickst eine Sklmnitinarfyunn worin er zur flOtbc und Einsickst auf flor bett, um bie Gmälrnnifl Hamburgs, die weitere Zufuhr von Lebensmitteln aus bem $2üitflli mi'Uc zu den Waffen yu greifen. Ties trifft namentlich auf sämtlickre Chargierte au. Ebenso wurden kommunistische Verstärk u un ug en aus Tresden, Leipzrg unb Bre^ men sestgcstellt, die sich unter Vorlegung ihres Mitgliedsbuches M der Volkswehr anzumclden suchten. Auch die Verpflichtung, die freigelassen en Strafgefangenen wieder rinzuliefern, kann nicht eingehalten werden. Tie Reichswehrbrigade ist ge willt. jedes Blutvergießen zu vermeiden und will Ruh' und Ordnuung sichern. Sic ersucht die Be völkerung daher, knnerlei Widerstand zu leisten und alle Anordnungen willig zu erfüllen. Tie Brigade hofft, haß ihr auch von der V o l k s * wehr, die sich meist neutral erklärte, keine Schwie cigkeiten in den Weg gelegt witeden. Ta die Reichs wihrbrigade aus Angehörigen des deutschen Volles besteht, die in bester Absicht einrückten, ist umso eher rin friedliches Verhalten der Bevölkerung zu euoarteiL Ham bürg.27. Juni. (WTB.) Nachdem die Vertreter der Arbeiterschaft bestimmte Gaoatien für die Erfüllung der vmi den Regierungstruuppen gestellten Bedingungen gegeben hacken, wurden Die Trufipen versuchstveise aus dem hamburgischen Staatsgebiet zurückgez-ogen. General von Lettow-Vorbeck, der oberste Führer der Reichs' erelution gegen Hamburg, ift lyeute mittag in Friedrichsnih eingctrosfen. Das Hauptquartier bleibt vorläufig dort. H a m b u r g, 27. Juni. (Wolff.) In der Nacht zum Tonnerstag machten Einbrecher und Plünderer an vielfachen Stellen wertvolle Beute. Tie Angriffe auf bie Fül-lchütteler Strafanstalt und bie SCorrcLionäanftioll blieben erfolglos. Eine bewaffnete Bande überfiel das Ratl-aus Stel- lingen-Langenfelde, iw sie etwa 500) Mk. und etwa 18 Zentner Fleisch erpreßten und die .veni- gen vvrl-anbenen Waffen Mitnahmen. Die Toten und Verwundeten. Hamburg, 27. Juni. (Wolff.) Wie bisher festgestellt wurde, liegen in den IVrankenhäusern 42 Tote unb 116 Verwundete. Tie am Mittwoch befreiten Gefangenen wurden zum Teil wieder ein geliefert. Einzelne stellten sich freiwillig, da sie beiürchtetem bin der Ankunft Der Reichswehr truppen als Plünderer behandelt zu werden. ♦ Scheidemann beinahe verhaftet. Lörrach, 27. Jnni. (Wolff.) Ter „Oberländer löste" in Lörrach nielbei: Miniflerpräste deut a. D. Scheide mann sollte bei seiner Einreise in die Schweiz von dem Führer ber hiesigen U. S. P. verhaftet werben unter der Anschul- dianng, sich den Folgen seiner Politik durch die Flucht eutzie'lien zu ivollen, Tie Grenzwache vereitelte jedoch die Ftestua^hme und ließ Scheidemann passieren. * Belagerungszustand in Frankfurt a.d. Oder. F r a n k f u r t a. d. O., 27. Juni. (Wolff.) Jnsoge der Unruhen der vergangenen Tage wurde gestern mittag der Belagerungszustand verhängt. Als die Negierungstruppen das Rathaus besetzten, versarw- melten sich, ungeachtet des Velagerungs- zuslandes und entgegen den wiederlwlten Auf^ forderungen des Militärs, eine große Menschenmenge auf dem Marktplatz. Um den Platz zu räumen, waren die Regierungstruppcn wiederlwlt gezwungen, Schreckschüise abzu- aeben, sowie scharf zu schießen. Es gab sieben Tote und 22 Berwundete. Gegen 9 Uhr unternahmen unbewaffnete organisierte Arbeiter den Schutz der inneren Stadt. Die Regierunjistruppen zogen sich in die Kasernen zurück. Seitdem herrscht Ruhe. Es kommt immer mehr zu Tage, daß die Unruhen von auswärtigen Elementen hervorgerufen wurden. Aus Stabt und Land. Gießen, den 28. Juni 1919. Unser neuer Roman. Auf vielfaches verlangen, zumal unserer Leserinnen, beginnen wir heute einen Roman der beliebten Romanschriftstellerin Anny wothe die sich des gleichen Rufes wie die jetzt überall gern gelesenen Romane von Courths- Mahler erfreut. Der neue Roman Ragna Socnöbnrg schildert in höchst spannender weise den Seelen- Konflikt Ragna Svendburgs, die den Mann, den sie lieben muß, in dem (batten ihrer Schwester findet. Der Roman ist sittlich hochstehend und wird sich sicher den Beifall aller Leser erwerben. * (Äcbt eure Werte den Vanken znrück. Tage schn>erster Aüfregung liegen hinter unS. Stündlich wechselten die Nachrichten: wird bedingungslos nnterfdyriebcn ober wird abgeleimt, kommt ber Feind ober kommt er nicht, wird wieder Nckiegszustand werben oder kommt eü zum Frieden unb was wird gesehen, )ueiut der Ä-einb konunt ? Wird <$ das Prü-ateLgrutmn fchLtzea, werden bie ^laufen, besetzt werden, wird ba; Wirtschaftsleben writergeyen tonnen unb unter welchen locuuigungcn? 'Jcrcrxt nur die Sorge um das Wohl des Ganzen, auch die Sorge um doS eigene Ich, um die Angehörigen, um das Eigentum bewegten jeden aufs tiefste. Die Banken zeigten ein ungewohntes Bild. Von ihnen wurde nncklcch Uebermenfchuches gefordert und geleistet. Sie waren die Stelle, wo man die neuesten Nachrichten erwartete, wo man sich Rat suchte, und es darf an dieser Stelle wohl ruhig ausgesprochen werden, die hiesigen Banken haben ben gewaltigen Ansturm bewältigt. Sie ioaren voll gerüstet auf starke Abhebungen, fte sind allen München auf Barzahlung, Uebenoeifung an anders Plätze, [Übertragung von Depots restlos unb pünktlich nack)gekommen. Daß man städtische und ftaat» lickne Gelder, die natürlich einer Beschlagnahme durch den Feind in erster Linie ausgesetzt waren, in Sicherheit brachte, ist klar. Aber auch mancher andere hat geglaubt, daß Gelder unb Wertpapiere daheim in der Schublade ober an anderen Plätzen sicherer aufbewahrt seien unb haben sie abgehoben. Matt kann darüber verschiedener Meinung sein. Viele, ja die meisten, bewahrten Ruhe unb begnügten sich mit dem Schutze, den ihnen die feuer» unb diebessicheren Gewölbe ber Banken bieten, in bet richtigen Auffassung, daß es besser ist, feine Werte da zu besitzen, wo man sich selbst befindet Nun, wo endlich wieder etwas Ruhe eingetreten ist, empfiehlt es sich aber auch dringend, daß jeder sein Teil dazu beiträgt, das Wirtschaftsleben wieder in geordnete Bahnen zurückzuführen. Vor allem ist es jetzt dringendes Erfordernis, daß die zu Hause für ben Notfall aufgespeicherten Barmittel unb Noten wieder ben Banken zugeführt roerben, um «unseren Notenumlauf zu reduzieren imö unsere Zahlungsbilanz zu verbessern. Was uns jetzt noch 'm dieser furchtbaren Zeit der Erniedrigung Be- friebigung unb bie Möglichkeit, wieder hochzukom- inen, bietet, ist Arbeit und nochmals Arbeit. Und diese Arbeit des einzelnen kann nur bann von Nutzen fein, wenn unser Geldwesen wieder in Ordnung kommt. T.shalb ergeht der Ruf an jeden einzelnen: alle Werte wieder zurück zu den Banken! Pcrfonctlvertchr Gießen—Butzbach. Solange die Perfonenzüge: Gießen ab 10.25 Uhr abends nach Butzbach unb von dort 11.25 Uhr zurück, aus Mangel sonst geeigneter Züge für Beförderung des Eisenbahicpersonals, ge obren werden, sind beide nach einer Mitteilung ber Eisen- babnbireftion für ben Personenverkehr in beschränktem Umfange freigegeben. Die beiden Züge D 175 (Butzbach ab 2.08 Uhr nachm.) und D176 (2.03 Uhr nachm.) l-alten nach gleick-er Mitteilung vom 1. Juli ab nicht mehr in Butzbach. Veraillaisnng zum Wc'g'all des Aufenthalts hier gab der äußerst geringe Ab- unb Zugang von Öteifenbcn und die weiter notwendige Wahrung wichtiger Anschlüsse für beide Züge an sonstigen Stationen. Die ersten Gefangenentransporte. tot. Limburg, 26. Juni. Die e r st e n Transporte deutscher Kriegsgefangener (aus amerikanischer Gefangenschaft) treffen voraussichtlich Ende der Woche hier ein. Lebensmittel. Städtischer Eierverkauf. Von Montag ben 30. Juni bis Freitag den 4. Juli 1919 einschließlich erhalten bie Bezirke 5, 6, 11 limb 12 gegen Abgabe der Diermarke 7 unb Vorlage ber Ausweiskarte ein Ei zum Preise von 33 Pf. (Stehe Bekanntmack-ung.) ' ** Das Backen von Slranfcnbrot für ben Monat Juli 1919 ist nachstehenden Bäckern -übertragen worben: Horn, Jakob Nachf., Steinstraße, Brühl, C. Nachf., Neuenweg, Haas, Carl, Blrichstraßc, Weber, L., Frankfurter Straße. * ** Bei der Jahresfeier der Van* desuniversi tät am kommenden Dienstag, 1. Juli d. Js., sind, wie uns mitgetellt wird, außer den geladenen Gästen auch anoere Freunde ber Universität tviklkommen, einer beson- foeren Einladungskarte bedarf es nicht. Die Feier in der Neuen Aula beginnt LI1/» Uhr pünktlich. *♦ O b er he s s i s che r Kuustverein. Tie seit Sonntag neue Ausstellung wird vovaussickstlich mir uodj kurze Zeit ausgestellt bleiben, ba die bereits an gemeldete Ausstellung der Berliner 11 Zeichner in aller Bälde zur Ausstellung gelangen muß. In der Giesjener Kirnstsmnmlung tm neuen Schloß findet nächste Woche wiedc-r ein Wechsel der Aquarelle unb graphischen Arbeiten statt. ** Die Auszahlung der Familien- «Unterstützungen an die Angehörigen der noch im Heeresdienst BesindlickteN für 1.—15. Juli 1919 bzw. für ^int 1919 finbet statt: a) Rrichsunter- stützung: Montag, 30. Juni: b) Weitere Unterstützung (Mietzuschirß) Dienstag, 1. Juli, in der Zeit von 8—12 Uhr vormittags im Stadthaus, Zimmer Nr.7. ** Zigarettenschwindler. Gestern hat sich in Gießen ein unbekanntes Soldat, der sich Fohann Schmidt aud Friedberg nannte, dadurch 1000 Mk. erscknvinoelt, daß er den Sohn eines Frankfurter Wirts mit nach Gießen nalmt, um für den Betrag Zigarren und Zigaretten zu besorgen. Hier angekommen, begaben sich beide in eine Wirtschaft, aus der sich der öolbat alsbald entfernte, um die Zigaretten zu Ix>ten. Nach kurzer Zeit erschien er wicoer und übergab dem jungen Maime einen Gepäckl)interleguugS>chein vom^Zalni- hos Gießen, mit bem Bemerken, daß er die Zigaretten gleich an der Dandgepäck-AusbeivabrungS» stelle abgegeben, wo er sie sich bei der Abfahrt mitnehmen könne und ließ sich bic 1000 Mk. aud» händigen. Unter den Angaben, nun auch Zigarren au boten, versck)wand er auf Nimmerwiedersehen. An dein Bahnlwf mußte der GesckMigte bann die unangenehme Entdeckung machen, daß daS abgegebene Gepäckstück ein wertloses Küstck)en war. ** Fahrradschwindler. Gesterm er» stlpvinbelte sich rin Unbekarmter, ber abgeänderte feldgraue Uniform, blaue Mütze mit einem Wappen und gelbe Schuhe trug, ein markenloses Fahrrad mit der Polizrinnmm^r 4077, schvarzem Rab- inenbau, ebensolchen Felgei^ braunen Holzgriffen mit roten Gummiteiten. Er lieh sich das Rad von einem Schüler, bem er vorher GurnmischLSuck»? zu Morgen versprochen hatte, um einmal um die Anlage zu fahren und btrnTjtoanb dann. Vor dem Vtelrüger fei hiermit nachdrücklichst gcioamt. Sachdienliche Mittrilungen nimmt bie hiesige Krimmalpol izri entgegen. ♦♦ Der letzte diesjährige öffent- liche Impftermin für die Erstimpslinge der Stadt Gießen wird am Mittwoch, 2. Juli 1919, itachm. 4 Uhr, im Jmpslokale, Turnhalle der Stadt- urädchcnschute, Schillerstrabe ö, abgehaUen» Tn&tv. ben beliebten Varietee-Humoristen unb el Zigarrengeschäft Petersen am Markt übertrt Und sind Eintrittskarten dort schon jetzt erhall lschcs vom 21. 3 «.. »in M, in weiterer GrÜningen. Wir erküren beute dazu, daß wucherische Preis in ben Gastwirtschaften Wilhelm Arnold, Wilhelm Konrad Bing langt wurde. ihen zu sollen Jokel, aufgestellt. psmgr vorzuschl 3tt dem bestchm "*£76 die Hände fielen. Ein Teil der Verbrecher lac in Kollstanz erschossen worden. Der D Vornan vc Kreis Schotten. Gegen deu Schleichhandel. Starkenburg und Rheinhessen. Das Urteil im Rimbacher Raubmordproz rm. Darmstadt, 28. Jnni. Das Urteil ** Die Wirtschaft!. 55erein;grit Kriegshinterbliebener hält heute an V-8 Uhr im Felsenteller eine Mitgliede Versammlung ab, in der Lehrer F u n f, sitzender des Freien Hess. Landest cöanves Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene sprich wird. die drei ersten lebenslänglick)e Zuchll>a»sstrafe Roeppel 15 und für Killinger 10 Jahre Zu vcoeppel 11 Jahre jjudjtlyaud, srillmgcr 1 ^uchtl-aus und Tonn zwei Jahre sowie lichen Ehrenstrafen. Der Staatsamoalt batie ** Zirkus Blumenfe tag nächster Äüockze für 3 Tage für 6«s' • - -1 / ^ngdes alte ineges besvr ung DDtiube' f en von den bu >hnmasjahr,(Q Ä ber vermögen nb im übrigen nt blieb steh. i>urV^d**6t Uq **EinWohltätigkeitsfeftzu Gurs!, der Lazarett-Insassen Gießens findet Sonr. 29. Juni, nachm. 3 Uhr. im Eafö Leib mit grcl Doppel-5tonzert, misgesührt von der Äapeli- Reuhswehr-RegtS. 36, musikalische Leitung: Dbce fnrufifmrifter Löber, statt. Außerdem ist es geluita | ^i lklaß dte Erzielung einer guten Stimmung. ,Wn 5“Lr igi ** Anlaaen-5?onzert. Sonntag, von, .!. v von 11—12 Uhr, findet ein Konzert der Rq Mentsmusik des Reichswehr-Inf.-Regst. Nr. ; statt. Die Musikfolge ist: 1. a) Nordland-;dol ig50^a „L# b) Königslied aus ,/3orsaffar" von E. a» 2. Themen aus ber Oper „Der fliegens H lck Mne in na. Grünberg, 28. Juni. Gestern feiert« Friedrich Schröder unb Ehefrau Marie jd. Bock das Fest der Goldenen Hochzeit. icuie vuzu, uagoa [e. IW . , astwirlschaften vs --rs Gcstbes Mi t::;.:... und Wilhelm Heinrich Bender nicht abvkp -Wen, mdm jgabc twn ben o ntm Mehmnkl und zugleich. rnCndc erreicht h ber" von R. Waaner. 3. a) „^turm", Gedich,.e>i> G. K. Schmidt; v) „Die schönsten Augen", Maes von K. Krautze. 4. Ouvertüre zur Operette „Fig Bursche" von Frz. v. Supp6. 5. „Großer R marsch der Fünfziger 1853—1913^ von P. Cu Stadtverordnetensitzung ------ Oberbürgermeister mit Rücksicht auf vccschb Vorkommnisse im neutralen Gebiet vor jede: besonnenen Tat gegenüber den französischen R trollbehörden, da diese ber Gesamtl^eit unb Verwaltung zur Last fallen. Die Empfangs schüsse für die Rückkehr unserer Kriegs- unb J11 gefangenen sind gebildet, mit ben nötigen MM versehen und Haden sie alle Vorbereitungen I einen würdigen Empsmig getroffm Für neuen Krankcnkvaspvagen und die Reparatur J alten werden 10 500 Mk genehmigt. Der ct«r| lischen Petrusgerneinde wird die Erhebung cn Kirchensteuer hi Höhe von 30 000 Mk. geneW Die bau planmäßige Verbreiterung der Ramstädter Stütze wird gutgeheißcn. Tie * läge betr. Erhöhung der LaiUciibcu Trucruij außer dem bisherigen Bürgermrisler Jul. Feub - • noch ein weiterer Kandidat, Kaufmann Gm -l Tagegm gl< spielen, Seltersweg 81, tritt ab heute bid eil nat»9J schließlich Montag, 30. Juni, B«rnd Aldorj, seinem neuesten Filmwerk „Der Seele, 'rbanfen, baB fäufer" auf, außerdem kommt noch das 3aliii neg^^u bej1 irr Lustspiel „Ein Patentmädel" zur Aufführung. ■ ’ 'n to* totrbei tercits durch Vi Iben Gefelllckafti Genehmigung des Viehlwndelsverbandcs, Mi' lassene oder unrichtige Anmeldungen zum kataster, heimliche Schlachtungen, unerlaubter i« kauf von Lebensmitteln an Schleichhändler, liebt fdjrcitnng der Höchstpreise und unerlaubte Ausftl von Lebensmitteln aus dem Kreis, unvollstöndi Abliescrung der zwangsweise beiüirtfdxiiteteii Ü bensmittel. Landkreis Gieken. ** GrÜningen, 27. Juni. Vor einigt Zeit brachte der Gießener Anzeiger das Gu gesandt eines Marburger Studenten ill, Preiswucher bei einem Mittagessen j tenim Amtsverkündigungsblattv ösfentlicht. Unter diese Ztriegsvergehen fa/ insbesondere Verlauf und Ausfuhr von Viehßl ML 2 wwJ Sfli durch « ga. Schotten, 28. Juni. DaS Krelsav Schotten gibt bekannt, daß in Zukunft bei aflt Kriegsvergehen, die eine Sicherung be ..... Volks,'rnährung beeinträchtigen, sobald eine 8i ■mrjubeben. ftrafung erfolgt ist, den Namen desBestra Bei dem ungl »nt. Hungen, 28. Juni. Ein seltenes Jub ur.g einer V, läum begeht [jeute ber bei ber Holzhandlung n das Kncgsal Schäfer beschäftigte Hch. Würtz von h^rr. E, lan aut eine 4 0 iährige, arbeitsreiche Tätigkeit all Fuhrmann bei dieser Firma zurückblicken. 'an genommen roeront. , .‘J?n jCm.r,^h rm. Darmstadt, 27. Juni. In ber berh tdtver orbnetenfibung warnte < ■ urgy{ M «löten drinamte! dt M U4 haus beantragt. — Am 1. März o. I. N durch eine Reihe Mannheimer Verbrecher, burd) bie spartakistischeu Unruhen aus den DlaU Heimer Gefängnissen befreit worden ivaren, < Raubzug nach Rimbach im Odenwald untcruii men; Hauptsührer war Friseur Adam In! Der in der Nähe von Rimbach wohnende £anltt Adam Helffrich wurde in seiner Hofreite ik fallen und durch einen Schuß getötet. Die Sc nung wurde bann ausgeraubt, »oobei den W brearern Lebensmittel und 400 Mk. in b:slcuerung oes .— sind Eintrittskarten dort schon jetzt erbäliii, - 1 r-wiuanon' Wock-en später in Mannheim Dcrbajtct. Zivei n v>. ihr ma( terc Teilnehmer an Dem Raubzuge, Blganm Weit j (ber den Schutz auf Helffrich abgegeben hat cj ' < 3d)anb:üt Eitclwein, find nach ihrer Berlwltung aus » -M teroni-».",! Manllheimer GesänAnis ausgebrochen und bei) Versuch, über die Schweizer Grenze -u gclanfli iWten Mchrgcii "iiiwfleücn. Ta bie Gest * der m tei die nach ben Rimbacher Raubmordprozetz wurde heute io ff'J1 gegen 1 Uhr gefällt. Es erhielten die Angeklcgs .ra. Joedt, Weiß und Matheis je 15 Jahre Zuchtdw rin8mfn JJ W fn 'Roeppel 11 Jahre Zuchtl^uS, Killmger 10 IS Zuchtl-aus und Tonn zloei Jahre fowie bie |g[[ Zksdicncii, $ ^.abgatepsl SWn mit der rm. Darmstadt, 27. Juni Eine au» er 40 jungen Burschen bestehende R ä u be t ge 11 schäft, meist im Alter unter 20 Jahren, W der Nackst »um 24. auf der Landstratze Worms und Bürstadt rin mit Frachtgütern, 1 bensmitteln usw. beladenes Lastauto überfallen u (unter Drohung mit Waffen auögcraubt. Die La genbarmerie griff aber in euergifdier Weise ein > ,Unb r. W konnten inzwischen über ein Dutzend der au.< B Kim nirf^oo stabt und den Nac^arorten stammenden Bmsist ; Jkjn J*' in Haft genommen werden. Donnerstag, 26. Juni IW Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhchen) Zweites Blatt Ur. M Tre einzelnen Steuersätze sind folgendermaßen 6 ts v. H. v. L>. v. H. v. H. v. H. v. H. festgelegt: § 13. Tie Abgabe beträgt: für die ersten 10 000 des abgabepflichtigen! Mehreinkommens äW E Vi' Außerordentliche Kriegsabgabe für das Rechnungsjahr 1919. Weimar, 25.'Juni. Der Nalionaloenomm- jung ist ein Gesetzentwurf über eine außerordentliche Kriegs abgabe für das Rechnungsjahr 1919 zugcgm'gen. bett, 80 v. H. ihres im 5. KricgsgcsclKftsjahi er- ' : Kriegssteuerrücklage Bei dein ungleichen Ausgang des Kneges und den dringenden finanziellen Lasten des Reiches nach Z 24 Absatz 1 und 8 26 Absatz 1 des fes die Abgabe von dem Mehrgewinn der gasten in ihrem Höchstsatz auf 80 v. £>. des .... Krreasgcschästsjaln erzielten Mehrgewinns temessen werden. Tementsprerl>end ist denn auch bereits durch Verordnung v-om 15. November 1918 3uni Vor riM Anzeiger das W ' Studenten । m Mittages )eute dazu, bei ^astwirtschafteii m Konrad Ar nder nicht er luni. Gellern fdi Ehesrau Marit Lochzeit. . Zu der morgs isterwahl, meuter Jul. Sri 1, Kaufmann A ii Ein seltene- ,f r holzbandluns^ r tz von frier, int itsreiche tätigte zurMukm ittn. eiiiihandtl. Juni. Das N» in Zukunst k u Ä«1’“ Ute -e» Bei i\ife und den i M wll nach iiÄ Entwurf! MveüandeL, ■ ltestUs^ 30 000 Mark 20 50 000 Mark 30 100 000 Mark 40 für weitere Beträge 50 § 24. Tie fALgabe beträgt für inländische eine SidtiM ----- r---- vn fötal? rw 3 hervorzuheben. । men betör'” vüchertifch. — Religion — Konfession — Politik. Ein politisches Glaubensbekenntnis von Prof. D. Karl Dunkmann. Preis 1,50 Mk. Verlag C. B. Groß, Berlin SW 48, Friedrichstr. 225. — S t. Gotthard. Eine Geschichte ans vergangener Zeit von Ernst Zahn. Kürschners Bück-erschatz Nr. 1279. Hermann Hillgcrs Verlag, Berlin W9. Preis 40 Pf. WnhrM | IT Allbniockl ■ Juni. Das UnJ ß wurde W hielten b« «« e 15 Jahre ZM Jahn M -taatsanivall,d^ »tri? ttru&en aus bej q :it rootben t Odenwald s Friseur ®an}j S wohnendes sä eil bet - ijl im verhaft Mdzuge,^ tt Grenze > röcit. , 9i«i «w®ysl i ft«»"®* 4 . 3*?Ä * rtfli im. „Hexe!"> brummte Umbach, als sie vorausschritt. Er, der wegen besonderer Befähigung in den Generalstab versetzte, neugebackene Maior, kam sich 'freute außerordentlich dumm vor. .... _ Aus der Geschichte wurde er nicht klug! , * Ter Portier des Hotels, Kaiserhof stand in seinem langen Trcssenrock breitbeinig an der Eingangstüre. Ein vornehmes Privataulo fuhr vor Er kannte das Auto: es' gehörte dem Konsul Rosenberg. Tiensteifrig, die Hand an die Mütze gelegt, öffnete er den Wagenschlag. Aie Tochter oes Konsuls stieg aus. , „Ich habe eine Frage an Sie zu richten. „Bitte, gnädiges Fräulein." Beide traten in den Vorraum, des Hotels. Ruth eröffnete die Unterhaltung mit dem Portier, indem sie ifrin ein Trinkgeld gab. „Ter Herr Kvnsnl ist nicht hier," sagte der sich -höflich verbeugende Mann, der glaubte, dre Frage, die an ihn gerichtet werden sollte, schon im voraus erraten zu haben. „Ich toeifo, daß mein Vater nicht hier ist," sagte Ruth. „Ich will eine Auskunft von Ihnen haben Es handelt sich um einen Vorfall, der sich hier vor einigen Wochen abgespielt hat. Ich war hier zum Fünfuhrtee. Da hat ern Herr einen anderen, ich glaube, es ist ein Detektiv gew^^i, ins Gesicht geschlagen. Erinnern L-ie sich noch . „Aber natürlich!" versickerte der Portier „Es soll ein ganz gefährlicher Mensch geweien fern. „Ter Geschlagene war ein Tetektiv, fein Geheimpolizist?" „Aber, ich bitte! Ein föniglitter Knminal- beamter hat doch viel mehr Einsehen, viel mehr Bildung, als der Mensch, der ten Lchlag bekommen bat. Dazu hat er gar keme Befugnis. Sd)en Sie, ein Kriminalbeamter Jjatte >ich an mich gewandt ober an ben, Herrn Xirettor. Wir hätten den Spitzbuben höflich gebeten, mal einen Augenblick herauLWWommen, em Herr wolle ihn für die nächsten an gesungen en oder vollen 10000 Mark 10 [ einznstellon. Ta die GesellsckMften aus dem Mehrgewinn \V neben der in dem Entwurf vorgesehenen Abgabe 1 auch die nach den Landesgesetzen zu entrichtenden fc. Staats-, Gemeinde- und Kircheneinkommen- und W'Gewerbesteuern, soweit sie auf den Mehrgewinn re entfallen, bestreiten müssen, erschien es billig, Vor- w sorge dahin zu treffen, daß die Kriegsabgabe zu- iß, rammen mit diesen Steuern nicht den agnzen ab- le gabepflichtigen Mehrgewinn übersteigt. Dieser Ab- # sicht soll die Vorschrift des § 24 Absatz 4 des Ent- Msiurfes dienen, nach dem auf entsprechenden Nwch Mneis der abgabepflichtigen Gesellschaft die Pflicht- M abgabe insoweit freftritteii werden soll, daß sic '' iufammen mit der auf den Mehrgewinn enlsallen- ben .Staats-, Gemeinde-' und Kircheneinkommen-' £ nnb Gewerbesteuer nicht mehr wie 90 v. H. des U Mehrgewinns betragt. still, nachdem er der Oefsentlichkeit übergeben ist, außerordentlich bedauert, namentlich, wenn sein Kamcradschafts- und Mensästichkeitsgefühl so stark ist. Doch fürchtet der Verfasser des ersten Eingesandts eine Belangung durch das Gericht nicht. Da Tatsachen auch heute noch bei Gericht gelten. lJm Interesse der guten Sache wünscht man aber, daß sich derartige Vorkommnisse nicht öfters tote* der holen, sie wären sonst mindestens eine ztveifcl- bafte Interessenvertretung zu nennen, zu der allcr- bings nicht ein wieder berufen ist. Gesellschaften 80 v. v- des Mehrgewinns. Ter Mgabesatz ermäßigt sich jedoch um 10 v. H. seines BettageS, wenn der Mehrgewinns 300000 Mark, aber nicht 500000 Mark über-« steigt, oder wenn bei einem Mehrgewinn von nicht mehr als einer Million der Geschäftsgewinn des fünften Kriegsgeschäftsjahres 25 v. H. des eingezahlten Grund- oder Stammkapitals speziell der frei .Beginn des ersten Kriegsgeschäftsjahres aus- genresenen wirklichen Reservekontenbeträgen nidjl übersteigt. Ter Abgabesatz ermäßigt sich um 20 v. H. seines Bettages, livenn der Mehrgewinn 200 000 Mark, aber nicht 300000 Mark übersteigt, oder frei einem Mehrgeioinn von nickst mehr als einer Million der Geschäftsgewinn 20 v. H. dieses Kapitals nickst übersteigt. Um 30 v. H. seines Bettages, toenn der Mehrgewinn 100 000 Mark, aber nickst 200 000 Mark übersteigt, oder wenn frei einem Mehrgewinn von nicht mehr als einer Million der Gesckstiftsgewinn 15 v. H. dieses Kapitals nicht übersteigt. Uni 40 v. H. seines Betrages, wenn der Mehrgewinn 50 000 aber nicht 100 0G0 Mark übersteigt, ober frei einem Mehrgewinn von nickst mehr als einer Million der Gesckstiftsgewinn' 10 v. H. dieses Kapitals trickst übersteigt. Um 50 v. H. seines Betrages, toenn der Melstgewinni 50 000 Mark nickst übersteigt ober toenn bei einem Mehrgewinn von nickst mehr als einer Million der Geschäftsgewmn 8 v. H. dieses Kapitals nickst übersteigt. ?3ei Erlaß des Gesetzes über eine außerordentliche Kriegsafrgabe vom 26. Juli 1918 bestand beiden Gemetnd.'körperschasien des Reiches Ueber- kinstimmung darüber, daß die beschlossene Abgabe eine Wiederholung im kommenden Jahre finden solle. ■ Tiefe Absicht will der vorliegende Entwurf eines Gesetzes über eine außerordentlick>e Kriegs- llbgabe für das Rechnungsjähr 1919 insofent ver- nTirllichen, indem er die Erl-ebuna einer Kriegsabgabe von den vornehmlich im Jahre 1918 erzielten Mehrciiikommen der Einzelpersonen Vorsicht und zugleich, nachdem der Krieg tatsäckstich scm Ende erreicht hat, die Kriegsgewinnbestellerung ter Gesellschaften durch Erhebuny einer Kriegsabgabe von den im fünften Krregsgeschastsiahr mehr erzielten Mehrgewinn zum Abschluß bringen Ml. Tagegen glaubt der Entwurf davon afr- jefren zu sollen, die nochmalige Erhebung einer Vermögensabgabe In Dem durch das Kriegsabgabegesctz für 1918 bestimmten Umfcnige vorzuschreiben, da die Heranziehung des alten Besitzes zu Lasten des »'rieges besonders gesetzlicher Rege- !ung vorzufrehalten sein wird." Abgc- schen von den durch die Geltung für ern neues Mchnungsjahr .(Geschäftsjahr) und durch Wegfall der Vermögensabgabe bedingten Aenderungen find im übrigen nur folgende Afrweichunaen gegenüber dem bestehenden Gesetz vom 26, Juli 1918 In der Begründung wird ausgesül/rt: „Tas besetz über eine außer ordentliche Kriegsabgabe tom 26. Juli 1918 brachte die Fortsetzung der Üriegsgewinnfresteucrung der Gesellschaften aus der [nsljer durch bas Gesetz über Dorbemieitbe Maßnahmen zur Bcstcucruiig der Kriegsgewinne vom 24. Tezembcr 1915 eii'.geleitelen und burch bas LricgSsteuergesetz vom 21. Juni 1916 gefchafienen Grundlage, indem es ben Mehrgewinn des vierten 'lriegsgeschäftsjahres erfaßt. T-ie in jenem G> seh weiter vor geschriebene, vom Reichstag be- fcMene Kriegsabgabe der Etnzelper- i o n e n zerfällt in eine Abgabe von Mehrer n - kommen unb eine Abgabe vom Vermög en. Tie Abgabe vom M^hretiikommen stellte bic bisherige Erfassung der Kriegsgewinne ber Cnnzel- »tersonen durch Besteuerung des Vermögetiszu- ivachses, wie sie nach dem Kriegssteuergesetz oom 121. Juli 1916 beschlossen wurde, auf eine ^ncuc »Grundlage, ohne daß hiermit jedoch aus die L-on- | bcrbcftcuerung des während des Krieges einge- ttetenen Vermögenszuwachses verzichtet werden sollte. ' Tie Abgabe vom Vermögen sollte ben der Abgabe nach § 9 Absatz 1 Nr. 2 des Kriegssteuer- KfcßeS vom 21. Juni 1916 zu Grmlde liegenden I tzjebanken, daß auch der alte Besitz während des lUT -4 lfticges -zu den Kriegslasten herangezogen werden M MfsühMM müsse, in weiterem Umfange zur Turchführnng tbm. (In einem Teil der Auftage wiederholt.) (Ein polnischer Schwindel. Paris, 24. Juni. (WTB.) Havas. Das englische Oberkommando in Köln übermittelt Cle- inenceau folgende in Oberschlesien aufgefangene beutsche Depefche: Posen, 21. Juni 1919. Die Regierung wird unterzeichneii.' Trotzdem wird H ö r s ist g für Schlesien unb Winning für Ost- und Westpreußeii zum Kriege gegen die östlichen Nachbarn aufrufen. Das Kabinett wird offiziell dagegen protestieren, wird aber die Aktion unter der Hand mit allen Mittelli. unterstützen. Das polnische Oberkommando sagt, daß die Herausforderung der Deutschen und die Behandlung, die sie der Bevölkerung angedeihen lassen, ju Wirren führen müssen. „Um die Alliierten schon rm voraus von dem Resultat in Kenntnis zu setzen, das diese Wirren zeitigen muß, sehen wir uns veranlaßt, mitzuteilen, daß unter diesen Umftänben der Bürgerkrieg unvermeidlich ist. Es ist nur die Wahrheit, toenn man sagt, daß die Deutsckien im Begriffe sind, ben Frieden vom ersten ,Tage an zu brechen unb ihn für Preußisch-Polen gar nicht zu halten." Der 23. Juni nattonaler Trauerfeiertag? Berlin, 24. Juni. Tie Deutschnationale V o l k s p a r t e i hat in ber Nationalversammlung den Antrag eingefrracht, wonach ber 23. Juni, der Tag der Zulnmmlliig zur bedingungslosen Unterzeichnung des Friedens, zum nationalen Trauerfeiertag bestimmt werden soll. Das Abkomwen über die besetzten rheinischen Gebiete. Versailles, 24. Juni. Gesandter von Haniel 'hat an den Vorsitzenden der Friedenskonferenz, C l e m e n c e a n, eine Note gerichtet, in ber er im Auftrage des Reichsministers des Auswärtigen .ber den alliierten und assozrierten Regierungen anfragt, wann die Verhanblungen über bas Abkommen betreffend die besetzten vhet- nischen Gebiete beginnen können. Eine Aenßenmg Loyd Georges. Berlin, ,24. Junt. Nach dem „Achtuhr- Abendblatt" meldet „Berning Post" aus Paris-: Lloyd George erklärte den englischen Pressevertretern in Paris, baß England nach Ablau einer einjährigen Warteftist gegen, die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund mchts einzuwenden :frabe. Auf mindestens 15 Jahre hinaus müsse jedoch der Wohlstand Teutschlands dazu dienen, die Verbrechen des Krieges wieder gut zu machen. Amtliche englische Mitteilungen über die Versenkung der deutschen Flotte. rührt >bestehen. Ungarn und Tschccho-Slomaken. Wien, 24. Ium. Wte das Korr.-Bureau aus Prag meldet, antwortete der Oberst- kommandierende der tschecho-slowa kischen Armee dem Kommandanten ber ungarischen Armee Böhn, daß bu tschecho-slowakischen Truppen am 24. Juni bir Feinbseligkeiten einstellen und erst am 26. Mitter nacht den Vormarsch in das von den Ungarn geräumte Gebiet beginnen werden. Das Ersuckien wegen der Räumung der durch die Rumänen be fetzten Gebiete hätte er der Friedenskonferenz in Paris übermittdtbie diese Räumung gewährleiste Er ersucht um Mitteilung bis zum 24. Juni, 5 Uhr nachmittags, ob die ungarische Regieruna mit den Vorschlägen einverstanden ist. Der Prozeß gegen die Mörder des Obersü leutnants Kluber. Berlin, ,24. Juni. (Privattel.) In dem Prozeß gegen die Mörder des Oberstleutnant? K l ü b c r vor dem S chwu r ge richt i n H al l bezeichnete der Angeklagte Fiedler den Mit angellagten Richter als Mörder des Oberstleut- nants Klüber. Nachdem Klüber über die Saate geschwommen War, sei Richter über die Brückc gelaufen und habe Klüber aus nächster Nähe erschossen. Die Streiks in Kanada. Umbach lachend. „Sie unterwerfen mich ja einem förmlichen Verhör!" ~ „Ich bin nun mal so neugierig. Wissen Sie noch, wo ber Bettel geblieben ist?" „Torival hat ihn in die Westentasche gesteckt, soviel ich mick) entsinne. Ja, in die Westentasche. Tie Einladung der Gesellschafterin der Frau von Maarkatz auch! Ach, so, das habe rch Ihnen ja noch gar nicht erzählt. Tie Sache hatte nämlich auch, i'frre spaßige Seite. Ter ungemein befähigte Doppelgänger des Sperrt von Armbrüster hatte sich seinerzeit nicht nur um die Gunst der Fran von Maarkatz beworben, sandenz auch um die ihrer Gesellschafterin. Bei beiden mit Erfolg. Bei dem Zusammentreffen Torivals.mit der Frau von Maarkatz war diese Gesellschafterin, ein blasses, junges aMädckMt, zugegen. Auch sie hielt meinen Freund für jenen draufgängerischen ^pttzfrufren und steckte i'frm heimlich ein paar Worte zu, die sie auf das abgerissene Stückchen eines Programms ^gettitzelt hatte. Ich habe ben Erguß damals selber entziffert. . „Wissen Sie noch, was he geichneben hatte' „Warten Sie mal! Ich habe für solche Tinge ein gutes Gebächtnis. Tie junge Dame bat ihn, ihr postlagernd zu schreiben, wo und wann )te ihn sprechen könne. Ja, das war's. Ich glaube, sie hatte Grete ober Gretchen unterschrieben/ Ruth siel es schwer, ihre Fassung zu bcivahren. Beide Zettel hatten damals in der Westentasche genes Herrn gesteckt, mit dem sie das Cafe ausgesucht hatte. Ern Zufall frrackfte ihr jetzt die Aufklärung, wie die Zettel entstanden waren unb was sie bedeuteten. Tamals hatte sie geglaubt, sie seien Beweise dafür, baß er ein Heiratsschwindler sei. Sie hatte ihm das auch deutlich gesagt und war bann fortgel-ausen. Und nun — „Was interessiert Sie denn an diesen Zetteln so seyr?" fragte Umbach. : „Tas werde ich Ihnen mal erzählen, wenn wir recht viel Zeit 'haben, lieber Herr von Umbach!" erklätte Ruth frcdi. Etwas anderes fiel ihr nicht ein! „Jetzt müssen wir nämlich schleu- I lügst zur Mutter!" sprechen. Tonn wäre die Sache ganz geräuschlos verlaufen." . „Um was handelt es sich?" mischte sich einer ber Herren von ber Auskunftsstelle in bte Unter Haltung. Ter Portier Härte ihn auf. „Ach fo, sagte ber Herr, „das gnädige Fräulein hat damals dem Vorfall freigewohnt. Ja, ich entsinne mich. Tie ganze Sache beruhte auf einem Mißverstand nis. Ter Herr, der hier verhaftet werden sollte, war absolut Mn Verbrecher, sondern ent früherer Offizier von tadellosem Ruf. Er war am andren Tage zusammen mit dem Tetektiv hier. Erinnern Sie fich nicht mehr, Kellermann?' „Richtig!" betätigte der Portier. „Sie haben recht. Herr Larsen. Am anderen Tag kam biv verhauene Unglückswurm mi^bent Herrn hierl-e unb hat sein Unrecht eingebauten. Ist dem dem Spitzel ganz recht gesck-ehen!" Ter Herr nickte. „Eine unerhörte Treisttgkeit von so einem Menschen, 'frier einzudringen und die Gäste zu belästigen. Wir sind doch kein Verbrecherkelter Na, ber soll uns noch einmal kommen!" „Wenn ich ihn packe —!" Ter Portier schüt telte die Fäuste. _ „Können Sie mir die Adresse des Manner an geben, ber ben Schlag bekommen hat?" fragte Ruth. „Tie Adrefte? Tauach habe ich den Menscke nicht gefragt," antwortete der Portier. „Tie Adresse des Mannes erführen Sie 11 dem Detektivinstitut „Prometheus", erHärtc >• Herr vom Bureau, froh, der jungen, hübsch Tame die gewünschte Auskunft er.cLeii zu könne., „Ter Mann war ein Angestellter dieser Firm Ich war dabei, als ter Revierschutzmann sein-. Personalien aufnahm" „Wo — liegt dieses Institut?" Ter Herr schlug im Adreßbuch nach und aal der Tochter des Konsuls Rosenberg die gewünschte Adresse an. Ruth dankte. (Fortsetzung folgt) • Sonntag Konzrrt bi SJ • ^orblanb-J Hitgeabe h u 601 Jw, ud KW ä isiVS’M tt von P L rld, bet ab tj iuitrittslartm "Mach übmg ieW erbt] si-Weib-Lj ’S ab heute biz, Bernd Alb,i „Der Seeli mt noch das 3d schiffe, 5 Panzerkreuzer, 8 leichte K'reuzer versenkt, ein Schlachtschiff sei flott. drei leichte Kreuzer seien auf Strand gesetzt unb außerdem seien zwei Zerstörer flott und 18 am Strand gesetzt. Die Frage der Vergütung für bi. Versenkung der Schiffe werde jetzt von ben Alliie. ten in Paris erwogen. Es sei unmöglich gewesen. Vorkehrungen zu treffen, um die Versenkung zu verhindern. Die Schiffe seien interniert unb nicp' ausgeliefert gewesen, unb bie britische Admiralitä. habe beshalb nicht bas Recht gehabt, Wachtmann chasten an Bord zu setzen. (Beifall.) Es sei niete vahr, daß die Marinesachverstänbigen der briti chen Admiralität bie Internierung empsahlen Ihre Ansicht sei seinerzeit klar unb bestimmt aus gesprochen worben. Aber bie Leiter ber alliierten Regierungen hätten sich für die Internierung ent chieden. Dies sei für die spätere Lage maßgefreni tetoefen unb habe bic Verhinderung ter Bei enkung ber Schiffe unmöglich gemacht. London, 24. Juni. (Reuter.) Admiral v o n Reuter ist heute nach Park Hill-Lager in bet Nähe von Oswostry gebracht worben, wo e^ untei Arrest bleibt. 1860 andere oeutsche Marineoffizie-E uno Mannschaften von Seapa Flow wurden und. dem nahe gelegenen Lager gebracht. Das Krieasminifterium über das Ausscheiden von Offizieren aus dem Dienst. Berlin, 24. Juni. Das Kriegsmini ft e r i u in veröffentlicht einen Erlaß, wonach b-.v? deutsche Heer besonders schmachvollen Bedingungen des Frietensvertrages von den Soldaten mti iljrer Ehre nicht in Einklang gebrackst werten könnten. Es müßten aber sämtliche persönliche i Bedenken zurückgestellt werten, weil bie bring lichste Pflicht gegen bas Vaterland die Aufrecht echaltung ter Ordnung unb Rul)e und die Weiter führnng des laufenden Tienstes erfordere. Um das beschleunigte Ausscheidenvoll Offizieren ans dem Dienst zu erleichtern, wird befhnim’t: 1. Sämtliche preußischen Generale können vom heutigen Tage ab ihre Stellung zur Tisposition unmittelbar beim Personalamt des Kriegsmini steriums schriftlich ober telegraphisch ohne rotiterr Formalitäten beantragen, dieses Recht läuft am 23. Juli ab. Tie Entscheidung über Geitehmigung hängt von ter Möglichkeit des Ersatzes ab. 2. Ta dieser Weg für die Gesamtheit der Offiziere, Sanitätsoffiziere, Veterinär Offiziere unb Beamte nicht durchführbar ist, muß es für diese, ebenso für die Unteroffiziere unb Freiwillig.'», bei dem bisherigen Dienstweg verbleiben, jedoch können die Gesuche um Verabschiedung in aller- einfachster Form eingereicht 'werten. 3. Alle Versorgungsansprüche bleiben unbe London, 24. Juni. (Reuter.) Das U n t erhall s ist nach ten Pfingstferien wieder zusammengetreten. Walter Lohg er Härte über die Versenkung der deutschen Flotte: Vizeadmiral v. Reuter hatte den Eindruck, daß ter Waffenstillstand am 21. Juni mittags abgelonfen sei und hat mündlich ten Befehl gegeben, bie Flotte zu versenken. Es sei dem deutschen Admiral ohne Schwierigkeiten möglich gewesen, den Befehl weiter zu geben, da er die Erlaubnis gehabt habe, seine eigenen Schiffe zur dlufrechterhaltung der Disziplin zu befuck>en. Gegenwärtig seien 10 Schlacht- Kircbc und Schule. Eilt Schulgesetz in Sachsen. Dresden, 25. Juni. Das ber V o l k s - kämm er heute vorgelegte Uebergangs- gesetz für Volksschulwesen beläßt den Religionsunterricht in der Volksschule bis zur Regelung durch das Reich; es hebt aber die Verpflichtung der Kinder auf,, diesem Unterricht beizuwohnen und beseitigt auch die Pflicht der Lehrer^ ihn zu erteilen. Die Errichtung konfessioneller Privatschulen ist verboten. Dreijährige Fortbildungsschulen sind auch für Mädchen angeordnet. Hochschnlnachrichten. ----Frankfurt a. M., 25. Juni. Im laufenden Sommerhalbjahr sind an ber Universität bisher 1109 Studierende, darunter ltz7 Frauen, neu immatrikuliert worden. Tie Gesamtzahl ber immatrikulierten ©tubierenben beträgt nunmehr 3804, barunter 373 Frauen (im Wintersemester 1918/19 2783 Studierende, darunter 281 Frauen). Tie Rechtswissenschaftliche Fakultät zählt 182 (10 Frauen), bie Mebizinische 870 (82), bie Philosophische 625 (138), bie Naturwissenschaftliche 630 (66), bie Wirtschasts- und Sozialwissenschaftliche 1197 Studierende (77 Frauen). — Außerdem sind zur Zeit 395 Gasthörer uni) 504 Besucher eingeschrieben. Tie Gesamtzahl ter zum Hören von Vorlesungen berechtigten Personen beträgt daher gegenwärtig 4703 (Wintersemester 1918/19 : 3420). Lingesandk. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, den 26. Juni 1919. Auf bas Eingesandt der Ortsgruppe Gießen des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und efretn. Kriegsteilnehmer in Nrte 144 des „Gieß. Anz." sei hier nochmals festgestellt, daß nur Tatsachen vorgebracht wurden, an denen auch ter Ton der Entgegnung nichts ändert. Inwieweit noch eine Rechtfertigung der bett. Unteroffiziere in dieser Situation am Platze gewesen märe, muß man der Oeffentlichkeit überlassen, denn es fei hier nochmals festgestellt, daß ein Vorstandsmitglied - den Antrag auf Entfernung stellte. An- । zunehmen ist allerdings, daß der Vorstand der | Gießener Ortsgruppe des Reichsbundes ten Vor- Der Doppelgänger. Roman von CarlSchüler. Fortsetzung Nr. 50. „Eine Frau von Maarkatz. Rabiates Weib, der Doppelgänger meines Freundes Armbruster hatte ihr mal ten Hof gemacht, und ifrr frei dieser Gelegenheit einen Brillautting unterschlagen. Für tiefe Schandtat machte sie nun .Herrn von Armbrüster verantwortlich. In ter Halle des Hotels ksplanate! In etwas geräuschvoller Weise! scheußlich!" i Ruth bliefr stehen. Wo hatte sie den Namen Maarkatz jefron gekört oder gelesen? Richttg! Er hatte auf einem ber Zettel gestanden, die der Herr im Cafä in ber Kurfürstenstraße aus ter Westentasche gezogen hatte! .. Ruch brannte darauf, mehr zu erfahren. Aber sie zwang sich, äußerlich ruhig zu schemen, Um- bach durfte nicksts merken. „Und Herr von Armbrüster kannte die Dame überhaupt nicht?" „Nein. Er hatte weder sie noch ihre Geiell- iHvfterin jemals vorher gesehen. Ich habe ten > Oefchäftsführer des Hotels veranlaßt, die ztoreite ber Frau aufzuschreiben. Dorival mußte doch Na- । tnen unb Wvhnung ter Person wissen, bte er verklagen wollte." _ „Hat ter Geschäftsführer den, Namen unb te Wohnung der Frau von Maarkatz auf so em '■eines Zettelchen geschrieben?" Ruch zeigte mit dem Zeigefinger ter rechten panö auf ter Innenfläche ter linken Hand dte ^Uüße des Zettels. „Ja, so ein Zettelchen ist es gewesen," sagte ! ixltelnb ter Rittmeister, dem es komisch tiorfam, M feine Begleiterin sich für die Größe jenes ö»pterstückck)eiis interessierte. । „Wo hat ter Herr von Armbrüster das Zettel- Nn auf gehoben? Erinnern Sie sich rooefr?" fragte kUith. «Äas W Sie beim ter Zettel an?" fragte ndbungtn iira ■ agen, untrtaM ÄÄbtt1^ teu Gesellschaften die Verpftickstung auf erlegt wor- I den, 80 v. H. ihres im 5. er. je bcoir&i^ I reiten Mehrgewinns in eine ! Lugano, 25. Juni. (WTB.) Die Streiks in Kanada nehmen zu. In W i n n i p e g veranstalteten 10 000 entlassene Soldaten eine Kundgebung vor dem Rathaus. Das Militär schoß. Es gab eine Anzahl Tote und Verwundete. 400 Demonstranten wurden verhaftet. Viele Läden ipttn sind geplündert. Es wurde der Belagerungszustand ch t -1 verhängt. behördliche Anzeigen 7550B i Dezugsabschnitt entfällt */4 Pfund Auf jeden 7551k 1000000 und mehr Bilanz 1. Januar 1919 An zur Für 18 Tr. Ufinger. 75533 766t 7575B 012463 ab Lager lieferbar. 7490 bester odiuh Sprechstun den: 01219» 8—9, 2-3 Uhr, Sonntags 8-10 Uhr. X o Tie Mii Unsu: t°ber te. Js Giese: Prozentsatz: einschl. bis 10 v. H. Ausführnngsbestimmungen zur Verordnung, betreffend die Verwertung von MUitärgut. Vom 26. Mai 1919. Artikel 1. Zu rechtsgeschästlichen Verfügungen über Militärgut gemäß § 1 ter Verordnung vom Artikel 4. Tie gemäß AEkel 2 und 3 mit der Ausübung Rechte des Reichsschatzministeriums beauftrag» Persönlichkeiten sind mit einem vorn Reichs- Ter Öberbürgerrneister (StadtwaUkommissar). I. V.: Krenzien. Göbel & Appel Bergstraße 20 (früher Steins Garten) - Habe mich in Londorf i. Oberh. als iiiiiiiiiiiiiinii prakt. Arzt Uiiiumniiiui niedergelassen. Dr. med. Hiller ♦ TNerpöon 5-7v.H. 3-5v.H. 2-3 v.H. l-2v.H. V--1V.H. Wir haben 10 Städtenamen aus- gewählt und deren Buchstaben umstellt. Versuchen Sie bitte, diese Buchstaben richtig zu ordnen. Wir haben etwas für Sie, wie wir Ihnen übersenden würden, und was Ihnen eine angenehme Ueberrnschung sein dürlte. Wir geben ihnen kostenlos einen zeitgemässen bübscben Gegenstand, falls Sie uns die ricbtlgenStädtenamen sowie Ihre genaue Adresse aut einer Postkarte mitteilen. Birte weder Geld noch Briefmarken einzusenden. Für die Uebersendung des Gegenstandes hätten S e Käse-Verteilung. Am Freitag und Samstag. 27. und 28. d. Ws, gelangt in nachstehenden Verkaufsstellen der Firma Gebrüder Grieb Handkäse zur Ausgabe. Die Abgab, geschieht gegen Vorlage der alten Lebensmittelkarte und Abgabe des Dezugsabschnittes Nr. 14. Beliefert werden die Lebensmittelkarten, die in der linken oberen Ecke die Nummern: 5, 6, 7, 8, 9. 19, 20, 21, 22, 23, 94, 95, 96, 97, 98, 43, 44, 45, 46, 47 tragen. Die Ausgabe geschieht wie folgt: Betr.: Tie An hie Bm In Anb nird daraus gesetzes zum nur die für I Räumlichteilc Ähreibhilje \ hilse liegt ol notwendigen auch die Au nmd länÄu BekanntmachnnK Betr.: Tie Stradtverordneten-Wohlen. Nach Artikel 57 o ter Städtevrdnmrg tritt an Stelle des durch Tod ausgeschietenen Bankdirektors Albert Heichelheim, Architekt Peter Grode. ter bcm gleichen Wahlvorschlage „Vereinigte Liste" beginnend mit dem Namen „Urstadt" angehört, in die Stabwcrordneten-Ver- detr.: W Tagfahrt fr die findet Montag d lln Rathaus z ., Tie Wün' * alten n schatzministerium oder einer Zweigstelle ausgestellten Ausweis mit Lichtbild und eigener Unterschrift des Inhabers versehen, aus Dem sich die Persönlichkeit des Inhabers sowie Art und Umfang seiner Befugnisse ergibt. Artikel 5. Ä $ w & --~-------—jaimi ♦ schnellstens und preiswert angefertigt. ♦ ♦ Mit Mustern stehe ♦ 5 gern zu Diensten. t ♦ Gröhes Lager in vriefpapier-ttaffetten. Polizeiliche Anordnung. Betr.: Verhütung von Waldbränden. Mit Rücksicht auf die zur Zeit bestehende Gefahr ter Entstehung von Waldbränden 'wird auf Grund tes Art. 65 ter Kreis- und Provinzialordnung auf die Tauer von 4 Wochen folgendes bestimmt: Tas Rauchen und Feueranmachen in Waldungen und auf Leiten, sowie im Umkreis von 20 Metern von solchen ist auf die Tauer von vorläufig ^4 Wochen verboten. Züwiterhandiungen torten mit Geldstrafe bis zu 90 Mark bestraft. Gießen, 'ten 4. Juni 1919. Kreisamt Gießen. betreffend Ad und vom 4. Zuchtvieh unt bzw. A Ter § 6 FassuU vom Zufatz: ,,L« S Ah- untr anderen L scheins ersc Tiere Hand scheins ist i lenige Land das auszuf Provinz £ dessen Krei Torrn fl Sessi ReparaturwerWtte für elektrische Maschinen, Apparate a eigener prüfraum Neuwicklung, Umwicklung, Instandsetzung fachgemäße Ausführung rasch, billig. Brown, voveri & Eie., A.-S. Sranffurt am Main, Neckarstrahe U. Fernspr. Hansa 6789/90. /57uet Haben. Warenschulden . . . Anteile...... ’TL und ^ebt von vo Tie Berechnung der Belohnungen erfolgt nach dem Prozentsatz derjenigen Stufe, zu welcher ter geschätzte Gesamtwert tes durch eine einheitliche Handlung wietererfaßten Heeresgutes gehört. Sind mehrere Personen an der Wiederheran- schafsung beteiligt, so sind das Reichsschatzministe- rium Abt. III und die dazu von ihm bestimmten Stellen berechtigt, die aus ten vorgenannten Prozentsätzen sich ergebenden Beträge nach Maßgabe der Tätigkeit tes einzelnen nach eigenem Ermessen zu verteilen. Die Entscheidung ist unanfechtbar. Soweit dienstlich beauftragte Personen dabei in Betracht kommen, wird bei Berechnung ihres Anteils das ihnen zustehende feste Gehalt berücksichtigt. 3. Anträge auf Auszahlung von Belohnungen sind an die Zweigstellen des Reichsverwertungsamtes KU richten. Zuständig ist diejenige Zweigstelle, in deren VeHvaltungsbezirk das wieder- erfaßte Leeresgut zur Ablieferung gelangt ist. 4. Ter Antragsteller hat der Zweigstelle den Nachweis über die tatsächliche Wietererfassung von MMärgut und über seine damit verbundene Tätigkeit zu erbringen. Zu diesem Zweck werden alle Behörden, deren Annahmestellen für Militärgut nach Maßgabe ter Verordnung vom 14. Dezember 1918 unterstellt sind, sowie im Einvernehmen mit dem Kriegsministerium sämtliche für eine Annahme von Leeresgut in Frage kommenden militärischen Dienststellen ersucht, dem Antragsteller eine Bescheinigung über die Art seiner Tätigkeit auszustellen. 5. Die Abschätzung des Wertes tes wietererfaßten Mllitärgutes geschieht durch das Reichs- verwertungsamt oder durch seine Zweigstellen. Deren Entscheidung ist endgültig. 6. Die vorstehende Bekanntmachung findet Anwendung auf alle Fälle, in denen wietererfaßtes Militärgut nach dem 16. April 1919 zur Ablieferung gelangt und tritt mit dem 31. Dezember 1919 außer Kraft, sofern nicht eine Verlängerung öffentlich bekanntgemacht wird. 7. Die Verfügung tes Reichsverwertungsamtes vom 15. Januar 1919, betreffend Auszahlung von Belohnung für Wietererfassung von Kraftwagen, Krafträdern, Tampfstraßenzugmaschinen, Dampf- lastkraftwagen, Tampfseilzugmaschinen, Tampf- ivalzen, Motorbooten, Anhängern, Beleuchtungswagen, sowie Zichehörteilen und Betriebsmitteln zu diesen Fahrzeugen tritt außer Kraft und wird durch vorslelfende Bekanntmachung ersetzt. Berlin, ten 29. April 1919. (gez.): Kautz. Gemüsekonserven - Verteilung. Von Freitag ten 27. d. Mts. bis Vrittwoch ten 2. Juli 1919 gelangen in den Kleinhandels« geschäften Gemüsekonserven zum Preise von 52 Pf. pro Würfel zur Verteilung. In ten Geschäften A—K erhalten die Kunden für je 2 Personen 1 Würfel, in den Geschäften L—Z für je 1 Perfor 1 Würfel. Tie Verteilung geschieht gegen Abgabe tes Dezugsabschnittes Nr. 4 der Lebensmittelkarte. Gleichzeitig kommen in ten Klein Handelsgeschäften Herinae zum Preise von 75 Pf. für das Stück ohne Marken zur Verteilung. Gießen den 25. Juni 1919. 75748 Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Md Nächst lReg.M. unb auch Gieß 1074.36 5861.50 Der Oberb ürgermrister. I. V.: K r e n z i e n. Bekanntmachung 1. Für die Wiederanschasfung von abhanden- gdommenem Militärgut werden Belohnungen in Prozenten des durch Abschätzung festzustellenten Wertes tes wiedererlangten Gutes ausgesetzt. Solche Belohnungen sollen erhalten: a) die Finder von verlorenem Heeresgut; b) diejenigen Personen, die in ihrem Gewahrsam befindliches Heeresgut abliefern, sofern sie nicht gegen eine gesetzliche Ablieferungsfrist verstoßen haben oder verstoßen: c) diejenigen Personen, die durch Anzeigen oder Mitteilungen zur Wiedererfassung von ab- handengekommenem Heeresgut beitragen- d) die mit ter Bewachung und Wietererfassung von Heeresgut dienstlich beauftragten Personen, sofern sie infolge einer besonderen Tätigkeit ausschlaggebend zum Erfolg bei- getragen haben. Ueber die Zahlung einer Belohnung entscheidet die zuständige Behörde unter Ausschluß tes Rechtsweges. Eine Zahlung erfolgt nicht eher, als durch die zu belohnende Tätigkeit die zuständige Behörde tatsächlich und rechtlich in die Lage versetzt worden ist, über das Heeresgut wieder zu verfügen. 2. Die Höhe ter Belohnung wird wie folgt Neue Wasch Stoffe Waschninsfleline, beste Qualität . . . M. 9.51, 8.58, 7.75 Satin de Chine.......M. 13.50 Wollmiif-eeiine.......M. 15.50 Voll-Voiles, 100—120 cm, weiß und gemustert, beste Qualität M. 31.00 in .reichster Auswahl, empfiehlt 7,”c J, Pfeffer, Marktplatz 6. Damen-Hüte Große Preisermäßigung. HiiiiiiiiiiiiiiniinrrnirnHiiiniiiiriüiiniiiiiiiiiniwiiiiiriiiiiTiii 25% Rabatt ' auf sämtliche garnierten Hüte. 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An Gegenständen, die von anderen Stellen ohne Einverständnis des Reick)sschatzministeriums veräußert werten, werten Eigentums- oder andere Rechte nicht erworben. Dies gilt nicht, soweit von einem Gewerbetreibenden Gegenstände des täglichen Bedarfs innerhalb der von ihm regelmäßig geführten Warengruppcn zum eigenen Gebrauch ober Verbrauch des Erwerbers veräußert werden. § 2. Militärgut im Sinne der Verordnung sind alle im Besitze von Heeres- und Marinebehörden befindlichen beweglichen Gegenstände aller Art sowie solche Gegenstände, die sich als der Heeres- ooer Marineverwaltung gehörig oder für sie beschlagnahmt oder angefordert im Besitz oder Gewahrsam anderer Behörden oder von »Privatpersonen befinden. Als Militärgut gelten ferner solche Gegenstände, die von ten Zivilverwaltungcn der von den deutschen Truppen besetzten oder besetzt gewesenen Gebiete und deren Organisationen erworben worden sind. 8 3. Gegenstände, die ausschließlich militärischen Zwecken dienen, sowie andere Gegenstände, die aus Beständen der Heeres- ober Marineverwal- tung stammen ober beren Herkunft aus solchen Beständen den Umständen nach anzunehmen ist, gelten auch im Privatbesitz als der Heeres- oder Marineverwaltung gehörig, es sei denn, daß der Erwerb des Eigentums nachgewiesen wird ober baß es sich um militärische Belleidungs- ober Ausrüstungsstücke zum persönlichen Gebrauche des Besitzers handelt. § 4. Tas Reichsschatzministerium ist ermächtigt, Militärgut (§§ 2,3), das im Privatbesitze vor- gefunten ober von unbefugter Seite zurückgehal- ten wird, sicherzustellen und der Verwertung zuzuführen. In Ansehung bestehender Rechte tritt an die Stelle der verwerteten Gegenstände ter Erlös: weitergehende Scl-adenersatzansprüche bleiben unberührt. §5. Wer nach dem 31. Oktober 1918 Eigentum, Besitz ober Gewahrsam an MMärgut erlangt hat, ist bem Reichsschatzministerium gegenüber auf Aufforderung der zuständigen Stelle zur Auskunft darüber verpflichtet, welche Arten von Militärgut, in welchen Mengen, von wem, wie und zu welchen Preisen er sie erworben hat, wieviel er davon noch im Eigentume, Besitz.ober Gewahrsam hat und wo sich diese Gegenstände terinben, sowie welche Mengen und an wen, wie und zu welck)en Preisen er sie veräußert hat. 8 6. Wer die ihm gemäß §5 obliegende Aus- kunstspflicht vorsätzlich verletzt, wird mit Gefängnis bis zu sechs Monaten und mit Geldstrafe bis zu hunderttausend Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft. § 7. Tas Reichsschatzministerium wird ermächtigt, die erforderlichen Ausführungsbestimmungen zu treffen. 8 8. Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündung in Kraft und mit Ablauf des Jahres 1920 außer Kraft. Berlin, ten 23. Mai 1919. Tas Reichsministerium. Scheidemann. 23. Mai IJ19 (ReichS-Gesetzbl. S. 477) sind neben dem Rcichsschatzministerium selbst a) seine sämtlichen Zweigstellen im Rahmen ihrer örtlichen und sachlichen Zuständigkeit, b) die aus anliegender Liste*) ersichtlichen Behörden und Organisationen im Rahmen der ihnen durch besondere Regelung übertragenen Befugnisse zur Verwertung der darin bestimmten Gegenstände ermächtigt. Artikel 2. Zu Organen tes Reichsschatzministeriums, die im Sinne des § 4 der Verordnung vom 23. Mai 1919 ermächtigt sind, Militärgut unmittelbar in Besitz zu nehmen, werden neben der Abteilung III des Reichsschatzministeriums (Reichsverwertungs- amt) deren Zweigstellen und vom Reichsschatzministerium mit besonderer Vollmacht versehene Persönlichkeiten bestellt. Ter unmittelbare Besitzer von Militärgut ist verpflichtet, die von den Organen tes Reichsschatzministeriums in Besitz genommenen Gegenstände pfleglich zu behandeln und zu verwahren, sich jedes Fortschafsens dieser Gegenstände oder eigenmächtigen Veränderung an ihnen zu enthalten, sie zur Hetergabe an die Organe des Reichsschatzministe- riums bereit zu halten und ihre Fortschaffung zu dulden, lieber die Inbesitznahme und über die Fortschaffung wird den Besitzern eine Bescheinigung ausgestellt. Artikel 3. Zur Einforderung von Auskünften gemäß §5 der Verordnung vom 23. Mai 1919 sind die in dem Art. 2 aufgesührten Organe des Reichsschatzministeriums befugt. Tie Aufforderung zur Erteilung von Auslünsten kann sowohl schriftlich wie mündlich ober im Wege ter öffentlichen Bekanntmachung erfolgen, sie verpflichtet auch zur Vorlage der Geschäftsbücter und sonstiger Urkunden sowie zur Gewährung freien Zutritts in alle Geschäfts- und Lagerräume. für die Erscheint nach' ümF SÜsStbci impsgM Soll. Kassebestand. . . . . Ausstände . ... Bankguthaben . . . , Anteil-Rückstände . . Wertarbeit .... Abschreibung . . . rD die nur wenige .......... tragen, zu senden. Sonstige Verpflichtungen haben Sie nicht Viele Anerkennungsschreiben Tiegen vor Freitag von 8 W an am Felscnkellki eine Sendung Salat, Gurken, Blumenkohl, ZwieM. Gelbe Rübchen, Bettic'i uni Maite l7589i Frosi örneksachen aller Irl EXÄÄStÄ wert die Brfthl'sehe Üelv.-Drrekerel. H. Liege, Olef a ;• «Ä £ Oberhessische Werkstätten eingetr. Genossenschaft m. b. H., Gießen. Der Vorstand gez. W. Bach. gez. Hans Burg I Gießen, 1. Januar 1919. Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Bekanntmachung Der vom Gemeinderat durchberatene Vor« anschlag der Gemeinde Ober-Hörgern für Ri. 1919 liegt vom 26. l. Mts. an eine Woche lang zm Einsicht der Interessenten offen. Zu der beschlossenen Erhebung einer Umfaßt haben auch die Ausmärker beizutragen. Ober-Hörgern, 22. Juni 1919. Bürgermeisterei Ober-Hörgern. Loller. (7573 E7«, £ ä fü MD Ausgabestelle Schanzenstr. _ Ausgabestelle Linbenplatz Ausgabestelle Plockstraße estelle rckstr. Ausgabestelle Franks. Str. Ausgab Bismai Nr. 5 Nr. 19 — Nr. 43 Nr. 94 Nr. 6 Nr. 20 — Nr. 44 Nr. 95 Nr. 7 Nr. 21 — Nr. 45 Nr. 96 Nr. 8 Nr. 22 — Nr. 46 Nr. 97 Nr. 9 Nr. 23 — Nr. 47 Nr. 98 20 SehöMche Anzeigen Silberglänzend (76786 Staubfreier Ofenglanz Empfehlungen am Lager. mtC 9 8 I o Papierkragen und Dauerwäsche sind in allen Weiten und Formen wieder und 30 Pf. erhöht worden. Aus dem besetzten Nheingeblet. Abgefetzt und ausgewiesen. Lich, den 26. Juni 1919. Hessisches Amtsgericht. Städtischer Eierverkauf. Bon Montag den 30. Juni bis Freitag den 4. Juli 1919 einschließlich erizalten die Bezirke 5, 6, 11 und 12 gegen Abgabe der (Hrrmarte 7 und Vorlage der Ausweiskacte ein Ei zum Preise von 33 Pt., und zwar Be-irk 5 und 6 in den Verkaufsstellen von Gebr. Grieb, Bezirk 11 und 12 in der Eierhandlung A. Steinreich, Lindenplatz. Gießen, den 27. Juni 1919. (76746 Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Einpsedte mich im sofort. Belobten d. Schuhe, Vorschüben und Anlerltgen nach Maß; fern, sind zu oevt 2 p. Schuhe 35,37 für Knaben RicgelpsadLl I Holzbearbeitungs- Maschinen jeder Art in bester Ausführung für Sägewerke ,el5D Schreinereien Wagenbauer etc. einzeln u-kombiniert, auch elnschl. Elektro* ■eter, fertigt Klein & Stiefel Masch.-Fbr. Felda GA Rheinsand auch waggonweise, sofort lieferbar. 7530 Gebr. Kahl. Maschinenöl Zylinderöl Konsistentes Fett Riemenwachs Fußbodenöl Wagen- u. Lederfette Bohrpasta Putzwolle In gut Qualität empfiehlt Bernhard Stern Gleaeen. / Alleiniger Hersteller: Carl Gentner, Schals marke Göppingen (Württbg.) Nischen RewLK Kenntnis gehabt und HKtten öfr verhindern müssen. Dabei tft die Kundgebung in spontaner Weise aus der BevölLerurrg geboren. = Höchst a. M _, 27. Juni. Im Stadtteil Sindlingen scheuten Bagagepferde vor einer vorbeiziehendcn französischen Militärkapelle. Sie rasten mit tlyrem Wagen in die Menge. Hierbn wurden zahlreiche Personen überfahren. Ein Soldat wurde sofort getötet, fünf seiner Kameraden und ei» Schulmädchen erlitten schwer: Verletzungen. । dz. Main-, 28. Juni. Die Einfuhr aus dem unbesetzten in das besetzte Gebiet ist mit sofortiger Wirkung burd) die französischen Be- frörben hier wesentlich erleichtert worden. Insbesondere ist die Reihe der Güter und Waren, die ohne Einholung einer besonderen Einfuhrerlaubnis» al>s dem unbesetzten Deutschland in das Gebiet der 10. frairzöfischen Armee eingefü5)kt werden dürfen, vermehrt worden. Darunter fallen jetzt auch lebendeTiere, Proinikte und Dckute von Tieren sonne alle für die Industrie erflorbetlidxn Rohstoffe. — Marschall Foch l>at zu Ehren der unter den Fahnen Napoleons I. gedienten Mainzer und zur Erinnerung an sein .Hiersein im vergangenen Monat am Sockel des „alten Franzofensteins" auf dem lxiesigcn Friedhof einen Palmzweig in Bronze anbringen lassen. Tic Inschrift lautet auf deutsch: „Marscki-all Foch ben Mainzern der großen Armee, 19. Mai 1919." Gictzener Strafkammer. G ie st eie, 27. Juni. Tie Strafkammer verhandelte freute gegen die vielfach vorbestraften Arbeiter Jolxmn Z., Georg £). mrd Valentin B. aus Worms, wegen schweren Einbruchdieb st a hls, begangen in der Nackst vom 13. bis 14. Oktober 1918 im Elektri- zilätsnerk „Grube LitdtoigSbofftlMuft' bei Wölfersheim. Tie genannten fuhren gemeinsam von Worms nach Friebderg, um angeblich zu Ham- stertn, wozu sie erneu Schließkorb mitführten. 91uf der Falp:t mackfton sie sich den Plan, im Elektrizitätswerk, in dem Z. früher fifron als Sträfling gearbeitet hatte und das ihm somit befcnmt war, einzubrechen, um den Tveibriemen im Werte von nrcfrreren lausend Mark anzueignear. Sic zertrümmerten das zum Maschinen raum führende Fenster. Z. stieg ein, während die anderen beiden Schmiere stmrden und den erbeuteten Riemetl im Kckrb verpackten. Sie fuhren bis Frankfurt, wo sie von der inztvifeilen benactaichtigtcn Polizei in Empfang ge- nönnnen wurden. Ter Staatsanwalt brantragte gegen den Dauptatrgeklagten Z. eine Geläiunns- sttase von drei Jalwrn, gegen B. eine foldjc von zlvri Jahren und gegen H. acht Monate. Tas wird jeder Ofen bei Verwendung von Kosak ----Frankfurta. M., 27.Juni. Erwerbs- lose Kriegsbeschädrgte versuchten heute früh mit Gewalt rm Mathaus vom Magistrat eine besondere Teuerungszulage zu erzwingen, wurden aber durch bewaffnete Schutzleute vom Römer zurückgedrängt. ra. Biedenkopf, 27. Juni. Der Auffickts- rat der Spar- und Leihkasse Biedenkopf hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, de »Zinsfuß für Spareinlagen mit Wirkung vom 1. August 1919 ab mit 33/< Proz. neu festzusetzen. ra. Aus Nassau, 27. Juni. Der Er - zeuger Höchstpreis für Frühkartoffeln ist von der Provinzialkartoffelstelle der Provinz §>cssen-Nasscm für den Monat Juli auf 12 Mk. für den Zentner festgesetzt. X Hanau, 27. Juni. Unter dem Titel „Kurhessischer Bauernfreund" erfdiänt von freute ab ein landwirrsck>aftlick>es Nachrichtenblatt für die Kreise Dauau, Gelnhausen und Schlüchtern, das Publikasionsorgan des Bauernvereins für den Landkreis Donau und der ihm angeschlossenen landwirtschafilick)en Vereine und Genossenschaften ist. Derausgeber ist die neugegründete Bauernvereins-Berlagsgefellfchaft in Donau. — Tei? Tarif für die städlische Straße n b a hn hat eine Erhöhung erfahren. Fahrkarten, die bisher 15 und 20 Pf. kosteten, finb auf Z Photogr. rApparate^ sämtliche Bedarfsartikel^ empfiehlt preiswert 1 L Med.-Drog. z. Kreozplatz / Abt. k. Photographie ^^Kreuzpl. 9-10 | Freiwillige 769 ID in die Reichswehr stellen noch ein: tzcr Stab, die 4. Batterie und die leichte plu.»itions-Kolonue der II. Abteilung des ici-te» Reichswehr-Artillerie-NegimeutS 18 in Babenhausen (Hessen). 1 Aesonders gesucht: gediente Leute aller Mafien, Wchuhmacher, Hufschmiede und Maschinenschreiber. Bekannte Reichswehr-Bedingungen: 3 Mk. Reichs- »chr und 2 Mk. Kampfzulage, Familienunterstützung. Höchst a. M., 27. Juni. Tie vor kurzem durch den militärischen Verwalter des Kreises Höchst, Rens Alttnayer, her fügten .Beurlaubungen" der Derven Landrat Tr. K1 a u s e r, Oberbürgermeister Dr. I anke und Beigeordneten Dr. Hoog ans Höchst sind vom MarsckLill Foch nicht nur bestätigt, fondeim dahin erweitert worden, dast Foch die ALsetzwrg der Herren von ifrren Sterntent und ihre sofortige Ausweisung aus Höchst verfügt hat. Landnot Tr. Kiauser, der seinen „Urlaub" in Mainz verbrackste, must morgen das besetzte Gebiet verlassen. Oberbürgermeister Dr. Janke befand sich während seines „Urlaubt" in Frankfurt. Die „Gründe" der Absetzungen. sind, haßj der militärische Verwalter der Ansicht tft, die Ausgennesenen hätten von dem gvosten Demonstratimtsstreik der Bürgerschaft gegen die beabsichtigte Ausrufung der Rfrri- Bekauntmachung. Ter letzte diesjährige . öffentliche Impftermin sm die Ersiimpslinge der Stadt Giesten wird am Mtzooch den 2. Juli 1919, nachmittags 4 Uhr, ' ^mpslokale, Turnhmle der Stadtmädchenschule, «gil^rftrafse 8, ai>gel-alten. Wer diesen Termin nicht beimben will, muß lmpspslichttges Kind auf eigene Kosten impfen ■Ölen. » Gießen, den 26. Juni 1919. (76406 i-L Oberbürgermeister. I. V : K r e n z i e n. privat- Tanzuntemcht einzeln und in Kurien, auch tn modernenTänzen, erteilt zu jeder Tageszeit ll.Zchmibl, Tanzlehrer Wetztteinaafse 311. berliner Kasch- nnh Wtustalt nimmt Hotel-, fbroie auch noch bess.Privatwäichean fKaplansgasse 14 Wer erteilt Rechen- unterricht an Handiver- ker? Schr. Angebote unt. 012654 an den Gieß. Anz. Gericht erftemte tmtec ZubkMyung mildernder umstände gegen Z. und B. je ein Jahr sechs Monaten und gegen D- acht Monaten.Gefängnis. Drei Monat der erlittenen Untersuchungshaft wurden für jeden in Anreckxmmg gebracht. Der Friseurgehllfe Enni B., Zalftttechniker! Otto D- und Schneioergeselle Wilhelm L. aus Frankfurt wurden verurteilt. D. zu 10 Monaten, D. zu 11 Monaten und L. zu eineirt Jahr 4 Mr^> naten Gefängnis. Die Angeklagten fuhren gemein-' sam von Frankfurt nach Bad-Nauheim, trieben! sich mehrere Tage dort herum. Nachdem sie in Tamengefellfckpaft ifrr Geld, verjubelt hatten, kamen sie auf den Gedanken, ihren Finanzen durch einen Einbruch wieder aufzuhelfen. Hierzu wählte man das ihnen passend gelegene Kaufhaus von, Moritz Kahn aus. In der Nacht des 15. Februar dieses Jahres oerfefrafften sie sich mittelst Dietrich und dergleichen Eingang, verpackten Klridungs- stück eund sonstige Waren im Gesamtwert txm 1L bis 12 000 Mark in Kartons und schleppten diese" nach dem Bckfrufrof Friedberg. Doch bevor noch der Zug abfufrr, hatte sich schon die Polizei einge-t funden rind die Einbrecher feftgenommen. Der Steinmetz und Händler Dcinrich K. au8 Bleiärenbach hatte sich wegen Vergehen gegen dieKricgsgcsetzezu verantworten. Er fefrafftd Lebensmittel, insbesondere Butter, Käse, Düfrner, 0Ml.se usw. aus llngesetzlichem Wege nach Frankfurt, um dort hohe Preise zu erzielen. K. gibt an, die Waren für feinen eigenen Bedarf aus Bayern erhalten zu haben. Ta es für ihn zu viel gewesen sei, frabe er ö-orgejaxjcn, den Rest in Frankfurt zu verkaufen. Tas Gericht verurteilte den 91 ngenagten wegen Vergehen gegen das Schleichhanbeisgesetz zu einer Woche GefLngnis und 150 Mark Geldstrafe. | Verschiedenes] Zur Auflösung eines besseren Haushaltes werden Montes d. 30. d.M., nachm 2 Uhr, im Nest.z.Psauorl)anbcn. Das Kavi- talDfTmögen Kreises betragt 688 859,33 Mk., w, Gesamtvermögrn mit Einschluß des Grundl'e- aber 1 3t/J 059,33 Mk. Deut Vermögen stehen «Wilden in foöbe von 478087,22 Mk. gegenüber, '.[uixrrbein hat der Kreis an bas Reich eine Forde- nIr.g von 5 741 155,98 Mk. für vorgelegte Rejchs- sMiliemutterftützung. vtffen-Nassau. Eine Lehrerin ermordet. Laasphe, 26. Juni. Wie aus dem nahen (ildtenbtid) gemeldet wird, wurde seit Sonntag iie von einem Aus,luge nicht wieder zurückgekehrte frfirerin der Schulanstalt zu Stift Keppel, Fräu- Iciti v. Gott berg, vermißt. Die zur Dilfe- liswng bei den Nachforschungen aufgebotenen Dil- Hi’nlwdjer Seminaristen fanden am Dienstag im lidbc zwischen Lützel und Soblbach ihre nur noch nit 6emo und Dose bekleidete Leiche, die leicht nii Büschen bedeckt war und die am Dmterkopfe nm Wunde zeigte. Die Getötete ist 25 Jahre alt Inti stammt aus Dirsckcherg in Schlesien. j X Laasphe, 27. Juni. Wie aus Lützel gemeldet wird, wurde dort ein Wilderer unter m dringenden Verdacht, der Mörder der Lehrerin Gottberg aus Stift Keppel zu sein, verhaftet. Der Kampf gegen den Obstnmcher. --Frankfurt a. M., 27. Juni. Im Ein- ^Mndnis mit ben zuständigen Behörden be- ^lagnahmte freute früh der Arbeiterrat bri allen ^sthäudbern in der Markthalle die Kirschen r.tb brad>te sie durch die statische Verkaufsstelle iic 1.40 Mk. das Pfund zum Verkauf. Selbst- »ckändlich verschivanden wie mit Zauberschlag Bekanntmachung. Carl Werner zu Giesten ist als Dilssfeldschütz für den Grundbesitz der Unionbrauerei bestellt tmb auf den Feldschutz verpslichtet morden. Gießen, den 20. Juni 1919. (76426 Der Oberbürgermeister. I. B.: Em melius. Hochschnlnachrichten. )(,M a r b u rg, 27. Juni. Eine Anzahl SJlan bürger Tarnen veröffentlichen in der „Ober- Hess. Ztg." folgende Anzeige: ,^Jm Namen aller crnftbaitcnbm Frauen protestieren wir gegen das unwürdige Treiben eines Tells unferen Studierenden, wie es sich nachts in unerhörtem Lärmen, Lechgelagen und Festen der Oeffentlichkrit in peinlichster Weise bemerkbar macht. Wir erflären laut, dast in der Zeit größter nationaler 9tot und Verelendung derartige Vorkommnisse d« fdiarffte Verurteilung in allen Schicksten der Bevölkerung finben." — In einem Airschlag am schwarzen Brett erwähnt der Rektor den Verdackst brr Behörden, daß manche Studenten in der Umgegend Hamstern und die Lebensmittel nach Dause senden. Es sei dies eine unwürdig« Saclte. die die Studierenden sich nicht zu Schulden kommen lassen möcksten. Bekanntmachung. t, 3ti unser Dandelsregister ist heute die durch Mschastsvertrag vom 27. Mai 1919 errichtete mit der Firma: Will>elm Znrbuch, Mlscl-aft mit beschrankter Haftung und mit dem JJ in Gies;en eingetragen worden. Gegenstand nterne^1TT€n^ llt die Derstellung und der Ver- Wb von Lacken, Firnissen und Farben aller Art. des Stammkapitals 60 000 Mk. Geschäfts- Irner ijl Dr. Isaak Posen in Frantturt am Main. 1 f(Tld)c Bekanntmachungen erfolgen durch den •Wten Reickisan,zeiger. Gießen, ben 23. Juni 1919. (76376 Ltellisck)eL Amtsgericht. Äteiro. Dkrsikhmiig Dienstag, den 1. Juli do. IS., nackm. 2 Uhr, versteigere ich in der Gastmirlichaft zum Vian Neustadt 55 tn Gießen auf Abtrag eine Schlaf- aimmereinrldjtunfl: Zwei Betteunl.Maratzen,einen zweitür. Kleiderschrank, 1 Waschtisch mit Marmor- platte, 1 Nachtschränkchen nut Mamorplane, zwei Stühle mit mohr^efiecht. Die Gegenstände nnd aus besserem Hause und sehr nut erhalten. 7vfi7 Versteigerung bestimmt. Heßler, Gerichtövoüz. Bahnhofstraße 29. 1000 M a r k gegen gute Sicherheit zu leihen gesucht. Schr. Ang. u. 0l2Wl a. d. Gieß. Anz. 2 größere Aecker zwilchen Tromschen Park u. Schöne Aussicht füllen zu Gürtch. augeteat werd. Interest, belieb, schr. Ang. U.7373L d.lst.A niederzul. (^in guteck Harmonium zu miet. ges. Schr. Ana. u. 012593 an d. Wien. Anz. Welcher edeld. weder ermögl. st rebi. Student., der im Kriege elternlos gew. u. kurz vor Abschl. seiueSCtud.ftebt, dessen voll st.Beend, durch leihweise Unterftüvung mit Geld? Ehrliche schriftl. 'Äugel», nut. 012613 an den Ütteß.Anzeiger erb. Beamtentochter, evang., 30 Iahte alt, mit schönem Vermögen, sehr gutem Rus, ruh. Temperament, tücht. im Haush., wünscht, da durch läng. Leiden des Vater- keine Gelegetiheit geboien.dieBekanntschast eines ruh., fol., mittL Beamten Apiruf Schr.An xro. so. y'irOL geb. unt 012436 an der Gieß. An». telpeiol! Gebild. jg. Mann, 27 I. alt, stattlich u. geiund mit edl. Charakter u. 6er»en6- gutem Gemüt, au« guter Familie, sehnt sich nach still. Glück In ideal. Ebe und sucht zwecks Heirat mit Häusl, erzogen, nett. Dame, die Wert auf ein wirkl. innig. Zusammen- leben legt, i. Brlelweehael au treten. Spätere Einbell at in einem lanbroirt- schaitl. Betrieb oder vast. Uebcrnabme eines solch, erwünscht. Absolute Diskretion wird zugestchert und ausführl. uertrauL Zuschrift auch von Verwandten unter ^22 an den Gießener Anzeiger. Golden.Damenring mit einem Diamant verl. a. d. Wege Schanzenstraße, Seltersw.,Johan- neSstr. Freitag vormittag. Abzug, geg. hohe Belohn. 7^» Schanzcuftr. 121. Bekanntmachung. Beim Proviantamt Mamz in Gießen wird fieu neuer Ernte auaekaust. Nälteres zu erfragen ini Gesck-astszimmer Ost-Anlage 15, altes Gerichts- jpbäulte. Telephon Nr. 2123.(7536D Bekanntmachung. In unser Dandelsregister Abteilung A, Nr. 36, Wurde freute bei der Firma Karl Düringer in «terstadl eingetragen: „Tie Firma ist erloschen'". Bekanntmachung. Das Backen von Krankenbrot für den Monat uli 1919 ist nachstehenden Bäckern übertragen »eben: Dorn, Jakob Nachf., Steinstraße, Brühl, C. Nachf., Neuenweg, Daas Carl, Bleichstraße, Weber, L , Franksurter Sttaße. Gießen, den 24. Juni 1919. (76366 Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Bekanntmachung. Die Auszahlung der Familicnunterstütznngen die Angel-örigen der noch im Heeresdienst Beglichen für 1.—15. Juli 1919 bzw. für Juni 1919 findet statt: a) Reichsunterstützung Montag den 30. Sunt 1919. b) Weitere Unterstützung (Mietzufchuß) Dienstag den 1. Juli 1919 p der Zeit von 8—12 Uhr vormittags im Stadt- ms, Zimmer Nr. 7. Gteßen, den 26. Juni 1919. (76416 j£et Oberbürgermeister. I. V.: K r e n z i e n. Für tarnte! Wer fertigt wöchentlich einige Mille Zigarren an?Matertal wird gestellt. Schrill l.Angeb.unt.01A^7 an denGtetz.Anzeig. erbet. An- u. Verkauf von Möbeln, Cold, Silber, Antiquitäten, foroleUebernabme ganzer Einrichtungen. 6*la Louis Rothenberger 22Nenenweg22. Tel. 176. An- u. Verkauf von Lumpen, Gifcn,Mc- tallen, lluochen, Papier, Flaschen, gebr. Maschinen. 135D Louis Rothenberger IniwM. Tileph. 171. ws»l) Veadstchtige« Sie Grundbesitz i. d. Stadt ob. a. d Lande z. kauf., suchen Sie Geschäfteusiv.z. erto., fo verlang. Slekeetealese Hufen b. d.Svez.-Oste neu- bl Verkanfsiaarkt in. sein. rl.AnL.vLerl. Ha» barg 24 GIPS > liefern wieder Gate. Kahl. Leiterwagen Kanten wagen „.„Carl Schunck. Mzinnii.LiMwM emofiehtt 7650 Christian Bimmer ____Babnliosstvaße 12 Trockenes Buchenholz liefert in größeren und klemere« Quantitäten J. 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So ftnb- von den 50000 in Berlin täglich eingehenden gewöhnlichen Paketen reichlich 11000 Stück als durch Eilboten zu bestellen bestimmt, d. h. etwa 100 gefüllte Paketbestellwagen. ES liegt auf der Wini), daß ein solcher l'Nassenverkebr zur Beeinträchtigung der Einzelscndung führt, und daß vielfach Falle eintreten, in denen die Eilpalcte nicht früher in die Hände der Empfänger gelangen als gewöhnliche. In anderen Großstädten find die Verhältnisse ähnlich. Das Publikum täte gut daran, das teure Eilbestellgeld zu sparen. Bei dieser Gelegenheit sei eine zweite irrtümliche Auffassung erwähnt, die sich Diel' id) in der Oeffentlichkeit zeigt. Häufig werden Pakete unfrankiert oder mit Nachnahme belastet abgesandt, weil das Publikum annimmt, sie erführen dann eine VorzuaSbehandlung. Auch dies ist eine fatfefje Voraussetzung: namentlich die Nichtsranlierung verlangsamt die Behandlung der Pakete sehr erheblich, da Verrechnung und Ein- zielmng des Portos Zeit erfordern, die für das frankierte Paket wegfällt. Es kann daher dem Publikum nur dringend geraten werden, von der Versendung seiner Pakete „durch Eilboten", „mit Nadmahme" oder „unfrankiert"' lediglich dann Gebrauch zu machen, wenn dies nicht zu umgehen sein sollte. * ** Die nette Reichsgetreideordnung. Tie Reickisgetteideordnung des vorigen Jahres gilt auch Heuer wieder, hat aber zahlreiche und umfaniKcicfje Aanderungen erfahren. ««I ’ki Hoch oben im rauhen Norden liegt auf felsiger röhr ein altes Schloß. Grau sind die Mauern, pari die Türme uno grau an Jahren die Buchen, lir es umgeben. Jetzt tragen die hohen alten ftttlmricscn eine köstliche dichte weiße Schneelast. Bic eine weiche schimmernde Pelzdecke, in wÄche lützernde Tiamcmttn gestreut, liegt der Schnee auf den Giebeln und Türmen von Schloß ^utbeten. 1 Fmcht einmal bekannt uno beliebt geworden war, au? Asien viel fad) bezogen, auf die einheimischen »ilden Bäume gepfropft und in einer Unmenge »nfchiedencr Arten erzeugt. Die allerköstlichsten xieuisten jTir)d?m zierten den Nachtisch der Römer, bir die Frucht besonders hoch hielten. Die Aus- nohmestLllung, die die Kirsche unter allem Obst '«meßt, wird von ihnen dadurch erklärt, daß sie fon so früh, mitten im Sommer, reifte, und in Utr heißen Zeit ihren erfrischenden Saft spendete: Ne ist ja noch Ijeute der erste Künder der Sommer- pnuben und mit dec Kirschenernte beginnt die iiruchtbare und glückliche Zeit, in der die Natur aus icrkehrsleben gewaltige Umwälzungen hervor- rrusen. Ein Merkmal hierfür ist. u. a., daß die rsorgung der Großstädte mit Lebensmitteln ite infolge Einschränkung des Eisenbahngüter- Fradstoerkehrs zu einem großen Teil mit der ost in Postpaketen erfolgt. In der Annahme, besd)leunigre Beförderung zu erreichen, wer- die Sendungen häufig mit der Aufschrift ch Eilboten" versehen. Tie Annahme trifft ch nickst zu. Unterwegs werden die Eilboten- fete zusammen uno vermisckst mit den anderen feten besöroert. Erst am Bestimmungsort Tie Kosten gegen das Borjahr sind^abec so außerordentlich gestiegen, so daß ein Kind pro Dag an' runo 30 Mk. zu stehen kommt. X Hanau, 25. Juni. Die i. Zt. beabsichtigie Bildung eines Zweckverbandes dec Gemein den Bergen-Enkheim, Bischofsheim, Fechenheim. Törnighetm und Hochstadt ist zur Wirtlichkeit geworden. Am 24. d. Mts. haben in einer gemein samen Zusammenkunft in Bischofsheim die G. meindeiörl>erschaiten die Berbandsbildung einftim mig beschlossen. Außerdem wurde der vorgelegte. Entivurf einer Satzung mit einigen Aenocrungen angenommen. Ter Verband erlangt Rechtsgültig leit, sobald er nebst den Satzungen burd) den Kreis ansschuß Genehmigung gefunden hat. Tie Am gaben des Verbandes haben eine Erweiterung er wbren, namentlich ist hervorzuheben gemeinsam Förderung der Gemeindeinteressen bei der UeLei leitung der kommunalen Verhältnisse in den g ordneten Friedenszustand, Erfüllung soziakvolii' scher Ausgaben, Lebensmitteleinkauf im Großen, allmähliche Aushebung der Zwangsbewirtsd)astn:i', Errichtung gemeinsamer Be- und Entladestatione am Maui. Zum vorläufigen Verbandsvorsttzende:: ist Bürgermeister Hübner in Bergen bestimm« worden. Aus dem besctzteu Nticingediet. ** Deutsche Kriegergräber m 'Feindesland. Tie Ungewißheit der Hinter-« blidbenm über die Pflege und weitere Erhaltung der Gräber in Feindesland wird von vielen Leuten ausgenutzt; sie fordern die Angehörigen auf, Verträge abzuschlichcn Über Erhaltung, Instandsetzung und Ausschmückung der Gräber, auch wollen sie Auskunft erteilen, Nachforschungen anstellen, Lagepläne und Photographien beschaffen und Um- beltungen sowohl von Einzelgräbern als auch von Gräbern auf Friedhöfen ausführen. Verlangt ba>- für wird stets die Voreinsendung einer beftimmten Geldsumme. Tas Kriegs Ministerium sieht sick) veranlaßt, darauf hinznweisen, daß im Zcnttal-Nach- weise-Buveau olle derartigen oben angefüyrttn Wünsche der Angehörigen wie bisher kostenlos bearbeitet werden und Auskunft erteilt wird.. Tas Zcnttal-Nachweise-Bureau des Krieasministeriums, Berlin NW. 7, Torothoenstraße 48, hat das gesamte, an ben ehemaligen Fronten geführte Grä- b.-r-Attcnmaterial in Verwaltung: es sind deshalb alle Anfragen in Gräberangelegenheiten zweck - mäßig aic diese Stelle zu richten, wobei bemerli wird, daß die Beantwortung nickst immer so schnell, wie erklärlicherweise erwrinsckst, erfolgen kann, da das umfangreiche Mattrial sich zurzeit itod) in ter Sichtung befindet. Zur Vermeidung von Ver- zögeruungcn ist bei Anfragen außer dem Namcn and) die letzte Feldadresse des Gefallenen an- BersckÄ . r' • I ( Lase , chmh Ä stiiil.Angeb.u!ii.0j deaViebn'Ms chrÄchtväüsMst „Nein, Großmama, ich ftrnn nicht,", entgegnete Ragna und schob die alte Bibel weft zurück. „Tes Jahres letzter Tag, den wir heute begehen, weckt tausend Fragen und Antworten in meinem Herren — ick) kann nickst lesen!" Ein Zürnen blitzte in den blauen Augen her Greisin auf. „Des Jahres letzter Tag," nrieber» holte sie bitter, „als ob dieser Tag für uns anders als alle übrigen wäre, grau in grau. Bete, sage ich dir, das ist das einzige, was über die trüben Stunden des Daseins hinweghilft, bete!" „Nein, Großmama! Das kann ich nicht. Glaubst du beim, daß es anders mit uns wird, wenn ich mir alle Tage die Augen blind in dem frommen Buche lese, das fast deine einziae Lektüre bildet? Nein, nicht Gott hält unser Leben s- schicksa! in der Hand, sondern wir selbst müssen es nach unseren Kräften gestalten." „Was für sündhafte, entsetzliche Rekwn," stöhnte die alte Frau und drückte beide Hände gegen die Schläfe, erschreckt auf ihre Enkeun starrend, die aufgesprungen war und setzt hochcun- gerichtet vor der alten Gräfin Svendburg stand, ein seltsam flimmerndes Licht in den Augen, em tiefes energisches Wollen in dem geistvollen Antlitz. „Nickst sündhaft, Großmama," erwiderte sie und ein liebliches, fast kinderbaftes ßädjdn huschte um den roten Mund, als sie, zärtlich ine x)and der Greisin an die Lippen sühreich, fortsuhr: „Sieh, in uns selbst hat Gott die Kraft gelegt, unser Können zu nützen und unser Glück aufzubauen. das erreichen wir aber nickst durch Beten, sondern durch Taten." , .. ........ Ein bitteres Spott lächeln haschte um bic Lippen der alten Frau, als sie mit harter Stimme sagte: „Taten? Tie möchte ich sehen bei unseren Verhältnissen. Taten, die sind mir vergangen in der Stunde, als dein Vater starb, und es sich herausstcltte, pah er aufegr diesem alten Fami- alten LeuchtturmwüchterS Karras herüber, der nächste Nachbar der Bewohner von Svendburg. Und dock) glimmt «auch» im Schlosse ein einsames Licht. Hoch oben im alten Turm gemach, das die Dohlen umkreisen mit heiserem Schrei, glükst eine Flamme im Kamin und auf dem groben schweren Eichentisck* schimmert eine Lampe mit mattem Sck^in. Ter Schein fällt voll auf das rotgoldene Haargewoge eines etwa siebzehnjährigen Mädchens, das, den Kops in beide Hände gestützt, am Tische sitzt und eifrig ht einem Buche liest. Es ist ein taufrisches, junges Gesicht, mit blitzenden, grün- schillernden Augen, voll Sehnsnckst nach Glück und Sebcn, aber auch voll Eigensinn und Laune., Am Kamin, in einem reich geschnitzten allen Lehnstuhl, den verschossene Polster schmücken, ruht eine Greisin. Weiß ist ihr Haar, weiß das alte, müde Gesicht. und weiß die noch immer schönen Hände. Nur in den großen, blauen Augen scheint noch Leben zu sein, sonst erscheint die alte Frau tot und starr. Ihr zu Füßen sitzt eine weibliche Gestalt. Wie die beiden anderen Insassen des Zimmers trägt sie liefe Trauerkleidung. Die rote Flamme des Kamins fällt voll auf ein rosiges Angesicht mit großen grauen, duntt'l bewimperten Augen und eine Fülle goldbloirder Locken, die, zu einem Ksto- ten verschlungen, den ausdrucksvollen Kchps wie mit einem lichten Sck>ein umgeben. Auf den Knien des jungen Mädchens liegt aufgeschlagen ein altes Bibelbuch. SB -aukn aei. Schrj 12658 o b. IMj? g, 1 lu lausen ßcfuctiiJ kiefmatfd mmlunfi ober kick licnh. Lchr. M 159 nn ben Sied Ter Schucesturm nmsaust das Haus — draußen tanzen dichte, weiße Flocken durch die Lust ev-ndburg.'das so still und weltverloren von der und schaurig braust der Sturm durch den Kamin Felsen wand weit hinaus über das Meer und läßt die rote Flamme hoch aufflackern, so il dt. welches uutsn zu seinen Füßen fcksaumt und s daß das halbdunlle Gemach emen Augenttut .sttt i'ambct und donnernde Wogen gegen den Fels i erleuchtet ist. ^midert. Sonst ist alles stlll, alles dunkel imi ; td’-ilcf:, nur aus der Ferne blinkt matt wie ein! müde Stimme der Grersm. ^-löfnieuder ^lbschiedsgruß das einsame Licht des! mal: Lobe den Herrn meine Die KonimunGiroaltkn. oz. Appe nrod, 27. Jmti. Bei der m-einderatswahl wurden Konrad Lanz, Karl Kornmann, Konrad Becker, Peter Schneider, Johs. Seng, Peter Ktzhl II., Georg Handstein I., Johe- Glatchaar, Karl Handstein, Heinrich tiftaulich. Andreas Karl Tippell und Karl Fleischhauer ge wählt. Tie ersten sieben sind frühere Gemeinde- r als Mitglied er. Gewählt haben 46 Prozent. Bei der Burgermeisterwahl wurde der bisherige Bür germeister Karl Glatthaar I. .einstimmig wie berge wählt: cr hak eine Amtszeit von 14 Jahren hinter sich. 4 Bad-Nauheim, 25. Juni. Nach der Verteilung der Sitze bei der Stadtverordnctemvahl (2 Unabhängige, 6 Sozialdemokraten, 3 Demo- Traten, 2 Teutsche Volkspartei, 1 Zentrum, sieben Deutsch-Nationale) war bamit zu rechnen, daß dir beiden Beigeordneten den Mehrheitssozia- listen uno den Deutsch-Nationalen zufallen würdvi. Tie Wahl in der gestrigen ersten Sitzung der. neuen Stadtverordnetenversammlung hatte aber ein anderes Ergebnis. Es wurden gewählt: Postsekretär Kling (Sozialdemokrat) und Rechtsanwalt und ! Notar Stahl (Temokrat). Der bisherige verdienstvolle erste Beigeordnete Knieriem hatte bereits vor einiger Zeit fein Amt niedergelegt und lehnte eine Wieoerwahl ab. Ter bisherige zw.n/ Beigeordnete, Stadtverordneter und Oberbabemci - ster^Kissel (Ttsch.-Natl.), stand in beiden Wahlgängen zur Wahl. Es fehlte nur eine Stimme zu seiner Wieoerwahl: daß diese leider nicht erfolgte, wird allgemein bedauert. Selbst ein sozialdemokratischer Stadtverordneter bedauerte es, daß er durch Parteibeschluß leider verhindert sei, seine Stimm, dem um das Wohl der Stadt so verdienten Mann, ju geben. Nach der Beigeordnetenwahl zeigt die Stadtverordnetenversammlung nun die folgendr Zusammensetzung: 2 Unabhängige, 7 Mehrheits sozialisten, 4 Demokraten^ 2 Deutsche Volkspartei, 1 Zentrum, 7 Unparteiische (Ttsch.-Natl.). 0%. Bleiben r od, 27. Juni. Der bis^:- rige Beigoordnetie Karl Lein III., der das Amt des Bürgermeisters schon über 2 Iachre während des Krieges geführt hat, wurde etnftimmig zum Bürgermeister gewählt. Ter Gemeinderat fetU sich ans folgenden Bürgern zusammen: August Schult heiß, Landwirt; Ludwig Lein, Landwirt; Adam Sein, Landwirt; Karl Adam Lein, Larckwcrt: Peter Müller II., Landwirt: Konrad Reich mann, Landwirt; Heinrich 5kratz V., SHmiedemetstcr: Konrad Schönhals, Landwirt; Heinriche Röckei, Landwirt; Heinrich Erb I., Saidynrirt; Johanne- Becker II., Landwirt; Heinrich Erb V., Landwirt. oz. Gontershausen, 26. Juni. Bet der Bürgermeisterwahl wurde der bisherige Bürgermeister Schneider wiedergewähltt nt. Heuchelheim i. d. W., 27. Juni Be, der Bürgermeisterwahl wurde der bisherige Bei geordnete Landwirt Karl Krug fast ernsttmnng zum Bürgermeister gewätstt. Einige Stimmen we ren zersplittert. Ter bisherige Bürgermeister hatte eine Wiederwahl abgelehnt. . m t ff. Rüdingshain, 27. Ium. SBet der Bürgermeisterwähl wurde der bisherige Bürgermeister K. L. Deubel mit 222 Stimmen wie- dergewählt. _________________ zugebeu. Landkreis Gießen. -m. Hungen,- 26. Juni. Vor einiger Zeil fand im Hotel-Restaurant Schmidt eine Versammlung der Kriegsbeschädigten, Hinterbliebenen und Kriegsteilnehmer statt, in welcher die Kameraden Lutze -und Krämer, Gießen, b-R zahlreich Erschw- neuen die Ziele und Zwecke, des Reid)sbundes vor ?lugen füllten. Es wurde sofort zu der Gründung einer Ortsgruppe Hungen und Umgegend geschritten und <;in Provisorisdna Vorstand etnff> setzt. In einer dieser Tage abgehaltenen, Generalversammlung, die stark besucht war und in welcher Kamerad Krämer, Gießen, berichtete, wurde die endgültige Wahl des Vorstandes fror genommen, der sich 'rote folgt zusammensetzt: 1. Vorsitzender Rim. Vvgt, Hungen, 2. Vorsitzender Adolf Schmidt, Jnbeiden, 1. Schriftführer Ludwig Schneider, Hungen, 2. Schriftführer Arthur Hörning, Hungen, 1. Kassierer Hcrm. Bender, Hungen, 2. Kassierer W. Muller Hungen. Von den zu der Ortsgruppe gehörenden Ortschaften wurde je ein Vertrauensmann, zur Kriegsbeschädigten und HmterbliebLnen- sürsorge je ziver Beisitzer gewählt. Zum Militärversorgungsgericht in Darmstadt sind zwei Beisitzer vorgcschlagen. Die Abteilung der Kriegs- brsdiädigten- und Hinterbliebenenkommission steht unter Leitung von Kamerad Köhler, Hungen. Die Ortsgruppe zählt bereits über 100 Mitglieder unb ist dem R.irhsbund, Sitz Berlin, angeschlossen. Kreis Sckwtttn. ia. Gedern, 2o. Juni. Wie in den beiden letzten Jahren sind auch in diesem Jahre durch Vermittlung des evangelischen Pfarramts eine Anzahl DarmstädterKrnder hier untergebracht worden. 14 hiesige Familien haben solche Kinder in bereitwilliger Weise ohne Entgelt ausgenommen. — Der Fürst zn Stolberg-Wernigerode-Gedcrn ftiftetc anläßlich der Sammlung zum Besten der beutfdjen Kriegs- und Zivilgefangenen den Betrag von 200 Mark. j e. Scho tten, 25. Juni. Der Gesamlverem des Vogelsberger Höhen kl ubS wird seine diesjährige Hauptversammlung Sonntag, 20. Juli, im Klubhause auf dem Hoherodskops ab- halten. Den Vorsitz hat mrnmehr Kreisdirekwr Dr. Merck-Schotten wieder übernommen, nachdem wägend dessen Abwesenheit Dr. Bruchhäuser- Ulrichstein, bic VereinSgeschäfte geleitet hatte. Starkenburg und Nheinhessen. O Vom hessischen Taunus, 26. Jiini. Während der Vogelsberg und die nördlichen Teile der Provinz Oberhessen bereits am Dienstag 'ausgiebig mit Regen bedacht worben sind, ging heute nachmittag hier und in den angrenzenden Teilen der Wetterau der erste stärkere Regen nieder, der ein Ausläufer eines Gewitters war, das über den Taunus hergezogen kam. Es regnete etwa eine Slunoe ununterbrochen. Die ganze Natur atmete auf. — In den Wäldern am Winterstein und tzausberg sind die ersten Heidelbeeren gereist. Tie Ernte fällt nicht so gut aus, wie man erst erwarten konnte. Tas Beerenobst hat durch die layganhaltende Dürre felyr gelitten. Das gilt vor allem auch von den Himbeeren, die besonders auf Feuchtigkeit angewiesen sind. Hessen-Nassau. mr. Frankfurt a. M., 26. Juni. Die Stadt Frankfurt wird dieses Jahr wieder mchrere hundert .Kinder in das Ausland zur ©rbolung schicken, namentlich nach der Schweiz und Holland. (Nachdruck verboten.) Die Glockm rufen um Mitternacht Die Sehnsucht ist großäugig aufgewacht Und redet sacht. Sie wandert in Nächten und ruht am Dag — Ihr Herz hat einen fiebernden schlag. Daß id) tief erschrak. Sie ist wie ein irregewandertes Kind — Ilm bic Stirne trägt sie ein Dornengewind, Und schluchzt und sinnt. Nun ward so nihllos mein Herd, Da sic um Mitternacht cingekehrt Und mich weinen gelchrtt Sic löste vom Haupt sich ein Dornenreis Und drückt c5 auf mein Herze leis — Tas blutet nun heiß. — Alberta von Puttkammer. wa. Kreuznach, 26. Juni. Die it ische Armee ließ 2000 Sack (zehn Waggons) Meist an ben Kreis-Wirtjchaftsausschuß abgd.'cn, in- unterwegs verschwanden. k,-Atrben sie besonders ausgeschieden und durch Eil- tkien bestellt. Die unrichtige Auffassung des Be- V- griff# der Eilbotcnbesorderung bringt es mit sich. Brotgetreide unb Gerste, die im Reick)e angebaut find, werden mit der Trennung vom Boden für ben Kommunalverband beschlagnahmt, in dessen Bezirk sie gctvadjfcn sind. Auch ums als Brote Kreid', Hülsenfrüchte, Frückfte unb Gemenge gilt, ist unbe- stimmt. Nene Beuimmimgen sind ferner getroffen über das Saatgut der Selbstversorger, die Liefemngspflidst der Kommunalverbändc, ihre Haftung für alle beschlagnahmtenVorräte, die Kommissionäre der Reichsgetreidestellc, die Anweisung Lon Hafer, Hülsenfrüchten unb Buchweizen, ben Bedarf der Heeresverwaltungen usw. Eine bewu- bere Verordnung des NeiMernährungsmuiifters. regelt Iben Saatgutverkehr mit Brotgetteide und, Gerste. Die Lieferung ist nur gegen Scuttkarte erlaubt. ** Wiederau in ahme des P 0 stver - kehrs mit dem Ausland. Der Postverkchr mit dem Ausland gewinnt jetzt allmählich an Ausdehnung. Nach Deutsd>österreid) sind jetzt nicht nur offene gewöhnliche, sondern auch eingeschriebene Briefsendungen jeder Art sowie Wertbriefe zulässig. Ausgenommen bleiben die vom Fosnde besetzten Gebiete. Nach dem ehemaligen österreichischen Küstenland, Triest, Görz unb GradiSka sowie Istrien werben jetzt gewöhnliche Briefe und Postkarten anr Gefahr des Absenders zur Beförderung angenommen. Tie Sendungen unterliegen den Gebührensätzen des Weltpostvereins, nicht mehr denen sür Oesterreich. Postsendungen unb Telegramme nach dem Tell der Provmz Posen, her von den Polen nicht besetzt ist, werden vielfach von ben Postanstalten zurückgewiesen, obg4eid> keine Verkehrsbeschränkungen bestehen. Es geschieht dies meist mit ©enbungen, die nach Postorten, die die zusätzliche Bezeickmimg „(Bz. Posen)" ober „in Posen" tragen, wie z. B. Colmar in Oberpost- direktionsbezick Bromberg. Durch die ungerechtfertigte Zurückweisung solcher Sendungen wird der Glcmbe erweckt, daß die Orte von Polen besetzt sind. Das Reichsposttnmisterium hat deshalb den Verkehrsansialten bei der Behandlung von Sendungen nad? der Provinz Posen die größte Sorgfalt zur Pflicht gemacht. ** Namensänderung in Preußen. Nach einer Verfügung des Ministers des Innern kann bei Familien, beten Aus sterben infolge des Krieges bevorsteht, zur Erhaltung des Familiennamens gestattet werden, daß etwaige Scksivieger- K ihrem Namen den Piädchennamen ber Ehern hängen. Anträge sind an die Polizeibehörden zu rickften. **ZeichenderZeit. Die Zahl der Mvrd- prozesse vor den Schwurgerichten, unb den außerordentlichen Kriegsgerichten bat sich in einer geradezu erschreckenden Weise erhöht. Fast täglich finden beispielsweise in Berlin vor den zurzeit tagenden Schwurgerichten Verhandlungen wegen Mordes und Totschlags in Verbindung mit schwerem Raube statt. ♦* Die Freimarken mit Aufdruck ,F P f. für r i cg5 be f d) äb i g te" sind noch während des Monats Juni an den Postschaltern tzu haben. In Anbettadst des guten Zwecks, dem bei Ueberschuß aus dem Erlös dieser Marken zusließt, wäre cd zu wünschen, wenn die Marken restlosen Absatz finden würden. tznd zarter schmeckten als die in Italien gezogenen. Such jetzt noch sind die Scktzoeiz und der Oberrhein rschenbezirle, in denen der Baum sich besonders vrhl fühlt. Der Name der Kirsche, der ursprünglid) 5 dem Griechischen stammt, ging ans dem Latei- isd)en unmittelbar in das Deutsche über unb ist veits zur Zeit ber Völkerwanderung ober jeden- ls bald nachl-er bei den Germanen üblich orben. Durch Eilboten", „Mit Nachnahme" „Unfranliert". Der Zkrieg mit seinen Folgen hat auch im liensitz nichts besaß als Schuldem die zu decken kaum das Heine Erbteil eurer Mutter und das innige, was ich tun konnte, ausreickste. „Nichts über Papa," wehrte das lange Ma.- chen, die kraftvvllm jungen Glieder gebieterisch autz- richtend, stolz ab. „Er war dein Sohn unb du hau ihn zu dem erzogen, was er war, leichtlebig und gutherzig, phne Energie und ohne Pflichtenkreie- Wir aber, wir haben uns selbst erzogen, Grop- mama. Unsere Mutter starb früh — der Vater .ring seinem Vergnügen nach — du tafelt btc Bibel, aber daß deine Enkelkinder an Siebe darbten, das sah.'st du nicht. Laß es in dieser Stunde g-c faßt sein, Großmama, daß die geistige Verein famuiig. unter der ich litt, in mir eine Sehnsucht geweckt hat, die id) nicht beschreiben tonn, eine Sehnsucht, so riesengroß, so urgewaltig, daß id, ihr folgen muß. Hörst du, ich muß, Oftoßmama! Unb wenn sie audj tausend blutige Dornen für mich hat. ich werde ihre Wege suchen, das laß dir- gesagt sein in dieser Stunde, wo das alte .Jahr von dem neuen fd)eibet, das alle Jahr, das uns in Trauer, Not und in so bittere Armut Der- setzte, daß wir nicht mal mehr eine eigene Scholle haben, nicht mal ein Doch über unserm Haupi: noch unser Eigen nennen." „Uebertreibe doch nicht so, Ragna", mischte sich die Stimme des jungen Mädchens, das an dem großen Tische saß, und nun ihr Buch ärgernd) von sich schob, ht das Gespräch. „Tu tust, als ob wir geradezu verhungern müßten. Hat mcht Graf Svendburg, imfer Setter, der dock; nun eut mal Erbe des Majorats ist, uns in großmütigster Weise angeboten. Schloß Svendburg nach nne toi als unsere Heimat zu bertadjten? -ölt er nwit sogar so feinfühlig gewesen, sich erst für nächst^. Frühjahr hier als Gast anzumelden, wo er doch das Recht hat. als Herr jeder Zeit zu (Fortsetzung folgt) gern Füllhorn ihre Gaben bietet. üen gesucht.M Da die Kirsche aus dem Pontus, einer Gegend 7t80 an den hartem Winter, stammt, konnte der Baum iuche Eiubeil-vaZ tafaj in ben kälteren Gegenden Europas heimisch er ifoet his in den Norden hinauf wandern. u. 0 Dliprus berichtet denn auch, daß zu seiner Zell, ustn-TchnYlMN 12O 3ai;re nad) ihrer ersten Einführung in teilen, hie Kultur ber Kttsche bereits über ben , , , —.j«m bis nach Britannien sick) verbreitet hatte. (Cif1 tzllMfMirsch'ar wuchsen an den Ufern beS Rheins, und uww iMie römischen Ferns chmecker mußten sogar ein» ben, bah die Früchte jensefts der Alpen, die ben Bo.rbavcnländern stammten, aromatischer Die Kirschen, „die Lust ber Knaben unb der Vögel", sind in diesem Jalw so teuer, daß bei IZelen die Freude an der köstlichen Frucht nicht liecht auftommen will. 0)wß ist deshalb auch die krbitierung. denn die Kirsche ist nun einmal die Lelmstrcht aller Kinder, und wenn auch der Groß- hibtiugenb die eigentliche Freude .des, Kirschen- sßens direkt vom Baum versagt ist, so wlll sie bod) ivcnigstens die süßen roten Früchte zu einem ermöglichen Preis kaufen können. Der römische Feldherr Lucullus, dem Pli- die Einführung der Kirsche in Italien zu- iiDceibt, ist ob dieser Tat mehr gepriesen worden, tii wegen seiner Siege über Mithridates und des reichen Lurus, den cr entfaltet. Es war icdenfalis eines Feinscknncckers würdig, daß er bic Mrsche, die cr im Reiche Pontus kennen lernte, Vch E-uropa brachte und sie dort heimisck) madjtc. I Jet Kirschlxmm war, wie Viktor Hehn sagt, „eine Lstlmrere und länger dauernde Kriegsbeute, als sechs Fuß hol)e goldene Kolossalbild des Mi- ^cidates und ber gemmenbesetzte Schild unb die Wielen goldenen unb silbernen Gesäße, mit denen ly seinen. Triumph zierte". Eine völlig neue Ent- , des Lucullus war die Kirsche freilich nicht/ WkÜttllliiiMLöwohl wir vor Plinius keine nähere Erwähnung Irin. Sdiriit “ lÜner Obstgattung in der römifdien Siterahrr ftn- lreiSankl.anu.Mal/ W befaß Italien doch einen einl)cimiid)cn uck, «Wien rMektvandten des Kirsdibaumcs, die wilde Süß- ■erbohen^rl Mdit, deren Früchte aber in Europa nicht verüben au faiiicnl «dckt waren und sich vielleicht and), nickst veredeln! lierier Sir.äp.11 fiefjen. In Kleinasien gab es wohl schon, wie man 1 au3 einer Stelle in den Schriften des Diphllns UillvfÜCrQCii’u' S Ml Siphnus, eines Zeitgenossen des Königs Lysins Wim J mclius, schließt, veredelte Süßkirsck>en, und die Preis unt 18|1 -irsche, bic Lucullus nach Zerstörung der Kirsdien- Giehener TnAß M Eerasus von der pontischen Küste nach Rom ~ kochte, ivird eine edlere, größere, sastreichcre Art kr Sauerkirsche gewesen fein. Jedenfalls ist das Sksckcnk der Kirsche an die europäische Menschheit int dem Namen des römisck)en Feldherrn auf im- Uft verknüpft, unb beide tzauptarten, bie Süß- mti die Sauerkirschen, wurden nun, nachdem die Vereine «artburg-Vi Gleewen, Wei 9ßn5 Mnnerrew bends 8 Ubr.5 I nach «meins M den nberg AMBbAbtDK Chai lot ton barg o m'phaidsit Verbn Dia «am Ai huurod (Kreis Ft: E '_i_ jc»u wwä*V* v,w wnxg vtÜu h ata hoi, da die ftnoj la tonst A MAu sixrtüd Hat mAa;dert aga über 51 betrag, diu Der Artikel w §UMÄ Ed. feminium-K Enk Wecks i»Bleegläs8r Lvti-u* L?JeI>on*d h^ond K*111 rSTkiS Sa KjeLnkf1 Er^ gfo ^Ece»^ Sl!* W Der Doppelgänger. [Roman von CarlSchüler. (Schluß.) Nirchttche Nachrichten. Gottesdienst am Sonntag den 29. Start (2. Trinitatis). Evangelische Gemeinde. AMBI- Dachktein-Maschine für Handbetrieb arbeitet rasch, sparsam and nrrerfltarir Wu11’ »>Ä> onbern sichtbar« Züge oersöhnltchen Gei,-I t e S, vor allem eine Amnestie der politische Bö ■ vlgten. Der Sozialismus allein könne die Diensch- 1 bei* retten, und er werde sie retten, denn Cr 1 Weltrevolutron marschiere. Die Kümpfe in Hamburg. Hamburg, 28. Juni. (WTB.) Die Zahl! der Opfer bei den Kämpfen in Hamburg ifi I auf 54 gestiegen. Bon der Freiwilligentruppe B e fc. I renfeld werden weitere 19 Mann vermiß, fl Im Laufe deS gestrigen nachmittags versuch.! ten 200 Bewaffnete das Festunas. N gcfängniS zu stürmen. Sie wurden jedmt I von den Vollswehrtruppen und den Polizeimann. | schäften daran gehindert, worauf sie ahogen. Unruhen in Harburg. Harburg, 27. Juni. (W. L.) Hier las es heute zu Unruhen. Ten Anlaß gab ein Ge- m ü seh ä n d le r, der auf dem Wock-enmarkt 60 Pfennig f ü r das Pfund Kartoffeln verlangte. Gröbere Ansammlungen suchten der- schiedene Lebensmittelbetriebe sowie Nesdauranq auf, um Revisionen vJrzunehmen. Mittags |dg ein großer Trupp nach dem Gerülstsgefängnij und.verlangte die Herausgabe der pol,, tischen Gefangenen, smvie der weym g^ ringer Vergehen verurteilten Personen. Diese« Ansinnen muhte stattgegeben wer« den. Gröbere Ansammlungen fanden ferner avj dem Rathaus platz statt, wo der Oberbürger» meister die Menge beruhigte. Der Nachmittag i| im allgemeinen ruhig verlausen. Aus Ungarn. Budapest, 27. Juni. (WTB.) Ter itgfo nische Oberstleutnant Romanelli, ba Chef der Budapester italienischen Delegation, rich Letzte Nachrichten. Das hessische Landgesetz. rm. Darmstadt, 28. Juni. Der Siede- kungsausschuß der Volkskammer hat unter seinem Präsidenten Köhler daS Land- gesetz in seiner heutigen Sitzung zum Schluß beraten und in allen Hauptfragen eine Einigung auf Grund der Regierungsvorlagen erzielt. Der mit der Berichterstattung beauftragte Abg. Ur» [labt wird beit Bericht ausarbeiten, so daß er in der für nächsten Donnerstag den 3. Juli vorgesehenen Sitzung zur Verlesung imb nach der In der Stadtkirche. 8: Zugl. Christen!, s. d. Neukoufirm. aus d. Matth.^Gem. Pfr Mahr; 91/»: Pfr.-Ass. Srf>aefer; 11: Kinder!, f. b. Mar» fu8#, bitte, in das CafS!" sagte sie. „Ich habe Ihnen eine Mitteilung zu machen." „Bitte, gnädiges Fräulein!" Sie gingen schlwigiam nebenetnander her, traten in den liwWfantaen kleinen Raum ein, wurden von bin wohlbekannten Kellner beäugelt und Amsterdam, 27. Juni. (WTB.) Tie tng> lischen Blätter vom 25. Juni bringen eine amt« liche Meldung der b ri t i sä>en tzA d mi« r a l i t ä t über die Vorgänge auf dem britische, Kriegsschiff „Revenge" nach der Versenkung da deutschen Flotte. Am Sonntag nachmtttag hick der englische Admiral Freemantke eine Redew die auf dem Kriegsschiff ausgestellten deutsite» Seeoffiziere, in der er von einer verratenscha Handlung sprach. Ter deutsche Kvntrcadmival vo Reuter erwiderte, daß er allein sei. Er habe das getan, was jeder britische mann unter den gleichen Umstanden getan würde- er würde eS jederzeit wieder tun. tt deutschen £)f filiere und Matros» marschierten singend, wie die cnalikM Blätter melden, und hochmütig inmitten der ß bedrohenden Bevölkerung in die Gesangeneulag« 6. d Sut-^em. Pfr. ^chkolSheimer; SV,: Mil.» Gottesdienst. Div.-Pfr. Ti^mever. — 11: Kinoer- kirche f. d. JohanneSgemeinde. Pfr. Adolph. — Kirchberg. Borm. 10 Uhr (Christenlehre f. d. weibl. Juaend). — Mainzlar. Vorm. 10 Uhr. — Daubringen. Nachm. IV, Uhr. Kaiholische Gemeinde. Samstag, nachm. 5 u. abdS. 8: Gelegenheit zur hl. Beichte. — Sonntag: Peter-Paul-Fest. Norm. 61/,: Gelegenheit z. hl. Beichte, 7: Hl. Messe, 8: Aust, bu hl. Komm., 9: Hochamt m. Pred., 11: Hl. Messe m. Pred., nachm. 2: Christenlehre, darauf Festandacht mit Segen. 8: Aloisius- Andacht. — Donnerstag, nachm. u. abds. Beicht» Gelegenheit, 6V-: Segensmesse. — Freitag, 9: Fest- Andacht. — Diaspora-Gottesd. am 29. Juni: Hungen 9Vr, Lich 71/,. gegen die gegenrevolutionären Banditen gern« den ungarischen Gesetzen verfahren. Er Protests pogen jedwede unberufene Einmiscknmg, die für bu innere Leben der ungar iidjen Räterepublik Gesetzt «i «d Hfltmen ** Demokratische Partei. Auf oie heute abend 8‘/> Uhr im Hotel Grohberzog stattsindende Mitgltederversammlung sei nochmals hingciviesen. ** Wettervoraussage für Somttag: Vorwiegend wolkig und troden, tagsüber etwas wärmer, westliche Winde. ZwangS-Einmietung. Die Wohnungsnot hat in Gießen einen derartigen Umfang angenommen, daß alle bisherigen Versuch, ihr zu steuern, keine durchgreifende Aende- rung erzielen konnten. Wie wir hören, handelt es sich um ->twa 500 Wohnungssuchende, die sich vcr> fleblid) um ein Unterkommen bemühen. Halbe Maßnahmen können hier nickt zum Ziele führen. Auch die Ermächtigung, die das Hess. Landes-Arbeits- und Wirtschaflsamt dem -Oberbürgermeister erteilt hat, bis zum 15. Januar 1920 die Anor^- Jtintfl zu treffen, daß 1. eine Ueberlassung von Wohnräumen an Perwnen, die von auswärts zu- ziel-en, ohne Zustimmung des MieteiniMNgsamteS zu verbieten; 2. den Ausentlxllt von Personen in Gasthöfen, Wirtschaften u. dgl. auf eine gewisse Beit Ui beschränken, kann nur vorbeugend wirken, um ein weiteres Anwachsen der Wolmungsnot tzlu verhindern, nicht aber neue Uuterkunftsräu'me schaffen. Um endlich ernstlich Abhilfe iu schaffen, hat die Wohnungsdeputation beschlossen, die Z w a ng s e i n m ie t u n a in die Wege zu leiten. Die Stadt ist in drei Bezirke eing teilt, in denen die Herren Mann, Wenzel und Simon den Vorsitz führen. Den drei Kommissionen ist das be- rnts vorhandene Material überwiesen werden. Be- raüs zu Anfang der nächsten Woche t»erben Schutzleute in Begleitung von Sachverständigen sämtliche Wohnungen besiegen, um btc leerstehenden ober nur teiliveife lx-mitzten Rämne fest- zustellen. Auch) dieses Material werde turnt der Kommission des einzelnen Bezirkes überwiesen, die gemeinsam mit je einem Mieter und .Hausbesitzer die zur Enteignung geeigneten Wo lm räume bestimmen wird. Vom Staate und auch) der Stadt sind beträchtliche Mittel be re i t geste l l t, um etwa notwendig werdende Um- und Einbauten sofort vornehmen zu können. Es wird von den Hausbesitzern bzw. Woh- nungsinhabern erwartet, daß sie es md)t auf eine zwangsweise Enteignung anwmmen lassen und vorher freüvillig alle überflüssigen 2ßoljörräume der Allgemeinheit dienstbar machen. Die deutschen Kricgsgrfansenen. wz. Saarbrücken, 26. Juni. Die ersten deutschen Kriegsgefangenen auS dem Saargebiet sind gestern abend von Metz kommend hier eingetroffen. Die Ankunft der übrigen erwartet man für die nächsten Tage. Die im Baar» Mbiet beheimateten Kriegsgefangenen hatte man in der letzten Zeit Sammellagern zngesührt, tunt sie von dort in die Heimat zu entlassen. ungöwürdiges Subjekt von einem Verbrecher zu lieben —" ,^etzt toirß du frech, mein lieber Junge!" "9hm — aber?" „Aber es war so wunderschön! Weißt du, da war mal irgend so ein Graf, der einer Königin einen seidenen Mantel über eine Pfütze breitete, damit die Königin sich die Sohlen ihrer Schuhe nickt beschmutze. Ich dachte an das Geschichlchen, wenn ich von dir träumte. Tie Sorge um deinen Vater sollte dir erspart bleiben. Opferte jener Graf von Anno tazurnal keinen seidenen Mantel, — warum sollte ich nicht ein größeres Opfer bringen imd cm wenig Spitzbube spielen —" „Du —! Du — I" „Und im Vertrauen gesagt — ich komme mir unendlich komisch vor, roenn ich mich als getreuen Ritter und fahrenden Abenteurer gesellen Istnstelle, der um der Geliebten willen die. unerhörtesten Taten vollbringt — also im Vertrauen gesagt, hat mir die ganze verrückte Geschichte d.'N unbändigsten Spaß genmcht. Ich jürrtte, daß ich Talente in mir entdeckt habe, die zu den schlimmsten Befürchtungen Anlaß geben. Irgendwo in meiner Ahnenreihe muß ein ganz abscheulicher Lump von Strauchritter versteckt sein. Tic ver- bvedi lernen geschäftigen Berlin scksten es zu sing» und zu klingen rote von Tausenden und Avr- tausenden jubelnder kleiner Stimmck-en. Am Tage vor seiner Hoc^eit mit Rulh Raft»' berg erhielt Dorival von Armbrüster unter Kveuf' band eine amerikanische Zeitung zugesandt, i< in einem kleinen Nest im Staate Texas Bildu^ verbreitete. Eine Notiz war mit Blaustlst um raubet: ,1UL „Gestern hat unser Freund unb langiahrtpe. Leser unserer Zeitung Billy Johnson. Esaui« seine am Borrego River gelegene Farm perfaut Tie schöne Besitzuna ist übergegangen in btc Han» von Emil Schnepfe, Esquire, und dessen Ete frau, geborene Lotz." „. m .. Und Dorival sagte feierlich zu seiner Brant . »Liebe Ruth! Am Hvck!zettstagc lrinteti nth da§ jwiite Glas Sett im geheimen aus daS Wo) des Hochstaplers außer Diensten Herrn len® Schnepfe l" Sport. ** Gießen, 28. Juni. Am Sonntag den 29. Juni findet auf dem Sportplatz an der Hardt eht Wettspiel deS Ballspiel-Club „Union" Cassel I. Mannschaft gegen die gleiche Mannschaft deS B. f. R. 1900 statt. „Union" Cassel hat in letzter Zeit schöne Resultate erzielt unb gilt als spielstark. Ansang des^Spieles um 4 Uhr. Vorder spielt die A. H.- (alte Herrn) Mannschaft gegen Die Hl. Ma.msckiaft des B. f. R. 1900. Tie IL Mannschaft fährt nach Marburg um gegen den dortigen A,-C. ©ermaiiia zu spielen. (Siehe Anzeige.) nahmen Platz. „Mein .Herr!" sagte Ruch Rosenberg scharf, „Sie sind ein Schwindler!" (.Tas ist ja uiicnbl" dachte Dorival. Saut sagte er: „Ja - iXLd, daS ist ja sozusagen mein Beruf!" „Sie schwindeln über Ihren Beruf hinaus, tutin Herr!" erklärte Ruth streng. - „Man gewölmt sich so daran . . / entschuldigte sich Tvrival. ,,So? Nun, wir wollen jetzt den Schwindel cufTlärcii!" „Aber bitte — bitte sehr —" stotterte Dorival. „Ehe ich Ihnen die Mitteilung madx die ich Ihnen zu machen habe, inöckfte ich die Tatsachen fcftfteUen," erklärte Ruth. „Tiefe Tatsachen sind, der Reihenfolge nach: — ick madjc Sie übrigens darauf aufmerksam, daß ich sofort auffMyc und iveggebe, Wenn Sie mich unterbreche >' — die Tatsack-cn also sind: Herr von Armbrüster sieht in der Oper eine Tarne. Er bat die Anmaßung, diese ihm völlig unbekannte Dame bei einer Begegnung im Tiergarten zu grüßen. Durch einen sonderbaren Zufall bat dic- ter Herr von Armbrüster ©degenbeit, mit dieser Tarne ein-* Strecke lang im Auto zu fahren, unter einigermaßen falsäM Voraussetzungen. Ti: Dame l»t Unterbetten erfaßten, daß der Herr ein sichr In-Tauntcr Hochstapler war. Lie btidiljfo, leine Tienste in Anspruch zu nehmen für einen Zweck, iU bem ein Spitzbube erforderlich roext. Dieser feirr von Armbrüster war jedoch kein Spitzbube, sondern es handelte sich um eine Ver.vechsliing. Er uahm trotzdem den Auftrag an und führte die gefährliche Arbeit auS. Was höchst verrückt von ilym war. Er brachte sich in alle möglichen Gefahren. Er spielte so mit dem bösen Schein, daß er eS der Dame unmöglich maLhte, dankbar »n sein. Er hätte sehr leicht Mittel unb Wege finden können, die Dame aufzuklären. Er hätte ihr dadurch Kämpfe und Schmerzen erspai'en können, denn — die Dame hatte sich für den ritten liehen Spitzbuben mehr interessiert als sie eigentlich durste ..." „Was?" schrie Dorival. „Sie sollen mich nicht miterbrechen. Sie haben mich auf die roheste Weise behandelt. Ich will mit 31jnen nichts mehr zu tun haben. Ich Will quitt mit Ihnen sein. Sie haben für den wertvollen Dienst, den Sie mir geleistet haben, eine Bezahlung in Geld abgelehnt und zivei Küsse verlangt. Von diesem Honorar haben Sie jedoch nur die Hälfte erhalten. Und mm muß ich Ihnen die Mitteilung mad>en —" „Seien Sic gnädig!" stöhnte Dorival. .,— daß ich den Rest meiner Schuld zu zahlen wünsche. Bitte, küssen Sie mich!" Dorival sah sich blitzschnell um. Es war einsam in dem kleinen (Safe. Ter Kellner stand gelangweilt an der Türe und beäugelte die Vorübergehenden. Darauf zog er sein «Honorar ein. „Wann hast du'S gewußte fragte Ruth. „Sofort! Beim erstenmal!" Ich auch!" Der Kellner stand an der Türe und sah gerade nicht ber-- „Ja, es ist imuckerschön," sagte Dorival und mackste ein nachdenkliches Gesicht. „Es ist alles so närrisch gewesen unb alles so schön. Hundertmal hab itf) mir überlegt, ob ich nicht zu einer gewissen Tarne gehen soll mit allen möglichen Ausweisen und allen möglichen Empfehlungen über meine werte Persönlichkeit versehen und ihr sagen sollte: Ich bin der und der und ich hab dich lieb — ich hab da so eine Ahnung, als ob 'bu mich auch lieb hättest —" „Tas wäre schon mehr al« keck gewesen." „— und eS ist doch ein kompletter Blödsinn, Wenn ich den Räuberhauptmann spiele, und du dich mit dem Gedanken abquäl ft, ein verabscheuHochschrrlruachrichten. Marburg, 26. Juni. Am schwarzen Brett her Universität dankt der derzeitige sttektor der Universität allen, die sich um das Zustandekommen iw Gedenkfeier für die gefallenen Dozenten und Studenten verdient qemackst haben. Am Schlüsse Sei: „Mögen bie gewaltigen Offenbarungen jen deutschen Geistes und einer ungebrochenerr rUnbüliebe, die bie Gedenkfeier so herrlich durchglülstcn, kraftvoll in uns weiter wirken und alle restlvs zusammenführen zu dem einen großen Ziel einer sittlick starken Wiedergeburt unseres Volkes. Mögetr sie mvs festigen in dem unerfchü- terlicheu Glauben an bat deutschen Volkes — trotz feiner jetzigen Schmach — künftige Weltgeltung, ,mögen sie uns bestärken in der heißen Hoffnung auf eine baldige. Wiedererstehnna des Reiches zu neuer Macht und HerrlickLeit, aus daß wir dereinst vor den Namen unterer gefallenen 500 Kollegen und Kommilitonen auf der Ehrentafel der Universität die öntiirort bestehen können: Euer Opfer war nickst umsonst!." dem AmlSveEndtgungtzblatt. Tas AmtSverkündigungSblatt Nr. 48 vom 27. Juni enthält: Ve>vrdnung betreffenb ÄMnberung der Verordnung über die Einstellung, Mttlasslrna und Entlohilung der Angestellten wähnend der Zeit der ivirtscknrstlichen Demobilmachung vvm 24. Januar 1919 (Reichs-Gesetzbl. S. 100). Bom 30. 'JJlfli 1919. — ReichSzenttale für Kriegs- Md Zwilgesmlgene — Vlaßnahmen gegen den WohnungSmangrl. Vom 17. Juni 1919.— Reichö- neisebrotmarten. — Ncinhallen der Stra&cn. M a ßn a hmen gegen den WohnungL- mangel. Ter Oberbürgermeister von Gießeri ist vom Hessisckien Landes-Arbeits- und Wirlschasts- amt ermächtigt worden, folgmde Anordnungen «us die Tauer bis spätestens zum 16. Jannav 1920 zu treffen: 1. eine Ueberlassung von Wohnräumen an Personen, die von auötoärts zuzi.hen, ohne Zusttmmung deS Mieteinigungsamtes zu berbictm; 2. den Aufenthalt von Personen in Gasthöfen, Wirtschaften u. dgl. auf eine gewisse Zell zu beschränken. Reichsreisebrotmarken. Infolge Betriebsstörungen b i der von der Reichsgetrcidestelle mit der Herstellung der neuen Reichsceisebrot- tiutrfen beauftragten Truck'rei wirb einige Tage hindurch ein Teil der Reisebrotmarken unperforiert geliefert. Tie Umlauffeite dieser unperforierten Reisebrotmarkenboaen wird auf die Zeit bis zum 3. August 1919 einschließlich beschrankt. ES darf also vom 4. August 1919 ab Bäckern usw. auf unperforierten Räsebrotmorken Mehl nicht mehr vergütet werden. Reinhalten der Straßen. Seit län- 'gerer Zeit ist die Unsitte eingerissen, Papier, Hsrüchte, Obstreste unb sonstige Abfälle auf Bürger-- steige unb Fahrbahn zu werfen. Hierdurch werden nickt nur bic Straßen verunreinigt, sondern auck Gefahren für Passanten hervorgerufen, bie durch AnSgleiten auf Obstresten und dergleichen zu Falle kommen und sich erheblich verletzen können. Tas Polizeiamt Gießen envartd, daß eS nur dieses Hinweises bedarf, um den Uebclftanb abzustellen, widrigertfallS die Schutzmannfchaft mit «Straf» auiäflot vorgchen müßte. vorfchreiben wolle. Vorgänge Mch der Versenkung der deutsLa Flottc. Drucklegung schon in bet Übernächsten Koche im Plenum zur Beratung kommen kann. Die Ankunft der deutschen Delegierten in Versailles. Berlin. 28. Juni. Laut „Berliner Lokal- an^eiger" treffen die deutschen delegierten im Extrazug heute nacht um V»12 Uhr in Versailles ein. Die Blockade bleibt noch in Kraft! London, 27. Juni. (WTB.) Reuter erfährt: Der F riebe nSvertragi wird vor Ablauf eines bestimmten Zttttaumes, wahrscheinlich drei bis vier Wochen, nicht in Wirksamkeit treten. Ter Aufschub ist dadurch verursacht, daß ter Vertrag von den Parlamenten der einzelnen Länder ratifiziert werden muh. Tie gegenwäitigen Kriegs maß» ahmen, einschließlich der Blockade, werden daher tuäljrenb der Zwischenzeit zwischen der Unterzeichnung und der Ralisizrerung in Kraft bleiben. WilfonS Abreise. Versailles, 27. Juni. (WTB.) Wie die Abendblätter melden, werden Wil fön und seine Gemahlin Samstag Paris mit einem Sonderzng verlassen und sich Sonntag vormittag in Brest nach Neuyork einschissen. Tie Arbeiten der Frie- den-konserenz werden durch die Unterzeichnung des Friedens mit Deutschland und obwohl Wilson ^aris morgen tierlaifcn wird unb Lloyd George am Sonntag nach Englano zurückkehrt, nicht unterbrochen. Lloyo George wird seine Machtdesugnisse auf Balfour, Wilson auf Lansing übertragen. Amerika und Deutschland. A m ft e r b a m , 27. Juni. (WTB.) Die „Times" meldet aus Washington, daß Senator Fall dne (Resolution eingebracht hat, in der der Kriegszustand zwischen Amerika und Deutschland bzw. Oesterreich für beendet erklärt wirb, unabhängig Davon, was mit dem Friedensvertrag geschieht. Die „Times" meldet, die iResolution habe größere Aussicht auf Annahme als bie Resolution des Senators Knex. Der „Malin" über die dmlsch?ftanzöfifchen Handelsbeziehungen. Versailles, 27. Juni. (WTB.) Der „Ma- tin" meint, daß durch bie Unterzeichnung des Friedens das Problem der Handelsbeziehungen zwischen Frankreich und Deutschland akut werde. Es sei unstatthaft, jegliche Ein- sinhr aus Deutschland verhindern zu wollen, denn Frankreich brauche z ahlreiche >P co- butte, welche Deutschland herstelle. Ferner muß man Deutschland gestatten zu arbeiten, damit es feine Kriegsschulden bezahlen könne. Wohl aber müsse man sich vor wirtschaftlicher Invasion durch geeignete Maßnahmen gegen Deutschland schützen. Der Hanoclsrnrnister Clementel bähe ein Handelsamt für Rheinland aus Vertretern der getverblichen Berufe und der Handelskammern Elsaß-LothringenS gebildet, welck»es der Regierung langeben soll, wie groß der französische Bedarf an deutschen Jndusttleerzeugnissen ist, amb welche Preise im Ausland uno Frankreich für diese Produkte gezahlt werden. Dieses Handelsamt soll bar» »Über Wachen, daß bie französische Industrie nach Möglichkeit gehoben Werde, so daß die Einfuhr nach Frankreich Herabgesetzt und die Ausfuhr gehoben Werden kann. Das Handelsamt werde zur Lösung des durch die Wiederaufnahme des Handels mit Deutschland au stauchenden Problems viel beitragen können. Eine Dmdgebmeg der Unabhüngigen. Berlin, 27. Juni. Tie Parteileitung der Unabhängigen erläßt in der „Freiheit" eine Kundgebung an das arbeitende Volk Deutschlands. Sie stellt die Unterzeichnung des Friedens als Erfolg der Politik der Una£ hängigen hin. Ter bürgerliche Parlamentarismus habe sich als unfäl-ig erwiesen, die Probleme der neuen Zeit zu lösen. Notn»endig sei die Vergesellschaftung von kapitalistischen Untcmdmrungat. bie aber nur zu erreichen fti durch die unmittelbare Mitwirkung der schaffenden Kräfte des Volkes mit Hilfe des Rätesystems. Die Diktatur des Proletariats, Die Herrschaft der ungeheuren Mehrheit der Gesellschaft im Interesse der un- gebeuven Mehrl-eit sei das Mittel zur Befreiung. Durch Putsckte eine Umwälzung deS sozialen und politisckton Lebens herbeizufüliren, sei allerdings ein Wahnglaube. Was jetzt bie politische Situation förbere, seien nicht Akte brutaler Gewalt, Statt flottes Zu Hause: Samstag u. Sonntag ben 5. u. 6. Juli Lazarettausschuß für die Gießener Lazarette: Scholl. Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Steinbach, Iuut 1919. r Der Vorstand. werden freundlichst emgeladen. 7689V ÄLÄsWöpW Vorderwagen Ltch Neumühle bei Hungen Juni W19. M2878 Neoenwes 9 Gießen Statt Karte». €in offener färief- ich muh La Inüresse der M. Rosenthal, Gießen 4906c Fernsprecher 77 Ung der M. Harth feine Herrenschneiderei 012514 vedgekendste Verbreitung. a 4945hv 2 .BK Bereinigte ®eireile|anMer n 1«M «. m. b. H. 7699 Bahnhofstrasse 87. Uil ■nl Schloßgasse inberg 7681V ßewirzt 5426m Nord-Avlage 5|. Telepho« 2044« Kulante EchadenSeesnlierun«: Seltersweg 7511. Telephon 405 Berlin NW 87 Leoetzowstroh« 12a ChemJabrfkÄmtii.'ißlhkMW unter Anschluß von Diebstahl u. Beraubuugs- schaden sowie Belcklagnabme, auch für Sendungen van und nach den besetzten Gebieten. Versicherungen geg. Schäden durch Ausruhr für Gebäude, Mobilien «nd Waren schließt w mäßigen Vräurteu ab Alfred Fröhlich, Gietzen sowie alle Geräte Mr d. Landwirtschaft ab Lager sofort lieferbar. ---------- Ständige Ausstellung --------- Ersttirteil-Lager Reparatur-W^rkstätte .. -X 100690 usw. Losvretie in lebet Klaffe: y8 7* 7i ldtirg, an»öt?Ji1 'urg. W.ig.) ? Eorioibl! suchte, ^ ’S Mütoti? xe ixt RJtga. irh>tien. Vielt, regrben £ । v ter Obetblte l-xr Nadäll ij^s omonetti'a J Delegation, jfl ur ouswäckgkb graben, > daß das Seh 'N die öanbei dienen Geish enen sowie t ■ 'N der ngt geschont n unb jedes ■f ausmerksam, seine Person btrung Dera •ehutttnerks artet Art, garaetiert rein in Bentelchen ibespackt und leie eer für Wiede rverkltder and Grossisten ffl.fiaei, nimbtri gegründet 1SW Fernruf 32M, Brunnengssse 7 Telerrrom-Adresse: Beet Sonntag den tt. Juni 1018 w Lazarettinsassenspenden-Tag Darum gedenke jeder dieses Tages! Photo Apparate 6/9 M. 6.95 frei Nachnahme mit Zubehör u. An- leiwnq. Jeder kann sofort photographieren. Bor-llal. Bilder. Umtausch gestattet. Biele Dankschreiben. Statalog und Gelegenheitsliste gegen Freimarke. 6572s 8 w.S.5incke,hallea.5.j63 Taufende bereiten llch aus Rai- 5ku»»stM0tt atria* mit Heldeibeerzusatz und mit Süßstoff einen guten Bnoslmni die Flasche, zu 100 Liter reichend, rostet $M6.—. Biele Auerkeuuuageu. 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N/lem Z'Mngenr d ^l^iuche er hj K ?tiebe®i ttat' d« Ki* 9«beb, heV’VIt k "»»Bit PSNann Stieb M fe V? rurüL K't1««»! ms? K$6 L k ^rr 3 ■J V P, rte, hrt’ ßÄMa! Bf'i 8*? Lfe K».wf K'M1-20'b l5’M^3üic rL^.yr.fdii Efefcpwfif?n: AmrTrM yfiirt o- m- 11 Zahnpraxis Dentist Zitt Giessen, Bahnhofstrasse 76 Spezialität: Kronen- und Brücken-Arbeiten Keine Goldzugabe 767s Solide Preise eingetroffeD. 7eosc 3m Herbst erscheint dar werk der Senerab-LeldmorschaLr ».Hindenburg MinLeben" Sebrmben etwa M. 20.-, vsrzn-ransgabe Halbleber etwa 8t 45. - Rollbahnen ab Mannheim sofort lieferbar: 5000 m Schienen, 80 mm hoch mit L. und B. 4500 m tnonLQHei8,65mm hoch tompL 50 St. MuldenkiVvwagen 30 St. Plateauwagen 30 St. Kastenwagen 600mrnSvnrm.Rolleulag. Weichen, Drehscheiben. Anfragen an 7653h v „Bentobaho“- Komm. - &ss. Martin Kallmann, Mannlieim Kirchenstr.7,Tel.26lu.7787. Wir nehmen schon jetzt Aufträge tn [05752 Dttncekalk ä. Herbstbestellg. entaeg, rönnen a. W. a. fof. liefern. 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Juli täglich Konzert eines ungar.Damen-Orchesters 1 »njchlichkeit". l fc Friedensverti ' glichen Gesim •j siide nicht im tll'on jedt nich I b:ttea, schroffe ! i ä heiligen zürneitd di a in den deut Sp feierlichen Werst dn ticuM i |Ö« D I W V weit, - । We gestern fe Itzneben". Dir Mchsten Tagen II Wk den dem ,,MdeutschcnL MiMngslostz ** l-egt - t Ri und glaubt Volkes." Tei Aschen Narret I Mfn hinivirft glfe aller Kam W deutschen K 68 soeben gesch Sportplatz a. d. Hardt Sonntaff den 29. Juni nachrnttta$» 4 Uhr FUSSBALL-WETTSPIELE der 1. Mannschaften Ballspiel-Club „Union“ Cassel geg.V.f.R.1900 Gießen Nachmlttaffs 2'/, Uhr- [764j V.f.R. 1900 A. H. (alte Herren) geg. V.f.R. 1900,3. Montag den *7. Juli beginnt ein neuer 'fäalbjafo’esfairsus in sämtl. kaufmännischen. UnterridiisfSehern- Näheres durch unsere ausführlichen Prospekte Anmeldungen werden täglich ent gegen genommen. ww cVogtJcfje SPriva tßaiidelsjdjule gießen Ooethestraße 32. Femspr. 2064. Imr Lichtspielhaus tff Heute: „Fronen, die der Ahgraiul forsolilingt“ Die Tragödie einer Unwissenden in 5 Akten. LFCTFei“inri" Liebesopfer, j Versäumen Sie nicht ^eses tsflar» gew5ha!leho Programm. Alle Ver-^dM günstigungen aufgehob. /iSR Großes Wohltätigkeits - Fest zu Gunsten der Lazarett-Insassen Gießens unter dem wohllöblichen Ehrenprotektorat des Herrn Oberbürgermeisters Keller Anfang 3 Uhr Sonntag, den 29. Juni 1919 Anfang 3 Uhr in sämtlichen Räumen des Saalbau Cafe Leib, Walltorstraße, Saal und Garten Großes Doppel - Konzert ausgeführt von der Kapelle des Reichswehr-Regiments 36. Musikalische Leitung: Obermusikmeister Loder. Georg Brandenstein, der beliebte erstklassige Variete-Humorist vom Frankfurter Kristallpalast mit seinen gelungenen Schlagern. "-------■' BALL Leitung: Herr Tanzlehrer Möhl. Gartenfest Bei anbrechender Dunkelheit: Orientalische Nacht Wohltätigkeits-Basare und sonstige Belustigungen. Räesen-T omfoolaa-MeHosung. Tombola-Spenden erbeten an die Geschäftsstelle, Scltersweg 81. Auf Wtmsch werden dieselben abgeholt. 2--- sind ZN haben in der Geschäftsstelle Seltersweg 81. sowie iXitricH 5 m V Oi \ CrKdlli im rigarren-SpeziLlgeschäkt Hans P. Petersen, Marktplatz. Der Gesamterlös des Festes, als auch der Spende der Lazarettinsassen-Woche, wird unter Kontrolle der Stadtverwaltung restlos an bedürftige Lazarettinsassen verteilt. Darum besuche jeder das Fest. Zeichnet die Lazarettinsassen-Spende! Spenden nehmen entgegen: Mitteldeutsche Kreditbank, Filiale Gießen, Bank für Handel u. Industrie, Niederlassung Giessen, Gewerbebank, e. G. tu. b. H„ Gießen, sowie Disconto-Gesellschaft, Filiale Gießen. Der Lazarett-Ausschuß der Gießener * Lazarette. W Halt! W Halt! SamSLag und Sonntag ist der Zuxplatza.-.rchngeWe1 012R05 __ Walldorf. Gasthaus zur Eiche " Klein-Linden = oi-?538 Sonntag den 29. Jnni Tanz-UnterL “ Ausang4Uhr. Franz Rathenow. 6. Hermes Gießen, Bahnhofstraße 60 TeL 1097. Gegr. 1909. Anmeldungen für die neue fiaiijahreHMreskta werden täglich entgegengenommen. Prospekte frei. BcsterprobteSgef.gelÄ Fleckenwasser zur raschen, spurlosen Beseitigung fettiger, öliger, harziger re. Flecken, zur Jnstandsetz. und Aussrisch. im Gebrauch beschmutzter Kleidung, ohne die Stoffe anzuareis. Flasche ^2 bei E. Finchbach , Sei- rersweg 24, Gehr. Eichel, Wall- rorsrrahe 29, Ec?. Guth, Marktstr. 5. Gen. - Vertr. 8. Mette- beam, Fried berg, Engels- gasse 3.012523 IfKaffee Astoriä?| Morgen Sonntag WirAtftliEe Sernnignng öf r Pmat-Angfstklltc!! bou Siefen u.llWb. rr,in....................................................................... Sonntag den 29. Juni 1919, vorm. 9 Uhr, in den oberen Räumen des Kausmamckichen Vereinshauses, Nord Anlagr 7670 Skff. Irrfeiilui »warz-W-LÄpiele Seliemiwes 81 Frogramxa von Samstag dea 28. Juni bis inkloiive Bontag cksa 30. Joni: Das große Bernd Aldor-Fihnwerk Der Seelenkäafer Dramatisches Schauspiel in 4 Akten. In der Hauptrolle: Bernd Aldor. . . .... ------ Ein Patent-ÄSadeB _______Lustspiel in 3 Akten._______ Ab Dienstag: ,,Opfernde Liebe“, der 3. Teil des gewaltigen Filmwerkes „Kain**. »«*ss i Q