N ■ Ult *l><4 ’S’®.. ® p. I m. |23 Ter •iefctiier 3*}djtt trfdKint tnfllicb, außer Bonn- und Feiertags. Bejegsprtis; Msnatl. Dlt. 1 35. oiertel- Mbd’rt) Mk. 4.05; durch Ldhole- tu Ziverzstelleu monatl Dlt 1.25 durch die Post Ulf. 4.05 uiertel- phtt auSscht. BefteUg. 7,erniprecb - Anschlüsse: iürdieLchr'UIeiluiiqIt2 Vertag, (riefd}aiieftelle51 1n1d)nhfür Trahinad>- nchten Lnzeiger rieße«. posttchectkonte: jtieeHert o. M. U6&6 Erster Blatt 169. Jahrgang Mittwoch. 28. Mai 1919 ekfitnet Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Srotllmzrnmddruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- u. StciRöruderel R. Lange. Zchriftleitung, Gefchästrstelle u. Vruckerei: Zchulstr. 7. Annahme h* Anzeige» f. tie rde'Bc^biudlichFeit Seilenoreis«: iür örtliche Auzeiaen 25 t'f., lüt au#ma r ltfl< 30 tU |ür Reklamen Dlt.L-nebU2ü .Itiie- runnOjiiil i'laa;i:laitüoi- schrill 20 H Au'srdlaq. £>auplirt)n Heiler: Aua Goer, tciaiitiDottlid) für Polit'k: Aug. Goeq. für den übnaen letl: Dr. Renchold Zenz: für den Aujelgeiueü: o. tecf; sämtlich in Dieben «n- rung kisrs. bni-n i mir, t und erden nnern i§25 esry Ecteiai t alten, Mm Baiffr- ttises. eriums ‘nabmv üriorge mrbs Sivil iiigfcü irteto . n. C. j| vorn Rente tbti* nin- heÄich länbüdi nunter« Mit in. hik rbwiu’n, cgc mit Berlin, 27. Mai. fWTB.f Die ,,D«ttsckr HüflCTTteinr ßcttimg" meldet: lieber die lieber-' nickung der deutschen Gegenvorschläge erfahreuf tra: Die Denksclchisl wird von einer Mantel- fiotf, die eine 3ufammcitfanung des Inhaltes enthält, begleitet sein und wird, iv'e alle anderen Ihlen durch Legationsrat fier i ne r übergeben, pme besondere Feierlichkeit findet nicht statt. Tic ikteneufnmfl findet Ijeiite oder morgen statt Die Un der Entente gestellte Frist wird jedenfalls cin- hl-halten harte al«end gehen fd)on zwei Schlafwagen von Versailles ab. Ob Delegierte sclvn mib bchren, ist unbekannt, aber die meisten SadjtDcr- bändigen kommen In er her zurück. Tas bedeutet rottklich keineswegs den Abdruck? der Betichungen. foadern 'geschieht ledigiick?, um den Herren Gc- z enheit yu einem Aufenthalt in Berlin zu geben. C* at v. Brockdvrfs-Nandau bleibt auf alle Fälle h Versailles. — Nach llcbcrrcirfumg der Gegen vor - «löge an die Entente werden Ä i e s b e r t s und andsberg und fast alle Sachverständigen sowie eai großer Teil des Bureaitperfonals von B^aillcS nidi Deutschland zurück kehren, nm jedenfalls so- kcnge in Berlin zu Meißen, bid die Entente die Jrilfung der bcutf toi dZegenvorschläge beendigt n. In der Zwisck-arzert luirb sich D-eutsdrla-rd brm Studium briber Vo.sÄäge und der Möglich- ttt von Verhandlungen miönien. Die Rückkehr der b*t\*n Reick smi ui ster liegt begrüichet in der Notwendigkeit von Beratungen mit den zahlreich in kerlin verbliebenen Sadivecständigen b-r Frteto's-- lutnnf istt. Die Zurückziehung eines großen Dei- l«s der SadjDerftiiibi-.Tcn hat den g.eichen Zweck. I.of'flrltiri ober ist das Sparsamkeitsprinzip. daS sich notgedrungen ausdrängt. Vergeaen- wuiitt man fidy, daß unsere Journalisten in Ber- schl s täglidf 70 Fr. für Pension ohne Getränke Wahlen müssen Und daß diese Summe bei dem! balligen Valutastande etwa 150 Mark aus macht, fr kann man sich vergegenwärtigen, welche Ounime 6fr Reid-Srecherung der Unterhalt der mehr als 1 ^kipfigen Kommission kostet und meld* Erspar- 1inFr jebe Verringerung und jeder Tag 3>erkürzung teteutti Berlin. 27. Mai. (Wolff.) Der allgemeine Teil der deutschen Gcgenvor- d»l 8 g e an die alliierten und assoziierten Mächte ehandelt im ersten Abschnitt die R e ch t s g r u n d-> o 9 f n der Friedensverhandlungen. Die deutsche ^^egation trat an die Vlufgabe deS FriedenS- bidstusseS in der Rechtsüberzeugung heran, Mfi er n-enntliche Inhalt des künftigen FriedenSver-- roges schon durch die Vorgeschichte in seinen -riuibiügcit bestimmt und damit für die VcrHandlingen von Versailles eine sichere Plattform gc- eben ist. Die Tatsachen, auf welche diese Rechts- berzeugung sich gründet, werden rekapituliert. ehe en- KttistS. jtncruitii (ls. noi’ . 5diult'n t, indem xn'önlidJ W ildl e Äiei'elk- -ldslbük-'N Aus dem Notenwechsel, der zu dem Waffen i Island am 11 9b t> mber 1918 g'führt bat, geht troor: 1. Deutschland bat ausdrücklich als Ctor.tb- ige für den Frieden ausschließlich die 14 Zunkte WilsonS und seine späteren Kundgebun- angenommen. Andere Grundlagen hat weder Gilson noch irgendeine andere der alliierten Re- riewngen nachträglich gefordert. 2. Die Annahme ter alliierten DaffenstillftandSbedingungen sollte "h Wilsons eigener Versickerung der beste Bc- »ns für die unzweideutige Annahme der oben er* »einten Grundbedingungen und Grundsätze für ten Frieden seitens Deutschland sein. Deutschland nahm die alliierten WafsenstillstandSbedin-' -wyn an, führte sie trotz ihrer furchtbaren Härte Jü allen Kräften durch, führte damit den von Vilson geforderten Beweis und erwarb dadurch nn vertragsmäbiges Anrecht aus diesen Frieden te-Rech's 3. Tie Alliicwten i'nben ebenfalls die 14 tunfte Wilsons und stine späteren Kundgebungen Friedensgrnt;dlage an. 4. his besteht also ;wi- chen beiden Parteien eine feierliche Verein- Jcrung über die Friedensgrundlage. Teutsch- "d bat ein fRetfit auf diese Friedensgrnndlage. Ät Verlassen aus feiten der Alliierten wäre ein vrich des völkerrechtlichen Abkommens. Ter zweite Alscknitt b.schäftiat sich mit dem ^derspruch zwifeu dem Vertragsentwurf ■?®. kinett RechtSgrundlaacn sonne den früheren .^u^rimgeit der feindlichen Staatsmänner und <*’ allgemeinen Idee t des Völkerrechts. Unfere *'• mvr örriidKrten nn derholt, dav sie den Krreg E das d'MNche Volk führten, sondens kli'n btc imperialistische im beraubte rtlidw R^- Unsre Stegner roieberboltei immer rote* ,r' auf diesen Krieg ohne gleichen solle auch uei.r Art des Friedens folgen, ein Friede Ulechts tmd kein Fri?de der Gewalt. Ein neuer gp-w solle von dresem Frieden ailSgehen und sich Bunde^der Völker verkörpern, zu dessen auch Deutschland gehören müsse. Toutsch- Stellung unter den Völkern solle nicht ncr» |P“_t-.t ivethcn. ES sollte das SelbstbestAmmungs- ’ür alle Völler unerkannt loerden. Tie cor- W^liaii Friedensbedinqungen flehen zu allen t'ol- leindlid'ett Zusicherungen in etnrm offen- B’xm Widerspruch. H: diach Den eigenen Dorten Wilsons muß HF1 »rlwen auf dem Wege von Verhand- «gen zuitande kommen. Ein Tiktatfriede wäre ■'* ^nid) der gegebenen Zusage. Diese Verband- rnnat lmr auf die Anwendung der M. «unkte und die späteren Kundgebungen Wil- erstrecken. 1-.^ bet Grundlage für die Gestaltung des M?7.0kns srnd also weder die alliierten und asso-- Regierimgen iwch die deutsche Regierung frei; melmehr ejifHcrt, wie sich aus den r *-:.hegten historischen Tatsachen ergibt, uuzwec- eniartuitg ul'antflif'1 itgen Kr' Die deutschen Gegenvorschläge. lokhast ein rechtsverbindliches pactum de contrahendo. Die neue Verfassung des Deutschen IdnÄes und die Züfanrmensetzmcg feiner Volks.etierung ent» sprechen den strengsten Grundsät>m d.' Dcnwkrati*.. Die Abkehr von der miliiariftifdten Gesintmng zeigt jl.ch darin, dast die von Deutsch.an) zur Annahme vorgrschlaaene Völkerbundsawing ein Abkommen über die Bdsdchänkung der Rüstungen enthalt, das größere Sidjcrbeüen s hasst, al; die entsprechenden Bestimmungen des Völkcrlnmdstatut» fort Friedensentwurf. Aber di s latiadxn blieben völlig unbcrüdfid>tigt. Es ist kaum ab'.usehcn, nx’Idte härteten Beii igun.en ein:r imper alistisdLt -Fgiernng hätten»auterlegt werden könn n. Auch bi? von französisden und cug:i d>??t Staatsmännern wie von Wilson wiederholt fcicrlidt gegebene Zu- Udierung, daß der Friüv ein Frie>? des Rechts 5ind fein Friedender Gewalt sein solle, ist nicht ein» (gehalten worden. Iunächst in den Territorialfragen: Im Westen f.dl rein deutsches Getue t an der Saar mit wentgshnts GOO (XJO Einwohnern nur dcsi alb vom Deutschen Reiche losgelöst werden, weil Ansprüche auf die dort vorhandenen Kohlen gemadst werdeit. 15 Jahre lang soll dieses Gebiet von einer Kommission regiert roercen, VJt deren Ernenmrng die Bevölkerimg lebten Gin* sluß hat. In Sd)leswig ist die Grenze für die Äbstimmung durds rein deutsche Gebiete gezogen fund geht iwiter, als sagar die Dani)du? Steuerung wünscht. Den Bestimmungen über Oberschle- sien, Posen, Wcstpreußen, Ostpreu- U e n und Danzig lie^t gar kein Recht sgedanke !mehr zu Grunde. Beliebcg soll bald die Idee eines unverjahrbaren hiftorifdKti lliedtts, bald die Id« des ethnographisd>en Besitzstandes, bald dec Gesichtspunkt wirtschastlichTr Interessen maßgebend sein. Auch die Rsgelung der K o l o n i a l f r a g e widerspricht dem Rechtsfrieden. Heber sämt> lichcn Forderungen des Friedensvertrages steht der Satz: Macht geht vor Recht? Das Deutsche Reich soll sich im voraus allen Verträgen und Verabredungen seiner Feinde mit Staaten unterwerfen, Die auf einem Teil des altrussischen Reicks errichtet sind ober erriartet nxrDcn und M»ar selbst in beuig auf feine eigenen Grenzen Ferner behalten sich die feind- lidicn Regierungen das Recht vor, in ihren Gebieten auf unbestimmte Zett noch dem Inkrafttreten deS Friedensvertrages alles deutsche (S i ge n t u m ohne irgendwclchc EwsdL igumg und ohne Rücksicht auf die Zeit ferner Anbringung zu liqu ibieren oder anderweitig.",, beliebigen K>i.^-maß?alnnen zu untemvrfen, sogar in den deut schm Zbolonisn und in E!saß--Lotl/ring.n. Es wird v.rlang', ix,6 kxnttsche Staatsan^hörige Ge richten feindlicher Grvßnuichte ausjgclieserl werden, wahrend ixyf) eine u n pa r.te i i fd>e Behörde emg. setzt werden mußte, die alle in diesem Shi-gc borg dmmenen Döllerrech!sv?rl tzung n sestzustcl- len hätte, von wem immer sie geltend gemacht werden. Obgleich Wilson in ferner Re>e r«m 26. Oktober 1916 anerkannte, das; feine einzelne Jaffa.ix den Krieg bernorgerufen l)at, sondern das; im letzten Grunde das ganze europäische System die tL'kre Schuld am Kriege trägt, soll Deutschland ancrßenitcn, daß Teutsdüand inti> seine Verbündeten für alle Schädigungen, weldie die gegnerischen Regicrungm imb ihre Angchörigen durch seinen und feiner Verbündeten Vlngrifr erlitten habm, verarttnortlich sind. Dabei üt es eine mtbeftre;tI>ÄTf his'vrische Talsad-e, daß einig? der uns ststnolichm Staaten, wie Italien und Rürnänim, ihrerseits territorialer Grober un gen halber in den Krieg eintraten. Abgeiehm davon, daß also errc cvtttxmbfrTic red^lidx* Grun^lag' für die DeutMai d ete ^..itsdxädigungsvflid^ nicht gegeben ist, soll die Höl-e der Entsd>ädi- gu n g durch eine lediglichfeindlicheKom- Mission seüg?stellt werden ohne Anteil Deutschlands an der Beschußsosfung Tie Befugnisse der Kommission laufen cinfarn darauf hinaus, Deutschland wie eine große Konfurs- mässe zu verwalten. Wie es mtgeborme Menscbmrechte gibt, so gibt es angeborene Red/tc der 'Völker: aber das oberste Grundrecht aller Staaten ist das R'?rht auf Selbsterhaltung. Mit diesem Grundrecht ist die Zumutuna, die hier an Deutschland gestellt wird, unverernbar. W.rs den Völkerbund onlangt, fo ist sein Statut in Wioerspruch mit zahlreichen früheren Kundgebungen unserer Gegner ohne Deutschlands Mit- nirkung festgesetzt und ist so nur die Fortdauer der gegnerischen ft'oalxtion, die tr't Namen ..Völkerbund" nicht verdient. Auch bt" innere Struktur verivirklicht nicht den mrbreit Dölkerdurrd. Statt der erträumten heiligen Allianz her Völker kehrt darin die imfelige Idee der heiligen Allianz von 1815 wieder, der Glaube, vcn oben herab auf dem Wege divlomatisch'4 Kon fermen mit den diplomatischen Organen dr Welt den Frieden sichern zu können. Immer wieder haben Deutschlands Feinde vor aller Welt zugesichert, daß fv nicht auf die Bernichtvng Deutschlands hinaus ivollen. Im Widcr'pruch da-- zu zeigt das Frieden-dokument, daß Teuischland als Weltvolk schlechterdings vernichtet werden soll. Derartige Bechmmungen bedeuten eine vollständige Verleugnung jener Id« des Völkerrechts, wonach jedes Volk Anspruch auf Leben hat. Dieses höchste Gut darf ihm um der wirtschaftlichen Interessen anderer Völker Willen nicht genommen werden.- Tas Selbstbestimmungsrecht der Völker, das in diesem Kriege zu den alten Grundrechten hinzugetrctar mar, wird in den Friedensoer handln naen verletzt, so in der Vehafldlung der Be- mebner des Saargebietes als Zubehör Der Bergwerke und in der öffentlichen Form der Befragung in den Bezirken Eupen, Malmcdn uilö Preußisch-M orcsne t, die überdies erst nach iIrrer Unterstellung unter die bclgifdjc Souveränität erfolgen s)ll, in Elsaß- Lathrln - gen , n>a die Verps id>: ung T-.utsd»!ai'd , dos Unrecht von 1871 antoer gutzumachen, driien Verzicht auf das Selbstbeßimmungerecht der Elsaß- fiDtlyringer bedeutet, in der Grenzführung über rein deutsche Territorien zugunsten des polnischen Nachbarn. Tie Grenzziehung zwischen Polen einerseits, Miltelschlef en, Brandenburg und Westpreußen andererseits ist aus strategischen Gründen vorgenommen Tie'e sind eben im Zeitalter eines durch den Völkerbund international gestützten Besitzstandes schlechterdings unhaltbar Am krossesten zeigt sich diese Nichtachtung des Selbstbestim- mungsreckiö Darin, daß Danzig vom Deutsdren Reiche getrennt und 8nm Freistaat gemacht werden soll. Weder geschichlliche Redste noch der heutige elhnogravhische Besitzstand deS polni'chcn Volles n n gegenüber der beutidren G schichte und dem deutschen Eharaktcr dieser Stabt in Frage kommen Ter freie Zugang zum Meer, der die wirtsckaft- lidjert Bcdür ntsse Polens be riedigt, kann durch völkerrechtliche Servitute und durch Spanung eines Freihafens gesichert werden. Auch die Deutschland zugemntete Abtretung der Äandels>:ac>t fleht in tein.rtei Zusammenhang mehr mit einem solchen SelbslbesiimmungSrecht der Völker. Tacselbe gilt von her Tatsache, daß Millionen Deutschen in Deuts d)-Oesterreich der von ibniii erstrebte Ansch uß an Deutschland verweigert wird und weitere MUlionen an unserer Grenze wohnender Deutschen gezwungen werdeit sollen, beim ntugebilitelen tsd)echosiowali'd)en Staate zu bleiben. Sogar dem Staatsgebiet gegenüber, das Deutschland verbleiben soll, werden die Verheißungen vom Selbstbestimmungsrecht nicht eingehalten. Die Kommission zurDurchsührungder Entschädigung soll ausschlaggebend für das ganze Staatenm fen werden. Eine solch «Preisgabe feiner Unabhängigkeit kann seinem Staate zugemutet werden. In einem dritten Ab chtritt „Folgen und Ausblick" heißt es: All das zeigt, daß dieser der Üteuhschen Regierung unterbreitete Entwurf des Friedensvertrages in schroffstem Widerspruch mit der vereinbarten Rechtsgrundlage für einen dauernden Rechtsfrieden steht. Nahezu keine einzige Bestimmung des Vertragsentwurfs entspricht den vercinbarten Bedingungen. Der Entwurf for> Dert in territorialer Öim'icht die Annexion rein deutschen Gebietes und die Unterdrückung deut scheu Volkstums, bringt die völlige Vernichtung des deutschen Wirtschaftslebens, und führt das deutsche Volk in eine in der Weltgeschichte bisher uid)t gekannte finanzielle Sklaverei. Daher wurde er in der Sitzung der Nationalversammlung vom 12. 5. von der Regierung wie von allen Parteien als unannehmbar bezeichnet. Die Verwirklichung dieses Vertragsentwurfes würde für die ganze Welt ein neues Unglück bedeuten. Die sterbende Weltanschauung imperialistischer und kapitalistischer Tendenzen feiert darin ihren letzten entsetzlichen Triumph. Gegenüber diesen Anschauungen, die unsagbares Unglück über die Welt gebracht haben, berufen wir uns auf daS „angeborene Recht" der Menschen und Völker, unter dessen Zeicl>en der englifdje Staat sich entwickelt, Dos niederländische Volk sich befreit, die nordamerikanische Nation ihre Unabhängigkeit errichtet, und Frankreich den Absolutismus abgeschüttelt hat. Es kann von den Trägern seiner geheiligten Tradition dem deutschen Volke nicht verweigert wer den, das jetzt erst im Innern sich die Fähigkeit erfhitten hat, seinen freien Willen zum Recht gemäß zu leben. Mit der Achtung vor diesem angeborenen Recht erscheint der Vertrag, wie er Deutschland vorgelegt ist, nicht vereinbar, aber in dem festen Entschluß, seine vertragsmäßigen Verbindlichkeiten zu erfüllen, macht Deutschland toi» gende Gegenvorschläge: Die Vorschläge im Einzeloen. B e r I i n , 27. Mai. (WTB.) lieber die Einzelheiten der deutschen Friedensoorfchläge oerlauiet : Ter L>erabsetzmig des deutschen He.wes auf 100 000 Mann wird zugestimmt und bar über hinaus noch! die 2kbrüstung sämtlicher Linienschiffe an geboten unter der Voraussetzung, daß dem deutschen Volk ein Teil der Handelsflotte zurüdgegeben wird. An die Spitze der territorialen Fragen wird der Grund'a? g.'neQt, daß feine territoriale Veränderung statt finden darf ohne Befragung der von ffbr betroffenen Bevölkerung, daß ieoe Regelung im Jntercs e Und zugunsten der bet-iligten Settelfe- ‘runp getroffen wird, und daß cs fich um klar um» flirrtebene nationale Bestrebungen handeln muß So wird die Abtretung Oberschlesiens nachdrücklich abgeleh nt, ebenso der Anspruch aus Ostpreutzen, Westpreußen und M e me L In Danzig soll ein Freihafen geschaffen werden. Der Neutralisierung Der Weichsel wird zugestimmt und den Polen völlige Gleickberechtioimg in der Benutzung der Derkehrseinrichtuncten gewährleistet. Tee besetzten Gebiete sollen innerhalb sechs Monaten stasfelweise geräumt werden. Was die Kolonien an» belangt, so soll, falls ein Völkerbund zustalide kommt, in dem Deutschland als^glcichberech-tigtes Milglied ausgenommen wird, Deutschland deren Verwaltung nach Den Grundsätzen des Völkerbundes führen, gegebenenfalls als dessen Mandatar. Tie Stvafitestünmunsc» werden abgefeimt! und der Vorschlag eines neutralen Gerickitshofes, der alle begangenen Verletzungen der (Meße and bräuche des Krieges aburteilen soll, nrieber* holt Was den Schadenersatz anlxlangt, fo ist Deutschland bereit, bis zum Zalire 1926 20 Milliarden Goldmark zu tablen und wm 1. Mai 1927 jährlich Abzalüunlvm in »ins- freien Raten mit der Maßgabe, daß dec Gesamtbetrag 100 Milliarden Goldmark nicht übersteigen soll, zu leisten, hierin eingerechnet sowohl die Leistungen an Belgien wie die bereits erwähnten 20 Milliarden Mk. in Gold. Diese finanziellen Zusicherrlngen stehen ober im Zusammenhang mit den territorialen Fragen. Deutschland nahm die Verpflichtung auf fich, allen Schaden zu ersetzen, der der Zivilbevölkerung der Alliierten in Den besetzten Gebieten von Frankreid, und Belgien und ihrem Eigentum durch den Angriff Deutschlands zu Wasser, zu Lande und in der Lust zugefügt wurde, unter der Voraussetzung und auf der Grundlage »eines damaligen Bestandes. Tritt eine Verminderung oes Reichsgebiets ein, so muß auch die Sd>a- denersatzsumme entsprechend verteilt werden. Der mit der Feststellung der Schäden befaßten Kommillion des Reparations soll eine bcutfdK SbummifT om b ig geben torrtebe. Weiter setzt man voraus, daß die Friedenskonferenz beschlossen habe, zur internationalen Ar- beitertenfereni auch die Staaten zu.ulassen, welche der Liya der Nationen nod) nicht angehören. Deutschland soll einen S i 6 im Verwaltungsrat des internationalen Arbeitsamts erhalten, aber erst nach Abhaltung deS Wafhing- touer Kongresses im Oktober. * Kundgebungen der Pariser Arbeiterschaft. Versailles, 26. Mai. (WTB.) Laut Pariser Blättern veranstaltete gestern nachmittag ote Pariser Arbeiterschaft zu Ehren der 1871 gefallenen Kommunisten in Paris eine Kundgebung Tie sozialistische Partei und ihre Ge« werkschaften organisierten einen großen Temon- strationszug, welcher sich mittags gegen 2 Uhr in der Nähe des Pere-Lachaise-Friedhoses bildete, an den Gräbern der Kommunisten vorbeizog, und sid) nach dem Verlassen des Friedhofes wieoer auilöfte. Vor den Grä^n der Kommu-listen erschallten die Rufe: Es lebe die Kommune! CS lebe die Internationale! Nieder mit Clemenceau! Wir wollen Amnestte! Als der Zuy vor beurlaubten Matrosen vorbeizog, tiefen die Temonsttan- ten: Tie Matrosen von Scivaitouot sollen leben! Es lebe die russische Revolution! Tie ganze Kundgebung verlief ohne Zwischenfall. Von Polizeimaßnahmen war laut sozialistischen Blätter» nichts zu bemerken. Verbefserunq der französische« A-afserstraße«. Paris, 27. Mai. stzaoa») Der Unterstaatssekretär de- Transportwesens Seis legte einem Vertreter des Petit Paristen die von ihm geplanten Verbesserung der französischen Wasserstraßen dar. Die Hauptwassersttaßen sollen für Fahrzeuge von 300 bis 1200 Tonnen schiffbar gemacht werden. Neben dem bereits bestehenden Rhein-Rhone-Kanal soll ein weiterer Kanal gebaut werden für Schiffe bis zu 1200 Tonnen, Der Das Doubtal passiert. Am Rhein- Marne-Kanal sollen Verbesserungen angebracht werden zur Beschleunigung des Transportes der Saar- Kohle nach dem Westen. Auch der Canal Du Nord soll ausgebaut werden, desgleichen die Wasterstrahen, die Calais und Dünkirchen mit dieser großen Wasserstraße verbinden. Sels bemerkte zum Schluß, Der Chefingenieur des Drücken- und Straßenbauwesens habe den Auftrag, einen Bericht auszuarbeiten betreffend Instandsetzung Der Wasserstraßen vorn Rhein zum Mittelmeer, des Rhone-Rhein- Kanals, des Rhein-Seine-Kanals, des Marne-Kanals, Des Kanals vom Rhein nach Dünkirchen und de» Rhein. Maas. Kanals für Fahrzeuge von 600 bis 1200 Tonnen. Aarb Vase Iferner - Wob» ifit und 3ubei »• wtw ^MterMrg 2 Gebäude in 3| Vorräte verbrannten, sehr bedeutend. hi,f Sv- Rede Aber eine Not- sthen Vereins geircrn auc»i> uxu^ ««tu y^- LkL I «L SÄ -« ül-s «Vecknd geladener erft iroffnaitg: nachm rersftet taga SgjÖÄBOOOCOC M Kmeritft >«d bet SbtTetbnnb, Amsterdam, 27. Mai. (Wolfs.) Der „Sticntoc Rotterdamsche Courant" meldet: Im amerikanischen Senat nimmt der Widerstand bei Republikaner gegen den Bölkerbnndplan Wilsons zu. In. H lelnwollcne Koi Kuneteek Eolienne - Knabe emprii friert stnorre, Seite dezugSglu VF Lager änftöesjal Bx^oaar fn jfiÄ’.frcä e*8 weiß wae große 8c »RITZ Nrrs Stadt rind Eand. .Gießen, 28. Mai 1919. Zur Stadwrrordnelenwah!. Der Film ist vsn einet glänzend angepatzten Mufi4 begleitet Wir.Ilönnen den Besuch dieses hervorragender Kunstwerks nur bestens empfehlen. Kreis Büdiiigcn. y. Bad Salzhausen, 26. Mai. Obtool£ erst am 15. d. M. die Badesaison hier w öffnet wurde, erfreut sich unser Kurort doch«iÄon eines so starken Besuchs, daß alle Gasthäuser und Privatwohnnncien von Kurgästen ganz besetzt sind. — I. Hachenburger erwarb die von Kommerziell- tat H. W. Eloos in Gießen und Kreissttaßcnmeiftn Kraft in Nidda hier vor mehreren Jahren erbauit Villa Quissisana für 50 000 Mk. — Das Kaufmannserholungsheim wird in Kürze wieder für erholungsuchende Kaufleute eröffnet werden. A Kohden, 27. Mai. Ter Bahnwärter und Haltestellenaufseher Otto K l ö s ist nach beinahe 40jähriger treuer Tienstführung m den wohlverdienten Ruhestand getreten. Starkenburg und Rheinhessen. hl. Darmstadt, 27. Mai. Generalleutnant Armand Baron v. Ar den ne, der bekannte Mild tärschriststeller, ist in Berlin-Zehlendorf verstorben. Von 1890—1897 gehörte er dem 2. Hess. Äid-Drag.-Regt. an, das er IVr Jahre als Oberjt kommandierte. §>essen-Nassau. dz. Herb orn, 27. Mai. Eine grobe Disziplinlosigkeit liest sich am Sonntag ernt Anzahl • Monnsä>asten des hier liegenden Landsturm- . bataillons Nr. 80 zuschulden kommen. Äv befreiten nachmittags den Vertrauensmann des Bataillons, der wegen aufhebender RH-en tn Arrest gebracht worden war, mit Gewalt aus dem Arrest- lokal. Tie beiden Posten waren der Uebermacbt gegenüber machtlos. Auf die Disziplinlosigkeit luurbe aber die richtige Antwort erteilt und du in Frage kommenden Mannschaften selbst festge« Twmmen. Jetzt bewachen Unteroffiziere mit Hanv- granaten das Arrestlokal. . , — Kreuzberg (Werra), 27. Mai Tht Handgranaten und Schußwaffen ausgerüstet drang eint 20höpf ige Räuberbande in den „Unterhof' ein. Tin Teil der Bande zwang die Bewohner, i» den Betten zu verbleiben, während der andere Teil • den gesamten reichen Viehbestand und alle Lebensmittelvorräte raubte und damit verschwand. Woher die Bande kam und wohin sie mit ihrem Raub zog, konnte bi her nicht ermittelt werden. o Marburg, 25. Mai. Mit Ende dieser SBodpe wurden die Stabtoerorbneten mit der Beratung des Stadthausheltsvovanschlages fertig. Dieser schließt ab in Einnahme und Ausgabe mit 2 384 950 Mk. Ta die Einnahmen 1182 950 Mk. * Jofji dem er seit dem 19. Mai von den Franzosen uilltt Vorbehalt wieder genehmigt war. Worauf oiesci ’ Verbot zurückzufühven ist, ist noch nickst bcfamii. ; -t gnflcb Der Verkehr wird wieder über Dieburg geleitet !^en(g A’ä1!'"" L«-i"L'K 455°™®« JjJ tin lulfle 6 iMte.Öl1 W MK! 6 Jahren verfügte, sei heute wähl Saum mehr torljunbei. Mit neuen, scheren, aber gerecht verteilten Steuerlasten werde die neue Stadtverordnetenversammlung tuoM bald an die Einwohnerschaft herantreten müssen. Die Sozialdemokratie trete prinzipiell nur für direkte Steuern ein, deshalb müsse der Oktvoi endlich fallen. Nach kurzem Ueberblick über die zukünftig.' Baden- und Woh- nungspolitil" besck-Lstigte sich der Redner eingehend mit den städtischen Werken, die ausg.'baut und lei- stun^sühiger gestaltet werden müstten. Hierbei dürfe nicht unbedingte Rentabilität, sondern in erster Linie das Interesse der Bevölkerung aus- schllaggebend sein. Tie Behandlung und Bezahlung der städtischen Arbeiter müsse so sein, daß die städtischen Werke die DezeickMung von Mnfter- betricben in jeder Beziehung verdienten. Als dritter Redner entwickelte Recki>tsanwalt Hornberger das Programm der sozialdemokratischen Fraktion Da- Zentrum und die rheinische Republik. 3n bet preuhisch en Landesversamm- Tung erklärte im Laufe der Sitzung am Dienstag der Abgeordnete Herold (Zentrum): Ich habe im Namen desZentrums eine Erklärung abzugeben: 3m Westen Preußens, insbesondere in der Rheinprovinz haben sich bereits schon vor Monaten Bestrebungen geltend gemacht, einen selbständigen Freistaat im Verbände des deutschen Reiches zu gründen. Die Anhänger dieses Gedankens sehen voraus, dadurch ein festes Zusammenhalten des links- rheinischen Gebietes mit dem Reich wahren zu können. Die vernichtenden Friedensbedingungen zeigen aber Klar, dah nur noch festeste Einigkeit und Geschloffen- heil uns vor dem größten Unglück, der Zersplitterung retten kann. Wir fordern daher dringend auf, alle Sonderbestrebungen von Innen und alle Spaltungsversuche von Außen einmütig zu bekämpfen. Die endgültige Gestaltung des Reiches und der Gliedstaaten mutz den vom gesamten Volke gewählten Instanzen im Einvernehmen mit der preußischen und der Reichsregstrung vorbehalten bleiben. Das Zentrum hat daher schon am 23. 5. gegen das Vorgehen der zwei rheinischen Ientrumsmitglieder folgenden Be° schlich gefaxt: Die Ientrumsfraktion hat keinerlei Kenntnis gehabt von den Besprechungen der Herren Ku ckh off und Käst er t mit den französischen Offizieren über eine rheinische Republik. Die Herren haben selbständig und auf eigene Verantwortung gehandelt, und mit äutzerstem Beftemden hat die Frak- rion von dieser Tätigkeit Kenntnis genommen. Sie mißbilligt das Vorgehen auf das Entschiedenste. tag hier gemeinsam beerdigt. — Weidenhausen, 27. Mai. Auf btt Iustushütte legte ein Grotzfeuer in roenigci Stunden das * ♦♦ Viehanmeldung. Sämtliche Besitzer von Pferden, Rindvieh, Schafen und Schweinen haben zur Anerkennung des Vichkatasters auf dem Stadt Lebensmittelamt, Zimmer Nr. 15, zu erscheinen. Näheres siche Bekanntmachung. . ** Saatmais. Der por einiger Zeit beim Stadt. Lebensmittelamt bestellte amerikanische Saatmais kann am Freitag den 30. d. M., Zimmer Nr. 8, abgeholt werden. ** Die Auszahlung der Familienunter st Ü tz u n g e n an die Angehörigen ber rod) im Heeresdienst Befindlichen Ur 1 bis 15 Ium 1919 bzw für Mac 1919 findet am 30. und 31 Mai statt. Siehe An-eigmteil ♦♦ Briefverkehr mit Südtirol. Nach dem von Italienern besetzten Teil Südtirols sind offene Briefe und Postkarten zugelassen. ♦* Das deutsche Volk tn feiner Schicksalsstunde" betitelte sich der Vortrag des Herrn Pros. Schi an, welcher von der Vortragsvereinigung des Gewerbe- und Kaufmännischen Vereins gestern abend m der Aula per» KennzeichQr versehen sind; 4. die mtt dm zu- gelassenen GahlvorseMgen auch hmnchllich per Reihenfolge der torgeWagaien Bewerber nicht voll stündig übereinstimmen; 5. die eine Verwahrung oder einen Sorbeten ©ber-öe* merk ungen enthalten, die nickst lediglich zur Kenntlichmachung des Gewählten dienen soll en; 6 die keine oder feine lesbaren Namen oder kein lesbares Kennwort enthalten; 7. aus denen die Personen der Gewählten nicht unzweifelhaft zu nm« eteß ndjtgeR, stetigen $brtfärittc3 die Schichten der bürgerlichen Parteien zusammen- lialieit müsien gegenüber den revolutionären Köp- fcn, die zweisetlos auch in unserer Stadtoerwal- tung manchmal über den Strang zu hauen oer- suchien werden. Ter liberale und demottatiick« Bürger darf fick zum Truste sagen, daß dabei von einer „reaktionäres Gesellschaft nicht die Rcde fein kann. Aber wir brauchen gegenüber den allzu eifrigen Verfechtern der Vergesellschaftung vrpi ^Betrieben und Betriebsmitteln ein einiges, gefckstosscnes und seiner Aufgaben wohi- bewußtes Bürgertum. Tarumbegrützcnwir die gemeinsame Kandidatenliste der o q^c n a n n t e n bürgerlichen Parteien. weit dadurch eine schad ich- Zer^pitcrung Dernue den und der Sozialdemokrarie wirksam entgegen- cearbeilrt werden kann. Nun ist die Liste sicherlich nicht nach ieder- manns Geschmack ausgefallen. Von berufsständigen Gesickttspunkten aus wird Widerspruch erhoben, noch mehr von persönlichen Neigungen. Denn das neue Wal)l-„Recht" offenbart hier große Mängel, die man durch ein neues Landesgesetz möglichst bald wieder über Bord werfen sollte. Der Wähler hat eben leider das „Reckst" nickst mehr, dem Wahlzettel seine persönliche Note zu geben. Er dars nickst stteichen und ändern, sonst wird sein Zetiel umgültig! Manch ein Unbesonnener, dem irgendein Kandidat auf Oer Liste nicht patzt, ließ sich daher bereite vernehmen: „Jetzt wähle ich gar nicht." Oder er gerät in die Versuchung, dennoch aus dem Kandidatcnzettel Aenderungen anzubringen E s ist aber der allergrößte Uns in n, so zu operieren, denn bei solchem Verfahren würde per bürgerliche Wähler denno ch wählen — nämlich zugunsten der sozialdemokratischen Listen? Jede Stimmenthaltung kommt der Sozialdemokratie zugute, ebenso jeder durch Streichungen und Blenderungen ungültige Zettel. Tas beachte man wohl! Wenn die vereinbarte gemeinsame Liste der Deutsch-demokratischen Partei, der Deutschen Volksvartei, der Deutsch-nationalen Volkspartei, der christlichen Volkspartei und des Bur- gervereins auch manche Mängel haben mag im ganzen ist sie doch ein Zeugnis für ein einsichtsvolles, weitblickendes Bemühen, und sie bedeutet ein polittfches Verdienst. Gerade unser Blot, kann dies mit umso größerer (Genugtuung festste!- len, als wir von jeher für eine Einigung und Verständigung unter den bürgerlichen Schichten lebhaft eiugetreten sind. Gewiß, die Geschäfte der Stadtverordneten haben an sich mit Parieipolttik nichts zu tun; aber gerade darum ist die Einigung der Parteien zu begrüßen, deren Einseitigkeiten sonst mehr entfesselt würden Wir fvrdeni auf, eifrig für den Stimmzettel der bürgerlichen Parteien zu werben und einzutrelen; darin kommt am besten das Streben zum Ausdruck, nicht die Parteisckstiblone, sondern die Interessen der Stadt Gießen und ihrer Einwohner maßgebend sein fru lassen. er in einen kritischen Vergleich der einzelnen Listen ein. Beichten sich die bisherigen fReben in ruhigen und sachlichen Bahnen, so zeigte die Aus- prastx ein anderes Bild. Als Vertreter der U. S. P. hielt Landtagsabg. Kiel eine mit scharfen Ausfällen gegen seine rechtsstehenden Genoßen gepickte scharfe Propagandarede für feine Partei. Geschäfts iühcer Diener von den Mehch itssvz'.a- lislen suchte einige Vorwürfe des Vorredners zu entkräften. Nach zwei Ansiagm desMetzaermeisters Günther, die von Vetters beantwortet wurden, ging Tr. Aaron nochmals auf die Borwürfe des unabhängigen Redners ein. Hierbei kam es zu heftigen Aus.i andersetzungen zw schen den AnlMigern beider Parteien, so datz die Worte des Redners in einem allgemeinen Lärm unter gingen. Nackchnn noch ein 9tcbner der U. S. P. zu Worte grtoinmen war, lief der Abend, es war inzwischen 7212 Uhr g.wordeu, beim Sckstutzwort des Rechtsanwalts Hornberger m einen großen Tumult flaitt berat je zutage getreten, was aus dem Grunde der Volksseele ruht. Der Redner entwarf einleitend ein Bild des englischen und französischen Volkes und grenzte das deutsche dagegen ab. Er rückte dieses als das Volk der Dichter und Denker in den Vordergrund und zeigte, wie hierin eine Schranke unseres Wesens liegt. Der Wirklichkeitssinn für di? wahre Erkenntnis der Welt habe uns immer gefehlt, und wir litten unter unserer Veranlagung, die uns Polittk mir dem Herzen treiben ließ. Wir haben davon geträumt, wie die andern Völker uns die Hände reichen würden, wie erFläre eS sich aber nach dem furchtbaren Erwachen, daß mail nun, im Gegen atz zu sru er.n Z iten, nach der Katastrophe man aiu Au,bauen gehen wolle? Krankheitserscheinungen nannte es der Vortragende, von denen das deutsche Volk, wenn erst die äußere Not vorbei sei, wieder gesunde. Wir müssen die alten Ideale behalten, aber die Kehrseite dieses unseren Besten ändern, nämlich zäh werden in politischer Kraft. — Der gedankenvollen Rede hätte man einen stärkeren Besuch wünschen mögen. ** T ie hiesige Sozialdemokratische Partei hielt gestern abend eine öffentliche Versammlung ab. Tr. Aaron beschäftigte sich zunächst mit der politischen Lage und meinte, paß man von dem Versailler Gewaltfrieden eig.nrt- lich nicht enttäuscht frifri dürfe, da von einem kapitaliftisckxen Staate nichts anderes zu erwarten sei Der Redner suchte dann das Verhalten Wilsons damit zu erklären, daß mAerika jetzt, da wir militärisch ohnmackst g fiib, seinen Bundesgeroften gegenüber fein Machtmittel mehr habe, seinen W.Nen durchzusetzen. Auf eine nennensw.'rte Aen- derung der Friedensbedingungen dürft im Augenblick kaum zu rechnen sein. Entgegen allen Protesten — deren Wirkung für die Zukunft aber nickst unterschätzt .werden dürfe — mürben wir uw bl oder übel unterzeichnen müssen; Hunger und Absch ü ir g wichtig er Industrie^ nt en im Westen nur den uns bald mürbe mack-en. Tr. Aaron erhofft Rettung von der Jitternationale. Hierzu suchte er die Handlungen der ^Regierung M recht- fertigen und nahm fic gegen Angrifft von rechts und links in Schutz. Er verstehe nicht, warum die Unabliä-'gigen die Abfindung des Grohherzogs in solcher Weise ausschlachten, da sie dv,ch den Grundsatz anevtannt hatten, daß Macht vor Recht g?fK. Er schll-cltz feine Rede mit der Aufforderung zur Einigung zwischen den beiden sozialistischen Parteien. Redakteur Vetters hob die ungeheuren Ausgaben hervor, vor die das neue L> la dt Parlament gestellt sein wird. Das Vermögen von 8—10 Millionen, über das die Stadt Gießen vor aus. ** Die Liga jum Schutze der Deut» chen Kultur lädt für Freitag ab nb 8 Uhr im großen Saale des Hotels Einho n zu einem ös en - lichen Vortrag ein. Dr. Schlarb und Petersburg wird über das Thema „Soll Deutschland enden wie Rußlands sprechen. Der Redner hat erst in diesem Frühjahre Pck rsburg verlassen, wo er als Privatdozent an der technischen Hochschule tätig war. Er kennt den Bolschewismus und leine Gefahren aud eigener Erfahrung genau. Es sollte daher niemand versäumen, sich von einem Augenzeugen über die furchtbaren russischen Verhältnisse berichten zu lassen. ** Eine Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Studenten hat sich an der Universität gebildet, bereit Aufgabe die Mitarbeit an der Verwirklichung der Ziele des Sozialismus sein soll. Den internen Diskussionsabenden der Gruppe wird eine öffentliche Vorttagsreihe parallel gehen, in der ohne Unterschied der Parier Redner sprechen werden, die zum Thema Sozialismus Wesentliches zu sagen haben. Als erster Redner wird bereits am 4. Juni Prof. Walter K i n - kel im großen Saal des „Fürstenhof" über die Frag: „Was ist Sozött^Smus" sprechen. .DieProtestversammlung des Bundes deutscher Männer und Frauen zum Schutze der per- sönlichen Freiheit und des Lebens Wilhelm II. gegen die unmenschlichen Friedensbe- dingungen findet vorläufig nicht statt. ** Zwi schen'dem Verband der Handels gärtner, Orisverein Gietzen und dem Verband der Gärtner intiv Gartenarbeiter, Orisver- maltung Gießen wurde ein Tarif-Vertrag vereinbart. , _ ** „Opium" betitelt sich das große Filmwerk, welches jetzt bis einschließlich Freitag im Lichtspiel« haus Bahnhofstraße vorgeführt wird. Was raffinierte Technik mit Ausstattung und Szenerie vermag, wird in diesem Film geboten und durch eine erschütternde Handlung verbunden, die das Schicksal zweier Aerzte behandelt. Während sie das Elend bekämpfen, welches der Opiumgenuß schafft, verfällt einer von ihnen, in« folge tragischer Lebensverhältniffe, selbst dieser Leiden« schäft, die zerstörend auf Geist und körper wirkt und unabwendbaren Verfall nach sich zieht. Haß und Liebe sind beide groß in dem Film. Die packende Wahrheit, welche dieses Filmwerk in sich birgt gibt ihm den TBert. Wir erleben den Opiumrausch mit der selige Gefilde vorgaukelt roährenb er bas Leben vernichtet. Sport. Gießen, 28. Mai. Auf dem Sportplatz an «f. Hardt veranstaltet am Himmelfahrtstag nachmitiaf 3'1. Uhr der Verein für Rasensoiele von 1900 <» Fußballwettspiel gegen den Verein für Bewegung spiele Marburg I. Hockschrrlnachrrchten. = Frankfurt a. M., 26. Mai. y,| Pwf Tr Panzer evhielt einen Ruf nach berg als Nachfolger für den Lehrstuhl der manisttk cm der Heidelberger Universität, der biirfl; den Rücktritt von Geheimrat Pros. Braune w. wird — Herr Jmve Fej^r aus Tebrcczin lvam von der volkswirtschaftlichen Fakultät der verfität Frankfurt auf Grund erner TrisertKU'. über „Tie ungarische Auswandermigspoli ik" gl Tvttor rcr. Pol. promoviert. — Prof. Tr. M Mayer, Privatoozent für Chemie, ist zum okvMZi lichen Honorarprvftssor in der NaturwisscnM^ lichen Fakultät der Umverfität Frankfurt erwivi» worden. Alrchlrehe Nachvlchten. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst am Donnerstag den 29. Mm (Himmelfahrtstag). _ Inder Stadtkirche. 9V»: Pfr.-Ass. Shvl fer. — In der I o h an nes k i r ch e. M/s- VlÄsfeld. <— In der altenFrredh o ! pelle. Nachm. 2 Uhr: Pfr. Mahr - berg. Vorm. 10 —Mainzlar. Vorm. 10. ; Katholische Gemeinde. J Mittwoch, 28. Mai, abds. 8: BeMgel- nerfttag, 29. Mai, 6\V. Beichtael - 7: Hl. M| 8: Aust. d. hl. Komm.; 9: Hochamt m. 11: Hl. Messe m. Vred.; 2: Vesper m. Segen DiusPora-GotteSd. arn SS. Mm: Hmi-en 9Vt. Aus dem besetzten Rheingebiet. Zugverkehr Frankfurt Langen-Darmstodt wieder eingestellt. = Frankfurt a. M., 27. Mai. Der Pet» sonenverkehr Frankfurt—Darmstadt über Lang:« wurde heute plötzlich wieder eingestellt, Lin pullch in Lobten; Köln, 27. Mai. Don einer politischen Gruppe jst heute mittag in Loblenz die Rheinische Republik ausgerufen worden. Auf diese Nachricht brach in Köln der General- streik aus. Die Arbeiter aller großen Betriebe verliehen die Fabriken aus eigener Initiative und die Straßenbahnen stellten den Betrieb ein. Das Geweck-- schastskartell beabsichtigt, Pie Arbeiter für die nächsten Tage zu einer Willenskundgebung gegen die Republik aufzurufen und die ^Rheinische Zeitung", das Organ der Sozialdemokratie, fordert heute die Arbeiter auf, bis dahin ruhig Blut zu bewahren. Diese haben sich jedoch nicht halten laffen. In großen Umzügen, au denen sich Zehntausendc beteiligen, protestiert die Arbeiterschaft. Wie die ,Rheinische Zeitung" meldet, protestierten heute vor. mittag auch die Arbeiter der rechten Rheinjeite in gewaltigen Maffenversammlungen. Einstimmig wurde eine Entschließung angenommen, die von der deutschen Reaierung die unverzügliche Festsetzung der Herren Kudhoff, Kastert und Froberger wegen Hochverrats fordert, weil sie mit dem französischen General Mangin konspiriett haben. Die bisherige Gegenbewegung geht von den freien Gewerkschaften aus, auch die christlichen Gewerkschaften sind mit der Neugestaltung nicht einverstanden. Sonfpiraiion mit General Mangin. Köln, 27. Mai. Die „Nhettrifthe Zeitimgk' veröffttttlicht eine Mederfchrist über dic in Mamtz cbgcfaxlteivai Verhandlungen zwckichs. Tie Franzosen sind aber enttäuscht, daß bte Ben»-gimg nicht ettvas weiter« Formen gezeitigt Mit dem General wurde die Frage besprochen, geschehe, wenn der «J-rieben nickst unterzeichnLt würde, und er Jagte, die Franzosen würden im lxfttzten Gebiete erne Proklamalio-n an das Volk iidrten mid fragen, ob das Volk Krieg oder ^Frieden haben wolle. Auf Mangins Frage, Vras dann die Bevölferimg tun würde, erwiderte die Abordnung, das könne sie nicht sagen, es müsse -erst das Volk tvfragt werden. Die Nickstmtter-, ;-rchnung des FrredenSverttages bedeute die Er- rrchttrug emeS Pufferstaates. Auf die Frage Man- qniS, was geschehe, wenn der Friede unterzeichnet tmiTbe, sagte Froberger, dann würde fid) alles erfüllen, wie es im F-riedenSvertraG vorgesehen sei. Wenn aber die Bildung eines Freistaales unter diesen schwierigen VerlMnissen doch gelingen sollte, NTÜßten wesentliche Erleichterungen eintretsn. Mangin glaubte, daß sich eine Lösung srnden lasse, um die Republik zu gründen. Er selbst »volle nach Paris schreiben, um ton ber Unterredung mtt Zroberger Mittrilung zu machen. Tie Stadtverordiietenwahl am rchststen Lmrnttig wird zum Ausdruck bringrn.- daß am - für die »ia-)i Meßen eine n u? Zeit l)ereing. brachen ist, dai; etn neuer Slur-j gejleuerl und vieles anders werden muß als bisher. Tas alte Reich ist zufammcn- gebrocben, unser früheres Großherzogttim wird von völlig anderen Faktoren beherrscht und verwaltet, und wir haben in Gießen, wie überall, auf den Boden der durch die Revolution neu geschallenen Tatsachen zu stellen. Ein neues Wahl- flutet die Anteilnahme der breiten Volks- massen, der Arbeiterstände, ins Stadtparltmient, und die beiden sozialderwi'i'atifckrcn Gruppen werden eine verballniSmaßig so große Zahl von Vertretern durch die Wahl bringen, daß schon Darum mit einem neuen Geist, auch mit Umgestaltungen und Kämpfen zu rechnen ist. Man spricht gern von „Kommunalisierung" geeigneter Betriebe, rote man im Staat von den „Sozialisierungen" redet, und es heißt, daß ein Reichskommunalifierungs ri-letz im Werden sei. Der Selbstverwaltung der Städte wird ein großer Raum bleiben ihr Aufgabenkreis wird eine erhebliche Auextznung erfahren, und darum müssen die netten Manner im Stadtparlament gerüstet sein mit Schassens eifer, größter Gewissenhaftigkeit und einem gc- sundeu Kommunalprogramm. Davon wai nun in ter Wahlvorbereitungszeit leider biff btc Rede . Aber eine Noterkennen sind. ____ . ** Die letzte öffentliche Sitzung der Stadt verordneten-Ber sammln n g ist auf Freitag den 30. M a i, nachmittags 5 Uhr, anberaumt. Auf der Tagesordnung steht: 1. Nktt- teilung. 2. Bcrugefucki der Firma Bännrnger für den Erdkautettveg; her: Befreiung von § 18 des Orisbaustattits. 3. Einfriedigung des Grundstücks Roonstraße 23 durch Sebastian Müller 4 Einfriedigung des Grundstückes Roonsttaße 25 durch K. W Kuhl. 5. Herstellung eines Hoftores Selters- weg 26. 6. Herrichtung von Stallimgen m der Hofreite Marburger Sttaße 66. 7 Vergebung der Lieferung von Drainageröhren und Klinker für den Friedhof. 8. Vergebung von Anstreicherarbetten im Schlachthos. 9. Uebernahme der Konten für Herstellungen im Torhaus an der Neustadt 10 Versehr der Straßenbahn 11. Festsetzung der Fahrpreise der Straßenbahn. 12. Festsetzung der Strom- preise 13. Festletzung der Gas- und Kokspreise. 14. Gesuche um Erlaubnis zum Bettieh einer Gastwirtschaft a) des Karl Kredler für Landgraf- Philipp-Platz 9, b) der Geiverkschaft Gießener Braunsteinbergwerke für Leihgestern er Weg ^Gesuch um Erlaubnis zum Bettieb eat^: Schankwirt- schaft a) des Heinrich Rusch für Klmzletbera 5, b) des Julins Körner für Plocksttahe 3 16. Rechnungsabschluß der Stadt und des Stadterwette- rungsfcmds für 1915. 17. Voranschlag der Armen- skasse für 1919. 18. Voranschlag der Plock,chen ehf» tung für 1919. 19. Festsetzung der Ausnahmetage für das Handelsgewerbe. 20. Annahme des Vermächtnisses von Frau Sofie Rühl. geb ^rbtt^ 21 Dew lligung eines Beitrags an den Bolkstoch- schulauSschuß. 22. Auslösung der Stadtverord- netcn-Versammlung. •teogflifl, lebt nut i »ennicfcn. Ukfi liding imb^cbie Tie Neuwahl jur Stadtverord- neten-Versammlung b ginnt Sonntag den 1 Juni um 10 Uhr vormittags. Um 8 Uhr nachmtttags erflärt der Wahlvorsteher, daß nur noch diejenigen Wähler zur Stimmabgabe zugelassen werden, welck-e im Wahl raum bereits an- wesend sind. Ungültig sind StiiMNzettel 1 die nicht in einem anttlich abgestempelten Umschlag ober die in einem mtt einem .©wndp versehen« Umsckilag übergehen worden smd; 2. tne —». ... ----------- . . - nid»t L &fem,e«*r!tab; S.btemtttinan uh gntoem ht. Selters, 27. Mai. Ter hiesig: Beigeor^ nete Otto Sahm erhielt Freitag die Nachririr, -"^<-rv>r daß seine im Koblenzer Krankenhaus mcilent< J «»nfii Gattin infolge einer Operatwn gestorben sei Er begab, sich sofiort in einem Autoniii'bil wj Koblenz. Aus dem Wege nach dort überschlug fidi der Wagen und begrub Sahm unter sich, der softit getötet wurde. Tas Ehepaar wurde am _ yitimet fe L^uZ 011' I unter Hauptmagazin und die angrenzent» --2!l£^n]eifler. Ische. Der Schaden ist, da auch title l-S^niuti yjmttäube möflli e R° bettagen, müssen 120 2000 Mark durch Steuern auigebvacht ttxn&en. Diese wurden wie folgt festg setzt: 235 Prozent Zuschläge zu den staatlich veranlag.eii Steuern, 188 Pro^nl Gemeindeg.werbesteuer und 3,12 Mk. vom Tausettd des gemeinen Werts. Aus dem Bericht über bett Stand der Gemeindeverwaltung ant Schlüsse M vorvorigen Rechnungsjahres ist zu erwähnen, bifl das städtische Vermögen mit etwa 11102 COO MH berechnet wurde, die Schulden betrugen 9 333 000 Mark. Tas Vermögen besteht zur Hälfte aus bänden und Grundstücken, die jetzt einen bedeutend hvl>eren Wert haben. Im Anschluß den Vertrag des Kriegswirischafllichen Berichts wurde, wie schon mehrfach, darüber Klage geführt, daß^de Marburger Studenten, beftmders aber die Stu* < dentinnen, in der ganzen Umgegend in einer Weis« Lebensmittelhamsterei trieben, die jebtt I Beschreibung spotte Dadurch, daß sie die zu , böckslen Preisen aufglllauften Lebensrnittel nnch Hause schickten, würde die Ernährungsmoglickchit, die hier svwiesd nicht die beste fei, immer fckstechkr. r Als einzig-S Mittel, dieser Hamsterei,zu steuem wurde die Wohnungssperre enivfohlen. Statt Aorten! Garben kich, Mai 1919 ftirtbitraiit 8. e mit her» WascLblusen 6373 FRITZ NOWACK [Vermietungen m emn 5< tat, btt Mietgesuche | V7 l'niner- Wohng. k nlebalb geiucfiL Schr t angrt' spoitplüi/ .01 vorhanden.» 6265 lche ebelbcttfcnbe sofort gesucht 010417 Hotel Stäbler. Schris L Angeb. n. d. Gien. 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Die trauernde« Hinterbliebenen: Zamilien Beeter und Schepp. GSdelnrod, den 26. Mai 1919. mo«a Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und bei dem Hinscheiden unserer lieben, teueren Entschlafenen, sowie für die lrostreichen Worte des Predigers Herrn A. Klein-Herborn sagen hiermit herzlichen Dank Danksagung. Für die vielen Beweise berzl. Teilnahme bei unserem herben Verluste sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Anna Zell. (Sieben, den 27. Mai 1919. 010489 K&w WFiiL ’-Hei Ortsgruppe Giessen tilephanstraße 37 I. Auskunft, Rat, Hilfe in allen Auswanderung»-Angelegenheiten. Aufrechterhaltung der Verbindung mit Heimat und Uebersee. Für Mitglieder völlig kostenlos Grosse Vorteile durch Beitritt Prospekte und Drucksachen gegen 50 Pfg. in Briefmarken. Veröffentlichungen de-i Bundes für Mitglieder zu ermftasigten Preisen. tiBOO W*1 > "tön Eröffnung Samstag, 31. Mai 1919, nachm. 4 Uhr in Jeschke’s Grand«Hotel. —D Danksagung. Für die vielen Beweise der Teilnahme beim Heimgange unserer teuren Entschlafenen sagen wir hiermit herzlichen Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Hainebach für die trostreichen Worte am Grabe. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Georg Will V. Leihgestern, den 28. Mai 1919. 04>0 Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters, Bruders, Schwagers u. Onkels dee Bergwerkdirektore a. D. Adolf Marx sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Dr. med, Felix Marx und Frau Janina geb. Torka. Z. Zt. Saarlouis. ! 110448 Am HimmelfchrMag iji der JuxplatzgeW. Zm Walldorf. Nlunzenberf HZ Gasthaus „zur Burg" »M Himmelfahrt Vormittaas von 11 Ubr an = Friihkonzert » Nachmittags von 4 Ubr an grob. Gartenkonzeiß bet schlechter Witterung in sämtlichen Angenehmer Aufenthalt. — Herrltchste 010573 Hochachtungsvoll: H* Thle‘ >t SlohtirroiimrtfniiJflljl! Oefferrtliche Versammlunfs * Freitag den 30. Mai, abends 81/, Uhr, im Saale de» Last Leib (Walltorstraße). «i; I Tagesordnung: Die bevorstehende Stadtverordnetenwahl I Referent: Herr Ktadtverordn. H Hüttrnann au» Frankfurta. M. I Ferner werden die Herren H.Fonrier und Gg. Beckmann spreche«, I Zu dieser Vcrslimmlnng sind alle Wählerinnen und Wähler cingelnbtn. I Der Porsioii!> üct UilMöWgru sozioltemokrotts-rii Poitei. Freitag den 30. Mai 1919, abends 8 Uhr, im I großen Saale des Hotels Einhorn Oeffentlicher Vortrag ! „a WM sta wie MM?" Redner: Herr Dr. Schlarb aus Petersburg. | Cafe Ernst Ludwig Heute abend Water- und teier-M 010028 Sportplatz Hardt Am Himmelfahrtlag nachmittags 3'/- Uhr Fusshall Wettspiel gegen Verein für Bewegungsspiele üiarbnrgl Am HionoeliahMogc narfimittaaS 2 llhr: Christliches Fest im Freien inOdenhausen ad. Lahn. Mehrere Redner. Gefangs 6422 n. Pofaunenchor-Vorträge. Jedermann ist herzlich eingeladen. 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