e Donnerstag. 27. November 1919 169. Jahrgang RI liipMW tauf H°"dwazm Üaste»wze° lellM. * * Ersatzräder 1 ”. wtek^v nnrrfl'id. (c£-l 8W« M !N- UNd um Laut jährlich 12047c rn muß ihn is einschl isländische Fabri- Dunlop usw.) in en eingetroff.-n. ragen ridhten an Bereifungen iaus len Film WllWt" ichuhe eit tt-ert ltgi- zwts-ben T63en sJJtorf weniger stabil ist als der der ausländisck-en Zahlungsmittel. Anders liegen die Verhältnisse allerdings hinsichtlich der Gebiete, in denen die Valuta noch chlechter steht als bei uns, d. h. in erster Linie hinsichtlich der Gebiete des ehemaligen Oesterrrich- Ungarns, Rußlands und Polens. Hier empfiehlt es sich, den immerhin noch stabileren Markkurs zu berechnen, dabei aber auch streng bei den Weltmarktpreisen zu bleiben. Die Gefahr, ausgeplü»ck>ert zu werden, wird ür unsere Volkswirtschaft von Tag zu Tag größer, mib es ist notwendig, daß alle Beteiligten demgemäß ihre Nüaßnohmen, bei denen ja die, privat- wirtschaftlichen Rücksichten mit den a'lgemein-wirt- chaftlickren ivie kaum jemals zuiammenslimnien, reffen. Wir müssen dem Auslande gegenüber auf este Preise halten: Waven zu verschleudern. Las erträgt unser geschwächter Wirts chaftsköiper nicht mehr. Beschuldigungen gegen Sozialdemokraten. Berlin, 26. Nov. (Privattelegmamm.) Zu derben El«rt, Nvske und Scheidemann erlvbenen Beschuldigllrn.gen wegen Korruption äußerte sich letzterer zu einem Mitarbeiter der „B. Z. a. M.". Danach lieferte der verlraflel g.'wesene Hermann Sonnenteld das ganze Belastungsmaterial an den sozialdemokratischen Abg. David,vlm aus. Es bestehe in dem Schreiben der Negierung betreffend tte Derslellung ontibolschewisci cher Kalender für Rußland, ein Legitimalivnsbrief für den im Januar 1919 mit der Verpflegung von Regierungstruppen beauftragten Sklarz und ein Erlaß Noskes wege-n der Aufstellung einer MaiL- tenderei für die Reichswehrtruppen. Es lZandelt sich also um einwandfreie, nachprüfbare 9tcgiü> run^Unordnungen. Für die Belriuvtung, daß die Minister sich an diesen Geschäften bereicherten, feilen die Beweise. Das kostbare Oelgemälde, das Rosbe von Sklarz geschenkt erhalten haben soll, ist eine einfache Ko'lenzeichmmg, nach welcher das Bild Rostes für die Zeitschrift der Reichswehr lvrg.'sbellt worden ist, welches der Hersteller, nicht Skbarz, nachträglich an Noske schenrle. Alles andere Material ist teils erlogen, teils gefälscht. Scheidemann erklärte, rücksichtslos gerichtlich Vorgehen zu wollen. Die Lage in Acpypten. London, 26. Nov. (Wolfs) In der gestrigen Sitzung des Oberhauses teilte Lord Curz0n Über die Lage in Aegypten u. a. mit: „Dio jetzigen Vorgänge haben ihren Grund in wirtschaftlichen Ursachen, namentlich in der Verckmermig der Lebeushal'ung Ausländisch Sozialisten haben nicht verfehlt, sich diese Sachlage zunutze zu machen. Aber die Vorstöße der Nationalisten auf ein unabhängiges Aegypten hin dürften verfehlt sein, denn alle Signatarmächte fce? Versailler Ver. a e. ‘-oben ausdrünlich das englisch Prote torat ü er Aegypten anerkannt. Die Mission Milners sei ausdrücklich daraus gerichtet, die 9tul)c und Orouung in Llegypten anfrechtzuerhalten, daun alvr auch eine Verfassung für Acgyp'en auszuarluiten, wobei sämtliche Parteien zu Rate gezogen werden sollen." W KW Die Regierungsparteien und das 'Selrkbrrütegesetz. Berlin, 26.Nov. Die drei Regierungs- Parte i e n traten heute zu einer Sitzung zusammen, um die Lage hinsichtlich des B e t r i e b s- rätegesetzes zu klären. Die Demokraten brachten neue Vermittlungsvorschläge ein. U. a. soll ein Gesetzentwurf vorgelegt weroen, der das obligawrische Schiedsgerichtsverfahren zur Berlnltung von Streiks bringt. Es sollen ein oder zwei Mitglieder der Betriebsräte in den Aufsichtsrat enrsandt werden kömien, um die Ansichten vw Wünsche in betug auf die Organisation des Betriebes wahrzunehmeu. Ferner soll das Recht Der Einsichtnahme in die Bilanz solchen Betrieben gewährt werden, in Denen mindestens 100 Angestellte oder 500 Arbeiter tätig sind. Im allgemeinen scheint es, als ob oer Kompromiß eine brauchbare Grundlage für eine Verständigung darstelle. Berlin, 26. Nov. (WB.) Der ReichL- arbeitsmiuister teilte heute im Ausschuß bet Nationalversammlung für das Betriel'srategeied mit, daß nach Neujahr d.ts Gesetz ibet die Reichs- arbeiterrätc vorgelegt werden könne. Fern^ö kündigte der Minister ein Gesetz ütet em obligatorisches Schlichtungsverfahren zur S&Tbütung von Streiks an. 1.25 Uhr. Abg. Dr. Semmler (D.-N.) begründet die Interpellation Arnstadt-Dr. Heinze betreffend die drohende Gestaltung der Ernährungsfrage infolge der schlechten Witterungsverhältnisse. Bleiben uns einige Tage trockenes Wetter, so können wir hoffen, über das Allerärgste hinwegzukommen Aber die 9begicrung darf die Zügel in der Ernährungspolitik ntd)t weiter am Boden schleppen lasten. Die Zwangswirtsck>ast fesselt den Produzenten. Er ist nicht frei in leinen Dispositionen N'cht der ganze Bedarf darf aus die ßanbivirtfdxift u mgelegt werden, sondern der Landwirt muß nach seiner Leistungsfähigkeit herangezogen werden. Die Produktion muß gesteigert werden. Die Deckung des Bedarfs an Brotgetreide ist nur möglich, wenn ein Prämiensystem eingesührt wird und bic Landarbeiter ihr Deputat bekommen. Die Zwangs- nnrtfdjaft in der Zuckerproduktion muß bald ganz fallen. Die Schwein^ucht muß gehoben werden. Konsumenten und Produzenten werden bereit sein, sich auf anderen Gebieten Beschränkungen gefallen 2it sSÖ preise bei Verkäufen ins Ausland. Man schreibt uns aus L>andelskreisen: Tio bis vor noch nicht langer Zeit in wirtschaftlichen Kreisen allgemein gehegte Befürchtung, Deutschland werde wegen seiner schlechten Rohstoffversorgung, seiner hohen Löhne und anderer hiermit in Zusammenhang stehender Faktoren dir Weltbewerbsmyig.eit auf dem Weltmarkt aus absehbare Zeit hinaus nicht wieder erlangen, l-at sich insofern nicht bewahrheitet, als uns nicht dadurch Gcsalw droht, daß wir zu wenig exportieren, sondern dadurch, daß der niedrige Kursstand das Ausland zu übergroßen Einkäufen, und zwar zu Preisen veranlaßt, die mit einer Vergeudung unseres Volksvermögcns gleichbedeutend sind. Ist der Geldkurs eines Lonves im Weichen hkgriffen, so gibt das an sich bereits für das Ausland einen Anreiz ju Einkäufen, weil damit «vechnet werden kann, daß der Gegenwert am Tage der Bezahlung leichter und billiger zu beschaffen ist, als es den Verhältnissen am Tage des Vertrogsschlusses entspricht. Noch kljärfer aber wird der Reiz, wenn nicht nur die allgemeine Entwicklung des Geldwertes im ungünstigen Sinne verläuft, d. h. wenn sich die Kaufkraft im Inland und die Bewertung des Zahlungsmittels im Auslande gleidenäbig ungünstig gestaltet, sondern wenn die Bewertung im Ausland schneller bergab geht als die Kaufkraft im Znlande. Ist z. B. die Kauf- toait der Mark im Inlande von 100 Gold-Pfennigen aus GO Gold-Pfennige gesunken, und bewertet sie demgemäß auch das Ausland, was zum Beispiel in der Schweiz einem Kurs von 75 Centimes entspräche, so hat der Schweizer, der deutsche Waren kauft, zunächst die Aussicht, daß die deutsche Valuta noch weiter sinken und er die von ihm benötigten Markzahlungsmittel zu einem noch billigeren Kurse als zu 75 Centimes erwerben kann. Darin liegt für das verkaufende Land schon ein wesentlicher Nachteil; der Nachteil verschärft sich aber noch, wenn, um bei dem gegebenen Beispiel zu bleiben, die Mark im Inlande auf 60 Gold- Pfennige, im Auslande dagegen nur auf 30 Gold- Pfennige bewertet wird. Hier hat der Schweizer Käufer nicht allein die Aussicht, daß bic allgemeine Entwertung der Mark noch weiter fortsch^itet, sondern er hat bereits am Tage des Lkbschlusses einen erheblichen Gctoinn. Für LOGO Mark bekomme er ht Deutschland so viel, wie man für 600 Gold-Mark laufen kann; er braucht indes, um diese Summe aufzubringen, in der Schweiz nur 300 Gold-Mark oder die entsprechende Summe in Franken zu bezahlen. Durch seine traurige Wirtschaftslage unb infolge des geringen' Kredits, den Deutschland jetzt mv Alislaii« genießt, bestellt zur Zeit eine wesentliche Spanne zwischen der Kaufkraft der Mark und ihrer Auslandsbewertung. Rechnerisch genau ist die Spanne allerdings nicht festzustellen, weil es für die Gestaltung der Kaufkraft einer Mcstwung im eigenen Lande nur allgemein? Anhaltspunkte gibt. Wir können aber aus einzelnen Stichproben CTitnelmim, daß die Spanne recht heträchstich ist, und zu dieser Erkenntnis ist txi5 Ausland ebenfalls gekommen, weil es stinst nicht eine so leblxstle Eiukusts üligsseft cntfal.'en würde. Man kann fugen, daß das bisher feindliche Ausland an sich aus psychologischen Gründen Einkäufen in Deutschland abg. neigt fein würde, und daß es nur deshalb diese Gründe zurückstellt, weil es wesentliche Verdienste zu erzielen hofft. Diese Entwicklmig ist aber, so sehr Deutschland an einer Steigerung der Ausfuhr zu gesunden Preisen gelegen sein mizfr, geradezu verhängnisvoll, da wir infolge der im In- unb Auslande verschiedenen Mark- beroertung zur Bezahlung unserer Ein- fuhr mären, nach Weltmarttpreisen gerechnet, stets eine größere Menge anderer Waren ober selbst die gleichen Waren aus führen müs'en, und wir somit nie erwarten können, bezüglich unserer Handelsbilanz und unserer Zahlungsbilanz zu einigermaßen erträglichen Verhältnissen zu gelangen. Für Deutschland besteht indes nicht nur die Gefahr, daß es sein Volksvermögen verschleudert, sondern auch die Gefahr, baß bas Auslands in der Befürchtung, mit beutschen Waren überschüttet zu werben, besondere Abwehrzö.cke zum Schutze seiner eigenen Industrie einführt. TaS würde selbstverständlich für uns insofern von Vorteil sein, als jedenfalls der überfchnellen Vergeudung beuftcher Werte unb Waren ein Riegel vorgeschoben würde, aus der anderen Seite ist es aber höchst bedenNich jflr uns, wenn sich, das Ausland durch Abnx'hrzölle von uns abschießen fällte. Denn es handelt sich für uns nicht darum, untere Waren Überhaupt vom Weltmärkte fernzuhalten, sondern darum, sie zwar dem Weltmärkte zur Verfügung zu stellen, aber zu angemessenen Preisen, ein Ziel, daS dadurch leicht vereitelt werden kann, daß das Ausland versucht, eine wirtschaftliche Mauer zwischen ihm und uns zu ziehen. Nun gibt eS wohl ein Mittel, das vorliegende Problem zu lösen, und zwar besteht es darin, daß — wie auch auf einzelnen Gebieten bereits geschehen ist — durch geeignete bek^rdliche Organisationen die Aussuhrpnise geprüft werden, unb man in dem Falle, daß zu hiebrige Preise gefordert sind, die Ausfuhr per- *0.1*** ESS *fß i Laser 'S? kr 111 V* iiiL, A'*'J Englische Truppen in Danzig und Memel. Amsterdam, 26. Nov. (23.23.) Laut „Tele- graas" teilte Churchill im englische n Unter bau ie in Erividerung ans eine Anfrage mit, daß der Oberste Rat den Vorschlag gemacht l)abe, baii d e englischen Truppen in Danzig unb Memel ein Jahr verweilen und in Dbertotefien bis zu 20 Monaten. Die Oftfe.blockade. B e r l i n, 26 Nov. (WTB.) Die interalliierte 23asfenstillsulndskomniission g?i:elim gte die generelle Handelsfreiheit zwisckieii den deutschen Häfen und der deutschen Ostsee- k ü st e für Segelschiffe und Motorsegelschiffe bis zu 100 Brutwregistertonnen. sung bart nicht weiter 23oben gtrnnnnen, ba sie einer gäyeiblidjen Entwicklung zur R e ich seinheit nicht förderlich ist. Damm hat das hesck ck»e tzXsamt- ministerium, nnc verlautet, in Berlin energisch Einspmch erhoben gegen die lx'dauerlick^c Praxis, unb nachdrücklich für die süddeutsckien Regierungen um die erforderliche Rücksichtnahme bei Aiisetzung der Besprechnngstermiue gebeten. (Eine deutsche Hllssaktion für Wien. Berlin, 27. Non. Das Rcichskabinett hat, der „Voss. Ztg." zufolge, eine umsende Hilfsaktion für Wien beschlossen. Für Dezember iollen von jeder Brotkarte in Deutsche land 50 Gramm weniger ausgegeben werden und die gesamte Ersparnis — es kommen rund 40 Millionen nicht Selbsterzeuger, also Brotkarteninhaber, in Betracht — von zwei Millionen Kilogramm in der Woche soll den ^Wienern zur Veriüguag gestellt werden. Sämtliche Parteien der Nationalversammlung haben: ihre Zustimmung erteilt, mit Ausnahme bet' Unabhängigen, die zwar auch ein solches^ Mchlyuaiitum zur Verfügung stellen, aber keinen Abzug von der Brotkarte zulassen wollen. Alle Frattionen, mit Ausnahme der Unabhängigen^ werden in der Nationalversammlung die Hilss- aktio.'i beantragen. DauEi soll durch ÄZeranstal-' tinig von Sammlungen unter Führung der Reiäiscegierung so vzel als möglich geholfen werben. Die „Voss. Ztg." sagt: Tas Volk Deutsch-' Oesterreick)s wird ebenso wie das Ausland schon- jetzt scheu, daß trotz der staatlick-en Trennung das-' nationale Gemcinjcha^geiühl im Deutschen Reichet lebendig geblieben ist. Aur Oe in Neiche. Der bayerische Finanzausschuß gegen Erzüergers Polink. München, 26. Nov. (Wolff.) Der bage«** rische Landtag nahm am 25. November die Wintertagungen mit dem Zusammentrüt bet Ausschüsse wieder auf. "Der Finanz-AuSickiiub stimmte! nach längerer Aussprache wegen der Art der ge-> planten ßanbesbefteuerung schließlich folgen dein Probest zu: Die bayerische Regß-rung fanote ant 24. November einen Protest nach Berlin gegen die formale 2kbanblung wichtiger Besammungen des' geplanten £anbcs(x’ftracTunen für bas Elenb der Kriegs- gefangenen hat und nicht wünscht, baß sie noch länger in hartem Frol/ndienst für öanblungen büßen müssen, für bie sie Beine 2Zcvantwortmig tragen. 3. Die beutsche Regierung trisft keine Schulb, baß über bie Bereitstellung beutscher Zivilarbeiter für bie zerstörten Gebiete noch keine Berstänbigung zustande getont men ist 4. Der Vorwurf, die beutiche Regierung habe vorläuftge Äiaßnahmen zur Erleicksterung der Fniedeuobestim- mungen in Sckstesrvig unb Oberschlesicn abl Fett zu stellt wird und in ihren Bestrebungen zur Hebung der Zucht unterstützt werben. Gescheh: seitens der Regierung nichts, so lehnen die Vertreter der Landwirtschaft jede Verantwortung im den Zusarnmenbriub unserer Ernährung ab; der Landwirt soll ein Paria der Gesellschaft bleiben. Er soll von seiner Scholle herunter, f Sa eben links Beifall reckfts.) Die Stickswfs- und Kalisabrikeri müssen endlich zu leb/nswiäZtigrn Betrieben erklärt werden. Bei der Haltung der Regierung und der heutigen S^-uen nicht allzu schwarz zu sehen. Auch beim Biehstand macht sich die Tendenz eines wenn auch schwachen Aufstieges bemerkbar. Auch die Scheocrnehallung zeigt einen Ausstieg. Bei Aushebung der Zwangswirtschaft würden im allgemeinen die Landwirte sicher bei abnorm hohen Preisen ihr Vieh rum Sck-aden der eigenen Wirtschaft und der All- Gemeinheit schneller losschlagen. Die städtiscstm Arbeiter, die auss Land geben, wollen anständige Löhne und Wohnungen. Die Entbehrungen der städtischen Bevölkerung in der Ernährung sind so groß, daß es nicht verwunderlich ist, wenn eine große Erbitterung und Erregung in der städtischen Bevölkerung sich zeigt und auch politisch sich ntcht angenehm auswirkt. Die laudwirtsä)aft1iche Be- völferung hat von einem solchen Mangel noch feine Ahnung. Die Grundlose unserer Ernährung muß vegetarisch bleiben. Die Zwangswirtschaft kann noch nicht ausgehoben w.rden. Es wird viele Jahre dauern, bid wir uns selbst ernähren können. Zu umsangreichen Einfuhren Haden wir kein Geld Dir können die LedenSmittelprcise nicht ins Un- gemessene steigern, weil dann wieder eine Steig- rung der Lohne die Folge sein müßte. Dafür bin ich nicht »u haben. (Beifall bei der Mehrheft.) Es folgt bic Beratung der Interpellationen. Aby. Wachhorst de Wende (Dem.): Mr sind mit Brotgetreide bis in den Februar gedeckt. Don einer FleischveNorgung des deutschen Volkes kann nicht mehr gesprochen werden. Uns kamt nur der langsame aber vollständige Abbau der Zwangswirtschaft Helsen. Nur dies wird eine ProductionSsteigerung Hervorrufen. Abg. Frau Soda hl (Soz.): Die städtischen Arbeiter auf dem Lande streifen, weil sie sich die unroÜTC-ige Behandlung durch die Gutslesitz-r nicht gr^Hen lassen können. Die Jndnflrieorlviter- schäft ist unterernährt; die Landarbeiterschaft (m allgemeinen nicht. Abg. Dusche (D.Vv): Dem Ant-agBlume stimmen wir im angemeinen zu. Ein schrittweiser Abbau der Zwangswirtschaft ist nötig, wie er sich mit den Interessen der Konsumenten verträgt. Die Forderung deS ZwangSanbaues wird nur aus agitatorischen Gründen gestellt. Das Betriebs- rätegesetz würde unsere Wirtschaft Turnieren und irn5 den Feinden ausliefern Für die Landwirt- schäft wäre das BetriebSrätrgesetz geradezu eine Katastrophe. Hierauf vertagt ssch daS Haus auf Donnerstag 1 Uhr. Tagesordnung: Beratung der Rrichs- abgabc inb Hungersnot in Deutsch-Oesterreich. Schluß 6 Uhr. Schw einemärkte und Schlacht- viehrnärkte Dorrn.: 5. Januar, 19. Januar, 2. Februar, 16. Februar, 9. März, 23. März, 6. April, 20. April, 4. Mai, 1. Ium, 22 Juni, 6. Juli, 20. Juli, 3. August, 17. August, 7. September, 28. September, 12. Oktober, 2. Rovencher, 16. November, 30. November, 21. Dezember Krämermärkte am ganzen Tag: 23. März, 6. April, 4. Mai, 1. Ium, 6. Juli, 3. August, 7. September, 28. September, 2. November, 16. November, 21. Dezember. Pferdemärkte vorm.: 23. Mörz. 28. Septemder. Veranstaltungen. Donnerstag: Felsenk-ller, 8VzUhr, Ko- cho ft scher Akademiker - Ausschuß, Vortrag des Paters Lippert-Munchen. — Hotel Großherzig, 7 Uhr Mitgliederversammlung des Rrichswict- schottsverbanoes derzeitiger und ehemaliger Be- rmssoldaten. — Postkeiler, 8l/j Uhr Versammlung des Kriegcrverrins. — Hotel Schütz, 4 Uhr Sitzung des Landwirtschaftlichen Lokalvereins Gießen. — Lichtspiellxms, Madame Dnbarry. — Lichtspiele Seltersweg, Erborgtes Glück und Die Tochter des Henkers. ** Personalnachrichten. Pfarrer Rob. Oeckinghaus zu Offenbach a. M. wurde am 19. November die erledigte Psarrstelle an der vereinigten evangelischen Gemeinde Offenbach übertragen. Pfarrer Philipp U b l $u Rieder-Saulheim die evangelische Psarrstelle zu Wellerstadt. Psarrer Karl Grein zu Kaichen die evangelisch« Pfacr- stelle zu Arheilgen. Pfarrverwalter Lic. Dr. Heinrich Adolph zu Herbstein die evangelische Pfarr- stelle Herbstein. Pjarrvertvalter Wilp. Klingel- böfser mi Langsdorf die evangeliiche Psarrstelle LangÄorf. — Kirchenrat EmU Münchzu Schotten wurde am 19. November aus sein Nachsuchen von dem Amte des Dekans des Dekanats Schollen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirbmg vom 1. Dezember 1919, entbunden. — Ernannt wurde am 17. November 1919 her Otto Gutjahr in Gießen zum Kanzleigehilfen bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Ober Hessen. ** Spar-Prämien-Auleih^. Auch aus einigen rein ländlichen Bezirken siegen bereits Meldungen vor, daß die neue Anleihe lebhaftem Interesse begegnet. Die Kassenrechner fuhren das auf die Vergünstigungen zurück, die den Zeichnern eingeräumt füll). ** Privatbriefsendungen nach Ungarn müssen offen zur Post eingeliefert werden. ** Die Wahlen zur Kirchenge- meinde-Vertretung der Johannes- gemeinde finden morgen, Freitag, von 12 bis 7 Uhr im JohanneSfaal, Eingang von der Süd-Anlage, in der Johannesferche statt Dem Wahlvorschlag des bisherigen Kirchen» Vorstandes steht der Wahlvorschlag bet Volks- kirchlichen Arbeitsgemeinschaft gegenüber, die bestrebt ist, die Kirche mit neuem Leben zu erfüllen und wieder zu einer alle Schichten unseres evangelischen Boltes zusammenfassen-- den w a b r e n Volkskucche auszubauen. (Siehe Anzeige.^ ** Hausschlachten^ Bei HauSfchlach- tunaSanträgen für Großvieh und Kälber ist jeweils nachtzmvrisen, ob die Tiere von dem Antragsteller aus gezogen wurden oder nicht. AußerLem ist ein amtlicher Wiegeschrin über daS ermutelte Lebend- aenncht des Schlachttieres vorzulegen. (Siehe Be- kamllmattzung.) ** Staatliche Oberförster gegen Finanzministerium (Abteilung für Fvrst- unb Kameralverwaltung) m Hessen. Unter di: er Uekerschnft schreibt uns der Bauarbeit.r-Verbond Gießen, um etwaigen Kämpfen um di: Soljn- und Arbeitsbedingungen dir Holzhauer in di.sem Winter vorz-ubeugen, sei zwischen den Arbellcr- organlsalloncn der Holzhauer einerseits und dem Hess. Finai^ministerium andererseits (Abt. f. Forst- und Kamera!Verwaltung) ein Tarifvertrag abgeschlossen worden, in dem für die Holzhauer, so'veu diese in StaotSwaldungen beschälligt ititb, Min- destlöhnr sestoesetzt wurden. Diese bezögen sich aus den Stuiwenlohn. Um nun der in der Holz- Hauerei üblichen Akkollxrrbeit entgegen zu kommen, sei weiter vereinbart, daß zwischen den Oberförstereien und den Arbeiterausschüssen über die Höhe der Akkordsätze sollte verhandelt werden. Die garantierten Minbestlöhr« fölten bei Ansetz.n der Akkordpreise mit zur Grundlage genommen mfeben, bann sollten die Akkordsätze so b.-meifen sein, daß der Tagesverdienst i>:r Akkordholzhauer um 20 Proz. über den garantierten Mindestlobn tetragt. Es bestehe darnach :in Tarifvertrag, der den Holzhauern in Hessen einen lvflimmten Min- llstveidienfl zusicheve. Tie Verordnung Über di.' lariftxrträge vom 23. Tejember 1918 (ReichS- gefetiUtt 6. 1456) bestimmte aber: § l. „Sind bic Be ingungen für den Abschluß von Arbeitsverträgen zwischen Arbeitgebern und Verrinigun- geu von Arbeitnehmern durch schriftlichen Vertrag kTarifvertrag) geregelt, so sind ArbeitSvertrügp zwischen den beteiligten Personen in so weit unwirksam, alS sie von der tarissichen Rege- limg abw-ichen. An die Stelle unwirksamer 93er- «nnfanmgen treten die entsprechenden B> ftimmamnen des Tarifvertrags." Den float' lrchm Oberförstern sei, wie bte Abteilung für Forst- und Kanvrvlwrwaltung des Hess. >Vi- nanzministcrinms dem Beuarbriterverband schriftlich mitgeteilt lvbe, von dieser Sachlage Mitteilung gemocht worden. Trntzdem hüllen die Oberförflcr tn Ober lassen zu Alsfeld ein« Zusammenkunft ge- k»rbt und beschlossen einheitlich einen Akferdlohn ftstLinetzen. Der von btn Hvlzft wnm nicht zu diesem Lohne arbeiten wolle, der mö« die Arbeit iritberfetrn. Die Folge fei gewesen, daß sich ein- züne Rotten in Unfenntnis der gesetzlichen Rege- li'Ng der Tarftverlläne zur Arbeitseinstellimg b5t- 'ü Jen verlei en lassen. Tie Hvhhnuer Hanen zur ArbeitSemstellung (Streik! ieW) ferne Beranlas- fung. ES könne den Holz^uem nur enu*tMcn werden, in all jenen StaatSwaldungen und an all jenen Arbeitsvläden, auch der Gemeinde- und Pri- vatwallnmsm. die sich ^ur Anerfennung der float- lichen Mindestlölme bei DerlxrndlunAm schriftlich bereit erklärt haben, ruhig weiter zu arbeiten und Uc garantierten Mmdislöstie einzuklog^n. Der Bauarbeiter verband will bei vossmachtserkläiuns die Klage gegen die Förstereien erheben. ** Geflügelausstellung. Am 29. uns 30 November findet hier in Gießen eine Prvvin- zial-Gefliwel- und Brieftaubeu--Ail.'ftellung steftt. Näheres siehe Anzeigenteil. *’ Ter kalholischen Studenten- s ch a f t der Landesuniversität ist es yümgen, den Jesuitenprller Lippert aus München ftll Gießen zu gewinnen. Er ist bekannt als Schriftsteller und ist namentlich in Icfcter Zell in den gröb-tn Stödten Teutschlanss Flucht und geliebt al- Redner. Heute abend 81/» U:,t wird Pater Lippert seinen ersten Vortrag im Saale des „Fclienfeller" halten. TaS Tlxrna dieses Vortrages lautet: „Religion der Dorzell un> der Neuzell". Ein weiterer Vortrag „Neue Religiosität" ist für Sonntag den 30. November in AuSjicht genommen. Durch den „Kath. Akademiker-Ausjchutz" werden alle ötubiaxnbcn und alle bereits im Berufsleben stellende Akademiker sowie die üllholische Bürgerschaft hierzu eingeladen. ** Die Reichsvereinigung ebemal. Kriegsgefangener, Ortsgruppe Gftßen, lädt alle Ausgetaujchten zu der am 2J. Nov .1919, abends 8 Uhr, im Restaurant Sauer, OSwalds- garten, statts.iidenden ?rhtulieicrDerianuntung ein. Näheres siehe Anzeigenteil. Landkreis Gießen. — Ettingsha usen, 25. Nov. Unser Dorf hat vor einiger Zeit seinen Anschluß an die Elektri- zitätszentrale beschlossen. Mehrere Unternehmer arbeiten zur Zeit an der Herstellung der Haus- anschlüsse und H« Svrrr zu kommen. Auch Ixute früh um 9 llfc zcrsplllterle nochmals eine Scheibe. Ta die Steine nur aus nächster Nähe geworfen werden konnten, der Tater jedoch ab.vlut nirgends zu entdecken war, stell man vor einem Rassel. ** Lich, 2ö. Nov. Am verflossenen Montag eröffnete die Stenographen-Gcsellschäft „Gabels- terger" Lich ihren diesjährigen WftlterkurfuS mit 18 Teilnehmern. + L i ch. 26. Nov. Ein ht der Stadl und in der ganzen Umgebung, auch in ©iefcn beliebte und geschätzte Persönlichfeit wurde heute unter Deteillgung einer zahlreichen Trauergemeinde zur Letzten Ruhe geleitet: Mrpgermeister i. R. Jo- Hannes Stau III. Ter Verrrn der „Kampsgenosicn von 1870/71" gab dem treuen Kameraden das letzte Geleite. Stiftspsarrer Schorlemer hielt dem Entschlafenen die Gradrede. Zahlreiche Kränze wurden am Grade nicbcrgefcgt Für den Kirchen- Vorstand, dem der Berstorlliir feit vielen Jahren angehörie, widmete Stiftsdechant Lenz einen warmherzigen Nachruf. Beigoordneter Heller, der Direktor der Spar- und Tarlehilskasse. deren Mitbegründer und eifriger Förderer Johannes Rau war, betrauerte den Heimgang des rührigen Vorstandsmitgliedes. -1- O u e d b o r n, 35. Nov Vom Schennew- gerüste stürzte t« seckzehntährise Dienstmagd des Landwirts Heinrich Görnert. TaS Dftllxhen trug einen Beinbruch davon. Arris Alsfeld. up. Mücke, 26. Nov. Jeden Sonntagabend fährt von hxr ein Zug um 7a>6 ab nach Gießai. Dieser Zug ist sonderbarerweise noch für den geivohnllchen Perionenvertehr gesperrt. Höher.» Schüler dürfen nicht missahren. Tabei fährt dieser Zug stets leer, weil die Arbeiter meistens nrfl Montamnorgen früh mit dem Arbeiterzug fahren. Seminaristen, die Sonntags zuruafahren wollen, erhoften h.er keine Billette. Dagegen w?r- ben aber solche in Frankfurt auSgegeben. Ein ähnliche Mißstand besteht darin, daß von Giessen der letzte Zug nach Frankfurt schon um 5.27 akfährt, dann Hier mehr. Von Lich aber kann man 9 Uhr abends ab noch nach Gießen fahren. KrriS Büdingen. A Ortender 25. Nov. Zum Gedächtnis der im letzten Kircheniabr verstorbenen (Si-mcinbc- ylieder sowie der aus Ortenberg gefallenen oder ihren Wunden erlegenen Helden ranb am Sonntag em feierlicher Gottesdi«'nst statt, der von Liedern der Gemeinde und Schulkinder passend umrahmt war und in dem bet OrtSgristliche über Offen- barunp Johannes Kao. 21 Vers 1 —5 predigte Am Schluß doS Gottesdienstes wurden die Nomen der 93erstorbeuen und Gesallenen noch einmal verlesen und Anregungen zur Ehrung brr Gefallenen gegeben. Eine Kollekte ergab 121 Mk. LrciS Schotten. up. Groß-Eichen, 26. Nov. Drei hiesige Mädchen fuhren mit einem Einspänner noch Ruprxrteiirod, um Getreide zur dortigen Mübte mi bringen. Auf dem Rückweg« hä gtc sich hßr cm Ort die Sckxre auS Dadurch scheute dos Pftrd, bäumte sich und ging durch. Das eine bet Mödck^n sprang ob und fiel auf die Strasse, wobei es dft Hände sich verletzte. Das andere suchte das Pferd zu halten, wurde «u Bo^en gerissen und eine Strecke über die Ehausfe^'steTine g^fdjbetft. Da>- durch wurde eS an den Knien und der einen flferfe sckw-r verwundet. Das dritte Mädchen, das sitzm geblieben war, blieb heil. Kreis Friedberg. o. Bad-Nauheim, 26. Nov. Auf Anregung des Krieger- und Militärvereins,Hassia" bat sich hier rin „Ortsausschuß für die Pflege und Erhaltung der deutschen Kriegergräber"' gebildet, dem Vertreter aler Behörden. Berufsstände und Parteien angehören Am Vortage des Totensonntags wurde durch Schüler und Schule- rinnen der S'adtichule und der Realschule eine vom OrlSausschuß vorbereitete H a u s s a m m - lung unternommen, deren Reinertra; der Be- ranm^stelle für Kriegerehrungen beim ehemaligen Kricgsministerium überwiesen wird. UeLer 2000 Mk iinb für den guten Zweck ein gegangen. Starkenburg und Nhcinhesfen. --- Lampertheim. 26 Nov. Der erst vor wenigen Woclxn gewähl e sozialll mokrali'che Bürgermeister mußte nach einer überaus stürmischen Bürger- und Arbciterversammluna sein Amt n«c- der logen und flüchten, weil er den für die Gemeinde bestimmten Speck an seine Freunde abgegeben bzw. für sich verwendet hotte. Dem Arzt. Tr. Oelemairn, dem der Ortsgewall.ge das War^zimmcr eutrignti hatte und der dann die ganze Wirtschaft ruck,ichrs- los aufdeckte, mürben von der Arbeiter- und Bür. gerschast reiche Kundgebungen dargebracht. Hessen-Nassau. ---Frankfurt a. M., 26. Nov. Der 20j86r. Wachter Wfth.lm Bö,er der Firma Bodenhnmer im Ostgüter bahn Hof wurde Montag abend gtgtn 10 Uhr in seinem Wärtcrhäuschen überfallen und betäubt. Dann schnürte ihm die bisher nicht ermittelten Räuber den Hals mit einem Hand- Mch zu. In diesem Zustand, dem Tode nal.e. mürbe der Unglückliche später von einem anderen Wächter aufgefunben. Tic Rettungswache riet den Böser nach zweistündigen Bemübungen bis Leben zurück, mußte ihn aber der Irrenanstalt zuführan, da a tobsüchttg wurde. = Frankfurt a M., 26. Nov. Heute früh wurde in der Mendelssohustraße ein mit Wäiche beladenes Fuhrwerkge stöhlen. Der Wagcn- sührer batte sich nur auf einigt Augenblicke zur Abgabe eines Paketes ht rin Haus begeben. )( Marburg, 25. 9d)v. In Fürstemmalde bet Berlin wurden zwei junge Männer von bür bei einem Einbruchsversuch erschossen. Sängertran) Stehen. Gießen, 27. Nov. 1919. „Der Rose Pilgerfahrt." Von Robert Schumann. Schumann b^t. wie Helft Draesefe einmal fegt, als Genie begonnen und als Talent aufgehört. Taß dem so ist, zeigen sämtliche Werke seiner letzten — Düsseldorfer — Periode. Sie gewähren dem Kunstfreund im allgemeinen nur wenig Genuß. DaS Schassen Schumanns in dieser Periode tö nicht mehr einheitlich, er springt von einem musikalischen Gebiet auf das andere, er schreibt bald Lieder, bald Violinsonaten, bald wieder kleinere Klavierstücke, bald ein Trio, bald MLrchea- bilder für Viola, bald eine Messt ober em Re- auiem. Im verzweifelten Streben, ja nur Originelles. Bahnbrechendes zu leisten, sann Schumann gar auf die Einführung neuer Kunstgattungen, nahm daS „wellliche Oratorium" wieder auf und erfand das unerfreuliche, zwitterhafte Genre ber „Chorballade". — Eine ins „Dörfliche, Teutsche" gezogene Nachfolgerin der „Peri" ist „Der Ro,e Pilgerfahrt (op. 112). Die genannten Ausdrücke Schumanns beziehen sich nur auf dos äußere Millen der Handlung. Seinem Charakter nach strriit 1>j4 We^k, weit entfernt von bäuerlicher D-rbbrit, öfters stark die Sphäre des Weichlichen und Ueber- empfindsamen. Der leri des MarchenS — bifen Heldin eine menschgtwordene Blume ist, wlche liebt, heiratet und endlich, man weiß nicht recht warum, von der Elfen königin unter die Engel angenommen wird — flammt von Morttz H o rn, der fcdoch von Schumann selbst eingehende Instruktionen erhielt. Man kann nicht fegen, daß beide damit eine besonders glückliche Hand bewiesen hätten. Der Stoff ist durchaus idyllisch, und Schumann hatte auch ganz nchttg anfänglich bloß das Klavier zur Begleitung hermtaezogea. Erst später erfolgte auf Drängen feiner Freultdr die Orchestrierung, die den bescheidenen Stoff nun plötzlich zur Haupt- und Staatsaktion erhob. Die Musik an sich ist glücklich ermüden und gibt den Stimmungsausdruck vollständig wieder, man denk nur an den einleitenden Frühlingsgesang und an den Trauerchor. — Der „S ä n ge rkran z" Giessen hat flch diestS wenig gehörten ThvNvertes angenommen. Herr Albert Kasten, der Dirigem des Vereins, hat viel Sorgsoll und Liede auf seine Einstudierung verwendet und wurde do bei durch den ihm immer willig folgenden Chor unterläßt. Die zoll' reichen im „piano“ gesetzten Chvrfatze hielten sich gestern nicht immer an tuest Bor^ichen Besonders frisch und rhythmisch waren die Hochzeit^chöve, die daS musikalisch Wertrvllste des SBertto bar- stellen. — Von den Solisten — sie kamen alle aus Frankfurt a M. — war die Nvfe lls Fräulein zur Nieden die weitaus bifle Leistung. Auszer der klaren — immer tadellos einsek»ndQi — Stimme fiel eine auch sonst überraschend oute Musikalität dieser Künstlerin auf, die auch Dem dramatischen Vortrag zugute kam Sie duifte ellmsv wie Herr Kasten am Schluß der Aufführung einen Blumengruss annebinen. — Der etwas gaumige All von Fräulein Barth verrät gute Schulung. Die in ber Schu bert schen „Allmacht" grandiost Berherr.ichung des gewaltigen Jehova, die der „PÜgerfahrtt^ voraus- gefclkckl wurde, erfordert febod) eine alles durchdringende und alles dc^wingende Hcldenstimme. 12M7c Zkichnunqen bei allen Bankgesck'ä'ten, Banken, Sparkassen u.Genossenschaftcn. Liedes Jahr Mk. 50.— Sparzkuse« für ein Stück von 1000 Mark. 3ebes Jahr 25 000 Bonu-gewinne von 1000 Mark bi« 4 000 Mark. 3ebes Jahr 5000 Gewinne gleich 50 000 000 Mark. Was . bringt die Deutsche Spar Pramieuauleihe • B = U >°°° ®atl S bi, 4000^ 8ülll£ "‘Sita M,(* '“■ ‘ *i-, 2u 'm. Urjjf'ÄÄ 7'^Ä^sÄ Ät£^ rs-.'ES ■ L® ftR . 6' Wm» 5>b- beutr U »‘t'Ä* ^<**4 «MjtiZh,6™ «- Ä CieH ,«n> fMifcaS'9* •»i »äs. “™ 8 "Charakter nach ihcijl b - ton bauctlitta Derbb« ' deL DMichen und Mr- EN des MärchenZ - In'- irdene Blume ist, »• wild), man weist nicht « 'zlienßnigin unter n wird - (lammt vonÄ. U Lchmonn selbst eingebt-. . Man kann nicht sagen,.. 'londers glücklich? hach v öton ist durchaus idML t auch Mj richtig anfit itu Begleitung hnanzem^ auf Drängen seiner MD tt den bescheidenen Stoss t und StaaUattton erhob, v. Wlüb matten und gibt tr »llflätbig wieder, man ba1 a (hiWuigs^lm uuv htxiV' Bietzen ha L Thoriveftcs angmerc- n, der Dirigent bti $err.j nd Liebe aui ftine Sinite > wurde do bei durch den r >cn Chor unterftügt. Die K gesetzten Chorsäxe hielten iub an diese Sor^iM BcsoÄ«" sch roarrn die M«* Settwllste M Serfti box« Soiiste- - sie fernen alle — nur die Rose tee sre «Vn nicht Gießen (West-Anlage 28), den 26. Nov. 1919. etwa» beste weiche Qualität ä M. 1.80. ftür Wiederoer- käufer PreiSermänigung. C. Knhn, 022873 »aller« Allee 18. Das Glück der andern. Original-Roman von Erich Ebenstein. Copyright 1916 by Ordner ft Comp., Berlin W 30. Central-Drogerie. SchulsNt, n. d. Stadtpost. Elisabech Germer Philipp Weigel Verlobte Älebt-ßhibett, den 26. November 1919. onu- 3 f racL ______ Sabbatsörer d. 2d. Nov. 1919. Freitag SamStaq vorrn. 8.39. Nachm. 3 30. Sabbat rus- gang 5.20. — Wochmgottesdienst: rnorg. 7.00, akds. 4.00. Büchcrtisch. — Wer jetzt fast täglich in seiner Zeitung über Deutschlands Schuldenlast und bk drohenden Steuern liest, wird gewiß einem Artikel über das „Schuldentonto der Kulturvölker" erhöhtes Interesse entgegenbringen, den die Leipzig e r I l - lukrierte Zeitung (Verlag I. I- Weber, Leipzig) in ihrer neuesten Nummer 3986 veröffentlicht. , — Die Weltliteratur. -Verlag Tre Weltliteratur. München.) Das neueste Heft. rst August TriniuS gewidmet und enthält ,Leun- getet.at" und „Starck im Glück". Meteorologische Beobachtungen -er Station Kiesten. reincS ©Ibaerln und sämtliche Hautkremes etnonebh ,WM Bettwäsche Fabrikation v nnPviccpn *• bestem Heeientneh« in glatt, IxOpiiUoocIl festoniert und mit Einsätzen D«♦♦iinhar» iQ prima ungebleichten Hesse! DüllUUncr nnd F.laässer Wtsehestoitaa, 5aalba» (alt £db (Bayerische Bierhallen)* Täglich im vorderen Lokal Gastspiel der Solisten u. wohlbekannten oberbayerischen Truppe der Chiemseer! In einzig dastehender Natur-Echtbeit^verkörpert diel. Unternehmen in GeblrgSkomödlcn aus den baverischen Alven den nrwiichstgen Humor sowie den Charakter dieses Eebirgs volkes. — Auster prima Musik die herrlichen Alpenchorgefänge,Gebirgsjodler Zither- und Homilet - Vorträge sowie die urwüchsigen Original-Schuhplattler 2—3 und 4 Personen. Also unter allen Darbietungen eine gewiß seltene Abwechslung, welche großes Znterefse wachrusen dürste. Ergedenst ladet ein Han» Ktrzinger. SamStag im «roßen Saal groste DereinS- settlichkeiten. Gäste willkommen. 0&U7 'Schon im Zkmqert der Deffofffchen Tlttbdgute* etniginto hatte man Gelegeick,ett, den kräftigen und Schmelz besitzenden Tenor des Herrn I a r o - schek zu baren; auch gestern befriedigte er durchaus. — Herrn Pode bis würdiger und volltönender Bast beschloß den Reigen der „großen" Solisten. Die kleineren Solopartien, die Mitglieder des Vereins (Frau Flimm und Herr Lotz) übernommen hatten, und die Kapelle des hiesigen Reiätswehr-Jnfanterie-Regiments fügten sich gut ins Ganze. Der herzliche Beifall galt mehr als dem Werke den Solisten, dem Chor fernem Dirigenten. ^ochsebrtlnachvichten. )( Marburg, 25. Nov. Der Romanist Pros. Dr. phil W^chAer erhielt einen Rus an die Universität Berlin. Kirche und Schule. Sw Darmstadt, 25. Nov. Wegen der K>vhlennot mutzten die Schulen in einzelne Gebäude zusammen gelegt werden. waS zur Folge bat, datz sie nur noch in der Woche zwei Tage Unterricht geben können. 2$. Ortenberg, 25. Nov. Da zur Wahl der Kirchengemeinbevcrtreter nur ein Wahlvorschlag eingereicht war, brauchte keine besondere Wahl üattzufinden, es wurden außer den bisher schon bet Gemeindevertretung angehörenden Mitgliedern zugcwählt die Herren August Fal^renbruch, Heinrich Dahmer II., Friedrich Pfeiffer II., August Becker, als Ersatzmitglieder Karl Hebbel I., Georg Wiesner, Karl Wolf, Karl Meuer I., Karl Meiffer I. Augen. „Es ist sehr zweifelhaft, vb Walkern sich jetzt noch entschilietzt, Mivdesta zu heirat m. S« soll alle Hoare Verloven haben und ents'.tzltch baulich geworden sein. Wollte er fte noch, (d würd: er bach auch nicht jetzt auf jb lange fortgehen! Ich glaube eher, ec macht bi? Reis?, um mit guter Manier boszukommen . Mein ta ist i'ibri- arns außer sich über all diese 0^?schicht?n, beim Magnus Wall nun absolut nicht als Kandidat um das frei geworden.' Mandat genannt 'rrerbm." Letzte Nachrichten. Der Erfolg der Derkehrösperrr. Berlin, 27. Nov. (W.B.) Nach dem letzten amtlichen Bericht des Reichskohlenkommissars habm die Haldenbestände an der Ruhr intb in Oberschlesien in der ersten Hälfte des Novembers eine erhebliche Abnahme erfahren. Während am 1. Novencker an der Ruhr rund 832 000 und in Oberschlesien 703 000 Tonnen lagerten, bezifferten sich die Haldenbcstände an der Ruhr am 15. November nur noch auf rund 750 000 und in Oberschlesien auf 586 000 Tonnen. Sie sind somit an der Ruhr um 82000 und in OberschlesiA um 117 000 Tonnen, insgesamt um rund 200 000 Tonnen zurückgegangen. Hochschulreform. Berlin, 27. Nov. (W.D.) Der Staatshaus- haltSausschutzj der preußischen Landesversammlung entschied sich im allgemeinen für eine Doch- schulrefvrm im Sinne der Regierungsvorschläge. U.a. verlangt der Ausschutz, daß die Aber sic verlangte auch nicht mehr. MS sie noch in Rettenegg waren und einmal in nxmne Decken eingepackt auf d?r Terrass? im SonnensQx ni fak, haste sie die Gräfin Wirbna zu Fraukm von Woltern sagen hören, datz Adignus nMiyrjftvin- lich nun seine Gousine. Beate Millner, heiraten n>erde, 'wie es schon lange der heimliche Wumch ferner Mutter gewesen sei . ___ Tie beiden Tarnen promenierten piaubernt) unten auf dem Mesplatz, warteten auf ihre Wagen, die eben angespannt wurden, und dachten. <„h nicht an die kleine Modest«, die über ihnen auf der Terrasse satz. . r . Modesia aber huschelte frch trotz der Hroe fröstelnd tiefer in die Kissen und TeLrn und «xichle traurig: „Wie gut, datz ich Leiden gewöhnt bin, und all dies wenigstens diesmal nrcht m:L an* jetert muß, wie damals, als er um Evelyn worb!" Im Herbst trat sie in einen Kindergarten knr§ nnd legte vor nun vier Wochen die Sclstutz- prüfung ab. Ihr schmales, feines Kindergesicht hatte wieder ettras an Fülle gewonnen, und das goldbrian? Haar, das überraschend schorell nachwuchs, brängt.’ iid) in lockigen Massen um die ernft: Mädchen- ^irn©ie war nun längst nicht mehr „entsetzlich löslich", wie die Gräfin Wirbna behauptet hcstte, s'onsern viel schöner als früher, denn der feelen* volle AuA>rack ihres Gesichtes hatte suh berti.-ft. Frau Losenstein hatte ihre Limonade crasge- lrunken und stand auf. „Ich will nun noch auf einen Sprung zu gehen, wie ich ihr vwsprach. Wommft du mit, Modest-a?" fragte sie. „Nein, Mama. Ich bin froh, datz ich nun z i Haust sein kann. Es ist so drückend heiß hnrte Gleich nach dem Begräbnis fuhr Magnus nach Sckönau, wo er eine lange Unterredung mit Ha* rafo Walkern hatte, von deren Inhalt nicht einmal Tante Luise, die doch sonst in allem Haralds Vertraute toar, etwas erfahren konnte. Wolkern hatte die letzten zwei Tag; mit Packen und allerlei sonstigen Vorbereitungen für eine lange Reise verbracht. Es hietz, er wolle sich einer Forschungsreise nach Afrika anschiretzen. Tann verbreitete jidj plötzlich da- Gerücht, Magnus Sanderfeld wolle ihn begleiten, abir beide würden erst abrei en. Wenn die vom Arzt für Modestas Leben kritisch be-:ichnetm Tage verstriche Und wieder eines Dag^s fuhr die Gräfin Wirbna, Besuche machend, von Haus zu Hius und verkündete als erste die Neuigleit: „Wissen Sie sclwn? Tie kleine N^odesta Losm- flein ist gerettet! Eben erfuhr ich es in SRettentgg. Mvrgcn treten Sanderfeld und Wolfern ihre Af- rikareise an, d. h. zunächst wollen sie, glaube ick-, nachl Abbazia, wo die Millners noch lind. Und ttilfen Sie, was ich im stillen glaube? Tatz in; Gräfin Magnus hin schickt, darntt er wieder ein Likcken Fühlung mit seiner Cousine D.-ale bekommt. Es war früher stets Ihr stiller Wunsch, er mög; ihr Beate als Tochter zuführen." „Hm," meinte die Fürstin Zedern beifällig, ,chas wäre wenigstens eine ganz passende Partie für Magnus. Auf 'Schönau werden wir ia doch trairlckeinlich bald eine Bürgerliche als Nachbarin in unseren Kreis bekommen. Wolkern heiratet iid et Modestn Liosenstein. Uebrigms ist sie Ein Jahr war vergangen. Trautzen brannte die Julisonne mit sengender Glut auf die staubigen Straßen, gr.au-weitzen Alleen und halb ö-rr« dorrten Gärten der Großstadt nieder. Frau L-osenstein und Modestn saßen im Wohnzimmer und tranken statt des glvöhnlichen Jrusen- kajsees kalte Limonade, um sich etn wenig zu erfrischen. . ... t Modesta besonders, die eben aus dem Äinter» garten gekommen wat, wo sie seit vier Wochen die Stelle einer AushilsÄehvrtrn bekleidtte, sah sehr abgespannt aus. Cie lebte jetzt allein mit der Mnttw. Kurz vor Weihnachten hatte es eine still' Doppel- lock-zeit gegeben: Lotte und Bertie Geras, ter eine gut dotierte Stelle als L:tter einer großen Narbworcnfabrik bekleidete, und Emmy, die sie btt ihrer Heimkehr von Retten:gg als Braut Egon K':rntlls vorgefunden batten. Es waren doch nicht „alle Fäden ierriifm nmtjcn, wie Mama Losen sie in angmommen hatte. Nur hatte Kornell sie nicht brieflich anknüpfen Handel. Das Handelsverbot für ausländische Wert- ( papiere. Berlin, 26.Nov. (W.B.) Wie wir hören, ?eht die Aufhebung des Handelsverbotes ir diejenigen ausländisckicn fest verzinsten Wertpapiere, die bisher auf Grundj der Bekanntmachung vom 26. März beim Rcichs- finanzministerium, Abteilung für ausländische Dertpapierc, anzumelden, aber nicht abzuliefern waren, zum 1. Dezember bevor. Verboten bleibt wie bisher der Handel in denjenigen Wertpapier- gattungen, die schon zur käuflichen Ueberlassung an das Reich au'gerufen tootben sind, z. B. 5 %igc 1896er chinesische Anleihe und 41/io/oIqc japanische Staatsanleihe von 1905. Um Irrtümer zu vermeiden, ist darauf hinzuweisen, daß das bisher feftebenbe Ausfuhrverbot für e festver- zinslickae Papiere arundsätzlich aufrecht erhalten bleibt, also durch die Freigabe des Handels in teÜKt Weise berührt wird. kirchliche Nachrichten. Israel. Religion sgemeinde. GotteS- dienst in der Synagoge (SlÜo-Anlagt) Samstag, Gießener Konzertverein Sonntag den 30. November 1919 nachm. 5 Uhr in der neuen Aula: Rete-Quartett Adolf Rebner, Hermann Kraus, Paul Hindemith, (Maurits Frank. Beethoven-Streichquartette op.!8Nr.4C-Moll, op. 95 F-Moll, op. 127 C-Dur. Eintrittskarten zu 5.-,4.-, 3.— und2.— M. bei Emst Challier und abends an der Kasse. Oeffnung des Saales 4Va Uhr. Die rar d»e fünfte Konzert ausffegebenen Karten haben Gültigkeit. 13270c gehörte. Beide Paare wollten nicht über Weihnachten hinaus warten, und die Mutter gab ihnen r«fct. Ter Trauer wegen fsterte man den Tag natürlich nur im engsten Kreiir. Tie Gräfin war auch gekommen, wie sie denn seit Ev:lyns Tod überhaupt doppelt bemüht war, den Losenstems bet jeder Gelegenheit ihre warme trme Freund- sck.aft zu beweisen. An dem Tage, nachdem die beiden jungen Paare abgereist waren — GeraS' zu kurzer Hochzeitsreise noch dem Semmering — Komells noch ihrem neuen Bestimmungsort Rothoizen — war die Gräfin noch auf ein Plauderstündchen ge- irommen, ehe auch sie nach Rettenrgg zurückreiste. „Wir Einsamen wollen nun doppelt zn- fammenhalten," hatte sie gesagt. „Und darum müßt ihr mir, ehe ich Abschied nehme, auch versprechen, datz ihr in diesem Sommer noch auf ein paar Wochen nach Rettrnegg kommt. Ich ernoge jetzt die Einsamkeit dopfxlt schwer." „Wird denn Ihr Sohn auch noch den Sommer über in Afrika bleiben?" fragte Frau Berta. „Ich fürchte beinahe, datz er noch lange nicht an Heimkehr denkt. Wolkern hat ja im letzten Augenblicke seine Beteiligung an der Expedition au,gegeben, wie ihr wißt, aber dafür ein grotz- urttges Reiseprogramm entworfen. Jetzt sind fr: in Aegypten, dann wollen sie nach Eeylon, dann nad. Griechenland, Spanien und im Sommer aus die Insel Wright, wo sie wieder mit Millners zusammen treffen." . r Ties nxrr alles, was Mvdesti in inefer gan- i zen langen Zeit von Magnus erfahren hatte. Ärslanö überreichte eine durch eine Sammlung von etwa 2000 schwedischen Männern und Frauen aufgebrachte Stiftung von 300 000 Mk. Ws letzter der ausländischen Gäste erschien Prof. Dr. Sckufer für di e spanische Akademie der Wissenschaften. Außer Glückwünschen wurden zahlreiche Ehrenurkunden und reiche Morgengaben bet Universität überwiesen. Der erste Festtag sand seinen Abschluß durch eine Festspielaufführung des dritten Meister- inger-Aktes im Stadttheater. Der Friedensvenrag ron St. Germain. Paris, 27. Nov. (WTB.) Havas. Die De legierten des serbvckroattsch-slowenischen König- koeräoes haben am Mittwoch chrc Zusttmmungserkä- rung zum Fr ie dens ve r tra g vo n S t. G e r- main nicht unterzeichnet, ba ihnen die nötigen Vollmachten mangelten, die Zusatzverträge gutzu- heitzen. Die ihnen eingeräumte Frist lauft erst am Donnerstag ab. Es ist zu erwarten, datz br- dahin die notigen Jnstruttionen em gelaufen ftnd die den Delegierten die Unterzeichnung der diplv matischen Äk«nstücke erlauben. Rücktritt des französischen Handelsministers. Paris, 27. Nov. (WTB.) Havas. Clemente l ridjtetc an Giemen atm ein Schrrrben, nrorin er seinen Rücktritt als MMister für den Handel erklärte. Die Kohlennot in Paris. Paris, 26. Nov. (Wolfs.) Havas. Wegen der Kvhlemwr fini> in Paris alle Tanzl u st Harke i t e n bis auf ^weiteres verboten nwrden. Die russische Nordtorstarmee. Stockholm 26. Nov. (WTB.) General G l a s e n a p p wurde zum Kommandanten bei russischen Nvrdwestarmee ernannt. Jude nitsch hat seine Jmnktionen nickergelegt und bleibt ran noch Vertreter der Regierung Kol tschaks. Weiten Absichten d'AnnunzioS? Rom, 27. Nov. (WTB.) Stefani. Nach dem „Avanti" wird von d'Annunzio und seinen Frei willigen gegen Triest ein Handstreich vor- bereitet. d'Annunzio wolle in drefer Stadt ein militärisches Zentrum für Italien errichten. Irland., London, 27. Nov. IWÄV.) .Die Regierung erliefe am Mittwoch in Dublin eine Proklamation, die dir Sinnfe inero rga nisa tion, sowie alle anderen national!fttf chen und ähnliche Organisationen aufhebt. Mrriko. Washington, 27. Nov. (WTB.) Das Sta- binett befatzte sich am Mittwoch mtt der mexi- kairischen Frage. Man kennt die Absichten der Regierung für den Fall, daß Carranza sich : meigern würde, Jenkins aus-ulrefern, noch - nicht. Eingeweihte Personlichteiten sagen, - das Kriegs- und Marineamt für alle Möglich- . > feiten vorder eiten. _________________________ Hausschlachtungerr. Auf Grund der S3ebanutmad>ung des Kreis- ttnd« Gietzen vom 20. November 1919 wird darauf bingewiestn, daß bei Stellung von Hausschlachtungsantragen für Großvieh und Kälber icwetts nachzuweisen ist, ob die Tiere von dem Antragsteller aufgezogen wurden ober nicht. Außerdem ist ein amtlicher Wiegeschein über das ermittelte Lebendgewickft des Schlachttieres bei Stellung des Haussclilachtungsararages vorzuleg?n. 13339L Gießen, den 26. Novi'mber 1919. Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Die Reichsveecinigung ehern. Kriegsgefangener Ortsgruppe Glegen ladet alle An-geiausch-cn an der nm SS. Nov. 1919, abends 8 Uhr, im Restaurant Sauer, Oswalds garten, ftaiiRnöcnben Mitgliederversammlung ein. Tagesordnung: 1. Slnfnabme neuer Miiglieder. 2. Berlesuna dcS P oioko ts. 8. §o»>aiwtrlsct,astttche Lage. 4. BerschiedeneS. Wir bitten um roll^ntzligeS Erscheinen. Nlchtmit- glieder find herzlich willkommen. 13326D Ter Vorstand. Morsen Freitag Grow Gpefa-taP Höchste Temperatur am 26.11. -= 7.4', 27.11. --- 4.9 Niedrigste „ , 26. 11. = 2.4', 27.11. == 1-86 Niederschlag Ich mm gerkunde liegen wird. T dischen Reichsvereins für das Schwckentum im Die glückliche Geburt eines Sohnes ; zeigen an 5. Fuld u. Frau Frieda geb. Oppenheimer ; 2S ^toeemb« 1919 $5oraR>.: 4,30; mors. 9;IotabemifSen SfftReltten aaisiämtaM« abi>§ 4,40 u 5,30. gestellt werden sollen. ES sott ein fefonberer Fonds Religion- - Gesellschaft.! geschaffen werden für die Erteilung von staatS- 29. Nov 1919. Freitag abo. 4.05. bürgerlidjem Unterricht. An diesem Unterricht sollen Oberlehrer und Lehrer teilnehmen, in beten Händen später der Unterricht der Schüler in Bür- Lichtspielhaus Heute unwiderruflich letzter Tag Ab morgen bis in kl. Montag Der goldne See Die größte Sensation aller Zeiuea. Inhalt! wgtitt lantnl Un muhen fit Lrlchem SrJ und yi 6örm Itrofte Wttlfrr W Ur deAssj rnt> m omon, tn ißätL # Wir suchen für unsere modern eingerichtete Pserde-Versicherung, unser aUbdanntes Institut rückversicher! bet der Münchener Rückverflche- runflSflcfeUfdjnft, mit äuherft blüincu Prämien nrbcücno, LerffcherungSsumme in jeder Höhe ebne Zuschlag, eine im Äubendtenst bewährte Kraft alS ISSllhv Bezirksdirektor mit der Aufgabe, in verschied. Bezirken Gruppen von Neifevenretem zu bilden u. etnzuarbetien. Die Stellung ist doch befahlt u. als dauernde gedacht. Ansfübrl. Bewerbungen, mögt, von BiebverNch.-Fachleuten, erbet, u. M.G.V. 8056 an Haafcnftcin L Vogler A.-G^ Nürnberg. 0«90< 2 Uhr statt. Hochfeine 1333c Reparaturen Win-, Klavier- und 18345 «Nee 1 V. Angebote unter 022661 an |. den Äiehener Ätueiger. 11 Verschiedenes Veaint, wie Itt|- ♦Tjiiaft tijkzebt». SU kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 022861 an den (flte&. Anz. 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Xeu abends 5 Ubr VolkSvretse: Schüler-Vorstcllunz Wilhelm Teil. Junger Man« 36 I. olt, kalb-, wünscht rau lein bi» 30 Jahre ievtl. auch junge Witwe» kennen zu lernen »weck- spat. Heirat, ^djr. flna. mit Bild. daS zurückges. wird, unt. 022849 an den (flieh. Anzeiger erbeten. an verkaufen. 022859 Kalter-Allee 5h. UnMW Person für einige Zeit zur Mithilfe im Haushalt i. kleine Familie aufs Land gesucht. (Gute Verpflegung.) Näheres bet Wilbelmi, Sonnenstr. 5. (022828 oaaxDaxxxx oooouoaooo Best. Mädchen ob. eins. Stütze, d. zu jeder Hausarbeit bereit ist und auch nnüen kann, in kleineren Haushalt gesucht. Zu melden abdS. nach ßUbr ”** Hensel st r. 6 II. Grube Mist Näh- und Schuhmacher- abzuacbcn. 0228601 Mafchillkll «** Schmidt, Afterweg 5.1 . ,. ~ , r----—7-----werden schnell und fach. 6inigt Zentner Miß --E zu verkaufen. [022887 W.Vetter, Dammstr.32. 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