Ur. 74 IkeiteN iujö Verfügungen Liber den Goldexport, c) die Methode, wie die deut Export nach den neutralen Ländern entstammende Geldsumme für die Bezahlung der Lebensmittel sicherzustellen ist. Von beutfeber Seite werden sich an den Ve r * Handlungen in Versailles beteiligen: Bankier Mar Warburg (Hamburg), Dr. Melchior (Hamburg), Tir. von Strauß (Deutsche Bank), Dir. Ur big (Diskonto-Gesellschaft), Herr Merton (Metaslbanr-Aklien.'Gcsellschaft), Bankier Berg- mamt, roürttembergifdter Regierungsrot Schill und Legationsrat Freiherr v. Lersner. die Tie Antwort der Entente auf Anträge ErzbergerS. Auf der Taaesordmmg steht der vierte Nach- tragsetat für 1918 und der Notetat für 1919. lFinanzminister Schi f fer begründet die beiden Vorlagen mit dem Hinweis auf ihren Vorlänfv- oen Charakter und hofft, daß sckkn die nächsten kDocken klare und endgültige Verhältnisse bringen Werben. , t ?lbg. Schulz- Ostpreußen (Soz.) verlangt von der Regierlmg, gegen einen Bolschewismus, der mit Handgranaten zu überzeugen sucht, schärfste Maßnahmen. Er bezeichnet die gestrige Rede des Herrn Kardorff als eine Schilderhebung der Gegenrevolution. Die Sozialdemokraten hätten dis Revolution nicht gewollt. Sie hätten auch gewünscht, daß em freies Wahlrecht ohne die Revolution geschaffen worden wäre. Da ffe nun aber da fei, müsse sie den Interessen des deutschen Volkes dienstbar gemacht werden. Er richtet an die Regierung die Anfrage^ob die Aeußenmg des russischen Volkskommissars Tschitscherin aus Wahrheit beruhe, daß deutsche Truppen zu einem O f f e n s i v st o ß im Baltikum gegen Rußland angescht seien. Er hält die Aufwandsentschädigung von 100 000 Mark monatlich für den Reichspräsident e n für unnötig, und tritt für Sozialisierung- gierungen vorzulegenden Friedensrertragsentwur l entweder anzunehmen ober abzulehnen. Dar au sh iw hat ber Vorsitzende der deutschen Waffenftillstanbs- kommission, Reickjsminister Erzberger, am 19. März in Spa eine Anfrage stellen lassen, in welcher eine Auskunft darüber verlangt wurde, ob die erwähnten Aeußerungen den Tatsacl^n entsprechen. Am 26. März ist von Marschall F o ch in Spa folgende telegraphische A n t m o r t eingegangen : Die Herren Lloyd George und Pichon haben niemals die Erklärungen abgegeben, wel- rite ihnen zugeschrieben worden sind, und iaeldye die Anfrage veranlaßt habctn, die am 19. März von dem Vorsitzenden der deutschen Waffenstill- standskommission gestellt worden ist. Eine französische Dröhnng. Paris, 27. März. (WTB.) Nach einer Havasineldung erklärt „Eclair": Frankreich könne sich nichts Besseres wünschen, als baß der von der Entente vorbereitete Friede von den Deutschen abgelehnt würde. In diesem Falle würde man in Frankfurt a. M. einrücken und mit den Truppen bas Ruhr decken besetzen. Das mit Erzen versorgte Essen werbe bann für franz ösiscktz Mchnuno arbeiten und Aachen, das ein großes industrielles Zentrum und eine der reichsten Gegenden Deutschlands fei, läge in greifbarer Nähe Frankreichs. An Stelle der regelmäßigen Kriegs- entfdfäbigimg würden sic Lieferanten Frankreichs. Der Völkerbund. Paris, 27. März. (WTB.) Reuter. Eine von maßgebender verantwortlickier britischer Seite gestern abend abgegebene Erklärung behebt jeden Zweifel, daß im Friedensvertrag auf den Völkerbund Bezug genommen wird. Daraus ergibt sich, daß der Völkerbundentwurf im Friedensvertrag den deutschen Delegierten zur Kenntnis gebracht wird. Der Kampf gegen die russischen Bolschewisten. Berlin, x£7. März. (WTD.) lieber die Kämpfe ber Truppen der lettischen Regierung mit den Bolschewiki wird nach- trägli chge meldet: Baust wurde nach schweren Kämpfen genommen. Ter Ort wurde von 2000 Bolscktzwisten verteidigt. Mher Verwundeten wurden ihnen 350 unverwundete Gefangene, darunter ein Regimentskommandeur und zahlreiches Heeres- gerät abgenommen. Ter Gegner hatte 70 Tote. In einem Gefecht bei Kavzcuny wurden ein Offizier und 70 Mann gefnngengenommen. Am 24. März griffen die Bolschewisten bei Nesvten, Salgalen und Stalgen an. Zwischen Bausk und । Mitau kam es zu schweren Kämpfen. Am 25. M ärz wurden die Bvlschnoisten, die teilweise über die Aa vorgegangen waren, zurückgeworsen. Nordöstlich von Mttau ging der Feind in die alte Berlin, 27. März. (WTB.) Ausländische Blätter hatten vor einiger Zeit Aeußerungen von Lloyd George und Pichon mitgeteilt, wonach nach überrinstimmender Ansicht dieser beiden Staats- liiänner die Fr iedenskonfer en z sich nicht auf Verhandlungen rn.it der Deutschen Delegation einlassen werde. Die Deutschen müßten sich damit begnügen, den ihnen von den assoziierten Re- be8 Flugwesens rin Rgichsioehrminifter Noske ferfiärt auf bte Anfrage Schulzes, daß deutsch? Truppen zmn Schutze der deutsffsen Ostgrenze im Baltrkmn ständen, aber keine Offensivbewegung gegen Rußland unternahmen sollen. Die Regierung fei von dem Wunsche erfüllt, mit Rußland in Frieden und guter Nackchar schaff zu leben. Der Zentrumsabgeordnete Mayer'» Schwa- ■ ben erwartet von einer schrittweisen Sanierung ber Reichsfinanzen ein Steigen des deutschen Markkurses, ber letzt tn’f.hernenb seinen Tiesslvnd erreicht habe. Bei den Friedensbedingungen hält er an den 14 Punkten Wilfons fest, deren loyale und restlose Erfüllung die Regierung unbedingt verbürgen müsse, ge'ren alle anderen Versuche von peckstS und links. Die Vorgänge am (Sonntag seren aber nicht so schwarz anzusehen, wie ber Minister- präsibent es gestern getan hat. In längeren Ausführrurgen wendet sich Gras v. Posadowsky gegiert die Angriffe des Mr- nisterpräsidenten gegen bie Teilnehmer an ber Versammlung im Zirkus Busch, bie nur gegen eine Zerstückelung des Reiches protestiert Tritten. Er erklärt, baß bte Deutsch-nationale Volkspartei in ben schärfsten Protesten gegen die maßlosen Forderungen der Entente mit der Regierung gehe. Der Mt- nisterpräsident hätte, anstatt die ganze Natron zur einheitlichen Abwehr zusammenzu schließen, m den Herzen vieler Millionen Deutscher tiefe Empörung hervorgerufen. Deutschlands Zukunft verlange an ber Sttitte der Regierung einen Mann, der für die nationalen Regrrngen Verstrindnis habe, und nicht bloß ein Partrivediter sei. Diese Ausführun- gen wurden von großer Unruhe Und durch Zwischenrufe unterbrochen. In werteren Ausführungen betont er, daß durch die Rcjde des Ministerprmv- benten das Ansehen Deutschlands vor dem Auslande stark gelitten habe. Gegenüber den Reden des Ministerpräsidenten und der Sozialdemokraten er* kläre er namens der Partei, daß sie sich durch keine Drohung abhalten lassen würden, bte Regte- i rung zu bekämpfen, wo sie der, Ansicht ,erat, daß die Regierung burch ihre Maßnahmen schädlich | wirkt. Olai-Stelluitg zurück. Tuckum, das durch einen Gegenangriff der BolfckZOviki am 24. März vor- übergel)eiib in deren .Hände kam, wurde am 25. März von baltischer Landeswehr wiederge- nommexL Polnische Truppen dennoch in Danzig? Haag, 27. März. Wie ber „Nieuwe Rotter- damschc Courant" aus London meldet, begrüßt die „Times" den Beschluß der Pariser Konferenz, die polnischen Truppen unter dem General Haller über Danzig nach Polen zu uhren. Hierin liege ein Beweis, daß die unga= rischen Ereignisse einen gesunden Antrieb zu energischem Handeln auf die Konfereitz ausgeübt haben. Basel, 27. März. Die Pariser Informa tion" meldet aus Paris: Die Forde-ung des KriegSrals, Danzig und das Gebiet längs der Weichsel an Polen abzutreten, irde vom Zehnerrat durch die Mehrheit von A in e r i k a, I a p a n und England verworfen. Ein amerikanischer Vorschlag will Polen lediglich den Gebrauch des Hafens von Danzig und die eingeschränkte Benutzung der Weichsel sichern, ohne jcDod) dieses Gebiet von Deutschland zu trennen. Heute soll ber Kriegsrat darüber endgültig beraten. Es steht jedenfalls so viel fest, daß polnische Truppen vorläufig nicht in Danzig landen werden. Tie Lage in Ungarn. B u d a p e st, 27. März. (WTB.) Der revolutionäre regierende Rat erläßt eine Verordnung- derzufolge die Räterepublik alle diejenigen industriellen, Bergbau - und Verkehrsbetriebe, deren Arbeiterzahl am 22. März 1919 20 überf(breitet, unter die K o n t r o l l e de r A r - beiter f cl4a f t u!nb unter gesellschaftliche Leitung stellt, derart, daß die übernommenen Betriebe durch vom Volkskommissariat für soziale Produktion ernannte Kommiffare geleitet werden. Entsteht zwischen dem Arbriterrate des Betriebes und dem Produktionskommissar desselben eine Meinungsverschiedenheit, so soll sich bet Arbeiterrat bei dem Volkskommissariat für soziale Produktion beschweren, dessen Entscheidung bindend ist. Die revolutionäre Regierung erließ eine Verordnung über dieAufstellungeinerroten Volkswehr, dir einen ergänzenden Bestandteil der roten Arntitz bildet und deren Mitglieder zu Sriicgdbienften jederzeit einberufen werden können. Mit der Aufstellung der roten Volkswehr hören sämtliche Polizeiverbände auf. TaS englische Dieustpflichtgesetz. London, 27. MäiH. (WTB.) Reuter. Unter» Haus. D e Dien st Pflichtbill wurde ofyne Verbesserungen angenommen. Ter Vorschlag, das Jn- (rafttreten ber Vorlage auf beit 31. Dezember, statt den 30. April 1920 festzufetzen, wurde mit 292 gegen 70 Stimmen verwogen. Ern weiterer Verbesserungsantrag, bte Pflicht zum Dienst in Rußland Miszuschliessen, wurde mit 242 gegen 43 Stimmen abgrietynt. Churchill sagte bei ber Ablelfining des Verbrisutmgsanlrags, daß bie Regierung nicht beabfidttige, ein grvßes Heer Dienstpffich iger nach Rußland zu senden. Was bie Frage der russischen Politik int allgemeinen airgelf?, so könne sie nicht bie britische Regierung, sondern der Völkerbund ober ber Bund der siegreichen Nationen belMideln. Aur dem tteiche. Die Aufwandsstr d:r für den Reichspräsidenten. Berlin, 27. März. (Priv.-Tel.) Zu ben Bemerkungen ber Blätter über die monatlichen Aufwan dsgelder für ben Reichspräsidenten wird erklärt: Der Präsident wird genau Rechnung legen über bie 100 000 Mk. und einen etwaigen Ueberschuß am Ende des Provisoriums zurückgeben. Er erklärte, er wünsche aus seinem Amt so herauszuge^n, wie er hinringegangen fei. Auf einen Antrag der Mehrheitsfraktion wirb ber Etat bes Präsidenten burch den HauShaltsatisschuß nochmals burchgeprüst und die einzelnen Positionen nach Möglichkeit festgesetzt toerben, was den Wünschen des Präsidenten entspricht. Ein Reichsrisenbahnminifterium. Berlin, 27. März. Wie die „Politische Information" hört, ist der aus brin pvenßisckien Staatsdienst ausgeschiebene frühere Minister der öffentlichen Arbeiten Hoff zum Reichseisenbahnminister ausersehen. Er soll in Weimar die Vorarbeiten zur Zusammenfassung der einzelnen Staatsbahnbetriebe in ein zentrales Reichs- amt vorbereiten. Die Eilenbahnabteilung würde bei ber Schaffung eines Rrick-srisenbahnministe- riums aus dem Ministerium für öffentliche Arbeiten ausfckriden, dem eine Maschinenbauabtei- lung angegHebcrt werden soll. Der neue Chef der deutschen Admiralität. Berlin, 27. März. (WTB.) Die RrichS- regierung hat folgendes verfügt: Unter dem Reichswehrminiftcr wird die Marine von einem Chef der Admiralität geleitet. Er hat Sitz, aber keine Stimme im Kabrnett. Ihm find sämtlickx Kommando- und Verwaltungsbehörden der Marine unterstellt. Zum Chef der Admiralität ist Konteradmiral v. T r o t h a ernannt. Er trat 1886 in bie Marine ein und war unmittelbar vor dem Kriege Kommandant des Linienschiffes „Kaiser". Ludendorff über die Berliner Kundgebung. Berlin, 27. März. (WTB.) General Ludendorff erklärte gegenüber einem Vertreter ber „B. Z. a. M." über ben von bem Minister- vräsidenten Scheidemaim erzählten Vorfall in ber Wilhelmstraße während des Umzuges des Nationalbundes deutscher Offiziere, er sei auf dem Wege zu seinem Schwiegersohn gewesen, mit dem er sich zum Mittagessen verabredet hatte, als er den Demonstranten begegnete. Ludendorff .sagte: Ich habe selbswerständlcch axv genommen, baß es sich, da nur ja in '-Berlin noch den Belagerungszustand haben, um eme von der Regierung genehmigte Kundgebung wegen der beut» chen Ostprovinzen hanbelte, und ging daher ruhig weiter. Inzwischen aber erkannten mich wohl einige der Zugteilnehmer und begrüßten mich mit Zurufen, einige kamen auch auf mich zu, um mir Die Hand zu drücken. Selbstverständlich freute ich mich innerlich über diese mir entgegengebrachten Ach- tungsbeweise. Trotzdem trat ick in das nächste Haustor und sodaim in den Parterreraum ans Fenster und bat bie Zugteilnehmer, ruhig ihres Weges zu gehen. Das geschah denn auch. Nachdem ber Zug vorüber war, verließ auch ich wieder bas Haus. Zur Frage, wie er sich zu bem Dorwroffe teile, durch sein Verhalten die Gegenrevolution zu fordern, antiiroitete Ludendorff: Ich stelle jeder irgendwie gearteten Bewegung im beuffchni Volk» vollständig fern und befchäftige mich ausschließlich mit der Abfassung meines Buches. Ick, lebe vollkommen als Privatmann und will in feiner Weise, parteipolitisch hervortreten. Die Einsetzung eines Staatsgerichtshofes, der hoffentlich unparteiisch zusammengesetzt sei, begrüßt Ludendorff mit Genugtuung, da er sie selbst verlangte, um sich völlig recht fertigen zu können. Nur hätte er ben Anspruch erheben können, baß der Ministerpräsident seine Ankündißung in einen weniger wegwerfenden Ton gefletbet hätte. Eine Berliner Schutztruppe gegen wilde Streiks. Berlin, 23. März. Die Abendblätter tiet* öffentlichen einen Aufruf des Gouverneurs Groß- Berlins S ch ö p f I i n an bte Groß-Berliner Bevölkerung, insbesonbere an die Arbeiterschaft, in welchem die Arbiter, Techniker ober Ingenieure, die sich in ben Timst der Allgmreinheit stellen wollen, um bie Kranken unb •jpäuglinge sowie bie eigene Familie vor ben Gefahren des sich auch auf bie Gas-, Wasser- unb ElektrizilätS^ werke ausdehnendm Generalstreiks zu beivahren, aufgeforbert werden, sich als Z e i t f r e i w i l l i g e der technischrm Abteilung derGarde-Kavalle- rie-Schützen-Division zur Verfügung pu stellen. Sie sollen im Falle eines gewerkschaftlich nicht genehmigten wilden Streiks in den Elektrisch täts^, Gas- und Wasserwerken unter mLlitäriscktem Schutz in den Stunden der Gefahr diese lebenswichtigen Betriebe aufrechterhalten. Äis ,.Berl. Tgbl." schreibt: Ter heutige Tag sollte nach den Prophezeiungen brt Zeichen des Generalstreiks stehen. Die Propheten haben unrecht gehabt; in allen Betrieben Groß-Berlins geht die Arbeit weiter. Immerhin bat bie Militärbehörde Vorkehrungen getroffen, um etwaige Putsche nieder; uhalten. Ein Spartakiftenausstand in Tangtnnünde. Magdeburg, 27. März. (WTB.) Die Spartakisten stürmlen in Tangermünde einen im Hafen liegenden Schleppzug mit Proviant, ber für den Grenzschutz teftimmt war. Sie plünderten die Schiffe aus. Das herbei- gcrufene Militär wurde mit Schüssen empfangen. Die Truppe machte daraus ebenfalls von der Waffe Gebrauch und es gab auf beiden Seiten Tote unb Verwundete. Ter Truppe gelang cs schließlich, den Hafen zu räumen. Aus dem Ruhrgebiet. Bochum, 27. März. Zwischen dem Zechen- v e rch a n b e unb ben vier großen Ar beit er- oerbänben ist folgendes Abkommen getroffen worden: Die anroeienoen Mitglieder des Zechen- verbandes werden dafür eintreten, vom 1. April 1919 ab an Stelle ber jetzigen Ächtstunbenschicht bie 7V2 -Stundenschicht für die unterirdische Belegschaft einzuführen, und zwar unter entsprechender Regulie.ung der Gebingelöme, so baß diese ebenso wie die Schichtlöhne durch die Schicht- Verkürzung keinen Rückgang erfahren. Aur Oessen. lk. Darmstadt, 26. März. In einer zahlreich besuchten Versammlung ber Den tschen Volkspartei sprach Professor Gmelin-Gio- ßen über bie Reichsverfassung. Er kennzeichnete zunächst bas alte deutsche Staatsrecht von den Zeiten des Königtums bis zum Rheinbund. Dann zog er einen geistvollen Vergleich zwischen der Verfassung "ber Paulskirche (1848) unb derjenigen Bismarcks (1864 . In Frankfurt bewies die Nationalversammlung einen staatsmännischen Blick, indem sie Preußen an die Spitze rief, sie handelte aber nicht llug, als sie die Bs- feitigung der Einzelstaaten forderte und diese bent wiedererstarkenden Oesterreich in die Arme trieb. Bismarck schloß ein Kompromiß zwischen J-Kurativ- und Einheitsstaat, indem er den Bundesstaaten größere Rechte ließ. Der Demokrat vvn 1919, Herr Preuß, knüpft an das Frankfurter Werk bewußt an. Ihm gegenüber erklärt sich bet Redner als Föderalist. Starke Staaten ziehen an, schwache Staaten — auch wenn sie zu Einheitsstaaten gemacht werben — stoßen Gebietsteile ab. Allerdings sollen wir für Polen, Dänen usw. Deutsch-Oesterreich erhalten. Die Radikalen im Reichstag wollen den Einheitsstaat, aber auch bi< Deutsche Volkspariri macht ihm weiter Zugeständnisse. Dagegen ist das Zentrum entschieden bundesstaatlich. Der erste Entwurf von Preuß wollte bie Bundesstaaten zur Bedeutungslo'igleit herab* drücken. Zwar ist im zweiten Entnnrrf die Gefahr abgeschwächt, ober nicht beseitigt: denn die Nationalversammlung ist souverän. Gewiß war PreußensStellung im alten Reich zu stark, jedoch war diese Hegemonie schon vor ber Revolution beseitigt. In der Wahlrechtsfrage usw. fetzte der Reichstag seinen Willen gegenüber Regierung! unb Kaiser durch. Eine Zerschlagung Preußens muß abgelehnt werden, besonders da wir noch nicht alt «lischt. Die I fahning an, fctne jnnt /am fRhrm ^azfv-n m trbrr Nochrtchtenabteii-rng 18. Sie ist etroa !ann ftarf und liegt nt Den tunb 29 ramm errief, vertreten um die die mit etlichen ihrem Maim in 'Scheidung lebt und feil lajat verschwunden ist. nicht mehr dir berTusgabe fAttS DoLvkwerkes, 6er NeuouSgabe der Nöldeckeschen Geschichte des Kvrans •• Welche Truppenformattonen ßanbcL Essen, 87 Wär». (VTB) Qfn brr grftriqen Verhandlung des Roheisenverdanbe- mit den Vertretern der Roheilen verbrauchenden Industrien, an brr auch die Reichs de Hürden und Vertreter der Arbeitnehmer teilnahmen, wurde mit Rücklicht auf die starken Dreissteigenungen brr Rohstoffe und aus die mit dem 1.4 in JfraH •• Amtliche Dersonalnerchrichten. Tem P'arrvenvmwr Otto Linden st rutd #u 19afbmid*lbad> wurde am 25. Februar die c©cn- griische Ptarrstelle daselbst übertragen. — Ernannt wurde am 20. Wär» der £x>fmrfunfn Julms Heinrich Müller -u Darmsindl mü ®trhmfl wm 1. Avril 1919 an zum Landge''L:sdjener. — Ernannt Würbe am 20. WüiHder Vofkut scher Heinrich 3 o I tu Darmstadt mit Wirftmg vom 1. April 1919 an zum LandgeslLl-diener. Sachen PU iilycm, wohl deshalb, weil sie Beine Schokolade uno Bisteits ya oertnlai Ijatten." z ug von a u Swä r ttz verbieten. Golulb die (Weiteten tgiutg der zuständigen Stellen etngc- rvoffen ist. soll das Verbot m Kraft treten. — Marburg. 27. März. Bei £xxtoorf San- den spielende Kftnder an bet Ebder die Le iche p eines fünf- und eines einjährigen St n a. den. Ten Unter mdxungtn zufolge bandelt es sich Kinder etner Frau aus Hertingshausen, f}od)|cbM(na(bridihn. — Frankfurt a. M.. 27.' Wär». Dem WiifÜbirehor War Kaempiert würben unter Beilegung M Titel- „UitiBeriität4mufirbtrrftor" die Obliegenheiten eines tetfrufcbai üilfSkehrerS für Cher- und Orchestemmftk sowie bie AuS- gestaftung und Förderung des a'a^emilchen Musik- wesens übertragen. — Ter bisherige Trnatbowd für Zoologie an bet Straßburger Unirerität Pool Ernst Brehlau iru.be Abtei ung) e ter an das Georg-Speyer-tzauS der Unieenuäl Frankfurt berufen. tretende 60 prozentige Frachterhöhung, ferner auf die in den lebten Monaten einaetretenen Lohn- steigerungen sowie auf die wesentliche Verteuerung der Fabrikationskosten nachstehende, vom 14 ab in Kraft tretende Heraufsetzung der Roheisen vr eise beschlossen: Um 107 Mark für Hämatit, 147 Mk für (festere! Roheisen 1 und 3, 124 Mk. für Licgerländer StnMnfen. 145 Mk. für toiffce., ob emc starke Reichsgew: ü»Sto,nnaSdestrebunaen in Preußen (am Rhein nno tx>n selbstsüchtigrn Münden getragen, Aso sicher nicht von dem Gedanken einer starken Mkeubsge-wait erfüllt — Jetzt hak in Weimar Der Berfasfungsausschuß gesprochen und »rch in schranienloser Weise wieder dem ersten Ent- stouri von fgrcnfc genähert. Es sollen sich (Gebiete *xm Preußen wen können, ohne daß dieses selbst Wtstimmt. Gegen einen Wegfall ber Zwergstaaten Tat natürlich niemand etwa- rin;uwend«m Tie preußische Nationalversammlung hat die Beschlüsse Des Ausschusses einmütig abgelehnt — nlleroings tir.tr St mmentfcaitimfl ces Zenl.u ms.Tie Staat.'* teisenbahncn sollen Recchseis.nbahnen roetcen. Preu- ^fcab-tfaubetm, 2/. Mär,. Obwohl die §"wadl drr Stadtverordneten erst ftühestenS Emde Aprll erholgen dürste, sind die Vorbernningen beju m fÄIen doch frfwi seit Stodjen im Gang- Bi-lwr nxrrtn 16 Stadtverordnete nn Staotnaxlnnwnt vertreten. Es toifr bah hurten Gesenentnmrf mr-mrhr Ctenunnberäie mb 3 Beigoochnete »u wählen iAen. bt,fSorSTtfu'rrn Ml den Wa'.'en bisher £ b«>n. liebt es mit Sicherhell test, daß tee Sonaldemokraten mit einer eigenen Liste aunnaricheeten werden, Ferner ist Au» Stadt und ftand. Gießen, 28. März 1919 Die ElektrizitätSverforaung bei vogelrbergei. Viele Dörfer deS Krrises Lauterbach und kW auch manche deS Kreise- Alsfeld warten ttvit Ungeduld auf bie Verbindung mit der Elek- tri-itLtszcntrale Friedberg. Ter A u s b a n der Ueberlantxmtoge nach dem Vogelsberg bin ist tatsächlich dringend not- lb< nbifl. Bei dem Mangel an ÄrbeitSkrästen Itriti) die Elektrizität in der Landwirtschaft eine grobe Rolle spielen und alle die kleinen Hand- tverkSmeister werden die Kraft brauchen können, tfte ihnen ht der ©leftrüität so bequem zur Der- ffiguna steht. Jedes neuangesMossene Torf würde auch sofort Bereicht auf Petroleum leisten, daS tvir voni AuÄand her einführen müssen. Für die Notwendigkeit des Anschusses ließen -sich noch mehr Grünb-' anführen. Wie sehr oaS Land nach Elektra.» ätSversorgung verlangt, zeigt bas Beispiel der Dörfer innerhalb des bereits auS- pefaruten Netzes, die sich früher gegen den Anschluß stväubten. i Heute Hub sie bereit aus eigener stosst die BerteuerungStosten tzu tragen, wenn sie mir angeschlossen werden. Aus dem BogelSberg erheben sich ebenfalls Stimmen dafür, daß man die Be rteueru ngS- kosten selbst tragen will. Diese werden unseres Erachtens aber *u gering eingeschätzt In Wirklichkeit bürfieu sie etwa 150—200 Prozent betrogen. Tiefe BertouerungSkosten können auch nicht etwa durch die neuerschlossenen Betriebseinnahmen oder Stvompreiserhöhung ausgeglichen Serben. Trr Strompreis müRtc in diesem 'Falle eine /faimt erschwingliche Steigerung erfahren. denn die letzte SttompreiSerhöhung deckt nur daS Mehr der laufenden Unkosten und muß voraussichtlich schon ht naher Zukunft abermals erhöht werden. Xte Betriebs- Unkosten sind durch Materialverteuerung und Arbeitslöhne in einem' Maße gestiegen, von dem sich ber Außenstehende kaum einen Begriff machen form. Große Schwierigkeiten verursacht auch bie Materialbeschaffung, besonders bte deS Leitungsmaterials. . Kupfer ist für Leitung-- S‘ wte taimf zu besclmffen und müßte erst wieder rt angeweirdct werden, wo *c4 während des KrieaeS entfernt wurde. Infolge des Fehlens des yVubfrrß entfielen große Stranfverluste. Aus bie» ^iri Grunde ist es auch ausgeschlossen, verzinnten oder verzinkten Eisendraht zu vertuenden. von den erfotÄrlicheit 50000 Doll würde sonst wenig an Ort und Stelle gelangen. Eisendraht könnte höchstens innerhalb der einzelnen Dörfer verwendet werden. Aber auch er ist ganz erheblich verteuert. Dem» also auf Anfragen au5 den beteiligten Dörfern bie Antwort erfolgte, ber Ausbau der tvrffcfebenen Ucberlanbanhqe kömte pir Zeit nicht in Angriff genommen werden, so ist das keine leere Ausflucht. Tie Proviro roftrbe sich unter den heutigen toirtfdinftlidien Verhältnissen an der Neberlondanlage arm bauen. Als Beispiel sei :4ager gefftbn wurden. Lin Äugendeuge ber Ankunft schickt uns nachstehende nicht unberechtigte Gegenüberstellung: „WS nachwckerer schmählichen Wassenstreckung die Gefang«^i> — raglrichc. itnlienlschr. französische — ausgevauscht wurden, da mußte feder TeutschdenLende sein Aikge abroenden vor Zorn burüber, daß demsche Kinder, fa sogar emeAene Mädels, Frauen und Männer gejen einige Stucke Zwieback oder Schokolade sich dazu her gaben, den Oeiauflenru u?: ükyäd mit Wwren und Wa.nlchen. mitunter 20—30 an ber Zal«. an die Bahn zu schaffen. Jetzt fcbceu nach und nach unsere deutschen befangenen au- mriletdx iabrrlmcger Knechtschaft gBii-üd; heute morgen kamen durch die Straßen Giesen- 1-0 jhrieyägcfaixrnr. scknrer- beladen, entkräftot niemand bot ihnen llntcr- tffen ist damit anberftanben. Zum Reichspräsidenten kann gewählt worden, wer 10 Jahre naturalisiert ist. Tas sollte man doch geborenen Deutschen Vorbehalten. Bedenllich ist die Allgewalt des Reichstages^ die in feinem anderen Staate ihresgleichen hat. Der Reichsvrä'ivent, wenn er vom Volke gewählt ist, müßte mehr sein al- eine Puppe, die »u keiner selbständigen Ausübung von Rechten zuaelassen ist. Ter Reichs- r a t tritt an die Stelle des alten Bundesrates, boch sind die Bestimmungen des Entwurfes recht mangelhaft. Er soll nut ein aufschiebendes Vetorecht besitzen. Ter Redner bespricht weiter die Kompetenzen des Reiches auf dem Cfebiete ber auswärtigen Politik, ber Finanzen usw Denn bie Tlrbeiterräte in der Benassung verankert werten sollen, bann müssen auch andere berufsständige Scrfrctungcn -ngelassen fein. Das wäre Sache der Bundesstaaten, die ReichSversaffung sollte ihnen nicht im Wege stehen. — Bei dem Abwägen der (jfeaenfä0e vorn Einheitsstaat und Bundesilaat ist Selbstbescheiduna nötig, schon deshalb, um den Eintritt Deutsch-Oesterreichs nicht zll erschweren. — Der nächste Dortraa über hessische Der- sassungöfragen finod morgen, Donnerstag abeno, statt. liegen in Gießen? Tiefe Frage hört man angesichts der vielen Menschen, die noch Miliiär- umform tragen, vielfach stellen. Dor allen Tinnen ist nicht mehr Soldat, wer keine Achselklappen trägt. Tas eiaeritliche Regiment 116 umfaßt noch etwa 1000 Mann Reben ihm befinbet iid) yi Gießen die aus der nnttralen SoneTarm- stadt hierher verleg« Nachrrchtcnabteil-wa 18. •• Friedrich ScbroalTo t. Me wir aus den ..Akademischen MonakSblättem" nachträglich entnehm«m. starb am 6. Februar d. F in SSn,as- berg, unser Landsmann, der ordein'rche Droieftor der semitischen Philologie Dr Friedrich Schwally. Oie boten am 10 August 1863 in Butzbach studierte er in Qt'efien und St.aßbnrg. da.i.inerte sich an dieser Universität 1893 inü) war von 1900 big 1911 Professor in Hießen. Aus dem Okbieto ber fern tuchen Sprachen und .‘hilturtnrt^roen ™ iw MÄ ««'Z9 ÄÄÄ-SSi r MSSMSÄ w* Gauleiter Aiel »u Gießen, ivurbat abptbr^drt' unb den Arbeitgebern aufgegeb. n, vorerst einmal vorschriftsmäßige Arbeitor-^tsschüs-r in ihren Betrieben wählen yü lassen. Erst wenn die Derhaich- lungen der Arbeiter-Ausschüsse mü ihren Arbeit- gebern, wobei die Organisationen auf b. iben Seiten verhandlungSbcn-clstrgt sind. er>nbui-Ios verlaufen, solle der Schlichtungs-Au-schuß wieder an- gerufen werden. Eine Lohnstreitsache ymfArn Arbeitern her früberen Pulverfabrik der Ober- hessischen Kalk- und Stetnindustrie Butzbach nwßte an das Gewerbe- bc^fto. ordent- lidje Gericht venoiesen werden. Ra.l> einem ftü- heren Scknedsspruch des Aussckmscr sollten Die bei Eintri-t M Waffenstillstand«s Ml «ithfTcubfn Arbeiter im Einvernehmen mü dem Arbeiter Ausschluß bestrnnnt werden. Ties ist auch angeblich dadurch geschehen, daß alle sich zur Ätbcu»- fortsetzung einstrllenden Arbeiter, mturbet fort- befchäftiat ober bis Ablauf der WndigunaSftist ausgeraolt wurden. T« beiden Deslchwrrdefüm.'r haben sich nicht wieder eingefunden. cS lügt be4> halb ietzt an ihnen selbst, allenfalls ihncn mk f.ele d ?vo*rca gen grri :< iß gcLtnb |u machen An- brm brfretrn Nhkiiigkbiet. Abberufung Mangins von Mainz. Bafel, 37. Mär». (Priv-Tel.) Nach einer Pariser DavaSmrldung vernehmen die Blätter, daß General Mcurgin von Main» »urückberuftn wird, um eine Mission zu Übernehmen, für die die ungarischen Erecgnisse auSschlag,redend ftnb. Nach dem „Journal" sind auch atwerc Aenderuniren fan Oberkommando der Armee zu erwarten. --- Frankfurt a. M.. 27. März. FvaawS- sische Offiziere ordneten in den ocrieft eirrtfim Orten auf (vrund der WaffenstillsiwrdSbed'Ngmrgar Die Abschiachtung sämtlicher Tauben innerhalb 24 Stunden an. vom Schlichtungtzautzschuß. Ter ScküichtungSauSschuß der Provinz Ober- Hessen »erlxtnbeltc am verflosienen Samtztag über folgende Strei.igteiton: Die Belegscitaft der Gießener Braunste in berg we r ke hatte den Lohnvereinbarun- gen ihre- Arbeiter-Ausschusses mit dem Direktorium ber Gruben nicht zugestüninr. Ter Ardeftev- Vertreter Gauleiter Becker vom Bergarbeiter- verband imb Tirektor Wern rner tonnten in der mündlichen Berbandlung ohne große Mühe zur sofortigen Amrah-me des Sänedsspruck»- veran- laßt werden. Ter Schiedsspruch bestimmt, daß ab 1. März 1919 rin Lobnauischlag von 15 Pf. für die Stunde an alle Arbeiter qe.oährt wird. OhTabe vor Aufnahme der ri^uidlungen übet die LolmstrritigAnten bet Arbeiterschast d-r Dal- decks chen Dreherei in Alsfelt mü ibrent Arbeitgeber, traf bte schriftliche Nachricht von der Arbeitersärast ein, daß bw Beschwerde zurilch gezogen ist. Ter erfdnenene Vertreter v.'M ^olz- arbeiterüerbanb war darob sehr veriptkndert unb wollte dennoch verhandelt haben. Seine Scrtrc- tllngsbefugnis war ober mit Zurücknahme brr Beschwerde seitens feiner AuslraMber hinfällig Tie Verband.u'tgen über die L o hn st r e i 1 i g- feiten in den Firuven A E u l e r, Barnaß Aus Erkundiyuns hm haben wir erfahren, daß *bie Gefangenen ohne vorherige totmetbuug In« eintra'ea. Anoeranfalls wäre ihnen von militärischer Seite ein ehrender Empfang urteil geworden. DaS Durchgangslager Gießen stellt noch einige Freiwillige für die Geiangenen- ss-ürsorge fo.»rt ein. Dre Bal’Untr^-yetmiflungei find rote die des L>esiischrn Fr<-itorps. Gesucht werden Barbiere, Schneider. Schuster.Köche, auch Kriegsbefchädtg^ werden gmommen. Meldung auf nommandantur, Turchgangölager Gießen Schützeirhaus). ** Limburg, 27. Mävtz. (DTB.) Gestern abend trafen auf dem Bahnhof Limburg 2000 deutsche Sani atÄnrrmsch ften aus arncrifai;ifdKii Lagern ein. Es wurde ihnen ein festlicher (£in> sang durch Vertreter der Militärbehördeir des Kreises und der Stabt Limburg zuteil. Zur vrhebung detz -lrbeitermangeltz in der Landwirtschaft bat die Verordnung vom 16. Mörz 1919 sR.G.Bt vom 19. Diärz 1919) m erster Linie die Vermittlung von solchen Perso:ren im Auge, welche früher in ber Land- ober Forstwirtschaft tätig gewesen srnb. Tie Tenden.z der Verordnung gehr offenbar dahin, der Landwirtschaft vor allem gceignietc, also mü oer Landwirtschaft vertraute, Leute -u-uführen. Tesdalb find auch die Begünscigungen der Bewrdmmg über freie Balmfahrt, Bet Hilfe zu den Reisemrkos.en. Bahnbesörderung des Umzuggutes für FarnilienangeIrorig? usw. mir ehemaligen Landarbeitern q.währ leimt. Praktisch werden >tch aus dies« Ernschränkmg kaum Nachteile ergeben, denn in ber Hauptsache werden fid) zur Uebernabme von Stellen in ländliche Betriebe nur frühere Landarbeiter melden, da es nach der Verordmmy den Arbeitsnachweisen verboten ist, diese Kalegone von Arbeitern, foftrn sie bei Ausbruch des jkrivges oder während des Krieges in derartigen Betrieben beschäftigt nxtrrn, ht andere Verriebe, als land- ober forstwirtschaftliche zu vermitteln. Auch dürfen plrbeitgebcr außer- I)alb ber Land- oder Formoirtschaff derartige Arbeitskräfte nicht ciniteUen. Wo aber eine Vermittlung anderer Arbeiter in Frage kvinmt. tritt helfend der 8 8 der Verorftrnnig über Enverbslosenfürsorge ein, in der Fassung, welche er am 14. Wt? d. I. erhallen hat. Kriegsgefangene als landwirtschaftliche Arbeiter. $n den Kreisen der Landwirte gibt man sich noch mrrner der Hoffnung hin. daß durch die zu erwartenden Kriegsg. san- flcnen und Oi rar beiter ber Bedarf an Imibroirt- sckxlftlichen Kräften zum größten Teil gedeckt werden kann. Wie wir von zuständiger Seite erfahren. ist diese in tanbnnrtfdxiftlidyen Kreisen verbreitete Ansicht eine völlig irrige und ed kann nur im Interesse der Landwirte selbst nachdrücklichst darauf hingewicsen werden, baß die Zalss der zu erwartenden KriegSgrßrnq-nen und Oftarbeiter eine nur äußerst geringe sein dürfte. Ta außerdem in der Landwirtschaft deutsche Arbeiter vielfach nicht einge[teilt worden sind, weil die Loitowirte von Gefangenenlagern nissische Kriegsgefangene cm forderten und auch erhielten, hat sich das Reichsministerium für wirtsclUiftliche Demobilmachung veranlaßt gesehen, eine Verfügung zu erlassen (veröfsemlreht in 9h. 69 vom 24. Mäm 1919 in d« ^.Tie wirtschaftliche To Mobilmachung^, nach der ht Zukunft Kriegsgefangene in der Landroirtsehast erst beschäftigt werden sollen, wenn die Arbeitgeber den Lager- tommanbanteit nachweisen, daß bei den örtlich zuständigen Arbei'snaa'iweisen, sowie bei den zu- stä'digen Zentralms.unftS'el'en Utch näch'l egender Tin', petiv-rsendimgsstri e bcu sch' Arbeiter richt zu erhalten sind. Tie £a<]ertomnumbmitai haben bereits vom K-riegsminisierium eine dalffugehende Anweisung erhalten. Lebensmittel. ** Kartv^felversorgung. Durch Anordnung der RetcbS-Kartoffelstelle ist das Ende der Bersorgunasrett für Selbstversorger auf den 14. August 1919, für Bersorgungsberech- tigte auf den 15. Juni 1919 festgesetzt worden Die Stadt Gießen wirb baber nach dem 15. Juni 1919 zur Ausgabe von Kartoffeln nicht in ber Lage fein, ba ihr nach diesem Zeitpunkt Kartoffeln für die VersorgungSbercchtigten nicfxt mehr zugewiescn werden. Tie wöchentliche Kovf- me n ge beträgt zur Zeit 7 Pfund für Selbst- Versorger und 5 Pfund für Verforgungsberechtigte ** Marmelade - Verteilung Von SamStag den 29. März bis Mittwoch den 2. April gelangt gegen Vorlage ber Lebensmittelkarte und Abgabe des Bezug-absckmilteS Nr 1 1 Pfund Marmelade »um Preise von 1 Mk. zur Ausgabe. ** A uSgäbe von Bückingen. Ab Freitag den 28. März bis einschl. 31. Mörz erhallen die Kunden vcrschedener Geschärte aus den ühpf V* Vfd. Sprottbückinge auf je eine üt dem bett. Geschäft abgegebene Lebensmittelkarte. Siebe Bekanntmachung. ** Städt Gemüseverkauf, Markt« tauben. Morgen unb die folgenden Tage kommt an Törrmmüle Wirsing, Weißkraut. Gelberuben, Weißecüben und geraxfnete Kartoffeln zum Verkauf. Ferner noch gelbe Trdkohlraben. Roterüden. Sauerkraut und Zwiebeln Don Montag ab ner- den Ävblraben, bte zu Futterzroecken geeignet sind, abgegeben. ** Freibank SamStag den 29 März werden von 13—4 Uhr die 9hm. 1951—2100 beliefert. WT«5Tommer eine Grmgmw) bet Dentsckicn bento* ha:Heben Partei, der Tciufchen Volksoartei und des Zentrums -uftandegetommen, wonach biete brri Mittel Parteien rate g- inrinfame Liste auffieilen werben, die auch ben irorbeninge i von sechs größeren wirtschaftlichen Gruppen, wie der Beamten- DertintguTtg, der Hvtell^cyervereurigung u a., aeretht werden will. Mit der Teirtidmaitonalei VoltSvartri tonnten bie genannten Parteien eine Einigung nicht erzielen. Auß« den genarmtrn Salü Vorschlägen werden unter Ausschaltung der Polrtrk wohl auch noch parrerlole Litten auiflentllt werden, die lto'g'ich wrrtschädliche G-.ffchkSlRl7iLe bei der 9(i_5toal4 der ftunbibatm geltend machen. Stsrkenburg und 9ihrinhefKn. e* Darmstadt, 28. Mär» Am 1. Avril dieses JahreS friert Lberinfpekior Dirthwein larmfiadt, Viktoriastr. 90) fein 25jübriges Jubiläum im Dienste der Slllgemeincn Äcntenanftalt ju Stuttgart. Derr ©irtbrorin. durch diese seine Tätigkeit m Güßen und roriierer Umgebung allgemein befamü, ist noch so erfreulich rüfng, daß er seine Berufsvslichten fort gesetzt in geroobntet Frische und Tatkraft «füllt — Von der Bergstraße, 27. März. Schn« und Frost haben den Mürenklor bei Maiu. beibäume an der Bergstraße vernichtet. D'c Avri- Cojenblütc steht vor bem gleichen Schicksal, roaui die Kältewelle noch einige läge anbauert ktesftn Nassau. = Kassel, 27. Mär». Zur Bekämpfung brr Wohnungsnot will der Mag.scrat den Zu- früberen Landsrurmbaracken. Ta augenb.üfitcfe für sie ein Pferdcsiall gebaut wird, schriot sic nut einem längeren Verbleiben in Gießen zu rechnen. Außerdem befinben sich in Gießen und Umgebung mehrere Ausl- ungSkommmidos, banmier ein Flugzeugpark und Autopark. In Bildung begriffen ist das tzefsische Freikorps, dessen Angehörige durch den rot-weitzen Winkel auf dem Acrmel ertennt- lid# find ** Besitzwechsel. Der Landwirtschaftskamm er-Ausschuß für bee Prov. Oberhessen kauft« für 78 500 Mk von Rentier Paul Eim baS Anwesen Friedrichstr. 6, in weichem Gebäude er bisher feint BurtauS mietweise unterqcbracbt hatte. — Bankbeamter Bues kauite sür 26 000 Mk. das Grundstück Am Riegel psad 25, bisher dem Gastwirt Ioh. Carle gehörig. — Die Gemüsehändlerin Witwe Helene Treppinger erwarb für 60 000 Mark das Daus des Schneidermeisters Jean Eckert, Bismarckstr. 11. " (Sin neues Bankhaus in Gießen. Wie wir hören, wird in die Leitung für die demnächst zu eröffnende hiesige Zweigstelle der Diskonto-Gesell schäft Derr 'JUbert Wendel, alleiniger Inhaber der Bankfirmv Baruch Strauß Nachfolger, die in Liquidation tritt, berufen. B Äriegsbet stunden. Im Verordnungsblatt Nr. 2 vom 7. März ds. IS. macht das £berfoiiii orium zu Darmstadt, um falschen Gerückten mlgegcimrtrrten, bekannt, daß die Al>- Ixiltung der Kriegsbet stunden wälirend des Sriiege4 in den freien Willen der Grisüickien gestellt war und daß bafür keine Skrgütung gezahll worden ist. ** Der V a kttverkehr nach Oester- reichisch-Schlesien recküs ber Weichsel und nach Freistadt in Oesterrrichisch-Schlesien ist bis auf weiteres gesperrt. ** Tas erste Jahr Einheitsschule ist das Thema rined öfientlidjen Bortraas, den Lehrer Fischer am Mittwoch den 2. April ^abends 8 Uhr, tnr Saale des DotelS Großherzog von Dessen halten wirb. ** Zur Gr Ünbung cin^r OrtS- grupp c der vertriebenen Elsaß-Lothringer in Gießen werden alle auS Elsass Lothringen vertriele ^en oderzurückaeblielenenPer. sonen eirg (aben, sich am Freitag den 28. März, abendS 874 Uhr in bem Gesck>änsziminer des stioten Kreuzes, alte Klinik, Liebig,naße (Eingang durch das L^npiportal' einzuftnden. Sollten Personen am Erscheinen verhindert fein, (o wird um geil. Mitteilung an twrgmtnmtt Abreise gebeten, lieber ben Vertauf der Sitzung werden wir berichten. ** I m Lichtspielhaus tritt heute Charlotte Böcklin als Aenne Wolter in „öuänen der Lust", bem zweiten Teil des AufNärtuigSfilmos „Der Weg, der zur Verdammnis führt", ans. Tiefe AusllärungSfilme sind besonders erwachsenen Töch- tern zu empfehlen, weil sie dadurch vor traurigen Erfahrungen behütet werden sollen. Groß-Hrffeo. ** Dieburg, 27. März. Am Dienstag fanh hier im Dolel Mainzer Dos eine Versammlung statt, die ffcü mit der Frage Groß-Dessen besckiäs. llgte. Reg.-Affessor Dr. Dahlem eröffnete bte Versammlung, worauf Schriftsteller Bruno Jacob- Marburg einen Gesamtüberblick Über die Fragen gab, die mit der Bildung eines Groß- pessen tm Zusammenhang stehen An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Aussprache, in der ein katholischer Geistlicher für die rheinische Republik rintrat. Vertreter aller übrigen Parteien wünschten den Zusammenschluß des Gesamtheffen mdg» lichst mit Einschluß der Pfalz und altmahuer Oklnctc« (Aschasfenburg) in Untcrfranfen. Im Anschluß an die Versammlung wurde eine starke Ortsgruppe gebildet. 4- Offenbach a.M., 27. März. Um auch hier Gelegenbrit zu geben, den Seflrebungtn des Desstsck>en Bolksbunbcs näher zu tte.'en unb ber Anregung über „G r 0 ß»De sse n" B^bm zu per. schaffeit, bat ber hiesige sehr rührige Zwri,7veretn des Vogelsberger DöhcnNubs für Montag den 31. März in bas Dotel Degenhard: eine öffentliche Versammlung einberufen, in welcher der Schrift- steiler DanS König von Sck>!üchtern über „Hessens Zukunft tm Deutschen Reiche" sprechen wcrd. Doffentltch wird dadurch hier die unbcding! nötige AusVärung ges.ßaffen unb werden Unklar- bEn und Mißverständnisse, welche die hi.sige öffentltck» Meinung übet diese Frage beherrschen, endgültig bcfcLtgt. Kreis Büdingen. * Vera-Heim, 27. Mar^. Auch ht unserer Otemcinbe brtbete sich eine OrtSgruvve des VolkS- liundeS zum Schutze der deutschen KriegS- uad Ztv tlgefongenen, der 60 Mitglieder, «ast alle Mämter der (Gemeinde, beit raten. _ * Nidda, 27. Marz. Ter Geometer 1 Kl Aoa>/r wurde an das Sreisvermesiungsavtt Offenbach a. M. berufen. D Selters, 28. Mär, D« hiesige Post- agent u r, die über zwei JabrzelMt durch Molker rtbeft der Fischer geführt wurde, gtng jetzt an Ganwtrt Külrule Über. — Am Trcn3:an ahmb sprach in der 0>astwir:schaft Külmle Pfarrer Der- p ei-Listberg über Demo kraue und Clwtstentum. * 23 0 l f, 27. März £>ier wurde eine O rt S- gruvve des BolkSbundes zum Schutze unserer Kr 1 egSgese.ngenen gemündet, die 77 Mitgliever jalut. AuS imi'erer ÖJemrinBe befinden sich zwölf KrtegStetlnehmer in Gefangenschaft, davon einer in gavan etim m Rumänen, tnt übrigen sind in England unb Frankreich. Kreis Friedder« PHÄNOMEN ■w Ml»R Emil Noch, Verlag in (Liehen Nie veraltend und da» beste Geschenk für Maja Jakob Walter Schöbel Verlobte ’M Lrovinz Obtr* Samslag übet qu» Schiller» Dramen dem deutsch. Volke dar- geboten von Fl iedrtch Schläger, cleg. geb. Ni. 1.50 Zu belieben durch alle Buchhandlungen dsb^ingungen it Hauben Krieger*«r.2 hieben Kaufm. Klippatein) in unmittelb. Nähe des Bahnhofs Laubach. Sprechstunden: 8—1 und 2—5, Sonntags vorm. 10—12 ühr. Persönliche Anfertigung sämtlicher auf dein Gebiete der Zahnpraxis vorkommenden Arbeiten nach den neusten Errungenschaften der Technik und unter Verwendung erstklasa. Materials bei schonender Behandlung und mäßigen Preisen. Reparaturen und Umarbeiten s< hlecht- sltzender Gebisse werd, sofort ausgelührt, Reinhold Obst, Dentist Laubach (Oberh.) 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Aßen denen, die uns bei dem Odin* gang unserer beiden lieben Töchter Hanna mtb Lydia in so liebender Weise ihre Teilnahme bekundeten, svrecken wir auf diesem Wege unteren inniatten Dank an'-, ine- besondere auch den -Herren Vcbrcrn und Piitschülerinnen unserer Vöbla für die ehrenden Nachrufe, sowie dem Inna- fronenucTCin und dem ÄcsangSchor der Stadtmission. Im Namen der tlestraucrnden Hinterbliebenen: -t. Martin u. Krau Marie geb.Mrieb. Gienen, den 27. Mär» 1919. Nachruf. Wir beklagen den Verlust nachstehender Todes-Anzeige. Allen yerroonbten und Bekannten die Iraurlnc Wadirldjt, bau am 27. Mär», morgens 3 Uhr, nach längeren^ schwerem Leiden unsere liebe Mutier, Schwieger- mutter, (Wronmutter, Schwester, Schwägerin und Tante gran Klisobkth Rein Srot.e&( Krankenschwester im 55. Lebensjahre sanft entschlafen ist. 9'Jer die Herzensgute der Dabinae> schiedenen, ihre Immer treue Iürsorge für das Wohl ihrer ftamilte, sowie ihre oniopfernbe Tätigkeit In der Sl raufen- pflene kannte, wird unseren Schmer» zu mürblnen wissen. Um stille Teilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen. Wihmar, den 28. Mär» 1919. Die Beerdigung findet Sonntaa den 30. Mär» 4 Uhr nachmittag» statt. 106307 Nachruf. '.Gramm-Paket 75 Df. Vuvsaod.Blitzblank- Paket 15 „ »Ifln. Metallputz in st la sch 30—55 . Puuvulver.iüibi- Dole 20 , Qfeuschwärze Dole 25 und 2h „ Sebmirgelvavter Vogen 14 , Danksastnng. Wir die vielen Beweise herzlicher Tetlnabme bei dem unS so schwer betroffenen Berluste unteres lieben Sohnes und Bruders £öftm. Heinrich vecker ivrechen wir nficn. die ibn »u fehler leisten Üfubeflölte begleiteten. ntveren tiefuen Dank aus. Onn^ besondere. danken wir Herrn Pfarrer Hartmann für die trostreichen Worte am (Hmbe. dem Turn- und Kriegerverein für das leihe Welch, fowie für die vielen Kranz- fuenben. Die tleftrauernbcn Hinterbliebenen: Familie Bbilivv verker VII. und alle fUngedöriaeu. Alten-Bufeck, 27. Mär» 1919. ,06219 Molz & Forbach G. m. b. H. wicdervcrfällser! Habe den Reit meine, Lvieliacheu, 2ttrappe» «iw. blllig ab»ugebcn. Fr. Richter 38951 Uirchcuplav 10. ___ blütenweitz. „,o Handtücher QuaLl ver Dtz.Mk.36.- Qual. II , , „ 3Ua i Scheuertücher Qual, l verDtz-Mk. 12— Qual, kl „ . „ ft— Tcllcrtücher k per Dtz. Mk. ifUXk < Miudenabuabe 1 Dutzend. AagexlRetUs, Dime Mit Schade & Füllgrabe Vabubofttrahe 26 Lodwiaftraste 20 Hiermit erfüllen wir die traurige Pflicht, unsere / Bundesbrüdc-r von dem am Dienstag, dem 25. Mir» d. J., erfolgten Ableben unseres lieben A- H. Geh.Sanitätsrat Dr. Ffledr. Karl Dickore in Lollar (aktiv SS 611 geziemend In Kenntnis zu setzen. Echter liölatai auS reinem Tabak berge« stellt, vorzüglich tm Ule- schmack. Tägl.groneNach« deuellnuaen 1 aroheRoiie 1. 5h.hr t. 12 Stollen 161'11.. HO 3.*ölten 1 O Mk. 4 t. r>ranks.a.M Tele.hoit,>rnnkiurta.M Amt Hansa Sir. «Mi2/63 Neu eingetroffen I Großer Posten KORSETTEN aus bestem grauen Köper, moderne Form M. 22.50 und M. 24.— Große Auswahl in eleganten Korsetten in Leinen und Damast M. 29, 42, 45. Fritz Nowack. •Äflc Heute: CharlotteBöcklin aisAenneWolter in^^ f ,Hyänen der Lust^ Ilsfljj, iler zur teffeMJisirl.ll.W k Mütter, dienen AafkiaruislDa müssen eure erwachsenen j U Töchter unbedingt sehen, well die traurige Wahrheit A nicht schamhaft verhüllt wird Voretellungee 4. 6 und 8 Uhr. Lichtspielhaus. MM T5’ i. 1 M 8'. I I fl 1 ■ ■■■■ ' '„I I I r i ■v g - M. X\ Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Zreitag, 28. März 1919 Bedeckung nach der Hohen Mark zurück. So macken die ftanzösiscl>en D.-satzungsttupp«i Geld! — Am Tieirslag gaben die Frrutzosen das widerrechttich beseht gehaltene Hotel Hvlwmark und bad Sanatorium wieder für den Verkehr frei. Kö nig ste in, 26. März. Tas französische Militärgericht verurteilte Pfarrer .Horn aus Fischbach zu 500 Mark Geldstrafe, weil er die Befehle der Militärbehörde umgehen wollte. = Höch st a M., 26. Mä^. Zu empfindlichen Geld- unb Gesängsrisstrafen tvurben zahlreiche Personen verurteilt, weil bei ihnen gelegentlich der Bahnhofsrevisionen Zeitungen aus dem unbesetzten Ytebiet vvrgefmrden wurden. — Einem jungen Mädcl-en wurde die Reiseerlaubnis nach Frankmrt a. M. zum Begräbnis seiner verstorbenen Mutter verweigert. Deutsche Nationalversammlung. (Schluß der Sitzung vom 27. Marz.) Abg. Haa se (U. S.l: Es Muh unsere Aufgabe sein, so rasch wie ntog(id) den Verkehr mit den Völkern des Ostens wieder cnrzubahnen. Eine Verbindung mit Rußland dürfle uns augenblicklich von grösstem' Nutzen sein. Ein Gvost-Rustland und die Ukraine körmen uns sofort mit Rohstoffen und später mit Lebensmitteln versorgen. Die Welt- revolutton ist im! Gange, aber sie wird sich nicht in allen Ländern nach dem russischen Schema vollziehen. Wirklicher Sozialismus allein ist die Befreiung der Menschheit. Reichswehrmini ter N o s ke Wir 'wünschen g"- wiß ein gutes Verhältnis zu Rußland. Rußland verlangt aber von uns, daß wir vorher bolschewistisch werden. Tas lehnen wir ab, denn solange Gemeinheiten, wie in Halle an dem Oberstleutnant von Klüber Vorkommen, darf sich niemand wundern, wenn entfptedjeitoe Gegenwirkungen ausgelöst werden. General von Lettow-Vorbeck ist IV- Stunden nach seinem Einzug in Berlin bei mir gewesen und hat mir erklärt, daß er und seine Leute zwar in Ostafrika unendlich Hartes haben dulden müssen, daß sie aber sich angesichts der entsetzlichen Notlage des Reiches unbedingt hinter die Regierung stellten, um dafür zu sorgen, daß -endlich die Ruhe und Ordnung in unserem gequälten Lande herbeigeführt werde. Dafür habe lch dem General von Letww-Borbeck gedankt, und ich wiederhole hier diesen Tank. «Stürmischer Beifall.) Ich beklage die Schrecknisse des Bürgerkrieges, ober ich klage an hie Brandstifter, und dos sind Herr Haase und seine Freunde. Auf ihr Haupt kommt das Blut, das vergossen wurde. (Siür- misckwr Beifall und Händeklatschen. Lärm bei den Unabhängigen. Präsident Fehrenback rügt den Ausdruck „Brandstistcr".) Abg. Becker- Hessen (Deutsche Vp.): Dem Protest des Vizepräsidenten gegen die Forderungen der Entente schließen wir uns au. Was die Vorgänge in Berlin anlangt, so stehe ich nicht an, zu erklären, daß meine politisclren Freunde in Uebereinstimnlung mit der überwiegeirden Mehrheit der Offiziere die Kundgebung des National- bundes deutscher Offiziere mißbilligen. Scharfe Verwahrung aber müssen wir einlegen gegen die Art und den Ton, in der der Ministerpräsident gesprochen hat. Mit ihrer Haltung gibt die Regierung zu erkennen, daß sie viel slÄcker unter dem fTruck der Straße^ und der Presse steht, als es gut sein kann. Dem Staatsgerichtshof werden wir nur zu stimm en, wenn er auf der Grundlage der Gerechtigkeit beruht. Ministerpräsident Scheidemann: Man hat sich über meinen Ton beschwert. In Wirklichkeit hat den Herrdn der Inhalt meiner Rede nicht gefallen. Ich habe auch die Offiziere nicht beschimpft, sondern nur von einem Teile der Offiziere gesprochen. General Ludendorff hak den Gerichtshof jo selber verlangt. Wir hatten uns mit der Frage längst beschäftigt. Nach den Vorkommnissen am Sonntag haben wir uns gesagt, wenn er es selber verlangt hat, dann soll er es auch haben. Selbstverständlich muß der Staatsgerichtshof ganz öb» iektiv und unabhängig urteilen. Die Republik gibt jedem Meinungsfreiheit, aber Vorrechte, wie sie die Spartakisten und die Herren Posadowskp usw. fordern, können niemandem eingeräumt werden. Die Vorlagen gehen schließlich an den Haus- haltsausscknß. Nächste Sitzung Freitag nachmittag 3 Uhr. ** Am tliche Persvnalnachrichten. Der evangelische Pfarrer Stistsdechcmt und Kirchenrat Karl Otto Klingelhösfer zu Lich wurde am 6. März 1919 mir sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner der evangelischen Landeskirche geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 1. April l. I. in den Ruhestand versetzt. — Ernannt wurde am 20 März 1919 der Rechtsanwalt Otto I ö ck e l in Friedberg zum Notar mit dem Amtssitz in Friedberg, mit Wirkung vorn 1. April 1919 an. — Ernannt wurde am 21. März 1919 der Kanzleigehilfe Johann Karl Vogt in Mainz zum Registrator bei der Staatsanwaltschaft in Mainz. — In den Ruhestand versetzt wurde am 20. März 1919 der Notar mit dem Amtssitz in Friedberg Geheimer Justizrat Hermann Södel auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. April 1919 an. ** Ei ne blutige Geburtstagsfeier. Gestern vormittag feierten in einer hiesigen, in der Brandgasse gelegenen Wirtschaft einige Vcr- nmndtc den Geburtstag ihres Onkels. Nachdem sie etwa 20 Flaschen Wein getrunken harten, gerieten sie in Streit, der in Tätlichkeiten ausartete, und wobei das M e sser eine Rolle spielte, so daß es Mutige Köpfe gab. Hierbei gelang es der Polizei, eine schon lange gehabte Persönlichkeit sestzunehmen, die von "verschiedenen Behörden steck- brieflich verfolgt wurde wnb die zuletzt in Marburg in einer Wirtschaft, wo sie mit einer Frauensperson logiert hatte, einen Bettendiebstahl begangen hat. Ms sie sich erkannt sah, flüchtete sic auf den Rodberg, wo es verschredenen Sicherhtits- wachleuten imd Polireibeamten nach längerer Jagd gelang, sie hinter dem.Friedhöfe festzunehmen. ** Ein schwerer Unfall trug sich in der ober hessischen Werkstatt zu. Dem Bahnarbeiter W. Lenz aus Klein-Linden fiel ein sechs Zentner schwerer Eisenkasten auf den Kops, so daß Lenz bewußtlos roegpetragen werden mußte. In der Klinik stellte man eine Gehirnerschütterung und eine Verletzung am Knie fest. ** Unfallversicherung. Der Sohn des Landwirts I. M, in H. verunglückte am 21. Januar 1917 als Heizer an der Bahn tödlich. Da M. vorher von seinem Sohne wesentlich unterstützt worden war, stellte der Vater oes Verunglückten Antrag aus Hinterbliebenenrente, wurrde aber vom Eisenbahnfiskus ab gewiesen. Auch das Oberversichc- rungsamt Wiesbaden stellte sich auf einen ableh- ‘nenben Standpunkt. Aus den von M. durch Vermittlung der gemeinnützigen Rechtsberatungsstelle des Evang. Arbeitervereins beim Reichsversicherungsamt Berlin eingelegten Rekurs wurde der Eisenbahnfiskus zur Zahlung eines Sterbegeldes und der Hinterbliebenenrente verurteilt, so baß dem M., der sich in dürftigen Verhältnis!en befindet, abgesehen von der lausenden Rente nachträglich einmalig ca. 700 Mark ausgezahlt werden. Landkreis Gießen. U Lang-Göns, 26. März. Gebern verunglückte ber Schacktmeister Karl Faber, welcher bei der Firma Weimar-Wetzlar beschäftigt ist. Er kam unter die Räder der Lokomotive. Die Verletzungen sind schwer, aber nicht lebensgefährlich. Hessen-Nassau. ls Marburg, 26. März. Bei der Ersatzwahl von fünf ausscheidenden Magistratsmitgliedern wurden folgende Herren gewählt: Schrciner- obermeister Rose, Bureauvotsteher Erdcnberger, Zeichenlehrer Becker, Rentier P. Runckel und Geh. Rat Pros. Dr. med. Tuczek. Die beiden letztgenannten Herren gehörten schon dem Magistrat an. — Ferner beschloß die Stadtverordnetenversammlung, dem Fahrpreis der Straßenbahn von 10 auf 15 Ps. zu erhöhen. — Heute früh wurden hier zwei Männer aus Neustadt fest- gehalten, als sie im Begriffe standen, größere Mengen Rind- und Schaffleisch hier einzuführen. Tas Fleisch mürbe beschlagnahmt. Aus dem besetzten Nheingebiet. = Aus dem Taunus, 26. Marz. Einen gemeinen Streich verübten die ftanzösisck)en Besatzungstruppen am Sonntag in der ilülhe des Saudylacken an einer großen Wandergesellschaft. Tie Posten lockten die Wanderer, wrgeblich, um ihnen einen freien Weg zu zeigen, in das besetz t e G e b i e t und führten sie dann ihrer Wackst- stube aus bgm Sand placken zu. Unter schärfster Bewachung mit auf gepflanzten Seitengewehren schleppte man dann die „Verbrechet" trotz beftigfhm Einspruchs über Falken stein nach Königstein vor den Ortskommandanten, den Hauptmaim Baumann, einen einmaligen Deutschen. Dieser ließ die Leute, 16 an der Zahl, in Einzelzellen ein- sperren. Als der ehrenwerte Hauptmann die Wanderer verhörte, äußerte er höhnisch, das sei seins Rackn für die ihm in deutschen Gesang men lagern gewordene schlechte Behandlung. Nach fangen Verhandlungen gab man bann die „Verdreckter", nachdem jeder 50 Mark Strafe hatte bezahlen müssen, frei, und transportierte sie unter abermals sck-verev anlasfung einiger Vertrauensdamen gütigst zur Verfügung gestellten Mittel verscknedener Zweig- beretne konnten mit den vom Haupwerem gestifteten Beträgen außerdem noch etwa 600 von Berlin nickst berücksichtigten hessischen Frauen Bei- hllfcn gegeben i Derben. Es darf sonach wohl behauptet werden, daß die Kriegslinderspende auch in unserer engeren Heimat eine segensreick-e Tätigkeit entfaltet hat, die durch die opferwillige Mit- lnlse aller beteiligten Kräfte gefördert wurde, wofür diesen allen nochmals herzlichster Tank gesagt sei. Kriegöchroniken. Zu Beginn des Krieges wurde mehrfach die Anregung zur Bearbeitung von Kriegschroniken gegeben und besonders die Bürgermeister, Pfarrer, Lehrer usw. ersucht, sich der Sackn anzunehmen. Zur Zeit läßt sich noch nicht feststellen, in wcl- cbem Umfange der Anregung Folge gegeben wird. Es liegt nicht nur tm Interesse der Gemeinden, alle auf den Krieg, bezüglichen Vorgänge durch genaue Aufzeickpiung der Nackpvelt vor Augen zu führen, auch die Privaten, besonders aber die jfriegsteilne hmer, einschließlich der zum Dienste in der Heimat, der Etappe cing?$ogenen Gerneinde- cinwohner, sollten ihre Beobachtungen und Erleb- nijfe schriftlich nieder le mm. Es wird uns mit» geteilt, daß von den Pfarrern in einigen Gemeinden bereits in diesem Sinne gewirkt und die von den Einwohnern geschriebenen Berichte gesammelt und zu Bänden vereinigt den Kirck-cn- lober Gemeindearchiven einverleibt wurden. Es ist zu wünschen, daß jeder, der über dies und jenes zu berichten weiß, ber Anregung Folge leistet. Aus Statt und Land. Gießen, 28. März 1919. MartdaiSniederleguttg Geh.Rats V.Tr.Eck. Infolge andauernder schwerer Erkrankung hat sich der demokratische Volkskammerabgeordnete Geheimer Kirchenrat Professor D. Dr. Eck-Gießen veranlaßt gesehen, sein Mandat niederzulegen. An seine Stelle tritt Lehrer Loos-Darmstadt in die Volkskammer ein. — Die gestern von einer Darmstädter Korrespondenz verbreitete Nachricht von Rücktrittsabsichten des Ministers Henrich entspricht, nach einer weiteren Pressenotiz, nicht den Tatsachen. Von Amtsmüdigkeit oder anderen Gründen zum Rücktritt kann keine Rede sein. KriegSkinderspende deutscher Frauen. Ter Alice-Frauenverein schreibt uns: Tie von der Frau Kronprinzessin im Jahve 1915 ins Leben gerufene Stiftung „Kriegs- kin der spende beutf cher Frauen" hat mit Ende vorigen Jahres ihre Tätigkeit eingestellt. Tie Begutachtung ber aus Hessen eingehenden Gesuche war bekanntlich dem Alice- Frauenverein übertragen worden, dem es mit Hilfe seiner Vertrauensbcvmen und Zweigvereine möglich war, die etwa 3000 eingelaufenen Gesuch Äffischer Kriegsmütter zu bearbeiten und nach Berlin weiterzugeben. Allerdings konnte nach den für die Stiftung Mttßqebenden Grundsätzen nur etwas mehr als -ie Hälfte Berücksick.iguna finden. Immerhin sind doch für diese 15 18 fte f f 11 die n Kriegsmütrer Mittel im Dettag von 30775 Mart aufgeroenbet worden. Durch die auf Per- (Ein Wort an die Landwirte! Es war schon während des Krieges eine betrübende Erscheinung, daß ein ungewöhnlich großer Mangel an Verständnis für die wirtschaftliche Lage, die Stimmungen und die Leistungen der einen Berufsstände den anderen gegenüber zutage trat. Außerordentlich viel Kraft und Stärke, die aus dem Einiakeitsge- sühl eines großen Volkes kam, hat sich so zersplittert. Das war verhängnisvoll damals, und das ist verhängnisvoll heute. Heute um so mehr, als die Lage unseres wirtschaftlichen und sozialen Lebens weitaus bedrohlicher ist, als im Kriege. Jeder Berufsstand muß mit der engherzigen Art brechen, dem anderen seine Leistungen und seine überlegene Wichtigkeit klarzumachen, denn es kommt heute darauf an, daß alle Berufsstände einträchtig zusammenstehen, um den furchtbaren Aufgaben, die an uns gestellt sind, gewachsen zu sein. Die brennendste Aufgabe bleibt zunächst die Entlastung unserer Städte, d. h. die Abwanderung der städtischen Erwerbslosen auf das Land oder in den Bergbau. Wir müssen wünschen, daß die Erwerbslosen die Unhaltbarkeit einer Erwerbs- losen-Dauerexistenz auf Kosten der Allgemeinheit in den Städten einsehen, und sich infolgedessen bereitfinden für die Landarbeit und für den Bergbau. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß diese Einsicht sich tatsächlich in den Städten mehr und mehr durchsetzt. Wir müssen aber auch wünschen, daß die Landwirte alles tun, um die notwendige Umgruppierung der Bevölkerung zu erleichtern. Dahin gehört zunächst die Anmeldung aller offenenlandwirtschaftlichenStel- len bei den zuständigen Arbeitsnachweisen. Leider versäumen viele Landwirte in der Hoffnung auf Kriegsgefangene und polnische Schnitter diese Anmeldung vielfach und erschweren den Behörden ihre Maßnahmen und verderben den Arbeitswilligen ihre Freude, auf dem Lande Arbeit zu suchen. Weiterhin sollten alle Landwirte versuchen, die Wohnstätten ihrer Arbeiter anständig herzurichten. Das dient wesentlich dazu, die Freude an der Arbeit auf dem Lande zu heben und die Neigung, dort zu bleiben, zu verstärken. Mag es unter gegenwärtigen Verhältnissen schwierig sein, so bleibt doch keine Wahl: es muß etwas geschehen zur Hebung der Wohnungsnot auf dem Lande und zur Wohnlichmachung der Räume. Neuerdings taucht in den Städten verschiedentlich die Mitteilung auf, die Landwirte weigerten sich hier und da, den Städten Lebensmittel zuzuführen, oder sie spielten mit dem Gedanken eines landwirtschaftlichen Streiks. Ein derartiges Verhalten der Landwirte wäre so verantwortungslos, daß man im Ernst nicht glauben kann, der Gedanke an einen Streik könne in landwirtschaft-. lichen Kreisen Eingang finden. Ein solcher Streik wäre die Katastrophe für die Städte; denn sie würden schlechthin dem Verhungern ausgesetzt sein. Es wäre aber auch die Katastrophe für die Landwirte, denn der Strom der verbitterten, unterernährten ober halbverhungerten städtischen Bevölkerung würde sich auf das Land ergießen und mit Gewalt und Zerstörung das holen, was ihm verweigert wird. Hinter diesem Gedanken eines landwirtschaftlichen Streiks steht die leider vielfach verbreitete Auffassung, die Arbeitslosen in den Städten wären samt und sonders arbeitsscheue Elemente. Diese Auffassung ist völlig falsch. Für die meisten Arbeitslosen ist ihre Erwerbslosigkeit eine schwere Sorge und ein bitteres Schicksal; sie würden sich freuen, Arbeit zu bekommen, und viel der in ihnen aufgespeicherten Erbitterung rührt gerade daher, daß sie keine Arbeit finden können. Wegen der geringen Zahl des arbeitsscheuen Gesindels sollte man doch nicht so hart urteilen über die große Zahl der schuldlos Erwerbslosen. Es ist zu hoffen, daß das gerechte Urteil auch in den Kreisen der Landwirtschaft die Oberhand gewinnt und jene gefährliche Idee des Nahrungsstreikes mit Stumpf und Stil ausrottet. Letzte Nachrichten. Ein Notenwechsel über die Streitfrage Danzig. Berlin, 27. März. (WTB.) Am 26. März abends ging beim' Vorsitzenden ber deutschen Wasfen- stiUstandskommifsion in Spa folgende Note des französischen Vorsitzenden, des Generals Nahmt, zu: „In Uebereinftimmung mit ber Entscknibung des Obersten Kriegsrates der alliierten und assoziierten Regierungen wird General 'N u d a n t üt Ausführung der Klausel 16 des Waffenftiilstonbes vom 11. November 1918 fordern, baß die Tcnt- scl-en gestatten, daß die Armee des Generals Haller, welche ein Teil ber alliierten Armeen ist, durch Danzig in ber Richtung auf Polen frei burchmarschiert, mit dem Zweck, dort die Ordnung aufrecht zu erhalten. Die Deutschen werden sich weiterhin verpflichten, alle Erleichterungen für die vorübergehenden Einrichtungen! jeder Art zu geben, die für die durch diesen Hafen- Platz marschiereirden Truppen notwendig sind. Jede Weigerung, diesen Forderungen zu entsprechen^ wirb als ein Bruch des Waffenstillstandes durch die Deutschen angesehen werben. Infolgedessen bitte ich Sie, von ber beutschen Regierung die Vollmachten zu verlangen, die nötig sind, um die Art und Weise ber Ausführung bringenbft und auf Grund gegenseitigen Uebereinkommens zu re* geln." gez.: Nudant. In ber Antwortnote ber beutfeben Regierung heißt es: Tie deutsche Regierung kann nach eingehender Prüfung eine Maßicahme nickst verantworten, die ohne Schaffung ausreichender Garantien ben Bürgerkrieg im eigenen Land Hervorrufen muß. Dagegen ist die beutfdje Regierung nach wie vor bereit, die Landung der Armee Haller in Stettin, Königs- berg, Memel über Libau mit allen Mitteln zu er» leichtern und dadurch die Absicht ber Alliierten, die Ordnung in Polen.aufrecht zu erh-ckten, mit allen Kräften zu unterstützen. Tie deutsche Regierung erklärt sich ausdrücklich bereit, alle Einrichtungen für die rafdjefie Landung und die Durchreise ber Armee Haller mach Asten zu gewährleisten. Diese Wege führen auch eisenbahntechnisch schneller und ohne jede Störung ber Lcbens- mittelzusuhr nach Polen zum Ziele. Um die in ber Note von Marschall Fach gewünschten Vollmachten zur Regelung der Art und Weise der Ausführung ber Landung aus Grund gegenseitigen Uebereinkommens erteilen zu können, ersucht die deutsche Regierung um alsbaldige Mitteilung über folgende Punkte: 1. Zusammensetzung der Armee des Generals Haller und Stärke derselben. 2. Zeitpunkt ber Landung der Armee Haller. 3. Angabe der Zeitdauer der Durchbesördening ber Armee Haller bis nach Polen. 4. Welche Gewähr könnten die alliierten und assoziierten Mäckste dafür bieten, baß nicht die Armee des Generals Haller oder ein Teil derselben sich an politischen ^Kundgebungen oder an etwaigen Aufständen der Polnischen Minderheit nach dem Vorgang bei der Anwesenheit des polnischen Ministerpräsidenten Paderewski in Posen beteiligt oder solche mit Sicherheit zu erwartenden bedauerlichen Ereignisse hervorruft? Gez.: Reichsminister Erzberger. Eine Entschließung der sächsischen Volkskammer. Dresden, 27. März. (WTB.) Die Sächsische Volkskammer hat mit allen gegen acht Stimmen der Unabl;äitg:gen eine Entschließung angenommen, die einen Frieden gemäß ben 14 Punkten Wilsons verlangt und erUärt: Unannehmbar wäre die Abtrennung von Teilen West- preußens, Oberschtesiens ober bes Saarbeckens und eine Kriegsentschädigung, die geeignet wäre, den Wiederaufbau des deutschen Wirtschaftslebens unmöglich zu machen. In den umstrittenen Gebieten Polens müssen unbeeinflußte Vollsabstimmungen ftattfinben, ebenso muß Deutsch-Oesterreich bas Reckt ber Selbstbestimmung in vollem Umfange gewahrt bleiben. Zum Schluß wirb in der Entschließung die sofortige Herausgabe unserer Kriegsund Biöilgefangmen und die sofortige Aushebung der Hungerblockade, unter der Sachsen am schärfsten zu leiden habe, sowie die sofortige Räumung der besetzten Gebiete gefordert. Reicksministcr Sckmidt über die Volksernäbrung. Weimar, 27. März. (WTB.) Im Haus- haltsausschuß der Nationalversammlung erhärte Reichsminister Schmidt zur Lage der Volks- ernährung: Auch die amerikanische Einfuhr ist noch nicht durchweg gesichert und wird es a»ck nicht ermöglichen, der Bevölkerung wöchentlich 500 Gramm Fleisch zuzuweisen. Um den Zuckerrübenanbau wenigstens in der Höhe des Vorjahres zu erhalten, wird der Preis für diese Rüben erhöht werden. Dce Zuckerfabriken werden nun Teil in ihrer Produktion freie Hand bekommen. Ter Mundzucker soll aber in entsprechenden Preisen an die Bevölkerung Eommen. Aus dem Amtsverklmdlgungsblatt. Tas Arnlsverkündigungsblatt Nr. 4 enthält: Bekanntmackstmg ber Provinzialdire klion Obcr- hessen und des Kreisarnts Gießen. — Bekanntmachung 9?r. F. R. 630/2. 19. K. R. A. der Kriegs- Rohstvfs-Abteilung. — Verbot ber Ausfuhr, Veräußerung ober Verpfändung ausländisckier Wertpapiere nach dem Anslanb. — Neuausstellung von Zulassungsbescheinigung für Kraftfahrzeuge. — Anbau von Tabak int Jahre 1919 Vom 14. März 1919. Gegen die wilden Autos rickstet sich eine Verordnung des Reichsministeriums für wirtsckaftliche Teniolnlmachung vom 21. Februar 1919. Dom 15. April an verlieren sämtliche bisherigen Zulassungsbescheinigungen und Kemizeichen, die von zivilen # ober militärischen Stellen erteilt worden sind, ihre (Gültigfeit. Ter Eigentümer eines gegenwärtig zum Verkehre zugelassenen Kraftfahrzeuges kann die Erteilung einer neuen Zulassungsbescheinigung und eines neuen Kemrzeickiens beantragen. Während des Erneiierungsverfahrens werben bent Antragsteller die bisherige Zulassungsbescheinigung und das bisherige Kennzeichen belassen, jedoch nickst über ben 15. April 1919 hinaus. Bevor die höhere Verwaltungsbehörde dem Erneuerungsantrrg stattgibt, hat sie das Reickisverwertungsamt zu hören. Tie Anhörung unterbleibt nur, ivenn das Kraftfahrzeug vor bem 1. November 1918 zum Verkehre zugelassen gewesen ist und seit der Zulassung den Eigentümer nicht gewechselt hat. Sämtliche Zulasiungsbeschei-uigungen, die nicht bis zpnr 15. April 1919 erneuert wurden, sinb nebst den zugehörigen Kennzeichen einzuzieyen. Die Neudurchnumerierung und Ausgabe neuer Zulassungsbescheinigungcn erfolgt iw Kveisamt, Zimmer Nr. 9. Kraftfahrzeuge, die nach bem! 15. April 1919 auf öffentlichen Wegen und Plätzen verkehren, ohne ordnungsmäßig zugelassen zu fein, können von den Deenvbilmachungskommissaren für verfallen erklärt werben. Bekanntmachungen der Prvvin- zialdirektion Oberhessen und des Kreisamtts Gießen oder von diesen Behörden veranlaßte Bekamttmachiungen gelten nur bann als amtlich veröffentlicht, wenn sie im Amts- unb Verkündigungsblatt erschienen sind. Die Kriegs-Rohstoff-Abteilung teilt eine Reihe von Bekanntmachungen mit, in benen die Befugnisse verschiedener Stellen dcirch bie Reicksleberstelle, das Neichswirtschaf'sministe- riunt ober beten Unterabteilungen abselöst werden. Die Bekanntmachungen betreffen fieber, rohe Groß Viehhäute und Roßhäule, rohe Kalbfelle, Schaf-, fiamm- unb Ziegenfelle, sowie fieber baraus, Eickien- unb Fichtenrinbe, Treibriemen. In einer weiteren Anzahl von Bekanntmachungen tritt cm bie Stelle der Kriegsleder-Ak:iengesellsckiaft die deiilsckie fieber - Aktiengesellschaft. Die Bekanntmachung bett. Verlaufsverpflichtung von rohen Kanin-, Hafen- unb Katzenfellen vom 24. November 1917 tritt außer Kraft, ferner bie Bekanntmachungen vom 13. Juni 1917 betteffenb Beschlagnahme usw. von rohen Reh-, Rot-, Dam-, Gemswild-, Hunde-, Schweine-, Scehundssellen. Walroßhäuten, Renn- und Elentierhäuten, sowie von Leder daraus. Die Ausfuhr, V e r äu ße r u ng o der Verpfändung ausländischer Wertpapiere nach dem Ausland ist mit Wirkung vorn 3. März bis zum 31. März 1919 verboten. Oester- reichische, ungarische, bulgarische und türk. Wertpapiere werden von dieser Aiwrdnung nicht betrof- feit Tas Ausfuhrverbot findet keine Anwendung, wenn laut Vesck)cinigung der Reichsbank oder einer Devisenstelle ausländisckie Wertpapiere nur zum Bezüge von Zftis- oder Gewinnanteilscheinen, zum Austausch oder zur Wstempelung bei Konversionen, zur Ausübung von Stimm- oder Bezu^s- recksten, oder wenn fällige oder ausgeloste Aktien und Obligationen zum Zwecke der Einlösung versandt ober überbracht werden. Die Bekanntmachung übet den An- ba u von Tabak im Iahte 1917 vom 18. April 1917 gilt auch für bas Iaht 1919. Behördliche Anzeigen. Bett.: Einfuhr von Cfcmüfc und Obst auS dem ÄuÄand. Bekanntmachung. Alle Anträge aus öhnhi^cbnxhlliQgomg und Ein- tarfSgcnrbmi-aiiig für frisch-. S Gemüse U7ch irisches Obst aus dem Ausland nach dessen sind künftig nur bei der Hessischen LandcS-^Gcmüsestrlle in Mainz, Emmeranöstraize 23, zu stellen. Bei den Anträgen sind Art, Menge unb Preis der Ware. Herkunstslmrd, Empsänger und GrenzüberqangS- vlatz genau anjiigeben. Die vorgeschciebenen Bordrucke istr die irrnkaussgenehmimrng sind bei den Handelslammern erhältlich. Sie müssen gehörig ausgesülü, den Anträgen m dreifacher Ausfertigung beigesügl werden. Zur Einrulu wird der Fachhandel in Gemüse und Obst, soweit er im Besitz der nach 8 9 der BeioAnuitfl über Ncmüse, Obst und «üdsrüchte hom 3 April 1917 iReichsgesetzdlaU S. 3E7) vor- aeschricinmen Gronbandclsg.-nchmigung ist, innerhalb des von der Rcichssteile für Gemüse und Obst, EinsuhrveNeiluirgsstelle, für den betreisenden Zeitraum -uaewiescnen Zalstungskontrngentc- und gegen die für die Erteilung des Einftchrschemes zu entrichtende Webübr zugelaFen werden. Der nach- iuchrnde Händler bat den Nachweis zu erbringen, daß er die erlassenen Zahlmrgsvorschriftcn, die bei den Handelskammern zu erfahren, sind, einhalten wird. M a i n», den 24. Mär» 1919. 3928C Die Hessische Landes Gkwilsestelle, Bcrwaltllllgs- Abtrilnnq. Ter Äbrfiöcnbc: Werner, RegierungSmL J.1 ■■ . .1-- I .1 1 I . 1--1 Ausgabe von Bückingen. Ab Freitag den 28. März bis einschließlich 31. März d. I. erhalten die spunden folgender Geschäfte auf den Kopf V< Vid. Aprotlbückinge auf je eine fax dem betr. Geschäft abgegebene Lebensmittelkarte. Der BestellausweiS zur Lebensmittelkarte ist vorzulegen. 1. Gans, Phil., Tammstrahe, 2. Haas, Dtlb., Bleichstrane, 3. Häuser, Jakob, Ludwiastraßa 4. Hecker, Rod., Sranbgaiic, 6. Heune, Heinr., Walltorstraße, 6. Kaisers Kasfregeschäst, Kirchcnplatz, 7. Kinzenbach, H., Wetzsteitlgasse, 8. Klein, Marie, Wotsstraste, 9. Koch, A. Nachs., Schulstraße. Gi eße n, den 27. März 1919. 3921B Ter Oberbürgermeister lLebensmittelamt). Marmelade-Verteilung. lAusgabe Nr. L) von Samstag den 29. Mär» bis Mittwochden 2. April 1919einschlieb- l i ch gelanat in den KleiudandelSgeschüftcn, bei denen die Vorbestellung erfolgt ist, gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und Abgabe des Bezugs- abschnitteS Nr. 1 1 Pfund M armelade zum Preise von 10 0 Pf ennig ptr Ausgabe Die .Beurhnt Scheiter. Win: 120 Buche, 4 Hainbuche, 4 Eiche, 64 Kieler, rd. Zkoiivvel, Rin.: L«) Buche, 90 Eiche. 26 Aspe, 23 Hainbuche, 14 Flchie, 12 Kieler. Reiser, Rin.: 7 8 Buche, darunter 176 Rm. Bnchen-Slammreiser, 256 Eiche. 20 Asvc. Knllpbelrcijer, Rm.: 68 Kiefer. 6 nichle. Stöcke, Rm.: DU Buche, 16 Eiche, 60 Kiefer, 5 sichre. Siäbere Auskunst erteilt Fre,herrlicher Forst- wart Leyerer ll^.lllimbach. Gießen, den 27. Mär» 1919. Freibcrrliche Obcrsörtteret Rabenau. I. Tran »wein, Geh. Forstrat. B916B Holzversteigerung Dienstag den 1. Avril 1019 werden noch Zu» iammenkunsi um 9 Uhr vormittags an der Brücke der Nollstraße au- den FreiherrUch von Nordeck zur Rabenau schen Walddiftrikten Roll 1 und 2 versteigert: Stämme: 1 Eiche III. Kl. - 09R Rfhn.; Derb- stnnaen: 95 Fichte — 1,59 ftftrn; Nutzlcheiier Rm.: 25Kiesern: Nutz.eiügRm.: 5 Eiche,21 Fichte.Scheiter Rm.: 286 Buche. 3«. Eich«. 56 SHeicrn rund,- Knüppel Rm.: 128 Buche, 46Eiche, 4 Erle, 22 Kielern: Knüoci- retsta Rin.: 24 Slleiern; Reiser Rm.: 3 0 Luche, darunter 28 Rm. Siammeeiser, 210 Eiche, 1*2 Erle- Siammreiser: Stöcke Rmtr.: 70 Buche, 84 Eiche, 80 Kiekern. Nähere Auskunft erteilt Freiherr!. Forftwarl Leverer I., Odendnusen. Gießen, den 27. Mär» 1919. Freiberrliche Qbcriürt'terei Rabenan: I. v.: Trani wein. Geh. Forstrat. 39158 Freiwillige vor! Ein tritt ine Fretbelaillea K Inner (Ul 17k Alte 117er — Helle»! bi« Ihr im Frieden »der Krieg im L Bataillon ge iiQHCrn habt und mit Freuden zurückdcukt an Eure Dienllteit. meidet Euch al» Freiwillige zu Eurem alten Bataillon, zur Zeit Im Schloß Hachenburg fm Welterwald. Könnt Ihr nicht selbst kommen, schickt Eure Söhne, werdet Verwandte und Bekanntet Jnsantertkten a. Äst.-G. Schlitten brauche ich! Auch Unausgebildete könne» komme»! Wem ein vaiertandilches Hellenherz In der Brust schlagt, wer seinem L Bataillon im blauen Regiment Treue deivabrl hot, der denke an die biure Not de- Baterlandes und komme Manneszucht und strenge Rechtlichkeit sind hier fu Haute. Kriea»ervrobte Kompagnie-Ebes-, die ahrelang mit ihren Hesten draußen im Feuer und Schlamm gelegen haben, erwarten Euch. Die Hatto:- leutc «uleb. M.-G.-».: Offe n vächer, 3: Len- h irdt. 4. und Leutnant Vaevelt, P. Schreibt eine Postkarte nach Hachenburg im Westerwald an L/117. Die Bedingungen sind dle allgemein bekannten: Löhnung des Dienstgrade» und 5 M. tägliche Zulage. — Säumt nicht lange, meidet Euch Rinnet Major und Bataillons Kommandeur L/117. 356GD Hessische» Fretkorv». Vicbertalbnhn. Bekanntmachung. Infolge der vom 1. April bs. Js. ab zur Drrrrl»rü!n7tn>g gcfanncirbat Erhörmng des JlWXcn* Preises um 20,— Mk. für bte Totme fdjen rmr uns genötigt, gleichfalls vom 1. April ds 35. ab für den Gü.°ervcrkehr einen Zuschlag von 15 °/b zu den tarifmäßigen Sätzen Mr Ttmntg der uns selbst auS dieser Kvltettprei^erchöhumg cnlfttl^niH-n Mebr- tofttn zu erheben. 3904 D Allgemeine Deutsche Kleinbahn - Gesellschaft, Aktiengesellschaft. Aufruf I Tctiffl SreiMntz LK Jcjenött 8. Üsurmiie des3.Niede:schlestichen Fnla.-u.'rle-Regiinent-Nr. 88 zu Rawltlch. vrooln» Bolen, fehlen »och bd»e<»t Unteroffiziere t Mannschaften. Dte Kompagnie bittet alle ordnungsmäßig em lalleuen Kriegskameraden, sowie alle, die Fahr mit der Waste gedient haben, und die geneigt Und, unsere deuttchen Dtamuievgenokien In Ihrer fern bestehenden bedrängten Lage gegen polnische Macht und flnrnnhüng^flelüfte zu schützen, um Eintritt t» die Kompagnie. Ordnungsmäßige Emlallnng»saniere lind mit zubrtngen! Wrunb und Hauptbedingung neben den neuzeitlichen Reformen ist straffe Disziplin und Manneszucht! Bei 14lagiger gegenseitiger Kündtaun, erhält jeder Manu monatlich 30 M. jeder Gelreiie 88 M (linteroinziere erhalten die ihrem Rang ew> sprechende Löhnung»: außerdem erhalt jeder Ma»» (Melieüe und Unterosstzier eine tägliche Zulage von 5 Mart bei freier und guter Verpflegung. Beförderungen und Berlethunge» E- K. l. n»b IL Klasse stnden stattI Berttchene» Abzeichen: CerfllbertH Eicheulanb am Kragen. Meldungen in der Schreibstube der Äemneente in Rawi sch. Abmeldung hat bri dem vettrkSkomma»bo au erfolgen, da» AuSivekfe zur Erlangung einer Mill- tärfobrtiiric nach hier auSstellt. Miluärsahrkarte Ist an der Babnloerre nicht abzugeden, Ioniern enf der Koinvagnieschretbstube. wo gegen Äblieletu»» derselben bic Reisekosten vergütet werdet». Trantwein ®®d Oberleutnant nnb Komnagnleführer 8. Komvagnie Jnj.-Realinenl» Nr. 50 Grenzschutz Ost. Feldpost 9fr. 987. -------------—------- Hod)tiniiirftriio.lli!)f für die Gefangenen - Fürsorge stellt baf Durchgangslager Gießen sofort ein. Zahlung«. Bedingungen wie die des Heffischev Freikorps. Gesucht werden Barbiere, Schneider. Schuster, Köche, auch Kriegsbeschädigte werben genommen. Meldung auf Aommandant»r, Durchgangslager Gießen fSchühenhau»). Pkimi SirftBfititi voll- »»!> fiorliroorn ^eu- uni» GarltnrrdtCK rinnfieblt FakobRciber, Rtttergalle-Markistr. la. Holl. Allslkr» irisch elngeirollen 8lV7 Carl Mchwaab Telikatelle». Mittwoch den 2. April, abend» 8 Ubr, im Saale des Hotels iSroßberzog von Helle» Oeffentl. Dortrag. Herr Lehrer Fischer: TastchMrderEinheitWlt Alle FMerelleuteiu besonders die Elter», stad herzlich etngeladcn. *e»D Polittscher Frauenverein. Einnahme». Ausgabe». 988,668 f.i 115VM2.16 2&85310 1. 26,63337910 Vtlanz Aktiva. Passiva. L020.987.83) 7. 25,105,000 - 8. 10,18049122 3^6€381,06 o4 R241,lia- 681707M <1239,71(1- 984ÄJ4.- Tantiemeo und Gratillkationea. . i 681,742 00 20.'20J (VI 07 1L6LS77 4" -^880,545,000.- » 143,611,600.— LTjOS.4 12 81 2X0.000- Fr Schuberl Volkslied 600,000.- 181,742.90 520064.27)081 6ÄO623 21 28^27,70087. 91,150 54 M 9000000 Luther MM) xA 17/100.000. , üooaooo.- , 2075,000.- , f, OOP, OOOl ji 22XE.70.74 2. An die Musik....... Lied der Agathe aus dem Freischütz 3. Gedichtoortrag 4. Militärmarsch Es-dur 5- Frauenchor: Schnitter Tod . . . jh Janoaono.- , 20,463.97 524.156.600 - 90.200 - chvvotbeke« (sämtlich tu das Deckungsregister ein- getrngenj ................ (Ein* feste Burg ist unser Gott (Eine Singstimme und der Frauenchor L603,791G8 im „Einhorn", Dienstag den 1. April abends V18 Uhr,veranstaltet für alle Freunde Bismarcks besonders unter der hiesigen Stuüentenschast ™ Ueberrveisung an die.Reserven Taniteincn und Grattstkationen Dortrag aus 1919 ...... E. Hildach % Franz .......M. 9leger I. Brahms Palmer Herr Profeffor Werner, Butzbach W. A. Mozart . . Fr. Schubert Ä. M. d. Weber 1504,17X328-40 SOOOhT Die Direktion. 800.000.— 376.22134 375,415.46 Mariä Wiegenlied . Frauenchor: 3n stiller Nacht Tröstet mein Volk Rede auf Bismarck . A Ü772-L0.Y1 . 818X24.42 , 88.Kl.~k80 bei der Reichs- Jur tellweisen Deckung der Unkosten wird ein Eintrittsgeld von 1 M erhoben. AusführlicheAnkündigungszettel, die als Eintrittskarten gelten, find von Samstag ab und nur im Vorverkauf zu haben bei Herrn Ehallier und für die Studierenden bei Herrn Ritter in der UnioerflILI. Aus der Dortragsfolge: Klavierquartctt ....... Vewinn-Bortrag von» Fahre 1917 Zinsen aus: Hvootheken Koinrnunal-Darlebe» Lombard - Darlehen, Wechseln, Konto-Korreoi unb Drams- papieren......... DarlrhenSpeovlNonen Bon den Hvpotbekenschnldnern erietzre Stempel, steuern ......... $0,165,989 !F- 641/53123 757^10 36 396,490 75 moooj- 6,220,473 ">3 21X2351- 481,»5>!ro L16Ü71Ä58 574.11^110 2/* 0 000 - 376,22181 6 Gedichtoortrag Gesang: Frühling ist da . . Die Heide ist braun A 1M7.797.75 , L841.147.S4 , 375,43'.. 46 Sdpotdekenzlnlen «rückständig . Kommnnal-Doeleben: Prruh'lche llaintltch in da» TecktingAreginer eingetragen . Außerpreudtsche...... Zinsen.......... Kalle einschließlich Giroguibnben dank und Franksurter Bank Wertvnvicre: 3.217,700.- 8*/0 Deutsche Slantopatstere . 7505001— 47» Deutsche Reichs- u. Brenh. Schavanweisnngen , 0980000.- 4Deutsche Ntelchsschatzanwei- funflen..... , 1L410L00- 57. Deutsche ReichSanleihe . . A ÄF33400.- L0874WO— eigene Psandbries» imb Kommutiab Obligationen . . Lombardiorderangen . . . . Guthaben bei Bankhäusern Deutsche Reichs- nnb Brenh. unverziasl. (Srhnhantotii. Schecks u. gekündigte Effekten Kontokorrent: Debitoren . . . Tlmtnybilicn: Baukaedäude Donptger Grundbesitz .... Aktienkavital..... . . SteiervesondS: gesetzlicher aus;c: ordentlicher Austaii-Skeserve StaatSpavier-Reserve . . . . VortragSvosteu: Psandbries-Agto Zinsen und DnrlehenSprovts. . Gewinn-Bortrag Pfandbriefe: 4'7.19»........... 87,7. Ißt.......... Verloste Stücke . . Kommunal Odligattooear 474ar........... 8'/,7«lge.......... Ü504.17J-32S 401 Der Dividendenschein vro 1918 gelangt von heute ab mit M WO.— = IO»/, zur Ginlöiuna Krankinrt a. M., den 26. März 1919. Zranlsurter Hypothekenbank 56jt« Geschäftsjahr. Abschluß per 31. Dezember 1918. JahreSrechnung. Zinsen von Pfandbriefe» und Kommunal Obli- gationcn für die Zeil bis 31. Dezemder 1918. . Nnerbobene Dividende. •.......... Kontokorrent: Kreditoren Tcv1 fiten................. Taiousteuer Konto 23.871.944 40 Tibidcnde für 1018............ , 10719.882,90 A 2i&74ia40 3731.656 80 26^0^79.10 A 2.331.000- I . 4,399,600- | 07306001 Zinsen von: Pfandbriefen A 20,243,83689 Kommunai-Obllgationen . . . „ 222,15.307 Berwalcungskosten und Zahlungen für Kriegs- fürforoe ................. Steuern und Stempel . . Abschreibung aus Deutsche Staat»oapiere. . . . Abschreibung auf Deutsche StaatSpaotere durch Urbcrtrm vom Gewinn Vortrag au» 1017. . . Reingewinn, beschiollene Berwendung: 107« Dividende auü A 22.000.0u0.- A 2.200000.- Deutsch-nationale Volkpartei ntuiiiiuiiiimiiuiiiiimMUJiniuuwiimmiHiiHiiiiiiiiiiimiiHHimiuitituiiiiiuimiiiiiiiiiimuutiiiinBiiiwiin Sirmarck-Gedenk-Zeier HutHärungsf (^r if ten I Weiß es Brauhaus Gieße n derDeutschenvolkzpartei Soeben erschienen: Heft Nr. 7. Regierung »ud Parteien vor »ab nach der Revolution. Von Dr. Fritz vigener, Prof, der Geschichte an der Universität Glegen Gür jeden Politiker unentbehrlich). Einzelheit 40 Pf. Heft Nr. 3 Die deutsche volksbochfchnle (mit einem Anbang: ein Bolkodilbungsdeim In Darmstadt« von Prol. Lio. theoL Plana« müller in D>trmstadt. Elnzeiheft 40 Bi Su beziehen durch die Bttchbandlunaen ober die «fchäitostellc der Deutschen PolkSvartei.Darm. habt, Wilhelminenstraße 3 lauJID WvtzetclnstrnOc, hinter der Madtklrehe ■■ ■■ (Betilier Han» Klrelnsrer). ■ Empföhle mein prima Weizenbier Aanaeta» end Konnte« • fideles Bierkonzert ■ le soliden humoristischen Vorträgen. V arte auf la Flaaelteo Ober die Btrel«. UrartMchM aller Irl 7..^. ^',77^7/7." wert »le Brnil'icke üilv. Draeieril. ■ Lugt, Biolee Schwarzloh-Zöcliler von ßisßen n.üninegend Sonntag den 30. März nach«. 2‘/s Uhr Versammlung im Postleller. ocyg Der Vontand. Wettbewerb zur Erlangung einer Schmuckmarke (mumlamen in OBERHESSEN re- bürtl. Elnlielerungitermln SO. Mal 1019. Für Freie und Ankäufe stehen 900 Mark tut Ver- fÜKUn». Redinmiiiuen gegen 20 PL In Marken durch Oewvrbrbaua Gleiern. Kircbstr. 16, (3020D Geiellschafl zur Förderung des Oberhees. Handwerke und Kunatgewerbea Giessen. Mg. deutscher Frauenverein. ZttiivllllgtGL'tl^Ztllerllithl Sonntag de» 10. März l. Fs., nach«. IS Uhr, bd Kamerad Keemer Stadt W.ardarg^: orllclltlilhe ßllllptvkrsaMlllllz Tage»oednnng: L Fohre»bericht- h Kalle» bericht: 3 Prüfung der Rechnung: 4. Antrag de» Boruande»: ,Tle dte»!ähr,ae Neuwahl des Vorstände» erstreckt llch nur auf bte 19)6 adgelause»e» Aemter, während die 1918 otwlauftnrn der f-ivunnr'nrman norgesedenen Wahlverioden Wege» ern 1921 neu deietzt werden loUm*; 5. Nennmtzk deS vorstonde»: 6. (srlatzwahl de» Rechners: 7. Anszeichnung von Mitglieder» nach Satz 5 ber Satzungen: K verschiedenes. vollzählige» Erscheinen erforderlich. 3438t Dieoitanzus unb Otint Der VorSa»